Herausragendes Ehrenamt in unserem Landkreis

Liebe Blog-Leserinnen und Blog-Leser,

erneut verabschiedet sich diese Woche mit herrlichem Wetter. Ich hoffe, Sie hatten heute einen schönen Maifeiertag. Überall im Landkreis konnte man heute viel erleben. Auch ich war unterwegs und habe unsere Region in vollen Zügen genossen.

Doch nun zu meiner Woche:

Am Montagmorgen standen verwaltungsinterne Termine auf meiner Agenda. Danach besuchte ich einen Künstler aus dem Landkreis, der seit Jahrzehnten sehr erfolgreich arbeitet. Es handelt sich um Professor Sigurd Rompza der zu den international wichtigen Vertretern der konkreten Kunst zählt. Seit 1975 kann er auf über 550 Einzel- und Gruppenausstellungen zurückblicken. Seine Arbeiten sind in zahlreichen renommierten öffentlichen sowie namhaften privaten Sammlungen vertreten. Ich habe mich sehr darüber gefreut, Herrn Rompza in seinem schönen Atelier in Wiebelskirchen besuchen zu können. Seine Kunst ist auch für unsere Region von großer Bedeutung, daher habe ich mich sehr über die Einladung gefreut. Weitere Informationen zu seinem Werk finden sich im Internet.

https://rompza.de/

Danach ging es für mich nach Eppelborn-Humes. Dort wurde die neue Kita eingeweiht. Das ist ein bedeutender Meilenstein für die Gemeinde Eppelborn, aber auch für unseren Landkreis. Der Ersatzneubau nimmt offiziell zum 01.05.2026 seinen Betrieb auf. Die Gesamtbaukosten betragen 4,7 Millionen Euro, der Anteil des Landkreises lag bei rund 1,7 Millionen Euro. Gefördert wurde das Projekt von der Gemeinde Eppelborn, in deren Besitz sich die Einrichtung befindet, sowie vom Ministerium für Bildung und Kultur im Saarland. Betrieben wird die Einrichtung von der katholischen Kita Ggmbh. Mit dieser Maßnahme konnte das Betreuungsangebot in der Gemeinde weiter ausgebaut und verbessert werden. Darüber hinaus wurde erstmals eine Landkreisgruppe in Betrieb genommen. Das bedeutet, dass wir hier aktiv an der Platzvergabe mitwirken können und diese Gruppe auch investiv stärker finanzierten.  Der Bürgermeister Dr. Andreas Feld sprach vom „Humeser Modell“. Dem kann ich mich nur anschließen, denn weitere Projekte dieser Art sind bereits geplant. In meinem Grußwort betonte ich die Wichtigkeit dieser Maßnahme.

Es gibt Momente im politischen Alltag, die mehr sind als Termine im Kalender. Momente, die bleiben. Momente, die zeigen, warum wir Verantwortung tragen. Heute ist ein solcher Moment.

Denn heute geht es um unsere Zukunft – und diese Zukunft steht nicht irgendwo abstrakt vor uns. Sie sitzt hier. Sie lacht, sie spielt, sie entdeckt die Welt mit neugierigen Augen: unsere Kinder.

Endlich ist der Neubau dieser Kindertagesstätte in Humes Wirklichkeit geworden. Ich erinnere mich noch gut an den Spatenstich. Damals war es eine Idee, ein Plan, ein gemeinsamer Wille. Heute stehen wir hier – und sehen, was entstehen kann, wenn viele an einem Strang ziehen.

Und genau das erfüllt mich mit großer Dankbarkeit.

Dank an alle, die dieses Projekt möglich gemacht haben: die geplant, gerechnet, gebaut und entschieden haben. Aber vor allem: die daran geglaubt haben. Denn solche Projekte brauchen mehr als Geld – sie brauchen Überzeugung, Mut und Herz.

Lieber Andreas, lieber Herr Bürgermeister Dr. Feld, mein besonderer Dank gilt dir und allen Verantwortlichen im Orts- und Gemeinderat. Ihr habt Verantwortung übernommen, Entscheidungen getroffen und euch für diesen Weg stark gemacht. Aber auch Dankeschön an unser Bildungsministerium und an Dich liebe Christine, das Land unterstützt hier seit Jahren in besonderem Maße.

4,7 Millionen Euro wurden hier investiert. 1,7 Millionen Euro davon durch den Landkreis Neunkirchen. 

