Das ganze Saarland in Special Olympics Begeisterung!

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

eine hochsommerliche Woche geht zu Ende. Man spürt förmlich, dass die Sommerferien in Reichweite sind, denn mein Terminkalender quillt über. Ob externe oder interne Termine, es gibt viel zu tun.

Der Montagmorgen begann mit internen Terminen. Danach traf ich mich mit dem Geschäftsführer unserer Wasserversorgung, Thomas Wagner, zum Austausch über die nächsten Gremiensitzungen. Im Anschluss tagte der Vorstand des Saarländischen Schulmuseums zu aktuellen Themen. Danach ging es für mich nach Wiebelskirchen, wo der langjährige Neunkircher Wehrführer Horst Müller zu Grabe getragen wurde. Viele Angehörige der Feuerwehr sowie Familie und Freunde nahmen an dieser großen Beerdigung teil. Es war eine bewegende Trauerfeier.

Im Anschluss leitete ich die konstituierende Sitzung der Finanztransparenzkommission. Diese wurde durch Beschluss unseres Kreistages eingerichtet und soll die Transparenz zwischen Landkreis und Kreiskommunen weiter verbessern. 

Danach ging es zur Eröffnungsfeier der Special Olympics in Saarbrücken. Noch bis Sonntag finden die nationalen Spiele im Saarland statt. Über 4.000 Athletinnen und Athleten nehmen an dem größten Multisportevent für Menschen mit geistiger Behinderung in mehr als 20 Sportarten teil.

Die glanzvolle Eröffnung war sehr beeindruckend. Die Sportlerinnen und Sportler waren ebenso vor Ort wie alle Betreuerinnen und Betreuer sowie zahlreiche Repräsentanten unseres Saarlandes. Bewegend war auch der Moment, als schließlich die große olympische Fackel entzündet wurde. Ein schönes Rahmenprogramm und viele Begegnungen rundeten den gelungenen Abend ab.

Es freut mich sehr, dass die saarländische Landesregierung, an der Spitze mit Ministerpräsidentin Anke Rehlinger sowie Sport- und Innenminister Reinhold Jost, dieses Event ins Saarland geholt hat. Es zeigt auch, wie wichtig uns das Thema Inklusion ist. Auch im Landkreis Neunkirchen gab es eine Spielstätte, die ich heute Mittag noch besuchte.

Am Dienstag fanden zunächst interne Gespräche statt. Danach ging es für mich nach Bexbach, wo die Verbandsversammlung des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung tagte. Hier bin ich Mitglied der Verbandsversammlung. Im Zweckverband sind alle Landkreise sowie der Regionalverband Saarbrücken vertreten. Die Fachaufsicht übernimmt das Ministerium für Inneres und Sport.

Verbandsvorsitzender ist Landrat Udo Recktenwald, sein Stellvertreter ist mein Kollege Frank John aus dem Saarpfalz-Kreis. Die praktische Durchführung des Rettungsdienstes ist den Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst sowie den Feuerwehren der Landeshauptstadt Saarbrücken und der Stadt Neunkirchen übertragen. Alle Beauftragten zusammen betreiben 36 Rettungswachen mit insgesamt rund 120 Fahrzeugen des Regelrettungsdienstes. Auf diesen Service können sich die Bürgerinnen und Bürger unseres Landkreises verlassen. Geleitet wird das Ganze von Geschäftsführer Timm Mathis.

Wieder zurück in Ottweiler fand die feierliche Einbürgerung im Historischen Sitzungssaal statt. Ich durfte den Neubürgerinnen und Neubürgern ihre Einbürgerungsurkunden überreichen. Dies ist immer auch für mich ein bewegender Moment. Am Nachmittag tagten dann die Gremien der Sparkasse Neunkirchen. Zunächst befasste sich der Kreditausschuss mit seinen Themen, anschließend trat der Verwaltungsrat der Sparkasse Neunkirchen zusammen. Hier bin ich Verwaltungsratsvorsitzender.

