Zwischen Vergangenheit und Zukunft

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

mit schönem Wetter verabschiedet sich diese abwechslungsreiche Woche. Nach ein paar Tagen Urlaub in den Bergen kehrte ich am Montag ins Landratsamt zurück.

Am Montag fand zunächst eine ganztägige Fortbildungsveranstaltung statt. Zwischendurch musste ich zahlreiche Unterschriften leisten und Rücksprachen halten. Am Nachmittag war ich zu Gast im Bildungsministerium, wo ich mich gemeinsam mit dem Schiffweiler Bürgermeister Cedric Jochum und mit Staatssekretärin Jessica Heide austauschte. Durch die Abschaltung der Pumpen des Grubenwassers wird, voraussichtlich im April, wird der Wassergarten und der sogenannte Mosesgang trockenfallen. In dem Gespräch ging es unter anderem um die weitere touristische Nutzung des Areals. Hierzu gibt es bereits Gutachten, die wir in den nächsten Wochen vorstellen werden. Wichtig ist, dass der Erlebnisort auch künftig touristisch attraktiv bleibt. Welche Bedeutung dieser hat, wurde am Wochenende erneut deutlich: Dort fanden wieder die sogenannten „Light Nights“ statt, bei denen die historischen Gebäude in ein besonderes Licht getaucht wurden. Auch in diesem Jahr war dies ein großer Erfolg, der tausende Menschen anzog.

Am Dienstagmorgen bereitete ich gemeinsam mit dem Geschäftsführer der WVO, Thomas Wagner, sowie dem Leiter unserer Beteiligungsverwaltung Olaf Niesen die anstehenden Gremiensitzungen vor. Danach ging es nach Eppelborn-Dirmingen, wo ich gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Andreas Feld Vergissmeinnicht einpflanzte. Die Pflanzaktion ist Teil einer landesweiten Kampagne, die darauf aufmerksam macht, Demenz nicht nur als medizinische Diagnose, sondern als gesellschaftliche Herausforderung zu betrachten. Mein Dank gilt allen, die sich für Betroffene und deren Angehörige einsetzen. Im gesamten Landkreis gibt es Beratungsangebote, Begegnungsstätten sowie entlastende Hilfen. Vielen Dank an Andreas Sauder vom Demenznetzwerk, der Leitstelle „Älterwerden“ sowie an Birgit Mohns-Welsch vom Demenzverein Neunkirchen. Sie alle haben in den letzten Jahren ein verlässliches Netz geschaffen, das umfassende Unterstützung bietet – sodass Betroffene und ihre Angehörigen nicht allein sind.

Am Nachmittag fand eine Bürgersprechstunde zu einem Verkehrsprojekt statt. Mit dabei waren der zuständige Dezernent Dominik Hunsicker sowie die Abteilungsleiterin der Straßenverkehrsbehörde Jessica Steinbach. Auch ohne offizielle Bürgersprechstunden nehme ich mir gerne die Zeit zum Austausch. Im Anschluss folgte eine besondere Veranstaltung im historischen Sitzungssaal an der viele interessierte Bürgerinnen und Bürger teilnahmen. Eine unterhaltsame und zugleich informative Lesung zur Gebiets- und Verwaltungsreform begeisterte das Publikum.

Das Innenministerium hat hierzu ein besonderes Buch herausgegeben:

„50 Jahre Gebiets- und Verwaltungsreform im Saarland – Was ist, was war, was wir daraus lernen“.

Mehrere Autoren aus dem Landkreis Neunkirchen wirkten daran mit: der ehemalige Oberbürgermeister Fritz Decker, Friedrich Denne, Werner Butz, Hans-Günther Maas und auch ich selbst.

Zu Beginn erläuterte Friedrich Denne, Vorsitzender des Vereins für Landeskunde im Saarland, die Beweggründe für die Entstehung des Buches. In meinem Beitrag erinnerte ich mit Anekdoten an teils heftige Debatten im Kreistag. Mein damaliger Amtsvorgänger, Landrat Dr. Günter Schwehm, hatte die Reform einst als „Objekt technokratischen Vollkommenheitsstrebens“ kritisiert. Der ehemalige Oberbürgermeister Friedrich Decker schilderte eindrucksvoll, wie intensiv die Diskussionen geführt wurden – insbesondere zur Frage, den Sitz des Landratsamtes von Ottweiler nach Neunkirchen zu verlagern. Der Widerstand hierzu war aus unterschiedlichen Richtungen groß.

