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24.03.2017: Ehrenamt und Wahlen

Landrat Sören Meng (2.v.r.) mit dem Vorstand des Kreiselternausschuss sowie dem Jugendamtsleiter Joachim Brill (r.)und dem Sachgebietsleiter Martin Sieren (2.v.l.)
24 Vereine und Institutionen aus dem Landkreis erhielten im Rahmnen der Microprojektfinanzierung der Bürgerstiftung finanzielle Unterstützung
Landrat Sören Meng nahm Zuwendungsbescheide von Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger für die energetische Sanierung verschiedener Schulen und Sporthallen entgegen
Gemeinsam mit der Leitstelle Älter werden, den Städten und Gemeinden, den Seniorenbeiräten sowie Seniorensicherheitsberater/-innen sucht der Landkreis Neunkirchen derzeit Ehrenamtliche die sich als Seniorenlotse/-lotsin engagieren möchten
Landrat Meng im Dialog mit dem Wirtschaftsförderer des Kreises Klaus Häusler und Vertretern der Saarbrücker Zeitung zur inhaltlichen Ausrichtung des nächsten Wirtschaftsmagazins

Diese Woche war gewohnt abwechslungsreich und vielfältig. Los ging es – wie gewohnt – mit den verwaltungsinternen Planungen, dem sogenannten Jour fixe, diesem schloss sich ein Treffen mit der Vorsitzenden des Kreiselternausschusses Bianca Arend und ihrem Stellvertreter Andreas Weber an. Der Kreiselternausschuss besteht aus den  Elternausschussvorsitzenden der 56 Kindertageseinrichtungen im Landkreis. Hauptaufgabe des Kreiselternausschuss ist die gegenseitige Information über wesentliche Fragen, die die Betreuung von Kindern in Kitas betreffen. Der Vorstand vertritt dabei die Kitas im Landkreis Neunkirchen auf Landesebene aus Elternsicht. Es war ein sehr interessanter Austausch, in dem unter anderem auch die finanzielle Belastung durch Krippen- und Kindergartenbeiträge thematisiert wurde. Dieses Thema beherrscht zurzeit auch die politische Diskussion. Ich persönlich begrüße eine Beitragsfreiheit, denn nur so können wir erreichen, dass möglichst viele Kinder die weitreichenden Angebote im Kreis nutzen können. Auf der anderen Seite bedeutet dies allerdings auch,  dass es in diesem Bereich weitere Investitionen geben muss, da unter Umständen die Kapazitäten dieser Einrichtungen nicht ausreichen könnten. Dies alles lässt sich nicht von heute auf morgen realisieren, dennoch sind Kindertageseinrichtungen für mich Bildungseinrichtungen und dafür lohnt sich jeder Cent.  Am Montagnachmittag fand im Rahmen unseres Projektes Land(auf)Schwung die Spendenscheckübergabe im Rahmen unserer Microprojektfinanzierung statt. 24 Vereine und Organisationen können wir dank unserer neu gegründeten Bürgerstiftung bei ihren vielfältigen Projekten unterstützen. Es war ein sehr schöner und interessanter Nachmittag, denn alle Zuschussempfänger/-innen der stellten persönlich ihre Initiative vor. Hierbei wurde die Vielfältigkeit des ehrenamtlichen Engagements in unserem Kreis sichtbar, sie alle machen das Leben in unserem Landkreis wertvoller und abwechslungsreicher. Ich bin dankbar, dass wir so viele engagierte Menschen in unserem Landkreis haben, die sich für unser Gemeinwohl einsetzen. Das Zusammentreffen im historischen Sitzungssaal war eine schöne Gelegenheit meine Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen. Mein Arbeitstag am Montag endete mit einem Besuch der Ausstellung der Evangelischen Kirchengemeinde Wiebelskirchen, die sich mit dem Wirken Martin Luthers und der Reformation in unserem Kreis und darüber hinaus beschäftigt.

 

Am Dienstag war ich mit Vertretern meiner Verwaltung und dem Geschäftsführer der VGS (Verkehrsmanagement Gesellschaft Saar mbH), Herrn Ott, im Gespräch, um die anstehende VGS-Aufsichtsratssitzung vorzubereiten. Die Novellierung des ÖPNV-Gesetzes  wird einige Veränderungen mit sich bringen, die sich auch auf die Gremienarbeit auswirken werden. Als ZPS-Verbandsvorsteher wurde ich hier umfassend informiert. Im Anschluss traf ich die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium, Elke Ferner, die die beiden Mehrgenerationenhäuser in Neunkirchen besuchte. Seit einigen Jahren sind die Katholische Familienbildungsstätte und das Familien- und Nachbarschaftszentrum „Ecknest“  Mehrgenerationenhäuser, die es verstehen, Jung und Alt zu vernetzen. Beide Einrichtungen haben ein großes Angebot und verstehen es, auch Ehrenamtliche in ihre Arbeit hervorragend einzubinden. Diese Mehrgenerationenhäuser sind in einer Zeit, in der die Menschen älter werden, besonders wichtig; sie sind Anlaufpunkte und bieten niedrigschwellige Hilfen. Der Landkreis wie auch die Stadt Neunkirchen bezuschussen diese beiden Häuser; die Restfinanzierung erfolgt dann durch den Bund. Auch die Staatssekretärin würdigte die gute Arbeit vor Ort. Am Dienstagnachmittag traf ich die Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin des Saarlandes Anke Rehlinger, die am Krebsberg-Gymnasium in Neunkirchen dem Landkreis als Schulträger Zuwendungsbescheide über rund 362.177 Euro für die energetische Sanierung mehrerer Schulstandorte übergab. Darunter auch eine Förderung in Höhe von rund 49.000 Euro zur Erneuerung der Fenster und zur Dämmung der Außenwände des Naturwissenschaftlichen Gebäudes am Gymnasium am Krebsberg, wo der Pressetermin stattfand. Die Neunkircher Förderschule Lernen, das Gymnasium Illingen und das Sozialpflegerische Berufsbildungszentrum in Neunkirchen erhielten Zuwendungsbescheide. Des Weiteren wurde die Sanierung des Daches des Sportzentrums Ottweiler gefördert. Weitere Anträge aus dem Landkreis Neunkirchen in Höhe von rund 476.000 Euro stehen kurz vor der Bewilligung oder müssen noch final geprüft werden. Wir sind froh, diese Zuschüsse zu erhalten, denn damit sind nachhaltige Investition für unsere Kinder, Jugendlichen und Vereine möglich. Solche Fördermaßnahmen sind wichtige Instrumente bei der Sanierung unserer Schulen und Sporthallen. Am Dienstagabend war ich dann beim Rotary-Club Neunkirchen zu Gast, bei dem ich über die Aufgaben und Bedeutung unseres Landkreises referierte. Hier stellte sich heraus, dass viele Aufgaben weitgehend unbekannt sind. Auch sprach ich die neuerliche Diskussion einer möglichen Kreisreform an. Die recht umfangreiche Präsentation verdeutlichte, dass diese Diskussion sehr theoretisch motiviert ist und dass der Landkreis Neunkirchen eine sinnvolle und zukunftsorientierte Verwaltungseinheit darstellt.

 

Am Mittwoch standen zahlreiche hausinterne Termine an. Mit dem Betreiber des Gondwana Prähistorium, Herrn Kuhl, tauschte ich mich über sein Engagement am Zukunftsort Reden aus. Das Praehistorium wird gut angenommen und ist weit über das Saarland hinaus eine einmalige touristische Attraktion mit Bildungswert. Im Anschluss stellte mir der Vorsitzende der Walter-Bernstein-Stiftung Roman Uwer die aktuelle Arbeit der Stiftung vor. Der Stiftung ist es gelungen, das Werk des aus Neunkirchen stammenden Schiffweiler Künstlers deutlich bekannter zu machen. Zukünftiges Ziel wird es sein,  auch junge Menschen spielerisch an das Werk Walter Bernsteins heranzuführen. Walter Bernstein ist mehr als ein Künstler unserer Region, er portraitierte jahrzehntelang das Leben und Arbeiten der Bevölkerung in unserer Region – ihm kommt so auch eine Chronistenrolle zu.

 

Gestern fanden die Gremiensitzungen des Zweckverbandes Wasserversorgung der Stadt- und Landgemeinden (WZV) und der Wasserversorgung Ostsaar GmbH (WVO) statt. Diese Gesellschaft ist gut aufgestellt und garantiert beste Trinkwasserqualität, der Landkreis ist hier am Unternehmen beteiligt. Gestern Mittag stellten sich die Vertreter der Behindertensportgruppe Ottweiler bei mir vor. Diese Gruppe ist sehr aktiv und bietet Menschen mit Beeinträchtigungen vielerlei Hilfestellungen und sportliche Betätigung an. Solche ehrenamtlich Tätigen sind unverzichtbar für unsere Gemeinschaft und bereichern durch ihr großes Engagement unsere Gesellschaft.  Gestern Nachmittag stellte ich dann gemeinsam mit unserer „Leitstelle Älter werden“ und der zuständigen Koordinatorin Monique Wälder das Landesprogramm Seniorenlotsen vor. Dieses wurde vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie initiiert und soll ein niederschwelliges, kostenloses Angebot für ältere Menschen darstellen. Mit den Seniorenlotsen soll es weitere Ansprechpartner vor Ort geben, die sich im Netzwerk Landkreis Neunkirchen auskennen und ältere Menschen aktiv unterstützen können. Ziel soll der Erhalt von größtmöglicher Zufriedenheit und Lebensqualität sowie auch ein möglichst langer Verbleib in den eigenen vier Wänden und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sein. Wir präsentierten dieses Projekt den Vertreter/inne/n der Städte und Gemeinden, den Seniorenbeiräten und der Seniorensicherheitsberater/-innen vor. Diese wiederum sollen als Netzwerker für Seniorenlotsen werben und sie für ehrenamtliche Arbeit begeistern. Weitere Infos gibt es bei Monique Wälder (Tel.: 06824 / 906-2396).

 

Heute standen dann insbesondere hausinterne Termine auf dem Programm, in denen es unter anderem um ein neues Arbeitszeitmodell für die Bediensteten der Landkreisverwaltung ging. Auch tauschte ich mich mit Vertretern der Saarbrücker Zeitung zum Thema „Wirtschaft“ aus. Unsere Wirtschaftsförderungsgesellschaft wird gemeinsam mit der SZ wieder ein Wirtschaftsmagazin auflegen, das die wirtschaftliche Seite unseres Kreises aktuell beleuchtet und damit für unsere Region wirbt.

 

Am kommenden Sonntag werde ich dann als Kreiswahlleiter anlässlich der Wahl des saarländischen Landtags im Landratsamt in Ottweiler vor Ort sein. An dieser Stelle möchte ich es nicht versäumen, Sie zu bitten:

 

Machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch. Gerade neueste Entwicklungen in unserer Gesellschaft zeigen, wie wichtig es ist zur Wahl zu gehen und der Demokratie eine/Ihre Stimme zu geben! Hier zitiere ich Abraham Lincoln, der feststellte: „Demokratie ist die Regierung des Volkes durch das Volk für das Volk.“

 

Ich wünsche uns allen ein schönes, sonniges Wochenende

Ihr Sören Meng


17.03.2017: Kunterbunter Themenmix

Landrat Sören Meng auf dem Bildungsworkshop, die durch den Bildungskoordinator Gunter Maier (2.v.l.) und die Transferagentur (Stellv. Leiter Hanno Weigel 2.v.r.)durchgeführt wurden
Sitzung der Kommission "Effiziente und moderne Verwaltung"
Personalversammlung des Landkreises Neunkirchen - Landrat Meng spricht zu den zahlreich erschienenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung
Die beiden Projektbewerbungen, die Landrat Meng heute bei der proWIN Charity-Gala für den Landkreis Neunkirchen einreicht

In diese frühlingshafte Woche startete ich mit unserem verwaltungsinternen Jour fixe, in dem wir auch immer Themen, die in Gremiensitzungen der nächsten Tage behandelt werden, besprechen. Mittags war ich dann zu Gast bei Herrn Umweltminister Reinhold Jost, um ihm unser Projekt Land(auf)Schwung vorzustellen. Reinhold Jost war bereits im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin (IGW) auf unser Projekt aufmerksam geworden und wollte sich in erster Linie näher über unser Upcycling-Projekt informieren. Und dieses Projekt geht in eine weitere Phase: so werden wir in wenigen Wochen in Neunkirchen Ecke Tal-/Haspelstraße die Produkte, die das Upcycling-Center produziert, ausstellen. Diese Produkte können dann auch käuflich erworben werden. Am Montagnachmittag tagte dann der Kreditausschuss der Sparkasse Neunkirchen, den ich leitete.

 

Am darauffolgenden Dienstag fand ein Workshop mit dem neuen Bildungskoordinator, Gunter Maier, statt. Hier werden wir durch die Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement Rheinland-Pfalz-Saarland unterstützt. Es geht in erster Linie daum, die Bildungsangebote im Landkreis Neunkirchen sinnvoll zu koordinieren, sodass keine Doppelstrukturen entstehen. Alle Workshopteilnehmer/-innen arbeiteten mit großem Engagement mit. Die Transferagentur wird jetzt eine Handlungsempfehlung erarbeitet, sodass wir inhaltlich richtig durchstarten können. Hier ergibt sich auch ein direkter Bezug zu unserer Willkommensagentur, denn ein gutes Bildungsangebot ist auch ein wichtiger Standortfaktor für unseren Landkreis. Am Dienstagnachmittag tagte dann der Werksausschuss unseres Eigenbetriebs Tourismus und Kulturzentrale (TKN) des Landkreises Neunkirchen. Im Rahmen dieser Sitzung wurde allen Teilnehmer/-inne/n das umfangreiche Programm 2017 vorgestellt. Es finden – neben dem Großereignis SR 3-SommerAlm – natürlich auch wieder die beliebten Veranstaltungen „Frühling auf Finkenrech“ am 30.04.2017 und „Herbst auf Finkenrech“ am 23. und 24.09.2017, aber auch zahlreiche Events in den Städten und Gemeinden des Landkreises statt, die natürlich auch vom Team der TKN unterstützt werden. Übrigens: Am 07.05.2017 und 15.10.2017 finden wieder die „Landratswanderungen“ statt, ich würde mich freuen, wenn Sie mich begleiten würden! Neue Broschüren mit vielerlei Tipps und Hinweisen werden in den nächsten Tagen veröffentlicht und es lohnt sich, immer mal wieder auf der Webseite der TKN reinzuklicken, denn auch diese wird bald im neuen Layout dargestellt.

 

Am Mittwoch traf ich mich mit dem Geschäftsführer der WVO GmbH, Stefan Kunz, um die anstehenden Gremiensitzungen vorzubereiten. Hier geht es in Kürze um Investitionen, die die gute Wasserversorgung auch für die Zukunft sicherstellen werden. Danach besprach ich mit dem Geschäftsführer unserer Beschäftigungsgesellschaft AQA (Arbeit-Qualifizierung-Ausbildung) gGmbH, Anton Jacob, die in Kürze stattfindende Aufsichtsratssitzung. Die AQA beschäftigt zahlreiche Menschen im „zweiten Arbeitsmarkt“ und hat – mit Unterstützung des IfaS-Institutes – das Upcycling-Projekt im Portfolio. In diesem Zusammenhang möchte ich anmerken, dass in der Kreistagssitzung zahlreiche Arbeitsgelegenheiten für Langzeitarbeitslose und Flüchtlinge beschlossen wurden, die jetzt angeboten werden können. Rund 1 Million investiert der Landkreis in diese Maßnahmen, die von unterschiedlichen Trägern geleitet werden. Am Mittwochnachmittag tagte dann – zum ersten Mal unter meiner Leitung – die Kommission "Effiziente und moderne Verwaltung". Hier ging es um vielerlei Themen, die für eine dienstleistungsorientierte, moderne Verwaltung selbstverständlich sein müssen. Es ging unter anderem um eine neue Vergabeplattform, um den effizienten Einsatz von EDV-Ausstattung in der Verwaltung aber auch um die Neugestaltung unseres Empfangsbereiches im historischen Kreishaus in Ottweiler. In der zweiten Jahreshälfte wird sich dann das Gremium mit weiteren Themen befassen. 

 

Gestern bereitete ich die anstehende Kreistagssitzung vor, die wie gewohnt im Dienstgebäude in Neunkirchen stattfand. Auf der Tagesordnung standen u. a. die Themen Finanzierung von Arbeitsmarktprojekten, die Berufung der Mitglieder der Bewertungs-kommission für den Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft, die Vorstellung des interaktiven Haushaltes und weitere Themen. Die Fraktionen SPD, Die Linke und Freie/ Piraten stellten eine Anfrage zur Schulverpflegung und brachten eine Resolution zur Beitragsfreiheit von Kindertageseinrichtungen ein. Apropos interaktiver Haushalt:  hier lohnt sich ein Blick ins Internet, denn hier wird unser nunmehr genehmigter Haushalt sehr anschaulich und nachvollziehbar dargestellt. Zum Interaktiven Haushalt gelangen Sie hier und den heutigen Bericht der Saarbrücker Zeitung zur gestrigen Sitzung finden Sie hier.

 

Heute Vormittag fand dann die Personalversammlung unserer Kreisverwaltung im Schlosstheater in Ottweiler statt. Hier konnte ich den Kolleginnen und Kollegen einiges berichten, was seit meinem Amtsantritt umgesetzt wurde. Auch nutzte ich die Gelegenheit mich bei meinem Team zu bedanken:

„Liebe Kolleginnen und Kollegen - sie merken, es wird derzeit in unserer Verwaltung vieles angepackt. Ich möchte hier an dieser Stelle für Ihr Vertrauen mir gegenüber danken, ich danke dem Personalrat für den offenen Dialog und danke letztendlich Ihnen allen, dass Sie Tag für Tag dafür sorgen, dass unsere Kreisverwaltung am Puls der Zeit ist und bleibt. Ich weiß natürlich auch, dass dies leichter gesagt ist, als täglich in die Tat umzusetzen, um den Herausforderungen gerecht zu werden. Ich persönlich bin stolz darauf, ein Teil des Teams Kreisverwaltung zu sein.“

Soeben besuchte ich die Abschlussfeier der Auszubildenden Fachbereich Metalltechnik des Technisch-gewerblichen Berufsbildungszentrums und würdigte die Wertigkeit dieses Ausbildungsganges. Ich möchte betonen, dass ich stolz darauf bin, Schulträger dieses großen Berufsbildungszentrums zu sein. Wir werden in dieses Zentrum in den nächsten Jahren viel investieren, um auch den Absolventen der Zukunft beste Lern- und Ausbildungsbedingungen zu bieten. Der Abschluss meines Arbeitstages bildet nun die Charity-Gala der proWIN. Da das Unternehmen proWIN in diesem Jahr 22 Jahre alt wird, hat sich die Geschäftsführung entschlossen 22 Projekte im Landkreis mit jeweils 10.000 € zu fördern. Der Landkreis Neunkirchen wie auch die Bürgerstiftung des Landkreises haben sich jeweils mit einem interessanten Projekt beworben. Drücken Sie mir die Daumen, dass auch eines unserer  Projekte den Zuschlag erhält. Wir würden uns alle sehr darüber freuen.

 

Ich wünsche Ihnen ein schönes und spannendes Wochenende

Ihr Sören Meng


10.03.2017: Abwechslungsreiche Woche

Kuratoriumssitzung der Alex Deutsch Stiftung
Landrat Sören Meng auf der Fairtrade-Konferenz in Saarbrücken
Sören Meng zu Gast auf der Lesung des regionalen Schriftstellers Klaus Brabänder

Diese Woche war gewohnt abwechslungsreich. Los ging es mit dem wöchentlichen Jour fixe, dem sich ein Besuch der neuen Räumlichkeiten unserer Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) anschloss. In wenigen Wochen wird unsere WFG mitten in Neunkirchen an der Bliespromenade zu finden sein. Neue, freundliche Büros sind wie geschaffen für Unternehmenskontakte. Schön ist, dass im Rahmen des Projektes Land(auf)Schwung hier auch ein Gründerzentrum entsteht. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden der WFG, Sparkassenvorstand Markus Groß, sah ich mir die ansprechenden Räumlichkeiten an. Dem Geschäftsführer der WFG, Klaus Häusler und seinem Team wünsche ich gutes Gelingen für den anstehenden Umzug. Danach fand in der Alex-Deutsch-Schule in Neunkirchen-Wellesweiler die Kuratoriumssitzung unserer Alex Deutsch Stiftung im Raum der Begegnung statt. Gerade der Raum der Begegnung ist ein besonderer Ort. Hier können Besucher die Lebensgeschichte von Alex Deutsch sehr anschaulich und beeindruckend erfahren. Dieser Raum steht allen Interessierten offen; auch Vereine und natürlich Schulen können sich hier treffen und sich in Filmen und Schautafeln über die bewegende Biografie von Alex Deutsch informieren. ( nähere Infos hier) Die Alex Deutsch Stiftung lobt erstmals in Kooperation mit dem Landkreis Neunkirchen einen  Alex-Deutsch-Preis aus. Bewerbungen zum 1. Alex-Deutsch-Preis haben uns erreicht. In der kommenden Sitzung werden diese ausgewertet, sodass in der zweiten Jahreshälfte 2017 der 1. Alex-Deutsch-Preis vergeben werden kann.

 

Am Dienstag fand das Vierteljahresgespräch mit unserem Personalrat statt. Dies ist eine sehr wichtige Einrichtung, da mir die Anliegen des Personalrates vorgetragen werden und ich dabei auch meine Vorstellungen an die künftige Arbeit meiner Verwaltung formulieren kann. Es war ein sehr lebendiger Austausch, in dem es unter anderem auch um die neuen Öffnungszeiten unserer Verwaltung, die dieses Jahr realisiert werden, ging. Mein Ziel ist es, unsere Kreisverwaltung bürgerfreundlicher und dienstleistungsorientierter zu machen und dabei auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitzunehmen. Am Dienstagnachmittag leitete ich die Aufsichtsratssitzung unserer Neunkircher Verkehrs GmbH. Hier wurden zahlreiche Beschlüsse rund um den öffentlichen Personennahverkehr in unserer Region gefasst. Der Landkreis Neunkirchen ist als gesetzlich für den öffentlichen Personennahverkehr im Kreisgebiet zuständig. Lediglich im Stadtgebiet Neunkirchen liegt die Zuständigkeit bei der Stadt. Seit  2013 ist die NVG GmbH alleiniger Linienkonzessionsnehmer im Landkreis Neunkirchen und stellt auf einer Gesamtstrecke von über vier Millionen Fahrplankilometern die Verkehrsbedienung innerhalb des gesamten Stadt- und Kreisgebiets sicher. Zum 1. März haben der Landkreis Neunkirchen und die Kreisstadt Neunkirchen die NVG nun in einem gemeinsamen Vergabeverfahren für weitere zehn Jahre mit der Durchführung der im gemeinsamen Nahverkehrsplan zusammengefassten Verkehre im Kreisgebiet beauftragt. Die Vergabe an unsere bewährte und gut aufgestellte NVG war sehr wichtig, denn sie sichert nachhaltig Arbeitsplätze.

 

Am Mittwoch fand die Fairtrade-Konferenz statt, zu der Fairtrade Deutschland und der Regionalpartner Fairtrade Initiative Saarbrücken einluden. Über 90 fair-engagierte oder interessierte Mitarbeiter/-innen von Kommunen und Bildungseinrichtungen sowie Mitstreiter/-innen aus der Zivilgesellschaft nahmen an der Tagung teil. Ziel der Veranstaltung war es, einen intensiven Austausch zwischen verschiedenen Handlungsbereichen des Fairen Handels zu ermöglichen. In der Dialogrunde berichteten Kultusminister Ulrich Commerçon und die Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz als Vertreter/-in aus der Politik. Vier Vertreter/-innen saarländischer Städte und Landkreise zeigten zudem Umsetzungsmöglichkeiten in den Verwaltungen auf. Im Rahmen der Veranstaltung wurden Blieskastel und St. Ingbert als Fairtrade-Towns ausgezeichnet. Auch das Saarland möchte sich nun bemühen erstes Fairtrade-Bundesland zu werden. Da am Mittwoch gleichzeitig Weltfrauentag war, wurden natürlich die anwesenden Frauen mit fair gehandelten Rosen überrascht. Insgesamt zeigte der Workshop gute Umsetzungsmöglichkeiten auf und ich bin zuversichtlich, dass auch der Landkreis Neunkirchen bald Fairtrade-Landkreis wird – wir sind auf einem guten Weg. Am Mittwochnachmittag stand dann der regelmäßige Austausch mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland Jürgen Haßdenteufel, der Geschäftsführerin des Jobcenters Neunkirchen Katja Sauerbrey und unserer Sozialdezernentin Birgit Mohns-Welsch an. Hier ging es thematisch rund um den Arbeitsmarkt und auch die Situation der Migranten wurde besprochen. In diesem Zusammenhang kann ich feststellen, dass der Landkreis auch für Langzeitarbeitslose dieses Jahr wieder viele Maßnahmen gemeinsam mit der Agentur für Arbeit anbietet. Diese Maßnahmen sind besonders wichtig, um den Menschen neue Perspektiven und Beschäftigungsmöglichkeiten zu geben. Wie schon mehrmals in diesem Zusammenhang erwähnt, halte ich es für wichtig, einen dauerhaft öffentlich geförderten Arbeitsmarkt zu etablieren, denn es muss unser Ziel sein, alle Menschen mitzunehmen und ihnen Beschäftigung zu ermöglichen.

 

Gestern fand eine verwaltungsinterne Besprechung statt, in der es um den Internetauftritt des Landkreises Neunkirchen ging. Der Landkreis ist seit dem Jahr 1996 am Netz und seit dieser Zeit wurde der Internetauftritt kontinuierlich weiterentwickelt. Mittlerweile sind rund 2.000 Seiten online. Dies bedeutet allerdings auch für alle Verantwortlichen jede Menge Arbeit. Aus diesem Grund werden wir noch in diesem Jahr eine neue Homepage, die benutzerfreundlicher und natürlich barrierefrei gestaltet wird, präsentieren. Auch hier ist Dienstleistungsorientiertheit sehr wichtig. Gestern Nachmittag fand dann die Sitzung des Kreisausschusses statt. Im öffentlichen Teil wurden unter anderem Zuschüsse für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen beschlossen, aber auch Aufträge im Rahmen unserer umfangreichen Sanierungs- und Neubaumaßnahmen unserer Kreisschulen konnten auf den Weg gebracht werden, da vergangene Woche unser Kreishaushalt 2017 genehmigt wurde. Gestern Abend besuchte ich dann eine ganz besondere Veranstaltung: In Spiesen fand eine Lesung des saarländischen Autors Klaus Brabänder statt. Klaus Brabänder schreibt schon seit Jahren Krimis mit Regionalbezug, die im Schaumberg-Verlag erscheinen, und mit seinem gewissen Lokalkolorit sehr begehrt sind. In diesem Krimi habe ich mir „eine Rolle ergattert“. Zu meiner Überraschung lässt mich Klaus Brabänder als Gast mitermitteln und ich muss im Rahmen eines Verbrechens die Polizei mit Wissen aus der Kunstszene unterstützen. Auch ich bin gespannt, wie Klaus Brabänder diese Szene geschildert hat, denn auch ich kenne die ganze Story nicht  -  seien wir also gespannt.

 

Heute Vormittag beschäftigte ich mich mit dem Thema Schulentwicklung und Auslastung der Kreisschulen, ehe es dann zum 80. Geburtstag zu Pater Herbert Heuel ins Pallotti-Haus nach Neunkirchen ging. Mit dem Pallotti-Haus verbindet uns schon seit vielen Jahren im Rahmen der Jugendhilfe eine gute Zusammenarbeit.

 

Morgen Abend  bin ich dann in Merchweiler zu Gast, wo das „Fest der Besten“ stattfindet. In der Allenfeldhalle zeichnet Bürgermeister Patrick Weydmann in einem kleinen Showprogramm Mitglieder der Vereine, Bürgerinnen und Bürger für ihre herausragenden Leistungen aus.

 

Ich wünsche Ihnen allen ein schönes und erholsames Wochenende

Ihr
Sören Meng      

 

 

 


03.03.2017: Termine in einer kurzen Woche

Landrat Sören Meng schaute mit Kollegen und Kolleginnen der Kreisverwaltung den Ottweiler Umzug, der am Dienstagnachmittag auch am Landratsamt vorbeiführte
Ein Kurz-Statement von Sören Meng in der BILD-Zeitung vom 01.03.2017
Monatliche Besprechungsrunde des Team Führungskräfte der Kreisverwaltung
Landrat Meng im Gespräch mit einer Vertreterin der Arbeitskammer des Saarlandes über das Thema Kultur

Diese Woche war – fastnachtsbedingt – recht kurz. Los ging es am Dienstag mit einem „vor-Ort-Termin“ mit dem Leiter unseres Kreisumweltamtes hinter einem unserer Dienstgebäude in der Seminarstraße in Ottweiler. Der Landkreis verfügt seit einigen Jahren über eigene Bienenvölker, die hier in Ottweiler betreut werden. Ein Imker aus dem Kreisverband Neunkirchen hat sich bereiterklärt, unsere Bienenvölker zu versorgen. Auch der Landkreis profitiert von dieser Betreuung, denn wir können uns über Honig freuen, den wir dann zu verschiedenen Anlässen verschenken. Auch wird in wenigen Wochen wieder die Bienen-Cam die emsigen Tiere beobachten. „Der Landkreis summt“ ist eine tolle Initiative, die dazu dient, dem Bienensterben entgegenzuwirken – nähere Infos hierzu gibt es auf unserer Homepage. Nicht nur, weil ich selbst die Imkerei als Hobby betreibe, ist mir dieses Thema wichtig, es ist aktiver Umweltschutz. Neben hausinternen Terminen stand dann der Dienstagnachmittag im Zeichen der Fastnacht. Auch durch Ottweiler – vorbei am Landratsamt – bewegte sich der beliebte Karnevalsumzug. Die Närrinnen und Narren trotzen dem schlechten Wetter und sorgten für gute Stimmung.

 

Der Mittwoch stand im Zeichen der internen Verwaltungsarbeit. So tagte vormittags unser Team Führungskräfte und ich besprach mit den Dezernenten und Amtsleitern aktuelle Belange unserer Kreisverwaltung. Am Nachmittag widmete ich mich der Büroarbeit, das Alltägliche - einiges an Post, viele Unterschriften und Gespräche sowie Telefonate, die zu führen sind.

 

Gestern  erhielten wir vom Landesverwaltungsamt als Kommunalaufsichtsbehörde die Genehmigung unseres diesjährigen Haushaltes, den der Kreistag am 15.12.2016 einstimmig beschlossen hatte. Dank der Haushaltsgenehmigung können wir jetzt die Mittel des Haushaltsplanes 2017 offiziell freigeben. Dies ist gerade für die größeren Maßnahmen im Baubereich wichtig, aber auch länger vakante Stellen können jetzt besetzt werden. Gestern Morgen hatte ich eine Vertreterin der Arbeitskammer zu Gast, die mich zum Thema „Kulturförderung“ befragte. Die Arbeitskammer des Saarlandes ist gesetzlich verpflichtet zum 30. Juni eines jeden Jahres der Landesregierung einen Bericht zur wirtschaftlichen, ökologischen, sozialen und kulturellen Lage der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vorzulegen. Jährlich wird ein aktuelles, arbeitnehmerrelevantes Schwerpunktthema behandelt- in diesem Jahr das Thema Kultur. Für den Landkreis Neunkirchen konnte ich feststellen, dass wir im Kulturbereich gut aufgestellt sind. Die Städte und Gemeinden verstehen es, selbst hochwertige kulturelle Veranstaltungen auf den Weg zu bringen. Unser Eigenbetrieb, die Tourismus- und Kulturzentrale des Landkreises Neunkirchen (TKN), kann ebenfalls schon seit Jahren mit einem sehr attraktiven Veranstaltungsangebot punkten. In den letzten Jahren hat sich unser Landkreis im kulturellen Bereich sehr gut entwickelt. Durch die Aktivitäten der Tourismus Zentrale Saarland (TZS) sind wir über die Kreisgrenzen hinaus gut vertreten und finden auch außerhalb des Saarlandes Beachtung. Darüber hinaus leistet auch unsere Kreisvolkshochschule in diesem Bereich wichtige Arbeit. Ich machte deutlich, dass Kulturarbeit grundsätzlich immer auch wichtige Bildungsarbeit ist und es bereits im vorschulischen Bereich Angebote gibt. Gestern Nachmittag besprach ich dann mit der Sozialdezernentin Birgit Mohns-Welsch verschiedene Angelegenheiten aus ihrem Dezernat. Aufgrund Gesetzesänderungen im Bereich des Unterhaltsvorschussgesetzes (UhVorschG) sind wir dabei, auch personelle Weichen zur Umsetzung zu stellen. Aber auch in anderen Arbeitsbereichen ist es notwendig, organisatorische Dinge zu regeln.

 

Heute war ich dann wieder in Sachen Land(auf)Schwung unterwegs- dieses Mal auf Einladung des saarländischen Umweltministers Reinhold Jost. Hier fand im Umweltministerium ein Workshop zu „Regional, Regionalität und Regionalvermarkung“ statt. Ziel ist es, Produkten aus der Region einen höheren Wert und Bekanntheitsgrad zu geben und hier konnte ich unsere Bemühungen im Bereich Land(auf)Schwung vorstellen und auch einen ersten Eindruck über den Ergebnisbericht Regionalmarke für den Landkreis Neunkirchen geben. Hier hat das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS)  einen vorläufigen Projektbericht vorgelegt, der Handlungsempfehlungen gibt. Ziel muss es zunächst sein, die regionalen Erzeuger zu vernetzen und auch den Verbraucherinnen und Verbrauchern die Möglichkeit geben, sich einen Überblick über die Produkte im Kreis, aber auch im ganzen Saarland zu verschaffen.  Apropos Saarland: Diese Woche war ich in der BILD Zeitung vertreten, wo ich ein Kurz-Statement, was ich am Saarland liebe, geben musste. Hierbei gab ich auch unter anderem an, dass ich unser gutes Netzwerk im Saarland sehr schätze. Auch der Workshop zur Entwicklung einer Regionalmarke zeigte, welche Vorteile diese kurzen Wege mit sich bringen. Daher war ich sehr froh, dass der Umweltminister diesen Workshop initiierte und ich bin gespannt, was wir hier noch gemeinsam auf den Weg bringen. Am Nachmittag war ich dann wieder in einem Büro im Landratsamt, um hausinterne Dinge zu regeln.

 

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende zu Beginn der Fastenzeit.
Ihr Sören Meng


24.02.2017: Termine und närrische Schmäh

Ernennung der Fachberater von Feuerwehr und THW
Verleihung der Verdienstmedaille des Saarlandes an Doris Deutsch
Die Suche nach dem richtigen Landrat gestaltete sich für die Narren schwierig - Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Kreisverwaltung hatten sich als Sören Meng verkleidet
Die Löffelgarde des ältesten saarländischen Karnevalsvereins "So war noch nix 1847 Ottweiler" verhaftete Landrat Sören Meng
Sören Meng auf der Anklagebank des närrischen Gerichts

Jede Woche, immer wieder,
schreibe ich den Blog hier nieder.
Mal wird er kürzer, dann mal länger,
mal versöhnlich, etwas strenger.
Auch mal launisch - mit Humor,
alles kommt beim Blog mal vor.

Ja, liebe Leserinnen und Leser, verzeihen Sie bitte, aber in der Fastnachtszeit, die ich bekanntlich ja liebe, konnte ich mir an dieser Stelle das Reimen nicht verkneifen. Gleich beginnt der Höhepunkt der Neunkircher Saalfastnacht die NKA-Sitzung (Neunkircher Karnevalsausschuss) bei der ich in der Neunkircher Gebläsehalle zu Gast bin. Lassen Sie mich jetzt – wie gewohnt – die letzte Woche Revue passieren:

 

Der Montag begann mit dem Jour fixe und den aktuellen Themen der Kreisverwaltung. Anschließend besprach ich mit dem Leiter unserer Bautechnik die geplanten Bauarbeiten am Technisch-gewerblichen Berufsbildungszentrum. Hier hat der ehemalige stellvertretende Schulleiter Reiner Kuhn uns eigene Planungen vorgestellt, die in das neue Baukonzept mit einfließen werden. Es wird in den nächsten Jahren eine große Aufgabe für die Verwaltung, aber auch für die beteiligten Firmen sein, diese große Maßnahme im laufenden Schulbetrieb durchzuführen. Andererseits ist es natürlich eine tolle Aufgabe, das größte Berufsbildungszentrum im Saarland für die Zukunft zu modernisieren.  

 

Ebenfalls um Schulen ging es am Dienstag. Grund für eine Besprechung, an der auch Vertreter der Gemeinde Schiffweiler teilnahmen, war die gute Nachfrage zum Besuch unserer Mühlbachschule. Hier befinden sich am Standort Schiffweiler in unmittelbarer Nähe eine Grundschule und die Gemeinschaftsschule als Gesamtschule. Das besondere ist, dass die Grundschule, die im Besitz der Gemeinde Schiffweiler ist, auch Räumlichkeiten zur Verfügung stellt. Da allerdings auch die Grundschule sehr gut nachgefragt wird, werden auch dort zusätzliche Räume gebraucht. Es war ein sehr konstruktives Gespräch. Wir werden alles daran setzen, die Raumsituation der Mühlbachschule schon zu Beginn des neuen Schuljahres zu verbessern. Ein überarbeitetes Raumkonzept, aber auch möglicherweise provisorische Lösungen werden uns hier zur Seite stehen. Der Nachmittag stand dann im Zeichen der Rettungskräfte. Sieben Personen von Feuerwehr und THW aus unserem Landkreis habe ich als Fachberater ernannt. Diese erneute Bestellung wurde mit der Amtszeitverlängerung unseres Kreisbrandinspekteurs Werner Thom notwendig. Ich nahm diese Veranstaltung zum Anlass, mich bei allen Einsatzkräften für das große Engagement zu bedanken. Unsere Rettungsdienste leisten hervorragende Arbeit, sie sind gut vernetzt und sind,  was die Ehrenamtlichkeit angeht, für uns alle ein großes Vorbild. 

 

Am Mittwochvormittag war ich mit internen Terminen beschäftigt, den Nachmittag verbrachte ich dann ausschließlich in Saarbrücken. Los ging es mit der Aufsichtsratssitzung der Tourismus Zentrale Saarland (TZS). Hier kann ich feststellen, dass die Übernachtungszahlen im Landkreis Neunkirchen stetig ansteigen und die TZS hier wirklich gute Unterstützungsarbeit leistet. Sie versteht es, den Tourismus im Saarland in einer guten, professionellen Dachmarke zu präsentieren und damit auch den einzelnen Regionen Rechnung zu tragen. Im Anschluss ging es in einer Gesprächsrunde um den anstehenden Konsortialvertrag mit den beiden saarländischen Tierheimen in St. Wendel und Homburg. Hier haben die drei Landkreise und ihre insgesamt 22 Kommunen den Einrichtungen ein Finanzierungsangebot gemacht, ob sie jedoch diesem Angebot zustimmen, ist leider immer noch offen. Danach besuchte ich eine interessante Veranstaltung im Saarbrücker Schloss. Hier stellte die Allianz für Reformen ihr Programm für eine mögliche Verwaltungs-modernisierung im Saarland vor. Wie bereits an dieser Stelle mehrfach erwähnt wurde, wurde der Zuschnitt der Landkreise in ihrer jetzigen Form mehrfach in Frage gestellt. Seitens des Landes waren die stellvertretende Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und der Vorsitzende der CDU Landtagsfraktion Tobias Hans vertreten. Auch sie würdigten die Rolle und die Arbeit der saarländischen Landkreise und des Regionalverbandes. In einer weiteren Aussprache konnte sich dann auch der Vorsitzende des Landkreistages Saarland, Patrik Lauer, zu Wort melden und stellte unsere Argumente vor (siehe hierzu auch den gestrigen Artikel der Saarbrücker Zeitung, der die Meinung der Landräte gut widerspiegelt). Zum Abschluss des Tages nahm ich an der Verleihung der Verdienstmedaille des Saarlandes an Doris Deutsch, die durch die Ministerpräsidentin verliehen wird, teil. Diese Auszeichnung wurde in Vertretung durch den Chef der Staatskanzlei Jürgen Lennartz vorgenommen. Mit dieser besonderen Auszeichnung wurde das große Engagement von Doris Deutsch, der Witwe von Alex Deutsch, gewürdigt. Doris Deutsch unterstützte jahrzehntelang das großartige Wirken ihres Ehemannes und führt sein Vermächtnis in seinem Sinne weiter. Wie Alex Deutsch besucht sie regelmäßig Schulen und spricht mit Schülerinnen und Schülern und führt eindrucksvoll vor Augen, was Fanatismus und blinde Wut anrichten können. Auch engagiert sich Doris Deutsch sehr in unserer Alex-Deutsch-Stiftung. 

 

Rundum närrisch war der  gestrige „Fette Donnerstag“. Nachdem ich von den Wiebelskircher Narren verhaftet wurde, fielen dann um die Mittagszeit die Ottweiler Narren über mich her. Sie zerrten mich aus meinem Büro, verfrachteten mich in einen Käfig und brachten mich zu Schlosstheater, wo das närrische Gericht tagte. Ich hatte mir viele Gedanken darüber gemacht, wie ich mich um diese Verhaftung drücken könnte. Meine Mitarbeiter hatten Mitleid mit mir und verkleideten sich ebenfalls als Landrat. Der sprichwörtliche Scharfsinn der Narren war jedoch ungebrochen, sie führten letztendlich doch den richtigen Landrat ab. Glücklicherweise konnte ich mich etwas freikaufen, dennoch war die närrische Schmäh riesig. Gestern Nachmittag zog es mich dann an meine ehemalige Wirkungsstätte ins Neunkircher Rathaus, wo ich als Zuschauer dann die Verhaftung von Oberbürgermeister Jürgen Fried und Bürgermeister Jörg Aumann verfolgte. Ihr ganzes Klagen half nichts, die Narren schlugen auch hier unerbittlich zu. 

 

Heute Morgen fand dann die Aufsichtsratssitzung der VSE in Saarbrücken statt. Wie bereits eingangs erwähnt, nehme ich gleich an der großen Gemeinschaftssitzung der Neunkircher Karnevalsvereine (NKA) teil. Am Wochenende finden im ganzen Landkreis schöne Faschingsumzüge statt. Ich hoffe für uns alle, dass das Wetter stabil bleibt und die Närrinnen und Narren haben viel Freude bei dem bunten Treiben. 

 

In diesem Sinne: Alleh hopp und ein paar schöne Fastnachtstage

Ihr Sören Meng


17.02.2017: Dies und das und "Alleh hopp"

Landrat Sören Meng übergibt den Brandschutzbeauftragten der Kreisverwaltung ihre Urkunden
Landrat Meng gratuliert die Jubilarin Anni Köller zu ihrem 103. Geburtstag
Landrat Meng bespricht mit den Beteiligten des UpCycling-Zentrum den weiteren Projektverlauf, insbesondere den Aufbau einer Vertriebsstruktur
Eröffnung der Stadtwohnung des Almebi bis zur Sommeralm

Diese Woche war für mich eher außergewöhnlich, da ich überwiegend in meinem Büro im Landratsamt anzutreffen war. Los ging es mit dem wöchentlichen Jour fixe im Kreise der Verwaltung, in dem wir aktuelle Themen ansprachen. Natürlich kam auch hier die öffentliche Diskussion über mögliche Kreisreformen zur Sprache. Ich habe hier bereits im letzten Blog ausgiebig Stellung bezogen. Die Diskussion um Verwaltungsstrukturen ist nicht neu und entfacht immer wieder. Der Landkreistag des Saarlandes hat hier in dieser Woche ebenfalls Stellung bezogen. Es ist oftmals sehr leicht, Strukturen in Frage zu stellen, befasst man sich im Detail mit bestimmten Dingen, fällt es schon schwerer ein Urteil zu fällen. Dennoch gehören Diskussionen zu einer lebendigen Gesellschaft. Ich bleibe dabei: Unsere Landkreise haben sich bewährt und gerade in den letzten Jahren haben sie gezeigt, wie wichtig es ist, dass sie viele Aufgaben und Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger übernehmen. Am frühen Montagnachmittag übergab ich zwei Urkunden an die beiden Brandschutzbeauftragten unserer Verwaltung. Auch in der landrätlichen Verwaltung ist Brandschutz von großer Bedeutung. Daher sind auch wir gesetzlich verpflichtet, ausgebildete Brandschutzbeauftragte zu benennen, die uns auf mögliche Gefahren in den Dienstgebäuden hinweisen, aber auch Aufklärungsarbeit leisten. Werner Thom und Bernhard Schäfer haben diese Aufgabe übernommen. Beide sind seit Jahrzehnten aktive Feuerwehrmänner und kennen das Themengebiet wie keine anderen.

 

Am Dienstag besuchte ich eine besondere Jubilarin. Anni Köller feierte ihren 103. Geburtstag. Sie wohnt seit vielen Jahren im Annaheim in Wiebelskirchen. An dieser Stelle ist es mir auch ein Bedürfnis, die gute stationäre Betreuung von älteren Menschen im Landkreis Neunkirchen herauszustellen. Alle Träger engagieren sich sehr und haben ihre Einrichtungen zu offen Häusern weiterentwickelt. Hier gibt es unterschiedlichste Freizeitprogramme; auch versteht man es, ihre Arbeit transparent nach Außen darzustellen. Allen Verantwortlichen und den dort tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die jeden Tag aufs Neue wertvolle Arbeit leisten, sei an dieser Stelle besonders gedankt.   Am Dienstagnachmittag tauschte ich mich mit dem Personalratsvorsitzenden unserer Kreisverwaltung aus. Im kommenden Monat wird eine Personalversammlung stattfinden, in welcher ich auch aktuelle Themen der Kreisverwaltung ansprechen werde.

 

Am Mittwoch händigte ich einem verdienten Mitarbeiter eine Urkunde zum 40. Dienstjubiläum aus. Im Anschluss tauschte ich mich mit dem Leiter der Bau- und Schulverwaltung Gerhard Keßler zu den Schüleranmeldezahlen für das kommende Schuljahr der kreiseigenen Schulen aus. Festzustellen ist, dass an fast allen Kreisschulen die Anmeldezahlen sehr stabil sind, im Gegenteil: an einzelnen Schulen müssen gegebenenfalls zusätzliche Klassen gebildet werden. In dieser Woche ist in unserer Kreisverwaltung reges Umzugstreiben, da wir nach vielen Jahren der Anmietung das Alte Rathaus (ehem. Sitz der Stadtverwaltung Ottweiler) verlassen haben und in die ehemalige Landratsvilla mit unserer Bau- und Schulverwaltung und der Abteilung Bautechnik in die Seminarstraße gezogen sind. Auch hier schaute ich vorbei und sah mir die neuen Räumlichkeiten an. Hier erwarten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter räumlich bessere Bedingungen.

 

Gestern fand eine Besprechung des Projektes Land(auf)Schwung statt. Es ging dabei thematisch um das UpCycling-Projekt, das unsere Beschäftigungsgesellschaft AQA (Arbeit-Qualifizierung-Ausbildung gGmbH) gemeinsam mit dem Institut für angewandtes Stoffstromamangement (IfaS) umsetzt. Mittlerweile wurden schon viele Dinge produziert. Gemeinsam mit Design-Studenten werden sehr kreativ neue Produkte aus alten Stoffen entwickelt, die dann zu einem späteren Zeitpunkt zum Verkauf angeboten werden. Im Anschluss fand eine Vorbesprechung zum Workshop Regionalmarke statt. Gerade das Thema Regionalmarke liegt mir sehr am Herzen. Sie ist ebenfalls eingebettet in das Bundesprojekt Land(auf)Schwung und hat zum Ziel, regionale Produkte besser zu vermarkten und damit auch für die Bürgerinnen und Bürger besser wahrnehmbar zu machen. Hier  hat das Institut für angewandtes Stoffstromamangement (IfaS) bereits Bürgerumfragen durchgeführt und verschiedene Möglichkeiten wissenschaftlich durchleuchtet. Derzeit überprüfen wir eine mögliche Umsetzung. Hier wird Anfang des nächsten Monats ein Workshop stattfinden, in dem wir gemeinsam mit verschiedenen Partnern (u.a. Saaris und das Umweltministerium) den Aufbau einer solchen Marke besprechen und diskutieren werden. Gestern Nachmittag tauschte ich mich mit Vertretern des Steinwaldgymnasiums Neunkirchen aus. Hier ging es um Bauinvestitionen und Themen wie Digitalisierung und Medienkompetenz.

 

Heute Morgen stellte mir die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises den Frauenförderplan vor. Eine Einweihung der besonderen Art konnte ich  heute Vormittag in Neunkirchen an der Bliespromenade vornehmen, da der sagenumwobene Alm-Ebi bis zur SR³-SommerAlm sein Inventar der Almhütte mitten in der Neunkircher Innenstadt eingelagert hat. So kommt der Alm-Ebi zu einer Stadtwohnung und kann natürlich auch von dort schon für unsere 9. SommerAlm (vom 14. bis 23. Juli 2017 auf dem Haldenplateau in Landsweiler-Reden) werben. Von Neunkirchen aus ging es dann nach Saarbrücken, wo eine Aufsichtsratssitzung vorbereitet wurde. Soeben besuchte ich den langjährigen Bevollmächtigten der IG Metall Georg Jung, der seinen „runden“ Geburtstag feierte.

 

Morgen bin ich in Ottweiler zu Gange und werde beim ältesten Karnevalsverein des Saarlandes „So war noch nix“ 1847 Ottweiler e. V. die närrische Bütt besteigen. Hierzu hatte mich das närrische Gericht im vergangenen Jahr verurteilt. Allerdings werde ich das nicht persönlich tun, sondern werde einen „Hausmeister vom Landratsamt“ beauftragen, der viel über den Landrat Meng zu berichten weiß. Weitere zahlreiche Kappensitzungen werden in unserem Landkreis an diesem Wochenende durch das ehrenamtliche Engagement vieler Närrinnen und Narren für bunte Unterhaltung sorgen - na dann, „Alleh hopp“ und ein schönes Wochenende!

 

Ihr Sören Meng 


10.02.2017: „Phantasie, Ideen, Impulse und Tatkraft sind das Brennholz für ein intensives Leben“

Land(auf)Schwung-Vernetzungstreffen mit den Projektnehmer/-innen
Einen Eindruck über den Neubau der großen Almhütte verschafften sich Landrat Sören Meng und Bürgermeister Markus Fuchs bei einem Ortstermin, wo sie auch die beiden Wirte Tom Schwarz und Guido Geiger trafen.
Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt besuchte die Modellregionen Neunkirchen und St. Wendel. Er folgte damit der Einladung der beiden Landräte Sören Meng und Udo Recktenwald

Dieses Zitat von Christa Schyboll lieh ich mir aus, um beim Vernetzungstreffen unseres Projektes Land(auf)Schwung auf den Verlauf der letzten Monate zu diesem Projekt hinzuweisen. Ich hätte am Mittwoch nicht gedacht, dass unser Projekt in dieser Woche eine besondere Aufmerksamkeit erfährt. Dazu später mehr.

 

Der Montagmorgen begann für mich klassisch mit dem Jour fixe innerhalb der Verwaltung und hausinternen Terminen. Danach traf ich mich mit der Schulrätin Karin Elsner, die im Landkreis Neunkirchen für unsere Gemeinschaftsschulen verantwortlich ist. Dies war ein sehr interessanter Austausch, in dem ich Frau Elsner aus Sicht des Schulträgers geplante Maßnahmen an unseren Schulen der kommenden Zeit näher brachte. Natürlich war auch die Erweiterung der Gemeinschaftsschule Illingen durch Ganztagsklassen Thema. Hier sind wir beide gespannt, wie das neue Angebot angenommen wird. Am Montagnachmittag fand eine Redaktionssitzung zu unserem in Arbeit befindlichen „Kreisbuch“ statt. Ende des Jahres wird es herausgegeben und die Seiten füllen sich immer mehr. Viele Autoren haben uns Beiträge zugesandt, auch sind zahlreiche Fotos als Momentaufnahmen aus den letzten 30 Jahren eingegangen. Sie dürfen, liebe Leserinnen und Leser, gespannt sein, was Sie in unserem Landkreisbuch erwarten wird.

 

Am Dienstag war ich im benachbarten Saarpfalz-Kreis bei Herrn Landrat Dr. Gallo zu Gast. Solche Austausche sind immer wichtig. Es gibt saarlandweit viele Themenfelder, die die Landrätin, Landräte und der Regionalverbandsdirektor gemeinsam bewerkstelligen müssen. Auch wird immer wieder durch verschiedene Verbände von einer Neustrukturierung der Landkreise – verbunden mit einer Verwaltungsreform – geredet. Wir Landräte lehnen dies ab, denn es gibt viele und gute Gründe für die Weiterexistenz der bestehenden Landkreise. Zu den Hintergründen dieser Diskussion habe ich der Saarbrücker Zeitung ein Interview gegeben, das heute in der veröffentlich wurde. Nachlesen können Sie das Interview hier. Am Dienstagnachmittag traf ich mich mit dem Vorsitzenden der Moscheegemeinde, Nihat Güler, der mir Anliegen der muslimischen Gemeinde näherbrachte. Nihat Güler kenne ich seit vielen Jahren. Er und seine Gemeinde engagieren sich sehr für das Gemeinwohl in Neunkirchen. Die Sitzung des Prüfungsausschusses der Sparkasse Neunkirchen rundete meinen Arbeitstag ab.

 

Am Mittwoch standen hausinterne Termine auf dem Programm, ehe es dann zum Workshop des Projektes Land(auf)Schwung nach Neunkirchen ging. Hier waren viele Vertreter/-innen der einzelnen Projekte anwesend. Über zehn Projekte sind mittlerweile am Start und laufen gut an. Hier ist in den letzten Monaten viel passiert. Ob im Bereich Gesundheit, gesellschaftliches Miteinander, im Bereich „Wohnen und Arbeiten“, aber auch Wertschöpfung – alle sind hochmotiviert und geben im zweiten Teil unseres Projektes richtig Gas. Ich nutzte die Gelegenheit, um mich bei allen für ihr großes Engagement zu bedanken und bin sehr gespannt darauf, wie sich die Projekte weiter entwickeln. Im Anschluss nahm ich dann an einer Sitzung des Sparkassenverbandes Saar in Saarbrücken teil.