Am Mittwoch tagte der Aufsichtsrat der RDS GmbH, der Rettungsdienst Logistik- und Service GmbH. Sie ist eine Tochtergesellschaft des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung. Die RDS sorgt für die zentrale Abwicklung der Leistungsabrechnung sowie der Leistungs- und Kostenrechnung, die zentrale Beschaffung, die Vorhaltung und Bewirtschaftung von Ersatzfahrzeugen, die Beschaffung von Rettungsdienstfahrzeugen, die Planung von Baumaßnahmen wie beispielsweise neuen Rettungswachen sowie die Beschaffung und Bereitstellung von Funk- und Alarmierungstechnik.

Hier beschäftigten wir uns mit dem Jahresabschluss. Geschäftsführer sind Timm Mathis und Gerrit Dupré. Am Nachmittag stand dann Schreibtischarbeit auf meiner Agenda. Am Abend war ich zu Gast in der Stummschen Reithalle. Hierzu hatte die Walter-Bernstein-Stiftung eingeladen. Der bekannte Maler unserer Region, Walter Bernstein, wäre am Mittwoch 125 Jahre alt geworden. Er starb bereits 1981 und hat ein beeindruckendes künstlerisches Werk hinterlassen.

Bei der Veranstaltung ging es darum, an diesen besonderen Künstler zu erinnern und zu überlegen, wie wir sein Werk in die Zukunft tragen können. Ich nahm an einer Talkrunde teil, hervorragend moderiert von Barbara Wackernagel-Jacobs, an der auch der Schiffweiler Bürgermeister Cedric Jochum, Bernstein-Kenner Delf Slotta sowie der Gründer der Stiftung, Roman Uwer, beteiligt waren. Die Schirmherrschaft hatte die Ministerpräsidentin des Saarlandes übernommen. Sie wurde durch den Staatssekretär im Finanzministerium, Wolfgang Förster, vertreten.

Glänzend umrahmt wurde die Veranstaltung von Sebastian Volz am Flügel. Die Vorsitzende Marie-Luise Jacob hatte mit ihrem Team eine tolle Veranstaltung organisiert, die an das Werk des bedeutenden Künstlers unserer Region erinnerte.

Gestern Morgen nahm ich am Aktionstag Bevölkerungsschutz im Landkreis Neunkirchen teil. Hier besuchte ich gemeinsam mit der Staatssekretärin des Bildungsministeriums, Jessica Heide, eine achte Klasse des Gymnasiums Ottweiler sowie die Kita Auenland in Ottweiler. 

Das Thema Bevölkerungsschutz wurde hier nicht nur an einem einzelnen Aktionstag behandelt. Die Kinder hatten sich bereits während der gesamten Woche intensiv und altersgerecht mit dem Thema Strom und den Auswirkungen eines Stromausfalls beschäftigt.

Gemeinsam mit Einrichtungsleiterin Jessica Bungert wurden verschiedene Projekte entwickelt, die den Kindern auf spielerische Weise vermittelten, wie sehr unser Alltag von einer funktionierenden Stromversorgung abhängt. Besonders eindrucksvoll war dabei ein Tag, an dem die Kita bewusst auf Strom verzichtete. Die Kinder konnten so unmittelbar erleben, welche alltäglichen Dinge plötzlich nicht mehr funktionieren und welche Herausforderungen dadurch entstehen.

Darüber hinaus besuchten die Kinder die Feuerwehr, beschäftigten sich mit den Aufgaben der Einsatzkräfte in Krisensituationen und bauten mit viel Kreativität ihre eigene kleine „Strom-Modellstadt“. Anhand der selbst gestalteten Modelle erklärten sie uns stolz, wie Strom erzeugt und verteilt wird und welche Bereiche unseres täglichen Lebens davon abhängig sind.

