Bauaktivitäten und Neunkircher Musical

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

jetzt steht das letzte Ferienwochenende vor der Tür. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich in diesem Jahr über sechs Wochen Sommerferien freuen, die geprägt waren von durchgehend sommerlichem, ja hochsommerlichem Wetter. Auf der einen Seite ist das gut, auf der anderen Seite macht die Dürre gerade auch den Landwirten zu schaffen, und auch die Gefahr von Waldbränden hat deutlich zugenommen.

Lassen Sie mich wie gewohnt in der gebotenen Kürze auf die Woche zurückblicken.

Am Montag begann meine Woche mit zwei Dienstjubiläen, bei denen ich mit den Jubilaren im Austausch war. Dies ist immer eine sehr schöne Angelegenheit, über die ich an dieser Stelle schon oft gesprochen habe. Außerdem werde ich im Laufe des Blogs noch über ein ganz besonderes Dienstjubiläum berichten.

Nach internen Gesprächen und Rücksprachen ging es dann gemeinsam mit Frau Jungmann von der Saarbrücker Zeitung zur künftigen Seiji-Kimoto-Gemeinschaftsschule in der Lutherstraße in Neunkirchen. Dort werden wir nach den Herbstferien den Schulbetrieb aufnehmen. Es ist unglaublich, was hier in der letzten Zeit passiert ist. Die Außenfassade ist fast fertig, der Schulhof wird gerade gestaltet und die Arbeiten im Innenraum laufen noch, wobei manche Klassenräume und Flure bereits fertiggestellt sind. Die Schülerinnen und Schüler, aber natürlich auch die Lehrkräfte, können sich auf eine ganz moderne Schule freuen, die für die nächsten Jahrzehnte optimale Lernvoraussetzungen bietet.

Vielen Dank an alle beteiligten Firmen, aber auch an mein Bauamt. Hier nenne ich stellvertretend den Bauamtsleiter Herrn Mischo und Herrn Fries, die mit großem persönlichem Einsatz diese Baustelle vorantreiben. Ein herzliches Dankeschön gilt auch der Schulgemeinschaft, vertreten durch den Schulleiter Herrn Klepper, der sehr oft vor Ort ist und die Planungen stets begleitet hat. Ich freue mich sehr, dass dieses Projekt bald vollendet ist. Es ist das größte Bauprojekt des Landkreises Neunkirchen seit Jahrzehnten. Rund 33,5 Millionen Euro wurden hier investiert.

Am Dienstagmorgen besuchte ich gemeinsam mit der Sparkasse Neunkirchen die Max-von-der-Grün-Schule. Die Sparkasse wurde dabei durch Marko Becker vertreten, der für die Öffentlichkeitsarbeit und Vorstandsangelegenheiten verantwortlich ist. Seit über einem Jahrzehnt sponsert die Sparkasse die Leinentaschen, die bei der Schulbuchausleihe ausgegeben werden und in denen sich die Schulbücher befinden. Mein Team des Schuldezernates II  hat an allen Schulen derzeit viel Arbeit, damit am Montag alles rechtzeitig starten kann. Auch die iPads werden aktuell aktualisiert, damit die über 1.000 Schülerinnen und Schüler an den weiterführenden Schulen gute Startbedingungen haben. Meiner Verwaltung gilt dafür ein ganz herzliches Dankeschön. Ebenso danke ich der Sparkasse Neunkirchen für ihre langjährige Unterstützung.

Von dort aus ging es nach Neunkirchen, wo ein besonderes Projekt gestartet wurde. Der Energieversorger KEW Neunkirchen, die NVG und die Wohnungsbaugesellschaft GSG betreiben künftig in den Räumlichkeiten der KEW eine gemeinsame Kantine. Das ist durchaus ein Novum. Deshalb war es für mich auch ein besonderes Erlebnis, vor Ort zu sein und allen Beteiligten zu danken. Es ist gut, wenn sich unterschiedliche Unternehmen für ein solches Projekt zusammenschließen. Das stärkt zugleich das Netzwerk, denn es tut gut, über den Tellerrand hinauszuschauen und Synergien zu nutzen. Danke an alle Verantwortlichen für ihr Engagement.