 

Der gestrige Tag war bestens durchplant und ich gerade in hausinternen Besprechungen, als mich ein Anruf aus dem Landkreis St. Wendel erreichte. Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft  Christian Schmidt war auf Stippvisite im Saarland – hatte noch etwas Zeit und wollte die beiden Regionen, die vom Projekt Land(auf)Schwung profitieren, St. Wendel und Neunkirchen persönlich kennenlernen. In Windeseile fuhr ich nach St. Wendel, um bei dem Minister – gemeinsam mit meinem Amtskollegen Udo Recktenwald -  unsere Projekte vorzustellen. Es war ein sehr lebendiger Austausch und der Minister zeigte sich von der Themenvielfalt unserer Projekte sehr beeindruckt. Der Arbeitsalltag eines Landrates steckt halt immer wieder voller Überraschungen... Apropos Überraschungen – was mich sehr freut ist der derzeitige Baufortschritt, der zurzeit auf dem Haldenplateau in Reden zu verzeichnen ist. Der Neubau der Almhütte geht in großen Schritten voran. Von dem Baufortschritt überzeugte ich mich gemeinsam mit dem Bürgermeister Markus Fuchs und den Pächtern der Almhütte. Was alle Beteiligten hier leisten, ist hervorragend. Gestern Abend war ich dann im Studio 1 am Funkhaus Halberg des Saarländischen Rundfunks zu Gast, denn es konnte ein besonderer Geburtstag gefeiert werden. „50 Jahre Aktueller Bericht“ ist wahrlich ein Grund zu feiern. Der Aktuelle Bericht beleuchtet viele Themen und hat auch in der Vergangenheit oftmals die Facettenvielfalt unseres schönen Kreises anschaulich dargestellt.

 

Heute Morgen war ich dann bei der Maximilian-Kolbe-Schule in Wiebelskirchen zu Gast. Die Maximilian-Kolbe-Schule engagiert sich seit vielen Jahren für Menschen in der dritten Welt, veranstaltet u.a. auch Spendenläufe und andere sozial ausgerichtete Aktionen. Hier konnten die Erlöse offiziell übergeben werden. Ich nutzte dabei auch die Gelegenheit, mich bei der Schule für das große Engagement zu bedanken.  Vor Ort lernte ich den in Kamerun tätigen Bischof Bruno Ateba Edo kennen, der ebenfalls eine Spende für seine Arbeit in Empfang nahm. Er berichtete, dass mit den bisherigen Spendengelder eine Schule gebaut und ein Brunnen realisiert wurde. Dieses Gespräch beeindruckte mich sehr, zeigt es doch deutlich, wie gut es unserer Gesellschaft hier eigentlich geht.  Danach traf ich mich mit dem Geschäftsführer der saar.is Christoph Lang, um auch über das Land(auf)Schwung-Projekt „Willkommensregion Neunkirchen“, das ebenfalls sehr gut angelaufen ist, zu reden. In diesem Moment bin ich bei der Ministerpräsidentin in der Staatskanzlei zu Gast. Der Saarländische  Verdienstorden wird gerade Ursula Meiser aus Wustweiler verliehen. Frau Meiser und ihre Familie engagieren sich seit vielen Jahrzehnten für das Gemeinwohl in unserem Kreis. Die weit über die Grenzen bekannte „Statio Dominus Mundi“ - eine beeindruckende Kapelle - wurde von der Familie erbaut und steht an bestimmten Tagen der Öffentlichkeit zur Besichtigung zur Verfügung.

 

Am Sonntag habe ich eine ganz besondere Aufgabe: ich predige in meiner Heimat-Kirchengemeinde in Wiebelskirchen. Ich habe dies vor einigen Jahren schon einmal getan. Die besondere Herausforderung für mich ist allerdings, dass ich in Mundart predigen werde.  Dies wurde von der Kirchengemeinde so gewünscht und diesem Wunsch werde ich am Sonntag um 10 Uhr in der Evangelischen Kirche in Wiebelskirchen nachkommen.

 

Ich wünsche Ihnen allen ein schönes Wochenende
Ihr
Sören Meng


03.02.2017: Woche im Zeichen der Bildung

Der Landkreis auf dem Weg zum Fairtrade-Kreis - hier Sitzung der Fairtrade-Steuerungsgruppe
Präsentation der neuen Ferienfreizeitbroschüre 2017
Interne Besprechung zur Weiterentwicklung der Jugendhilfe
Übergabe des Zuwendungsbescheides des Bildungsministerium an den Landkreis als Schulträger
Pressegespräch an der Gemeinschaftsschule Illingen - hier werden ab dem kommenden Schuljahr Ganztagsklassen eingerichtet

In dieser Woche standen schwerpunktmäßig Bildungsthemen auf dem Programm. Der Montag begann mit dem üblichen Jour fixe und den Planungen innerhalb der Kreisverwaltung. Danach traf ich mich mit meinen beiden Amtskollegen, dem St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald, und dem Landrat des Saarpfalz-Kreises, Dr. Theophil Gallo, sowie den Vertretern des Tierschutzes im Saarland, um über die geplante Tierheimfinanzierung der Einrichtungen in Niederlinxweiler und Homburg zu sprechen. Gemeinsam mit den Kommunen der Kreise wollen wir die Tierheimfinanzierung auf neue Füße stellen. Der Kreistag des Landkreises Neunkirchen hat bereits den Zuschuss für die betroffenen Tierheime beschlossen, auch die Kommunen haben teilweise schon die entsprechenden Beschlüsse gefasst. Ich hoffe, die Vertragspartner stimmen dem erarbeiteten Konsortialvertrag zu. Im Anschluss traf ich mich mit dem Geschäftsführer von Kernplan GmbH, eine Firma aus dem Landkreis Neunkirchen, der mir seine Geschäftsbereiche vorstellte. Kernplan GmbH ist u. a. für Bauleitplanung, für Regional- u. Kommunalentwicklung, Städtebau, Stadtplanung, Planungsmanagement, Modellprojekte, Gutachten, Kommunikation und Design zuständig. Vor einigen Jahren entwickelte die Firma Kernplan gemeinsam mit dem Kreis eine Handlungsstrategie für den Landkreis. Diese Ergebnisse wurden in dem Bericht „Initiative Zukunft“ zusammengefasst und  waren bereits eine gute Grundlage für unsere Bewerbung am Bundesprojekt Land(auf)Schwung. Am späten Montagnachmittag fand dann die erste Sitzung im neuen Jahr unserer Fairtrade-Steuerungsgruppe statt. Hier hat sich in den letzten Monaten einiges getan. Einige Kommunen im Landkreis Neunkirchen haben sich ebenfalls auf den Weg gemacht, um Fairtrade-Stadt bzw. Fairtrade-Gemeinde zu werden. Derzeit sind wir dabei, die verschiedenen Voraussetzungskriterien zur Überreichung des Siegels Fairtrade-Landkreis zu erfüllen. Eine sehr gute Resonanz ergab die Teilnahme am Neunkircher Weihnachtsmarkt. Im April wollen wir unsere Initiative im Rahmen des „Neunkircher Frühling“ erneut präsentieren. Auch der Kreistag wurde über den derzeitigen Sachstand durch meine Mitarbeiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, Jasmin Alt, informiert. In diesem Jahr werde ich regelmäßig an dieser Stelle über unsere Fortschritte berichten.

 

Am Dienstag traf ich mit der Schulleiterin des Ottweiler Gymnasiums, um die geplanten Maßnahmen für das Gymnasium in diesem Jahr zu besprechen. Das Gymnasium Ottweiler verfügt über stabile Schülerzahlen und wurde in den letzten Jahren kontinuierlich modernisiert. Auch für die Zukunft ist hier einiges vorgesehen. Äußeres Zeichen der Schule ist sicherlich der markante Sandsteinbau. Danach traf ich mich mit Vertretern unseres Jugendamtes und der Sozialdezernentin, um aktuelle Entwicklungen in der Jugendhilfe zu besprechen. In einer der nächsten Kreistagssitzungen wird das ISM (Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz) seinen Abschlussbericht vorstellen. Seit der vorherigen Zwischenberichterstattung haben wir schon einige Maßnahmen in die Wege geleitet. Derzeit erstellt mein Team weitere Handlungsempfehlungen für eine mögliche Neuausrichtung der Jugendhilfe. Am Dienstagnachmittag fand dann die Verbandsversammlung des Sparkassenzweckverbandes Neunkirchen statt.

 

Am Mittwoch stellte mir der Kreisjugendpfleger Markus Wittling unsere diesjährigen Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche – in Kooperation mit den Gemeinden – vor. Auch 2017 ist es uns gelungen, Kindern und Jugendlichen ein attraktives Ferienprogramm, das auch bezahlbar ist, zu präsentieren. Seit Jahren werden diese Maßnahmen sehr gut angenommen und sind – was die Feriengestaltung angeht – auch nicht mehr wegzudenken. Ab der nächsten Woche wird die aktuelle Broschüre erhältlich sein. Am Mittwochnachmittag war ich dann zu Gast an der Ganztags-Gemeinschaftsschule in Neunkirchen und traf mich dort mit dem Bildungsminister Ulrich Commerçon, um ihm die geplanten Baumaßnahmen vorzustellen. Im November hatte der Kreistag dem Erweiterungsbau an der Ganztagsgemeinschaftsschule zugestimmt. Die mit rund 1 Millionen Euro veranschlagte Maßnahme wird durch unseren Landkreis als Schulträger getragen. Finanziell unterstützt werden wir dabei durch das Investitionsprogramm „Bildung und Betreuung“ des Ministerium für Bildung und Kultur. Bildungsminister Ulrich Commerçon hat nun am Mittwoch Schulleiter Clemens Wilhelm und mir den Zuwendungsbescheid in Höhe von 400.000 Euro überreicht.

 

Der gestrige Tag begann mit der Aufsichtsratssitzung und der sich anschließenden Gesellschafterversammlung der Fahrzeug-Service-Neunkirchen GmbH (FSN), dessen Aufsichtsratsvorsitzender ich bin. Tätigkeitsfeld des Unternehmens ist der Betrieb einer Werkstatt für Omnibus- und sonstige Fahrzeuge am Standort der Neunkircher Verkehrs GmbH. Die Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt. Gestern Nachmittag besuchte ich das Pallotti-Haus in Neunkirchen. Die Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendamt und dem Pallotti-Haus besteht seit vielen Jahren und ist in fachlicher und struktureller Hinsicht von großer Bedeutung. Ich wurde freundlich empfangen, Pater Heuel und sein Team stellten mir die Einrichtung vor. Danach fand in Neunkirchen die erste Sitzung des Kreistages für dieses Jahr statt. Thema war hier unter anderem die heute gestartete Kita-Umfrage. Mit dieser Umfrage möchte der Landkreis, den Bedarf an längeren Öffnungszeiten in den Kindertageseinrichtungen im Landkreis, abfragen. Hintergrund ist eine Anregung des Kreistages zu prüfen, ob flexiblere Öffnungszeiten bei Kindertageseinrichtungen möglich seien. Zur Umfrage gelangen Sie hier. Auch der Zustand einer Kreisschule war Thema. An dieser Stelle ist es mir wichtig festzustellen, dass wir als Schulträger bestrebt sind, alle Schulen auch baulich weiterzuentwickeln. Dies ist in Zeiten knapper Kassen nicht so leicht, aber meinem Team und mir ist dies sehr wichtig. Auch der Kreistag engagiert sich hierfür sehr. Mit der angesprochenen Schule werden natürlich fortlaufend Gespräche geführt und die geplanten Maßnahmen vorgestellt.

 

Heute Vormittag war ich dann gemeinsam mit Bildungsminister Ulrich Commerçon bei der Gemeinschaftsschule Illingen zu Gast. An diesem Standort wollen wir erstmals Neues wagen und hier für das kommende Schuljahr gebundene Ganztagsklassen einrichten. Hintergrund ist die große Nachfrage nach Gebundenen Ganztagsangeboten im Landkreis Neunkirchen. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, haben sich sowohl die Schulkonferenz der Gemeinschaftsschule Illingen wie auch der Landkreis Neunkirchen für die Einrichtung einer teilgebundenen Ganztagsschule am Standort Illingen ausgesprochen. Wir freuen uns mit dieser Maßnahme die Schullandschaft zu erweitern. Dadurch wird das Bildungsangebot im Bereich Illingen vielfältiger und aufgewertet. Ich bin gespannt, wie das neue Angebot angenommen wird.

 

Morgen Abend werde ich eine Kappensitzung beim KUV Blau Gelb Wiebelskirchen, wo ich über 30 Jahre selbst aktiv auf der Bühne stand, besuchen.

Abschließend möchte ich noch auf eine derzeitige Preisverleihung, die mir persönlich sehr am Herzen liegt, hinweisen: Diese Woche hat die Alex Deutsch Stiftung, in der ich Kuratoriumsvorsitzender bin, den 1. Alex-Deutsch-Preis ausgelobt. Mit dem Preis erinnert die Stiftung an den Holocaust-Überlebenden Alex Deutsch (1913-2011) und sein unermüdliches Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus. Der Preis soll Menschen ehren, die sich im Sinne des Gemeinwesens mit toleranten Verhalten sowie Zivilcourage für ein Zusammenleben frei von Hass, Rassismus und Gewalt engagieren. Wer sich alles bewerben kann und weitere Infos finden Sie hier.

 

 

Ich wünsche Ihnen allen ein schönes Wochenende!

Ihr Sören Meng    


27.01.2017: Heimat, Theater und Wahlvorbereitungen

Die Kooperationspartner des Theaterprojekt Überzwerg
Kooperationsunterzeichnung der Beteiligten: GGSNK, Sparkasse Neunkirchen, Theater Überzwerg und der Landkreis Neunkirchen
Übergabe des Förderbescheid zum Projekt Seniorenlotsen an Landrat Meng
Übergabe des besonderen Geschenks des TGBBZ an den Schulträger
Landrat Meng und die neu konzipierte LED - Grubenlampe

Die Woche war erneut sehr terminreich. Der Montag begann wie gewohnt mit dem verwaltungsinternen Jour fixe, in dem die aktuellen Themen, die unseren Landkreis und unsere Verwaltung unmittelbar betreffen,  besprochen werden. Am Nachmittag war ich dann im Bauernhaus Habach zu Gast. Dieses Bauernhaus gibt einen guten Einblick darüber, wie die Menschen bis Mitte des 20. Jahrhunderts lebten. Die Stiftung Eppelborner Kulturbesitz pflegt und hegt dieses Haus; ein Besuch dorthin lohnt sich immer. Im Rahmen des SR Magazin mag’s war ich dort vor Ort, um Fragen rund um die saarländische Identität zu beantworten. Hier ging es unter anderem um den Heimatbegriff und das Gefühl für unseren wunderschönen saarländischen Dialekt. Diesen Termin nahm ich gerne wahr, da ich mich seit Jahren persönlich für den Erhalt der saarländischen Lebensart engagiere. Ein Sendetermin steht noch nicht fest.

 

Am Dienstag war ich in der Ganztags-Gemeinschaftsschule Neunkirchen zu Gast, die gemeinsam mit dem Theater Überzwerg ein weiteres Theaterprojekt startet. Die Kooperation mit dem Theater – das übrigens weit über die Grenzen des Saarlandes hinaus bekannt ist – gibt es bereits seit drei Jahren. Dank der Unterstützung der Sparkasse Neunkirchen kann diese Kooperation fortgesetzt werden. Ich nahm den Termin zum Anlass, die Arbeit der Gemeinschaftsschule zu würdigen. Schulleiter Wilhelm und sein Team leisten mit ihrem Konzept eine vorbildliche Grundlage zum individualisierten Lernen der Schülerinnen und Schüler. Sie haben Ihren Lehrauftrag verinnerlicht und bereichern den Schulalltag mit zusätzlichen Angeboten – sei es das Lernatelier, die Fußball- und Theaterklassen oder die weiteren kreativen Angebote der Schule im musisch-kulturellen Bereich.

 

Am Mittwoch traf ich mich mit Vertretern der Firma FAMIS. Die FAMIS ist eine Gesellschaft für Facility Management und Industrieservice GmbH, mit der wir bereits seit einigen Jahren zusammenarbeiten. Wir besprachen weitere Herausforderungen im Bereich Gebäudemanagement für unsere Verwaltung. Derzeit planen wir mehrere Baumaßnahmen. Hier ist es uns natürlich wichtig, dass wir auch die neueste Energiesparverordnung berücksichtigen, damit die Ausgaben für unsere Gebäude nachhaltig sind. Am Nachmittag fand dann die Sitzung des Kreiswahlausschusses statt. Als Landrat bin ich bei der am 26.03.2017 stattfindenden Landtagswahl Kreiswahlleiter des Wahlkreises Neunkirchen. Der Wahlkreis Neunkirchen umfasst das Gebiet der Landkreise Neunkirchen, St. Wendel und den Saarpfalz-Kreis. Am Mittwoch leitete ich die gestrige öffentliche Sitzung des Kreiswahlausschusses, in der wir 112 Kandidatinnen und Kandidaten von 15 Parteien für die Landtagswahl zugelassen haben.

 

Gestern war ich dann im Sozialministerium zu Gast. Hier wurden durch die saarländische Sozialministerin Monika Bachmann Förderbescheide an die Landkreise und den Regionalverband übergeben. Durch die Förderung des Landes nehmen wir als Landkreis am Projekt „Seniorenlotsen“ teil. Hierbei geht es um die Schaffung und Weiterentwicklung von Strukturen wie gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen und ihrem selbstbestimmten Leben im Alter. Bereits jetzt verfügt der Landkreis Neunkirchen über ein gutes Netz von Strukturen, mit Hilfe des Programmes können diese noch intensiviert werden. Aktuell umfasst die Altersgruppe der 65-jährigen älteren Menschen einen Bevölkerungsanteil von 22,1 %; im Landkreis Neunkirchen liegt dieser Anteil etwas höher: bei über 30 %. Im Anschluss traf ich mich gemeinsam mit meiner Amtskollegin und meinen Amtskollegen mit unserem Innenminister Klaus Bouillon, um künftige Projekte zu besprechen. Gestern Nachmittag fand dann im Historischen Sitzungssaal des Landratsamtes in Ottweiler die Kreisausschusssitzung statt. Hier standen einige Beschlüsse zur Bezuschussung von sozialen Projekten, wie beispielsweise der Betrieb einer Möbelbörse in der Kreisstadt Neunkirchen mit Langzeitarbeitslosen auf der Tagesordnung. Auch aktuelle Baumaßnahmen - wie zum Beispiel die Erneuerung des Halleninnenraumes des Sportzentrums Ottweiler - wurden behandelt.

 

Heute war ich beim Saarländischen Schwesternverband zu Gast, der seine Räumlichkeiten für psychisch erkrankte Menschen in der Innenstadt in Neunkirchen vorstellte. Im Anschluss fand dann in den Räumen des Technisch-gewerblichen Berufsbildungszentrums in Neunkirchen im Rahmen eines Neujahrsempfangs die offizielle Einführung des neuen Schulleiters Bernd Hussong statt. Auch wurde sein bisheriger Stellvertreter Reiner Kuhn verabschiedet. Auch für mich gab es hier noch eine Überraschung. Ich bekam eine historische Grubenlampe mit neuester LED-Technik geschenkt. Bei meinem Besuch im letzten Jahr hatte ich die Idee, eine solche Lampe bauen zu lassen. Zu meiner Überraschung bekam ich heute den Prototyp geschenkt. Vielen Dank, ich freue mich riesig darüber! Die Grubenlampe ziert jetzt mein Dienstzimmer. Später werde ich noch die Ordensverleihung meines Heimat-Karnevalsvereines KUV Blau Gelb Wiebelskirchen besuchen.

 

Um unsere Bergbau-Vergangenheit geht es am morgigen Samstag bei einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Bergbau-Unglückes. Bei einer Schlagwetter- und nachfolgenden Kohlenstaub-Explosion am 28. Januar 1907 in der Grube Reden verloren 150 Bergleute ihr Leben, weitere 37 wurden verletzt. Die Opfer stammten nicht nur aus den Ortsteilen der heutigen Großgemeinde Schiffweiler, sondern auch aus ferner gelegenen Orten des Saarlandes.  Am Sonntag bin ich als Schirmherr anlässlich dessen 110. Gründungstages beim Kneipp-Verein Neunkirchen e. V.  zu Gast.

 

Ich wünsche Ihnen allen ein schönes, nicht allzu kühles Wochenende

 

Ihr Sören Meng


20.01.2017: Unterwegs außerhalb des Landkreises

Landrat Sören Meng besuchte auf der Grünen Woche in Berlin den Stand der Hirztaler Käserei
Projekt Land(auf)Schwung präsentiert sich auf der Grünen Woche in Berlin

 

Dieses Mal ist mein Landratsblog recht kurz gehalten.

In dieser Woche war ich die meiste Zeit außerhalb unserer schönen Region unterwegs. Bereits am Sonntag reiste ich zum 40. Landräteseminar des Landkreistages Rheinland-Pfalz, in Kooperation mit dem Landkreistag Saarland und dem Bayerischen Landkreistag, in Rottach-Egern an. Auch im letzten Jahr hatte ich an dieser Tagung teilgenommen. Diese Tagung stand unter dem Arbeitstitel „Chancen der Digitalisierung für die Landkreise“. Die Seminarinhalte waren breit gefächert. Es ging von aktuellen innerpolitischen Themenstellungen über das Thema E-Government , Integrationsarbeit in den Kreisen, Handlungsforderungen und Handlungsstrategien, die uns Prof. Dr. Hans Günter Henneke (Deutscher Landkreistag) übermittelte, bis hin zu den Themen Mobilität der Zukunft und Chancen der Digitalisierung in ländlichen Regionen. Natürlich gab es auch Gelegenheit, sich mit den Amtskolleginnen und -kollegen auszutauschen.

 

Am Mittwochnachmittag trat ich die Heimreise an und machte noch Station in München. Dort traf ich den bekannten Film- und Fernsehproduzenten Prof. Dr. Günter Rohrbach, den Namensgeber des mittlerweile renommierten „Günter-Rohrbach-Filmpreises“, der alljährlich von der Kreisstadt Neunkirchen vergeben wird. Ich konnte Dr. Rohrbach dazu gewinnen, mir ein Interview für das dieses Jahr erscheinende Kreisbuch zu geben. Es war ein interessanter Austausch, in dem es auch um das Thema „Heimat“ ging.    

 

Gestern war ich wieder zurück im Landratsamt. Neben internen Gesprächen  beschäftigte mich vor allem die Büroarbeit. Viele Unterschriftsmappen der letzten Tage waren zu sichten, so wird derzeit beispielsweise die nächste Kreisausschuss- und Kreistagssitzung mit ihren Tagesordnungspunkten inhaltlich vorbereitet.

 

Heute bin ich erneut unterwegs - bereits heute Morgen habe ich mich auf den Weg nach Berlin zur 82. Internationalen Grüne Woche gemacht. Hier wird das Land(auf)Schwung-Projekt unseres Landkreises auf internationaler Ebene vorgestellt. Dass wir seitens des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft die Möglichkeit erhielten, unsere Projektinitiativen hier zu präsentieren, hat uns sehr gefreut. Das Team der Stabsstelle Land(auf)Schwung und der Regionalen Entwicklungsagentur werden hier den Messebesuchern unsere Projekte vorstellen. Die Erzeugnisse unseres Upcycling-Zentrums, insbesondere die Sinnesbänke werden sogar auf dem Messegelände verteilt, zu sehen sein. Die Internationale Grüne Woche ist mit 1.650 Ausstellern aus 66 Ländern die weltgrößte Verbraucherschau für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau.

 

In diesem Sinne beste Grüße aus unserer Bundeshauptstadt

Ihr Sören Meng


13.01.2017: Empfänge, Schulen und Willkommensregion

Die Online-Plattform des Welcome-Centers ging diese Woche offiziell an den Start, Landrat Meng (mi.) stellte sie gemeinsam mit der Willkommensmanagerin Christina Strauss (li.) und Christoph Pietz von der Regionalen Entwicklungsagentur vor
Einbürgerung im Historischen Sitzungssaal; 19 neue Mitbürgerinnen und Mitbürger erhielten von Landrat Sören Meng ihre Einbürgerungsurkunde

Die zweite Arbeitswoche in diesem Jahr begann mit hausinternen Terminen. Anschließend fuhr ich zur Verabschiedung von Dr. Horst Arend in die Stummsche Reithalle nach Neunkirchen. Über Jahrzehnte war Dr. Horst Arend Fachdienstleiter des Beratungs- und Behandlungszentrums des Caritasverbandes „Die Brigg“ und des Psychosozialen Dienstes. Ich lernte ihn schon in meiner Zeit als Stadtratsmitglied in Neunkirchen kennen. Er und sein Team haben vielen Menschen zu mehr Lebensmut verholfen und ihnen Hilfestellung gegeben, um sich – beispielsweise nach einer großen Lebenskrise, die mit einer Sucht verbunden war, wieder zurück in ein stabiles Leben zu kämpfen. Auch Projekte, die zum Beispiel junge Menschen ansprechen, wie „HaLT!“ (Alkoholpräventionsprogramm bei Kindern und Jugendlichen) und „Wiesel“ sind hier besonders zu erwähnen.  In meiner Rede bezeichnete ich Dr. Arend als „Fels in der Brandung“, als einen Fachmann, der mit einer großen Portion Lebenserfahrung ausgestattet, Ratschläge gab, das soziale Netz im Landkreis Neunkirchen zu fördern. Seinem Nachfolger, Thomas Heib,  wünsche ich an dieser Stelle alles Gute und freue mich auf die Zusammenarbeit. Am Montagnachmittag fand dann das verwaltungsinterne Jour-fixe statt, in welchem wir aktuelle Themenfelder unserer Kreisverwaltung besprachen. Der Arbeitstag am Montag endete mit einem Empfang zum 60. Geburtstag des Beigeordneten der Gemeinde Spiesen-Elversberg, Klaus-Dieter Kreuter.

 

Am Dienstag besuchte ich die Kerpenschule  Illingen-Uchtelfangen. Bei dieser Schule handelt es sich um eine  Förderschule Lernen, die derzeit von rund 70 Schülerinnen und Schüler von der Klassenstufe 1 bis 10 besucht wird. Das Besondere an der Schule ist, dass sie zwar in Trägerschaft des Landkreises Neunkirchen steht, die Räumlichkeiten sich allerdings im Besitz der Gemeinde Illingen befinden. An diesem Standort gibt es neben der Förderschule auch eine Grundschule. Die beiden Schulformen kooperieren sehr gut miteinander, was in Zeiten der Inklusion ein positives Beispiel darstellt. Der Schulleiter Manfred Pflumm empfing mich, gemeinsam mit Herrn Keßler und Frau Hinsberger von unserer Bau- und Schulverwaltung. Die Schule ist gut aufgestellt - in den vergangenen Jahren konnten, aufgrund des Konjunkturprogrammes, die räumlichen Voraussetzungen deutlich verbessert werden. Mit Hilfe einer Spende wurde hier vor wenigen Jahren auch eine Mountainbike-Werkstatt eingerichtet. Dieses Angebot kommt natürlich bei den Schülerinnen und Schülern der Kerpenschule gut an. Im Anschluss war ich dann bei der Katholischen Pfarrgemeinde Landsweiler zu Gast. Hier findet regelmäßig ein Mittagstisch für ältere Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde statt. Diese Initiative– wie auch die Begegnungsstätte - wird vom Landkreis Neunkirchen bezuschusst. Ich nutzte dabei die Gelegenheit, auf unsere „Leitstelle Älter“ werden  und auch die Angebote unseres  Pflegestützpunktes  hinzuweisen.  Solche Treffen sind sehr sinnvoll und helfen, damit ältere Menschen nicht vereinsamen. Der regelmäßige Austausch ist wichtig und wird hervorragend angenommen. Ein herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle an Carola Holzer und ihr ehrenamtliches Team.  Dies ist auch wieder ein sehr positives Zeichen von großem Engagement zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger in unserem schönen Landkreis. Am Dienstagnachmittag stand ein Termin zu unserem Projekt Land(auf)Schwung  an. Christina Strauss, die das Welcome-Center des Landkreises betreut, zeigte mir die neue Homepage. Hier wird weltweit für unsere attraktive Region geworben. Dies ist ein Bestandteil unseres Teil-Projektes „Leben-Wohnen-Arbeiten in der Willkommensregion Neunkirchen“. Klicken Sie doch einmal rein und staunen Sie, was Ihnen unsere Region zu bieten hat.  Am Dienstagnachmittag fand dann die 17. Sitzung der Trägerversammlung des Jobcenters Neunkirchen statt. Hier ging es schwerpunktmäßig um die Jahresplanungen – wie beispielsweise Personalentwicklung, Verwaltungsbudgets und natürlich die Abstimmung des Arbeitsmarktprogrammes für 2017. Die Kooperation mit der Agentur für Arbeit gestaltet sich sehr konstruktiv – auch deshalb, weil wir regelmäßig in Kontakt sind und uns über aktuelle Veränderungen rund um den Arbeitsmarkt austauschen.

 

Am Mittwoch wurde die Akademie des Saarländischen Schwesternverbandes offiziell eingeweiht. Diese Akademie ist jetzt in Neunkirchen in unseren Räumlichkeiten an der Förderschule L zu finden. Ich nahm diese Veranstaltung zum Anlass, dem Schwesternverband für die gute Arbeit zu danken. Mit dem Standort hier in Neunkirchen ist endlich auch eine Pflegeausbildung vor Ort möglich. Unser Landkreis hat neben der Heilerziehungsschule, nun eine Altenpflegeschule erhalten. Die Akademie bündelt vielfältige Aus- und Fortbildungsangebote und ist damit das Zentrum des Schwesternverbandes für ihre Bildungsarbeit. Wir alle wissen, dass der Bedarf an qualifizierten Pflegekräften groß ist. Ich nutzte dabei die Gelegenheit, mich auch bei den Schülerinnen und Schülern, die sich für eine berufliche Zukunft in der Alten- und Krankenpflege entschieden haben, zu danken. Es ist ein anspruchsvoller Beruf, der gleichermaßen Kopf, Körper und Herz fordert. Diese Menschen sind Begleiter in schweren Zeiten, unentbehrlich für unsere Gesellschaft. Auch hinsichtlich unserer demographischen Entwicklung brauchen wir dringend Nachwuchskräfte, damit unsere Gesellschaft auch im Alter medizinisch gut versorgt ist. Am Mittwochnachmittag fand ein Termin mit Vertretern der Sparkasse Neunkirchen, der SaarLB und unserer Finanzabteilung statt. Thematisch ging es um die kommunale Verschuldungsdiagnose. Hier handelt es sich um eine Vergleichsstudie, die bundesweit durchgeführt wird. Sie soll dokumentieren, wie die Gemeindeverbände aber auch die Kommunen finanziell ausgestattet sind.

 

Gestern fanden zahlreiche Termine in Zusammenhang mit dem Landkreis als Schulträger statt. So traf ich mich mit Vertretern der Ganztagsgemeinschaftsschule Merchweiler um aktuelle Themenfelder auszutauschen. Anschließend ging es in einem Gespräch mit unseren zuständigen Abteilungen um die zukünftige EDV-Ausstattung an unseren Schulen und Möglichkeiten, die sich daraus für unsere Schulen ergeben. Gestern Mittag traf ich mich mit Vertretern der Gemeinschaftsschule Illingen, wo es um die Vorbereitung für die geplanten Ganztagsklassen ging. Am Abend nahm ich dann am Neujahrsempfang der Kreisstadt Neunkirchen in der Gebläsehalle teil.

 

Um Kultur ging es heute Morgen in einem Gespräch mit der kreiseigenen Tourismus- und Kulturzentrale (TKN), in welchem wir auch die Planungen der Kreishauskonzerte für 2017 besprachen. Diese Kreishauskonzerte haben eine jahrzehntelange Tradition. Gerade unmittelbar nach dem Krieg waren diese Konzerte die ersten hochkarätigen kulturellen Veranstaltungen im Landkreis. Künftig möchte ich, dass gerade junge Menschen einen besseren Zugang zur Musik finden. Möglicherweise könnte es eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit unseren Kreisschulen geben. Im Anschluss händigte ich 19 neuen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ihre Einbürgerungsurkunde aus. Die Einbürgerung ist ein starkes Instrument für eine gelungene Integration und wirkt sich positiv auf die demografische Entwicklung unseres Landkreises aus. Darüber hinaus hatte ich noch einiges im Büro zu erledigen. In wenigen Minuten werde ich beim Neujahrsempfang der Stadt Ottweiler im Schlosstheater zu Gast sein. Dies ist der letzte Neujahrsempfang unserer Städte und Gemeinden im Landkreis Neunkirchen. Die Empfänge waren insbesondere für die Bürgerinnen und Bürger eine schöne Veranstaltung und verdeutlichen, wie vielfältig unsere Kommunen aufgestellt sind. Auch ich freute mich sehr auf den Empfängen viele Menschen zu treffen und zu „sprooche“.

 

Zwar begann das Wochenende wettermäßig recht stürmisch, dennoch wünsche ich Ihnen ein ruhiges, erholsames Wochenende. An dieser Stelle möchte ich mich noch bei allen Einsatzkräften bedanken, die heute Nacht im Einsatz waren. Gut, dass wir ein so vorbildliches Netzwerk an ehrenamtlichen Hilfskräften im Landkreis haben.

Am Sonntag werde ich zum Landräteseminar nach Rottach-Egern aufbrechen. Hauptthema dieses mehrtägigen Seminars mit Landräten aus Bayern, Rheinland-Pfalz und dem Saarland  werden die Chancen der Digitalisierung für die Landkreise sein.

 

Bis bald

Ihr Sören Meng

 

 

 

 


06.01.2017: Willkommen 2017

Landrat Meng (r.) im Gespräch mit der Regionalen Entwicklungsagentur und der Geschäftsstelle für die Jahresplanung des Modellprojektes Land(auf)schwung
Landrat Meng (l.) zu Gast in der Ausstellung "schwarzweissistdiewelt" von Andreas Engel (r.)

„Wenn‘s alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs Neue. Und war es schlecht, ja dann erst recht.“

Liebe Leserinnen und Leser meines Blogs, mit diesem Spruch von Albert Einstein wünsche ich Ihnen allen ein gutes, glückliches aber vor allen Dingen gesundes neues Jahr 2017. Ich hatte zwischen den Jahren Urlaub und konnte gut erholt meinen Dienst antreten. Zwischen den Jahren berichtet der Wochenspiegel über mein erstes Jahr als Landrat. Den Bericht finden Sie hier.

 

Natürlich ging es beim ersten Jour fixe des Jahres um eine kleine Rückschau, aber auch um die Planung der Projekte im Jahr 2017. Hier steht in den Verwaltungsbereichen vieles an. Manches habe ich ja in den vorausgegangenen Blogs bereits zur Sprache gebracht. Ich nutzte die ersten Tage des neuen Jahres, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den unterschiedlichen Dienstgebäuden aufzusuchen. Hier bot sich die Gelegenheit, über unterschiedlichste Herausforderungen unserer Verwaltung zu sprechen. Auch nutzte ich die Gelegenheit mir mit dem Leiter unserer Abteilung Bautechnik  bereits sanierte Gebäude näher anzuschauen. Hier erwähne ich beispielsweise das Dienstgebäude V (das ehemalige Schwesternwohnheim) gegenüber dem Krankenhaus in Ottweiler gelegen, in dem unsere Untere Bauaufsichtsbehörde und der Gutachterausschuss untergebracht sind. Hier konnte ein erster Bauabschnitt abgeschlossen werden, die Arbeiten werden allerdings weitergeführt. Im Laufe der nächsten Woche wird die ehemalige Landratsvilla in der Seminarstraße durch das Bauamt und das Schulverwaltungsamt bezogen. Hierdurch wird das jahrzehntelang genutzte Alte Rathaus, das im Besitz der Stadt Ottweiler ist, leer und wartet auf neue Aufgaben.

 

Am Mittwoch ging es ebenfalls um bauliche Maßnahmen. In den Dienstgebäuden gilt es beispielsweise den Wartebereich der Kfz.-Zulassungsstelle zu modernisieren und damit bürgerfreundlicher zu gestalten. Aber auch im historischen Witwenpalais (Dienstgebäude I in Ottweiler) wird in diesem Jahr der Eingangsbereich deutlich attraktiver und somit serviceorientierter. Ebenfalls am Mittwoch fand ein Gespräch in Sachen Land(auf)Schwung statt. Hier ist vieles in Bewegung und wir sind froh, dass sowohl die Startprojekte als auch weitere Projekte aus unseren Kommunen gut angelaufen sind. In dem Termin ging es um den weiteren Verlauf der Projekte, die Teilnahme unseres Landkreises an der Internationalen Grünen Woche in Berlin, aber auch um die Terminierung eines weiteren Regionalworkshops. Der Workshop ist für den 8. Februar 2017 im Dienstgebäude VII (Saarbrücker Straße, Neunkirchen) geplant und alle Bürgerinnen und Bürger sind hierzu herzlich eingeladen. Mein Arbeitstag am Mittwoch  endete mit dem Besuch einer Ausstellung des Fotografen Andreas Engel, der eine kleine Galerie in Uchtelfangen betreibt. Dort ist zurzeit die Ausstellung mit dem Titel „Scharzweissistdiewelt!“ zu sehen. Gezeigt werden schwarzweiß Fotografien von Andreas Engel, die in den letzten Jahrzehnten entstanden sind. Hier hat er auch Bürgerinnen und Bürger aus unserem Kreis portraitiert. Seine Motivation für diese Ausstellung hat er folgendermaßen in einem Ausstellungkatalog formuliert „Ich möchte auf eine andere Zeit verweisen, auf Orte, wo nicht das Ereignis zu sehen ist, sondern nur noch die Spuren, die das Ereignis zeigen. Es geht um das Bild hinter dem Bild… Wenn ich etwas entdecken will, muss ich aufdecken, nicht im investigativen Sinn, sondern im formal-künstlerischen Sinne.“

 

Neben internen Terminen stand gestern eine Besprechung mit der Geschäftsführung des Jobcenters Neunkirchen an. Aufgrund der Flüchtlingssituation und der Integrationsarbeit wurden die Mittel durch die Agentur für Arbeit deutlich erhöht. Dies hat zur Folge, dass zurzeit viele Maßnahmen laufen, und wir auch die Stellen im Jobcenter erhöhen mussten. Hier wird zurzeit hervorragende Arbeit geleistet. In den Dienststellen Illingen und Neunkirchen werden die Menschen individuell betreut, sodass der Weg der Integration gelingen kann. Auch 2017 wird es zielgerichtete Programme geben, die Langzeitarbeitslose – aber auch junge Arbeitssuchende – stärken und fördern, damit der Einstieg in die Erwerbstätigkeit gelingen kann.   Allerdings ist dies gerade für Langzeitarbeitslose sehr schwierig. Daher bin ich froh, dass es Beschäftigungsmöglichkeiten für Langzeitarbeitslose durch die verschiedenen Beschäftigungsgesellschaften gibt.

 

In dem neuen Jahr beginnen natürlich auch die zahlreichen Neujahrsempfänge. So bin ich heute Abend Gast eines Neujahrsempfangs der Polizeigewerkschaft in der Neuen Gebläsehalle in Neunkirchen. Die GdP setzt sich als größte Berufsvertretung im Polizeibereich seit fast 66 Jahren auf politischen Ebenen und in der Personalratsarbeit für die Belange der Polizeibeschäftigten im Saarland ein. Der Neujahrsempfang würdigt die Arbeit der Gewerkschaftsvertreter, aber insbesondere der Polizeibeamtinnen und –beamten, die täglich zur Sicherheit in unserem Land beitragen. Die Sicherheitslage hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert, daher ist die Polizei mehr denn je, als Garant für die Sicherheit in unserem Land, gefragt.

 

Morgen werde ich den Neujahrsempfang der Gemeinde Illingen, der mit einem bunten Programm in der „Illipse“ startet, besuchen. Auf gleich zwei Neujahrsempfänge geht es am Sonntag: Zuerst bin ich in der Glück-Auf-Halle beim Neujahrsempfang der Gemeinde Spiesen-Elversberg, später im „Big Eppel“ beim Neujahrsempfang der Gemeinde Eppelborn zu Gast.

So kann ein schwungvolles neues Jahr beginnen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen alle ein schönes Wochenende!

 

Ihr
Sören Meng 

 

 


23.12.2016: Mein erstes Jahr als Landrat geht zu Ende…

Empfang für Helferinnen und Helfer der Unwetterereignisse in Dirmingen und Illingen im Juni
Empfang für Helferinnen und Helfer der Unwetterereignisse in Dirmingen und Illingen im Juni
Pressegespräch mit dem Redaktionsleiter des Wochenspiegels Jürgen Ecker

Kaum zu glauben, Sie lesen meinen letzten Blog für dieses Jahr, da ich nächste Woche ein paar Tage frei habe und vom Ersten Kreisbeigeordneten Karlheinz Müller vertreten werde.

Es waren zwölf Monate, die mich sehr geprägt haben. Nach sechs Jahren Tätigkeit als Beigeordneter der Kreisstadt Neunkirchen wieder an meine frühere Wirkungsstätte zurückzukehren war für mich auch emotional etwas Besonderes. Längst ist das Landratsamt liebgewordener Alltag. Ich weiß ein gutes Team um mich herum zu schätzen, das Verhältnis zu den Bürgermeistern im Landkreis ist vertrauensvoll und konstruktiv. Auch die Stimmung im Kreistag empfinde ich als sehr angenehm. Es geht um die Sache, man kann immer – und das ist wichtig – unterschiedlicher Auffassung sein, aber die Argumentation sollte sich auf fachlicher Ebene bewegen und gegensätzliche Meinungen nie persönlich werden. Deshalb fällt mein Resümee als Landrat des Landkreises Neunkirchen für das erste Jahr sehr positiv aus: Es war ein ereignisreiches Jahr mit rund 900 internen und externen Terminen – gefühlt war ich nonstop unterwegs. Das große Spektrum der Aufgaben eines Landkreises, für dessen Wahrnehmung der Landrat zuständig ist, macht sich hier bemerkbar. Besonders die Mitgliedschaft bzw. Beteiligung des Landkreises in den verschiedenen Gremien von 25 Gesellschaftern nimmt viel Zeit in Anspruch. Ich besuchte die kreiseigenen Schulen, die Hochschule ASW, einige Unternehmen und nahm natürlich zahlreiche Termine in den Städten und Gemeinden wahr. Es ist schön zu sehen, wie bunt und abwechslungsreich unser Landkreis ist.

 

Der Montag begann mit einer Aufsichtsratssitzung der Industriekultur Saar (IKS), die meist im Flughafengebäude in Ensheim stattfindet. Hier wurden richtungsweisende Entscheidungen auch für unseren Erlebnisort Reden getroffen. Der Bau der Almhütte hat bereits begonnen. Auch freut es mich sehr, dass mein Wunsch mit aufgegriffen wurde, oben auf der Alm einen attraktiven Kinderspielplatz einzurichten.  Dies war auch Thema in der Kreistagssitzung der vergangenen Woche, in welcher die CDU-Fraktion einen solchen Spielplatz gefordert hatte.

Im Anschluss war ich – in meiner Funktion als Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse Neunkirchen – dabei, als Sparkasse und Sparverein Saarland e. V. drei Fahrzeuge übergaben. Hier konnten sich soziale Einrichtungen über diese Autos freuen. Ein Dank an dieser Stelle auch an die fleißigen Sparer, die diese Spenden erst ermöglichen.  Am Montagnachmittag traf ich dann die Nachwuchskräfte der Kreisverwaltung, um ihnen ein wenig unsere Verwaltung vorzustellen und auch, um mit den jungen Menschen ins Gespräch zu kommen. Es war ein schöner und lebendiger Austausch. Organisiert wurde dieses Treffen von der Jugend-Auszubildenden-Vertretung (JAV). Im Anschluss tauschte ich mich mit Hans-Günther Sachs aus Wellesweiler aus, der dort der „Mann für Geschichte“ ist. Der Wellesweiler Arbeitskreis für Geschichte, Landeskunde und Volkskultur e. V. hat dort vor Jahren, mit Unterstützung der Sparkasse und des Landkreises, eine Erlebnisschmiede eingerichtet. In unserem Gespräch ging es darum, diese Einrichtung möglichst lange zu erhalten.

 

Am Dienstag unterzeichnete ich – gemeinsam mit der Stadt Ottweiler – einen Vertrag, der den Betrieb des Jugendzentrums Ottweiler (JuZ) regelt. Hier finanziert der Landkreis, gemeinsam mit der Stadt Ottweiler, den Betrieb dieses beliebten Jugendtreffs. Es gab hier einen Trägerwechsel. Mit dem Diakonischen Werk an der Saar (DW) wurde ein erfahrener Träger gefunden, da das DW bereits in Merchweiler, Wiebelskirchen und Schiffweiler zusätzlich Jugendzentren betreibt. Dies ist sehr begrüßenswert und von dieser Tatsache werden auch die verschiedenen Jugendzentren untereinander profitieren. Am Abend fand dann eine gemeinsame Veranstaltung mit der Ministerpräsidentin des Saarlandes Annegret Kramp-Karrenbauer statt, zu welcher die Vertreter der Hilfskräfte eingeladen waren, die sich bei den Unwetterereignissen in Dirmingen und Illingen Mitte des Jahres besonders engagiert hatten. Ich nutzte die Chance, mich bei allen für ihr großes Engagement zu bedanken und den Wert der Rettungsdienste im Landkreis Neunkirchen darzustellen.

 

Am Mittwoch war ich in Sachen Jugendzentrum in Schiffweiler zu Gast. Auch hier wurde der Vertrag unterzeichnet. Zuvor jedoch war ich im Kreisgesundheitsamt in Neunkirchen unterwegs, um mich zu bestimmten Themen auszutauschen. Am Nachmittag tagte dann der Kreditausschuss der Sparkasse Neunkirchen.

 

Gestern fanden, neben verwaltungsinternen Terminen, Pressegespräche mit der Saarbrücker Zeitung und dem Wochenspiegel über die Bilanz meines ersten Amtsjahres statt. Auch „es heftche“ hatte diese Woche hier bereits über mein erstes Jahr als Landrat berichtet. Den Artikel finden Sie hier. Gestern Nachmittag fand die Sitzung des Verbandsausschusses des Zweckverbandes Landschaft der Industriekultur Nord (LIK.Nord) und der sich anschließenden Sitzung der Verbandsversammlung  statt. Hierüber wurde in den vergangenen Wochen auch in den Medien ausgiebig berichtet. Im September hatte die Verbandsversammlung der Einleitung eines förmlichen Raumordnungsverfahrens im Zusammenhang mit einer geplanten Ansiedlung eines Verbrauchermarktes in Neunkirchen zugestimmt. Allerdings wurde dieser damalige Entscheid durch die Kommunalaufsicht, aufgrund eines formellen Verstoßes  (es wurde nicht offen abgestimmt) für rechtswidrig erklärt. Damit musste der Beschluss gestern erneut gefasst werden. In der offenen Abstimmung stimmte der überwiegende Teil der Delegierten der Einleitung eines Raumordnungsverfahrens zu. Jetzt muss die Bundesbehörde entscheiden.

 

Den heutigen und letzten Arbeitstag vor der Weihnachtspause und dem Jahreswechsel nutzte ich, um vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung schöne Feiertage zu wünschen. Die Kolleginnen und Kollegen, die ich nicht erreichte, werden zu Jahresbeginn besucht. So klang für mich ein arbeitsreiches Jahr aus. Überschattet wurde diese letzte Arbeitswoche durch den entsetzlichen Anschlag in Berlin. Dieses Ereignis macht sprachlos. In diesen Tagen sind meine Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen.

 

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie schöne Weihnachtsfeiertage, Zeit zum Ruhe finden, um dann in ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2017 durchzustarten.

 

Ihr Sören Meng


16.12.2016: Auf in die Haushaltswoche

Eröffnung der Fachtagung zum Thema Alkohol in der Schwangerschaft
Verleihung der Freiherr-vom-Stein-Medaille im historischen Sitzungssaal des Landratsamtes
Das umfangreiches Zahlenwerk bildet die Grundlage des Verwaltungshandelns des Landkreises. Für die Erstellung des Haushalts ist der Landrat Sören Meng (links) und der Kämmerer Olaf Niesen (rechts) und sein Team der Finanzabteilung zuständig
Verleihung der saarländischen Pflegemedaille im historischen Sitzungssaal
Die letzte Kreistagssitzung fand dieses Jahr in Ottweiler im Landratsamt statt. Auf der Tagesordnung stand unter anderem die Genehmigung des Haushalts 2017

Bereits zum zweiten Mal in 2016 trat der Kreistag des Landkreises Neunkirchen am Donnerstag zusammen, um einen Haushalt zu beraten und zu beschließen. Ich freute mich sehr, dass es uns gelungen ist, den Haushalt 2017 fristgerecht vor Weihnachten und dem Jahreswechsel einzubringen. Das ist der Verdienst der Abteilung Finanzen, Beteiligungen und ÖPNV, an der Spitze Olaf Niesen, aber auch dem Team der Kreisverwaltung, das mit Akribie dieses Zahlenwerk gemeinsam erarbeitet hat, zu verdanken. Auch die Vorberatungen und Arbeitsbesprechungen in der Verwaltung und den verschiedenen Ausschüssen waren sehr konstruktiv.

 

Meine Arbeitswoche begann mit der Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Fachtagung. Hier ging es um das ernste Thema „Alkohol in der Schwangerschaft“. Nach Schätzungen der Bundesdrogenbeauftragten kommen hierzulande jährlich ca. 10.000 Kinder zur Welt, die unter einer Form von fetalen Alkoholspektrum-Störungen (FASD) leiden. Es handelt sich hierbei um Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft, die häufig angeborene Fehlbildungen, geistige Behinderungen, Wachstumsstörungen, Verhaltensstörungen und vieles mehr an Einschrän-kungen im Alltag zur Folge haben. Dem Arbeitskreis der Frühen Hilfen, unter der Leitung von Dr. Simon-Stolz, war es ein besonderes Anliegen, einem Fachpublikum das Krankheitsbild von FASD vorzustellen, da selbst Fachleuten oftmals Hintergrundwissen hierzu fehlt. Dies wiederum kann dazu führen, dass – sofern das Krankheitsbild nicht richtig oder frühzeitig diagnostiziert wird –  die Betroffenen keine Ansprüche auf spezifische Leistungen haben. Ziel der Fachtagung, die hervorragend besucht wurde, war auf der einen Seite Wissensvermittlung, aber auch eine Verbesserung der Vernetzung.  Die Tagung war gelebte Kooperation. Sie wurde fachlich mitgetragen, mitorganisiert und finanziell unterstützt von wichtigen Kooperationspartnern, neben dem Gesundheits- und dem Jugendamt des Landkreises, der Suchtberatungsstelle sowie dem Landesinstitut für präventives Handeln. Im Anschluss besuchte ich die Aufsichtsratssitzung der VSE in Saarbrücken. Am Montagnachmittag hatte ich die Ehre – gemeinsam mit dem saarländischen Innenminister Klaus Bouillon – die Freiherr-vom-Stein-Medaille zu verleihen. Dr. Wolfgang Brück aus Ottweiler, Winfried Dietz aus Schiffweiler, Günther Hoffmann aus Merchweiler, Hans Kerth aus Neunkirchen und Gerhard Schneider aus Spiesen-Elversberg wurden diese Medaille für ihr Wirken in der Kommunalpolitik überreicht. Alle Geehrten hatten – jeder auf seine Weise – einen beachtlichen Beitrag zur Erhaltung der Selbstverwaltung geleistet. Mit ihrem Engagement haben sie der Kommunalpolitik nicht nur einen Dienst erwiesen, sondern auch mit Ideen Leben eingehaucht. Nochmals auch an dieser Stelle herzlichen Glückwunsch!

 

Am Dienstag wurde dann der Haushaltsentwurf dem Vertreter der Saarbrücker Zeitung, Michael Beer, gemeinsam mit unserem Kämmerer Olaf Niesen vorgestellt. Bereits am Mittwoch beleuchtete er in der Presse unseren Haushalt punktgenau. Den Bericht hierzu finden Sie hier. Dem verwaltungsinternen Jour fixe schloss sich die vorberatende Sitzung des Kreistages, die Kreisausschuss-Sitzung an. Auch hier ging es wieder um den Haushalt, der zwei Tage später dann zum Beschluss anstand.

 

Auch der Mittwoch stand, neben verwaltungsinternen Terminen, im Zeichen der Ehrung. Die Sozialministerin Monika Bachmann zeichnete mit der Pflegemedaille insgesamt fünf Personen des Landkreises aus, die mit ihrem persönlichen und humanitären Einsatz die langjährige Pflege und Betreuung, meist von Familienangehörigen,  übernommen haben. Die Ministerin sprach ihnen hierfür Dank und Anerkennung aus. In meiner Begrüßung machte ich deutlich, dass – bedingt durch den demografischen Wandel  –  die Pflegebedürftigkeit der älteren Menschen immer mehr zunehmen werde. Die Pflege in der häuslich vertrauten Umgebung sei dabei der Wunsch von fast allen Angehörigen und den persönlich Betroffenen. Hier muss die Politik für die Zukunft Antworten finden. Anschließend überreichte die Sozialministerin Monika Bachmann, im Beisein des Pflegebeauftragten Jürgen Bender und mir, die Pflegemedaille des Saarlandes an Anton Rothbrust, Hannelore Zägel, Gustav Dzewior und Anita Recktenwald.

 

Gestern bereitete ich mich auf die Haushaltssitzung vor, die nach einigen Jahren wieder im Historischen Sitzungssaal des Landratsamtes in Ottweiler stattfand. Der Kreistag beschloss den von der Verwaltung vorgelegten Haushalt einstimmig, ein schönes Zeichen und gleichzeitig eine Anerkennung für das Team der Kreisverwaltung. Den Bericht der Saarbrücker Zeitung über die gestrige Sitzung finden Sie hier.

 

Heute stand dann im Zeichen des fairen Handels. Auf dem Weihnachtsmarkt in Neunkirchen am Unteren Markt stellt der Landkreis, gemeinsam mit den Akteuren unserer Fairtrade-Steuerungsgruppe und der Unterstützung der Fairtrade Initiative Saarbrücken (FIS), das Projekt Fairer Landkreis vor. Der stimmungsvolle Weihnachtsmarkt, in der Nähe der Christuskirche, findet bis einschließlich Sonntag statt.  Vielleicht sehen wir uns?

