Innenminister Reinhold Jost verleiht „Freiherr-vom-Stein-Medaille“ im Landkreis Neunkirchen

In diesem Jahr wurden neun Persönlichkeiten aus dem Landkreis für ihre Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung mit der Auszeichnung geehrt.

Konkret handelte es sich dabei um Edeltrud Baltes aus Schiffweiler-Heiligenwald, Ute Beck aus Schiffweiler-Heiligenwald, Klaus-Dieter Hoppstädter aus Neunkirchen, Klaus-Dieter Kreuter aus Spiesen-Elversberg, Hans-Joachim Löhrhoff aus Spiesen-Elversberg, Holger Maroldt aus Schiffweiler-Landsweiler-Reden, Karlheinz Müller aus Eppelborn-Humes, Gerhard Sommer aus Neunkirchen-Wellesweiler und Franz-Josef Tanzhaus aus Eppelborn-Bubach-Calmesweiler.

„Unsere Städte und Gemeinden leben von Menschen, die Verantwortung übernehmen, zuhören und gemeinsam mit anderen etwas bewegen. Die neun Geehrten haben genau das über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg getan. Sie haben kommunalpolitische Entscheidungen mitgestaltet, Projekte auf den Weg gebracht und sich weit über ihre Zuständigkeit hinaus für ihre Mitmenschen eingesetzt. Mit der Freiherr-vom-Stein-Medaille würdigen wir ihren außergewöhnlichen Einsatz und sagen Danke für ihre Verlässlichkeit, ihre Tatkraft und ihre tiefe Verbundenheit mit ihrer Heimat“, erklärte Innenminister Reinhold Jost in seiner Laudatio.

Landrat Sören Meng: „Die Freiherr-vom-Stein-Medaille würdigt Menschen, die sich über Jahrzehnte hinweg mit großem persönlichem Einsatz für ihre Städte und Gemeinden und damit für unsere Demokratie eingesetzt haben. Die Bürgerinnen und Bürger aus unserem Landkreis, die heute geehrt werden, stehen beispielhaft für gelebte kommunale Selbstverwaltung, Verantwortungsbewusstsein und ein starkes Miteinander. Ihr Engagement hat unsere Kommunen nachhaltig geprägt und zeigt, wie wichtig es ist, zuzuhören, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen und sich für das Gemeinwohl einzusetzen. Dafür gebührt ihnen unser aufrichtiger Dank und unsere höchste Anerkennung. Sie sind Vorbilder für unsere Gesellschaft und für kommende Generationen.“

Die Geehrten:

Edeltrud Baltes

Edeltrud Baltes hat über vier Jahrzehnte hinweg kommunalpolitische Verantwortung übernommen und die Entwicklung ihrer Heimatgemeinde sowie des Landkreises Neunkirchen aktiv mitgestaltet. 20 Jahre gehörte Sie dem Gemeinderat Schiffweiler an (1979 bis 1999), von 2004 bis 2024 war sie Mitglied des Kreistages des Landkreises Neunkirchen. Sie ist darüber hinaus Vorsitzende der SPD-Fraktion im Ortsrat Schiffweiler und wirkt in verschiedenen Ausschüssen mit, darunter der Ausschuss für Natur und Umwelt, im Schul- und Bauausschuss, im Kreisjugendhilfeausschuss sowie im Werksausschuss der Tourismus- und Kulturzentrale. Ein Schwerpunkt ihres langjährigen Engagements lag auf der Weiterentwicklung und Sanierung der Schulen im Landkreis Neunkirchen. Ebenso setzte sie sich für die touristische Entwicklung des Landkreises ein, insbesondere für den Ausbau des Erlebnisorts Reden und die Weiterentwicklung des Freizeitzentrums Finkenrech. Edeltrud Baltes betätigte sich außerdem im Beirat des Jobcenters sowie in der Verbandsversammlung der Landschaft der Industriekultur Nord. Auch das Vereinsleben hat die Geehrte mitgeprägt: Sie gehört zu den Mitgründerinnen und Mitgründern mehrerer Vereine, darunter der Karateclub Hisatake und die Arbeiterwohlfahrt Heiligenwald. Seit 55 Jahren ist sie daneben aktives Mitglied des Karnevalsvereins „Die Flitsch“, dem sie inzwischen als Ehrenmitglied angehört. Zehn Jahre lang war sie zudem als Schöffin am Jugendgericht tätig. Für ihr Engagement wurde sie bereits mit dem Hermann-Frank-Bürgerpreis der Gemeinde Schiffweiler sowie mit der Verdienstmedaille des Landkreises Neunkirchen für 20 Jahre Kreistagszugehörigkeit ausgezeichnet. Ihr Wirken verbindet Bildungs- und Jugendpolitik mit Natur- und Umweltschutz sowie der Förderung von Kultur und Tourismus. Dabei setzte sie sich stets für Projekte ein, die den Menschen vor Ort unmittelbar zugutekommen und die Lebensqualität in der Region nachhaltig stärken - ob im Sport, in der sozialen Arbeit oder in der Brauchtumspflege. Edeltrud Baltes übernahm immer wieder Verantwortung und förderte das gesellschaftliche Miteinander. Sie steht damit für eine Kommunalpolitik, die ihre Heimat nicht nur politisch begleitet, sondern mit persönlichem Einsatz und enger Verbundenheit zu den Menschen gestaltet.