Am Nachmittag war ich dann zu Gast beim Verein für Landeskunde im Saarland. Dort wurde ich zum Stammtisch eingeladen und berichtete über die Geschichte unseres Landkreises Neunkirchen. Ich (als 25. Landrat des Kreises) begann mit der Gründung des Landkreises im Jahr 1816 und endete bei den aktuellen Herausforderungen. Natürlich stellte ich mich auch zahlreichen Fragen. Es ist gut, dass es solche Vereine im Saarland gibt. Der Verein für Landeskunde leistet hier einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung. Es hat mir große Freude bereitet, mit den engagierten Ehrenamtlichen ins Gespräch zu kommen.

Am Mittwochmorgen tauschte ich mich mit dem zuständigen Dezernenten des Dezernats IV Dominik Hunsicker, zu dem unter anderem die untere Bauaufsicht und die Straßenverkehrsbehörde gehören, zu verschiedenen Themen aus. Danach konnte meine Mitarbeiterin Brigitte Meister auf ein besonderes Jubiläum zurückblicken: Ich gratulierte ihr zum 50. Dienstjubiläum.

Erste Kontakte mit der Kreisverwaltung hatte die heute 67Jährige bereits im Jahr 1974, als sie dort ein Praktikum absolvierte. Schon damals entwickelte sich ihre Begeisterung für das Kreisbauamt, einer Abteilung, der sie bis heute treu geblieben ist.

„Ich durfte zahlreiche Neubauprojekte hautnah miterleben und begleiten.  Besonders in Erinnerung geblieben ist mir auch die Gebiets- und Verwaltungsreform. Der Übergang vom Landkreis Ottweiler zum Landkreis Neunkirchen war damals ein großes, emotionales Thema“, erinnert sich Brigitte Meister.

Neben ihrer Tätigkeit in der Kreisverwaltung engagiert sie sich seit vielen Jahren auch ehrenamtlich für die Region. Im touristischen Bereich kennen viele sie als die „Gräfin von Ottweiler“, mit der sie seit 1995 – also seit über drei Jahrzehnten – an Reichsgräfin Catharina von Ottweiler, geboren als Katharina Kest, erinnert und die Geschichte Ottweilers lebendig hält. 

Auch die Erinnerung an das Ottweiler Porzellan mit zwei großen Ausstellungen, ist ihrem Engagement zu verdanken.

Obwohl Brigitte Meister bereits das Rentenalter erreicht hat, bleibt sie der Kreisverwaltung weiterhin erhalten. Ihr Beschäftigungsverhältnis wurde bis ins kommende Jahr verlängert.

Ich kenne Brigitte Meister seit fast 30 Jahren. Sie ist für den Landkreis Neunkirchen ein Stück historisches Gedächtnis und kann unzählige Anekdoten aus der Geschichte unserer Verwaltung erzählen. Menschen mit einer solchen Erfahrung sind von unschätzbarem Wert.

Im Anschluss fand ein Interview zur Situations- und Ressourcenanalyse im Landkreis Neunkirchen statt. Dabei ging es um die Herausforderungen der Zukunft. Am Nachmittag standen interne Besprechungen auf dem Programm. Später traf ich mich noch mit Herrn Kuhl, dem Geschäftsführer von Gondwana, um aktuelle Planungen zu besprechen. Auch dieser Austausch ist immer sehr interessant, denn Gondwana hat sich in den vergangenen Jahren hervorragend entwickelt und zieht viele Menschen in unsere Region, insbesondere an den Erlebnisort Reden.

