Impression Musicale und Beratungen

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

der Blog zu dieser Arbeitswoche wird etwas kürzer ausfallen, da ich erkrankt bin. Dennoch war es eine Woche, die mit vielen unterschiedlichen Terminen gefüllt war.

Am Montagmorgen stand das verwaltungsinterne Jour Fixe mit meinen Dezernentinnen und Dezernenten auf der Agenda. Neben vielen Themen ging es auch um die Haushaltsberatungen, die in dieser Woche begonnen haben. Die Zeit drängt, denn schon in einem Monat wird der Kreistag über den Haushalt 2026 beraten. Da selbst in den letzten Tagen noch Informationen über Schlüsselzuweisungen eingingen, hatte das Team unserer Kämmerei unter der Leitung von Olaf Niesen jede Menge zu tun, das Zahlenwerk erneut zu aktualisieren. Erst dann wird alles vollständig zusammengestellt, mit einem Vorbericht und Erklärungen versehen, damit es den Mitgliedern des Kreistages zur Beratung vorgelegt werden kann.

Parallel dazu finden immer wieder Haushaltssitzungen statt, in denen die einzelnen Teilbereiche behandelt werden, wie in dieser Woche am Donnerstagnachmittag der Bereich ‚Soziales‘. Anschließend gab es zahlreiche Rücksprachen; zudem bereitete ich mich auf anstehende Gremiensitzungen vor.

Am Dienstagmorgen hatte ich eine Besprechung mit dem Bürgermeister der Gemeinde Merchweiler, Sebastian Maas, zu verschiedenen Themen – unter anderem einem Kita-Projekt, aber auch geplanten Maßnahmen an einer Kreisschule. Es war ein sehr guter Austausch. Im Anschluss bereitete ich mich mit Thomas Wagner, dem Geschäftsführer der WVO, auf die in der kommenden Woche anstehenden Gremiensitzungen – Zweckverband, Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung – vor.

Anschließend fanden gleich zwei Einbürgerungsfeierlichkeiten mit der Übergabe der Einbürgerungsurkunden im Historischen Sitzungssaal statt. Hier sage ich meinem Team der Kreispolizeibehörde vielen Dank für die umfangreichen Vorbereitungen. Gleichzeitig danke ich auch dem Team des Innenministeriums, das uns dabei unterstützt. Frau Pawlak, eine Mitarbeiterin des Innenministeriums, die eng und konstruktiv mit uns zusammenarbeitet, nahm dieses Mal an den Feierlichkeiten teil. 

Die Einbürgerung ist ein wichtiger Schritt für Menschen, die dauerhaft in Deutschland leben. Sie schenkt politische Teilhabe, rechtliche Sicherheit und gleiche Rechte wie allen anderen Bürgerinnen und Bürgern. Gleichzeitig ist sie ein starkes Zeichen gelungener Integration und ein Bekenntnis zu unseren demokratischen Werten. Daher ist es mir jedes Mal wichtig, die Einbürgerungsurkunden persönlich zu übergeben.

Am Nachmittag hatte ich dann die schöne Aufgabe, die Zuwendungsbescheide für unsere Begegnungsstätten im Landkreis Neunkirchen zu übergeben. Zuvor begeisterte der bekannte Autor Arno Meiser mit einem gewohnt kurzweiligen und lustigen Programm. Die Gäste waren begeistert.

Der Landkreis Neunkirchen stellt in diesem Jahr insgesamt 30.000 Euro zur Verfügung, und damit knapp 10.000 Euro mehr als im Jahr zuvor. Und das ist auch gerechtfertigt, denn immerhin wurden in diesem Jahr in den Altenbegegnungsstätten über 5.200 Stunden ehrenamtliche Arbeit erbracht. Glücklicherweise werden wir immer älter, für viele Seniorinnen und Senioren geht das zunehmende Alter aber häufig mit Einsamkeit daher. Die freiwilligen Helferinnen und Helfer organisieren Treffen, begleiten Angebote, gestalten Programme und schaffen dabei wichtige Orte der Gemeinschaft, die für viele ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger unverzichtbar sind. 

Derzeit gibt es im Landkreis 35 Anbieter mit insgesamt 40 Begegnungsstätten und Begegnungsräumen. Einige Träger verfügen nicht mehr über eigene Räumlichkeiten und greifen daher auf Cafés oder angemietete Räume zurück, um ihre Angebote weiterhin aufrechterhalten zu können: ein Ausdruck des großen Engagements und der Flexibilität, mit der hier das ganze Jahr über gearbeitet wird. Danke an alle, die dazu beitragen, diese wichtigen Angebote zu sichern.

Danach ging es zum Saarländischen Schulmuseum, bei dem ich nach Bürgermeister Holger Schäfer als zweiter Vorsitzender im Vorstand mitwirke. Bildungs- und Kulturministerin Christine Streichert-Clivot besuchte uns vor Ort, denn das Ministerium unterstützt das besondere Museum bereits seit vielen Jahren. Die pädagogisch-didaktische Leitung liegt bei Herrn Lars Jung vom Ministerium.