Ein weiterer Höhepunkt des Tages war ein altersgerechter „Erste Hilfe mit Selbstschutzinhalten-Kurs“ für die Kinder. Organisiert wurde dieser vom Deutschen Roten Kreuz unter Federführung des Kreisgeschäftsführers Maurice Montag. Spielerisch lernten die Kinder, wie sie in Notsituationen Hilfe holen, einen Notruf absetzen und anderen Menschen helfen können. Damit wurde bereits früh ein wichtiges Bewusstsein für Hilfsbereitschaft und Verantwortung geschaffen.

Die Projekte in der Kita Auenland haben eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig es ist, Kinder frühzeitig an Themen der Vorsorge und des Bevölkerungsschutzes heranzuführen. Gleichzeitig wurde deutlich, mit welchem Engagement die pädagogischen Fachkräfte diese Inhalte vermitteln und dabei Neugier, Verständnis und Verantwortungsbewusstsein fördern.

Am Nachmittag tagte der Kreistag des Landkreises Neunkirchen.

Im öffentlichen Teil wurde der Letter of Intent (LOI) zur Errichtung eines gemeinsamen Sicherheitszentrums in der Neunkircher Innenstadt behandelt. Diese Einrichtung würde ich sehr begrüßen. Auch Einrichtungen des Kreises würden hier mit eingebunden werden. Ich könnte mir vorstellen, dass man hier auch Teile der Kreisverwaltung in die Neunkircher Innenstadt bringen könnte, da sich daraus Synergien für alle Beteiligten ergeben würden. Auch eine Verlagerung der Jugendgerichtshilfe wäre denkbar.

Das Ganze ist jedoch an die Standortsuche in der Neunkircher Innenstadt geknüpft. Bei dem Beschlussvorschlag handelt es sich zunächst um eine Ermächtigung. Weitere kassenwirksame Beschlüsse müssten noch gefasst werden.

Am Freitagmorgen fand die Besprechung mit den Kreisbürgermeistern im Historischen Sitzungssaal statt. Um die Mittagszeit wurde das von der Diakonie betriebene Sozialkaufhaus an seinem neuen Standort eingeweiht. Damals war ich noch als Sozialdezernent und Beigeordneter der Kreisstadt Neunkirchen an der Ansiedlung des Sozialkaufhauses aktiv beteiligt. Diese Einrichtung ist unverzichtbar und unterstützt Menschen mit geringem Einkommen dabei, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Im Anschluss besuchte ich die Special Olympics in Neunkirchen, wo Hockey gespielt wurde. Den Abschluss meines Arbeitstages bildete die Abiturfeier des Gymnasiums am Krebsberg. Dort richtete ich einige Worte an die Schulgemeinschaft.

Morgen Mittag besuche ich die Landesdelegiertenkonferenz des Landesverbandes der SaarLandFrauen e.V., die in diesem Jahr im Kreis Neunkirchen in Hirzweiler tagt.

Am Sonntag habe ich als Schirmherr die schöne Aufgabe, um 11 Uhr die zweite Neunkircher Kunstschau in der Städtischen Galerie zu eröffnen. Wie bereits bei der Premiere vor zwei Jahren handelt es sich um eine großartige Initiative der Städtischen Galerie Neunkirchen. Hier wird ein Rahmen geschaffen, in dem Kunst von jedermann professionell präsentiert werden kann.

Die Botschaft, die von dieser Ausstellung ausgeht, ist dabei klar: Die Kreativität der Menschen wird wertgeschätzt und ernst genommen. Kreativität – das wissen wir alle – setzt Kräfte frei. Kräfte, die wir in einer immer komplexeren Welt dringend brauchen. Wer kreativ denkt, findet Lösungen. Wer kreativ ist, gestaltet Zukunft.

64 Bürgerinnen und Bürger haben insgesamt 108 Kunstwerke eingereicht. Allein diese Zahlen zeigen eindrucksvoll, wie groß das kreative Potenzial unserer Stadt ist. Deshalb besuchen Sie diese besondere Ausstellung. Auch ich habe mich daran beteiligt.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ich wünsche Ihnen ein schönes und sonniges Wochenende. Schützen Sie sich vor allzu viel Sonne.

Ihnen alles Gute.

Ihr Landrat

Sören Meng