Ute Beck

Seit mehr als zweieinhalb Jahrzehnten engagiert sich Ute Beck für die Menschen in Heiligenwald und der Gemeinde Schiffweiler. Seit 1999 ist sie Mitglied des Ortsrates Heiligenwald, seit 22 Jahren gehört sie dem Gemeinderat Schiffweiler an. Eben so lange bekleidet sie das Amt der stellvertretenden Ortvorsteherin von Heiligenwald. Sie führt die CDU-Fraktion im Ortsrat und übernahm für fünf Jahre den stellvertretenden Vorsitz der Gemeinderatsfraktion (2014 bis 2019). Ihre kommunalpolitische Arbeit umfasst zahlreiche gemeindliche Ausschüsse, darunter für die Bereiche Natur- und Umweltschutz, Gemeindeentwicklung, Schule, Sport und Kultur sowie den Haupt- und Finanzausschuss und den Rechnungsprüfungsausschuss. Außerdem wirkt sie als Vertreterin in der Personalfindungskommission mit. Seit rund 35 Jahren übernimmt Ute Beck auch Verantwortung in der Vorstandsarbeit der CDU Heiligenwald, unter anderem als Vorsitzende. Darüber hinaus ist sie langjähriges Vorstandsmitglied der Katholischen Frauengemeinschaft Heiligenwald. Als Kassenprüferin unterstützt sie mehrere örtliche Vereine und Organisationen, darunter den K NABU Schiffweiler sowie den Kirchenchor, den Sterbeverein und den Turnverein Heiligenwald. Ein besonderes Anliegen ist ihr die stärkere Beteiligung und Sichtbarkeit von Frauen in der Kommunalpolitik. Als eine der ersten Frauen ihrer Partei im Gemeinderat Schiffweiler setzte sie sich dafür ein, dass Frauen stärker gehört werden und Verantwortung übernehmen können. Zugleich vertritt sie seit vielen Jahren die Interessen der Bürgerinnen und Bürger von Heiligenwald. Ihr kommunalpolitisches Wirken ist von Sachverstand, Besonnenheit und einer klaren Orientierung am Gemeinwohl geprägt. Sie legt Wert darauf, Entscheidungen sorgfältig abzuwägen und tragfähige Lösungen für die Menschen vor Ort zu finden. Durch ihr Engagement in Vereinen und gesellschaftlichen Organisationen verbindet sie politische Verantwortung mit einer tiefen Verwurzelung im örtlichen Gemeinschaftsleben. Ute Beck steht für Haltung, Verlässlichkeit und den festen Willen, ihre Heimat aktiv mitzugestalten.

