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Viel Spaß beim Lesen.


22.09.2023: Rottweil, Projekte und Wanderung

22.09.2023: Rottweil, Projekte und Wanderung

Lustiges Selfie des Landrats-Kollegen aus Gothar, Onno Eckert, bei dem auch Sören Meng festgehalten wurde
Schon bald wird sich einiges am Unteren Markt tun: Landrat Sören Meng mit den Projektleitern und der Firma Linnebacher GmbH vor Ort
Knapp ein Jahr nach dem Startschuss des Projektes wurde die Talent Company an der GemS Neunkirchen-Stadtmitte eröffnet
Beim Bürgerfrühstück in Hierscheid hab es in lockerer Atmosphäre die Gelegenheit zum Austausch
Würziges Dönerfleisch von Turgut und Verena Tünay erweitert das Sortiment der Regionalmarke
 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

während ich diese Zeilen schreibe, hat der Herbst ein wenig Einzug gehalten. Noch diese Woche wurden wir mit sommerlichen Temperaturen erfreut, jetzt ist es deutlich kühler geworden. Am Sonntag findet die zweite Landratswanderung im Naturschutzgroßprojekt LIK.Nord statt. Es ist sonniges Wetter gemeldet und ich freue mich sehr darauf, mit vielen Bürgerinnen und Bürgern den neuen Weg zu erkunden. Danke der TKN für die gute Organisation! Auch findet am Sonntag die Bürgermeisterwahl in Illingen statt. Hier stellen sich zwei Kandidatinnen und zwei Kandidaten zur Wahl. Ich wünsche dieser Wahl einen guten Verlauf und eine hohe Wahlbeteiligung. Alle Kandidatinnen und Kandidaten haben in den letzten Wochen alles gegeben, damit sich die Bürgerinnen und Bürger ein Bild von ihnen machen können und ihre Visionen für Illingen kennen. Danke an dieser Stelle, dass sie sich in diesen schwierigen Zeiten um ein solches Mandat bewerben!

Meine Woche war gewohnt abwechslungsreich und begann am Montag außerhalb des Landkreises Neunkirchen. Der Verfassung- und Europaausschuss, dessen Mitglied ich seit einigen Jahren bin, tagte im schönen Rottweil. Eine umfangreiche Tagesordnung gab es zu bestreiten. Am Abend besichtigten wir die schöne Stadt im Schwarzwald. Rottweil ist die älteste Stadt Baden-Württembergs und liegt etwa 80 Kilometer südwestlich von Stuttgart. Sie ist die Kreisstadt und größte Stadt des gleichnamigen Landkreises sowie ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden. Rottweil ist seit dem 1. Juni 1970 eine Kreisstadt. Landrat ist dort seit 2002 mein Kollege Dr. Wolf-Rüdiger Michel.

Am Dienstag ging es wieder zurück in den Landkreis Neunkirchen, wo nach reichlicher Büroarbeit am Nachmittag eine Besprechung mit Ottweiler Sportvereinen zum geplanten Kunstrasenplatz in der Seminarstraße stattfand. Durch den Bau des Katastrophenschutzlagers wird der bisherige alte Sportplatz gegenüber unserer Sporthalle verlegt. Dank einer Bedarfszuweisung und möglicherweise Mitteln durch die Sportplanungskommission sind wir in der Lage, für den Schulsport einen Kunstrasenplatz zu realisieren. Zugleich kommt dies den Ottweiler Vereinen zugute, die gerade für ihre Jugend eine solche Sportmöglichkeit suchen. Allerdings kann der Landkreis alleine die finanzielle Herausforderung nicht stemmen. Hier sind wir auf die inhaltliche Unterstützung durch die Stadt Ottweiler angewiesen. Daher war auch Ottweilers Bürgermeister Holger Schäfer anwesend, auch nahmen Vertreter des Kreistages an diesem Termin teil. Wir planen die Maßnahmen im nächsten Jahr zu realisieren, wenn die entsprechenden Mittel, wie geplant, vorhanden sind.

Am Mittwochmorgen begrüßte ich die neuen Anwärterinnen für den gehobenen Verwaltungsdienst. Ich bin seit 2016 Landrat und habe seit dieser Zeit, mit Unterstützung des Kreistages, die Ausbildungsquote deutlich erhöht. Wir alle wissen, was die demographische Entwicklung auch für den Landkreis Neunkirchen und seine Verwaltung bedeutet. Wenn in wenigen Jahren die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen, werden wir viele neue Fachkräfte brauchen. Dies können wir, das ist schon jetzt klar, mit eigenem Personal nicht bewerkstelligen und sind daher auch auf externe Kräfte angewiesen. Darüber hinaus ist es mir wichtig, zahlreiche junge Menschen in verschiedenen Berufsfeldern, die für die Landkreisverwaltung relevant sind, auszubilden und damit zu fördern.

Im Anschluss tagten die verschiedenen Gremien unserer Wasserversorgung. Los ging es mit dem Zweckverband, danach tagte der Aufsichtsrat der WVO, die Gesellschafterversammlung schloss sich an. Es ging unter anderem um den Jahresabschluss für das Jahr 2022. An dieser Stelle danke ich ganz herzlich dem engagierten Geschäftsführer Thomas Wagner und seinem Team für die gute Arbeit. Wasser ist unser wertvollstes Lebensmittel, hier ist es wichtig, dass die Wasserversorger durch die kontinuierliche Sanierung der Leitungen für die hohe Qualität sorgen. Im Landkreis Neunkirchen übernehmen dies die KEW und unsere WVO.

Im Anschluss fand eine Besprechung im Rahmen der Walter-Bernstein-Stiftung statt. Derzeit plant das Kuratorium die Herausgabe eines neuen Buches über den Schiffweiler Künstler Walter Bernstein. Der engagierte Vorsitzende Roman Uwer hat gemeinsam mit dem Verleger Tom Störmer ein schönes Konzept für diese Publikationen ausgearbeitet. Gerade die Berliner Zeit von Walter Bernstein soll hier beleuchtet werden. Walter Bernstein ist einer der bedeutendsten Künstler in unserem Kreis, da ist es mir ein Anliegen und auch gleichzeitig eine Verpflichtung, mich für das künstlerische Erbe Bernsteins zu engagieren.

Von Ottweiler ging es nach Neunkirchen, wo eine kurze Besprechung an der Großbaustelle für den geplanten Neubau Gemeinschaftsschule Stadtmitte stattfand. Der Hochbau wird von der Neunkircher Bauunternehmung Linnebacher vollzogen. Sie konnte sich in einer europaweiten Ausschreibung behaupten. Hier freut es mich sehr, dass ein regionaler Unternehmer den Zuschlag bekam. Zurzeit wird noch die ehemalige Stadtbücherei Neunkirchen abgerissen. In wenigen Wochen wird dann mit dem Bau der Schule begonnen. Das Ganze wird natürlich mit einem symbolischen Spatenstich eingeleitet.

Von der Baustelle aus fuhr ich zum derzeitigen Standort der Gemeinschaftsschule Stadtmitte nach Wiebelskirchen. Hier wurde offiziell die neue "Talent Company", ein eigens eingerichteter Raum zur Berufsorientierung, eröffnet. Dies ist ein tolles Projekt, das Dank der Globus Stiftung, vertreten durch Graciela Bruch, Michael Ipfling und den ehemaligen Oberbürgermeister von Neunkirchen Jürgen Fried, realisiert werden konnte. Abwicklungspartner ist die Strahlemann Stiftung, die das Projekt inhaltlich begleitet. Der Fachraum ermöglicht es den Jugendlichen, sich frühzeitig über Ausbildungsplätze zu informieren und sich darüber klar zu werden, welche Möglichkeiten zur dualen Ausbildung zur Verfügung stehen, welche Interessen und Talente bei welchen Ausbildungsberufen gefördert werden und auch welche Unternehmen lukrative Angebote bieten. Dieser moderne Raum gibt dafür geschützte Rahmenbedingungen, Noten spielen hier keine Rolle. Außerdem gibt es eine sogenannten "Job Wall", auf der sich Unternehmen das ganze Jahr über vorstellen können und möglicherweise so den ein oder anderen potentiellen Azubi auf sich aufmerksam machen können. Auch der Landkreis Neunkirchen ist als attraktiver Arbeitgeber auf dieser Job Wall vertreten.
Workshops, Seminare und persönliche Gespräche erweitern das Angebot und werden den Raum sicherlich bald mit Leben füllen.

Was mich besonders freute, war die aktive Beteiligung der Schülerinnen und Schüler an diesem Nachmittag. So wurde die Veranstaltung von der Schülersprecherin Gamze Fevzi moderiert, zwischen den Grußworten lockerten musikalische Schülerbeiträge den Ablauf auf. Auch Bildungs-Staatssekretärin Jessica Heide kam nach Wiebelskirchen, um sich den neuen Berufsorientierungsraum ganz genau anzuschauen. Sie betonte, dass die Schulen im Rahmen ihres Bildungsauftrages verpflichtet sind, ihren Beitrag zu leisten, damit jedes Kind seinen Platz finde. 

Gestern Morgen war ich beim Bürgerfrühstück in Hierscheid zu Gast. Zum ersten Mal seit der Corona-Pandemie wurde diese Veranstaltung wieder durchgeführt. Viele Bürgerinnen und Bürger waren vor Ort, um gemeinsam zu frühstücken und sich auszutauschen. In meinem Grußwort lobte ich das Konzept der Veranstaltung und stellte die Unterstützungsmöglichkeiten für ältere Menschen im Landkreis Neunkirchen kurz vor. Es sind solche Initiativen, die unsere Gesellschaft bereichern.

Anschließend ging es nach Saarbrücken, wo eine Besprechung mit kommunalen Vertretern zu verschiedenen Themen stattfand. Dann wurde es kulinarisch: ich begrüßte einen neuen Projektpartner unserer Regionalmarke. Die Herstellung des Clean Cooking Family Döner-Kebab‘s erfolgt zu 100% mit hochwertigem deutschen Rindfleisch vom Wendelinushof (Werkstattzentrum für Menschen mit Behinderung) in St. Wendel. Dazu wird es ganz klassisch auf einem Spieß aufgeschichtet, gegrillt und von Hand in die typischen kleinen Döner-Stücke zerschnitten. Verpackt wird alles in der Dose und ist somit lange und gut lagerbar. Das Fleisch ist bereits perfekt gewürzt und überzeugt durch seine hochwertige Qualität und den 100% Rindfleisch-Anteil (im Gegensatz zu industriell produziertem Dönerfleisch).

Die Produktion erfolgt ohne Zuckerzusatz, ohne Geschmacksverstärker, ohne Farbstoffe, ohne Hefeextrakte und ohne Phosphate. Gemeinsam mit Willi Walter und der Vertreterin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft wünschte ich Turgut Tünay und seiner Frau viel Erfolg. Der Koch, der schon in Spitzengastronomien gearbeitet hat, erfüllt sich mit dieser Produktidee einen Traum. Sein Vater hat schon in den siebziger Jahren den ersten Döner im Südwesten Deutschlands gemacht. Das Rezept hat er an seinen Sohn weitergegeben. Die gute Resonanz in den Medien und vor allen Dingen das gute Produkt sind dafür verantwortlich, dass das Wellesweiler Unternehmerpaar zurzeit in aller Munde ist.

Der Abschluss meines Arbeitstages stellte der Werksausschuss der Tourismus- und Kulturzentrale dar. Hier konnte Werkleiter Christian Rau zahlreiche gelungene Aktionen zur Förderung des Tourismus im Landkreis Neunkirchen benennen. Natürlich war auch die leider verregnete SR 3 Sommeralm Thema. Hier sind wir derzeit mit dem Saarländischen Rundfunk in konstruktiven Gesprächen, wie wir dieses Event im kommenden Jahr präsentieren werden.

Heute Morgen fanden verwaltungsinterne Termine statt, unter anderen begannen schon die verwaltungsinternen Haushaltsvorbereitungen, denn auch in diesem Jahr wollen wir den Haushalt vor Weihnachten auf den Weg bringen. Dies ist eine Mammutaufgabe für meine Verwaltung, insbesondere für die Finanzverwaltung unter der Leitung von Olaf Niesen, bei der alle Stränge zusammenlaufen.

Im Anschluss tagte der Vorstand des Sparkassenverbandes Saar.

Morgen Mittag werde ich den 24h-Spendenlauf „Laufen fürs Leben“, der zugunsten der Palliativmedizin bzw. des Kinderhospizes stattfindet, am Erlebnisort Reden eröffnen. Ich hoffe, viele Menschen sind hier dabei, um für die gute Sache zu laufen und damit Geld zu spenden. Hier wird jeder Euro gebraucht.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende, vielleicht sehen wir uns ja am Sonntag bei der Wanderung.

Ihr Landrat Sören Meng


15.09.2023: Der Herbst wirft seine Schatten voraus

15.09.2023: Der Herbst wirft seine Schatten voraus

Landrat Sören Meng begrüßte alle Interessierten beim Infovortrag des Pflegestützpunktes des Landkreises zu seinen Unterstützungsangeboten
Vertrauensvoller Austausch im Sinne des Katastrophenschutzes: Marcus Hantsche, Landesbeauftragte des THW von Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland zu Besuch bei Landrat Sören Meng
Bei der Podiumsdiskussion zur Bürgermeister-Wahl in Illingen konnten sich die vier Kandidatinnen und Kandidaten den Fragen der Journalisten und Bürger stellen
Zahlreiche neue Staatsbürgerinnen und -bürger haben ihre Urkunde von Landrat Sören Meng in Empfang genommen
Die Hauptversammlung des Landkreistages Saarland stellt den Abschluss der Arbeitswoche dar

 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

wenn Sie diese Überschrift verwundert, kann dies gut sein, denn wir erlebten in der vergangenen Woche hochsommerliche Temperaturen, vom Herbst fehlte hier jede Spur. Allerdings findet morgen und übermorgen unsere beliebte Veranstaltung „Herbst auf Finkenrech“ statt, zu der wieder viele Bürgerinnen und Bürger erwartet werden. Ein buntes Programm, tolle Aussteller und eine gepflegte, attraktive Gartenanlage laden zum Verweilen ein. Ich freue mich darauf, viele von Ihnen zu treffen.

Freude und Leid liegen immer nah zusammen. Diese Woche schockierte uns das furchtbare Verbrechen, bei der eine Frau aus Schiffweiler ums Leben kam. Hier fehlen die Worte, man kann sich nicht vorstellen, zu was Menschen fähig sind. Eine Bürgerin aus unserem Kreis wurde gewaltsam aus dem Leben gerissen, ein Verdächtiger wurde festgenommen, die Ermittlungen laufen. Meine Gedanken sind in diesen Tagen bei den Angehörigen.

Meine Woche war gewohnt abwechslungsreich. Gleich zu Beginn hatte ich die schöne Aufgabe, einen Beamten zu befördern. Im Anschluss ging es in einer Präsentation, zu dem ich einen Verein eingeladen hatte, um eine geplante Sportstätte, die in Ottweiler entstehen soll. Wie schon bekannt, planen wir in der Seminarstraße in Ottweiler, gegenüber unserer Sporthalle, eine Halle für die Belange des Katastrophenschutzes. Bedingt durch die Maßnahme wird der alte Sportplatz an gleicher Stelle verlagert und voraussichtlich durch einen attraktiven Kunstrasenplatz ersetzt. Öffentliche Fördermöglichkeiten durch das Innenministerium wurden bereits zugesagt. Allerdings brauchen wir bei dieser Maßnahme Unterstützung der Stadt und den beteiligten Vereinen, die die Sportanlage nutzen. Der Landkreis selbst ist als Schulträger für den Schulsport verantwortlich. Daher finden zurzeit Abstimmungsgespräche statt.

Am Nachmittag tauschte ich mich mit dem Werkleiter unserer Tourismus- und Kulturzentrale Christian Rau zu Themen rund um den Tourismus aus. Im Anschluss besuchte mich der Landesbeauftragte des THW von Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland Markus Hantsche. Unter anderem ging es um Belange und Unterstützung im Katastrophenschutz. Hier arbeiten wir schon seit Jahren mit dem Technischen Hilfswerk vertrauensvoll und konstruktiv zusammen.

Danach eröffnete ich eine Veranstaltung zum Thema „Wohnen im Alter“. Hier stellte der Pflegestützpunkt sein Know-how in diesem Bereich vor. Ebenfalls war unsere Leitstelle „älter werden“ vertreten, um ihr umfangreiches Hilfsangebot darzustellen. Im Foyerbereich rundete eine Ausstellung die gut besuchte Veranstaltung ab. Aufgrund der demographischen Entwicklung und der leider fehlenden barrierearmen Wohnungen ist dieses Thema wichtiger denn je und eine Aufgabe, der sich die Politik intensiv widmen muss.

Am Dienstag tagte der Aufsichtsrat der VSE. Im Anschluss fand in der Architektenkammer eine Besprechung zur möglichen Umsetzung des digitalen Bauantrages statt. Danach tagte mit einer ausgiebigen Tagesordnung der Bau- und Schulausschuss. Hier stellte mein Team die umfangreichen Baumaßnahmen der kommenden Jahre vor. Auch organisatorische Änderungen innerhalb der Kreisverwaltung in diesem Bereich wurden thematisiert. Wir haben in den vergangenen Jahren unsere Verwaltungsstruktur immer wieder den Bedürfnissen angepasst, dies ist ein dynamischer Prozess. Ziel ist es, das Profil unserer Dienstleistungsbehörde zu schärfen.

Im Anschluss besuchte ich die Podiumsdiskussion zur Bürgermeisterwahl in Illingen, die am 24. September stattfindet. Die vier Kandidatinnen und Kandidaten stellten sich den Fragen der Journalisten und Bürger. Es war eine sehr gute Veranstaltung, bei der man sich einen Eindruck über die Bewerberinnen und Bewerber machen konnte.

Am Mittwochmorgen übergab ich langjährigen Mitarbeiterinnen ihre Jubiläumsurkunden und tauschte mich mit ihnen aus. Anschließend bereitete ich die in der nächsten Woche stattfindenden Gremiensitzungen unserer Wasserversorgung mit dem Jahresabschluss 2022 vor. Danach besuchten mich die Verantwortlichen der Marienhausklinik, um sich mit mir zu aktuellen Themen rund um die Gesundheit auszutauschen. Natürlich war auch hier die Nutzung des ehemaligen Krankenhauses Ottweiler Thema. Neben der Vermietung einiger Flächen wird das ehemalige Kreiskrankenhaus medizinisch genutzt.

Die Weiterentwicklung des Gesundheitsstandortes Landkreis Neunkirchen ist mir, auch aufgrund der Altersstruktur im Kreis, sehr wichtig. Hier hilft die Netzwerkarbeit.

Im Anschluss besprach ich mit dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Neunkirchen Jörg Welter und dem Leiter unserer Ehrenamtsbörse Dr. Matthias Schilhab die Planungen für den Ehrenamtspreis 2024. Ich freue mich sehr, dass wir diesen etablierten Preis nach einigen Jahren, mit Unterstützung der Sparkasse Neunkirchen, wieder vergeben können und damit das ehrenamtliche Engagement in unserem schönen Kreis würdigen.

Gestern Morgen stellte sich der 3B Verbund mit seinem Verantwortlichen in der Kreisverwaltung vor. Wir beabsichtigen im Bereich der Großpflegestelle zu kooperieren, im Bereich der Jugendhilfe findet bereits eine Kooperation statt.

Danach fanden die Einbürgerungsfeierlichkeiten im Historischen Sitzungssaal statt. Dies ist jedes Mal ein schöner und feierlicher Anlass. Ich nutze diese Veranstaltung immer, um auch etwas über die Menschen, die wir einbürgern, zu erfahren. Ich freue mich sehr, dass sie in unserem Land Fuß gefasst haben und beruflich tätig sind. So haben sie eine Chance, sich gut zu integrieren.

Am Nachmittag tagte der Kreistag des Landkreises mit einer umfangreichen Tagesordnung. Unter anderem ging es um eine schöne Spendenaktion gemeinsam mit der Sparkasse Neunkirchen, die sich an Vereine richtet, mehr wird später noch berichtet. Ebenfalls wurde eine neue örtliche Leitung für die Volkshochschule Schiffweiler berufen. Frau Wilz wird in den kommenden fünf Jahren das Gesicht der Volkshochschule Schiffweiler prägen. Der Frauennotruf Saarland stellte sich im Rahmen der Kreistagssitzung vor, darüber hinaus gab es einen Antrag der SPD- und CDU-Kreistagsfraktionen bezüglich der Arbeitsmarkthilfen für Jugendliche und junge Erwachsene. Eine Anfrage der SPD-Fraktion befasste sich mit dem Sachstand zur Bearbeitung der Kfz-Zulassungsstelle. Die CDU erkundigt sich nach den Planungen bezüglich der Wassergärten, sollte das Grubenwasser nicht mehr gefördert werden.

Heute Morgen war ich auf der Hauptversammlung des Landkreistages Saarland.

Wenn dieser Blog erscheint, nehme ich an einer Veranstaltung der Sparkasse Neunkirchen gemeinsam mit den Bürgermeistern des Kreises und der Ortsvorsteherin und den Ortsvorstehern teil.

Am Sonntag werde ich unsere Veranstaltung „Herbst auf Finkenrech“ besuchen.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


08.09.2023: Hochsommer im September

08.09.2023: Hochsommer im September

Aktuell ist ein Teil der Schüler der Mühlbachschule Schiffweiler in der Anton-Hansen-Schule in Ottweiler untergebracht
Die evangelische Frauenhilfe Elversberg trifft sich regelmäßig zum Reden, Spielen und zu Unternehmungen
Ein kleiner Piks mit großer Wirkung - Landrat Sören Meng geht regelmäßig Blut spenden
Zur Fachtagung "Wohnen im Alter" kamen knapp 100 Teilnehmer nach Furpach
Der Landrat besuchte mit Mitarbeitern der IT-Abteilung die KÜS Data in Losheim, wo auch Daten des Landkreises gesichert werden
 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

die erste Woche nach den Sommerferien neigt sich dem Ende zu. Bekanntermaßen war das Wetter in den Sommerferien eher bescheiden. Dafür herrscht schon seit fast einer Woche hochsommerliches Wetter. Auch das Wochenende soll beständig bleiben. Nutzen wir also den Spätsommer.

Meine Woche war und das bevorstehende Wochenende wird sehr terminreich.

Am Montag tauschte ich mich intensiv mit dem Stabsstellenleiter des Bereiches Katastrophenschutz Alexander Koch zu aktuellen Maßnahmen und Beschaffungen aus. Derzeit läuft die Vorbereitung zur Errichtung eines Katastrophenschutzlagers auf Hochtouren, auch Beschaffungen, die den Feuerwehren im Landkreis zugutekommen und die im Katastrophenfall im Einsatz sind, laufen parallel. Eng im Austausch sind wir mit dem Nachbarlandkreis Sankt Wendel, mit dem wir sehr gut zusammenarbeiten. Wir haben uns abgesprochen, dass wir nicht die gleichen Geräte und Fahrzeuge beschaffen, sondern uns im Katastrophenfall gegenseitig zur Seite stehen. Dies ist effizient und schont Ressourcen.

Danach tauschte ich mich mit der Sozialdezernentin Julia Schild zu verschiedenen Themen aus ihrem Dezernat aus. Um die Mittagszeit fand die Vorbesprechung für die in der nächsten Woche stattfindende VSE Aufsichtsratssitzung statt. Im Anschluss gab es eine Besprechung rund um die Alex-Deutsch-Stiftung. In diesem Jahr haben wir wieder den Alex-Deutsch-Preis ausgeschrieben, es wurden zahlreiche Projekte eingereicht. Im November werden wir den Gewinner bekanntgeben. Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die Teilnahme an der SPD Fraktionssitzung dar.

Am Dienstagmorgen fanden verwaltungsinterne Gespräche statt. Der Nachmittag stand dann ganz im Zeichen der Sparkasse Neunkirchen. Zuerst tagte der Kreditausschuss, anschließend der Verwaltungsrat.

Am Mittwochmorgen fand der verwaltungsinterne Jour-Fixe mit meinen Führungskräften statt. Hier ging es um aktuelle Maßnahmen und Herausforderungen. Ein großes Thema ist die Bürosituation innerhalb der Kreisverwaltung. Neben größeren Büroeinheiten haben wir mehrere Bürogebäude angemietet. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beträgt mittlerweile rund 700. Perspektivisch wollen wir unsere Home-Office Plätze ausweiten, da parallel die elektronische Akte voranschreitet. Diese Akte ist Grundlage für die Arbeit von zu Hause aus. Bereits jetzt machen rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von diesem Angebot Gebrauch. Langfristig werden wir hier Raumkapazitäten einsparen. Der sogenannte feste Arbeitsplatz wird irgendwann zum größeren Teil der Geschichte angehören.

Um die Mittagszeit besuchte ich die Anton-Hansen-Schule. Die Gemeinschaftsschule beherbergt zurzeit auch Teile der Schiffweiler Mühlbachschule, da dort die Raumkapazitäten nicht mehr ausreichen. In Schiffweiler ist in den nächsten Jahren eine Neubaumaßnahme geplant, damit die Schülerinnen und Schüler wieder umziehen können. Mit den beiden Schulleitern tauschte ich mich zu aktuellen Themen aus.

Danach war ich bei der evangelischen Frauenhilfe Elversberg zu Gast. Dort treffen sich wöchentlich rund 50 Frauen, die sich durch Vorträge weiterbilden oder sich einfach treffen. Noch in der Corona-Zeit, in der nicht möglich war, hatte ich meinen Besuch angekündigt. Ich hielt einen kleinen Vortrag über die Aufgaben unseres Kreises und die Angebote für Senioren. Im zweiten Teil las ich zur Unterhaltung einige Geschichten aus meinen bisher erschienenen Büchern. Ich danke der evangelischen Frauenhilfe ganz herzlich für Ihre tolle Arbeit. Solche Treffs gibt es viele im Landkreis Neunkirchen. Sie helfen dabei, dass Menschen nicht vereinsamen und sich austauschen können. Diese Leistung ist von unschätzbarem Wert für unsere Gesellschaft. Der Landkreis Neunkirchen unterstützt diese Begegnungsstätten in jedem Jahr.

Von Elversberg ging es dann nach Eppelborn, wo ich beim DRK Blut spendete. Ich mache dies ganz bewusst als Landrat und auch als DRK Kreisvorsitzender öffentlich, da Blutspenden dringend gebraucht werden. Blutspenden können Leben retten, daher ist es mir wichtig, dafür zu werben. Viele Menschen sind sich nicht bewusst, was ein kleiner „Piks“ und die anschließende Spende bewirken können. Landauf, landab engagieren sich ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des DRK, damit die Blutspenden gut organisiert sind. Machen Sie von diesem Angebot Gebrauch, jeder von uns kann mal in eine Situation kommen, in der er auf Blutkonserven angewiesen ist.

Gestern Morgen besuchte ich eine Veranstaltung unserer Leitstelle „Älter werden“ und des Demenzvereins im Landkreis Neunkirchen. In Nk-Furpach fand im Martin-Luther-Haus eine Fachtagung rund um das Thema „Wohnen im Alter“ statt. Ich konnte viele Pflegekräfte, Vertreter der Kommunen und interessierte Bürgerinnen und Bürger willkommen heißen. In meinem Grußwort machte ich deutlich, wie wichtig dieses Thema für unsere Gesellschaft ist, da die wachsende Zahl von älteren Menschen mit einer sinkenden Zahl jüngerer Menschen gegenübersteht. Die Ansprüche an Wohneinrichtungen für Senioren haben sich sehr gewandelt. Die individuelle Lebensgestaltung steht im Vordergrund, denn viele Menschen sind glücklicherweise auch im Alter gesund und selbstständig. Diese Entwicklung wirkt sich natürlich auf mögliche Wohnformen aus. Auf der anderen Seite ist bereits jetzt jeder vierte Einwohner im Landkreis Neunkirchen über 65 Jahre. Leider fehlen im Landkreis Neunkirchen und darüber hinaus zahlreiche barrierefreie Wohnungen. Hier muss sich etwas ändern, denn der Bedarf wird steigen. Auf dem Programm standen Vorträge des VdKs, des AAL-Netzwerks und von weiteren Akteuren. Am Nachmittag ging es um die Herausforderungen rund um das Thema Demenz. Demenz ist eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen, die nicht nur in pflegepolitischen Diskussionen bedeutsam ist, sondern vor allem dort, wo Menschen mit Demenz unterwegs sind und anderen Menschen begegnen. Hier zeigte eine Vertreterin der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg neue Ansätze auf. Der Abschluss stellte ein Workshop mit konkreten Handlungsansätzen für den Landkreis Neunkirchen dar.

Am Nachmittag fand der Jour-Fixe rund um den Erlebnisort Reden statt. In diesem Jour Fixe tauschte ich mich mit Schiffweilers Bürgermeister Markus Fuchs und Standortmanager Eric Schneider aus. Danach tagte der Kreisausschuss, der Beschlüsse, die in der nächsten Woche im Kreistag behandelt werden, vorberiet. Auch standen zahlreiche Personalmaßnahmen auf der Agenda.

Heute Morgen besichtigte ich mit dem Leiter unserer EDV-Abteilung das moderne Rechenzentrum in Losheim bei KÜS-Data. Hier sind auch Daten des Landkreises Neunkirchen sicher untergebracht. Es war hochinteressant, die hochmodernen Räumlichkeiten und technischen Einrichtungen kennen zu lernen. Datensicherheit ist für eine Verwaltung von elementarer Bedeutung.

Morgen früh findet auf dem Stummplatz in Neunkirchen der Selbsthilfetag der IKK Saarland unter Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Anke Rehlinger statt. Zahlreiche Organisationen werden sich hier vorstellen. Im Anschluss habe ich die Schirmherrschaft über den 17. Kinder- und Jungdiabetikertag in der Marienhausklinik Sankt Josef übernommen. Hier geht es auch darum, das Bewusstsein für die Krankheit Diabetes zu schaffen. Es hat sich in der Medizin viel getan, Menschen die von Diabetes betroffen sind, können heute größtenteils ohne größere Einschränkungen leben. Anschließend besuche ich den 100. Geburtstag des Deutschen Roten Kreuzes Wemmetsweiler.

Am Sonntagmorgen findet in Neunkirchen Furpach ein DLRG Fest statt, zu dem ich eingeladen wurde. Ich werde die Gelegenheit nutzen, mich bei dieser Organisation für die Unterstützung im Katastrophenschutz zu bedanken.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, sie merken: Es gibt viel zu tun im Landkreis Neunkirchen. Es macht mir viel Freude, immer wieder Menschen zu begegnen, die viel für unsere Gesellschaft tun.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


01.09.2023: Und weiter geht’s…

01.09.2023: Und weiter geht’s…

Überreichung einer Luftaufnahme des Stadio Wustweiler als Zeichen der guten Zusammenarbeit an den scheidenden Illinger Bürgermeister Dr. Armin König
Leiterin der KVHS Neunkirchen, Sarah Falkenrich und Landrat Sören Meng präsentieren das Programmheft des Herbst-/Wintersemesters 2023
Martin Weinert erinnert mit einer musikalischen Hommage an seine Frau Susan Weinert
Einweihung des Susan-Weinert-Wegs in Neunkirchen zur Würdigung der 2020 verstorbenen Künstlerin
Feierliche Verabschiedung des Illinger Bürgermeisters Dr. Armin König
 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

nach drei erholsamen Wochen bin ich wieder an meinem Arbeitsplatz zurück und freue mich auf die bevorstehenden Aufgaben.

Der erste Tag nach dem Urlaub stand ganz im Zeichen der Büroarbeit. Zahlreiche Postordner mussten gesichtet, Unterschriften geleistet und E-Mails gecheckt werden.

Am Nachmittag besuchte mich Illingens Bürgermeister Armin König, der mit dem heutigen Tag Ruheständler ist. Als Zeichen der guten Zusammenarbeit überreichte ich ihm eine Luftaufnahme der Stadio Wustweiler, die eine Augenweide ist. Gestern wurde er offiziell verabschiedet. An dieser Stelle möchte ich aus einer Rede zitieren, die ich zu seinem 60. Geburtstag vor sieben Jahren hielt und die Armin König, wie ich finde, gut beschreibt:

 

„Wir beide kennen uns schon seit etlichen Jahren, seit Anfang 2016 arbeite ich mit Dir in einer Arbeitsgemeinschaft zusammen, die 7 gemeindliche Interessen bündeln soll, die hoffnungslos unterfinanziert ist und aus diesem Grund immer wieder genauestens unter Beobachtung steht.

Die Städte und Gemeinden und der Landkreis arbeiten vertrauensvoll zusammen, die Verpflichtung, die wir Tag für Tag haben, lautet „Mensch“.

Und wenn ich von Pflicht rede, dann fällt mir natürlich Deine höchste Verpflichtung kraft Amtes ein: Die Gemeinde Illingen

Im letzten Jahr titelte die Saarbrücker Zeitung zu Deinem 20. Bürgermeisterjubiläum: Ein Mann mit Ideen ohne Angst

Jeder, der Dich kennt, weiß, dass dieser Satz das Wesentliche auf den Punkt bringt!

Würde ich Adjektive suchen, die Dich beschreiben, fallen mir Worte ein wie:

zielorientiert, kreativ, familiär, humorvoll, entschlossen, progressiv, sportlich, umweltfreundlich, idealistisch, polarisierend, kampfeslustig, furchtlos, energisch, laut und leise, leidenschaftlich, kompromisslos, kompromissvoll, herzlich, kommunal und weltgewandt.

Wer Deine Texte liest, die Du in Büchern publizierst aber auch im Internet um den Globus jagst, erahnt etwas davon, was Dich antreibt.

Du hast Deine Gemeinde zu einer Trutzburg entwickelt, eine Gemeinde, die große Themen kommunal behandelt, die oftmals Vorreiter ist, die auch für großes bürgerschaftliches Engagement steht.

Und wenn ich einem Fremden beschreiben sollte, was Dich auszeichnet, würde ich ihn zu Eurem Neujahrsempfang mitnehmen.

Denn dort beweist Du mit Deiner Rathausmannschaft immer wieder Jahr für Jahr was es heißt, bürgerschaftliches Engagement zu würdigen und die Bürger zu neuen Projekten zu motivieren.

Hier bist Du Bürgermeister, aber auch Projektentwickler – und Lenker, der es versteht, über Parteigrenzen hinweg Kräfte zu bündeln für die gemeinsame Sache, die Illingen heißt.“

 

Im Anschluss fand eine Sitzung des Kreisvolkshochschulbeirates statt. Hier stellte die Leiterin Sarah Falkenrich das neue Programm vor, das erneut sehr attraktiv ist und viele Möglichkeiten für lebenslanges Lernen bereithält.

Am Dienstag händigte ich einem langjährigen Mitarbeiter der Kreisverwaltung die Ruhestandsurkunde aus. Im Anschluss fand der Jour-Fixe des Schul- und Baudezernates statt. Wie schon häufig an dieser Stelle ausgeführt, gibt es dort immer viel zu tun. Gerade in den jetzt endenden Sommerferien wurden viele Arbeiten in den Schulen erledigt, die weitestgehend abgeschlossen sind. Aber leider spüren wir bei den Unternehmen auch den Arbeitskräftemangel und Maßnahmen verzögern sich.

Am Nachmittag nahm ich an der Vorstandssitzung des Demenzvereins unter der Leitung der früheren langjährigen Sozialdezernentin des Kreises Birgit Mohns-Welsch teil. Der Verein arbeitet eng mit unserer Leitstelle „Älter werden“ zusammen und hat in den Jahren des Bestehens ein großes Netzwerk aufgebaut. Danke an dieser Stelle allen, die sich für Demenzkranke und ihre Angehörigen engagieren.

Im Anschluss ging es nach Neunkirchen, wo der Susan-Weinert-Weg eingeweiht wurde. Damit würdigt unsere Kreisstadt die im Jahre 2020 verstorbene Künstlerin mit Weltformat. Susan Weinert und ihr Mann Martin waren weltweit auf Tour und hatten ihre Heimat in Neunkirchen. Unzählige Konzerte fanden auch in der Stummschen Reithalle statt.

So gab es auch im Vorfeld der Enthüllung des Straßenschildes eine Gedenkveranstaltung, in der die Gäste an das Wirken von Susan Weinert erinnert wurden. Oberbürgermeister Jörg Aumann fand persönliche Worte für die herausragende Künstlerin und dankte dem Ortsrat Neunkirchen für die Namensgebung des Weges. Anschließend erinnerte Martin Weinert musikalisch an seine Frau, es war eine sehr persönliche Hommage, die alle berührte.

Auch die Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot war bei diesem besonderen Ereignis dabei.

An dieser Stelle der Kreisstadt und dem Innenministerium (vertreten durch Sandra Koch-Wagner) ein herzliches Dankeschön für die Realisierung dieses Weges.

 

Zur Person Susan Weinert (Kreisstadt Nk)

Susan Weinert (geb. Emmrich) wurde am 24. Juni 1965 in Neunkirchen geboren. Schon im Kindesalter begann sie mit dem Gitarrenspiel. Sie entschied sich nach ihrer Ausbildung zur Zahnarzthelferin direkt für die Laufbahn als professionelle Musikerin und entwickelte sich in kurzer Zeit schon zu einer weltweit anerkannten Gitarristin. Die beiden Kulturstätten in Neunkirchen – insbesondere die Stummsche Reithalle – waren immer ihr kultureller Heimathafen, von dem vieles ausging. So wurden alle CD-Veröffentlichungen in Neunkirchen gestartet.

Mit ihrem Ehemann Martin Weinert spielte sie mehr als 3000 Konzerte in Europa und den USA. Einladungen des Goethe-Instituts führten sie auch zu Tourneen durch Afrika und Asien. Mit ihrem Ehemann veröffentlichte sie 14 erfolgreiche Alben in unterschiedlichen Besetzungen, stets mit ihrer eigenen Musik.

Susan Weinert hatte immer wieder verlockende Angebote aus anderen großen Städten: zum Unterrichten oder auch um mit namhaften Musikern zu spielen oder neue Projekte zu entwickeln. Aber ihr war ihre Entwicklung als Künstlerin wichtig, die Weiterentwicklung ihrer eigenen Musik und sie blieb ihrer Heimatstadt Neunkirchen immer verbunden. Sie liebte ihr an das Wagwiesental angrenzende Gärtchen in der Haspelstraße und genoss die Zeit zu Hause zum Entspannen, Komponieren und zum gemeinsamen Einstudieren neuer Songs zusammen mit ihrem Ehemann.

Hier war auch die Quelle ihrer Inspiration, ihr Ruhepunkt. Bis zuletzt beschrieb sie in ihren Kompositionen auch diese Eindrücke aus ihrem Leben hier in Neunkirchen, zum Beispiel in ihrer beeindruckenden letzten CD „Der Baum vor meinem Fenster“.

Das erste gemeinsames Konzert mit ihrem Mann Martin spielte sie 1982 auf dem Stadtfest Neunkirchen und eines ihrer letzten Konzerte fand im Herbst 2019 in der Stummschen Reithalle statt. Susan Weinert verstarb am 2. März 2020.

Am Mittwoch tauschte ich mich mit dem saarländischen Tierschutzbeauftragten Dr. Arnold Ludes zu verschiedenen Themen rund um den Tierschutz aus. Auch die Finanzierung der Tierheime war Thema. Noch bis Ende des Jahres gilt der Konsortialvertrag, der vor einigen Jahren ausgehandelt wurde. Allerdings haben sich bereits jetzt die Tierheime gemeldet, da die bisherigen Beiträge aller Partner nicht mehr ausreichend sind.

Im Anschluss war ich in Saarbrücken bei der neuen Staatssekretärin des Bildungsministeriums Jessica Heide zu Gast. Hier besprachen wir einige Themen, die für unseren Kreis wichtig sind. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit ihr. Anschließend tauschte ich mich mit der Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Madeleine Seidel aus. Wir arbeiten mit der Agentur seit Jahren rund um das gemeinsame Jobcenter gut zusammen. Wieder zurück in Ottweiler besuchte mich eine Seniorengruppe, die sich intensiv mit dem Landkreis Neunkirchen und seinen Aufgaben auseinandersetzte und die mit mir einen intensiven Dialog pflegte.

Gestern Morgen fand die Redaktionssitzung zu unserem neuen Kreisbuch, das voraussichtlich im November erscheinen wird, statt. Ich freue mich sehr auf die Herausgabe des dritten Bandes, dieses Mal mit Unterstützung der Wasserversorgung WVO und der Sparkasse Neunkirchen.

Danach war ich im Prähistorium Gondwana am Erlebnisort Reden zu Gast. Gemeinsam mit Standortmanager Eric Schneider sah ich mir die Weiterentwicklung der beliebten Freizeiteinrichtung an. In Kürze wird sie um eine Attraktion reicher sein, mehr wird nicht verraten.  Am Nachmittag hatte ich Bürgersprechstunde, in der ich verschiedene Anliegen aufnahm. Dieser Kontakt ist mir immer sehr wichtig. Im Gespräch nehmen dann auch Vertreter der Kreisverwaltung teil, wenn ich die Anliegen im Vorfeld bereits kenne.

Am Abend wurde dann Illingens Bürgermeister feierlich verabschiedet.

Heute Morgen tauschte ich mich mit dem Vorstand der Sparkasse Neunkirchen zu verschiedenen Themen aus. In der kommenden Woche findet auch die Verwaltungsratssitzung mit einer umfangreichen Tagesordnung statt. Um den im vergangenen Jahr verstorbenen Künstler Seiji Kimoto ging es in der anschließenden Besprechung. Hier ist auch eine Ausstellung im Landratsamt geplant, zusätzlich soll ein Buch in nächster Zeit erscheinen. Da ich den Menschen Seiji Kimoto und sein Werk sehr schätzte, leiste ich hier gerne meinen Beitrag.

Wenn dieser Blog erscheint, bin ich zu Gast bei der Premiere des Neunkircher Musicals „100 Jahre Stadt Neunkirchen“ in der Gebläsehalle. Morgen bin bei der Fa. Saarstahl zu Gast, hier wird „50 Jahre Feinstahlstraße“ gefeiert.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


04.08.2023: Auf in den Urlaub!

04.08.2023: Auf in den Urlaub!

Landrat Sören Meng begrüßte vier neue Nachwuchskräfte zum Ausbildungsbeginn bei der Kreisverwaltung
Vor der AlmEbi-Hütte wurde beim AlmRadio über das bisherige SommerAlm-Programm und den Aufstieg der SVE gesprochen
Landrat Sören Meng gratulierte gemeinsam mit Ortsvorsteher Mathias Mauermann Schiffweilers ältestem Bürger Walter Bernstein zu seinem 102. Geburtstag
 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

mit diesem Blog verabschiede ich mich für drei Wochen in meinem Urlaub. Darauf freue ich mich sehr, denn meine Akkus wollen wieder aufgeladen werden. Mit den Sommerferien kehrt immer automatisch etwas mehr Sitzungsruhe in meinen Landratsalltag ein. Das gibt mir die Gelegenheit, meinen Fokus auf Büroarbeit, Unternehmensbesuche und Projektpflege zu lenken.

Diese Woche war von unserer SR 3-SommerAlm geprägt. Nach einem schönen Almauftrieb am vergangenen Freitag fand am Sonntag erstmals ein Kinderfest mit Beteiligung des Senders KIKA statt. Ich war überwältigt von der großen Resonanz. Hunderte Menschen versammelten sich auf dem großen Vorplatz der Bühne und feierten mit den Helden meiner Kindheit wie Heidi, Biene Maja oder auch Ernie und Bert. Besonders gut kam Bernd das Brot an. Darüber hinaus zeigte das Jugendrotkreuz, die Jugendfeuerwehr und das THW ihr Können und präsentierte ein tolles Mitmachprogramm. Am kommenden Sonntag wird es ein Regionalmarkt und ein weiteres Kinderfest, veranstaltet durch die Jugendbüros im Landkreis Neunkirchen, geben.

Am Montagmorgen fand ein Gespräch mit Verantwortlichen der Kreisverwaltung zur Weiterentwicklung unserer Sportstätten im Kreis statt. Hier kommt etwas Bewegung hinein, da wir durch eine Bedarfszuweisungszusage seitens des Innenministeriums den Sportplatz in der Seminarstraße Ottweiler neu konzipieren können. Im Anschluss tauschte ich mich mit dem Team der Tourismus- und Kulturzentrale zum neuen Imagefilm des Landkreises Neunkirchen aus. Der Film wird im Herbst erscheinen und die touristische Seite des Landkreises beleuchten. Am Nachmittag ging es dann zur Alm, wo ich mich mit Alm-Moderator Michael Friemel im livegesendeten AlmRadio zu verschiedenen Themen austauschte. Unter anderem ging es um die Bedeutung des Aufstieges der SV Elversberg in die 2. Liga für unsere Region, insbesondere in touristischer Hinsicht.

Am Dienstagmorgen begrüßte ich die neuen Auszubildenden unserer Kreisverwaltung. Es macht mir immer große Freude und ist auch höchst interessant für mich, etwas über die Erwartungen unserer Nachwuchskräfte zu erfahren. Gemeinsam mit dem Geschäftsführenden Beamten Volker Federkeil gab ich einen Überblick zum großen Aufgabenfeld unserer Verwaltung. Ich wünsche allen Azubis einen guten Start und freue mich sehr, dass sie sich für unsere Verwaltung entschieden haben. Bei uns haben sie gute berufliche Chancen bei einem sicheren Arbeitgeber.

Im Anschluss übergab ich einer Mitarbeiterin ihre Urkunde zur Lebenszeitverbeamtung. Am Nachmittag fand eine Besprechung mit dem Vorsitzenden der Walter Bernstein-Stiftung Roman Uwer statt. Als Mitglied des Kuratoriums bin ich in die Pläne und Visionen der Stiftung mit eingebunden und unterstütze die ehrenamtliche Arbeit gerne. Schließlich geht es darum, den bekannten Industriemaler aus unserem Landkreis Walter Bernstein und sein großartiges Werk für die Nachwelt zu erhalten. Hier gab es in der Vergangenheit tolle Veranstaltungen, Publikationen und Aktionen, damit das umfangreiche Werk nicht verloren geht. Unter anderem wurden über 2.500 Werke in einem Werksverzeichnis gebündelt. Am Abend ging es für mich wieder zur SommerAlm, wo die Kölner Band „Kasalla“ erstmals auftrat. Trotz schwieriger Wetterverhältnisse in dieser Woche kamen viele Fans auf die Bergehalde und feierten begeistert mit. Ich nutze meinen Aufenthalt gerne, um mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Die Resonanz auf unsere Alm, die wir gemeinsam mit dem saarländischen Rundfunk zum 13. Mal präsentieren, ist sehr gut. Danke allen, die sich hier einsetzen, insbesondere dem Team der Tourismus- und Kulturzentrale unter der Leitung von Christian Rau.

Am Mittwoch fand das turnusgemäße Jour fixe mit der Tourismus- und Kulturzentrale statt. Hier ging es unter anderem um die Vermarktung unserer Tourismusregion und um geplante Veranstaltungen in diesem Jahr. Auch die Weiterentwicklung des Freizeitzentrums Finkenrech war ein Thema. Hier hoffen wir, bald einen neuen Pächter gefunden zu haben, der wieder ein regelmäßiges gastronomisches Angebot in unserem Restaurant vorhält. Derzeit behelfen wir uns mit einer Imbisslösung, die das Team von Anne Endler mit viel Engagement meistert.

Am Nachmittag tauschte ich mich mit dem Geschäftsführenden Beamten, dem zuständigen Dezernenten und dem stellvertretenden Leiter unserer Zulassungsstelle zur aktuellen Lage aus. Leider müssen Bürgerinnen und Bürger immer noch einige Wochen warten, bis sie einen Termin vor Ort erhalten und ihr Anliegen vorbringen können. Zwar hat sich die Lage etwas gebessert, allerdings ist von einer Entspannung noch keine Rede. Mein Team tut sein Bestes, wir haben aufpersonalisiert und Abläufe gestrafft. Ich hoffe, diese Maßnahmen zeigen bald Wirkung.

Gestern Morgen besprach ich mit der Leiterin unserer Kreisvolkshochschule Sarah Falkenrich einige Projekte. Unter anderem ging es um die Verleihung des Alex Deutsch-Preises im Herbst dieses Jahres. In den letzten Wochen gingen einige Bewerbungen ein, die nach den Ferien dem Kuratorium vorgelegt werden. Der Alex Deutsch-Preis erinnert an das besondere Wirken von Alex Deutsch, der den Holocaust überlebte, und sich Zeit seines Lebens für Verständigung und Versöhnung engagierte. Gerade in der heutigen Zeit, in der extreme Parteien wieder mehr Zulauf bekommen, ist es wichtig, an unsere Geschichte zu erinnern und zu zeigen, was blinde Wut und radikales Gedankengut anrichten können.

Danach gratulierte ich einem langjährigen Bekannten zu einem besonderen Geburtstag. Walter Schmidt feierte am Donnerstag seinen 102. Geburtstag. In den letzten Monaten habe ich mich regelmäßig mit ihm getroffen, um mehr über seine bemerkenswerte Lebensgeschichte zu erfahren. Sie wird im neuen Kreisbuch Ende des Jahres zu lesen sein. 

Am Nachmittag fand eine Besprechung zu verschiedenen Themen rund um das Rechnungsprüfungsamt des Landkreises statt. Die After-Work-Party unserer Kreisverwaltung musste am Donnerstagabend so wie das gesamte Bühnenprogramm der SommerAlm leider ausfallen. Das war auch schon am Mittwoch aufgrund der Dauerregenfälle und der Sturmwarnungen der Fall. So eine verregnete SommerAlm hat es bisher noch nicht gegeben, was mir natürlich für die Gastronome oben vor Ort leid tut und für alle, die so viel Arbeit und Mühe in die Organisation investiert haben, um den Besucher zehn wunderbare Tage zu bieten. Hoffen wir, dass Petrus zum Wochenende hin mehr Erbarmen mit uns hat.

Heute Morgen fand, wie vor meinem Urlaub üblich, ein verwaltungsinternes Jour Fixe mit meinen engsten Mitarbeitern statt. Auch musste ich noch zahlreiche Unterschriften leisten. Ab morgen werde ich vom Kreisbeigeordneten Klaus-Dieter Woll vertreten. Am Samstag und Sonntag werde ich es mir nicht nehmen lassen, nochmal die SommerAlm zu besuchen und beim Almabtrieb dabei zu sein.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen weiterhin einen schönen Sommer, mit hoffentlich besserem Wetter!

Danke für Ihr Interesse an meinem Blog, herzliche Grüße, bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat Sören Meng


28.07.2023: Auf zur Alm!

28.07.2023: Auf zur Alm!

Die Blieskasteler Werkstätten des Ökumenischen Gemeinschaftswerkes Pfalz GmbH unterstützt die Kreisverwaltung bei der Digitalisierung und Archivierung von Akten
Landrat Sören Meng begleitet Minister Dr. Magnus Jung bei seiner Tour durch den Landkreis
Pascal Schwickert ist mit seiner eppfon GmbH der neue Telekommunikationsfachhändler im Herzen von Eppelborn
Bei den Unternehmensbesuchen von Landrat Sören Meng steht der Austausch über Herausforderungen, Ziele und Wünsche im Fokus, wie hier mit Saarpor-Geschäftsführer Sven Eckhardt, Thomas Heinlein und Wirtschaftsförderer Klaus Häusler (rechts)
Interessante Einblicke in die Produktvielfalt und Produktion gewährte Saarpor-Geschäftsführer Sven Eckhardt bei Rundgang über das Firmengelände
Die innovative Kern GmbH kann auf stolze 161 Jahren erfolgreiche Unternehmensgeschichte zurückblicken
Ministerin Christine Streichert-Clivot und Landrat Sören Meng sind der Einladung des Fördervereins „Historische Grubenanlage Itzenplitz e.V“ ans alte Bergwerk gefolgt
Die Krummenauer Anlagenbau GmbH ist weit über die Landesgrenzen hinaus aktiv und kann mit seinen innovativen Produkten weltweite Erfolge aufzählen
Auch die Krummenauer Torbau GmbH ist erfolgreich unterwegs und feiert 2025 100jähriges Bestehen
Die Vertragsunterzeichnung besiegelt die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der WVO und den Stadtwerken Lebach

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

die Zeit schreitet voran, die erste Woche der Sommerferien ist schon fast Geschichte. Heute um 18:00 Uhr beginnt endlich die SR 3-Sommeralm, auf die wir uns alle sehr freuen. Präsentiert wird sie vom Moderatorenduo Marcel Lutz-Binder und Michael Friemel mit Unterstützung des SR 3 Unterhaltungschefs Eberhard Schilling, der lange Jahre als Alm-Ebi aktiv war. Christian Rau und sein Team der Tourismus-und Kulturzentrale sorgen, gemeinsam mit dem Gastronomen-Team und der Unterstützung zahlreicher Sponsoren, dafür, dass auf dem Berg zehn Tage lang richtig viel los ist. Zwei Kinderfeste, ein Regionalmarkt übernächsten Sonntag und natürlich ein interessantes Musikprogramm werden für tolle Unterhaltung für die ganze Familie sorgen. Das Ganze natürlich ohne Eintritt. Daher freue ich mich, viele von Ihnen während der Sommeralm zu begrüßen.

Diese Woche war geprägt von internen Terminen und Betriebsbesichtigungen, für die leider im normalen Landratsalltag wenig Zeit bleibt. Daher nutze ich die Ferien, um mich bei der Wirtschaft vor Ort zu informieren und etwas über die Herausforderungen und Anliegen zu erfahren.

Hier bin ich Netzwerker und freue mich auf die Begegnungen.

Am Montag war ich bei einer Firma in Blieskastel zu Gast, die mit der Digitalisierung unserer Akten beauftragt wurde.

Unsere Verwaltung wird zunehmend digitalisiert. Daher müssen zahlreiche Dokumente und Akten gescannt und digital archiviert werden - in einer großen Verwaltung nicht gerade wenig Arbeit, weshalb wir sie auslagern mussten.

Seit Kurzem unterstützen uns die Blieskasteler Werkstätten des Ökumenischen Gemeinschaftswerks Pfalz GmbH bei dieser Tätigkeit. Die Mitarbeiter begleiten Menschen mit psychischer Beeinträchtigung bei ihrem Arbeitsalltag und ermöglichen so eine wertvolle Teilhabe am Arbeitsmarkt und am gesellschaftlichen Leben getreu ihrem wundervollen Motto "Wir sind alle gleich einzigartig."

Geschäftsführer Dr. Walter Steinmetz sowie die Geschäftsbereichs-, Werkstatts- und Bereichsleitung haben mir die Gelegenheit gegeben, ins gesamte Werk reinzuschnuppern und den Ablauf der Digitalisierungsarbeiten unserer Akten kennenzulernen. Ein komplexer Vorgang, doch die Beschäftigten vor Ort haben mir mit viel Geduld jeden Schritt erklärt - vielen Dank dafür.

Herzlichen Dank auch für die Chance, den Betriebsalltag und das Gemeinschaftswerk kennenzulernen. Das Team vor Ort leistet eine großartige Arbeit im Sinne der Inklusion! Hier treffen Menschen mit Beeinträchtigung auf berufliche Bildung und Arbeit, die Persönlichkeit eines jeden Einzelnen und damit der Mensch steht jedoch im Fokus - so wie es sein soll!

Am Dienstag besuchte unser Sozialminister Dr. Magnus Jung unseren Landkreis im Rahmen seiner Sommertour.

Auf Einladung des AWO-Landesgeschäftsführers Jürgen Nieser trafen sich verschiedene Mitarbeiter der AWO, Minister Dr. Magnus Jung, Bürgermeister Holger Schäfer und ich zu einem gemeinsamen Frühstück. Minister Jung informierte sich über das AWO Quartiersprojekt „Kennst du deine Nachbarn“, in dem Interessierte u.a. Beratung und Informationen über die in Ottweiler bestehenden Teilhabe-, Freizeit und Unterstützungsmöglichkeiten finden. Im Anschluss ging es zu Christel Mathieu, die gemeinsam mit ihrem Team mit tiergestützter Heilerziehungspflege eine neue, eigenständige Dienstleistung im Gesundheits- & Pflegewesen anbietet. Ziel der Arbeit von Frau Mathieu ist es, Menschen mit besonderen Biografien und Herausforderungen wieder in den Arbeitsmarkt und damit auch in unsere Gesellschaft zu integrieren. Es war sehr interessant von den Menschen selbst etwas über ihre Biografien und Pläne zu erfahren. Danke an dieser Stelle für die großartige Sozialarbeit!

Am Nachmittag tauschte ich mich mit Pfarrer Udo Plank über das Fliedner Hospiz in Neunkirchen aus. Seit Jahren bin ich Mitglied im Förderverein und unterstütze so die wichtige Arbeit des Hospizes. Die Hospizbewegung leistet unverzichtbare Arbeit für unsere Gesellschaft und begleitet Menschen auf ihrem letzten Weg. Ich bin sehr froh, dass es gelungen ist, auch im Landkreis Neunkirchen vor einigen Jahren ein Hospiz anzusiedeln. Auch schätze ich sehr die Arbeit des ambulanten Hospizes.

Danach tagte in Spiesen-Elversberg der Verwaltungsrat unserer Sparkasse Neunkirchen. Hier ging es schwerpunktmäßig um den Jahresabschluss 2022.

Am Mittwoch besuchte ich im Rahmen meiner Tour die Firma Saarpor in Neunkirchen Wellesweiler. Die 50 x 50 cm-Deckenplatte, wie sie in vielen Haushalten früher und auch heute noch zu finden war, zählt zu den „Dauerbrennern“, die den Stempel des traditionsreichen und inhabergeführten Unternehmens tragen und ist vielen von uns sicherlich im Gedächtnis geblieben. Ursprünglich auf Innendämmung spezialisiert, hat die Firma über die letzten Jahrzehnte hinweg ein großes Portfolio an Deko- und Dämmprodukten aus Polystyrol aufgebaut und ist mittlerweile auf der ganzen Welt aktiv. So ist es gut möglich, dass man auch in der Bauindustrie, im Heizungs- und Sanitärbereich, in der Kühllogistik, Automobilbranche und im Freizeitbereich den Namen Saarpor lesen kann. Als sich in den 60er und 70er Jahren das Konzept der Baumärkte auch in Deutschland ausgebreitet hat, hat Saarpor diese Chance genutzt und bedient bis heute mit innovativen Produktlösungen zum Großteil die Baumarktbranche. Mittlerweile hat das Unternehmen mehrere Tochterunternehmen im europäischen Ausland, darunter in Frankreich und Polen. Das Zentrallager ist weiterhin in Neunkirchen. Geschäftsführer Sven Eckhardt, seit über 19 Jahren im Betrieb und Thomas Heinlein, der den kaufmännischen Bereich betreut, zeigten mir auf einem interessanten Rundgang über das Werksgelände und durch die Hallen, wie aus den winzig kleinen Kunststoffkugel Zierleisten, Deckenplatten und zahlreiche andere Produkte entstehen.

Mittags stattete ich der neuen eppfon GmbH im Herzen von Eppelborn einen Besuch ab. Pascal Schwickert feierte Mitte Juli große Store-Eröffnung. Als klassischer und unabhängiger Netzanbieter mit hellen und freundlichen Räumlichkeiten hat er beste Voraussetzungen, sich in der Region zu etablieren. Auch interessante Aktionen und Workshops sind geplant – ich wünsche ihm viel Erfolg beim Start in seine wirtschaftliche Selbständigkeit.

Gestern Morgen fanden verwaltungsinterne Termine statt, unter anderem tauschte ich mich zu aktuellen Baumaßnahmen und Projekten des Dezernates II aus. Die Bautätigkeit unseres Landkreises war noch nie so groß wie heute. Die Sanierung und der Neubau von Schulen fordert mein Team und auch die kommunalen Kassen sehr. Während der Sommerferien wird auch die Digitalisierung weiter vorangetrieben. An dieser Stelle meinem Team herzlichen Dank für das großartige Engagement! Wir nehmen als Schulträger unsere Rolle sehr ernst und wollen durch unser Engagement jungen Menschen gute Bildungsvoraussetzungen, unabhängig des Geldbeutels der Eltern, bieten.

Hier lohnt sich jeder Euro!

Am Mittag besuchte ich die Druckerei Kern in Bexbach, die nur wenige Meter von unserer Kreisgrenze entfernt liegt. Die Druckerei gibt es seit 161 Jahren und ist ein Familienunternehmen, bis vor wenigen Jahren hatte die Druckerei ihren Sitz in Neunkirchen. Heute sind André Kern und sein Bruder Holger Geschäftsführer des erfolgreichen Unternehmens mit über 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

André Kern zeigte mir bei einem Rundgang die neuesten Innovationen. So wurde u.a. 2022 eine neue Druckmaschine für den Digitaldruck "varioPRINT iX3200" angeschafft, die mit ihrer optimierten Tintenaufbereitung und ihrem innovativen Trocknungssystem ein konstant gutes Druckbild bei einem Durchsatz von über 9.000 Seiten im SRA3-Format pro Stunde oder umgerechnet rund 320 DIN-A4-Seiten pro Minute garantiert. Beeindruckt war ich auch von den historischen Druckmaschinen der Firma Heidelberg, die in besonderem Ambiente ausgestellt und immer noch für Kleinstauflagen benutzt werden. Der Firma ist es gelungen, in einem dynamischen Markt sich immer neue Geschäftsfelder zu erschließen und damit erfolgreich zu agieren.

Am Nachmittag besuchte ich mit der Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot das Ensemble Itzenplitz in Heiligenwald. Rund um das alte Bergwerk engagieren sich die öffentliche Hand und private Investoren. Eingeladen hatte der Förderverein „Historische Grubenanlage Itzenplitz e.V“. Dem Verein geht es unter anderem um den Erhalt der historischen Gebäude und der ältesten Fördergerüste des Saarlandes.

Heute Morgen war ich zu Gast bei der Krummenauer Anlagenbau und Krummenauer Torbau GmbH in Neunkirchen. Die Brüder Elmar und Arndt Krummenauer führen mit diesen beiden Firmen das Erbe ihres Uropas Hans Krummenauer fort, der 1925 die Schlosserei in Neunkirchen gegründet hatte. Im Jahr 2000 erfolgte die Neugründung der Firmen, gesplittet in die Krummenauer Anlagenbau und Torbau GmbH.

Die Anlagenbau GmbH in der Wellesweilerstraße hat sich auf Bergbautechnik und Maschinenbau spezialisiert, und ist Dienstleister für Gewerbehandel und vornehmlich Industrieunternehmen. Früher war die Firma eng mit dem Bergbau verbunden, im Laufe der Jahrzehnte hat sich das Spektrum der Firma immer mehr erweitert. Imposant war zu sehen, wie die Schrämwalzen und Schneidköpfe, die in ihrer größten Ausführung einen Durchmesser von 4 Metern haben, im Werk bearbeitet werden. Die aktuelle Lage durch den Ukraine-Krieg, die Verdopplung des Stahlpreises und weitere Gegebenheiten machen der Firma, wie vielen anderen Unternehmen, zu schaffen. Ich danke dem Geschäftsführer Elmar Krummenauer für den offenen Austausch im Beisein unseres Wirtschaftsförderers Klaus Häusler. Etwas entspannter ist die Situation bei der Torbau GmbH, die ihre Produkte im Altseiterstal fertigt. Die Auftragslage ist stabil, wie Arndt Krummenauer mit berichtete.

Im Anschluss tauschte ich mich mit dem Geschäftsführer der WVO Thomas Wagner aus, danach wurde ein Vertrag mit der Stadt Lebach bezüglich der Wasserversorgung geschlossen.

Wenn dieser Blog erscheint, werde ich gerade auf dem Weg Richtung Bergmannsalm sein.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende, vielleicht sehen wir uns auf dem Berg!

Ihr Landrat Sören Meng

 

 


21.07.2023: Auf in die Sommerferien

21.07.2023: Auf in die Sommerferien

Die Viasit Bürositzmöbel GmbH ist ein Vorzeigeunternehmen in Neunkirchen und nun auch Partner der Regionalmarke
Der Landkreis Neunkirchen lobt als erster Landkreis im Saarland einen Wirtschaftspreis aus
Die Trophäe, die es zusätzlich zur Preisprämie beim Wirtschaftspreis zu gewinnen gibt, spiegelt die Geschichte der Region Neunkirchen wider
Andreas Both, Albrecht Kümmel und Hans Josef Theobald sind die drei Gewinner des Fotowettbewerbs "Mein Lieblingsplatz im Saarland"
Das Katastrophenschutzlager in Neunkirchen ist hält einiges an Material für den Ernstfall vor
Bei einem Kooperationsprojekt in Ottweiler lernten Grundschüler Interessantes zur Honigernte
Diese Woche fand die letzte Kreistagssitzung vor der Sommerpause statt
 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

endlich beginnen für die Schülerinnen und Schüler und auch für die Pädagogen die lang ersehnten Sommerferien. Das Wetter lässt derzeit keine Wünsche übrig und wird sicherlich auch in den nächsten Wochen gnädig sein. Auch ich freue mich schon auf meine Ferien, die in wenigen Wochen beginnen werden. In den Sommerferien finden in der Regel keine Gremiensitzungen statt, daher werde ich in dieser Zeit auch wieder Betriebe besichtigen und die Zeit nutzen, mich intensiver mit bestimmten Themen zu beschäftigen. Die vergangenen Wochen waren terminmäßig sehr voll, auch ich freue mich auf etwas Entschleunigung.