 

Ich wünsche Ihnen allen einen schönen vierten Advent,

den Schülerinnen und Schülern und natürlich auch den Lehrerinnen und Lehrern, einen guten Start in die Weihnachtsferien

 

Ihr

Sören Meng


09.12.2016: Dicht gedrängte Adventswoche…

Die Vorbereitungen zum Erweiterungsaufbau der GGS Neunkirchen laufen an
Demokratiekonferenz im Rahmen des Projektes "Demokratie leben" im Landratsamt Ottweiler
Neben zahlreichen Gremiensitzungen, Besprechungen und unterschiedlichsten Terminen ist die Büroarbeit wesentlicher Bestandteil in meiner Arbeitswoche.

Der Montag begann mit dem Jour fixe auf Verwaltungsebene und natürlich auch mit Planungen, die bereits das kommende Jahr betreffen. Danach fand an der gebundenen Ganztagsschule in Neunkirchen ein Pressegespräch statt. Anlass war der geplante Ausbau der Schule mit rund 1 Mio. € (400.000 € steuert das Land bei). Mit dem Erweiterungsbau wird unsere beliebte Ganztagsschule bessere räumliche Bedingungen erhalten. Der Schulleiter Clemens Wilhelm erläuterte uns das pädagogische System und lobte den Landkreis als Schulträger. Unsere Ganztags-Gesamtschule, die übrigens die erste ihrer Art war, und dieses Jahr 30. Jubiläum feiern konnte, wird mit dieser Investition noch besser für die Zukunft gerüstet sein. Hier finden Sie den Bericht der Saarbrücker Zeitung.
Am Mittag begrüßte ich viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Demokratiekonferenz im Landratsamt. Durch das Bundesprogramm „Demokratie leben“ haben wir die Möglichkeit, gute und inhaltlich wertvolle Veranstaltungen durchzuführen. Das Adolf-Bender-Zentrum und unser Kreisjugendamt koordinieren die zahlreichen Aktionen. Angriffe auf Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit sind dauerhafte Herausforderungen für die gesamte Gesellschaft. Wir alle wissen, dass gerade Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus - aufgrund der Herausforderungen durch Islam- und Muslim-Feindlichkeit - in letzter Zeit wieder zugenommen haben. Deshalb ist es auch mir wichtig, im Landkreis Neunkirchen Zeichen zu setzen. Um es plakativ auf den Punkt zu bringen: Wir sind ein bunter Landkreis, kein brauner Landkreis! Am Nachmittag fand dann der Sparkassenbeirat der SaarLB statt, an dem ich als Vorsitzender des Verwaltungsrats unserer Sparkasse Neunkirchen teilnahm.

 

Am Dienstag fand die Verbandsversammlung des Zweckverbandes für  Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Saar (ZRF Saar)  statt. Der Rettungsdienst - als öffentliche Aufgabe der Daseins- und Gesundheitsfürsorge - ist im Saarland eine den Landkreisen und dem Regionalverband übertragene Aufgabe. Der Zweckverband leistet hier wichtige Arbeit und hat seinen Sitz im Saarpfalz-Park in Bexbach. Der Verbandsvorsteher ist mein Kollege Landrat Udo Recktenwald. Am Nachmittag gab ich der Saarbrücker Zeitung, gemeinsam mit dem Vertreter der Entwicklungsagentur, Christian Koch,  und unserem Stabsstellenleiter Land(auf)Schwung, Thomas Thiel, ein Interview. Hierbei ging es um einen Zwischenbericht zu unserem Modellprojekt Land(auf)Schwung, da bereits die Hälfte des Förderzeitraums vorüber ist. Über aktuelle Entwicklungen informiere ich an dieser Stelle regelmäßig. Ohne mich zu wiederholen, kann ich nur feststellen, dass die Startprojekte sehr gut angelaufen sind und wir für das kommende Jahr viele weitere Aktionen rund um dieses wichtige Projekt in unserem Landkreis präsentieren werden. Gleichzeit ist sehr positiv festzustellen, dass dieses Projekt bei den Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises immer mehr ankommt. Es häufen sich Rückfragen aber auch Bekundungen von Bürger/-innen, die dieses Projekt sehr begrüßen. Ein schönes Projekt rundete den Dienstag ab: Ich habe an dieser Stelle schon mehrfach über  „Das Landkreis-Neunkirchen-Buch“ berichtet, das im kommenden Jahr erscheinen soll. Ich hatte vor wenigen Wochen dazu aufgerufen, sich mit Beiträgen zu bewerben. Unser Redaktionsteam konnte sich sehr freuen, dass mittlerweile viele Beiträge eingegangen sind. Diese werden gesichtet, danach werden die Autoren benachrichtigt und die Arbeit für unser Buch kann richtig beginnen. Nähere Infos zum Landkreis-Neunkirchen-Buch finden Sie hier.

 

 Am Mittwoch fand ein Gespräch mit Oberbürgermeister Jürgen Fried, Bürgermeister Jörg Aumann sowie Vertreterinnen und Vertretern der Verwaltungen im Rathaus in Neunkirchen statt. Dabei ging es um das wichtige Thema Integration. Hier gibt es in der Kreisstadt Neunkirchen viele Initiativen. Wir nutzten diese Besprechung zur Erörterung unterschiedliche Themen, die diesen Bereich betreffen.  Danach war ich bei der Projektleiterin  des Welcome-Centers Christina Strauss zu Gast. In Kürze wird im Rahmen von „Land(auf)Schwung“ das Welcome-Center auch im Internet präsent sein, um für unseren Landkreis zu werben. Auch diese Initiative soll helfen, dem Fachkräftemangel aktiv zu begegnen und auch Familien, die derzeit auf Immobiliensuche sind, für unseren Landkreis zu begeistern. Unser Welcome-Center bietet eine persönliche Beratungsdienstleistung für Neubürger/-innen und Migranten rund um die Themen Leben, Wohnen und Arbeiten in der Willkommensregion Neunkirchen. Ziel des Projektes ist es, die Willkommenskultur im Landkreis zu stärken, um damit die Gewinnung und nachhaltige Integration in- und ausländischer Fachkräfte und deren Familien zu fördern. Weiterhin standen interne Gesprächstermin auf dem Terminkalender.

 

Gestern tagten die Gremien der WVO GmbH und des Zweckverbandes Wasserversorgung. Hier wurden auch die jeweiligen Wirtschaftspläne für 2017 beschlossen. Unsere Wasserversorgung Ostsaar ist gut aufgestellt und bietet unseren Kunden zahlreiche Dienstleistungen. Nähere Informationen zur WVO erhalten Sie hier. Gestern Nachmittag fand die Ausschusssitzung Natur und Umwelt im Historischen Sitzungssaal in Ottweiler statt. Es wurde über die Gewährung zahlreicher Zuschüsse  entschieden, die helfen, Natur und Umwelt im Landkreis Neunkirchen zu stärken. Auch als Hobbyimker freut es mich sehr, dass unser Förderprogramm für Nachwuchsimker sehr gut angenommen wird. Bereits 2013 wurde das Projekt „Der Landkreis summt“ initiiert. Voraussetzung für die Förderung einer bzw. eines Imker-Anfänger/in/s ist es, dass sie/er Mitglied in einem Imker-Ortsverein ist und sich der Standort der Bienenvölker im Landkreis Neunkirchen befindet. So stellen wir sicher, dass die/der Imker/in über die notwendigen Fachkenntnisse verfügt bzw. stetig vertiefen kann. Auch 2017 soll die Imkerei seitens des Landkreises gefördert werden.      

 

Heute Morgen stand ein Informationsaustausch mit der Geschäftsführerin der Tourismus Zentrale Saarland (TZS) Birgit Grauvogel an. Gemeinsam mit dem Werkleiter unseres Eigenbetriebs Tourismus- und Kulturzentrale des Landkreises Neunkirchen (TKN), Christian Rau, tauschten wir uns über viele Themen und Entwicklungen im saarländischen Tourismus aus. Wir stellten übereinstimmend fest, dass der Landkreis Neunkirchen – gerade was den Tourismus angeht -  in den letzten Jahren kontinuierlich zugelegt hat. Dies belegen eindeutig die Übernachtungszahlen, aber auch die zahlreichen Attraktionen – exemplarisch nennen möchte ich unsere Premiumwanderwege, der Erlebnisort Reden, der Neunkircher Zoo, unser neu gestaltetes Freizeitzentrum Finkenrech in Dirmingen und nicht zu vergessen, viele kulturelle Highlights in unseren Städten und Gemeinden. Der Tourismus hat sich mittlerweile zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor in unserer Region etabliert. Hier sind wir uns einig, dass dieser Trend auch in Zukunft weiter anhalten wird und bei diesen Prognosen ist auch für mich die Förderung des Tourismus sehr wichtig. Nach diesem Austausch standen für mich weitere interne Besprechungen der Kreisverwaltung an.

 

Am Sonntag bin ich Schirmherr des Weihnachtskonzertes unseres Kreisjugendorchesters, das in der Christuskirche Neunkirchen um 16 Uhr beginnt. Das Kreisjugendorchester ist ein kulturelles Aushängeschild unserer Region. Die Dirigentin Claudia Wälder-Jene versteht es, junge Menschen für Musik zu begeistern. Dieses Konzert passt hervorragend zum dritten Advent.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein schönes Wochenende, verbunden auch mit ein paar besinnlichen Stunden.   

 

 

Ihr Sören Meng


02.12.2016: Erste Woche im Advent

Ein bisschen Weihnachtsstimmung im landrätlichen Büro
Kinder der Eric-Carle-Schule haben den Weihnachtsbaum im Eingangsbereich des Landratsamtes geschmückt.
Landrat Sören Meng ehrte in einem feierlichen Rahmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für 25 und 40 Dienstjahre und verabschiedete Andere in den Ruhestand.
Bei den Jubilarfeierlichkeiten bedankte sich Landrat Meng bei den einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung für ihr Engagement.

Für den Advent wünschen wir uns alle eine beschauliche Zeit. Leider ist oftmals genau das Gegenteil der Fall, denn wir sind gerade im Moment sehr oft unterwegs. Viele treffen bereits erste Weihnachtsvorbereitungen, andere hetzen von Weihnachtsfeier zu Weihnachtsfeier, so vieles muss noch in den letzten Wochen des Jahres erledigt werden. Und dennoch stelle ich immer wieder fest, dass von dieser Vorweihnachtszeit eine besondere Stimmung ausgeht. Weihnachtsmärkte, die Häuser werden geschmückt und auch in den Büros sind die Motive der Weihnacht eingezogen. Mein Dienstzimmer schmücken ein winziger Tannenbaum und ein Adventskranz. Diese Symbole lassen dann auch im Alltagsbetrieb einmal innehalten und erinnern so auch an die Botschaft von Weihnachten.

 

Meine Woche begann mit dem „Jour fixe“ mit den Führungskräften der Verwaltung, für die natürlich die Sitzungstermine und Besprechungen für das Jahr 2017 längst Einzug gehalten haben.   Weihnachtlich wurde es dann um die Mittagszeit, denn die Kinder der Eric-Carle-Schule der Lebenshilfe in Mainzweiler dekorierten unseren Weihnachtsbaum im Eingangsbereich unseres Landratsamtes  – es war ein fröhliches Treiben!  Die Kinder hatten große Freude daran, mit selbstgebasteltem Schmuck unseren Baum zu verschönern. Gemeinsam mit ihren Betreuerinnen ist der Weihnachtsbaum wieder ein Glanzstück geworden, vielen Dank all den kleinen und großen Helfern für ihren kreativen Einsatz. Danach fand eine Besprechung mit der Geschäftsführerin des Jobcenters, Katja Sauerbrey, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, Jürgen Haßdenteufel und Vertreter/-inne/n meiner Verwaltung statt. Hier besprachen wir unsere Planungen für 2017, die Arbeitsausrichtung des Jobcenters und natürlich kam auch ein für mich wichtiges Thema, die  Ausgestaltung des sogenannten zweiten Arbeitsmarktes,  zur Sprache. Ich bin froh, dass auch 2017 unsere Beschäftigungsgesellschaft AQA gGmbH Langzeitarbeitslosen Perspektiven bietet. Durch das UpCycling-Center – gefördert über Mittel des Land(auf)Schwung-Projektes – konnte auch das Angebot unserer Beschäftigungsgesellschaft erweitert werden, aber auch die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt und vieles mehr war Thema. Ich finde, ein regelmäßiger Austausch zu solchen Themen ist sehr wichtig. Mein Arbeitstag am Montag schloss eine Sitzung des Kreisjugendhilfeausschusses in Neunkirchen. Hier stand natürlich die ausgiebige Beratung unseres Haushaltes auf der Tagesordnung. Auch 2017 wird es uns möglich sein, viele soziale Projekte zu fördern und auch die Jugendhilfe dementsprechend auszurichten. Zu einer entsprechenden Neu-Ausrichtung habe ich mich bereits im letzten Blog geäußert. Hier wird die Aufgabe sein, die Ergebnisse des ism (Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz) auszuwerten und auch personell neue Weichen zu stellen.

 

Der Dienstag stand dann im Zeichen der Sparkasse. Am Morgen fand im Hause des Sparkassenverbandes Saar die Sitzung des Verbandsvorstandes und der Verbandsversammlung statt. Gast bei der Verbandsversammlung war der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon. Der erfahrene Politiker und Präsident aller Sparkassen hielt einen beeindruckenden Impulsvortrag und wagte dabei auch einen Blick in die Zukunft - ein interessanter und nachhaltiger Vortrag. Im Anschluss traf ich mich dem Geschäftsführer unserer Wasserversorgung, Stefan Kunz. Inhaltlich  ging es dabei um die Vorbereitung der anstehenden Gremiensitzungen. Dann schloss sich die Sitzung des Beirates der Kreisvolkshochschule (KVHS) im Historischen Sitzungssaal in Ottweiler an. Hier stellten die örtlichen Leiter unserer Volkshochschulen ihre Programme und ihre Tätigkeitsschwerpunkte vor. Die nebenamtlichen Leiterinnen und Leiter leisten wichtige Bildungsarbeit und überzeugen durch ihr kontinuierliches Engagement. Der Leiter unserer Kreisvolkshochschule, Hans-Jürgen Schäfer, stellte dann das überörtliche Programm vor, in dem auch immer aktuelle gesellschaftliche Themen ihren Platz finden. Gerade bei den Sprachkursen für Flüchtlinge leistete unsere KVHS in den letzten Monaten eine sehr wichtige Arbeit. Am Dienstagabend ging es dann zu einer stimmungsvollen Jahresabschlussfeier unseres Eigenbetriebes Tourismus- und Kulturzentrale des Landkreises Neunkirchen (TKN). Hier nutzte ich die Gelegenheit, mit den Förderern unseres regionalen Tourismus ins Gespräch zu kommen. Für den Tourismus war dieses Jahr sehr erfolgreich. Alle Veranstaltungen unserer TKN in den Städten und Gemeinden unseres Landkreises kommen sehr gut an, die Übernachtungszahlen sind deutlich gestiegen und auch das breit gefächerte Angebot wird von den Bürgerinnen und Bürgern – auch weit über den Landkreis hinaus – gut angenommen.  Es war ein schöner Abend.  

 

Am Mittwoch fand dann das Vierteljahresgespräch mit dem Personalrat der Kreisverwaltung statt. Hier konnten wir viele Dinge des inneren Dienstbetriebes besprechen und zahlreiche Aktionsfelder der Zukunft thematisch beleuchten. Es war ein sehr angenehmer und offener Dialog. Am Nachmittag fand dann die erste Kreisausschusssitzung zur Vorberatung des Haushaltes 2017 statt. Im Rahmen des Haushaltserlasses finden im Vorfeld, neben einem Abstimmungsgespräch mit den Ober-/Bürgermeister der kreisangehörigen Kommunen,  zwei Ausschusssitzungen zur intensiven Beratung des Haushaltes statt. Dies dient einer optimalen inhaltlichen Abstimmung mit allen Beteiligten, soll größtmögliche Transparenz schaffen und der Leistungsfähigkeit der Kommunen Berücksichtigung schenken. Am Mittwochabend wurden einzelne Themenfelder des Haushaltentwurfes  eingehend diskutiert.

 

Neben hausinternen Terminen fand gestern die Ehrung unserer Kreisbediensteten statt. In einem feierlichen Rahmen konnte ich Kolleginnen und Kollegen für 25 und 40 Dienstjahre ehren; auch die Ruheständler kamen noch einmal in den Historischen Sitzungssaal, um gebührend verabschiedet zu werden. Es war eine bewegende Atmosphäre, aber ebenso wurde im Anschluss so manche Anekdote „aus alten Zeiten“ ausgetauscht. Für mich sind solche Anlässe wichtig, um mich als Verwaltungsleiter beim Team der Kreisverwaltung zu bedanken. Die Kreisverwaltung befindet sich in einem kontinuierlichen Wandel, viele Themenfelder kamen in den vergangenen Jahren hinzu. Das Team der Kreisverwaltung hat es immer geschafft, diesen Anforderungen gerecht zu werden. Daher erfüllt es mich mit Stolz, einer solchen „Mannschaft“ vorzustehen. Gestern Abend war ich bei der Jubiläumsfeier der „Kolbe-Singers“  in Wiebelskirchen zu Gast. Die Kolbe-Singers wurden vor 20 Jahren gegründet und engagieren sich auch im sozialen Bereich. Der Chor ist sehr lebendig und bereichert viele Veranstaltungen in unserer Region.

 

Heute fand die Vorstandssitzung des Landkreistages Saarland statt und es standen wieder zahlreiche Themen auf der umfangreichen Tagesordnung. Vieles wird bereits auf Fachebene vorbereitet, bevor wir dann im großen Plenum darüber entscheiden. Hierbei herrscht eine sehr konstruktive, lösungsorientierte Stimmung, sodass wir auch 2017 wichtige Themen, die unsere Gesellschaft betreffen, auf den Weg bringen können. Mein heutiger Arbeitstag endet gleich mit einer Sitzung des Verwaltungsrates der Sparkasse.

 

Morgen geht es dann zum Nikolausmarkt nach Hirzweiler. Hier findet ein gemütlicher und sehr stimmungsvoller Weihnachtsmarkt rund um den Hirzbachhof statt.

 

Ihnen allen wünsche ich einen schönen 2. Advent. Zurzeit gibt es viele Veranstaltungen zu erleben. Machen Sie von dem großzügigen Angebot Gebrauch, denn es lohnt sich unseren Landkreis gerade in dieser Zeit zu genießen.

 

Ihr Sören Meng


25.11.2016: Die Adventszeit beginnt...

Scheckübergaben in Höhe von insgesamt 20.600 Euro zugunsten von 51 Altenbegegnungsstätten im Landkreis
Landrat Sören Meng im Gespräch mit Vertretern des Kreisjugendamtes uns des Instituts für Sozialpädagogische Forschung Mainz
Landrat Sören Meng bei derm Zeitzeugengespräch mit Friedrich Decker, Gerd Meiser und Dr. Peter Bierbrauer zum Ende der Neunkirchen Eisenzeit; Foto: Facebook/Jörg Aumann

Die neue Woche begann für mich mit einer Sitzung des Akademieausschusses des Sparkassenverbandes Saar in St. Wendel. Diese Akademie der Sparkassen-Finanzgruppe ist die zentrale Bildungsstätte und damit das Kompetenzcenter für Personalentwicklung der Sparkassen im Saarland. Hier wurden vielerlei Themen rund um das reichhaltige Fortbildungsangebot besprochen. Am Montagnachmittag freute ich mich sehr darüber, Zuwendungsbescheide und Schecks in Höhe von insgesamt 20.600 € an die Begegnungsstätten im Landkreis Neunkirchen zu überreichen. Ich betonte, dass es gerade im Zeitalter der Digitalisierung wichtig ist, dass es Begegnungsstätten mit persönlichen Kontakten gibt. Hier leisten die Kirchengemeinden, Vereine und Verbände unverzichtbare, wichtige Arbeit. Sie bieten den Bürgerinnen und Bürgern Gelegenheit und Raum, sich zu treffen, sich auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Als besondere Überraschung konnte ich den Vertreterinnen und Vertretern ein Buch des Eppelborner Autors Arno Meiser überreichen, das auch für die Seniorenarbeit sehr geeignet ist. Dieses kleine Präsent war erst durch das Engagement des Demenzvereins im Landkreis Neunkirchen und unserer Sparkasse Neunkirchen möglich geworden. Nach der Scheckübergabe tagten Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis Neunkirchen (WFG). Für diese Gesellschaft wird das Jahr 2017 eine große Veränderung mit sich bringen, denn im Frühjahr wird unsere WFG vom Neunkircher Gewerbegebiet Blücherflöz mitten in die City, an die Blies-Terrassen umziehen. Auch ein neues Gründerzentrum, das über unser Projekt Land(auf)Schwung finanziert wird, wird dort zu finden sein. Ich bin mir sicher, dass dieser Umzug für Unternehmerinnen und Unternehmer, aber auch für Bürgerinnen und Bürger sehr von Vorteil ist, da unsere WFG zentral gelegen und damit besser erreichbar sein wird.

 

Am Dienstagmorgen fanden verwaltungsinterne Termine statt. Im Jour fixe besprach ich – wie gewohnt – aktuelle Herausforderungen unserer Verwaltung. Gerade zum Jahresende gilt es viele Dinge zu erledigen, zu planen und natürlich ist der im Dezember zu beschließende Kreishaushalt 2017 immer wieder Thema dieser Runde. Am Dienstagnachmittag war ich mit einigen Amtskollegen bei der VSE zu Gast, wo wir uns zu einer Beratung zusammenfanden.

 

Am Mittwoch traf ich mich mit Vertretern des Instituts für Sozialpädagogische Forschung Mainz (ism), das derzeit die Jugendhilfe im Landkreis Neunkirchen untersucht und in der vergangenen Kreistagssitzung erste Handlungsempfehlungen gab. Dieses Forschungsinstitut verfügt über große Erfahrungen. Wie bereits im vergangenen Blog erwähnt, haben meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamtes eine hohe Fallbelastung. Daher haben wir in unserem Haushaltsentwurf erste vom Institut empfohlene Schritte veranlasst, die im Kreistag behandelt werden. Hier muss ein präventiver Ansatz höchste Priorität haben, denn dies hilft Kindern, Jugendlichen sowie ihren Familien und wirkt so langfristig einer Kostensteigerung im Bereich Jugendhilfe entgegen. Dieses Thema wird mich auch im kommenden Jahr intensiv beschäftigen. Ziel einer fortschrittlichen Jugendhilfe muss es sein, Kinder und ihre Familien optimal zu stärken, um eine Chancengleichheit gewährleisten zu können. Am Mittwochnachmittag tagte das Entscheidungsgremium unseres Projektes Land(auf)Schwung, in dem wir weitere Projekte berieten. Bereits jetzt laufen die Vorbereitungen für 2017 auf Hochtouren. Nach der Sitzung des Entscheidungsgremiums tagte der Schul- und Bauausschusses und setzte sich intensiv mit den Planungen für das kommende Jahr auseinander. Da es sich hierbei um eine nicht-öffentliche Sitzung handelt, kann ich an dieser Stelle nicht ausführlich über Inhalte berichten. Allerdings fließen die Überlegungen des Schul- und Bauausschusses in die Haushaltsberatungen für den kommenden Haushalt mit ein. Als Schulträger sind wir natürlich bemüht, alle Schulen auch im kommenden Jahr gut auszustatten. 

 

Der gestrige Tag stand im Zeichen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). In meiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der VGS mbH (Verkehrsmanagement-Gesellschaft Saar mbH) gab es vieles rund um den öffentlichen Personennahverkehr zu besprechen. Die Aufgaben der VGS reichen von der Nahverkehrsplanung, Durchführung von ÖPNV-Ausschreibungen bis hin zu Verkehrsleistungen. Der Fokus dabei liegt in der Steigerung der Qualität und der Wirtschaftlichkeit. Danach tagte die Versammlung des Zweckverbandes Personennahverkehr Saarland (ZPS). Gestern Nachmittag fand eine Kuratoriumssitzung der Alex-Deutsch-Stiftung im Raum der Begegnung in der Alex-Deutsch-Gemeinschaftsschule in Neunkirchen-Wellesweiler statt. Im „Raum der Begegnung“ können Besucher/-innen den Lebensweg von Alex Deutsch nachverfolgen, aber auch erfahren, dass es nach dem Tod von Alex Deutsch im Jahr 2011 vielerlei Aktivitäten im Sinne seines Vermächtnisses gibt. Im kommenden Jahr soll erstmals der Alex-Deutsch-Preis vergeben werden. Darauf werde ich zu einem späteren Zeitpunkt näher eingehen. Im Anschluss fand gestern die Ausschusssitzung Gesundheit und Soziales im Historischen Sitzungssaal in Ottweiler statt. Der thematische Schwerpunkt lag hier ebenfalls beim Teilhaushalt für diesen Fachbereich. Mein gestriger Arbeitstag endete im neuen Hüttenstadtmuseum in Neunkirchen, in dem der Förderkreis Städtische Galerie / Museum Neunkirchen e. V. zu einem Zeitzeugengespräch mit Friedrich Decker, Gerd Meiser und Dr. Peter Bierbrauer eingeladen hatte. Als Vorsitzender des Förderkreises freute ich mich sehr über die große Resonanz. Die sehenswerte Ausstellung Neunkirchen 0.1 ist noch bis Anfang 2017 zu bewundern. Sie zeigt eindrucksvoll Neunkirchen am Ende der Eisenzeit.

 

Der heutige Tag stand ebenfalls im Zeichen des Haushaltes 2017, denn dieser wurde im Entwurf dem Oberbürgermeister, der Bürgermeisterin und den Bürgermeistern des Landkreises Neunkirchen präsentiert. Ein Fokus lag dabei natürlich auch auf der Kreisumlage, die die Städte und Gemeinden anteilsmäßig aufbringen müssen. Aber auch das Thema Jugendhilfe stand auf dem Programm.

 

Gleich werde ich eine Ausstellung des Künstlers Helmut Weigerding in der Alten Schule Mainzweiler eröffnen. Darauf habe ich mich sehr gefreut, da ich den Künstler seit Jahren gut kenne und seine Kunst sehr schätze. Die Kreisvolkshochschule gibt auch der Kunst im Landkreis einen großen Raum – diese aktive Kulturförderung finde ich wichtig.

 

Morgen bin ich als Schirmherr auf der Kreiskaninchenschau in Wustweiler zu Gast. Ihnen liebe Leserinnen und Leser wünsche ich einen schönen ersten Advent. Im ganzen Landkreis finden bereits Weihnachtsmärkte statt. Vielleicht sehen wir uns in Ottweiler, Illingen, Wiebelskirchen, Dirmingen…?

 

Herzliche Grüße

Ihr
Sören Meng

 

 


18.11.2016: Termine in Hülle und Fülle

Ein Geschenk von Kirchenverterer beim Pfarrkonvent des Evangelischen Kirchenkreises Saar-Ost
Pressekonferenz zum Modellprojekt "Lückenlose Betreuung" mit Wirschaftsministerin Anke Rehlinger, Bildungsminister Ulrich Commerçon, Detlef Scheele der Agentur für Arbeit und Heidrun Schulz der Regionldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit
Überreichung der Einbürgerungsurkunden
Landrat Sören Meng überreicht die Ernennungsurkunde an Werner Thom (mi.). Thoms Vertreter, Kreisbrandmeister Michael Sieslack (li.), war ebenfalls gekommen, um Glückwünsche zu überbringen.
Dichterlesung mit Arno Meiser
Vorstellung des Tourismusbarometer der Tourismuszentrale Saar 2016
Besuch der Jobmesse, die im Rahmen unserer Vitalwoche im Sozial-Pflegerischen Berufsbildungszentrum in Neunkirchen

Man merkt deutlich, dass das Jahr 2016 nur noch wenige Wochen hat, denn ein Termin reiht sich an den anderen…

Am Montagmorgen war ich beim Evangelischen Kirchenkreis Saar-Ost auf dem Pfarrkonvent zu Gast. Der Kirchenkreis Saar-Ost umfasst neben dem Landkreis Neunkirchen auch den Landkreis St. Wendel und Teile des Regionalverbandes Saarbrücken. Hier waren zahlreiche Kirchenvertreter vor Ort, um mit mir über meine Aufgabenstellungen als Landrat zu diskutieren. Es war ein sehr guter, konstruktiver Austausch. Auch wurde ich von Superintendent Gerhard Köppke gefragt, was ich von den Vertreterinnen/Vertretern der Kirche erwarte. Ich nahm die Gelegenheit zum Anlass, mich für die gute Zusammenarbeit in der vergangenen Zeit zu bedanken, gerade in der Flüchtlingsarbeit leistet die Kirche unverzichtbare Arbeit. Aber auch bei den Themen Jugendhilfe und Ehrenamt gibt es viele Anknüpfungspunkte - wenn  es um die soziale Sicherheit geht, sind es viele Dinge, die uns gemeinsam beschäftigen. Aus diesem Grund vereinbarten wir, dass wir auch künftig in Kontakt bleiben, damit alle Seiten wissen, welche Themen gerade besonders wichtig sind und was man gemeinsam bewegen könnte. Ich freute mich sehr über ein kleines Geschenk. Es handelt sich dabei um eine Playmobil-Figur von Martin Luther, die jetzt meinen Schreibtisch in Ottweiler ziert. Wir befinden uns im 500sten-Jahr der Reformation und natürlich steht hier auch die Person Martin Luther mit Licht- und Schattenseiten im Fokus. Auf der einen Seite war er großer Reformator, auf der anderen Seite allerdings ein Mensch, der sich energisch gegen andere Religionen stellte und diese auch verunglimpfte. Ich finde es gut, dass die evangelische Kirche auch diese Aspekte Luthers im Jubiläumsjahr der Reformation mit aufnimmt. Am Nachmittag stand dann ein überregional wirkender Termin mit der Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger, dem Bildungsminister Ulrich Commerçon, dem designierten künftigen Verantwortlichen der Agentur für Arbeit, Detlef Scheele, und der Leiterin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, Heidrun Schulz, an. Hier hatte ich Gelegenheit, mich zu dem Projekt „Lückenlose Betreuung“ zu äußern. Der Landkreis Neunkirchen wurde im vergangenen Jahr aufgrund der  gut funktionierenden Zusammenarbeit von Landkreis, Jobcenter und Agentur für Arbeit als Modellregion für dieses Pilotprojekt ausgewählt. Dieses Projekt ermöglicht, dass wir junge Menschen in der Übergangsphase zwischen Schule und Beruf besser begleiten können, sodass möglichst wenig junge Menschen „durchs Netz fallen“.  Die Jugendberufsagentur und die Schulen im Landkreis werden mithilfe der Netzwerkstelle „Lückenlose Betreuung“ eng verzahnt. Das erste Modelljahr ist gut angelaufen, wir sind sehr froh, dieses Modellprojekt bei uns im Landkreis zu haben. Es sorgt für eine nahtlose Betreuung im Übergang von Schule und Beruf und gibt Orientierung in einem funktionierenden Netzwerk von arbeitsfördernden Maßnahmen. Es  leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag zur sozialen Integration, sondern ist insbesondere eine große Stütze für die jungen Menschen in unserem Landkreis. Nach Ende der Modellphase Anfang 2019, wird sich entscheiden, ob das Modellprojekt saarlandweit ausgeweitet wird.

 

Am Dienstag fanden dann die verwaltungsinternen Gespräche und Planungen für die kommende Zeit statt. Danach tauschte ich mich mit dem Geschäftsführer von saar.is, Christoph Lang,  aus, der im Rahmen des Projektes Land(auf)Schwung Projektträger des Welcome-Centers ist. Auch für die vielbeachtete Saarland-Kampagne ist saar.is verantwortlich. Am Dienstagnachmittag fand die Sitzung des Kreistages statt. Hier wurden wichtige Beschlüsse gefasst – u. a. wurden Mittel freigegeben, um einen dringend benötigten Anbau an unserer Ganztagsgemeinschaftsschule in Neunkirchen zu realisieren. Rund 1 Mio. Euro werden bis zum nächsten Jahr verbaut, 400.000 Euro werden durch das Bildungsministerium bezuschusst. Sehr interessant war der Zwischenbericht des Instituts für Sozialpädagogische Forschung  Mainz (ism gGmbH), den der Geschäftsführer, Heinz Müller, vorstellte. Man stellte fest, dass die Mitarbeiter/-innen des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) des Kreisjugendamtes im Vergleich zu anderen Landkreisen eine sehr hohe Fallbelastung haben. Auch gab es weitere Handlungsempfehlungen von ism, die zum Teil bereits in die Haushaltsvorberatungen 2017 mit einfließen. Ich bin zuversichtlich, dass wir hier Kinder und Jugendliche besser und intensiver betreuen können, was sich letztendlich auf die Kosten im Bereich der Jugendhilfe auswirken wird. Allerdings ist dies ein Prozess, der nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen ist. Auch händigte ich dem neuen und alten Kreisbrandinspekteur Werner Thom die Ernennungsurkunde aus. Thom ist ein erfahrener Netzwerker und engagiert sich sehr für die Belange unserer Wehren im Kreis. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit! Am Dienstagabend hatte ich dann als Schirmherr das Vergnügen, die 39. Impression Musicale am Illtal-Gymnasium zu eröffnen. Bis Sonntag besteht die Möglichkeit, „handgemachte“ Musik zu genießen. Die Aktion Palca steht schon seit Jahrzehnten für praktizierte Nächstenliebe. So treten alle Künstlerinnen und Künstler ohne Gage auf, der Erlös fließt zu 100 % in soziale Projekte in Afrika. Die  Gründungsmütter  und -väter der Aktion Palca und der Impression haben nachhaltige Arbeit geleistet, denn auch nach Jahrzehnten wird das Festival weiterhin immer mit Enthusiasmus und neuen Ideen angereichert.  Ganz unterschiedliche Stilrichtungen sind hier zu hören und lassen unser Illtal-Gymnasium in seinem 50. Jubiläumsjahr wieder zu einem Zentrum der Kultur und der Musik werden.

 

Am Mittwoch besprach ich mich mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Thema elektronische Vergabe. Diese Form der Vergabe wird in Zukunft verpflichtend werden und sichert damit höchstmögliche Transparenz. Ausschreibungen in unterschiedlichen Bereichen können hier besser vollzogen werden. Danach händigte ich 22 Bürgerinnen und Bürgern die Einbürgerungsurkunde aus. Dabei wies ich auf die Grundrechte hin und schenkte allen eine Ausgabe unseres Grundgesetzes. Am Nachmittag war ich dann bei der Bachelorfeier der ASW Berufsakademie Saarland zu Gast. Hierbei nutzte ich die Gelegenheit, in meinem Grußwort der ASW zum 25. Geburtstag zu gratulieren. Ich bin sehr stolz darauf, dass die ASW mittlerweile in Neunkirchen zu finden ist und unser Landkreis Neunkirchen damit Hochschulstandort ist. Allen Absolventinnen und Absolventen an dieser Stelle nochmals meinen herzlichen Glückwunsch zu ihrem erfolgreichen Abschluss. Danach besuchte ich eine Dichterlesung im Rahmen der Vitalwoche von Arno Meiser. Arno Meiser schreibt seit vielen Jahren lustige, beschwingte Texte, die große Anerkennung genießen. Der Eppelborner Bürger hat aber auch in den letzten Jahren für die Arbeit mit Seniorinnen und Senioren und für Menschen, die an Demenz erkrankt sind, eigene Bücher herausgegeben, die sehr gut angenommen werden. Die Veranstaltung in Kooperation mit unserer Leitstelle „Älter werden“ im Historischen Sitzungssaal in Ottweiler war gut besucht, es wurde herzhaft gelacht.

 

Am Donnerstag tauschte ich mich mit Illingens Bürgermeister Dr. Armin König aus, danach stand im Landratsamt Saarlouis eine Besprechung der Landrätin/Landräte und des Regionalverbandsdirektors an. Am Nachmittag wurde dann das Tourismusbarometer der Tourismuszentrale Saar 2016 vorgestellt, das die Sparkassenfinanzgruppe präsentierte. Dabei traf ich auch meine Vorgängerin, die heutige Präsidentin des Sparkassenverbandes Saar Cornelia Hoffmann-Bethscheider. Es ist schön, dass sich der Tourismus so gut im Landkreis Neunkirchen – aber natürlich auch saarlandweit – entwickelt.

 

Heute war ich bei der Jobmesse, die im Rahmen unserer Vitalwoche im Sozial-Pflegerischen Berufsbildungszentrum in Neunkirchen stattfand, zu Gast. Hier war erstmals der neue Schulleiter des Berufsbildungszentrums Bernd Hussong Gastgeber. Die Messe wurde hervorragend angenommen, viele jungen Menschen nahmen die Gelegenheit wahr, sich rund um Pflegeberufe zu informieren. Vielen Dank der Projektleiterin der Vitalregion Kathrin Herbst und dem Leiter des Institutes für Präventives Handeln Prof. Dr. Günter Dörr für die sehr gute Kooperation. Ein weiteres Projekt im Rahmen von Land(auf)Schwung, das Früchte trägt. Soeben  fand dann eine weitere Sitzung des Fair-Trade-Ausschusses statt. Hier sind wir bereits ein Stück weitergekommen und beabsichtigen, unsere Bemühungen für einen „fairen Landkreis Neunkirchen“ am Neunkircher Weihnachtsmarkt vom 16.  -18.  Dezember  mit einem eigenen Stand zu zeigen. In wenigen Minuten werde ich gemeinsam mit dem Neunkircher Oberbürgermeister das Festival „UnStumm-Rock gegen Rechts“ in der Stummschen Reithalle in Neunkirchen eröffnen. „Rock gegen Rechts – Konzerte“ werden seit 1979 deutschlandweit veranstaltet und gibt es bereits seit vielen Jahren in unserem Landkreis. Die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen zeigen, wie wichtig solche Veranstaltungen sind. Mit dem Festival möchte der Landkreis und die Stadt Neunkirchen dazu beitragen, dass demokratischen Grundsätze und ein respektvolles Miteinander verschiedener Kulturen gelebt werden. Damit signalisieren wir, wir sind „unstumm“, wenn es um Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit geht. Dieses Thema hat im Landkreis Neunkirchen hohe Priorität, weshalb wir auch einer „Partnerschaft für Demokratie“ mit dem Bundesprojekt „Demokratie leben“ angehören. Auch sind einige Schulen im Kreis „Schulen ohne Rassismus, Schule mit Courage“. In den zahlreichen Jugendtreffs im Landkreis sowie bei vielfältigen Projekten werden mit aktiver Jugendarbeit Werte der Demokratie und Vielfalt vermittelt. Dies ist in heutiger Zeit wichtig wie nie. Wir müssen immer wieder klarmachen, dass nur ein gesellschaftliches Miteinander ohne Vorurteile zukunftsfähig ist. Wir sind bunt – nicht braun!

 

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende

Ihr Sören Meng


11.11.2016: Ehrenamtliches Engagement, Sitzungswoche und Fußball

Hans Bollinger bei seiner Buchvorstellung mit dem Ersten Kreisbeigeordneter Karlheinz Müller
Landrat Sören Meng bei der Übergabe der Zertifikate an die ehrenamtlichen Demenzhelferinnen und -helfer
Landrat Sören Meng besuchte die Fußballmannschaft des LK NK beim Hallenfußballturnier in Merzig
Die Fußballmannschaft des Landkreises Neunkirchen

Diese Woche war – was die weltpolitischen Ereignisse angeht – sicher etwas Besonderes. Die Wahl von Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika ist aus unserer Sicht kurios und verwunderlich zugleich. Alle Prognosen waren falsch, der Populist konnte sich durch-setzen. Es bleibt abzuwarten, wie er sein neues Amt ausleben wird und ob bzw. welche Auswirkungen es auf Europa geben könnte. Betroffen machte mich die Art und Weise, wie der Wahlkampf geführt wurde und wie Menschen darauf reagieren.

Denn wir alle wissen, dass leichtfertig geäußerte Thesen gefährlich sind und Worte bereits viel Negatives bewirken können. Die Politik darf den Kontakt zu den Wählerinnen und Wählern nicht verlieren und muss sich für einen konstruktiven, ehrlichen Dialog stark machen. Nicht Parolen, sondern Inhalte und Taten müssen überzeugen.  Das sollte Ansporn für Jeden sein, der sich auch auf kommunaler Ebene engagiert.

 

Die Woche begann mit einer Lesung im Landratsamt. Der Pädagoge, Musiker, ehemalige Schulleiter Hans Bollinger stellte sein neues Buch „Unterwegs in Polen – Begegnungen mit Menschen, Ihrer Geschichte und Heimat“  vor. Hans Bollinger initiierte die Partnerschaft des Landkreises mit dem Kreis Jaroslaw in Polen. Da ich verhindert  war, übernahm der Erste Kreisbeigeordnete Karlheinz Müller diesen Termin.

 

Neben hausinternen Terminen fand die Abschlussveranstaltung der ehrenamtlichen Aus- und Weiterbildung  der Demenzhelferinnen und  -helfer im Landkreis Neunkirchen statt. Um eine einheitliche, qualitativ hochwertige Ausbildung zu gewährleisten, führt unser Landkreis - in Kooperation mit dem Caritasverband - bereits seit 2011 die Ausbildung der Demenzhelferinnen und -helfer durch. So konnten in den letzten Jahren über 90 Frauen und Männer als Demenzhelfer/innen qualifiziert werden. Dieses Mal übergab ich das Zertifikat an 7 Frauen und Männer. Mittlerweile gibt es glücklicherweise in unserem Landkreis viele sogenannte niedrigschwellige Betreuungsangebote (Anbieter sind hier das Deutsche Rote Kreuz, der Caritasverband, ASB Illingen und Neunkirchen sowie die Evangelischen Kirchengemeinden Uchtelfangen und Landsweiler), die an Demenz Erkrankte und ihre Angehörigen nachhaltig entlasten. Es gibt im Landkreis Neunkirchen insgesamt 11 Betreuungsgruppen und einen familienentlastenden Dienst. Die neu ausgebildeten Demenzhelferinnen und -helfer engagieren sich hier ehrenamtlich und unterstützen die Menschen vor Ort. Für dieses große Engagement danke ich allen und gratuliere herzlich zum erworbenen Zertifikat.

 

Am Nachmittag tagte der Werksausschuss unseres Eigenbetriebs Tourismus- und Kulturzentrale des Landkreises Neunkirchen (TKN), der den Jahresabschluss und den Wirtschaftsplan für das kommende Jahr beriet. Der Tourismus in unserem Landkreis hat einen wichtigen Stellenwert; darauf habe ich in diesem Blog schon mehrfach hingewiesen. Es gibt zahlreiche Attraktionen im Kreis, die mittlerweile sehr gut angenommen werden. Die Übernachtungszahlen sind in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen. Derzeit beginnen die Bauarbeiten für die neue Almhütte am Erlebnisort Reden. Wenn hier die Bauarbeiten im kommenden Jahr fertiggestellt sind, werden sicherlich noch mehr Gäste den Weg zu unserem Erlebnisort Reden finden.

 

Am Mittwochmorgen wurde ich zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden der Fahrzeug-Service Neun-kirchen (FSN) GmbH gewählt. Diese Gesellschaft ging vor 11 Jahren offiziell an den Start. Sie wurde von der Neunkircher Verkehrs-AG, der Saarpfalz-Bus GmbH und privaten Busunternehmen gegründet. Ziel der FSN GmbH ist die wirtschaftliche Instandhaltung der Verkehrsmittel der Gesellschafter, die Sicherung der Arbeitsplätze der beteiligten Unternehmen und auch eine Stärkung des Standortes Neunkirchen. Diese Gesellschaft hat sich in den Folgejahren gut entwickelt.

 

Am Nachmittag fand dann die Kuratoriumssitzung der neuen „Stiftung für Bürger im Landkreis Neunkirchen“ statt. Gemeinsam mit den Mitgliedern des Stiftungsrates beriet ich Microprojekte, die im Rahmen des  Bundesprojektes Land(auf)Schwung  gefördert werden können. Die Stiftung für Bürger im Landkreis Neunkirchen soll gemeinnützige und mildtätige Stiftungszwecke verwirklichen und soll für die Menschen im Landkreis Neunkirchen Gutes tun. Ob in der Jugendhilfe, der Altenhilfe, im Bereich Kunst & Kultur oder auch im sportlichen Bereich, wenn es uns gelingt, Spenden für unsere Stiftung zu gewinnen, können in den nächsten Jahren durch diese Stiftung viele Projekte aktiv begleitet werden.

 

Danach tagte der Kreditausschuss der Sparkasse Neunkirchen. Dem schloss sich eine schöne Feier-stunde in der Aula des Krebsberg-Gymnasiums in Neunkirchen an. Die neue Schulleiterin Sigrid Maschlanka wurde offiziell in ihr Amt eingeführt. Als Schulträger nahm ich die Gelegenheit wahr, um auch aus Sicht des Kreises einige Grußworte zu sprechen. Ich würdigte die Arbeit unserer Gymnasien, denn sie stehen für hohe Bildungsqualität und –kontinuität. Auch hob ich die Schulvielfalt im Landkreis Neunkirchen hervor, sodass Eltern für ihre Kinder echte Wahlmöglichkeiten haben. Als neue  Schulleiterin wird Frau Maschlanka künftig ihre Schule prägen; sie wird sich und ihre Persön-lichkeit einbringen, eigene Ideen verwirklichen und ihren Anteil daran haben, dass sich die beliebte Schule auch in Zukunft gut entwickeln wird. Auch an dieser Stelle wünsche ich der neuen Schulleiterin alles Gute und viel Erfolg.

 

Am Donnerstag beschäftigte ich mich mit dem Stellenplan der Kreisverwaltung für 2017 und tauschte mich hausintern aus. Derzeit arbeiten die Mitarbeiter/innen der Abt. Finanzen, Beteiligungen und ÖPNV mit Hochdruck an der Erstellung des Haushaltsplanes, dessen Entwurf in wenigen Tagen fertig sein wird. Danach ging es einem Informationsaustausch mit Herrn Staatssekretär Barke ins Wirt-schaftsministerium. Hierbei besprachen wir Themen rund um den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Als Verbandsvorsteher des ZPS gibt es immer wieder Punkte rund um den öffentlichen Personennahverkehr des Saarlandes zu besprechen.

 

Am Nachmittag fand dann die Sitzung des Kreisausschusses statt. Hier wurden auch Punkte der in der nächsten Woche stattfindenden Kreistagssitzung vorberaten.

 

Am Freitag standen verwaltungsinterne Termine auf dem Programm. Danach besuchte ich das Hallenfußballturnier des Ministeriums für Inneres und Sport, das zusammen mit den saarländischen Landkreisen/Regionalverband Saarbrücken dieses Jahr in Merzig stattfand. Natürlich war die Kreisverwaltung auch mit einer Mannschaft vor Ort. Ich allerdings nahm lediglich als Fan teil.

 

Zurzeit bin ich auf der Personalversammlung der Sparkasse Neunkirchen, an der ich zum ersten Mal als Verwaltungsratsvorsitzender die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse Neunkirchen begrüßen darf.

 

Morgen und übermorgen stehen weitere Termine an. So freue ich mich auf eine Veranstaltung des Kaninchenzuchtvereins in Wiebelskirchen und auf das sicherlich glanzvolle Konzert des Kreisjugendmusikorchesters, das am Sonntag um 17:00 Uhr in der Neuen Gebläsehalle in Neunkirchen stattfinden wird.

 

Ich wünsche Ihnen allen ein schönes, erholsames Wochenende

 

 


04.11.2016: Bundeswehr, Kreisbuch, Schuljubiläum und Synode

Vorstellung des Buchprojektes für das kommende Jahr "Das Landkreis-Neunkirchen-Buch" durch das Redaktionsteam. V.l.n.r. Friedrich Denne, Marko Becker, Bernhard Planz, Stefan Scheer, Thomas Störmer, Stephan Friedrich, Hans-Joachim Hoffmann, Volker Federkeil und Landrat Sören Meng
Infoveranstaltung der WfG des Landkreises Neunkirchen und St. Wendel in Kooperation mit dem Wirtschaftsministerium.
Besuch der Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger, Landrat Sören Meng und dem Beschäftigungs-Coach des Landkreises im Diakonie Klinikum Neunkirchen
Besuch des neuen Bundeswehrkommandeur des Landeskommandos Saarland, Oberst Schirra im Landratsamt Ottweiler
Jubiläumsfeierlichkeiten an der GGS Neunkirchen anlässlich des 30-jährigen Bestehens

Die erste Novemberwoche ist fast vorbei, obwohl es durch den Feiertag eine recht kurze Arbeitswoche war, waren doch viele Termine wahrzunehmen.  Neben internen Terminen zu Beginn der Woche  stand am Mittwoch die Verbandsausschusssitzung von LIK.Nord (Zweckverband „Landschaft der Industriekultur Nord“) auf dem Programm. Wegen einer möglichen Ansiedlung der GLOBUS Warenhausgruppe in Neunkirchen wird schon seit Monaten über die Landschaft der Industriekultur Nord gesprochen. Das einzigartige Naturschutzgroßprojekt im Saarland bietet für unsere Region viel Potential. In den vergangenen Jahren wurden schon einige Maßnahmen realisiert – wie beispielsweise vor wenigen Wochen im Bereich Heinitz die Anlage eines großen Bohlensteges. Er wertet die reizvolle Bergbaufolgelandschaft rund um Heinitz auf. Informationen rund um dieses Projekt finden Sie hier.

Am Mittwochnachmittag stellten wir im Rahmen einer Pressekonferenz das für 2017 geplante Geschichtsbuch für den Landkreis Neunkirchen vor. Wie schon mehrfach an dieser Stelle berichtet, kann dank der Sparkasse Neunkirchen im kommenden Jahr ein interessantes Buch, das „Landkreis-Neunkirchen-Buch“ erscheinen. Wissenswertes, aber auch Unterhaltsames, dazu Bilder und Beiträge rund um die Region soll das Buch beinhalten. Da seit 1984 kein zusammenhängendes auf Kreisebene bezogenes Buch mehr erschienen ist, wird der inhaltliche Schwerpunkt auf die Zeitspanne von 1984 bis heute gelegt. Bei der inhaltlichen Gestaltung sind wir auf die Mitarbeit der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Jeder kann sich aktiv am „Landkreis-Neunkirchen-Buch“ beteiligen. Beitragsvorschläge nimmt das Amt für Öffentlichkeitsarbeit des Landkreises Neunkirchen entgegen (kreisbuch(at)landkreis-Neunkirchen.de). Einsendeschluss der Themenvorschläge ist der 31. Dezember 2016. Die eingereichten Vorschläge werden dann vom Redaktionsteam beschieden. Für die Ausarbeitungen der ausgewählten Beiträge haben die Autoren bis zum 31. Mai 2017 Zeit. Daneben loben wir für eine Bildserie im Buch einen Foto-Wettbewerb aus. Unter dem Titel „Der Landkreis Neunkirchen im Wandel“ sind alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, Fotos die den Entwicklungsprozess der letzten Jahre im Vergleich zu heute anschaulich darstellen, einzusenden. Die besten eingereichten Bilder werden in einer Fotostrecke im Buch abgedruckt. Wie Sie sich beteiligen können und nähere Infos zu unserem Landkreis-Neunkirchen-Buch finden Sie hier.

Am Mittwochabend fand eine Informationsveranstaltung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Neunkirchen in Kooperation mit dem Wirtschaftsministerium und der Wirtschaftsförderung des Landkreises St. Wendel im Ottweiler Schlosstheater statt. Der Infoabend widmete sich der Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen in Form von Fördermöglichkeiten. Die Experten des Ministeriums, der SIKB und Saar.is waren vor Ort und stellten interessante Aspekte vor. Die beiden Landkreise mit ihren Wirtschaftsförderungsgesellschaften verstehen sich als Dienstleister der Unternehmen und sind kompetenter Ansprechpartner in vielen Bereichen. Der Abend war eine willkommene Gelegenheit um mit den Unternehmern unserer Region ins Gespräch zu kommen.

 

 

Der gestrige Tag begann mit einem Besuch der Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger im Diakonie Klinikum Neunkirchen. Hier ist zurzeit ein junger Mann als Praktikant beschäftigt, der aus Eritrea nach Deutschland kam. Durch das Projekt Sommerschule des Landkreises und die Unterstützung unseres Beschäftigungs-Coachs, Tahsin Ehweich, wurde dieses Praktikum ermöglicht. Derzeit absolviert Amir ein dualisiertes Berufs-Grundschuljahr (BGJ), bestehend aus drei Tagen Schule und zwei Tagen Klinikpraktikum. Sein Ziel: ein Ausbildungsplatz oder der Besuch einer weiterführenden Schule. Dabei wird er stets von unserem Beschäftigungs-Coach unterstützt.  Tahsin Ehweich unterstützt Zugewanderte generell darin, sich dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt anzunähern und ihre Integration in den Arbeitsmarkt zu fördern. Er stellt damit von Beginn an den entsprechenden Zugang zu den vielfältigen Maßnahmen her und unterstützt insbesondere bei Sprachbarrieren. Wir haben gute Integrationsangebote, der Beschäftigungscoach steuert an dieser Stelle die einzelnen Integrationsbausteine. Das Beschäftigungs-Coaching wurde von Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger initiiert. Sie erfuhr jetzt aus erster Hand, dass der Beschäftigungscoach hervorragende Arbeit leistet. Ich hoffe, diese befristete Stelle kann beibehalten werden, denn Arbeit gibt es für den Coach genug.

Am Nachmittag  stellte sich der neue Bundeswehrkommandeur des Landeskommandos Saarland, Oberst Schirra, vor.  Herr Schirra trat vor rund vier Wochen die Nachfolge von Oberst Reinhard Felsmann an und besucht nun die einzelnen Landkreise. Die Landkreise arbeiten im Katastrophenfall als untere Katstrophenschutzbehörde auch mit der Bundeswehr zusammen. Unser Kreisbrandinspekteur steht hier mit Vertretern der Bundeswehr in einem regelmäßigen Kontakt. Neben einem interessanten Austausch, schauten wir uns das Kreislagezentrum in unserem Landratsamt an. Hier zeigte sich die Delegation der Bundeswehr beeindruckt, wie gut die technische Ausstattung auf Kreisebene ist. Ich vereinbarte mit Herr Oberst Schirra auch künftig im Gespräch zu bleiben.