Klaus-Dieter Hoppstädter

Der Geehrte gehört seit dem 3. Juli 1994 dem Stadtrat der Kreisstadt Neunkirchen an und ist damit seit mehr als drei Jahrzehnten in der kommunalen Selbstverwaltung aktiv. Als langjähriger stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Sprecher in verschiedenen Ausschüssen hat er zahlreiche kommunalpolitische Entscheidungen mitgestaltet. Dabei zeichnet ihn ein breites Interesse an den unterschiedlichen Aufgaben der Stadtentwicklung aus. Des Weiteren wirkte er in vielen Gremien mit, darunter im Ausschuss für Planung und Umwelt, in der Kinderkommission, in der Kommission für Beteiligungen und in der Kommission zur Rationalisierung. Hinzu kommen sein Engagement im Vorstand von Arbeit und Leben sowie seine Mitwirkung in Gremien der Fernwärmeversorgung Neunkirchen GmbH. Auch innerhalb der SPD übernahm Klaus-Dieter Hoppstädter langjährig Verantwortung. So war er im Kreisvorstand tätig und rund 20 Jahre Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Neunkirchen-Unterstadt. Von 1990 bis 1995 gehörte er außerdem dem Landtag des Saarlandes an. Ein besonderes Anliegen ist ihm bei seiner Arbeit das gesellschaftliche Miteinander im Stadtteil. Er setzt sich vielfältig für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger ein, unterstützt die Stadtteilarbeit und wirkte an der Organisation von Nachbarschaftshilfen im Zusammenhang mit dem Senioren-Wohnprojekt mit. Sein langjähriges Engagement für Gemeinschaft, sozialen Zusammenhalt und die Unterstützung älterer Menschen zeigt, dass Kommunalpolitik für ihn weit über die Arbeit in Gremien hinausgeht. Mit Beständigkeit und persönlicher Überzeugung hat Klaus-Dieter Hoppstädter die kommunalpolitische Entwicklung Neunkirchens begleitet. Er steht für eine Politik, die nah an den Menschen ist, ihre Anliegen ernst nimmt und sich für ein solidarisches Zusammenleben einsetzt. Damit hat er einen wertvollen Beitrag für seine Heimatstadt und das Gemeinwohl geleistet.

Klaus-Dieter Kreuter

Klaus-Dieter Kreuter zog 2009 in den Gemeinderat Spiesen-Elversberg ein; im selben Jahre trat er das Amt des Beigeordneten der Gemeinde an und übernahm in Vertretung des Bürgermeisters bis ins Jahr 2024 zahlreiche repräsentative und kommunalpolitische Aufgaben. Dazu gehörten beispielsweise offizielle Termine bei Gedenkveranstaltungen sowie Ehe- und Altersjubiläen. Der unmittelbare Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern war ihm dabei stets wichtig. Bei entsprechenden Vertretungsanlässen saß er auch Sitzungen vor. Sein Einsatz für eine bürgerorientierte Kommunalpolitik und die Weiterentwicklung der Gemeinde zeigt sich unter anderem in seiner Initiative für die Erstellung eines Parkraumkonzeptes für Spiesen-Elversberg. Dies zeigt exemplarisch, wie er   konkrete Herausforderung des Alltags aufgriff und sich für praktikable Lösungen einsetzte. Zusätzlich hatte Klaus-Dieter Kreuter innerhalb der Partei Die Linke verschiedene Positionen inne, darunter als Fraktionssprecher, Kreisschatzmeister, Kreisgeschäftsführer und als Beisitzer im Landesvorstand. Seit März 2026 ist er außerdem Erster Vorsitzender des Pensionärvereins Elversberg und trägt damit auch außerhalb der Kommunalpolitik Verantwortung. Sein langjähriges Engagement ist von Verlässlichkeit und persönlichem Verantwortungsbewusstsein geprägt. Er vertritt die Interessen der Bürgerinnen und Bürger und setzt sich für praktische Antworten auf kommunale Herausforderungen ein. Klaus-Dieter Kreuter steht für eine sachorientierte, gewissenhafte und bürgernahe Kommunalpolitik, die das Gemeinwohl in den Mittelpunkt stellt.

