Zwischen Aufstiegsfeier und Vorfreude auf Pfingsten

Lieber Blog-Leserinnen und Blog-Leser,

mit sommerlichen Temperaturen geht es Richtung Pfingsten. Wir freuen uns uns sicherlich alle darauf, und auch ich freue mich auf wenige Tage zum Krafttanken. Diese Woche war prall gefüllt mit Terminen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Da ich heute noch sehr getaktet bin, fällt mein Blog diesmal etwas kürzer aus.

Der Montag begann mit dem verwaltungsinternen Jour fixe mit den Dezernenten und Dezernentinnen. Im Anschluss ging es zum Empfang des Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Neunkirchen, Jörg Welter, der seinen 60. Geburtstag feierte. Da war es natürlich für mich als Verwaltungsratsvorsitzender eine Ehrensache, den Jubilar zu würdigen.

Vor 40 Jahren begann die Karriere von Jörg Welter mit einer Ausbildung bei der Sparkasse. Mit Gestaltungswillen und Leidenschaft ist es ihm gelungen, heute Vorstandsvorsitzender zu sein. Seit 2023 führt er dies gemeinsam mit seinem Vorstandsmitglied Patrick Rammo; zuvor arbeitete er mit Markus Groß im Team.

Wenn man auf seinen beruflichen Weg blickt, merkt man sehr schnell, dass Jörg Welter für seine Mitarbeitenden, für seine Kolleginnen und Kollegen, aber auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer ein verlässlicher Orientierungspunkt, Kursgeber und Taktgeber war. Er ist ein Mensch, der Dinge bewegen will, der Menschen zusammenführen kann, der nicht laut führt und nicht dominant auftritt, sondern mit Menschlichkeit, Klarheit und Haltung überzeugt. Er hat immer verstanden, Verantwortung zu übernehmen und zu gestalten, um gemeinsam etwas aufzubauen.

Eines war und ist ihm dabei immer wichtig gewesen: Nie steht das „Ich“ im Mittelpunkt – es sind immer die Menschen, die gemeinsam etwas bewegen, die gestalten, Ideen tragen und Veränderungen möglich machen. Er hat den Wandel aktiv mitgestaltet – die Entwicklung zur Multikanal-Sparkasse, jetzt den aktuellen Neubau der Hauptstelle und vor allem eine Sparkasse, die modern denkt und dennoch nah bei den Menschen ist.

Darüber hinaus setzt er sich ehrenamtlich bei der Lebenshilfe sowie als Vorsitzender des Verkehrsvereins ein. Er hat eine Leidenschaft für Kultur, Sport und gesellschaftliches Leben. Solche Menschen sind wichtig. Ich freue mich auf unsere weitere Zusammenarbeit.

Der Nachmittag stand dann ganz im Zeichen der Schreibtischarbeit.

Der Montagabend stand ganz im Zeichen des Fußballs, denn einen Tag zuvor hat die SVE das Unglaubliche geschafft und wird in der kommenden Saison in der Bundesliga spielen. Es war ein packendes Spiel, das ich live im Stadion verfolgen konnte. Am Montagabend hatte Bürgermeister Bernd Huf zu einem großen Empfang vor dem Rathaus eingeladen. Das THW hatte extra einen Balkon angebaut, sodass die Mannschaft mit allen Verantwortlichen gebührend empfangen werden konnte.

Es war mir eine große Ehre, dass ich die beeindruckende Mannschaft in das Goldene Buch unseres Kreises eintragen konnte. Auch die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger war vor Ort und feierte mit. Es ist unglaublich, was sich in den letzten Tagen in puncto Fußball im Landkreis Neunkirchen bewegt hat. Überall werde ich darauf angesprochen. Es ist wirklich eine unglaubliche Geschichte. Ein Märchen wurde wahr. Unserer SVE alles Gute!

Am Dienstagmorgen fand eine Besprechung mit Umweltstaatssekretär Sebastian Thul zu unterschiedlichen Themen im Ministerium in Saarbrücken statt. Anschließend nahm ich die Einbürgerungsfeierlichkeiten vor.

