Frühlingswetter und Bernsteinkunst
Liebe Blogleserinnen und Blogleser,
mein Blog musste leider krankheitsbedingt in der vergangenen Woche eine Pause einlegen. Umso froher bin ich, dass ich in dieser Woche wieder im Dienst sein konnte.
Die vergangenen Tage waren erneut geprägt von den Ereignissen rund um die NVG, über die ich in den letzten Monaten immer wieder berichtet habe. Auch von zu Hause aus musste ich Anfragen der Presse beantworten und habe mich regelmäßig mit meiner Verwaltung sowie mit der Geschäftsführung der NVG ausgetauscht. Übernächste Woche ist eine Sondersitzung des Kreistages geplant, bei der sowohl die von uns als auch die vom Aufsichtsrat beauftragte Gesellschaft TENEO ihre ersten Erkenntnisse vorstellen wird.
Doch nun zu meiner Woche:
Der Montag begann mit zahlreichen Rücksprachen und Schreibtischarbeit. Danach fanden in Neunkirchen die Sitzungen des Kreditausschusses sowie des Verwaltungsrates der Sparkasse Neunkirchen statt. Beide Sitzungen waren nicht öffentlich.
Apropos Sparkasse: Das neue Verwaltungsgebäude in der Neunkircher Innenstadt wächst derzeit unaufhörlich. Das erste Geschoss befindet sich bereits im Bau. Auch für mich ist es spannend zu erleben, wie aus einem Projekt, das man zunächst nur aus Planungen kannte, nach und nach Wirklichkeit wird.
Am Dienstagmorgen tagten die Führungskräfte der Kreisverwaltung. Am Nachmittag fand die Kuratoriumssitzung der Alex-Deutsch-Stiftung statt. Ein Tagesordnungspunkt war die Rückschau auf die Verleihung des dritten Alex-Deutsch-Preises im vergangenen Jahr. Darüber hinaus wurden auch neue Themenfelder besprochen.
Die Alex-Deutsch-Stiftung wurde gegründet, um an das Wirken von Alex Deutsch zu erinnern, der im Jahr 2011 verstarb. An ihn erinnert auch die Alex-Deutsch-Schule in Neunkirchen-Wellesweiler, in der es zudem einen Raum der Begegnung gibt. Ich danke allen Kuratoriumsmitgliedern für ihr großes ehrenamtliches Engagement.
Anschließend ging es nach Spiesen-Elversberg, wo der Philologenverband des Saarlandes sein 75-jähriges Jubiläum feierte. Neben unserer Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot richtete auch ich einige Grußworte an die zahlreichen Gäste.
Dabei zitierte ich Nelson Mandela, der einmal feststellte:
„Bildung ist die mächtigste Waffe, die du verwenden kannst, um die Welt zu verändern.“
75 Jahre Philologenverband des Saarlandes stehen genau für diese Überzeugung. Bildung ist kein Nebenschauplatz staatlichen Handelns – sie ist der Kern unserer Zukunftsfähigkeit.
Als Schulträger im Landkreis Neunkirchen tragen wir Verantwortung für unsere vier Gymnasien: starke, profilierte Schulen mit engagierten Kolleginnen und Kollegen und einer klaren pädagogischen Haltung. Sie sind feste Größen in der Bildungslandschaft unseres Kreises und weit darüber hinaus. Hier werden junge Menschen nicht nur auf Prüfungen vorbereitet, sondern auch auf Verantwortung.
Wir erleben, dass die Wahlmöglichkeiten für junge Menschen heute vielfältiger sind denn je: unterschiedliche Schulformen, berufliche Wege und akademische Optionen. Das ist Ausdruck eines modernen und durchlässigen Bildungssystems. Diese Vielfalt begrüßen wir ausdrücklich. Aber Vielfalt braucht Qualität – und Qualität braucht Verlässlichkeit.
Deshalb bleibt das Gymnasium eine tragende Säule unseres Systems. Es steht für vertiefte Allgemeinbildung, wissenschaftsorientiertes Arbeiten, sprachliche Präzision und analytisches Denken. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche ist diese Form der Bildung unverzichtbar.