Hans-Joachim Löhrhoff

25 Jahre lang arbeitete Hans-Joachim Löhrhoff im Gemeinderat Spiesen-Elversberg (1994 bis 2019) und 10 Jahre im Kreistag des Landkreises Neunkirchen (2014 bis 2024) mit. Er hat den Vorsitz der SPD-Fraktion im Gemeinderat inne und betätigte sich unter anderem im Schul- und Bauausschuss sowie im Ausschuss für Natur und Umwelt. Als Pädagoge brachte er seine berufliche Erfahrung und fachliche Kompetenz unmittelbar in die kommunalpolitische Gremienarbeit ein. Besonders setzte er sich für die Weiterentwicklung und den Ausbau der Schulen in Trägerschaft des Landkreises Neunkirchen ein. Dabei gab er wichtige Impulse und machte sich für gute Rahmenbedingungen des Lernens stark. Er gehörte außerdem dem Beirat und dem Kuratorium der Stiftung Saarländisches Schulmuseum an und engagierte sich im Beirat der Kreisvolkshochschule für Erwachsenenbildung und lebenslanges Lernen.  In der Verbandsversammlung des Sparkassenzweckverbandes und der Versammlung des Naturparks Saar-Hunsrück war er ebenfalls aktiv. Hans-Joachim Löhrhoff hat über viele Jahre Verantwortung in der kommunalen Selbstverwaltung übernommen und insbesondere die Bildungslandschaft im Landkreis Neunkirchen mitgestaltet. Sein Blick reichte dabei stets über die klassische Schulbildung hinaus: Auch Erwachsenenbildung, lebenslanges Lernen und die Bewahrung des kulturellen Erbes sind ihm wichtige Anliegen. Sein Engagement im Saarländischen Schulmuseum und in der Kreisvolkshochschule verdeutlicht die enge Verbindung von Bildung, gesellschaftlicher Teilhabe und kultureller Verantwortung. Er steht für eine Kommunalpolitik, die Fachwissen mit Verantwortungsbewusstsein verbindet und Bildung als wesentliche Grundlage für die Zukunft unserer Gesellschaft versteht.

Holger Maroldt

Holger Maroldt ist seit 1994 Mitglied des Gemeinderates Schiffweiler. Zwei Jahrzehnte gehörte er zudem dem Ortsrat Landsweiler-Reden an (2004 bis 2024). Im Anschluss an seine Tätigkeit als stellvertretender Ortsvorsteher von 2004 bis 2006 bekleidete er ab 2006 das Amt des Ortsvorstehers, das er 18 Jahre lang ausübte. Von 2009 bis 2010 brachte er sich als Beigeordneter und von 2010 bis 2014 als Erster Beigeordneter der Gemeinde Schiffweiler ein. In diesen Funktionen kümmerte er sich unter anderem um die Belange der Beschäftigten der Gemeindeverwaltung. Vier Jahre (2019 bis 2023) führte er außerdem die SPD-Gemeinderatsfraktion. Seit 2004 war er mit Unterbrechung stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Gemeinderat. Seine Arbeit umfasst die Beteiligung in zahlreichen kommunalen Ausschüssen und Gremien, unter anderem in den Bereichen Bauen, Planung, Schule, Sport, Kultur, Natur- und Umweltschutz sowie Gemeindeentwicklung. Des Weiteren engagiert sich Holger Maroldt seit rund vier Jahrzehnten in der Vorstandsarbeit der SPD. Er war etwa sowohl langjähriger Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Landsweiler-Reden, als auch des SPD-Gemeindeverbandes. Darüber hinaus unterstützte er seit vielen Jahren das örtliche Vereinsleben. Besonders hervorzuheben ist sein Einsatz für die Weiterentwicklung des ehemaligen Bergbaustandortes Reden. Nach dem Ende des Bergbaus begleitete er den Strukturwandel und die touristische Entwicklung aktiv, um neue Perspektiven für seinen Heimatort und die gesamte Region zu eröffnen. Zu seinen Verdiensten zählt außerdem der die erfolgreiche Mitwirkung am Erhalt des Feuerwehrstandortes Landsweiler-Reden.  Der Geehrte hat die Entwicklung seines Heimatortes über viele Jahre entscheidend mitgeprägt. Im Mittelpunkt stand für ihn dabei die Frage, wie Landsweiler-Reden auch unter veränderten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen eine gute Zukunft gestalten kann. Als langjähriger Ortsvorsteher und Beigeordneter war er ein verlässlicher Ansprechpartner, der die Interessen der Bürgerinnen und Bürger konsequent vertrat. Sein Wirken verband Heimatverbundenheit mit Zukunftsorientierung.