Aber lassen Sie mich eines sagen: 

Der wahre Wert dieses Hauses lässt sich nicht in Zahlen ausdrücken. Er zeigt sich in den Chancen, die hier entstehen. In den Möglichkeiten, die wir unseren Kindern eröffnen.

Zum ersten Mal haben wir hier auch eine kreiseigene Gruppe eingerichtet – eine Antwort auf den steigenden Bedarf. Eine Antwort auf unsere Zeit. Denn, um es mit Willy Brandt zu sagen:

„Jede Zeit braucht ihre eigenen Antworten.“

Und genau diese Antwort geben wir heute hier in Humes.

Dieser Ort wird künftig mehr sein als nur ein Gebäude. Er wird ein Ort des Lachens sein. Ein Ort des Lernens. Ein Ort, an dem Freundschaften entstehen, an dem Vertrauen wächst und an dem Kinder ihren ersten großen Schritt in die Welt machen.

Wir alle wissen: Frühkindliche Bildung legt das Fundament für alles, was kommt. Und wir wissen auch: Gute Räume schaffen gute Möglichkeiten. Im Vergleich zum Altbau ist das hier ein echter Quantensprung – aber vor allem ist es ein Versprechen.

Ein Versprechen an unsere Kinder.

Ein Versprechen an die Familien.

Ein Versprechen an die Zukunft.

Ich wünsche dem gesamten Team, dem Träger, den Eltern und vor allem euch, liebe Kinder, dass ihr diesen Ort mit Leben, mit Lachen und mit Neugier füllt.

Denn am Ende geht es genau darum.

Im Anschluss fand die Redaktionssitzung für das neue Kreisbuch statt. Hier arbeitet erneut ein ehrenamtliches Gremium daran, spannende Fakten aus der Geschichte des Landkreises zusammenzutragen. Pünktlich zum Spätherbst ist geplant, dieses Buch, mittlerweile bereits Nummer 4, zu präsentieren.

Am Dienstagmorgen tauschte ich mich mit dem Leiter der Kreispolizeibehörde, Alexander Koch, über den Katastrophenschutz aus. Geplant ist, im Juni eine Woche des Bevölkerungsschutzes auszurufen. Mehr möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten. Ziel ist es, die Bürgerinnen und Bürger für die Belange des Katastrophenschutzes zu sensibilisieren.

Danach fanden die Einbürgerungsfeierlichkeiten im historischen Sitzungssaal statt. 

Am Nachmittag besuchte mich der Regionalbeauftragte der RAG, Michael Drobniewski. Thema war unter anderem die Abschaltung der Pumpen zur Förderung des Grubenwassers, was erhebliche Auswirkungen auf die sogenannten Wassergärten am Erlebnisort Reden haben wird. Hiermit haben wir uns auch in einer Sondersitzung der IKS befasst. Doch dazu später mehr.

Den Abschluss des Tages bildete die glanzvolle Verleihung des Ehrenamtspreises 2026 sowie des Nachhaltigkeitsawards der Sparkasse Neunkirchen. Mit viel Applaus, bewegenden Momenten und großer Wertschätzung wurde am Dienstagabend im Schlosstheater Ottweiler der Ehrenamtspreis des Landkreises verliehen. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, mit wie viel Herzblut, Zeit und Leidenschaft sich Menschen in ihrer Freizeit für andere einsetzen.

Insgesamt wurden 16 Projekte eingereicht. Platz 1 belegte das Projekt „Ping-Pong-Parkinson“ Heiligenwald, das Sporttherapie und Gemeinschaft verbindet. Platz 2 ging an die Kinder- und Jugendarbeit im Trampolinturnen des TuS Fireflies Spiesen. Den dritten Platz erreichte die Weihnachtswunschzettelaktion der Vereinigung der Heiligenthaler Wirte. Ein weiterer dritter Platz ging an den Dorftreff Wellesweiler, der einen lebendigen Begegnungsort für alle Generationen mit starkem Gemeinschaftssinn in der Ortsmitte geschaffen hat.

Die Preisgelder in Höhe von insgesamt 1.750 Euro wurden dankenswerterweise von der Sparkasse Neunkirchen bereitgestellt. Für einen stimmungsvollen Abend sorgten Moderator Nicolas Schneider, Zauberer Kalibo sowie die Evolution Lady Singers, die das Publikum begeisterten.