Der gestrige Abend stand dann im Zeichen eines außergewöhnlichen Jubiläums: Die ehemalige Gesamtschule Neunkirchen, heute die Ganztags-Gemeinschaftsschule Neunkirchen, feierte gestern ihren 30-jährigen Geburtstag. Die GGS Neunkirchen war die erste Ganztagsschule in unserem Landkreis und hat sich in den vergangenen Jahrzehnten hervorragend entwickelt. Für mich ist die Schule auch deshalb etwas Besonderes, weil sie die Schüler und ihr Lebensumfeld mit berücksichtigt, Entwicklungspotentiale der jungen Menschen aufnimmt, um dann Möglichkeiten der Entfaltung aufzuzeigen. Das pädagogische Team um Schulleiter Clemens Wilhelm hat in den letzten Jahren mit engagiertem, unermüdlichen Einsatz tolle Arbeit geleistet und ein vorzeigbares Konzept erarbeitet. Als Schulträger hat der Landkreis Neunkirchen in den vergangenen drei Jahrzehnten kontinuierlich in die GGs Neunkirchen investiert und ohne Wenn und Aber hinter dem Schulkonzept gestanden. Meine Rede bei der Jubiläumsfeierlichkeit habe ich aufgrund des Jubiläums zum Reformationsjahr mit einem Luther-Zitat geschlossen. Er hat festgestellt, „wenn die Schulen zunehmen, dann stets wohl im Land.“  Starke Schulen beflügeln unsere Gesellschaft, ich bin froh, dass unsere Bildungslandschaft im Landkreis Neunkirchen gut aufgestellt ist.

 

 

Heute Morgen war ich in Sachen Fairtrade unterwegs. Wie bereits mehrfach hier in meinem Blog erwähnt, haben wir im Kreistag beschlossen Fairtrade-Landkreis zu werden und erarbeiten derzeit  mit einer Steuerungsgruppe ein Konzept. Um als Fairtrade-Landkreis ausgezeichnet zu werden, muss man bestimmte Kriterien erfüllen. Einige konnten wir in der Verwaltung bereits umsetzen, wie beispielsweise das Ausschenken von fair gehandeltem Kaffee und Säften. Heute Morgen besuchte ich gemeinsam mit Verwaltungsmitarbeitern das Fairhandelszentrum in Saarbrücken. Hier erhielten wir Eindrücke und Impulse, wie der Fairtrade-Aspekt noch mehr in unsere tägliche Verwaltungsarbeit einfließen kann. Da es bereits Bestrebungen in den kreisangehörigen Städten und Gemeinden gibt sich ebenfalls der „Fair-Trade-Bewegung“ anzuschließen, konnte ich durch den Besuch in dem Zentrum wertvolle Informationen aufnehmen.

In diesem Moment der Onlinestellung befinde ich mit bei dem Deutschland Cup Trampolinturnen im Kulturhaus Wiebelskirchen. Das Turnier, bei der ich die Schirmherrschaft übernommen habe, wird in diesem Jahr von dem TuS Wiebelskirchen in Kooperation mit dem Deutschen Turner-Bund (DTB) durchgeführt. Bis Sonntag werden Sportvereine aus ganz Deutschland im Trampolinturnen gegeneinander antreten. Es freut mich, dass viele Sportvereine unserer Region überregional so engagiert und auch leistungsmäßig gut vertreten sind. Gleich werde ich um 20 Uhr das Forum Kunst & Handwerk im Ottweiler Schlosstheater besuchen, zeitgleich findet in unserem Landratsamt das Kreishauskonzert statt.

 

 

Morgen werde ich bei der Synode des evangelischen Kirchenkreises Saar-Ost in Welschbach zu Gast sein und ein Grußwort sprechen. Soviel sei bereits vorab verraten, das Jubiläumsjahr „500 Jahre Reformation“ hat mehr mit den Aufgaben eines Landkreises zu tun, als man erwartet. 

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!
Ihr Sören Meng

 

 


28.10.2016: Eine Woche im Zeichen des Ehrenamtes

Verleihung der Sozialmedaille an zwei Bürger aus dem Landkreis Neunkirchen
Dankeschön-Fest und Verleihung Ehren-Amt-Preis 2016 Foto: Andreas Engel
Im Pressegespräch mit dem Redaktionsleiter Ost der Saarbrücker Zeitung und dem Wirtschaftsförderer des Landkreises

Die erste Woche nach den Herbstferien hatte es in sich. Ein Termin jagte den anderen, die Themenvielfalt hätte nicht größer sein können. Montags ging es wie gewohnt mit internen Terminen und dem wöchentlichen „Jour fixe“ los. Hier bestimmen derzeit die Haushaltsberatungen meinen Terminkalender. Am Nachmittag gab es eine Besprechung mit der Entwicklungsagentur des Projektes „Land(auf)Schwung“, in der es um die Entwicklung unserer Regionalmarke des Landkreises Neunkirchen ging. Diese Regionalmarke wird im Rahmen des Projektes „Land(auf)Schwung“ entwickelt, um Produkte aus unserem Landkreis für alle Bürgerinnen und Bürger erkennbar, erlebbar und damit auch beziehbar zu machen. Danach tagte das Entscheidungsgremium, das über neue Projekte im Rahmen des Gesamtprojektes Land(auf)Schwung beriet. Derzeit laufen die Vorbereitungen zur „Vitalwoche“, die im November stattfindet, auf Hochtouren, aber auch die anderen Projekte entwickeln sich gut und werden immer wieder an dieser Stelle erläutert. Wie man in den vergangenen Wochen den Medien entnehmen konnte, hat Land(auf)Schwung deutlich Fahrt aufgenommen.

Der Dienstag stand dann ganz im Zeichen der Sparkasse Neunkirchen. Am Morgen tagte der Kreditausschuss. Ein Seminar für die Mitglieder des Verwaltungsrates schloss sich an. Der Verwaltungsrat ist das Kontrollgremium der Sparkasse, daher ist es wichtig, dass seine Mitglieder durch solche Seminare stets umfassend informiert sind, um sich ihrer Kontrollaufgabe angemessen widmen zu können.

Der Mittwochvormittag stand im Zeichen unseres Kreishaushaltes für das kommende Jahr. Erst wurde der Teilhaushalt des Kreissozialamtes, danach der des Kreisjugendamtes vorberaten. Sehr intensiv wurden die einzelnen Themenfelder beraten und die finanziellen Auswirkungen dargestellt. Hierbei handelt es sich in allererster Linie um Pflichtaufgaben, die wenig finanziellen Spielraum zulassen. Allerdings haben wir verwaltungsintern in den letzten Monaten einige Weichen gestellt, die sich auf den kommenden Haushaltsentwurf auswirken werden. Am Nachmittag wurde die Sozialmedaille an zwei Bürger unseres Landkreises verliehen, die sich für die sozialen Belange im Kreis stark machen. Ursula Weishaupt aus Ottweiler engagiert sich als „Grüne Dame“ im Marienkrankenhaus Ottweiler, setzt sich im Behinderten- und Seniorenbeirat für die Belange ihrer Mitmenschen ein und gründete den „Stammtisch für Mobilität“. Karl-Heinz Rau aus Eppelborn erhielt die Sozialmedaille unter anderem für sein großes Engagement bei der Eppelborner Tafelrunde. Dort sorgt er jeden Mittwoch dafür, dass bedürftige Menschen kostenlose Lebensmittel erhalten. Außerdem ist er seit über 30 Jahren in der Eppelborner Feuerwehr aktiv und Vorsitzender der Rübenstücker Straußbuben. Dieses Engagement der beiden Kreisbürger ist ein Zeichen für Menschlichkeit und eine Bereicherung für unser Gemeinwesen im Landkreis Neunkirchen. Es freut mich, dass wir so viele Menschen im Landkreis Neunkirchen haben, die sich für andere einsetzen.

Als Dankeschön für dieses ehrenamtliche Engagement zahlreicher Bürgerinnen und Bürger in rund 1.400 Vereinen in unserem Landkreis, veranstalteten wir am Abend auch das Dankeschön-Fest. Im vollbesetzten Schlosstheater in Ottweiler konnte ich rund 400 Ehrenamtler begrüßen. Höhepunkt des Abends war die Verleihung des  Ehren-Amt-Preis 2016. Näheres zum Dankeschön-Fest und der Preisverleihung erfahren Sie hier (http://www.landkreis-neunkirchen.de/index.php?id=324&tx_ttnews[tt_news]=2157&tx_ttnews[backPid]=286&cHash=3b05412d1a68aefffd52ef9534eec62b). Insgesamt war es eine lockere und gleichzeitig stimmungsvolle Veranstaltung, die mir viel Freude machte. Gemeinsam mit dem Team meiner Verwaltung konnten wir allen Beteiligten unterhaltsame Stunden ermöglichen. Dieses „Dankeschön“ an die Ehrenamtler ist mir besonders wichtig und deshalb freue ich mich darauf, diesen Preis bereits im nächsten Jahr erneut auszuloben.

Gestern konnte ich ein kleines Jubiläum begehen, denn ich bin bereits seit 300 Tagen Landrat unseres schönen Landkreises Neunkirchen. 300 Tage - die wie im Flug vergangen sind. Mittlerweile ist vieles Alltag, dennoch entdecke ist fast täglich Neues. Um neue Entwicklungen ging es auch in dem Pressegespräch mit dem Redaktionsleiter Ost der Saarbrücker Zeitung, Volker Fuchs und dem Wirtschaftsförderer des Landkreises, Klaus Häusler, gestern Morgen. Als Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH bin ich gemeinsam mit dem Aufsichtsrat für die strategische Entwicklung der Gesellschaft mitverantwortlich. Als Vorsitzender koordiniere ich die Arbeit im Aufsichtsrat, leite dessen Sitzungen und nehme die Belange des Aufsichtsrates nach außen wahr. Hauptgesprächsinhalte des Pressegespräches waren der Standortwechsel und ein neues Projekt der WfG. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft wird im Frühjahr 2017 nach 26 Jahren ihren Standort wechseln und an die neu gestaltete Bliespromenade ziehen. Diesem zentrumsnahen Standortwechsel sehen wir freudig entgegen, denn er bietet einige Vorteile. Neben der besseren Erreichbarkeit und Verkehrsanbindung ist der neue Standort auch im Hinblick auf die Umsetzung des neuen Projektes „Start-Up-Center“ förderlich. Das Start-Up-Center  soll Plattform für eine Förderung der regionalen Innovations- und Unternehmenskultur werden. Dieses Projekt wird im Rahmen unseres Modellprojektes Land(auf)Schwung initiiert und soll innovative Firmengründungen in der Startphase begleiten. Dabei wird die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Neunkirchen als Mittler neue Firmengründer unterstützen.  Sie hilft bei einer Businessplanerstellung, der Überprüfung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit und wird in ihren neuen Räumlichkeiten fünf Gründer-Büros kostenlos zur Verfügung stellen. Das Start-Up-Center bietet die Möglichkeit, das Standortpotential in unserem Landkreis hervorzuheben und neue Impulse für regionale Wirtschaft zu erhalten.  Gestern Nachmittag fand die Aufsichtsratssitzung und Gesellschafterversammlung der Neunkircher Verkehrs GmbH und der Neunkircher Verkehrsdienst GmbH statt. Als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender leitete ich die gestrigen Sitzungen. Bei der beiden Betrieben ist der Landkreis wie in 25 anderen Gesellschaften, beteiligt-

Heute standen erneut Besprechungen hinsichtlich unserer Haushaltsplanung 2017 mit den Abteilungen unseren Dezernates II und dem Personalamt auf dem Terminplan. Hier besprachen wir finanzielle Auswirkungen und Möglichkeiten für Bauprojekte und  Sanierungsarbeiten an unseren Schulen, sowie Personalentwicklungen und einiges mehr. Die Vorbereitungen für den Haushaltsplan 2017 laufen auf Hochtouren. Unsere Finanzabteilung arbeitet fleißig an unserm Ziel, die Haushaltssatzung erstmal seit Einführung der Doppik bereits im Vorjahr verabschieden zu können. Gemeinsam mit dem Kreiskämmerer führe ich nun nach und nach Gespräche mit unseren Fachabteilungen. Die Verabschiedung der Haushaltssatzung ist für den 15. Dezember vorgesehen.
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und einen guten Start in eine „kurze“ neue Woche.

Ihr Sören Meng


14.10.2016: Termine und die "Freck"

„Unterwegs mit dem Landrat“ – Meine Wanderung am Sonntag mit Günter Schmitt und zahlreichen Bürgerinnen und Bürger wurde gut angenommen
Einweihung der neuen Bewegungsstationen im Neunkircher Zoo, Foto: Bernd Schweitzer
Vorstellung des neuen Grundstücksmarktbericht des Landkreises Neunkirchen, v.l. Vorsitzender des Gutachterausschusses, Peter Dewes, Landrat Sören Meng und Dezernent Dominik Hunsicker

Ursprünglich hatte ich die erste Woche in den Herbstferien etwas anders geplant, leider zwang mich eine starke Erkältung dazu, Termine abzusagen.

Nach einem erlebnisreichen Wochenende mit einer gut besuchten Wanderung am Sonntag und der Eröffnung des Bewegungsparcours im Neunkircher Zoo, fand am Montag unser verwaltungsinternes Jour fixe statt. Derzeit hat unsere Finanzverwaltung viel zu tun, da die Vorbereitung für den Haushalt 2017 laufen. Alle Abteilungen der Verwaltung haben ihren Finanzbedarf gemeldet, diese werden jetzt von der Finanzverwaltung in unserem Kreishaushalt zu einem großen Ganzen zusammengefügt. Danach werde ich alle Mittelanmeldungen mit den Finanzexperten unseres Hauses besprechen, ehe sich dann die politischen Gremien mit den Haushaltsvorberatungen befassen. Hier ist große Sorgfalt erforderlich, da bekanntermaßen der Kreishaushalt die Haushalte der sieben Städte und Gemeinden nachhaltig belastet. Daher arbeiten wir mit Hochdruck daran Maßnahmen umzusetzen, die eine Kreisumlage moderat halten. Zu dem Thema Kreisumlage habe ich mich bereits mehrfach geäußert. Hier stimmt einfach die Finanzierung zwischen den finanzschwachen Kommunen und den Kreisen nicht mehr; ohne finanzielle Unterstützung durch den Bund lässt sich diese Schieflage nicht lösen. Am Montagmittag stellte mir die Gleichstellungsbeauftragte Heike Neurohr-Kleer ihre in den nächsten Monaten geplanten Projekte vor. Derzeit läuft eine Initiative - unter der Moderation von Frau Neurohr-Kleer - die die Familienfreundlichkeit unserer Verwaltung auf den Prüfstand stellt. Wir wurden bereits mit dem Siegel „Familienfreundlichkeit“ ausgezeichnet - dies gilt es zu bewahren. Am Nachmittag tagte unser Redaktionsteam „Kreisbuch“, das in einem Jahr fertiggestellt sein soll. Hier wird es im kommenden Monat eine Pressekonferenz geben, in der wir zur Mitarbeit aufrufen. Bis jetzt haben die engagierten Redaktionsmitglieder bereits tolle Vorschläge gemacht, die dieses neue Buch einmalig machen werden.

Dienstag und Mittwoch fielen erkältungsbedingt etliche Termine aus. Am Dienstagnachmittag besprach ich mit dem Vertreter der Straßenverkehrsbehörde und dem zuständigen Dezernenten das Thema der Verkehrsberuhigung im Landkreis Neunkirchen. Hier sind wir natürlich mit eingebunden und stehen auch den Städten und Gemeinden jederzeit beratend zur Auskunft zur Verfügung.

Am Donnerstag stellte der Gutachterausschuss dem Vertreter der Saarbrücker Zeitung den neuen Grundstücksmarktbericht vor. Der Grundstücksmarktbericht ist Orientierungshilfe zur wertmäßigen Einstufung von Grundstücken und Immobilien. Damit ermöglicht der Bericht den Bürgerinnen und Bürgern einen Überblick über den Grundstücksmarkt im Kreisgebiet. Diese Transparenz ist wichtig, denn ein transparenter Grundstücksmarkt ist auch Standortfaktor für Neubürger, Wirtschaft und Handel. In der Mittagszeit war ich kurz beim Seniorenbeirat der Stadt Ottweiler zu Gast, der bereits zum sechsten Mal für die Seniorinnen und Senioren zu einer ungezwungenen Zusammenkunft in die „Schafbrücker Mühle“ in Ottweiler geladen hatte. Ich nahm diese Einladung wahr, um die Aufgaben unserer Leitstelle „Älter werden“ und auch des Pflegestützpunktes etwas näher zu erläutern. In Zeiten des demografischen Wandels sind solche Treffen wichtig, denn sie helfen, dass Menschen sich vernetzen und zeigen Wege aus einer möglichen Einsamkeit auf. Am Nachmittag fand dann die Sitzung des Aufsichtsrates der AQA gGmbH (Arbeit-Qualifizierung-Ausbildung) statt. Hier konnte der Jahresabschluss für 2015 und das Jahresergebnis festgestellt werden. Unsere gemeinnützige Beschäftigungs- und Qualifizierungs-Gesellschaft leistet wichtige Arbeit. Solche Gesellschaften werden auch in der Zukunft gebraucht, denn ein sogenannter zweiter Arbeitsmarkt ist gerade für langzeitarbeitslose Menschen unverzichtbar. Er gibt den Menschen eine echte Chance und qualifiziert sie weiter. Danach besuchte ich die Eröffnung der Bliesterrassen in der Neunkircher Innenstadt. Die Kreisstadt Neunkirchen hat hier Beeindruckendes geleistet. Gerade die Innenstadt hat sich – trotz aller sozialen Probleme – positiv entwickelt.  Mit dem Projekt, das die Erlebbarkeit der Blies aufnimmt, wird auch die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger der Kreisstadt gestärkt.  Zum anderen motivieren solche Maßnahmen auch Investoren in unsere Kreisstadt zu investieren. Daher war dieser Termin gut für unseren Landkreis.

Am Freitagmorgen tagte die Stiftergemeinschaft der Sparkasse Neunkirchen. Unsere Sparkasse verwaltet über 40 Stiftungen und hat sich hier große Kompetenz erworben. Für das Stiftungsmanagement ist Direktor Volker Fistler verantwortlich. Kürzlich stellten wir im Rahmen unseres Projektes Land(auf)Schwung die Bürgerstiftung vor, die buchhalterisch ebenfalls von der Sparkasse Neunkirchen verwaltet wird.  Am Nachmittag übergab ich dann die Amtsgeschäfte an den Kreisbeigeordneten Manfred Schmidt, der mich während meines anstehenden Urlaubs im Landratsamt vertritt.

Bevor ich mich in den Urlaub verabschiede, werde ich morgen noch an der Pressekonferenz des YouTube-Festivals ClosrCon teilnehmen. Dieses Event wurde speziell für junge Menschen konzipiert und findet ganztägig in der Neuen Gebläsehalle in Neunkirchen statt. Dies ist gleichzeitig der Startschuss für unsere Initiative „Kreativwerkstatt für Jugendliche“ im Rahmen unseres Modellprojektes Land(auf)Schwung. Mit dem Festival möchten wir junge Menschen und ihre kreative Seite ansprechen, an unserem Projekt mitzuwirken.
Nächste Woche wird mein Blog ruhen, Sie lesen in zwei Wochen wieder von mir.
Bis dahin Ihnen eine gute Zeit.

Ihr
Sören Meng


07.10.2016: Jugend, fairer Handel und Wanderlust

Landrat Sören Meng unterzeichnet die Charta zur Betreuung Schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland
Landrat Meng im Dialog mit einer Schülergruppe des Illtal-Gymnasiums zum Thema Fairer Handel
14. Preisverleihung der Wohlfühloasen in Neunkirchen
Unterwegs mit Landrat Sören Meng – nächste Wanderung am Sonntag

Eine recht kurze Woche neigt sich dem Ende zu. Am Dienstag fand traditionell das Jour fixe mit den Dezernentinnen und Dezernenten sowie einigen Amtsleitern, in dem wir aktuelle Sachthemen rund um unsere Kreisverwaltung besprachen, statt. Nach zahlreichen hausinternen Terminen leitete ich am Nachmittag die Sitzung des Kreisjugendhilfeausschusses. Hier wurden Projekte beraten, deren Förderung wichtig für die jungen Menschen im Kreis ist. Dieser Ausschuss tagt nicht öffentlich, was für mich an dieser Stelle bedeutet, keine näheren Informationen preiszugeben. Allerdings kann ich sagen, dass wir erfolgreiche Projekte – die auch präventiv in Bezug auf die Jugendhilfe anzusehen sind – weiterhin fördern.

Einen Tag später wurde mir der Grundstücksmarktbericht durch den Leiter des Gutachterausschusses Peter Dewes im Beisein des Dezernenten Dominik Hunsicker vorgestellt. Mit dem vorliegenden Grundstücksmarktbericht veröffentlicht der Landkreis Neunkirchen nach 2011 zum zweiten Mal umfassende Daten des Grundstücksmarktes im Kreisgebiet. Der Bericht dient als Orientierungshilfe zur wertmäßigen Einstufung von Grundstücken und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu einem transparenten Grundstücksmarkt in unserem Landkreis. Den Grundstücksmarktbericht werde ich noch gesondert der Presse vorstellen. Am Mittwochnachmittag unterzeichnete ich, stellvertretend für unseren Landkreis, die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen. Hier stellte ich fest, dass wir in Bezug auf die Hospizarbeit im Landkreis Neunkirchen eine gute Infrastruktur haben. Seit Anfang des Jahres gibt es das Friederike-Fliedner-Hospiz in Neunkirchen, darüber hinaus gibt es neben der stationären Betreuung auch ein gutes Netzwerk von ambulanten Hospizdiensten. Ich persönlich halte diese Charta für sehr wichtig, denn sie setzt Signale. Es geht es um Lebensqualität am Ende eines Lebens, aber auch um die Würde und den Respekt den betroffenen Mitmenschen gegenüber. Die Leitsätze umreißen eine Kultur, wenn es um die Betreuung schwerstkranker und  sterbender Menschen geht. Hier geht es auch um eine adäquate Betreuung der betroffenen Menschen, aber auch des Umfeldes. Diese kann nur gelingen, wenn alle in der Pflege Tätigen gute Bedingungen vorfinden und auch ein kontinuierliches Fort- und Weiterbildungsangebot wahrnehmen können. Es muss uns in Zeiten des demografischen Wandels gelingen, mehr Menschen gerade für den Pflegeberuf zu begeistern, auch die Mitbürger/-innen, die in der letzten Zeit neu in unser Land gekommen sind. Herzlichen Dank allen hauptamtlichen, wie ehrenamtlichen Kräften, die sich in diesem Bereich engagieren. Mein Grußwort hatte ich um ein Zitat von Wilhelm Busch bereichert, der feststellte: „Kein Leugnen hilft, kein Widerstreben, wir müssen sterben – weil wir leben.“

Gestern besuchte ich eine Schülergruppe des Illtal-Gymnasiums, die sich im Rahmen einer Projektwoche mit dem Thema „Fair-Trade“ beschäftigt. Hier stellten mir 50 Schülerinnen und Schüler Fragen rund um das Thema „Fairer Handel“. Das Illtal-Gymnasium will sich auch in Zukunft aktiv an unseren Bemühungen auf dem Weg zu einem Fairtrade-Kreis mit eigenen Projekten einbringen und möchte auch selbst „Fairtrade-Schule“ werden. Ich finde es beachtenswert und schön, dass sich gerade junge Menschen mit dieser wichtigen Thematik auseinandersetzen. Die Schülerinnen, Schüler und ich waren uns einig, wie wichtig regionale Produkte und die Voraussetzungen eines fairen Handels für unsere Gesellschaft sind.

Gestern Abend war ich bei der Preisverleihung der Wohlfühloasen in Neunkirchen und verlieh dort im Namen des Landkreises Neunkirchen zwei Sonderpreise. Neben einer Familie aus Neunkirchen erhielt unsere Neunkircher Ganztagsgemeinschaftsschule eine Auszeichnung für ihren Schulgarten.Hiermit würdigte die Kreisstadt zum 14. Mal die Bemühungen der Bürgerinnen und Bürger, ihr Wohnumfeld einladend und schön zu gestalten. Danke an die ehrenamtlichen Initiativen, die diese Verleihung durchführen. Danke auch unserer Sparkasse Neunkirchen, die Preise zur Verfügung stellte.

Heute Morgen traf ich mich mit dem Schiffweiler Bürgermeister Markus Fuchs, dem Geschäftsführer der LEG, Bernd Therre, und dem Standortmanager von Reden, Heinz-Peter Klein. Dabei besprachen wir die Situation am Zukunftsort Reden. Hier hat sich in den letzten Jahren viel entwickelt, auch im kommenden Jahr wird kräftig investiert. Der Landkreis wird diesen Prozess weiterhin aktiv begleiten. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön der Landesregierung, die uns hier finanziell zur Seite steht. Am Nachmittag besuchte mich der Geschäftsführer der saar.is, Herr Christoph Lang. Saar.is (saarland.innovation&standort e.V.) unterstützt den Landkreis Neunkirchen zum einen bei dem Welcome-Center im Rahmen unseres Projektes Land(auf)Schwung und zum anderen ist er Partner aller saarländischen Kommunen im Rahmen des Marketings für unser Saarland.

Morgen schaue ich mir das sogenannte „Stahl-Derby“ der beiden saarländischen Stahl-Städte Neunkirchen und Völklingen mit ihren traditionsreichen Fußballvereinen an. Das besondere an diesem Meisterschaftsspiel ist die damit verbundene große Solidaritätsaktion zum Erhalt der 15.000 Arbeitsplätze in der saarländischen Stahlindustrie. Am Sonntag werde ich dann den Premiumwanderweg „Steinbachpfad“ in Ottweiler erwandern (Treffpunkt 09:30 Uhr, Sportplatz Steinbach), zu der sich schon einige Bürgerinnen und Bürger angemeldet haben. Jeder ist willkommen mit uns zu wandern. Das Besondere an dieser Wanderung ist, dass Günter Schmitt und ich unterwegs aus unseren Büchern lesen werden und damit der Wanderung einen literarischen Charme verleihen.

Am Sonntagmittag werde ich bei dem Aktionstag „Tierisch bewegen durch den Neunkircher Zoo“ zu Gast sein. Im Neunkircher Zoo wurden in den letzten Wochen für kleine und große Besucher neun tierbezogene Bewegungsstationen mit Themen wie „Klettern wie ein Orang-Utan“ oder „So schnell laufen wie ein Nandu“, errichtet. Diese werden nun mit einem bunten Rahmenprogramm und vielen Angeboten unserer Vitalregion eingeweiht. Diesen neuen „Vitalzoo“ hat der Landkreis Neunkirchen als Baustein der Vitalregion Neunkirchen durch das Projekt Land(auf)Schwung ermöglicht. Der Eintritt ist an diesem Tag für Kinder und Jugendliche frei, ich würde mich freuen, viele von Ihnen im Neunkircher Zoo anzutreffen.

Ein schönes Wochenende

Ihr Sören Meng 


30.09.2016: „Bunte Herbstwoche“

Pressetermin Zivil- und Katastrophenschutz, Landrat Meng hier mit dem Leiter der Kreispolizeibehrde u. dem Kreisbrandinspektor
Landrat Meng besucht den Workshop Leicht Sprache
Besuch des bisherigen Redaktionsleiters der Saarbrücker Zeitung, Manfred Krause, mit seinem Nachfolger Volker Fuchs
Landrat Meng mit dem Vorstand der KGSt, Rainer Christian Beutel
Landrat Meng begrüßt die Teilnehmer der 11. Fachkonferenz des Kinder-Hospizdienstes Saar
Ernennung der neuen Anwärterinnen und des Anwärters in der Kreisverwaltung
Besuch der Archtiktenkammer Saarland
Vernissage der Ausstellung von Hildegard Meiser

Diese Woche war so bunt, wie es dem Herbst nachgesagt wird. Los ging es am Montag mit dem Verwaltungs- Jour fixe und internen Terminen. Am Nachmittag eröffnete ich die Darmkrebswoche 2016 in unserem Kreisgesundheitsamt in Neunkirchen. Hier handelt es sich um eine Initiative, die aktiv vom saarländischen Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie unterstützt wird. Im Foyer-Bereich des Gesundheitsamtes befindet sich zurzeit ein Info-Terminal, an welchem sich die Menschen rund um das Thema Darmkrebs informieren können. Hier wird die Wichtigkeit von Vorsorgeuntersuchungen hervorgehoben und Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten aufgezeigt. Ich finde diese Initiative sehr wichtig, da allein in Deutschland jedes Jahr rund 70.000 Menschen an Darmkrebs erkranken. Hier kann Vorsorge Leben retten. An die offizielle Eröffnung schloss sich ein interessanter Vortrag von Dr. Bernd Kotterbach vom medizinischen Versorgungszentrum Illingen an. Die Saarbrücker Zeitung würdigte unsere Bemühungen mit einem informativen Bericht.

Dienstags fand ein Pressegespräch mit der Saarbrücker Zeitung statt, in dem es um den Katastrophenschutz im Landkreis Neunkirchen ging. Auch hier sind wir gut aufgestellt. Rund 2.400 Menschen arbeiten ehrenamtlich im Katastrophenschutz. Feuerwehr, DRK, die Malteser, das Technische Hilfswerk und die DLRG sowie die Notfallseelsorge arbeiten Hand in Hand zusammen. 40 Fahrzeuge sind im Kreis stationiert, um im Katastrophenfall Hilfe zu leisten. Wir haben in den letzten Jahren die Infrastruktur für unsere Hilfsdienste deutlich verbessert. So gibt es jetzt eine neue Software, die Einsätze optimal koordinieren lässt. Näheres können Sie dem Zeitungsbericht entnehmen.
Neben internen Gesprächen tauschte ich mich mit dem Geschäftsführer unserer Beschäftigungsgesellschaft AQA (Arbeit, Qualifizierung, Ausbildung), Anton Jacob, aus. Herr Jacob und ich besprachen den Jahresabschluss 2015 und bereiteten die nächste Aufsichtsratssitzung vor. Unsere Gesellschaft leistet wichtige Arbeit und führt vor Augen, was Menschen – die viele Jahre arbeitslos waren – zu leisten im Stande sind. Zudem halte ich einen dauerhaft geförderten zweiten Arbeitsmarkt für dringend notwendig. Dies habe ich auch in meinem Grußwort am vergangenen Sonntag, im Rahmen der Arbeiterwohlfahrt-Landeskonferenz ausdrücklich betont. Mein Arbeitstag endete mit der Tagung mit den Wehrführern des Landkreises Neunkirchen sowie im Beisein von Landesbrandinspekteur Timo Meyer. Hier wurde über die Nachfolge des Kreisbrandinspekteurs beraten. Einstimmig votierten die Wehrführer für eine Verlängerung der Amtszeit des bisherigen Kreisbrandinspekteurs Werner Thom, dessen neue Amtszeit am 01.12.2016 beginnt.

Am Mittwoch stand ein Workshop unserer Verwaltung – im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern unserer Kommunen - zum Thema „Leichte Sprache“ auf dem Programm. Leichte Sprache ist eine speziell geregelte sprachliche Ausdrucksweise, die auf eine besondere Leichtverständlichkeit abzielt. Hier gibt es seit zehn Jahren ein Netzwerk Leichte Sprache. Hier geht es um Teilhabe aber auch um Bürgerfreundlichkeit. Ziel ist es, auch in der Verwaltung Sprache so einzusetzen, damit möglichst alle Bürgerinnen und Bürger einen Zugang zum Angebot der Kreisverwaltung finden. Leichte Sprache sollte selbständige Informationssuche und damit die Selbstbestimmung von erwachsenen Menschen verbessern. Auch unsere Homepage soll entsprechend umgestaltet werden. Allerdings sind dies keine Maßnahmen, die in kurzer Zeit umgesetzt werden können. Wir haben mit den Arbeiten bereits begonnen und für das kommende Jahr ist eine Bürgerbroschüre in leichter Sprache vorgesehen. Danach fand ein Gespräch mit dem bisherigen Leiter der Saarbrücker Zeitung Manfred Krause, und seinem Nachfolger Volker Fuchs, statt. Seit vielen Jahren kann die Kreisverwaltung auf eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Saarbrücker Zeitung blicken. Ich nahm die Gelegenheit wahr, um mich bei Manfred Krause für die geleistete Arbeit zu bedanken. Danach besuchte mich der Vorstand der KGSt, Rainer Christian Beutel. Ich lernte ihn Anfang des Jahres auf einer Tagung kennen und besprach mit ihm die künftige Zusammenarbeit. KGSt ist die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement: Empfehlungen, Konzepte und Lösungen zu aktuellen und relevanten Themen des kommunalen Managements bietet die KGSt seit rund 70 Jahren. Der Landkreis ist seit Jahren Mitglied der KGSt und kann deshalb den vielfältigen Service nutzen. In vielerlei Themenfeldern wie beispielsweise Informationsmanagement, Personalmanagement, Bürgerservice kann die KGSt wertvolle Hilfen anbieten. Um ein ganz anderes Thema ging es bei der Fachkonferenz des Ambulanten Kinder-Hospizdienstes Saar. Diese wichtige Einrichtung feierte im vergangenen Jahr bereits ihren 10. Geburtstag. Die Tagung fand in unseren Räumlichkeiten im Landratsamt in Neunkirchen statt. Ich betonte in meinem Grußwort die Wichtigkeit dieses Dienstes, da er Kindern und ihren Familien in einer sehr schwierigen Lebenssituation unterstützt, begleitet und wertvolle Hilfen anbietet. Die Arbeit der hauptamtlichen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des Hospizdienstes ist beispielhaft und erfordert viel Kraft. Danach fand die Kuratoriumssitzung der Alex-Deutsch-Stiftung im „Raum der Begegnung“ der Alex-Deutsch-Gemeinschaftsschule in Neunkirchen-Wellesweiler statt. Diesen „Raum der Begegnung“ können alle Bürgerinnen und Bürger nutzen, um sich mit dem Lebenswerk von Alex Deutsch näher zu beschäftigen. Die Sportlerehrung in Spiesen-Elversberg schloss meinen prall gefüllten Arbeitstag ab. Es war eine sehr schöne Veranstaltung, die Bürgermeister Reiner Pirrung durchführte - allen Sportlerinnen und Sportlern an dieser Stelle nochmals herzlichen Glückwunsch! Herzlichen Dank auch allen Vereinen für ihre vorbildliche Jugendarbeit.

Am Donnerstag besuchte mich der neue Präsident der Architektenkammer des Saarlandes, Alexander Schwehm, gemeinsam mit seinem Stellvertreter Jens Stahnke und der Kreisbeauftragten Kirsten Wahl. Hier besprachen wir aktuelle Themen und er bot uns Hilfe an, wenn es um die Gestaltung öffentlicher Flächen und Gebäude geht. Die Architektenkammer sieht sich als Partner der Kommunen. Ich erläuterte der Delegation unser Bundesprojekt Land(auf)Schwung und besprach mögliche Kooperationspunkte. So könnte uns beispielsweise die Architektenkammer beim Thema Leerstands-Management unterstützen. Im Wirtschaftsministerium fand am Mittag eine Besprechung zur geplanten Novellierung des ÖPNV-Gesetzes (ÖPNV: öffentlicher Personennahverkehr) mit Staatssekretär Jürgen Barke statt. Danach besprach ich mit allen Schulleiterinnen und Schulleitern unserer Kreisschulen (weiterführende Schulen, Berufsschulen, Förderschulen). Diese Besprechung war wichtig, da unsere Verwaltung dabei ist, den Haushalt für das Jahr 2017 aufzustellen. Hier haben die Schulleiterinnen und Schulleiter die Möglichkeit, ihre Wünsche der Verwaltung vorzutragen. Wir versuchen dann, möglichst vieles davon zu berücksichtigen, was natürlich auf unseren limitierten Investitionsplan zum Haushalt nicht einfach ist. Danach tagte der Fairtrade-Ausschuss. Der Landkreis befindet sich auf dem Weg Fairtrade-Kreis zu werden, daher wurden konkrete Maßnahmen besprochen. Wir erhielten von der Fairtrade Initiative Saarbrücken (FIS) wichtige Informationen und planen, unsere Initiative Ende des Jahres der Öffentlichkeit vorstellen. In unserer Steuerungsgruppe sind Vertreter aus Politik, Gesellschaft und aktiven Initiativen wie beispielsweise dem Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland e.V. und der Eine-Welt-Regionalpromoter. Kulturell schloss der Arbeitstag mit der Eröffnung einer Ausstellung von Hildegard Meiser im Witwenpalais in Ottweiler ab. Hildegard Meiser ist schon seit Jahrzehnten freischaffend tätig und initiierte mit Kindern, Jugendlichen und Schulen tolle Kunstprojekte. Zu unserem Landkreis hat die Neunkircher Künstlerin einen besonderen Bezug, da sie in der Vergangenheit drei Bücher des Kreises mit illustrierte. Wie kunstvoll und facettenreich die Natur ist, führt sie uns in ihrer aktuellen Ausstellung vor Augen. Die Ausstellung ist noch bis Ende Oktober in unseren Räumlichkeiten in der 1. Etage im Historischen Gebäude des Landratsamtes in Ottweiler zu bewundern.

Heute standen verwaltungsinterne Termine an. Morgen frühwerde ich das 25. Jubiläum des integrativen Kindergartens der Lebenshilfe an der Eric-Carle-Schule in Mainzweiler besuchen.

Ich wünsche Ihnen allen ein schönes, verlängertes Wochenende im Zeichen des Herbstes.

Ihr
Sören Meng


23.09.2016: Eine generationsübergreifende Woche

Pressekonferenz zum Youtube-Festival und Web-Videowettbewerb, hier Landrat Sören Meng mit ClosrCon-Veranstalter Ulrich Järkel
Verleihung der Ehrenamtsnadel an Edgar Dörr
Lesung des Reformpsychiaters Prof. Dr. Wolfgang Werner
Der Landrat mit Bürgerinnen und Bürger auf dem Infotag für Ältere und Menschen mit Behinderung in der Gebläsehalle
Der Landrat gemeinsam mit dem Neunkircher Seniorenbeirat dem Infotag für Ältere und Menschen mit Behinderung

Die zurückliegende Woche war sehr abwechslungsreich. Wie immer steht zu Beginn der Woche das Jour-Fixe mit den Mitarbeitern der Verwaltung und das Besprechen aktueller Dinge an. Danach konnte ich ein weiteres Projekt unseres Bundesprojektes Land(auf)Schwung vorstellen. Dieses Mal richten sich die Aktivitäten an junge Menschen im Landkreises Neunkirchen. Am 15.Oktober 2016 findet in der Gebläsehalle in Neunkirchen erstmals das große Youtube-Festvial ClosrCon statt. Tickets zum Festival sind  auf www.closrcon.de erhältlich. Der Landkreis Neunkirchen flankiert dieses Festival mit einem kreativen Web-Videowettbewerb. Bis 10. Oktober 2016 können Jugendliche zwischen 14 und 27 kleine Videos zum Thema "Du und Dein Saarland" Videos drehen und dabei tolle Preise gewinnen. Nähere Infos gibt’s hier. Mit dieser Aktion möchte der Landkreis Neunkirchen, seine Initiative „Kreativwerkstatt für Jugendliche“ starten um in den kommenden Monaten in unterschiedlichen Formaten die Innovation in dieser Zielgruppe zu fördern. Ich hoffe, dass es uns gelingt, junge Menschen anzusprechen und für unser Programm zu begeistern. Die Saarbrücker Zeitung würdigte unsere Bemühungen mit einem schönen Artikel. Am Nachmittag stand die Trägerversammlung des Jobcenters an. Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit betreiben wir seit über 10 Jahren das Jobcenter und besprachen aktuelle Aufgabenstellungen. Die Agentur für Arbeit hat für das kommende Jahr viele Gelder zur Verfügung gestellt, um die arbeitsmarktpolitischen Instrumente weiter zu fördern. Hierdurch können wir Langzeitarbeitslosen Beschäftigungsmaßnahmen bieten und auch die Integrationsmaßnahmen für Flüchtlinge weiter erhalten. Hier ist die Vermittlung der deutschen Sprache eine große Herausforderung und gleichzeitig Grundlage für eine Eingliederung in den deutschen Arbeitsmarkt. Gemeinsam mit der Agentur aber auch vielen Trägern und ehrenamtlichen Aktivitäten konnten wir hier den Menschen Möglichkeiten anbieten. Am Abend nahm ich an der Verleihung der Ehrenamtsnadel im Festsaal der Staatskanzlei teil. Edgar Dörr aus Illingen wurde von dem Chef der Staatskanzlei, Jürgen Lennartz, für seine vielfältigen Verdienste mit der Ehrenamtsnadel ausgezeichnet. Herr Dörr ist Vorsitzender der Parkinsonselbsthilfegruppe Neunkirchen. Die Gruppenmitglieder kommen aus unserem gesamten Landkreis, dem angrenzenden Saar-Pfalz-Kreis und dem Regionalverband Saarbrücken. Die Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls und die Förderung der gegenseitigen Hilfsbereitschaft stehen bei dieser Selbsthilfegruppe im Mittelpunkt. Aber auch die Beratung und Hilfestellung in sozialen Fragen, sowie eine gezielte Bewegungstherapie für Parkinsonpatienten gehören zum Angebot. Edgar Dörr kam damals durch die Erkrankung seiner Frau zu der Selbsthilfegruppe. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass Herrn Dörr diese Auszeichnung zuteil wurde, denn sie würdigt beherztes, ehrenamtliches Engagement.

 

Am Dienstag sprach ich mit dem Leiter einer ehrenamtlichen Flüchtlingsgruppe im Landkreis Neunkirchen sowie mit den zuständigen Mitarbeitern des Landratsamtes aktuelle Herausforderungen bei der Flüchtlingsarbeit. Die Netzwerke haben sich verfestigt, auch die Neubürger sind eigene Netzwerke eingegangen. Bei der Besprechung wurde wieder deutlich, dass es neben einem ehrenamtlichen Engagement auch immer eine Verwaltungsebene gibt, die unterstützend eingreift, wann es sein muss. Den unmittelbaren Kontakt zwischen  Flüchtlingen, den zahlreichen Helferinnen und Helfern  und unseres Sozialamtes, haben wir durch die Stabsstelle Flüchtlinge verwirklicht. Allen Ehrenamtlern nochmals herzlichen Dank für Ihr großes Engagement. Am Nachmittag fand die Verbandsversammlung des LIK.Nord statt. Schon im Vorfeld fand diese Sitzung großes mediales Interesse. In einer geheimen Abstimmung sprach sich die Mehrheit der Gesellschaftsversammlung für einen möglichen Flächentausch im Bereich Neunkirchen aus. Jetzt muss geklärt werden, ob das Bundesamt die Fläche freigibt und dem Flächentausch zustimmt.

 

Am Mittwoch fand eine Besprechung zur Charta schwerstkranker Menschen in meinem Büro statt. Diese Charta werde ich Anfang Oktober unterzeichnen. Es geht hier um die Begleitung der Menschen in ihrer letzten Lebensphase. In unserem Landkreis gibt es glücklicherweise ein stationäres Hospiz in Neunkirchen und seit Jahren auch eine ambulante Hospizversorgung. Hier wird hervorragende Arbeit zum Wohle der Menschen geleistet. Ziel dieser Unterzeichnung der Charta ist es, diese Thematik, die oft von den Menschen verdrängt wird, mehr in den Mittelpunkt des Bewusstseins zu bringen, um möglicherweise auch rechtzeitig durch eine Betreuungs- oder Vorsorgeverfügung den Willen festzuhalten. Es ist sicherlich kein leichtes Thema, allerdings gehört auch der Tod zum Leben.Später fand die 2. Sitzung des örtlichen Beirates in Kooperation mit der Agentur für Arbeit statt. Hier beraten Vertreter der Verwaltung, der Agentur für Arbeit, der Träger und Verbände und des Kreistages über aktuelle Angelegenheiten rund um den Arbeitsmarkt. Die Leiterin des Jobcenters, Katja Sauerbrey, berichtete über aktuelle Themenfelder. Zukünftig wird dieser Beirat regelmäßig tagen um die Arbeit in diesem Bereich mit eigenen Impulsen zu begleiten. Am Abend wurde ein innovatives Projekt im Bereich Land(auf)Schwung vorgestellt. Hier muss ich jetzt aufpassen, dass ich nicht so viel verrate. Das Projekt ist eingegliedert in den Bereich Vitalregion und soll gerade junge Menschen bei sportlichen Aktivitäten begleiten und begeistern. Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich hier konkreter, aber so viel sei verraten, es ist ein wirklich innovatives Projekt.

 

Am Donnerstag fanden die Gremiensitzungen der WVO und des Wasserzweckverbandes statt. Am Nachmittag besuchte ich den Saarländischen Museumsverband, der seinen Sitz in Ottweiler hat. Hier ging es um eine stärkere Vernetzung zwischen Landkreis und Verband. Es gibt in unserem Kreis zahlreiche, sehr attraktive Museen, die auch im Rahmen der Tourismusförderung vermarket werden. Hier sprach ich mit dem Geschäftsführer Rainer Raber über Schwerpunkte der Zukunft. Auch in diesem Bereich nimmt die Digitalisierung Fahrt auf. So stellte mir der Saarländische Museumsverband eine webbasierende Anwendung vor, die in Kürze offiziell präsentiert wird. Am Abend war ich als Vorsitzender der Alex-Deutsch-Stiftung im Fliedner Krankenhaus in Neunkirchen zu Gast. Der Reformpsychiater Prof. Dr. Wolfgang Werner las aus seinen Büchern und stellte eine Verbindung zwischen Kunst und Psychiatrie her. Prof. Werner hat dafür gesorgt, dass die Geschichte der Psychiatrie in der Nazizeit beleuchtet und damit ein Tabu gebrochen wurde. Mit der gestrigen Veranstaltung hat der Landkreis Neunkirchen, die Alex-Deutsch-Stiftung und das Adolf-Bender-Zentrum auf die Stellung von Kranken und Behinderten im Dritten Reich aufmerksam gemacht.

 

Heute Morgen fand die Hauptversammlung des Landkreistages in Perl statt. Danach besuchte ich den Infotag für Ältere und Menschen mit Behinderungen in der Gebläsehalle Neunkirchen. Diese Veranstaltung ist für mich sehr wichtig, da sie Menschen aktiv begleitet und Ihnen Hinweise für ein selbstbestimmtes Leben im Alter gibt. Das Besondere an dieser Messe ist es, dass alle Dienstleistungen kostenfrei sind und unverbindlich beraten wird. An dieser Stelle allen Ausstellern ein herzliches Dankeschön.

 

Am Sonntag bin ich auf der Landeskonferenz der Arbeiterwohlfahrt, die in diesem Jahr in der Gebläsehalle in Neunkirchen stattfindet, zu Gast. Hier ist es mir eine große Freude, die wichtige Arbeit der Arbeiterwohlfahrt zu würdigen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende.

Ihr Landrat Sören Meng

 

 

 


16.09.2016: Woche mit Erntedankfest

Eröffnung der Messe im C + C Neunkirchen anlässlich des 20 jährigen Jubiläums Foto: Setz
Ein kurzes Interview mit Radio Neunkirchen zum Jubiläum des Großmarktes Foto Setz
Übergabe der Tablets an die Teilnehmer des Virtuellen Mehrgenerationenhauses Foto: LMS
Am Wochenende findet das große Erntedankfest "Herbst auf Finkenrech" statt, auch das Landkreis-Laybrinth hat seine Pforten geöffnet und kann erkundet werden

Wir alle erlebten erneut eine Woche des Hochsommers, doch jetzt hat das heiße Wetter eine Pause eingelegt. Meine Woche gestaltete sich gewohnt abwechslungsreich. Nach internen Terminen, dem wöchentlichen „Jour fixe“, tagte in Saarbrücken die VSE AG. Hier wurden vielerlei Themen rund um die Energiewirtschaft diskutiert und Maßnahmen auf den Weg gebracht. Am Nachmittag des gleichen Tages leitete ich die Kreditausschuss-Sitzung der Sparkasse Neunkirchen, die ebenfalls vielerlei Themen und Projekte enthielt.

 

Am Vormittag des nächsten Tages tauschte ich mich mit dem Wirtschaftsförderer Klaus Häusler aus und erfuhr hierbei interessante Neuigkeiten rund um die engagierten Unternehmen im Landkreis Neunkirchen. So wurde zum Beispiel vergangene Woche die Produktionsstätte der Technologieplattform N-Metals Chrome der NANOGATE AG  in Neunkirchen eröffnet. Das bis zu 66.000 m² große Grundstück bietet Platz für weitere Ausbaustufen dieser erfolgreichen Firma. Anschließend lernte ich die neue Leiterin des Gymnasiums am Krebsberg, Sigrid Maschlanka kennen, die vor wenigen Wochen ihren Dienst angetreten hat. Hier besprachen wir aktuelle Baumaßnahmen und neue Projekte, die die neue Schulleiterin an ihrer Schule realisieren möchte. Am Nachmittag tagte der Kreisausschuss. Hier standen die Weiterführung der Mehrgenerationenhäuser im Landkreis, die Weitergewährung von Zuschüssen in der Flüchtlingshilfe sowie die Bezuschussung von Sprachunterricht  für Jugendliche mit Migrationshintergrund auf der Tagesordnung.

 

Am Mittwoch fand eine Besprechung mit dem Geschäftsführer der WVO/WZV (Wasserversorgung Ostsaar GmbH/Wasserzweckverband), Stefan Kunz und den Wirtschaftsprüfern statt. Dabei wurde mir der jeweilige Jahresabschluss 2015 erläutert, der Bestandteil der Gremiensitzungen in der kommenden Woche ist. Anschließend tauschte ich mich mit dem Team Führungskräfte der Kreisverwaltung aus. Wir haben in den vergangenen Monaten einiges bewegt, um unsere Verwaltung Schritt für Schritt noch dienstleistungsorientierter auszurichten. Hier plane ich – gemeinsam mit meinem Team – eine Überarbeitung der bisherigen Öffnungszeiten der Verwaltung. Am Nachmittag fand die Sitzung des Entscheidungsgremiums unseres Projektes Land(auf)Schwung statt. Hier waren einige mögliche  Projektträger persönlich vor Ort und standen uns Rede und Antwort. Es ist schön, dass dieses Projekt gut angenommen wird und es immer wieder neue Ideen gibt. Ein Projekt konnten wir sogar nach dieser Sitzung auf den Weg bringen. Hierzu werde ich an anderer Stelle näher berichten. Anschließend nahm ich an der Besprechung zur Realisierung einer Neuauflage des Kreisbuches teil. Hier hat sich ein engagierter Arbeitskreis gefunden; in Kürze werden wir das Buchprojekt der Öffentlichkeit vorstellen.

 

Donnerstags eröffnete ich eine Messe der C + C  cash and carry Großhandels GmbH in Neunkirchen.  Der Großmarkt feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum und hat sich in den vergangenen Jah-ren hervorragend entwickelt. Der Geschäftsführer Benedikt Schäfer führte mich durch sein Unter-nehmen und erläuterte mir dabei die Unternehmensphilosophie. Zu den Kunden zählen in erster Linie Gastronomen, Gewerbetreibende und zahlreiche Vereine der Region. Darüber hinaus bringt sich C + C immer wieder als Sponsor ein und unterstützt soziale Aktionen im Landkreis. Zu einem Austausch traf ich mich anschließend mit dem saarländischen Bildungsminister Ulrich Commercon, da wir als Schulträger eng mit dem Ministerium zusammenarbeiten. Am Nachmittag fand dann die Sitzung des Kreistages in Neunkirchen statt, die mit einem Leitartikel in der Saarbrücker Zeitung gewürdigt wurde. Hauptthema war eine mögliche Ansiedlung der Globus Warenhausgruppe in Neunkirchen im Bereich des Naturschutzgebietes LIK-Nord. Hier wird schon seit Monaten sehr kontrovers  darüber diskutiert, ob es zu wesentlichen Kaufkraftverlusten in den Nachbargemeinden kommen könnte. Nächste Woche wird der Zweckverband LIK-Nord darüber entscheiden, ob es möglicherweise zu einem Tausch einer Fläche im Projektgebiet kommen könnte. Erst nach dieser Entscheidung im Verband kann sich das Bundesministerium mit der Thematik befassen. Ich erklärte gestern in der Kreistagssitzung, dass ich für die Ansiedlung eines Verbrauchermarktes in der Kreisstadt bin und durch die Einbeziehung einer neuen Fläche (durch einen möglichen Tausch) das Naturschutzgroßprojekt meines Erachtens noch gestärkt wird. Allerdings hat das letzte Wort das Bundesministerium bzw. das Bundesamt für Naturschutz.

 

Heute besprach ich die Neuausrichtung des Internetauftrittes des Landkreises Neunkirchen. Der Internetauftritt wird schon seit Jahren stetig weiterentwickelt und soll in Kürze eine noch nutzerfreundlichere Oberfläche bekommen und auch barrierefreier gestaltet werden. Hier fanden mit der Firma one4vision Abstimmungsgespräche statt. Am Nachmittag folgte dann die Auftaktveranstaltung zum virtuellen Mehrgenerationenhaus Landkreis Neunkirchen. Virtuelle Mehrgenerationenhäuser werden in vier Modellkommunen mit jeweils 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern eingerichtet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten 15 Tablet-PCs, die sie nutzen um miteinander zu kommunizieren, um ihr Leben damit moderner zu gestalten. Ich freue mich sehr darüber, dass wir Modellkommune sind und auch daher ausgewählt wurden, weil wir schon seit Jahren mit unserer Ehrenamtsbörse Kurse im Bereich des Umgangs mit modernen Kommunikationsmitteln - gerade auch für die ältere Generation – anbieten. Gemeinsam mit dem Staatssekretär für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Stephan Kolling und dem Stellvertretenden Direktor der Landesmedienanstalt, Dr. Jörg Ukrow, starteten wir in Neunkirchen.

 

Am Wochenende findet unsere tolle Veranstaltung „Herbst auf Finkenrech“ statt. Sie beginnt morgen um 13 Uhr und am Sonntag bereits um 11 Uhr und endet jeweils um 18 Uhr. Über 50 Aussteller auf dem Bauernmarkt tragen hier zu einer tollen Atmosphäre auf Finkenrech bei. Ein besonderer Höhepunkt ist in diesem Jahr die Einweihung des barrierefreien Kinderspielplatzes am Sonntag um 12 Uhr. Hier haben sich jetzt schon zahlreiche Gäste angesagt. Ich bin mir sicher, hier viele Bekannte an diesem Wochenende zu treffen.