Karlheinz Müller

Der Geehrte gehörte von 1984 bis 1994 sowie von 1994 bis 2019 dem Gemeinderat Eppelborn an. Über 17 Jahre war er Sprecher beziehungsweise Vorsitzender der SPD-Gemeinderatsfraktion (1998 bis 2015). Außerdem war er 25 Jahre (1999 bis 2024) Mitglied des Kreistages des Landkreises Neunkirchen. In diese Zeit fällt auch seine Tätigkeit als Erster Kreisbeigeordneter von 2014 bis 2019 und anschließend als Zweiter Kreisbeigeordneter von 2019 bis 2022.  In seiner Funktion als Kreisbeigeordneter vertrat er wiederholt den Landrat beziehungsweise die Landrätin. Im Jahr 2015 übernahm er nach dem Wechsel der damaligen Landrätin Cornelia Hoffmann-Bethscheider an die Spitze des Sparkassenverbandes Saar kommissarisch die Leitung der Kreisverwaltung Neunkirchen. Damit sorgte er in einer wichtigen Übergangsphase für Kontinuität und Handlungsfähigkeit. Im Kreisausschuss arbeitet er ebenfalls mit. Darüber hinaus war er Mitglied des Verwaltungsrates der Sparkasse Neunkirchen und Vertreter des Landkreises im Landkreistag Saarland. Über Jahrzehnte brachte sich Karlheinz Müller für seine Heimatgemeinde und den Landkreis ein und nahm vielfältige Aufgaben in der kommunalen Finanz- und Verwaltungsarbeit wahr. Für seine Verdienste erhielt er 2019 bereits die Bartholomäus-Koßmann-Medaille in Gold. Im Jahr 2024 wurde er zudem mit der Verdienstmedaille des Landkreises Neunkirchen für 25 Jahre Kreistagsmitgliedschaft ausgezeichnet. Karlheinz Müller steht für Erfahrung, Verlässlichkeit und ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl.

Gerhard Sommer

In den Ortsrat Wellesweiler zog Gerhard Sommer 1989 ein. 1994 wechselte er dann in den Stadtrat, um 2004 erneut in den Ortsrat zurückzukehren.  Er brachte sich in verschiedenen kommunalen Ausschüssen und Gremien ein, darunter im Ausschuss für Planung, Umwelt- und Naturschutzangelegenheiten sowie in der Kinderkommission. Hinzu kommt seine Mitwirkung in Gremien der Fernwärmeversorgung Neunkirchen GmbH und im Kommunalen Beirat. Seit mehr als 20 Jahren ist er außerdem Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Wellesweiler. Mit großer Beständigkeit setzt er sich für die Anliegen und Interessen der Bürgerinnen und Bürger seines Heimatortes ein und begleitet dessen politische und gesellschaftliche Entwicklung. Über mehr als zwei Jahrzehnte war Gerhard Sommer darüber hinaus ehrenamtlich als Richter am Amtsgericht Neunkirchen und am Landgericht Saarbrücken tätig. Damit übernahm er über seine kommunalpolitischen Aufgaben hinaus Verantwortung für die rechtsstaatliche Ordnung und leistete einen wichtigen Dienst an der Gesellschaft. 