Der Abschluss meines Arbeitstages war der Auftakt zum 47. „Impression Musicale“, organisiert vom Illtal Gymnasium. Diese musikalische Veranstaltungswoche in Illingen ist längst ein fester Bestandteil des regionalen Veranstaltungskalenders und lädt jedes Jahr im November dazu ein, den grauen Monat etwas bunter zu machen. Ein abwechslungsreicher Mix verschiedenster Musikrichtungen erhält hier eine einzigartige Bühne. Und gleichzeitig wird hier etwas Gutes getan: Alle Künstlerinnen und Künstler verzichten zugunsten der Hilfsprojekte der Schul-AG ‚Aktion Palca‘ auf ihre Gage. Seit über 5 Jahrzehnten wird sich dafür einsetzt, Menschen in Ländern des globalen Südens eine Chance auf eine bessere Zukunft zu bieten – Hilfe zur Selbsthilfe im klassischen Sinne. Aber dieser Abend schenkt auch so viel mehr – ich zitiere hier aus meiner Rede: 

„Abende wir heute schenken uns Momente, in denen wir durchatmen können – Momente, in denen wir spüren, dass das Leben aus mehr besteht als nur Schlagzeilen und Termine, sondern aus Begegnungen, Gefühlen und Augenblicken, die uns wirklich berühren. Sie erinnern uns daran, dass Kreativität, Mitgefühl und Gemeinschaft die Kräfte sind, die eine Gesellschaft zusammenhalten.

Musik berührt uns dort, wo Worte allein manchmal nicht mehr reichen. Sie verbindet Generationen, Kulturen und Lebenswege und zeigt uns, dass trotz aller Unterschiede eine gemeinsame Harmonie möglich ist. 

Leonard Bernstein hat einmal gesagt:

„Das wird unsere Antwort auf Gewalt sein: Wir werden intensiver, schöner und hingebungsvoller musizieren als je zuvor.“

Dieser Gedanke trägt eine tiefe Wahrheit in sich: Musik kann ein kraftvoller Gegenpol zu Gewalt sein. Anstatt aufzugeben oder wütend zu werden, können wir durch Musik zeigen, wie stark Gemeinschaft und Kreativität sind. Gerade junge Menschen erfahren dabei, dass Engagement nicht nur eine Aufgabe, sondern eine Haltung ist: ein Beitrag zu einer Welt, in der wir einander zuhören und respektieren.

Am Mittwoch war ich leider krank und arbeitete zum Teil von zu Hause. Hier standen einige Rücksprachen und die E-Mail-Bearbeitung im Vordergrund.

Am Donnerstagmorgen begrüßte ich im Historischen Sitzungssaal des Landratsamtes Vertreterinnen und Vertreter des Innenministeriums als Oberste Katastrophenschutzbehörde sowie der Landkreise, des Umweltministeriums und des Landeskommandos Saarland zu einer Besprechung rund um den Katastrophenschutz. Bei meiner Begrüßung war es mir wichtig, für die gute Zusammenarbeit mit dem Land, den beteiligten Organisationen der Blaulichtfamilie, der Bundeswehr sowie dem DRK zu danken. Zugleich betonte ich die hohe Bedeutung eines funktionierenden Katastrophenschutzes in einer Zeit, in der Extremwetterereignisse, globale Krisen und neue sicherheitspolitische Herausforderungen zunehmend an Dynamik gewinnen.

Solche Besprechungen sind wichtig, denn abgestimmte Strukturen, klare Kommunikationswege und ein gemeinsames Verständnis von Verantwortung sind in Notfallsituationen essentiell. Nur wenn alle Ebenen Hand in Hand arbeiten, können wir im Ernstfall schnell, koordiniert und wirkungsvoll helfen.

Der Nachmittag stand dann ganz im Zeichen der Nachwuchsgewinnung: Es fanden die Vorstellungsgespräche für die Auszubildenden im Verwaltungsbereich statt. Mir ist es immer ein Anliegen, diese Gespräche selbst zu führen. Neben mir waren Vertreterinnen und Vertreter des Kreistages, des Personalrates, der Gleichstellungsstelle und des Personalamtes anwesend.

Am Nachmittag stellte meine Verwaltung den Teilhaushalt „Soziales“ vor – der offizielle Startschuss für die Haushaltsberatungen mit dem Kreistag für das Jahr 2025.

Heute konnte ich leider nicht arbeiten; auch am Wochenende kann ich keine Termine wahrnehmen, was ich sehr bedaure.

Ein Thema, zu dem ich mich gestern geäußert habe, sind die Planungen des Landes gemeinsam mit den beiden Trägern ‚Marienhaus‘ und ‚Diakonie‘ zur Neustrukturierung der Krankenhauslandschaft in den Landkreisen Neunkirchen und St. Wendel. Ich verweise hierzu auf meinen Post in den Sozialen Medien, der gestern heftig diskutiert wurde. Der Landkreis wird sich im Rahmen seiner Möglichkeiten aktiv in diesen Prozess einbringen. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass die angekündigten Veränderungen viele Menschen bewegen. Solche Umbrüche sind nie einfach. Letztlich geht es jedoch darum, unseren Gesundheitsstandort langfristig zu stärken und gleichzeitig die ambulante Versorgung im gesamten Landkreis nachhaltig zu sichern.

Ich danke an dieser Stelle dem Land für die konstruktiven Gespräche. Das letzte Wort haben jedoch die Träger.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende – vor allen Dingen viel Gesundheit.

Ihr

Landrat Sören Meng