Am Nachmittag stand die Trägerversammlung des Jobcenters auf meiner Agenda. Hier wurden viele Themen rund um den Arbeitsmarkt, der derzeit etwas angespannt ist, behandelt. Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit tragen wir schon seit Jahren Verantwortung für unser Jobcenter. Es ist eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, die ich sehr schätze.

Den Abschluss meines Arbeitstages stellte die Teilnahme an der Fraktionssitzung der SPD-Kreistagsfraktion dar.

Am Mittwochmorgen tagte der Zweckverband Personennahverkehr Saarland, dessen Vorsitzender ich seit über einem Jahrzehnt bin. Auch hier ging es um aktuelle Themen rund um den öffentlichen Personennahverkehr und seine Attraktivierung, aber auch um die Finanzierung.

Am Nachmittag fand dann eine verwaltungsinterne Besprechung rund um die Weiterentwicklung unserer Schulen im Landkreis statt.

Später wurden zwei neue Spezialfahrzeuge für den Bevölkerungsschutz offiziell in Dienst gestellt. Die beiden Fahrzeuge, die während des Pfingsthochwassers bereits beschafft worden waren und mit 50 Prozent vom Innenministerium unterstützt wurden, kommen künftig insbesondere bei Transport- und Evakuierungseinsätzen zum Einsatz. Mit ihren besonderen Fähigkeiten und ihrer großen Wattiefe sind sie bislang einzigartig im saarländischen Bevölkerungsschutz. Dank ihrer Konstruktion eignen sie sich besonders für Hochwasserlagen und Einsätze in schwierigem Gelände.

Beschafft wurden die Fahrzeuge auf Grundlage des Katastrophenschutzkonzeptes des Landkreises Neunkirchen sowie des gemeinsamen Transportkonzeptes der Landkreise Neunkirchen und St. Wendel. Insgesamt investiert der Landkreis hier rund 433.000 Euro in die Sicherheit der Bevölkerung. 50 Prozent übernahm das Innenministerium, das bei diesem Termin von Staatssekretär Torsten Lang vertreten wurde. Danke auch an Innenminister Reinhold Jost für seine große Unterstützung.

Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde mir eine große Ehre zuteil. Ich hatte keine Ahnung, was mir im Verlauf der Veranstaltung widerfahren würde. Nachdem ich meine Begrüßungsrede gehalten hatte und auch der Staatssekretär einige Worte fand, würdigte unser Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack den Katastrophenschutz. Anschließend zeichnete er mich mit der Deutschen Feuerwehr-Ehrenmedaille aus. Er begründete diese Auszeichnung mit meinem langjährigen dienstlichen Engagement im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz.

Diese Ehrung erfolgte auf Antrag von Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack und wurde durch den Vizepräsidenten des Landesfeuerwehrverbandes des Saarlandes, Klaus Kürsteiner, sowie den Präsidenten des Kreisfeuerwehrverbandes Neunkirchen, Holger Keller, vorgenommen.

In seiner Rede würdigte Michael Sieslack insbesondere meinen Einsatz für die Feuerwehren und den Bevölkerungsschutz im Landkreis Neunkirchen. Bereits lange vor der Flutkatastrophe im Ahrtal seien wichtige Investitionen in Fahrzeuge, Notstromaggregate, Pumpen, mobile Technik und weitere Ausstattung angestoßen worden. Auch meine Präsenz bei größeren Einsatzlagen wurde hervorgehoben. Besonders betont wurde das vertrauensvolle Verhältnis zu den Feuerwehren.

Die Deutsche Feuerwehr-Ehrenmedaille ist eine seltene Auszeichnung des Deutschen Feuerwehrverbandes für Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um das Feuerwehrwesen verdient gemacht haben. Ich bedanke mich an dieser Stelle nochmals herzlich für diese besondere Auszeichnung. Sie ist zugleich für mich eine Verpflichtung, mich auch weiterhin in diesem Bereich stark zu engagieren.

Gleichzeitig steht diese Auszeichnung stellvertretend für das großartige Wirken der Feuerwehren und Hilfskräfte im ganzen Landkreis, die rund um die Uhr für die Bürgerinnen und Bürger vorbildliche Arbeit leisten. Diese Auszeichnung erfüllt mich mit Demut. Herzlichen Dank dafür.