Den Abschluss meines Arbeitstages bildete die Sitzung der SPD-Kreistagsfraktion.
Am Mittwochmorgen gratulierte ich einer langjährigen Mitarbeiterin zu ihrem 40-jährigen Dienstjubiläum. Anschließend ging es zur Ganztagsgemeinschaftsschule Neunkirchen. Dort ehrte ich gemeinsam mit der Bildungsministerin die Cheerleader-Mannschaft der Schule.
Es ist kaum zu glauben: Die Cheerleader aus Neunkirchen erreichten bei der Weltmeisterschaft in Orlando (USA) einen beachtlichen zweiten Platz. Daher war es uns ein großes Anliegen, diese Leistung zu würdigen. Mit ihrem Erfolg haben sich die Athletinnen nicht nur selbst belohnt – sie haben ihre Schule, ihre Familien und die gesamte Region hervorragend vertreten.
Sie haben vielen jungen Menschen gezeigt, dass große Ziele erreichbar sind, wenn man an sich glaubt und gemeinsam daran arbeitet. Solche Erfahrungen geben Kraft und Selbstvertrauen und bleiben ein Leben lang.
Deshalb gratuliere ich auch an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich zu dieser großartigen Leistung und wünsche weiterhin viel Erfolg. Alle Beteiligten können wirklich stolz auf sich sein.
Mein Dank gilt der gesamten Schulgemeinschaft sowie den zahlreichen Sponsorinnen und Sponsoren, ohne deren Engagement die Reise in die USA nicht möglich gewesen wäre. Ebenso danke ich den Trainerinnen für ihre großartige Arbeit.
Um die Mittagszeit fand die Vorbesprechung zur Aufsichtsratssitzung der VSE statt, die in der kommenden Woche tagt. Anschließend tauschte ich mich mit dem Merchweiler Bürgermeister Sebastian Maas sowie den Kreistagsvertretern zu verschiedenen Themen aus.
Am Donnerstag nahm ich an einer ganztägigen Schulung teil. Zwischendurch fand der Jour-Fixe zum „Erlebnisort Reden“ mit Bürgermeister Cedric Jochum und Standortmanager Eric Schneider statt.
Am Nachmittag tagte der Kreisausschuss. Neben einem öffentlichen Teil wurde dort auch die in zwei Wochen stattfindende Kreistagssitzung vorbereitet.
Im öffentlichen Teil ging es unter anderem um Fördermaßnahmen des Diakonischen Werkes, einen Zuschuss an den Demenzverein Neunkirchen, Maßnahmen im Bereich Arbeitsgelegenheiten sowie weitere Zuschüsse für soziale Projekte. Die Förderung des sogenannten zweiten Arbeitsmarktes ist sehr wichtig – auch darüber habe ich an dieser Stelle bereits mehrfach geschrieben.
Heute Morgen fand der zweite Teil der Fortbildung statt. Zuvor tauschte ich mich mit dem Oberbürgermeister sowie den Bürgermeistern des Landkreises über verschiedene aktuelle Themen aus.
Morgen Vormittag besuche ich das Saarpark-Center, wo bereits zum zweiten Mal der Markt unserer Regionalmarke stattfindet. Die Premiere dieser Veranstaltung am vergangenen Samstag wurde hervorragend angenommen.
Danach geht es für mich zur Eröffnung der Skatehalle des Diakonischen Werkes in Wiebelskirchen. Diese Skatehalle wurde durch das Pfingsthochwasser im Jahr 2024 zerstört und nun neu aufgebaut. Vielen Dank an alle, die sich hier engagiert haben.
Am Sonntag bin ich bei der Finissage der gut besuchten Ausstellung von Walter Bernstein in der Städtischen Galerie zu Gast. Dort werde ich zum Künstler Walter Bernstein interviewt.
Liebe Blogleserinnen und Blogleser,
ich wünsche Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende bei frühlingshaftem Wetter.
Ihr Landrat
Sören Meng


