Adventstreiben und Sondersitzung

Lieber Blogleserinnen und Blogleser,

am Sonntag ist schon der zweite Advent. Es geht also mit großen Schritten auf das Jahresende und vor allen Dingen auf Weihnachten zu. Auch bei mir häufen sich im Moment – wie in jedem Jahr – die Termine, und ich bin gefühlt nonstop unterwegs.

Doch nun zu meinem Wochenrückblick: Der Montag begann mit der Sitzung des Sparkassenzweckverbandes, der in Saarbrücken tagte. Am Nachmittag fand dann der Schul- und Bauausschuss statt, der sich mit den Planungen für das kommende Jahr beschäftigte. Derzeit wird der Haushalt vorbereitet, und das Team unserer Schul- und Bauverwaltung stellte den Ausschussmitgliedern die geplanten Maßnahmen für 2026 vor. So viel kann ich schon verraten: Fast an jeder Schule sind Maßnahmen geplant.

Das ist unser Anspruch als Schulträger, dass wir für unsere weiterführenden Schulen beste Voraussetzungen schaffen, damit die Kinder und Jugendlichen optimal gefördert werden können.

Und wenn ich von Baustellen und Maßnahmen an unseren Schulen spreche, dann muss ich natürlich in diesem Zusammenhang auch die größte Baumaßnahme des Landkreises erwähnen: die Gemeinschaftsschule Neunkirchen Stadtmitte, die künftig Seiji Kimoto Gemeinschaftsschule Neunkirchen heißen wird. Sie wird mit dem neuen Schuljahr 2026/27 ihre Türen öffnen. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren, damit alles rechtzeitig fertig wird. An dieser Stelle herzlichen Dank an alle Beteiligten und Firmen für ihre Tatkraft und natürlich auch an unsere Bauverwaltung für ihr Engagement.

Den Abschluss meines Arbeitstages bildete die Teilnahme an der Sitzung der SPD-Fraktion im Kreistag.

Am Dienstag gratulierte ich einer Mitarbeiterin zu ihrem 40-jährigen Dienstjubiläum. Im Anschluss tauschte ich mich mit der Geschäftsführerin des Jobcenters, Christina Arend, zu verschiedenen Themen aus. Dann ging es nach Saarbrücken, wo die VSE ihre Aufsichtsratssitzung durchführte. Diese Sitzung ist bekanntlich nicht öffentlich, daher kann ich an dieser Stelle nicht mehr dazu schreiben.

Am Nachmittag tagte der Kreditausschuss der Sparkasse Neunkirchen, bevor sich im Anschluss der Verwaltungsrat der Sparkasse Neunkirchen traf. Beide Sitzungen werden traditionsgemäß von mir geleitet.

Am Mittwochmorgen hatte ich die schöne Aufgabe, einen Beamten der Kreisverwaltung zu befördern. Im Anschluss gratulierte ich zwei langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu ihrem Dienstjubiläum.

Und mit Dienstjubiläen gibt es auch weiter: Am Nachmittag würdigte ich die Jubilare des Jahres 2025 und verabschiedete offiziell die Ruheständler der Kreisverwaltung. Es war eine sehr schöne Veranstaltung, die von Nino Deda mit Eigenkompositionen musikalisch umrahmt wurde. Ich nahm die Gelegenheit zum Anlass, mich bei allen herzlich für ihr Engagement, ihren Tatendrang und auch ihre Treue zu bedanken. In einem kleinen Rückblick schaute ich auf die Kreisverwaltung der vergangenen 40 bzw. 25 Jahre zurück. Es ist schon erstaunlich, wie sich die Arbeitswelt, in Hinblick auf die Technik, aber auch unsere Gesellschaft und die damit verbundenen Herausforderungen in dieser Zeit verändert haben. Eins ist jedoch gleich geblieben: Die Bürgerinnen und Bürger können sich auf ihre Kreisverwaltung verlassen.

Am Donnerstagmorgen fand in Bexbach die Verbandsversammlung des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF Saar) statt. Am Nachmittag tauschte ich mich mit Bürgermeister Cedric Jochum und dem Standortmanager des Erlebnisortes Reden, Eric Schneider, zu verschiedenen Themen rund um den Erlebnisort aus. Danach fand die Sitzung des Ausschusses für Natur und Umwelt statt. Dieser Ausschuss tagt nicht öffentlich und berät die Planungen für das Haushaltsjahr 2026. Unter anderem ging es um die Förderung des Gartenbaus, um die Landwirtschaft sowie um geplante Investitionen in den verschiedenen Bereichen.