 

In diesem Sinne ein erholsames, schönes Wochenende

 

Ihr

Sören Meng

 

 


09.09.2016: Über den Wolken

Vorstellung der Stiftung für Bürger im Landkreis Neunkirchen
Landrat Meng zu Besuch in den Schulen am Jägermeisterpfad in Neunkirchen, hier am TGBBZ
Landrat Sören Meng im Dialog mit Bürgern auf dem Infotag „Rechtliche Betreuung und Vorsorgevollmacht“

In diesem Moment der Onlinestellung meines heutigen  Blogs werde ich mich über den Wolken befinden. Genauer gesagt auf dem Rückflug von Berlin und im Anflug zu unserem schönen Saarland.

Denn gestern und heute war ich in Berlin unterwegs. Der kommunale Spitzenverband, der Deutsche Landkreistag (DLT), feierte seinen100. Geburtstag und hatte zu einem Festakt geladen. Der DLT ist der Zusammenschluss der 295 deutschen Landkreise auf Bundesebene. Seine unmittelbaren Mitglieder sind die Landkreistage der 13 Flächenländer, die sich für die Kommunalbelange in ihrem jeweiligen Bundesland einsetzen. Er vertritt somit drei Viertel der kommunalen Aufgabenträger, rund 96 % der Fläche und mit 55 Millionen Einwohnern 68 % der Bevölkerung Deutschlands. Der Deutsche Landkreistag tritt für Gemeinwohlbelange ein und unterscheidet sich daher von anderen Vereinigungen wie wirtschaftlichen Interessengruppen, da die Landkreise politische Verantwortung für die Bürger tragen. Die zentrale Aufgabe des Deutschen Landkreistages besteht darin, die den Landkreisen grundgesetzlich verbürgte Garantie der kommunalen Selbstverwaltung zu fördern, den Erfahrungsaustausch unter den Landkreisen zu pflegen und die gemeinsamen Belange der kommunalen Körperschaften gegenüber Staat und Öffentlichkeit zur Geltung zu bringen. Zu der Jubiläumsveranstaltung wurden 500 Landräte, Ehrenamtliche aus den Kreistagen, Vertreter der Bundes- und Landespolitik sowie von Verbänden, aber auch Wirtschafts- und Unternehmensorganisationen geladen. Gemeinsam mit dem Ersten Kreisbeigeordneten vertrat ich den Landkreis Neunkirchen. Meine saarländische Amtskollegin und Amtskollegen waren ebenfalls der Einladung gefolgt. Die Jubiläumsfeierlichkeiten begannen gestern mit einem Festakt in der Französischen Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt unter Mitwirkung der Bundeskanzlerin. Ebenfalls waren der Bundesratspräsident, der Ministerpräsident Stanislaw Tillich, sowie der Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts, Prof. Dr. Ferdinand Kirchhof, Gäste der Jubiläumsfeier. Neben dem Festakt standen auch interessante Vorträge und Diskussionen auf dem Programm. Heute besuchte ich gemeinsam mit zahlreichen Amtskollegen, Mandatsträgern und Vertretern aus der Bundesrepublik das  Berliner Abgeordnetenhaus, der Gründungsort des Landkreistages. Der Präsident des Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland, begrüßte uns dort.

Ansonsten gab es diese Woche neben dem üblichen Jour fixe weitere Sitzungstermine, wie die Aufsichtsratssitzung der  Rettungs-Dienst-Logistik, die Verbandsversammlung des Sparkassenzweckverbandes und die gemeinsame Besprechung mit den Ober-/Bürgermeistern/-in unseres Kreises.

Zu Wochenbeginn stellte ich gemeinsam mit dem Sparkassenvorstand, dem Wirtschaftsförderer, der Regionalen Entwicklungsagentur und der Stabsstelle „Land(auf)Schwung“ unsere „Stiftung für Bürger im Landkreis Neunkirchen“ vor. Die Stiftung ist in breitgefächerten Gebieten zum Wohle der Bevölkerung unseres Landkreises tätig. Den Bericht der Saarbrücker Zeitung zu unserer Stiftung finden Sie hier.

Am Mittwoch startete mein Tag mit der Schulbereisung am Schulzentrum am Jägermeisterpfad. So besuchte ich mit den Kollegen der Bau- und Schulverwaltung und des Kreisumweltamtes das TGBBZ, die Förderschule Lernen und die Förderschule für Geistige Entwicklung. Wie schon häufig an dieser Stelle geschrieben: Wir nehmen unsere Aufgabe als Schulträger sehr ernst und stehen mit unseren Schulen in einem ständigen Dialog. Die Gespräche mit den Verantwortlichen der Schulen waren sehr konstruktiv.

Am Mittwochmittag eröffnete ich den Informationstag zum Thema „Rechtliche Betreuung und Vorsorgevollmacht“. Das Thema Betreuung und Vorsorge sind  wichtige Aspekte in unserem Leben, finden im Alltag bei vielen Menschen leider jedoch zu wenig Beachtung. Dennoch sind es wichtige Themen, denen sich jeder annehmen sollte, um im Fall der Fälle vorgesorgt zu haben und im Alter oder bei Erkrankung rechtliche Sicherheit zu haben. Wozu brauche ich eine Patientenverfügung, welche Vorteile hat eine Vorsorgevollmacht und was kann in einer Betreuungsverfügung geregelt werden, diese und weitere auch ganz persönliche Fragen zum Thema Betreuung und Vorsorge wurden im Rahmen dieses Infotages beantwortet. Die Betreuungsbehörde des Kreises, der SKFM,  der Betreuungsverein sowie weitere Beratungs- und Hilfsdienste sind hier kompetente Ansprechpartner.

Abends trafen wir uns mit der Jury zum Ehrenamtspreis. 24 breitgefächerte Bewerbungen aus dem Sozialbereich, über Sportvereine bis hin zur Flüchtlingsarbeit haben uns erreicht. Viele tolle Initiativen waren dabei und es wurde wieder einmal deutlich, wie gut wir im ehrenamtlichen Bereich in unserem Landkreis aufgestellt sind. Zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfern leisten hier Großes. Der Ehrenamtspreis wird am 26.Oktober im Rahmen unseres Dankeschönfestes im Ottweiler Schlosstheater  verliehen. Hierzu sind alle ehrenamtlich Aktiven aus dem ganzen Landkreis recht herzlich eingeladen. Eine Vorabanmeldung bei der Ehrenamtsbörse ist notwendig, denn die Plätze sind beschränkt und auch mit einer Kapazität von 600 zügig vergeben. Mit dem Dankeschönfest und der Verleihung des Ehrenamtspreises möchte der Landkreis Neunkirchen den vielen Ehrenamtlern seinen Dank zum Ausdruck bringen. Auf diese Veranstaltung im Oktober freue ich mich schon heute.

Insgesamt war diese Woche insbesondere mit dem Besuch des DLT in Berlin interessant und ereignisreich. Durch den Berlinaufenthalt konnte ich leider nicht bei der Eröffnung der Neunkircher Messe, welche die stellvertretende Ministerpräsidentin Anke Rehlinger übernahm, anwesend sein. Daher  werde ich die Neunkircher Messe morgen besuchen.

In diesem Sinne, ein schönes Wochenende

Ihr Sören Meng


02.09.2016: Der Landkreis Neunkirchen in Berlin

Landrat Sören Meng erhielt von dem Ersten Kreisbeigeordneten Karlheinz Müller die Jubiläumsurkunde für 25 Jahre im öffentlichen Dienst (Foto: LK NK)
Einbürgerung 14 neuer Staatbürgerinnen und Staatsbürger (Foto: LK NK)
Eröffnung der Sparkassenfiliale in Ottweiler-Fürth (Foto:Sparkasse Neunkirchen)

Los ging es, wie immer mit dem internen Jour-Fix. Interne Besprechungen gibt es jede Woche zu vielerlei Themen.

So hatte ich unter anderem eine Besprechung mit unserer Regionalen Entwicklungsagentur und der kreisinternen Stabsstelle zu unserem Projekt Land(auf)Schwung. Auch Prof. Dörr vom Landesinstitut für Präventives Handeln (LPH) war diese Woche gemeinsam mit der Projektansprechpartnerin Kathrin Herbst gekommen, um aktuelle Entwicklungen und Planungen zu unserem Projekt Vitalregion im Rahmen von Land(auf)Schwung zu besprechen. Das LPH setzt als Projektträger der „Vitalregion“ den Leitgedanken dieses Projektes für den Landkreis Neunkirchen um. In wenigen Wochen wird eine Vitalwoche stattfinden, in der wir kreisweit viele Aktionen rund um die Gesundheit anbieten.  Die Vitalwoche soll für Gesundheitsdienstleister des Landkreises Neunkirchen als „Werbeaktion“ dienen. Überall im Landkreis bieten Dienstleister dezentral in Eigeninitiative in ihren Räumlichkeiten ihre Angebote an, die zusammen durch das Projekt ‚Vitalregion Neunkirchen‘ beworben werden. Neben Sonderangeboten, Vorträgen, Workshops und Aktionstagen werden wird es auch eine Jobmesse für die Gesundheitsbranche  (in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit und der Wirtschaftsförderung) am 18.11. in Neunkirchen geben, zu der sich bereits Aussteller aus dem Bildungsbereich angemeldet haben. Arbeitgeber können sich hierzu gerne melden und sich dort kostenfrei präsentieren. Weiter Infos rund um unser Projekt Vitalregion und die Vitalwoche erhalten Sie hier.

14 neuen Mitbürgerinnen und Mitbürgern konnte ich am Mittwoch ihre Einbürgerungsurkunde aushändigen. Die Einbürgerung ist ein starkes Instrument für eine gelungene Integration und dies ist wiederum der Schlüssel für die Zukunft und die demografische Entwicklung unseres Landkreises. Generell ist eine solche Einbürgerung immer ein feierlicher Anlass für alle Beteiligten. Ins Zentrum dieser feierlichen Veranstaltung stelle ich immer unsere Verfassung, das Grundgesetz. Auch nach fast 70 Jahren ist dieses Werk für unsere Gesellschaft eine wichtige Grundlage für unser Zusammenleben. Die Einweihung der neuen Sparkassengeschäftsstelle Fürth rundete den Tag ab. Mit dieser Investition bekennt sich unsere Sparkasse Neunkirchen zu unserer Region.Den Bericht der Saarbrücker Zeitung finden Sie hier.

Gestern ging es in unsere Bundeshauptstadt Berlin. Dort referierte ich auf dem 8. Demografiekongress über unser Projekt Land(auf)Schwung. Der zweitägige Kongress mit über 800 Teilnehmern gilt als der Leitkongress zur Gestaltung des demografischen Wandels in Deutschland. Dass ich unser Projekt auf solch einem bundesweiten Forum präsentieren konnte, zeigt, dass wir gemeinsam mit zahlreichen Projektträgern und Unterstützern unser Projekt Land(auf)Schwung gut aufgestellt haben. Die Resonanz zu meinem Vortrag „Passgenaue Konzepte im Landkreis Neunkirchen“ war positiv und die Teilnehmer zeigten sich an unseren vielfältigen Projektideen interessiert.

Nach meinem gestrigen Tagestrip nach Berlin war ich abends im Hofgut Menschenhaus bei der Verabschiedung des Redaktionsleiters der Saarbrücker Zeitung, Manfred Krause, und der Neueinführung des künftigen Leiters ,Volker Fuchs, zu Gast.  Heute Morgen stand dann die Vorstandssitzung des Landkreistages im Saarbrücker Schloss an, wo Themen wie der Pflegepakt, E-Government, ÖPNV und mehr auf der Tagesordnung standen. Zurück in Ottweiler überreichte mir der Erste Kreisbeigeordnete Karlheinz Müller die Urkunde für mein gestriges 25-jähriges Dienstjubiläum.  Unglaublich, wie schnell die Zeit vergangen ist. Damals begann ich beim Arbeitsamt Neunkirchen meine Ausbildung zum Fachangestellten für Arbeitsförderung. Ich hätte mir damals nicht träumen lassen, einmal als Landrat dieses Jubiläum zu begehen.

Morgen und am Sonntag werde ich bei dem Künstlertreff in Reden zu Gast sein. 70 Freizeitkünstler aus dem Saarland, der Pfalz und Luxemburg präsentieren bei der Kunstausstellung in der großen Werkstatt ihre vielfältigen Arbeiten. Rund um den Erlebnisort wird in den nächsten Tagen einiges zu erleben sein, wie auch der morgige 24 Stunden-Spendenlauf und das Matinee-Eröffnungskonzert der Bergkapelle Saar am Sonntag. Am Sonnabend werde ich dann das beeindruckende Stumm-Musical in der Gebläsehalle besuchen. Seit vielen Jahren hat sich unsere Kreisstadt als Musicalstadt einen Namen gemacht.

Sie sehen, wir haben ein tolles Kulturangebot in unserer Region. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein sonniges Wochenende in unserem schönen Landkreis.

 

Ihr Sören Meng


26.08.2016: Die letzten Tage der Sommerferien

Gespräch mit der Verbraucherzentrale; von links: Sabine Strichertz, Jürgen Zimper, Sören Meng und Bernd Seitz
Eröffnung des Labyrinth
Unser Labyrinth aus der Luft
Betriebsbesichtigung bei Metallbau Gross
Übergabe einer Sinnesbank an die Imker Vereinigung Illtal zu Wustweiler e.V.
Stippvisite des Landrats beim Bouleturnier der Kreisverwaltung

Nach meinem Urlaub, der sehr erholsam war, melde ich mich mit meinem Blog zurück. Am Montag fand traditionell das Jour-Fixe mit meinem Team der Verwaltung statt, hier wurde ich von den Kolleginnen und Kollegen auf den neusten Stand gebracht. In dieser letzten Ferienwoche nutze ich die Zeit, um einiges an Büroarbeit zu erledigen, war aber auch natürlich in unserem Landkreis unterwegs.

Am Dienstag stellte ich in einem Pressegespräch die Arbeit der Verbraucherzentrale vor. Die Verbraucherzentrale ist ein wichtiger Dienstleister und steht den Bürgerinnen und Bürger in vielen Lebenslagen unabhängig, hilfsbereit und kompetent zur Seite. Gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit ist es wichtig, dass man sich zu bestimmten Themen rund um den Verbraucherschutz solch eine unabhängige Meinung einholen kann. Zusammengefasst erstreckt sich das reichhaltige Informations- und Beratungsangebot der Verbraucherzentrale über eine große Bandbreite von Themenbereichen. Rund 45.000 Verbraucherkontakte kommen so jährlich zustande. Zudem nehmen bis zu 80.000 Internetbesucher die Serviceangebote der saarländischen Verbraucherzentrale im Netz in Anspruch. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer, Jürgen Zimper, und seinem Team stellten wir aktuelle Verbraucherhinweise und wertvolle Verbrauchertipps vor. Näheres können Sie unserer Pressemitteilung entnehmen.

Am Nachmittag fand neben einigen internen Terminen, die Besprechung zu unserem Kreisbuch statt, dass im kommenden Jahr vorgestellt werden soll. Mittlerweile hat sich ein Redaktionsteam aus erfahrenen Historikern aus dem Landkreis Neunkirchen zusammengefunden. Eins kann jetzt schon verraten werden: Das Themenspektrum des Buches wird groß sein, auf über 200 Seiten kann die Geschichte unserer Region anschaulich erlebt werden.

Einen Tag später war ich im Jobcenter Illingen zu Gast, wo ich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jobcenters persönlich besuchte. Unser Jobcenter ist auf zwei Standorte in Neunkirchen und Illingen verteilt, es handelt sich hier um eine Kooperation zwischen der Agentur für Arbeit und dem Landkreis, in dem sowohl Mitarbeiter der Agentur als auch des Kreises, Hand in Hand zusammenarbeiten. Neben dem persönlichen Kennenlernen der Kolleginnen und Kollegen, besprach ich auch einige aktuelle Themenfelder.

Die Mittagspause verbrachte ich dann im Freizeitzentrum Finkenrech, wo ich gemeinsam mit über 35 Kindern einer Ferienfreizeitgruppe aus Merchweiler unser Landkreis-Labyrinth eröffnet habe. Auf einer Fläche von rund eineinhalb Fußballfeldern haben wir in ein Maisfeld im Freizeitzentrum Finkenrech ein Landkreis-Labyrinth eingerichtet. Dabei wurden die Grenzen des Landkreises Neunkirchen und seiner Städte und Gemeinden als Pfade freigeschnitten. Mit dem Labyrinth-Suchspiel erhalten die Besucher spielerisch Informationen zu Sehenswürdigkeiten im Kreisgebiet und können attraktive Preise gewinnen. Diese Attraktion gibt es seit nunmehr fünf Jahren. Die Darstellung unseres Landkreises hat jedoch Premiere. Hiermit wollen wir den regionalen Bezug herstellen und Finkenrech sowie insbesondere unsere Städte und Gemeinden mit ihren Sehenswürdigkeiten bewerben. Das Landkreis-Labyrinth ist eine Attraktion für Groß und Klein, bietet jede Menge Spaß und weckt den Entdeckergeist. Es ist ab sofort täglich geöffnet, frei zugänglich und kostenlos. Ein Besuch lohnt sich!

Am Nachmittag stand dann gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Klaus Häusler, ein Besuch bei der Firma Metallbau Gross an. Dieses mittelständige Familienunternehmen aus unserem Landkreis, mit Sitz in Illingen-Welschbach, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter entwickelt und bewältigt mit über 50 Mitarbeitern beeindruckende Aufgaben. Ob Firmen- oder Privatkunden, die Firma Metallbau Gross bietet ein breites Angebot rund um den Werkstoff Metall an. Die Schwerpunkte liegen in der Gestaltung und Fertigung von Treppen, Toren, Geländern, Hallenbauten und Schweißarbeiter aller Art. Zu den Kunden zählen Firmen wie die OBG, Saarstahl, Saarpor, Treofarn, Hilti, Thyssen und weitere Weltkonzerne. So hat Wolfgang Gross und sein Team beispielsweise das Tribünendach im Stadion Kaiserlinde der SV Elversberg gebaut. Hierfür hat die Firma aus dem Landkreis Neunkirchen die längsten Freiträger, die jemals im Saarland gebaut worden sind, geschaffen. Ich bin stolz, solche leistungsfähige Unternehmen in unserem Kreis zu haben. Dies war der erste Firmenbesuch für mich, weitere Besuche leistungsstarker Unternehmen in unserem Landkreis sind geplant.

Am Donnerstag besuchte ich das Jobcenter in Neunkirchen, das im Arbeitsamt Neunkirchen zu finden ist. Zu diesem Jobcenter habe ich einen besonderen Bezug, weil ich meine berufliche Tätigkeit, vor 25 Jahren beim Arbeitsamt Neunkirchen begann und dort auch einige „alte“ Kolleginnen und Kollegen wieder traf. Beeindruckt war ich von dem Bereich im Jobcenter, der sich verstärkt mit den Berufsperspektiven, von Flüchtlingen beschäftigt. Mit Unterstützung von Dolmetscherinnen und Dolmetschern, können hier neue Bürger optimal betreut werden, damit sie möglichst schnell auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen können. Hierbei steht natürlich die Qualifizierung im Fokus, um spätere berufliche Chancen zu verbessern. Das Jobcenter ist sehr kundenorientiert und auch, was die technische Ausstattung angeht, am Puls der Zeit.

Neben internen Terminen, besuchte ich heute die Imker in Wustweiler. Eine Sinnesbank, die die kreiseigene Firma AQA aus alten Paletten kunstvoll zusammengezimmert hatte, konnte ich übergeben. Dieses Möbelstück ist gleichzeitig eng verknüpft mit unserem Bundesprojekt Land(auf)Schwung und entstand im Rahmen des Up-Cycling-Centers. Die Imker in Wustweiler haben auf einem Gelände nahe der Kirche ein Bienenlehrpfad eingerichtet. Hier können sich Jung und Alt über das interessante und wichtige Hobby der Imkerei informieren und sogar einen geschützten Blick in einen Bienenstock werfen. Mit der Übergabe der Bank wollte ich auch Danke für die kontinuierliche Arbeit des Kreisverbandes der Imker zum Wohl der Natur sagen.

Am Nachmittag stand ein Bouleturnier, der „ Joachim-Jochum-Cup“ der Kolleginnen und Kollegen unseres Landratsamtes auf dem Gelände des Bouleclubs in Wemmetsweiler auf dem Programm. Zurzeit befinde ich mich auf der Jahresfahrt der SPD-Kreistagsfraktion, die in diesem Jahr nach Köln geht.

Ich wünsche Ihnen ein schönes, hochsommerliches Wochenende!
Genießen Sie die letzten Momente der Sommerferien.
Allen Schülerinnen und Schülern wünsche ich einen guten Start ins neue Schuljahr. Wir als Schulträger haben unsere Hausaufgaben gemacht und fast alle Baumaßnahmen die für die Sommerferien geplant waren, abgeschlossen, so dass die Schulgemeinschaft gute Räumlichkeiten vorfinden wird.

Ihr Sören Meng


29.07.2016: Kunterbunte Sommerzeit

Landrat Sören Meng im Dialog mit den Ärzten der Fachklinik St. Hedwig in Illingen (Quelle: ctt Klinik)
Landrat Sören Meng zu Besuch in der Sitzung der Schadenskommission
Landrat Sören Meng beim Tag des Bergbaus auf der SR 3 SommerAlm, für den er sich stark einsetzte
Eine Zeichnung von Claus Zewe

„Erholung ist die Würze der Arbeit“, das stellte vor über 1000 Jahren ein griechischer Philosoph fest. Daher ist dies der letzte Blog vor meinem Sommerurlaub, auf den ich mich sehr freue. Auch diese Woche war gewohnt ereignisreich:

Neben üblichen verwaltungsinternen Abstimmungsgesprächen und dem wöchentlichen Jour fixe fand diese Woche eine Besprechung mit der Saarbrücker Zeitung und unserem Wirtschaftsförderer Klaus Häusler statt. Im September wollen wir ein Wirtschaftsmagazin für unseren Landkreis publizieren. Das Magazin wird voraussichtlich am 13. September erscheinen, eine entsprechende Online-Ausgabe werden Sie auch hier auf unserer Webseite finden.

Am Dienstag fand im Rahmen der Flüchtlingshilfe ein Abstimmungsgespräch mit Verantwortlichen der Arbeitskammer, des ASB, der GSE, unserem Kreissozialamt und der Stadt Ottweiler statt. Hier ist ein neues Projekt geplant, das dank der Arbeitskammer realisiert werden kann.

Diese Woche war ich außerdem in unserem Landkreis auf Besuchsterminen unterwegs. So besichtigte ich die Reha Klinik in Illingen. Die Verantwortlichen der ctt Fachklinik St. Hedwig hatten mich zu einem Austausch eingeladen. Die Klinik, die in Trägerschaft der Cusanus Trägergesellschaft Trier mbH (ctt) steht, verfügt über 173 Betten – davon 103 in der Abt. Neurologie und 60 in der Geriatrie. Darüber hinaus gibt es eine ambulante Tagesklinik. Hinsichtlich der demografischen Entwicklung in unserem  Landkreis Neunkirchen ist der weitere Ausbau der Reha-Klinik wichtig. Denn schon heute ist jeder vierte Bürger unseres Landkreises über 65 Jahre, daher gibt es bereits heute einen hohen Bedarf an geriatrischen Einrichtungen. Die ctt Fachklinik leistet hier wichtige Arbeit. Ihr Ziel ist es, dass die Patientinnen und Patienten nach ihrem Aufenthalt wieder ein selbstbestimmtes Leben zu Hause führen können.

Gestern fand die Aufsichtsratssitzung der Fahrzeugservice Neunkirchen GmbH statt. Die FSN ist die Werkstattgesellschaft der Neunkircher Verkehrs GmbH und der Saar-Pfalz-Bus GmbH, gemeinsam mit einigen privaten Unternehmen. Die FSN wartet mit ihrer Werkstatt unter anderem 89 Busse der Neunkircher Verkehrs GmbH. In diesem Gremium bin ich als stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der NVG vertreten.

Heute Morgen besuchte ich die Schadenskommission, die in unserem Dienstgebäude II in Ottweiler tagte und bedankte mich für ihren engagierten Einsatz. Die Schadenskommission ist ein Gremium, das über die beantragten Hilfen der von dem Unwetter geschädigten Bürger in Dirmingen und Illingen entscheidet. Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Beschuldigungen in dieser Woche war es mir wichtig, meinen Dank zum Ausdruck zu bringen. Meine Stellungnahme zu diesen unsachlichen Vorwürfen sowie den aktuellen Stand bezüglich der Sofort- und Finanzhilfen  können Sie hier nochmal nachlesen. Aufgrund dieser Thematik besuchte mich am Mittwoch auch der Saarländische Rundfunk und bat mich um ein Interview, das abends im Aktuellen Bericht gesendet wurde.

Im Moment werde ich bei der Verabschiedung des Marpinger Bürgermeisters Werner Laub und der Amtseinführung des neu gewählten Bürgermeisters Volker Weber zu Gast sein. Mit Marpingen verbindet uns die Zusammenarbeit bei der Nutzung des Schullandheim & Erlebniszentrums BiberBurg  in Berschweiler (es gehörte früher zum Landkreis), das ich auch diese Woche gemeinsam mit Werner Laub vor Ort besucht habe. Viele Schulen aus unserem Landkreis nutzen das naheliegende Schullandheim mit seinem ökopädagogischen Programmangebot.  Daher ist der Erhalt dieser Einrichtung sehr wichtig, denn Unterricht in einem Schullandheim ist etwas Besonderes. Schon der räumliche Wechsel in eine andere Umgebung verändert die üblichen Lernbedingungen, motiviert und inspiriert junge Menschen. Auch das soziale Miteinander kann hier gefördert werden. Dies ist gerade in Zeiten des gesellschaftlichen Wandels sehr wichtig.

Als vergangenen Freitag der Blog veröffentlicht wurde, war ich gerade beim Almauftrieb zu unserer 8. Auflage der SR 3 SommerAlm. Zusammenfassend war die SR 3 SommerAlm wieder ein gelungenes Event. Insbesondere meine Initiierung des „Tag des Bergbaus“ fand großen Zuspruch. Das Veranstaltungshighlight am Dienstag mit dem Auftritt von Albert Hammond besuchte ich gemeinsam mit vielen Kolleginnen und Kollegen der Kreisverwaltung. Den Bericht der Saarbrücker Zeitung zum  Almauftrieb können Sie hier nachlesen, das Programm  für die letzten Tage der diesjährigen SR 3-SommerAlm finden Sie nochmal hier. Noch 3 Tage und dann ist die höchste Almgaudi in unserem Landkreis auch leider schon wieder vorbei. Am Sonntag werde ich gemeinsam mit dem Alm-Ebi beim zünftigen Almabtrieb dabei sein. An dieser Stelle nochmals allen, die dieses Event organisiert und durchgeführt haben herzlichen Dank. Stellvertretend nenne ich unsere Tourismus- und Kulturzentrale mit Christian Rau und seinem Team, den SR mit dem unermüdlichen Alm-Ebi, die Alm-Gastronomen und, und, und.

Herzlichen Dank auch den Sponsoren, ohne die so eine Großveranstaltung nicht zu stemmen wäre. Ich freue mich schon auf eine Fortsetzung der Alm-Gaudi im nächsten Jahr!

Auch eine aktuelle Info zu unserem Land(auf)Schwung Projekt habe ich für Sie. Jetzt wurde der kleine Film über unseren Workshop fertig gestellt, der eindrucksvoll zeigt, wie groß das Engagement aller Beteiligten ist.

Link

An dieser Stelle verabschiede ich mich in meinen Sommerurlaub. Der Erste Kreisbeigeordnete Karlheinz Müller wird die Vertretung im Landratsamt übernehmen. Mein nächster Blog wird daher wieder am 26. August erscheinen. Bis dahin wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ebenfalls schöne Sommerferien und einen erholsamen Urlaub! Bis bald!

 

Ihr Sören Meng


22.07.2016: „Sommerferien mit Alm-Feeling“

Start des Projektes "Sommerschule" zur Sprach- und Integrationsförderung von jungen Flüchtlingen
Eine Zeichnung von Claus Zewe - passend zur Hitze Anfang der Woche
Besuch auf dem Eschweilerhof bei Familie Kupplich
Taufe der zwei Schneeleoparden im Neunkircher Zoo
Ausstellungseröffnung "Dialog der Kulturen"
Almbesuch während den Aufbauarbeiten

Wenn Sie diesen Blog lesen, werden wir – hoffentlich trockenen Fußes – die SommerAlm erreicht haben. Bereits zum 8. Mal laden der Saarländische Rundfunk und der Landkreis Neunkirchen zu einem 10-tägigen Programm auf die ehemalige Bergehalde nach Reden ein. Hier ist für jeden etwas dabei; das genaue Programm finden Sie hier. Ich freue mich schon darauf, einige von Ihnen zu treffen, da ich sicherlich einige Male das besondere Alm-Feeling mit Panoramablick genießen werde.

 

Die zurückliegende Woche war bunt wie immer. Los ging es mit einer tollen Initiative nämlich der „Sommerferienschule“, die in den Räumlichkeiten des technisch-gewerblichen Berufsbildungszentrums in Neunkirchen (TGBBZ) stattfindet. Mit Unterstützung des Bildungsministeriums können wir 24 jungen Menschen, die in Deutschland eine neue Heimat gefunden haben, eine besondere Fortbildung ermöglichen. Die ersten zwei Wochen dienen dazu, ihre Deutschkenntnisse zu intensivieren, danach stehen zwei Wochen Praktikum an, in denen sie die Möglichkeit haben, eventuelle künftige Berufsfelder zu erkunden. An dieser Stelle herzlichen Dank allen, die sich hier engagieren, besonders den Betrieben und natürlich auch unserer Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG).

 

Am Dienstag fand der Workshop unseres Projektes „Landaufschwung“ statt. Nach der Regionalkonferenz, die gute Resonanz fand, waren wir alle gespannt darauf, wie sich der Workshop gestalten würde. Zu vier Projekten gab es Projektgruppen, in die sich die Teilnehmer aktiv einbrachten. Ich wirkte bei den Gruppen „Vitalregion“ und „Regionalmarke“ mit. In weiteren Projektgruppen        ging es um die Willkommensregion (Welcome Center) und das AAL-Netzwerk, das ehrenamtliche Angebote in Zusammenarbeit mit unserer Ehrenamtsbörse digitalisieren möchte. Trotz hochsommerlicher Temperaturen waren rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Freizeitzentrum Finkenrech. Auch die Saarbrücker Zeitung fand lobende Worte für den Workshop. Die Ergebnisse werden jetzt ausgewertet, sodass die Projekte weiterhin an Fahrt aufnehmen.

 

Neben zahlreichen internen Gesprächen in der Verwaltung, wo es unter anderem auch um die Versorgung mit Tagespflegeplätzen in unserem Kreis ging, besuchte  ich am folgenden Tag den Eschweilerhof in Neunkirchen. Dort hatte das Wirteehepaar Kupplich ein besonderes Jubiläum. Bereits zum 10. Mal luden die Gastronomen Pflegeeinrichtungen im Landkreis zu einem geselligen Nachmittag und kulinarischen Genüssen ein.  Rund 200 Menschen freuten sich über diese Einladung. Dieses ehrenamtliche Engagement ist etwas Besonderes. Inge Kupplich, die selbst früher viele Jahre in einer Senioreneinrichtung beschäftigt war, möchte mit dieser Aktion „Menschen einfach eine Freude machen.“ Hierfür herzlichen Dank!

 

Donnerstags konnte in unserem schönen Kreis eine Bundesministerin empfangen werden. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks taufte im Beisein von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, Staatssekretär Roland Krämer, Oberbürgermeister Jürgen Fried und vielen anderen Repräsentanten aus Politik und Gesellschaft  im Neunkircher Zoo zwei Schneeleoparden  auf die Namen Anusha und Askart. Die Geburt der beiden am 7. Mai war etwas Besonderes, denn es war das erste Mal das Schneeleoparden im Saarland zur Welt kamen. Mit der Geburt dieser gefährdeten Art hat der Neunkircher Zoo Großes geleistet und zur Artenerhaltung beigetragen. Der Neunkircher Zoo ist dem Schneeleoparden-Projekt des NABU schon lange verbunden und setzt sich mit seiner Teilnahme am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Schneeleoparden für die Erhaltung der Art ein.

 

Gestern Abend fand im Historischen Sitzungssaal die Ausstellung der Arbeitskammer mit dem Titel „Dialog der Kulturen“ statt. Syrische und deutsche Künstler stellten gemeinsam Porträts, Gemälde und Skulpturen aus. Kunst verbindet Kulturen, mit ihr lässt sich vieles ausdrücken: Gefühle, Emotionen und Eindrücke. Sicherlich haben die Künstler ganz unterschiedliche Erfahrungen in ihre Kunst eingebracht. Künstlerisch zu wirken, ist auch immer ein Preisgeben von sich selbst. Danke, dass Sie uns an ihren Gedanken teilhaben lassen. Sie alle bereichern uns und unsere Gesellschaft.  Auch die musikalische Umrahmung war etwas Besonderes. Ein syrisch-deutscher Chor unter der Leitung von Osama Fathy begeisterte alle Gäste. Die Ausstellung ist noch bis 19. August im Landratsamt zu bewundern.

 

Am heutigen Tag standen interne Verwaltungstermine an. Ich nutze die Ferienzeit, um mich verstärkt mit inhaltlichen Themen zu befassen, für die im normalen Alltagsgeschäft wenig Zeit bleibt. Am Nachmittag ging es dann Richtung Sommeralm.

 

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

 

Ihr Sören Meng

 

 

 


15.07.2016: Vielfalt ist die Würze des Lebens

Lokale Allianzen für Demenz – Landrat Sören Meng im Dialog mit dem Demenzverein des Landkreises Neunkirchen
Zum Start der heutigen Sommerferien wünschte Landrat Meng per Facebook-Video allen Bürgerinnen und Bürgern schöne Sommerferien

Dieses Zitat von Ernst von Wildenbruch passt gut zu meinem Landratsalltag. Jede Woche darf ich mich mit zahlreichen Themen auseinandersetzen, die klassische Routine bleibt aus, da immer wieder Neues dazu kommt. Das ist es gerade, was mein Amt bereichert.

Los ging meine Arbeitswoche mit dem „Jour fixe“ in unserem Hause. Neben allerlei internen Gesprächen besuchte ich am Nachmittag die Ottweiler Druckerei (OD). Dieses Traditionsunter-nehmen im Landkreis Neunkirchen hat es immer geschafft, sich am Puls der Zeit zu orientieren. Neben moderner Drucktechnik wurde mir von den beiden Geschäftsführern Petra Krenn-Paul und Dominique Paul ein neues datenbankgestütztes Dienstleistungsportal erläutert, das auch unsere Verwaltungsarbeit erleichtern kann.

Danach fand eine erste Besprechung mit dem Redaktionsteam für das neue Kreisbuch statt. Nach ca. 30 Jahren ist es an der Zeit, wieder ein Buch über die Entwicklung unseres Landkreises zu veröffentlichen. In einer weiteren Sitzung werden die zu bearbeitenden Themen beschlossen. Mit dem Verein für Landeskunde, dem Schaumberg-Verlag und mit Unterstützung der Sparkasse Neunkirchen werden wir im kommenden Jahr ein fundiertes Werk herausgeben.

Dienstags war ich in Saarbrücken, wo eine Sitzung des Sparkassenverbandes Saar stattfand. Am Nachmittag tagte der Kreisausschuss. Neben Personalentscheidungen wurden auch Punkte für die kommende Kreistagssitzung vorberaten.

Mittwochs war ich mit dem Aufsichtsrat der Wasserversorgung Ostsaar GmbH (WVO) und den Gremienmitgliedern des Zweckverbandes Wasserversorgung (WZV) auf einer Informationsfahrt in Heidelberg. Hier gab es interessante Besichtigungen rund um das Thema Wasserversorgung und regenerative Energien.
Am folgenden Tag begrüßte ich viele Vertreter/innen von Institutionen anlässlich der 3. Sitzung des „Runder Tisch Demenz“ in unserem Dienstgebäude in Neunkirchen. Seit 13 Jahren engagiert sich der Demenzverein im Landkreis Neunkirchen, dessen Vorsitzender ich seit einigen Monaten bin, gemeinsam mit vielen Akteuren, Institutionen und Trägern dafür, dass die Versorgungsqualität kranker Menschen und deren Angehörigen verbessert werden kann. Im Rahmen des Projektes „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“ wurde unser Landkreis im Jahr 2013 bis 2015 durch den Bund gefördert. Mit dieser Unterstützung war gewährleistet, dass die Arbeit fortgeführt werden konnte. Ab September 2016 bis August 2018 wird die Projektarbeit wieder mit Bundesmitteln gefördert. Die Sitzung diente dazu, die Ergebnisse der bisherigen Arbeit im Detail vorzustellen. Über 45 Institutionen hatten sich an der Projektarbeit in verschiedenen Arbeitsgruppen beteiligt und eine gemeinsame Erklärung für eine kooperative Struktur zur Verbesserung von Pflege- und Versorgungsqualität unterzeichnet. Auch für die Zukunft hat sich die „Lokale Allianz für Menschen mit Demenz“ einiges vorgenommen: In erster Linie soll das bestehende Netzwerk stabilisiert und weiter ausgebaut werden, d.h. eine stärkere Einbindung niedergelassener Ärzte und Akutkrankenhäuser in das bestehende Netzwerk. Auch die Verbesserung des Überleitungsprocedere mit den in dieser Region bestehenden Krankenhäusern, Reha-Kliniken, Ärzten und ambulanten sowie stationären Pflegediensten und -einrichtungen ist vorgesehen. Dies kann nur geschehen, wenn auch die offene Altenhilfe eingebunden wird. Hierzu zählen: Pensionärsvereine, Altenbegegnungsstätten und auch Sportvereine. Wenn alle gemeinsam im Netzwerk mitarbeiten, können Menschen - die an Demenz erkrankt sind – in ihrem häuslichen Umfeld lange aktiv an ihrem Leben teilhaben. Auch das Ehrenamt soll weiterhin in diesem Bereich gestärkt werden. Information hierzu gibt es beim De-menzverein (www.demenzverein-neunkirchen.de) und auch beim Pflegestützpunkt des Landkreises.

Am Nachmittag fand in Neunkirchen die Kreistagssitzung statt. Hier wurde den Mitgliedern des Kreistages das Modellprojekt „Land(auf)Schwung“ von der Regionalen Entwicklungsagentur im Detail vorgestellt. Auf Antrag der Kreistagsfraktionen SPD / DIE LINKE / FREIE und DIE PIRATEN wurde über eine neue Geschäftsordnung beraten. Die Geschäftsordnung regelt die Geschäfte des Kreistages, des Kreisausschusses, der Ausschüsse des Kreistages und die Befugnisse der/des Landrätin/Landrates. Darüber hinaus wurde in der Sitzung das Klimaschutzkonzept des Landkreises Neunkirchen vorgestellt. Dieses Klimaschutzkonzept sieht vor, dass ein/e Klimaschutzmanager/in beim Landkreis eingestellt wird. Diese Stelle ist auf drei Jahre befristet und wird zu 65 % aus Mitteln des Bundesumweltministeriums finanziert. Die Arbeit der/des Klimaschutzmanager/in/s kann dazu beitragen, Energiesparmaßnahmen in zahlreichen Gebäuden unseres Kreises zu treffen und umzusetzen. So soll die/der Manager/in auch das Energiebewusstsein der Mitarbeiter/innen fördern.

Heute fand das Vierteljahresgespräch mit dem Personalrat unserer Kreisverwaltung statt. Bei diesen Gesprächen geht es um einen regelmäßigen Austausch zwischen der Verwaltungsleitung und der Personalvertretung. Heute Nachmittag nahm ich Abschied von einer bedeutenden Künstlerin unserer Region: Frau Ruth Engelmann-Nünninghoff. Sie war mit über 100 Jahren immer noch künstlerisch tätig. Ein Werk, das noch in diesem Jahr entstanden ist, ist im Rahmen der Walter Bernstein-Ausstellung in Landsweiler zu sehen. Ruth Engelmann-Nünninghoff hat sich sehr um die Kunstszene in unserem Landkreis verdient gemacht aber auch darüber hinaus große Verdienste erworben.

Eben folgte ich einer Einladung der Kreisimker in Wustweiler. Hier tauschte ich mich unter Imker-kollegen aus und würdigte als Landrat die wichtige Arbeit im Zeichen des Natur- und Umwelt-schutzes. Gerade nehme ich in Landsweiler-Reden am Netzwerkabend der RAG-Montan teil. Am Wochenende werde ich unter anderem in Elversberg die Feierlichkeiten des Jubiläums der AWO besuchen.

Bevor ich Ihnen ein schönes Wochenende wünsche, möchte ich auf unsere SR3-SommerAlm hinweisen. In genau einer Woche geht es am kommenden Freitag um 17:00 Uhr mit dem Alm-Ebi, zünftiger „Bubacher-Musik“ und vielen Alm-Freunden auf die Halde. 10 Tage erwartet uns ein tolles Programm mit vielen Überraschungen. Auch mich werden Sie hier sicherlich öfter treffen. Schon jetzt danke ich allen Akteuren, insbesondere dem SR-Team mit dem Alm-Ebi und unserer Tourismus- und Kulturzentrale mit ihrem Leiter Christian Rau und den zahlreichen Sponsoren und Helfer/inne/n für ihr großes Engagement!

Hier noch weitere Infos, damit Sie Ihr Almvergnügen rechtzeitig planen können!

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und einen guten Start in den Sommerferien! Genießen Sie die freie Zeit und gönnen Sie sich ein paar Tage Erholung mit Ihren Familien!

Ihr Sören Meng


08.07.2016: Kindertagesstätte, Wirtschaft und Betriebsausflug

Spatenstich für die „Kita-Dirmingen“
Einbürgerungen im Juli

Diese Woche war gewohnt abwechslungsreich. Nach dem wöchentlichen „Jour fixe“ mit meiner Verwaltungs-Crew ging es mittags zum Spatenstich zum Neubau der kommunalen Kindertagesstätte nach Dirmingen. Hier sollen bis zum nächsten Jahr an der Grundschule Dirmingen die räumlichen Voraussetzungen geschaffen werden, um 6 Krippen- und 63 Kindergartenkinder optimal betreuen zu können. Diese Investition ist eine wichtige Investition in die Zukunft und gerade die Anbindung an die Grundschule wird dafür sorgen, dass den Kindern der Übergang zwischen Kindertageseinrichtung und Grundschule viel leichter fallen wird. Neben Mitteln des Landes und der Gemeinde beteiligt sich der Landkreis Neunkirchen mit rd. 463.000 € an diesem Projekt. Unser Landkreis – als örtlicher Träger der Jugendhilfe – fördert die Kindertagesstätten im Landkreis und stellt die finanziellen Grundlagen für den laufenden Betrieb sicher. In diesem Fall beteiligt sich der Kreis mit 36 % an den Personalkosten, dies sind für diese Einrichtung rd. 160.000 €.
Durch diese Investition verbessert der Neubau das Betreuungsangebot in der Gemeinde Eppelborn enorm. Deshalb begrüßen wir weitere Maßnahmen und Investitionen in diesem Bereich in Wiesbach und Humes. Kreisweit setzt sich der Landkreis dafür ein, dass der Bildungsort „Kindertagesstätte“ fortlaufend verbessert wird.

Am Nachmittag fand die Aufsichtsratssitzung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis Neunkirchen mbH (WFG) statt. Die WFG hat sich als beständiger Ansprechpartner der Wirtschaft im Kreis sehr verdient gemacht. Unser Wirtschaftsförderer Klaus Häusler und sein Team begeistern ansiedlungswillige Unternehmen für unsere Region und sorgen gemeinsam mit den Städten und Gemeinden im Kreis für gute Ansiedlungsbedingungen. Auch in das Projekt Land(auf)Schwung bringt sich unsere WFG ein. So soll ein Start-Up-Center für neue Unternehmen in Neunkirchen entstehen. Dieses Projekt wurde bereits durch das Entscheidungsgremium L(a)S genehmigt.

Am Dienstag fand eine Kuratoriumssitzung der Alex-Deutsch-Stiftung statt. In dieser Sitzung ging es u. a. darum, wie wir das Lebenswerk des Namensgebers Alex Deutsch erhalten und ausbauen können. So habe ich angeregt, im kommenden Jahr einen „Alex-Deutsch-Preis“ auszuloben, aber auch Besuche von Überlebenden der NS-Diktatur – wie beispielsweise Leslie Schwartz, den wir vor wenigen Wochen hier begrüßen konnten und der in unseren Schulen den Schülerinnen und Schülern seine Lebensgeschichte näherbrachte – können dank dieser Stiftung realisiert werden. Wie so oft unterstützt unsere Sparkasse Neunkirchen hier finanziell diese wertvolle Arbeit.

Am Nachmittag tagte der Beirat der Kreisvolkshochschule (KVHS). Die KVHS leistet im Kreis wichtige Bildungsarbeit. Wir alle wissen, dass Bildung der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe und der persönlichen Entfaltung ist. Hier hält die KVHS ein breites Bildungsangebot vor. Erfreulich ist die Entwicklung der Unterrichtsstunden in den Fachbereichen: so wurden von den Dozenten im 1. Halbjahr 2015 rd. 3.290 Unterrichtsstunden geleistet; diese Zahl konnte im 1. Halbjahr 2016 auf rd. 3.860 Stunden erhöht werden. Unverzichtbare Arbeit leistet die KVHS auch im Rahmen der Integration von Neubürgern. Die Sprache ist und bleibt ein grundlegender Schlüssel für eine erfolgreiche Integration. Ein herzliches Dankeschön für diese Arbeit geht an den Leiter unserer KVHS, Herrn Hans-Jürgen Schäfer und sein Team, sowie an die örtlichen Leiter, die in der Stadt Ottweiler und in den Gemeinden Spiesen-Elversberg, Schiffweiler, Illingen, Eppelborn, Merchweiler engagiert tätig sind.   

Am Mittwoch händigte ich zwei Beamtinnen unserer Kreisverwaltung die Beförderungsurkunden aus. Unser Kreisausschuss hatte in seiner letzten Sitzung den Beförderungen zugestimmt.
Anschließend fand die Übergabe der Einbürgerungsurkunden statt. 13 Bürgerinnen und Bürgern aus unserem Landkreis übergab ich die Urkunden. Hierfür ist mir ein würdevoller Rahmen wichtig, denn die Menschen entscheiden sich ganz bewusst für unser Land und sagen „JA“ zu unserer Gesellschaft. Sie mögen unser Land und sie vertrauen unserer Republik. Ihre persönlichen Wurzeln bereichern unser Land und tragen zur Vielfältigkeit unserer Gesellschaft bei. Bei solchen Anlässen überreiche ich auch immer ein Exemplar unserer Verfassung „unser Grundgesetz“ und spreche über die Würde des Menschen, die Gleichberechtigung und die Religionsfreiheit.

Am Nachmittag nahm ich an der 60. Aufsichtsratssitzung der Tourismus Zentrale Saarland teil, zu der unsere Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger nach Saarbrücken eingeladen hatte.
Hier ging es um viele Themen rund um den Tourismus, der sich im Saarland und insbesondere im Landkreis Neunkirchen in den letzten Jahren besonders gut entwickelt hat. Allein die Übernachtungen in den Hotels im Kreis sind im Vergleich zum Vorjahr um 14,5 % auf rund 83.400 Übernachtungen gestiegen, wie auch die Ankünfte um 20,5 % auf rd. 45.000.
Und diese Statistik enthält nicht die Entwicklungen in Privatunterkünften und die Übernachtungen in den zahlreichen Ferienwohnungen im Kreis. Auch hier hat sich ein positiver Trend bemerkbar gemacht. Dass wir alleine jetzt 100 private Ferienwohnungen haben zeigt, dass das Thema Tourismus auch bei den Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis angekommen ist.

Am Donnerstag fanden Sitzungen des Aufsichtsrates der VGS (Verkehrsmanagementgesellschaft Saar mbH) und der Verbandsversammlung des Zweckverbandes öffentlicher Personennahverkehr (ZPS) statt.

Am Nachmittag nahm ich Abschied von unserem früheren Kreisbeigeordneten Hans-Jörg Ipfling, ein trauriger Anlass. Gegen Abend tagte zum ersten Mal die Steuerungsgruppe im Rahmen unseres Weges zum „Fair-Trade-Kreis“. Der Kreistag hatte hierzu im Mai den Weg frei gemacht.
Ziel ist es, auf kommunaler Ebene ein Zeichen für gerechtere Handelsbeziehungen zu etablieren, um Produzenten die Verbesserung von Lebens- und Arbeitsbedingungen zu ermöglichen und damit Armut langfristig zu bekämpfen. Hier geht es aber auch um eine Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger für dieses wichtige Thema. Darüber hinaus besteht mit unserem Projekt Land(auf)Schwung die einmalige Chance, auch die Entwicklung einer Regionalmarke (die natürlich Fair-Trade ist) voran-zutreiben. Der Weg zu diesem Ziel ist eine Herausforderung, aber durch die Einbindung vieler Akteure bin ich überzeugt, dass wir es schaffen.

Am Freitag ging es mit den Kolleginnen und Kollegen der Kreisverwaltung nach Cochem. Unser Personalrat hat hier tolle Organisationsarbeit geleistet. Viel gab es zu erleben, mir hat es gut gefallen und ich nutzte die Gelegenheit, viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen zu lernen.

Am Wochenende sind im ganzen Landkreis Feste angesagt. Petrus hat gute Laune, so dass ich hoffe, dass Sie sich auf Tour begeben, um Vereine im Landkreis zu unterstützen. Ich werde „Dehemm“ das „Wiebelskircher Dorffest“ besuchen und freue mich schon auf das „Leinblütenfest“ rund um die Ölmühle Wern in Ottweiler-Fürth. Aber auch in Heinitz, Steinbach und, und, und… ist viel los.
Ich wünsche Ihnen ein schönes, ganz bestimmt „sonniges“ Wochenende!

Ihr Sören Meng


01.07.2016: „Land(auf)Schwung nimmt Fahrt auf“

1. Regionalkonferenz zum Projekt "Land(auf)Schwung"
Podiumsdiskussion: Prof. Dr. Peter Heck, Bgm. Dr. Armin König, Landrat Sören Meng, Bgm. Holger Schäfer, Bgm. Reiner Pirrung
Der Landrat begrüßte die neuen Mitarbeiterinnen im Beisein des Team vom Personalamt persönlich

Noch unter den Eindrücken einer gelungenen Kreisrosenschau (sie feierte ihr 50-jähriges Jubiläum) und einer tollen Veranstaltung „Klingende Gärten“ im Umwelt- und Freizeitzentrum Finkenrech startete ich in die neue Woche.

Los ging es mit dem allwöchentlichen Jour fixe, in dem ich aktuelle Herausforderungen unserer Kreisverwaltung mit den Führungskräften des Hauses bespreche. Unter anderem ging es um die Soforthilfen in Höhe von 1.500 € für die Opfer der verheerenden Unwetter vor über zwei Wochen. Mit einer einberufenen Schadenskommission auf Landkreisebene, an der auch Vertreter der betroffenen Gemeinden teilnehmen, werden wir in nächster Zeit prüfen (die Anträge werden bei den Gemeinden gestellt), wie wir die Mittel aus dem Maßnahmenpaket der Landesregierung auszahlen können. Die Soforthilfen (sie können sofort ausgezahlt werden) kommen insbesondere den Familien zugute, deren Häuser vorübergehend oder dauerhaft unbewohnbar sind. Neben diesen Unterstützungsleistungen der Kommunen und der Landesregierung stellt die Sparkasse Neunkirchen auch kurzfristig ein Sonderkreditprogramm bereit, damit Hausbesitzer/innen schnell erforderliche Maßnahmen zur Renovierung bzw. Wiederaufbau durchführen können. Auch besteht immer noch die Möglichkeit, Spenden auf die von beiden Gemeinden eingerichteten Konten einzuzahlen.

Dienstags waren Schulbereisungen angesagt; leider zwang mich eine starke Erkältung zur Absage der geplanten Termine und ich musste das Bett hüten...

Mittwochs fand dann nach einer Prüfungsausschuss-Sitzung auch die Verwaltungsratssitzung der Sparkasse im CFK in Spiesen statt, in welcher u. a. der Jahresabschluss 2015 festgestellt wurde. Auch 2015 hat das Team der Sparkasse Neunkirchen gute Arbeit geleistet, der Jahresabschluss kann sich sehen lassen und stärkt unsere Sparkasse nachhaltig.

Einen Tag später fand die 1. Regionalkonferenz zu unserem Projekt „Land(auf)Schwung“ in Spiesen-Elversberg statt, zu der der Landkreis und die Städte und Gemeinden eingeladen hatten. Hier gab es interessante Impulsreferate, ein Grußwort des Umweltministers und eine Talkrunde mit den Bürgermeistern und mir. Ich nahm die Gelegenheit wahr, auf die Bedeutung des besonderen Projektes einzugehen. Das Modellvorhaben soll und wird unsere Region befähigen, ihre Entwicklung in Bezug auf den Strukturwandel und Demographie in eigene Hände zu nehmen. Es werden hierfür Grundlagen geschaffen, die nachhaltiges Handeln erst möglich machen. Hier ist der Landkreis mit den Städten und Gemeinden in einem Boot. Der Landkreis hat viel Potential. Die Menschen im Landkreis sind Netzwerker. Man kennt sich untereinander, die Wege sind kurz. Es gibt Kreative, es gibt viele unternehmerische Menschen, die sich einbringen wollen. Alle vereint die Leidenschaft im Landkreis etwas bewegen zu wollen. Es muss uns in der nächsten Zeit gelingen ein Feuer zu entzünden. Themen wie regionale Wertschöpfung, Vitalregion, Willkommensregion Neunkirchen sind mit konkreten Projekten verknüpft und werden jetzt Stück für Stück starten. Mit dem Institut für präventives Handeln (LPH) haben wir Experten, wenn es um die Vitalregion und die Schaffung eines zweiten Gesundheitsmarktes geht. Mit  saar.is  begleiten erfahrene Experten das Welcome-Center unserer Region. Dem Thema neue Finanzierungsmöglichkeiten widmet sich sehr engagiert unsere Sparkasse Neunkirchen. Die Regionalmarke Landkreis Neunkirchen wird IfaS begleiten. Das sind nur einige Projekte, die unseren Landkreis bereichern werden. Der ergänzende Workshop zur Regionalkonferenz findet am 19. Juli 2016 auf Finkenrech statt. Auch hierzu sind alle eingeladen.

