Bundesliga-Premiere, Verwaltungsdialog und 100 Jahre Neunkircher Zoo
Liebe Blogleserinnen und Blogleser,
schon wieder geht eine Woche zu Ende. Man hat den Eindruck, die Zeit rast.
Am vergangenen Samstag triumphierte die SV Elversberg bei ihrem ersten Heimspiel in der Bundesliga gegen Leverkusen. Das war natürlich ein Ereignis, über das auch in dieser Woche noch häufig gesprochen wurde. Ich konnte leider nicht dabei sein, werde aber beim nächsten Heimspiel vor Ort sein. Darauf freue ich mich schon.
Auch die Erweiterung des Stadions und die dafür notwendige Baugenehmigung waren in dieser Woche Thema. Das Stadion soll künftig ein Fassungsvermögen von 15.500 Zuschauerinnen und Zuschauern bieten. Unsere Untere Bauaufsichtsbehörde bearbeitet das Verfahren und kann die entsprechende Genehmigung erteilen, sobald alle notwendigen Unterlagen vorliegen. Doch dazu später mehr.
Der Montag stand ganz im Zeichen unserer Kreisverwaltung. Gemeinsam mit unseren Führungskräften führten wir einen sogenannten Strategiedialog durch. Hintergrund ist ein neues Führungsleitbild, welches wir bei uns einführen wollen. In Zeiten des Wandels und einer immer größeren Komplexität sind auch die Führungskräfte unserer Kreisverwaltung besonders gefordert. Neue Arbeitsformen wie mobiles Arbeiten und Homeoffice bringen Chancen, aber auch neue Herausforderungen mit sich.
Daher habe ich mich Anfang des Jahres gemeinsam mit den Dezernenten auf den Weg gemacht, unsere Führungskultur weiterzuentwickeln. Genau darum ging es bei unserem Strategiedialog. Den Auftakt bildete ein kleiner Impulsvortrag von mir, in dem ich die Punkte ansprach, die mir für unsere Kreisverwaltung besonders wichtig sind. Anschließend wurde in Gruppen gearbeitet, und am Ende des Tages wurden mir die Ergebnisse vorgestellt.
Zwischendurch war ich in meinem Büro in Ottweiler. Dort warteten jede Menge Schreibtischarbeit und Rücksprachen.
Auch der Dienstag war von zahlreichen Gesprächen geprägt. Am späten Vormittag gratulierte ich dem früheren Ersten Kreisbeigeordneten Werner Schötschel zu seinem 95. Geburtstag. Werner Schötschel gehörte lange Zeit dem Kreistag an und engagierte sich besonders für die Entwicklung unserer Schulen. Als ehemaligem Gymnasiallehrer ist ihm die Ausrichtung unserer Bildungslandschaft bis heute wichtig. Deshalb tausche ich mich mit ihm immer noch regelmäßig aus. Ich wünsche Werner Schötschel weiterhin alles Gute und viel Gesundheit und danke ihm für sein waches Interesse an unserem Landkreis und seiner Bildungslandschaft.
Wie bereits angekündigt, beschäftigte mich am Dienstag auch die Berichterstattung rund um die Erweiterung des Stadions der SV Elversberg. In der Saarbrücker Zeitung ging es unter anderem um die Baugenehmigung und Rückfragen der Gemeinde Spiesen-Elversberg im Rahmen des Verfahrens.
Grundsätzlich entscheidet über eine Baugenehmigung die zuständige Bauaufsicht nach Recht und Gesetz. Dass die Gemeinde Spiesen-Elversberg bei Fragen der Sicherheit, des Verkehrs und der Erschließung genau hinschaut, kann ich nachvollziehen. Bei einem Stadion mit künftig mehr als 15.000 Plätzen müssen diese Fragen zweifelsfrei geklärt werden. Die Stellungnahme der Gemeinde wird ebenso geprüft wie die Unterlagen der Stadiongesellschaft und die Einschätzungen aller beteiligten Fachstellen.
Die SVE braucht eine Perspektive. Die Menschen brauchen Sicherheit. Beides muss zusammengehen. Wenn alle rechtlichen und sicherheitsrelevanten Voraussetzungen erfüllt sind, sehe ich keinen Grund, warum der Weg für die weitere Entwicklung der SVE nicht frei sein sollte. Die Genehmigung soll voraussichtlich zeitnah erfolgen.
Auf Initiative des Landkreises Neunkirchen soll es zudem einen Runden Tisch geben, bei dem sich alle Entscheidungsträger auch auf Ministerialebene austauschen können. Aus meiner Sicht ist der neue Bundesligist SVE eine große Chance für unsere Region und das gesamte Saarland. Dabei unterstützen wir im Rahmen unserer rechtlichen Möglichkeiten.
Ein weiteres Thema beschäftigte mich in meiner Funktion als derzeitiger Aufsichtsratsvorsitzender der Neunkircher Verkehrs GmbH. Dabei ging es um Zahlen, die die NVG in der Vergangenheit zu Schwerbehindertenfahrten erhoben hatte und an deren Richtigkeit Zweifel geäußert wurden. Dieser Vorwurf liegt mir bereits seit einiger Zeit vor. Die Geschäftsführung hat darauf sofort reagiert, mich unterrichtet und weitere Recherchen angestellt, um das Verfahren und die Vorwürfe transparent aufzuklären. Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, kann ich derzeit nicht mehr dazu sagen.