Diese Woche war wieder sehr ereignisreich. Los ging es am Montagmorgen mit einem kurzen Videodreh zur Bewerbung der SR 3 Sommeralm, die genau in einer Woche starten wird. Ich freue mich schon sehr darauf, gemeinsam mit vielen Bürgerinnen und Bürgern, die zehn Tage oben auf der Bergehalde zu verbringen. Der Saarländische Rundfunk und natürlich auch die Tourismus-und Kulturzentrale haben ein tolles Programm auf die Beine und die Bühne gestellt. Neben tollen Bands wird es an den Sonntagen schöne Kinderfeste und wieder einen Regionalmarkt geben. Das genaue Programm finden sich hier: SR.de: SR 3-SommerAlm-Partys 2023

Verabschieden Sie sich vom Alltag und genießen Sie das Almfeeling im Landkreis Neunkirchen, getreu dem legendären Motto von Alm-Ebi und Schorsch Seitz: „Morjens geht’s nuff un owends runner“…

Danach besuchte ich die renommierte Firma Viasit Bürositzmöbel GmbH in Neunkirchen, die hochwertige Büromöbel herstellt und international eine Größe ist. Der Geschäftsführer Thomas Schmeer freute sich sehr, neues Mitglied unserer Regionalmarke im Landkreis Neunkirchen zu werden. 

Anschließend konnte er zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Presse und auch Vertreter des Kreistages begrüßen. Zum ersten Mal werden wir nämlich einen Wirtschaftspreis im Landkreis Neunkirchen vergeben, die Pressekonferenz dazu fand in den modernen Viasit-Räumlichkeiten statt. Die Idee dafür stammte unter anderem noch von dem verstorbenen ehemaligen Fraktionsvorsitzenden der CDU Lothar Dietz. Lassen Sie mich an dieser Stelle aus unserer Pressemeldung zitieren:

„Landkreis Neunkirchen lobt als erster Landkreis im Saarland Wirtschaftspreis aus

Der Landkreis Neunkirchen, die Sparkasse Neunkirchen und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) loben in diesem Jahr erstmals einen Wirtschaftspreis aus, der die großartigen Leistungen von Firmen in unserer Region transparent machen und auch die Anerkennung und Wertschätzung zum Ausdruck bringen soll.

„Unser Landkreis Neunkirchen mit seinem vielfältigen Unternehmertum nimmt sich seit vielen Jahren den Herausforderungen des Strukturwandels erfolgreich an. Die Ereignisse der letzten Jahre und die damit verbundenen wirtschaftlichen Entwicklungen haben dem Mittelstand in unserer Region jedoch schwer zugesetzt. Die Anpassung an diese neuen Rahmenbedingungen war und ist nach wie vor ein Kraftakt. Mit dem Wirtschaftspreis wollen wir außergewöhnliches Engagement, den unermüdlichen Einsatz und die Schaffenskraft stellvertretend für alle Unternehmen im Landkreis würdigen. Denn mit diesen Impulsen unserer lokalen Unternehmen wird unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft angetrieben“, so Landrat Sören Meng zu den Gründen für die Ausschreibung.

Aus diesem Grund wurde für den Themenschwerpunkt des Wirtschaftspreises die Schlagworte Zukunft – Gemeinsam – Sichern gewählt. Im Fokus stehen also die zunehmende Dynamik und Komplexität des Marktes und die notwendige Anpassungs- und Reaktionsfähigkeit von Unternehmen, um dadurch die Überlebensfähigkeit und den Erfolg dauerhaft zu sichern.

„Dabei geht nicht nur um finanzielle Aspekte eines Unternehmens, sondern auch um Entscheidungen zum Wohle der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie des Kundenstamms. Der Begriff der Zukunftsfähigkeit, unter dessen Mantel dieser Wirtschaftspreis vergeben werden soll, lässt sich also weiträumig definieren und soll viele kleine, familiengeführte und mittelständische Unternehmen sowie Start-Ups motivieren, sich zu bewerben“, so Meng abschließend.

Im Vordergrund steht die erfolgreiche und gesellschaftliche Arbeit der Neunkircher Wirtschaft für die gesamte Region. Die Bewerbung erfolgt anhand der Beantwortung verschiedener und offen formulierter Fragen, u.a. zu Modernisierungen im Betrieb, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, oder Vorkehrungen zur Attraktivität als Arbeitsgeber.

Mit welchen Unterlagen und Materialien sich beworben wird, steht den Unternehmen frei. Auch Ton- und Bildaufnahmen, PowerPoint-Präsentationen etc. sind zugelassen.

Der Wirtschaftspreis des Landkreises ist mit einem Preisgeld von 3.000, -- Euro dotiert.

Der Zweit- und Drittplatzierte erhalten 2.000, -- bzw. 1.000, -- Euro

Die Preisgelder in Gesamthöhe von 6.000 Euro werden von der Sparkasse Neunkirchen gesponsert.

„Als regional verankertes Kreditinstitut schlägt unser Herz für die Region. Für uns als Sparkasse ist die Förderung des Mittelstandes nach wie vor ein vorrangiges Geschäftsziel. Mittelständische Unternehmen sind das wichtigste Fundament unseres Wohlstands, Vorreiter und Innovationsmotor unserer Wirtschaft, wichtige Arbeitgeber und bedeutende Steuerzahler in der Region. Wir freuen uns daher, dass mit dem Wirtschaftspreis des Landkreis Neunkirchen diese besondere Bedeutung gewürdigt wird, und unterstützen ihn sehr gerne“, so Jörg Welter, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Neunkirchen beim Pressetermin zur Auslobung des Wirtschaftspreises.

Der Preis selbst bzw. die Ehrengabe wurde von dem Künstler Hans Huwer aus Spiesen-Elversberg kreiert: „Das Objekt zeigt den äußeren Kranz des bekannten Landkreis-Logos, der im unteren Teil von einer weiteren Form im rechten Winkel durchdrungen wird. Das äußere Band soll aus Cortenstahl gefertigt werden, während die durchdringende „W-Form“ aus Edelstahl besteht. Die Gesamtform und der Materialmix stellen eine Symbiose von alt und neu dar. Die rostige Oberfläche erinnert an die Vergangenheit der Region, die von Kohle und Stahl geprägt ist. Die untere aufstrebende „W-Form“ steht für Wirtschaftsleistung und Wandel“.

Im Herbst wird eine Jury, bestehend aus Vertretern aus Wirtschaft und Politik, unter allen eingesendeten Bewerbungen die Preisträger bestimmen.

Die Preisvergabe erfolgt am 14. November 2023 im Rahmen einer Wirtschaftsgala in der Stummschen Reithalle in Neunkirchen.

Ein schöner Aspekt des neu geschaffenen Wirtschaftspreises ist die Anfertigung der Ehrengabe in der Metallwerkstatt der Lebenshilfe Neunkirchen im Werkstattzentrum für behinderte Menschen (WZB gGmbH).

Ein klares Zeichen für gelebte Inklusion im Wirtschaftsbereich unserer Region.

Alle Informationen zum Wettbewerb (Teilnahmebedingungen, Bewerbungsformular und FAQ´s) findet man auf der Internetseite www.wirtschaftspreis-landkreis-neunkirchen.de."

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Ich hoffe auf viele Bewerbungen!

Am Nachmittag fand eine Besprechung rund um das Themengebiet der Kindertagespflege im Landkreis Neunkirchen statt. Sie ist eine sinnvolle Ergänzung zum Angebot der Kindertageseinrichtungen und soll weiter ausgebaut werden. 

Der Dienstag stand ganz im Zeichen der Schulung des Verwaltungsrates der Sparkasse Neunkirchen. Da wir als Kontroll-Organ der Sparkasse fungieren, ist die regelmäßige Fortbildung zu sparkassenrelevanten Themen vorgeschrieben und wichtig. Daher wurde der gesamte Verwaltungsrat im CFK in Spiesen-Elversberg geschult.

Am Mittwochmorgen fand eine Besprechung mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern im Landkreis Neunkirchen zu verschiedenen Themen statt. Unter anderem ging es auch um den Katastrophenschutz und die entsprechenden Bedarfe.

Im Anschluss tauschte ich mich mit dem Vorsitzenden der Bernstein Stiftung Roman Uwer zu einem neuen Projekt aus. Am Nachmittag tagte der Aufsichtsrat der Tourismuszentrale Saarland.

Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die Preisverleihung des Fotowettbewerbes am Erlebnisort Reden dar. Mit der Vernissage unter freiem Himmel wurde gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Neunkirchen Jörg Welter, Bürgermeister Markus Fuchs und dem Standortmanager Eric Schneider die Outdoor-Ausstellung "Mein Lieblingsplatz im Saarland" eröffnet.

300 Einsendungen haben den Zweckverband Reden, der in Kooperation mit dem Fotoclub "Tele" Freisen zum gleichnamigen Fotowettbewerb aufgerufen hat, erreicht. Aufgabe einer Jury, der auch ich angehören durfte, war es, die 25 schönsten Aufnahmen aus dem ganzen Saarland herauszusuchen. Der Erlebnisort Reden mit seiner malerischen Kulisse, die ebenfalls Motiv zahlreicher Einsendungen war, eignete sich perfekt dafür. Ab sofort kann man nun an 22 Stehlen rund um den Wassergarten die Aufnahmen bewundern.

Die Bilder sind eine wunderbare Hommage an unser bemerkenswertes Bundesland und unsere Heimat und ich hoffe, dass die Fotografien die künftigen zahlreichen Besucherinnen und Besucher dazu einladen werden, unsere wundervolle Region mit anderen und besseren Augen zu sehen.

Herzlichen Dank an alle, die dieses Projekt unterstützt und möglich gemacht haben. Insbesondere auch an den Fotoclub Tele Freisen, ohne dessen Herzblut und Expertise die Realisierung dieses tollen Fotowettbewerbes nicht möglich gewesen wäre! 

Gestern Morgen besuchte ich kurz ein Kooperationsprojekt für die Grundschulen in Ottweiler, die im AWO Seniorenzentrum Ottweiler im Rahmen des Besuches des Bienenlehrpfades Honig schleuderten und einiges über die nützlichen Tiere erfuhren. Veranstaltet wurde das ganze vom Obst-und Gartenbauverein Ottweiler sowie dem Imkerverein Ottweiler. Der Landkreis hatte diesen Bienenlehrpfad im Rahmen der Bürgerstiftung finanziell unterstützt. Ich finde es wichtig, dass Schülerinnen und Schüler unsere Natur und ihre Lebewesen kennen und schätzen lernen. Ich bin überzeugt, dass diese Kenntnisse sie ein Leben lang prägen und möglicherweise ökologischer handeln lassen. Vielen Dank an dieser Stelle der AWO und den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Vereine. 

Im Anschluss besuchte ich das provisorische Katastrophenschutzlager in Neunkirchen. Ursprünglich hatten wir eine Lagerstätte am ehemaligen Impfzentrum Sinnertal. Am neuen Standort befindet sich zahlreiches Material, das im Katastrophenfall in den Einsatz käme. Unter anderem sind dies Feldbetten, große Zelte, Stromgeneratoren und sonstiges Material.

Noch in diesem Jahr soll mit dem Bau eines eigenen Katastrophenschutzlagers in Ottweiler begonnen werden. 

Um die Mittagszeit nahm ich an einer Videoschalte mit der Wirtschaftsstaatssekretärin teil. 

Am Nachmittag tagte der Kreistag. Im öffentlichen Teil ging es unter anderem um den Beteiligungsbericht 2021, der die Beteiligungen des Landkreises an Gesellschaften und Institutionen aufzeigt und somit transparent macht. Er ist im Internet abrufbar.

Auch die Verwendung der Feuerschutzsteuer mit der Bezuschussung eines Tanklöschfahrzeuges für die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung des Landkreises Neunkirchen sowie eines Gerätewagens „Atemschutz“ wurde beschlossen.

Ebenfalls wurden Mittel freigegeben für den Ersatzneubau der katholischen Kindertageseinrichtung Maria Himmelfahrt in Humes. Das Besondere bei dieser Baumaßnahme ist, dass der Landkreis die Mehrkosten für eine zusätzliche vierte Gruppe des Kindergartens trägt, damit die Belegung durch den Landkreis erfolgen kann. Die Gesamtkosten sind mit rund 4,7 Mio. € veranschlagt, auch das Land beteiligt sich mit rund 1,8 Mio. € an dem Projekt. Insgesamt wird der Landkreis Neunkirchen dieses Projekt ebenfalls mit 1,8 Mio. € bezuschussen. Im Betrieb werden später 36 % der Personalkosten durch den Landkreis übernommen. 

Ebenfalls wurde ein Zuschuss für das Projekt „Sprungbrett für Eltern und Kinder“ in Neunkirchen für die Zeit vom 01. September 2023 bis 31. August 2025 beschlossen. Das Projekt, das mir sehr am Herzen liegt, dient dem Übergang von Kindern der in der Kreisstadt Neunkirchen gelegenen Kindertagesstätten in die Grundschule. Ziel ist es, den Wechsel von der vorschulischen in die schulische Betreuung positiv zu gestalten und somit die betroffenen Kinder an die schulischen Anforderungen heranzuführen. Die Kreisstadt selbst beteiligt sich hier mit 60 % der Gesamtkosten, der Anteil des Kreises beträgt 35 %, die restlichen 5 % trägt der Caritasverband aus Eigenmitteln. Insgesamt bezuschussen wir das Projekt mit rund 56.000 €.

Auch war die Unterstützung der Kindertagespflege und die Übernahme von Kosten in diesem Bereich Thema. Darüber hinaus wurde der Jahresabschluss 2019 festgestellt und mir und meiner Verwaltung Entlastung erteilt. Die CDU-Fraktion im Kreistag informierte sich über den Glasfaser-Ausbau an den Kreisschulen, da es hier Verzögerungen gegeben hat. Hier können wir als Schulträger wenig ausrichten, allerdings sind wir mit der Deutschen Glasfaser in Kontakt, damit möglichst schnell der Ausbau abgeschlossen wird. Am Ende des öffentlichen Teils hatte ich noch eine schöne Nachricht zu verkünden. Wie schon häufig an dieser Stelle ausgeführt, beabsichtigt der Landkreis Neunkirchen in der Seminarstraße, gegenüber der Seminarsporthalle, ein Katastrophenschutzlager zu bauen. Entsprechende Mittel wurden bereits im Haushalt 2023 berücksichtigt. Das Katastrophenschutzlager wird hinsichtlich der Zusammenarbeit mit dem Landkreis Sankt Wendel und dem Saarpfalz Kreis geplant. Dies bedeutet, dass die Gegebenheiten aufeinander abgestimmt werden. Auch ist es denkbar, dass wir bei einer Erweiterung des Lagers das Ehrenamt entlasten können. Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit ist es möglich, dass wir gemeinsame Atemschutzwerkstätten und Schlauchwerkstätten für unsere Wehren im Kreis vorhalten. Durch den Bau dieses Katastrophenschutzlagers muss der bisherige Sportplatz, der in erster Linie dem Schulsport dient, verlagert werden. Da dieser schon seit einigen Jahren in einem eher schlechten Zustand ist und der Landkreis hier Mittel zurückhält, soll in Absprache mit den Vereinen Ottweiler ein multifunktioneller Kunstrasenplatz entstehen. Bei ihrem Besuch sagten Innenminister Reinhold Jost und Staatssekretär Torsten Lang Bedarfszuweisungen zu. Für die Maßnahmen wurden rund 1,3 Millionen € in Aussicht gestellt. Dies ist eine gute Grundlage für unsere weiteren Planungen, die der Kreistag begleiten wird. 

Heute Morgen fand die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Personennahverkehr Saarland, dessen Vorsitzender ich bin, statt. Unter anderem ging es um die Änderung der Satzung zum Ausgleich gemeinwirtschaftlicher Verpflichtungen durch Anwendung des Verbundtarifs. Hier hat sich das Land bereit erklärt, finanzielle Mittel für die Aufgabenträger zu übernehmen, um die Attraktivität des ÖPNV zu stärken. 

Morgen Abend bin ich in Hüttigweiler zu Gast. Dort habe ich bei der Dorfkirmes die Schirmherrschaft übernommen. 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, 

ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende. 

Genießen Sie den Sommer!

Ihr Landrat Sören Meng

 

 


14.07.2023: Tourismus, Gremien, Astronaut

14.07.2023: Tourismus, Gremien, Astronaut

Minister Reinhold Jost und Staatssekretär Torsten Lang folgten den Ausführungen zur geplanten Katastrophenschutzhalle in Ottweiler
SZ-Reporterin Elke Jacobi informierte sich ausführlich über die Planungen des Landkreises und des gesamtes Saarlandes zum künftig größeren Besucherstrom zu den Fussballspielen der SVE
Landrat Sören Meng steuerte einen Beitrag zum Buch "100 Texte für den Frieden" bei
Astronat Matthias Maurer begeisterte die Gäste in der Neunkircher Gebläsehalle mit seinem Vortrag "Die Welt von außen"

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

Sie werden sich wohl über meine Überschrift gewundert haben. Allerdings wird es für mich immer schwieriger, geeignete Überschriften zu finden, da ich sie schon seit meinem Amtsantritt Woche für Woche blogge.

Derzeit sind die Wochen für mich dienstlich sehr fordernd. Es sind die vielen Themensprünge, die mein Amt auf der einen Seite so spannend, aber auch anstrengend werden lassen. Gerade jetzt, unmittelbar vor den Sommerferien, ballen sich die Termine, da auch die Gremientermine außerhalb der Ferien stattfinden. Doch es gibt auch immer wieder Termine, an denen man sich sehr erfreuen kann.

Der Montagmorgen gehörte in erster Linie meiner Verwaltung und zahlreichen Anliegen und Unterschriften. Danach fand der Jour Fixe mit unserer Tourismus- und Kulturzentrale statt. Christian Rau und sein Team sind derzeit in abschließenden Vorbereitungen für die bald stattfindende SR 3-SommerAlm. Ein zehn Tage dauerndes Programm wird erneut Jung und Alt begeistern und unseren Landkreis von seiner besonderen Seite zeigen. Aber darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Themen, die unsere TKN beackert. Am Abend nahm ich an der Fraktionssitzung der SPD-Kreistagsfraktion teil.

Am Dienstagmorgen fand eine Besprechung mit dem Oberbürgermeister der Kreisstadt Neunkirchen Jörg Aumann zu verschiedenen Themen statt. Im Anschluss tauschte ich mich mit unserem Innenminister Reinhold Jost und dem Staatssekretär Torsten Lang rund um den Katastrophenschutz aus. Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten für unsere Katastrophenschutzhalle in Ottweiler beginnen. Hier sind wir auf Fördergelder angewiesen. Ich bin sehr optimistisch, dass wir hier auf Bedarfszuweisungen hoffen können. Es war ein sehr guter Austausch, der Minister und der Staatssekretär lobten unsere Planungen.

Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die Sitzung des Prüfungsausschusses der Sparkasse Neunkirchen, dessen Vorsitzender ich bin, dar. In dieser Sitzung wurden beispielsweise die externen Prüfberichte, unsere Sparkasse betreffend, erläutert.

Am Mittwochmorgen fand ein Pressegespräch mit der Saarbrücker Zeitung zum Aufstieg der SV Elversberg und den Auswirkungen für den Tourismus statt. An dem Gespräch nahmen neben dem TKN-Werksleiter Christian Rau auch die Geschäftsführerin der Tourismuszentrale Saar Birgit Grauvogel teil. Durch den Aufstieg in die zweite Liga werden deutlich mehr Menschen wie bisher unserer Region besuchen. Dies ist auf der einen Seite eine Herausforderung für die Infrastruktur, auf der anderen Seite eine große Chance für die regionale Wertschöpfung und die Tourismusdestination Saarland. Hier arbeiten wir eng mit dem Verein zusammen und stellen entsprechende Informationen zur Verfügung.

Danach besuchte mich Frau Becker, die das Projekt des Schaumberg Verlages „100 Texte für den Frieden“ mit betreut. Wenige Zeit nach dem Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine wurde das Projekt gegründet. 100 Persönlichkeiten und Autoren stellten 100 Texte zur Verfügung, die zu einem Buch zusammengeführt wurden. Der Erlös geht zu 100 % an die Ukraine-Hilfe. Auch ich habe mich mit einem Text beteiligt. Seit dieser Zeit wurden zahlreiche Lesungen durchgeführt und etliche Bücher verkauft. Das Buch kostet 20 € und ist im Buchhandel und beim Schaumberg Verlag erhältlich. Hintergrund des Besuches war das Signieren von einigen Büchern, die verlost werden sollen.

In Neunkirchen fand eine Besprechung mit unserem jugendärztlichen Dienst des Gesundheitsamtes statt bezüglich der Situation von Kindern, die eingeschult werden, aber noch keinen Kindergartenplatz hatten. Hier tauschten wir uns, auch mit Vertretern des Kreisjugendamtes, aus und diskutierten Lösungsansätze. Wie schon öfter hier ausgeführt, fehlen im Landkreis Neunkirchen zahlreiche Kindertagesplätze. Wir alle wissen, wie wichtig für Kinder der Kindergartenbesuch ist. Hier findet auch eine Sozialisation statt, damit der Übergang von Kindergarten zur Schule leichter fällt. Ich hoffe, wir können in nächster Zeit die Situation entschärfen.

Im Anschluss tagte der Aufsichtsrat unserer Neunkircher Verkehrs GmbH, dessen stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender ich bin. Hier ging es unter anderem um die Elektromobilität, die natürlich auch bei unserem Verkehrsunternehmen Einzug halten wird.

Der schöne Abschluss meines Arbeitstages stellte das Sommerfest des Saarländischen Landtages dar. Hier konnte ich mich mit vielen Menschen zu unterschiedlichen Themen austauschen.

Gestern Morgen nahm ich an einer interessanten Veranstaltung in der Gebläsehalle Neunkirchen teil. Zu der Veranstaltung hatten das Wirtschaftsministerium, TraSaar und Autoregion e.V. eingeladen. Es ging um einen zukunftssicheren Mittelstand in der Automobilzulieferindustrie. Dieses Thema ist am Puls der Zeit, gerade im Landkreis Neunkirchen sind viele Arbeitsplätze mit der Automobilindustrie verbunden. Immer noch gehört diese Industrie zu den weltweit innovativsten Branchen und ist ein maßgeblicher Faktor unserer heimischen Wirtschaftskraft. Eine gute Nachricht erreichte mich diese Woche vom Automobilzulieferer Eberspächer, der mit den Arbeitnehmervertretern einen Zukunftstarifvertrag abgeschlossen hat.
Sehr spannend war der Impulsvortrag des saarländischen Astronauten Matthias Maurer, der uns mit auf seine spektakuläre Mission nahm und gleichzeitig auch von den Chancen für den Mittelstand sprach.

Danach fand der regelmäßige Jour-Fixe „Erlebnisort Reden“ mit unserem Standortmanager Eric Schneider und meinem Stellvertreter im Zweckverband, Bürgermeister Markus Fuchs statt. In den nächsten Wochen und Monaten finden hier zahlreiche Events statt, auch wird nächste Woche das Ergebnis des Fotowettbewerbes „Mein Lieblingsplatz im Saarland“ offiziell bekannt gegeben. Es sind tolle Fotografien entstanden, seien Sie gespannt!

Anschließend tagte der Kreisausschuss mit einer umfangreichen Tagesordnung, hier gab es auch vorbereitende Beschlüsse für den Kreistag in der kommenden Woche.

Heute Morgen fand die Klausurtagung der saarländischen Landräte im Saarpfalz-Kreis statt. Heute Abend werde ich an den Merchweiler Schlemmertagen teilnehmen, anschließend besuche ich die Eröffnung des Dorffestes Wustweiler, das erstmals seit einigen Jahren wieder gefeiert wird.

Am Samstag besuche ich das Mitarbeiterfest unserer NVG, am Abend bin ich Schirmherr beim 120-jährigen Geburtstag des DRK Neunkirchen.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


07.07.2023: Sicherheitsfragen und Inklusion im Fokus

07.07.2023: Sicherheitsfragen und Inklusion im Fokus

Der Landkreis Neunkirchen schult seine Mitarbeiter und ist gut aufgestellt beim Thema Katastrophenschutz
Bauamtsleiter Thorsten Mischo erklärte Ministerin Christine Streichert-Clivot und Landrat Sören Meng die Pläne im Detail
Landrat Sören Meng lässt sich von den Schülerinnen und Schülern den Unterricht mit digitalen Medien zeigen
Briefumschläge zur Betrugsprävention sollen vor allem ältere Menschen vor Trickbetrügern schützen
Gemeinsam mit Innenminister Reinhold Jost und der neuen Bildunsstaatssekretärin Jessica Heide durfte Landrat Sören Meng das gemeinsame Sportfest eröffnen
Das Betriebsfest der reha GmbH mit italienischem Motto war ein voller Erfolg

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

erneut geht eine spannende Woche zu Ende.

Der Montag begann mit einem Seminar rund um den Katastrophenschutz. Unser Stabsstellenleiter Katastrophenschutz Alexander Koch hatte das verwaltungsinterne Seminar vorbereitet. Es ging um den Verwaltungsstab, der im Katastrophenfall zum Einsatz kommt. In meinem Statement zu Beginn des Seminars erinnerte ich an die zurückliegende Corona-Zeit, damals war der Verwaltungsstab sehr früh und sehr effizient tätig. Möglich machte das sicherlich das Seminar an der Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung (kurz: BABZ) in Bad Neuenahr, das wir noch im Januar 2020, also vor der Pandemie, besuchten. Uns ist es wichtig, dass wir die Stabsarbeit weiterhin verinnerlichen, um im Falle eines Falles schnell tätig sein zu können. Unter anderem ging es in dem ganztägigen Seminar um Maßnahmen, die bei der Katastrophe im Ahrtal umgesetzt worden sind und um Erfahrungen der Feuerwehr Eppelborn bei vergangenen Starkregenereignissen. Herzlichen Dank meinem Team für die tolle Mitarbeit und das Engagement im Sinne des Katastrophenschutzes.

Um die Mittagszeit hatte ich die schöne Aufgabe, gemeinsam mit unserer Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot und dem Team des Krebsberggymnasiums Neunkirchen die Planungen für das erste Ganztagsgymnasium im Saarland vorzustellen. Es freut mich sehr, dass von der Stadtverwaltung Oberbürgermeister Jörg Aumann und Bürgermeisterin Lisa Hensler anwesend waren.
Bereits zu Beginn des Schuljahres 2025/26 wird der erste Nutzungsbereich mit neugestalteter Mensa fertig sein. Dieses Projekt stellt einen Meilenstein dar, der nicht nur das Bildungsangebot in unserer Kreisstadt und unserem Landkreis erweitert, sondern auch neue Chancen und Möglichkeiten für die Schüler, Lehrer und auch die Eltern ermöglicht. Wir haben erkannt, dass die Anforderungen an die Schülerinnen und Schüler und ihre Familien in der heutigen schnelllebigen Welt gestiegen oder zumindest sich geändert haben. Mit dem ersten Ganztagsgymnasium bieten wir hier im Landkreis nun eine innovative Antwort, indem eine umfassende Bildung und Betreuung gewährleistet wird und darüber hinaus noch vieles mehr. Als Schulträger sind wir uns der Verantwortung bewusst, die wir für die Bildung und Entwicklung der jungen Generation tragen und wir sind stolz, dass dieses Leuchtturmprojekt für zukunftsorientiertes Lernen bei uns im Landkreis zustande gekommen ist. Und dafür investieren wir nach aktuellem Stand 2,4 Millionen Euro. Die baulichen Gegebenheiten mit der stattlichen Bruttogeschossfläche von 18.350 m², verteilt auf 6 unterschiedliche Gebäudeteile am Standort, haben das Projekt eines Ganztagsgymnasiums für den Landkreis Neunkirchen erst möglich gemacht. Die Kapazitäten wurden im Vorfeld durch unser Kreisbauamt geprüft und als ausreichend erachtet, sodass „nur“ eine Verlagerung und damit verbunden eine Umgestaltung der Nutzungsbereiche notwendig war, eine großzügige Barrierefreiheit wird bei allen weiteren Bauvorhaben berücksichtigt. Auch die Mensa, die gerade bei Ganztagesschulen so viel mehr ist als nur ein Ort der Nahrungsaufnahme, sondern auch als Treffpunkt, der als wesentlicher Bestandteil der Schulentwicklung betrachtet werden kann, wird neu gestaltet. Der Schulleiter Gerd Mutscheller und seine Kollegin Frau Bullacher stellten im Anschluss das pädagogische Konzept vor. Die Ministerin und der Oberbürgermeister lobten das Engagement der Schule und des Schulträgers. Ich danke an dieser Stelle allen, die sich hier engagieren und noch engagieren werden. Auch für mein Team der Kreisverwaltung wird die Realisierung in den nächsten Monaten eine Herausforderung sein. Mit der Umsetzung eines echten Ganztagsgymnasiums ging ein persönlicher Wunsch von mir in Erfüllung, denn ich bin von der Qualität des Ganztagsunterrichtes überzeugt. Nur so können wir dafür sorgen, dass Schülerinnen und Schüler gleiche Bildungschancen haben. Durch den geplanten Ganztag am Krebsberggymnasium haben die Eltern weiterhin die Wahlmöglichkeit, ihr Kind an ein Gymnasium mit einem sogenannten Halbtagsangebot anzumelden. Hier ist der Landkreis Neunkirchen mit drei weiteren Gymnasien, die hervorragende Arbeit leisten, bestens aufgestellt.

Am Nachmittag tagte der Kreditausschuss der Sparkasse Neunkirchen, den ich leitete.

Am Dienstagmorgen fanden zahlreiche interne Besprechungen statt. Unter anderem ging es um den künftigen Stellenplan der Kreisverwaltung, der im Rahmen der Haushaltsvorberatungen erstellt wird. Am Nachmittag stand die Sicherheit insbesondere unserer älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger im Fokus. Mit dem sogenannten „Enkeltrick“ oder auch „Neffentrick“ werden seit geraumer Zeit gutgläubige Seniorinnen und Senioren auf kriminelle Weise ausgenutzt. Die Betrüger melden sich oft per Telefon an die potenziellen Opfer und geben sich äußerst glaubwürdig als Familienmitglied aus, das schnell finanzielle Unterstützung benötigt. Die Täter setzen ihre Opfer dabei meist so massiv unter Druck, dass das Bankpersonal keine Informationen zur gewünschten Bargeldabhebung erhält. Daher hat die Sparkasse Neunkirchen nun gemeinsam mit der Polizei des Saarlandes sowie mit den Senioren-Sicherheitsberater*innen einen Briefumschlag für die Auszahlung größerer Bargeldauszahlungen gestaltet, mit dessen Hilfe Telefonbetrügern das Handwerk gelegt werden soll.

Das Briefcouvert ist mit sechs zielgerichteten Fragen bedruckt, die kritisch einen möglichen Betrugsversuch hinterfragen. Außerdem trägt der Umschlag die Aufschrift "Vorsicht Betrugsgefahr! Wenn Sie zwei oder mehr Fragen mit "Ja" beantwortet haben: Wählen Sie die 110!“ Im besten Fall werden diese Fragen bei der Bargeldabhebung gemeinsam mit dem Sparkassenangestellten beantwortet und so Betrugsfälle verhindert und potenzielle Opfer geschützt. Die Umschläge wurden gemeinsam mit der Ehrenamtsbörse und der Polizei erarbeitet und liegen in allen Sparkassen-Geschäftsstellen aus.

Am Mittwochmorgen war ich an der Gemeinschaftsschule Neunkirchen-Stadtmitte zu Gast, die zurzeit in Wiebelskirchen untergebracht ist. Hier konnten wir erneut eine digitalisierte Schule vorstellen. Unser Team der Bautechnik und der Schul-IT hat mit Unterstützung des Hausmeisters die Schule vollumfänglich neu verkabelt und die Serverstruktur erneuert. Auch diese Gemeinschaftsschule kann sich über ein flächendeckendes leistungsfähiges WLAN mit Industriestandard in allen Klassen freuen. Alle 24 Klassenzimmer wurden mit neuen Laser-Beamern, Apple-TVs und Soundbars ausgestattet. Auch wurden neue Schulserver, neue Firewall eingerichtet, um höchste IT-Sicherheitsstandards zu erfüllen. Der Gesamtinvest für die Digitalisierung der Infrastruktur betrug rund 130.000 €, zu dem kamen fast 220.000 € für Endgeräte wie PCs und die Ausstattung der Schüler und Lehrkräfte mit iPads hinzu. Ein Großteil der Investitionen konnte dank Fördermitteln von Bund und Land getätigt werden.

Am Nachmittag fand die Aufsichtsratssitzung und Gesellschafterversammlung der IKS Industriekultur Saar GmbH, dessen Aufsichtsratsmitglied ich bin, in Saarbrücken statt. Diese Sitzung tagt nicht-öffentlich, sodass ich an dieser Stelle keine weiteren Infos geben kann.

Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die Leitung unseres Kreisjugendhilfeausschusses in Neunkirchen dar. Hier gab es eine umfangreiche Tagesordnung zu absolvieren, bei der es immer um die Belange von Kindern und Jugendlichen und die entsprechenden Projekte ging. Neben Vertretern des Kreistages sind auch Vertreter der Träger der Jugendhilfe im Gremium.

Gestern Morgen besuchte ich ein gemeinsames Sportfest in Neunkirchen, an dem Schülerinnen und Schüler der Bachschule, der Biedersbergschule und der Schule am Ziehwald-Wingertschule teilnahmen. Es ist immer toll zu erleben, wie Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderungen miteinander Sport treiben. Sport verbindet, das machen solche Veranstaltungen immer wieder bewusst. Auch unser saarländischer Innenminister Reinhold Jost war begeistert.

Im Anschluss besuchte ich das Betriebsfest der Reha GmbH Neunkirchen. Hier arbeiten Menschen mit Behinderungen. Schon seit einigen Jahren ist die Reha GmbH mit ihren Produkten auch in unserer Regionalmarke vertreten. Es war schön, zumindest kurz bei diesem Fest dabei zu sein.

Am Nachmittag tagte dann der Ausschuss der Kommission für moderne Verwaltung des Landkreises. Hier stellten wir den Ausschussmitgliedern aktuelle Projekte unserer Kreisverwaltung vor. Natürlich spielt hier die Digitalisierung unserer Dienstleistungen eine große Rolle.

Heute Morgen nahm ich bei unserem Betriebsfest der Kreisverwaltung teil, organisiert von unserer Personalvertretung im Freizeitzentrum Finkenrech. Es ist schön, in ungezwungener Atmosphäre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu treffen und sich mit ihnen auszutauschen.

Am Abend, wenn dieser Blog erscheint, besuche ich die Abiturfeier des KBBZ Neunkirchen. Schon seit Jahren werden in unserem kaufmännischen Berufsbildungszentrum junge Menschen für das Abitur qualifiziert. Danke an die Schulgemeinschaft für ihr Engagement.

Morgen Abend nehme ich an der Abiturfeier des Illtalgymnasiums Illingen teil, die in der schönen Illipse stattfindet. Schon jetzt wünsche ich allen Absolventinnen und Absolventen alles Gute für die Zukunft. Am Sonntagnachmittag besuche ich die 110 Jahr-Feier des DRK Ortsvereines Ottweiler.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

ich wünsche Ihnen ein schönes, sonniges und vor allen Dingen erholsames Wochenende.

Besuchen Sie die Feste in der Region, beispielsweise findet in meinem Heimatort das 30. Wiebelskircher Dorffest statt.

Ihr Landrat Sören Meng


30.06.2023: Jugenddemokratiekonferenz und Gremienarbeit

30.06.2023: Jugenddemokratiekonferenz und Gremienarbeit

Landrat Sören Meng eröffnete zu Beginn der Woche die Jugenddemokratiekonferenz mit 50 teilnehmenden Jugendlichen
Eine Waldliege zum Entspannen ergänzt seit dieser Woche die neu errichtete Inklusionsschaukel als Pausenort am Itzenplitzer Weiher
Immer eine ganz besondere Veranstaltung, die corona-bedingt mehrmals verschoben werden musste: die Feier der Dienst- und Ruhestands-Jubilare
Landrat Sören Meng mit Esra Limbacher, MdB, beim Austausch zu Baumaßnahmen und Förderprogrammen im Landkreis Neunkirchen
Wurst im Einmachglas von Leibrocks Hofladen gehört nun zur Regionalwarenkiste dazu
Auch Minister Reinhold Jost kam zur Eröffnung des Kinderhauses Neunkirchen
Landrat Sören Meng beim Austausch mit Sozialminister Dr. Magnus Jung und OB Jörg Aumann zu aktuellen sozialen Themen
 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

eine ereignisreiche Woche geht zu Ende. Bei gutem Wetter galt es viele Verpflichtungen zu absolvieren, viele Themen zu beackern.

Los ging es am Montagmorgen mit der Jugenddemokratiekonferenz, die im Landratsamt in Neunkirchen stattfand. Demokratie ist eine der wichtigsten Errungenschaften und für uns mittlerweile selbstverständlich. Damit das so bleibt, müssen Demokratie und Freiheit gelebt und verteidigt werden.

Ich ging in meiner Begrüßungsrede auf den hohen Wert unserer Verfassung ein und berichtete von unseren Einbürgerungsfeierlichkeiten und davon, dass viele Menschen, die bei uns eine neue Heimat gefunden haben, immer wieder betonen wie stolz sie sind, in einem Land leben zu dürfen, in dem Grundrechte nicht mit Füßen getreten werden. Das sollten wir uns immer bewusst sein.

Bei dieser Jugend-Demokratiekonferenz der Partnerschaft für Demokratie des Landkreises Neunkirchen hatten die teilnehmenden Jugendlichen die Möglichkeit, sich mit aktuellen und teilweise auch brisanten Themen wie "Hate Speech" oder Rassismus im Alltag altersgerecht und alltagsnah auseinanderzusetzen.

Danke an das Team unseres Kreisjugendamtes und des Adolf-Bender-Zentrums für die Organisation und Durchführung der spannenden Workshops. 

Danach tauschte ich mich mit dem Geschäftsführer des Rettungszweckverbandes Timm Mathis zu verschiedenen Themen aus. Am Anschluss tagte der Kooperationsausschuss unseres Pflegestützpunktes. Der Pflegestützpunkt ist eine örtliche Anlaufstelle für Pflegebedürftige bzw. deren Angehörige.

Wer bisher Fragen bezüglich der Pflege eines Angehörigen hatte, war in der Regel darauf angewiesen, mit vielen verschiedenen Stellen zu kommunizieren: mit der Kranken- und Pflegekasse, der Altenhilfe, dem Mobilen Sozialen Dienst oder auch dem Sozialamt. Die Einrichtung von Pflegestützpunkten sorgt künftig dafür, dass Angehörige alle nötigen Informationen aus einer Hand bekommen. Pflegestützpunkte reduzieren den organisatorischen Aufwand bei der Beantragung von Leistungen zur Behandlung von Erkrankungen, Hilfe bei der Pflege und von der Altenhilfe. Geschultes Personal berät umfassend und kostenlos vor Ort zur Thematik der Pflege.

Pflegestützpunkt im Landkreis Neunkirchen
Knappschaftsstr. 1
66538 Neunkirchen

Telefon: 06821 / 10 26 74

Die Verantwortliche des Pflegestützpunktes Frau Reuter stellte uns die Schwerpunkte der geleisteten Arbeit im vergangenen und in diesem Jahr vor. Der Service des Pflegestützpunktes wird verstärkt in Anspruch genommen. Gleichzeitig ist diese Stelle wichtig in unserem Netzwerk. Unterstützt wird diese Arbeit beispielsweise durch das Engagement unserer Leitstelle "Älter werden“ oder des Demenzvereines im Landkreis Neunkirchen.

Im Anschluss tagte der Beirat unserer Kreisvolkshochschule. Die Leiterin Sarah Falkenrich stellte das Programm für das zweite Halbjahr vor. Auch dieses Mal ist wieder gelungen, tolle Weiterbildungsmöglichkeiten aufzuzeigen und so einen Beitrag zum Bildungslandkreis Neunkirchen zu leisten. Auch reagiert unsere Kreisvolkshochschule immer auf aktuelle Trends und Wünsche der Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer, so stellt das Programm auch immer ein Stückchen Zeitgeist dar.

Am Dienstagmorgen tauschte ich mich mit dem Leiter unserer Finanzverwaltung Olaf Niesen zu den aktuellen finanziellen Herausforderungen unserer Kreisverwaltung aus. Auch ging es darum, wie die vorgesehenen Gelder des Kreishaushaltes 2023 bisher abgerufen wurden. Gerade im Baubereich fließen zurzeit viele Mittel, um notwendige Investitionen zu tätigen. Danach tagten die Führungskräfte der Kreisverwaltung. Hier ging es unter anderem um IT- Sicherheit, Organisatorisches und vieles mehr.

Im Anschluss ging es kurz nach Schiffweiler zum Itzenplitzer Weiher, wo ich eine Bank, die von unserer Beschäftigungsgesellschaft AQA gefertigt wurde, übergab. Im Landkreis Neunkirchen arbeitet man Hand in Hand: Die AQA gGmbH hat gerne den Landkreis dabei zu unterstützt, die neue Inklusionsschaukel am Itzenplitzer Weiher - ermöglicht durch Monika Weis und ihrer Initiative „Großes Herz für kranke Kinder“ - mit einer gemütlichen Bank zum Entspannen aufzuwerten. Herzlichen Dank dafür! Die Gemeinde Schiffweiler hat das Umfeld ansprechend gestaltet. Ich bin mir sicher, dass dieser Ort sehr gut angenommen wird.

Am Nachmittag fand die Feier der Dienst- und Ruhestands-Jubilare der Jahre 2021 und 2022 statt. Es war eine sehr schöne Veranstaltung, bei der ich mich bei meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre jahrzehntelange Arbeit bedanken konnte. Auch waren zahlreiche Ruheständler gekommen, die sich freuten, sich mit alten Kolleginnen und Kollegen auszutauschen. Solche Anlässe sind mir sehr wichtig, denn ich kann mich auf meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlassen. Sie nehmen den Auftrag für unsere Bürgerinnen und Bürger sehr ernst.

Am Mittwochmorgen besuchte mich das Mitglied des Bundestages Esra Limbacher. Der Sozialdemokrat interessierte sich sehr für Projekte des Landkreises Neunkirchen. Unter anderem stellte ich ihm unsere Baumaßnahme Gemeinschaftsschule Stadtmitte in Neunkirchen vor. Hier hoffe ich noch entsprechende Bundesmittel zu erhalten. Esra Limbacher sagte mir Unterstützung zu. Leider sind die Fördermöglichkeiten für solche Projekte derzeit sehr begrenzt.

Danach fanden verwaltungsinterne Termine statt. Am Mittag besuchte ich im Neunkircher Ortsteil Eschweilerhof Leibrocks Hofladen. Familie Leibrock ist schon seit Beginn unserer Regionalmarke im Team. Jetzt fand innerhalb des Hofes ein Generationenwechsel statt. Die beiden Töchter der Familie Leibrock werden die Arbeit der Eltern fortsetzen und weiter ausbauen. Auch wird künftig unsere Regionalkiste dort erhältlich sein.

Im Anschluss nahm ich an der Einweihung des neuen Kinderhauses in Neunkirchen teil. Schon als Sozialdezernent der Kreisstadt Neunkirchen machte ich mich für ein Kinderhaus stark. Leider scheiterte damals das Unterfangen an den Finanzen, allerdings konnten wir in einer alten Immobilie der Stadt ein Angebot für Kinder realisieren. Jetzt wurde das Projekt auf neue, professionelle Beine gestellt. Mit Mitteln des Landes, des Bundes und der Stadt konnte mitten im Herzen der Kreisstadt dieses Kinderhaus realisiert werden. Gemeinsam mit Minister Reinhold Jost, dem Staatssekretär Torsten lang, dem Oberbürgermeister Jörg Aumann, der Bürgermeisterin Lisa Hensler und dem für Soziales zuständigen Beigeordneten Thomas Hans konnte das wichtige Projekt offiziell vorgestellt werden. Danke allen Beteiligten für ihr großes Engagement zum Wohle unserer Kinder!

Am Nachmittag tagte dann der Rechnungsprüfungsausschuss, der sich mit dem Jahresabschluss 2019 beschäftigte.

Gestern Morgen verabschiedete ich einen langjährigen Bediensteten in den wohlverdienten Ruhestand, im Anschluss tauschte ich mich mit dem Team unserer Unteren Bauaufsichtsbehörde aus. Danach tagten die Gremien unserer WVO Wasserversorgung Ostsaar. Los ging es mit der Sitzung des Zweckverbandes, ihr schloss sich die Sitzung des Aufsichtsrates und anschließend die Gesellschafterversammlung an. Für Illingens Bürgermeister Dr. Armin König war dies die letzte Gremiensitzung. Er scheidet in Kürze aus seinem Amt aus. Der Bürgermeister stand unglaubliche 27 Jahre seiner Gemeinde vor, seine erste Gremiensitzung, an der er teilnahm, fand am 15. Juli 1996 statt. Lange Jahre war er stellvertretender Verbandsvorsteher unseres Zweckverbandes Wasserversorgung. Im Rahmen der Gremiensitzung verabschiedete ich das engagierte Mitglied.

Am Nachmittag fand unsere Schulleiterdienstbesprechung - erstmals wieder seit Corona in Präsenz - statt. Als Träger von 18 Schulen ist mir der regelmäßige Austausch mit den Verantwortlichen sehr wichtig. In dieser Sitzung stellten wir organisatorische Änderungen der Kreisverwaltung, unser Bauprogramm und aktuelle Informationen rund um die Digitalisierung vor. Danke auch meinem Team des Dezernates II für die gute Vorbereitung der Sitzung.

Anschließend ging es für mich nach Eppelborn-Dirmingen ins Freizeitzentrum Finkenrech. Dort tagte der Werksausschuss unserer Tourismus- und Kulturzentrale. Die Mitglieder interessierten sich für den baulichen Zustand unseres Gebäudes, das derzeit einen neuen gastronomischen Pächter sucht. Glücklicherweise konnte eine Übergangslösung mit einem Kiosk gefunden werden.

Der Abschluss meines Arbeitstages war recht emotional. Nach über 20 Jahren Tätigkeit als ehrenamtlicher Vorsitzender im Neunkirchen Sportverband hörte Hans Arthur Gräser auf. Der Vorstand seines Sportverbandes hatte eine Überraschungsparty für ihn organisiert. Nach der offiziellen Generalversammlung wurde der scheidende Vorsitzende mit diesem Empfang überrascht. Ich kenne Hans Arthur Gräser schon seit meinen Kindertagen, er verstand es immer, sich für den Sport zu engagieren und die Jugendarbeit zu fördern. Zahlreiche sportliche Veranstaltungen, wie beispielsweise der Neunkircher Triathlon, tragen seine Handschrift. In meiner kleinen Rede würdigte ich Gräsers Engagement. Jetzt geht er zwar von der Brücke, er bleibt aber weiterhin an Bord! Dem neuen Vorsitzenden Team Astrid Massing und Sebastian Brüßel wünsche ich viel Erfolg!

Heute Morgen fand eine Besprechung mit Sozialminister Dr. Magnus Jung und Oberbürgermeister Jörg Aumann zu verschiedenen sozialen Themen statt.

Anschließend gab es einige verwaltungsinterne Termine und Rücksprachen.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, eine arbeitsreiche Woche geht zu Ende.

Ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


23.06.2023: Blutspende, auf der Walz und Jubiläen

23.06.2023: Blutspende, auf der Walz und Jubiläen

Kleiner Stich, große Wirkung: Landrat Sören Meng nahm an der kreisinternen Blutspendeaktion teil
Im Rahmen der Personalversammlung hat Landrat Sören Meng auch Fragen der Mitarbeitenden der Kreisverwaltung beantwortet
Die Schülerinnen und Schüler zeigten Landrat Sören Meng kreative Unterrichtsbausteine, die durch die Digitalisierung nun möglich sind
Landrat Sören Meng im Gespräch mit Michael Heftrich, der auf seiner "Repair-Walz" für die Arbeit der Repair-Cafés wirbt
Gemeinsam mit Martin Scherer, Thomas Wickart und Willi Walter hat Sören Meng das "Neunkircher Gewürz" vorgestellt
Unser wertvollstes Gut: mit der Kampagne TrinkWasSaar soll für die genussvolle und nachhaltige Nutzung unseres Trinkwassers sensibilisiert werden

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

erneut geht eine sommerliche Woche zu Ende. Wie bereits in den letzten Wochen häufen sich die Termine. Neben verwaltungsinternen Dingen, die geregelt werden müssen, finden derzeit auch viele repräsentative Termine statt. Das Ganze macht mir große Freude, muss allerdings genauestens koordiniert werden. Ein herzliches Dankeschön an mein Team, das mich in großartiger Weise unterstützt. Allen voran meiner Sekretärin Birgit Wilhelm, die meine Termine perfekt organisiert.

Der Montagmorgen ging mit einem wichtigen Termin los. Da zurzeit immer wieder Blutkonserven fehlen, hat sich der Landkreis Neunkirchen entschlossen, gemeinsam mit dem Roten Kreuz, eine Blutspendeaktion für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Landkreis Neunkirchen zu initiieren. Über 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nahmen dieses Angebot an, darunter waren viele Erstspender. Oftmals habe ich den Satz gehört: „Ich wollte eigentlich schon immer Spenden, aber es gab keine richtige Gelegenheit.“ Vielleicht hat diese Aktion dazu geholfen, auch das Landkreis Team hier zu sensibilisieren. Auch im nächsten Jahr möchte ich meinem Team dieses Angebot unterbreiten.

Natürlich spendete auch ich, wie schon seit Jahren, Blut. Der kleine Pieks kann viel für unsere Mitmenschen bewirken. Vielen Dank an dieser Stelle meiner Mitarbeiterin Carolin Stauner für die gute Organisation.

Am Nachmittag standen dann interne Termine in meinem Terminkalender. Am Abend wurde ich zum zweiten Mal zum Kreisvorsitzenden des DRK Kreiverbandes Neunkirchen gewählt. Dieses Ehrenamt habe ich von meinem Vorgänger Landrat a.D. Dr. Rudolf Hinsberger übernommen. Ich freute mich sehr, dass auch der Präsident des DRK Michael Burkert gekommen war, um die Arbeit des Kreisverbandes zu würdigen. Auch im Rahmen des Katastrophenschutzes arbeitet der Landkreis eng und vertrauensvoll mit unserem DRK zusammen.

Am Dienstagmorgen fand die Personalversammlung unserer Kreisverwaltung statt. Hierzu hatte die Mitarbeitervertretung eingeladen. Ich nutzte die Möglichkeit, meinem Team für ihre Arbeit zu danken und gleichzeitig die Herausforderungen der Zukunft zu skizzieren. Hier ging es unter anderem um Fachkräftegewinnung, Arbeitgeberattraktivität und Digitalisierung.

Im Anschluss hatte ich auch die Gelegenheit, mich mit zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern persönlich zu unterhalten. Dies freut mich immer ganz besonders, denn solche Gelegenheiten gibt es nicht so oft. Unsere Kreisverwaltung umfasst derzeit 686 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zum Vergleich: Bei meinem Amtsantritt hatten wir 470 Stellen. Dies zeigt, dass die Aufgabenvielfalt in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat.

Am Nachmittag hatte ich die schöne Aufgabe, eine weitere Schule im Zuge der Digitalisierung offiziell zu übergeben. Die Alex-Deutsch-Schule wurde jetzt auch baulich vollumfänglich digitalisiert und durch unsere Bautechnik auf neustem Standard völlig neu verkabelt und mit Server-, Netzwerk- und Verteilerschränken ausgestattet. Auch wurde ein flächendeckendes, leistungsfähiges WLAN mit Industriestandard in allen Klassen installiert. Die mehr als 30 Klassenzimmer wurden mit neuen Laser-Beamern, AppleTV‘s und Soundbars ausgestattet. Danke hier unserer Schul-IT!

Die Gesamtinvestitionen für die Digitalisierung der Infrastruktur betrugen rund 350.000 Euro und nochmal fast 250.000 Euro in Endgeräte für PC-Säle und 1:1-Ausstattung Schüler und Lehrkräfte mit iPads, also rund 600.000 Euro Gesamtinvestition in die Digitalisierung – davon ein Großteil aus Fördermitteln von Bund und Land. Herzlichen Dank allen, die hier einen tollen Beitrag geleistet haben.

Am Mittwochmorgen hatte ich eine Besprechung mit dem Geschäftsführer unserer Wasserversorgung Thomas Wagner. In dieser Besprechung wurden die in der nächsten Woche stattfindenden Gremiensitzungen vorbereitet. Aufgrund der Trockenheit ist sogenannter Wassermangel wieder in aller Munde. Glücklicherweise kann ich an dieser Stelle feststellen, dass unser Landkreis nicht davon betroffen ist. Unsere WVO und auch die KEW Neunkirchen sorgen dafür, dass ausreichend Wasser gefördert wird. Trotzdem sollten wir mit dieser Ressource nachhaltig und besonnen umgehen.

Danach tagte der Aufsichtsrat der RDS-GmbH. Die RettungsDienstlogistik und Service GmbH (RDS) ist eine Tochtergesellschaft des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Saar (90% Beteiligung) und der fünf Beauftragten des saarländischen Rettungsdienstes (DRK, MHD, ASB, Landeshauptstadt Saarbrücken und Kreisstadt Neunkirchen) mit Sitz im Saarpfalz-Park in Bexbach. Während des Geschäftsjahres waren im Durchschnitt 51 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt.

Im Anschluss besuchte ich das Kommunikationszentrum Neunkirchen in der Bachstraße, wo der Österreicher Michael Heftrich unseren Landkreis besuchte. Mit einem besonderen Elektromobil ist Heftrich auf der Walz, um für die Arbeit der Repair-Cafés zu werben. Da er seine „Lehre“ zum ehrenamtlichen technischen Mitarbeiter in Reparatur-Cafés abgeschlossen hat, empfindet er sich, wiewohl handwerklich ja auch bereits Meister (Dreher), erneut als „Geselle“ und seine Fahrt wird der traditionellen „Walz“ der Gesellen nachempfunden.

Michel Heftrichs Motto lautet: „Eine Gemeinschaft ist nur so stark, wie sie gemeinsam schafft!“ Ein starkes Plädoyer für ein Miteinander – für eine ressourcenschonende Zukunft! Begleitet wurde der Besuch von zahlreichen Aktionen der Neunkircher Bürgerinitiative Stadtmitte und dem Team unseres Repair-Cafés vor Ort. Danke allen, die sich hier ehrenamtlich engagieren und damit Tag für Tag unsere Gesellschaft bereichern.

Gestern Morgen tagte mit einer umfangreichen Tagesordnung der Verbandsvorstand des Sparkassenverbandes Saar, auch wurde die Jahresrechnung 2022 mit dem dazugehörigen Prüfungsbericht beraten und festgestellt. Am Nachmittag fanden verschiedene Termine mit Verantwortlichen, unter anderem mit dem Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack und dem Kreisbrandmeister Sascha Cartarius zu Themen rund um den Katastrophenschutz statt. Das Ganze wurde von meinem Stabsstellenleiter Katastrophenschutz Alexander Koch vorbereitet.

Heute Morgen fand eine Aktion zur Vorstellung der neuen saarländischen Förderrichtlinie für Vorhaben und Maßnahmen einer nachhaltigen Wasserwirtschaft, gestartet durch das Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz, an unserem Berufsbildungszentrum TGBBZ in Neunkirchen statt. Das Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürgern für die nachhaltige und genussvolle Nutzung unseres wertvollen saarländischen Trinkwassers zu sensibilisieren. Deshalb startete bereits 2022 die Kampagne „TrinkWasSaar“. Eine der zahlreichen Maßnahmen ist die Ausstattung des öffentlichen Raumes, insbesondere Schulen, mit Trinkwasserspendern. Am TGBBZ wurde seitens der KEW, die der Ausrichter dieser Veranstaltung war, der 1. Trinkwasserspender aufgestellt und damit gleichzeitig auch für das kostbare Gut „Wasser“ geworben.

Im Anschluss ging es nach Freisen, da der dortige Foto Club einen Fotowettbewerb am Erlebnisort Reden begleitet. Unser Standortmanager Eric Schneider, der Bürgermeister von Schiffweiler Markus Fuchs und ich waren von den großartigen Fotografien, die eingereicht wurden, begeistert. Als Jurymitglieder hatten wir die Qual der Wahl. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten.

Im Anschluss wurde in Schiffweiler das Neunkircher Gewürz offiziell vorgestellt. Thomas Wickart hatte sich die Mühe gemacht, bei unserer Marktveranstaltung "Frühling auf Finkenrech" die Besucherinnen und Besucher vor Ort nach ihren kulinarischen Vorlieben zu fragen, um darauf abgestimmt das perfekte Neunkircher Gewürz zu kreieren, das den Geschmack der Neunkircher trifft. Gemeinsam mit dem Rosenhotel Scherer, ebenfalls seit Anfang des Jahres Mitglied in der wachsenden Regionalmarkenfamilie, konnten wie an perfekt gegrilltem Fleisch mit dem köstlichen Neunkircher Gewürz auf der Zunge zergehen lassen.

Um 16:00 Uhr fand dann die Aktion des Landkreises zur Unterstützung der Kampagne Stadtradeln 2023, an der sich unser Landkreis schon seit Jahren beteiligt, statt. Von Wiebelskirchen aus ging es nach Ottweiler zu einer kurzen Rast, ehe es dann über den Wingertsweiher über Steinbach und Hangard wieder nach Wiebelskirchen ging. Wir hatten alle viel Spaß bei dieser Tour. Danke für die Teilnahme!

Morgen bin ich Gast beim Sommerfest der IG BCE Schiffweiler, im Anschluss geht es zum Festkommers der Wiebelskirchen Feuerwehr, die stolze 130 Jahre wird. Gerne habe ich hier, auch als Wiebelskirchen Bürger, die Schirmherrschaft übernommen. Seit über einem Jahrhundert wird hier zum Wohle der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger tolle, ehrenamtliche Arbeit geleistet. Hierfür in besonderem Maße herzlichen Dank. Von Wiebelskirchen aus ging es zur Geburtstagsfeier unseres Kreisbrandinspekteurs Michael Sieslack, der 60 Jahre alt wird.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

eine interessante Woche geht erneut zu Ende. Genießen Sie das gute Wetter und besuchen Sie die zahlreichen Feste in unserer Region, wie beispielsweise an diesem Wochenende, das Neunkircher Stadtfest!

Ich wünsche Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


16.06.2023: Sommerliche Terminvielfalt

16.06.2023: Sommerliche Terminvielfalt

Minister Reinhold Jost, Landrat Sören Meng, Bürgermeister Dr. Armin König und verantwortlicher Bautechnik-Mitarbeiter Axel Schikorski legen gemeinsam die Zeitkapsel nieder
Spiesen-Elversberg im Feier-Ausnahmezustand: als Host Town der Special Olympics mit beherbergte die Gemeinde zahlreiche Athletinnen und Athleten mit Beeinträchtigung, vorwiegend aus Griechenland
Mit zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern der Landes- und Kommunalpolitik wurde die Grundschule Im Allenfeld in Merchweiler offiziell eröffnet
Vorbeugende Maßnahmen gegen die Hitze standen im Fokus des bundesweiten Hitzeaktionstages, an dem sich auch das Kreisgesundheitsamt beteiligte
Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich beim Kurs "KlimaFit", was sie für den Klimaschutz und gegen den Klimawandel ausrichten können
Die Skateanlage im Wagwiesental in Neunkirchen ist die erste dieser Art im gesamten Landkreis und eine Bereicherung für alle Sportbegeistere

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

eine hochsommerliche Woche neigt sich dem Ende. Wie schon in den vergangenen Wochen häufen sich die Termine. Vieles soll noch vor den Sommerferien abgearbeitet werden, das merkt man im alltäglichen Geschäft. Darüber hinaus gibt es zahlreiche, eher repräsentative, Termine, die Corona-bedingt lange warten mussten.

Doch lassen Sie mich mit dem Montag anfangen. Der erste Termin begann mit einem Abstimmungsgespräch zwischen dem Schiffweiler Bürgermeister Markus Fuchs und dem Standortmanager für den Erlebnisort Reden Eric Schneider. Dieser Termin fand im Rathaus Schiffweiler statt und beinhaltete mehrere Themen rund um den Erlebnisort. Im Anschluss konnte ich im Landratsamt in Ottweiler eine Mitarbeiterin befördern. Später fand der verwaltungsinterne Jour-Fixe mit dem Bau- und Schuldezernat statt.

Ein schöner Termin war das Richtfest an der neuen Sporthalle Illingen. Neben Minister Reinhold Jost und Illingens Bürgermeister Dr. Armin König waren zahlreiche kommunale Vertreter*innen und Vertreter*innen der Vereine zum Rohbau gekommen. Lassen Sie mich an dieser Stelle aus meiner Rede zitieren:

„Wir feiern heute nach dem Spatenstich im Juli letzten Jahres nun einen weiteren großen Meilenstein in der Entstehung dieses Gebäudes, das für Illingen und die gesamte Region einen weitreichenden positiven Einfluss haben wird.
Mit großer Begeisterung haben wir die Fortschritte beim Bau dieser modernen Sportstätte verfolgt, die nicht nur den Schülerinnen und Schülern, sondern auch der gesamten Gemeinde, insbesondere natürlich den Sportvereinen vor Ort zur Verfügung stehen wird und damit dem Schul-, Vereins- und Wettkampfsport hier in der Region ganz neue Möglichkeiten eröffnet. Ein Richtfest ist ein Symbol für den Fortschritt und den Erfolg, den wir gemeinsam erreichen können. Diese neue Schulsporthalle steht als Zeugnis für die Werte, die uns als Gemeinschaft verbinden: Bildung, Sport, Zusammenhalt und Entwicklung. Hier entsteht – ganz im Sinne des Miteinanders und Fairplays – ein Ort des Zusammenkommens, des Sports und der gemeinsamen Begeisterung. 

Bereits seit 1974 ist die Sporthalle in Illingen Mittelpunkt des sportlichen Geschehens und wird von den Schulen am Standort und lokalen Sportvereinen genutzt. Die „Reise“ zur neuen Sporthalle begann 2016 mit einem ersten Entwurf für den Ersatzneubau, nachdem festgestellt wurde, dass das Gebäude durch den untertägigen Bergbau stark verformt war. Eine Schieflage von 36 cm und die Wirtschaftlichkeitsrechnungen ließen die Wahl auf einen Neubau fallen.

Zuerst war Bauwettbewerb geplant, dann wurde die Entwurfsplanung von Thorsten Mischo angefertigt. Viele von Ihnen waren im Juli 2022 anwesend, als dann der Spatenstich als unerlässliches Bauritual gesetzt wurde. Nun knapp ein Jahr später sehen wir das Grundgerüst dieser modernen und hochwertigen Sportstätte, in der viele Menschen im Landkreis Neunkirchen bald einen nicht unerheblichen Teil ihrer Freizeit verbringen werden, in der sich Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit bieten wird, ihre sportlichen Fähigkeiten zu entwickeln, sich in Sportwettkämpfen zu beweisen oder bei anderen Anlässen zusammenzukommen.

Um das alles zu realisieren, fließen 8,5 Mio. Euro in dieses Projekt, davon circa 3 Mio. Euro aus der Förderung durch das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz zur Verbesserung der Schulinfrastruktur.

Lieber Herr Minister Jost, herzlichen Dank für diese großartige Form der Förderung, die es dem Landkreis und der Gemeinde Illingen ermöglicht hat, einen Raum für die Förderung eines aktiven und gesunden Lebensstils zu schaffen. Auch gilt mein Dank der Gemeinde Illingen für die 400.000 Euro zur Realisierung einer Tribüne, wodurch die Halle als Vereins- und Wettkampfhalle einen besonderen Mehrwert für die Region bringt. Es war eine einmalige Chance, die ergriffen wurde.

Es war ein langer Weg bis hierher, von ersten kooperativen Abstimmungen mit der Gemeinde Illingen und Bürgermeister Dr. König, über die Projektvorlage beim Innenministerium im Juni 2018 und Entwurfs- und Genehmigungsplanung im Corona-Krisen-Jahr 2021 bis zum Spatenstich und nun heute zum Richtfest. Wenn der weitere Ausbau wie geplant voranschreiten kann, werden wir in knapp einem Jahr (Mai 2024) erneut hier stehen können und die Eröffnung feiern dürfen.

Daher möchte ich mich an dieser Stelle bei allen beteiligten Personen und Unternehmen bedanken, die durch ihre harte Arbeit, durch ihr Fachwissen und durch ihren Einsatz dazu beigetragen haben, dass dieses beeindruckende Bauwerk nun Gestalt annimmt. Dazu zählen

  • Metallbau Scholl
  • Gerüstbau Braunbach und Bernhard
  • das Team der PDK Ingenieure
  • Teambau Planungsgesellschaft mbH
  • Dr. Marx GmbH
  • Dipl.-Ing. Harald Schmeer für die Prüfstatik
  • Bautechnikbüro Detlef Conrad
  • Dumont & Partner für die Entwässerungsberechnung
  • Günter Gabler GmbH
  • Louis Arend GmbH
  • Pöhlmann Stahlbau GmbH

Ein besonderer Dank an die mitwirkenden Fachingenieure: 

  • Herrn Neufeld und Frau Zappala vom Architektenbüro PA+
  • Dem Team um Herrn Denzer und Herrn Kiefer vom Ingenieurbüro PDK
  • Herrn Dincher, der verantwortlich ist für die örtliche Bauleitung
  • Herrn Arnold und Herrn Wagner von der Baufirma Erhard und Hellmann, die bisher sehr zu diesem Etappenziel beigetragen haben.
  • sowie insbesondere meinem Team der Bautechnik, Herrn Mischo und Herrn Schikorski, die dafür mitverantwortlich sind, dass trotz Corona und Ukraine-Krieg mit all den wirtschaftlichen Folgen, den extremen Schwankungen der Baupreise das Projekt im Kosten- und Zeitrahmen liegt!