Am Freitagmorgen begrüßte ich die neuen Mitarbeiterinnen unserer Kreisverwaltung, die heute ihren Dienst begonnen haben.
Am Nachmittag stand dann das Kommunalpolitische Forum der Sparkasse mit dem/den 0ber-/Bürgermeistern/-in und Ortsvorsteherin/Ortsvorstehern statt. Neben aktuellen Themen ist dies auch immer eine gute Gelegenheit, das Netzwerk Landkreis Neunkirchen zu pflegen.

Mit der Eröffnung des Burg- und Weiherfestes Illingen startete ich ins Wochenende. Für dieses schöne Fest in besonderer Kulisse habe ich gerne die Schirmherrschaft übernommen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes, geselliges Wochenende, hoffe auf sonniges Wetter  für die zahlreichen Festivitäten im Landkreis und wünsche allen Fußballfans eine spannende Zeit.


Ihr Landrat Sören Meng


24.06.2016: Sitzungen, EU-Charta und einige Weiterentwicklungen

Landrat Sören Meng bei der Büroarbeit, Foto: Jürgen Schneider
Landrat Meng besucht die Imker AG an der Grundschule Lehbesch in Ottweiler-Fürth, 2 Fotos: Daniela Lüdeke

Die Woche startete wie gewohnt mit unserem internen „Jour fixe“ zur Besprechung verwaltungsinterner Angelegenheiten. Für einige unserer Abteilungsleiter/innen und Stellvertreter/innen gab es diese Woche zudem eine zweitägige, auf Führungskräfte zugeschnittene Fortbildung. Da ich das Thema Fortbildung innerhalb der Verwaltung für wichtig empfinde, habe ich zum Auftakt der Fortbildungsveranstaltung die Kolleginnen und Kollegen kurz begrüßt. In unserem Hause gibt es das Team Führungskräfte, in dem wir gemeinsam den künftigen Weg unserer Verwaltung vereinbaren.

Um die Fortbildung der Initiativen zur Gleichstellung von Männern und Frauen ging es auch bei der Vorstellung des neuen Aktionsplans Europäische Charta am Dienstag. Vergangenen Monat feierte die Europäische Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene ihr 10 jähriges Jubiläum. 2006 verabschiedete der europäische RGRE (Rat der Gemeinden und Regionen Europas) die Europäische Charta für Gleichstellung und setzte damit ein erfolgreiches Projekt zur Gleichstellung in Gang. 1.533 Kommunen aus 33 europäischen Ländern haben bisher die Charta unterzeichnet. Unser Landkreis Neunkirchen ist eine davon. Im Rahmen des Aktionsplanes 2012-2015 hat unser Landkreis mit unserer Gleichstellungsbeauftragten, Frau Heike Neurohr-Kleer, bereits Aktionen und Projekte mit den Schwerpunkten „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ sowie „Genderparcours für Jugendliche“ initiiert. Für den Aktionsplan 2016-2018 wurde nun der Schwerpunkt „Vielfältige Diskriminierungen und Benachteiligungen“ ausgewählt, dem man sich in dem Workshop angenommen hatte.

Um die Weiterentwicklung unserer Schulstandorte und die Baumaßnahmen in der Zeit der Sommerferien ging es in einem Pressegespräch mit SZ-Redakteur Michael Beer. Die Sommerferien sind immer eine sehr bauaktive Zeit in den Schulen. Dieses Jahr investiert der Landkreis Neunkirchen knapp zwei Millionen Euro für Sanierungen und Projekte unterschiedlichster Art an elf Schulstandorten. Was wo umgesetzt wird, können Sie der Presseinformation entnehmen. Anhand dieser Investitionen ist erkennbar, dass wir in die Bildungseinrichtungen in unserem Landkreis investieren. Bildung sehe ich als elementaren Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft. Deshalb müssen wir für einen pädagogisch hohen Anspruch auch eine gute Ausstattung vorhalten können.

Üblicherweise standen auch wieder einige Sitzungen auf meinem Terminkalender. So leitete ich die Werksausschusssitzung der Tourismus- und Kulturzentrale des Landkreises Neunkirchen, das Entscheidungsgremium im Projekt Land(auf)Schwung und nahm an den Sitzungen von Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der Industriekultur Saar GmbH teil. Land(auf)Schwung kommt mit vielen Projekten richtig in Fahrt. Letzte Woche hatten wir bereits eine Sitzung des Entscheidungsgremiums. Diese Woche war erneut eine Sitzung notwendig, um ein Projekt, das unsere Unternehmen im Landkreis unterstützen soll, im Detail vorzustellen. Nächste Woche am Donnerstag, dem 30. Juni 2016 wird dann unsere große Auftaktveranstaltung, die Regionalkonferenz Bürgerforum, stattfinden. Interessierte sind herzlich willkommen, näheres können Sie hier erfahren. Im Werksausschuss der TKN wurde u. a. der Jahresabschluss 2015 vorberaten. Der Aufsichtsrat der IKS tagt regelmäßig im Flughafenterminal in Saarbrücken. Die IKS GmbH ist eine Gesellschaft des Saarlandes, für Industriedenkmäler zuständig und hat die Immobilien des Bergbaus von der RAG übernommen. Damit ist sie für auch die Weiterentwicklung des Erlebnisstandortes Reden zuständig.

Am Mittwoch besuchte ich die Grundschule Lehbesch Ottweiler, deren Dependance in Fürth. Vor meiner Zeit als Landrat veranstaltete der Landkreis den 1. Markplatz für gute Geschäfte, eine Art Tauschbörse von Dienstleistungen. Hier vereinbarte der Landkreis ein Tauschgeschäft mit der Grundschule Lehbesch. Wir erhielten von der Schule ein von Schülern gemaltes Bild zur Verwendung auf unseren Weihnachts-karten und vereinbarten im Gegenzug, dass die Verwaltungsspitze des Landkreises die Imker AG der Schule besucht. Daher passte es sehr gut, dass dieser Besuchs-termin in meine Amtszeit fiel. Als Hobby-Imker gefiel mir dieser Termin natürlich sehr und ich bin begeistert, was die Schule in der Imker-AG auf die Beine stellt. Es ist toll, dass Schulen in unserem Landkreis den Kindern die Bedeutung von Bienen näherbringen. Hier geht es auch um ein Umweltbewusstsein, diese Wissens-vermittlung wird die Kinder nachhaltig prägen. Auch fügt sich die Initiative hervor-ragend in unser Projekt „Der Landkreis summt“ ein.

Ebenfalls um ein Produkt der Region ging es bei der gestrigen Vernissage im Wemmetsweiler Rathaus. Der Verein für Freizeitkunst e.V. Merchweiler zeigte hier seine vielfältigen Angebote. Unter anderem regte der Künstler Dietrich Heiss die Gestaltung eines Weinflaschenetiketts an, an der sich 30 Künstlerinnen und Künstler beteiligten. Als Mitglied der Jury entschieden wir uns für eine Arbeit von Hans Reiter. Das Etikett wird als Edition Landkreis Neunkirchen beim renommierten Saar-Winzer Johannes Peters Verwendung finden.

Heute Vormittag war ich bei der Verabschiedung des Geschäftsführers der Lebenshilfe, Jürgen Müller zu Gast, der einige Jahre auch Leiter unseres Kreisjugendamtes war und damals das vielbeachtete „Neunkircher Modell“ auf den Weg brachte.

Gleich werde ich bei der Abiturfeier des Ottweiler Gymnasiums im Schlosstheater sein und dort ein paar Worte an die frischgebackenen Abiturientinnen und Abiturienten richten. Am Sonntag findet auf Finkenrech „Klingende Gärten“ sowie die Kreisrosenschau statt. Die Kreisrosenschau, bei der ich die Schirmherrschaft übernommen habe, kann in diesem Jahr auf eine 50 jährige Tradition zurückblicken. Ein Besuch lohnt sich, näheres können Sie der Veranstaltungsinformation entnehmen.

Ich würde mich freuen, viele von Ihnen am Sonntag anzutreffen und wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

Ihr Sören Meng


17.06.2016: Im Dienste der Bürgerinnen und Bürger

„Antrittsbesuch bei der Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer“ (Bildquelle: Staatskanzlei)
„Spendenübergabe der Sparkasse Neunkirchen an die Gemeinde Eppelborn für die Opfer der Unwetter“
„Spendenübergabe der Sparkasse Neunkirchen an die Gemeinde Illingen für die Opfer der Unwetter“

Eine Woche mit zahlreichen terminlichen Verpflichtungen und einem vorangegangenen termingefüllten Wochenende geht zu Ende. Aufgrund dieser Vielzahl der Termine und deren Vielfältigkeit möchte ich heute schlagwortartig die Ereignisse zusammenfassen.

So war ich zum Antrittsbesuch bei der Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, leitete den Bau- und Schulausschuss sowie die Sitzung des Entscheidungsgremiums zu unserem Projekt Land(auf)Schwung, war in der Vollversammlung des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) und heute in der Vorstandssitzung des Landkreistages. Außerdem besuchte ich eine beeindruckende Veranstaltung zum des AAL-Netwerkes, wo es um die Themen Leben im Alter und altersgerechtes Wohnen ging.

Infos zum Projekt finden Sie hier. http://www.aal-in.de/

Näheres zu dieser Veranstaltung können Sie der Berichterstattung der Saarbrücker Zeitung entnehmen.

 

Führt man sich vor Augen, welche tagtäglichen Entwicklungen es in unserem Landkreis gibt, könnte man sicherlich ab und an Bücher füllen. Insbesondere die historisch wichtigen Ereignisse  müssen wir für nachfolgende Generationen festhalten. Daher möchte ich nach über dreißig Jahren wieder ein Kreisbuch initiieren, das die Historie und Themen der Zeit in unserem Landkreis darstellt. Erste Gespräche haben bereits stattgefunden,  die Idee reift mehr und mehr.

Auf den Spuren der Zeit begaben wir uns auch am Wochenende bei der geführten Wanderung  mit mir auf den Redener Bergbaupfaden. Hier konnten wir Spannendes, Wissenswertes und Amüsantes zur Bergbauhistorie in der Region erfahren. Unsere Region verfügt über viele Besonderheiten, die wir für nachfolgende Generationen  bewahren müssen. Um die Wahrung des saarländischen Dialektes ging es auch am vergangenen Samstag beim Mundartnachmittag in Neunkirchen. Dabei wurden erstmals auch Preise für den „Gebrauch der Mundart im Alltag und auf der Bühne 2016“ verliehen. Ich war mehr als überrascht, dass ich gemeinsam mit Alice Hoffmann als Preisträger auserwählt wurde. Diese Auszeichnung ist zugleich Ansporn, mich weiterhin für unsere schöne saarländische Mundart stark zu machen.

 

Neben diesen planmäßigen  Terminen standen aber auch außerplanmäßige Herausforderungen auf dem Plan. Nach den verheerenden Unwettern in der vergangenen Woche konnte man diese Woche mehrere Unterstützungsmaßnahmen für die geschädigten Einwohner umsetzen. So leistete die Sparkasse Neunkirchen Spenden in Höhe von 10.000 € und 5.000 € für Bürgerinnen und Bürger in Eppelborn-Dirmingen und Illingen. Neben der Spende stellt die Sparkasse auch kurzfristig ein Sonderkreditprogramm bereit, damit Hausbesitzer einfach und schnell erforderliche Maßnahmen zur Renovierung und Wiederaufbau durchführen können. Spenden sind weiterhin auf die von den beiden Gemeinden eingerichteten Konten möglich. Ebenso ist das Maßnahmenpaket  der Landesregierung und der Kommunen angelaufen. Am vergangenen Samstag fand bekanntermaßen das Spitzengespräch mit der Ministerpräsidentin, Umweltminister Jost und den betroffenen Landräten und Bürgermeistern statt. Hier wurde vorab die Umsetzungsmodalitäten dieser Hilfeleistungen besprochen. Mit dem Ministerratsbeschluss in der Sitzung am Dienstag wurde dann die kurzfristige finanzielle Hilfe genehmigt. Durch das Unwetter geschädigte Bürger können nun bei existenzbedrohender Notlage Soforthilfen in Höhe von 1.500 € sowie gegebenenfalls bei Schäden über 5.000 €, die nicht von der Versicherung getragen werden, Finanzhilfen erhalten. Die Tatbestände zur Bewilligung dieser Sofort- bzw. Finanzhilfen sind sehr komplex. Betroffene Bürger können sich an ihre Heimatgemeinde wenden, die entsprechende Anträge vorhalten. Die spätere Bewilligung sowie Ausbezahlung obliegt den Landkreisen. Zur besseren Koordination und Umsetzung haben wir daher in unserer Kreisverwaltung nach internen Gesprächen eine Geschäftsstelle eingerichtet sowie eine Schadenskommission berufen. Direkter Ansprechpartner für die Bürger ist die Gemeinde vor Ort. Über die Unterstützungshilfen entscheiden wird die Schadenskommission im Laufe des Verfahrens nach den gesetzlichen Vorgaben. Insbesondere bei den Familien, deren Häuser vorübergehend oder dauerhaft unbewohnbar sind, wollen wir schnelle Hilfe leisten und  den Menschen zügig und unbürokratisch helfen.

Weiterhin wurde dieser Tage öffentlich bekannt, dass die Firmentochter von Bosch, die Bosch Emission Systems GmbH (BESG), ihren Standort in Wiebelskirchen schließen möchte. Der Verlust von Arbeitsplätzen ist bitter, gerade deshalb, weil sich die Arbeitsplatzentwicklung in unserem Kreis in den letzten Jahren sehr positiv vollzogen hat und wir auch sehr stolz auf diese neue Ansiedlung in unserer Kreisstadt sind. Hinter jedem Arbeitsplatz steht ein Mensch und dessen Familie. Als Landrat erhoffe ich von der Firma Bosch in erster Linie keinen Sozialplan, sondern ein Alternativkonzept für Arbeitsplätze am Standort, möglicherweise außerhalb des „Abgasgeschäftes“. Wir haben hier qualifizierte Menschen, die sich auf die Herstellung neuer Produkte schnell einstellen könnten. Dies sollte in alle Überlegungen mit einbezogen werden. Mein Statement zu diesem Thema auf Anfrage der Saarbrücker Zeitung finden Sie hier.

Sie sehen, zu meiner täglichen Arbeit im Landratsamt zählt ein breites Spektrum an vielfältigen Themen. Nachher werde ich ein Grußwort bei der Walter Bernstein-Ausstellung „Heimkehr und Hommage“ anlässlich des 115. Geburtstages in der Waschkaue im ehemaligen Bergwerk Reden halten.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende

 

Ihr Sören Meng  

 

 


10.06.2016: Eine Woche der Rettungsdienste

"Hilfen für Helfer" - ein Workshop für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer
Ortstermin in Dirmingen nach den schweren Regenfällen
Vitalkonferenz- Landrat Sören Meng im Dialog mit Workshopteilnehmern zum Thema Vitalregion Neunkirchen

Diese Woche war für mich sehr bewegend. Noch am Sonntagabend wurde ich zu einem Brand in der Neunkircher Innenstadt gerufen. Das Zusammenspiel aller Rettungskräfte und das beherzte Eingreifen verhütete Schlimmeres. Zu diesem Zeitpunkt hätte ich nicht geahnt, was diese Woche noch auf die Rettungskräfte zukommen würde.  Doch der Reihe nach: Nach dem Jour fixe zur Vorbereitung einiger stattfindender Gremiensitzungen stellte mir eine Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes das Projekt „Das Saarland lebt gesund“ vor. Hier engagiert sich der Landkreis schon seit einigen Jahren. Unsere Teams sind in Schulen, Kindergärten und bei öffentlichen Veranstaltungen unterwegs, um die Bürgerinnen und Bürger für mehr Gesundheitsbewusstsein zu sensibilisieren. Dieses Projekt wird auch im Rahmen von Land(auf)Schwung, der Ausgestaltung der Vitalregion im Landkreis Neunkirchen, eine Rolle spielen. Danach traf ich mich mit Herrn Dr. Peter Prassel, dem Leiter des Katholischen Büros Saarland. Herr Dr. Prassel ist bei der Deutschen Bischofskonferenz tätig und leitet auch das Katholische Auslandssekretariat. Er ist direkter Ansprechpartner für vielerlei Fragen rund um die katholische Kirche. Auch die katholischen Kindergärten und Schulen gehören zu seinem Aufgabenbereich. Wir lernten uns kürzlich anlässlich eines Termins bei Herrn Bischof Dr. Ackermann in Trier kennen und haben vereinbart, im Dialog zu bleiben. Am frühen Abend leitete ich die Sitzung des Rechnungsprüfungs-Ausschusses.

 

Am Tag darauf begrüßte ich die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Landratsamt in Neunkirchen, die den Workshop „Hilfen für Helfer“ besuchten. Die Anzahl an Flüchtlingen in Deutschland stellt Gesellschaft und Staat vor Herausforderungen, denen ohne das Engagement ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer in den Kommunen vor Ort nicht begegnet werden könnte. Deshalb ist es wichtig, die Menschen, die ihre Freizeit und Arbeitskraft einbringen, bei ihren Tätigkeiten vor Ort zu unterstützen. Ich bedankte mich bei den Damen und Herren für ihr großes Engagement in den letzten Monaten, denn ich bin sicher, die Bewältigung der immensen Aufgaben wäre ohne ehrenamtliche Strukturen nicht möglich gewesen. Dennoch bin ich der Meinung, dass nur das Ehrenamt keine dauerhafte Lösung ist. Daher bin ich sehr dankbar darüber, dass mittlerweile im Bereich der Flüchtlingsarbeit viele professionelle Strukturen, die gut vernetzt sind, entstanden sind. Im Anschluss besuchte ich den Pflegestützpunkt des Landkreises Neunkirchen, welcher im Haus der AOK Neunkirchen untergebracht ist. Pflegestützpunkte sind wohnortnahe Anlaufstellen, die pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen beraten, unterstützen und bei der Organisation der Pflege (Vermittlung von Pflegediensten, Haushaltshilfen, Einkaufsservice…) behilflich sind. Die Fachkräfte der Pflegestützpunkte machen sich ein Bild über den Hilfe- und Pflegebedarf sowie über die Wohnsituation der betroffenen Personen. Dieser Pflegestützpunkt ist eine wichtige Einrichtung und wird gut in Anspruch genommen. Das Büro befindet sich in der Knappschaftsstr. 1 in Neunkirchen und ist unter der Telefon-Nr.: 06821 / 101-674 erreichbar. Am Nachmittag war ein Treffen mit Bürgermeister Werner Laub geplant, das allerdings aufgrund des großen Unwetters ausfallen musste. Auf dem Weg nach Marpingen erlebte ich Wolkenbrüche, die ich mir bis dato nicht hätte vorstellen können. Das Kreislagezentrum wurde sofort in Bereitschaft versetzt, weil sich die Einsätze dramatisch häuften. Kreisbrandinspekteur Werner Thom und sein Team koordinierten von Ottweiler aus die unterschiedlichen Einsätze. In unserem Landkreis waren Illingen und der Eppelborner Ortsteil Dirmingen besonders betroffen. Während in Illingen die Lage zeitnah im Griff war, stellte sich das Ausmaß der Überschwemmungen in Dirmingen drastisch dar. Auch jetzt sind noch viele Menschen dabei, die Folgen dieses Unwetters zu bekämpfen. So mussten Bürger/-innen ihre Häuser verlassen, da die Gebäude unterspült wurden.

 

Am Mittwoch war ich gemeinsam mit der Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, der Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset und Ortsvorsteher Manfred Klein vor Ort, um mir das Ausmaß der Verwüstung anzuschauen (am morgigen Samstag findet in der Staatskanzlei mit der Ministerpräsidentin ein Gespräch statt, bei dem überlegt wird, wie wir gemeinsam den betroffenen Menschen helfen können).  Ebenfalls am Mittwoch fand eine interne Strategiesitzung der Führungskräfte des Landkreises statt. Dieses „Team Führungskräfte“ trifft sich regelmäßig, um aktuelle Aufgabenstellungen an die Kreisverwaltung gemeinsam zu besprechen und Lösungen zu entwickeln. 

 

Am Donnerstag fanden Gremiensitzungen von WZV und WVO GmbH statt. Die WVO besteht aus zwei Institutionen, zum einen aus der Gesellschaft und zum anderen aus dem Zweckverband. Dabei bin ich, als Landrat, Verbandsvorsteher des Zweckverbandes sowie Aufsichtsratsvorsitzender und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der WVO GmbH. Die Geschäfte der beiden Institutionen leitet Herr Stefan Kunz. Die WVO trägt mit der Sicherstellung der Trinkwasserversorgung essentiell zu unserem täglichen Leben bei. Am Spätnachmittag befasste sich der Ausschuss öffentlicher Personennahverkehr mit den mobilen Herausforderungen der Zukunft.

 

Der Freitag stand ganz im Zeichen der Vitalregion im Rahmen des Projektes Land(auf)Schwung. Auf dem Weg unserem Landkreis als Vitalregion auszugestalten, fand hierzu die „Vitalkonferenz“ statt. In einem ganztägigen Workshop hat der Projektpartner, das Landesinstitut für Präventives Handeln, die Regionale Entwicklungsagentur und viele interessierte Vertreter aus dem gesundheitlichen Fachbereich in einem Workshop Ausgestaltungsmöglichkeiten der Vitalregion ausgelotet. Die Positionierung als „Vitalregion“ bietet uns die Möglichkeit einen neuen demografieorientierten Gesundheitsmarkt aufzubauen. Denn vor dem Hintergrund einer älter werdenden Gesellschaft wird die Bedeutung des Gesundheitswesens zunehmen. Umso besser ist es, dass der Landkreis Neunkirchen  in diesem Bereichen Potential vorzuweisen hat. Dieses Potential im Bereich des Gesundheitswesens gilt es nun zu bündeln, denn mit einer optimalen Vernetzung wollen wir einen Mehrwert für die Bürger schaffen und damit auch das Image unseres Landkreises steigern.

 

Während dieser Blog online geht, eröffne ich das Dorffest in Landsweiler-Reden, dessen Schirmherrschaft ich übernommen habe. Apropos Landsweiler-Reden: am kommenden Sonntag lade ich zu einer gemeinsamen Wanderung rund um die Bergbaupfade ein. Los geht es um 09:30 Uhr – Treffpunkt (Start/Ziel) ist die Große Werkstatt auf dem ehemaligen Grubengelände in Reden, die direkt neben GONDWANA zu finden ist. Alle sind herzlich eingeladen mitzuwandern.  Morgen steht neben der Besprechung mit der Ministerpräsidentin die Verleihung des Mundartpreises in der Stummschen Reithalle in Neunkirchen an. Hier werde ich ein Grußwort sprechen, da ich es auch wichtig finde, dass unser saarländischer Dialekt nicht verloren geht;  auch er ist ein starkes Stück Heimat.

 

Ich wünsche Ihnen allen ein schönes Wochenende und hoffe, dass endlich mit sonnigem Wetter in Richtung Sommer gestartet werden kann.

 

Ihr Sören Meng          

 

 


03.06.2016: Begegnungen und gute Schulen

Regionale Tourismuskonferenz im Landkreis Neunkirchen mit Birgit Grauvogel (Tourismusmangerin TZS), Landrat Sören Meng und Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (v.l.)
Besuch des Zeitzeugen Leslie Schwartz im Landratsamt gemeinsam mit Doris Deutsch, Reinhold Strobel und Hartmut Seibert von der Alex-Deutsch-Stiftung sowie Willi Portz vom Adolf-Bender-Zentrum
Landrat Sören Meng mit Elisabeth Bosslet beim Künstlerkreis Neunkirchen
Einweihung des neuen Erweiterungsbau an der Max von der Grün-Schule

Unterschiedlich wie immer war auch das Themenspektrum in dieser Woche. Nach dem Jour fixe zum Wochenanfang gab es interne Gespräche die notwendig sind, um eine Kreisverwaltung zu leiten. Am Nachmittag sprach ich mit zwei jungen Menschen aus dem Kreis über die Notwendigkeit, einen Kreisjugendring zu gründen. Auf kommunaler Ebene existiert bereits ein solches Gremium. Die beiden jungen Leute wollen auch auf Kreisebene etwas auf den Weg bringen, um die Interessen der jungen Menschen zu stärken. Wir vereinbarten, weiterhin im Gespräch zu bleiben. Darüber hinaus beschäftigte ich mich mit der Prognos-Studie, die jetzt erschienen ist und unseren Landkreis auf einen der hinteren Plätze sieht. Hier nahm ich Stellung:

http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/neunkirchen/neunkirchen/neunkirchen/Neunkirchen;art446926,6160253

In der Sparkasse Illingen besuchte ich die Fotoausstellung „750 Jahre Gennweiler“, die mir sehr gut gefiel. Hier haben ehrenamtliche Historiker beeindruckende Dokumente der Zeitgeschichte zusammengetragen. Ich finde es immer wieder beachtlich, wie viele Menschen sich mit der Geschichte unseres Landkreises beschäftigen und sie  damit auch für die Nachwelt erhalten. Dies ist ein unschätzbares Gut.

 

Dienstags tauschte ich mich mit Vertretern der Diakonie aus, die im Landkreis zwei Krankenhäuser betreiben. Hier ging es um die medizinische Versorgung der Menschen in unserem Kreis. Ebenfalls traf ich mich mit Mitgliedern des Vereines Porta e. V., ein Verein der psychisch kranken Menschen Hilfe sowie Unterstützung bei der Bewältigung von Problemen anbietet und durch ehrenamtliches Engagement getragen wird.

 

Die Schulbereisung führte mich am Mittwoch in die Gemeinschaftsschule Eppelborn. Hier gab es einen sehr lebendigen Austausch. Interessant war für mich die Tatsache, dass hier insgesamt 50 Kinder aus Flüchtlingsfamilien zur Schule gehen. Sie werden nicht in zusätzlichen Klassen sondern mit anderen Schülerinnen und Schülern gemeinsam unterrichtet. Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich hier engagieren. Auch in Eppelborn wird die ehrenamtliche Unterstützung von Flüchtlingen und ihren Familien groß geschrieben. Nachmittags stellte ich auf Finkenrech, gemeinsam mit der Ministerin Anke Rehlinger, die Tourismuskonzeption Neunkirchen vor. Der Tourismus im Landkreis Neunkirchen als Wirtschaftsfaktor ist in seiner Anziehungskraft in den vergangenen Jahren gestiegen. Die Gästezahlen entwickeln sich positiv, was für die Attraktivität unserer Region spricht. Hier gilt es nun diese Qualität der touristischen Angebote sowie das Tourismusbewusstsein weiter zu stärken, sinnvoll zu investieren und auch überregional zu kooperieren. Bei all unserem Handeln ist ein funktionierendes Netzwerk mit der Tourismus Zentrale Saarland, mit den Kommunen und natürlich mit den Leistungsträgern im Tourismus wichtig. Hier geht es um das Tourismus-Bewusstsein und die Qualitätssicherung, die Grundlage für alles ist.

  

Am Donnerstag besuchte mich eine herausragende Persönlichkeit. Auf Einladung unserer Alex-Deutsch-Stiftung besuchte Leslie Schwartz bereits zum zweiten Mal unseren Landkreis und berichtete über sein Schicksal im Zweiten Weltkrieg. Herr Schwartz ist ein ungarisch-amerikanischer Überlebender des Holocaust, der seine Erfahrungen in dem Buch „Durch die Hölle von Auschwitz und Dachau“ widergibt und heute im Bereich der Aufklärungsarbeit tätig ist. Eine interessante Begegnung im Krebsberg-Gymnasium mit Schülern und Schülerinnen des Krebsberg- und des Gymnasiums am Steinwald in Neunkirchen rundete diesen Besuch ab. Ich nutzte diese Gelegenheit auch, um auf die drohenden Gefahren von rechts hinzuweisen. Hier sind alle aufgefordert, sich für Frieden und Mitmenschlichkeit zu engagieren, sodass die ewig Gestrigen keine Chance haben. Der Nachmittag stand ganz im Sinne der Nachwuchsgewinnung für unsere Kreisverwaltung. In diesem Jahr bilden wir für den Beruf Verwaltungsfachangestellte/r  wie auch Anwärter/innen für den gehobenen Verwaltungsdienst aus. Viele junge Menschen bewarben sich bei uns und wir hoffen, eine gute Auswahl getroffen zu haben. Mein Besuch beim Künstlerkreis Neunkirchen rundete meinen ereignisreichen Tag ab. Hier stellt zurzeit Elisabeth Bosslet aus, die schon seit vielen Jahren die Kunstszene in unserem Landkreis bereichert. Die Werke von Frau Bosslet wurden schon vielfach ausgezeichnet und beschäftigen sich auch mit Motiven unserer Region.

 

Heute Morgen standen Besprechungen im Rahmen der Gesellschaftsbeteiligungen des Kreises an. Am Vormittag konnten wir den neuen Erweiterungsbau an der Max von der Grün-Schule einweihen. Minister Ulrich Commerçon, Bürgermeister Patrick Weydmann, Vertreter unseres Kreistages und viele weitere Gäste waren gekommen, um dieses erfreuliche Ereignis gebührend zu feiern. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch eine Bläsergruppe der Schule. Das Vertrauen in den Schulstandort der Max von der Grün Schule war berechtigt und hat sich ausgezahlt.  Umso bedeutender ist es, dass durch den hiesigen neuen Erweiterungsbau dem örtlichen Bedarf Rechnung getragen wurde und wir unserem gemeinsamen Ziel einer vorbildlichen gebundenen Ganztagsschule wieder ein Stückchen näher gekommen sind. Ein Raum soll einen pädagogischen Auftrag verfolgen und ich denke, dass durch dieses neu strukturierte Gebäude optimale Bedingungen für die Betreuung der Schülerinnen und Schüler geschaffen wurde. Ich bin mir sicher, dass das engagierte Lehrerkollegium um Herrn Prianon die Schule weiterhin voller Tatendrang füllen und ideenreich, kreativ sowie motiviert zu Werke gehen wird. Gleich um 19 Uhr werde ich noch bei der Eröffnung des Altstadtfestes hier in Ottweiler zugegen sein. Das Ottweiler Altstadtfest feiert in diesem Jahr 40. Jubiläum und findet bis Sonntag statt.

 

Morgen werde ich die reisende Familienmesse in Schiffweiler besuchen, bei der über 40 Aussteller Produkte, Dienstleistungen und Informationen für Familien anbieten. Jung und Alt können sich zu den Themenschwerpunkten Leben, Gesundheit, Bewegung, Bildung und Freizeit informieren. Viele Infostände bieten zudem Spiele und Mitmachaktionen für alle Altersgruppen an. Danach geht es dann nach Merchweiler zu der Eröffnung der Schlemmertage, die ebenfalls bis Sonntag jede Menge Angebote vorhalten. Sie sehen es sind an diesem ersten Juniwochenende mehrere Veranstaltungen in unserem Landkreis, bei denen sich ein Besuch lohnt. Ich wurde mich freuen, viele von Ihnen vor Ort anzutreffen.

 

Ein schönes Wochenende!

 

Ihr Sören Meng

 

 


27.05.2016: Sommeralm, Sprachkurse, Schulen und soziale Herausforderungen

Pressekonferenz und Einstimmung zur SR 3-SommerAlm 2016
Volkshochschul-Verbandsdirektor Karsten Schneider (re.) überreicht Landrat Sören Meng und KVHS-Leiter Jürgen Schäfer (li.) die 10 Chromebooks
Gemeinsame Besprechung mit den Leitern der VHS-Leiter der Kreiskommunen, dem Leiter der KVHS und Landrat Sören Meng

Die Woche startete mit dem gewohnten verwaltungsinternen Jour fixe am Montagmorgen. Nach einem Gesprächstermin mit Umweltminister Reinhold Jost zum sozialen Wohnungsbau und einer Gesprächsrunde mit der Kreisschwerbehindertenbeauftragten zu aktuellen Belangen ging es hoch hinaus. Die Pressekonferenz zur SR 3-SommerAlm mit Eberhard Schilling und Schorsch Seitz stand auf dem Terminplan. Die höchste Almgaudi im Kreis findet dieses Jahr vom 22. bis 31. Juli statt und wird wieder tausende Gipfelstürmer in Dirndl und Lederhose anziehen. Die SR 3-SommerAlm ist ein Ereignis, das weit über unsere Kreisgrenzen hinaus bekannt ist und zusammenbringt, was im Landkreis Neunkirchen zusammen gehört: Ehemaliger Bergbaustandort, regionale Mentalität und saarländische Lebensfreude. Erstmals wird auch die Bergmannstradition mehr in den Fokus gerückt, was mich persönlich sehr freut. Blicken Sie schon mal in das abwechslungsreiche Programm und notieren Sie Ihren Almbesuch im Kalender. Ein Besuch lohnt sich immer! Ich würde mich freuen, Sie dieses Jahr erstmals in meiner Funktion als Landrat auf der SommerAlm begrüßen zu dürfen.

Am Dienstag setzte ich meine Schulbereisung fort und besuchte das Gymnasium am Krebsberg sowie das Steinwald-Gymnasium. Die beiden Neunkircher Gymnasien präsentieren sich als moderne Bildungsstandorte mit guten Lern- und Lehrbedingungen für unsere Schülerinnen und Schüler. Hier haben wir als Schulträger kontinuierlich investiert und werden dies auch zukünftig tun. Gemeinsam besprach ich die anstehenden Maßnahmen an den Schulen. Mir ist es wichtig, dass die Verantwortlichen unserer Schulen wissen, dass auf die Planung seitens des Schulträgers Verlass ist.

Nachmittags traf ich mich mit dem Direktor des Volkshochschul-Verbandes, Karsten Schneider. Er übergab unserer Kreisvolkshochschule zehn Chromebooks. Diese Netbooks wurden von der Google-Stiftung gespendet und im Rahmen des gemeinsamen Integrationsprojektes des Volkshochschulen-Verbandes und der Saarländischen Staatskanzlei zur Verfügung gestellt. Angesichts der hohen Zuwanderungszahlen haben die 16 saarländischen Volkshochschulen ihre Deutschkurse im vergangenen Jahr deutlich ausgebaut. Das Volumen im Deutschbereich lag im letzten Jahr insgesamt bei über 65.000 Unterrichtsstunden. Damit haben die Volkshochschulen ihre Angebote gegenüber dem Vorjahr deutlich ausgeweitet: Die Zahlen der Unterrichtsstunden und der Teilnehmer stiegen jeweils um etwa 60 % gegenüber 2014. Mit den Chromebooks soll diese hohe Nachfrage gedeckt und die Wartezeit auf einen Kursplatz überbrückt werden. Eine tolle Initiative, denn es ist wichtig, dass wir den Asylsuchenden gute Integrations- und Lernbedingungen vorhalten können. Durch die Bereitstellung dieser Netbooks werden die Möglichkeiten zum Spracherwerb beschleunigt und damit auch die Chancen einer positiven Integration gefördert. Im Anschluss traf ich mit dem Leiter unserer KVHS, Hans-Jürgen Schäfer, die VHS-Leiter der einzelnen Kreiskommunen. In einer gemeinsamen Besprechungsrunde lernte ich die Leiter und deren Institutionen näher kennen. Man konnte sich austauschen und ausloten, wo noch Handlungsbedarfe gesehen werden. Auf ein besonderes Jubiläum kann der Leiter der VHS Ottweiler, Günter Groß, zurückblicken. Er leitet schon seit einem Vierteljahrhundert die Geschicke vor Ort, rund drei Jahrzehnte ist er hier schon als Dozent tätig.

Am Mittwochmorgen traf ich den neuen DRK Landesgeschäftsführer Anton Verschaeren, denn eine gute Zusammenarbeit zwischen Sozial- und Wohlfahrtsverbänden und dem Landkreis Neunkirchen ist mir wichtig. Die Zusammenarbeit zwischen Sozialverbänden und dem Landkreis ist durch einen regelmäßigen Informationsaustausch sowie gute Kommunikation geprägt und trägt damit für mehr Sozialgerechtigkeit in unserer Region bei. So besuchte ich auch am Nachmittag den Landesverbandstag des VdK in der Illipse. Das DRK und der VdK (und natürlich noch viele andere Träger und Sozialverbände) sind Institutionen, die sich den neuen sozialen Herausforderungen angenommen haben und für die Rechte der sozial Schwachen eintreten - in unserer Gesellschaft und gegenüber unserer Gesellschaft. Für sie steht der Mensch im Mittelpunkt, eine Haltung, die ich von ganzem Herzen unterstütze, denn soziale Gerechtigkeit und damit die Teilhabe Aller am gesellschaftlichen Leben muss Vorrang haben. So beschäftigen sich sowohl der DRK Kreisverband Neunkirchen als auch der VdK mit dem Thema Wohnen im Alter. Der DRK Kreisverband eröffnete vergangenes Jahr gegenüber dem Landratsamt eine Begegnungsstätte mit dem thematischen Schwerpunkt „Zu Hause – lange gut leben“. Ebenso hat der VdK auf seiner Arbeitstagung am Mittwoch einen Forderungskatalog verabschiedet, in dem sie mehr Barrierefreiheit und Inklusion fordern. Ich begrüße es sehr, dass sich die beiden Institutionen diesem wichtigen Thema angenommen haben. Denn das bestehende Wohnangebot ist den Anforderungen in vielen Bereichen noch nicht gewachsen und muss in den kommenden Jahren den veränderten Bedürfnissen angepasst werden. Hier stehen ambulante Hilfen und das Beseitigen von Barrieren im Wohnumfeld ganz oben. Wir müssen ein vielfältiges Wohnangebot gestalten, das bei Bedarf den Rückgriff auf entsprechende Betreuungs- und Hilfeangebote ermöglicht. Dies setzt eine qualifizierte Wohnraumberatung voraus, die wir mit unserer Leitstelle Älter werden natürlich nicht in Gänze abdecken können. Hier sind neben den politisch Verantwortlichen, viele Akteure und starke Partner gefragt. Daher sehe ich die enge Zusammenarbeit mit Sozial- und Wohlfahrtsverbänden als essentiell wichtig an. Die demografische Entwicklung hat längst begonnen – gemeinsam müssen wir uns hier zum Wohle der Menschen im Kreis und darüber hinaus engagieren. Hier spielen unsere Städte und Gemeinden (Illingen beispielsweise hat ein tolles Projekt „Engagierte Stadt“ auf den Weg gebracht), aber auch unser Kreis, eine wichtige Rolle. Gemeinsam haben wir viel vor. Gemeinsam müssen wir ältere Menschen und ihre Bedürfnisse an ein selbstbestimmtes Leben unterstützten! Denn Barrierefreiheit und gesellschaftliche Teilhabe sind Menschenrechte, hier sind wir alle gefordert!

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Ihr Sören Meng


20.05.2016: Sitzungswoche, Fair-Trade und allerlei Themen

Lesung des Autors Klaus Brabänder im historischen Sitzungssaal
Besuch der Sitzung der SeniorenSicherheitsBeraterInnen mit Verabschiedung eines Mitgliedes
Gesprächstermin mit dem Vertretern des VdK (v.l.n.r.): Peter Springborn (Landesgeschäftsführer), Armin Lang (Landesvorsitzender), Landrat Sören Meng und Peter Dieter Mohr (Vorsitzender Kreisverband Neunkirchen)

„Kreis setzt Zeichen für regionalen Handel“
… so lautete die Überschrift in einem Artikel der heutigen Saarbrücker Zeitung über unseren gestrigen Kreistagsbeschluss. Einstimmig wurde beschlossen, uns auf den Weg zu einem Fairtrade-Landkreis zu machen. Mehr als 400 Städte und Gemeinden sind es schon, wir wollen es nun werden. Ich hatte in meinem Wahlkampf dafür geworben und nun konnten wir durch einen Antrag der Freie-Piraten-Fraktion endlich die Weichen stellen. Ein Antrag der CDU ergänzte das Vorhaben. Damit ist der erste Schritt in dem mehrstufigen Verfahren zum Fairtrade-Kreis getan. Um Fairtrade-Kreis zu werden, benötigen wir die Unterstützung von Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern in unserem Landkreis. Denn nur gemeinsam kann ein Beitrag zu nachhaltigem Handeln mit regionalen Produkten und Fairness im Umgang mit anderen Menschen geleistet werden. Apropos regionale Produkte: Dank unserem Projekt Land(auf)Schwung werden wir eine Regionalmarke Landkreis Neunkirchen auf den Weg bringen. Im ganzen Landkreis gibt es tolle Produkte, die professionell vermarktet werden können. Denn schon Goethe wusste: “Wozu in die Ferne schweifen, sieh das Gute liegt so nah!“ Es liegt jedoch noch ein Stück Arbeit vor uns, auf dem Weg Fairtrade-Kreis zu werden. In einem ersten Schritt soll nun eine Steuerungsgruppe mit Personen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft initiiert werden, die das Antragsverfahren zur Fairtrade-Kommune federführend koordinieren wird. Wer schon Fairtrade-Town ist und was genau sich dahinter verbirgt, lässt sich auf der Homepage von TransFair e.V. nachlesen.

http://www.fairtrade-towns.de/Neben diesem Beschluss standen natürlich noch zahlreiche andere Themen auf der Tagesordnung der Kreistagssitzung. So besuchte uns der Geschäftsführer der Landesentwicklungsgesellschaft Saar mbH, Herr Bernd Therre, um aktuelle Entwicklungen am Standort Reden vorzustellen. Mit der Wiedereröffnung der Almgastronomie wurde ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung des Standortes getan. Insbesondere die Einbindung der historischen Bedeutung der Halde als „Bergbauerbe“ und das Aufgreifen von Bergbautraditionen begrüße ich sehr. Ich bin zuversichtlich, dass sich in absehbarer Zeit einiges an unserem Erlebnisort ergeben wird. Wir als Landkreis werden in die Entwicklungsplanung mit eingebunden. So hat auch diese Woche eine Besprechung des „Strategiekreis Reden“ mit der LEG, dem Staatssekretär Jürgen Barke und Bürgermeister Markus Fuchs stattgefunden. Eine wichtige Rolle spielt hier unsere Tourismus- und Kulturzentrale, die am Standort stetiger kompetenter Ansprechpartner ist.

Ebenfalls im Sinne touristischer Entwicklung stand eine Besprechung zur Weiterentwicklung unseres Rosenkreises an. Der Landkreis Neunkirchen ist seit über 30 Jahren der einzige Rosenkreis in Deutschland und verfügt über verschiedene Rosengärten. Am 26. Juni findet auf Finkenrech, Dirmingen, die Kreisrosenschau statt. Gemeinsam mit der Tourismus- und Kulturzentrale, dem Kreisverband für Gartenbau und Landschaftspflege e.V. und dem Verband für Gartenbauvereine im Saarland entwickle ich zurzeit eine Strategie für die Zukunft der „Rosenmarke“.

Unser Projekt Land(auf)Schwung nimmt immer mehr Fahrt auf. Mit dem Institut für angewandtes Stoffstrom-Management (IfaS) - als Regionale Entwicklungsagentur - haben wir einen kompetenten Partner. Mit dem Geschäftsführer des Instituts an der FH Birkenfeld, Herrn Prof. Dr. Heck, tauschte ich mich aus und nahm aus dem Gespräch viele Impulse mit. Nachhaltiges Handeln und kreative Ideen - dieses Projekt bietet viel Potential für unsere Region! Die Regionale Entwicklungsagentur begleitet derzeit die gestarteten Leitprojekte und arbeitet an einer integrativen Projektvernetzung. Eines der Startprojekte ist das Leitprojekt „Vitalregion“, dessen Projektträger das Landesinstitut für Präventives Handeln (LPH) ist. Hier besuchte mich der Institutsleiter Prof. Dr. Dörr um über aktuelle Entwicklungen zu berichten. Unter dem Slogan „Leben, Wohnen, Arbeiten in der Vitalregion Neun-kirchen“ soll die Daseinsvorsorge im Landkreis neue Impulse erfahren und ein demografieorientierter Gesundheitsmarkt gefördert werden. Als Auftakt wird am 10. Juni im Big Eppel die Vitalkonferenz stattfinden. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Fachpersonal sind hierzu herzlich eingeladen. Nähere Infos auf  www.aufschwung-nk.de

Damit unsere Kreisverwaltung ein moderner Dienstleister bleibt, fand ein erstes Gespräch zwischen dem Geschäftsführer von eGo-Saar, Herrn Stephan Thul, und mir statt. Der Zweckverband eGo-Saar ist in der Vernetzung von Verwaltungen und Optimierung von Verwaltungsprozessen tätig und leistet damit einen Beitrag zu transparenten, modernen und zukunftsfähigen Verwaltungen für Bürgerinnen und Bürger.

Zukunftsfähigkeit ist wichtig und beschäftigt natürlich viele politische Bereiche - ohne Frage. Bei all den Themen muss aber auch immer der Mensch im Vordergrund stehen. Und hier hatte ich ein Gespräch mit dem VdK. Der VdK ist für mich ein Sozialverband, für den der Mensch im Mittelpunkt steht, der für soziale Gerechtigkeit eintritt und die Teilhabe Aller am gesellschaftlichen Leben unter-stützt. Gemeinsam mit dem Vorstand des VdK haben wir die zukünftige Zusammenarbeit zwischen VdK und Kreisverwaltung besprochen.

Ebenfalls über zukünftige Herausforderungen und Belange des Landkreises Neunkirchen in Sachen Schulen und Bildung sprach ich bei einem Termin mit dem Bildungsminister Ulrich Commerçon heute Morgen.

Neben diesen „externen“ Besprechungsterminen fanden auch zahlreiche interne Gesprächstermine statt. So habe ich beispielsweise mit unserem Gesundheitsamt und der Fachberatung für Kindertagesstätten vereinbart, dass wir eine Broschüre für gesunde Ernährung für Kinder initiieren möchten. Außerdem eröffnete ich die Sitzung der SeniorenSicherheitsBerater/-innen. SeniorenSicherheitsBeraterInnen sind Ehrenamtler, die mit Unterstützung der Fachkompetenz der Polizei Kriminalprävention betreiben. Die ehrenamtlichen SeniorenSicherheitsBeraterInnen agieren somit als Bindeglied zwischen der Polizei und den älteren Bürgerinnen und Bürgern im Saarland und leisten damit eine vorbildliche gesamtgesellschaftliche Aufgabe (nähere Infos auf www.landkreis-neunkirchen.de/index.php?id=1147)

Gestern Abend fand in unserem historischen Sitzungsaal eine Lesung des regionalen Autors Klaus Brabänder statt. In zwei Stunden können musikalisch Interessierte bei unserem Kreishauskonzert auf ihre Kosten kommen. Morgen früh werde ich den „Tag der Städtebauförderung“ in der Neuen Gebläsehalle in Neunkirchen unterstützen und am Sonntag bei der 100 Jahr-Feier der Katholischen Dreifaltigkeitskirche Wiebelskirchen zu Gast sein. Auch der Rosenmarkt in Ottweiler, eine Ausstellungseröffnung in der Städtischen Galerie und das Mittelalterfest in Illingen stehen auf meinem Programm.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen einen erholsamen Feierabend und ein schönes Wochenende.

Ihr Sören Meng


13.05.2016: Willkommenskultur und Almgaudi

Aktionstag für einen Barrierefreien Landkreis auf dem Stummplatz in Neunkirchen - hier mit dem Seniorenbeirat der Kreisstadt
Neue Anzeigetafeln für den Homburger Hauptbahnhof, Quelle: SZ vom 13.05.16

Die Woche startete am Montag mit einem wichtigen Schritt zum weiteren Ausbau der Willkommenskultur in unserem Landkreis. Wir unterzeichneten eine Zielvereinbarung mit der Transferagentur Rheinland-Pfalz-Saarland zur Koordination von Bildungsangeboten für Flüchtlinge und der Etablierung eines Bildungskoordinators. Sprache und Bildung sehe ich als wesentlichen Schlüssel für eine erfolgreiche Integration, daher ist es wichtig, dass wir für Neuzugewanderte entsprechende Bildungsangebote vorhalten. Hier können wir in unserem Landkreis bereits sehr gute Strukturen vorweisen. Um die Überschaubarkeit der Vielzahl der Angebote zu erhöhen und dadurch auch eine bedarfsgerechte Ausrichtung der Angebote gewährleisten zu können, soll eine Koordinierungsstelle eingerichtet werden. Mithilfe eines Förderprogramms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung werden wir die Einrichtung einer Koordinierungsstelle beantragen. Aufgabe des Bildungskoordinators wird es sein, beteiligte Akteure zu vernetzen und bestehende Maßnahmen und Angebote besser aufeinander abzustimmen. Hierfür wurden mit der Zielvereinbarung erste Schritte und Ziele für dessen gemeinsame Umsetzung mit der Transferagentur festgehalten. Diese Initiierung des Bildungskoordinators fügt sich optimal in unser Projekt Land(auf)Schwung und dem dortigen Startprojekt Agentur Neuland mit der Willkommensmanagerin ein. Eine enge Verzahnung dieser beiden Stellen ist daher auch geplant. Abwicklungspartner zum Projekt Agentur Neuland ist die saar.is mit der ich an diesem Tag auch eine Besprechung zur weiteren Projektetablierung hatte.

Wie oftmals dienstags setzte ich meine Schulbereisung durch die kreiseigenen Schulen fort. Bereits über die Hälfte der Schulen habe ich bereits besucht, an diesem Morgen war es das KBBZ in Neunkirchen. Das KBBZ bietet eine Vielzahl an Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten und umfasst berufs- sowie studienqualifizierende Bildungsgänge. Junge Menschen können hier aus fünf Schulformen (Handelsschule, Fachoberschule, Höhere Berufsfachschule und Berufliches Oberstufengymnasium) sowie sechs Ausbildungsberufen wählen. Das KBBZ stärkt die berufliche Bildung im Kreis und gibt den jungen Menschen in unserer Region eine berufliche Perspektive. Auch an dieser Schule sind in diesem Jahr Investitionen geplant, so steht eine Neugestaltung des Eingangsbereiches an.

Danach ging es zum Aktionstag für einen barrierefreien Landkreis auf dem Stummplatz. Unter dem Motto „Neunkirchen für Alle - Gemeinsam für einen barrierefreien Landkreis" setzten sich der Landkreis und die Stadt Neunkirchen sowie zahlreiche Verbände und Organisationen für einen barrierefreien Landkreis ein. Wir streben einen inklusiven Landkreis an, in dem alle Lebens- und Sozialräume barrierefrei sind. Denn Barrierefreiheit ist eine Grundvoraussetzung für die Teilhabe Aller am gesellschaftlichen Leben. Ein wichtiges Thema, dessen wir uns stetig annehmen werden mit dem Ziel der gesellschaftlichen Teilhabe aller. Danke allen Organisationen, die dem schlechten Wetter trotzten und viele interessante Informationen auf dem Neunkircher Stummplatz präsentierten.

Apropos Informationen: An dieser Stelle möchte ich nochmals auf die Eröffnung des neu umgebauten, behindertengerechten Spielplatz auf Finkenrech beim Familienfest am 19. Juni 2016 hinweisen.

Vom Aktionstag ging es im Anschluss zum Netzwerktreffen des Lokalen Bündnisses für Familie. Das Treffen fand im Rahmen des deutschlandweiten Aktionstages der Bündnisse für Familien statt, welcher jährlich am 15. Mai terminiert ist, und dieses Jahr unter dem Motto „Mehr Zeit für das was zählt. Die NEUE Vereinbarkeit“ steht. Das Familienbündnis unter der Koordination der Gleichstellungsbeauftragten unseres Kreises, Heike Neurohr-Kleer, nutzte das Treffen, um einen Rückblick auf die Arbeit der vergangenen vier Jahre zu geben. Im März 2012 wurde dieses Bündnis gegründet und seither wurden viele Projekte angegangen und umgesetzt. Lokale Bündnisse für Familien sind eine bundesweite Initiative für mehr Familienfreundlichkeit. Familien sind die soziale Mitte unserer Gesellschaft und für ihre nachhaltige Sicherung ist das Engagement der gesamten Gesellschaft notwendig. Viele Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, Unternehmen, Kirchen, Verbänden, Stiftungen, freien Trägern und Mehrgenerationenhäusern haben sich in unserem Landkreis zusammengeschlossen, um gemeinsam für mehr Familienfreundlichkeit in unserer Region einzustehen. Familienfreundlichkeit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, daher freut es mich, dass wir hier in unserem Kreis dieses Bündnis haben. Denn eine nachhaltige Familienpolitik ist die beste Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft.

Im Sinne einer guten kommunalen Zusammenarbeit fand am Mittwoch die regelmäßige Besprechung der Ober-/Bürgermeister/-in statt. Hier behandeln wir regionale Anliegen und tauschen uns aus. Im Anschluss ging es nachmittags zu der Sitzung unseres internen Teams „Führungskräfte des Landratsamtes“.

Gestern war ich Rahmen meiner Tätigkeit als Vorsitzender des Zweckverbandes Personennahverkehr in Homburg. Dort wurde am Hauptbahnhof die neue Fahrgastinformationsanlage in Betrieb genommen. Neun neue Anzeigetafeln zeigen nun die aktuellen Busverbindungen sowie eventuelle Verspätungen an. Der Zweckverband übernahm 25 % der Kosten. Das neue Informationssystem ist barrierefrei und kann auch von sehbehinderten Menschen genutzt werden. Zudem schafft das System neue Anreize, damit mehr Menschen auf Bus und Bahn umsteigen. Übrigens: Kennen Sie die geniale Verkehrsapp „Saarfahrplan“ Hier können sie optimal mit dem Handy ihre Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln „checken“. Die App ist natürlich kostenfrei. Am Nachmittag stand dann eine Ausschusssitzung der Sparkasse auf dem Terminplan.

Heute Morgen besuchte mich der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland, Jürgen Haßdenteufel, gemeinsam mit der Geschäftsführerin der beiden Jobcenter in unserem Landkreis, Katja Sauerbrey. Inhaltlich ging es um eine kurze Rückkoppelung der derzeitigen Lage und um aktuelle Belange. Generell sind unsere Arbeitsweise und Maßnahmen stets darauf ausgerichtet, hilfesuchende Menschen zu unterstützen und in die Lage zu versetzen, ihren Lebensunterhalt aus eigenen Kräften zu bestreiten. Bei diesem Treffen steht die Vernetzung im Vordergrund. Auch der künftige Bildungsmanager und Jobcoach werden eng mit der Arbeitsagentur zusammenarbeiten. Ein regelmäßiger offener Austausch verhindert Doppelstrukturen.

