Wertvolle Alltagshilfen und ehrenamtliches Engagement
Liebe Blogleserinnen und Blogleser,
die erste Woche der Herbstferien geht zu Ende. Das merkt man auch im dienstlichen Alltag. Auf den Straßen ist es ruhiger geworden, und auch mein Terminkalender war in dieser Woche nicht ganz so dicht gefüllt wie sonst. Das schafft etwas Luft, um liegen gebliebene Aufgaben aufzuarbeiten und Termine wahrzunehmen, für die im normalen Arbeitsalltag oft zu wenig Zeit bleibt.
Apropos Straßen: Seit Ende dieser Woche ist auch die Großbaustelle in der Ottweiler Innenstadt Geschichte. Für alle Beteiligten waren die vergangenen Monate eine anstrengende Zeit. Auch die Kolleginnen und Kollegen unseres Landratsamtes sind erleichtert, dass die Anfahrt nach Ottweiler nun wieder auf dem gewohnten Weg möglich ist. Mein Dank gilt allen, die an der Baustelle mitgewirkt und dafür gesorgt haben, dass die Arbeiten trotz mancher Widrigkeiten zügig vorangekommen sind.
Der Montag begann mit dem verwaltungsinternen Jour fixe mit den Dezernenten. Dabei standen aktuelle Entwicklungen, organisatorische Fragen und anstehende Planungen unserer Kreisverwaltung im Mittelpunkt.
Am Mittag besuchte ich gemeinsam mit Sabine Schmidt, der Leiterin unserer Leitstelle Älterwerden, die ASP-Tagespflege in der Neunkircher Innenstadt. Regine Custoza-Noll und ihr Team betreuen dort täglich rund 30 Menschen und unterstützen sie dabei, ihren Alltag zu gestalten. Es wird gemeinsam gekocht, geredet, gelacht und Zeit miteinander verbracht. Was auf den ersten Blick selbstverständlich klingt, ist für viele Menschen von unschätzbarem Wert. Denn gerade im Alter kann Einsamkeit zu einer großen Belastung werden.
Bei unserem Besuch hatte ich Gelegenheit, mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch zu kommen und einen Einblick in den Alltag der Einrichtung zu gewinnen.
Wir Menschen werden immer älter. Das ist zunächst einmal eine erfreuliche Entwicklung. Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass ein gutes Leben auch dann möglich bleibt, wenn das Alter Einschränkungen mit sich bringt. Einrichtungen wie die ASB-Tagespflege leisten hierzu einen wichtigen Beitrag.
Besonders gut gefällt mir das Motto der Einrichtung: „Wir können dem Leben nicht mehr Tage, aber den Tagen mehr Leben geben.“
Im Anschluss tauschte ich mich mit den beiden Geschäftsführern der NVG über aktuelle Themen aus.
Am Dienstagvormittag stand zunächst ein Gespräch mit dem Leiter unseres Kreisgesundheitsamtes, Oliver Schöne, auf meiner Agenda. Dabei ging es um verschiedene Entwicklungen und Fragestellungen aus dem Gesundheitsbereich.
Am Nachmittag besuchte ich die Agentur für Haushaltshilfe GmbH, die seit dem vergangenen Jahr auch im Landkreis Neunkirchen tätig ist.
Insgesamt gibt es in unserem Landkreis derzeit 31 Angebote zur Unterstützung im Alltag. Sie richten sich an Menschen, die bei alltäglichen Aufgaben Hilfe benötigen, sei es beim Einkaufen, bei der Haushaltsführung oder bei anderen Tätigkeiten, die sie nicht mehr ohne Weiteres selbst erledigen können.
Bei meinem Besuch sprach ich mit Petra Klein und ihrem Team. Seit Januar 2025 betreibt sie die Agentur für Haushaltshilfe in Neunkirchen. Inzwischen gehören 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Team, die zusammen rund 580 Arbeitsstunden pro Woche leisten.
Diese Zahlen der einen Einrichtung, die sich noch im Aufbau befindet, zeigen, wie groß der Bedarf an Unterstützung inzwischen ist.
Dabei geht es längst nicht nur um ältere Menschen. Auch Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder Personen, die vorübergehend auf Hilfe angewiesen sind, profitieren von solchen Angeboten. Nicht zu vergessen sind die Angehörigen, die häufig einen erheblichen Teil der Betreuung und Versorgung übernehmen.
Ich weiß aus vielen Gesprächen, wie belastend es für Familien sein kann, die Unterstützung eines Angehörigen mit Beruf und eigenem Alltag zu vereinbaren. Jede verlässliche Hilfe kann hier ein Stück Entlastung schaffen.