Die Gewinner des zweiten Nachhaltigkeitsawards waren: Platz 1 die Lebensmittelrettung Saar, der Förderverein der Palotti-Schule Neunkirchen, der Förderverein Kita Auenland sowie der Förderverein Kita Lehbesch, beide aus Ottweiler.  Einen Publikumspreis erhielt das Flipper-Museum Saargade e.V.

Die Jury bestand neben mir aus dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Neunkirchen, Jörg Welter, der Leiterin des Kreisjugendorchesters Neunkirchen, Claudia Wälder-Jene, Meike Tatay vom BUND sowie Marie-Luise Herber und Sebastian Brüßel, beide aus dem Kreistag und für das Ehrenamt zuständig.

Ich danke allen, die diesen Abend organisierten, allen voran dem Leiter unserer Ehrenamtsbörse, Dr. Matthias Schilhab. Darüber hinaus war ein Landkreisteam und ein Team der Sparkasse vor Ort, damit der Abend reibungslos verlief und wir gute Gastgeber waren.

Am Mittwochmorgen besuchte ich die sogenannte „Taskforce Wohnen“ für das Quartier Neunkirchen Innenstadt. Diese Gruppe wurde im Rahmen des Projektes Perspektivquartier Neunkirchen gegründet, an dem wir neben dem Ministerium, der Kreisstadt und weiteren Institutionen als Projektpartner beteiligt sind. Es geht darum, für die Bürgerinnen und Bürger, die dort leben, gemeinsam Perspektiven zu schaffen. Dies umfasst soziale Kriterien, Sozialarbeit, aber auch das Engagement für eine bessere Wohnsituation in der Innenstadt. Es war ein sehr interessanter Austausch. Vielen Dank an alle, die sich hier einbringen.

Im Anschluss nahm ich an einer verwaltungsinternen Fortbildung teil. Danach fand die Vorbesprechung für die in Kürze stattfindende VSE-Aufsichtsratssitzung statt.

Am Nachmittag besuchte ich die Bäckerei Abendbrot, einen neuen Partnerbetrieb der Regionalmarke. In der Backstube „Abendbrot" wird Backen noch so praktiziert, wie es sein soll: mit Hingabe, Geduld und echtem Handwerk. Inhaber Heiko Lauermann und seine Frau setzen auf lange Teigführungen, sorgfältige Handarbeit und bewusst ausgewählte, möglichst regionale Zutaten – Qualität geht vor Quantität, und das merkt man bei jedem Bissen. Dieses Bekenntnis zur Handwerkskunst ist zugleich eine Haltung: Wer regional einkauft, stärkt lokale Lieferketten, reduziert Transportwege und trägt zur Wertschöpfung in der Region bei. Genau diese Verbindung aus Handwerk, regionaler Verantwortung und kompromissloser Qualität macht „Abendbrot" zu einem Betrieb, auf den der Landkreis stolz sein kann – und zu einem Partner der Regionalmarke, der für Authentizität, Verlässlichkeit und die Überzeugung steht, dass gute Dinge Zeit brauchen.

 Im Anschluss fand dann eine Sondersitzung des IKS-Aufsichtsrates statt. Hier ging es um die Zukunft und Weiterentwicklung der sogenannten Wassergärten am Erlebnisort Reden. Hintergrund ist die Abstellung des sogenannten Grubenwassers, die für die kommende Woche geplant ist. Dadurch fällt der sogenannte Mosesgang trocken, da kein warmes Wasser mehr gefördert werden kann. Alle Beteiligten arbeiten daran, eine Nachnutzung dieses touristisch wichtigen Geländes zu entwickeln. Auch das Land hat hierfür umfangreiche Mittel in Aussicht gestellt. Hierzu wurde auch eine Pressemeldung veröffentlicht, die ich an dieser Stelle zitieren möchte.

Wassergarten Reden wird neu gestaltet

Die Landesregierung erarbeitet derzeit mit allen beteiligten Partnern ein Zukunftskonzept zur Nutzung des Wassergartens am Erlebnisort Reden. Im Fokus stehen dabei notwendige Arbeitsschritte nach Abschalten der Pumpen, Verbesserungen bei Erreichbarkeit und Barrierefreiheit sowie neue Impulse für den gesamten Standort. 

Als Bestandteil des Grubenwasserkonzeptes für das Saarland stellt die RAG Aktiengesellschaft (RAG) am Dienstag, 5. Mai, den Pumpbetrieb der Wasserhaltung am Standort Reden ein. Damit fallen die bisherigen Wasserflächen und Wasserfälle im Wassergarten naturgemäß trocken. Was dort künftig umgesetzt wird, wird gemeinsam mit dem Zweckverband Erlebnisort Reden auf Grundlage der vorliegenden Studien konkret entwickelt und abgestimmt.