Im Anschluss fand eine Sondersitzung des Kreistages zur aktuellen Gesundheitsversorgung im Landkreis Neunkirchen und zu den Krankenhausplanungen des Ministeriums statt. Dem Wunsch nach dieser Sondersitzung sind wir gerne nachgekommen. An der Sitzung nahmen auch der zuständige Minister Dr. Magnus Jung sowie Vertreterinnen und Vertreter der beiden Träger Kreuznacher Diakonie und Marienhaus teil. Zu Beginn äußerte ich mich zur aktuellen Lage; dieses Statement zitiere ich hier: 

„Meine Damen und Herren,
heute Abend geht es um etwas Elementares: 

um die medizinische Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Neunkirchen. 

Ein Thema, das mich seit Jahren begleitet und dessen Bedeutung für unsere Region so wichtig ist.

Ich danke heute ausdrücklich Gesundheitsminister Dr. Jung, dass er den Oberbürgermeister und mich über Planungsstände kontinuierlich und vertraulich informiert hat.
Die Entscheidung über die zukünftige Krankenhausstruktur wird im Rahmen der Krankenhausplanung durch das Land gemeinsam mit den Trägern getroffen. Auch wenn Landkreis und Kreistag hierbei keine formale Zuständigkeit haben, tragen wir dennoch eine gemeinsame Verantwortung: nämlich sicherzustellen, dass sich die Menschen im Landkreis Neunkirchen auch in Zukunft auf eine gute ambulante und stationäre Versorgung verlassen können. 

Hier wollen und werden wir uns mit der Kreisstadt gemeinsam einbringen, dies hat auch der Oberbürgermeister auch in der letzten Woche betont.


Wir haben zwei Träger, die seit vielen Jahren hervorragende Arbeit leisten. 

Das verdient Respekt, Anerkennung und unseren ausdrücklichen Dank.

In den vergangenen Tagen wurde viel gesagt, geschrieben und behauptet – in der Öffentlichkeit, in der Presse, auf Kundgebungen und im Internet. Dazu möchte ich klar sagen: 

Es wurden keine bestehenden Angebote der beiden Träger von meiner Seite infrage gestellt:

Im Gegenteil: Ich weiß sehr genau, wie engagiert die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Tag für Tag arbeiten. Deshalb irritierten mich manche Aussagen sehr. Und ich glaube: Wir alle sollten in heutiger Zeit etwas abrüsten – auch verbal. Ziel muss eine zukunftssichere medizinische Versorgung sein. Und hierzu hatten der Oberbürgermeister und ich uns grundsätzlich geäußert.

Der Gesundheitsminister hat die Öffentlichkeit über mögliche Pläne zur Krankenhausstruktur informiert. Ziel ist eine bedarfsgerechte Versorgung und der Abbau von Doppelstrukturen. 

Darüber hinaus wurde auch eine mögliche Verlagerung des Standortes Kohlhof genannt – ein Gedanke, der uns allen weh tut, gerade wegen der Bedeutung für die kinder- und jugendmedizinische Versorgung mit Geburtsklinik und der langen Geschichte dieses Hauses, auch als ehemaliges Kreiskrankenhaus. 

Doch ich möchte den Trägern nicht vorgreifen. Dies könnte Teil des Reformpaketes sein. Letztlich können diese Entscheidungen nur gemeinsam mit dem Land und den Trägern getroffen werden.


Wichtig ist mir eines: Das Land will rund 100 Millionen Euro in den Standort Neunkirchen investieren. 

Diese angekündigte Summe ist historisch hoch und stärkt unseren Kreis nachhaltig. Denn es geht für unsere Bürger um das Vertrauen in eine moderne medizinische Versorgung.

Als Landrat liegt mir am Herzen, dass wir ausreichend Kapazitäten für die Menschen haben – hausärztlich, kinderärztlich wie stationär, in unserer Kreisstadt und darüber hinaus.
Denn durch die vielfältigen Diskussionen um die Versorgungssicherheit in unserem kleinen Bundesland wissen wir, dass wir neue, tragfähige Strukturen brauchen.
Ich bin zuversichtlich, dass Land und Träger gemeinsam eine Lösung finden werden, die unserem Landkreis eine gute Perspektive eröffnet.“

 

Am Freitagmorgen stand wieder Schreibtischarbeit sowie zahlreiche Rücksprachen auf der Agenda, dann ging es zu unserem Freizeitzentrum Finkenrech. Auch in diesem Jahr drehe ich ein kleines Weihnachtsvideo. Dabei versuche ich von Jahr zu Jahr andere Schwerpunkte zu legen und die Schönheit unseres Landkreises in seinen unterschiedlichen Formen zu zeigen. Das ganze Jahr über wird die Anlage liebevoll von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landkreises und von Ehrenamtlichen gepflegt, damit wir in unserem oft stressigen Alltag auch mal Erholung und eine kleine Auszeit finden. 

Morgen bin ich bei der Eröffnung des traditionellen Nikolausmarktes in Hirzweiler zu Gast. Ich freue mich schon sehr darauf, in das weihnachtliche Ambiente einzutauchen.

Ich wünsche Ihnen an dieser Stelle einen schönen, gemütlichen und stimmungsvollen zweiten Advent.

Ihr

Sören Meng