Nach dieser Gesprächsrunde begrüßte ich die Personalratsvorsitzenden der einzelnen Landkreise, die sich zu einer gemeinsamen Besprechung in unserem Historischen Sitzungsaal trafen.

Am Abend eröffnete ich gemeinsam mit dem Merchweiler Bürgermeister Patrick Weydmann und Pfarrer Udo Blank vom Diakonischen Werk den neuen Jugendtreff Merchweiler. Solche Jugendtreffs gibt es in allen Städten und Gemeinden unseres Kreises. Hier engagiert sich der Landkreis als Träger gerne, denn aktive Jugendarbeit ist eine nachhaltige, zukunftsorientierte Arbeit, die junge Menschen aktiv begleitet.

Morgen wird die Redener Alm unter den neuen Besitzern und dem Namen „Bergmanns Alm“ neu eröffnet. Dass der neue Name die bergbaugeschichtliche Tradition aufgreift, begrüße ich persönlich sehr. Um 13.00 Uhr wird mit einem Fassbieranstich die Schirmbar eingeweiht. Ein buntes Musikprogramm sowie ein vielfältiges Angebot für Kinder werden ebenfalls angeboten. Ich werde auch da sein und würde mich freuen, viele von Ihnen anzutreffen.

Ich wünsche Ihnen allen einen erholsamen Feierabend und ein schönes Pfingstwochenende.

Ihr Sören Meng


06.05.2016: „Eine präsidiale Woche“

Begegnung der Landräte mit dem Staatsoberhaupt (v.l.n.r. Sören Meng, Landrat Patrik Lauer (Landkreis Saarlouis), Bundespräsident Joachim Gauck, Landrat Dr. Theophil Gallo (Saarpfalz-Kreis))
Im Dialog mit dem Bundespräsident

Gleich zu Beginn der Woche war Bundespräsident Joachim Gauck im Saarland zu Gast. Auch ich traf ihn persönlich, eine eindrucksvolle Begegnung. Die Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte zu einem feierlichen Empfang in den Festsaal des Saarbrücker Schlosses eingeladen. Diese Abendveranstaltung bildete den Abschluss eines vielfältigen Tagesprogramms durch unsere Region. Herr Gauck war bereits zum dritten Mal im Saarland - nach seinem Antrittsbesuch im Frühjahr 2013 und einer kurzen Stippvisite nach Perl vor anderthalb Jahren. Seine gewonnenen Eindrücke über das Saarland fasste er in einer Rede zusammen.
Hintergrund seines Besuches war die jährliche Informations- und Begegnungsreise, die den rund 180 in Deutschland tätigen ausländischen Botschafterinnen und Botschaftern sowie hochrangigen Vertretern internationaler Organisationen, Deutschland und die Vielfalt seiner Regionen präsentieren soll. Seit 1996 werden die 16 Bundesländer besucht. Nach Hessen und Schleswig-Holstein stand dieses Jahr nun unser schönes Bundesland auf der Agenda. Ein Besuch eines solch hochrangigen Staatsoberhauptes erfordert vieles an Planung und Sicherheitsvorkehrungen. An dieser Stelle daher ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten und Einsatzkräfte vor Ort, die zum Gelingen dieses Besuches beigetragen haben.

Die Woche brachte weitere Begegnungen mit sich…
So setzte ich meine Schulbereisung fort und besuchte die beiden kreiseigenen Schulen in Ottweiler, zu denen ich einen persönlichen Bezug habe.

Zuerst stand der Besuch der früheren Kreisrealschule Ottweiler, heute Gemeinschaftsschule „Anton-Hansen“, auf dem Programm, wo ich 1991 meinen mittleren Bildungsabschluss erwarb. Die Schule wurde vor rund 30 Jahren gebaut und wirkt heute immer noch sehr modern. Als Schulträger hat der Landkreis hier konsequent investiert, sodass es zu keinem Sanierungsstau kam. Mit dem Team unserer Verwaltung und der Schulleitung Klaus Jürgen Willms und Katja Strauß-Zeller besprach ich geplante Investitionsmaßnahmen. So soll der Computersaal erneuert werden. Auf dieser Gemeinschaftsschule können Schülerinnen und Schüler durch eine Kooperation mit dem Ottweiler Gymnasium und dem KBBZ Neunkirchen in 9 Jahren ihr Abitur machen. Schulische Schwerpunkte setzt die Gemeinschaftsschule Ottweiler unter anderem in den Bereichen Sport und Musik.

Auch besuchte ich das Gymnasium Ottweiler, dessen Schüler ich von 1984 bis 1989 war. Das einst staatliche Gymnasium, auch als „Kaschde“ ein Begriff, wurde in den letzten Jahren grundlegend saniert. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz, seine typische Sandsteinfassade sorgt für einen imposanten Eindruck. Das Gymnasium entstand 1874 und ist heute mit seinen rund 470 Schülerinnen und Schülern ein eher kleines Gymnasium. Getreu dem Motto „Großes entsteht immer im Kleinen“ hat das Schulteam um Schulleiterin Rebecca Spurk die Schule kontinuierlich pädagogisch weiterentwickelt. So wurde das Gymnasium im vergangenen Jahr erneut als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet. Die Zukunftsfähigkeit Deutschlands als Wirtschaftsstandort ist unter anderem abhängig von qualifiziertem Nachwuchs in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Initiative „MINT Zukunft schaffen” will damit profiliert zu einer positiven MINT-Einstellung von jungen Menschen, Eltern, Lehrkräften sowie einer breiten Öffentlichkeit beitragen. Die notwendige Stärkung von MINT-Fähigkeiten und -Fertigkeiten betrifft alle Bildungsbereiche: von der frühkindlichen Bildung über die allgemeinbildende Schule, die Berufsbildung, die Hochschule und die berufliche Weiterbildung (Quelle: mintzukunftschaffen.de). Unterstützt durch das Ministerium für Bildung und Kultur, die Fortbildungsinstitute ILF und LPM und die Vereinigung der saarländischen Unter-nehmerverbände e.V. (VSU) nahm das Gymnasium Ottweiler an einem zweijährigen Projekt zur Qualitätsverbesserung an saarländischen Schulen („QVP – Staffel 3“) teil und wurde im Frühjahr 2015 als „QVP–Schule“ zertifiziert. Auch genießt die Leseförderung an dieser Schule einen hohen Stellenwert. Mit Frau Spurk besprach ich anstehende Investitionsmaßnahmen, die unter anderem auch die Neugestaltung des Schulumfeldes des Ottweiler Gymnasiums betreffen.

Ein interessantes Gespräch hatte ich am Nachmittag mit der ehemaligen Staatssekretärin Gaby Schäfer und dem ehemaligen REHA-Geschäftsführer Rainer Blum, die sich für das Projekt Kulturschlüssel stark machen. Das Konzept von Kulturschlüssel Saar basiert auf drei Säulen: Auf der einen Seite gibt es die Kulturgenießer. Das sind die Menschen, die nicht alleine zu einer Veranstaltung gehen möchten oder können. Für sie vermittelt das Projekt einen Gefährten – das sind die Kulturbegleiter. Durch ihre Hilfe nehmen viele Menschen erstmals oder nach langer Zeit wieder am kulturellen oder sportlichen Leben teil. Die Dritten im Bunde sind die Kulturspender – also die Veranstalter. Der Kulturschlüssel Saar spricht diese an, ob sie im Zuge des Projektes bereit sind, z. Bsp. Freikarten für die freiwilligen Begleiter zu spenden. Der Kulturschlüssel hat sich zur Aufgabe gemacht, diese drei Eckpfeiler zusammenzuführen und zu koordinieren. Ich sagte zu, dass auch ich der Bürgermeisterin und den Ober-/Bürgermeistern Infos über dieses wichtige Projekt zukommen lasse und um Unterstützung bitten werde. Hier geht es um Teilhabe – ein Anliegen, das mir sehr wichtig ist.

Über meine Tätigkeit als Landrat resümieren konnte ich bei einem Interview mit dem Stadtmagazin „Es Heftche“. Dem Redakteur Rainer Setz stand ich Rede und Antwort. Den Beitrag gibt es in der Juniausgabe des Magazins zu lesen.

Ebenfalls ums Schreiben ging es bei einem Gespräch mit dem Verlagsleiter Thomas Störmer, der seit Jahren für den Landkreis St. Wendel ein Heimatbuch herausgibt. Sein Schaumberg-Verlag hat sich im wahrsten Sinne des Wortes regionaler Literatur verschrieben. Da vor über 30 Jahren das letzte Heimatbuch des Landkreises Neunkirchen von Landrat Dr. Schwehm herausgegeben wurde, ist es an der Zeit, die Geschichte fortzuschreiben. Ich bin guter Hoffnung, dass dieses Projekt mit einigen Partnern realisiert werden kann.

Zum Wochenende noch einen Kulturtipp: Am Sonntag gastiert der Saarknappenchor mit einem Kirchenkonzert um 17:00 Uhr in der Katholischen Pfarrkirche Dreifaltigkeit in Wiebelskirchen, die in diesem Jahr 100 Jahre alt wird. Der Eintritt ist frei, um eine freiwillige Spende zur Erhaltung der Kirche wird gebeten. Der Saarknappenchor hält die Erinnerung an unsere Bergbautradition aufrecht, jeder Auftritt ist ein kulturelles, klangvolles Erlebnis.

Ich wünsche Ihnen allen ein sonniges Wochenende und einen schönen Muttertag im Kreise Ihrer Familien!

Ihr Sören Meng


29.04.2016: Eine Woche im Zeichen der Sparkasse

Deutscher Sparkassentag 2016 mit dem Vorstand der Sparkasse Neunkirchen, Dr. Sascha Ahnert und Markus Groß
Impressionen Deutscher Sparkassentag 2016
Impressionen Deutscher Sparkassentag 2016

Dieser Blog fällt deutlich kürzer aus, als die vergangenen Berichte. Das liegt daran, dass ich mich von Dienstag bis Donnerstag auf dem 25. Deutschen Sparkassentag in Düsseldorf befand.

Doch der Reihe nach: Am Montag nahm ich an meiner ersten Aufsichtsratssitzung der VSE AG teil. Die VSE Aktiengesellschaft ist seit über 100 Jahren mit dem Saarland eng verwurzelt. An dem Unternehmen – mit Sitzung in Saarbrücken – sind die RWE, das Saarland, Landkreise sowie Städte und Gemeinden des Saarlandes beteiligt. Das Unternehmen bietet zukunftsorientierte Lösungen in den Bereichen Stromerzeugung, Verteilung und Vertrieb. Die Anbindung an den RWE-Konzern sichert dem Unternehmen im europäischen Wettbewerb auf den Energiemärkten alle Vorteile eines international tätigen Global Players. Gleichzeitig steuert VSE als regionaler Energieversorger eigenverantwortlich das operative Geschäft in der Region. VSE ist wichtigster saarländischer Stromlieferant für Stadt- und Gemeindewerke und Industriekunden sowie Stromerzeuger am Standort Ensdorf. Zudem erbringt die VSE technische und kaufmännische Dienstleistungen für Partnerunternehmen und Dritte (siehe auch www.vse.de).

Am Nachmittag sah ich mir mit unserer Bau- und Schulverwaltung u. der Abt. Bautechnik und mit Herrn Bürgermeister Dr. König die Sporthalle am Schulzentrum Illingen an. Aufgrund bergbaubedingten Schäden ist hier ein größerer Sanierungsbedarf gegeben. Am Dienstagmorgen fanden verwaltungsinterne Besprechungen statt, danach ging es gemeinsam mit dem Vorstand der Sparkasse Neunkirchen, Herrn Markus Groß und Herrn Dr. Sascha Ahnert, nach Düsseldorf, wo am Nachmittag noch eine Gremiensitzung stattfand. Als neuer Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse waren die zwei Tage für mich hochinteressant. Neben interessanten Fachvorträgen nutzte ich die Gelegenheit mit Kolleginnen/Kollegen ins Gespräch zu kommen. Vertrauen – das war zum Auftakt des Deutschen Sparkassentages 2016 – das zentrale Thema; Vertrauen ist die Währung der Zukunft, sagte etwa Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Und dieses Vertrauen genießen die Sparkassen, betonte Günther Oettinger: „Handel, Mittelstand und Industrie vertrauen den Sparkassen“, so der EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft.

Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, adressierte in seiner Grundsatzrede das Bedürfnis der Menschen nach Sicherheit. Ihnen ein Gefühl von Stabilität zu geben, sei den Sparkassen besonders wichtig. Der Kern der Sparkasse ist und bleibt laut Fahrenschon, Menschen mit guter Beratung und hochwertigen Finanzprodukten finanzielle Lebensperspektiven zu geben. „Wir gestalten die Zukunft ganz im Interesse von Menschen“, betonte der deutsche Spar-kassenpräsident.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigte in ihrer Rede das Vertrauen der Menschen in die Sparkassen und hob deren solide und nachhaltige Geschäftspolitik hervor. Auf www.sparkassentag.de finden Sie alle Reden und Beiträge.

Ganz neue Eindrücke gewann ich bei der Diskussionsrunde mit jungen Menschen, die provokant ihre Erwartungen an die Sparkasse formulierten. Unsere Sparkasse vor Ort ist für die Zukunft gerüstet. Denn die Bedürfnisse der Kunden liegen im Zentrum des Handelns. Auch in Zeiten niedriger Zinsen und zunehmender Digitalisierung ist unsere Sparkasse vor Ort ein wichtiger, vertrauensvoller Partner.

Am Donnerstagabend begrüßte ich gemeinsam mit Staatssekretär Roland Krämer Vereinsvertreter im Landratsamt in Neunkirchen. Hier fand eine Veranstaltung zum Thema „Hygiene auf Vereinsfesten“ statt. Mit solchen Veranstaltungen können wir kontinuierlich informieren und den Kontakt zu unseren Vereinen stärken. Hier leistet die Ehrenamtsbörse schon seit vielen Jahren gute Arbeit.

Am Freitag nahm ich an der ersten Sitzung der Sparkassenakademie teil. Die Sparkassenakademie Saar ist die zentrale Bildungsstätte und damit das Kompetenzcenter für Personalentwicklung der Sparkassen-Finanzgruppe Saar.Die Sparkassenakademie versteht sich als kundenorientiertes Dienstleistungszentrum. Sie bietet den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der saarländischen Sparkassen, der SaarLB und der Verbund-partner der Sparkassen-Finanzgruppe Saar das gesamte Spektrum zeitgemäßer Bildungs- und Personalentwicklungsmaßnahmen an.

Eine Sitzung im Rathaus Neunkirchen zur Erörterung aktueller Themen rundete meine Arbeitswoche ab.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und einen gelungenen 1. Mai.

 

Ihr Sören Meng


22.04.2016: Was ein Landrat so macht…

v.l.: Jürgen Barke, Sören Meng, Adalbert Ott (Geschäftsführer VGS)
Frühling auf Finkenrech am 22.04.2016 von 11 bis 18 Uhr (Foto: Gerd Wehlack)

Immer wieder werde ich gefragt: Was macht so ein Landrat? Um diese Frage zu beantworten, schreibe ich auch diesen Blog, denn ich verstehe, dass für viele Bürgerinnen und Bürger der Landkreis ein Gebilde mit vielen Fragezeichen ist.

Mein Tätigkeitsfeld als Landrat ist sehr vielseitig, wird aber zeitlich sehr durch Sitzungstermine dominiert. Durch die über 25 Beteiligungen des Landkreises und die üblichen kommunalen Gremiensitzungen stehen viele Sitzungen auf dem Terminplan. Diese Woche waren es sechs Sitzungen, an denen in unterschiedlicher Funktion teilnahm. Mit der Vorstandssitzung des Landkreistages, der Trägerversammlung des Jobcenters, der Aufsichtsratssitzung der Verkehrsmanagementgesellschaft Saar mbh (VGS), der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Personennahverkehr Saarland (ZPS), der Vorstandssitzung des Demenzvereins und dem Kooperationsausschuss des Pflegestützpunktes waren die Themen der einzelnen Sitzungen breit gefächert.

In der Verbandsversammlung des ZPS wurde ich einstimmig zum Verbandsvorsteher gewählt. Damit bin ich in den nächsten fünf Jahren der gesetzliche Vertreter des Zweckverbandes und leite deren Verwaltung. Alle saarländischen Landkreise, der Regionalverband sowie das Saarland sind Mitglieder des Zweckverbandes. Der ZPS koordiniert und fördert den öffentlichen Personennahverkehr im Saarland. Mobilität und insbesondere der ÖPNV bestimmt unseren Alltag und ist ein wichtiger Faktor für die Lebensqualität und Wirtschaftskraft in unserem Land. Die Aufgabe des ZPS besteht darin, die Anforderungen an ein attraktives, am Kunden orientiertes ÖPNV-Angebot gewährleisten zu können. Dieser wichtigen Aufgabe werden wir uns auch zukünftig stellen.

Unsere Kreisverwaltung möchte sich ebenso einem anderem Thema widmen: der Gestaltung einer bürgerfreundlichen und behindertengerechten Verwaltung. Diesbezüglich habe ich mich mit unserer Kreisbehindertenbeauftragten Petra Moser-Meyer zusammengesetzt, um Möglichkeiten auszuloten. Hier haben wir in den kommenden Jahren einiges vor. Ziel ist die gesellschaftliche Teilhabe aller und auch hier ist der Landkreis gefordert.

Auf einen Termin freue ich mich schon jetzt: Beim Familienfest am 26. Juni auf Finkenrech wird der neu umgebaute, behindertengerechte Spielplatz eröffnet. Ich bin gespannt, wie er angenommen wird.

Auch diese Woche stand wieder die regelmäßige Besprechung zu unserem Modellprojekt Land(auf)Schwung an. Diesmal fokussierten wir uns speziell auf die konkrete Ausgestaltung des Projektes „Welcome Center“. Die Saaris GmbH wird die Umsetzung dieses Projektes übernehmen und Christoph Lang, der Geschäftsführer von Saaris, präsentierte bereits erste Planungsschritte. Ziel ist es möglichst viele Neubürger für unseren Kreis zu begeistern und dafür zu sorgen, dass sie sich schnell heimisch fühlen.

Am Mittwoch begrüßte ich als Hausherr viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Fortbildungsveranstaltung des Saarländischen Schwesternverbandes und der Kassenärztlichen Vereinigung. Diese Veranstaltung zum Thema Pflege unterstützte ich gerne, denn die Pflegearbeit ist ein unerlässlicher Bestandteil unserer Gesellschaft und wird im Hinblick auf den demografischen Wandel immer größere Bedeutung erfahren. Um die Zukunft der Pflege gestalten zu können, gilt es den wachsenden Herausforderungen gerecht zu werden. Dem hat man sich mit dieser Fortbildungsveranstaltung angenommen und wird in der Kreisstadt einen Modellversuch starten. Die Akteure sind hier - neben der kassenärztlichen Vereinigung und der saarländischen Pflegegesellschaft - die Krankenkassen, Ärztenetzwerke, niedergelassene Haus- und Fachärzte und auch das Gesundheitsministerium. Ziel ist die optimale medizinische Versorgung der Menschen im Landkreis.

Heute Morgen stand dann ein Gesprächstermin mit den Vertretern der Arbeiterwohlfahrt Direktorin Birgit Luhmann und dem Direktor Peter Barrois zum Thema Jugendhilfe auf dem Plan. Der Landkreis Neunkirchen kooperiert bereits seit vielen Jahren mit der AWO (Sozialpädagogisches Netzwerk) als Jugendhilfeträger. Im Sinne einer effektiven Zusammenarbeit finden regelmäßig Abstimmungstermine mit den einzelnen Trägern statt. Das Jugendhilfeverfahren ist sehr komplex und es gibt viele gesetzlich vorgegebene Abläufe. Generell habe ich den Eindruck, dass für Außenstehende die Abläufe eines Jugendhilfeverfahrens nicht immer transparent sind. Daher wird die Kreisverwaltung hier in den nächsten Monaten auch Informationsarbeit leisten.

Danach war ich bei der Eröffnung der Selbstbedienungsgeschäftsstelle der Sparkasse Neunkirchen in Hangard zugegen. Als Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse begrüße ich dieses Angebot sehr. Denn nun haben die Hangarder Einwohner mitten im Ortskern die Möglichkeit, an zentraler Stelle das Service-Angebot der Sparkasse zu nutzen. Ich finde es wichtig, dass unsere Region durch örtliche Angebote, und dazu zählen auch Bankdienstleistungen, attraktiv und lebenswert für uns Bürger bleibt. Für Menschen, die nicht mehr mobil sind, bietet die Sparkasse einen mobilen Bürgerservice, der Bankdienstleistungen auch zu Hause sicherstellt.

Gleich werde ich die Feierlichkeiten anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Illtalgymnasiums Illingen besuchen. Bei einem Geburtstag wie diesem muss gefragt werden, was denn grundsätzlich eine Schule auszeichnet. Die Saarbrücker Zeitung hat es in ihrer Ausgabe am 01. April auf den Punkt gebracht, wenn sie schreibt „Erfolgsstory der Schule auf dem Lande: Weltoffenheit, Toleranz und Gemeinsinn prägen das Illtalgymnasium von Anfang an.“ Ich finde, dass IGI hat in den fünf Jahrzehnten seines Bestehens auch immer eine vorbildliche Strahlkraft ausgeübt.

Morgen werde ich dann als Schirmherr das Museum für saarländische Brauereikultur nach einer Umgestaltung wiedereröffnen. Frank Casciani sammelt seit Jahren alles, was ihm rund um die Geschichte der saarländischen Brauereien in die Hände fällt und stellt dies in seinem Museum in Wiesbach-Mangelhausen aus. Eine tolle ehrenamtlich getragene Initiative, die unser Museumsangebot im Kreis ergänzt!

Am Sonntag werde ich bei der Veranstaltung der Tourismuszentrale des Landkreises „Frühling auf Finkenrech“ sein. Unter dem Motto „Schauen und erleben“ bieten mehr als 50 Aussteller zwischen 11 und 18 Uhr ihre regionalen Produkte auf dem großen Bauernmarkt an. Zudem werden Gartenführungen, musikalische Highlights und für Kinder viele Angebote geboten. Ich hoffe auf gutes Wetter und würde mich über zahlreiche Besucherinnen und Besucher freuen. (Mehr Infos zur Veranstaltung)

Bis dahin, ein schönes Wochenende

Ihr Sören Meng


15.04.2016: Meine Woche 15…

Aktionstag IG Metall
Aktionstag DRK
Talkrunde Bunte Kohle Road-Show Foto: Kreisstadt NK

Eine sehr umfangreiche Arbeitswoche liegt hinter mir.
Auch das Themenspektrum war sehr vielschichtig. Nach den traditionellen hausinternen Besprechungen zu Beginn der Woche mit den Dezernenten des Kreises nahm ich am IG-Metall-Aktionstag in Neunkirchen teil. Hierzu hatte die IG-Metall in Kooperation mit  Saarstahl am Montag zum landesweiten Aktionstag aufgerufen. Die Saarstahl AG gehört zu den 10 saubersten Stahlfabrikanten der Welt. So wurden in den vergangenen Jahren laut Saarstahl rund 600 Mio. € in Umweltmaßnahmen für saubere Anlagen investiert. Im Gegensatz hierzu wird in China und Indien ohne irgendwelche Emissionsbeschränkungen Billigstahl produziert, was hier vor Ort unsere Arbeitsplätze in Gefahr bringt, auch weil seitens der EU immer höhere Vorgaben bzgl. der  Emissionswerte beschlossen werden. In meinem Blog habe ich mich schon mehrfach mit diesem Thema beschäftigt. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gewerkschaft gingen saarlandweit auf die Straße um für den Erhalt der Arbeitsplätze einzustehen. Allein in Neunkirchen waren es über 1.300 Menschen, die ein wichtiges Zeichen setzten. Am Nachmittag nahm ich an einer Besprechung des Landkreistages in Sachen eGo-Saar teil. Hier gab es einen regen Austausch mit den Verantwortlichen von eGo-Saar. Der Zweckverband eGo-Saar unterstützt die saarländische Kommunalverwaltung und bietet eine Vielzahl von Dienstleistungen an. Auch beim Thema E-Government bietet der eGo-Saar seinen Mitgliedern ein breites Angebot. Anschließend ging es zum Illtal-Gymnasium nach Illingen, wo der Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbes stattfand. Am diesjährigen Vorlesewettbewerb nahmen 11 Schulen aus dem Landkreis Neunkirchen teil.Ich überreichte allen teilnehmenden Schulsieger/-innen Urkunden, Bücher und Büchergutscheine. Diese Schülerinnen und Schüler besitzen die Kernkompetenz für lebenslanges Lernen, daher waren sie für mich alle Gewinner. Dass sie Freude am Lesen haben, zeichnet sie alle aus. Als beide Sieger gingen Maximilian Backes von der Maximilian-Kolbe-Schule und Jonas Rheinheimer vom Gymnasium am Krebsberg hervor. Die beiden Schüler werden nun den Landkreis Neunkirchen beim Landesvorlesewettbewerb am 15.Mai in Saarbrücken vertreten.Ich möchte an dieser Stelle nochmals den Juroren, dem Kreisjugendamt sowie dem Illtalgymnasium, die wesentlichzur Durchführung des Wettbewerbes beigetragen haben, herzlich danken. Allen Schulsieger/-innen wünsche ich weiterhin viel Freude am Lesen und den beiden Siegern viel Erfolg beim Landesentscheid.

Am Dienstag traf ich mich mit Herrn Staatssekretär Roland Krämer, der mich erstmals im Landratsamt besuchte. Hier gab es vielerlei Themen aus dem Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz zu be-sprechen. Im Anschluss fand mein erstes Vierteljahresgespräch mit den Vertrete-rinnen und Vertretern des Personalrates des Landkreises Neunkirchen statt. Hier wurde seitens des Personalrates und des Landrates eine erste Bilanz meiner 100 Arbeitstage gezogen. Wir konnten feststellen, dass wir auf einem guten Weg sind und wir in den vergangenen Monaten die Verwaltung gut aufgestellt haben.

Am Mittwoch besuchte ich wie bereits vergangene Woche erwähnt die Personalversammlung der beiden Jobcenter Neunkirchen und Illingen. Dies war das letzte Treffen mit Kolleginnen und Kollegen, was noch ausstand. Nun habe ich den Großteil der Bediensteten des Landkreises persönlich getroffen. Am frühen Mittag besuchte ich dann den DRK Aktionstag des Kreisverbandes hier in Ottweiler. Abends nahm ich an einer besonderen Veranstaltung in der Stummschen Reithalle teil. Die „Bunte Kohle Road-Show“ richtete sich an Unternehmen der Landkreise St. Wendel und Neunkirchen mit dem Ziel „Kreative“ und Unternehmen zusammen zu bringen. Über 70 Menschen waren vertreten. Gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Kreisstadt Neunkirchen Jürgen Fried und einem Vertreter des Wirtschaftsministeriums nahm ich an einer Talkrunde teil.  Hier wurde ich beispielsweise gefragt, welche Chancen ich in der Kooperation zwischen Kreativunternehmern und Unternehmen der klassischen Wirtschaft sehen würde. Ich brachte zum Ausdruck, dass die „klassische“ Wirtschaft und die Kreativunternehmen voneinander profitieren können, da sie unterschiedliche Blickwinkel auf bestimmte Vorgänge haben. Die klassische Wirtschaft hat möglicherweise ihr Unternehmensziel im Auge, vergisst aber vielleicht, die Produkte zeitgemäßer und moderner zu vermarkten. Hier kommt unsere Wirtschaftsförderung als Netzwerker ins Spiel. Sie kennt beide Seiten, kann vermitteln und damit nachhaltig vernetzen. Die Chancen hierfür stehen gut. Es gibt viele tolle, erfolgreiche Unternehmen im Landkreis Neunkirchen, die Neues wagen wollen, denen vielleicht an der einen oder anderen Stelle kreative Impulse fehlen. Hier können die Kreativunternehmen unterstützen.

Der Donnerstag war von den Themen der einzelnen Termine kunterbunt. Von Bildung (Besuch der Landeselternvertretung), über Gesundheit (Gesundheitsmanagement der Kreisverwaltung) und Tourismus (Teilnahme an der Radtour des ADFC zur Verbesserung der Radwege in Neunkirchen – allerdings ohne in die Pedale zu treten) ging es abends nach Trier zum Bischof Dr. Stephan Ackermann. Dieser hatte zahlreiche politische Mandatsträger aus dem Bistum Trier zum Abendessen eingeladen. Damit soll der Kontakt zwischen Landkreisen, den Großstädten und dem Bistum Trier weiter gepflegt und ausgebaut werden

Nach einer Woche mit vielen Terminen widmete ich mich heute neben meiner Büroarbeit und weiteren Gesprächen. Morgen werde ich bei der Katastrophenschutzübung am Schulzentrum in Illingen sein. Diese Übung wird durch den Landkreis als Untere Katastrophenschutzbehörde koordiniert und dient der Überprüfung und Optimierung der Zusammenarbeit der einzelnen Katastrophenschutzeinheiten. Über 170 Einsatzkräfte sind dabei morgen gleichzeitig im Einsatz.  Schon heute möchte ich mich bei den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der einzelnen Hilfsorganisationen bedanken, die an dieser Übung morgen beteiligt sein werden. Dies sind im Einzelnen: die DLRG, der DRK-Kreisverband mit den Ortsvereinen Eppelborn ,Illingen, Merchweiler, Stennweiler , Wiesbach, Wemmetsweiler und Wustweiler sowie die Feuerwehren der Löschbezirke Bubach-Calmesweiler, Eppelborn, Illingen, Merchweiler, Schiffweiler, , Uchtelfangen und Wellesweiler sowie das THW, der Malteser Hilfsdienst mit dem OV Spiesen-Elversberg und die Notfallseelsorger. Ebenso möchte ich den zahlreichen Helferinnen und Helfern weiterer Hilfsorganisationen in unserem Landkreis meine Anerkennung für das tägliche Engagement zugunsten unserer Gesellschaft aussprechen. Am Sonntag werde ich dann als Schirmherr den Garten-Reden-Haldenlauf besuchen und die Siegerehrung am Nachmittag übernehmen. Im Anschluss geht es dann zur AWO-Kreiskonferenz nach Ottweiler. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels braucht unsere Gesellschaft soziale Verbände wie die Arbeiterwohlfahrt mehr denn je. Viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer tragen wesentlich zur erfolgreichen Arbeit der AWO in den Kitas, Senioren- und Behindertenzentren, Pflegediensten und der Flüchtlingsarbeit bei. Gerechtigkeit, Solidarität, Toleranz und das alle Menschen gut und in Frieden leben können – dafür steht die AWO. Mit diesen Wertvorstellungen fühle ich mich sehr verbunden, daher unterstütze ich die AWO gerne.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende

 

Ihr Sören Meng


08.04.2016: 100 Tage Landrat

Kaum zu glauben,  morgen kann ich auf die ersten 100 Tage meiner Amtszeit zurückblicken.  100 prägende Tage in denen ich viele neue Kolleginnen und Kollegen, Mitbürgerinnen und Mitbürger und Geschäftspartner kennengelernt habe, mit denen ich zukünftig zusammen arbeiten und unseren Landkreis weiterentwickeln werde. Gegenüber meiner früheren spannenden Tätigkeit als Beigeordneter der Kreisstadt Neunkirchen hat sich mein  Aufgabenspektrum deutlich erweitert. Die neue Tätigkeit,  mit ihren vielfältigen Aufgabenbereichen, bereitet mir große Freude. Wieder in das Landratsamt zurückzukehren, war für mich auch ein Stück „Hemm komme“. Dass ich bereits die Praxis der Kreisverwaltung gut kannte (allerdings aus anderer Perspektive), empfinde ich als Vorteil. Denn das Schiff einer Verwaltung fährt stets weiter und da ist es gut, wenn man aufspringen und direkt mitrudern kann. Natürlich sollte man stets die Route überprüfen, Ballast über Bord werfen und auch neue Ziele ansteuern. Ein persönlicher Vorsatz war es, viele Bedienstete persönlich anzutreffen, nächste Woche werde ich dieses Ziel erreicht haben.  Bildung ist ein Schwerpunktthema von mir – daher war es mir auch ein Anliegen, die 20 kreiseigenen Schulen zu besuchen. Knapp die Hälfte habe ich bereits vor Ort kennen gelernt, weitere Termine zur  Schulbereisung sind gesetzt.  Ich ziehe zu diesem Zeitpunkt ein erstes Resümee, da ich auch schon einige Dinge inhaltlich anstoßen und begleiten konnte. Hier ein paar Schlagworte:

 

  • Stärkung des Ehrenamtes
    Hier habe ich an die Ministerpräsidentin einen Antrag gestellt, dass die bisherigen Voraussetzungen zum Erhalt der Ehrenamtskarte überprüft werden. Vor dem Hintergrund der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer insbesondere auch in der Flüchtlingsarbeit finde ich, dass 5 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit eine große Hürdesind. Die Staatskanzlei prüft nun meinen Antrag. Außerdem  wird dieses Jahr der Ehrenamtspreis des Landkreises Neunkirchen wieder verliehen (näheres dazu finden Sie hier)

  • Einrichtung einer Stabsstelle Flüchtlinge zur sinnvollen Koordinierung der Angebote

  • Ausbau und Stärkung öffentlicher Beschäftigungsprogramme für Langzeitarbeitslose

  • Projektstart Land(auf)Schwung in Planung

  • Auswertung der Ergebnisse ism (Überprüfung im Bereich Jugendamt)

  • positive Entwicklung der verschiedenen Schulstandorte zu verzeichnen

  • Weiterentwicklung der Kindertageseinrichtungen (Landkreis hat 463.000€ für Kita Dirmingen investiert)

  • Aufbau Seniorennetzwerk
    -->Stärkung der Leitstelle „Älter werden“

  •  Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes
    (durch Land(auf)schwung und  enge Zusammenarbeit  mit WFG) --> hier trete ich auch aktiv für den Wirtschaftsstandort Neunkirchen und die Aktion von der IG Metall zum Erhalt der Stahlindustrie in Neunkirchen ein

  •  Installation eines Bildungsmanagers in Planung

  • Ausbau Standort Reden mit zahlreichen Angeboten

  • TKN unterstützt örtliche Standortarbeit in Zusammenarbeit mit dem Standortmanager

  • Stärkung Finkenrech
    Die neue Broschüre wird demnächst vorgestellt

  • Neuer Internetauftritt in Planung

    und zu guter Letzt...

  • ...dieser Landrats-Blog

Bei all diesen Initiativen handelt es sich jedoch um Angelegenheiten, die einer dauerhaften aktiven Unterstützung bedürfen. Daher werde ich auch weiterhin für diese wichtigen Themen einstehen. Anlässlich des morgigen 100-Tage-Ereignisses fand heute Morgen ein Gespräch mit  Herrn Beer von der Saarbrücker Zeitung statt. Zudem brachte die Woche, neben dem täglichen Geschäft, Gesprächstermine  zu Beteiligungsangelegenheiten des Kreises. So waren Herr Therre und Frau Gindorf-Wagner von der Industrie Kultur Saar GmbH und Herr Dr. Bauer und Herr Wagner von Energis zu Gast. In beiden Terminen ging es um aktuelle Themen sowie zukünftige Entwicklungen.  Auch fand ein Gedankenaustausch zwischen dem Geschäftsführer der Verkehrsmanagement-Gesellschaft Saar mbH, Herrn Ott, und mir statt.


Heute Morgen besuchte ich das Diakonische Werk an der Saar in Wiebelskirchen, mit dem wir unter anderem in der Jugendhilfe  kooperieren. Gemeinsam mit der Kreissozialdezernentin, Frau Mohns-Welsch, erhielt ich auch Einblick in den Alltag einer Wohngruppe, in der neun Kinder und Jugendliche intensiv betreut werden. Ein Gespräch mit den beiden Geschäftsführern Herrn Blank und Herrn Biehl sowie Herrn Bourgett (Jugendhilfeverbund) rundete den Besuch ab. Soeben kam ich von der Einweihung des neuen Wohn- und Seniorenzentrums in Neunkirchen. Hier entstand mitten im Zentrum ein Seniorenzentrum. Dieses wertet die Innenstadt nachhaltig auf und trägt zur qualitativen Versorgung pflegebedürftiger Menschen bei.


Morgen werde ich bei dem Richtfest der Historischen Waschkaue am Itzenplitzer Weiher zu Besuch sein. Eric Kleer hat innerhalb von kurzer Zeit in vielen Arbeitsstunden dieses bauhistorische Erbe des Bergbaus wieder restauriert. Eine tolle Leistung wie ich finde, denn es ist wichtig, dass wir diese wertvollen Relikte des Bergbaus erhalten und sie mit neuem Leben erfüllen. Zum 60. Jubiläum gratuliere ich morgen der Firma Horst Becker Touristik, die ihren Sitz in Spiesen-Elversberg hat.


Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende, bis nächste Woche!

Ihr
Sören Meng


24.03.2016: Schulen, Busse und die Alm

Bekanntgabe der neuen Almpächter
Besuch Ostermarkt Lebenshilfe
Ein Werk von Claus Zewe

Auch in dieser recht kurzen Woche gab es viel zu erledigen. Nach dem „Jour fixe“ und einigen internen Besprechungen besuchte ich die Lebenshilfe-Boutique in der Wilhelm-Heinrich-Straße in Ottweiler. Hier leisten Frau Marwan und ihr Team tolle, ehrenamtliche Arbeit. Zugunsten der Stiftung der Lebenshilfe Neunkirchen basteln sie sehr kreativ schöne Dinge des täglichen Gebrauchs und für Dekorationszwecke. Der Erlös kommt zu 100 % der Lebenshilfe-Stiftung zu Gute. Im Anschluss fand meine erste Besprechung mit allen Schulleiterinnen und Schulleitern unserer Kreisschulen statt. Nach meiner Überzeugung ist es wichtig, dass sich alle Schulleiter/innen mindestens zweimal im Jahr mit der Verwaltung austauschen können. Generell ist der Austausch zwischen Verwaltung und Schulen gut. Im Zuge des Genehmigungsverfahrens des Kreishaushaltes konnte ich die Schulleiterinnen und Schulleiter über die geplanten Arbeiten für dieses Jahr unterrichten. Insgesamt können wir an unseren Schulen 5,1 Mio. (mit Schulbudget) Euro investieren. Ohne 4,8 Mio. €.

Am Dienstag nahm ich zum ersten Mal an der Aufsichtsratssitzung der Neunkircher Verkehrs GmbH teil. In dieser Sitzung wurde ich zum stellvertretenden Aufsichtsrats-vorsitzenden gewählt. Der Landkreis Neunkirchen ist Gesellschaftsbeteiligter der NVG, die als Mobilitätsdienstleister für den öffentlichen Personennahverkehr im Kreisgebiet zuständig ist. Auf 75 verschiedenen Linien mit 1.800 Haltestellen werden jährlich auf einer Gesamtstrecke von über 4 Millionen Fahrplankilometern ca. 7 Millionen Fahrgäste befördert. Der Landkreis Neunkirchen als Beteiligter an diesem kommunalen Unternehmen versucht dabei Verbesserungen für den ÖPNV zu erwirken und handelt dabei wirtschaftlich verantwortungsvoll.

Der Mittwochmorgen begann um 08:00 Uhr mit einer Sitzung des IKS Aufsichtsrates (Industriekultur Saar GmbH), der im Flughafengebäude in Ensheim tagte. Hier wurde der Beschluss über den künftigen Pächter der Alm auf dem Haldenplateau in Reden gefasst. Die IKS Gmbh ist eine Gesellschaft des Saarlandes, für Industriedenkmäler zuständig und hat die Immobilien des Bergbaus von der RAG übernommen. Damit ist sie für auch die Weiterentwicklung des Erlebnisstandortes Reden zuständig. Am frühen Nachmittag besuchte ich die Belegschaftsversammlung der Saarstahl AG in Neunkirchen. Hiermit brachte ich meine Solidarität des Landkreises Neunkirchen mit dem Unternehmen und insbesondere allen Beschäftigten zum Ausdruck. Danach nahm ich in Saarbrücken an der Sitzung der Koordinationsgruppe Ehrenamtskarte teil. Diese Karte wird seit 3 Jahren in unserem Landkreis ausgegeben. Über 400 Menschen haben diese Karte bereits erhalten. Im Januar regte ich bei der Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer an, auch die Flüchtlingsarbeit mit der Ehrenamtskarte zu würdigen. Darüber wurde ebenfalls in diesem Gremium beraten. Sobald es ein offizielles Ergebnis hierzu gibt, werde ich an dieser Stelle berichten.

Heute Morgen besuchte ich die Kolleginnen und Kollegen im Gesundheitsamt in Neunkirchen. Im Anschluss fand dann die Pressekonferenz in Anlehnung an die gestrige IKS Aufsichtsratssitzung statt. Hier wurden die neuen Pächter und das geplante Konzept für die Alm vorgestellt. Mit den neuen Betreibern der Almgastronomie Tom Schwarz und Guido Geiger wird der Standort Aufwertung erfahren und sich weiter positiv entwickeln können. Bekannt sind die neuen Betreiber durch die Ausrichtung des etablierten Merchweiler Oktoberfest. Auf der Berghalde starten Schwarz und Geiger im Mai mit einem ganztägigen Open-Air Festival mit diversen Mallorca-Stars. Bis eine neue größere Hütte gebaut ist, wird übergangsweise eine Schirmbar mit dazugehörenden Biergarten für die Verpflegung auf der Alm sorgen. Ebenso wird vorerst eine Bimmelbahn Besucher/- innen zum Haldenplateau bringen. Eine endgültige Entscheidung bezüglich des künftigen Transportmittels steht noch aus. In dem Erlebnisort und insbesondere der Halde Reden steckt sehr viel Potential, daher begrüße ich es sehr, dass nun erfahrene Gastronomen den Standort das ganze Jahr über attraktiv gestalten möchten. Mir ist es wichtig, dass bei allen Aktivitäten immer auch unsere Bergbauvergangenheit und die damit verbundenen Traditionen gewürdigt werden. Denn auch kulinarisch hat der Bergbau Spuren hinterlassen…

Sie werden sich sicherlich schon gewundert haben, weshalb der Blog heute ein Tag früher erscheint. Ich verabschiede mich nun in meinen ersten Urlaub als Landrat, meine Vertretung übernimmt der Erste Kreisbeigeordnete Karlheinz Müller. Somit wird auch nächste Woche mein Blog zum ersten Mal ruhen.

Ich wünsche Ihnen allen erholsame Tage im Kreise Ihrer Familien, Zeit zum Ausspannen und ein frohes Osterfest. Bis übernächste Woche!

 

Ihr Sören Meng


18.03.2016: Sitzungswoche und viele Beteiligungen des Kreises

Kuratoriumssitzung der Alex Deutsch Stiftung
Gesprächstermin mit Frau Fuhr und Frau Thomé vom Arbeiter-Samariter-Bund zum Projekt „Engagierte Stadt“
Besuch von Schülern des KBBZ und ihrer polnischen Partnerschule im Landratsamt

Auch diese Woche war gewohnt themenreich.

Nach dem „Jour fixe“, in dem verwaltungsinterne Dinge intensiv besprochen werden, fand die konstituierende Kuratoriumssitzung der Alex-Deutsch-Stiftung statt. Als Landrat bin ich Vorsitzender des Kuratoriums. Meine Vorgängerin im Amt, Cornelia Hoffmann-Bethscheider, war ebenfalls anwesend. Gemeinsam mit der Witwe von Alex-Deutsch, Doris Deutsch, und den anderen Kuratoriumsmitgliedern besprachen wir die künftige Aufgabenstellung der Stiftung. Neben zweier Veranstaltungen die in diesem Jahr geplant sind, soll vor allen Dingen der „Raum der Begegnung“, der sich in der Alex-Deutsch-Schule in Neunkirchen-Wellesweiler befindet und die Lebensgeschichte von Alex-Deutsch anschaulich darstellt, verstärkt beworben werden. Hier können sich Schulen aber auch gesellschaftliche Gruppen und Vereine intensiv mit dem Lebenswerk von Alex Deutsch beschäftigen. Auch denke ich darüber nach, einen „Alex-Deutsch-Preis“ zu initiieren.

Am Nachmittag fand die Sitzung des Entscheidungsgremiums „Land(auf)Schwung“ statt. Das "Entscheidungsgremium Land(auf)Schwung Neunkirchen" ist eine Partnerschaft von ausgewählten privaten Akteuren sowie Vertretern des Landkreises Neunkirchen. Die Aufgabe des Entscheidungsgremiums ist die Auswahl und Bewilligung von aus dem Regionalbudget zu fördernden Projekten im Rahmen des Vorhabens Land(auf)Schwung. Es wurden bereits die ersten Anträge besprochen, die unterschiedlichste Themenfelder für Menschen im Landkreis Neunkirchen betreffen. Offiziell vorstellen werden wir unser Projekt „Land(auf)Schwung“ im Juni gemeinsam mit den Ober-/Bürgermeistern des Kreises.

Am Dienstag war ich in der Gemeinschaftsschule Illingen und in der Gebundenen Ganztagsschule Merchweiler zu Gast. Die Gemeinschaftsschule Illingen hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt, hier investierte und investiert der Landkreis Neunkirchen als Schulträger in die Sanierung. Sehr ansprechend ist die neue Bibliothek der Schule. Einen neuen Erweiterungsbau, der die Schule gleichzeitig barrierefrei macht, wird in Kürze in Merchweiler eingeweiht werden. Diese neue gebundene Ganztagsschule kann sich über gute Anmeldezahlen freuen. Das Engagement, das erforderlich war, um diese neue Schulform in Merchweiler zu etablieren, hat sich für alle Beteiligten gelohnt. Diese Schule bietet sehr gute Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler im Ganztagsbetrieb.

Am späten Dienstagnachmittag fand dann die Sitzung des Kreisausschusses statt. Einen Tag später waren Frau Fuhr und Frau Thomé vom Arbeiter-Samariter-Bund aus Illingen zu Gast, die mir das Projekt „Engagierte Stadt“ vorstellten. Dieses besondere Projekt setzt sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in Illingen ein. Der Landkreis Neunkirchen wurde hier jetzt offizieller Partner und wird als Netzwerker die Arbeit des Teams unterstützen.

Beeindruckend war für mich der Besuch im Umwelt- und Freizeitzentrum Finkenrech. Obwohl zurzeit die Vegetation noch im Winterschlaf ist, haben sich der Garten und die Einrichtung gut entwickelt. Die vielen angebotenen Veranstaltungen werden hervorragend angenommen. In Kürze wird ein rollstuhlgerechter Spielplatz eingeweiht. Mit den Verantwortlichen der Tourismus- und Kulturzentrale des Landkreises Neunkirchen und des Kreisumweltamtes besprach ich die Planungen für die „grüne Oase“ im Landkreis. Für mich sollte das Umwelt- und Freizeitzentrum Finkenrech Umweltschmiede und ein Ort der Nachhaltigkeit werden.

Vom Finkenrech ging es zur NVG, wo mir der Geschäftsführer der Neunkircher Verkehrs GmbH, Herr Koch, die Aufgabenbereiche der Gesellschaft näher brachte. Als Landrat werde ich hier stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, den Aufsichtsratsvorsitz hat der Oberbürgermeister der Kreisstadt Neunkirchen, Jürgen Fried, inne. Am Spätnachmittag fand dann die Sitzung des Aufsichtsrates der TNA Talsperren- und Grundwasser-Aufbereitungs- und Vertriebsgesellschaft mbH in Saarbrücken statt. Ziel dieser Vertriebsgesellschaft ist es, die Planung, den Bau und den Betrieb von Aufbereitungsanlagen, immer auch mit Blick von Schonung unserer Umwelt und des wasserwirtschaftlichen Gleichgewichts, umzusetzen. In dieser Gesellschaft bin ich über unsere Wasserversorgungsgesellschaft WVO. Die ersten Gremiensitzungen der WVO in meinem Amt standen dann am Donnerstag auf dem Terminplan. Die WVO besteht aus zwei Institutionen, zum einen aus einer Gesellschaft und zum anderen aus dem Zweckverband. Dabei bin ich, als Landrat, Verbandsvorsteher des Zweckverbandes sowie Aufsichtsratsvorsitzender und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der WVO GmbH. Die Geschäfte der beiden Institutionen leitet Herr Stefan Kunz. Die WVO trägt mit der Sicherstellung der Trinkwasserversorgung essentiell zu unserem täglichen Leben bei.

Am Nachmittag besuchten mich Schülerinnen und Schüler unseres Neunkircher KBBZ sowie der Partnerschule in Jaroslaw. Die polnischen Schüler aus unserem Partnerlandkreis sind diese Woche zu Gast im Spohns-Haus und lernen dort ihre Partnerschule näher kennen. Im Anschluss fand die Kreistagssitzung in Neunkirchen statt. Was alles auf der Tagesordnung stand, können Sie hier nachlesen. Zu Gast in der Sitzung war das Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz gGmbH (ISM), welches derzeit unser Jugendamt im Bereich Hilfen zur Erziehung auf Weiterentwicklungsmöglichkeiten untersucht. Der Geschäftsführer, Heinz Müller, erläuterte gestern in einem Zwischenbericht erste Ergebnisse. Den Bericht der Saarbrücker Zeitung darüber können Sie hier finden. Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt war die Resolution der SPD-Kreistagsfraktion zur Sicherung der Arbeitsplätze in der Stahlindustrie. Mehrheitlich hat der Kreistag sich für den über 423 Jahre alten Stahlindustriestandort Neunkirchen und die Forderungen der IG Metall ausgesprochen. Mit fast 900 Beschäftigten zählt der Standort zu den drei größten Arbeitgebern in unserem Kreis. Für den Erhalt der Stahlindustrie ziehen momentan Gewerkschaften, Arbeitgeber und viele Politiker an einem Strang. Die IG Metall hat im Rahmen dessen zu einer Unterschriftenaktion aufgerufen. Diese wurde gestern vom Kreistag unterstützt und soll in den kommenden Tagen auch in den Dienstgebäuden des Landkreises ausgelegt werden. Um die Stahlindustrie zu retten, müssen wir alle Kräfte mobilisieren. Mit dieser Resolution zeigen wir uns mit den Beschäftigten und den Verantwortlichen der Stahlindustrie solidarisch. Am Wochenende werde ich zudem die Delegiertenversammlung der IG Metall in Wellesweiler besuchen.

Heute Morgen fand zum ersten Mal in meiner Amtszeit die Verbandsversammlung des Sparkassenverbandes statt.  Diesem Gremium gehöre ich als Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse Neunkirchen an. Durch die Verbandversammlung wird eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen den Instituten der Sparkassen Finanzgruppe Saar, ihren kommunalen Trägern und dem Sparkassenverband gesichert. Ziel dabei ist, die Sparkasse wirtschaftlich stabil sowie zukunfts- und kundenorientiert auszurichten.

Nach einer ereignisreichen Arbeitswoche wünsche ich Ihnen allen einen sonnigen Feierabend und ein erholsames Wochenende. In zwei Stunden wird im Landratsamt die Kreishauskonzertreihe für dieses Jahr eingeläutet. Wer also Lust hat seine Woche musikalisch ausklingen zu lassen, kann heute Violinen Musik von Alexey Galikhanov lauschen.

 

Ihr Sören Meng


11.03.2016: Besprechungen, Bildung und Botogá

Das Werk des international bekannten japanischen Objektkünstlers Seiji Kimoto
Einbürgerung von 14 neuen Staatsbürgern
Mit Johannes Kühn bei der Lesung von Toni Huber im Witwenpalais
"HaLT – Hart am Limit" soll Jugendliche für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol sensibilisieren
Mit dem Wirtschaftsförderer Klaus Häusler (li.) zu Besuch bei dem Geschäftsführer der ASW Prof. Dr. Ing. Andreas Metz (mitte)
Besuch des Geschäftsführers der RAG Montan Immobilien Rudolf Krumm

Das Landratsamt wurde diese Woche um eine künstlerische Leihgabe bereichert. Das Werk des international bekannten japanischen Objektkünstlers Seiji Kimoto, der in Neunkirchen lebt, ziert fortan den Sitzungsbereich im Witwenpalais des Landratsamtes in Ottweiler. Die Themen Macht & Ohnmacht sind ein grundlegender Gedanke im gesamten Schaffen des Bildhauers und Kalligraphen Seiji Kimoto. Seine Arbeiten rütteln auf und lassen den Betrachter eigene Schlüsse ziehen. Es freut mich sehr, dass er der Öffentlichkeit dieses Werk im Landratsamt zugänglich macht. Ein Foto von dem Kunstwerk war auch in der Saarbrücker Zeitung.

Gerne können Sie das Werk auch gerne persönlich im Landratsamt bewundern.

Wie Sie vielleicht schon gemerkt haben steht ein Thema jede Woche auf meinem Terminplan: das Projekt Land(auf)Schwung. Dieses Projekt ist mir besonders wichtig, weil es viele Chancen für unseren Landkreis bietet. Dazu belastet es unsere Kommunen finanziell nicht, im Gegenteil: Auch für die Kommunen bietet es viele Chancen. In dieser Woche informierte ich gemeinsam mit Thomas Thiel, der das Projekt für die Kreisverwaltung federführend koordiniert, Herrn Staatssekretär Roland Krämer über den aktuellen Sachstand. Das Modellprojekt ist im Aufschwung, es entwickelt sich allmählich etwas und bald starten die ersten Projekte.

Am Mittwoch konnte ich 14 neuen deutschen Staatsbürger und -bürgerinnen gemeinsam mit dem Abteilungsleiter Hartmut Seibert und seinem Stellvertreter Jens Burger von der Kreispolizeibehörde die Einbürgerungsurkunde aushändigen. Die Einbürgerung ist ein starkes Instrument für eine gelungene Integration und eine gelungene Integrationspolitik ist wiederum der Schlüssel für die Zukunft unseres Landkreises. Daher ist eine solche Einbürgerung immer ein feierlicher Anlass für alle Beteiligten.