Der Rückbau des Wassersystems erfolgt schrittweise und unter ökologischer Begleitung. Der Schutz von Flora und Fauna hat dabei höchste Priorität. Die Maßnahmen erfolgen in enger fachlicher Abstimmung, um ökologische Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Zunächst werden Fische kontrolliert abgefischt und in geeignete Lebensräume umgesiedelt. Anschließend werden die verbliebenen Wasserbereiche fachgerecht zurückgeführt und die Becken von Schlamm und Ablagerungen gereinigt. 

Die IKS GmbH hat eine technische und eine touristische Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um das touristische Potenzial der Neugestaltung des Areals voll auszuschöpfen. Daraus entsteht die Chance, den Standort nachhaltig zu stärken und als modernen Erlebnisraum mit Natur, Kultur und Tourismus langfristig weiterzuentwickeln. Parallel wird ein Pop-up-Konzept, das kurzfristig neue kulturelle und kreative Nutzungen ermöglicht gemeinsam mit landesnahen Einrichtungen der Kreativwirtschaft und unter Einbindung des Standortmanagements entwickelt. Langfristig könnte zum Beispiel Urban Art im Einklang mit den Erfordernissen des Denkmalschutzes zu einem Element der touristischen Weiterentwicklung werden.

Aufzug wird saniert

Im Zuge der grundlegenden Neuausrichtung ist ein wesentlicher Schritt zur Barrierefreiheit bereits beschlossen: Eine neue Aufzuganlage wird installiert. Die bestehende Anlage war in der Vergangenheit wegen wiederkehrender Störungen im Jahr 2025 außer Betrieb genommen worden. Installation und Inbetriebnahme werden voraussichtlich rund eineinhalb Jahre dauern.

Ziel ist es, auch während dieser Übergangsphase einen möglichst niederschwelligen und gut nutzbaren Zugang für mobilitätseingeschränkte Personen sicherzustellen. Zur Überbrückung sollen die bestehenden Zugänge über die Parkplätze sowie die treppenfreie Zuwegung verbessert und barriereärmer gestaltet werden.

Hintergrund: 

Die Industriekultur Saar GmbH ist eine Gesellschaft mit mehreren öffentlichen Gesellschaftern. Neben dem Saarland sind der Landkreis Neunkirchen, der Regionalverband Saarbrücken sowie die Gemeinde Quierschied beteiligt. Die Steuerung erfolgt über Geschäftsführung und Aufsichtsrat, in dem alle Gesellschafter vertreten sind.

Der Standort Reden ist Teil eines bedeutenden touristischen und industriekulturellen Gesamtensembles im Landkreis Neunkirchen. Neben dem Wassergarten zählen auch weitere Entwicklungsflächen und Veranstaltungsorte zum Umfeld des Erlebnisorts Reden.

Der Standort wird regelmäßig für Veranstaltungen, kulturelle Formate und touristische Angebote genutzt. Ziel aller Projektpartner ist es, auch nach der Neugestaltung ein attraktives Ausflugsziel für Jung und Alt am Standort Reden zu erhalten, das vielfältig nutzbar bleibt, insbesondere auch für etablierte Formate wie etwa die stark besuchte FaRK und andere serielle Angebote. 

Die Entscheidungsfindung zu Investitionen und Weiterbetrieb erfolgt unter Abwägung von Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Standortentwicklung gemeinsam mit den Partnern vor Ort.

Gestern Morgen fand eine interne Besprechung mit dem Team unserer Unteren Bauaufsicht statt. Hier ging es um verschiedene Themen. Im Anschluss war Schreibtischarbeit angesagt. Am Nachmittag fand noch eine Besprechung mit unserem Rechnungsprüfungsamt statt.

Liebe Blog-Leserinnen und Blog-Leser, ich wünsche Ihnen noch einen schönen 1. Mai. Einige von Ihnen werde ich vielleicht am kommenden Sonntag bei der Landratswanderung sehen. Hier werden wir schöne Wege rund um Heinitz erkunden. Die Wanderung ist bereits ausgebucht. Vielen Dank für das große Interesse.

Alles Gute, genießen Sie das schöne Wetter.

Ihr Landrat

Sören Meng