Nach dieser besonderen Überraschung ging es nach Neunkirchen, wo ich einen Scheck in Höhe von fast 15 Millionen Euro von Innenstaatssekretär Torsten Lang entgegennahm. Es handelt sich um Mittel aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ des Bundes, die wir in den nächsten Jahren verausgaben dürfen. Dies ist eine großzügige und großartige Unterstützung der kommunalen Familie. Dabei waren auch Vertreter aller Städte und Gemeinden des Kreises.

Den Abschluss meines Arbeitstages stellte die Teilnahme an der Mitgliederversammlung des Fördervereins des Neunkircher Hospizes dar. Das Hospiz Neunkirchen – das weiß ich auch aus eigener Betroffenheit – ist ein Segen für die Bürgerinnen und Bürger in unserem Landkreis. Hier wird haupt- und ehrenamtlich tolle Arbeit geleistet. Diese Arbeit unterstütze ich gerne.

Am Donnerstag fand die Grundsteinlegung für das neue Hauptgebäude der Sparkasse Neunkirchen statt. Anlässlich der Grundsteinlegung würdigte ich das große Bauvorhaben, denn es entsteht nicht nur ein neues Gebäude. Hier entsteht ein sichtbares Zeichen für Verantwortung, Verlässlichkeit und Zukunftsvertrauen in unsere Region.

Die Sparkasse Neunkirchen ist eine Geschichte kontinuierlicher Transformation seit rund 160 Jahren. Die Sparkasse ist ihren Werten treu geblieben. Sie bleibt nah am Menschen – nicht nur durch ihre Präsenz vor Ort, sondern zugleich durch die kluge Nutzung moderner Technologien.

Die heutige Grundsteinlegung war dabei ein wichtiger Meilenstein, aber eben nicht das Ziel. Die Einweihung des Hauses im kommenden Jahr liegt noch vor uns. Dennoch war dieser Tag ein Anlass, Danke zu sagen – den Planerinnen und Planern, den Handwerkern und den Verantwortlichen der Sparkasse: dem Vorstandsvorsitzenden Jörg Welter, Vorstand Patrick Rammo, Direktor Frank Rubeck, der sich hier persönlich sehr einbringt, sowie Ulrich Müller und seinem Team.

Mein Dank gilt ebenso dem Team des Bauausschusses, das dieses Projekt von Beginn an mit großem Engagement begleitet hat. Mit dem Neubau entsteht mitten in unserer Kreisstadt mehr als ein Gebäude. Wir kommen hier einem starken Stück Zukunft näher.

Am Nachmittag tagte der Kreistag. Im öffentlichen Teil ging es um die neue Gestaltung eines Finanzierungsmodells für den ÖPNV. Danach stellte die Klimaschutzbeauftragte Frau Moro-Martin die Auswertung der Umfrage zur Aktion „Klasse Klima“ vor.

Es wurde eine Richtlinie des Landkreises betreffend der Feuerschutzsteuer beschlossen. Anschließend wurde die Verwendung der Feuerschutzsteuer auf den Weg gebracht.

Auch gab es zahlreiche Anfragen. Eine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen und der CDU-Fraktion beschäftigte sich mit der Zukunft des Erlebnisortes Reden. Eine weitere Anfrage der CDU-Kreistagsfraktion beschäftigte sich mit aktuellen Themen rund um unsere NVG. Eine Anfrage der SPD-Kreistagsfraktion fragte bezüglich der NVG und ihrer Transformation in ein neues elektrisches Zeitalter nach. Hier konnte ich mit Unterstützung meiner Verwaltung viele Antworten geben.

Am heutigen Morgen fanden zahlreiche Besprechungen zu unterschiedlichen Themen statt. Auch tauschte ich mich mit dem Bürgermeister der Gemeinde Merchweiler aus.

Morgen Nachmittag darf ich gemeinsam mit dem Bürgermeister von Eppelborn die traditionelle Pfingstkirmes eröffnen.

Liebe Blog-Leserinnen und Blog-Leser, ich wünsche Ihnen schöne und erholsame Pfingsten

Ihr Landrat Sören Meng