Eine Woche zwischen Zukunftsprojekten und besonderen Begegnungen

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

eine hochsommerliche Woche geht zu Ende. Die Schule hat wieder begonnen, viele Schülerinnen und Schüler finden wieder in ihren Alltag zurück. Wir als Schulträger haben in den vergangenen Wochen vieles auf den Weg gebracht und zahlreiche Maßnahmen umgesetzt beziehungsweise saniert. Darüber berichte ich regelmäßig.

Meine Woche war gewohnt abwechslungsreich.

Am Montag fand zunächst der verwaltungsinterne Jour-Fixe statt. Dabei besprachen wir aktuelle Themen, die unsere Kreisverwaltung betreffen. Im Anschluss ging es zu einem Gespräch mit Sozialminister Dr. Magnus Jung nach Saarbrücken. Im Mittelpunkt stand das Projekt „Perspektivquartier“ in Neunkirchen, über das ich bereits mehrfach berichtet habe. Ziel ist es, über einen Zeitraum von zehn Jahren ein klar definiertes Gebiet neu zu strukturieren und die soziale Struktur dort nachhaltig zu verbessern.

Bei dem Gespräch waren neben meinem Team aus der Kreisverwaltung auch der Beigeordnete der Kreisstadt Neunkirchen, Thomas Hans, vor Ort. Es ist ein tolles Projekt, bei dem viele engagierte Partner zusammenarbeiten. Dazu gehören auch die im Gebiet ansässigen Träger und Sozialverbände.

Von Saarbrücken aus ging es zurück nach Neunkirchen, wo ich den Bauausschuss der Sparkasse Neunkirchen leitete. Im Mittelpunkt stand der Neubau der Hauptstelle mitten in der Innenstadt. Es handelt sich um ein großes Bauprojekt und um das größte Bauvorhaben in der Geschichte unserer Sparkasse. Das Projekt wird professionell gesteuert. Dennoch ist es beim Bauen ganz normal, dass immer wieder neue Herausforderungen entstehen, über die sich der Bauausschuss informieren und mit denen er sich auseinandersetzen muss.

Ziel ist es, im Frühherbst 2027 die neue, richtungsweisende Hauptstelle zu eröffnen. Neben einer deutlichen baulichen Qualitätsverbesserung für unsere Sparkasse ist das Vorhaben auch städtebaulich von großer Bedeutung. Auch das Thema Gastronomie wird durch diese Investition neu gedacht und kann unsere Kreisstadt zusätzlich bereichern.

An dieser Stelle vielen Dank an alle Verantwortlichen der Sparkasse für ihr Verantwortungsbewusstsein und an die Mitglieder des Bauausschusses für ihr Engagement. Mein Dank gilt ebenso den Projektsteuerern und natürlich den Handwerkerinnen und Handwerkern vor Ort, die dieses Mammutprojekt stemmen.

Am Dienstag stand zunächst eine Besprechung mit unserem IT-Sicherheitsbeauftragten Roland Lill auf dem Programm. Dabei ging es um verschiedene aktuelle Themen. IT-Sicherheit ist eine dauerhafte Verantwortung, denn gerade in diesem Bereich verändert sich ständig etwas. In Zeiten der künstlichen Intelligenz ist es besonders wichtig, rechtzeitig zu reagieren und unsere Systeme entsprechend zu schützen.

Danach standen Rücksprachen und einiges an Schreibtischarbeit auf meinem Programm. Am Nachmittag leitete ich die Aufsichtsratssitzung der NVG. Diese Sitzung tagt nicht öffentlich, sodass ich darüber nicht viel berichten darf. Fest steht aber, dass auch die Elektromobilität eine wichtige Rolle spielt. Unsere NVG wird sukzessive auf Elektrobusse umgerüstet. Dafür muss natürlich auch die entsprechende Infrastruktur geschaffen werden.

All das sind große Herausforderungen und zugleich millionenschwere Investitionen, die das Unternehmen gemeinsam mit seinen Gesellschaftern, der Stadt und dem Landkreis, stemmen muss. Mit solchen Investitionen wird aber auch ein Stück Zukunft für das Unternehmen gebaut. Und genau das ist besonders wichtig.

Am Mittwochmorgen tauschte ich mich mit den Verantwortlichen unserer Kreisvolkshochschule aus. Die Leiterin, Frau Falkenrich, präsentierte mir das neue Programm für das Wintersemester. Lebenslanges Lernen ist so wichtig wie nie zuvor, gerade in einer Welt, die sich ständig verändert. Unsere Kreisvolkshochschule leistet gemeinsam mit ihren vielen Dozentinnen und Dozenten hierbei eine wichtige und unverzichtbare Arbeit.

Danke an dieser Stelle allen Verantwortlichen, insbesondere Frau Falkenrich, für ihren Einsatz.

Danach ging es bereits um erste Haushaltsberatungen innerhalb unserer Kreisverwaltung. Dazu tauschte ich mich intensiv mit der Leiterin und Dezernentin unseres Personalamtes, Katharina Glaser, dem Geschäftsleitenden Beamten Volker Federkeil und unserem Kämmerer Olaf Niesen aus.