Im Rahmen des Richtfestes lobte Bauminister Reinhold Jost unser Bauprojekt als vorbildlich und richtungsweisend. Bürgermeister Dr. Armin König ging in seinem Grußwort auf die Geschichte des Vorgängerbaus der Sporthalle ein, deren Entstehung mit Protesten begleitet wurde, ehe dann endlich die Sporthalle realisiert wurde. Zurzeit wird diese Sporthalle noch genutzt. Wenn Mitte nächsten Jahres der Neubau fertig ist, werden wir die bisherige Sporthalle abreißen und den Platz für neue Aufgaben nutzen. So planen wir einen Erweiterungsbau am Illtalgymnasium, da dort ein Nebengebäude ebenfalls starke bergbauliche Schäden aufweist.

Am Dienstag fanden zahlreiche interne Besprechungen statt. Am Nachmittag ging es dann für mich nach Spiesen-Elversberg. Erstmals finden die Special Olympics World Games, der größte Sportwettkampf für Menschen mit geistiger Behinderung, in Deutschland statt. Spiesen-Elversberg ist sogenanntes Host Town und beherbergt Delegationen aus Griechenland und Kongo. Es fand ganz im Zeichen der Inklusion ein Fackellauf von der Ursapharm-Arena bis zum Rathausvorplatz statt, wo die Athletinnen und Athleten mit einem abwechslungsreichen Programm gebührend bei uns begrüßt und gefeiert wurden. Vielen Dank an alle Beteiligten, die das möglich machen! Spiesen-Elversberg ist mit den Werkstätten der Lebenshilfe und dem CFK seit jeher Vorreiter für Inklusion und umfassende Teilhabe und damit perfekter Gastgeber.

Am Mittwoch besuchte ich die Einweihung der neuen Grundschule Merchweiler. Nach der traditionellen Grundsteinlegung im Oktober 2021 wurde nun die neue Grundschule Im Allenfeld mit zahlreichen Gästen, darunter Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot, Bauminister Reinhold Jost und mir, feierlich eröffnet. Bürgermeister Patrick Weydmann sprach von einem historischen und besonderen Tag für die Gemeinde und führte durch den Vormittag. Musikalisch wurde die Feierstunde von den Schülerinnen und Schülern mitgestaltet. Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit überreichte der verantwortliche Architekt Willi Latz statt eines Schlüssels der Schule gegen Ende der Veranstaltung einen Nussbaum. In meinem Grußwort lobte ich die Anstrengungen der Gemeinde, um dieses richtungsweisende Bauprojekt zum Wohle unserer Kinder zu stemmen.

Im Anschluss besuchte ich den Infostand anlässlich des bundesweit ersten Hitzeaktionstages am Neunkircher Hammergraben. Die heißen Tage und lange Hitzeperioden werden für viele Menschen, insbesondere für Kinder und Senioren, aber auch für diejenigen von uns, die viel im Freien arbeiten, gesundheitlich immer belastender. Wir trafen uns am neuen Trinkwasserbrunnen der Kreisstadt, wo ein Infostand unseres Gesundheitsamtes interessierte Bürgerinnen und Bürger darüber beriet, wie sich jeder von uns vor Hitzestress schützen kann. Danke unserem Kreisgesundheitsamt und der Initiative „Das Saarland lebt gesund“ für die Durchführung dieser Aktion. Oberbürgermeister Jörg Aumann und ich werben für das Trinken unseres kostbaren Gutes „Wasser“. Es ist das bestkontrollierte Lebensmittel und von hoher Qualität. 

Am Nachmittag gab es eine Besprechung zur aktuellen Lage unserer Zulassungsstelle. Leider braucht man schon seit Monaten einen längeren Atem, wenn man den Service unserer Zulassungsstelle nutzen möchte. Aufgrund langfristiger Krankheitsausfälle und einer Systemumstellung haben sich die Wartezeiten deutlich verlängert. Dies ist auch für mich und mein Team eine schwierige Situation. In unserer Besprechung diskutierten wir Lösungsansätze; ich bin zuversichtlich, dass wir die Lage zeitnah entschärfen können. Für wichtige Zulassungen, die keinen Aufschub dulden, beispielsweise aus beruflichen Gründen, gibt es Sondertermine, über die man sprechen kann. Ich danke meinem Team für das großartige Engagement und den Bürgerinnen und Bürgern für Ihr Verständnis für die schwierige Situation.

Am Abend durfte ich den Personen, die an dem Kurs „KlimaFit“ teilgenommen haben, ihre Zertifikate als Bestätigung für ihre erfolgreiche Teilnahme überreichen. Geleitet von Kathrin Beck und in Zusammenarbeit mit unserer KVHS und unserer Klimaschutzmanagerin Christina Morlo-Martin wurden die Auswirkungen und Folgen des Klimawandels in unserer Region unter die Lupe genommen. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, mit Experten ins Gespräch zu kommen, ihr eigenes Handeln zu überdenken und in der Gruppe Impulse für Handlungsmöglichkeiten und eigene Ideen zu entwickeln, damit sie zukünftig auch als Multiplikatoren ihr Wissen weitertragen. Im Fokus stand die Frage, wie wir als Privatpersonen im kleinen, aber effektiven Rahmen konkret auf den Klimawandel reagieren können.

Gestern Morgen fand eine Besprechung mit Vertretern der Stadt Neunkirchen und der Tourismuszentrale des Landkreises Neunkirchen zur Bedeutung des Aufstieges der SVE in die zweite Liga statt. Neben umfangreichen Maßnahmen des Vereins und der Gemeinde birgt dieser Aufstieg auch Chancen in touristischer Hinsicht, da Menschen, die bisher keinen Bezug zu unserer Region hatten, über das Fußballspiel in den Landkreis Neunkirchen einreisen werden. Hier sehen wir touristisches Potenzial. Daher finden zurzeit auch Gespräche mit der Tourismuszentrale Saar und dem Verein selbst statt.

Um die Mittagszeit fand die Einweihung der neuen Skateanlage im Wagwiesental Neunkirchen statt. Ich beglückwünsche die Kreisstadt Neunkirchen zu dieser tollen, neuen Einrichtung. Die Skateanlage ist die erste dieser Art im Landkreis Neunkirchen. Kinder und Jugendliche in unserer Kreisstadt und darüber hinaus können hier ihrem Hobby optimal nachgehen. Herzlichen Dank allen, die sich hier engagiert haben. Diese Investition wertet das schöne Wagwiesental zusätzlich auf. Als Schulträger freue ich mich besonders, dass aufgrund der Nähe zu den umliegenden weiterführenden Schulen, wie beispielsweise zur Ganztagsgemeinschaftsschule Neunkirchen, die Schülerinnen und Schüler dieses Angebot verstärkt nutzen werden.

Im Anschluss nahm ich online an der Beiratssitzung zur Armutsbekämpfung im Saarland teil. Hier vertrete ich den Landkreistag. In dieser Sitzung arbeiten Verwaltung, Träger und Kirchen Hand in Hand, um die Armut im Saarland zu bekämpfen. Im Zuge der Energiekrise hatte der Beirat im vergangenen Jahr auch die Sonderaktionen rund um das Thema Energie für Menschen mit geringem Einkommen ins Leben gerufen. Ich freue mich, diesem Gremium auch zukünftig anzugehören.

Am Nachmittag tagte der Kreistag des Landkreises Neunkirchen. Im öffentlichen Teil wurde der Schülerwettbewerb „Klasse Klima“ durch unsere Klimaschutzmanagerin Frau Morlo-Martin vorgestellt. Dieser Wettbewerb war eine Anregung aus dem Kreistag. Eine Anfrage der CDU und SPD Kreistagsfraktion, über die beschlossen wurde, beschäftigte sich mit der Einrichtung eines Lehrpfades zu Wald und Wild. In einem weiteren Antrag ging es um die Kinderbetreuung im Landkreis Neunkirchen und zahlreiche Prüfaufträge an die Verwaltung, um Lösungsmöglichkeiten zu finden. Ebenfalls wurden Beschaffungen aus Mitteln der Feuerschutzsteuer beschlossen. Weiteres Thema war die Weiterführung der Schulsozialarbeit an der Wingertschule. Eine Anfrage der CDU beschäftigte sich mit den Auswirkungen des Aufstieges der SV Elversberg in die zweite Fußballbundesliga.

Heute Morgen fand die Vorstandssitzung des Landkreistages Saarland in Saarbrücken statt.

Im Anschluss nahm ich in Eppelborn an der Eröffnung der zweiten Einrichtung zur „Dezentralen Heimversorgung“ des Schwesternverbandes im Saarland für Menschen mit Beeinträchtigungen teil. In meinem Grußwort würdigte ich das große Engagement des Trägers, der im Landkreis Neunkirchen zahlreiche Einrichtungen und Schulungseinrichtungen betreibt.

Morgen Mittag besuche ich eine der letzten Aktionen von Monika Weis, die vor Jahren den Verein „Großes Herz für kranke Kinder“ gegründet hatte. Monika Weis wurde aufgrund ihres großen Engagements vor einigen Jahren mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Sie setzte sich für Kinder mit Mehrfachbehinderung ein und konnte dank der vielen gesammelten Spenden Kinderträume wahr werden lassen und Barrieren abbauen. Als letztes Projekt wird ein kleiner Inklusionsspielplatz in Heiligenwald am Itzenplitzer Weiher realisiert. Daher werde ich an der Einweihung teilnehmen. Herzlichen Dank, liebe Frau Weis, für ihr langjähriges, uneigennütziges und vorbildliches Engagement zum Wohle unserer Gesellschaft.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


09.06.2023: Sommer im Landkreis

09.06.2023: Sommer im Landkreis

Jubilarehrung der Kreisverwaltung mit den Dienstjubilaren der Jahre 2019 und 2020
Gruppenbild vor dem Knast-Lädchen am Freigängerhaus der JVA Ottweiler
Grillzangen mit dem Logo der Regionalmarke
Netzwerktreffen der Partnerschaften für Demokratie im Landkreis Neunkirchen

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

wir alle genießen derzeit das schöne Wetter, auf das wir so lange warten mussten. Auch hatten wir, dank dem gestrigen Feiertag, eine kurze Woche. Nach einer erholsamen Urlaubswoche im Kreise meiner Familie auf Fuerteventura trat ich am Montag wieder meinen Dienst an.

Der Montagmorgen galt in erster Linie der Schreibtischarbeit. Auch tauschte ich mich zum Thema Jugendarbeit im Landkreis unter anderem mit der Sozialdezernentin und dem Jugendamtsleiter aus. Hier unterstützen wir die Kommunen und finanzieren beispielsweise die Personalkosten der Jugendpfleger. Deren Arbeit ist wichtige Sozialarbeit in unserem Landkreis. Am Nachmittag fand endlich wieder die Jubilarehrung der Kreisverwaltung statt. Aufgrund der Pandemie war uns dies lange Zeit nicht möglich. In einem ersten Termin hatte ich die Dienstjubilare der Jahre 2019 und 2020 eingeladen. Es war sehr schön, zu diesem Anlass auch die Ruheständler aus dieser Zeit wiederzutreffen und sich auszutauschen. Ende Juni werden die Jubilare der Jahre 2021 und 2022 geehrt. Im Anschluss tagte der Aufsichtsrat unserer Beschäftigungsgesellschaft AQA. Hier ging es um viele Themen rund um den zweiten Arbeitsmarkt. Der Geschäftsführer Stefan Gerber stellte zahlreiche Projekte und Maßnahmen vor. Hier wurde erneut deutlich, wie wichtig die Arbeit unserer Gesellschaft ist. Auf der einen Seite werden Menschen, die lange arbeitslos sind und gewisse Einschränkungen auf dem regulären Arbeitsmarkt haben, gefördert, auf der anderen Seite ist eine Beschäftigung immer sinnstiftend. Unsere AQA engagiert sich in vielfacher Hinsicht. Auch im Projekt Upcycling, das im Rahmen von LandAufschwung entstand, leistet die Gesellschaft tolle Arbeit. Die hochwertigen Erzeugnisse sind mittlerweile bundesweit ein Begriff. Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die Präsidiumssitzung des Deutschen Rotes Kreuzes, dessen Kreisvorsitzender ich bin, dar.

Am Dienstagmorgen ging es in einer Besprechung um die Großtagespflegestellen, die im Landkreis Neunkirchen eingerichtet werden sollen. Sie stellen Entlastungsangebote für die fehlenden Kita Plätze dar. Hier fördert der Landkreis Neunkirchen den Ausbau und finanziert das Angebot. Anschließend freute ich mich über einen neuen Partner unserer Regionalmarke. Der Leiter der JVA Ottweiler Marco Bauer, der Staatssekretär im Ministerium der Justiz Dr. Jens Diener und Sascha Bick, Leiter des sogenannten Knast-Lädchens und Arbeitstherapeut, stellten mir gemeinsam mit dem Leiter unserer Wirtschaftsförderungsgesellschaft Klaus Häusler und dem Koordinator der Regionalmarke Willi Walter das Projekt „Knast-Lädchen“ vor. In diesem kleinen Laden im sogenannten Freigängerhaus werden einmal im Monat kreative Holzarbeiten, die im Rahmen von berufsbildenden oder therapeutischen Maßnahmen in den Werkbetrieben der JVA gefertigt werden, verkauft. Die Einnahmen werden zu 100 % wieder für gemeinnützige Zwecke sowie für Maßnahmen der Resozialisierung verwendet. In der JVA Ottweiler gibt es insgesamt 144 Haftplätze. Im ersten Schritt wurden für die Regionalmarke Grillzangen mit dem Logo unserer Marke hergestellt. Auch werden die Produkte unter anderem beim Regionalmarkt auf der SR 3 Sommeralm angeboten. Ich freue mich sehr, dass wir diesen neuen Partner begrüßen können. Zugleich ist die Projektarbeit ein Sozialprojekt für die Gefangenen auf dem Weg der Resozialisierung.

In Neunkirchen tagte anschließend die sogenannte „Taskforce Kitaplätze“. Wie schon öfter hier ausgeführt, fehlen im Landkreis Neunkirchen viele Kita Plätze. Insgesamt gibt es im Landkreis 55 Kindertageseinrichtungen, der Bedarf im Bereich Krippen und Kitas ist enorm. Daher arbeiten Politik und Verwaltung mit Hochdruck an Möglichkeiten, das Angebot zu vergrößern. Nicht zu verschweigen ist auch der Fachkräftemangel in diesem Bereich. Gemeinsam mit dem Land muss alles dafür getan werden, den ErzieherInnenberuf attraktiver zu machen und gleichzeitig neue bauliche Projekte umzusetzen. Der Kreistag hat sich hier in der Vergangenheit intensiv der Thematik gewidmet. Erfreulicherweise gibt es im ganzen Landkreis Neubauvorhaben, die zeitnah umgesetzt werden. Allerdings waren sich alle Vertreter der Kommunen und der Verwaltung einig, dass dies ein wichtiger, allerdings nicht ausreichender Schritt ist. Daher werden wir weiter an Lösungsmöglichkeiten arbeiten, um hier die Situation für die Eltern und Kinder im Landkreis Neunkirchen nachhaltig zu verbessern.

Am Mittwochmorgen nahm ich am Netzwerktreffen der Partnerschaften für Demokratie im Landkreis Neunkirchen teil. Hier trafen sich alle Partner des Saarlandes. Dieses Treffen ermöglichte einen saarlandweiten Überblick über die Partnerschaften für Demokratie zu erhalten. In meinem Grußwort würdigte ich die tolle Arbeit, die im Landkreis Neunkirchen seit 2015 geleistet wird. Hier ist als Projektpartner das Adolf Bender Zentrum im Boot. Seit 2015 werden große und kleine Projekte gefördert, um überwiegend Kinder und Jugendliche achtsam an sensible Themen wie Integration, Diskriminierung oder Extremismus in all seinen Facetten heranzuführen. Diese Initiativen tragen im Wesentlichen dazu bei, dass ein demokratisches Grundverständnis in unserer Gesellschaft, insbesondere auch bei Kindern und Jugendlichen, verankert und verinnerlicht wird. Denn Demokratie wird nicht nur auf Kommunal-, Landes- oder Bundesebene gestaltet, sondern sie beginnt in den Köpfen eines jeden Einzelnen. Als Landrat habe ich mehrfach im Jahr die schöne Aufgabe, ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger einzubürgern. Anlässlich dieser Feier erhält jeder von mir ein Exemplar des Grundgesetzes. Hier erzähle ich dann auch immer von unseren Grundwerten, also von Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit, auf die unser Zusammenleben basiert. Oftmals erzählen mir die Menschen mit Migrationshintergrund, dass in ihren Herkunftsländern diese Grundrechte mit Füßen getreten werden und Demokratie ein hohes Gut ist. Sie sind dankbar in unserem Land leben zu können und ihren Beitrag zur Integration zu leisten. Ich danke an dieser Stelle allen, die sich in diesen Projekten engagieren.

Am Nachmittag fanden verschiedene Besprechungen statt. Unter anderem ging es um die Themen Tourismus und Wasserversorgung.

Gestern erlebten wir alle einen schönen Feiertag mit traumhaftem Wetter. Ich war in Neunkirchen unterwegs, wo eine Initiative eine Oldtimer Ausstellung organisierte. Am Nachmittag startete die beeindruckende Radsportveranstaltung „Trofeo“ in Neunkirchen. Der Start der ersten Etappe fand in der Lindenallee statt. Abschluss dieses Rennens ist am Sonntag im französischen Pays de Bitche.

Heute Morgen fand eine Besprechung mit dem Oberbürgermeister, der Bürgermeisterin und den Bürgermeistern im Landkreis Neunkirchen online statt. Ergänzend zu Präsenzveranstaltungen bevorzugen wir für kurze Besprechungen die Onlinevariante.

Im Anschluss hatte ich neben Schreibtischarbeit einige interne Rücksprachen.

Morgen Abend bin ich zu Gast bei den Handballern des TuS Wiebelskirchen. In meinem Heimatort habe ich die Schirmherrschaft über den 100. Geburtstag der Handballer übernommen. Am Sonntagmorgen bin ich in Hirzweiler. Dort feiert die SPD Hirzweiler ein besonderes Jubiläum, auch hier kann auf 100 Jahre Aktivität zurückgeblickt werden.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ich wünsche Ihnen ein schönes, sonniges und vor allen Dingen erholsames Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


26.05.2023: Spatenstich und neue Kita

26.05.2023: Spatenstich und neue Kita

Viel Treiben beim Spatenstich für den Erweiterungsbau an der Arnold-Fortuin-Gemeinschaftsschule in Illingen
Ersatzplanzungen mit sog. Zukunftsbäumen wie hier an der Max von der Grün-Schule sichern die "grüne Lunge" der Ortskerne
Landrat Sören Meng mit den Projektbeteiligten der "Talent Company" bei der Infoveranstaltung für Ausbildungsbetriebe
Beim Aktionstag der "Lokalen Bündnisse für Familie" wurde auch die "Familien-Aktiv-Tasche" der Aktion "Das Saarland lebt gesund!" offiziell vorgestellt
Beim Thementag für Ehrenamtliche aus dem Bereich der Seniorenarbeit ging es um Gesundheitskompetenz und Gesundheitsinformationen aus dem Internet
Beim Durchschneiden des Bandes zur Eröffnung der Kita St. Konrad in Wiesbach haben auch einige Kindergartenkinder fleißig mitgeholfen

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

nächste Woche habe ich ein paar Tage frei und werde von der Ersten Kreisbeigeordneten Daniela Feld vertreten.

Diese Woche war gewohnt abwechslungsreich. Der Montag begann mit dem Spatenstich für den Anbau an der Gemeinschaftsschule Illingen. Mit diesem Bauvorhaben an der Arnold-Fortuin-Gemeinschaftsschule und den dabei entstehenden zusätzlichen Räumen reagiert der Landkreis Neunkirchen als Schulträger auf den zunehmenden Platzbedarf, der mit den stetig wachsenden Anmeldezahlen der teilgebundenen Ganztagsschule einhergeht.

Der 1968 errichtete Stahlbetonbau beherbergt unter einem Walmdach auf zwei Geschossen Klassenräume. In drei Bauabschnitten soll bis August 2025 die Gemeinschaftsschule nun um 2.060 m² erweitert werden. Diese Erweiterung beinhaltet insgesamt acht Klassenräume, acht Differenzierungsräume, zwei Teamräume und ein schuleigenes Bistro. Diese Lern- und Arbeitsflächen eröffnen der Schule in der Ganztagsschule mehr Freiheit für die Unterrichtsgestaltung und eine angenehmere Lernatmosphäre. Um den Schülerinnen und Schülern ein zeitgemäßes Lernumfeld zu bieten, ist das Gebäude modern und auf dem technisch aktuellsten Stand ausgestattet. Durch zwei geplante Aufzüge wird der Anbau barrierefrei und auch für Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Menschen zugänglich. Die veranschlagten Kosten von 3,5 Mio. Euro werden zum Großteil durch den Landkreis getragen. Ein Zuschuss von 400.000 Euro zur Baumaßahme kommt vom Ministerium für Bildung und Kultur.
Durch diesen Erweiterungsbau wird die Schule bedarfsgerecht weiterentwickelt. Wir schaffen damit die Voraussetzungen für eine optimale Lernumgebung der Schülerinnen und Schüler und stärken gleichzeitig die Gemeinde Illingen als Schulstandort. In unmittelbarer Nachbarschaft wird derzeit die neue Sporthalle gebaut, auch ist in den nächsten Jahren ein neuer Trakt am Illtalgymnasium geplant. Es tut sich einiges am Schulcampus Illingen. 

Im Anschluss daran war ich gemeinsam mit Bürgermeister Patrick Weydmann an der Max von der Grün-Schule am Standort Wemmetsweiler zu Gast. Hier hat das Team unseres Umweltamtes klimaneutrale Bäume gepflanzt. Viele Baumarten leiden unter den Extremwetterlagen, die sich in den letzten Jahren auch in Deutschland häufen. Langanhaltende Trockenheit oder auch das krasse Gegenteil dazu, schwere Überschwemmungen, greifen unsere heimischen Bäume an und machen sie anfälliger für Pilze und Schädlinge. An der Max von der Grün-Schule mussten mehrere Robinien und Ahörner gefällt werden, die Baumschutzsatzung der Gemeinde Merchweiler sieht dafür eine Ersatzpflanzung vor. Daher hat unser Kreisumweltamt zehn Amberbäume gepflanzt, die robust gegenüber solchen extremen Umwelteinflüssen sind. 

Am Nachmittag fand im Historischen Sitzungssaal eine Informationsveranstaltung für regionale Ausbildungsbetriebe zum von der Globus Stiftung finanzierten Projekt „Talent Company“ statt.
Um Jugendlichen in Deutschland zu helfen, den oft schwierigen Übergang von der Schule ins Berufsleben zu meistern, hat die Strahlemann Stiftung das Bildungsprojekt „Talent Company“ entwickelt, das Schülerinnen und Schülern, insbesondere der Abschlussklassen, Schulen und Unternehmen zusammenbringt und unterstützt. Die Gemeinschaftsschule Neunkirchen-Stadtmitte ist die erste Schule im Landkreis, die bei diesem Projekt mitmacht. In den letzten Wochen wurde dazu in der Schule ein Raum hergerichtet, in dem Workshops, Recherchearbeiten oder auch Gespräche zwischen Unternehmen und den Schülern stattfinden können. Außerdem wird eine sogenannte „Job Wall“ installiert, an der sich die Unternehmen vorstellen können. Aktuell sind wir gemeinsam mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft an der Akquise von Unternehmen, die auf diesem Weg vielleicht ja auch ihre nächsten Azubis finden können. 

Am Dienstagmorgen fanden verwaltungsinterne Jour-Fixes statt. Am Nachmittag leitete ich die Vorstellungsgespräche für die kommenden AnwärterInnen des gehobenen Verwaltungsdienstes. Im Anschluss hatte ich ursprünglich vor, an der Diplomfeier der absolvierten Studiengänge in der Gebläsehalle in Neunkirchen teilzunehmen. Es sollte anders kommen, denn kurz nach 16:00 Uhr wurde Alarm ausgelöst. Verursacht durch eine austretende Flüssigkeit an der Gemeinschaftsschule Ottweiler, mussten vier Reinigungskräfte ins Krankenhaus, da sie über Atemwegsbeschwerden und Hautreizungen klagten. Die Feuerwehr, das DRK und der ASB waren mit über 70 Einsatzkräften vor Ort. Mit dabei war auch der ABC-Zug der Feuerwehr. Der ABC-Zug ist eine Spezialeinheit innerhalb der Feuerwehren des Landkreises Neunkirchen und kommt zur Abwehr von größeren Gefahrenlagen mit atomaren, biologischen und chemischen Stoffen zum Einsatz. Glücklicherweise befanden sich keine Schüler mehr im Gebäude. Leider konnte bis jetzt die Flüssigkeit nicht identifiziert werden. Mittwochs musste die Schule geschlossen bleiben. Erst nach einer gründlichen Reinigung konnte am Donnerstag der Schulbetrieb wiederaufgenommen werden. Glücklicherweise geht es auch den betroffenen Mitarbeiterinnen wieder gut. Ich danke an dieser Stelle allen Einsatzkräften für ihr großes Engagement und auch dem zuständigen Hausmeister für sein beherztes Eingreifen. Wie diese Flüssigkeit austreten konnte und woher sie kam, ist noch nicht geklärt.

Am Mittwochmorgen tagte der ZPS, der sich auch mit dem in diesem Monat gestarteten Deutschland-Ticket befasste. Der Geschäftsführer des ZPS Achim Jesel stellte den neugestalteten Jahresbericht 2022 vor. Das vergangene Jahr war noch deutlich durch die Corona-Pandemie und ihre Folgen geprägt. Darüber hinaus gab es auch Anlass zur Freude, denn neue Projekte konnten umgesetzt werden. Zu Beginn des Jahres 2022 nahm das Kompetenzcenter Digitalisierung als Organisationseinheit des ZPS seine Arbeit auf. Getragen durch das Ministerium für Umwelt, dem ZPS und durch die Saarländische Nahverkehrs-Service GmbH (SNS GmbH) hat das Kompetenzcenter die Aufgabe, die Digitalisierung im saarländischen ÖPNV gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen voranzutreiben. Auch die Einführung des 9-Euro-Euro-Tickets im Sommer 2022 stellte den ÖPNV vor eine nie dagewesene Herausforderung, den die sprunghaft angestiegenen Fahrgastzahlen mussten bewältigt werden. 

Mittags besuchte ich den Aktionstag der „Lokalen Bündnisse für Familie“, der auf dem Neunkircher Stummplatz stattfand. Hier beteiligte sich auch das Lokale Bündnis für Familie im Landkreis Neunkirchen. Bei diesem Aktionstag, an dem zahlreiche Institutionen aus dem Landkreis vertreten waren, wurden Familien bei den unterschiedlichsten Fragestellungen unterstützt. Hier sollte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit der Bündnisse mit den Familien in den Vordergrund gerückt werden. Die Organisatoren hatten ein buntes Mitmachprogramm für Jung und Alt organisiert. Darüber hinaus gab es zahlreiche Beratungsangebote. Auch ein Second-Hand-Basar für Kleidung und Spielsachen zugunsten hilfsbedürftiger Person wurde angeboten. Erstmals wurde die „Familien-Aktiv-Tasche“ der Aktion „Das Saarland lebt gesund!“ offiziell vorgestellt. Vom Landkreis waren Streetworker, das Bildungsbüro, die Kreisbehindertenbeauftragte, das Kreisgesundheitsamt sowie die Gleichstellungsbeauftragte vor Ort. Gemeinsam mit Bürgermeister Markus Fuchs und dem Neunkircher Beigeordneten Thomas Hans schaute ich mir das tolle Angebot vor Ort an. Danke allen, die sich hier engagiert haben. 

Von Neunkirchen aus ging es nach Eppelborn-Wiesbach, wo die neue katholische Kindertagesstätte Sankt Konrad eingeweiht wurde. Zu den hochrangigen Gästen gehörten die Ministerin für Bildung und Kultur Christine Streichert-Clivot, Bürgermeister Dr. Andreas Feld und der Ortsvorsteher und Landtagsabgeordnete Stefan Löw. Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg segnete gemeinsam mit Pfarrer Johannes Schuligen nach den Grußworten die Kita, die viel Platz zum Spielen, Toben und Lernen bereithält. Mitgestaltet wurde die Eröffnungsfeier natürlich auch von den Kindergartenkindern, die Lieder für diesen Anlass einstudiert hatten.
Jeweils rund 435.000 Euro steuerten Landkreis und Gemeinde in das Bauprojekt, das künftig elf Krippenplätze, 75 Kindergartenplätze sowie 30 Ganztagesplätze zur Verfügung stellt. Bemerkenswert: trotz der in den letzten Monaten rasant gestiegenen Baumaterialkosten wurden die veranschlagten Kosten um lediglich 5 % überstiegen! Eine schöne Feier, erfüllt von lautem Kinderlachen.

Der Abschluss meines vollgepackten Arbeitstages stellte der Besuch einer Informationsveranstaltung für Ehrenamtliche zum Thema „Gesundheitsinformationen aus dem Netz“ in Neunkirchen dar. Bei der Vielzahl an Seiten muss man sich jedoch immer die Frage stellen, wie seriös und vertrauenswürdig diese Internetseiten und damit die Information sind, die darauf vermittelt werden. Über die Chancen und Risiken, die Abwägung der Informationen zum Thema Gesundheit aus dem Netz und über vieles mehr klärte Dr. Mirjam Philippi die zahlreich erschienen ehrenamtlich für Seniorinnen und Senioren Engagierten aus dem ganzen Landkreis auf.
Abgerundet wurde die Informationsveranstaltung durch die Infostände unserer Leitstelle „Älter werden“, die die Veranstaltung organisierte, des Demenzvereins und weitere Organisationen. Vielen Dank an alle Ehrenamtler, die sich die Zeit nahmen, sich über dieses wichtige Thema zu informieren! 

Am gestrigen Tag fanden verwaltungsinterne Termine statt. Auch tauschte ich mich mit dem Geschäftsführer der WVO Thomas Wagner zu verschiedenen Themen rund um die Wasserversorgung aus. Gemeinsam mit dem Leiter unseres Hauptamtes besuchte ich die angemieteten Räumlichkeiten im ehemaligen Krankenhaus hier in Ottweiler. Hier befinden sich mittlerweile der Kreisgutachterausschuss und die Schoolworker. Unsere Kreisverwaltung ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen, es fehlen leider adäquate Büromöglichkeiten. Daher müssen wir nach dezentralen Lösungen suchen.

Heute Morgen war Schreibtischarbeit angesagt. Auch gab es einige Rücksprachen. Um die Mittagszeit tauschte ich mich über verschiedene Bauprojekte des Landkreises aus. 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, eine bunte Woche geht zu Ende. Ich wünsche Ihnen ein schönes Pfingstwochenende und melde mich am 9. Juni mit einem neuen Blog wieder. 

Ihr Landrat Sören Meng


19.05.2023: Feiertagswoche

19.05.2023: Feiertagswoche

Der Landkreis macht sich gemeinsam mit der Transferagentur auf den Weg zur Bildungskommune
Landrat Sören Meng durfte als DRK-Kreisvorsitzender die Fackel bei der diesjährigen Fiaccolata entgegennehmen
Referentin Silvia Hame, selbst seit frühster Kindheit sehbehindert, zeigte einfache Bespiele auf, wie man insbesondere Verwaltungen barrierefreier gestalten kann
 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

der Monat Mai beschert uns immer wieder einige freie Tage, die uns so richtig auf den Frühling einstimmen lassen. Zwar könnten die Temperaturen etwas höher sein, dennoch zeigt sich die Natur von ihrer schönsten Seite. Alles wächst und gedeiht. Dies hat natürlich auch Auswirkungen auf die Kreisverwaltung, denn das Team von unserem Umweltamt ist zurzeit nonstop unterwegs, um die Außenanlagen zu pflegen. Das ist keine leichte Aufgabe, wenn alles im Nu wieder nachwächst. Daher bitte ich an dieser Stelle um Verständnis, wenn vielleicht nicht alle Beete perfekt aussehen.

Meine Arbeitswoche begann mit internen Terminen. Unter anderem ging es um die Neukonzeption unserer Internetseite. Die Internetseite des Landkreises Neunkirchen ist sehr umfangreich und mit den Jahren immer mehr gewachsen. Ich selbst war, damals als Leiter der Öffentlichkeitsarbeit, für die Konzeption verantwortlich. Das war 1999. Stetig wurde die Seite den modernen Gegebenheiten angepasst und entsprechend benutzerfreundlich gemacht. Nun muss insbesondere auch das Thema Barrierefreiheit stärker umgesetzt werden. Daher beabsichtigen wir im Herbst mit einer neuen Seite an den Start zu gehen.

Im Anschluss besprach ich mit dem Geschäftsführer des ZPS Achim Jesel die anstehende Gremiensitzung vor. Diesen Monat startete das 49-Euro-Ticket, was unmittelbare Auswirkungen auf den ÖPNV im Saarland haben wird. Bisher sind die Verkaufszahlen sehr gut. Ziel dieser Initiative ist es, mehr Nutzer für den ÖPNV zu generieren. Dies bedeutet für die Aufgabenträger auch eine längerfristige Überarbeitung des Angebotes, was letztendlich mit Mehrkosten für die ohnehin schon finanziell beanspruchten Aufgabenträger verbunden ist.
Bei allen kritischen Stimmen begrüße ich diese Anstrengungen. Mit dem Ticket bieten wir vielen Menschen eine echte Alternative zum Auto, gerade was den Weg zur Arbeit angeht. Damit wird ein ökologisches und damit nachhaltiges Signal gesetzt.

Am Nachmittag fand das Jour fixe mit dem Bau- und Schuldezernat statt. Im Anschluss tagte der Verwaltungsrat unserer Sparkasse Neunkirchen, dessen Vorsitzender ich bin. Es war die erste Sitzung, an der Jörg Welter als Vorstandsvorsitzender und Patrick Rammo als Mitglied des Vorstandes teilnahmen. Unter anderem ging es um das große Bauprojekt der Sparkasse Neunkirchen in der Innenstadt.

Am Dienstagmorgen tauschte ich mich mit dem Leiter der Finanz- und Beteiligungsverwaltung Olaf Niesen zu verschiedenen Themen rund um die Beteiligungen des Landkreises aus. Er und seine Abteilung bereiten mir Gremiensitzungen vor und beraten mich in vielfältigen Angelegenheiten.

Im Anschluss ging es für mich nach Saarbrücken, wo ein Gespräch mit dem Umweltstaatssekretär Sebastian Thul, Vertretern des Landkreistages, des Städte- und Gemeindetages und der Tierheime zur künftigen Finanzierung der Tierheime im Saarland stattfand. Für den Bereich Sankt Wendel, Saarpfalz und Neunkirchen war ich als Konsortialpartner eingeladen. Wir hatten vor fünf Jahren die Finanzierung der beiden Tierheime begleitet und gemeinsam mit den Kommunen finanzielle Hilfestellung gegeben. Mit Auslaufen des Vertrages sind die Herausforderung für unsere Tierheime nicht leichter geworden. Daher müssen neue Finanzierungslösungen her.

Wieder zurück in Ottweiler tauschte ich mich mit den Verantwortlichen des Bildungsbüros aus. Schule und Bildung in all ihren Facetten sind im Landkreis Neunkirchen ein großes Anliegen. Seit diesem Jahr ist der Landkreis als erster Landkreis im Saarland eine sogenannte Bildungskommune und hat hier in Kooperation mit der KVHS ein Bildungsbüro eingerichtet. Die Transferagentur kommunales Bildungsmanagement Rheinland-Pfalz - Saarland unterstützt uns bei diesem Vorhaben. Digitalisierung, Fachkräftesicherung, Integration, demographischer Wandel, Energiekrise und Klimawandel - die aktuellen Herausforderungen für Unternehmen, Kommunen und Landkreisen sind vielfältiger geworden. Das neu eingerichtete Bildungsbüro hat sich zum Ziel gesetzt, Zusammenarbeit und Abstimmung mit allen Partnern zu fördern.
Wir sind noch am Anfang dieses Projektes, aber mit Sarah Falkenrich als Projektleitung und den neuen Kolleginnen, Lisa Hoffmann-Kuhnen und Janine Barrois, die sich um das Bildungsmanagement und –monitoring kümmern werden, sind wir stark aufgestellt, was uns auch die Transferagentur bestätigt hat. Mit ihr hatten wir in dieser Woche einen intensiven Austausch über unsere Ziele und Erwartungen und haben diese auch in einer offiziellen Zielvereinbarung schriftlich dokumentiert. Erste Aufgabe wird es nun sein, entsprechende Programme zu implementieren und eine Datengrundlage zu schaffen, um Bildungsangebote zu generieren, die den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis Neunkirchen angepasst sind. Das Bildungsbüro stellt die Schnittstelle dar, bei der alle Fäden zum Thema kommunale Bildung zusammengeführt und kommuniziert werden.

Der Abschluss meines Arbeitstages stellte eine feierliche Fackelübergabe dar. Als Landrat und Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Neunkirchen nahm ich die Fackel der Fiaccolata am Fußballstadion Elversberg vom DRK-Kreisverband St. Ingbert entgegen. Bereits seit 1992 organisiert das Italienische Rote Kreuz diese internationale Gedenkveranstaltung zum Ursprung der Rotkreuzidee. Nach der Art eines Staffellaufs wird dabei das "Licht der Hoffnung und Menschlichkeit" durch ganz Deutschland weitergereicht, bis es am 24. Juni in Solferino in Norditalien ankommt. Das ist eine tolle Aktion der Solidarität, die auch den Austausch unter den Verbänden fördert. Danke allen, die diese solidarische Aktion unterstützen.

Am Mittwochmorgen fand eine Infoveranstaltung für die Bauämter der Städte und Gemeinden im Landkreis Neunkirchen zum Thema „Orientierungshilfen für blinde und sehbehinderte Menschen“ statt. Eine barrierefreie Umwelt ist nicht nur für gehbehinderte Menschen oder Rollstuhlfahrer relevant. Gerade sehbehinderte Personen stehen oftmals vor Hürden, die für Menschen ohne Behinderung auf den ersten Blick nicht direkt erkennbar sind. Bei diesem Austausch sprach Silvia Hame, Vorsitzende des Blinden- und Sehbehindertenvereins für das Saarland, über ihre Erfahrungen als "Betroffene" und zeigte Best Practice-Beispiele auf, wie Voraussetzungen für eine barrierefreie Infrastruktur, insbesondere in den Verwaltungen, geschaffen werden kann. Ich habe mich sehr über die gute Resonanz der Veranstaltung gefreut und hoffe, dass wir für blinde und sehbehinderte Menschen in Zukunft bessere Bedingungen im Zugang zu den öffentlichen Verwaltungen schaffen können. Es sind oftmals kleine Dinge, die das Leben der gehandicapten Menschen verbessern können.

Um die Zusammenarbeit in Krisenzeiten bezüglich Katastrophenschutz und Prävention ging es im Gespräch mit dem Stabsstellenleiter Katastrophenschutz Alexander Koch und Vertretern der Firma Energis. Herr Koch und ich stellten unser Konzept zum Katastrophenschutz im Landkreis Neunkirchen vor und konnten bereits auf zahlreiche Umsetzungen verweisen. Auch ein Vertreter der Energis wird künftig, bei Bedarf, in unserem Krisenstab zu finden sein.

Um die Weiterentwicklung des Erlebnisortes Reden ging es in einem Termin, zu dem der Standortmanager Eric Schneider vor Ort eingeladen hatte. Es war ein konstruktives Gespräch, an dem neben den beiden Staatssekretären Jan Benedyczuk und Sebastian Thul auch Bürgermeister Markus Fuchs teilnahm. Ich danke an dieser Stelle allen, die sich für die Weiterentwicklung des Standortes stark machen. Wir sind auf einem guten Weg.

An Christi Himmelfahrt, auch als Vatertag bekannt, gab es im ganzen Landkreis zahlreiche Aktivitäten und Möglichkeiten der Begegnung.

Heute Morgen fanden in erster Linie verwaltungsinterne Gespräche statt. Zu Gast war der neue Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Jörg Welter, mit dem ich mich zu verschiedenen Themen austauschte. Außerdem besuchte mich der langjährige Verantwortliche des Pallottihauses Pater Heuel, der im Ruhestand ist und den ich sehr schätze.

Wenn dieser Blog erscheint, bin ich schon in den Vorbereitungen zu meinem Konzert gemeinsam mit dem bekannten Musiker Nino Deda in der Stengelkirche in Wellesweiler. Ich freue mich schon sehr darauf und hoffe, dass wir dem Publikum eine gute Zeit bieten.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende.

Ihr Landrat Sören Meng


12.05.2023: Erste Pfoten-Klassifizierung im Landkreis Neunkirchen

12.05.2023: Erste Pfoten-Klassifizierung im Landkreis Neunkirchen

Immer wieder ein besonderer Anlass: die Einbürgerungsfeier im Historischen Sitzungssaal
5 von 5 möglichen Pfoten: Wern's Mühle ist das zertifiziert hundefreundlichste Hotel bundesweit
Landrat Sören Meng gratulierte Berthold Schmitt zur Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande
 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

haben Sie bei der Überschrift dieses Blogs geschmunzelt? Ich kann es Ihnen nicht verübeln, aber es ist wahr: im Landkreis Neunkirchen gibt es das erste pfoten-klassifizierte Hotel in ganz Deutschland. Doch dazu später mehr.

Mein Alltag als Landrat ist geprägt von den unterschiedlichsten Terminen. Das wissen Sie als regelmäßige Leser meines Blogs sicherlich. Mein Montagmorgen begann mit dem Bauausschuss der Sparkasse Neunkirchen. Als Verwaltungsratsvorsitzender leite ich diesen Ausschuss. Hier ging es um die neue Baumaßnahme im Herzen der Kreisstadt. Nach erfolgtem Architektenwettbewerb und Ankauf des Gebäudes geht es jetzt so langsam in die Umsetzungsphase. Das neue Gebäude wird kein reiner Zweckbau, sondern ein architektonisch anspruchsvolles Bauwerk, das in der Stadt Akzente setzen wird. Darüber hinaus wird es genügend Raum für weitere Mieter geben. Im Bauausschuss wurden die Pläne vorgestellt. In der kommenden Woche werden im Rahmen einer Sondersitzung des Verwaltungsrates die Planungen intensiv diskutiert. Ich freue mich sehr darüber, dass ich dieses Projekt aktiv begleiten darf.

Im Anschluss an diese Besprechung fand die Einbürgerungsfeierlichkeit statt. 25 neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, darunter auch Kinder im Alter zwischen drei und 14 Jahren, durfte ich im Historischen Sitzungssaal ihre Einbürgerungsurkunde überreichen. Für die Anwesenden ist das immer ein besonderer Moment, weshalb es auch für mich eine Ehre ist, sie als neue Mitglieder unserer Gesellschaft im Landkreis Neunkirchen persönlich willkommen zu heißen. Dieses Mal waren auch Vertreterinnen und Vertreter aus dem Innenministerium mit dabei.

Um die Mittagszeit tauschte ich mich mit dem Staatssekretär im Bildungsministeriums zu verschiedenen Themen aus.

Danach ging es nach Fürth. Dort wurde das traditionelle Hotel und Restaurant ‚Wern‘s Mühle‘ als erstes Hotel bundesweit als besonders hundefreundlich ausgezeichnet. Um mit Pfoten ausgezeichnet zu werden, überprüft ein Experte die Unterkunft anhand von 32 Kriterien auf ihre Hundefreundlichkeit. Dabei gilt: je mehr Pfoten, desto hundefreundlicher. Und die Wern’s Mühle wurde mit sensationellen 5 von 5 möglichen Pfoten bewertet.
Bisher konnten an diesem System nur private Ferienunterkünfte teilnehmen, doch für die Wern’s Mühle haben alle Beteiligten eine Ausnahme gemacht, die es so in Deutschland noch nicht gab. Nun hat das Ehepaar Keller als erstes Hotel bundesweit eben diese „Pfoten-Klassifizierung“ durch den DTV erhalten. Großes entsteht eben im Kleinen, und ich bin stolz, dass wir hier Vorreiter sind. Denn Hundebesitzer stehen immer wieder vor der Herausforderung, geeignete Unterkünfte für den Urlaub zu finden, in denen auch die tierischen Familienmitglieder willkommen sind.

Im Anschluss ging es für mich nach Neunkirchen, wo ich die Sitzung des Kreisjugendhilfeausschusses leitete. Im öffentlichen Teil wurde der Antrag auf Finanzierung des Schülerhilfsprojektes „Ship“ beschlossen. Dieses Projekt ist eine Kooperation zwischen dem ASB, dem Kreisjugendamt, dem Ministerium für Bildung sowie der Gemeinschaftsschule Neunkirchen-Stadtmitte. Ziel ist es, junge Menschen optimal zu fördern und ihnen bedarfsorientierte Hilfen anzubieten.
Auch wurden in dieser Sitzung die Jugendschöffen für die Geschäftsjahre 2024 bis 2028 gewählt. Die Vorschlagsliste bezieht sich auf den Amtsgerichtsbezirk Neunkirchen und Ottweiler. Diese beschlossenen Vorschlagslisten wurden jetzt an die Amtsgerichte Neunkirchen und Ottweiler zur endgültigen Beschlussfassung weitergeleitet. Der Leiter unseres Kreisjugendamtes Stefan Will informierte über die geplante Beteiligung sogenannter selbst organisierter Zusammenschlüsse der Selbstvertretung. Hintergrund ist die Einführung des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes. Mit dieser Vorschrift verfolgt der Gesetzgeber das Ziel, die Adressatinnen und Adressaten der Kinder- und Jugendhilfe gleichberechtigt und konsequent an den Entscheidungsprozessen zu beteiligen. Im anschließenden Beschluss befürwortete der Kreisjugendhilfeausschuss einstimmig diese Regelung, die zu mehr Partizipation von jungen Menschen führen soll.

Mein Abend endete mit der Präsidiumssitzung des DRK Kreisverbandes, dessen ehrenamtlicher Vorsitzender ich bin.

Am Dienstagmorgen hatte ich die schöne Aufgabe, Beamte der Kreisverwaltung zu befördern und ihnen für das große Engagement zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger zu danken.

Mittags durfte ich den langjährigen Kommunalpolitiker Berthold Schmitt aus Eppelborn empfangen. Er wurde vergangene Woche vom Minister für Inneres, Bauen und Sport, Reinhold Jost, im Beisein von Bürgermeister Dr. Andreas Feld für sein großartiges Engagement in den letzten Jahrzehnten mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet, wozu ich ihm persönlich gratulieren wollte. Wegen der gleichzeitig stattfindenden Kreistagssitzung konnte ich leider nicht bei der Verleihung anwesend sein, daher freute ich mich umso mehr, dass Berthold Schmitt meiner Einladung gefolgt ist. Er unterstützt zahlreiche Vereine und Organisationen wie das DRK, die Kindernothilfe Saar, den Eppelborner Hilfsdienst sowie die Eppelborner Tafel. Seine Verdienste um die Städtepartnerschaften und im Bereich der Integration sind über die Grenzen seiner Heimatgemeinde bekannt. Darüber hinaus organisiert er seit vielen Jahren die Eppelborner Pfingstkirmes, die aufgrund ihrer Größe und Attraktivität landesweit beachtet ist. Ich freue mich, dass sein Wirken nun gebührend geehrt wurde!

Am Nachmittag leite ich die Trägerversammlung unseres Jobcenters, das wir gemeinsam mit der Agentur für Arbeit leiten. Hier ging es um zahlreiche Themen rund um den Arbeitsmarkt. Aber auch die Kinderbetreuungssituation im Landkreis Neunkirchen stand auf der Agenda. Hier muss es unser Ziel sein, neben baulichen Aktivitäten auch für Fachkräfte zu sorgen. Derzeit laufen zahlreiche Initiativen, um die Betreuungssituation zu verbessern.

Am Mittwochmorgen fanden einige verwaltungsinterne Termine und Rücksprachen statt. Im Anschluss führte ich Bewerbungsgespräche zur Auswahl unserer Azubis für unsere Kreisverwaltung. Mir ist es sehr wichtig, diese Gespräche persönlich zu begleiten, um so an der Zukunft unserer Kreisverwaltung mitzuwirken. Auch in diesem Bereich merken wir, wie schwierig es ist, adäquate Auszubildende zu finden. Ich bin froh, dass uns dies wieder gelungen ist.

Den Abschluss meines Arbeitstages stellte am Mittwoch eine Veranstaltung der Sparkasse Neunkirchen in Ottweiler zur erfolgreichen Initiative „Meine Helden“ dar. Mit Unterstützung des Kreistages stellte die Sparkasse den Vereinen finanzielle Mittel zur Verfügung, die über eine digitale Plattform vergeben werden konnten. Die Vereine stellten sich mit ihren Projekten vor, anschließend konnten Bürgerinnen und Bürger diese Projekte mit eigenen Spenden unterstützen. Ich nutzte die Veranstaltung, um mich bei den anwesenden Vereinsvertreterinnen und -vertretern über die Vielzahl der Projekte zu informieren. Diese Aktion kam hervorragend an, da viele Vereine die Folgen von Corona und Energiekrise, vor allem in finanzieller Hinsicht, noch nicht überwunden haben. Es ist daher unser Wunsch, dieses Projekt fortsetzen.

Gestern Morgen fanden Gespräche zu verschiedenen Projekten zwischen dem Landkreis Sankt Wendel, dem Saarpfalz-Kreis und dem Landkreis Neunkirchen statt. Im Anschluss daran leitete ich die Aufsichtsratssitzung der FSN. Die FahrzeugService Neunkirchen GmbH (FS/N GmbH) ist die 2005 gegründete Werkstattgesellschaft der Neunkircher Verkehrs GmbH und der Saar-Pfalz-Bus GmbH, gemeinsam mit den privaten Omnibusunternehmen Hermann Zarth GmbH, Wadern (nicht mehr vertreten), und Dieter Schmidt GmbH, Marpingen. Ziele der Gesellschaft sind die wirtschaftliche Instandhaltung der Omnibusse der Gesellschafter, die Sicherung der Arbeitsplätze der Unternehmen, die Stärkung des Standortes Neunkirchen sowie die Stärkung der Kooperation zwischen privatem Gewerbe, Saar-Pfalz-Bus GmbH und Neunkircher Verkehrs GmbH.

Im Anschluss daran tauschte ich mich mit dem Standortmanager unseres Erlebnisortes Reden Eric Schneider und Schiffweilers Bürgermeister Markus Fuchs zu aktuellen Themen rund um den Standort aus. Für dieses Jahr sind zahlreiche attraktive Veranstaltungen geplant. Darüber hinaus hoffe ich, dass die Planung für die Straße forciert und noch in diesem Jahr begonnen werden kann. Ebenso hoffe ich, dass es uns gelingt, die Gastronomie neu zu beleben. Der Erlebnisort – das hat das touristische Entwicklungskonzept belegt – hat viel Potenzial, das geweckt werden kann und muss. Auch dazu wurde der Zweckverband gegründet.

Heute Morgen fand in Saarbrücken der Akademieausschuss des Sparkassenverbandes Saar statt. Als Vertreter der saarländischen Landräte darf ich in diesem Gremium mitarbeiten, das sich intensiv mit der Aus- und Fortbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Sparkassen befasst. Eine große Rolle spielt dabei natürlich auch die Nachwuchsrekrutierung, denn Fachkräfte werden auch bei den saarländischen Sparkassen gesucht.

Wieder zurück in Ottweiler fanden noch verwaltungsinterne Gespräche und etwas Büroarbeit statt.

Am kommenden Sonntag, am Muttertag, bin ich Schirmherr des Konzertes vom Musikvereine „Harmonie“ Schiffweiler. Nach Jahren der Pandemie hat der Verein in die Lindenhalle in Stennweiler eingeladen, um ein buntes musikalisches Programm unter dem Motto „Träume vom Fliegen“ zu präsentieren.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames und hoffentlich sonniges Wochenende.

Ihr Landrat Sören Meng


05.05.2023: Kreistag und Wanderung

05.05.2023: Kreistag und Wanderung

Bei der Verwaltungsratssitzung der KGSt im Odenwald wurden vielen aktuelle Themen des kommunalen Managements diskutiert
Dr. Ulrich Cimolino war zu Gast bei der Kreistagssitzung und referierte über dynamische Schadenslagen-Katastrophen, die auch den Landkreis ereilen könnten

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

diese Woche geht glücklicherweise mit frühlingshafterem Wetter zu Ende. Auch ich war am Feiertag, dem 1. Mai, unterwegs im Landkreis und habe mich sehr darüber gefreut, dass viele Menschen an diesem Tag etwas unternommen hatten. Neben der Großveranstaltung zum Tag der Arbeit in Saarbrücken fanden überall kleinere Veranstaltungen statt. Nach den Jahren der Pandemie freuen sich die Menschen, sich wieder begegnen zu können.

Am Dienstagmorgen tauschte ich mich mit dem Geschäftsführenden Beamten Volker Federkeil und unserem IT-Leiter Matthias Günder zu verschiedenen Themen aus. Im Anschluss fand der verwaltungsinterne Jour-Fixe mit den Dezernentinnen und Dezernenten statt. Dieser Besprechung schloss sich die Führungskräfterunde, die immer online tagt, an. Dies macht Sinn, da unsere Verwaltung auf fast zehn Dienstgebäude verteilt ist. In dieser Runde werden vielfältige Themen, die unsere Kreisverwaltung betreffen, besprochen. Am Nachmittag fanden Vorstellungsgespräche, die ich leitete, statt. Längst hat der Fachkräftemangel auch unsere Verwaltung erreicht. Wir verstehen uns als guter Arbeitgeber, aber die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt lässt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer deutlich flexibler werden. Dies betrifft in besonderer Weise unsere Kreiskommunen, aber auch die Kreisverwaltung selbst.

Am Mittwochmorgen gab es eine Besprechung zum Thema Katastrophenschutz und anstehenden Baumaßnahmen. Wir beabsichtigen noch in diesem Jahr, wenn die Planungsvoraussetzungen vorliegen, mit dem Bau unseres Katastrophenschutzlagers zu beginnen. Entsprechende Haushaltsmittel sind vorgesehen. Im Anschluss machte ich mich auf den Weg zur Verwaltungsratssitzung der KGSt, die im Odenwald stattfand.  Die KGSt ist die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement. Hier wurden an zwei Tagen viele Themen behandelt, die die kommunale Gemeinschaft betreffen. Die KGSt bietet viele Dienstleistungen für Kommunen und Kreise. In diesem Jahr findet im Herbst wieder das KGSt-Forum statt, an dem namhafte Referentinnen und Referenten zu Gast sind. Hier werden auch Vertreter der Kreisverwaltung zu Gast sein, um von dem Know-how zu profitieren.

Am Donnerstagmittag machte ich mich wieder auf den Rückweg, um pünktlich die Kreistagssitzung leiten zu können. Schwerpunkt im öffentlichen Teil war der Katastrophenschutz. Hier konnte ich Dr. Ulrich Cimolino begrüßen, der im Hauptberuf Branddirektor bei der Feuerwehr Düsseldorf ist. Ihn haben wir beauftragt, um uns ein Bedarfsgutachten zum Katastrophenschutz zu fertigen. Er referierte über dynamische Schadenslagen-Katastrophen, auch im Hinblick der Ereignisse der vergangenen Jahre.

Darüber hinaus stellte der Kreistag das Einvernehmen her. Künftig wird am Berufsbildungszentrum TGSBBZ Neunkirchen die Fachrichtung Heilerziehungspflege angeboten. Darüber freue ich mich sehr, da dies auch ein Berufsbild der Zukunft ist und unser Berufsbildungszentrum langfristig sichern wird. Auch können wir so dem Fachkräftemangel aktiv entgegentreten.

Heute Morgen ging es in einem internen Termin um die Kinderbetreuungssituation im Landkreis Neunkirchen, auch der Kreistag hat sich bereits mehrfach damit befasst. Es fehlen in allen Kreisen zahlreiche Plätze, als Jugendhilfeträger tun wir alles Mögliche, um hier mehr Angebote zu schaffen und unterstützen die Träger der Kitaeinrichtungen. Ich bin zuversichtlich, dass wir die Situation etwas entschärfen können, denn mir ist bewusst, wie wichtig die Kinderbetreuungsmöglichkeiten im Kreis sind. Ich könnte hier vieles schreiben, alle politisch Verantwortlichen in den Kommunen und den Kreisen arbeiten mit Hochdruck an Lösungsmöglichkeiten. Danach fand der Jour-Fixe des Dezernates II zu den Themen Bauen und Schulen statt. Hier ging es um die Digitalisierung unserer Schulstandorte, die bis Ende dieses Jahres abgeschlossen werden soll und um zahlreiche Baumaßnahmen, an denen zurzeit gearbeitet wird. Wie schon oft an dieser Stelle erwähnt, investiert unser Kreis wie noch nie, um gute Lernvoraussetzungen zu schaffen, um damit junge Menschen aktiv zu fördern.

Wenn dieser Blog erscheint, besuche ich die Weinlounge der Kreisstadt Neunkirchen. Ich freue mich auf gute Gespräche und Begegnungen. Danke dem Verkehrsverein und der Kreisstadt für die tolle Veranstaltung!

Morgen werde ich die Landesversammlung des DRK in Dillingen besuchen, an der auch unsere Ministerpräsidentin teilnehmen wird.

Am Sonntag ist wieder wandern angesagt. Ich freue mich sehr, dass sich so viele Wanderfreunde angemeldet haben, um mit Oberbürgermeister Jörg Aumann und mir einen Teil des neuen Premiumwanderweges „Spitzbubenweg“ zu gehen.

Liebe Leserinnen und Leser,

ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende. Machen Sie das Beste daraus.

Ihr Landrat Sören Meng 


28.04.2023: Auf in den Mai

28.04.2023: Auf in den Mai

Zwischen den Sitzungen des Verfassungs- und Europaausschusses des Deutschen Landkreistages in Alzey blieb ein wenig Zeit für die Erkundung der Stadt
Der Landkreis Neunkirchen ist mit der Ehrenamtsbörse seit der ersten Modellphase Partner beim Projekt "Digitale Mehrgenerationenhäuser" und wurde dafür ausgezeichnet
Ein Erlebnisort ohne Barrieren - vier Standorte in Reden wurden mit den Qualitätssiegel "Reisen für Alle" zertifiziert
Feinkost Jacob aus Lautenbach ist neuer Partner der Regionalmarke
Im Historischen Sitzungssaal empfing Landrat Sören Meng Vertreterinnen und Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbundes
Bei der Jahrespressekonferenz der Sparkasse Neunkirchen wurde der symbolische Staffelstab gleich mehrmals weitergegeben

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

kaum zu glauben, wie schnell die Zeit verfliegt. Jetzt können wir in wenigen Tagen schon den Wonnemonat Mai begrüßen. Aufgrund meiner derzeitigen Termindichte habe ich den Eindruck, dass die Zeit viel schneller vergeht. Umso schöner ist es, dass mit dem Mai hoffentlich auch besseres Wetter Einzug hält. Drücken wir die Daumen!

Meine Woche begann im Landkreis Alzey-Worms. Dort tagte der Verfassungs- und Europaausschuss des Deutschen Landkreistages. Genau vor einem Jahr fand dieser Ausschuss im Landkreis Neunkirchen statt. Da sowohl der vorsitzende Landrat, als auch sein Stellvertreter erkrankt waren, hatte ich die Ehre, den Ausschuss zu leiten. Gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen diskutierte ich Themen des Asylrechts und aktuelle Herausforderungen in Europa. Aber auch die Themen Digitalisierung und Cybersicherheit wurden behandelt.

Am Dienstagmorgen ging es wieder zurück ins Saarland, wo ich die Aufsichtsratssitzung der VSE besuchte. Im Anschluss fand die Hauptversammlung statt, an der die erste Kreisbeigeordnete Daniela Feld teilnahm. Nach dieser Sitzung fand die konstituierende Aufsichtsratssitzung der VSE statt. Die VSE Aktiengesellschaft ist seit über 100 Jahren mit dem Saarland eng verwurzelt. An dem Unternehmen mit Sitz in Saarbrücken sind die E.ON, das Saarland, Landkreise sowie Städte und Gemeinden des Saarlandes beteiligt. Als führender Infrastruktur- und Energiedienstleister in der Region engagiert sich die VSE Aktiengesellschaft seit Jahren für die nachhaltige Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft zum Wohl der Umwelt und vor allem der nachkommenden Generationen.

Infos unter www.vse.de

Von Saarbrücken aus ging es im Anschluss nach Neunkirchen in die Gebläsehalle, wo eine Festveranstaltung zum virtuellen Mehrgenerationenhaus stattfand. Im Projekt „Virtuelles Mehrgenerationenhaus“ (VMGH) tauschen sich Saarländerinnen und Saarländer über digitale Kommunikationswege aus und gestalten mithilfe von Tablets ihr Leben „smarter“. Das MedienNetzwerk SaarLorLux e.V., die Landesmedienanstalt Saarland und das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit haben das deutschlandweit einzigartige Projekt „Virtuelles Mehrgenerationenhaus“ ins Leben gerufen, um die Begegnungen und den Austausch zwischen den Generationen zu intensivieren und auf den virtuellen Raum auszudehnen. Projektpartner in unserem Landkreis ist unsere Ehrenamtsbörse. Das Projekt wird sehr gut angenommen. In einem Interview lobte ich das Projekt und hob die Vorteile für die Teilnehmer hervor. Herzlichen Dank allen, die sich hier engagieren. Ich hoffe, dass das Projekt weiterhin fortgesetzt wird. Neben Sozialminister Dr. Magnus Jung war aus unserem Kreis Oberbürgermeister Jörg Aumann anwesend.

Im Anschluss nahm ich an der Sitzung der SPD Kreistagsfraktion teil.

Am Mittwochmorgen tagte der Vorstand der Stiftung Saarländisches Schulmuseum, dessen stellvertretender Vorsitzender ich bin. Das saarländische Schulmuseum mit seinem Sitz in Ottweiler ist ein kulturelles Kleinod. Daher engagiere ich mich für die Fortentwicklung sehr gerne. Mein nächster Termin befasste sich mit dem Tourismus im Landkreis Neunkirchen. Hier wurde von Seiten der Tourismuszentrale Saarland der Erlebnisort Reden für seine Barrierefreiheit ausgezeichnet. Damit jede*r Besucher*in Freude an den Angeboten im Erlebnisort Reden hat, wurden gleich mehrere Attraktionen nach dem deutschlandweiten Kennzeichnungssystem "Reisen für Alle" erhoben. Als Ergebnis wurden nun die Große Werkstatt, der Wassergarten, der Freizeit- & Skaterweg und das Erlebnismuseum GONDWANA – Das Praehistorium mit dem Qualitätssiegel zertifiziert.

Mit der Zertifizierung „Reisen für Alle“ haben nun mobil eingeschränkte Personen, Seniorinnen und Senioren oder auch Familien mit Kleinkindern die Möglichkeit, sich im Vorfeld des Besuches über die Nutzbarkeit und Zugänglichkeit zu informieren. Ziel des barrierefreien Tourismus ist es, alle Einrichtungen so zu gestalten, dass sie für alle Menschen ohne fremde Hilfe nutzbar sind. Das fängt meist schon bei vermeintlich alltäglichen Dingen an wie der Zugang zu sanitären Einrichtungen. 

Anschließend begrüßte ich als neuen Partner der Regionalmarke die Firma Feinkost Jacob in Lautenbach. Hier kreierte der Chef des Hauses Patrick Jakob eine besondere Mettwurst nach altem Rezept im Rahmen unserer Regionalmarke. Herzlich willkommen!

Wieder zurück in Ottweiler fanden interne Besprechungen statt. Der Abschluss meines Arbeitstages stellte der erste Empfang in Kooperation mit dem DGB Neunkirchen dar.

In meinem Grußwort ging ich auf die Bedeutung der Gewerkschaften für unsere Gesellschaft ein: "Es ist der erste gemeinsame Empfang dieser Art und als vor geraumer Zeit die Anfrage des DGB kam, habe ich gerne zugestimmt, denn die Arbeit unserer Gewerkschaften ist in einer komplexen Zeit, wie wir sie heute erleben, wichtiger denn je. Und das sage ich auch im Hinblick des Tarifabschlusses, der gerade auf den Weg gebracht wurde. Natürlich schlagen in meiner Brust zwei Herzen. Auf der einen Seite das des Arbeitgebers der kommunalen Seite mit extrem schwierigen Haushaltsverhältnissen, auf der anderen Seite das eines aktiven Unterstützers der Gewerkschaft, der weiß, wie wichtig es ist, Arbeitnehmerinteressen zu vertreten.

Lassen Sie mich noch ein paar Gedanken formulieren, warum ich mich für die Menschen freue, die von diesem Tarifabschluss profitieren werden. Nach der Pandemie, dem anhaltenden russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und dem Kampf gegen die Klimakrise befinden wir uns in einer Umbruchphase. Wir sind immer noch im Krisenmodus und das hat finanzielle Spuren hinterlassen.

Die Zeiten haben uns viel abverlangt. Alle haben in der unglaublichen Coronazeit Stärke gezeigt. Wir waren füreinander da, haben uns engagiert, haben gepflegt, versorgt, die bürokratische Infrastruktur aufrecht gehalten. Und für diese unglaublichen Anstrengungen steht auch dieser Tarifabschluss. Als klares Bekenntnis zu dem Engagement der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, als starkes Zeichen, finanzielle Belastungen zumindest abzufedern.