Am Mittwoch war ich zu einer dienstlichen Besprechung im Wirtschaftsministerium in Saarbrücken. Im Anschluss tauschte ich mich mit dem Leiter unseres Bauamtes über aktuelle Themen und Baumaßnahmen aus. Zurzeit laufen die Arbeiten zur Fertigstellung unserer Seiji-Kimoto-Gemeinschaftsschule auf Hochtouren, denn nach den Herbstferien soll dort offiziell der Schulbetrieb beginnen.
Außerdem konnte ich einen neuen Partnerbetrieb unserer Regionalmarke willkommen heißen. Gemeinsam mit unserem Wirtschaftsförderer Patrik Clos und dem Regionalmarkenkoordinator Willi Walter staunte ich über das Portfolio von Tanja Nau, die in ihrem Wohnhaus in Furpach zahlreiche Artikel produziert und verschönert. Auf ihrer Website „schoengeschenkt.de“ kann man sich über ihr Angebot informieren. Ich freue mich, dass wir unsere Regionalmarke kontinuierlich erweitern können. Ziel bleibt die Stärkung der regionalen Wertschöpfung im Landkreis Neunkirchen.
Am Nachmittag standen weitere Termine und Rücksprachen auf meiner Agenda.
Gestern Morgen hatte ich zunächst die schöne Aufgabe, einen langjährigen Mitarbeiter zu befördern. Anschließend begrüßte ich die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Kreisverwaltung und tauschte mich mit ihnen aus. Dieser Termin ist mir immer besonders wichtig. Bei insgesamt 15 Dienstgebäuden ist es nicht leicht, alle neuen Kolleginnen und Kollegen persönlich kennenzulernen. Deshalb treffe ich sie alle paar Monate zumindest einmal in einer gemeinsamen Runde, stelle ihnen unsere Kreisverwaltung vor und erfahre dabei auch, welche Erwartungen sie an ihren neuen Arbeitgeber, den Landkreis Neunkirchen, haben.
Danach tauschte ich mich mit Klaus Nehren vom Obst- und Gartenbauverein Ziegelhütte aus. Er hatte sich über den Scheck unserer Bürgerstiftung gefreut und wollte sich noch einmal persönlich bedanken. Klaus Nehren und sein Team veranstalten bereits seit einigen Jahren tolle Bildungsprojekte an Ottweiler Grundschulen.
Am Nachmittag folgte das Jour fixe zum Erlebnisort Reden mit Bürgermeister Cedric Jochum und Standortmanager Eric Schneider. Ein Thema war die Vorbereitung der sogenannten Steiger-Galery, die Ende des Monats am Erlebnisort stattfinden wird. Dabei geht es um die Weiterentwicklung unseres industriellen Erbes als identitätsstiftendes Element und um ein neues, positives Zukunftsbild für den Standort. Mein Dank gilt allen, die uns auf diesem Weg unterstützen. Finanziert wird die Veranstaltung durch das Land.
Heute Morgen standen verwaltungsinterne Termine auf meinem Kalender, außerdem warteten zahlreiche Unterlagen auf meine Unterschrift.
Heute Mittag hatte ich eine traurige Aufgabe. Bei der Beerdigung eines langjährigen Mitarbeiters des Landkreises Neunkirchen werde ich einige Worte sprechen. Er ist vor Kurzem plötzlich und unerwartet verstorben. Meine Gedanken sind besonders bei seiner Familie.
Wenn dieser Blog erscheint, beginnt die 40. Ottweiler Kirmes in der Innenstadt, für die ich die Schirmherrschaft übernommen habe. Ortsvorsteher Alexander Weiß und sein Team haben erneut ein attraktives Programm auf die Beine gestellt, das fünf Tage lang Ottweiler beleben wird. Auch den Schaustellern ist es gelungen, attraktive Fahrgeschäfte nach Ottweiler zu holen. Ich freue mich auf die Eröffnung und darauf, die Schirmherrschaft zu übernehmen.
Morgen früh findet im Saarpark-Center ein Regionalmarkt statt, das sogenannte „Genussforum“, der von unserem Wirtschaftsförderer Patrik Clos eröffnet wird.
Am Abend heißt es dann: 100 Jahre Neunkircher Zoo! Seit einem Jahrhundert ist der Zoo aus Neunkirchen und unserem Landkreis nicht mehr wegzudenken. Was als kleiner Tiergarten begann, hat sich zu einem beliebten Ausflugsziel für die ganze Region entwickelt.
Herzlichen Dank an die Kreisstadt Neunkirchen, die den Zoo auch in finanziell schwierigen Zeiten unterstützt. Mein Dank gilt ebenso den Verantwortlichen. Stellvertretend nenne ich Norbert Fritsch, der über viele Jahre die Geschichte und Entwicklung des Zoos geprägt hat, und den neuen Zoodirektor Konstantin Ruske, der neue Impulse für die weitere Entwicklung setzen wird.
Als Neunkircher begleitet mich der Zoo seit meiner Kindheit. Ich habe seinen Wandel über viele Jahre miterlebt und freue mich deshalb ganz besonders darauf, dieses außergewöhnliche Jubiläum mitzufeiern.
Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!
Ihr Landrat
Sören Meng