Franz-Josef Tanzhaus

Franz-Josef Tanzhaus gehörte 34 Jahre (1989 bis 2023) dem Ortsrat Bubach-Calmesweiler und von 1994 bis 1999 dem Gemeinderat Eppelborn an. Von 1989 bis 1999 sowie erneut von 2009 bis 2016 kümmerte er sich als stellvertretender Ortsvorsteher von Bubach-Calmesweiler um die Belange seines Heimatorts. Daneben arbeitete im Ausschuss für Schul-, Jugend-, Sport- und Kulturfragen sowie im Ausschuss für Städtebauförderung und Dorferneuerung mit. Seit 1984 ist er Mitglied der CDU und übernahm dort über mehrere Jahre verschiedene Vorstandsfunktionen. Sein gesamtes ehrenamtliches Wirken reicht nahezu sechs Jahrzehnte zurück. Seit 1967 gehört er der Freiwilligen Feuerwehr Bubach-Calmesweiler an, in der er 18 Jahre als stellvertretender Löschbezirksführer arbeitete.  2015 i wechselte er in die Alterswehr. Dieser jahrzehntelange Einsatz steht beispielhaft für seine Bereitschaft, für die Sicherheit und das Wohlergehen anderer einzustehen. Auch im Vereinswesen brachte sich Franz-Josef Tanzhaus ein: Als langjähriger stellvertretender Vorsitzender des Vereinsrings Bubach-Calmesweiler/Macherbach organisierte er zahlreiche örtliche Veranstaltungen mit. Im Jahr 1994 gehörte er zu den Gründern des Gewerbevereins Bubach-Calmesweiler/Macherbach, dessen Vorsitz er über viele Jahre innehatte. Durch die Organisation regelmäßiger Gewerbemessen setzte er Impulse zur Stärkung des örtlichen Wirtschaftslebens. Auch der Weihnachtsmarkt „Advent am Schloss Buseck“ geht auf seine Initiative zurück. Mit diesen Vorhaben bereicherte er das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben seines Heimatortes. Des Weiteren führe Franz-Josef Tanzhaus 19 Jahre lang (2004 bis 2023) den VdK-Ortsverband Bubach-Calmesweiler/Macherbach, dem er seither als Ehrenvorsitzender verbunden ist. Über viele Jahre unterstützte er Menschen mit sozialrechtlichen Anliegen, half bei Anträgen, Widersprüchen und sozialrechtlichen Verfahren und setzte sich dafür ein, dass ihre Interessen Gehör finden. Zudem organisierte er Informationsveranstaltungen und gemeinschaftliche Aktivitäten im VdK. Sein Einsatz für Menschen in schwierigen Lebenssituationen zeichnet ihn aus. Ob in der Kommunalpolitik, bei der Feuerwehr, in der Vereinsarbeit, bei der Förderung des örtlichen Gewerbes oder im sozialen Bereich: Franz-Josef Tanzhaus hat sich in verschiedensten Bereichen eingebracht und sich mit großem persönlichem Einsatz für andere starkgemacht. Bereits im Oktober 2025 wurde er mit der Kommunalen Ehrenamtsauszeichnung gewürdigt. Sein außergewöhnlich vielfältiges Lebenswerk steht für Verlässlichkeit, Verantwortungsbewusstsein, Tatkraft und eine tiefe Heimatverbundenheit. Damit hat er das gesellschaftliche Miteinander in Bubach-Calmesweiler über viele Jahrzehnte nachhaltig geprägt.

Zum Hintergrund:

Die „Freiherr-vom-Stein-Medaille“ ist eine Auszeichnung, die das Saarland an Bürgerinnen und Bürger verleiht, die sich um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht haben. Die Auszeichnung wurde am 14. September 1989 vom saarländischen Ministerpräsidenten gestiftet und am 16. September 2002 von der damaligen Innenministerin in einem ergänzenden Erlass konkretisiert. Nur alle zwei Jahre werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich bei der Ausübung ihrer ehrenamtlichen kommunalpolitischen Tätigkeit oder ihres Amtes besondere Verdienste um die kommunalpolitische Selbstverwaltung erworben haben

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