Ziel von uns allen muss es sein, in Zeiten der Unsicherheit Antworten zu geben. Engagieren wir uns weiterhin für die Erhaltung sozialer Standards, für aktive Armutsbekämpfung, für mehr Bildung, unabhängig des Geldbeutels der Eltern, letztendlich für Solidarität und gegen Neiddebatten und Ausgrenzung. Wir haben gemeinsam in den vergangenen Jahren Unglaubliches geschafft, haben durchgehalten. Und diese Kraft wird uns auch in eine gute Zukunft führen. Sie alle, jeder an seinem Platz leistet hier Großartiges, auch hierfür soll der heutige Empfang danke sagen. Ich wünsche uns einen guten Austausch mit einem herzlichen Glück auf!“

Gestern Morgen tauschte ich mich mit dem Werkleiter unserer Tourismus- und Kulturzentrale Christian Rau zu aktuellen Themen aus. Im Anschluss gab es eine Besprechung zur Vorbereitung der Gremiensitzung unserer Beschäftigungsgesellschaft AQA mit dem Geschäftsführer Stefan Gerber. In Schiffweiler fand danach die Bilanzpressekonferenz unserer Sparkasse Neunkirchen statt. Hier nahm ich als Verwaltungsratsvorsitzender teil, auch um den scheidenden Vorstandsvorsitzenden Markus Groß offiziell zu verabschieden. Gleichzeitig wünschte ich dem neuen Vorstandsteam, dem Vorsitzenden Jörg Welter und seinem Stellvertreter Patrick Rammo sowie deren Stellvertreter Barbara Bucher und Frank Rubeck viel Erfolg. Am Nachmittag tagte der Kreisausschuss im Historischen Sitzungssaal. Im öffentlichen Teil wurde die finanzielle Förderung des Projektes Altersbilder Illingen und die Einführung des Jobtickets Modell für die Landkreisverwaltung auf den Weg gebracht. Nächste Woche tagt der Kreistag.

Heute Morgen fand zu verschiedenen Themen eine Besprechung mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern der Städte und Gemeinden statt. Anschließend beschäftigte ich mich mit Herausforderungen im Bereich der Digitalisierung der Kreisverwaltung. Morgen Mittag besuche ich die Jugendfeuerwehr Wiebelskirchen, die im Rahmen ihres 50. Jubiläums eine Rallye durchführen wird. Hier nehme ich an der Siegerehrung teil. Von dort aus geht es nach Illingen, wo der Verein für Freizeitkunst Merchweiler eine umfangreiche Schau ihrer Werke präsentiert.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, eine anstrengende Woche geht für mich zu Ende. Gleichzeitig war es eine Woche mit vielen Impulsen, das macht das Landratsleben aus.

Ich wünsche Ihnen schönes Wochenende und einen herrlichen Maifeiertag!

Ihr Landrat Sören Meng


21.04.2023: Ein Highlight des Frühlings

21.04.2023: Ein Highlight des Frühlings

Sicherheit und der Ausbau eines schnellen Internetnetzes: darum ging es unter anderem beim Austausch mit Stephan Käfer, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Telekom
Landrat Sören Meng mit der druckfrischen neuen Ausgabe des Ausbildungsatlas für den Landkreis Neunkirchen

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

richtig Frühling wird es für mich immer, wenn unsere Großveranstaltung „Frühling auf Finkenrech“ stattfindet. Morgen und übermorgen sind die Tore im Freizeitzentrum Finkenrech geöffnet. Viele Aussteller bieten den Besucherinnen und Besuchern ein tolles Angebot und laden zum Verweilen in der herrlich gepflegten Gartenanlage ein. Unsere Tourismus- und Kulturzentrale und das Umweltamt hatten in den vergangenen Wochen und Monaten viel zu tun, um eine perfekte Veranstaltung zu organisieren. Die schönen Gärten zeigen den Frühling von seiner besten Seite. Leider steht die Gastronomie derzeit leer. Dies bedauern wir sehr, haben allerdings ab Mai ein kleines gastronomisches Angebot, ähnlich wie am Erlebnisort Reden. Parallel laufen Gespräche mit Interessenten für die Gastronomie, was allerdings aufgrund der derzeitigen Lage kein leichtes Unterfangen ist. Wenn ich über Finkenrech schreibe, kann ich problemlos auf die abgelaufene Woche überleiten, denn das Freizeitzentrum spielte bereits zu Wochenbeginn eine wichtige Rolle. Doch zuerst der Reihe nach:

Am Montagmorgen standen verwaltungsinterne Gespräche an. Danach tauschte ich mich, gemeinsam mit der Sozialdezernentin Julia Schild und einem Experten für medizinische Versorgung, zur aktuellen Lage im Landkreis Neunkirchen aus. Im Anschluss stellte sich mir der neue Konzernbevollmächtigte der Deutschen Telekom Stephan Käfer vor. Auch als Träger der weiterführenden Schulen sind wir mit der Telekom, beispielsweise beim Ausbau mit schnellem Internet, immer in Gesprächen. In unserer Besprechung ging es um zukunftsfähige Schulen für digitalen Unterricht, leistungsstarke Glasfaseranbindung, Präsentationstechnik und natürlich um Sicherheit. Auch erläuterte mir Herr Käfer die Gigabit Ausbaustrategie der Telekom. In Neunkirchen fand zum Abschluss meines Arbeitstages die Werksausschusssitzung der Tourismus- und Kulturzentrale statt. Hier wurde uns das Entwicklungskonzept für das Freizeitzentrum Finkenrech vorgestellt. Dieses Konzept hatte der Ausschuss vor einigen Monaten an eine Berliner Agentur gegeben, die sich intensiv mit dem Zentrum und seinen Potenzialen beschäftigte. Auch fanden zahlreiche Gespräche mit Expertinnen und Experten rund um unsere kreiseigene Anlage statt. Ziel soll es sein, Finkenrech noch attraktiver zu machen und mehr Wertschöpfung zu generieren. Hier wurden uns zahlreiche Impulse gegeben. Im nächsten Schritt werden wir die einzelnen Maßnahmen definieren und gegebenenfalls die notwendigen Mittel in die in der zweiten Jahreshälfte stattfindenden Haushaltsberatung einbringen.

Am Dienstagmorgen tauschte ich mich mit dem Geschäftsführer des Rettungszweckverbandes Timm Mathis zu verschiedenen Themen aus. Auch ging es unter anderem um die Alarmierung und die zahlreichen Schnittstellen zwischen ZRF und Landkreis sowie unseren Wehren. Der ZRF ist ein Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung, dessen Mitglieder die saarländischen Landkreise Merzig-Wadern, Neunkirchen, Saarpfalz-Kreis, Saarlouis und St. Wendel sowie der Regionalverband Saarbrücken sind. Verbandsvorsteher ist hier mein Kollege aus Sankt Wendel Udo Recktenwald.

Um die Mittagszeit tagte der Beirat der Diakoniestiftung. Die Diakoniestiftung an der Saar dient der Förderung diakonischer Arbeit im Saarland. Sie ist eine Antwort auf die stetig steigende Not in einer sich verändernden Welt.  Mit den eingehenden Spenden und dem Stiftungserlös wurden in den letzten Jahren Projekte angestoßen und Einrichtungen unterstützt, die sich unter anderem um junge Flüchtlinge kümmern. Ein Beirat entscheidet jährlich über die zu vergebenden Mittel. Zurzeit findet eine Öffentlichkeitskampagne statt, die die Arbeit der Stiftung vorstellt. Gerne unterstütze ich diese wichtige Einrichtung.

Am Nachmittag tagte mit einer umfangreichen Tagesordnung der Aufsichtsrat der Neunkirchen Verkehrs GmbH. Hier sind wir Anteilseigner, gemeinsam mit der Kreisstadt Neunkirchen, die 60 % des Unternehmens hält, der Landkreis ist mit 40 % beteiligt. Unsere NVG leistet seit Jahrzehnten wichtige Arbeit und hat den öffentlichen Personennahverkehr im Landkreis kontinuierlich verbessert. Die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte, die Verbesserung des Liniennetzes und vieles mehr sind Themen, denen sich der Aufsichtsrat widmet. Ein Dankeschön an dieser Stelle dem gesamten Team und den Verantwortlichen.

Am Mittwoch tagte die 42. Verbandsversammlung des ZRF in Bexbach. Auch hier wurden zahlreiche Themen rund um den Rettungsdienst besprochen. Im Anschluss ging es in einer internen Besprechung um das Thema IT Sicherheit. In der Mittagszeit beriet ich die anstehende Aufsichtsratssitzung der VSE AG vor. Sie findet nächste Woche statt. Am Nachmittag tagte der LIK Nord Verbandsausschuss, ihm schloss sich die Verbandsversammlung an. Das Naturschutzgroßprojekt „Landschaft der Industriekultur Nord im Saarland“ ist eines der fünf Gewinner des von Bundesumwelt- und Bundeslandwirtschaftsministerium geförderten Wettbewerbs „IDEE.Natur – Zukunftspreis Naturschutz“ im Jahr 2009. Dank diesem Projekt konnte interkommunal und kreisüberschreitend viel bewegt werden. Zahlreiche Flächen wurden renaturiert. Dieses Projekt läuft Ende 2024 aus. Unter anderem ging es im Verbandsausschuss darum, Ideen zu sammeln, um dieses wichtige Projekt fortzusetzen. Zu LIK Nord könnte ich viel schreiben: Informieren Sie sich doch einmal im Internet, dort wartet eine sehr informative Seite auf Sie: www.lik-nord.de
Danke an dieser Stelle dem engagierten Geschäftsführer Ulrich Heinz und seiner Mitarbeiterin Frau Dr. Ben-Ali für die tolle Arbeit zum Wohle unserer Region.

Am Donnerstagmorgen hatte ich die schöne Aufgabe, eine Beamtin zu befördern. Im Anschluss tauschte ich mich mit Vertretern des Pallotti-Hauses Neunkirchen aus. Das Pallotti-Haus, Zentrum für Erziehungshilfe, besteht aus den beiden Abteilungen Jugendhilfe und Förderschule Soziale Entwicklung. In der engen – aber nicht zwangsläufigen – Vernetzung der beiden Arbeitsbereiche, verbunden mit den gemeinsamen und jeweils spezifischen Angebotsschwerpunkten, werden jungen Menschen und ihren Familien ein differenziertes Angebot zur Verfügung gestellt, um gemeinsam mit ihnen entsprechend dem Hilfeplan und den schulischen Fördernotwendigkeiten neue Perspektiven, Wege und Lösungen zu erarbeiten. Unser Kreisjugendamt kooperiert mit dieser Einrichtung.

Der heutige Morgen stand im Zeichen der Vorstandssitzung des Landkreistages Saarland. Hier wurden zahlreiche Themen unserer Kreise intensiv behandelt.

Im Laufe dieser und letzter Woche wurden von unserer Schulverwaltung außerdem zahlreiche Exemplare der 3. Auflage des Ausbildungsatlas Landkreis Neunkirchen in den weiterführenden Schulen verteilt. Das Ende der Schulzeit ist ein wichtiger Scheidepunkt des zukünftigen Lebensweges der Schülerinnen und Schüler. Der Arbeitsmarkt hält viele Chancen vor. Ob Studium, Ausbildung oder ein berufsbegleitendes Studium - es gibt zahlreiche Möglichkeiten zur Entfaltung. Mit dem Ausbildungsatlas erhalten junge Menschen eine tolle recherchierte Handreichung mit regionalem Bezug und Hinweisen von Firmen aus der Region. Der Ausbildungsatlas wird jungen Menschen in den weiterführenden Schulen zur Verfügung gestellt. Auch ist das Produkt im Internet unter folgendem Link abrufbar: Neunkirchen, Landkreis - Ausbildungsatlas - FindCity .
Danke allen Inserentinnen und Inserenten, die mit ihrer Anzeige die Herausgabe der Atlanten möglich gemacht haben. 

Wenn dieser Blog erscheint, bin ich in der Gebläsehalle Neunkirchen. Hier findet die Verabschiedung des langjährigen Vorstandes und Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Neunkirchen Markus Groß statt. Ab 1. Mai bilden Jörg Welter als Vorsitzender und Patrick Rammo das Führungsduo der Sparkasse. In einer Rede würdigte ich das berufliche Engagement von Groß: “Wenn Markus Groß in einigen Tagen in eine neue Lebensphase tritt, ist sein Haus, seine Sparkasse, auf Kurs. Sie ist für die Aufgaben für morgen gerüstet. Transparenz ist Dir, lieber Markus, immer wichtig, daher ist das nachfolgende Team bereits auf dem Weg, den Du beschritten hast. Es wird ihn weitergehen und eigene Spuren hinterlassen.

Lieber Markus Groß, im Namen des Verwaltungsrates und der kommunalen Familie, ein herzliches Dankeschön und Glück Auf, für alles, was in der neuen Lebensphase – ohne berufliche Verpflichtungen- auf Dich zukommt. Dankeschön!“

Für seine vielfältigen ehrenamtlichen Verdienste überreichte ich Markus Groß die Verdienstmedaille unseres Kreises. Durch sein Engagement war und ist er Vorbild für Bürgerinnen und Bürger, sich neben dem beruflichen Engagement auch für die Gesellschaft zu engagieren.

Morgen früh werde ich gemeinsam mit Bürgermeister Andreas Feld unsere Großveranstaltung „Frühling auf Finkenrech“ eröffnen. Anschließend geht’s für mich nach Spiesen-Elversberg, wo ich endlich wieder ein Heimspiel der SVE verfolgen werde.

Am Sonntag muss ich mich auf die bevorstehende Sitzung des Verfassungs- und Europaauschusses vorbereiten, die am Montag und Dienstag in Alzey-Worms stattfinden wird.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

Sie merken beim Lesen: Derzeit ist meine Termindichte sehr hoch.

Ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende.

Ihr Landrat Sören Meng


14.04.2023: Neues Tourismus-Highlight im Landkreis Neunkirchen

14.04.2023: Neues Tourismus-Highlight im Landkreis Neunkirchen

Saucen-Manufakteur Thomas Wickart ist neuer Partner der Regionalmarke
Integrieren ein kommunales datenbasiertes Bildungsmanagement im Landkreis: Janine Barrois und Lisa Hoffmann-Kuhnen mit Landrat Sören Meng und KVHS-Leiterin Sarah Falkenrich
Landrat Sören Meng und das Team der Tourismus- und Kulturzentrale präsentieren stolz die neue Tourismusbroschüre für den Landkreis Neunkirchen
Landrat Sören Meng gemeinsam mit Verbraucherschutz-Staatssekretär Sebastian Thul und den Referenten des Abends zum Thema Hygiene-Hinweise für Volksfeste, Heiko Weinland und Josef Allmansberger

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

nach einem erholsamen Kurzurlaub in den Bergen bin ich wieder im Dienst zurück. Ich hoffe, auch sie konnten die Osterfeiertage genießen.

Meine Restwoche war gewohnt abwechslungsreich. Nach einem Urlaub gibt es natürlich am Schreibtisch viel zu tun, auch interne Rücksprachen sind dann an der Tagesordnung. Neben diesen Tätigkeiten besuchte ich am Dienstag in Heiligenwald den neuen Partner unserer Regionalmarke, Thomas Wickart mit seiner Firma „Wickadilly“. Sie steht für hochwertige Gewürze und originelle Grillsaucen. Der gebürtige Schweizer und Liebhaber amerikanischer BBQ-Saucen hat klassisch sein Hobby zum Beruf gemacht. Zunächst nur für Freunde und Bekannte hergestellt, verkauft er mittlerweile überregional seine Saucen und seit kurzer Zeit auch Gewürze. Alle Produkte werden mit Hingabe von Hand abgefüllt, es werden nur feinste Zutaten und keine künstlichen Zusatzstoffe verwendet. Experimentierfreudige Genießer können sich aus den zahlreichen Einzelkomponenten sogar ihr eigenes Gewürz individuell zusammenstellen. Für die Regionalmarke möchte er ein „Neunkircher Gewürz“ kreieren. Für die optimale und gewünschte Zusammensetzung sollen die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises selbstverständlich mitreden dürfen. Dazu haben alle, die mitmachen möchten, nächste Woche bei unserer Großveranstaltung „Frühling auf Finkenrech“, bei der auch Thomas Wickart am Stand der Regionalmarke dabei sein wird, die Möglichkeit, bei der Umfrage mitzumachen. Lassen Sie sich die Gelegenheit nicht entgehen.

Am Mittwochmorgen fand eine Besprechung rund um das Thema Katastrophenschutz statt. Schon oft habe ich an dieser Stelle darüber berichtet, gerade in diesem Jahr werden größere Investitionen in diesem Bereich getätigt werden. Auch mit dem Bau unseres Katastrophenschutzzentrums in Ottweiler wird in diesem Jahr noch begonnen werden. Demnächst wird sich auch der Kreistag erneut mit dem Thema Katastrophenschutz beschäftigen, hier wird Stabsstellenleiter Alexander Koch unsere Planungen vorstellen. Darüber hinaus fanden Rücksprachen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verschiedenen Themen statt.

Gestern Morgen tagte der verwaltungsinterne Arbeitskreis zum Thema Kinderbetreuung. Dies ist im Landkreis Neunkirchen ein großes Thema, da auch bei uns viele Betreuungsplätze fehlen. Auch macht uns hier der Fachkräftemangel im Erziehungsbereich zu schaffen. Viele Träger, auch der Landkreis Neunkirchen, arbeiten mit Hochdruck daran, neue Plätze zu schaffen. Allerdings ist der Bedarf in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Dazu beschäftigt sich eine interne Arbeitsgruppe der Kreisverwaltung mit Möglichkeiten, neue Plätze zu schaffen. Dies ist allerdings ein schwieriges Unterfangen.

Im Anschluss sprach ich mit den beiden neuen Mitarbeiterinnen unseres Bildungsbüros Lisa Hoffmann-Kuhnen und Janine Barrois über ihre künftige Arbeit. Seit dem Jahr 2023 ist der Landkreis Neunkirchen als erster Landkreis im Saarland Bildungskommune. Dazu wird nun ein kommunales Bildungsbüro aufgebaut, in dem alle Fäden zum Thema kommunale Bildung zusammenlaufen und einheitlich kommuniziert werden. Dies geschieht im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes „Bildungskommune“. Durch ein spezielles datenbasiertes Bildungsmanagement soll es bald möglich sein, Entscheidungshilfen herauszuarbeiten, bessere Planbarkeiten für Maßnahmen und Projekte zu schaffen und eine bedarfsgerechte Aufstellung der Bildungsangebote im Landkreis Neunkirchen sicherzustellen. Das Team ist erst seit Kurzem komplett. Ich bin gespannt auf die Fortschritte bei diesem spannenden und wichtigen Projekt. 

Danach ging es zum Erlebnisort Reden, wo ich gemeinsam mit dem Team der TKN und dem Standortmanager des Erlebnisortes Reden Eric Schneider die aktuellen Broschüren rund um die Tourismus Region Neunkirchen der Öffentlichkeit präsentierte. Hier ist der Landkreis Neunkirchen gut aufgestellt und konnte die Angebote in den vergangenen Jahren weiter ausbauen.

Am Abend fand zum ersten Mal seit Corona wieder eine Infoveranstaltung für Ehrenamtliche, Vereine und deren Vorstände im Landkreis Neunkirchen statt. Es handelte sich um eine Fachveranstaltung zum Thema Hygiene auf Volks- und Vereinsfesten. Kooperationspartner ist neben unserem Gesundheitsamt und der KVHS auch das Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz des Saarlandes. Daher freue ich mich sehr, dass ich zu dieser Veranstaltung auch den zuständigen Staatssekretär Sebastian Thul begrüßen konnte. In meinem Grußwort lobte ich das Engagement der Vereine und freute mich mit den Vereinen darüber, dass seit vergangenem Jahr wieder ungehindert Veranstaltungen durchgeführt werden können. Auch der Staatssekretär ging in seinem Grußwort auf die Bedeutung der Vereine für unsere Gesellschaft ein. Mit der Fachveranstaltung wurden die wichtigsten rechtlichen und praktischen Aspekte im Umgang mit Lebensmitteln auf Festen vermittelt, um die Verantwortlichen im hygienischen Umgang mit Lebensmitteln zu sensibilisieren. Von Seiten des Kreisgesundheitsamtes referierte unser Hygieneinspektor Josef Allmansberger, Referent des Landesamtes für Verbraucherschutz war Heiko Weinland. Herzlichen Dank dem Leiter der Ehrenamtsbörse Dr. Matthias Schilhab für die Organisation der Veranstaltung, die sehr gut besucht war.

Am heutigen Morgen standen verwaltungsinterne Termine an, auch hatte ich Besuch vom Merchweiler Bürgermeister Patrick Weydmann, mit dem ich mich zu verschiedenen Themen austauschte.

Morgen Mittag besuche ich unser Kreislagezentrum, da dort morgen das Kreisverbindungskommando der Bundeswehr tagt.

Am Sonntagmorgen wird es für mich sportlich. Gemeinsam mit der Kreisstadt Neunkirchen und dem Wirtschaftsministerium eröffnen wir die neuen Mountainbikestrecken. Hier hat sich auch die Staatssekretärin Elena Yorgova-Ramanauskas zur Eröffnung angekündigt. An dieser Stelle zitiere ich aus der Pressemeldung: „Schon seit Ende des letzten Jahres sind sie beschildert; nun werden die Touren mit einer Gesamtlänge von rund 90 Kilometern pünktlich zum Saisonstart auch offiziell eröffnet.
„Ich freue mich riesig, dass die abwechslungsreichen Strecken, die mit großem Aufwand und viel Engagement aller Beteiligten bereits seit 2019 in der Planung waren, nun endlich umgesetzt werden konnten und somit einen großen Mehrwert für die Attraktivität des Aktivangebotes in der Region bringen“, zeigt sich Landrat Sören Meng begeistert. Angebunden an die „PUR“ in St. Ingbert bieten die drei unterschiedlich schwierigen Touren, die in Form eines Kleeblattes angeordnet sind, jede Menge Fahrspaß für Einsteiger, Alltags-Biker und echte Profis. „Mit dem zentralen Startpunkt am Kombibad „Die Lakai“ in Neunkirchen haben wir einen optimalen Ausgangspunkt geschaffen. Die Touren mit ihrem Mix aus schmalen Trails und breiten Wegen führen neben dem Schwimmbad natürlich noch an einigen weiteren Sehenswürdigkeiten vorbei und laden so zum Erkunden der Region ein“, erläutert Jörg Aumann, Oberbürgermeister der Kreisstadt Neunkirchen. Ebenso finden sich entlang der Strecken mehrere Einkehrmöglichkeiten, die sich optimal für eine Pause anbieten.
Die Tourismus- und Kulturzentrale des Landkreises Neunkirchen (TKN) und die Kreisstadt Neunkirchen feiern die Eröffnung des neuen Aktivangebots in der Region am Sonntag, 16. April 2023 mit einer kleinen Schnupperfahrt für alle Mountainbike-Fans. Los geht’s um 10:00 Uhr auf dem Parkplatz des Kombibades „Die Lakai“ in Neunkirchen. Dabei wird ein extra ausgewählter 18 Kilometer langer Teilabschnitt mit Streckenelementen der Touren 1 und 3 befahren, der sich sowohl für Neulinge als auch für Fortgeschrittene eignet.“

 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,
ich wünsche Ihnen ein schönes, hoffentlich sonnigeres Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


31.03.2023: Visionen für den Erlebnisort Reden

31.03.2023: Visionen für den Erlebnisort Reden

Landrat Sören Meng und Regionalmarke-Koordinator Willi Walter durften in Steimers Backstube reinschnuppern
Die rumänische Delegation zu Besuch bei Landrat Sören Meng im Historischen Sitzungssaal
Ursula Kimoto gewährte der Leiterin der Städtischen Galerie Neunkirchen Nicole Nix-Hauck und Landrat Sören Meng einen Blick zu bisher nicht ausgestellten Kunstobjekten des Ausnahmekünstlers Seiji Kimoto
Ein Vorbild für unsere Gesellschaft: Dr. Hani Hweidi aus Dirmingen (Mitte) ist mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden
Bei einer hybriden Pressekonferenz wurde das touristische Entwicklungskonzept für den Erlebnisort Reden vorgestellt
Beeindruckende Darbietungen bei den Ergebnissen des Projektes "feelKlang" in der Anton-Hansen-Schule
Zum ersten Mal kam das Kommunalforum der Sparkassen Finanzgruppe Saar in Saarbrücken zusammen
 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

erneut geht eine gewohnt abwechslungsreiche und spannende Woche zu Ende.

Ein Highlight war für mich die Pressekonferenz zur Vorstellung des touristischen Entwicklungskonzeptes für den Erlebnisort Reden. Doch dazu gleich mehr.

Meine Woche begann mit internen Rücksprachen, unter anderem mit dem Leiter des Kreisbauamtes Thorsten Mischo, der mir den aktuellen Stand der zahlreichen Baumaßnahmen vermittelte.

Danach ging es nach Wiesbach, wo ich einen neuen Partner unserer Regionalmarke begrüßen durfte. Die Backstube Steimer versorgt seit 1963 die Umgebung mit besten Backwaren. Vor 60 Jahren hatte der Vater des heutigen Besitzers Martin Steimer die kleine Bäckerei gekauft. Mittlerweile arbeiten auch Ehefrau Elfi, Sohn Rocky, ebenfalls Bäckermeister, und Tochter Yvonne mit im Familienunternehmen. Unterstützt werden sie durch Michael Schirra, der die Backstube leitet, und weiteren 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Zur Regionalmarke steuern sie ein Milchbrötchen mit 30 % Frischmilch-Anteil bei. Ein Biss in das Milchbrötchen lässt mich an meine Kindheitstage zurückdenken, schmeckt pur, mit etwas Süßem dabei oder auch, wie Regionalmarke-Koordinator Willi Walter und ich bei einer kleinen Kostprobe feststellen konnten, herzhaft mit Fleischkäse. Wie das Milchbrötchen in Handarbeit hergestellt wird und seine charakteristische Form erhält, durften wir dann auch direkt vor Ort in der Backstube miterleben. Neben den vielen Sorten an Broten und Kuchen werden hier auch noch die Laugenteile selbst hergestellt. Ein Besuch ganz nach meinem Geschmack. Das sympathische Team steht für traditionelles Bäckereihandwerk und passt wunderbar zu unserer Regionalmarke.

Wieder zurück im Landratsamt besuchte mich eine Delegation aus Rumänien. Organisiert wurde dieses Treffen durch Willi Gehring, Leiter des deutsch-rumänischen Freundschaftskreises, der seit mehr als 30 Jahren eng mit der Region verbunden ist. Der Grund des Besuches war ein erfreulicher: die Delegation nutze die Gelegenheit, dem Landkreis Neunkirchen für die jahrelange humanitäre Hilfe zu danken. So organisieren zahlreiche DRK-Verbände seit vielen Jahrzehnten notwendige Hilfstransporte nach Rumänien. Willi Gehring hilft, gemeinsam mit dem deutsch-rumänischen Freundschaftskreis, zudem bei der Durchführung sozialer Projekte in Heimen für Schwerstbehinderte. Die Arbeit, die hier geleistet wird, ist beeindruckend und es ist auch schön zu sehen, wie sehr diese Hilfe wertgeschätzt wird. Vielen Dank an alle, die sich seit vielen Jahren engagieren. Ich freue mich, dass ich diese kleine rumänische Delegation bei uns empfangen durfte und ihr die Geschichte unseres Landkreises etwas näher bringen konnte. Lipova kann sich auch in Zukunft unserer Solidarität sicher sein.

Danach tauschte ich mich mit dem Stabsstellenleiter Katastrophenschutz Alexander Koch zu verschiedenen Themen aus. In der nächsten Kreistagssitzung werden wir das Thema Katastrophenschutz und unsere Planungen dazu näher beleuchten.

Am Abend leitete ich in meiner ehrenamtlichen Funktion als Kreisvorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes die Präsidiumssitzung.

Am Dienstagmorgen fand eine Besprechung mit der Sozialdezernentin und dem Leiter unseres Jugendamtes statt. Thema war auch die leider fehlenden Kindergartenplätze. Hier gibt es, wie schon öfter in den vergangenen Wochen ausgeführt, einen großen Bedarf. Wir sind dabei, sogenannte Pflegestellen einzurichten, um den Eltern zumindest temporär ein Angebot für ihre Kinder vorzuhalten. 

Danach besuchte ich die Verbandsversammlung des eGo-Saar. Der Zweckverband „Elektronische Verwaltung im Saarland - eGo-Saar“ kümmert sich seit 2004 um die einheitliche Umsetzung von E-Government-Lösungen für die kommunale Familie im Saarland. Alle saarländischen Städte, Gemeinden, Landkreise und kommunalen Spitzenverbände sind Mitglied dieses Verbandes. Er ist Ansprechpartner für die Landesregierung bei gemeinsamen E-Government-Projekten und gewährleistet dadurch die verwaltungsebenenübergreifende Zusammenarbeit im Saarland. Der eGo-Saar bietet seinen Mitgliedern Basisinfrastrukturen, Netzdienste und Rechenleistungen zur nachhaltigen Verwaltungsmodernisierung an. In dieser Sitzung ging es neben personellen Weichenstellungen auch um aktuelle Projekte. 

Am Nachmittag traf ich mich mit der Witwe des deutsch-japanischen Künstlers Seiji Kimoto und der Leiterin der Städtischen Galerie Neunkirchen Nicole Nix-Hauck, um eine besondere Ausstellung im Landratsamt vorzubereiten. Frau Kimoto will bisher nicht ausgestellte Kunstobjekte ihres verstorbenen Mannes der Öffentlichkeit zeigen. Ich war mit Seiji Kimoto eng verbunden und freue mich sehr über diese große Geste. Die Ausstellung ist für die zweite Jahreshälfte 2023 geplant. Lassen Sie sich überraschen! 

Am Mittwochmorgen gratulierte ich dem bekannten, aus Jordanien stammenden Arzt, Dr. Hani Hweidi zur Auszeichnung mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, der ihm vor wenigen Wochen von unserem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier persönlich überreicht wurde. Ich lernte Herrn Hweidi als Leiter des Impfzentrums kennen und schätze ihn sehr. Als Arzt engagiert er sich seit über 30 Jahren ehrenamtlich beim Deutschen Roten Kreuz und übernimmt seit vielen Jahren die medizinische Versorgung in der Aufnahmestelle für Geflüchtete in Lebach. Der seit Jahrzehnten in der Feuerwehr aktive Hweidi unterstützt zudem die Jugendfeuerwehr und ist weit über die Grenzen seines Wohnortes und des Landkreises für sein herzliches und bürgerschaftliches Engagement, auch im Zusammenhang mit Integration, bekannt. Er ist ein Vorbild für unsere Gesellschaft und hat diese höchste Auszeichnung mehr als verdient. 

Am Mittag stellte ich, gemeinsam mit Bürgermeister Markus Fuchs, den anwesenden Pressevertretern das Entwicklungskonzept für den Erlebnisort Reden vor. Lassen Sie mich an dieser Stelle aus der Pressemeldung zitieren:

„Der Erlebnisort Reden wurde in den vergangenen 20 Jahren vom früheren Bergwerk- zu einem Tourismusstandort mit überregionalem Potential im Herzen des Saarlandes entwickelt. Durch die Gründung des Zweckverbandes Erlebnisort Reden im Jahr 2022 erfolgt seither die touristische Weiterentwicklung auf kommunaler Ebene durch den Landkreis und die Gemeinden und mit Unterstützung des Landes. Dabei stellen die Akquise und Entwicklung neuer Veranstaltungsformate, die Ansiedlung weiterer touristischer Attraktionen und die Koordination der Aktivitäten und Akteure vor Ort spannende Aufgaben für das Standortmanagement dar. Eine umfassende Herausforderung war die Ausarbeitung eines touristischen Entwicklungskonzeptes für den Erlebnisort Reden. Zur Vorstellung der Ergebnisse hat nun Landrat Sören Meng, Verbandsvorsteher Zweckverband Erlebnisort Reden, gemeinsam mit Schiffweilers Bürgermeister Markus Fuchs und Standortmanager Eric Schneider in den Historischen Sitzungssaal im Landratsamt Ottweiler eingeladen. 

Silke Petzold, Prokuristin der Agentur Erlebniskontor, und Sonja Redies, Geschäftsführerin der Agentur PROFUND Consult, stellten das Entwicklungskonzept umfassend vor. Sie haben in den vergangenen Monaten mit Hilfe aller Beteiligten und Akteure vor Ort ein touristisches Entwicklungskonzept erarbeitet, das den Rahmen für die strategische und konzeptionelle Weiterentwicklung des Erlebnisortes sowie die Vermarktung des Standortes in den kommenden Jahren definieren soll.

Bestandteil der Analyse des Standortes waren offene Expertengespräche mit Vertreter*innen der beteiligten Institutionen und privaten Partnern, Standortbegehungen, aber auch wirtschaftliche Effekte wurden in diesem Zusammenhang intensiv beleuchtet. Dadurch wurde ein klassisches Standortprofil mit Stärken und Schwächen erstellt, das weitergehend die konsequente Zusammenführung von Zielen, Themen, Bestandsangeboten und neuen Projekten in ein touristisches Entwicklungskonzept beinhaltet. Dabei wurden die folgenden Ziele als Leitlinien für die Weiterentwicklung definiert:

·         Profil und Identifikation des Standortes stärken,
·         die Bekanntheit und die Reichweite des Erlebnisortes verbessern,
·         die Besucherfrequenzen steigern und
·         die Aufenthaltsqualität und –dauer zu verlängern.

Aus diesen Zielen haben die Agenturen vier Handlungsfelder abgeleitet, die die Dachmarke „Erlebnisort Reden“ inhaltlich ausgestalten und auch emotional in den Köpfen der Menschen verankern sollen. Diese vier Themen sind

·         INDUSTRIEKULTUR & INDUSTRIENATUR,
·         FREIRÄUME FÜR SPORT & SPIEL,
·         SCHÄTZE & GESCHICHTEN,
·         HALDENBLICK & ALMEVENTS.

Petzold und Redies führten dabei aus, dass die Marke „Erlebnisort Reden“ künftig gestärkt und mit vielfältigen Erlebnissen für unterschiedliche Zielgruppen aufgeladen werden soll. Dazu wurden im Rahmen dieser vier Handlungsfelder Leitprojekte und Maßnahmen für die weitere Standortentwicklung definiert. Auch den Themen Besucherlenkung und Infrastruktur kommen wichtige Positionen zu. Eine wesentliche Schlüsselrolle für die Weiterentwicklung des Erlebnisortes nehmen fünf klar umrissene Leitprojekte an. Dazu zählen neben Nutzungskonzepten für den Wassergarten und die Alte Werkstatt auch die Qualifizierung des Standortes als außerschulischer Lernort, die Umsetzung eines Aktivparks „Kegelhalde“ und die Gastronomie auf der Halde.“

Dieses Entwicklungskonzept verfolgt also einen ganzheitlichen Handlungsansatz und gibt im nächsten Schritt konkrete Maßnahmen vor. Ziel ist es, die touristische Attraktivität weiter zu stärken und damit die regionale Wertschöpfung anzukurbeln. Ich freue mich, mit allen Beteiligten nun die nächsten Schritte einzuleiten und das Potential des Standortes weiter auszubauen.

Gestern Morgen begrüßte ich die Mitglieder des Flüchtlings-Arbeitskreises, die sich im Landratsamt trafen. Organisiert von unserer Kreispolizeibehörde treten Vertreterinnen und Vertreter der Städte und Gemeinden des Kreises, der Kreisverwaltung und des Landes regelmäßig zusammen, um gemeinsam die Unterbringung der Flüchtlinge zu organisieren. Mir war es wichtig, allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für das große Engagement in den letzten Jahren zu danken. Seit Beginn der Aufzeichnungen im Oktober 2013 sind bisher insgesamt 5.427 Personen angekommen, allein in diesem Jahr sind es schon 371. 

Danach standen verwaltungsinterne Termine auf der Agenda. Der Abschluss meines Tages bildete der Besuch in der Anton-Hansen-Schule Ottweiler. Dort wurde mir das Projekt „feelKlang“ vorgestellt. Schülerinnen und Schüler wurden von externen Dozenten und Lehrkräften in den Bereichen Schauspiel, Schulband und Tanz unterrichtet und stellten uns die Ergebnisse vor. Es war beeindruckend, was die jungen Menschen in so kurzer Zeit umsetzten. Kunst und Kultur ist immer eine Bereicherung für uns Menschen. Danke, dass die Schule ihren Schülerinnen und Schülern solch ein Projekt ermöglichte.

Heute Morgen besuchte ich das erste Kommunalforum der Sparkassen Finanzgruppe Saar, das in Saarbrücken stattfand. Hier ging es unter anderem um Zinsentwicklung bei sinkender Inflation, die Nachhaltigkeit in der Sparkassen Finanzgruppe sowie um weitere Themen rund um die Sparkassen in der Region. 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, eine interessante Woche mit vielen schönen Begegnungen geht für mich zu Ende. Ich verabschiede mich in den Urlaub und werde in dieser Zeit von der Ersten Kreisbeigeordneten Daniela Feld vertreten. 

Ich wünsche Ihnen schöne Osterfeiertage, bleiben Sie gesund! 

Ihr Landrat Sören Meng


24.03.2023: Europäische Fragen und Tourismus

24.03.2023: Europäische Fragen und Tourismus

Abschluss der Spendenaktion "Meine Helden".
Besprechung der Partnerbetriebe der Regionalmarke.
Verabschiedung von Petra Fries (Käserei Hirztaler) - Partnerbetrieb der ersten Stunde.
Sozialprojekt "SABiNe" - ein starkes Netzwerk.
Lesung mit der Autorin Katja Bohlander-Sahner.
Mit Sarah Falkenrich (KVHS), der Autorin Katja Bohlander-Sahner und dem Pianisten Magnus Kliemann.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

schon wieder geht eine Woche zu Ende. Die Zeit, so habe ich den Eindruck, fliegt. Diese Woche gab es wieder viele Termine, die zu bestreiten waren.

Am Montagmorgen tauschte ich mich mit dem Vorstand der Sparkasse Neunkirchen Markus Groß und Jörg Welter zur Aktion 2022/23 „Meine Helden“ aus. Ich zitiere an dieser Stelle die Pressemitteilung der Sparkasse Neunkirchen:

„Dank der gemeinsamen Spendenaktion „Meine Helden“ der Sparkasse und des Landkreises Neunkirchen profitieren 155 Vereine im Landkreis Neunkirchen.

Zu den finanziellen Herausforderungen dieser Zeit gehören unter anderem die gestiegenen Energiekosten, die gerade Vereine, deren Einnahmemöglichkeiten durch die Pandemie eingeschränkt wurden, sprichwörtlich kalt erwischt haben. Vor dem Hintergrund der finanziell angespannten Situation der Vereine hatte die Sparkasse gemeinsam mit dem Landkreis Neunkirchen bereits im September des vergangenen Jahres eine große Spenden-Aktion zu Gunsten der Vereine in der Region gestartet.

Gemeinsam mit Landrat Sören Meng verkündete der Vorstand der Sparkasse Neunkirchen, Vorstandsvorsitzender Markus Groß und Vorstandsmitglied Jörg Welter, jetzt das Ergebnis der Spenden-Aktion.

„Wir sind überwältigt von dem tollen Ergebnis. Insgesamt dürfen sich 155 Vereine über eine Gesamtsumme von 167.000 Euro freuen. Besonders bemerkenswert ist auch, dass dieser Betrag nicht ausschließlich von Sparkasse und Landkreis bereitgestellt wurde. So konnte eine Summe in Höhe von rund 73.600 Euro aus insgesamt über 1.000 Privatspenden gesammelt werden“, erklärte Markus Groß. „Damit konnten Landkreis und Sparkasse mit der Spendenplattform „Meine Helden“ einen wichtigen Beitrag leisten, um das Überleben von Vereinen im Landkreis zu sichern“, so Jörg Welter.

„Kaum einer konnte sich auf diese schwierigen Zeiten vorbereiten, in denen wir uns gerade befinden. Nicht nur im privaten Bereich sind Menschen von der Energiekrise betroffen, sondern auch das ehrenamtliche Engagement vieler Vereine in unserer Region steht bei den steigenden Kosten auf der Kippe. Die lokalen Vereine leisten wichtige Arbeit für das Gemeinwohl in unserer Region“, so Landrat Sören Meng.
„Wir danken allen, die mit Ihrer Spende eine wichtige Hilfe für unsere Vereine geleistet haben. Und wir danken bei dieser Gelegenheit allen Ehrenamtlichen, die sich für unser Gemeinwohl stark machen und somit wahre Helden sind.“

Die Projekte und Vereine, die sich über eine Unterstützung freuen, sind sehr vielfältig. Die Renovierung des Jugendraumes des Jugendclub 77 Lautenbach, die medizinische Versorgung der Tierheimbewohner des Tierschutzvereins Neunkirchen Saar und Umgebung, die Anschaffung eines Anhängers zur Verpflegung von Einsatzkräften z.B. THW, Feuerwehr, Polizei, DRK und betroffene Bevölkerung bei Bränden, Hochwasser, Verkehrsunfällen und anderen Notfällen des Deutschen Roten Kreuzes Hüttigweiler-Hirzweiler, das Bauernhofprojekt des Fördervereins Kinderhaus im Wiesengrund Schiffweiler,  die Erstellung und Betrieb eines Gewächshauses mit Kindern und Jugendlichen durch den Obst- und Gartenbauverein Eppelborn e.V. sind nur einige Beispiele für tolle und wichtige Projekte, die von den Spenden profitieren.“

Herzlichen Dank allen Spenderinnen und Spendern für das Engagement und auch der Sparkasse Neunkirchen für die perfekte Abwicklung und die Unterstützung. Gleichzeitig danke ich auch dem Kreistag, der erneut diese Aktion finanziell begleitet hat.

In Ottweiler fand die Dezernatsbesprechung des Schul-und Baudezernates statt. Unter der Leitung der Dezernentin Alexandra Wagner gab es zahlreiche Themenfelder, die wir besprachen. Unter anderem ging es natürlich um unsere vielfältigen Baumaßnahmen an den Schulen. Trotz der Preissteigerungen können derzeit die Maßnahmen gut abgearbeitet werden. Ein großer Vorteil war, dass der Haushalt für das Jahr 2023 vom Landesverwaltungsamt früh genehmigt wurde. So laufen schon seit über einem Monat die Ausschreibungen und die Vergaben. Danach war ich in Sachen Europa unterwegs. In Homburg, im Gebäude der Sparkasse, fand die Generalversammlung von EuRegio statt. Die EuRegio war am 4. Juli vergangenen Jahres in Homburg Mitunterzeichner des Internationalen Bündnisses für Frieden und Zusammenhalt in Europa. Das Homburger Bündnis, das auf Initiative von Landrat Dr. Theophil Gallo gegründet wurde, unterstützt, zusammen mit den Bündnispartnern, die zivile Bevölkerung der ihm angeschlossenen ukrainischen kommunalen Gebietskörperschaften in der schwierigen Kriegssituation.

In Anerkennung dieser Arbeit und als Zeichen der Solidarität wurde beschlossen, den kommunalen Bündnispartnern an unserer Generalversammlung die Ehrenmitgliedschaft bei EuRegio zuzuerkennen.

Danke allen, die sich für ein vereintes, friedliches Europa engagieren! Die Ehrenmitgliedschaft war zugleich ein wichtiges Zeichen!

Am Abend fand eine Besprechung der Partnerbetriebe unserer Regionalmarke in Neunkirchen statt. Die Regionalmarke hat sich bestens weiterentwickelt, die Regionalmarken-Familie wächst stetig. Nun haben sich die Partnerbetriebe getroffen, um die letzten Monate Revue passieren zu lassen und Projekte fürs kommende Jahr zu besprechen. Wichtiges Anliegen ist dabei die Gründung eines Vereins, damit unser Wertvolles aus der Region auch zukünftig Bestand hat. Neue Partner und Produkte wurden vorgestellt und auch die Möglichkeit zum Austausch kam nicht zu kurz.

Außerdem wurde Petra Fries mit der Käserei Hirztaler als Partnerbetrieb der ersten Stunde verabschiedet. Mit emotionalen Worten bedankte sie sich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ich wünsche ihr und ihrem Team für die Zukunft weiterhin alles Gute!

Am Dienstag tauschte ich mich mit dem zukünftigen Vorstand der Sparkasse Neunkirchen Jörg Welter und Patrick Rammo aus. Sie werden ab Mai dieses Jahres das neue Führungsduo unserer Sparkasse Neunkirchen sein. Der Vorstandsvorsitzende Markus Groß wird Ende April seinen Ruhestand antreten. Ich freue mich sehr, auch als Vorsitzender des Verwaltungsrates, dass die Führung unserer Sparkasse weiterhin in bewährten Händen liegt. Am Nachmittag fand der Jour-Fixe mit unserer Tourismus- und Kulturzentrale statt. Hier konnte mir Christian Rau über einige Aktivitäten berichten. So können wir am 16. April endlich die neue Mountainbike-Strecke in Neunkirchen offiziell eröffnen. Dies werde ich gemeinsam mit Oberbürgermeister Jörg Aumann tun. Ich freue mich schon sehr darauf, ein Großteil der Strecke mit meinem Fahrrad zu erkunden. Danach tagte das Kuratorium unserer Bürgerstiftung. Hier sind für dieses Jahr noch einige Aktionen geplant. Ziel ist es, unsere Bürgerstiftung, die Vereine und Institutionen fördert, noch bekannter zu machen, auch um weitere Spenden zu akquirieren. Schon seit fünf Jahren leistet diese Bürgerstiftung eine tolle Arbeit und unterstützt aktiv Vereine. Sie entstand im Rahmen unseres Bundesprojektes LandAufschwung. Danke an dieser Stelle meinen Kuratoriumsmitgliedern für ihre Kreativität und ihre guten Ideen, um die Stiftung lebendig zu halten.

Der Mittwoch stand ganz im Zeichen interner Rücksprachen und Büroarbeit. Am Nachmittag nahm ich an der Aufsichtsratssitzung der Tourismuszentrale Saarland teil, die im Wirtschaftsministerium unter Leitung von Wirtschaftsminister Jürgen Barke tagte.

Gestern Morgen wurde ein tolles Sozialprojekt aus der Taufe gehoben. Das Projekt „SABiNe“ steht für die Stärkung der Autonomie Benachteiligter in Neunkirchen und richtet sich an zugewanderte EU-Bürger*innen, insbesondere die Personengruppe Roma und Sinti, deren Kinder (Bildungsassistenz an Grundschulen) sowie an Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen.

Der Landkreis Neunkirchen will Willkommensregion sein, für alle, die hier auch eine Heimat finden wollen. Wenn unser Landkreis so vielfältig wie seine Bürgerinnen und Bürger sein soll, muss auch für jeden gesorgt sein. Dazu tragen die Wohlfahrtsverbände einen wesentlichen Teil bei. Jede und jeder kann etwas, besitzt Würde und unveräußerliche Rechte. Rat- und hilfesuchenden Menschen in den Wechselfällen des Lebens beizustehen, ist den Mitgliedern und Mitarbeitern der Caritas und der Diakonie Antrieb und Kraftquelle. Und hier geht es immer um Chancengleichheit. Gerade die Jüngsten in der Gesellschaft bekommen es zu spüren, wenn sie weniger gute Startvoraussetzungen haben. Junge Menschen, die gut ankommen, sich heimisch fühlen und damit auch die Infrastruktur kennen, werden es in der Zukunft leichter haben, das sage ich auch als Verantwortlicher für die weiterführenden Schulen. Deshalb ist es auch wichtig, solche Projekte in die Öffentlichkeit zu bringen, denn in Zeiten, in denen Fake-News triumphieren, ist es wichtiger denn je, aufzuklären und Potentiale offen zu fördern.

Danke für dieses Projekt.

Sie bilden ein starkes Netzwerk, das den Menschen in Neunkirchen Hoffnung und Zuversicht, Eigenständigkeit und Selbstwirksamkeit gibt.

Für dieses Engagement vielen Dank.

Im Anschluss tauschte ich mich mit dem Standortmanager unseres Erlebnisortes Reden, Eric Schneider, zu verschiedenen Themen aus. Für dieses Jahr sind zahlreiche Veranstaltungen und Aktivitäten geplant. Neben den bewährten Veranstaltungen, wie beispielsweise dem Dorffest Landsweiler oder auch unserer SR3 Sommeralm, hat sich Eric Schneider einiges Neues einfallen lassen. Ziel ist es, unseren Standort noch bekannter zu machen. Ich hoffe, dass in der zweiten Jahreshälfte die Infrastrukturmaßnahmen beginnen können und wir dann eine neue Gastronomie begrüßen werden. Danach fand die Bürgersprechstunde in meinem Büro statt. Es gab im Vorfeld zahlreiche Anfragen, die ich bereits beantworten konnte. Natürlich fanden auch persönliche Gespräche mit BürgerInnen statt. Mir ist der offene Dialog sehr wichtig. Am Abend gab es eine Lesung, veranstaltet durch die Kreisvolkshochschule Neunkirchen, mit der bekannten Autorin Katja Bohlander-Sahner im Historischen Sitzungssaal. Die Autorin ist im Landkreis Neunkirchen zu Hause und versteht es, mit ihren Werken viele Leserinnen und Leser zu begeistern. Diese Lesung war ein schöner Ausgleich zu meinem beruflichen Alltag. Musikalisch umrahmt wurde die Lesung von Magnus Kliemann am Flügel.

Heute Morgen tauschte ich mich mit den Dezernenten und Dezernentinnen der Kreisverwaltung zu verschiedenen Themen aus. Anschließend gab es eine Besprechung mit der Unteren Bauaufsichtsbehörde des Landkreises zu aktuellen Bauvorhaben und Genehmigungsverfahren. Am Nachmittag verabschiedete ich den langjährigen Mitarbeiter des Landkreises und ehrenamtlichen Jägermeister Edgar Kuhn, der fast 51 Jahre Mitarbeiter der Kreisverwaltung war. Er hat, wie kein anderer, den Wandel innerhalb der Verwaltung erlebt und kann sich an drei Landräte und eine Landrätin erinnern. Ich wünsche ihm für seine neue Lebensphase alles erdenklich Gute, vor allen Dingen viel Gesundheit.

Morgennachmittag besucht der Lions Club aus Merzig den Landkreis Neunkirchen. Unter anderem besichtigt die Delegation die Statio Dominus Mundi in Illingen-Wustweiler. Im Anschluss werde ich den Gästen die touristische Entwicklung unseres Kreises etwas näherbringen. Ich freue mich sehr über dieses Interesse.

 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

eine erneut sehr abwechslungsreiche Woche geht zu Ende.

Ich wünsche Ihnen ein schönes, gemütliches Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


17.03.2023: Abwechslungsreiche Sitzungswoche

17.03.2023: Abwechslungsreiche Sitzungswoche

Verleihung der Freiherr-vom-Stein-Medallie im historischen Sitzungssaal
Urkunde und die Medaille für Hans Werner Becker
Landrat Sören Meng (links), Hans Werner Becker, Claudia Becker, Staatssekretär Torsten Lang, Sandra Johann MdL, Bürgermeister Patrick Weydmann
"Lädchen" am Schaumberg-Ring in Neunkirchen
Gerettete Lebensmittel in der "Fairteilerstelle" Schaumberg-Ring
Scheckübergabe im Lädchen - Sören Meng (links), Karin Fuchs und Marko Becker
Sitzung des Kreistages
 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, pünktlich zum Wochenende stellt sich ein wenig Frühling ein. Da tut es gut, Sonne zu tanken, denn der Regen und die Kälte setzten uns allen ein wenig zu. Meine Arbeitswoche war, wie gewohnt, sehr abwechslungsreich. Der Montagmorgen begann mit einer Unterredung mit meinem Landratskollegen Dr. Gallo im Landratsamt in Homburg. Dort tauschten wir uns zu verschiedenen aktuellen Themen und Herausforderungen aus. Im Bereich der internationalen Partnerschaften ist Dr. Theophil Gallo sehr engagiert und setzt sich für die deutsch-polnischen Gesellschaft ein. Der Landkreis Neunkirchen hat seit einigen Jahren auch einen polnischen Partner, die Region Jaroslaw. Leider gab es in den vergangenen Jahren wenig Kontakt, aber mit Unterstützung des Saarpfalz Kreises möchte ich die Partnerschaft wiederbeleben. Ist es wichtig, das zeigen die aktuellen Geschehnisse in der Ukraine, dass Kräfte in Europa gebündelt werden und man partnerschaftlich miteinander umgeht. Hier sehe ich, neben vielen anderen Aspekten, eine Partnerschaft mit einer anderen Region, die mit Leben erfüllt wird, als sehr wichtig an.

Danach führte ich mit einem Mitarbeiter ein sogenanntes LOB Gespräch. Tariflich beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden jährlich gemäß der LOB-Vereinbarung von ihrem Vorgesetzten bewertet. Diese Bewertung und ein Zielgespräch werden jedes Jahr geführt. Auch der Mitarbeiter hat die Möglichkeit eigene Wünsche und Impulse zu formulieren.

Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die feierliche Verleihung der Freiherr-vom-Stein-Medaille im historischen Sitzungssaal dar. In Vertretung unseres Innenministers Reinhold Jost verlieh der Staatssekretär Torsten Lang die Medaille für jahrzehntelanges kommunalpolitisches Engagement an Hans Werner Becker aus Merchweiler.

Von 1989 bis 2021 betätigte sich Hans Werner Becker im Ortsrat und von März 1994 bis Juni 1994 im Gemeinderat Merchweiler. Darüber hinaus engagierte er sich von 2015 bis 2021 als Ortsvorsteher für seine Heimatkommune. Zuvor hatte er bereits 10 Jahre lang das Amt des Stellvertreters bekleidet. Er ist zudem bereits seit mehr als 50 Jahren Mitglied des SPD-Ortvereins und arbeitet dort im Vorstand mit. Ich würdigte Hans Werner Becker „als Vorbild für die Gesellschaft und kommunale Persönlichkeit, der die Belange der Bürger immer ernst genommen hat“. „Menschen wie Hans Werner Becker“, so Staatssekretär Lang, „haben einen großen Anteil daran, dass unsere Kommunen die Herausforderungen, denen sie sich in der heutigen Zeit gegenübersehen, meistern können“. Der Pianist Roman Reznic untermalte den Festakt am Flügel und gab der Veranstaltung einen feierlichen Rahmen. Die Freiherr-vom-Stein-Medaille wird alle zwei Jahre durch die Innenminister auf Vorschlag des Landrates und der Bürgermeister der Kommunen verliehen.

Am Dienstagmorgen fanden zahlreiche interne Termine und Besprechungen statt. Im Anschluss nahm ich an einer virtuellen Informationsveranstaltung für Mitglieder des KGSt Verwaltungsrates teil. Die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement ist ein von Städten, Gemeinden und Landkreisen gemeinsam getragener Fachverband für kommunales Management mit Sitz in Köln. Die KGSt ist kein Kommunaler Spitzenverband, sondern sieht sich als kommunaler Fachverband für Managementthemen. Diesem Verband gehöre ich als einer der Vertreter des Saarlandes im Verwaltungsrat seit zwei Jahren an. Dieses Jahr Ende September wird in Hamburg das große KGSt Forum stattfinden. An diesem Forum nehmen auch Führungskräfte des Landkreises Neunkirchen teil.

Am Nachmittag besuchte ich das sogenannte Lädchen am Schaumberg Ring in Neunkirchen, das von der Mittendrin sozial gGmbH betrieben wird. Hier haben Bürgerinnen und Bürger aus dem Quartier die Möglichkeit sich zu treffen und sich auch mit einigen Lebensmitteln einzudecken.

Mit meinem Besuch würdigte ich die Zusammenarbeit mit der Foodsharing Gemeinschaft Neunkirchen, die in der Begegnungsstätte eine neue Abgabe und „Fairteilerstelle“ anbietet. Bei dem Projekt geht es darum abgelaufene, nicht verdorbene Lebensmittel zu verschenken. So erfüllen sie noch ihren originären Zweck und müssen nicht weggeworfen werden. Die Foodsharing Gemeinschaft ist eine ehrenamtlich getragene Organisation, die auch eine Verteilerstelle im FNZ am Hüttenberg Neunkirchen hat. Eine Überraschung hatte der Vertreter der Sparkasse Neunkirchen Marko Becker parat. Die Sparkasse unterstützt die Begegnungsstätte mit jährlich 3.000 Euro. Am Nachmittag tagte dann im historischen Sitzungssaal der ÖPNV Ausschuss. Hier setzen sich die Ausschussmitglieder intensiv mit den Herausforderungen des ÖPNV auseinander. Unter anderem war dort auch das 49 € Ticket Thema. Dies wird, wenn es angenommen wird, auch Auswirkungen auf die Aufgabenträger haben, die gegebenenfalls ihr bisheriges Angebot im öffentlichen Personennahverkehr ausweiten müssen. Allerdings ist es zu solchen Aussagen noch etwas früh, da das Ticket erst am 1. Mai starten wird. Finanzielle Mehrbelastungen werden in nächster Zeit zu 100 % vom Land getragen. Interessante Informationen zur Elektromobilität und weiteren Themen der NVG berichtete den Mitgliedern der Geschäftsführer Pascal Koch.

Am Mittwochmorgen tagte in Saarbrücken der Aufsichtsrat der VSE, dessen Mitglied ich bin. Am Nachmittag leitete ich die Verbandsversammlung des ZPS, der für Zweckverband öffentlicher Personennahverkehr steht. Auch hier war das 49 Euro Ticket, die damit verbundenen Herausforderungen und zu treffenden Regelungen Thema.

Gestern Morgen tagte in Ottweiler die Gremien der WVO. Zuerst tagte der Zweckverband, im Anschluss der Aufsichtsrat und schließlich die Gesellschafterversammlung. Ich leite alle drei Gremien. Unter anderem wurden zahlreiche Aufträge auf den Weg gebracht. Wie wir alle wissen, ist Trinkwasser das beste kontrollierte Lebensmittel. Daher ist es wichtig, dass unser Leitungsnetz immer auf dem neuesten Stand ist. Zwar haben die Leitungen eine sehr lange Lebensdauer, dennoch muss kontinuierlich am Leitungsnetz gearbeitet werden. Auch die Notstromversorgung war Thema. Hier präsentierte ich gemeinsam mit dem Geschäftsführer Thomas Wagner vor einigen Wochen die Notstromversorgung am Wasserwerk in Homburg, dass im Besitz der WVO ist.

Am Nachmittag trat der Kreistag des Landkreises Neunkirchen zusammen. Im öffentlichen Teil wurde ein innovatives Projekt der Gemeinde Spiesen-Elversberg im Bereich Mobilität beraten. Die Gemeinde führt bereits seit 2020 gemeinsam mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, einem Berliner Startup Unternehmen und der Neunkircher Verkehrs GmbH ein gemeinsames Projekt durch. Dieses Konzept sieht vor, Teile des Nahverkehrs vom festen Linienverkehr zu entkoppeln und mit einer elektronisch gestützten Mobilitätsplattform zu steuern. Antragsberechtigt für die weitere Forderung ist der Landkreis. Die Kosten trägt allerdings die Gemeinde, da sie für den Gemeindeverkehr verantwortlich ist. Ich bin sehr gespannt, wie sich dieses Projekt entwickeln wird. Auch die Mitglieder des Kreistages betonten ihr Interesse an dem Projekt, verbunden mit der Hoffnung es künftig sogar auf den Landkreis auszuweiten. Darüber hinaus ging es um eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zwischen dem Landkreis und dem Zweckverband Erlebnisort Reden. Auch Kooperationsverträge zur kommunalen Jugendarbeit waren Thema. Der Landkreis Neunkirchen fördert bereits seit 1996 die Stellen der kommunalen Jugendbeauftragten der Städte und Gemeinden im Landkreis Neunkirchen zur Durchführung der offenen Jugendarbeit im gesamten Kreisgebiet. Hier übernehmen wir 50% der Personalkosten. Jetzt wurden neue Verträge geschlossen, um die Jugendarbeit weiterhin zu stärken. Die Anfrage der CDU Kreistagsfraktion beschäftigte sich mit der aktuellen Berichterstattung zum Kinder- und Jugendschutz bei Schul-Tablets im Saarland. Hier gab es in den Medien in der vergangenen Woche einen sehr lebendigen Dialog über mögliche Sicherheitslücken. Unter anderem stand der Jugendschutz im Fokus. Dominik Papa, Verantwortlicher der Schul-IT beantwortete alle Fragen und hob die gute Infrastruktur in diesem Bereich hervor. Hier spielt auch Sicherheit eine große Rolle. Allerdings ist es unmöglich, alle möglicherweise kritischen Inhalte durch Filter auszublenden. Allerdings kann unsere IT jederzeit hier nachsteuern und sich auf neue Herausforderungen einstellen. Auch ich wurde nach meiner persönlichen Einschätzung gefragt, die ich an dieser Stelle wiedergebe:

„Ich halte die Diskussion für etwas überzogen. Ich habe den Eindruck, wenn der Philologenverband von Kindeswohlgefährdung spricht, weiß er nicht, wie dieses Wort zu werten ist. Eine Kindeswohlgefährdung im Sinne des Gesetzes liegt vor, wenn eine gegenwärtige oder zumindest unmittelbar bevorstehende Gefahr für die Kindesentwicklung abzusehen ist, die bei ihrer Fortdauer eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes mit ziemlicher Sicherheit voraussehen lässt. Meine Damen und Herren, Sie merken – iPads und Kindeswohlgefährdung miteinander zu verknüpfen, ist deutlich überzogen. Da zitiere ich lieber die Saarbrücker Informatikprofessorin Verena Wolf, die diese Diskussion relativiert. Sie stellt fest, dass die Digitalstrategie im Bildungssystem richtig und wichtig ist. Ich zitiere aus dem Artikel der SZ: „Wenn wir den Kindern den Informatikunterricht erklären, wie das Internet funktioniert, können wir ihnen nicht gleichzeitig den Zugang verwehren.“

Und zu den eingesetzten Filtern, die bestimmte Inhalte vermeiden sollen schreibt sie:

„Aber man muss eine sinnvolle Balance zwischen Nutzen und Risiko finden. Wenn die Filter zu rigoros sind, kann ich die Geräte nicht mehr sinnvoll einsetzen.“

Mich erreichen immer noch viele Stimmen von Eltern, die unsere Medienkonzepte und die schnelle Ausstattung mit Endgeräten sehr loben. Hier sind wir landesweit vorne.

Als Vater eines Sohnes, der das schulische iPad intensiv für die Unterrichtsvorbereitung nutzt, kann ich nur sagen, dass ein rigoroser Filter für die Recherche bestimmter Themen eine Unterrichtsvorbereitung gar nicht mehr zulassen würde. Sobald sich ein schulisches Gerät im häuslichem Umfeld befindet, haben hier auch Eltern eine Verantwortung, was die Nutzung angeht. Um einem möglichen Missbrauch von Medien aktiv zu begegnen, gehört meines Erachtens nach eine ausgeprägte Medienkompetenz, die man den Schülerinnen und Schülern vermitteln muss – im Elternhaus, aber auch in der Schule. In Zeiten eines eigenen, internetfähigen Handys und beispielsweise einer Vielzahl von WhatsApp-Gruppen, mit manchmal fragwürdigen Inhalten, ist diese Kompetenz für alle Bereiche sehr wichtig.“

Heute Morgen fanden verschiedene Termine statt. Unter anderem ging es auch um den Tourismus im Landkreis. Heute Mittag besuchte ich die Baumpflanz-Aktion der Lionshilfe des Lions Club Saar Ost, die in Kooperation mit der Kreisstadt Neunkirchen 22 Obst- und Nussbäume anpflanzte. Mit der Aktion möchte der Lions Club anlässlich seines 60-jährigen Bestehens einen neuen Ort zum Verweilen und Spielen in Furpach schaffen. Ich fand es sehr schön, dass dieser Aktion durch die Hilfe von Schülerinnen und Schülern durchgeführt wurde. Danke dem Lions Club für das große ehrenamtliche Engagement. Morgen Mittag werde ich an einem Workshop anlässlich der zivil-militärischen Übung der Bundeswehr beim Landeskommando Saarland teilnehmen. Hierzu tauschte ich mich noch in der vergangenen Woche mit Oberst Matthias Reibold aus. Diese Übung findet in der Graf-Haeseler-Kaserne in Lebach statt. Es ist die erste zivil-militärische Übung dieser Art. Die Arbeitsgruppen bestehen aus Angehörigen der Bundeswehr, Angehörigen des Ministeriums für Inneres, Bauen und Sport, der Polizei sowie der Hilfsdienste der Landkreise, bzw. der Landeshauptstadt Saarbrücken.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, eine interessante, abwechslungsreiche Woche geht zu Ende. Genießen Sie das Wochenende und tanken sie neue Kraft!

Ihr Landrat Sören Meng


10.03.2023: Eine bunte Themenwoche

10.03.2023: Eine bunte Themenwoche

Das Rosenhotel Scherer ist neuer Partner der Regionalmarke.
Das Rosenhotel Scherer bietet einen Kochkurs mit Produkten von zahlreichen Partnern der Regionalmarke an.
Der neue Vorsitzende des Kreiselternausschusses Robert Kartes stellte sich vor.
Spatenstich an der Kasbruchtalbrücke. Die A8 wird zwischen Neunkirchen-Oberstadt und dem Autobahnkreuz Neunkirchen erneuert.
Kreisentscheid des 64. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels in der Aula des Gymnasiums am Steinwald.
Pflanzaktion „Vergissmeinnicht“ im Freizeitzentrum Finkenrech

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

auch diese Woche war gewohnt abwechslungsreich und vielfältig. Es fanden zahlreiche Besprechungen zu unterschiedlichsten Themen statt.