Am Nachmittag nahm ich als Vertreter der saarländischen Landkreise auf Einladung des Innenministers an der Sitzung des Landesbeirates für Brandschutz, technische Hilfe und Katastrophenschutz teil. Unter anderem ging es um den aktuellen Sachstand zum neuen Gesetz über den Bevölkerungsschutz im Saarland, das demnächst auf den Weg gebracht werden soll. Auch Bundes- und Landesprogramme im Bereich des Bevölkerungsschutzes waren Thema.

Vorgestellt wurde außerdem ein spannendes Projekt, das sogenannte „Profilfach Blaulicht“. Dabei geht es darum, jungen Menschen zu vermitteln, wie wichtig Bevölkerungs- und Katastrophenschutz sind. Sie sollen Verständnis für die wichtige Arbeit der Rettungskräfte vor Ort entwickeln, aber auch lernen, selbst präventiv an bestimmte Themen heranzugehen.

Denn was man als junger Mensch lernt, kann man als Erwachsener oft ganz anders umsetzen. Deshalb auch hier ein herzliches Dankeschön für das Engagement. 

Der Donnerstag stand ganz im Zeichen einer Fortbildungsveranstaltung für den Verwaltungsrat der Sparkasse Neunkirchen. Als Verwaltungsratsmitglied ist man verpflichtet, eine entsprechende Sachkunde nachzuweisen. Schließlich müssen die Mitglieder des Verwaltungsrates ihre Kontrollfunktion wahrnehmen und die Geschäfte des Unternehmens beurteilen und überwachen können. Dafür ist die erforderliche Sachkunde notwendig.

Aufgrund der gesetzlichen Regelungen ist die regelmäßige Teilnahme an entsprechenden Fortbildungen sehr wichtig. Auch dieser Tag war gefüllt mit vielen interessanten Informationen – unter anderem zu Regulatorik, internen Kontrollfunktionen, digitaler Resilienz und den Anforderungen, die an ein Verwaltungsratsmitglied gestellt werden. Ebenso ging es um die Risikoberichterstattung, die durch das Unternehmen regelmäßig erfolgen muss.

Geleitet wurde die Veranstaltung wie bereits seit einigen Jahren von Roland Eller, der ausführlich informierte und für viele Fragen zur Verfügung stand.

Am Donnerstagnachmittag ereignete sich im Landkreis Neunkirchen im Bereich des Ottweiler Wingertsweiher ein großer Vegetationsbrand.

Zahlreiche Einsatzkräfte aus dem Landkreis Neunkirchen und dem Landkreis St. Wendel waren unermüdlich im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Das ist ihnen gelungen.

Vielen Dank an dieser Stelle an alle Einsatzkräfte für ihr Engagement, auf das wir uns jederzeit verlassen können. Sie sind immer für uns da – 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche.

Gleichzeitig möchte ich darauf hinweisen, dass offenes Feuer derzeit extrem gefährlich ist. Damit gefährdet man nicht nur sich selbst, sondern auch andere.

Der heutige Morgen begann in Schiffweiler. Dort feiert die Firma Daum Frischdienst ihr 100-jähriges Jubiläum. Das Unternehmen befindet sich im Gewerbepark Klinkenthal und wird von Geschäftsführer Jörg Pöschel geleitet. Es handelt sich um ein Familienunternehmen in mittlerweile dritter Generation mit 27 Beschäftigten aus der Branche Lebensmittelgroßhandel und Frischdienst. Da verwundert auch das Unternehmensmotto nicht: „Frische für unsere Region – immer erste Sahne.“

100 Jahre Unternehmensgeschichte sind ein bemerkenswertes Beispiel für langfristige unternehmerische Kontinuität im Landkreis Neunkirchen. Der Frischdienst beliefert unter anderem Bäckereien und Metzgereien, Gastronomiebetriebe, Kantinen, Caterer, Schulen und Kindergärten. Die Menschen können sich auf ihren Frischdienst Daum verlassen. Es war für mich natürlich Ehrensache, gemeinsam mit dem Bürgermeister von Schiffweiler, Cedric Jochum, und unserem Wirtschaftsförderer Patrick Clos zu gratulieren. Danach gab es noch einige Besprechungen in der Kreisverwaltung, ehe ich das Sommerfest des ASB Neunkirchen besuchte. Von dort aus ging es weiter zum Pflegekinderfest in der Dorfhalle in Hirzweiler.

Dieses Fest für Pflegekinder und ihre Pflegeeltern wird von unserem Jugendamt seit Jahren organisiert. Es ist eine schöne Veranstaltung für Groß und Klein und bietet zugleich eine wichtige Gelegenheit zur Begegnung und Vernetzung.

Herzlichen Dank auch hier meinem Team des Jugendamtes für das große Engagement.

Morgen werde ich das Bruchbierfest in Neunkirchen besuchen. Dank der Umsiedlung verfügt Neunkirchen wieder über eine eigene Brauerei. Ich bin sicher, dass viele Menschen den Weg nach Neunkirchen zur Bruchbrauerei finden werden, die zuvor mehr als ein Jahrhundert in Saarbrücken beheimatet war.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ich wünsche Ihnen allen ein schönes und erholsames Wochenende.

Ihr Landrat Sören Meng