Kunst, Kommunales, Ehrenamt
Liebe Blogleserinnen und Blogleser,
eine spannende Woche nähert sich dem Ende und ruhig wird es auch am Wochenende nicht. Ich werde noch bei einigen Terminen unterwegs sein. Aber der Reihe nach: Was war in dieser Woche alles los?
Los ging es mit einer internen Besprechung zur Vorbereitung eines Gesprächs mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern des Kreises. Daran schloss sich die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Personennahverkehr Saarland an. Auf der Tagesordnung standen wieder einige wichtige Themen zur Weiterentwicklung unseres ÖPNV im Saarland. Über den öffentlichen Personennahverkehr habe ich an dieser Stelle ja schon häufiger berichtet. Es ist ein Bereich, der uns dauerhaft beschäftigen wird und bei dem wir gemeinsam gute Lösungen brauchen.
Um die Mittagszeit tauschte ich mich mit dem Bürgermeister der Gemeinde Illingen zu verschiedenen Themen aus. Danach ging es direkt weiter zur Kuratoriumssitzung der Alex-Deutsch-Stiftung.
Die Alex-Deutsch-Stiftung verleiht alle zwei Jahre den Alex-Deutsch-Preis und erinnert damit an das Wirken des Auschwitz-Überlebenden Alex Deutsch. Dabei geht es uns nicht nur darum, Erinnerung wachzuhalten. Wir wollen auch Projekte unterstützen, die zeigen, was Erinnerung für unsere Gegenwart und unsere Zukunft bedeutet.
So fördern wir derzeit ein Projekt an Schulen, das sich mit der Vergangenheit, aber ebenso mit den Konsequenzen für die Zukunft beschäftigt. Gerade in einer Zeit, in der Diskussionen häufig sehr schnell geführt und Entscheidungen manchmal vorschnell getroffen werden und in der uns ein Stück Gesprächskultur verloren zu gehen scheint, ist Demokratiebildung wichtiger denn je.
Die aktuellen Wahlergebnisse in den Bundesländern sprechen dabei eine deutliche Sprache. Umso wichtiger ist es, miteinander im Gespräch zu bleiben, zuzuhören und auch deutlich zu machen, wohin extreme Ansichten führen können. Unsere Alex-Deutsch-Stiftung leistet hierzu seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag.
Am Dienstag stand dann der Austausch mit den Kreisbürgermeistern auf dem Programm. Wir sprechen dabei über verschiedene Themen rund um unseren Landkreis und fragen immer auch nach, welche Themen derzeit relevant sind. Diese Themen nehmen wir dann mit in die Kreisverwaltung und schauen gemeinsam, was wir tun können.
Ich schätze diese Runden sehr. Der Austausch ist offen, direkt und konstruktiv. Genau das brauchen wir auf kommunaler Ebene.
Danach ging es zur Pressekonferenz der Steiger Gallery, die heute Abend eröffnet wird. Leider kann ich heute Abend selbst nicht dabei sein, weil bereits weitere Termine auf mich warten. Unser Erster Kreisbeigeordneter Klaus-Dieter Woll wird mich dort vertreten.
Auf die Steiger Gallery freue ich mich besonders. Es ist ein spannendes Kunstprojekt, das den Wassergarten am Erlebnisort Reden in ein völlig neues Licht – im wahrsten Sinne des Wortes – rückt. Kreative Menschen haben sich intensiv mit diesem besonderen Gelände auseinandergesetzt und laden dazu ein, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, Entwürfe zu diskutieren und den Erlebnisort einmal aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten.
Bis Sonntag gibt es dort ein abwechslungsreiches Programm. Anschließend kann die große Kunstausstellung noch vier Wochen lang besichtigt werden.
Mein Tipp: Machen Sie sich auf den Weg zum Erlebnisort Reden. Sie werden einen Ort, den viele von uns gut zu kennen glauben, noch einmal ganz neu entdecken. Es lohnt sich.
Mein Dank gilt dem Land, das dieses Projekt finanziert, den Künstlerinnen und Künstlern, dem Veranstalter unseres Erlebnisortes Reden mit seinem engagierten Standortmanager Eric Schneider, der Gemeinde, der IKS und allen, die sich für diesen besonderen Standort einsetzen. Natürlich ist auch das Team der Tourismus- und Kulturzentrale mit eingebunden.
Von Schiffweiler aus ging es anschließend zum Strategie-Workshop des Aufsichtsrates der VSE AG, der in Orschholz stattfand. Im Mittelpunkt stand die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Dazu gab es sehr interessante Fachvorträge und intensive Gespräche.
Am Mittwochmorgen hatte ich dann die schöne Gelegenheit, einer Kollegin zu ihrem 40-jährigen Dienstjubiläum zu gratulieren. Vier Jahrzehnte im Dienst, das ist eine beeindruckende Zeit und verdient Respekt und Anerkennung.