Am Montagmorgen besprach ich mit dem Stabsstellenleiter Katastrophenschutz, Alexander Koch, die aktuellen Planungen. So wird derzeit eine Immobilie in Neunkirchen für ein Übergangskatastrophenschutzlager angemietet. Im Laufe des Jahres sollen die Arbeiten für ein neues Katastrophenschutzlager in Ottweiler beginnen. Im Anschluss tauschte ich mich mit Oberst Reibold zu verschiedenen Themen aus. So findet in der kommenden Woche eine Übung auf Saarlandebene statt, zu der auch die Stäbe der Landkreise eingeladen sind und teilnehmen. Ich werde an diesem Tag vor Ort sein. Übungen sind wichtig, um im Ernstfall die richtigen Weichen zu stellen. Danach nahm ich an einer Vorbesprechung zur anstehenden Aufsichtsratssitzung der VSE teil. Um unsere Regionalmarke ging es anschließend im Restaurant Rosenhotel Scherer in Schiffweiler.  

(Zitat PR): Am Donnerstag, 30. März 2023 um 18 Uhr bietet das Rosenhotel Scherer e.K. einen Kochkurs für ein besonderes 3-Gänge-Ostermenü an, das ausschließlich aus regionalen Produkten zubereitet wird. Der Kochkurs und das Menü, ganz im Zeichen der Regionalmarke, inklusive Empfangscocktail kosten 68 Euro pro Person.

Liebe geht durch den Magen – vor allem, wenn das Festmahl selbst zubereitet und auf besondere Qualität geachtet wird. Regionalität und die Verwendung saisonaler Produkte erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, auch im Landkreis Neunkirchen. Die Transparenz und das Vertrauen in die Betriebe vor Ort, das Wissen um die Unterstützung der regionalen (Land-)Wirtschaft sowie die unvergleichbare Frische und Qualität der Produkte kommen an.

Womit könnte man also seinen Liebsten an Ostern eine größere Freude machen als mit einem Ostermenü mit ausgewählten Produkten von regionalen Erzeugern quasi um die Ecke?

Das Rosenhotel Scherer hat exklusiv für die Regionalmarke Landkreis Neunkirchen ein liebevolles Festmenü mit Produkten von zahlreichen Partnern der Regionalmarke aus dem Landkreis Neunkirchen kreiert.

Am 30. März bietet das Rosenhotel Scherer dazu einen Kochkurs an, bei dem gezeigt wird, wie das köstliche Menu zubereitet und angerichtet wird. Es ist auch möglich, mit Personen das Menü zu genießen, die nicht mitgekocht haben – der Preis für das Menü beträgt dann 43 Euro.

Landrat Sören Meng durfte schon im Vorfeld des Kochkurses in der Küche bei Martin Scherer im wahrsten Sinne reinschnuppern: „Vielen Menschen fehlt es oft an Anregungen, was man aus den tollen Produkten aus unserer Region zaubern kann. Das Team des Rosenhotels Scherer zeigt mit seinem Festmenü, wie man Regionalität und Kreativität wunderbar verbinden kann.“

Einblick ins Menü gibt es unter www.rosenhotel-scherer.de. Eine Anmeldung, telefonisch unter 06821 / 69738 oder per Email an info@hotelscherer.de, ist dringend erforderlich. Für weitere Fragen steht das Team des Rosenhotels zur Verfügung. Bereits jetzt gibt es einige Anmeldungen, Sie sollten sich beeilen.

 

Zum Abschluss meines Arbeitstages nahm ich an der Fraktionssitzung der SPD Kreistagsfraktion teil.

Am Dienstagmorgen fand die Besprechung der Führungskräfte des Landkreises Neunkirchen statt. Der restliche Arbeitstag war von internen Terminen und Rücksprachen geprägt.

Am Mittwoch tauschte ich mich mit dem Geschäftsführer unserer Wasserversorgung Ost Saar, Thomas Wagner, zu den anstehenden Gremiensitzungen in der kommenden Woche aus. Vor kurzem hatte ich über die Aktivitäten unserer WVO in Sachen Notstrom berichtet. Es ist ein gutes Gefühl, dass unserer Wasserversorgung im Falle eines Stromausfalls dennoch gesichert ist.

Dann startete mit dem Spatenstich an der Kasbruchtalbrücke offiziell das Großprojekt zur grundhaften Erneuerung der A8 zwischen Neunkirchen-Oberstadt und dem Autobahnkreuz Neunkirchen. Mit dabei waren neben Oberbürgermeister Jörg Aumann und Bürgermeisterin Lisa Hensler u.a. Oliver Luksic, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Digitales und Verkehr und Petra Berg, Ministerin für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz, die stolz auf dieses Projekt blickt, stellt es doch die Mobilität im Saarland für die nächsten Generationen sicher.

Bei einer Rundfahrt zur Besichtigung der Strecke wurden uns die weiteren Bauabläufe erläutert. Neben dem Ausbau der Fahrbahn werden auch neue Lärmschutzwände, Entwässerungseinrichtungen und Ersatzneubauten von zahlreichen Brücken installiert. Mit einer Dauer von acht Jahren und einem Invest von 136 Mio. Euro werden diese Baumaßnahmen dazu beitragen, die notwendige Infrastruktur zu bieten, die Neunkirchen, den gesamten Landkreis und das Saarland als Wirtschaftsstandort und Ort zum Leben voranbringen wird.

Wieder zurück in Ottweiler beschäftigte ich mich intensiv mit dem IT Notfallmanagement der Kreisverwaltung. Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die Siegerehrung des Lesewettbewerbes dar.

Hier zitiere ich aus der Pressemeldung: Mia Schmitt vom Gymnasium am Steinwald ist Siegerin des Vorlesewettbewerbs im Landkreis Neunkirchen

Auch in diesem Jahr hieß es wieder: Wer ist der oder die beste Vorleser*in im Landkreis Neunkirchen? Elf Jungen und Mädchen, die bereits bei den Schulentscheiden als Siegerin oder Sieger hervorgegangen sind, trafen sich nun zum Kreisentscheid des 64. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels in der Aula des Gymnasiums am Steinwald in Neunkirchen. Mia Schmitt, Schülerin des Gymnasiums am Steinwald, hat die Jury am meisten überzeugt und darf den Landkreis Neunkirchen nun im Landesentscheid vertreten.

Die 12-jährige Gymnasiastin wurde von der Jury als beste Vorleserin ermittelt und erhielt von Landrat Sören Meng im Rahmen einer Siegerehrung die Urkunde und ein Buchgeschenk. „Die Jury und ich sind uns sicher, dass unsere heutige Siegerin unseren Landkreis beim saarländischen Landesentscheid würdig vertreten wird. Alle Schülerinnen und Schüler, die hier heute ihr Können unter Beweis gestellt haben, sind Sieger, denn ihre Begeisterung am Lesen ist vorbildlich. Streamingdienste sind zwar auf dem Vormarsch, doch dieses Gefühl, wenn man mit einem Buch in der Hand die Welt um sich herum vergisst und intensiv in eine Geschichte eintaucht, werden sie nie ersetzen können. Ganz nebenbei verbessern die Kinder und Jugendlichen damit ihre Lese- und Medienkompetenz und erweitern ihren Horizont“, so Meng.

Beim Kreisentscheid durften die Schülerinnen und Schüler zunächst aus einem selbstgewählten Text vorlesen. Die Herausforderung bestand anschließend im Vorlesen aus einem Fremdtext, dieses Jahr aus dem Buch "Agnes und der Traumschlüssel" von Tuutikki Tolonen (Carlsen). Die Jury, bestehend aus Anke Birk (Buchhandlung Bücher König), Ruth Rousselange (Friedrich-Bödecker-Kreis), Gabriele Essler (Stadtbibliothek Neunkirchen) und Sarah Falkenrich (Kreisvolkshochschule Neunkirchen), hat dabei Textverständnis, Lesetechnik und Textgestaltung bewertet.

Mehr als 600.000 lesebegeisterte Schüler der 6. Klassen in über 7.200 Schulen beteiligen sich jährlich an dem größten bundesweiten Lesewettstreit. Die Etappen führen über Stadt-/Kreis, Bezirks- und Länderebene bis zum Bundesfinale, das am 21. Juni 2023 in Berlin stattfinden wird. Auf Kreisebene wird der Wettbewerb vom Landkreis Neunkirchen organisiert und durchgeführt.

Gestern Morgen fand die Besprechung zur Vorbereitung der Sondersitzung des Zweckverbandes Öffentlicher Personennahverkehr in der kommenden Woche statt. Hintergrund ist das sogenannte 49 Euro Ticket, das im Mai bundesweit eingeführt werden soll. Hierfür müssen auf Landesebene zwischen den Aufgabenträgern verschiedener Verträge geschlossen werden. Darum ist diese Sitzung notwendig geworden. Ich bin überzeugt davon, dass die Akzeptanz für den Öffentlichen Personennahverkehr durch die Einführung dieses Tickets deutlich gesteigert werden kann. Mobilität wird deutlich günstiger und gleichzeitig klimaneutraler.

Am Nachmittag stellte sich der neue Vorsitzende des Kreiselternausschusses Robert Kartes der Sozialdezernentin Julia Schild und mir vor. Der Kreiselternausschuss ist die Interessenvertretung aller Eltern von Kindern, die in Kindertageseinrichtungen betreut werden, die in den Kindertagesstätten-Bedarfsplan des Landkreis Neunkirchen aufgenommen worden sind. In diesem Ausschuss können Anliegen und Aufgaben bearbeitet werden, die über die einzelne Einrichtung hinausgehen.

Im Anschluss daran tagte der Kreisausschuss. Wenige Punkte waren im öffentlichen Teil der Tagesordnung zu finden. Dort ging es um die Gewährung eines Zuschusses an den Demenzverein des Landkreises Neunkirchen. Dieser Verein betreut seit seiner Gründung im Jahr 2003 Demenzkranke und ihre Angehörigen im Landkreis. In Zusammenarbeit mit der „Leitstelle älter werden“ organisiert er Fachveranstaltungen zum Thema Demenz und erarbeitet Infomaterial und Broschüren. Darüber hinaus unterhält dieser Verein eine Beratungsstelle, die auch von den Pflegekassen unterstützt wird. Im nicht-öffentlichen Teil wurden zahlreiche Punkte für die in der kommenden Woche stattfindende Kreistagssitzung vorberaten.

Heute Morgen fanden interne Termine statt. Danach ging es zur Pflanzenaktion „Vergissmeinnicht“ zum Freizeitzentrum Finkenrech. Hier ist es Tradition, dass wir im Rahmen der Demenzhilfe Vergissmeinnicht pflanzen, um damit ein öffentliches Zeichnen zu setzen und Solidarität mit den an Demenz erkrankten Menschen und ihren Angehörigen zu zeigen. Diese Pflanzung nahm ich gemeinsam mit dem Eppelborner Bürgermeister Dr. Andreas Feld und Andreas Sauder von der Landesfachstelle Demenz  vor. Gleichzeitig verbinden wir den Dank an die vielen Menschen, die sich haupt- und ehrenamtlich für die Betroffenen engagieren. Danach besuchte ich gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Kreisstadt Neunkirchen Jörg Aumann und der Bürgermeisterin Lisa Hensler die Moschee in Neunkirchen. Der Moscheeverein hat für die Opfer der verheerenden Erdbebenkatastrophe in der Türkei eine Hilfsaktion gegründet, die wir vorgestellt bekamen. Auch ein Vertreter der Sparkasse Neunkirchen war zugegen und übergab eine Spende an den Verein.

Am Sonntag werde ich die Landesmeisterschaften der Jugend der Hüttigweiler Ringer besuchen, anschließend bin ich im Kulturhaus Wiebelskirchen auf einem Konzert der Harmonikavereinigung.

 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

 

Sie haben es beim Lesen gemerkt: Auch diese Woche war mein Terminkalender gut gefüllt - das macht das „Landratsleben“ aus.

 

Ich wünsche Ihnen schönes Wochenende!

 

Ihr Landrat Sören Meng


03.03.2023: Der Frühling naht

03.03.2023: Der Frühling naht

Lern-Stationen zum Thema "Bienen und Imkerei" als spielerische Ergänzung zum Sachkunde-Unterricht kamen bei den Kindern gut an
Beim Redaktionsgespräch mit der SZ kamen viele aktuelle Themen aus dem Landkreis Neunkirchen zur Sprache
Die Sitzung des Verwaltungsrates der Sparkasse Neunkirchen diese Woche war die letzte Sitzung des derzeitigen Vorstandsvorsitzenden Markus Groß.
Interessantes und Spannendes gibt es zu entdecken für die Besucher im Stadtmuseum Ottweiler
Ein wichtiges Mitbestimmungsgremium im Landkreis: die Schulregionkonferenz
Centermanager Jens Mieke ermöglicht es, dass die Regionalmarke sich im Saarpark-Center präsentieren kann

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

mit dem Beginn des Monats März kommen wir dem Frühling näher. Zwar war diese Woche winterlich kalt, aber die Sonne hat die ersten Vorboten des Frühlings geschickt.

Meine Woche war gewohnt abwechslungsreich, dies ist das Schöne an meiner Funktion als Landrat. Ich habe das Privileg, viele Menschen zu treffen und ihre Anliegen wahrzunehmen.

Meine Arbeitswoche begann mit einer Besprechung im Schulmuseum Ottweiler. Der Landkreis unterstützt dieses wichtige Museum inmitten der Ottweiler Altstadt. Es ist saarlandweit das einzige Museum dieser Art und besticht durch beeindruckende Exponate der letzten Jahrhunderte. Ein Besuch lohnt sich immer. Auch die eigene Schulzeit wird dann wieder präsent. Der pädagogische Leiter des Museums erläuterte Bürgermeister Holger Schäfer und mir die Konzeption und die Aktivitäten der Zukunft. Wieder zurück im Landratsamt hatte ich eine Besprechung mit dem Schul-und Baudezernat. Hier gibt es bekanntlich sehr viel zu tun, viele unterschiedliche Projekte laufen parallel. Daher ist es mir wichtig, mich regelmäßig auf den aktuellen Stand bringen zu lassen. Am Nachmittag fand eine Besprechung zur Planung verschiedener Veranstaltungen statt. Auch das Thema Wirtschaft im Landkreis Neunkirchen spielte eine Rolle.

Am Dienstagmorgen besuchte ich ein Schulprojekt rund um die Imkerei an der Grundschule Lehbesch. Auch in diesem Jahr fand das Schulprojekt des Obst- und Gartenbauvereins Ziegelhütte Ottweiler in Zusammenarbeit mit dem Bienenzuchtverein Ottweiler an den Grundschulen statt. Anhand von Lern-Stationen konnten innerhalb von zwei Tagen mehr als 100 Kinder lernen, wie eine Biene "funktioniert", welche Ausstattung den Imkern zur Verfügung steht und was aus Honig hergestellt werden kann - natürlich inklusive der Verkostung leckerer Honigsorten. Damit wird ihnen als spielerische Ergänzung zum Unterricht schon frühzeitig beigebracht, warum Achtsamkeit und Respekt auch vor den kleinsten Tieren so wichtig ist und was diese für uns leisten. Ein tolles Projekt, bei dem noch viele spannende Aktionen bis in den Herbst folgen! Als Hobbyimker habe ich dieses Projekt besonders gerne besucht und danke herzlich allen Beteiligten. Nach weiteren internen Terminen stand der Nachmittag im Zeichen der Sparkasse Neunkirchen. Zuerst leitete ich den Kreditausschuss, anschließend tagte der Verwaltungsrat der Sparkasse Neunkirchen, dessen Vorsitzender ich bin. Es war zugleich die letzte Sitzung des derzeitigen Vorstandsvorsitzenden Markus Groß, der Ende April aus seinem Amt ausscheidet. Rund 45 Jahre engagierte sich Markus Groß für die Belange der Sparkasse Neunkirchen. 18 Jahre bestimmte er als Vorstandsmitglied und später als Vorstandsvorsitzender die Geschicke der Sparkasse. Eine Würdigung von Herrn Groß wird im April in einer Veranstaltung erfolgen.

Am Mittwochmorgen war ich bei der Lokalredaktion Neunkirchen der Saarbrücker Zeitung zu Gast. Der Redaktionsleiter Volker Fuchs und weitere Journalisten hatten einen umfassenden Fragenkatalog für meinen Besuch vorbereitet. Ich konnte zu vielen Themen Stellung beziehen und unseren Landkreis und seine Verwaltung darstellen. Mehr lesen Sie demnächst in der SZ. Am Nachmittag nahm ich an der Jahresauftaktveranstaltung für die Bediensteten der Sparkasse Neunkirchen teil. Als Verwaltungsratsvorsitzender war es mir wichtig, zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu sprechen. Ich würdigte das Engagement der Sparkasse in Zeiten der Pandemie und stellte die Heimatsverbundenheit unseres Kreditinstitutes hervor. Bürgerinnen und Bürger können sich auf ihre Sparkasse verlassen, Vereine werden kontinuierlich gefördert. Dies ist in Zeiten der Inflation, steigender Zinsen und gestiegener Rohstoffpreise nicht selbstverständlich. Die Zeitenwende hat auch Auswirkungen auf das Geschäft unserer Sparkasse. Allerdings zeigt sich, dass die Sparkasse versteht, auch in einer Krise zu bestehen.

Auch der erste Termin des gestrigen Tages stand im Zeichen der Sparkasse. Die Sparkassen Präsidentin Cornelia Hoffmann-Bethscheider diskutierte mit dem Verbandsvorstand in einer Onlinesitzung aktuelle Themen. Im Anschluss konnte ich mich mit der Geschichte des Landkreises beschäftigen. Die Verantwortlichen des ehrenamtlich getragenen Stadtgeschichtlichen Museums Ottweiler haben mich zu einem Besuch eingeladen, dieser Einladung folgte ich sehr gerne. Ich bin beeindruckt, welchen Umfang die Ausstellung des Stadtgeschichtlichen Museums hat. Neben Themen rund um Ottweiler ist ein Schwerpunkt die Buchdruckerwerkstatt, die dem langjährigen Inhaber der Ottweiler Druckerei Hans Paul zu verdanken ist. Hier kann man sich über die Druckgeschichte der letzten Jahrzehnte eindrucksvoll informieren. Im oberen Bereich des Museums wird auch die Geschichte der einstigen Kreisstadt Ottweiler und damit unmittelbar verbunden des Landkreises Ottweiler anhand zahlreicher Exponate dokumentiert. Herzlichen Dank allen, die sich für den Erhalt und den Ausbau dieses besonderen Museums engagieren. Am Nachmittag fanden mehrere Besprechungen statt. So ging es unter anderem um den Erlebnisort Reden, über den ich mich mit Bürgermeister Markus Fuchs und Standortmanager Eric Schneider austauschte. Im Anschluss gab es eine Besprechung um die Alex Deutsch Stiftung, dessen Kuratoriumsvorsitzender ich bin. In diesem Jahr werden wir erneut den Alex Deutsch Preis ausschreiben und damit an das Lebenswerk des großartigen Menschen erinnern. Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die Schulregionkonferenz dar. Die Schulregion Neunkirchen umfasst das Gebiet des Landkreises. Die Schulregionkonferenz besteht aus verschiedenen Mitgliedern und ist vom Bildungsministerium und den Schulträgern vor der Durchführung von Maßnahmen in zahlreichen Angelegenheiten zu hören. Mein Team nutzte die Gelegenheit um zahlreiche Informationen rund um unsere Schulen im Landkreis zu vermitteln. Wir halten dieses Mitbestimmungsgremium für sehr wichtig und wollen sozusagen Input aus der Praxis bekommen. Über diese Regionalkonferenz soll Mitbestimmung ermöglicht und Ideen aus der Praxis kanalisiert werden, um die Schulen bestmöglich aufzustellen. Die Schulregionalkonferenz soll die Zusammenarbeit von Lehrkräften, Eltern, Schülern und Schulträgern bei inneren und äußeren Schulangelegenheiten ermöglichen. Ich habe mich sehr über die gute Resonanz gefreut und danke allen, die diese Konferenz mit ihren Beiträgen bereichert haben.

Heute Morgen tauschte ich mich mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über Projekte unserer Bürgerstiftung aus. Diese Stiftung wurde im Rahmen des Förder-Projektes Landaufschwung gegründet. Ziel ist es, Vereine und Institutionen im Landkreis nachhaltig zu fördern. Im Anschluss ging es dann in das Saarpark-Center, wo das Center Management eine Ausstellungsmöglichkeit für unsere Regionalmarke ermöglicht hat. Dies ist eine tolle Geste und wird sicherlich unsere Regionalmarke noch bekannter machen.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

eine abwechslungsreiche Woche geht für mich zu Ende.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

Ihr Landrat Sören Meng


24.02.2023: Schönes und Schreckliches liegt manchmal nah beieinander

24.02.2023: Schönes und Schreckliches liegt manchmal nah beieinander

Die Friedentaube als Zeichen des Friedens und der Hoffnung, dass für das ukrainische Volk bald wieder Frieden und Freiheit einkehrt
Auch Landrat Sören Meng beteiligte sich bei der Blutspendeaktion der Sparkasse Neunkirchen
Kommunale Vertreter, Gastronome und weitere Akteure der Tourismusbranche folgten der Einladung des Wirtschaftsministeriums und der Tourismuszentrale Saarland zum "Tourismusdialog"
Vertretern der Feuerwehren des Landkreises wurden Überlegungen rund um den Katastrophenschutz vorgestellt

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

der heutige Tag beginnt für mich mit Gedanken an den schrecklichen Krieg in der Ukraine.

Vor einem Jahr hat die Zeitenwende, von der Bundeskanzler Olaf Scholz gesprochen hat, begonnen.

Russlands Einmarsch in die Ukraine war ein Schock für Europa. Heute vor einem Jahr, am 24. Februar 2022, hat Russland mit einer massiven Angriffswelle seinen Krieg auf das gesamte ukrainische Staatsgebiet ausgedehnt. Völkerrecht und Menschenrechte werden seit dieser Zeit gebrochen. Damit ist Europa nach Jahrzehnten des Friedens leider wieder Schauplatz von Krieg zwischen unabhängigen Ländern und damit verbunden auch ein Ort von unermesslichem Leid, Zerstörung, Wut und Verzweiflung geworden. Der Krieg, mitten in Europa, ist nahbar geworden.

Vor einem Jahr begann gleichzeitig eine umfangreiche Hilfsaktion für die betroffenen Menschen in der Ukraine. Die Städte und Gemeinden setzten alle Hebel in Bewegung, um den Flüchtlingen Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Unsere Verwaltung und später das Jobcenter sorgten für die finanzielle Versorgung. Viele Bürgerinnen und Bürger spendeten Geld, Kleidung, Lebensmittel, um den Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, in dieser schwierigen Situation beizustehen. Ehrenamtliche Initiativen stehen bis heute den geflüchteten Menschen zur Seite.

Ein Jahr nach dem Beginn des Krieges ist noch immer kein Ende absehbar. Vereint sind wir alle in dem Wunsch, dass für das ukrainische Volk bald wieder Frieden und Freiheit einkehrt. Unsere Gedanken sind bei den Opfern auf beiden Seiten. Schließen möchte ich mit einigen Zeilen eines Liedes von Reinhard Mey:

Wann ist Frieden, endlich Frieden?
Wann ist Frieden, endlich Frieden und all das Elend vorbei!
Wann ist Frieden, endlich Frieden?
Wann ist Frieden, endlich Frieden und das Ende der Barbarei!

Wie so oft im Leben liegen schöne und schreckliche Ereignisse nah beieinander. Meine Woche begann närrisch mit dem Rosenmontagszug in Neunkirchen. Überall im Landkreis fanden wieder Umzüge statt. Es war schön mitzuerleben, mit welcher Freude die Akteure, aber auch die Besucher das Brauchtum Fastnacht zelebrierten.

Am Fastnachtsdienstag hatte ich Urlaub, sodass ich am Mittwoch wieder im Dienst war. Mit meinem Stabstellenleiter Katastrophenschutz Alexander Koch besprach ich aktuelle Maßnahmen. Derzeit laufen die Planungen für ein Katastrophenschutzlager, das in Ottweiler realisiert werden soll. Die finanziellen Mittel wurden bereits für den diesjährigen Haushalt vorgesehen. Im Anschluss ging es nach Neunkirchen, wo die Sparkasse erstmalig für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Blutspendeaktion organisierte. Da war es für mich Ehrensache, dass auch ich spendete. Aktuell sind die Blutreserven knapp und es kommt auf jede Spende an. Der Blutspendedienst kommt deshalb sogar bis ins Büro, damit es insbesondere auch Erstspendern noch leichter fällt, Blut zu spenden. Es kostet nur etwas Überwindung und eine gute halbe Stunde unserer Zeit. Eine tolle Aktion, die gerne kopiert werden darf! Danke auch dem Team des Roten Kreuzes vor Ort für die wichtige Arbeit!

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen des Tourismus. Das Wirtschaftsministerium hatte zu einem Dialog in das CFK nach Spiesen-Elversberg eingeladen. Dieser Einladung waren kommunale Vertreter, Gastronome und weitere Akteure der Tourismusbranche gefolgt. Tourismus im Landkreis Neunkirchen – hier hat sich in den vergangenen Jahren vieles getan. Ich erinnere mich noch an die Zeit Ende der 90er Jahre, als ich Mitarbeiter beim Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Fremdenverkehr (so hieß das wirklich) war. Damals war der Tourismus ein zartes Pflänzchen, wurde eher nur regional betrachtet. Überregional spielte damals schon der Neunkircher Zoo eine Rolle. Um die Jahrtausenderwende wurde dann die Tourismus- und Kulturzentrale gegründet und seit dieser Zeit werden die Attraktionen gemeinsam, auch auf Saarlandebene, vermarktet. Damals wie heute spielen die kommunalen Akteure eine wichtige Rolle und darum geht es.  Denn: Nichts ist beständiger als der Wandel. Herausforderungen sind für den Tourismus also nichts Neues und gab es immer wieder. Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und ganzheitliche Regionalentwicklung, immer angepasst an den demographischen Wandel in der Gesellschaft, stehen schon lange auf der Agenda.

Touristische Angebote und Gastronomie dienen für jeden Landkreis, jede Gemeinde und Stadt als wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung der Region, nicht nur als Urlaubsdestination, und sind für den Landkreis Neunkirchen mehr als ein reiner Wirtschaftszweig. Im Tourismus sind Wirtschaft und Leben vor Ort eng miteinander verknüpft – und hat daher eine besondere Stellung als „Querschnittsfunktion“ in jeder einzelnen Kommune. Auch weil es hier um regionale Wertschöpfung geht. Bis zum historischen März 2020 war der Landkreis Neunkirchen auf Wachstumskurs. Unser Potential lag und liegt nach wie vor im Tagestourismus, den wir auch 2023 weiter ausbauen werden.

Lassen Sie mich ein paar Punkte dazu ausführen: Der Erlebnisort Reden spielt eine wichtige Rolle. In der vergangenen Woche wurde im Zweckverband Erlebnisort Reden das beauftragte Entwicklungsgutachten vorgestellt. Es ist die Grundlage für eine künftige ganzheitliche Vorgehensweise. Wir hoffen, dass nach Beschlussfassung im Gemeinderat Schiffweiler nächsten Monat die Zuwegung zur Alm erfolgen kann, denn ohne Zuwegung keine rentable Gastronomie. Die SommerAlm sowie die Veranstaltungen und Angebote auf Finkenrech sind Besuchermagnete, die in den letzten Monaten besser denn je angenommen wurden. Unser Maislabyrinth hat im letzten Jahr sogar einen Besucherrekord verzeichnet, zusätzliche Parkplätze sind notwendig geworden. Auch hier setzen wir mit externer Unterstützung durch die Agentur dwif alles daran, strategisch bestens aufgestellt das touristische Potential von Finkenrech vollumfänglich auszuschöpfen.

In unserem Landkreis bieten außerdem mittlerweile fünf Premiumwanderwege und mehrere Themenwanderwege sowohl Wanderspaß für anspruchsvolle Wanderer als auch Erlebnistouren für die ganze Familie. Auf diesen Wegen durch die reizvolle Landschaft unseres Kreises lässt sich auch die Bergbaugeschichte in der Region hautnah erleben. Aber auch touristische Highlights wie der Neunkircher Zoo oder auch das Prähistorium Gondwana werden sich 2023 weiterentwickeln.

Daneben bauen wir nun auch verstärkt Rad- und Mountainbike-Strecken aus. Nach langer Planungsphase und einer intensiven gemeinsamen Kraftanstrengung können wir im April nun auch offiziell die insgesamt 90 km langen Mountainbike-Strecken rund um die Kreisstadt Neunkirchen eröffnen. Wir haben also viel vor!

Eine Gruppenarbeit zu den Herausforderungen der kommenden Zeit im Tourismus rundete den sehr kommunikativen Nachmittag ab. Danke dem Team des Wirtschaftsministeriums und der Tourismuszentrale für die gute Organisation.

Der gestrige Tag war mit vielen Verpflichtungen verbunden. Morgens ging es in einer Besprechung mit dem Bürgermeister der Gemeinde Spiesen-Elversberg um die Optimierung des ÖPNV in seiner Gemeinde und einem angestrebten Projekt. Anschließend tauschte ich mich mit Vertretern des Caritas Schaumberg-Blies und dem Diakonischen Werk über die Arbeit in den Tafeln in Neunkirchen und Illingen aus. In der Vorweihnachtszeit half ich an einem Nachmittag bei der Tafel in Neunkirchen. Dies hat mich sehr beeindruckt, auch hier leistet das Ehrenamt Unglaubliches. Die Träger Caritas und Diakonie sorgen für den professionellen Rahmen. Die Menschen, die zu den Tafeln kommen, erhalten nicht nur Lebensmittel, sondern können auch niedrigschwellige Beratungsangebote in Anspruch nehmen. Auch der Landkreis fördert diese wichtigen Sozialprojekte. Auf der einen Seite ist das Angebot der Tafeln ein nachhaltiges Projekt, da überschüssige Lebensmittel nicht entsorgt, sondern sinnvoll weitergegeben werden. Auf der anderen Seite sind viele Menschen genau auf diese Lebensmittel angewiesen, da sie sonst ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten können. Auch deshalb sind Tafeln unverzichtbar. Ich danke allen an dieser Stelle, die sich ehrenamtlich und hauptberuflich für die Tafeln stark machen.

Nach weiteren internen Besprechungen fand am Nachmittag die Sitzung des Bauausschusses für den Neubau der Hauptstelle der Sparkasse Neunkirchen statt. Derzeit laufen die Planungen für den Neubau in der Innenstadt Neunkirchen auf Hochtouren. Nach einem erfolgreichen Architektenwettbewerb werden die Planungen in die Tat umgesetzt. Hier gibt es verschiedene Leistungsphasen. Gestern wurden uns die Pläne der Fassade und des Innenraumes vorgestellt. Hier wird die Sparkasse ein stadtprägendes, funktionales Gebäude realisieren. Ich freue mich sehr, dieses epochale Projekt mitbegleiten zu können. 

Am Abend traf ich mich mit dem Kreisbrandinspekteur, dem Landesbrandinspekteur und den Wehrführern der Städte und Gemeinden des Landkreises, um unsere Überlegungen rund um den Katastrophenschutz vorzustellen. Mein Mitarbeiter Alexander Koch stellte dies im Rahmen einer Präsentation vor. Unser Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack ließ in seinem Bericht das Jahr 2022 Revue passieren. Der aktive Dienst der Feuerwehr umfasst rund 1360 Mitglieder. Die Jugendwehr ist gegenüber 2021 um über 50 neue Mitglieder gewachsen und ist mittlerweile 519 Mitglieder stark. Rund 90 Mitglieder hat die Kinderwehr. 426 Brandeinsätze und 700 technische Hilfseinsätze gab es zu verzeichnen, damit ist die Brandlast im Landkreis Neunkirchen sehr hoch. Ich nutze die Gelegenheit mich bei den Vertretern der Feuerwehr für das großartige Engagement für unsere Gesellschaft zu bedanken. Auch im Katastrophenschutz ist die Feuerwehr ein wichtiger Partner, daher werden wir hier von Kreisseite aus einige Investitionen in unsere Wehren tätigen. 

Der heutige Morgen stand ganz im Zeichen der internen Termine und Rücksprachen. Am Sonntag werde ich beim Verein Legio XIIII Gemina zu Gast sein. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht die historische Darstellung des alltäglichen Lebens eines römischen Legionärs zur frühen Kaiserzeit darzustellen. Mittels experimenteller Archäologie stellt der Verein nicht nur die authentische Ausrüstung eines Legionärs her, sondern zeigt auch auf, wie die Soldaten in ihren Feldlagern gelebt haben, wie sie durch die von ihnen eroberten Länder marschierten und wie sie gegen ihre Feinde kämpften. Als sichtbares Zeichen ihrer Arbeit wurde im Landkreis Neunkirchen die Rekonstruktion einer Römerstraße in der Nähe von Mainzweiler verwirklicht. In diesem und im nächsten Jahr soll eine römische Straßenstation realisiert werden. Das Gebäude ist als kulturhistorische Ergänzung zur vorhandenen Rekonstruktion der via romana gedacht. Sie ist daher von überregionalem touristischen und historischen Wert. Ich freue mich sehr, mich vor Ort über den aktuellen Stand der Planungen zu informieren. Herzlichen Dank dem aktiven Verein für Engagement.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


17.02.2023: Eine Woche mit gemischten Gefühlen

17.02.2023: Eine Woche mit gemischten Gefühlen

Landrat Sören Meng empfing den neuen RAG-Regionalbeauftragten Dr. Michael Drobniewski
Die Löffelgarde des "So war noch nix" Ottweiler ließ keine Gnade walten - Landrat Sören Meng musste sich vor Gericht verantworten
Stillgestanden vorm Narrengericht: Sören Meng stellte sich der Anklage
Auch Neunkirchens Bürgermeisterin Lisa Hensler und Beigeordneter Thomas Hans mussten in Wiebelskirchen vorm Narrengericht zu vielen Vorwürfen Stellung nehmen

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

Freude und Traurigkeit liegen oft nah beisammen. Daher umfasst dieser Blog beides. Wir befinden uns in der Hochzeit der Fasnacht, die Corona bedingt zwei Jahre lang pausieren musste. Glücklicherweise ist dieser Zustand zu Ende. Und man merkt es an der Freude der Karnevalisten.

Am Montagmorgen war ich im Sinne des Katastrophenschutzes unterwegs. Unsere Wasserversorgung WVO hat am Wasserwerk in Homburg eine Notstromversorgung realisiert. Gemeinsam mit meinem Stabsstellenleiter Alexander Koch nahm ich an einem Testlauf des Aggregates teil. Gerade im Krisenfall ist Wasser ein sehr kostbares Gut. Daher bin ich sehr dankbar, dass unsere WVO einen eigenen Notfallplan realisiert hat, der bei einem flächendeckenden Stromausfall zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger die Wasserversorgung aufrechterhält. Herzlichen Dank dem Geschäftsführer Thomas Wagner und seinem Team für das große Engagement, diese Maßnahme in nur wenigen Monaten zu realisieren.

Am Nachmittag tagte, endlich wieder in Präsenz, die Alex Deutsch Stiftung. In diesem Jahr wollen wir erneut den Alex Deutsch Preis vergeben. Im März soll die Ausschreibung erfolgen. Mit diesem Preis gedenken wir an den Auschwitz Überlebenden Alex Deutsch, der sich Zeit seines Lebens für die Versöhnung der Menschen stark gemacht hat und seine Erfahrungen öffentlich machte. Ihm sind wir zu großem Dank verpflichtet. Seine Witwe Doris Deutsch unterstützt die Stiftung und ist selbst an Schulen unterwegs, um aus dem bewegten Leben ihres Mannes zu berichten.

Am Dienstagmorgen tauschte ich mich mit der Geschäftsführerin des Landkreistages Susanne Schwarz zu verschiedenen Themen aus. Seit rund einem Jahr hat Frau Schwarz dieses Amt inne und füllt es mit großem Engagement aus. Um die Mittagszeit lernte ich den neuen Bevollmächtigten der RAG im Saarland persönlich kennen. Am 01. Januar 2023 hat Dr. Michael Drobniewski die Nachfolge von Dr. Stefan Hager in der Funktion als Regionalbeauftragter für das Saarland übernommen. Herr Drobniewski, der im Rahmen seines Studiums des Markscheidewesens ein zweijähriges Referendariat beim Oberbergamt des Saarlandes absolviert hatte, war bisher mit der Wasserhaltung an der Saar betraut und kennt sich daher mit den Gegebenheiten an den ehemaligen Bergbaustandorten im Landkreis Neunkirchen bestens aus. Hier gab es einige Themen, auch in touristischer Hinsicht zu besprechen. Natürlich war auch der Entwicklungsort Reden ein Thema. Ich freue mich auf weitere Austausche. Am Nachmittag fand die Beerdigung unseres langjährigen Kreistagsmitgliedes und meines Freundes Jörg Moog in Neunkirchen statt. Hunderte Menschen waren gekommen, um dem beliebten Wirt die letzte Ehre zu erweisen. In einer Ansprache würdigte ich den engagierten Menschen.

Am Abend tagte das Kulturforum Saar unter der Leitung von Dr. Burgard Jellonnek im Historischen Sitzungssaal. Gerne begrüßte ich als Hausherr die Versammlung und informierte mich über ein geplantes Projekt, das etwas mit einer Persönlichkeit aus dem Landkreis Neunkirchen zu tun hat.

Nach diesem traurigen Anlass ging am Mittwoch der berufliche Alltag weiter. Am Morgen tagte der ZPS (Zweckverband Öffentlicher Personennahverkehr) mit einer umfangreichen Tagesordnung. Hier wurde der Jahresabschluss 2021 beschlossen. Auch gaben Staatssekretär Sebastian Thul und Astrid Klug aktuelle Infos zum 49 Euro Ticket, das ab Mai starten soll. Ich halte dieses Ticket für einen wichtigen Schritt zur Attraktivierung des ÖPNV. Bereits durch die Tarifreform konnte die Nutzerzahl gesteigert werden. Für uns als Aufgabenträger geht es in Zukunft darum, Angebote zu überprüfen, zu optimieren und nach Bedarf auszubauen. Das ist dann allerdings mit zusätzlichen Kosten verbunden. Jedoch gibt es einen guten ÖPNV nicht zum Nulltarif, Mobilität ist ein Grundbedürfnis.

Am Nachmittag war ich im Pflegeheim Katharina von Bora zu Gast. Die Stiftung Kreuznacher Diakonie erläuterte der Neunkircher Bürgermeisterin Lisa Hensler und mir, dass am 1. März die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Mieterinnen und Mieter wieder in die Einrichtung in Neunkirchen einziehen werden. Die Einrichtung war im Juli 2022 wegen des Austritts von Methangas und Explosionsgefahr evakuiert und geschlossen worden. Monika Kolling, Geschäftsbereichsleiterin der Seniorenhilfe, sowie Einrichtungsleiterin Ulrike Ingram berichten, sie haben zusammen mit den Mitarbeitenden vor Ort die Weichen für die Rückkehr gestellt. Der Wohnpark Katharina von Bora ist eine Einrichtung, die sich vor allem auf Bewohnerinnen und Bewohner mit demenziellen Erkrankungen spezialisiert hat. Ulrike Ingram betont: „Gewohnte Routinen, klare Strukturen und gezielte Anregungen sind gerade für diese Menschen wichtig. Unser Ziel ist es, in den kommenden Wochen nach dem Einzug, den gewohnten Alltag herzustellen und positive Impulse zu setzen.“ (Zitat PM der Diakonie)

Im Anschluss tagte die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Erlebnisort Reden, dessen Vorsitzender ich bin. Der Schiffweiler Bürgermeister Markus Fuchs ist mein Stellvertreter. Neben dem Bericht des engagierten Standortmanagers Eric Schneider und seinem Ausblick auf zahlreiche Aktivitäten am Erlebnisort wurde das Entwicklungskonzept Reden zum ersten Mal vorgestellt. Hierüber werde ich gesondert berichten. Es freut mich sehr, dass die Aktivitäten am Ort gesteigert werden können. Anfang März wird sich der Schiffweiler Gemeinderat mit der Straße zur Alm final beschäftigen. Danach hoffe ich, dass der Weg im wahrsten Sinn des Wortes frei für die Weiterentwicklung sein wird.

Der fette Donnerstag stand in erster Linie im Zeichen der Fastnacht. Am Morgen hatte ich noch eine Besprechung bei der Sparkasse Neunkirchen, in der es um die Vorbereitung des Verwaltungsrates in der übernächsten Woche ging. Schon in dieser Besprechung wurde ich von Närrinnen gestürmt und war meinen Schlips los. Zurück in Ottweiler konnte ich noch etwas Schreibtischarbeit erledigen, bevor ich in meinem Heimatort Wiebelskirchen vor das närrische Gericht treten musste. Jeglicher Widerspruch war zwecklos, ich wurde verhaftet und verurteilt. Doch damit war das närrische Elend noch nicht vorbei. Obwohl sich zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei mir im Büro einfanden, um mich zu verteidigen, überwältigte mich die Löffelgarde des „So war noch nix Ottweiler“ und schleppte mich in einem Gefängniswagen zum närrischen Gericht in Schlosstheater. Zuvor hatte das Prinzenpaar meinen Schreibtisch in Gewahrsam genommen und fühlte sich sichtlich wohl. In Ottweiler wurde mir dann der Prozess gemacht. Auch meine Rede konnte hier nichts ausrichten:

„Faasenacht in 23,

zwää Johr lang war das Ganze raanzig,

Corona legte alles lahm,

statt Narren – gabs Virenalarm.

Statt Faasekischelcher Inzidenzen,

käner konnt de Wahnsinn bremsen,

und vielen fehlte die Geduld,

wer wars – ich bereue, ich bin schuld!

 

Die Stadt, es Land käner hat Geld,

wer hat die Truppe denn gewählt,

alles wird teurer, Benzin, Haus un Esse,

die Rohstoffpreise net zu vergesse,

wer soll das bezahlen, es ist ein Wahn,

nur äner is schuld, das kann ich eich saahn.

Und vielen fehlt jetzt die Geduld,

wer wars – ich bereue, ich bin schuld!

 

Prinz Harry gebbt alles, verrot die ganz Kart,

was is bei dem Vochel eigentlich noch privat,

die Lambrecht dreht Filme un muss korzdruff gehn,

Blitzeis Ende Januar, das war nehmeh scheen.

De Putin im Wahn, was dut er uns schocke.

die Welt is verrickt, die Sommer sinn trocke.

 

Wenn Grönland wird zum Ballermann,

dann sieht ma, was Klimawandel kann.

Und vielen fehlt jetzt die Geduld,

wer wars – ich bereue, ich bin schuld!

 

Kreisverlagerung nach NK war in de Bitt präsent,

das mach ich doch net, denn wer mich kennt.

Wääs das ich in Ottwilla uff die Welt komm bin,

das wär ein Verrat un das wäre schlimm.

Mei Witwenpalais, der Vergleich, der passt,

is de Smal Event Buckimhampalast,

nur ääns bleibt bei mir sonnenklar,

das NK uffm Nummerschild, wies immer war.

Meh Patriotismus geht nehmeh,

gelobt sei NK un OTW!

 

So kennt ich jetzt weiter mache, ihr liewe Zeit,

was hann mir e verrickti Zeit.

Was geschdern noch korrekt un richtig,

is morje fort un nehmeh wichtig.

uff Instagram un Facebook dann,

do sitt ma, was e Flashmob kann.

Ich wünsche mir mit nassem Blick,

drei Programme un schwarz-weiß zurick,

das war zwar net sexy odder nice,

Zufriedenheit war unser Preis.

Doch vielen fehlt jetzt die Geduld,

wer wars – ich bereue, ich bin schuld!

 

Das wars, mei Kreiz is mied, mei Herz is schwer,

kä Argument, mei Kass is leer.

Bin ich verurteilt, nur Geduld, dann sinn Ihr an allem schuld!“

 

Am Nachmittag ging es dann nach Neunkirchen ins Rathaus, wo mir von Harry Potter alias Oberbürgermeister Jörg Aumann die Leviten bezüglich der Kreisumlage gelesen wurde. Allerdings konnte er nichts ausrichten, da die gesamte Verwaltungsspitze anschließend vom Prinzenpaar außer Kraft gesetzt wurde. So ist das halt an Faasenacht!

Am heutigen Morgen tagte in Saarbrücken der Vorstand des Landkreistages. Es galt eine größere Tagesordnung zu bestreiten. Unter anderem ging es um die Fortentwicklung des Kommunalen Finanzausgleichs, eine Sozialplattform und Informationen der Bundesagentur für Arbeit rund um das Thema Fachkräftesicherung.

Im Anschluss nahm ich in Eppelborn an der Beerdigung von Franz Josef Juchem teil. Herr Juchem leitete jahrzehntelang das gleichnamige Traditionsunternehmen, das zur Juchem-Gruppe gehört, auch war er 20 Jahre lang Mitglied der IHK-Vollversammlung. Franz Josef Juchem trat 1952 als 18-Jähriger in das Unternehmen ein, das sein Vater 1921 als Landhandelsgeschäft in Eppelborn gegründet hatte. Zwei Jahre später schloss er in Braunschweig sein Studium als Müllereitechniker ab. Es folgten berufliche Stationen in Hamburg, Paris und Lille, wo er erste Erfahrungen als Kaufmann und Müller sammelte. Nach seiner Rückkehr in das väterliche Unternehmen führte Juchem jahrzehntelang das mittelständische Traditionsunternehmen. Der heutige Erfolg des international agierenden Unternehmens, das zur Juchem-Gruppe gehört, basiert unter anderem auf einem technologischen Verfahren, das Franz Josef Juchem Mitte der 1960er-Jahre entwickelt hatte und das als Frijet-Verfahren patentiert wurde. Franz Josef Juchem war 20 Jahre Mitglied der IHK-Vollversammlung und von 1997 bis 2012 im Präsidium der IHK verantwortlich für die Finanzen und für IHK regional. 1991 wurde Franz Josef Juchem mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Die französische Regierung verlieh ihm außerdem 1995 den Ritterorden Mérite Agricole und 2007 den „Chevalier de l'Ordre du Mérite Agricole“. Von Ministerpräsident Peter Müller (CDU) erhielt er 2004 für sein Engagement für die saarländische Landwirtschaft den Titel "Ökonomierat". Zudem war er Preisträger des Großen Preises des Mittelstandes der Oskar-Patzelt-Stiftung.

Das mittelständische Unternehmen Juchem ist ein Familienunternehmen in der dritten Generation und gehört zu den technologisch führenden Firmen im Bereich der Getreide- und Fettverarbeitung. Nach Unternehmensangaben stellen an mehreren Standorten 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit modernen Produktionsverfahren aus wertvollen Rohstoffen qualitativ hochwertige Grundstoffe für namhafte Markenartikler der Lebensmittelindustrie, Industrie- und Handwerksbäckereien sowie Endverbraucherprodukte für den Handel, wie zum Beispiel "Saarlandmehl" sowie Kuchen- und Brot-Backmischungen unter der Marke "Die Backschwestern" her. (Zitat SR, 13.02.2023)

Mit ihm ist eine herausragende Unternehmerpersönlichkeit von uns gegangen. Meine Gedanken sind bei seiner Familie.

Wie schon zu Beginn beschrieben, liegen Freude und Traurigkeit nah beieinander. Heute Abend werde ich gemeinsam mit meiner Frau die große Kappensitzung der Neunkirchen Karnevalsvereine in der Gebläsehalle besuchen. Ich freue mich schon sehr darauf, die große Vielfalt des närrischen Treibens live zu erleben. Der NKA Präsident Karl Albert wird wieder mit Witz und Leidenschaft durch das mehrstündige Programm führen.

Morgen Abend bin ich dann selbst wieder in der Bütt und trete bei einer Kappensitzung in Stennweiler auf. Darauf freue ich mich schon.

Am Montag werde ich den Rosenmontagszug in Neunkirchen besuchen. Im ganzen Landkreis finden Züge und Veranstaltungen in den nächsten Tagen statt. Unterstützen Sie das bunte Treiben der Narren und genießen Sie die sogenannte fünfte Jahreszeit, nach langer, Corona-bedingter Abstinenz.

Ihnen allen ein schönes Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


10.02.2023: Abwechslungsreiche närrische Woche

10.02.2023: Abwechslungsreiche närrische Woche

Die Pressekonferenz zur Vorstellung der Regionalmarke Landkreis Neunkirchen fand bei der AQA gGmbH in Neunkirchen statt
Michael Kuhl berichtete uns über aktuelle Entwicklungen und Pläne, wie der Außenbereich des Gondwana-Parks attraktiver gestaltet werden könnte
Landrat Sören Meng würdigte die ehrenamtliche Tätigkeit des 91-jährigen Rudolf Zeyer aus Fürth
Närrisches Treiben im Landratsamt Ottweiler
Landrat Sören Meng bekam vom Präsidenten des BDK einen Sonderorden für sein närrisches Engagement verliehen
Ein grünes Band als Zeichen der Solidarität: der 10. Februar steht im Zeichen der Kinderhospizarbeit

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

eine terminreiche und abwechslungsreiche Woche geht zu Ende. Zeit also, noch einmal das Ganze Revue passieren zu lassen. Los ging es am Montag mit einer großen Pressekonferenz. Das Thema ist eine Herzensangelegenheit von mir. Mittlerweile gibt es unsere Regionalmarke bereits fünf Jahre. Viel ist in dieser Zeit passiert. Anfangs wurde sie durch das Bundesprojekt Landaufschwung finanziert, mittlerweile hat dies der Landkreis übernommen. Ziel ist es, die regionale Wertschöpfung zu steigern. Mittlerweile zählt unsere Marke bereits 40 Partnerbetriebe. Koordiniert wird das Projekt in Abstimmung mit unserer Wirtschaftsförderungsgesellschaft von Willi Walter. Er ist ein Netzwerker durch und durch und versteht es, mit neuen Aktionen die Aufmerksamkeit auf unsere besondere Marke zu richten. Lesen Sie hier unsere Pressemeldung dazu:

Weiterentwicklung der Regionalmarke fest im Blick 

Im Jahr 2016 fiel der Startschuss für die Regionalmarke „Wertvolles aus der Region“ im Landkreis Neunkirchen. Möglich gemacht wurde es durch Fördermittel des Bundesmodellvorhabens „Land(auf)Schwung“ zur Stärkung ländlich geprägter Regionen. Seitdem hat sich die Plattform für lokale Gewerbetreibende enorm weiterentwickelt. In einer Pressekonferenz informierten Landrat Sören Meng, Wirtschaftsförderer Klaus Häusler gemeinsam mit Regionalmarke-Koordinator Willi Walter über den Status quo und künftige Aktivitäten.

Regionale Produkte erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Sie stehen für Wertschätzung und Verbundenheit mit lokalen Betrieben und Erzeugnissen sowie für die Stärkung des Heimatgefühls. „Die Regionalmarke aus der Willkommensregion Neunkirchen ist ein wichtiges Instrument für die nachhaltige Wirtschaftsentwicklung unseres Landkreises. Damit hat jeder von uns gleichzeitig die Chance, auch etwas Gutes für sein unmittelbares Umfeld, sprich der Nahversorgung, zu tun. Regional einkaufen bedeutet nämlich auch: die Kaufkraftbindung im Landkreis zu stärken“, betont Klaus Häusler, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis Neunkirchen, die als Projektpartner die Regionalmarke und deren Koordinator Willi Walter bei der Weiterentwicklung unterstützt. 

Mit den fast 40 Unternehmen aus Handwerk, Handel, Gastronomie und dem Dienstleistungsbereich hat sich die Regionalmarke Dank der engagierten Partnerbetriebe inzwischen mit hohem Wiedererkennungsfaktor etabliert. Kernprodukt der Regionalmarke ist die Regionalwarenkiste, bestückt mit vielen Produkten und Köstlichkeiten aus der Region. Sie bietet in verschiedenen Preisklassen das ideale Geschenk zu jedem Anlass. Neben den Imkerei-, Milch-, Getreideprodukten und Wurstwaren zählen auch Beton-, Glas- und Holzarbeiten zum Repertoire der Regionalmarke. Seifen und Kosmetikartikel fehlen auch nicht im Sortiment. Seit 2022 bietet die Regionalmarke sogar eine „Neunkircher Pizza“ an, hergestellt aus Produkten aus der Region. 

„Ich bin sehr stolz darauf, wie sich unsere Regionalmarke in den letzten Jahren entwickelt hat. Unsere Regionalmarken-Familie wächst kontinuierlich. Dank der kreativen Produkte und dem Engagement der Partnerbetriebe hat sich die Regionalmarke zwar bereits hervorragend bei uns im Landkreis etabliert, doch wir bleiben weiterhin am Ball, damit die Bekanntheit innerhalb und außerhalb des Landkreises weiter zunimmt. Zahlreiche alltägliche Lebensmittel, aber auch Geschenkartikel und kreative Produkte können beim Nachbarn oder im Ort nebenan gekauft werden. Damit kann man nicht nur die regionale Wirtschaft unterstützen, sondern auch dazu beitragen, den CO2-Fußabdruck durch die kurzen Transportwege zu reduzieren. Wir alle können unsere Verbundenheit zu unserem Landkreis mit der Unterstützung lokaler Betriebe zum Ausdruck zu bringen“, so Landrat Sören Meng.

Durch die kontinuierliche Zusammenarbeit aller Partnerbetriebe mit Projektkoordinator Willi Walter und dem Landkreis Neunkirchen sind auch unter den Partnern Kooperationen entstanden. Als bekanntestes Beispiel ist hier das Treberbrot zu nennen, bei dem die Bäckerei Schaefer Reste aus der Bierproduktion bei Bach’s Biermanufaktur nutzt, um ein malzig-würziges Brot herzustellen. Die Walnussschalen, die bei der Produktion der Walnussprodukte beim Landhaus Wern’s Mühle anfallen, werden von Neuzugang in der Regionalmarken-Familie, Barbara Schneider mit soapBARA, zu einer wohlduftenden Peelingseife weiterverarbeitet.

„Zu einer ländlich geprägten Region wie dem Landkreis Neunkirchen gehören das Arbeiten Hand in Hand sowie die regionalen Produkte für den Genuss vor Ort einfach dazu. Das alles und vieles mehr macht das Saarland und den Landkreis Neunkirchen doch ein Stück weit aus“, unterstreicht Willi Walter, der die Aktivitäten koordiniert und erster Ansprechpartner für die Betriebe ist. 

Im letzten Jahr konnten trotz Corona-bedingten Einschränkungen wieder neun neue Partnerbetriebe akquiriert werden. Auch die erstmalige Teilnahme an den Marktveranstaltungen „Frühling und Herbst auf Finkenrech“ mit einem eigens dafür von der AQA GmbH gebauten Stand war ein voller Erfolg. Auch der zum ersten Mal stattfindende Regionalmarkt auf der SommerAlm wurde trotz tropischer Temperaturen im Juli so gut angenommen, dass eine zweite Auflage für dieses Jahr in Planung ist.

Um die vielfältigen Produkte der Regionalmarke in diesem Jahr wieder unter die Menschen zu bringen, werden weitere Aktivitäten angeboten:

Folgende Termine der Regionalmarke sind geplant:

  • 30. März 2023: „Ostermenu mit Produkten der Regionalmarke Neunkirchen – zusammengestellt und gekocht von Rosenhotel Scherer“ - Das Team vom Rosenhotel Scherer hat ein liebevoll geplantes Ostermenu zusammengestellt, das mit Produkten der Regionalmarke zubereitet werden kann.
  • 22./23. April 2023: Teilnahme bei „Frühling auf Finkenrech“ - Die Marktveranstaltungen auf Finkenrech sind mittlerweile weit über die Grenzen des Landkreises bekannt und beliebt. Hier können die Besucher*innen nicht nur an einzelnen Ständen in den Genuss von Kostproben der Produkte von Partnerbetrieben kommen, auch Regionalwarenkisten stehen zum Verkauf bereit.
  • 2. Mai / 6. Juni / 4. Juli / 1. August / 5. September 2023: „Oldtimer-Entdeckungstour der Horst Becker Touristik“ 
  • 11. Mai / 22. Juni / 17. August / 14. September 2023: „Oldtimer-Erlebnistour der Horst Becker Touristik“ - Bei diesen originellen Bustouren kann man an einem Tag die Vielfalt des Landkreises und ausgewählter Regionalmarke-Partnern erleben. Mehrere Stationen werden angefahren. Für das leibliche Wohl ist selbstverständlich bestens gesorgt. 
  • 7. Mai und 24. September 2023: Landratswanderung mit Verköstigung durch die Regionalmarke - Bei der geführten Wanderung mit Landrat Sören Meng lernen die Teilnehmer*innen viel Interessantes und Wissenswertes über die Umgebung. Als Verpflegung stehen u.a. auch Produkte der Regionalmarke-Betrieben bereit. 
  • 30. Juli 2023: Regionalmarkt im Rahmen der SR 3-SommerAlm Landsweiler-Reden - Ein Sonntagsmarktbummel in luftiger Höhe ist Ende Juli bei der SommerAlm kein Problem. Hier haben die Besucher*innen die Möglichkeit, sich über die regionalen Produkte zu informieren, zu kosten und einzukaufen. 
  • 16./17.September 2023: Teilnahme bei „Herbst auf Finkenrech“

Danach standen verwaltungsinterne Termine auf dem Programm. Der Abschluss meines Arbeitstages bildete die Sitzung des Redaktionsteams unseres Kreisbuches. Wir planen im Herbst dieses Jahres, die 3. Auflage des Buches zu veröffentlichen. Daher weise ich an dieser Stelle auf einen Wettbewerb rund um das kommende Kreisbuch hin:

>Für Ende des Jahres 2023 ist die Herausgabe des 3. Kreisbuches des Landkreises Neunkirchen geplant. Neben vielen interessanten Beiträgen des Redaktionsteams sollen auch die Einwohner*innen des Landkreises Neunkirchen aktiv beteiligt werden. Daher ruft der Landkreis Neunkirchen die Bevölkerung auf, Text- und Fotobeiträge einzureichen.

Veröffentlicht werden ein Kurzprosawerk (Kurzgeschichte, Erzählung), drei Gedichte und Fotos. Einsendeschluss wird der 15.04.2023 sein. Die Kurzprosastücke sollten max. 3 DIN A4 Seiten (Schriftgröße 12, Schriftart Arial, Zeilenabstand 1,5) umfassen und die Gedichte aus maximal 30 Versen bestehen.

Die Einreichenden müssen mit der Veröffentlichung ihres Beitrages einverstanden sein.

Beiträge können ausschließlich per E-Mail an kreisbuch@landkreis-neunkirchen.de eingereicht werden.

Als Preise winken Kreisbücher und Gutscheine der Bücherei „Bücher König“ in Neunkirchen.< 

 

Am Dienstag fand die Besprechung mit den Führungskräften der Kreisverwaltung statt. Natürlich war auch der genehmigte Haushalt Thema, da wir jetzt die geplanten Projekte beginnen können. Wir haben für dieses Jahr in vielerlei Bereichen unserer Kreisverwaltung größere Investitionen geplant. Über die Neubauvorhaben habe ich an dieser Stelle bereits oft berichtet. Im Anschluss war ich gemeinsam mit Bürgermeister Markus Fuchs und dem Standortmanager des Erlebnisortes Reden, Eric Schneider, zu Gast bei Matthias Michael Kuhl, der seit 15 Jahren am Standort „Gondwana – das Praehistorium“ betreibt. Er berichtete uns über aktuelle Entwicklungen und Pläne. So wurde der Außenbereich der Anlage neu und attraktiver gestaltet. Derzeit befindet sich das Entwicklungskonzept Reden, das der Zweckverband in Auftrag gegeben hat, in der finalen Phase und wird in Kürze vorgestellt werden. Ziel muss es sein, die Aufenthaltsqualität am Standort weiter zu erhöhen. Am Nachmittag tagte der Prüfungsausschuss der Sparkasse Neunkirchen, dessen Vorsitzender ich bin.

Am Mittwochmorgen fand die Vorbesprechung zur Gremiensitzung des Zweckverbandes Öffentlicher Personennahverkehr statt. In der kommenden Woche wird es die Gremiensitzung geben, die ich gemeinsam mit dem Geschäftsführer Achim Jesel vorbereitete. Im Anschluss ging es um das touristische Entwicklungskonzept für den Standort Reden, über das ich eben bereits berichtet habe. Auch hier findet in Kürze die Sitzung des Zweckverbandes statt, die auch Gegenstand der Besprechung war. Einen besonderen Termin hatte ich mittags in Fürth. Dort löste sich der ambulante Pflegeverein auf. Ein Mitglied des Vorstandes hatte mich gebeten, den langjährigen Vorsitzenden Rudolf Zeyer im Rahmen dieser letzten Sitzung zu ehren. Der 91-jährige Vorsitzende freute sich sehr über diese Überraschung, da er nichts davon wusste. Ich nahm den Termin zum Anlass, um dem Verein für sein großartiges Engagement in über 40 Jahren zu danken. Er hatte schon wichtige Arbeit geleistet, lange bevor es die Pflegeversicherung gab. Solche Termine bereichern meinen beruflichen Alltag.

Ebenfalls eine Bereicherung war der mittlerweile 3. Narrenempfang, der im Historischen Sitzungssaal stattfand. Lassen Sie mich hier die Pressemeldung zitieren: 

"Bereits zum dritten Mal lud Landrat Sören Meng zum Empfang der Fastnachtsvereine in den Historischen Sitzungssaal des Landratsamtes in Ottweiler ein. Zahlreiche Vertreter der 35 Vereine waren der Einladung gefolgt und freuten sich, nach zwei ausgefallenen närrischen Sessionen wieder miteinander zu feiern und sich austauschen zu können. Sogar die Fastnachtsprominenz aus Bund und Land ließ es sich nicht nehmen, im Landratsamt vorbeizukommen, auch „weil der Landkreis Neunkirchen der einzige Kreis im Saarland ist, der für die Narren einen solchen Empfang bereitet und damit die Fastnacht wertschätzt“, stellte VSK-Präsident Stefan Regert fest. Eine besondere Auszeichnung für sein närrisches Engagement gab es für den Landrat aus den Händen des Bundes Deutscher Karneval Präsidenten Klaus-Ludwig Fess. „Seit Kindertagen ist Sören Meng in der Fastnacht verwurzelt, heute fördert er mit Leidenschaft das närrische Engagement. Daher verleihe ich ihm einen Sonderorden des BDK“, so Fess. Der sichtlich bewegte Ausgezeichnete lobte anschließend in einer gereimten Rede das Engagement der Vereine und hob ihre Jugendarbeit hervor. Auch auf aktuelle Themen ging er ein: „Die Zeitenwende lässt es krachen, do vergeht uns unser Lachen. Was is in dieser Welt nur los, wohin ma guckt, die Not is groß. Aach hier bei uns steie die Preise, die Inflation geht auf die Reise… Ich will hier nix errunnerschwätze, uff Optimismus muss ma setze. Ihr Narre zeie wie es geht, wie ma im Lääwe was beweht, es hat den Narren stark gemacht, wenn man unter Tränen lacht. Ihr Faasenachter, Ihr sinn top. Dodruff ein lautes Alleh Hopp!“ Für reichlich närrische Stimmung mit alten Fastnachtsliedern sorgte das ehemalige Prinzenpaar Carina und Nicolas Schneider. Hier wurde geschunkelt und gelacht. Höhepunkt war die Verleihung des von Claus Zewe entworfenen Pins an die Gäste, den die Sparkasse Neunkirchen ermöglichte. Er zeigt einen Clown, der den Landkreis Neunkirchen in den Händen hält. Ein passendes Bild für einen Empfang voller Lachen nach zwei pandemisch schweren Jahren."

Ich freue mich bereits auf die Neuauflage im kommenden Jahr.

Gestern Morgen tauschte ich mich mit der Vorsitzenden des Demenzvereins Neunkirchen zu aktuellen Themen und Herausforderungen aus. Der Demenzverein leistet wichtige Arbeit für Betroffene und ihre Angehörigen. Hier ist in den letzten Jahren ein verlässliches Netz entstanden, das weiter ausgebaut wird. Der Demenzverein kooperiert eng mit unserer „Leitstelle Älter werden“ des Landkreises.

Nach zahlreichen internen Terminen besuchte mich am späten Nachmittag eine Delegation des Kreisverbandes der Imker. Der Kreisverband ist seit Jahrzehnten im Freizeitzentrum Finkenrech sehr aktiv. Gemeinsam mit dem Leiter unseres Umweltamtes Oliver Martin und seiner Mitarbeiterin besprachen wir zahlreiche Themen rund um die Imkerei. Da ich seit acht Jahren ebenfalls Hobbyimker bin, kann ich viele Herausforderungen nachvollziehen. Der Kreisverband leistet hervorragende Arbeit. Wir als Landkreis unterstützen finanziell Jungimker bei der Erstausstattung. Hier berieten wir eine noch engere Kooperation, da es wichtig ist, dass Neulinge mit Experten zusammentreffen. Die Imkerei ist wichtig für unser Ökosystem und ist mit einer hohen Verantwortung Tieren gegenüber verbunden. 

Der heutige 10. Februar steht ganz im Zeichen der Kinderhospizarbeit. Mit den vielfältigen Aktionen am heutigen Tag sollen die Inhalte der Kinder- und Jugendhospizarbeit mit all ihren Angeboten stärker in der gesellschaftlichen Wahrnehmung verankert werden. Denn dieses Thema ist für viele nach wie vor ein großes Tabu. Als sichtbares Symbol für die Solidarität mit allen Betroffenen, Angehörigen, aber auch den vielen haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sollen heute überall grüne Bänder zu sehen sein. Außerdem wird der am 11. Februar zum ersten Mal stattfindende Saarländische Kinderhospiz- und Palliativtag Interessierte und Betroffene dazu einladen, sich mit den vielfältigen Möglichkeiten der Arbeit vertraut zu machen und sich einzubringen. 