Seit dieser Woche haben wir außerdem ganz offiziell einen Instagram-Account. Dahinter steht ein interessantes Konzept, das von meinen Mitarbeitern der Öffentlichkeitsarbeit, Hanna Michel und Lukas Bermann, erarbeitet wurde. Auf diesem Weg wollen wir einen weiteren Kanal nutzen, um über unseren Landkreis zu informieren und Einblicke in unsere Arbeit zu geben. Vielen Dank an dieser Stelle für die tolle Arbeit und das große Engagement.

Gestern Morgen fand bei der Sparkasse Neunkirchen ein Austausch mit dem Vorstandsvorsitzenden Jörg Welter sowie dem Geschäftsführer unserer Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Patrik Clos, statt. Neben aktuellen Themen rund um die Wirtschaft stand auch die Planung des Wirtschaftspreises auf unserer Agenda. Dieser wird in diesen Tagen ausgeschrieben. Bis zum 30. September haben Unternehmen die Möglichkeit, sich zu bewerben.

Der Wirtschaftspreis steht unter dem Motto „Bewusst. Kreislauffähig. Enkeltauglich.“ Es ist der zweite Wirtschaftspreis, den wir ausloben. Er geht auf einen Vorschlag des früheren CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzenden Lothar Dietz zurück, der leider verstorben ist. Erstmals wurde der Preis vor zwei Jahren vergeben. Mit dem Wirtschaftspreis wollen wir im Jahr 2026 Unternehmen auszeichnen, die Verantwortung übernehmen, innovative Lösungen entwickeln und nachhaltiges Handeln erfolgreich in ihren Unternehmensalltag integrieren. Dabei geht es um ökologische Verantwortung, soziale Verantwortung, wirtschaftliche Stabilität und eine glaubwürdige Strategie. Bis zum 30. September kann man sich bewerben. Informationen gibt es bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Internet unter www.wfg-nk.de. Ich hoffe auf zahlreiche Bewerbungen.

Der Rest des Tages stand für Rückfragen und Schreibtischarbeit zur Verfügung. Auch heute Morgen hatte ich etliche Rücksprachen und Vorbereitungen für die kommende Woche zu treffen.

Dem Neunkircher Künstler Willi Kurz gratulierte ich zu seinem 90. Geburtstag. Willi Kurz hat auch im Landkreis Neunkirchen zahlreiche Spuren hinterlassen. Im Jahr 2017 wurde er gemeinsam mit Seiji Kimoto mit der Verdienstmedaille des Landkreises Neunkirchen ausgezeichnet.

Heute Abend besuche ich das Neunkircher Musical. „Made in Dagenham“ ist eine britische Komödie-Drama von 2010, basierend auf tatsächlichen Ereignissen. Es geht um den Streik der Näherinnen im Ford-Werk in Dagenham 1968. Die Frauen kämpfen für gleiche Bezahlung und Anerkennung ihrer Arbeit, was am Ende sogar in die britische Gesetzgebung mündet. Das Neunkircher Musical begeistert seit weit über einem Jahrzehnt mit hoher Professionalität und erstklassiger Unterhaltung. Getragen wird das Ganze von ehrenamtlichen Darstellerinnen und Darstellern, die von einem professionellen Team angeleitet werden. Mein herzlicher Dank gilt der Kreisstadt Neunkirchen für dieses außergewöhnliche kulturelle Engagement.

Außerdem habe ich die Schirmherrschaft über die Veranstaltung „Wacken Humes“ übernommen. Dort werde ich von der Beigeordneten Daniela Feld vertreten. Nach dem Musical werde ich zu später Stunde auch noch bei der Bäckerei Ziegler in Schiffweiler vorbeischauen. Dort findet die Nacht des Backens statt.

Morgen früh besuche ich den Tag der offenen Tür auf dem Fiedelakhof und werde gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft grillen.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, Sie merken: Ich hatte eine abwechslungsreiche Woche. Genießen Sie das Wochenende und das gute Wetter.

Bis nächsten Freitag!

Ihr Landrat

Sören Meng