Anschließend ging es nach Saarbrücken zur Herbstsitzung der VSE AG. Als Aufsichtsratsmitglied nahm ich an der nicht öffentlichen Sitzung teil.
Wieder zurück in Ottweiler stand eine interne Besprechung zum Thema Hitzeaktionsplan auf dem Programm. Ein Thema, das uns angesichts der vergangenen Sommer und der zunehmenden Hitzeperioden sicherlich noch stärker beschäftigen wird.
Am Donnerstagmorgen tagten dann die Gremien der WVO – angefangen beim Zweckverband über den Aufsichtsrat bis hin zur Gesellschafterversammlung. Auch hier gab es viele aktuelle Themen rund um die Wasserversorgung im Landkreis Neunkirchen und darüber hinaus zu besprechen.
Eine gute Nachricht gibt es dabei: Trotz des trockenen Sommers hat unsere Wasserversorgung hervorragende Arbeit geleistet. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Auch beim Großbrand in Illingen war die WVO mit ihrem Team vor Ort und stellte das benötigte Löschwasser zur Verfügung. Gerade in solchen Situationen zeigt sich, wie wichtig eine zuverlässige Infrastruktur und Menschen sind, auf die man sich verlassen kann.
Am Nachmittag stellte sich der neue Leiter der Regionalstelle Saarbrücken des THW, Herr Gaßen, bei mir vor. Mit dem THW verbindet uns seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit, gerade auch im Katastrophenschutz.
Herr Gaßen ist nun unser neuer Ansprechpartner und verantwortet auch drei Einheiten hier im Landkreis Neunkirchen – in Neunkirchen, Spiesen-Elversberg und Illingen. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.
Den Abschluss meines Arbeitstages bildete die Sitzung des Kreisausschusses in Neunkirchen. Dabei wurden auch einige Themen für die kommende Kreistagssitzung vorbereitet, die in der nächsten Woche stattfinden wird.
Und dann war schon Freitag.
Am heutigen Morgen fand eine Sitzung des Verbandsvorstandes der Sparkassen-Finanzgruppe statt. Im Anschluss ging es um unser Kreisbuch, das inzwischen in die finale Phase eingetreten ist. Wenn alles nach Plan läuft, wird es noch rechtzeitig vor Weihnachten veröffentlicht. Ich freue mich schon sehr darauf, wenn wir das fertige Buch schließlich in den Händen halten.
Heute Abend wartet dann noch eine besondere Aufgabe auf mich: Ich darf die Schirmherrschaft für das 65-jährige Jubiläum des Fanfarenzuges Ottweiler übernehmen.
Der Fanfarenzug wurde 1961 gegründet und konnte sein Jubiläum vor fünf Jahren coronabedingt leider nicht feiern. Umso schöner ist es, dass dieses Jubiläum nun nachgeholt werden kann.
Der Fanfarenzug gehört für mich einfach zu Ottweiler. Seit Jahrzehnten begleitet er die traditionellen Veranstaltungen der Stadt. Ob Kirmes, Altstadtfest, Ziegelhütter Ortsteilfest oder Fastnacht, auf den Fanfarenzug ist Verlass.
Besonders freut mich, dass hier seit vielen Jahren gute Jugendarbeit geleistet wird. Junge Menschen für Musik, Gemeinschaft und Ehrenamt zu begeistern, ist alles andere als selbstverständlich. Deshalb war es mir wichtig, als Schirmherr diese Arbeit und das Engagement der vielen Aktiven zu würdigen.
Von Ottweiler geht es anschließend direkt weiter nach Merchweiler. Dort wird heute das große Merchweiler Oktoberfest eröffnet, und ich habe die schöne Aufgabe, das Fest mit zu eröffnen.
Darauf freue ich mich ganz besonders. Es ist beeindruckend, was Familie Geiger hier seit vielen Jahren auf die Beine stellt. Ein aufwendig organisiertes Oktoberfest, das längst eine Strahlkraft weit über Merchweiler und unseren Landkreis hinaus entwickelt hat.
Und auch morgen geht es weiter: Am Abend bin ich bei der Eröffnung des zweiten Tages der Steiger Gallery am Erlebnisort Reden. Dann habe ich endlich die Gelegenheit, mir die zahlreichen Exponate auch persönlich anzusehen.
Liebe Blogleserinnen und Blogleser,
wenn ich auf diese Woche zurückblicke, war wieder einmal sehr viel Unterschiedliches dabei: kommunale Themen, ÖPNV, Kunst und Kultur, Wasserversorgung, Katastrophenschutz, Wirtschaft, Ehrenamt und natürlich viele Begegnungen mit Menschen.
Genau diese Mischung macht meine Arbeit aus und genau das macht sie für mich immer wieder spannend.
Ich wünsche Ihnen allen ein schönes Wochenende. Vielleicht sieht man sich ja am Erlebnisort Reden, beim Oktoberfest in Merchweiler oder irgendwo anders im Landkreis.
Ihr
Landrat Sören Meng