Den heutigen Morgen nutzte ich für zahlreiche Rücksprachen und Verwaltungsarbeit. Wenn dieser Blog erscheint, werde ich mich auf den Weg nach Ottweiler machen, wo ich die Jubiläumskappensitzung des ältesten saarländischen Karnevalsvereins „So war noch nix“ besuchen werde. Der Verein wird unglaubliche 16 × 11 Jahre alt. Ich freue mich schon sehr auf einen schönen Abend und drücke allen Aktiven die Daumen. Gleichzeitig sage ich Dankeschön für das große ehrenamtliche Engagement unserer Vereine und ihrer Pflege des Kulturgutes Fastnacht. 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, 

erneut geht eine abwechslungsreiche Woche zu Ende.  Die kommende Woche steht im Zeichen der Fastnacht. 

Ich wünsche Ihnen allen eine gute Zeit und ein erholsames Wochenende! 

Ihr Landrat Sören Meng


03.02.2023: Themenreiche Sitzungswoche

03.02.2023: Themenreiche Sitzungswoche

Landrat Sören Meng begrüßte mit Koordinator Willi Walter und WFG-Geschäftsführer Klaus Häusler Barbara Schneider mit soapBARA als neue Partnerin der Regionalmarke
Landrat Sören Meng mit Karin Biewer und ihrem Team der pro familia Neunkirchen
Landrat Sören Meng beglückwünschte das Illtal-Gymnasium zur offiziellen Verleihung der AbiBac-Plakette
Diese Woche fand die erste Kreistagssitzung in 2023 statt
Landrat Sören Meng bei der Eröffnung der GymLodge am CFK. Nur noch der Name und die aufwendig gestaltete Deckenlampe mit Turnringen erinnert an die alte Turnhalle
Landrat Sören Meng bei der Übergabe von mehreren Neuwagen für soziale Einrichtungen im Landkreis durch den Sparverein Saarland und die Sparkasse Neunkirchen

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

eine sehr abwechslungsreiche Woche geht zu Ende.

Mittlerweile hat schon der zweite Monat des Jahres begonnen, die Zeit, so scheint es, fliegt. Dies liegt sicherlich auch an den zahlreichen Herausforderungen, die vor uns liegen und die wir gemeinsam zum Wohle unseres Landkreises anpacken.

Der Montag stand ganz im Zeichen interner Termine. So fand unter anderem der regelmäßige Jour- Fixe mit dem Dezernat II, das Bauen, Schulen, Umwelt und KVHS beinhaltet, statt. An dieser Stelle nenne ich exemplarisch den Baubereich. Hier sind die Arbeiten an der Sporthalle Illingen, an der Gemeinschaftsschule Illingen, am Technisch-Gewerblichen Berufsbildungszentrum Neunkirchen und an unserer Großbaustelle Gemeinschaftsschule Stadtmitte zu nennen. Es kommt uns sehr entgegen, dass in dieser Woche vom Landesverwaltungsamt der Kreishaushalt für das Jahr 2023 genehmigt wurde. Danke meinem Team der Finanzen unter der Leitung von Olaf Niesen für die gute Vorbereitung des Haushaltes. Nur so konnte es gelingen, dass wir so früh im Jahr mit dem Haushaltsvollzug beginnen können. Für uns heißt es jetzt, dass wir einzelne Gewerke ausschreiben können, da die Mittel freigegeben wurden. Das Ganze geschieht in enger Abstimmung mit unserer Vergabestelle. Was so leicht in die Tasten geschrieben ist, bedarf intensiver Vorbereitung und Abstimmungen innerhalb der Kreisverwaltung. Auch beim Thema Digitalisierung geht es zügig weiter, obwohl wir auch dort im Bereich zu wenig Personal haben. Apropos Personal: Dank dem genehmigten Haushalt können neue Stellen zügig ausgeschrieben werden.

Am Dienstagmorgen standen für mich Themen rund um die Sparkasse Neunkirchen auf der Agenda. Als Verwaltungsratsvorsitzender ist mir wichtig, über aktuelle Herausforderungen der kommunalen Finanzwelt Bescheid zu wissen. Im Anschluss tauschte ich mich mit dem Intendanten des Saarländischen Rundfunks Martin Grasmück aus. Der saarländische Rundfunk ist schon seit Jahren Partner unserer SR 3 Sommeralm. Darüber hinaus leistet der SR wichtige Informationsarbeit im Hörfunk und im Fernsehen. Derzeit wird in den Medien öfter über die Existenz des SR spekuliert. Für mich hat der SR für das Saarland eine wichtige, identitätsstiftende Bedeutung. Als eigenständiges Medium und damit auch unabhängige Landesrundfunkanstalt ist er gerade in diesen Zeiten mehr als wichtig. Bürgerinnen und Bürger müssen einen seriösen und nicht tendenziellen Zugang zu Medien haben. Wir alle wissen, welche Bedeutungen in unserer Gesellschaft mittlerweile die sogenannten Fake News haben. Hier werden, beispielsweise in den sozialen Netzwerken, Dinge behauptet, die anschließend für bare Münze genommen und verbreitet werden. Als staatlicher Rundfunk hat sich der SR zur Aufgabe gemacht, unabhängig und damit für eine Gesellschaft unverzichtbar zu berichten. Am Abend tagte der Sparkassenzweckverband, dessen Vorsitzender ich bin. Er setzt sich aus Mitgliedern des Kreistages und des Stadtrates Neunkirchen zusammen.

Am Mittwoch stand das Feuerwehrwesen und der Katastrophenschutz für mich im Vordergrund. Gemeinsam mit dem Stabsstellenleiter Alexander Koch, dem Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack und seinem Stellvertreter Sascha Cartarius tauschte ich mich zu den aktuellen Themen aus. Auch beim Katastrophenschutz wird die Feuerwehr eine wichtige Rolle spielen. Aufgrund der guten Organisation und der Ausstattung gibt es im Katastrophenschutz viele Schnittpunkte. Darüber hinaus berichtete der Kreisbrandinspekteur über die bisherigen geleisteten Einsätze und das hohe Brandaufkommen im Landkreis Neunkirchen. Die Brandlast ist gegenüber anderen Landkreisen bei uns sehr hoch. Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass unsere Jugendwehr und damit der Nachwuchs der Feuerwehr im vergangenen Jahr deutlich vergrößert werden konnte. Hier leisten unsere Wehren engagierte Jugend- und damit gute Zukunftsarbeit. In einigen Wochen werde ich alle Wehrführer des Landkreises treffen, um Ihnen unsere bisherigen Erkenntnisse rund um den Katastrophenschutz näherzubringen. Ich freue mich schon sehr auf diesen Austausch.

Danach ging es für mich nach Fürth zur Wern‘s Mühle, wo ich einen neuen Partner der Regionalmarke begrüßen konnte. Durch die Vermittlung unseres Regionalkoordinators Willi Walter ist es gelungen, dass die Wern’s Mühle gemahlene Walnüsse aus eigener Produktion an die Seifenherstellerin Barbara Schneider liefert. Frau Schneider stellte die neue, natürliche Seife mit Walnüssen vor. Sie ist in ihrem Onlineshop und bei der Wern’s Mühle im Regionalladen zu erhalten. Zum Abschluss meines Arbeitstages fand die Sitzung des Kreisjugendhilfeausschusses statt. Hier wurden unter anderem Tagesordnungspunkte, die bei der gestrigen Kreistagssitzung behandelt wurden, vorberaten. Im öffentlichen Teil ging es beispielsweise um einen Zuschuss zum Straffälligen Projekt „Tat & Rat“. Hier beteiligt sich der Landkreis jährlich mit 35.000 €. Seit 1986 besteht dieses Projekt. Es befindet sich in den Räumen des Diakonischen Werkes in Wiebelskirchen. Es bietet die Möglichkeit zur Durchführung jugendrichterlicher Weisungen und ist eine Alternative zum Jugendarrest. Die Zuweisung erfolgt durch die Gerichte oder die zuständige Jugendgerichtshilfe. Finanziert wird das Projekt durch Mittel des Ministeriums für Justiz, der Landkreise Sankt Wendel und Neunkirchen, der Kreisstadt Neunkirchen und durch kirchliche Eigenmittel. Auch wurde beschlossen, dass der Mädchentreff ROSA im Zentrum der Stadt Neunkirchen durch die Arbeiterwohlfahrt weitergeführt wird. Auch hier beteiligt sich der Landkreis an den Kosten. Ebenfalls weitergeführt wird das Projekt PRIMA, das die primäre Anbahnung von institutioneller Betreuung von Vorschulkindern in Neunkirchen durch die AWO behandelt. Hier geht es um den Übergang vom Kindergarten zur Schule. Das Projekt leistet eine wichtige Aufgabe, die Kinder und Familien stärkt. Auch wurden die Zuschüsse zur Förderung der Jugendarbeit im Landkreis auf den Weg gebracht. Diese werden, bevor sie im Kreisjugendhilfeausschuss behandelt werden, in dem sogenannten Unterausschuss intensiv beraten. Dieser Ausschuss unter der Leitung des Kreistagsmitglieds Sven Kley bereist auch regelmäßig Einrichtungen der Jugendarbeit.

Gestern Morgen besuchte ich die Pro Familia in Neunkirchen. Diese Beratungsstelle, die vom Landkreis Neunkirchen unterstützt wird, führt im Jahr rund 700 Beratungen zu Sexualität, Schwangerschaft, Partnerschaft und Familienplanung durch. Sie wird von Karin Biewer geleitet. Neben persönlicher Beratung in Präsenz wird auch telefonisch sowie per Video beraten. Dieser Besuch war von mir bereits vor Corona geplant und konnte jetzt endlich stattfinden.

Danach fand der regelmäßige Jour-Fixe mit dem Bürgermeister von Schiffweiler Markus Fuchs und unserem Standortmanager des Erlebnisortes Reden Eric Schneider statt. Unter anderem wurde die anstehende Gremiensitzung des Zweckverbandes vorbereitet.

Im Anschluss kam zum ersten Mal in diesem Jahr der Kreistag des Landkreises Neunkirchen zusammen. Hier hatte ich die Aufgabe, nachdem das langjährige Kreistagsmitglied Jörg Moog verabschiedet wurde, das neue Kreistagsmitglied Jan Baldauf zu verpflichten. Im öffentlichen Teil wurde der Zuschuss an das Diakonische Werk für die Weiterführung der Maßnahme des Sozialkaufhauses „Neunkircher Kaufhaus“ beschlossen. Darüber hinaus wurden weitere Beschäftigungsmaßnahmen im sogenannten zweiten Arbeitsmarkt beschlossen. Auch Themen der therapeutischen Schülerhilfe, sozialen Gruppenarbeit und die Benennung von Vertretern des Landkreises Neunkirchen als Mitglieder der Schulregionkonferenz wurden öffentlich behandelt.

Heute Morgen besuchte ich das Illtal-Gymnasium, um zur Verleihung der ABiBac Medaille zu gratulieren. Das AbiBac ist ein deutsch-französisches Abitur. Der Begriff AbiBac ist ein Kunstwort, das sich aus den ersten Silben der Begriffe „Abitur“ und „baccalauréat“, der französischen Entsprechung zum deutschen Abitur, zusammensetzt. Sowohl Abi als auch Bac sind als Kurzbezeichnungen des jeweiligen Abschlusses umgangssprachlich verbreitet.

Das AbiBac wird seit den 63. deutsch-französischen Konsultationen in Mühlhausen im Mai 1994 angeboten. Der Abschluss wird in beiden Ländern als Hochschulreife vollwertig anerkannt, ohne dass eine Gleichwertigkeit erst noch beantragt werden muss. Ich freue mich sehr als Schulträger, dass das Gymnasium, wie kein zweites im Landkreis Neunkirchen, internationale Bildung fördert. Dadurch gehört es zu den vier Gymnasien im Saarland, die dieses international anerkannte Prädikat anbieten. Ich sage das auch vor dem Hintergrund der Feierlichkeiten zum Jubiläum des Élysée-Vertrages, der dieses Jahr 60 Jahre alt wurde.

Hier geht es auch darum, die Pflege der deutsch-französischen Freundschaft, Ansprache als Mittler -besonders in schwierigen Zeiten-, um das Verständnis für einen Partner, mit dem wir wirtschaftlich, europapolitisch und gesellschaftlich eng verbunden sind, zu stärken. Daher einen herzlichen Glückwunsch und einen Dank an das Illtalgymnasium.

Von Illingen ging es nach Spiesen-Elversberg, wo ein neues touristisches Highlight am CFK eingeweiht werden konnte. Dort entstand in den letzten Monaten ein einmaliger Raum für Veranstaltungen und Begegnungen aller Art. Bei der heutigen offiziellen Eröffnung, bei der auch Minister Dr. Magnus Jung anwesend war, erinnert nur noch der Name -GymLodge - daran, dass dieser Raum früher mal eine Turnhalle war. Das Konzept ist so einfach wie kreativ: übernachtet wird in einzelnen kleinen Schlafkabinen, sodass der große Eventraum für Kochkurse, Geburtstags- und Hochzeitsfeiern oder auch Seminare genutzt werden kann. Eine tolle Bereicherung für unsere Region und für alle Gruppen, die ihn mit seinen vielfältigen Möglichkeiten nutzen werden.

Am Nachmittag hatte ich die schöne Aufgabe, bei der Übergabe von neuen Autos an karitative Zwecke, finanziert vom Sparverein der Sparkassen und Volksbanken, dabei zu sein. Diese Übergabe nutze ich immer gerne, um mich bei den Organisationen für das großartige Engagement für unsere Gesellschaft zu bedanken. Morgen Abend werde ich die Kappensitzung des KUV Wiebelskirchen, wo ich selbst jahrzehntelang Aktiver war, besuchen. Endlich ist dies nach Jahren der Pandemie möglich. In diesem Zusammenhang freue ich mich auf die kommende Woche, in der auch endlich wieder der Empfang für die Narren im Landkreis Neunkirchen im Landratsamt durchgeführt werden kann. Er findet am kommenden Mittwoch um 17:00 Uhr statt. Am Sonntag besuche ich den Einführungsgottesdienst für den Diakonie Pfarrer Matthias Ewelt, den ich kürzlich kennen lernen durfte. Er wird durch die Superintendenten Christian Weyer und Markus Karsch in sein Amt offiziell eingeführt. Ich freue mich auf zahlreiche Begegnungen an diesem Nachmittag.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

heute erreichte mich eine sehr traurige Nachricht. Das langjährige Kreistagsmitglied Jörg Moog ist heute gestorben. Wir hatten Jörg in der Haushaltssitzung verabschiedet und ihn mit der Verdienstmedaille des Kreises ausgezeichnet. Es fehlen die Worte. Meine Gedanken sind bei seiner Familie.

Ihr Landrat Sören Meng


27.01.2023: Im Gedenken an dunkle Zeiten

27.01.2023: Im Gedenken an dunkle Zeiten

Landrat Sören Meng erinnert an den Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust
Landrat Sören Meng mit Pfarrer Matthias Ewelt, der am 01. Oktober 2022 seinen Dienst als Diakoniepfarrer im Saarland und theologischer Geschäftsführer der Diakonie Saar angetreten hat.
Im saarländischen Landtag werden seit Dienstag Plastiken aus Seiji Kimotos Zyklus "Macht und Ohnmacht" präsentiert.
Landrat Sören Meng mit WFG-Geschäftsführer Klaus Häusler bei der Besichtigung der Gießerei der MAT Foundries in Neunkirchen

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

diesem Blog stelle ich einige Gedanken voraus, die ich heute bereits veröffentlicht habe. Heute ist der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust.

Der Holocaust, auch die Schoah genannt, steht sinnbildlich für die dunkelste Zeit der deutschen Geschichte. In perfider Perfektion versuchten die Nationalsozialisten durch gezielte Tötungsaktionen, jüdisches Leben in Deutschland zu vernichten. Auch die tiefen Spuren, die jüdische Intellektuelle, Schriftsteller, Künstler, Philosophen und Staatsmänner in der deutschen Geschichte und Kultur hinterließen, sollten so getilgt werden. Schätzungsweise sechs Millionen Juden wurden aus Deutschland und den von Deutschland besetzten oder annektierten Gebieten in Konzentrations- und Arbeitslager verschleppt. Unter menschenunwürdigen Bedingungen mussten sie, nur mit kargen Nahrungsmittelrationen versorgt, teils schwerste körperliche Arbeit verrichten. Hierbei waren sie oft Schikanen und Folter durch sadistisches Wachpersonal ausgesetzt. Ließ ihre Arbeitskraft nach, oder war ihr Leben für die Nationalsozialisten in materieller Hinsicht wertlos, wartete die Gaskammer.

Diese gezielte Massenvernichtung Angehöriger jüdischen Glaubens ist kaum 80 Jahre her. Unsägliche Gräueltaten wurden in den zwölf Jahren des Tausendjährigen Reiches begangen. Leider traten auch in unserer Gesellschaft in den letzten Jahren wieder unverhohlen Hass und Hetze zu Tage. Als Gesellschaft sind wir gefordert, uns mit all unseren Kräften wider das Vergessen einzusetzen. Denn nur durch die aktive Erinnerung können wir verhindern, dass sich solches Unrecht, solch unsägliches Verbrechen an der Menschheit wiederholt.

Bei dem Begriff Holocaust denke ich auch immer an Alex Deutsch, mit dem ich sehr verbunden war. Er wurde 1943 ins KZ Auschwitz-Birkenau deportiert, wo seine Frau Thea und sein zweijähriger Sohn Dennis ermordet wurden. 1945 gelang ihm schließlich die Flucht, die ihn nach einer langen Odyssee nach New York zu seinem Bruder führte. Viele Jahre konnte er nach diesen traumatischen Erfahrungen keinen deutschen Boden mehr betreten. Seit seiner Rückkehr nach Deutschland, genauer gesagt in meinen Heimatort Wiebelskirchen, hatte er sich der Erinnerungsarbeit verschrieben. Um sein Lebenswerk weiterzuführen, wurde die Alex-Deutsch-Stiftung gegründet und wird regelmäßig der Alex-Deutsch-Preis verliehen. Als Zeitzeuge berichtete er in Schulklassen über sein Schicksal als deutscher Jude während der Zeit des Nationalsozialismus. Alex Deutsch starb siebenundneunzigjährig im Jahr 2011. In seinem Gedenken appelliere ich an Sie alle mit seinen Worten: "Lasst euch nicht hineintreiben in Hass und Gewalt gegen andere Menschen. Lebt miteinander nicht gegeneinander!" 

Diese Zeilen schreibe ich auch in Gedanken an die vielen wehrlosen Opfer, die immer wieder Kriege hervorbringen wie aktuell in der Ukraine. Ich möchte mir zur Außenpolitik keine Meinung anmaßen, allerdings bin ich in Sorge, da Europa immer stärker in das Kriegsgeschehen verwickelt wird, jetzt auch durch deutsche Panzerlieferungen. Hoffen wir alle auf Frieden!

Doch jetzt zu meiner Arbeitswoche:

Der Montagmorgen begann mit dem verwaltungsinternen Jour-Fixe, in dem neben aktuellen Terminen auch Themen der einzelnen Dezernate besprochen wurden. Dieser Jour-Fixe wurde online durchgeführt. Apropos online: Ich lege großen Wert darauf, dass wir weiterhin online Meetings durchführen. Sie sind, je nach Themenspektrum, sehr effizient und sparen Ressourcen, d. h. wiederum nicht, dass ich auf Präsenztermine verzichten möchte.

Im Anschluss standen zahlreiche interne Termine auf meiner Agenda. Dazu gehörten auch Themen der IT-Sicherheit und der Digitalisierung. Am Abend tagte die SPD Kreistagsfraktion, an deren Sitzung ich teilnahm.

Am Dienstag war ich in Dienstgebäuden des Landkreises unterwegs, um mich mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auszutauschen. Diese Möglichkeit zur Kommunikation war leider durch die Pandemie über zwei Jahren nicht gegeben. Immer, wenn es meine Zeit erlaubt, werde ich die einzelnen Dienstgebäude aufsuchen. Durch meine Besuche erhalte ich auch ständig einen guten Überblick über die Herausforderungen, mit der unsere Kreisverwaltung umgehen muss. Am Mittag tauschte ich mich mit dem neuen Geschäftsführer des diakonischen Werkes an der Saar Pfarrer Matthias Ewelt aus. Herr Ewelt hat die Nachfolge des ausgeschiedenen Geschäftsführers Pfarrer Udo Blank im Oktober letzten Jahres angetreten. Matthias Ewelt war zuletzt Theologischer Vorstand der Stadtmission Nürnberg und der Diakonie Erlangen. Er leitete zudem die Bezirksstellen des Diakonischen Werks Bayern in den Dekanatsbezirken Nürnberg und Erlangen und bringt Erfahrungen aus der Gremienarbeit und verschiedenen Beiräten mit. Er ergänzt die Geschäftsführung der Diakonie Saar aus Anne Fennel und Oliver Kremp-Mohr. In unserem Gespräch gab es viele Anknüpfungspunkte, da der Landkreis Neunkirchen seit Jahrzehnten durch Projekte mit der Diakonie eng verbunden ist.

Danach ging es für mich nach Saarbrücken, wo im Landtag des Saarlandes eine besondere Ausstellung stattfand. Ich hatte bereits im letzten Blog darauf hingewiesen:
Im April vergangenen Jahres verstarb der japanisch-saarländische Künstler Seiji Kimoto im Alter von 85 Jahren. Sein Lebenswerk widmete er der Erinnerungskultur gegen den Nationalsozialismus und der Völkerverständigung. Angesichts der Gewalt, die derzeit im Ukraine-Krieg und in vielen weiteren Kriegsgebieten dieser Welt herrscht, sind Unmenschlichkeit und Unterdrückung ein sehr aktuelles Thema.

Im Fraktionsgebäude mahnt gegenüber dem Eingang zum Großen Sitzungssaal ein großes Wandobjekt, geschaffen von Seiji Kimoto, gegen das Vergessen. In dieser Ausstellung werden weitere Plastiken aus Kimotos Zyklus „Macht und Ohnmacht" präsentiert. Diese Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt mit dem Historischen Museum Saar und der Städtischen Galerie Neunkirchen. Neben Redebeiträgen der Landtagspräsidentin und dem Leiter des historischen Museums Simon Matzerath erinnerte Ursula Kimoto an das Werk ihres Mannes und erzählte Hintergründe zur Entstehung der Werke. Beeindruckend war auch die musikalische Umrahmung durch Martin Weinert und Daniel Weber. Herzlichen Dank für die Würdigung dieses besonderen Künstlers aus unserer Region.

Die Ausstellung ist noch bis 7. März zu sehen.

Am Mittwoch tauschte ich mich mit der Gleichstellungsbeauftragten Heike Neurohr-Kleer zu verschiedenen Themen aus. Anschließend besuchte ich die Firma MAT Foundries Europe in Neunkirchen. Der Geschäftsführer des Standortes und CEO der MAT Europe, Ingo Bitzer, stellte das weltweit operierende Unternehmen vor und zeigte anhand einer kurzweiligen Präsentation, wie er sich mit seinem Team auf die Herausforderungen und Änderungen der Zukunft vorbereitet. 1978 im Ochsenwald entstanden und bei den Neunkirchern immer noch als „Columbus“ bekannt, verfügt die MAT Foundries Europe mittlerweile über mehr als 40 Jahre Erfahrung in der Fertigung sicherheitsrelevanter Gussteile für die Pkw- und Nutzfahrzeugindustrie. Jedes Jahr werden in über 30 Millionen Fahrzeugen weltweit Teile der Mat Foundries Group eingebaut. Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung durfte ich gemeinsam mit WFG-Geschäftsführer Klaus Häusler die eindrucksvollen Arbeiten in der Gießerei besichtigen, wo bei 1400°C zahlreiche Produkte von Bremsscheiben bis Differenzialgehäuse gefertigt werden. Dieses weltweit agierende Unternehmen mitten in unserem Landkreis recycelt bereits heute über 75% der anfallenden Wertstoffe und ist bemüht, seinen CO2-Footprint so gering wie möglich zu gestalten.

Am Nachmittag tauschte ich mich rund um das Thema Katastrophenschutz mit dem Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Neunkirchen Thomas Dräger-Pitz und meinem Stabsstellenleiter Alexander Koch aus. Ich brauche an dieser Stelle nicht zu erwähnen, wie wichtig der Katastrophenschutz auch für den Landkreis Neunkirchen ist. Hier ist eine Vernetzung mit der Polizei eine wichtige Grundlage unserer Arbeit. Ich nutzte die Gelegenheit, die künftige strategische Ausrichtung des Katastrophenschutzes zu skizzieren.

Gestern Morgen überreichte ich einem Beamten die beamtenrechtliche Urkunde. Im Anschluss beschäftigte ich mich mit der Digitalisierung der Schulen und tauschte mich mit der Dezernentin Alexandra Wagner, dem Sachgebietsleiter Dominik Papa und dem Geschäftsführenden Beamten Volker Federkeil aus. Wir sind in diesem Bereich in den letzten beiden Jahren ein großes Stück weiterkommen. Wir wollen alle Schulen des Landkreises in unserer Trägerschaft bis Ende des Jahres digitalisiert haben, dies ist in Zeiten des Fachkräftemangels keine leichte Aufgabe. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass es mein Team schaffen wird. Herzlichen Dank allen für ihr Engagement!

 Am Nachmittag fand die erste Sitzung des Kreisausschusses für dieses Jahr statt. Im öffentlichen Teil ging es unter anderem um einen Zuschuss zur Fortführung des Sprachunterrichts für Jugendliche mit Migrationshintergrund. Auch wurden Zuschüsse an das Diakonische Werk für verschiedene Sozialprojekte freigegeben. Unter anderem fördert der Landkreis Neunkirchen das Sozialkaufhaus Neunkirchen mit rund 20.000 € pro Jahr. Auch Beschäftigungsmaßnahmen zur Weiterführung der Möbel- und Kleiderbörse Neunkirchen wurden auf den Weg gebracht. Diese Projekte sind sozialpolitisch sehr wichtig, auf der einen Seite bringen sie Langzeitarbeitslose Menschen in Arbeit, gleichzeitig sind diese Einrichtungen für bedürftige Menschen sehr wichtig, denn diese können Kleider und Gegenstände des Alltags günstig erwerben. Damit sind diese Einrichtungen auch nachhaltig, weil gute Produkte nicht entsorgt, sondern einer neuen Nutzung zugeführt werden.

Heute Morgen hatte ich zahlreiche Besprechungen, in diesen ging es unter anderem auch um arbeitsrechtliche Belange.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, eine abwechslungsreiche Woche geht zu Ende.

Ich wünsche Ihnen schönes, erholsames Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


20.01.2023: Blick auf andere Kreise

20.01.2023: Blick auf andere Kreise

Zeit zum Austausch mit den Landräten aus Rheinland-Pfalz, Saarland und Bayern beim Landräteseminar am Tegernsee
Am 22. Januar findet die Finissage der Ausstellung „KIMOTO. Worte und Zeichen im Fluss“ in der städtischen Galerie Neunkirchen statt.
Schockiert vom Ausmaß der Zerstörung durch die Geldautomaten-Sprengung in der Sparkassen-Filiale Furpach: Landrat Sören Meng macht sich gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzendem Markus Groß und OB Jörg Aumann ein Bild vor Ort.
 

Diese Arbeitswoche begann für mich am idyllischen Tegernsee. Bereits zum 45. Mal fand am Tegernsee das Landräteseminar der Landräte Rheinland-Pfalz, Saarland und Bayern statt. Ich schätze diese Treffen sehr, da es die Möglichkeit gibt, zahlreiche wichtige Themen gemeinsam zu besprechen und sich auf Landratsebene auszutauschen. Der Geschäftsführer des Deutschen Landkreistages Prof. Dr. Henneke zeigte einen Überblick der derzeitigen Herausforderungen der Landkreise auf und gab uns inhaltliche Hilfestellungen seitens der Geschäftsstelle.  Aber auch Themen der Sozialpolitik, Kommunalversicherung, Energiepolitik standen auf unserer Tagesordnung. Mein Kollege Dr. Theophil Gallo stellte die Bedeutung der Partnerschaftsarbeit auf der Ebene der Landkreise dar. Aber auch ÖPP-Modelle (öffentlich, private Partnerschaft), Tourismusthemen, IT-Sicherheit, Entwicklungen auf dem Finanzmarkt und einiges mehr standen auf der Agenda. Mit vielen Informationen trat ich am Mittwochnachmittag die Heimreise ins Saarland an.

Der Donnerstag stand dann im Zeichen zahlreicher interner Termine und Rücksprachen. Auch mussten viele Unterschriften getätigt werden. Zwischendurch gratulierte ich einem Auszubildenden unserer Kreisverwaltung, der seine Prüfung mit der Note eins abgeschlossen hatte. Ich freue mich sehr, dass wir unsere Zukunft auf gute, motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bauen können.

Am kommenden Sonntag findet die Finissage der Ausstellung „KIMOTO. Worte und Zeichen im Fluss“ in der städtischen Galerie Neunkirchen statt. Hier werde ich ein Grußwort sprechen, da ich Seiji Kimotos künstlerisches Werk sehr schätze. Dieses ist geprägt von seiner steten Auseinandersetzung mit den Themen Gewalt, Krieg und Unterdrückung. Gerade für seine Skulpturen, in denen er menschliches Leid in einer einzigartigen Bildsprache spürbar machte, ist der Künstler international bekannt. In Neunkirchen werden Tuschezeichnungen gezeigt, die in dieser Form erstmals in Neunkirchen zu sehen sind. Bei der Finissage werde ich den besonderen Künstler, der letztes Jahr verstarb, würdigen.

Nächste Woche werden Werke des deutsch-japanischen Künstlers im Landtag des Saarlandes gezeigt. In diesem Zusammenhang hatte ich am Donnerstag einen besonderen Besuch. Die Witwe von Seiji Kimoto, Ursula Kimoto, besuchte mich gemeinsam mit dem Ehepaar Gstättner aus Österreich. Professor Peter Gstättner setzt sich seit Jahren für das Werk Kimotos ein. Im vergangenen Jahr wurde beim ehemaligen KZ Loibl-Süd auf slowenischem Staatsgebiet die Zwillingsskulptur zur 2019 beim KZ Loibl-Nord auf österreichischer Seite errichteten Skulptur des deutsch-japanischen Künstlers Seiji Kimoto enthüllt. Damit wurden weitum sichtbare Zeichen für die Verbrechen der Nationalsozialisten am Loibl-Pass geschaffen.

Drei Jahre zuvor, wie bereits erwähnt, wurde am Tunnelvorplatz auf der Nordseite des Loibl-Tunnels, am Fuße des ehemaligen KZ Loibl-Nord, die erste der beiden Kunstinstallationen des deutsch-japanischen Künstlers Seiji Kimoto enthüllt. Das abstrakte Kunstwerk ist nach dem Konzept des Künstlers durch LehrerInnen und SchülerInnen des GPS Villach (Gemeinnütziges Personalservice Kärnten) gefertigt worden. Es ist sechs Meter hoch und verweist auf die Zwangsarbeit von Häftlingen beim Tunnelbau von 1943 bis 1945.

Die Skulptur besteht aus drei Teilen: In der Mitte eine große, erhobene Hand, die entweder schützend ausgestreckt wird oder zum Schlag ausholt. Daneben ein versklavter, körperlich geschundener Mensch. Sein Kopf ist transparent, ein Symbol für seelische Stärke trotz körperlicher Peinigung. Auf der anderen Seite ein Tor, einen Spalt weit geöffnet, doch die Öffnung ist scharfzackig und damit undurchlässig, ein Symbol für die Unmöglichkeit der Flucht aus dem Lager.

Dieses Werk entstand durch das Engagement Professor Gstättners, der sich in Österreich sehr für die Erinnerungskultur einsetzt. Er brachte die Geschichtsforschung rund um den Loibl-Tunnel voran. Der Austausch mit ihm war sehr interessant und zeigte mir erneut deutlich, wie wichtig Kunst und Erinnerungsarbeit sind.

Gestern Abend war ich beim Neujahrsempfang der Kreisstadt Neunkirchen zu Gast. Oberbürgermeister Jörg Aumann konnte zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in der Gebläsehalle begrüßen. In seiner Rede ging er auf die Herausforderungen der vergangenen Jahre ein und sprach in vielen Bereichen von einem Neustart. Er benannte offen künftige Herausforderungen der Kreisstadt. Gleichzeitig zeigte er hoffnungsvolle Projekte auf, die den Weg in eine gute Zukunft weisen.

Heute Morgen standen Personalthemen auf meiner Agenda.

Im Anschluss traf ich mich mit Oberbürgermeister Jörg Aumann und dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Neunkirchen Markus Groß an der Geschäftsstelle der Sparkasse Furpach. Hier wurden heute Nacht zwei Geldautomaten gesprengt. Der Sachschaden ist hoch. Glücklicherweise wurden keine Menschen verletzt. Ich bin fassungslos über diese zerstörerische Tat.

Wenn dieser Blog erscheint, werde ich beim Ordensempfang des KUV Wiebelskirchen sein. Mit diesem Karnevalsverein bin ich seit meiner Kindheit eng verbunden, dort war ich jahrzehntelang aktiv. Wie schon erwähnt, werde ich am Sonntag um 14:00 Uhr in der städtischen Galerie Neunkirchen zu treffen sein.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

ich wünsche Ihnen ein schönes, gemütliches Wochenende.

Ihr Landrat Sören Meng


13.01.2023: 2023 ist schon ein wenig Alltag

13.01.2023: 2023 ist schon ein wenig Alltag

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann und Generalvikar Ulrich von Plettenberg mit den Leitungen der Landkreise sowie der kreisfreien Städte
Foto: Inge Hülpes/Bistum Trier
Landrat Sören Meng, Volker Federkeil und Martin Sieren begrüßen die neuen Kreisinspektorinnen
Landrat Sören Meng überreicht den Brandschutzhelferinnen und -helfern ihre Urkunden
Spendenübergabe der siro Producction an den Kreisverband der Imker im Kreis Neunkirchen e.V.
Stolz nehmen 14 neue Staatsbürgerinnen und Staatsbürger ihre Einbürgerungsurkunde entgegen
 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

die zweite Woche im neuen Jahr geht zu Ende. Meine Arbeitswoche enthielt zahlreiche Termine. Los ging es am Montagmorgen mit dem verwaltungsinternen Jour-Fixe, der zum ersten Mal in diesem Jahr wieder stattfand. Hier werden auf Dezernatsebene verschiedene Themen beleuchtet und sich untereinander informiert. Im Anschluss besprach ich mich mit unserem Standortmanager des Erlebnisortes Reden zum aktuellen Planungsstand. Ich hoffe, dass in den nächsten Wochen der Weg frei für die barrierearme Erschließung des Standortes von Seiten der Gemeinde Schiffweiler ist. Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens gab es Einsprüche von Umweltverbänden, die bewertet werden müssen. Erst dann kann der Gemeinderat die Arbeiten für die Verbreiterung der Straße zur Alm freigeben. Hiervon hängt auch die künftige gastronomische Nutzung ab. Darüber hinaus soll in den nächsten Wochen das Entwicklungskonzept des Standortes Reden im Zweckverband vorgestellt und diskutiert werden. Am Nachmittag tauschte ich mich mit dem Team des Hauptamtes und unserer EDV zur Verwaltungsmodernisierung aus. Hier sind wir auf einem guten Weg und führen zurzeit die E-Akte ein. Anschließend traf ich gemeinsam mit dem saarländischen Landrat Udo Recktenwald und dem Regionalverbandsdirektor Peter Gillo sowie weiteren kommunalen Vertretern aus Rheinland-Pfalz den Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann und den Generalvikar Ulrich von Plettenberg. Im Fokus des Gesprächs standen die Haushaltssicherung der Diözese, deren Sparziel bis 2035 rund 137 Million € beträgt, sowie das soziale und gesellschaftliche Engagement der Kirche von Trier und ihren Pfarreien und Kirchengemeinden. Es war ein sehr offener Austausch, bei dem deutlich wurde, dass Kirche und öffentliche Hand derzeit ähnlich gelagerte Herausforderungen zu bewältigen haben.

Am Dienstagmorgen beglückwünschte ich unsere vier neuen Kreisinspektorinnen zum erfolgreichen Studium. Auf Ausbildung lege ich großen Wert. Seit meinem Arbeitsbeginn als Landrat 2016 habe ich darauf geachtet, jedes Jahr Nachwuchskräfte einzustellen. Dies sichert den Bestand unserer Kreisverwaltung und wirkt dem Fachkräftemangel aktiv entgegen. Auch derzeit laufen Ausschreibungen für entsprechende Ausbildungsgänge.

Danach tagten die Führungskräfte des Landkreises in einer Videokonferenz. Mittags übergab ich Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Urkunden als Brandschutzhelfer. Gemeinsam mit dem Team unseres Arbeitsschutzes und dem Personalamt wurden Brandschutzhelfer für die Kreisverwaltung ausgebildet. Sie helfen im Bedarfsfall.

Am Nachmittag besuchte ich die Geschäftsstelle des ZPS, dessen Verbandsvorsteher ich bin, in Saarbrücken. Ich tauschte mich mit dem Geschäftsführer und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verschiedenen Themen rund um den ÖPNV aus. Wie schon oft an dieser Stelle ausgeführt, gibt es hier viel Bewegung. So wurde diese Woche das Junge-Leute-Ticket vorgestellt, das es möglich macht, für rund 360 € im Jahr bundesweit mit dem ÖPNV mobil zu sein. Auch soll in der ersten Jahreshälfte das bundesweite Deutschland-Ticket für jedermann eingeführt werden.

Am Mittwoch standen zahlreiche interne Termine an. Am Nachmittag besuchte ich das Freizeitzentrum Finkenrech, um bei einer Spendenübergabe dabei zu sein. Die Neunkircher Firma siro Production GmbH übergab an den Kreisverband der Imker im Landkreis 2000 € für seine Arbeit. Geschäftsführer Rochus Siebert und sein Team übernehmen damit die Patenschaft für zehn Bienenvölker und unterstützen den Kreisverband bei seiner Arbeit. Denn durch die Spende können zum Beispiel Jungimker bei der Erstausstattung unterstützt und zahlreiche Seminare angeboten werden. Den Kontakt zwischen dem Unternehmen und dem Kreisverband habe ich sehr gerne hergestellt.

Gestern Morgen tauschte ich mich mit dem Team unseres Rechnungsprüfungsamtes zu aktuellen Prüfungsschwerpunkten aus. Dieses Amt ist eine weisungsunabhängige Einrichtung unserer Kreisverwaltung, die die einzelnen Arbeitsbereiche nach bestimmten Schwerpunkten prüft.

Im Anschluss konnte ich einige Neubürgerinnen und Neubürger im Historischen Sitzungssaal einbürgern. Dies ist immer ein sehr feierlicher Anlass und für mich eine Gelegenheit, auf die Bedeutung unserer Verfassung hinzuweisen. Danach ging es nach Saarbrücken, wo ich, gemeinsam mit weiteren Vertretern der Landkreise, mit dem Innenstaatssekretär Thorsten Lang aktuelle Herausforderungen der Wohngeldreform besprach.

Aufgrund des erhöhten Anspruchs auf Wohngeld haben wir die Mitarbeiter-Zahl in diesem Bereich deutlich erhöht. Es mussten zehn neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt werden, um die hier anfallenden Anträge zu bearbeiten. Der überwiegende Teil der Mitarbeiter wurde bereits eingestellt, derzeit läuft die Einarbeitung. Leider gibt es landesweit in diesem Bereich viele Rückstände an Anträgen. Wir sind bemüht, diese so schnell wie es geht, abzuarbeiten. Ein Dankeschön geht an dieser Stelle an mein Team! Wir alle wissen, wie existenziell wichtig dies für viele Bürgerinnen und Bürger ist.

Heute Morgen hatte ich die traurige Aufgabe, auf der Beerdigung des bekannten saarländischen Künstlers Ferdinand Selgrad zu sein. Mit Ferdinand Selgrad verliert der Landkreis Neunkirchen einen weit über die Grenzen des Saarlandes bekannten Künstler. Seit den 50er Jahren des vorherigen Jahrhunderts prägte er unsere Region mit seinen Glas- und Wandmalereien. Allein im Saarland realisierte er im Laufe der Jahrzehnte rund 80 Arbeiten in Kirchen, öffentlichen und privaten Gebäuden. Seine Werke werden immer an den vielseitigen, sympathischen Künstler erinnern.

2017 zeichnete ich ihn mit der Verdienstmedaille des Landkreises Neunkirchen aus. Das Werk von Ferdinand Selgrad (Studium bei Prof. Boris Kleint) entstand ab Anfang der 50er Jahre und zeigt ein kontinuierliches einander Bedingen von Auftragswerk und freiem künstlerischen Schaffen.

Zahlreiche Beton- und Bleiglasfenster in Kirchen, öffentlichen und privaten Gebäuden hat er sowohl als figürliche aber auch in seinen typischen abstrakten Formen gestaltet.

Daneben sind von ihm auch Wandgestaltungen in Mosaiktechnik und Gestaltungen von liturgischen Altarraumausstattungen wie Altar, Ambo, Tabernakel und Sedilien im Zuge des II. Vatikanischen Konzils entworfen worden. Neben den Auftragsarbeiten entstand auch ein umfangreiches malerisches Werk.

Wenn dieser Blog erscheint, befinde ich mich auf dem Neujahrsempfang der Stadt Ottweiler. Ich freue mich schon sehr darauf, viele bekannte Menschen zu treffen. Am Sonntag fahre ich zu einer dreitägigen Tagung an den Tegernsee. Hier findet nach zwei Jahren endlich wieder die Tagung der Landräte des Saarlandes, Rheinland-Pfalz und Bayern statt. Diese Tagung hat eine jahrzehntelange Tradition. Ich freue mich schon sehr auf diesen Austausch und auf zahlreiche interessante Impulsvorträge. 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,
ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


06.01.2023: Auf ein Neues!

06.01.2023: Auf ein Neues!

"närrisch kloor": Landrat Sören Meng mit dem neuen Präsidenten des VSK, Stefan Regert
Die Organisatoren und Sponsoren des 21. Kinder-, Jugend- und Familientheaterfestivals "SPIELSTARK" in Ottweiler und Saarlouis

„Wir können den Wind nicht ändern, aber wir können die Segel richtig setzen.“

Mit diesem Zitat von Aristoteles begrüße ich Sie, liebe Blogleserinnen und Blogleser im neuen Jahr. Das vergangene Jahr war nicht einfach und auch das neue Jahr wird viele Herausforderungen mit sich bringen. Ich empfinde den Anfang eines Jahres zugleich als neue Motivation, dem neuen Jahr eine echte Chance zu geben. Ich las kürzlich ein Zitat von Monika Kühn-Görg. Sie sagte: „Liegt das neue Jahr vor dir und das alte hinter dir, lass das alte liegen und hebe das neue auf.“ In diesem Sinne, packen wir es an. Ich nutzte die Zeit zwischen den Jahren, um etwas zur Ruhe zu kommen und Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Leider gab es zwischen den Tagen schwere Einsätze unserer Hilfsdienste und Feuerwehren. Bei einem Einsatz in Neunkirchen kam eine Frau ums Leben. Ich danke an dieser Stelle allen Einsatzkräften, die das ganze Jahr über für uns da sind. Für sie gibt es keine Feiertage, sie sind da, wenn sie gebraucht werden. Gut, dass es solche Menschen gibt. Dieses Engagement weckt zugleich Demut in mir, denn mir wird bewusst, was diese Menschen auf sich nehmen, um anderen zu helfen. Herausfordernde Zeiten schaffen wir nur mit Solidarität. Umso mehr schockieren mich Bilder aus Berlin, wo am Neujahrstag Einsatzkräfte durch Randalierer attackiert und verletzt wurden. Hier gibt es keine Entschuldigungen, hier erwarte ich, dass das geltende Recht mit aller Härte vollzogen wird. Das sind wir allen schuldig, die sich für unsere Sicherheit einsetzen.

Meine Arbeitswoche begann erst am gestrigen Donnerstag. So fällt dieser Blog sehr übersichtlich aus. Zuerst sichtete ich meine Post und leistete einige Unterschriften. Dann hatte ich die Freude, den neuen Präsidenten des Verbandes saarländischer Karnevalsvereine Stefan Regert bei mir zu begrüßen. Ich tauschte mich mit ihm rund um das Kulturgut Fastnacht aus. Zwei schlimme Jahre der Pandemie liegen hinter den Karnevalisten, denn die beliebte Session fiel der Pandemie zum Opfer. Neben finanziellen Verlusten der Vereine, gab es noch mehr ideelle Verluste. Mit Hochdruck bereiten sich die Karnevalisten immer wieder auf die närrische Session vor. Da werden Tänze eingeübt, Büttenreden geschrieben und Lieder vorbereitet. Kostüme müssen genäht werden, um die Dekoration wird sich gekümmert – hier ist jede Menge Arbeit notwendig, um uns ein paar stimmungsvolle Stunden zu bescheren. Fastnacht hat mein Leben seit frühester Kindheit geprägt. Die Karnevalsvereine leisten eine unverzichtbare Arbeit für unsere Gesellschaft. Sie integrieren und fördern junge Menschen. Die Sozialarbeit darf man nicht unterschätzen. Daher sehe ich es als meine Pflicht an, meinen bescheidenen Beitrag für diese Vereine zu leisten. Neben meinem privaten Engagement möchte ich das Engagement der Vereine immer wieder betonen. Auch deshalb wird dieses Jahr zum dritten Mal der Narrenempfang im Landratsamt stattfinden. Hierzu sind alle Karnevalsvereine im Landkreis, über 30 an der Zahl, eingeladen. Hier sage ich ganz offiziell Dankeschön! Dank der Unterstützung der Sparkasse Neunkirchen kann ich auch in diesem Jahr wieder einen von Claus Zewe gestalteten Pin verleihen.

Am Nachmittag besuchte ich die Pressekonferenz des Kinder-und Jugendtheaters SpielStark, das zum 21. Mal in Ottweiler stattfindet. Bürgermeister Holger Schäfer konnte sich über eine große Resonanz der Pressevertreter freuen. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Theater Überzwerg durchgeführt. Auch der Landkreis Neunkirchen und viele weitere Sponsoren fördern dieses Projekt, das sich an Kinder und Jugendliche richtet. Ich nahm meinen Besuch bei der Pressekonferenz zum Anlass, mich bei der Stadt Ottweiler für das kulturelle Engagement zu bedanken. Ich finde es wichtig, dass junge Menschen einen Zugang zu Kunst und Kultur erhalten, denn diese schaffen Freiräume und bereichern unser Leben. Danke auch an die Schulen und Kindergärten, die ebenfalls Kooperationspartner sind. Das Programm finden Sie hier: Flyer_Spielstark_2023.pdf (ottweiler.de) 

Der heutige Morgen stand ganz im Zeichen interner Termine und Rücksprachen. Unter anderem tauschte ich mich mit dem Stabsstellenleiter Katastrophenschutz Alexander Koch aus. Derzeit koordiniert er den Abbau des Impfzentrums im ehemaligen Kaufhof Neunkirchen. Dies ist mit viel Arbeit verbunden. Danke allen, auch dem Ministerium, für die tatkräftige Unterstützung.

Heute Abend besuche ich den Neujahrsempfang der Gemeinde Spiesen-Elversberg, der in der Ursapharm Arena stattfinden wird. Dem SV Elversberg drücke ich ganz fest die Daumen, dass sich der sportliche Erfolg weiterhin fortsetzt. Wir können stolz darauf sein, im Landkreis solch einen engagierten Verein zu wissen. Neben dem sportlichen Erfolg engagiert sich die SVE auch im Bereich der Jugend und bereichert mit ihrem Engagement die Arbeit in Schulen. Auch hierfür herzlichen Dank!

Morgen Abend werde ich dann in Eppelborn beim Neujahrsempfang zu Gast sein. Ich freue mich immer, zum Jahresanfang solche Empfänge zu besuchen, die leider im vergangenen Jahr alle ausfallen mussten. Hier treffe ich viele Menschen, die wichtig für den Zusammenhalt der Städte und Gemeinden sind.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ich wünsche uns allen ein gutes neues Jahr 2023. Bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat Sören Meng


23.12.2022: Frohe Weihnachten

23.12.2022: Frohe Weihnachten

Landrat Sören Meng mit dem Kreisbrandinspekteuer Michael Sieslack bei der Ernennung des Kreisjugendbeauftragten und der stellvertretenden Kreisjugendbeauftragten
Landrat Sören Meng und Gesundheitsminister Dr. Magnus Jung bei ihrem letzten gemeinsamen Termin im Impfzentrum
Der Landrat im Gespräch mit den Mitarbeiter*innen des Impfzentrums
Frohe Weihnachten. Schauen Sie sich das Weihnachtsvideo auf Facebook oder auf der Startseite der Homepage des Landkreises an.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

lassen Sie mich diese Zeilen mit einem Gedicht beginnen. Es stammt von Erich Kästner und gibt, wie ich meine, die aktuelle Situation treffend wieder:

Das Jahr ward alt. Hat dünnes Haar.
Ist gar nicht sehr gesund.
Kennt seinen letzten Tag, das Jahr.
Kennt gar die letzte Stund.

Ist viel geschehn. Ward viel versäumt.
Ruht beides unterm Schnee.
Weiß liegt die Welt, wie hingeträumt.
Und Wehmut tut halt weh.

Noch wächst der Mond. Noch schmilzt er hin.
Nichts bleibt. Und nichts vergeht.
Ist alles Wahn. Hat alles Sinn.
Nützt nichts, daß man's versteht.

Und wieder stapft der Nikolaus
durch jeden Kindertraum.
Und wieder blüht in jedem Haus
der goldengrüne Baum.

Warst auch ein Kind. Hast selbst gefühlt,
wie hold Christbäume blühn.
Hast nun den Weihnachtsmann gespielt
und glaubst nicht mehr an ihn.

Bald trifft das Jahr der zwölfte Schlag.
Dann dröhnt das Erz und spricht:
"Das Jahr kennt seinen letzten Tag,
und du kennst deinen nicht."

Die vorletzte Woche des Jahres geht zu Ende. Für mich war es eine Woche der internen Termine, der Rücksprachen und der Kontakte mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ich bin stolz darauf, für dieses tolle Team Verantwortung tragen zu dürfen. In diesem Jahr hat unsere Kreisverwaltung erneut gezeigt, dass sie sich auf Herausforderungen immer wieder aufs Neue einstellen kann und für die Bürgerinnen und Bürger da ist. Allerdings ist die Situation für die Kreisverwaltung schwieriger geworden. Wir suchen händeringend nach Fachkräften. Das betrifft fast alle Bereiche, insbesondere den Sozialbereich, wo jede helfende Hand gebraucht wird. Hier kann man nicht einfach Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umsetzen, hier bedarf es einer intensiven Einarbeitung. Die Herausforderungen für mein Team werden im kommenden Jahr sicherlich nicht weniger werden. Ich hoffe, es gelingt, entsprechende Fachkräfte zu finden, damit wir unseren Aufgaben vollends gerecht werden.

Der Montag begann mit einem internen Termin. Ich konnte einer Mitarbeiterin ihre beamtenrechtliche Urkunde überreichen. Dies ist immer ein feierlicher Akt. Im Anschluss traf ich mich mit unserem Kreisbrandinspekteur und den beiden Verantwortlichen für die Jugendfeuerwehr. Auch ihnen händigte ich entsprechende Urkunden aus. Gleichzeitig bedankte ich mich bei unserer Feuerwehr für das herausragende ehrenamtliche Engagement. Eine gute Jugendarbeit legt die Grundlage für den späteren aktiven Dienst. Hier bin ich froh, dass unsere Wehren im Landkreis gut aufgestellt sind und sich viel einfallen lassen, um junge Menschen für die Feuerwehr zu begeistern. Den Abschluss meines Arbeitstages stellte die Aufsichtsratssitzung unserer Neunkircher Verkehrs GmbH dar. Hier wurden richtungsweisende Beschlüsse hinsichtlich der Mobilität gefasst. Auch hier gilt: Die NVG unter der Leitung von Pascal Koch ist ein sehr motiviertes Team, das seiner Aufgabe immer wieder aufs Neue mit einem hohen Anspruch gerecht wird. Mobilität ist gleichzeitig eine Passion. Daher bin ich überzeugt, dass auch das neue Deutschlandticket die Mobilität mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Landkreis Neunkirchen steigern wird. Wir als Aufgabenträger sind dazu aufgerufen, uns noch intensiver mit unserem ÖPNV Angebot zu beschäftigen. Dies ist in Zeiten knapper öffentlicher Kassen kein Selbstläufer.

Am Dienstagmorgen tauschte ich mich mit meinem Team des Dezernates II unter der Leitung von Alexandra Wagner zu aktuellen Themen aus. Zu diesem Dezernat gehören auch unter anderem alle Bautätigkeiten. Derzeit bauen wir das Nachbargebäude des historischen Witwenpalais in Ottweiler um. Hier wird für die Wohngeldstelle zusätzlicher Büroraum geschaffen. Aber natürlich war auch die Digitalisierung unserer Schulen Thema.

Zuvor besuchte ich gemeinsam mit Sozialminister Dr. Magnus Jung das Impfzentrum, das heute offiziell seine letzte Schicht hatte. Wir nahmen den Besuch zum Anlass, uns beim Team für das große Engagement zu bedanken. Dass die Impfzentren nun schließen, nehme ich mit gemischten Gefühlen hin. Ein erfolgreiches Zusammenspiel von Landesregierung, Kreisverwaltungen und Impfpersonal hat dazu beigetragen, dass wir so gut durch diese Krisenzeit gekommen sind. Doch vor allem bedeutet es, dass die Pandemie nun beherrschbar geworden ist, sodass wir von nun an ohne Impfzentren auskommen können.

Danke auch im Namen meiner Kollegen Theophil Gallo und Udo Recktenwald für das unermüdliche Engagement eines Teams, das mit Herzblut seinen Dienst für uns getan hat! Ein weiteres Dankeschön geht auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltungen, die ebenfalls am Auf- und Abbau des Zentrums beteiligt waren und sind.

Im Anschluss stand ich dem CityRadio Neunkirchen Rede und Antwort. Die Journalisten erkundigten sich über meine persönliche Jahresbilanz.

Am Nachmittag war ich im Seniorenheim Annaheim in meinem Heimatort Wiebelskirchen zu Gast. Schon seit vielen Jahren besuche ich immer wieder in der Weihnachtszeit diese Einrichtung, um die Bewohnerinnen und Bewohner mit einigen Liedern und Texten rund um Weihnachten zu unterhalten. Dies ist in jedem Jahr für mich eine ganz persönliche, schöne Erfahrung. Weihnachten ist mir an diesem Nachmittag immer besonders nah.

Am Mittwoch und Donnerstag war ich in den Dienstgebäuden der Kreisverwaltung unterwegs, um den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern persönlich frohe Festtage zu wünschen und mich für ihr Engagement zu bedanken. Aufgrund der zahlreichen Dienstgebäude schaffe ich das natürlich nicht alles vor Weihnachten, daher werde ich auch im neuen Jahr den Weg zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern suchen. Bei diesen Besuchen erfahre ich hautnah, was mein Team bewegt und wie ich gegebenenfalls unterstützen kann.

Heute Morgen war ich noch einmal im Impfzentrum zu Gast. Ich würdigte erneut das Engagement der Mitarbeiter und wünschte Ihnen allen schöne Feiertage. Ab der nächsten Woche beginnt die Abwicklung des Zentrums.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ein bewegendes Jahr geht zu Ende. Ein Jahr, in dem viel geschah, ein Jahr voller Herausforderungen und bisher unvorstellbaren Wendungen. Aber, gemeinsam haben wir vieles auf den Weg gebracht. Jeder Mensch kann in seinem eigenen kleinen Bereich etwas bewirken. Alles gemeinsam ergibt dann ein Großes.

Nächste Woche wird mein Blog pausieren, ich bin ab dem 5. Januar wieder im Dienst. Vertreten werde ich durch den Beigeordneten Klaus-Dieter Woll.

Apropos Blog: Herzlichen Dank meinem Team der Öffentlichkeitsarbeit und meiner Sekretärin Birgit Wilhelm für die wöchentliche Unterstützung und das kritische Durchlesen.

Ihnen und Ihren Lieben wünsche ich von Herzen schöne, erholsame Feiertage. Genießen Sie das Hier und Jetzt!

Ihr Landrat Sören Meng

 

 


16.12.2022: Der Haushalt ist beschlossen

16.12.2022: Der Haushalt ist beschlossen

In der letzten Kreistagssitzung des Jahres wurde der Haushalt verabschiedet
Landrat Sören Meng hält seine Haushaltsrede vor dem Kreistag
Landrat Sören Meng verabschiedet Jörg Moog
Landrat Sören Meng und Kämmerer Olaf Niesen präsentieren den Haushalt
Landrat Sören Meng mit Bürgermeister Dr. Armin König und dem Team der Bautechnik vor der Bodenplatte der Illinger Sporthalle
Unterzeichnung des Kooperationsvertrages mit der Strahlemannstiftung


Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

die größte Herausforderung am Ende eines Jahres ist für eine Kreisverwaltung die Verabschiedung des Haushaltes. In meinen letzten Blocks habe ich viel darübergeschrieben, wie umfangreich in diesem Jahr die Haushaltsberatungen waren. Auch über die Gründe habe ich Auskunft gegeben, steigende Kosten bedeuten Mehrbelastungen für die Gemeinden, das ist uns allen bewusst. Ich habe mich sehr gefreut, dass gestern Abend der Kreishaushalt mehrheitlich beschlossen wurde.

Auch hatte ich die Ehre einem langjährigen Mitglied des Kreistages, das Ende des Jahres ausscheiden wird, die Verdienstmedaille des Landkreises zu verleihen. Daher möchte ich an dieser Stelle, in aller Kürze etwas über Jörg Moog schreiben.

Jörg Moog gehörte seit 1999, also seit über 23 Jahren, dem Kreistag an. Bei der Neunkircher Verkehrs GmbH war er Aufsichtsratsmitglied. Auch war er im Werksausschuss der Tourismus- und Kulturzentrale des Landkreises Neunkirchen vertreten. Hier möchte ich erwähnen, dass er als erfahrener und erfolgreicher Gastronom auch immer ein Impulsgeber war, der sein Wissen in die Gremienarbeit miteinbrachte. Weiterhin gehörte Jörg Moog dem Ausschuss für Natur- und Umwelt, sowie dem Ausschuss für Angelegenheiten des ÖPNV an.

In über zwei Jahrzehnten hat sich unsere Region verändert und weiterentwickelt. Er hat diese Zeit als Mitglied des Kreistages in der SPD Kreistagsfraktion aktiv mitbegleitet und sich eingebracht. Ein ehrliches Wort ist und war ihm immer wichtig, das zeichnet Jörg Moog aus. Die Kreisverwaltung und der Kreistag wünschen ihm alles erdenklich Gute.

Am Montagmorgen fand das Pressegespräch gemeinsam mit unserem Kreiskämmerer Olaf Niesen und der SZ Redakteurin Elke Jacobi statt. Hier beschrieben wir intensiv die Herausforderungen dieses besonderen Haushaltes. Am Mittwoch berichtete sie über dieses Gespräch in der Saarbrücker Zeitung. Daher zitiere ich:

„Es sind historische Zeiten. Was der Hunderte Seiten dicke Wälzer, der Haushaltsplan des Landkreises Neunkirchen, fürs kommende Jahr enthält, schreibt Geschichte. Zum einen, so erzählt Landrat Sören Meng im Haushalts-Vorgespräch mit der SZ vor der Sitzung am Donnerstag, ist da die positive Seite: Noch nie wurde in der längeren Kreisgeschichte so viel investiert in Zukunft und Bildung. Aber da ist eben auch noch die andere Seite: Noch nie wurden die Städte und Gemeinden so hoch belastet. Das ist in allen Kreisen so, das macht es aber auch nicht leichter. Stolze 93,66 Millionen Euro sind es im Jahr 2023, die die sieben Städte und Gemeinden im Landkreis Neunkirchen aufbringen müssen. Das entspricht einer historischen Steigerung um 23,7 Millionen Euro und damit 33,88 Prozent.

„Eine traurige Spitze“, beschreibt es Kämmerer Olaf Niesen. „Da haben die Kommunen ein echtes Brett zu stemmen.“ Die Erklärung ist einfach und nachvollziehbar: Grund ist die allgemeine politisch-gesellschaftliche Entwicklung. So sind beispielsweise 2,5 Millionen Euro mehr für den Erhalt von Schulen und kreiseigenen Gebäuden notwendig, fünf Millionen mehr kostet die gestiegene Sozialhilfe. Dazu kommt die Flüchtlingssituation – die ukrainischen Flüchtlinge bekommen sofort laut SGBZ vom Jobcenter Unterstützung. Und auch die Jugendhilfe – erste erkennbare Folge von Corona – braucht 7,5 Millionen mehr. Nicht zu vergessen das Wohngeld, für das es ab Januar mehr Anspruchsberechtigte geben wird. Zehn neue Stellen wurden hierfür geschaffen, die sind rückwirkend im Nachtragshaushalt 2022 genehmigt worden. „Es war nie so leicht zu erklären wie dieses Jahr“, sagt der Landrat. Und blickt nach gestiegenen Energiekosten, Flüchtlingssituation, Wohngeld und gestiegenen Zinsen bang aufs kommende Jahr, wenn letzteres dann verstärkt zu Buche schlagen wird. Beantragt hat man auf der anderen Seite fünf Millionen Euro höhere Schlüsselzuweisungen. Stolz ist Meng nichtsdestotrotz auf die andere Seite der Medaille. Denn im Gesamtetat von 222,57 Millionen Euro (183,4 Millionen in 2022) sind knapp 75 Prozent, das sind 102,6 Millionen, Aufwendungen im Sozialbereich und der Jugendhilfe (siehe Info). In Bildung und Kinderbetreuung fließen 21,5 Millionen. Größte Maßnahme ist der erste Schulneubau seit 1982: Die Gemeinschaftsschule Stadtmitte, die auf mehrere Jahre verteilt insgesamt 26,5 Millionen kostet. Nach dem erfolgten Abriss in diesem Jahr beginnt kommendes Jahr der Hochbau. 8,5 Millionen wurden in die Sporthalle Illingen investiert, wo vor kurzem die Grundsteinlegung stattfand. Und auch der Katastrophenschutz schlägt mit einer Million Euro zu Buche. Die Digitalisierung der Schulen – durch Corona schneller vorangetrieben als geplant – soll kommendes Jahr abgeschlossen werden. „Wichtig ist es, festzustellen: Wir wollen den Bürgern in Notlage zur Seite stehen“, sagt Meng. Damit das möglich ist, wurde als Folge der Pandemie aufpersonalisiert. Beispielsweise im Gesundheitsamt. Auch anderes schlägt sich diesbezüglich nieder: Nach der Unwetterkatastrophe im Ahrtal wurde der Katastrophenschutz verbessert, nach der Tötung zweier Polizisten in Kusel hat man auch hier in Ausstattung und Personal investiert. Inklusive der Wohngeld-Stellen gab es beim Landkreis insgesamt 54 Stellen mehr.

Sowohl dem Kämmerer als auch dem Landrat ist klar, was die historische Steigerung der Kreisumlage den Kommunen abverlangt. „Aber“, sagt Niesen, „das ist alternativlos“. Und Meng ergänzt: „Es sind Mittel, die benötigt werden, um unserer Aufgabe gerecht zu werden.“ Ob der Plan aufgeht, wird das Jahr zeigen. Schließlich, so der Kämmerer, seien immer Unsicherheiten vorhanden: Die Entwicklung der Flüchtlingssituation beispielsweise, die Energiepreise. „Das ist ein bisschen der Blick in die Glaskugel“, sagt er. „Wir haben aufgrund des Jetztzustandes kalkuliert.“ Es habe, sagt Meng, der Kreisverwaltung viel abverlangt, den Plan aufzustellen. Wünschen würde man sich eine Entlastung durch einen Länder-Ausgleich, beispielsweise bei der Jugendhilfe. „Man muss“, sagt Meng, „die Finanzierung der Kreishaushalte überdenken. Wenn es allen schlecht geht, sind die Gemeinden dafür die schlechteste Option“.

Mittags unterzeichnete ich gemeinsam mit der Vorsitzenden der Globus Stiftung Graciela Bruch eine Kooperationsvereinbarung. Die Stiftung ermöglicht der Gemeinschaftsschule Neunkirchen Stadtmitte, ein besonderes Projekt zur Berufsorientierung zu ermöglichen. Viele Jugendliche setzen sich erst nach dem Schulabschluss mit den eigenen beruflichen Vorstellungen und Interessen auseinander. Maßnahmen zur Berufsorientierung sollten jedoch frühzeitig in der Schulzeit die Möglichkeit bieten, sich mit den eigenen Talenten befassen zu können. Mit dem Talent Company Projekt setzt sich die Strahlemann-Stiftung deutschlandweit für eine starke Gewichtung von Berufsorientierung sowie für die Synergiebildung zwischen regionalen Ausbildungsbetrieben und Schulen ein. Ein Fachraum für eine praxisnahe Berufsorientierung bündelt diese Angebote. Nun wird auch die Gemeinschaftsschule Neunkirchen-Stadtmitte mit einem solchen Fachraum ausgestattet. Als Schulträger freuen wir uns, dass die Talent Company nun auch bei uns im Landkreis Neunkirchen startet, um die künftigen Absolventinnen und Absolventen der Gemeinschaftsschule Neunkirchen-Stadtmitte bei der bedeutsamen Frage nach dem passenden Beruf zu unterstützen. Gemeinsam mit starken regionalen Partnern und Förderern aus der Wirtschaft können wir den Jugendlichen die wertvolle Chance geben, sich ihrer Talente und Interessen bewusst zu werden, damit der Beruf auch zur Berufung wird. Davon profitieren alle Beteiligten und somit auch die gesamte Region. Unternehmen, die Interesse haben, ihre Ausbildungsmöglichkeiten an der „Job Wall“ zu präsentieren, können sich unter info@strahlemann-stiftung.de mit der Stiftung in Verbindung setzen. Weitere Infos unter: www.strahlemann-stiftung.de.