Vor allem aber ermöglichen solche Angebote etwas, das sich viele Menschen wünschen: möglichst lange selbstständig in den eigenen vier Wänden leben zu können.
Deshalb bin ich froh, dass wir im Landkreis Neunkirchen über ein vielfältiges Netz mit 31 entsprechenden Angeboten verfügen. Dahinter stehen Menschen, die sich Tag für Tag um andere kümmern und damit ganz konkret Lebensqualität schaffen. Dafür gebührt ihnen Anerkennung.
Am Abend durfte ich einen besonders schönen Termin wahrnehmen. Der Illinger Ortsvorsteher Wolfgang Scholl feierte seinen 70. Geburtstag und hatte zu einem Empfang eingeladen.
Wolfgang kenne und schätze ich seit vielen Jahren. Seit inzwischen 22 Jahren ist er Ortsvorsteher und weit über Illingen hinaus bekannt und bestens vernetzt.
Für mich steht er beispielhaft für das große Engagement unserer Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher im Landkreis Neunkirchen. Sie sind nah an den Menschen, kennen die Sorgen und Wünsche vor Ort und sind oftmals rund um die Uhr Ansprechpartner. Ob es um kleine Ärgernisse oder größere Herausforderungen geht, sie hören zu, vermitteln und suchen nach Lösungen.
Das ist keineswegs selbstverständlich und verdient unseren Respekt.
Bürgermeister Andreas Hübgen würdigte Wolfgangs Verdienste in einer bewegenden Rede. Auch mir war es ein persönliches Anliegen, ihm zu gratulieren und für seinen jahrzehntelangen Einsatz zu danken.
Am Mittwochmorgen beschäftigte uns ein Thema, das in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat: die Kommunikation im Bevölkerungsschutz.
Andreas Kuhn stellte im Beisein unseres Kreisbrandinspekteurs Michael Sieslack, seines Stellvertreters Sascha Catarius und des Leiters unserer Kreispolizeibehörde, Alexander Koch, ein Konzept für die Presse- und Medienarbeit bei größeren Schadenslagen vor.
Dieses Konzept kam bereits bei der Schadenslage in Illingen zum Einsatz.
Gerade in außergewöhnlichen Situationen ist eine verlässliche Kommunikation von großer Bedeutung. Die Menschen erwarten zu Recht schnelle und verständliche Informationen. Gleichzeitig müssen Zuständigkeiten klar geregelt sein und die beteiligten Stellen eng zusammenarbeiten.
Wer informiert wann, über welchen Weg und mit welchen Inhalten? Solche Fragen dürfen nicht erst dann geklärt werden, wenn eine größere Schadenslage bereits eingetreten ist.
Andreas Kuhn hat hier, unterstützt durch unsere Kreisverwaltung, hervorragende Arbeit geleistet. Das Konzept findet inzwischen auch über unseren Landkreis hinaus Beachtung.
Besonders bemerkenswert ist, dass Andreas Kuhn diese Arbeit ehrenamtlich leistet. Dafür gilt ihm mein ausdrücklicher Dank, ebenso allen, die sich in diesem wichtigen Bereich engagieren.
Anschließend führte mich mein Weg nach Eppelborn zur zweiten Seniorenmesse.
Bürgermeister Dr. Andreas Feld hatte gemeinsam mit seinem Team erneut in den Big Eppel eingeladen. Zahlreiche Aussteller präsentierten dort ihre Angebote rund um das Älterwerden, die Gesundheit, die Pflege und die Unterstützung im Alltag.
Auch unsere Kreisverwaltung war mit der Kreisvolkshochschule und der Leitstelle Älterwerden vertreten. Ebenso informierte der Demenzverein im Landkreis Neunkirchen über seine Arbeit. Minister Dr. Magnus Jung zeigte sich ebenfalls beeindruckt von der Vielfalt der Angebote.
Ich freue mich, dass sich neben der großen Seniorenmesse in der Gebläsehalle in Neunkirchen auch die Veranstaltung in Eppelborn etabliert.
Denn wir verfügen über viele gute Hilfs- und Beratungsangebote. Entscheidend ist aber, dass die Menschen diese auch kennen. Wer Unterstützung benötigt, sollte möglichst einfach erfahren können, an wen er sich wenden kann.
Solche Messen bieten dafür eine hervorragende Gelegenheit. Sie schaffen Begegnungen, ermöglichen persönliche Gespräche und machen deutlich, was gutes Älterwerden heute möglich macht.
Am Nachmittag stand ein Termin bei der Sparkasse Neunkirchen an. Dort ging es um die Kunst im neuen Sparkassengebäude.
Unsere Sparkasse verfügt über eine umfangreiche Kunstsammlung, die über Jahrzehnte gewachsen ist. Teile dieser Sammlung sollen künftig auch im Neubau zu sehen sein.