Hans-Günther Maas beleuchtete die Gebietsreform aus der Perspektive der Gemeinde Eppelborn, und mit einem anschaulichen Vortrag rundete Werner Butz die Veranstaltung ab. Er brachte etwas Kurioses ans Licht. So hatte Mainzweiler innerhalb weniger Monate drei Autonummern: WND, OTW und schließlich NK. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine kleine Ausstellung der Stadtbibliothek Neunkirchen.

Am Mittwochmorgen fand zunächst ein Personalgespräch statt. Im Anschluss ging es um die Weiterentwicklung des Erlebnisortes Reden; an diesem Gespräch nahm auch der Standortmanager Eric Schneider teil.

Den Abschluss des Arbeitstages bildete der Besuch von Oberst Staab, seinem Nachfolger Oberst Kopp, dem Verbindungsoffizier Nunberger sowie dem Leiter unserer Katastrophenschutzbehörde, Alexander Koch. Oberst Staab, der in der kommenden Woche offiziell verabschiedet wird, hat unseren Landkreis in den vergangenen Jahren in besonderen Situationen unterstützt. Unvergessen bleibt sein Einsatz beim Pfingsthochwasser 2024. Bereits sein Vorgänger unterstützte uns aktiv bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Oberst Staab hatte für mich zudem eine besondere Überraschung parat: So überreichte er mir die Ehrenmünze des Landeskommandos Saarland. Herzlichen Dank für diese besondere Auszeichnung. Ich wünsche Oberst Staab für seine neue Lebensphase alles erdenklich Gute, vor allem Gesundheit. Seinem Nachfolger, Oberst Kopp, wünsche ich ebenfalls alles Gute und vor allem eine gute Zusammenarbeit.

Am Donnerstagmorgen stand die Weiterentwicklung des Katastrophenschutzes auf meiner Agenda. Hier tauschte ich mich intensiv mit Alexander Koch aus. In den nächsten Wochen werden weitere technische Hilfsmittel für den Katastrophenschutz angeschafft. Zudem beginnen in Kürze die Bauarbeiten für das neue Katastrophenschutzlager in der Seminarstraße. Dort wird auch unser Kreislagezentrum neu errichtet.

Danach folgten zahlreiche Rücksprachen sowie Schreibtischarbeit, bevor es am Nachmittag zur Sitzung des Kreistages ging. 

Im öffentlichen Teil berichtete unsere Gleichstellungsbeauftragte Heike Neurohr-Kleer über den dritten Aktionsplan zur EU-Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene. Außerdem wurden die Anmeldezahlen für das Schuljahr 2026/27 vorgestellt. Diese zeigen im Vergleich zum Vorjahr erneut einen leichten Aufwärtstrend auf ohnehin hohem Niveau: Insgesamt gab es 1.051 Anmeldungen, 14 mehr als im Jahr zuvor. Dabei entfallen mehr Anmeldungen auf die Gymnasien, während die Gemeinschaftsschulen leicht rückläufige Zahlen verzeichnen.

Ebenfalls wurde über die Mitgliedschaft im Kommunalen Mobilitätsnetzwerk Saarland abgestimmt. Auch der ÖPNV, insbesondere die neue Linienplanung und die Neugestaltung des Liniennetzes, war Thema im Kreistag. Darüber hinaus wurden Arbeitsmarktmaßnahmen bezuschusst.

Anfragen gab es von der BSW-Fraktion, der AfD-Fraktion sowie der CDU-Fraktion zum Themenkomplex NVG. Die SPD-Fraktion befasste sich mit der weiteren Attraktivität des Wassergartens Reden.

Im nichtöffentlichen Teil waren die Geschäftsführer der NVG gemeinsam mit den beauftragten Gutachtern von Teneo zu Gast, die ihre Erkenntnisse vortrugen. Bereits am Vortag waren sie im Stadtrat vertreten.

 Heute Morgen fand eine Besprechung mit dem Oberbürgermeister sowie den Bürgermeistern statt.

Später hatte ich Besuch von einem Gewerbetreibenden, der mir aktuelle Projekte vorstellte.

Mit diesen Terminen ging eine arbeitsreiche Woche zu Ende.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und eine gute Zeit.

Ihr

Landrat Sören Meng