Am Abend tagte dann der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung unserer Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis. Hier brachte der Geschäftsführer Klaus Häusler den Gremienmitgliedern die aktuellen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt näher.

Am Dienstagmorgen tagte das Team der Führungskräfte der Landkreisverwaltung. Im Anschluss ging es für mich kurz nach Illingen, wo ich gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Armin König die Baustelle unserer neuen Sporthalle besuchte. Hier gehen die Arbeiten gut voran. Allerdings ruhen sie zurzeit aufgrund des Frostes. Unser Kreisbaumeister Thorsten Mischo und sein Team sind zuversichtlich, bis Mitte 2024 das Projekt abgeschlossen zu haben. Dann können sich die Schülerinnen und Schüler sowie die Vereine auf eine moderne Sporthalle an den beiden Illinger Schulen freuen. 

Am Mittwoch fand ganztägig eine interne Landrätekonferenz im Landkreis Merzig-Wadern statt.

Gestern Morgen fand die Aufsichtsratssitzung der FSN in den Räumlichkeiten unserer Neunkircher Verkehrs GmbH statt. Die FahrzeugService Neunkirchen GmbH (FS/N GmbH) ist Werkstattgesellschaft der Neunkircher Verkehrs GmbH und der Saar-Pfalz-Bus GmbH sowie externen Partnern. In dieser Werkstatt werden zahlreiche Großfahrzeuge auf höchstem Niveau gewartet. Am Abend tagte dann der Kreistag des Landkreises Neunkirchen. Hier brachte ich meine Haushaltsrede ein. Auch die im Kreistag vertretenen Parteien trugen ihre Reden zum Haushalt vor. Schließlich wurde das umfangreiche Zahlenwerk mehrheitlich beschlossen. CDU und SPD brachten noch eine Resolution zur derzeitigen Finanzlage von Kreis und Kommunen ein, auch sprachen sie sich dafür aus, im kommenden Jahr Vereine fördern zu wollen und ein Nachhaltigkeitspreis auszuloben.

 

Hier können Sie meine Rede lesen:

Sehr geehrte Mitglieder des Kreistages, meine Damen und Herren,
endlich können wir wieder in einer öffentlichen Sitzung vor Ort über den kommenden Haushalt 2023 beraten. Vor genau einem Jahr war dies nur digital möglich, 2020 wurde der Kreishaushalt in einer Kurzsitzung ohne Reden infektionssicher in der Gebläsehalle verabschiedet. Bevor ich zu den Fakten komme, möchte ich einige Gedanken formulieren: Unglaubliche pandemische Zeiten liegen hinter uns. Doch endlich: Die Pandemie hat ihren Schrecken verloren, sie ist beherrschbar. Keiner von uns hatte so etwas bisher erlebt. Aber wir haben es gemeinsam geschafft. Wenn heute, in einer ganz anderen Situation über die damalige Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen diskutiert wird, möchte ich an dieser Stelle feststellen.

Wir sind gut durch die Krise gekommen. Dank unserem öffentlichen Gesundheitssystem, vielen engagierten Menschen in allen Bereichen und gerade in unserem Gesundheitsamt, dank Unterstützung der Bundeswehr und den Hilfsdiensten sind uns Bilder, wie wir sie im Frühjahr 2020 in Italien sahen, erspart geblieben. So konnte letztendlich eine Überlastung unseres Gesundheitssystems verhindert werden. Auch Dank der Impfungen haben wir dies geschafft. Dennoch sind viele Menschen in Folge der Pandemie gestorben. Und wenn in wenigen Tagen unser Impfzentrum schließen wird, ist hiermit zugleich das Ende der Coronazeit eingeläutet. Danke allen, die an unserer Seite waren, die Verantwortung getragen haben, auch hier in der Kreisverwaltung. Diese Krise hat eins gezeigt: Auch in einer Zeit wachsenden Egoismus, ist Solidarität ein wichtiger Pfeiler unserer gesellschaftlichen Ordnung.

Und hätte unsere Gesellschaft nicht schon genug mit den Auswirkungen von Corona, auch finanziell, zu tun gehabt, herrscht seit Ende Februar wieder Krieg in Europa. Schwere Waffen, umfangreiche Hilfen für die Ukraine, Milliardenschulden für die Bundeswehr, Sanktionen gegen Russland, eine Neuausrichtung der Energiepolitik, drei Entlastungspakete, ein umfassender Abwehrschirm gegen die steigenden Energiekosten, der weitere Betrieb von drei Atomkraftwerken – mit dem Russland-Angriff wurde eine Zeitenwende eingeläutet. Seither sind viele Folgen des Krieges und der Sanktionen spürbar. Vor allem die Preissteigerungen für Energie und Lebensmittel sorgen für sinkende Realeinkommen. Und wenn wir heute über den Haushalt 2023 reden, dann ist der Haushalt 2023 wie nie zuvor ein Spiegelbild unserer Gesellschaft, er dokumentiert mit seinem Zahlenwerk die Anstrengungen der öffentlichen Hand, größeren Schaden von den Bürgerinnen und Bürgern abzuwenden. Die Gesellschaft befindet sich im Umbruch. Corona, der Ukrainekrieg, der Klimawandel und seine Folgen, Energieversorgung, fortschreitende Digitalisierungsprozesse – all das will möglichst gleichzeitig richtige Antworten. Eine Reaktionszeit ist kaum gegeben, zu dringend sind die Lösungsherausforderungen. Und mittendrin steht unsere kommunale Selbstverwaltung. Klimakrise, Öffentlicher Personennahverkehr, Energieversorgung, Wohnkosten, Flüchtlingskosten, Digitalisierung, Ganztagsbetreuung von Grundschulkindern, Katastrophenschutz und, und, und – die ausnahmslos wichtigen Herausforderungen haben ihren Preis. Und wir als Kreisverwaltung haben im Reigen der kommunalen Familie die Aufgabe, die uns übertragenen Angelegenheiten zum Wohle der Menschen umzusetzen. Wir stehen den Menschen in Notlagen zur Seite. Das ist unsere Pflicht.

Die Folge sind Steigerungen in Millionenhöhe. Und hier kommt der Finanzausgleich ins Spiel. Gleichwertige Lebensverhältnisse gibt es auf Bundesebene nicht. Gerade hier im Saarland geht finanziell fast nichts mehr. Die Kommunen sind teils hoch verschuldet und wir als Gemeindeverbände bedienen uns über die Kreisumlage. So will es das System, das verständliche Spannungen zwischen den Kommunen und den Kreisen entfacht. Die kreisangehörigen Städte und Gemeinde haben der Verwaltung im Rahmen der Haushaltsplanung dargelegt, dass ihre dauernde Leistungsfähigkeit gefährdet oder teilweise bereits beeinträchtigt ist. Dies haben wir bei der Festsetzung des Kreisumlagesatzes berücksichtigt, unter anderem indem wir auch in diesem Jahr den Umfang der Aufwendungen für abweisbare Aufgaben auf 0,5 % der Umlagegrundlagen beschränkt haben. Aber auch in diesem Jahr ist die deutliche Erhöhung der Kreisumlage schlichtweg alternativlos, um den vielen Pflichtaufgaben gerecht zu werden. Und wir sind uns alle miteinander bewusst, dass sich die ohnehin prekäre finanzielle Situation der Kommunen im Landkreis Neunkirchen weiterhin verschlechtert.

Ein Ausweg aus dieser Misere könnte ein Finanzausgleich auf Landesund Bundesebene sein Schaut man sich den Haushalt 2023 genauer an und sucht möglicherweise eine prägnante Überschrift für ihn, trifft ihn der Begriff: Nachhaltigkeitsinvestitionshaushalt Denn wir werden in diesem Jahr in Rekordhöhe investieren, soviel wurde in vergangenen Jahrzehnten nicht investiert. Aufgrund der Tatsache, die ich vor wenigen Sätzen formuliert habe, könnte man gerade jetzt Sparsamkeit einfordern. Aber, meine Damen und Herren, und da bin ich Ihnen als verantwortungsvolle Mitglieder des Kreistages für Ihre konstruktive Unterstützung dankbar – diese Investitionen sind für unsere Gesellschaft alternativlos.

Wir investieren massiv in den Klimaschutz. Der Haushalt sieht ca. 1,5 Millionen Euro für die Ausstattung unserer Gebäude mit Photovoltaikanlagen vor. Auch werden wir das Energiemanagement auf neue Beine stellen. Hier setzen wir unseren seit einigen Jahren eingeschlagenen Weg konsequent fort. Diese Ausgaben werden sich, gerade bei diesen Energiepreisen, schnell amortisieren. 16 Millionen Euro fließen in unsere Schulen, mit dem Bau der Gemeinschaftsschule Neunkirchen Stadtmitte wird im Frühjahr begonnen. Die Abrissarbeiten sind größtenteils abgeschlossen. Gestatten Sie mir kurz bei dieser Baumaßnahme zu verharren. Hier haben wir die richtige Entscheidung getroffen, eine moderne Schule, energetisch auf dem neuesten Stand, zu realisieren. Leider lassen öffentliche Fördertöpfe auf sich warten. Ich habe beim Land einen entsprechenden Antrag gestellt, um im Rahmen der energetischen Baumaßnahme Mittel aus dem Transformationsfond zu erhalten. Und, dass die Kreisverwaltung mit uns anvertrauten Bundes- und Landesmitteln gut wirtschaften kann, zeigen unsere Fortschritte bei der Digitalisierung. Bis Ende 2023 werden wir alle Schulen digitalisiert haben. Damit sind wir sogar ein Stück unserer Zeit voraus. Danke an dieser Stelle unserer Bau- und Schulverwaltung, der Abteilung Bautechnik und der Schul-IT. Allerdings ist dies nur ein Zwischenschritt. Als Schulträger müssen wir weiterhin die sich stetig wandelnde Digitalisierung fördern und monetär wie personell investieren. Lassen Sie mich noch kurz ein paar Baumaßnahmen schlaglichtartig nennen: den Ersatzneubau unserer Sporthalle Illingen, den Erweiterungsbau Ganztag an der Gemeinschaftsschule Illingen, die Planungen für den Erweiterungsneubau der Gemeinschaftsschule Schiffweiler, Investitionen, die für ein echtes Ganztagsgymnasium am Krebsberg notwendig sind, sowie die Planungen für den Ersatzneubau am Illtalgymnasium – diese Liste könnte ich noch erweitern.

Allerdings zeigen uns diese größeren Maßnahmen deutlich, unter welchem Druck hier unser Bauamt unter der Leitung von Thorsten Mischo arbeitet. Und dies in Zeiten der Energiewende, einer schwierigen Preis- und Kostenstruktur, in Zeiten von Fachkräftemangel und einer schwach ausgeprägten Förderlandschaft.

Aber der Aufwand wird sich lohnen – die Schülerinnen und Schüler erhalten im Landkreis Neunkirchen optimale Lernvoraussetzungen, um gut auf die Zukunft vorbereitet zu sein. Unsere sanierten Berufsbildungszentren beweisen es tagtäglich, dass sich jeder Euro gelohnt hat. Neben den Investitionen sind die größten Positionen im Haushalt mit knapp 75 Prozent die Aufwendungen im Sozialbereich und der Jugendhilfe. Rund 102,6 Millionen Euro werden in die Sozialen Hilfen fließen, 63,8 Millionen in die Kinder-, Jugend- und Familienhilfe. Wir haben sowohl deutliche Steigerungen bei der Hilfe zum Lebensunterhalt, der Grundsicherung im Alter und bei dauernder Erwerbsunfähigkeit, der Grundsicherung für Arbeitssuchende und der Hilfe zur Pflege zu verzeichnen. Ebenfalls im Bereich der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gibt es weitere Steigerungen. Die Gründe hierfür sind vielschichtig. Aber auch die Coronapandemie und die damit verbundene Isolation junger Menschen spielt eine Rolle, die sich jetzt in gestiegenen Jugendhilfezahlen niederschlägt.

Und wenn ich von diesem Haushaltsbereich spreche, dann kommt mir unweigerlich die Situation der Kita-Plätze in den Sinn. Hier sind wir seit Jahren aktiv, um weitere Plätze zu schaffen. Hier sind wir ein gutes Stück vorangekommen, wohlwissend, dass es noch lange nicht reicht. Viele Eltern im Landkreis suchen händeringend einen Platz. Derzeit gibt es 3550 Kita-Plätze, 814 Krippen und 320 Hortplätze. Gegenüber dem vergangenen Jahr konnten 82 Kitaplätze und 23 Krippenplätze neu geschaffen werden. Nächstes Jahr kommen neue 475 Kitaplätze und 121 Krippenplätze dazu. Hier bewegt sich einiges, als Übergangslösung können Kinder auch in sogenannten Großpflegestellen von Tagesmüttern betreut werden. Wir alle sind uns bewusst, dass das Angebot an Kinderbetreuungsplätzen auch immer ein Standortfaktor für eine Region ist. Auch wenn jetzt viele Neubauten entstehen, müssen wir leider feststellen, dass auch in diesem Bereich ein Fachkräftemangel herrscht. Hoffen wir, dass alle neugeschaffen Kitas entsprechend personalisiert werden können.

Auch müssen wir darüber sprechen, inwiefern es auch Qualifizierungsmaßnahmen für sogenannte Seiteneinsteiger in den Erzieher*innenberuf gibt. Dies würde die Lage sicherlich etwas entspannen.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
die Zeiten sind mehr als fordernd. Mit diesem Haushalt geben wir Antworten auf die Herausforderungen dieser Zeitenwende. Wir haben gemeinsam einiges vor uns. Ein großes Thema wird der Katastrophenschutz sein. Hier wollen wir mit Nachbarkreisen kooperieren, denn das berühmte Rad muss nicht zweimal erfunden werden. Vielmehr brauchen wir eine belastbare, durchdachte Infrastruktur mit einer Basisausstattung. Neben der Katastrophenschutzhalle, die wir im kommenden Jahr realisieren, werden wir auch dezentrale Möglichkeiten, wie am Standort Schiffweiler nutzen. Hier darf es keine Denkverbote geben. Wir müssen gemeinsam im Falle eines Falles schnell und effizient handeln können. Hier kommen uns sicherlich die kurzen Wege im Landkreis zugute, doch auch hier ist weiterhin Netzwerkarbeit angesagt. Dass dieses Konzept funktioniert, zeigten kürzlich kleinere Schadenslagen. Ich erinnere an den Großbrand zwischen Lautenbach und Breitenbach. Hier waren alle Hilfsdienste des Kreises vertreten, kooperierten mit Hilfsdiensten aus dem Landkreis St. Wendel und arbeiteten Hand in Hand. Das ist ein guter Ansatz, hier ist weitere zielgerichtete Stabsarbeit notwendig.

Ich habe viel über Herausforderungen gesprochen. Diese können nur angepackt werden, wenn die Personaldecke der Kreisverwaltung auskömmlich ist. Das PWC-Gutachten vor wenigen Jahren zeigte klar, dass wir auf Kante genäht sind. Die zahlreichen neuen Stellen für das kommende Jahr sind der Aufgabenmehrung geschuldet. Natürlich hinterfragen wir bei jeder Haushaltsaufstellung die Schaffung jeder Stelle im Detail. Der vorgelegte Stellenplan ist sehr transparent und beweist eindrucksvoll die Bandbreite der zu bewältigenden Aufgaben. Leider stellte ich in den letzten beiden Jahren fest, dass die Arbeitsbelastung meines Teams der Kreisverwaltung weiterwächst. Überlastungsanzeigen nehme ich ernst, hier steuern wir gegen. Wir wollen bei allen Belastungen ein guter Arbeitgeber sein, der seinen Mitarbeiter*innen Perspektiven aufzeigen kann.

Zum Schluss meiner Ausführungen komme ich noch in aller Kürze zum Tourismus. Die Gründung des Zweckverbandes Erlebnisort Reden ist geglückt. Der neue Standortmanager Eric Schneider leistet gute Arbeit und wird den Standort voranbringen. Ich hoffe, dass die Straße am Erlebnisort 2023 vollendet werden kann. Denn ohne entsprechende Anbindung, gibt es oben auf dem Berg keine tragfähige Gastronomie. Um es auch hier zu sagen: Das wird keine Autobahn, sondern lediglich eine Beförderungsalternative. Wenn ich gerade vom Erlebnisort spreche, dann erwähne ich auch unsere Sommeralm, die bei subtropischen Temperaturen nach zwei Jahren Pause wieder stattfand. 10 Tage lang war unsere Alm ein Treffpunkt für Jung und Alt. Bereits jetzt laufen die Vorbereitungen für 2023. Touristisch könnte ich noch einiges erwähnen: Es gibt einen weiteren Premium-Wanderweg im Kreis und auch das Thema Mountainbike konnte endlich realisiert werden. Auch Dank der E-Bikes ist unser Landkreis, trotz seiner Topografie, auch auf dem Rad ein Erlebnis. Wenn ich von Mobilität spreche, dann spreche ich auch vom ÖPNV. Hier ging ich im vergangenen Jahr auf die Tarifreform ein, die natürlich aufgrund der Pandemie nicht wie gewünscht zünden konnte. Dennoch sind die Fahrgastzahlen gestiegen. Eine attraktive Preisstruktur kann also einiges bewirken. Das zeigte in diesem Sommer auch das 9-Euro-Ticket, das Lust darauf machte, mit dem ÖPNV unterwegs zu sein. Nächstes Jahr kommt das 49-Euro-Ticket – dies wird sicherlich auch bei uns die Attraktivität von öffentlichen Verkehrsmitteln erhöhen. Die Mehrbelastungen werden vom Land übernommen, dennoch lastet auf uns Landkreisen als Aufgabenträger eine hohe Verantwortung. Durch eine Mehrnutzung werden zu Recht Begehrlichkeiten auch hinsichtlich der Taktung geweckt. Dies führt bei dem Aufgabenträger zu Mehrkosten. Wir haben uns gegenüber dem Land verpflichtet, das bestehende Angebot mindestens beizubehalten und weiter zu optimieren. Doch auch hier gilt: einen attraktiven ÖPNV gibt es nicht zum Nulltarif.

Meine Damen und Herren,
vieles gäbe es noch zu bemerken. Auch die Digitalisierung der Verwaltung ist im ablaufenden Jahr 2022 ein großes Stück weitergekommen. Mit Einführung der E-Akte halten wir Kurs. Nächstes Jahr wollen wir im Bereich der UBA und auch der Zulassungsbehörde digitaler werden. Mit dem Haushalt 2023 haben wir ein Zahlenwerk vorgelegt, das viel Zukunft in sich trägt. Gleichzeitig ist es geprägt von der sozialen Verantwortung für die Menschen in unserem Kreis. Herzlichen Dank dem Kreiskämmerer Olaf Niesen und seinem Team für die akribische Aufstellung des Haushaltes mit all seinen Risiken, die der heutigen unberechenbaren Zeit geschuldet sind, danke allen Führungskräften, Dezernenten und dem Geschäftsführenden Beamten für ihr Engagement in unserer Verwaltung. Schließen möchte ich mit einigen kurzen Versen des Barockdichters Friedrich Freiherr von Logau:

„Zeiten fordern wieder, was die Zeiten gaben; drum ist nur geliehen, was wir Menschen haben.“

Etwas abgewandelt stelle ich fest: Lassen Sie uns diese fordernden Zeiten aktiv gestalten, zum Wohle der Menschen. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.“

 

Am heutigen Morgen fanden interne Termine statt. Auch gab es für mich viel Schreibtischarbeit.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

am kommenden Sonntag ist schon der vierte Advent. Weihnachten kommt näher.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende. Immer noch finden im Landkreis schöne vorweihnachtliche Veranstaltungen statt, nutzen Sie diese Gelegenheiten. Ich werde den idyllischen Weihnachtsmarkt am Neunkircher Zoo besuchen. Zum ersten Mal kann dieser bei gutem, trockenem Wetter durchgeführt werden.

Herzliche Grüße, bis nächste Woche!

Ihr Landrat Sören Meng


09.12.2022: Termine im Advent

09.12.2022: Termine im Advent

Landrat Sören Meng besucht Deutschkurse an der KVHS im Rahmen des Projektes "Mama lernt Deutsch"
Nach der Corona-Pandemie hat die Steuerungsgruppe Fair-Trade wieder ihre Arbeit aufgenommen
Landrat Sören Meng hilft bei der Neunkircher Tafel tatkräftig mit
 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

dieser Blog fällt etwas kürzer aus, da mich seit gestern eine heftige Erkältung gepackt hat und ich mich nicht im Dienst befinde. Allerdings hatte ich dieser Woche sehr viele Termine.

Es begann am Montagmorgen mit einem Landräte-internen Meeting zu verschiedenen Themen. Im Anschluss besuchte ich einen Deutschkurs, den unsere Kreisvolkshochschule veranstaltet. Das Besondere an diesem Kurs ist, dass auch für die Kinderbetreuung gesorgt wird. Ziel soll es sein, dass Menschen aus der Ukraine zügig die Deutsche Sprache erlernen. Dieser Besuch beeindruckte mich sehr, denn ich erlebte hautnah mit welchem Elan die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Kurs wahrnahmen. Danke meinem Team der Kreisvolkshochschule und natürlich auch den Dozenten sowie der Kinderbetreuung. Am Nachmittag fand eine Vorstandssitzung des Saarländischen Schulmuseums unter der Leitung von Bürgermeister Holger Schäfer statt. Das Saarländische Schulmuseum, das ich als Vorstand mit unterstützen darf, ist ein wichtiges Museum in unserem Land und befindet sich in unmittelbarer Nähe des Landratsamtes. Hier wird Schulgeschichte vergangener Jahrzehnte erlebbar. Darüber hinaus gibt es ein umfangreiches Erlebniskonzept. schulmuseum-ottweiler.net Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die Reaktivierung unserer Fair-Trade-Steuerungsgruppe dar. Schon seit einigen Jahren möchte der Landkreis Neunkirchen Fair-Trade-Kreis werden und sich hiermit offiziell zu fairem Handel bekennen. Leider funkte uns auch hier die Pandemie dazwischen und so konnten wir erst jetzt die Arbeit wiederaufnehmen. Ich freute mich sehr, dass sich zahlreiche Teilnehmer der Steuerungsgruppe zusammenfanden und dieses spannende Projekt reaktivierten. Ziel des Treffens war die Ausrichtung unserer Arbeit für die kommenden Monate, damit der Landkreis Neunkirchen 2023 den Titel „Fairtrade-Landkreis“ erhält. Dazu müssen beispielsweise in 24 lokalen Einzelhandelsgeschäften und 12 Gastronomiebetrieben mindestens zwei Produkte aus Fairem Handel angeboten werden. Natürlich möchten wir auch in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für fair gehandelte Produkte schaffen. Dazu machen wir uns im nächsten Jahr auf den Weg.   

Am Dienstagmorgen fanden verwaltungsinterne Besprechungen rund um den Kreishaushalt 2023 statt. Am Mittag ging es für mich nach Neunkirchen, wo ich die dortige Tafel besuchte. Mit rund zwanzig ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern leistet die Tafel Woche für Woche Beachtliches für bedürftige Menschen. Ich half bei der Ausgabe von Gemüse. Die Koordinatorin Frau Caesar und Herr Mörsdorf informierten mich genau über die Abläufe. Leider ist es ein großes Problem für die Tafel an entsprechende Waren zu kommen. Es ist gut und wichtig, dass es solche Einrichtungen gibt. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch sehr traurig, dass bei vielen Menschen das Geld so knapp bemessen ist, dass sie nicht regulär einkaufen können. Im Landkreis Neunkirchen gibt es mehrere Tafeln. Herzlichen Dank allen, die sich hier Tag für Tag engagieren und so etwas Wichtiges für die Gesellschaft leisten. Übrigens können alle Tafeln ehrenamtliche Hilfe gebrauchen. Im Anschluss leitete ich die Bereitsitzung unserer Kreisvolkshochschule. Hier stellte die Leiterin Sarah Falkenrich das ansprechende KVHS-Programm für das kommende Semester vor. Auch werden sich unsere Kreisvolkshochschule an dem Programm „Bildungskommune“ beteiligen und hier ihre Bildungsarbeit noch vertiefen. Herzlichen Dank dem engagierten Team. Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die Fraktionssitzung der SPD-Kreistagsfraktion dar.

 

Der Mittwochmorgen stand dann ganz im Zeichen des Kreishaushaltes 2023. Hier besprach ich mit dem Oberbürgermeister, der Bürgermeisterin, den Bürgermeistern und dem Beigeordneten den vorgelegten Haushaltsentwurf. Wir hatten diesen schon vor einigen Wochen auch den Kämmerern der Städte und Gemeinden im Kreis zur Verfügung gestellt. Leider bedeutet der Kreishaushalt 2023 zusätzliche finanzielle Belastungen für die Kreiskommunen, die sie kaum noch stemmen können. Dieser Zustand ist auch für mich kaum akzeptabel, allerdings muss auch der Landkreis seine gesetzlichen Aufgaben erfüllen. Es war ein sehr guter offener Austausch. Künftig müssen gerade Bundesmittel fließen, um die öffentlichen Haushalte zu konsolidieren. Aus eigener Kraft kann das die kommunale Familie nicht mehr schaffen, auch ist das Land hier gefordert. Am Nachmittag tagte der Ausschuss für Natur und Umwelt, der sich ebenfalls mit dem Kreishaushalt beschäftigte. Der Leiter Oliver Martin und sein Team stellten die wichtigsten Haushaltsansätze für den Bereich vor. Hier ging es unter anderem auch um Zuschüsse für Landwirte oder auch um die Förderung der Imker. Auch hier können sich die Bürgerinnen und Bürger seit Jahrzehnten auf ihren Landkreis verlassen. Leider ereilte mich dann eine starke Erkältung und ich konnte keine weiteren Termine mehr wahrnehmen.

 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

 

ich wünsche Ihnen ein schönes 3. Adventswochenende, bleiben Sie vor allen Dingen gesund.

 

Ihr Landrat Sören Meng


02.12.2022: Terminreiche Adventszeit

02.12.2022: Terminreiche Adventszeit

Siegerehrung der BioLogo am Gymnasium am Krebsberg
Landrat Sören Meng zu Gast beim Adventscafé der AWO Heiligenwald
Landrat Sören Meng zu Gast beim Richtfest des Schwesternverbands
Landrat Sören Meng mit dem Neunkircher Beigeordneten Thomas Hans in der Wärmestubb in Neunkirchen

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

die letzten Wochen im Jahr haben es immer in sich. Ein Termin jagt den anderen. Kein Wunder, gilt es doch den Haushalt für das kommende Jahr auf den Weg zu bringen. Darüber hinaus finden zahlreiche Gremiensitzungen statt, auch am Wochenende gibt es Termine. Alle Jahre wieder - der Titel des alten Weihnachtsliedes - ist auch in diesem Jahr wieder bei mir Programm.

Am Montag fanden verwaltungsinterne Rücksprachen statt. Danach besuchte ich gemeinsam mit dem Beigeordneten der Kreisstadt Neunkirchen Thomas Hans die Einrichtung des diakonischen Werkes, die sogenannte „Wärmestubb“. Hier können sich Menschen Tag für Tag aufhalten und neue Kraft tanken. In die „Wärmestubb“ können Wohnungslose und Menschen mit ungenügendem Wohnraum ohne Anmeldung zum morgendlichen Frühstück, zum Duschen oder zum Wäschewaschen vorbeikommen. Infos: https://diakonie-saar.de/Oekumenische-Waermestubb-Neunkirchen

Leider steigt die Zahl der Menschen, die das Angebot der „Wärmestubb“ annehmen, stetig an. Auch berufstätige Menschen kommen immer häufiger vorbei, da durch die gestiegenen Lebenshaltungskosten in den letzten Wochen der Verdienst nicht mehr ausreicht. Auch der Bedarf an Sozialberatungen nimmt zu, niedrigschwelliger Wohnraum wird gesucht. Menschen, deren Leben in Schieflage geraten ist, müssen wieder an den Arbeitsmarkt herangeführt werden. Es gibt also an vielen Ecken Handlungsbedarf. Ich bin froh und dankbar, dass es solche Einrichtungen in unserem Landkreis gibt. Danke allen, die sich haupt- und ehrenamtlich für unsere Mitmenschen engagieren.

Am Nachmittag tagte der Werksausschuss der Tourismus- und Kulturzentrale des Landkreises. Der Werksleiter Christian Rau konnte in seinem Bericht auf zahlreiche Aktivitäten im Bereich Tourismus verweisen. Der Tourismuslandkreis Neunkirchen hat sich nach zwei Pandemie bedingt schweren Jahren gut entwickelt. Zurzeit werden für den Tourismus zwei Gutachten im Landkreis erstellt. So wurde ein Konzept zur Entwicklung des Erlebnisortes Reden in Auftrag gegeben. Der Zweckverband will das Entwicklungspotential unabhängig feststellen lassen. Darüber hinaus wird derzeit auch an einem Entwicklungskonzept für das Freizeitzentrum Finkenrech gearbeitet. Ich bin schon sehr auf die Ergebnisse gespannt. Im Tourismus liegt viel Potenzial, auch die regionale Wertschöpfung sollte nicht unterschätzt werden. Gerade für Tagestouristen bietet der Landkreis Neunkirchen zahlreiche Attraktionen. Am Abend war ich dann am Krebsberggymnasium zu Gast. Fast 6000 Schüler im Saarland beteiligten sich am 22. Biologo-Wettbewerb und an der Internationalen Bio-Olympiade. Die festliche Preisverleihung der Bio-Wettbewerbe fand in Neunkirchen am Krebsberg-Gymnasium statt. Unsere Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot würdigte die Leistungen der Schülerinnen und Schüler im Bereich Biologie. Auch ich gratuliere den Schülerinnen und Schülern ganz herzlich zu der besonderen Auszeichnung. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden im nächsten Schritt an einem Wettbewerb auf Bundesebene teilnehmen. Hierfür drücke ich jetzt schon die Daumen.

Am Dienstagmorgen hatte ich die angenehme Aufgabe beamtenrechtliche Beförderungen durchzuführen. Dies ist immer eine sehr schöne Tätigkeit, da ich das Engagement meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter offiziell wertschätzen kann. Ich habe ein tolles Team, das gerade in Krisenzeiten für die Bürgerinnen und Bürger unseres Kreises da ist. Im Anschluss fand eine Besprechung mit den Vertreterinnen und Vertretern unseres Personalrates zu verschiedenen Themen statt. Dieser Austausch ist mir immer sehr wichtig. Am Nachmittag wurde Richtfest gefeiert. Der saarländische Schwesternverband realisiert am Standort Ottweiler ein innovatives Projekt.

Am Ufer der Blies entsteht dort das erste Generationenhaus im Landkreis, in dem KiTa und Seniorenheim am gleichen Standort vereint sind. Was vor einem Jahrhundert noch selbstverständlich war, dass mehrere Generationen unter einem Dach leben, wird leider immer seltener. Dabei gibt es so viele Vorteile für Jung und Alt. Ich bin überzeugt, dass dieses Konzept Früchte tragen wird: Die Älteren können von der Lebensfreude der Jungen profitieren, die Jungen von der Weisheit der Älteren. Und damit zeigt sich mal wieder, dass der Schwesternverband ein vorausdenkender Arbeitgeber ist, der den aktuellen Zeitgeist lebt. Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die umfangreiche Sitzung des Schul- und Bauausschusses dar. Hier wurden die zahlreichen Maßnahmen, die für das kommende Jahr vorgesehen sind, vorgestellt. Neben Neubaumaßnahmen ist natürlich auch das Thema Digitalisierung auf der Agenda. Hier sind wir in diesem Jahr ein großes Stück weitergekommen. Mein engagiertes Team hat es geschafft, dass es an allen Schulen entsprechende Medien gibt, die gut angenommen werden. Ich habe in der Vergangenheit bereits häufig über unsere digitalen Schulen berichtet. Auch 2023 werden wir weiter digitalisieren.

Am Mittwochmorgen fand die Aufsichtsratssitzung der SNS statt. Hinter diesem Kürzel verbirgt sich die Bezeichnung Saarländische Nahverkehrs-Service GmbH. Ich zitiere an dieser Stelle aus der Website: „Mit dem saarVV wurde am 1. August 2005 ein gemeinsamer Tarif für alle öffentlichen Nahverkehrsmittel im gesamten Saarland eingeführt. Seitdem können die Fahrgäste des ÖPNV mit einem einzigen Fahrschein jedes Nahverkehrsmittel der Region auf ihrer Fahrstrecke nutzen – ganz nach dem Motto: „Ein Ticket für Bus & Bahn“. Das war zuvor nicht der Fall. Der Aufbau im Nahverkehrsraum war kleinräumlich zersplittert. Für die Kunden ergaben sich erhebliche Nachteile: durch unterschiedliche Tarife und Beförderungsbedingungen sowie unzureichend abgestimmte Übergänge auf der Straße und der Schiene. Um den Fahrgästen eine attraktive Alternative zum Individualverkehr bieten zu können und die Qualität des ÖPNV im Saarland zu verbessern, ist ein durchgängiger, leicht verständlicher Tarif zwingend notwendig. Wer heute im Saarland mit Bus & Bahn unterwegs ist, erlebt mit dem saarVV ein einheitliches und serviceorientiertes Nahverkehrsangebot. Dadurch entspricht der saarVV dem gestiegenen Mobilitätsbedürfnis der heutigen Gesellschaft.Die gewählte Form eines Unternehmensverbunds bedeutet eine klare Trennung zwischen den beteiligten Verkehrsunternehmen und den Aufgabenträgern. Zurzeit gehören 15 Verkehrsunternehmen zum saarVV.Die vielfältigen Aufgaben des saarVV nimmt die Saarländische Nahverkehrs-Service GmbH (SNS GmbH) wahr. Bedingt durch den Wettbewerb sind seit Verbundgründung immer wieder neue Verkehrsunternehmen hinzugekommen oder weggefallen, was zu einer Veränderung der Beteiligungsverhältnisse der SNS GmbH geführt hat und weiter führen wird. Natürlich waren in dieser Sitzung auch das geplante 49 € Ticket und dessen Auswirkungen auf den saarländischen ÖPNV Thema“. Danach tauschte ich mich mit dem Geschäftsführer unserer Wasserversorgungsgesellschaft WVO Thomas Wagner zu den anstehenden Gremiensitzungen aus. Die Gremien werden in der kommenden Woche tagen. Anschließend ging es für mich zur Arbeiterwohlfahrt nach Heiligenwald, wo ein Kaffeenachmittag stattfand. Der Landkreis fördert schon seit vielen Jahren sogenannte Altenbegegnungsstätten. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für unsere älter werdende Gesellschaft. Hier haben Menschen die Gelegenheit, sich niedrigschwellig zu treffen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Das Ganze wird ehrenamtlich getragen. Ich nutze den Besuch, um einmal offiziell danke zu sagen. Auch trug ich mit zwei Geschichten aus meiner Feder zur Unterhaltung am Nachmittag bei. Es hat mir wieder große Freude bereitet. Von dort aus ging es dann nach Neunkirchen, wo der Ausschuss für Gesundheit- und Soziales tagte, um den Kreishaushalt in diesem Bereich für das Jahr 2023 vorzuberaten.

Gestern Morgen war ich nonstop in Videokonferenzen. Zuerst gab es eine Besprechung, zu der die Wirtschaftsstaatssekretärin eingeladen hatte. Hier ging es um die Digitalisierung von Verwaltungsverfahren. Im Anschluss fand virtuell die Aufsichtsratssitzung der VSE statt. Da diese immer nicht-öffentlich durchgeführt wird, kann ich an der Stelle nicht mehr darüber berichten. Allerdings ist es den Energieversorgern wichtig, dass sich die Bürgerinnen und Bürger auch in schwierigen Zeiten auf die Energielieferungen verlassen können. Daher haben sie in den vergangenen Wochen und Monaten hervorragende Arbeit geleistet, sodass es zurzeit keine Engpässe gibt. Am Nachmittag fanden dann verwaltungsinterne Termine und Rücksprachen statt.

Heute Morgen tagte der Aufsichtsrat der ZPS, dessen Vorsitzender ich bin. Auch hier ging es um die aktuellen Themen rund um den öffentlichen Personennahverkehr. Es wird den Aufgabenträgern und dem Land viel abverlangt. Erfreulicherweise hat sich der ÖPNV, dank der Tarifreform, auch in Krisenzeiten gut entwickelt. Die Fahrgastzahlen steigen wieder. Wie sich die Realisierung des 49 € Tickets ausgestalten wird, kann zurzeit noch nicht gesagt werden. Die Aufgabenträger allerdings haben sich verpflichtet, das ÖPNV Angebot weiterzuentwickeln. Dies ist gerade in Zeiten knapper Kassen eine Riesenherausforderung. Um die Mittagszeit fand ein Pressegespräch rund um das Thema Tourismus im Landkreis Neunkirchen statt. Hierzu machte ich eben bereits einige Ausführungen. Im Anschluss tagten die Gremien der Sparkasse. Zuerst leitete ich den Kreditausschuss, im Anschluss dann den Verwaltungsrat. Wenn dieser Blog erscheinen wird, wird dieser Rat sicherlich noch tagen.

Am Sonntag bin ich beim Bergmannsverein Heiligenwald zu Gast, der sein 40-jähriges Jubiläum feiert. Ich habe die Freude, dort ein Grußwort zu halten. Auch 27 Jahre nach der Schließung der Grube Reden ist unsere Region immer noch vom Bergbau geprägt. Nach vielen Strukturveränderungen gehören gerade bergmännische Traditionen zu den Wurzeln, aus denen viele Menschen bei uns bis heute nach wie vor Kraft schöpfen. Diese Traditionen gilt es zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

ich wünsche Ihnen allen einen schönen, besinnlichen zweiten Advent.

Ihr Landrat Sören Meng


25.11.2022: Auf in den Advent

25.11.2022: Auf in den Advent

Landrat Sören Meng besucht gemeinsam mit der Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz Petra Berg den DRK Kleiderladen
Landrat Sören Meng zu Besuch beim Austausch zwischen den kommunalen Behindertenbeauftragten und dem Landesbeauftragten für Belange von Menschen mit Behinderungen Prof. Dr. Daniel Bieber

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

die Zeit läuft im Sauseschritt. Gefühlt eben habe ich erst über den beginnenden Herbst geschrieben, jetzt steht sprichwörtlich der Advent vor der Tür. Ich mag diese Zeit. Obwohl sie für mich die stressigste Zeit des Jahres ist, da sich die Termine extrem häufen, kann ich mich dem Zauber des Advents nicht entziehen. Das Wort Advent kommt übrigens aus dem Lateinischen und heißt übersetzt Ankunft. Für uns Christen ist der Advent die Zeit der Erwartung, die Vorbereitungszeit auf die Ankunft Christi, dessen Geburt wir in der Weihnachtsnacht feiern. Dieses Fest ist mit so vielen Bräuchen verbunden. Ich kann Sie nur dazu ermuntern, gerade in Zeiten des Umbruchs, an diesen Bräuchen festzuhalten und die Besinnung zuzulassen.

Doch nun zu meiner Arbeitswoche:

Der Montagmorgen begann mit einer Besprechung zu den geplanten Tarifmaßnahmen im saarländischen ÖPNV. Nächstes Jahr, der Termin steht noch nicht genau fest, soll es ein bundesweites 49 € Ticket geben. Dies wird auch Auswirkungen auf den saarländischen ÖPNV haben und daher tauschten wir uns intensiv darüber aus. Was mich freut ist die Tatsache, dass in den letzten Monaten die Fahrgastzahlen deutlich angestiegen sind. Dies zeigt, dass die Tarifreform mit attraktiveren Angeboten Früchte trägt. Als Aufgabenträger wird der Landkreis Neunkirchen seine Rolle weiterhin ernst nehmen und den ÖPNV im Landkreis weiterentwickeln.

Im Anschluss bereitete ich mit dem Geschäftsführer des Zweckverbandes Personennahverkehr Saarland Achim Jesel die anstehenden Gremiensitzungen vor. Dieser Besprechung schloss sich die Verwaltung interne Jour fixe Runde an. Hier besprach ich im Kreise der Dezernentinnen, des geschäftsführenden Beamten, des Hauptamtsleiters und des Kreiskämmerers die kommenden Wochen. Hauptthema war natürlich der Kreishaushalt, der Mitte Dezember auf den Weg gebracht werden soll. Um die Mittagszeit traf ich mich mit dem Koordinator unserer Regionalmarke Willi Walter und Stefan Maaß von der gleichnamigen Metzgerei in Schiffweiler, um die Regionalkisten vorzustellen. Stefan Maaß wird mit weiteren Partnern der Regionalmarke diese Kisten vertreiben. Sie sind eine tolle Geschenkidee, auch für Weihnachten. Ab 25 € kann man regionale Köstlichkeiten verschenken. Am Nachmittag besuchte ich die Stiftungsratssitzung der Walter Bernstein Stiftung. Hier engagiere ich mich, um das Andenken an den großen Maler unserer Region Walter Bernstein zu bewahren. Der Vorsitzende Roman Uwer plant bereits Aktivitäten für das kommende Jahr.

Der Abend stand dann im Zeichen des Kreishaushaltes 2023. Ich nahm an der Sitzung der SPD Kreistagsfraktion Teil, in der unser Kreiskämmerer Olaf Niesen das Zahlenwerk erläuterte. Etwas später am Abend tagte dann die CDU Kreistagsfraktion, an der Olaf Niesen ebenfalls teilnahm.

Am Dienstagmorgen fanden zahlreiche interne Gespräche, Telefonate und Rücksprachen statt. Am Nachmittag tagte das Redaktionsteam des Kreisbuches, das im nächsten Jahr erscheinen soll. Die beiden ersten Bücher sind beim Landkreis erhältlich, auch sie sind ein tolles, regionales Weihnachtsgeschenk. Ein Buch kostet 25 € und enthält spannende Geschichten rund um den Landkreis Neunkirchen. Danke dem Redaktionsteam für das große ehrenamtliche Engagement.

Am Mittwochmorgen besuchte ich mit der Umweltministerin Petra Berg die Kleiderkammer des DRK Kreisverbandes in Ottweiler. Hier können Menschen gut erhaltene Kleider günstig erwerben. Neben dem sozialen Aspekt ist dieses Kaufhaus auch ein Kaufhaus der Nachhaltigkeit. Gute Ware wird nicht weggeworfen, sondern sinnvoll wiederverwendet. Neben dem Angebot in Ottweiler gibt es weitere Angebote in Neunkirchen. Über den Besuch freute ich mich zum einen als Landrat, zum anderen aber auch als DRK Kreisvorsitzender.

Am Nachmittag besprach ich mit Verantwortlichen der Diakonie ein neues Sozialprojekt, das sich an Demenzkranke und ihre Angehörigen richtet. Mehr möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten, da wir uns noch in der Projektphase befinden.

Danach tagte der Talsperrenverband Nonnweiler, dessen Mitglied im Aufsichtsrat ich bin. Eine der wichtigsten Aufgaben der Talsperre in Nonnweiler ist die Trinkwasserversorgung. Hierfür stehen über 7 Millionen m³ zur Verfügung. Ein Vertrag über die Lieferung von 3,1 Millionen m³ Wasser wurde mit der Talsperren- und Grundwasser-Aufbereitungs- und Vertriebsgesellschaft zur Versorgung der Landkreise Sankt Wendel und Neunkirchen geschlossen. Natürlich ist auch hier unsere Wasserversorgung Ost Saar mit im Boot. Am Abend tagte erneut die SPD Kreistagsfraktion, die sich intensiv mit dem Stellenplan für das kommende Haushaltsjahr beschäftigte. Aufgrund der gestiegenen Aufgaben sind viele neuen Stellen geplant. Dies hat große finanzielle Auswirkungen, natürlich auch auf die Kreisumlage. Daher ist es mir wichtig, dass ich gemeinsam mit meinem Team der Kreisverwaltung die ganze Thematik vollkommen transparent darstelle.

Gestern Morgen besuchte der Beauftragte für Belange von Menschen mit Behinderungen Professor Dr. Daniel Bieber den Landkreis Neunkirchen, um sich mit den kommunalen Behindertenbeauftragten auszutauschen. Hierzu eingeladen hatte die Kreisbehindertenbeauftragte Petra Moser-Meyer. Auch ich war bei diesem Treffen dabei und hörte dem Gremium mit großem Interesse zu. Es hat sich für Menschen mit Behinderung in den letzten Jahren vieles getan, auch im Landkreis Neunkirchen und seinen Kommunen. Allerdings sind wir alle dazu aufgerufen, inklusiv zu denken. Dies bezieht sich auf vielerlei Maßnahmen. Sei es im Bereich von Baumaßnahmen oder auch bei der Darstellung bestimmter Aufgaben im Internet. Immer sollte man die Belange seiner Mitmenschen mit Behinderungen im Auge haben. Das Ganze ist ein Prozess, der gerade von den kommunalen Behindertenbeauftragten Tag für Tag gelebt wird. Daher sage ich an dieser Stelle für dieses Engagement vielen Dank!

Am Mittag fand eine Vorbesprechung zur anstehenden VSE Aufsichtsratssitzung statt. Danach leitete ich die Sitzung des Kreisjugendhilfeausschusses. Im öffentlichen Teil ging es um die Neufestsetzung der Entgeltregelung der Bereitschaftspflege. Im nicht-öffentlichen Teil wurde der Teilergebnishaushalt für das Sozialdezernat beraten und die Weiterführung von Projekten diskutiert.

Der heutige Morgen stand ganz im Zeichen des Landkreistages. Hier galt es eine sehr umfangreiche Tagesordnung zu bestreiten. Wenn dieser Blog erscheint, bin ich mit einigen Bürgermeistern und den Ortsvorsteherinnen und Ortsvorstehern des Landkreis Neunkirchen auf Einladung der Sparkasse unterwegs. Das kommunalpolitische Forum hat eine lange Tradition und konnte Pandemie bedingt zwei Jahre nicht stattfinden. Ich freue mich sehr, dass ich bei dieser Gelegenheit mit vielen Funktionsträgern in Kontakt komme. Herzlichen Dank unserer Sparkasse Neunkirchen für diese Initiative.

Morgen Nachmittag wird es dann für mich vorweihnachtlich, denn ich besuche den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt in Dirmingen. Am Samstagmorgen wird an der Fortuin-Gemeinschaftsschule eine Biografie über deren Namensgeber vorgestellt. Die Beigeordnete Cornelia Anspach-Papa wird mich hier vertreten. Zeitgleich mit dem Dirminger Weihnachtsmarkt wird der Markt in Stennweiler eröffnet. Hier vertritt mich der Beigeordnete Klaus-Dieter Woll.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ich wünsche Ihnen allen einen schönen, gesegneten ersten Advent!

Ihr Landrat Sören Meng


18.11.2022: Woche im Zeichen der „Aktion Palca“

18.11.2022: Woche im Zeichen der „Aktion Palca“

Wie mittlerweile viele Veranstaltungen, fand auch die Personalversammlung des Jobcenters online statt

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

diese Woche findet am Illtalgymnasium das „Impression Musicale“ statt. Noch bis Sonntag kann dort Livemusik vom Feinsten erlebt werden. Mittlerweile wurde in diesem Jahr bereits zum 44. Mal das ehrenamtlich getragene Schulfestival veranstaltet. Auch deshalb habe ich diese Überschrift gewählt.

Am Montagmorgen fand die Planungsbesprechung der Kreisverwaltung statt. Hier erörterte ich mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die anstehenden Termine und die damit verbundenen Vorbereitungen. Anschließend fand die digitale Mitarbeiterversammlung des Jobcenters Neunkirchen statt. Gemeinsam mit der Geschäftsführerin des Jobcenters Katja Sauerbrey und der Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland Madeleine Seidel nahm ich an der Versammlung teil und ging in meiner Rede auf die aktuellen Herausforderungen ein. Gleichzeitig bedankte ich mich bei dem engagierten Team für die tolle Zusammenarbeit. Das Jobcenter ist für die Bürgerinnen und Bürger von großer Bedeutung. Immer wieder kommen neue Herausforderungen auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu, wie beispielsweise die Angebotserweiterungen aufgrund der Menschen, die aus der Ukraine flüchteten.

Danach fand der Jour-Fixe der Tourismus-und Kulturzentrale zu aktuellen touristischen Themen statt. Wie bereits in meinem früheren Blog ausgeführt, freuen wir uns über einen weiteren Premiumwanderweg, den sogenannten „Spitzbubenweg“ sowie die neuen Mountainbike-Strecken. Beide Angebote können schon jetzt wahrgenommen werden und im kommenden Frühjahr erfolgt dann die offizielle Vorstellung. Am Nachmittag tagte der Aufsichtsrat der Tourismuszentrale Saar. Hier ging es um überregionale touristische Themen. Diese Sitzung wird vom Wirtschaftsminister Jürgen Barke geleitet. Dem Jahr 2023 sehen wir in touristischer Hinsicht mit Erwartung entgegen. Die Betriebe der saarländischen Gastronomie, Hotellerie und Veranstaltungseinrichtungen sind immer wieder aufs Neue kreativ, anpassungs- und widerstandsfähig. Unsicherheiten in internationalen Reisemärkten machen den Urlaub vor Ort und Reisen innerhalb Deutschlands deutlich attraktiver. Hier bietet unser Saarland eine Menge. Denn schon Goethe wusste: „Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah!“

Am Dienstagmorgen beförderte ich einen Mitarbeiter, zuvor hatte der Kreistag dieser Beförderung beamtenrechtlicher Art zugestimmt. Im Anschluss tagte ich gemeinsam mit den Führungskräften der Kreisverwaltung. Diese Besprechungen werden digital durchgeführt. Es hat sich bewährt und es erspart unnötige Wege. So können wir öfter als früher tagen. Unter anderem ging es um das aktuelle Hygienekonzept, die Durchführung von Sitzungen und das Ausschöpfen von Energiesparpotentialen. Am Nachmittag tagte in Präsenz die Trägerversammlung der Agentur für Arbeit. Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit sind wir für das Jobcenter Neunkirchen verantwortlich. In der Trägerversammlung wurden die Planungen für das kommende Jahr thematisiert, unter anderem die Mittel, die für den sogenannten zweiten Arbeitsmarkt zur Verfügung gestellt werden. Hiervon profitieren zum Beispiel unsere Beschäftigungsgesellschaft AQA und andere Träger.

Am Abend durfte ich dann bereits zum sechsten Mal die Schirmherrschaft über das „Impression Musicale“ des Illtalgymnasiums übernehmen. Gemeinsam mit dem Staatssekretär des Bildungsministeriums Jan Benedikszcuk und Bürgermeister Dr. Armin König würdigte ich die besondere Veranstaltungsreihe. Lassen Sie mich aus meiner Rede zitieren:

„Meine sehr geehrten Damen und Herren,

zum sechsten Mal habe ich heute die Freude als Schirmherr das „Impression Musicale“ zu eröffnen. Letztes Jahr in meinem Grußwort fragte ich Sie: „Was erleben wir für verrückte Zeiten?“ Damals ging ich auf die Corona-Pandemie ein und hoffte auf einreibungsloses Impression, das leider bereits einen Tag später aufgrund der steigenden Zahlen beendet werden musste.

Die gleiche Frage könnte ich heute nochmal stellen, denn gefühlt sind die Zeiten noch verrückter geworden.

Auch dieses Jahr ist erneut ein geschichtsträchtiges Jahr. Seit 27. Februar herrscht wieder Krieg mitten in Europa. Die Politik spricht von einer Zeitenwende. Googelt man diesen Begriff steht hier: Beginn einer neuen Zeit. Das kann bedeuten, dass die Zeit des Friedens in Europa, was wir alle erfahren, zu Ende gegangen ist.

Für mich bedeutet Zeitenwende aber auch: Zeit der Neubesinnung, um sich klar zu machen, was wirklich zählt. Wir alle haben durch die Pandemie doch eins erfahren: Wie sehr uns Gemeinschaft fehlen kann. Situationen, die uns zuvor alltäglich schienen, waren von heute auf morgen scheinbar unerreichbar weit weg. Nun spüren wir alle die Folgen des Angriffskrieges, insbesondere wirtschaftlicher Art. Doch muss uns bewusst sein: uns geht es verhältnismäßig gut, wir haben ein Dach über dem Kopf, müssen nicht hungern oder frieren, wir können bei unserer Familie sein und können besondere Anlässe gemeinsam feiern.

Zeitenwende heißt für mich daher auch: Das Bewusstmachen des zwanglosen Miteinanders, das gemeinsame Erleben und Teilen und das bewusste Genießen.

Und wenn ich von Genuss spreche, dann komme ich zum Impression. Denn hier können wir wieder einige Tage lang Musik gemeinsam erleben. Musik, von Hand und mit Herz gemacht – so unterschiedlich, wie wir Menschen sind. Lassen wir uns darauf ein, genießen wir das Miteinander und tun so ganz nebenbei noch etwas Gutes. Das ist das geniale und zugleich einfache Rezept der „Aktion Palca“, die von Schülergenerationen immer neu gelebt wird.

Der legendäre Jimi Hendrix, wenngleich er auch nicht in das Musik-Genre passt, das wir heute zu hören bekommen, sagte einmal: „Musik lügt nicht. Wenn auf dieser Welt etwas verändert werden soll, kann das nur durch Musik passieren.“ Und damit tragen wir heute Abend in kleinem Kreise dazu bei, dass die Welt ein bisschen besser wird. Die Message, die die Schülerinnen und Schüler vermitteln, nämlich Partnerschaft, Solidarität, Akzeptanz und Freundschaft ist in turbulenten Zeiten, wie diesen, so wichtig, dass sie gar nicht laut genug in die Welt gerufen werden kann.

Die Künstlerinnen und Künstler schenken uns ihre Kunst, um Gutes zu tun. Die ganze Schulgemeinschaft, Aktive und Ehemalige engagieren sich für den Zauber des Festivals. Hier kann ich als Schirmherr nur sagen: Chapeau!!!

Ich freue mich auf diesen klassischen Abend. Lassen wir den Alltag hinter uns und freuen uns am Hier und Jetzt.  Uns allen einen genussvollen Abend!“

Am Mittwochmorgen fand die Quartalsbesprechung mit den Verantwortlichen unserer IT statt. Die IT im Landkreis Neunkirchen ist von großer Bedeutung. Gerade aufgrund immer wieder neuer Hackerangriffe wird unserer IT-Sicherheit höchste Priorität eingeräumt. Der Leiter Matthias Günder und sein Team leisten eine tolle Arbeit, um den zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung das entsprechende technische Know-how zur Verfügung zu stellen. Aber auch Themen wie die E-Akte und Maßnahmen zur Dienstleistungsorientierung standen auf der Agenda. Im Anschluss ging es in einer internen Besprechung rund um die Weiterentwicklung des Freizeitzentrums Finkenrech. Hier sind neben der Tourismus-und Kulturzentrale weitere Abteilungen der Kreisverwaltung, wie beispielsweise das Umwelt-und Bauamt gefragt. Finkenrech ist ein Ort für Familien und steht für mich für Nachhaltigkeit und Erholung für die Bürgerinnen und Bürger unseres Kreises. Danke allen, die sich hier engagieren. Der Nachmittag stand dann im Zeichen der Pflegestützpunkte des Saarlandes. Die Pflegestützpunkte betreiben wir gemeinsam mit den Krankenkassen. Sie sind wichtige Anlaufstellen für Bürgerinnen und Bürger. Daher ist ein Austausch zwischen allen Beteiligten, auch mit dem Land, immer sehr wichtig. Weitere Infos finden Sie hier:

https://www.psp-saar.net/beratung-vor-ort/pflegestuetzpunkt-im-landkreis-neunkirchen.html

Der gestrige Tag war geprägt von internen Terminen und Rücksprachen. Auch die anstehenden Haushaltsberatungen waren Thema. Aufgrund der derzeitigen Lage stelle ich eine Verdichtung der Themen, gerade für uns Landkreise, fest. Hier ist es wichtig, sich mit dem Team der Kreisverwaltung intensiv auszutauschen.

Am heutigen Morgen fand die Verbandsversammlung des Sparkassenverbandes Saar in Saarbrücken statt. Auch hier war die aktuelle Lage und die Folgen für unsere Sparkassen vor Ort Thema.

Am heutigen Abend findet ein Konzert des bekannten Neunkircher Musikers Nino Deda im Historischen Sitzungssaal statt. Nino Deda wird ausschließlich Eigenkompositionen zum Besten geben. Ich werde mit einem Grußwort das Konzert eröffnen. Danach geht es für mich zu einer Klausurtagung des SPD Kreisverbandes, die an zwei Tagen stattfinden wird.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

die Zeit rast. Mit großen Schritten gehen wir den Weihnachtsfeiertagen entgegen. Daher ist es wichtig, immer wieder innezuhalten und darüber nachzudenken, was wirklich wichtig ist.

Ich danke Ihnen für Ihr Interesse an meiner Arbeit und wünsche Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende. Bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat Sören Meng


11.11.2022: Arbeitsreiche Novemberwoche

11.11.2022: Arbeitsreiche Novemberwoche

Die Talkrunde des Tourismusbarometers diskutiert über die Entwicklung des Tourismus im Saarland
Landrat Sören Meng übergibt den ehrenamtlichen Demenzhelfer*innen ihre Urkunden
Auch das Gymnasium Ottweiler ist nun komplett digitalisiert
In Ottweiler wurden weitere Stolpersteine verlegt
Das neue Entwicklungskonzept für den Erlebnisort Reden wird vorsgestellt.
 

Diese Woche war gewohnt abwechslungsreich.

Los ging es am Montagmorgen mit einer internen Besprechung zur Neustrukturierung unserer Internetseite. Im Laufe der Jahrzehnte ist die Internetseite der Kreisverwaltung sehr groß und leider auch unübersichtlich geworden. Dies wird sich nun ändern. Auch werden sicherheitsrelevante Tools eingesetzt werden. Ziel ist es, den Bürgerinnen und Bürgern mehr Servicequalität im Internet zu bieten. Auch die Darstellung auf mobilen Endgeräten wird verbessert. Das Ganze geht nicht von heute auf morgen, aber ich bin zuversichtlich, dass wir noch in der ersten Jahreshälfte eine komplett neue Plattform präsentieren können. Im Anschluss ging es in einer Besprechung um eine Zwischenbilanz zum touristischen Entwicklungskonzept für den Erlebnisort Reden. Der Zweckverband Erlebnisort Reden hat ein touristisches Entwicklungskonzept in Auftrag gegeben. Die Firma Erlebniskontor arbeitet hieran mit Hochtouren. In einer Besprechung wurden mir einige neue Erkenntnisse vorgestellt. Das Ganze soll zu Beginn des neuen Jahres vollendet sein. Ziel dieser Bemühungen ist es, unseren Erlebnisort mit Strategie für die Zukunft weiterzuentwickeln, um das touristische Potenzial auszuschöpfen. Danach schloss sich für mich ein trauriger Anlass an. Der langjährige Fraktionsvorsitzende der CDU Stadtratsfraktion Neunkirchen Ernst-Jürgen Kohlhund wurde in Neunkirchen beigesetzt. Mich verbinden mit Herrn Kohlhund gemeinsame Jahre im Neunkircher Stadtrat. Er war ein engagierter Kommunalpolitiker, der den Strukturwandel der Kreisstadt mitgestaltete und mitprägte. Sein Wirken wird unvergessen bleiben, meine Gedanken sind bei seiner Familie. Wieder zurück in Ottweiler freute ich mich sehr, den neuen Demenzhelferinnen und Demenzhelfern ihre Urkunde auszuhändigen. Schon seit Jahren bilden wir ehrenamtliche Demenzhelferinnen und Demenzhelfer aus. Dank Frau Lofi-Theobald und unserer Leitstelle „Älter werden“ können immer wieder neue Ehrenamtler qualifiziert werden.

Ich zitiere aus dem Presseartikel:

Landrat überreicht Ausbildungszertifikate für Demenzhelfer

Landrat Sören Meng überreichte den neu ausgebildeten Demenzhelfern im Historischen Sitzungssaal in Ottweiler ihre Zertifikate. Aufgrund der steigenden Anzahl hilfsbedürftiger Demenzkranker und dem vermehrten Pflegebedarf bietet der Landkreis in Kooperation mit dem Caritasverband Schaumberg-Blies e.V. seit vielen Jahren eine Ausbildung zum ehrenamtlichen Demenzhelfer bzw. zur ehrenamtlichen Demenzhelferin an. Vermittelt werden dabei hauptsächlich medizinisches und pflegerisches Grundlagenwissen über das Krankheitsbild, seinen Verlauf sowie die sozialen Auswirkungen.

Landrat Sören Meng würdigte die Bereitschaft der neuen Demenzhelfer: „Für Ihre Arbeit verdienen Sie höchsten Respekt. Sich um demenzerkrankte Mitbürger zu kümmern, ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die Belastbarkeit und Empathie erfordert. Außerdem sorgen Sie für eine wichtige Entlastung der Angehörigen.“ Besonderen Dank für das Engagement drückte auch Simone Lofi-Theobald vom Caritasverband Schaumberg-Blies aus, die die Ausbildung leitete: „Nach den Beeinträchtigungen der Corona-Zeit bei der Ausbildung von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sind die neuen Demenzhelfer ein Licht am Horizont. Sie geben den Betroffenen Normalität und Lebensqualität zurück. Das ist unbezahlbar.“

Für die Entlastungsangebote für pflegende Angehörige demenziell erkrankter Menschen sowie die Ausbildung der Demenzhelferinnen und -helfer stellt der Landkreis jährlich rund 85.000€ zur Verfügung. Auch im nächsten Jahr soll eine neue Ausbildungsrunde für ehrenamtliche Demenzhelferinnen und -helfer starten.

Auskunft dazu erteilt die Leitstelle „Älter werden“ des Landkreises Neunkirchen, Martin-Luther-Straße 2, 66564 Ottweiler, Tel.: 06824 906–2210, Email: aelterwerden@landkreis-neunkirchen.de sowie der Caritasverband Schaumberg-Blies e.V., Hüttenbergstraße 42, 66538 Neunkirchen, Telefon 06821 92090. Weitere Informationen stehen außerdem auf der Internetseite www.aelterwerden-landkreisneunkirchen.de bereit.

Der Abend stand dann für mich im Zeichen des Klimawandels. Zwölf Jahre gibt es nun schon das von der Kreisstadt Neunkirchen, der KEW und der Sparkasse Neunkirchen getragene Klimaprojekt. Mit tollen Vorträgen, u.a. vom Meteorologen Sven Plöger, der die Folgen des Klimawandels in einem kurzweiligen und erfrischend ehrlichen Vortrag darlegte, wurde dieses Jubiläum gefeiert. Danke für dieses wichtige Gemeinschaftsprojekt der KEW, der Sparkasse Neunkirchen und der Kreisstadt Neunkirchen.

Am Dienstagmorgen fanden verwaltungsinterne Gespräche und Rücksprachen statt. Mittags besuchte ich die Veranstaltung der Stadt Ottweiler, bei der zum wiederholten Male Stolpersteine verlegt wurden. Diese Aktion, initiiert vom Künstler Gunter Demnis, ist ein wichtiger Beitrag zur Erinnerungskultur in unserem Land. Erneut wurden in Ottweiler Stolpersteine in Andenken an politisch verfolgte Bürgerinnen und Bürger verlegt. Jeder Name steht dabei für ein Schicksal. Durch die Stolpersteine werden diese Schicksale Teil unseres Alltags und damit zur lebendigen Erinnerungskultur. Vielen Dank an alle, die sich um die Erhaltung dieser Einzelgeschichten bemühen, sodass Vergangenes nicht in Vergessenheit gerät und auch die Generationen nach uns den Opfern gedenken können. Der Holocaustüberlebende Max Mannheimer formulierte es so: "Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschah. Aber, dass es nicht wieder geschieht, dafür schon!"

Weitere Stolpersteine gibt es in Neunkirchen, Eppelborn-Dirmingen und Illingen. Was mich bei der Verlegung in Ottweiler sehr freute, war die Tatsache, dass sich an der Verlegung auch viele Schülerinnen und Schüler von zwei Kreisschulen beteiligten. Danke allen, die sich dafür stark machten. Stellvertretend bedanke ich mich bei der Stadt Ottweiler, aber auch bei dem Träger des Alex-Deutsch-Preises Hans-Joachim Hoffmann für seine Initiative.

Im Anschluss fand in Neunkirchen die Aufsichtsratssitzung unserer Beschäftigungsgesellschaft AQA statt. Über unsere Gesellschaft habe ich schon oft berichtet. Sie bietet Menschen, die lange Zeit arbeitslos sind, neue Lebensperspektiven. Der Geschäftsführer Stefan Gerber und sein Team leisten tolle Arbeit. Mehr über unsere Gesellschaft erfahren Sie auch im Internet unter:

https://www.landkreis-neunkirchen.de/?id=889

 

Am Mittwochmorgen besuchte ich gemeinsam mit meinem Landratskollegen Udo Recktenwald eine sehr schöne Veranstaltung in Illingen. Seit 20 Jahren gibt es schon die „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“. Ich bin stolz darauf, dass es auch im Landkreis Neunkirchen zahlreiche Schulen mit diesem Prädikat gibt.

Ein buntes, stimmungsvolles Programm würdigte dieses erfolgreiche Projekt der Landeszentrale für politische Bildung. Danke allen Schulen, Paten, Projektpartnern und Sponsoren für dieses nachhaltige Engagement.