International wurde es durch die Lesung von Toni Huber am Dienstagabend im Witwenpalais. Passend zu seinem neuen Buch „Botogá“, in dem er auf außergewöhnliche Weise, seine Erfahrungen mit der kolumbianischen Hauptstadt schildert, gab es kulinarische landestypische Köstlichkeiten von Maritza Schmidt zubereitet. Die gemeinsame Veranstaltung mit der VHS Ottweiler erfuhr positiver Resonanz und das Witwenpalais war bis auf den letzten Platz besetzt. Hier hatte ich Gelegenheit den bekannten Schriftsteller und Lyriker Johannes Kühn persönlich kennenzulernen. Johannes Kühn ist bundesweit ein Begriff und gleichzeitig ein toller Botschafter für unser Saarland.

Gleich drei Termine beschäftigten mich diese Woche mit und in unserem Zukunftsort Reden: die Werksausschusssitzung der TKN, eine Besprechung zum geplanten Haldenlauf in Reden sowie die Übergabe des HaLT-Busses an der Prowin-Akademie. HaLT – Hart am Limit soll Jugendliche für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol sensibilisieren. Seit 2008 arbeitet die Fachstelle Suchtprävention-Frühintervention des Caritasverbandes Schaumberg-Blies e.V. an diesem Projekt. Nun wird durch die Unterstützung der Firma proWIN auch ein Bus der NVG proaktiv auf dieses Thema aufmerksam machen. Von Seiten des Kreises sind unser Kreisgesundheitsamt, das Kreisjugendamt mit den Street- und Schoolworkern eingebunden. Staatssekretär Stephan Kolling und ich würdigten das Projekt und hoben das große Engagement des Trägers hervor.

Zudem besuchte ich diese Woche gleich vier Bildungseinrichtungen in unserem Landkreis: die Gemeinschaftsschule in Spiesen-Elversberg und Neunkirchen-Wellesweiler, die Akademie der Saarwirtschaft (ASW) sowie das TGBBZ in Neunkirchen. Wie Ihnen vielleicht schon aufgefallen ist, besuche ich in den letzten Wochen sukzessiv alle Schulen in Trägerschaft des Kreises. Ich möchte die Verantwortlichen der Schulen kennenlernen und gleichzeitig Handlungsansätze für die Zukunft mitnehmen. Die ASW ist zwar nicht in der Trägerschaft des Kreises, dennoch sind wir an der positiven Entwicklung dieses bedeutenden Hochschulstandortes interessiert. Die Berufsakademie in unserem Landkreis gilt als Garant für bedarfsorientierte moderne Studiengänge, die ein praxisnahes Studium anbietet und über die Kreisgrenzen hinaus bekannt ist. Der Geschäftsführer der Akademie Prof. Dr.-Ing. Andreas Metz stellte dem Wirtschaftsförderer Klaus Häusler und mir unterschiedlichste Möglichkeiten der technischen und wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereiche der Akademie vor. Bei der ASW werden Theorie und Praxis optimal verzahnt und damit die Grundlage für Nachwuchskräfte in unserem Landkreis geschaffen.

Heute Morgen besuchte mich der Geschäftsführer der RAG Montan Immobilien Rudolf Krumm und wir sprachen über die Nutzung ehemaliger Bergbaustandorte. Als Gastgeschenk brachte er mir einen historischen Kleiderkorb mit, der einst in der Kaue eines Bergwerkes seinen Platz hatte und viele Jahrzehnte nützlicher Helfer war. Herzlichen Dank an dieser Stelle!

Gerade kam ich von einer Abschlussfeier des TGBBZ Neunkirchen. Zahlreiche junge Menschen erhielten soeben ihre Abschlusszeugnisse und damit den Beleg für eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung im Fachbereich Metall- und Installationstechnik. Das Technisch-gewerbliche und Sozialpflegerische Berufsbildungszentrum Neunkirchen ist mit rund 2.300 Schülerinnen und Schülern unsere größte Bildungseinrichtung in unserem Landkreis. Für die nun ehemaligen Azubis war dieser Abend die Belohnung für dreieinhalb Jahre Lernen. Das Berufsfeld der Metalltechnik ist weltweit Aushängeschild der deutschen Industrie und was sie ausmacht, sind die Frauen und Männer, die darin arbeiten. Um dies zu erhalten, ziehen momentan Gewerkschaften, Arbeitgeber und viele Politiker an einem Strang. Denn der neue Emissionsrechte-Handel, den die Europäische Union ab dem Jahr 2021 anstrebt, könnte die Stahlindustrie extrem viel Geld kosten, allein in Deutschland eine Milliarde Euro pro Jahr. Auf die Produktion im Saarland käme eine Belastung in Höhe von 100 Millionen zu. Das kann die saarländische Stahlindustrie nicht stemmen. 22.000 Arbeitsplätze wären gefährdet. Um die Stahlindustrie zu retten, müssen wir alle Kräfte mobilisieren. Eine weitere Reduzierung des CO2-Ausstoßes ist sinnvoll, aber nur wenn sich alle Länder daran beteiligen. Der Umweltschutz darf nicht an nationalen Grenzen enden. Unter fairen Wettbewerbsbedingungen braucht die saarländische Stahlindustrie mit modernster Technologie und hochqualifizierten Fachkräften die Konkurrenz auf dem Weltmarkt nicht zu fürchten. Die Stahlindustrie ist eine Schlüsselindustrie für das Saarland und Teil der positiven Entwicklung unseres Bundeslandes. Daher ist es wichtig, dass wir uns für unseren Industriestandort stark machen. Meine Unterstützung brachte ich bereits mit der Unterzeichnung der Resolution der IG Metall zum Ausdruck. Ebenso besuchte ich vergangenen Samstag den Aktionsstand der IG Metall auf dem Stummplatz. Nun wird diese Resolution auch nächste Woche in den Kreistag eingebracht werden.

Wie in einer Sitzungswoche so üblich, finden in der kommenden Woche neben der Kreistags- auch die Kreisausschusssitzung statt. Am Sonntag besuche ich das Benefizkonzert des Rotary Club Neunkirchen hier im Landratsamt in Ottweiler.

 

Ich wünsche Ihnen allen ein angenehmes, entspanntes Wochenende und einen guten Start in die neue Woche

 

Ihr Sören Meng


04.03.2016: Baumaßnahmen, Bildung, Betriebsrat und Buchvorstellung

Einweihung des Chemie- und Informatikraums am Illtal Gymnasium
Neue Lernpaten für den Landkreis Neunkirchen zertifiziert
Betriebsratssitzung Saarstahl Neunkirchen

Beim Schreiben meines Blogs ist mir diese Woche ein Zitat des Schauspielers Robert Redford in die Hand gefallen: Er stellte fest: „An der Vergangenheit festzuhalten ist gefährlich, man muss einfach weitermachen.“ In diesem einfachen Satz steckt so viel Wahres drin. Zwar muss man sich der Vergangenheit immer wieder bewusst sein, allerdings erwartet unsere schnelllebige Zeit gute und folgerichtige Handlungsansätze. Einfach weitermachen und dabei die Notwendigkeiten nicht außer Acht lassen, macht sicherlich der Landkreis Neunkirchen als Träger seiner Schulen aus. Hier wurde in den vergangenen Jahren viel investiert. Hier hat man auf Innovationen gesetzt und diese selbst in einem engen finanziellen Korsett berücksichtigt.

Meine Woche begann nach dem „Jour fixe“ mit den Dezernenten der Kreisverwaltung Neunkirchen, in dem aktuelle Aktionsfelder unseres Kreises abgestimmt werden, in Illingen. Dort wurde am Illtal-Gymnasium ein neuer Chemie- und EDV-Raum der Öffentlichkeit vorgestellt. 175.000 € hat der Landkreis Neunkirchen in die Hand genommen, um den Chemiesaal und den EDV-Raum am Illtalgymnasium zu sanieren. Wir konnten uns gleich einen Eindruck verschaffen, wie die Schüler an Experimente heran gehen und die neuen Arbeitsmaterialien nutzen. Bildungsförderung ist mir besonders wichtig und dazu gehören auch die entsprechenden räumlichen Voraussetzungen, denn auch ein Raum verfolgt einen pädagogischen Wert. Derzeit findet zudem eine energetische Sanierung der Fassade des Gymnasiums statt. Im letzten Jahr wurde der zweite von drei Bauabschnitten am Hauptgebäude abgeschlossen. Dabei wurden mit Hilfe des Förderprogrammes ZEPP Kommunal 350.000 € für Dämmung der Außenwandflächen und Ersatz der Fenster verbaut. Dieses Jahr sollen weitere Maßnahmen abgeschlossen werden. Man sieht, der Landkreis ist stets bemüht Mittel zu akquirieren, um in die Bildungsstruktur im Kreis zu investieren.

Am Tag danach ging es mit den Kollegen vom Kreis zur Gemeinschaftsschule Schiffweiler. Diese Schule wird seit Jahren weiterentwickelt. Erfreulich ist, dass auch hier die Schülerzahlen kontinuierlich steigen. Allerdings hat dies zur Folge, dass die räumlichen Kapazitäten fast erschöpft sind. Aus diesem Grund beratschlagten wir uns mit der Schulleitung und der Elternvertretung über die künftige Vorgehensweise. So verständigten wir uns auf die Überarbeitung des bestehenden Raumplanes. Als weiterer Schritt überlegen wir dann, wie wir weiteren Raum an der Schule schaffen können, ein nicht ganz einfaches Unterfangen…

Abends fand die erste Übergabe der Zertifikate für die Lernpaten im Landkreis Neunkirchen statt. Das Projekt „Lernpaten Saar“ der Stiftung Bürgerengagement Saar und der Landesarbeitsgemeinschaft PRO EHRENAMT e.V. ist eine Initiative, bei dem Kinder und Jugendliche durch Lernpaten in schwierigen Lebenslagen unterstützt werden. Aus meiner Sicht schließen Lernpaten eine Lücke im Bildungssystem und stellen eine optimal ergänzende Unterstützung für viele Kinder und Jugendliche dar. Sie stärken die Kinder auf ihrem Bildungsweg, ein tolles Projekt, wie ich finde. Daher freut es mich, dass nun auch im Landkreis Neunkirchen die ersten Lernpaten unterwegs sind. Die jüngste Lernpatin im Landkreis Neunkirchen ist 18 Jahre alt, die Älteste knapp 80. Wenn auch Sie Lernpaten werden möchten, können Sie sich durch spezielle Lehrgänge qualifizieren. Schauen Sie einfach mal auf der Homepage des Projektes vorbei.

Am Mittwochmorgen ging es mit dem Kämmerer des Landkreises, Olaf Niesen, und dem Leiter unserer Abteilung Bautechnik, Thorsten Mischo, zu einer Besprechung ins Innenministerium nach Saarbrücken. Der Landkreis Neunkirchen möchte in diesem Jahr mit der Kernsanierung des technisch-gewerblichen Berufsbildungszentrums in Neunkirchen beginnen. Dies ist eine große Maßnahme, die sich über Jahre strecken wird. Im ersten Schritt ist ein Investitionsvolumen von 2,5 Mio. € geplant, rund 90 % können aufgrund öffentlicher Förderung in die Sanierung einfließen. Damit die Baumaßnahme optimal koordiniert und abgerechnet werden kann, gab es beim Innenministerium hilfreiche Tipps.

Am Nachmittag des gleichen Tages fand das zweite „Jour fixe“ mit den Verantwortlichen des SV Elversberg in meinem Büro statt. Hier ist mir ein kontinuierlicher Austausch wichtig, da die große Baumaßnahme an der „Kaiserlinde“ auch für den Landkreis Neunkirchen ein wichtiges Projekt ist. Danach besuchte mich der Vorsitzende der Geschäftsführung der Bundesagentur für Arbeit – Agentur für Arbeit Saarland – Herr Jürgen Haßdenteufel – um über wichtige Projekte im Bereich des Arbeitsmarktes zu reden. Die Jobcenter im Landkreis sind gemeinsame Einrichtungen der Bundesagentur und des Landkreises, daher werde ich als Vorsitzender der Trägerversammlung des Jobcenter auch in Zukunft oft zusammenarbeiten. Der Bundesagentur für Arbeit fühle ich mich ja sehr verbunden, da ich 1991 meine berufliche Tätigkeit mit einer Ausbildung beim Arbeitsamt Neunkirchen begann. In unserem Gespräch brachte ich zum Ausdruck, wie wichtig mir ein dauerhaft geförderter zweiter Arbeitsmarkt ist. Die Bundesagentur für Arbeit plant von Bundesseite aus auch dieses Jahr erhebliche Mittel für Arbeitsmarktprojekte bereitzustellen.

Am Donnerstag standen unterschiedlichste Termine auf dem Programm. So erfolgte eine weitere Abstimmung zu dem Projekt „Land(auf)Schwung“, das im Juni der Öffentlichkeit vorgestellt wird und viele Impulse im Landkreis Neunkirchen setzen wird. Am späten Nachmittag fand die Buchvorstellung von Hans Joachim Hoffmann im Historischen Sitzungssaal statt. Das Buch „Seid vorsichtig mit der Obrigkeit“ – ein Zitat mit wohl immer währender Gültigkeit, hat wohl das Interesse vieler geweckt – über 100 Menschen waren gekommen. Das Buch, so steht es auf dem Titel ist ein Beitrag zur Erinnerungskultur und zur Lokalgeschichte von Ottweiler. Es beleuchtet eine dunkle Zeit unserer Geschichte und erinnert an Menschen, die von der NS-Diktatur verfolgt und ermordet wurden. Uns erinnern, nachfolgenden Generationen diese schlimme Zeit deutscher Geschichte vor Augen führen – das wollen und das müssen wir heute. Dieses Buch hilft uns dabei, an diese Menschen zu erinnern. Sie stehen für viele Menschen, die in dieser Zeit verfolgt, geächtet und ermordet wurden.

Der Landkreis selbst hat bisher auch seinen Beitrag zu dieser Erinnerungskultur geleistet. Vor einigen Jahren zeigten wir die Lebenswege jüdischer Mitbürger auf. Die Alex-Deutsch-Stiftung und der Raum der Begegnung in der Alex-Deutsch-Schule in Wellesweiler stehen für eine aktive Erinnerungskultur. Das sind wir alle den vielen Opfern schuldig. Und gerade in heutiger Zeit ist es wichtiger denn je darauf hinzuweisen, zu was Hass und blinde Wut führen können.

Um die Kreisvolkshochschule ging es am heutigen Freitag, danach fand ein gemeinsames Gespräch mit dem Ersten Bevollmächtigten der IG Metall Neunkirchen, Jörg Caspar, der Betriebsratsvorsitzenden, Ellen Neumann, und den Betriebsratsmitgliedern von Saarstahl in Neunkirchen statt. Hier geht es um die Zukunftsfähigkeit des Stahlstandortes Saarland, aber auch des Stahlstandortes im Landkreis Neunkirchen. Gemeinsam mit der IG Metall mache ich mich für eine zukunftsweisende, erfolgreiche Umweltpolitik und damit für die Sicherung der Stahlindustrie und ihre Arbeitsplätze am Standort Deutschland, Saarland und Landkreis Neunkirchen stark. Derzeit finden hierzu viele Gespräche mit Vertreterinnen/Vertretern aus Politik und Wirtschaft statt. Möglicherweise wird der Kreistag ebenso wie der Neunkircher Stadtrat eine entsprechende Resolution beschließen. Hierfür werde ich mich stark machen. Auch meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werde ich auf die wichtige Thematik hinweisen und um Unterstützung bitten.

Am morgigen Samstag nehme ich daher auch an einer Kundgebung von Saarstahl auf dem Neunkircher Stummplatz teil. Am Nachmittag werde ich dann die landesweite Delegiertenversammlung der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine im Saarland besuchen, die in diesem Jahr in unserem Landkreis in Wustweiler stattfindet. Dies mache ich gerne, weil ich weiß, wie wichtig die Wahrung der Bergbaugeschichte und ihrer Tradition ist. Am Abend geht es dann nach Merchweiler in die Allenfeldhalle, wo das „Fest für die Besten“ der Gemeinde stattfindet. Die Würdigung ehrenamtlicher Leistung finde ich eine wichtige Sache, auch der Landkreis wird dieses Jahr zugunsten der Ehrenamtlichen wieder den Ehrenamtspreis verleihen.

 

Ich wünschen Ihnen allen ein schönes Wochenende

Ihr Sören Meng


26.02.2016: Vom Rettungszweckverband bis zu Erich Kästner

Wanderausstellung"VDK Spurensuche", Gymnasium am Steinwald
Deutschkurs für Flüchtlinge in Ottweiler

Auch diese Woche durfte ich die ganze Bandbreite an Themen erleben, die unser Landkreis lebendig macht. Deshalb ist mein Blog besonders umfangreich geworden.

Am Montag besprach ich mit meinem Team die weitere Vorgehensweise im Projekt Land(auf)Schwung (1,5 Millionen Euro aus diesem Bundesprojekt fließen in unseren Kreis). Dieses Projekt basiert auf 3 Säulen. Die ersten beiden Säulen beschäftigen sich mit dem Motto Vitalregion und Bürgerlandkreis. Sie bilden den Grundbaustein für die aktive Mitgestaltung und einen gemeinschaftlichen Aufbau der Zukunft unseres Kreises. Schlussendlich folgen daraus die Schwerpunktthemen „Leben, Wohnen, Arbeiten in der Vitalregion Neunkirchen“ und „Aktivierung regionaler Ressourcen und unternehmerischer Menschen im Landkreis Neunkirchen“. Das Programm ist eine Chance für unsere Region wichtige Projekte nachhaltig anzugehen. Gemeinsam mit den Ober-/Bürgermeistern der Städte und Gemeinden werden wir in wenigen Monaten Details präsentieren. Soviel kann ich schon verraten: Hier ist Raum für viel Kreativität, dieses Projekt wird unsere Region bereichern. Viele Partner aus unterschiedlichen Bereichen werden sich aktiv einbringen.

Weniger Gestaltungsraum und viel mehr Pflichtbewusstsein verlangt das Thema Rettungswesen. Allen saarländischen Landkreisen ist der Rettungsdienst als öffentliche Aufgabe der Daseinsfürsorge und Gesundheitsvorsorge übertragen. Um diese Aufgabe landesweit einheitlich zu erfüllen, wurde 1977 der Rettungszweckverband Saar gegründet. 2009 nannte man ihn zum „Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung“, kurz ZRF um. Der ZRF ist verantwortlich für die flächendeckende und bedarfsgerechte Versorgung der Saarländer mit Notfallrettung und Krankentransport. Der Geschäftsführer des ZRF, Bernhard Roth, besuchte mich in meinem Büro, um über aktuelle Themen den Zweckverband betreffend zu sprechen.

Ebenfalls im Sinne der Daseinsvorsorge besuchte ich die Wasser Versorgung Ostsaar (WVO). Etwa 100.000 Einwohner und eine Vielzahl von Betrieben beliefert die WVO rund um die Uhr mit Trinkwasser. Dabei liefert sie den Bürgerinnen und Bürgern jährlich etwa 4,3 Millionen m³ Wasser. Das Kernversorgungsgebiet der WVO liegt im Landkreis Neunkirchen, es werden aber auch einige Gemeinden außerhalb des Landkreises mitversorgt. Die WVO besteht aus zwei Institutionen, zum einen aus einer Gesellschaft und zum anderen aus dem Zweckverband. Dabei bin ich, als Landrat, Verbandsvorsteher des Zweckverbandes sowie Aufsichtsratsvorsitzender und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der WVO GmbH. Die Geschäfte der beiden Institutionen leitet Herrn Stefan Kunz. Die WVO trägt mit ihrer Sicherstellung der Trinkwasserversorgung essentiell zu unserem täglich Leben bei. Diese Arbeit ist nicht nur lebensnotwendig, sondern auch sehr interessant: Aus drei betriebenen Wasserwerken in Homburg, Lebach und Niederwürzbach kommt über ein Versorgungsnetz von 850 km Länge täglich das Wasser zu uns. Zur Sicherstellung dieser Versorgung wurde in den letzten 10 Jahren 20 Millionen Euro in die Leitungsnetze und Anlagen investiert.

Investitionen, die den Landkreis Neunkirchen finanziell betreffen, müssen immer beschlossen werden. In dieser Woche tagte der Kreisausschuss. Als Landrat leite ich diese Sitzung. Dieser Ausschuss setzt sich aus 11 Kreistagsmitgliedern zusammen. Er entscheidet eigenständig über solche Selbstverwaltungsangelegenheiten, die nicht in den ausschließlichen Zuständigkeitsbereich des Kreistages fallen. Außerdem bereitet er die Entscheidungen des Kreistages in den Bereichen vor, für die kein eigener Kreistagsausschuss gebildet wurde.

In Dringlichkeitsfällen hat der Kreisausschuss das Recht, anstelle des Kreistages zu beschließen. In dieser Sitzung wurden Personalangelegenheiten und soziale Projekte behandelt.

Zudem stand meine erste Vorstandssitzung des saarländischen Landkreistages an. Der Landkreistag Saarland ist ein kommunaler Spitzenverband, dem alle saarländischen Landkreise und der Regionalverband angehören. Seine Hauptaufgabe liegt in der Interessenwahrnehmung seiner Mitglieder gegenüber der Landregierung und dem Landesgesetzgeber. Daher koordiniert der Landkreistag ein einheitliches Vorgehen und Handeln aller Landkreise in verschiedenen Rechts- und Verwaltungsfragen. Gestern haben wir beschlossen, der Vereinbarung des Landes über weitere Finanzzahlungen bei Sozialhilfeleistungen zuzustimmen. Hintergrund war eine Kürzung der Ausgleichleistungen des Landes für die Sozialhilfe im Jahr 2014 in Höhe von 3,8 Millionen Euro. Mit dieser Einigung konnten wir nach einem langanhaltenden Konflikt zwischen Land und Landkreises einen Kompromiss finden, der zwar nicht optimal ist aber zumindest Planungssicherheit bietet. Einzelheiten kann man in der Pressemitteilung des Landkreistages nachlesen. 

Eine weitere Sitzung stand zum ersten Mal in meinem Amt als Landrat im Terminkalender: die Sitzung des Verwaltungsrates der Sparkasse Neunkirchen. Der Verwaltungsrat ist das oberste Gremium der Sparkasse und überwacht die Geschäftsführung des Vorstandes. Er besteht aus dem Vorsitzenden, dies bin ich kraft Amtes, und 18 weiteren Mitgliedern. Der Verwaltungsrat und der Vorstand pflegen eine offene und konstruktive Zusammenarbeit, immer mit dem Ziel, die Sparkasse wirtschaftlich stabil sowie zukunfts- und kundenorientiert auszurichten.

Neben vielen Sitzungen standen aber auch weniger förmliche Termine an:

Diese Woche setzte ich meine Schulbereisung fort und besuchte die Gemeinschaftsschule Neunkirchen Stadtmitte. Diese Schule hat eine Besonderheit – hier steht Glück auf dem Lehrplan. Damit soll Lebensfreude gefördert und die Schüler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt werden. An etwa 100 Schulen wird das Fach bisher unterrichtet. Im Saarland ist die Neunkircher Gemeinschaftsschule bisher die einzige. Diese Schule verzeichnet derzeit viele Neuanmeldungen. Daher planen wir in Kürze mehr Raum zu schaffen, um bessere Voraussetzungen für Schüler und Lehrer zu ermöglichen.

Eine weitere kreiseigene Schule besuchte ich im Rahmen einer Ausstellungseröffnung. Die Wanderausstellung „VDK Spurensuche“ wurde am Mittwoch am Gymnasium am Steinwald eröffnet. Die Wanderausstellung widmet sich auf 24 Schautafeln dem Schicksal von fünf deutschen Soldaten und ihren Angehörigen im Zweiten Weltkrieg und möchte damit in den heutigen politisch unruhigen Zeiten einen Beitrag zur Friedenspädagogik leisten. Diese Ausstellung, die durch Zeitzeugenberichte, wie beispielsweise die Eindrücke von Doris Deutsch besonders authentisch ist, zeigt nachfolgenden Generationen, wie wichtig es ist, sich für Frieden und Mitmenschlichkeit zu engagieren.

Viel Mitmenschlichkeit bekam ich auch im Deutschkurs für Flüchtlinge in Ottweiler zu spüren, den ich am selben Tag besuchte. 16 Menschen lernen dort Deutsch und werden dabei von ihrem Lehrer, Reinhold Strobel, unterstützt. Die Energie und den starken Willen dieser Menschen sich zu integrieren war deutlich zu spüren und ich wurde herzlich in die Gemeinschaft aufgenommen. Sprache und Gemeinschaft sehe ich als wesentlichen Schlüssel für eine erfolgreiche Integration. Dieser Kurs wird durch die KVHS (Kreisvolkshochschule) des Landkreises angeboten. Weiterhin beteiligt sich die KVHS am Programm der Bundesagentur und bietet Einstiegskurse Deutsch für Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive an. Kooperationspartner dabei sind die Neue Arbeit Saar und der GSE des ASB.

Vielen weiteren Menschen bin ich in dieser Woche in unterschiedlichsten Terminen begegnet. Sei es Gesprächsterminen mit eigenen Mitarbeitern oder Besuch von außen, wie beispielsweise von Herrn Zimper, dem Geschäftsführer der Verbraucherzentrale. Die Verbraucherzentale steht Bürgerinnen und Bürgern in allen Lebenslagen als hilfsbereite Partnerin zur Verfügung und geht auf Verbraucherfragen kompetent ein. Um ihre Ziele verwirklichen zu können, wird die Verbraucherzentrale gefördert, unter anderem auch vom Landkreis Neunkirchen.

Soeben kam ich von der Übergabe des Zuwendungsbescheides für die Kita im Eppelborner Ortsteil Dirmingen zurück. Die kommunale Kindertagesstätte und der katholische Kindergarten Dirmingen erhalten ein neues Zuhause an der Grundschule des Ortes. Bis Ende 2017 sollen dort sachgerechte Räumlichkeiten nach den entsprechenden pädagogischen Vorgaben entstehen. Durch die Wahl des Standortes an der Grundschule wird eine zentrale Betreuungseinheit geschaffen, die Kindern von 0-10 Jahren einen reibungslosen Übergang vom vorschulischen zum schulischen Bereich ermöglicht. Der Landkreis Neunkirchen als örtlicher Träger der Jugendhilfe fördert Kindertagesstätten und stellt die finanzielle Grundlage für den laufenden Betrieb sicher. Ich sehe diesen Neubau als eine große Verbesserung des örtlichen Betreuungsangebotes und eine Investition zum Wohle unserer Kinder.

Am Sonntag findet in der Neuen Gebläsehalle Neunkirchen das Konzert des Chors CantAnima statt, bei dem ich die Schirmherrschaft übernommen habe. Das Konzert "Erich Kästner - 13 Monate" wird einen Zyklus mit Texten von Erich Kästner zu gehören und feiert Premiere. Die Kompositionen stammen von Nino Deda, ein Künstler, den ich schon seit Jahren schätze.

 

In diesem Sinne ein schönes Wochenende

 

Ihr Sören Meng


19.02.2016: Aufgaben von A-Z

Kids-Treff Spiesen
GGS Neunkirchen
Safer Internet Day 2016

Meine Arbeit im Landratsamt ist so vielfältig wie die Aufgaben des Kreises. Täglich beschäftigen mich Themen von A bis Z in den Bereichen Bildung, Bauen, Ehrenamt, Gesundheitswesen, Jugendarbeit und -pflege, Katastrophenschutz, Kultur, ÖPNV, Soziales, Touristik, Umwelt und Wirtschaft.  

Dennoch ist es mir sehr wichtig, auch in den einzelnen spezifischen Fachgebieten immer auf dem aktuellen Sachstand zu sein. Daher führe ich regelmäßig Gesprächstermine mit den einzelnen Verwaltungsbereichen im Haus, um Entwicklungsprozesse aktiv mit begleiten und gestalten zu können. Ein regelmäßiger gegenseitiger Austausch ist unerlässlich, um unseren Aufgaben nachzukommen.

 

A wie AQA

Als Gesellschafter der AQA habe ich dieser Tage die Einrichtung in der ehemaligen Produktionshalle in Neunkirchen besucht. Die AQA gGmbH ist eine gemeinnützige Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft des Landkreises Neunkirchen. AQA steht für Arbeit – Qualifizierung – Ausbildung und beschreibt damit das Aufgabengebiet der Einrichtung. Hier werden Langzeitarbeitslose durch einen arbeitsmarktnahen Arbeitsplatz für den allgemeinen Arbeitsmarkt qualifiziert. Der Geschäftsführer, Herr Anton Jacob, und sein engagiertes Team bieten dort Verwaltung, Unterricht, Produktion und Übungswerkstätten unter einem Dach an. Die AQA stellt Arbeitsplätze in enger Kooperation mit dem Jobcenter im „zweiten Arbeitsmarkt“ zur Verfügung. Ich befürworte eine Ausweitung dieser Arbeit, denn nur so kann es uns gelingen, möglichst viele Menschen zu integrieren. Auch in der Flüchtlingsarbeit ist die AQA aktiv und stellt Arbeitsgelegenheiten zur Verfügung. So können die Neubürger schon vor der Anerkennung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz am öffentlichen Leben teilhaben.

 

B wie Bildung

Als Schulträger der weiterführenden Schulen kümmert sich der Landkreis um das örtliche Bildungsangebot. Es ist wichtig, dass wir auch weiterhin sinnvoll und konsequent in unsere Bildungseinrichtungen investieren, denn Kinder sind unsere Zukunft für einen starken Landkreis. Um diesen Prozess weiterhin lösungsorientiert steuern zu können, möchte ich mir ein persönliches Bild der verschiedenen Kreisschulen machen. Daher werde ich die 20 Schulen in Trägerschaft des Kreises vor Ort besuchen und mit ihnen in den Dialog treten. Diese Schulbereisung habe ich bereits am Dienstag an der GGS Neunkirchen begonnen und werde sie in der nächsten Woche fortsetzen. Die Schule war die erste Gesamtschule im Saarland und wurde vor 30 Jahren eingerichtet. Als erste und lange Zeit einzige gebundene Ganztagsschule im Saarland verfügt unsere Schule über langjährige Erfahrung bezüglich der Gestaltung des Tages- und Wochenrhythmus von Schülern und Lehrern. Zur Ganztagsschule gehört eine Vielzahl von Angeboten, die es in anderen Schulformen so nicht gibt. So sind die Arbeitsgemeinschaften ein fester Bestandteil des Stundenplans eines jeden Schülers. Dieses Jahr wird der Schulhof der Schule grundlegend neu gestaltet. Weitere Infos zur Schule

 

J wie Jugendarbeit

Mit Streetworker, Schoolworker und Schulpsychologen unterstützt der Landkreis attraktive Angebote mit umfassender Kompetenz für den Lebensalltag junger Menschen. So ist auch der Landkreis Neunkirchen an dem neuen Kids-Treff in Spiesen beteiligt, bei deren Neueröffnung ich gestern zu Gast war. Hier bieten der Landkreis Neunkirchen, die Gemeinde Spiesen-Elversberg und die Arbeiterwohlfahrt ein tolles Angebot für Kinder zwischen 6 bis 14 Jahren. Unterstützt wird der Kids-Treff durch viel ehrenamtliches Engagement.

 

K wie Katastrophenschutz

Die Geschehnisse der letzten Wochen haben gezeigt; wie unerlässlich funktionierende Feuerwehr- und Hilfsstrukturen im Kreis sind. Daher habe ich mich nochmals mit dem Kreisbrandinspekteur Werner Thom besprochen, wie wir zukünftig die vorhandenen Mittel und Potentiale weiter optimal fördern können. Dies geschieht in enger Abstimmung mit den Städten und Gemeinden.

 

S wie Safer Internet Day

Die Ehrenamtsbörse des Landkreises veranstaltete am Dienstag gemeinsam mit der Arbeitskammer des Saarlandes, der Landesmedienanstalt und dem Landespolizeipräsidium den Safer Internet Day (SID). Der SID ist eine Initiative der Europäischen Kommission, die jährlich am zweiten Tag der zweiten Woche des zweiten Monats auf die Sicherheit im Internet aufmerksam machen möchte. In einer Zeit, in der das Internet fest in unserem Alltag integriert ist, ist dies eine sinnvolle Aktion. Die Berichterstattung der Saarbrücker Zeitung zu diesem Tag finden Sie hier

 

U wie Umwelt

Der Landkreis Neunkirchen ist im Bereich Umwelt unter anderem für die Betreuung und Förderung des Garten- und Landschaftsbaues im Kreis zuständig. Dies ist auch hinsichtlich des Rosenkreises Neunkirchen von Bedeutung. Der Landkreis Neunkirchen ist Deutschlands erster und bisher einziger Rosenkreis. Über 20.000 Rosenstöcke erblühen in sechs Rosengärten, die eine Fülle gärtnerischer Vielfalt zeigen. Der Verband für Gartenbauvereine Saarland/ Rheinland-Pfalz e.V. ist die Dachorganisation aller Obst- und Gartenbauvereine und setzt sich für die Erhaltung und Pflege der Gartenkultur ein. In einem Gesprächstermin mit dem Verband der Gartenbauvereine informierten mich die Geschäftsführerin, Frau Monika Lambert-Debong, und Herr Wolfgang Groß vom Kreisverband für Gartenbau- und Landschaftspflege über die derzeitigen Herausforderungen.

 

Z wie Zugewinn

Soeben wurde das Frederike Fliedner Hospiz in Neunkirchen eröffnet. Hospizarbeit steht für Mitmenschlichkeit und Zuwendung, für Mitfühlen und Mitleiden. Die Hospizarbeit unterstützt die betroffenen Familien, indem sie betreut und umsorgt werden. Sie schafft ein Ort, der es ermöglicht die verbleibende Zeit gemeinsam zu gestalten und neue Kraft zu schöpfen.

Ein solcher Ort wird das Friederike Fliedner Hospiz. Es ist das erste stationäre Hospiz im Landkreis Neunkirchen und damit insbesondere für die Begleitung sterbender Menschen von großer Bedeutung. Hoffnung auf mehr Lebensqualität am Ende eines Lebens. Das ist ein Trost, auch für die Angehörigen, die ihren geliebten Menschen in gute Hände geben, um dann gemeinsam wertvolle Zeit zu verbringen. Zeit, etwas Unbezahlbares, was in der täglichen Pflege kaum realisierbar ist. Im Hospiz ist für Zuwendung genügend Raum. 

Ich danke allen von Herzen, die im Hospizdienst tätig sind und mit großem Engagement schwerstkranke Menschen versorgen und betreuen.

 

Am Wochenende werde ich in der Staatskanzlei zu Gast sein. Dem langjährigen Mitglied des Bundestages Hans Georg Wagner wird das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Ich freue mich bei diesem besonderen Akt mit anwesend zu sein.

 

In diesem Sinne: ein schönes Wochenende

 

Ihr Sören Meng


12.02.2016: Einsatz der Hilfskräfte und viel Kommunikation

Sören Meng, Roman Uwer, Markus Fuchs

Leider mussten in unserem Landkreis die Rosenmontagszüge abgesagt werden. Lediglich in Eppelborn-Bubach und Wemmetsweiler fanden am Fastnachtssonntag Umzüge statt. Doch nicht nur bei den Narren sorgte die üble Wetterlage für Verdruss. Im ganzen Landkreis mussten die Hilfsorganisationen den Wassermassen und den Sturmschäden die Stirn bieten. Wir richteten am Dienstag unserer Kreislagezentrum ein, um die Einsätze zu koordinieren. Vielen Dank allen Rettungskräften, die für unsere Sicherheit sorgten und nach den langen Regenfällen im gesamten Landkreis vor Ort waren!

In Sachen Kunst und Kultur erfuhr ich Neues. Mich besuchten Bürgermeister Fuchs und der erste Vorsitzende der Walter Bernstein Stiftung, Roman Uwer. Anlässlich des 115.Geburtstag des renommierten saarländischen Künstler Walter Bernstein (er lebte in Schiffweiler und starb 1981) stellten sie mir zahlreiche Aktivitäten rund um das Jubiläumsjahr vor. Die Arbeit der Bernstein Stiftung möchte ich aktiv unterstützen, da ich das Werk von Walter Bernstein persönlich bereits seit vielen Jahren sehr schätze. Künftig werde ich dem Beirat der Stiftung angehören. Walter Bernstein war ein überregional wirkender Künstler, der sich intensiv mit dem täglichen Leben der Menschen in unserem Landkreis auseinandersetzte. Seine Kunst dokumentiert eindrucksvoll die Rolle unserer Region als einstiger Kohle- und Stahlstandort. Auch der Landkreis Neunkirchen verfügt über eine große Anzahl bedeutender Werke des Künstlers, die seit dieser Woche wieder im Landratsamt in Ottweiler dauerhaft präsentiert werden.

Weiterhin besuchten mich der Geschäftsführer des Adolf-Bender-Zentrum, Willi Portz, sowie der Vorsitzende des Fördervereins und Kuratoriumsmitglied der Alex Deutsch Stiftung, Reinhold Strobel. Als Vorsitzender der Stiftung möchte ich aktiv an das Lebenswerk von Alex Deutsch erinnern. Eine Kuratoriumssitzung der Stiftung wird in den nächsten Wochen stattfinden. Dann kann ich Näheres zu den geplanten Aktivitäten berichten.

Darüber hinaus fanden neben Vorstellungsgesprächen auch die verwaltungsinternen Beratungen für die kommende Kreisausschusssitzung statt. Hier ging es in erster Linie um soziale Themen. Sehr informativ war für mich der Besuch des Vorstandsmitgliedes des Saarländischen Schwesternverbandes Jörg Teichert, der mich über die umfangreiche Arbeit des Verbandes informierte. Wir stehen mit dem Verband in enger Verbindung, da wir Räumlichkeiten in unserer Schule am Biederberg in Neunkirchen vermietet haben. Zum neuen Schuljahr 2016/17 bezieht die Akademie ihre neuen Räume in Neunkirchen. Im Zentrum der zweitgrößten Stadt des Saarlandes entsteht damit ein attraktives Bildungszentrum für Pflegeberufe.

Der Terminkalender der kommenden Woche wird mit Sitzungen, Veranstaltungsbesuchen, Gesprächsterminen und der üblichen Büroarbeit gut gefüllt sein.

Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende und einen guten Start in die kommende Woche.

 

Ihr Sören Meng


05.02.2016: Haushaltswoche und mehr...

05.02.2016: Haushaltswoche und mehr...

Es war eine Woche der Gegensätze. Gestern wurde ich von der Ottweiler Löffelgarde verhaftet und bei strömendem Regen in einem Käfig zum närrischen Gericht ins Schlosstheater gebracht. Glücklicherweise hatte ich einen guten Pflichtverteidiger und einen Kreiskämmerer, sodass ich mit einer närrischen Bewährung davon kam. Ohne dieses milde Urteil wäre es mir auch nicht mehr möglich gewesen die tolle Rathauserstürmung in Neunkirchen zu besuchen. Meinen heutigen Tag werde ich natürlich entsprechend närrisch ausklingen lassen und die Gemeinschaftssitzung des Neunkircher Karnevals Ausschuss e.V. in der Neuen Gebläsehalle Neunkirchen besuchen. Dort zeigen neun Karnevalsvereine ihr Können.

Die Fastnachtswoche war jedoch für die Verwaltung eher eine bürokratisch wichtige Woche: Der Haushalt des Kreises wurde in der Kreistagssitzung am Dienstag beschlossen.  Dies war für mich die erste Kreistagssitzung als vorsitzender Landrat. Im Voraus der Sitzung informierten wir verschiedene Pressevertreter über das Zahlenwerk des Kreishaushaltes. Den Bericht der Saarbrücker Zeitung hierüber, finden Sie hier

www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/neunkirchen/neunkirchen/neunkirchen/Kreis-Neunkirchen-Euro-Kosten-Millionen-Euro-Wohltaetigkeit-Gemeinnuetzigkeit-Spenden-Hilfe-Engagement;art446926,6058218

 

Entgegen dieser positiven Ereignisse bestürzte mich die Nachricht des versuchten Anschlags auf die Neunkircher Moschee vergangenes Wochenende sehr. Das Grundrecht der Religionsfreiheit ist ein hohes Gut. Deutschland ist ein Land, in dem viele Menschen unterschiedlicher Nationalität friedlich miteinander leben. Gerade in unserer Kreisstadt ist dies der Fall. Die Moscheegemeinde bringt sich seit vielen Jahren in das gesellschaftliche Leben aktiv mit ein. Dieser Anschlag ist ein Anschlag auf unsere Gesellschaft, glücklicherweise kam niemand zu Schaden. Umso wichtiger ist es, den Rechtsextremen mit aller Kraft entgegenzuwirken und klar zu machen, dass sie in unserer Gesellschaft keinen Platz haben. Um ein Zeichen zu setzen, besuchte ich deshalb heute Nachmittag die Moschee in Neunkirchen. Mit dieser Handlung möchte ich explizit zum Ausdruck bringen, dass wir jeglichem Fanatismus entgegentreten müssen. Integration ist das Ziel, denn eine gelungene Integrationspolitik ist der Schlüssel für die Zukunft des Landkreises. Die Einbürgerung ist für mich ein starkes Instrument für eine gelungene Integration. Daher hat es mich besonders gefreut, dass ich diese Woche  35 neuen deutschen Staatsbürger und -bürgerinnen im Historischen Sitzungssaal die Einbürgerungsurkunde aushändigen konnte. Ebenso stand dann mein erster Begleitausschuss zum Bundesprojekt „Demokratie leben“ an. Dieses Bundesprojekt  will aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit eintreten. Hierzu sind gemeinsame Anstrengungen von Staat und Zivilgesellschaft notwendig. Das Programm setzt auf verschiedenen Ebenen an: Ziel ist es, Projekte sowohl mit kommunalen als auch mit regionalem und überregionalem Schwerpunkten zu fördern und für ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Mit­­einander einzustehen. Insgesamt hat es mich positiv gestimmt, dass ich entgegen des Anschlags auf die Neunkircher Moschee gleich drei Initiativen für ein gelebtes, demokratisches Miteinander unterstützen konnte.

 

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein paar erlebnisreiche Fastnachtstage und ein wenig Zeit zum Durchatmen.

 

 


29.01.2016: Auf in die Haushaltswoche

Meine vierte Woche als Landrat begann bei recht anschaulicher Kulisse, im bayerischen Oberland in Rottach-Egern am Tegernsee. Wie ich bereits berichtete, war ich seit Sonntag dort zum 39. Landräteseminar des Landkreistages Rheinland-Pfalz in Kooperation mit dem Landkreistag Saarland und dem Bayrischen Landkreistag. Auf der Tagesordnung standen Präsentationen, Referate und Informationsaustausch. Die Themen waren dabei breit aufgefächert: Finanzpolitik, Gesundheitsprävention, Integration, Nachhaltigkeit, Tourismus und weitere aktuelle innenpolitische Themenstellungen. Der wechselseitige Austausch hierzu war sehr interessant. Auch der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, unser Innenminister Klaus Bouillon war vor Ort und diskutierte mit uns die Maßnahmen im Umgang mit dem Zuzug von Flüchtlingen. Hier waren wir uns einig, dass diese Aufgabe zu stemmen nur im engen Verbund mit Bund, Land und den Kommunen möglich ist. Auch meine Amtsvorgängerin Cornelia Hoffmann-Bethscheider war an einem Tag vor Ort und berichtete in ihrer Funktion als Sparkassenpräsidentin über die Herausforderungen im Sparkassenwesen.

Am Donnerstag stand dann in Ottweiler die zweite Kreisausschusssitzung im Rahmen des Haushaltserlasses an. Am kommenden Dienstag wird der Kreishaushalt 2016 in der Kreistagssitzung zur Verabschiedung vorgelegt. Die Erstellung eines solchen Haushaltes ist insbesondere für die Verwaltung ein Kraftakt, der langen Atem erfordert. Viel Zeit und Sorgfalt wird investiert, bis am Ende das umfangreiche Zahlenwerk steht. Über 600 Seiten fasst der Kreishaushalt und bildet die Grundlage des Verwaltungshandelns innerhalb eines Jahres. Der Großteil des Haushaltsvolumens wird durch die kreisangehörigen Städte und Gemeinden mittels der Kreisumlage finanziert. Hier war es mir wichtig, mit unseren sieben Städten und Gemeinden eng im Dialog zu stehen. Der Haushaltsetat wird sich auch in diesem Jahr erhöhen. Zurückzuführen ist dies größtenteils durch die steigenden Belastungen im Sozialbereich und die dortigen Kostensteigerungen. Der Haushalt wächst sozusagen mit unseren Aufgaben und ist geprägt von der besonderen Verantwortung und Verpflichtung im humanitären Bereich. Auch in den kommenden Jahren wird der Kreishaushalt insbesondere durch Leistungen im Sozialbereich gekennzeichnet sein. Dabei wird die Bildung nicht vernachlässigt. Auch in diesem Jahr wird der Landkreis an unseren Kreisschulen investieren, um den Schulstandort Landkreis Neunkirchen weiterhin für unsere Kinder attraktiv zu halten. Insgesamt ist unser Landkreis Träger von 20 weiterführenden Schulen. Um es abschließend zu sagen: Um Kostensteigerungen in den Griff zu bekommen, wird das Zusammenwirken aller Kräfte erforderlich sein. Schließlich ist das Ganze eine Gemeinschaftsaufgabe, die wir nur gemeinsam schultern können. Daher sollte sich auch der Bund stärker an den Kosten beteiligen, denn die Kommunen sind finanziell extrem belastet. Für eine spürbare Entlastung zu realisieren, müssten gesetzliche Rahmenbedingungen geändert werden.

In die kommende Woche, die ja bekanntlich die Woche mit Fastnachtsaktivitäten ist, werde ich närrisch einsteigen. Morgen stehe ich als „Äner vom Landratsamt“ in der Bütt in Mainzweiler. Der älteste saarländische Karnevalsverein „So war noch nix“ Ottweiler hat bereits per Haftbefehl angekündigt, mich am „Fetten Donnerstag“ abzuführen und zu verurteilen. Sie merken, auch nächste Woche wird es viel zu berichten geben.


22.01.2016: Von Ausschusssitzung bis Zuwanderung

Sehr abwechslungsreich war diese Woche. Neben vielen Terminen innerhalb der Kreisverwaltung war ich als Aufsichtsratsmitglied der IKS (Industriekultur Saar) tätig. Unter anderem geht es darum, wie dem Bergbauerbe umgegangen wird. In unserem Landkreis spielt hier der Standort Reden eine wichtige Rolle. In enger Zusammenarbeit mit der Tourismus- und Kulturzentrale des Landkreises Neunkirchen wird es auch 2016 viele tolle Veranstaltungen geben. An dieser Stelle können Sie sich schon einmal den Termin für die diesjährige SR-3 Sommeralm (22.-31. Juli 2016) vormerken. Derzeit wird ein Nachfolger für die gastronomische Nutzung der ehemaligen Bergehalde gesucht. Ich bin überzeugt davon, dass der Standort künftig noch attraktiver wird. Ein weiterer Schwerpunkt stellte die Flüchtlingsarbeit dar. Hier fand eine Besprechung des Landkreistages statt. Ebenso ein konstruktiver Dialog herrschte bei einer Besprechung mit den Städten und Gemeinden sowie den in der Flüchtlingsarbeit tätigen Trägern. Hier gibt es immer wieder Abstimmungsbedarf. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Runde mit ihren Teams ist es zu verdanken, dass über 2000 Flüchtlinge in unserem Landkreis eine neue Heimat fanden. Neben Fragen rund um die Wohnraumbeschaffung (hier sind die Kommunen zuständig) geht es auch um viele organisatorischen Fragen. Hier zeigt sich, dass interkommunale Zusammenarbeit gut klappt. Unterstützt wurde die Runde durch, Saber Aldeebo, ein 32-jähriger Syrer, der seit einem Jahr in Deutschland lebt und ein vorbildliches Beispiel für gelungene Integration darstellt.

Weiterhin fand die erste vorberatende Kreisausschusssitzung zum Haushalt 2016 statt. Im Rahmen des Haushaltserlass finden vor dem eigentlichen Erlass der Haushaltssatzung in der Kreistagssitzung (02.02.6) stets zwei vorberatende Ausschusssitzungen statt. Dies dient einer optimalen inhaltlichen Abstimmung mit dem Kreistag. Mitte der Woche leitete ich die Sitzung des Pflegeausschusses und besuchte den Schiffweiler Neujahrsempfang im Gondwana Praehistorium. Ebenso erhielt ich erste Einblicke in die wichtige und interessante Arbeit des Vereins für Landeskunde. Gestern beglückwünschte ich gleich acht Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Neunkirchen, die von Herrn Staatssekretär Kolling die saarländische Pflegemedaille verliehen bekamen. Mit der Verleihung der Pflegemedaille wird seitens der Landesregierung auf den Einsatz pflegender Angehöriger aufmerksam gemacht und damit Dank und Anerkennung ausgedrückt. Ich empfinde dieses vorbildliche Wirken von Personen, die über lange Jahre die unentgeltliche Pflege eines nahe stehenden Menschen im persönlichen Umfeld übernehmen, herausragend. Die Angehörigen haben damit einen wesentlichen gesellschaftlichen Beitrag geleistet und eine Anerkennung verdient. Daher hat es mich sehr gefreut, diese Feierlichkeiten im Landratsamt Neunkirchen auszurichten. Am heutigen Freitag fand ein erstes persönliches Kennenlernen mit dem Präsidium des SV Elversberg statt. Das Genehmigungsverfahren der „Ursapharm-Arena“ wird seit längerem von unserer Unteren Bauaufsichtsbehörde betreut und aktiv begleitet. Viele baurechtliche Vorgaben sind innerhalb eines solchen Verfahrens zu beachten. Alle am Verfahren Beteiligten arbeiten lösungsorientiert und in enger Rücksprache zusammen.

Zusammenfassend war es eine sehr intensive Woche in der mich insbesondere interne Gesprächstermine im Landratsamt in Anspruch genommen haben. Eine enge Abstimmung innerhalb der Verwaltung ist mir auch sehr wichtig. Das bevorstehende Wochenende wird für mich ein kürzeres sein, da ich am Sonntag nach Rottach-Egern am Tegernsee zum 39. Landräteseminar der Landkreistage Saarland, Bayern und Rheinland-Pfalz fahren werde.


15.01.2016: Eine bewegende Woche geht zu Ende

Foto: Andreas Engel

Woche 2 im Landratsamt:

Diese Woche war geprägt von offiziellen Anlässen. Am Dienstag wurde ich offiziell mit einem Festakt in der neuen Gebläsehalle Neunkirchen in mein Amt eingeführt. Innenmister Klaus Bouillon, der Vorsitzende des Landkreistages Patrik Lauer, der Oberbürgermeister der Kreisstadt Neunkirchen und der Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Neunkirchen Karl-Heinz Müller würdigten die Aufgaben der Kreise und wünschten mir viel Erfolg zum Wohle der Menschen in unserem Kreis.

 Die Saarbrücker Zeitung lobte unsere Veranstaltung:

http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/neunkirchen/neunkirchen/neunkirchen/Neunkirchen-Bergarbeiter-Parteipolitik-Reden-Schulpsychologen-Sozialbereich-Oeffentlichkeit;art446926,6034692

 

Ich nutzte die Gelegenheit meine Erwartungen an dieses Amt zu formulieren. Gerne können Sie die Rede lesen.

Im Rahmen der Haushaltvorberatungen informierte ich den Oberbürgermeister- und die Bürgermeister der Gemeinden über den geplanten Haushalt. Derzeit beraten ihn die im Kreistag vertretenen Parteien, ehe dann der Kreisausschuss und der Kreistag abschließend darüber entscheiden.

Mittwochs stand der Empfang der Ministerpräsidentin in der Saarlandhalle an, donnerstags und freitags besuchte ich Empfänge der Städte Neunkirchen und Ottweiler. Darüber hinaus behandelte ich Themen wie die Unterstützung in der Flüchtlingsarbeit Tätigen und natürlich viele Dinge aus der Kreisverwaltung. Hier gibt es bei über 500 Kolleginnen und Kollegen immer viel zu tun und zu regeln. Ein schöner Termin war die Übergabe der Bescheide an die 54 Begegnungsstätten im Landkreis. Jahr für Jahr wird hier wichtige Arbeit geleistet. Diese Begegnungsstätten sind unverzichtbar und wirken der Vereinsamung von Menschen gerade im Alter entgegen. Die Online-Berichterstattung zu der Zuwendungsbescheidübergabe an die Altenbegegnungsstätten mit Foto finden Sie weiter unten.


Rede Amtseinführung

Mehr Informationen im Web 


08.01.2016: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“

Dieses geflügelte Wort von Hermann Hesse kam mir in meiner ersten Woche als Landrat in den Sinn. Bereits vergangenen Sonntag nahm ich meinen ersten offiziellen Termin, den Neujahrsempfang der Gemeinde Eppelborn wahr. Hier würdigte Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset die Rettungs- und Hilfsdienste in der Gemeinde – ein schönes Zeichen. Einen Tag später trat ich dann im ehrwürdigen „Witwenpalais“ meinen Dienst an. Neben vielerlei organisatorischen Dingen nahm ich die Gelegenheit wahr mich in der Kreisverwaltung offiziell vorzustellen. Allerdings wird dies noch etliche Zeit in Anspruch nehmen. Verschiedene Dienstgebäude gilt es aufzusuchen, natürlich werde ich auch die Kreisschulen nach und nach besuchen. Gleich dreimal tagten in meiner ersten Arbeitswoche Ausschüsse. So standen im Vorfeld der Haushaltberatungen der Sozial- und Gesundheitsausschuss, der Bau- und Schulausschuss sowie der Jugendhilfeausschuss auf dem Programm. Am Donnerstag fand ein erstes Pressegespräch mit der Saarbrücker Zeitung statt. Hier ging es um die Wohngeldreform, die mit dem 1. Januar in Kraft trat und Geringverdiener und Alleinerziehende nachhaltig entlastet.

Weitere Infos finden Sie unter untenstehenden Link.

Auch gab es eine Unterredung mit dem Vorstand der Sparkasse Neunkirchen. Als Verwaltungsratsvorsitzender werde ich künftig intensiv in die Arbeit unserer Sparkasse vor Ort eingebunden sein.

Am Freitag fand dann im Schlosstheater die Personalversammlung statt. Hier hatte ich die Möglichkeit mich vorzustellen und meine Erwartungen an das Amt des Landrates zu formulieren. Der Personalrat überreichte mir ein Positionspapier, das die Anliegen an den Landrat auf den Punkt bringt. Ich freue mich auf die künftige Zusammenarbeit.


In Verbindung stehende Informationen