Im Rahmen einer Ausschreibung zur künstlerischen Gestaltung nahm ich als Verwaltungsratsvorsitzender an entsprechenden Gesprächen teil.
Kunst ist immer auch ein Spiegel ihrer Zeit. Sie erzählt Geschichten, hält Veränderungen fest und gibt Einblicke in das Leben und Denken vergangener Generationen.
Gerade deshalb ist es wertvoll, dass unsere Sparkasse seit vielen Jahrzehnten Kunst und Kultur in der Region fördert. Diese Tradition soll auch im neuen Gebäude sichtbar werden, das im kommenden Jahr eröffnet wird.
Mehr möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten. Lassen Sie sich überraschen!
Der Donnerstag begann mit verwaltungsinternen Terminen und verschiedenen Rücksprachen.
Am Nachmittag traf ich mich mit dem Schiffweiler Bürgermeister Cedric Jochum und unserem Standortmanager am Erlebnisort Reden, Eric Schneider. Bei unserem regelmäßigen Austausch ging es um aktuelle Entwicklungen und die weiteren Perspektiven des Erlebnisortes.
Ein Thema war natürlich die Steiger-Gallery, die noch bis Ende Oktober besichtigt werden kann.
Die Resonanz auf dieses Projekt ist ausgesprochen erfreulich. Schon zur Eröffnung kamen Tausende begeisterte Besucherinnen und Besucher. Das zeigt, welches Potenzial in diesem besonderen Ort steckt.
Nun stellt sich die Frage, wie wir die Fläche künftig attraktiv weiterentwickeln können. Die Steiger-Gallery hat hierfür einen vielversprechenden Auftakt geschaffen.
Der Erlebnisort Reden bleibt eine spannende Entwicklungsaufgabe, bei der es immer wieder neue Ideen, aber auch ganz praktische Fragen zu besprechen gibt.
Im Anschluss stand ein Interview über den Maler Walter Bernstein auf meinem Programm.
Im Auftrag der Stiftung entsteht derzeit ein kleiner Film über sein Leben und Wirken, zu dem auch ich einige Gedanken beitragen durfte.
Walter Bernstein hat in unserem Landkreis sichtbare Spuren hinterlassen. Seine Werke zeigen Menschen, Landschaften und Orte unserer Heimat. Sie erzählen Geschichten aus einer Region, die sich im Laufe der Jahrzehnte stark verändert hat.
Gerade darin liegt für mich ein besonderer Wert seiner Kunst. Sie bewahrt Erinnerungen und ermöglicht auch jüngeren Generationen einen Blick auf die Geschichte unserer Heimat.
Es ist deshalb eine wichtige Aufgabe, sein künstlerisches Erbe lebendig zu halten und seine Werke auch künftig zugänglich zu machen. Die Stiftung leistet hierzu mit ihrem vielfältigen Engagement einen wertvollen Beitrag.
Der heutige Freitag begann mit Schreibtischarbeit und internen Besprechungen, unter anderem zu Themen aus unserem Jugendamt.
Anschließend besichtigte ich gemeinsam mit unserer Sozialdezernentin Katharina Glaser neue Räumlichkeiten, die unsere Kreisverwaltung angemietet hat.
Morgen früh bin ich auf Einladung des Fürther Ortsvorstehers Pascal Keip und des Landtagsabgeordneten Damhat Sisamci zu Gast in Ottweiler-Fürth. Dort findet eine Bürgersprechstunde statt, bei der ich mich auf den direkten Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern freue. Solche Gespräche sind mir besonders wichtig, denn sie bieten Gelegenheit, Anliegen und Anregungen unmittelbar aufzunehmen.
Am Nachmittag geht es für mich nach Wellesweiler, wo ich bei der traditionellen Kirmes die Schirmherrschaft übernommen habe. Kirmesfeste haben in unseren Städten und Gemeinden eine lange Tradition. Sie bringen Menschen zusammen, schaffen Begegnungen und sind ein fester Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens.
Umso mehr freue ich mich, dass diese Tradition im Landkreis Neunkirchen weiterhin gepflegt und mit viel Engagement lebendig gehalten wird. Deshalb bin ich gerne als Schirmherr bei der Eröffnung dabei.
Liebe Blogleserinnen und Blogleser, auch wenn die Herbstferien in dieser Woche für etwas mehr Ruhe auf den Straßen und im Terminkalender gesorgt haben, war doch wieder einiges los.
Ich wünsche Ihnen allen ein schönes, gemütliches Herbstwochenende. Genießen Sie die Zeit und bleiben Sie gesund!
Ihr Landrat Sören Meng