Die Feier fand am geschichtsträchtigen 9. November statt.

Vor 84 Jahren, am 9. November 1938 setzten organisierte Schlägertrupps der Nazis jüdische Geschäfte, Gotteshäuser und andere Einrichtungen in Brand.

Es ist der Tag, an dem Tausende Jüdinnen und Juden misshandelt, verhaftet oder getötet wurden. Spätestens nun konnte jeder in Deutschland sehen, dass Antisemitismus und Rassismus bis hin zum Mord staatsoffiziell geworden waren. Diese Nacht war das offizielle Signal zum größten Völkermord in der Geschichte. An diesem Tag wurde unseren jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ihre Würde geraubt.

Gerade im Hinblick auf unsere Geschichte halte ich solche Schulprojekte für so wichtig.

Denn wie es der unvergessene Alex Deutsch formulierte: „Lasst euch nicht hineintreiben in Hass und Gewalt gegen andere Menschen. Lebt miteinander nicht gegeneinander!“

Darum ist es wichtig, jeglicher Form von Rassismus und Ausgrenzung entgegenzutreten.

Es freut mich sehr, dass viele Schülerinnen und Schüler ihr Schulprojekt mit Leben erfüllen und couragiert und solidarisch Zeichen setzen.

Gleiches gilt für die gestrige Verlegung von Stolpersteinen. Auch hier waren Schülerinnen und Schüler vor Ort und brachten sich mit ein.

Das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte darf sich nie mehr wiederholen.

Daher ist immer wieder aufs Neue Zivilcourage gefragt!

 

Am Nachmittag fand eine verwaltungsinterne Besprechung rund um den zusätzlichen Raumbedarf unserer Kreisverwaltung statt. Aufgrund der zahlreichen neuen Aufgaben ist unsere Kreisverwaltung kontinuierlich gewachsen. Leider reichen unsere bisherigen Dienstgebäude nicht mehr aus, dem dienstlichen Anspruch gerecht zu werden. Zwar bieten wir auch sogenanntes Homeoffice an, dennoch sind wir auf weitere Büroflächen angewiesen. Gemeinsam mit der zuständigen Dezernentin und unserem Bauamtsleiter besprach ich das weitere Vorgehen.

 

Gestern Morgen fand eine verwaltungsinterne Besprechung rund um das Thema Arbeitsschutz in unserer Kreisverwaltung statt. Im Anschluss besuchte ich das Gymnasium Ottweiler, um eine weitere Schule, die wir digitalisiert haben, offiziell in Betrieb zu nehmen. Das Gymnasium hat sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt und kann sich über konstant steigende Schülerzahlen freuen. Die Schule wurde jetzt baulich vollumfänglich digitalisiert und durch die Bautechnik auf den neuesten Standard gebracht. Sie wurde komplett neu verkabelt und mit Server, Netzwerk und Verteilerschränken ausgestattet. Mittlerweile ist auch diese Schule mit leistungsfähigen Beamern, Apple TV, Sound Bass und Access Points ausgestattet. Auch ein neuer Schulserver und eine neue Firewall wurden installiert, um höchste IT- Sicherheitsstandards zu erfüllen. Bis Ende des Jahres werden alle Schülerinnen und Schüler mit mobilen Endgeräten ausgestattet sein. Insgesamt wurden an diesem Standort rund 700.000 € investiert. Ein Großteil der Gelder kam aus Fördermitteln von Bund und Land. Danke meinem gesamten Team der Bauverwaltung, der Schul-IT und auch dem engagierten Hausmeister Lars Seibert. Gemeinsam mit dem Schulleiter Mark Hubertus ist es gelungen, unsere Schule für die Zukunft fit zu machen. Am Nachmittag besuchte ich die Vorstellung des Tourismus Barometers in der Neunkircher Gebläsehalle. In meinem Grußwort hob ich die Bedeutung des Tourismus für unsere Region hervor. Der Tourismus mit all seinen Facetten zählt zu den Branchen, die sich ständig vor wechselnden Rahmenbedingungen sieht und die wohl am stärksten von den Ereignissen der letzten Monate und Jahren getroffen wurden. Das haben auch wir hier im Saarland und im Landkreis Neunkirchen gemerkt. Bis zum historischen März 2020 war der Landkreis Neunkirchen wie alle anderen Landkreise auf Wachstumskurs. Unser Potential liegt im Tagestourismus. Herausforderungen gab es immer wieder. Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und ganzheitliche Regionalentwicklung stehen schon lange auf der Agenda. Hier auch ein großes Dankeschön an die Tourismuszentrale Saarland, die uns auf Landkreisebene alle vernetzt, sodass wir alle als „Tourismusort Saarland“ gemeinsam an einem Strang ziehen und nicht jeder seine eigene Agenda verfolgt. Die Erschließung des Erlebnisortes Reden geht voran. Die Veranstaltungen und Angebote auf Finkenrech wurden in den letzten Monaten sehr gut angenommen. Neben den Premium- und Themen-Wanderwegen bauen wir nun auch verstärkt Rad- und Mountainbike-Strecken aus. Unsere Tourismus- und Kulturzentrale steckt aktuell in Zusammenarbeit mit Ministerien und Partnern in der Erarbeitung und Umsetzung von weiteren Entwicklungskonzepten, um das touristische Potential vollumfänglich auszuschöpfen. Das Tourismusbarometer ist eine Bestandsanalyse, die gleichzeitig eine gute und wichtige Grundlage für unser touristisches Engagement im Land darstellt. Herzlichen Dank dem Sparkassenverband und auch unserer Sparkasse Neunkirchen vor Ort, die unsere Tourismusaktivitäten immer unterstützt. Wieder zurück in Ottweiler tagte der Kreisausschuss zu verschiedenen Themen, die gleichzeitig der Vorbereitung der anstehenden Kreistagssitzung dienen. In den kommenden Wochen wird der Haushaltsentwurf, dessen Eckpunkte feststehen, beraten. Leider wird die Kreisumlage beträchtlich steigen, was finanzielle Folgen für die Städte und Gemeinden haben wird. Die Aufgaben der Kreisverwaltung sind weiterhin gewachsen und ein Großteil der Arbeit unserer Verwaltung wird über die Kreisumlage finanziert. Dies ist in Zeiten knapper öffentlicher Kassen besonders schwierig.

Heute Morgen tauschte ich mich mit dem Dezernatsleiter des Dezernates IV Dominik Hunziker zu verschiedenen Themen aus. Anschließend fand ein Fachgespräch zum Freizeitzentrum Finkenrech statt. Unsere Tourismus- und Kulturzentrale hat ein Entwicklungskonzept auf den Weg gebracht. Im Rahmen der Erarbeitung ist hier auch meine Meinung gefragt. Ziel soll es sein, wie schon beim Erlebnisort Reden, die beliebte Einrichtung Finkenrech auch in Zukunft attraktiv zu halten. Heute Abend werde ich beim Neunkircher Karnevalsausschuss zu Gast sein. Mit einer großen Veranstaltung wird die Neunkircher Fastnacht mit ihren Mitgliedsvereinen offiziell eröffnet. Ich drücke die Daumen, dass in der kommenden Session unsere Vereine endlich wieder Fastnacht feiern können. Fastnacht hat Tradition im Landkreis Neunkirchen und ist für mich ein wichtiges Kulturgut. Die Vereine stehen für gute Jugendarbeit und sind wichtig für unsere Gesellschaft. Zwei Jahre schon konnten keine Kappensitzungen mehr präsentiert werden. Ich freue mich auf die kommende Session und hoffe, auch 2023 wieder einen Empfang für die Närrinnen und Narren im Landratsamt durchführen zu können.

Am Sonntag werde ich an einer Podiumsdiskussion in Saarbrücken teilnehmen. Es geht um die Vereinbarung von Beruf und Familie.

 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende. Bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat Sören Meng


04.11.2022: Abwechslungsreiche Novemberwoche

04.11.2022: Abwechslungsreiche Novemberwoche

Landrat zu Gast beim Eichertetreff
Gruppenfoto des Verwaltungsrates

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

hinter mir liegen erholsame, schöne Urlaubstage bei herrlichem Wetter. Seit Mittwoch dieser Woche bin ich wieder im Dienst. Seit gestern ist nun auch der Herbst wettermäßig bei uns eingekehrt. Die letzten Tage waren wohl die wärmsten seit Aufzeichnung des Wetters. Angesichts der steigenden Energiepreise konnten wir uns alle über die Tatsache freuen. Für mich begann diese Woche nicht alltäglich. Am Mittwoch war ich in aller Frühe in meinem Büro, um zahlreiche Unterschriften zu leisten und Termine vorzubereiten. Dann ging es auf die Autobahn, denn ich musste zur Verwaltungsratssitzung der KGSt, die dieses Mal in Neuss stattfand. Die KGSt ist die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement. Seit vergangenem Jahr vertrete ich das Saarland gemeinsam mit der Saarbrücker Bürgermeisterin im Verwaltungsrat. Mehr Informationen gibt es auch im Internet unter:

https://www.kgst.de/ueber-uns

In den zwei Tagen wurde die künftige Ausrichtung der KGSt auf den Weg gebracht und auch das alle zwei Jahre stattfindende Forum vorgestellt. Neben den inhaltlichen Themen ist es für mich auch immer spannend, mich mit Kolleginnen und Kollegen aus der kommunalen Familie auszutauschen. Dies ist gerade in Zeiten immer knapper werdender Ressourcen sinnvoll. Auch hier bietet die kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement wichtige Impulse.

Am Donnerstagnachmittag konnte ich wieder an meinen Schreibtisch zurückkehren, wo natürlich viel Arbeit wartete. Der Abschluss meines Arbeitstages stellte der Besuch des sogenannten „Eicherte-Treffs“ in der Illtalhalle dar. Leider gibt es im Illinger Ortsteil Hüttigweiler keine Gastronomie mehr. Aus diesem Grund veranstaltet der Ortsrat unter Leitung von Guido Jost in der Illtalhalle monatlich ein Treff für die Bevölkerung. Obwohl ich bereits am frühen Abend dort zu Gast war, war sehr viel los. Für die Verköstigung sorgte das DRK Hüttigweiler und stellt in diesem Zusammenhang einen mobilen Einsatzwagen für Verpflegung vor. Auch bei Einsätzen, beispielsweise im Katastrophenschutz, kann das DRK diesen Wagen sinnvoll nutzen. Bei dieser Veranstaltung traf ich neben Bürgermeister Armin König auch Willi Gehring vom deutsch-rumänischen Freundschaftskreis. Der ehemalige Landtagsabgeordnete engagiert sich schon seit Jahrzehnten für Rumänien. Er und sein Team organisieren jährlich zahlreiche Hilfstransporte. Unter anderem werden auch Waisenhäuser unterstützt. Mit dabei sind auch engagierte Bürger aus Hüttigweiler wie Fabio Jochum und Friedel König. Neben Willi Gehring waren auch Vertreter aus Rumänien zu Gast, mit denen ich mich austauschen konnte. An dieser Stelle allen herzlichen Dank, die sich für andere Menschen ehrenamtlich engagieren.

Am heutigen Morgen standen verwaltungsinterne Termine auf der Agenda. Danach fand eine Sitzung des Bauausschusses für den Neubau der Sparkasse Neunkirchen statt. Anschließend besuchte ich den Beigeordneten der Kreisstadt Neunkirchen Thomas Hans, der kürzlich seinen 60. Geburtstag feierte. Von dort aus gab es für mich eine traurige Verpflichtung, ich nahm an einer Beerdigung teil. Der langjährige Geschäftsführer des ZPS Raimund Linxweiler starb im Alter von nur 74 Jahren. Ich kannte Herrn Linxweiler über 20 Jahre und lernte ihn damals durch meinen Vorgänger Dr. Rudolf Hinsberger kennen und schätzen. Er war ein Experte im Bereich des Öffentlichen Personennahverkehrs und brachte zahlreiche Projekte an den Start. Auch nach seiner aktiven beruflichen Zeit besuchte er die öffentlichen Sitzungen des ZPS und war weiterhin gefragter Ansprechpartner. Meine Gedanken sind bei seiner Familie.

Wenn dieser Blog erscheint, werde ich mich auf den Weg zur Gebläsehalle Neunkirchen machen. Dort wird der Günter Rohrbach Filmpreis verliehen. Diese glanzvolle Veranstaltung findet schon seit über einem Jahrzehnt statt und ehrt den Namensgeber Günter Rohrbach. Auch ich durfte diese beeindruckende Persönlichkeit mehrfach kennenlernen und freue mich, ihn heute Abend erneut zu treffen. Den Juryvorsitz hat dieses Jahr Iris Berben inne.

Am Sonntag bin ich dann in Eppelborn beim Café Resch zu Gast. Hier findet erneut eine Benefizaktion um 14 Uhr statt. 3000 Pralinenherzen werden für wohltätige Zwecke verkauft. Der gesamte Erlös wird zu Gunsten der Kinderkrebshilfe Saarland e.V. gespendet.

Dieses Mal war mein Blog recht kurz, dennoch war meine Woche abwechslungsreich.

Ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Herbstwochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


21.10.2022: Arbeitsreiche Woche

21.10.2022: Arbeitsreiche Woche

Der Pausenverkauf der Gemeinschaftsschule Stadtmitte ist ein großartiges Projekt
Landrat Sören Meng zu Gast beim Schwesternverband
SAARWORK ist neuer Partner der Regionalmarke
Wichtige Punkte standen bei der Kreistagssitzung auf der Tagesordnung
Landrat Sören Meng erläuterte bei der Veranstaltung "Starker Mittelstand - Starke Region" die Bedeutung des Mittelstands für den Landkreis Neunkirchen
Landrat Sören Meng und Ministerin Petra Berg besuchten die Haspelschule
Landrat Sören Meng begrüßte die Jurymitglieder, die über die Platzierung Hangards beim Landesentscheid des Wetbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" entschieden
Das Ambulante Hospiz St. Josef feierte 20. Jubiläum
Auch der Zoo ist jetzt Partner der Regionalmarke
 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

wie Sie auch an meinen Blogs der letzten Zeit erkennen können, hat die Termindichte in meinem Bereich stark zugenommen. Hinzu kommen viele Herausforderungen aufgrund der derzeit herrschenden Energiekrise. Auch sind wir schon seit Wochen dabei, den Haushalt für das kommende Haushaltsjahr möglichst realistisch aufzustellen. Dies ist gerade für mein Team der Finanzverwaltung eine Mammutaufgabe.

Diese Woche war von Haushaltsvorberatungen geprägt. In wenigen Wochen soll das Zahlenwerk dann dem Kreistag vorgestellt werden.

Der Montagmorgen begann mit Haushaltsvorberatungen für den Sozialbereich. Auch hier ist derzeit viel los. Aufgrund der höheren Energiepreise sind hier deutliche Steigerungen vorgesehen. Auch die anstehende Wohngeldreform ist mit einem Mehraufwand für die Landkreise verbunden. Dieser Mehraufwand ist trotz einer teilweisen Erstattung durch den Bund mit zusätzlichem finanziellen Aufwand für die Landkreise verbunden. Der Nachmittag stand dann im Zeichen der SR3-Sommeralm 2023. Gemeinsam mit dem Leiter unserer Tourismus- und Kulturzentrale Christian Rau und dem Standortmanager Eric Schneider traf ich mich auf dem Halberg mit Vertretern des Saarländischen Rundfunks, um die vergangene Sommeralm Revue passieren zu lassen und bereits die ersten Weichen für 2023 zu stellen. Die Sommeralm 2022 war geprägt durch tropische Hitze, was natürlich auch Konsequenzen auf die Besucherzahlen hatte. Trotz all dieser Widrigkeiten kamen über 15.000 Menschen zur Sommeralm, um nach zwei Jahren Abstinenz wieder zu feiern und die Gemeinschaft zu genießen. Darüber hinaus waren auch ein Regionalmarkt und Kinderfeste ein großer Erfolg. In unserer Besprechung ging es darum, erste Ideen für die Sommeralm 2023 zu sammeln. Eins darf ich jetzt schon verraten, der Regionalmarkt und auch die Kinderfeste sollen beibehalten werden. Über alles Weitere schweige ich, denn Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Ich freue mich jedenfalls sehr, dass auch in Zukunft der Saarländische Rundfunk an unserer Seite sein wird und mit uns gemeinsam diese Großveranstaltung präsentieren wird.

Am Dienstagmorgen beförderte und ernannte ich Beamte unserer Kreisverwaltung. Dies ist für mich immer eine sehr schöne Aufgabe. Auch nutzte ich diese Zeit, um mehr über das Arbeitsumfeld und die Arbeitsbereiche der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erfahren. Im Anschluss tagte das Team Führungskräfte - natürlich aufgrund der Pandemie digital. Danach ging es zu einer Stippvisite an die Gemeinschaftsschule Stadtmitte Neunkirchen, die zurzeit in Wiebelskirchen untergebracht ist. Hier haben die Schülerinnen und Schüler der Schule den Pausenverkauf selbst organisiert. Es ist beeindruckend, mit welchem Engagement die 37 Schülerinnen und Schüler dieses Projekt durchführen. Wieder zurück in Ottweiler nahm ich digital an der Besprechung mit der Sozialstaatssekretärin Bettina Altesleben zur aktuellen Corona-Lage teil. Die Situation ist nach wie vor angespannt. Zwar gehen glücklicherweise die Infektionszahlen etwas zurück, allerdings steigt die Zahl der Menschen, die wegen Corona im Krankenhaus behandelt werden müssen. Deshalb weise ich an dieser Stelle erneut daraufhin, wie wichtig es ist, sich entsprechend zu schützen und die Hygiene ernst zu nehmen. Wir wollen und müssen alle gut durch den Winter 2022/2023 kommen. Am Nachmittag besuchte ich die Feierlichkeiten zum 20. Jubiläum des Ambulanten Hospizes.

Hier meine Rede zu diesem Anlass:

„Meine sehr geehrten Damen und Herren,

20 Jahre ambulantes Hospiz St. Josef Neunkirchen – ich frage Sie wirklich: Wo ist die Zeit hingegangen? Ich erinnere mich noch, als wäre es gestern, als ich mit dem damaligen Landrat Dr. Rudolf Hinsberger über die Gründung sprach und er zu mir, dem damaligen Leiter der Öffentlichkeitsarbeiter sagte, wir sollten das ambulante Hospiz mit unserem Know-How, wie der Pressearbeit und dem Plakatdruck unterstützen.

Hospiz?

Meine Damen und Herren, ich war damals 28 Jahre alt und hatte mir dazu noch keine Gedanken gemacht. Das Thema Hospiz war mir mehr als fremd, mehr noch: Ein nahender Tod, die Begleitung todkranker Menschen und ihren Angehörigen lösten bei mir ganz unterschiedliche Gefühle aus.

Kurze Zeit später, bei der Gründungsveranstaltung lernte ich einige Mitglieder kennen: Christel Müller, Petra Hohnsbein – und als ich ihre Persönlichkeiten wahrnahm, ihre Passion, wie sie sich diesem Thema näherten, war ich sehr beeindruckt. Ich spürte sofort, welch ein Geschenk die Hospizarbeit für die Gesellschaft ist.

 

 

 

Das Leben schreibt immer eigene Geschichten. Kurze Zeit später erkrankte ein Freund von mir an Krebs. Er war in unserem Verein aktiv, war verheiratet, zwei Kinder, ein tatkräftiger Mensch, den man gerne traf, der mitten im Leben stand. Er war ein Typ, den scheinbar nichts umhauen konnte, der sicherlich diese Krankheit besiegen würde. Doch sehr schnell wurde klar, für ihn heißt es Abschied nehmen, die Krankheit ist stärker als er. Ich war in dieser Zeit oft mit ihm zusammen, hoffte mit ihm. Und war zuerst sprachlos, als er mir das endgültige Urteil verkündete. Ich werde sterben. Damals half ich mir mit Sätzen wie, „es wird schon, oder auch Ärzte können irren“; aber das ließ ich schnell, als ich erlebte, wie klar er mit der Situation umging. Er hatte einen letzten Wunsch. Er wollte in kein Krankenhaus mehr und wenn, nur wenige Tage – er wollte bis zuletzt bei seiner Familie sein.

 

 

Und da kam mir der dienstliche Bezug zum ambulanten Hospiz in den Sinn und ich knüpfte Kontakte zu Petra Hohnsbein. Wie es weiterging? Mein Freund wurde intensiv betreut, durfte noch viele schöne Momente mit seiner Familie und seinen Freunden erleben und durfte in seinem Lebensumfeld, so wie er es wollte, von dieser Welt gehen. Die Hospizbegleitung war ein Segen, war der Ankerpunkt am Ende eines stürmisch gewordenen Lebens.

Meine Damen und Herren,

ich habe diese kleine Geschichte bewusst erzählt. Denn so wie es mir ging, geht es vielen Menschen. Der Tod ist unendlich weit weg, er ist immer noch eine Tabuzone in einem oft auf Perfektion getrimmten Leben, wo solche Themen keinen Platz finden sollen. Dabei ist er mitten unter uns.

20 Jahre Ambulantes-Hospiz: Es hat sich in dieser Zeit viel getan. Die Arbeit des engagierten Teams hat sich gut entwickelt. Danke allen, die sich ehren- und hauptamtlich Tag für Tag engagieren, die sich fortbilden und die immer auch ein großes Stück ihrer Persönlichkeit in ihre Arbeit miteinbringen.

 

 

 

Ihnen sage ich allen herzlichen Dank und ziehe, auch wenn ich ihn nicht anhabe, meinen Hut.
Danke, dass es Sie gibt. Sie alle sind für mich wahre Vorbilder, die unsere Gesellschaft zu allen Zeiten braucht.“

Den Abschluss der Rede bildete das Gedicht „Dass alles so vergänglich ist“ von Konstantin Wecker.

Am Mittwochmorgen fand eine Besprechung rund um den Erlebnisort Reden statt. In diesem Gespräch ging es unter anderem um die Einwände der Umweltverbände gegen die Bebauung (Straße) am Erlebnisort. Hier ist derzeit die Gemeinde Schiffweiler tätig und prüft entsprechende Einwände, die dann erneut in einer nächsten Gemeinderatssitzung thematisiert werden sollen. Ich hoffe sehr, dass es gelingt, die Straße hier zu errichten, da diese die touristische Infrastruktur am Standort deutlich aufwerten würde. Im Anschluss fanden Haushaltsberatungen für den Bereich Umwelt und Schulen sowie Bau statt. Danach tauschte ich mich mit dem Geschäftsführer unserer Beschäftigungsgesellschaft AQA Stefan Gerber und dem Steuerberater Patrick Schmitt zur aktuellen Lage unserer Beschäftigungsgesellschaft aus. Auch bereiteten wir die anstehenden Gremiensitzungen vor. Die AQA leistet hervorragende Arbeit. Sie beschäftigt und qualifiziert schon seit Jahrzehnten Menschen, die lange arbeitslos sind. Durch das Projekt „Landaufschwung“ konnte eine neue Beschäftigungssparte entwickelt werden. Das Upcycling-Center wird sehr gut angenommen. Die Produkte sind sehr beliebt. Ich halte unsere Beschäftigungsgesellschaft für sozialpolitisch sehr wichtig, denn tägliche Arbeit gibt Struktur und steigert das Selbstwertgefühl. Wieder zurück in Ottweiler standen verwaltungsinterne Termine an. Danach ging es zur Veranstaltung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Schlosstheater. Nach dem Motto „Starker Mittelstand – Starke Region“ wurden die Unternehmen in unserem Landkreis vom saarländischen Wirtschaftsministerium und weiteren Institutionen über das vielfältige Beratungs- und Förderungsangebot im Saarland informiert. Auch Wirtschaftsminister Jürgen Barke war an diesem Abend vor Ort und rief in seinem Grußwort zu Zusammenhalt, aber auch zu mehr Optimismus für die Unternehmen in diesen schwierigen Zeiten auf.

Gestern Morgen besuchte ich die Ganztagsgemeinschaftsschule Haspelstraße, an der die Umweltministerin Petra Berg zu Gast war. Hier ging es um das Thema“ Nachhaltigkeit der Schule“. Unsere Schule wurde bereits mehrfach auf Bundesebene ausgezeichnet. Die Ministerin zeigte sich beeindruckt von dem umfangreichen Engagement der gesamten Schulgemeinschaft. Hierüber freut man sich als Träger der Schule natürlich sehr. Zurück in Ottweiler fanden Haushaltvorberatungen statt. Am Nachmittag besuchte ich im Rahmen unserer Regionalmarke die Firma Saar-Work und den Neunkircher Zoo, die beide neue Partner sind. Mit der Regionalmarke sind wir auf einem guten Weg, die regionale Wertschöpfung im Landkreis Neunkirchen nachhaltig zu stärken. Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die Sitzung des Kreistages dar. Im öffentlichen Teil standen unter anderem die Fortschreibung des ÖPNV-Angebotes, die Bestellung von ehrenamtlichen Richterinnen und Richtern, der Jahresabschluss 2021 und eine Nachtragssatzung im Bereich der geplanten Wohngeldänderung auf der Agenda. Die nächste Sitzung unseres Kreistages wird sich mit dem Haushalt beschäftigen und ihn dann auf den Weg bringen.

Heute Morgen fand eine Besprechung mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern der Städte und Gemeinden zur aktuellen Corona- und Flüchtlingslage statt. Im Anschluss ging es zur Bereisung im Rahmen des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“. Hier wurde unser Siegerdorf Hangard besucht. Ich konnte leider aus Termingründen nicht an der ganzen Bereisung teilnehmen, drücke aber der engagierten Hangarder Dorfgemeinschaft fest die Daumen. Hangard hat sich in den letzten Jahren hervorragend entwickelt, hervorragend ist auch das Netzwerk innerhalb der Dorfgemeinschaft. Gemeinsam konnten viele ehrenamtlich getragene Projekte realisiert werden. Auch das touristische Angebot von Hangard kann sich wirklich sehen lassen. Zu einer schönen Eröffnung ging es im Anschluss nach Neunkirchen, wo der Schwesternverband die neue Akademie für Pflegeberufe in Neunkirchen in Betrieb nahm. Sie befindet sich unmittelbar neben unserer Förderschule. Wir hatten die Baufläche dem Schwesternverband veräußert. Mit Gesundheitsminister Dr. Magnus Jung und OB Jörg Aumann durfte ich nach der feierlichen Eröffnung und Einsegnung der Akademie für Pflegeberufe in Neunkirchen deren neue Räumlichkeiten besichtigen, in denen seit diesem Jahr zeitgemäßer Fachunterricht durchgeführt wird.

Bei einem Rundgang haben uns die Auszubildenden die Vorzüge der modernen Unterrichtssäle gezeigt und uns hierbei auch ihre Berufsbilder nähergebracht. Mit den qualitativ hochwertigen Ausbildungs- und Fortbildungsmöglichkeiten trägt der Schwesternverband zur Aufrechterhaltung der guten medizinischen Versorgung im Landkreis Neunkirchen bei.  

 

Wenn dieser Blog erscheint, findet die Kalenderpräsentation der Lebenshilfe statt. Das ist in diesem Jahr etwas ganz Besonderes, da ich selbst an diesem Kalender mitwirkte und mit Menschen mit Behinderungen gemeinsam ein Bild gestalten durfte. Das war eine ganz tolle Erfahrung.

 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

mit diesem Blog verabschiede ich mich in Urlaub. Vertreten werde ich durch die Erste Kreisbeigeordnete Daniela Feld.

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit, bleiben Sie gesund.

Bis bald

Ihr Landrat

Sören Meng


14.10.2022: Umfangreiche Arbeiten zu bewältigen

14.10.2022: Umfangreiche Arbeiten zu bewältigen

Die Sanierungsarbeiten im KBBZ Neunkirchen sind weitestgehend abgeschlossen, die Schule umfassend digitalisiert
Landrat Sören Meng gemeinsam mit WFG-Geschäftsführer Klaus Häusler in der Lagehalle der Fink & Walter GmbH in Merchweiler
Neue Partnerin der Regionalmarke: "Tante Kolling" Nathalie Kolling und ihr Mann Marco
Zuwachs bei der Regionalmarkenfamilie: Lasertechnik Christian Forler
Die nachhaltigen Abrissarbeiten an der Lutherschule schreiten gut voran
Umfangreiches Programm bei der Hauptversammlung des Saarländischen Landkreistages

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

die Zeiten sind für alle sehr fordernd. Oftmals wird in der Öffentlichkeit von der sogenannten Zeitenwende gesprochen. Auch ich habe solche Zeiten noch nie erlebt. Corona, so hat man den Eindruck, ordnet die Welt neu. Seit Anfang des Jahres tobt ein Krieg mitten in Europa, die Folgen spüren wir alle. Er hat Auswirkungen auf alle Lebensbereiche und natürlich auch auf die Politik und auf die Verwaltungen, denn wir müssen viele Maßnahmen umsetzen. Das ist unsere Aufgabe zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger. Diese haben zu Recht einen Anspruch darauf, dass sie sich in schwierigen Lebenslagen auf ihre Verwaltungen verlassen können. Mein Team und ich arbeiten mit Hochdruck daran, dass wir den Aufgaben gerecht werden können. Dass dies in Zeiten von Fachkräftemangel und leider auch krankheitsbedingten Ausfällen nicht einfach ist, versteht sich von selbst.

Doch nun zu meiner Woche:

Los ging es am Montagmorgen mit dem verwaltungsinternen Jour Fixe. Aufgrund der hohen Inzidenzen bin ich wieder dazu übergegangen, die meisten Besprechungen per Video durchzuführen. Dies hat sich bewährt und ist infektionssicher. Anschließend gab es einen Termin in unserem Kaufmännischen Berufsbildungszentrum, das wir rundum saniert haben. Das konnte unter anderem auch durch eine großzügige Förderung durch das saarländische Wirtschaftsministerium umgesetzt werden. Neben der energetischen Sanierung wurden alle rund 60 Klassenzimmer mit Laser-Beamern, AppleTV und Soundbars ausgestattet, dazu kommen flächendeckendes WLAN, iPads und neue PC-Säle, um nur einige Neuerungen zu nennen. Gemeinsam mit Schulleiter Heiko Staub und Reiner Groß vom zuständigen Referat im Wirtschaftsministerium konnten wir uns von den Ergebnissen der Arbeiten überzeugen. Danach ging es für mich nach Saarbrücken zum Sozialministerium, wo ein Gespräch mit dem Sozialminister zu verschiedenen Themen stattfand. Am Nachmittag standen noch etliche verwaltungsinterne Rücksprachen auf meiner Agenda.

Um die Digitalisierung ging es am Dienstagmorgen in einer Besprechung in den Räumlichkeiten des Zweckverbandes eGo-Saar. Hier haben sich die Saarländischen Landkreise zusammengeschlossen, um Vorhaben rund um die Verwaltungsmodernisierung gemeinsam voran zu treiben. Anwesend war hier auch die CIO unserer Landesregierung, die Wirtschaftsstaatssekretärin Elena Yorgova-Ramanauskas. Mit ihr tauschten wir uns aus. Unter anderem stehen Verwaltungsmodernisierungen im Sozialbereich, aber auch im Zulassungswesen und in der IT an. Das Ganze ist ein sehr dynamischer Prozess eine nicht leichte Angelegenheit. Aber wir sind alle gemeinsam in den letzten Jahren hier schon ein großes Stück weitergekommen und gestalten somit aktiv die Zukunft. Wieder zurück in Ottweiler fand eine Online-Besprechung mit der Tourismus- und Kulturzentrale statt, in der ich mich über aktuelle Themen rund um unseren Tourismus austauschte. Neben einem neuen Premium-Wanderweg, der sogenannte „Spitzbubenweg“ bei Münchwies, können wir demnächst auch eine Mountain-Bike-Strecke eröffnen. Der Werkleiter Christian Rau und sein Team sind in Absprache mit den Kommunen im Landkreis dabei, unsere Tourismusregion kontinuierlich weiterzuentwickeln. Anschließend besuchte ich die Merchweiler die Firma Fink & Walter GmbH und tauschte mich mit Geschäftsführer Christian Walter und seiner Frau aus, die ihn bei seiner Tätigkeit unterstützt aus. Christian Walter und sein 25-köpfiges Team sind in Bereich der konventionellen Wundversorgung tätig. Das Unternehmen, das in seiner Anfangszeit vor über 70 Jahren lediglich mit gefalteten Kompressen gehandelt hat, ist organisch gewachsenen und beliefert mittlerweile namenhafte Kliniken wie die Charité in Berlin. Außerdem ist die Fink & Walter GmbH ein Vorzeigeunternehmen in Sachen sozialem Engagement und Nachhaltigkeit unserer Region geworden. Davon konnte ich mich gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Klaus Häusler vor Ort überzeugen. Danach fand ein Termin mit dem Neunkircher Oberbürgermeister Jörg Aumann zu verschiedenen Themen statt. Ich nutzte meinen Aufenthalt in Neunkirchen, um mir den aktuellen Stand der Abbruchmaßnahmen unserer ehemaligen Gemeinschaftsschule Stadtmitte aus der Nähe gemeinsam mit unserem Bauamtsleiter Thorsten Mischo anzusehen. Hier leistet die Firma ganze Arbeit und nimmt den Abbruch ressourcenschonend vor. Ressourcenschonend bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Materialien beim Abbruch bereits als Wiederverwertung getrennt werden. Dadurch dauert der Abbruch zwar deutlich länger, ist aber auch sehr effizient und nachhaltig. In den nächsten Wochen werden die Arbeiten beendet sein. Dann kann im neuen Jahr mit dem Aufbau begonnen werden. Die Ausschreibungen sind in der ersten Jahreshälfte geplant.

Am Mittwochmorgen händigte ich einem langjährigen Mitarbeiter die Ruhestandsurkunde aus. Danach ging es nach Illingen, wo ich zwei neue Partner unserer Regionalmarke gemeinsam mit WFG-Geschäftsführer Klaus Häusler und dem Koordinator der Regionalmarke Willi Walter besuchte. Nathalie Kolling und ihr Mann haben sich mit ihrem kleinen Geschäft, das an die guten alten Tante-Emma-Läden erinnert, einen Traum erfüllt. Bei „Tante Kolling“ wird nicht nur ein ansprechendes Angebot von frischem Obst und Gemüse aus der Großregion geführt, sondern auch Öle, Käse, Wildspezialitäten und viele weitere Leckereien. Ein kleines Café lädt zum Verweilen ein. Ein schöner Raum für eine kleine Auszeit mitten in der Industriestraße in Illingen. Direkt nebenan befindet sich Christian Forler mit seiner Lasertechnik Forler. Sein Spezialgebiet sind Laserbeschriftungen und Lasergravuren auf den unterschiedlichsten Materialien und Gegenständen. Wenn man auf der Suche nach individuellen und außergewöhnlichen Geschenken ist, ist man bei Christian Forler an der richtigen Adresse. Am Nachmittag fand ein Gespräch mit Vertretern einer Grundschule bezüglich der Verbesserung der Sozialarbeit statt. Hier erfuhr ich gemeinsam mit dem Team unseres Kreisjugendamtes einiges über die aktuellen Herausforderungen im Bereich der Jugendhilfe.

Am Donnerstagmorgen gab es eine Besprechung in Saarbrücken mit dem Staatssekretär des Innenministeriums Torsten Lang und den Saarländischen Landräten. Hier ging es um die geplante Wohngeldreform, die voraussichtlich zu Beginn des neuen Jahres in Kraft treten soll. Eine Mammutaufgabe für die Verwaltungen, denn - wie bereits erwähnt - hat der Fachkräftemangel längst Einzug genommen. Auf der anderen Seite sind aufgrund der derzeitigen Situation im Energiesektor viele Bürgerinnen und Bürger auf staatliche Hilfen angewiesen. Thematisiert wurde in dieser Besprechung, wie die Landkreise gemeinsam mit dem Land die erforderlichen Weichen hierfür stellen werden. Dies ist deutlich leichter geschrieben als in die Tat umgesetzt, aber wir alle geben unser Bestes, damit wir den Bürgerinnen und Bürgern in dieser schwierigen Situation zur Seite stehen können. Am Nachmittag fanden interne Termine statt. Auch tauschte ich mich mit der Leiterin des Neunkircher Hospizes Ute Seibert zu aktuellen Herausforderungen aus. Es ist geplant, eine Koordinationsstelle für alle Landkreise im Bereich der Hospize einzurichten. Ich begrüße diese Initiative, denn die Hospizbewegung ist gerade in einer älter werdenden Gesellschaft sehr wichtig. Dabei leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hospize hauptamtlich und ehrenamtlich, ambulant und auch stationär wertvolle Hilfe. Es geht darum, dass wir bei Bedarf jedem Bürger und jeder Bürgerin entsprechende Hilfen anbieten können. Dafür benötigt man die entsprechende Infrastruktur. Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die Sitzung des Kreisausschusses dar. Der öffentliche Teil beschäftigte sich unter anderem mit der Freigabe von Haushaltsmitteln für bestimmte Bereiche und mit einem Zuschuss an die GSE des ASB zur Beschäftigung von 10 Mitarbeitern für die Projekte „Frauen Aktiv Illingen“ und „Möbelbörse Heiligenwald“. Diese Vorhaben unterstützt der Landkreis mit einer Höhe von insgesamt rund 23.000 Euro. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft und helfen, dass Menschen, die lange Zeit arbeitslos sind, wieder in Beschäftigung kommen.

Heute Morgen fand eine verwaltungsinterne Besprechung zur aktuellen Flüchtlingslage im Landkreis Neunkirchen statt. Danach ging es für mich nach Saarbrücken, wo die Hauptversammlung des Saarländischen Landkreistages stattfand. Der Vorsitzende des Landkreistages, Landrat Udo Recktenwald, eröffnete die Sitzung. Im ersten Teil wurden interne Themen des Landkreistages, wie beispielsweise die Prüfung der Jahresrechnung und auch der Haushaltsstellenplan des Landkreistages, behandelt. Im öffentlichen Teil ging es dann auch darum, die Arbeit der Saarländischen Landkreise der Öffentlichkeit vorzustellen. Dies ist gerade in schwierigen Zeiten wichtig.

Am Sonntagabend habe ich die ehrenvolle Aufgabe der Chorvereinigung 1921 Heiligenwald e.V. die „Zelter-Plakette“ in Vertretung von Frau Ministerin Christine Streichert-Clivot zu überreichen. Diese Plakette wird gemeinsam mit der dazugehörigen Urkunde verliehen, die die Unterschrift von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier trägt. Die Zelter-Plakette ist die höchste deutsche Auszeichnung für Amateurchöre, die seit mindestens 100 Jahren ununterbrochen musikalisch wirken. Die Chorvereinigung Heiligenwald hat dies bereits letztes Jahr geschafft, die Feierlichkeiten mussten wegen Corona allerdings verschoben werden. Sie leistet einen wichtigen kulturellen Beitrag in ihrem Heimatort und darüber hinaus. Daher freue ich mich sehr, dass ich diese besondere Verleihung vornehmen darf.

 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

eine ereignisreiche Woche geht dem Ende zu.

Ich möchte es nicht versäumen, auch noch auf die aktuelle Corona-Lage hinzuweisen. Die Zahlen haben sich dramatisch verschlechtert. Es besteht wieder eine erhöhte Gefahr, eine Corona-Infektion zu bekommen. Daher verweise ich auf Vorsichtsmaßnahmen, wie das Einhalten von Abständen und das Tragen von Masken. Jetzt erst beginnt die schwierige Zeit. Ziel muss es sein, dass unser Gesundheitssystem mit diesen erhöhten Infektionen umgehen kann. Daher sind wir alle dazu aufgerufen, unseren Beitrag dazu zu leisten.

In diesem Sinne: Geben Sie auf sich und Ihre Mitmenschen Acht! Bleiben Sie gesund!

Ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende

Ihr Landrat Sören Meng


07.10.2022: Goldene Oktoberwoche

07.10.2022: Goldene Oktoberwoche

Landrat Sören Meng überzeugt sich im Unterricht von der Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten der neuen digitalen Infrastruktur an der Gemeinschaftsschule Schiffweiler
Landrat Sören Meng mit Frank Backes, Leiter der Stabsstelle Zensus des Landkreises Neunkirchen
Gut besuchte Podiumsdiskussion zum Thema "Kindheit und Jugend heute"
Landrat Sören Meng händigte im Historischen Sitzungssaal 15 neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern die Einbürgerungsurkunden aus
Landrat Sören Meng mit Oliver Martin, Abteilungsleiter Kreisumweltamt, Vertreterinnen der Sparkasse Neunkirchen und Schulleiter Marc Hubertus bei der Einweihung der Bienenanlage
 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

diese Woche hat sich der Oktober von seiner goldenen Seite gezeigt. Nach dunklen Regentagen tut es richtig gut, die besondere Herbstlandschaft zu genießen. Tanken wir noch alle etwas Wärme, denn wir wissen, dass mit dem kommenden Monat die Tage deutlich dunkler werden.

Meine Arbeitswoche war, wie gewohnt, sehr abwechslungsreich. Am Montag war Feiertag, sodass die Arbeitswoche erst am Dienstag begann.

Am Dienstagmorgen besuchte ich die Mühlbachschule in Schiffweiler. Diese Gemeinschaftsschule, die zweitgrößte im Landkreis, wurde mit zirka 400.000 Euro digital aufgerüstet. Mit rund 400 iPads 3s für Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer und mit leistungsfähigem WLAN für alle Klassen können nun individuelle, digitale Unterrichtskonzepte in den Klassen umgesetzt werden. Der Schulleiter Frank Brück und der zuständige Lehrer Christian Meyer stellten mir die einzelnen Maßnahmen vor. Der Unterricht mit den digitalen Werkzeugen ist ein Mehrwert für alle Beteiligten. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie intensiv damit gearbeitet wird und wie gut die neue Infrastruktur von den Schülerinnen und Schülern sowie von der Lehrerschaft angenommen wird. Jetzt ist auch die Mühlbachschule am Puls der Zeit. Ein Dankeschön geht an dieser Stelle auch an den Kreistag und an das zuständige Bildungsministerium. Beide Institutionen haben die Digitalisierung unterstützt.

Danach fanden verwaltungsinterne Rücksprachen und Termine statt. Am Abend tagte der Kreisjugendhilfeausschuss. Hier stellte die Sachgebietsleiterin des Allgemeinen Sozialen Dienstes des Jugendamtes Sabine Klee das umfangreiche Sachgebiet vor, auch wurden Zuschussmaßnahmen besprochen.

Am Mittwoch tagte die 40. Versandverbandsversammlung des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Saar. In der nicht-öffentlichen Sitzung, unter der Leitung des Zweckverbandsvorstehers und Kollegen Udo Recktenwald, wurden zahlreiche Maßnahmen rund um den Rettungsdienst beraten. Wieder zurück in Ottweiler fand ein Pressegespräch mit der Redakteurin der Saarbrücker Zeitung Elke Jacobi und dem für Zensus zuständigen Mitarbeiter Frank Backes statt. Schon jetzt kann ich sagen, dass die Erhebungen rund um Zensus 2022 sehr erfolgreich waren und gut verlaufen sind. Noch bis Ende des Jahres sind die Erhebungsunterlagen zu bearbeiten. Die neu festgestellten amtlichen Einwohnerzahlen dienen unter anderem als Bemessungsgrundlage für den Länderfinanzausgleich, EU Fördergelder, Einteilung der Wahlkreise und die Sitzverteilung im Bundesrat. Ebenfalls dienen die erhobenen Strukturdaten zur Bevölkerung und zum Gebäude- und Wohnungsbestand als Grundlage für Stadtentwicklung, Flächennutzung und Sanierungsplanung sowie den Bedarf an neuen Wohnungen, Schulen, Krankenhäusern Universitäten usw. Meinem Zensus-Team der Kreisverwaltung danke ich ganz herzlich für das große Engagement. Auch danke ich den zahlreichen Erhebungsbeauftragten, die viele Interviews mit Bürgerinnen und Bürgern führten. Hier gab es keine Beanstandungen. Um die künftige Liquiditätssicherung der beiden Tierheime Homburg und Neunkirchen ging es in einem Gespräch, an dem neben den Vertretern der Tierheime auch Vertreter der beiden Kreise Sankt Wendel und Saarpfalz teilnahmen. Im Jahr 2018 konnten wir mit Hilfe der Gemeinden die Arbeit der beiden Tierheime finanziell unterstützen. Der Vertrag ist noch bis Ende 2023 gültig. In der Besprechung berichteten uns die Vertreter der Tierheime über die großen Herausforderungen dieser Einrichtungen, auch bedingt durch die Pandemie. Hier sind die Kosten deutlich gestiegen, die zu erwartenden hohen Energiekosten werden die finanziellen Belastungen der Heime weiterhin steigern. Im Frühjahr nächsten Jahres werden wir die Verhandlungen zur Neugestaltung der Verträge aufnehmen. An dieser Stelle ist es mir ein Anliegen, auf etwas hinzuweisen. Die Tierheime leisten einen wichtigen Beitrag zum gelebten Tierschutz. Hier wird zum größten Teil ehrenamtlich gearbeitet. Diese Arbeit hat höchste Anerkennung verdient.

Am Abend fand eine sehr gut besuchte Veranstaltung des Arbeitskreises Gesundheit im Landkreis Neunkirchen zum Thema „Kindheit und Jugend heute“ im Dienstgebäude in Neunkirchen statt. Neben Fachvorträgen berichteten auch Schülerinnen über ihre Eindrücke und Erlebnisse in Zeiten von Corona. Prof. Dr. med. Michael Zemlin, Direktor der Klinik für Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie, Dr. Lieselotte Simon-Stolz, Leiterin des Arbeitskreises Kindergesundheit, Sabine Klee, Leiterin des Allgemeinen Sozialen Dienstes, Eva Prams, Schulsozialdienst und Corinna Oswald, Caritasverband Schaumberg Blies e.V. trugen mit Fachvorträgen zum inhaltlichen Gelingen der Veranstaltung bei. Auch der Minister für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit des Saarlandes Dr. Magnus Jung hielt ein Impulsvortrag und stand bei der anschließenden Podiumsdiskussion Rede und Antwort. Quasi als Hausherr führte ich in die Veranstaltung ein. In meinem Grußwort ließ ich die Corona-Pandemie Revue passieren. Auch den Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Ängste ließ ich nicht unerwähnt. Dennoch müssen wir uns heute die Fragen stellen: „Was haben wir in den letzten beiden Jahren gelernt? Wie haben die Jugendlichen diese Zeit erlebt? Wo gibt es regionale Lösungsansätze?“ Klar ist: Damit Kinder und Jugendliche gesund aufwachsen können, müssen unterschiedliche Akteure gemeinsam die Voraussetzungen dafür schaffen und Hand in Hand arbeiten. Diese Akteure sind im Gesundheitssektor, in der Jugendhilfe, Bildung, in der Familie und im Sozialwesen zu finden. Gute und interdisziplinäre Zusammenarbeit ist eine Voraussetzung, um Zugang zu finden und die Angebote entsprechend dem Bedarf sozial benachteiligter Eltern und Familien auszurichten. Die Kommunen sind bemüht, diese Angebote systematisch zu bündeln und weiterzuentwickeln. Der Untertitel der Podiumsdiskussion lautete: „Wie packen wir es an?“ Für diese kurze, aber intensive Frage gibt es keine allgemeingültige Antwort, aber sie ist es wert, sich intensiv damit zu beschäftigen. Denn nur mit einem Miteinander kommen wir in dieser Situation weiter und können umsetzbare Lösungen finden. Ziel ist es, unsere Kinder und Jugendliche optimal zu begleiten, damit sie stark sind für die Zukunft.

Gestern Morgen fanden wieder Einbürgerungen im Historischen Sitzungssaal statt. Es ist für mich immer etwas Besonderes, den Neubürgern ihre Einbürgerungsurkunde zu überreichen. Danke meinem Team der Kreispolizeibehörde für die gute Vorbereitung und die Begleitung der Menschen, die eingebürgert werden. Oftmals haben diese Menschen einen langen Weg hinter sich, der mit bürokratischen Hürden verbunden gewesen ist.

Im Anschluss tauschte ich mich mit dem Leiter unseres Jugendamtes Stefan Will zu aktuellen Herausforderungen aus. Danach fand eine Besprechung mit einigen Schulleitern der Gemeinschaftsschulen zu aktuellen Themen statt. Aufgrund der gestiegenen Infektionszahlen versuche ich möglichst viele Besprechungen wieder digital durchzuführen. Gerade mit kleineren Gruppen lässt sich das gut darstellen.

Heute Morgen gab es die Besprechung mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern der Städte und Gemeinden zur aktuellen Corona-Lage und zur Lage der Flüchtlinge im Landkreis. Dieser Austausch ist mir sehr wichtig, denn viele Anliegen und Themen seitens der Bürgermeister können sofort geklärt werden. Im Anschluss daran ging es zur Einweihung der neuen Bienenanlage am Gymnasium Ottweiler. Schon seit einigen Jahren hat das Gymnasium eine Bienen AG. Als Hobbyimker freut mich dies ganz besonders. Jetzt konnte dank Fördermittel und dem Engagement unseres Kreisumweltamtes das Gelände attraktiver und anschaulicher gestaltet werden. Am Nachmittag besuchte die Staatssekretärin des Wirtschaftsministeriums Elena Yorgova-Ramanauskas die Räumlichkeiten unserer Wirtschaftsförderungsgesellschaft und informierte sich über aktuelle Projekte, wie beispielsweise das erfolgreiche Startup Center. Ich freute mich sehr, dass ich als Aufsichtsratsvorsitzender unserer WFG hier mit dabei sein konnte. Ich halte eine enge Verzahnung zwischen Wirtschaftsministerium und WFG für sehr wichtig. Danke auch dem Geschäftsführer Klaus Häusler und seinem Team für das Engagement.

Morgen früh besuche ich den 11. Saarländischen Hospiztag, der in der Stummschen Reithalle stattfindet. Die Förderung und Entwicklung der hospizpalliativen Arbeit im Saarland ist der Landesregierung seit vielen Jahren ein wichtiges Anliegen. Der diesjährige Hospiztag widmet sich dem Thema „Abschiedlich leben - füreinander sorgen.“ An dieser Veranstaltung nehme ich gemeinsam mit dem Sozialminister Dr. Magnus Jung und der Neunkircher Bürgermeisterin Lisa Hensler teil. Ein herzliches Dankeschön allen Menschen, die sich in der Hospizarbeit engagieren und die das Leben am Ende eines Lebens wertvoller machen.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende. Genießen Sie das Wetter und bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat Sören Meng

 

 


30.09.2022: Von Gotha in den Oktober

30.09.2022: Von Gotha in den Oktober

Gruppenfoto der Landräte in Gotha
Gruppenfoto der Besten- und Meisterehrung
Bescheidübergabe an die ehrenamtlichen Engagierten in den Altenbegegnungsstätten
Landrat Sören Meng mit Sabine Schmidt von der "Leitstelle Älter werden"

 Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

zugegebenermaßen ist diese Überschrift nicht der große Wurf. Allerdings angesichts der vielen Blogbeiträge, die ich bereits geschrieben habe, ist es schwer, etwas Neues zu finden. Sie fragen zurecht, was die schöne, malerische Stadt in Thüringen mit dem Alltag eines Landrates zu tun hat. Die Antwort ist ganz einfach, denn Montag und Dienstag verbrachte ich im Rahmen der Sitzung des Deutschen Landkreistages im Verfassungs- und Europaausschuss in dieser ehrwürdigen Stadt. Die Gremienmitglieder waren auf Einladung des Landkreises Neunkirchen im Mai in unserer Region zu Gast.

Gotha kann auf eine über 1250-jährige Stadtgeschichte zurückblicken.

Geprägt von einer erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Kunstsinnigkeit des einstigen Herzoghauses strahlt die Stadt Gotha einen ganz besonderen Charme aus. Gothaer Bürger und Besucher der Stadt genießen hier eine erstklassige museale Landschaft und hochwertige Kunst sowie zahlreiche weitere Erlebnisbereiche. Wer sich für Adelshäuser interessiert, ist in Gotha richtig. Denn auch das englische Königshaus ist eng mit der Stadtgeschichte verbunden. Daher mache ich gerne Werbung für diese schöne Stadt. Der dortige Landrat Onno Eckert verstand es sehr gut, die schönsten Seiten seiner Region präsentieren. Neben einem inhaltlich anspruchsvollen Tagungsprogramm stand am Abend eine Stadtführung auf der Agenda.

Mehr Infos unter www.gotha-adelt.de

Inhaltlich ging es um die Themen Aufenthaltsrecht und Integration, Bewältigung des Fachkräftemangels, kreisübergreifende Cloud-Infrastrukturen, Einführung eines sozialen Pflichtjahres und dem Bericht aus dem Europa-Büro rund um das Thema Katastrophenschutz. Ich schätze diese Ausschussarbeit sehr, da wir uns mit Landräten aus allen Bundesländern austauschen können. Hierbei ist es immer interessant zu erfahren, welche regionalen Unterschiede und Herausforderungen es gibt. Im Großen und Ganzen haben wir uns mit dem gesellschaftlichen Wandel und den weltpolitischen Ereignissen samt den diesbezüglichen Reaktionen ähnlichen Problematiken zu stellen.  Die nächste Tagung findet im Frühjahr 2023 in Worms statt.

Wieder zurück im Landkreis Neunkirchen wartete viel Schreibtischarbeit auf mich. Dank der Digitalisierung konnte ich im Rahmen der zweitägigen Tagung bereits einige E-Mails bearbeiten und doch Hintergrundgespräche führen. Dies ist eine immense Arbeitserleichterung. Da ich nicht selbst fahren musste, konnte ich auch die Autofahrt zum Aktenstudium nutzen.

Am Mittwochmorgen tagte in unserem Dienstgebäude in Neunkirchen die Verbandsversammlung des ZPS, dessen Verbandsvorsteher ich bin. Hier ging es um viele Themen rund um den öffentlichen Personennahverkehr. Aufgrund der Einführung des „9-Euro-Tickets“ und der Forderungen nach Folgemöglichkeiten gibt es hier viel Diskussionsbedarf. Allerdings ist die Finanzierung des ÖPNV nicht auskömmlich. Hier sind wir in erster Linie auf Mittel des Bundes und auch des Landes angewiesen. Die Landkreise als Aufgabenträger sind hier schon längst an der finanziellen Belastungsgrenze angelangt. Alle Weiterentwicklungen des ÖPNV sind mit Kosten verbunden. Hier brauchen wir finanzielle Unterstützung, um diese Herausforderungen, die ich nachvollziehen kann, zu stemmen. Die finanzielle Situation der öffentlichen Kassen ist aufgrund der derzeitigen Lage angespannt wie nie.

Am Nachmittag fand dann eine Veranstaltung statt, die nach der pandemiebedingten Pause wiederauflebte. Insgesamt konnte ich an 32 Altenbegegnungsstätten wieder Förderbescheide übergeben. In diesem Jahr wird die ehrenamtliche Arbeit insgesamt mit 12.700 € unterstützt, um zum Erhalt dieser wichtigen Strukturen beizutragen. Der Betrag soll aber vor allem eine Geste für die geleistete Arbeit sein. Gerade in Zeiten von Corona und Abstandhalten war und ist das Thema Vereinsamung präsent. Dabei leisten die ehrenamtlichen Helfer einen überaus wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Es werden dadurch Räume geschaffen, wo Menschen sich begegnen können und zusammenfinden. Die große Trägervielfalt im Landkreis sorgt für ein abwechslungsreiches Angebot für Seniorinnen und Senioren. 49 Verbände und Kirchengemeinden sind für die 32 Altenbegegnungsstätten im Landkreis Neunkirchen verantwortlich. Die Altenbegegnungsstätten fördern die selbständige Lebensführung im Alter u.a. durch Vortragsreihen zu Mobilität und Gesundheit und dienen der Erhaltung bestehender bzw. Knüpfung neuer sozialer Beziehungen der Seniorinnen und Senioren. Die Mehrheit der Einrichtungen konnte aufgrund der strengen Corona-Hygienemaßnahmen ihre Angebote weiterbestehen lassen. Wo dies nicht möglich war, wurde sich dauerhaft bemüht, den Kontakt aufrecht zu halten.

Am Donnerstagmorgen händigte ich zwei neuen Mitarbeiterinnen ihre beamtenrechtlichen Urkunden aus. Sie werden ihren Dienst offiziell ab morgen antreten. Danach ging es um den Haushalt im Bereich des Dezernates IV, wo beispielsweise auch die Untere Bauaufsichtsbehörde und die Straßenverkehrsbehörde angesiedelt sind.

In diesem Jahr sind die Haushaltsvorberatungen besonders fordernd. In allen Bereichen wird es zu einem finanziellen Mehraufwand kommen. Auch gibt es aufgrund der Aufgabenerweiterung seitens des Gesetzgebers eine Stellenmehrung. In den Beratungen diskutieren wir intensiv über Veränderungen gegenüber dem Haushaltsplan 2022 und versuchen Sparmaßnahmen umzusetzen. Allerdings wird dies kaum möglich sein. Auch bei der Landrätetagung Anfang der Woche waren die Haushalte Thema. Leider sind von den Kostenexplosionen alle Landkreise und kommunalen Verwaltungen betroffen. Hinzu kommt die damit verbundene, deutlich steigende Kreisumlage, die unsere Kommunen stark belasten wird.

Am Nachmittag tagte der Aufsichtsrat der IKS im Flughafen Saarbrücken. In der nicht-öffentlichen Sitzung stellte sich unser Standortmanager des Erlebnisortes Reden Eric Schneider vor. Seit 1. April setzt er sich zum Wohle der Region ein. Dank der finanziellen Ausgestaltung durch das Land, der IKS, der Gemeinde Schiffweiler und des Landkreises kann unser Zweckverband gute Arbeit leisten. Derzeit wird das Entwicklungskonzept für den Standort erstellt, welches der Zweckverband in Auftrag gegeben hat. Ziel dieses Konzeptes soll die künftige Entwicklung des Zukunftsortes sein. Am Abend fand die Ehrung der HWK-Jungmeister/innen des Landkreises Neunkirchen und IHK-Landesbesten (Auszubildende und Weiterbildungsabsolventen) statt. Hierzu hatten die Wirtschaftsförderungsgesellschaft und der Landkreis eingeladen. Ich freute mich sehr, dass wir in diesem festlichen Rahmen schon zum zweiten Mal Menschen ehren durften, die sich in ihrem Beruf, in ihrem Gewerk, in ihren Aus- und Weiterbildungen mit besonders viel Engagement eingebracht haben. Der Landkreis engagiert sich schon seit einigen Jahren gemeinsam mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, der HWK und dem Saar-Lor-Lux-Umweltzentrum bei der Kampagne „Hände hoch fürs Handwerk“. Im Vordergrund dieser Kampagne stehen seit jeher die Themen Fachkräftesicherung und Energieeffizienz im Handwerk, sie sind heute aktueller denn je. Der Fachkräftemangel hat in Deutschland einen neuen Höchststand erreicht. Nicht nur das Handwerk ist davon betroffen. Auch andere Branchen, selbst die öffentliche Verwaltung, klagen zunehmend über fehlendes Fachpersonal. Anfang September konnte man in der SZ lesen, dass laut einer deutschlandweiten Studie 87% der Unternehmen dadurch in ihren Handlungsfeldern und im Geschäftsbetrieb eingeschränkt waren. Wir als Bürgerinnen und Bürger merken es selbst an verkürzten Servicezeiten, eingeschränkten Ladenöffnungszeiten und langen Wartezeiten in allen Bereichen. Auch der Landkreis Neunkirchen will in Zukunft aktiv dem sich verschärfenden Fachkräftemangel entgegenwirken. Am 12. Oktober werden wir ganz offiziell gemeinsam mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft und der saaris eine Kooperation schließen, um mit der neuen Service- und Koordinationsstelle „Saarland attractive“ unter dem Slogan „find work and stay“ intensiver für die beruflichen, aber auch die privaten Perspektiven in unserer Region zu werben. Ziel ist es, Fachkräfte für Jobchancen im Saarland zu sensibilisieren und sie an ihre Arbeitsstätten zu binden. Gemeinsam mit anderen Arbeitsmarktakteuren wollen wir den Matching-Prozess zwischen qualifizierten Fachkräften und vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen mit Fachkräftebedarf in unserer Region unterstützen. Es war wieder eine sehr schöne Veranstaltung, die auch musikalisch hervorragend umrahmt wurde. An dieser Stelle unserer Wirtschaftsförderungsgesellschaft mit dem Geschäftsführer Klaus Häusler an der Spitze herzlichen Dank. Auch freute ich mich, dass neben den Bürgermeistern Holger Schäfer und Bernd Huf auch die Sparkasse mit Jörg Welter und Patrick Rammo vertreten waren.

Der heutige Morgen stand ganz im Zeichen interner Termine und Rücksprachen. So stellte ich gemeinsam mit der Leiterin unserer „Leitstelle Älter werden“ Sabine Schmidt die neugestaltete Homepage vor. Die „Leitstelle Älter werden“ ist eine Anlaufstelle für Seniorinnen und Senioren sowie deren Angehörige. Sie unterstützt Bürgerinnen und Bürger des Kreises aktiv bei der Suche nach Ansprechpartnern rund um das Thema Altern. Das Ziel der Leitstelle ist es, alternden Menschen dabei zu helfen, möglichst lange selbstbestimmt und eigenverantwortlich in ihren vier Wänden zu leben. Da mittlerweile bereits eine große Zahl der Seniorinnen und Senioren digital aktiv ist, hat sich die „Leitstelle Älter werden“ zum Ziel gesetzt, den sogenannten „Silver Surfern“ ein umfangreiches Informationsangebot bereitzustellen. Dieses umfasst neben den Themen Beratung und Unterstützung, Gesundheit, Mobilität, Sicherheit, Freizeitangebote und Veranstaltungen auch die Bereiche Pflege und Versorgung. Ich finde es sehr wichtig, älteren Menschen und ihren Angehörigen Wege zur Hilfe aufzuweisen. Wir informieren über Freizeit-, Vorsorge- und Versorgungsangebote, durch die sich ältere Menschen körperlich und geistig fit halten und weiterhin am sozialen Leben partizipieren können. Gleichzeitig verweisen wir an Fachberatungsstellen, Pflegedienste, Pflegeeinrichtungen und ähnliches, für den Fall, dass ein eigenständiges, selbstbestimmtes Leben nicht mehr in vollem Umfang möglich ist. Ich danke den Anbietern, Institutionen, Dienstleistern, den Einrichtungen und vor allem den ehrenamtlich in Vereinen Engagierten für ihre Teilnahme am Service- und Informationsangebot.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, eine sehr abwechslungsreiche Woche geht für mich zu Ende. Wenn der Blog erscheint, werde ich auf der Klausurtagung der SPD- Kreistagsfraktion sein.

Ich wünsche Ihnen ein schönes und erholsames langes Wochenende, da am Montag Feiertag ist.

 

Vielen Dank für das Interesse an meiner Arbeit.

Ihr Landrat Sören Meng


23.09.2022: Auf in den Herbst

23.09.2022: Auf in den Herbst

Die Verantwortlichen des TraSaar-Netzwerkes und Klaus Häusler (WfG) zu Gast bei Sören Meng im Landratsamt
Landrat Sören Meng begrüßt mit dem Geschäftsführenden Beamten Volker Federkeil und Martin Sieren vom Personalamt die neuen Anwärter für den gehobenen nicht-technischen Verwaltugnsdienst
Die Gemeinschaftsschule Stadtmitte wird neu gebaut. Landrat Sören Meng, Bürgermeisterin Lisa Hensler und Kreisbaumeister Thorsten Mischo machen sich ein Bild vom Beginn der Abrissarbeiten.
Landrat Sören Meng zu Gast in der Kerpenschule

 Mit dem heutigen Tag beginnt ganz offiziell der Herbst. Ich mag den Herbst, zumindest einmal bis zum November. Noch einmal wärmt uns die Sonne und der Herbst verwandelt die Bäume zu Kunstwerken, bis schließlich die Blätter fallen. Dieses Jahr begegne ich dieser Jahreszeit mit sehr gemischten Gefühlen. Zum einen steigen wieder die Inzidenzen, zum anderen blicken wir voller Sorge in Richtung Ukraine. Der russische Präsident zündelt immer weiter und eine diplomatische Lösung wird immer unwahrscheinlicher. Hoffen wir, dass der Friede und damit die Vernunft eintreten werden. Ein Krieg mitten in Europa hätten wir uns vor wenigen Jahren nicht vorstellen können. Jetzt ist er bittere Wirklichkeit geworden. Damit unmittelbar verbunden sind auch die Einschränkungen im Energiebereich. Zwar sinkt zur Zeit der Gaspreis etwas, aber aufgrund der relativ knappen Mengen hat sich die Situation finanziell für die Menschen verschärft. Unsere Regierung wird Entlastungsmaßnahmen auf den Weg bringen. Neben den Folgen für die Bürgerinnen und Bürger hat das Ganze auch gravierende Folgen für die kommunalen Haushalte. Derzeit sind wir dabei den Kreishaushalt 2023 vorzubereiten. Schon jetzt gibt es hier große Steigerungen. Soweit einige Worte zu Beginn des Herbstes 2022.

Am Montagmorgen tauschte ich mich mit dem Geschäftsführer des ZPS Achim Jesel zur aktuellen Lage rund um den ÖPNV aus. Auch bereiteten wir die anstehenden Gremiensitzungen vor. Durch die kurzfristige Einführung des 9 Euro-Tickets haben viele Menschen ihren Fokus auf den ÖPNV gelenkt. Ich kann es gut nachvollziehen, dass Rufe laut werden, dauerhaft ein solches Ticket einzuführen. Allerdings gibt es dies nicht zum Nulltarif. Die Landkreise als Aufgabenträger und das Land können das nicht alleine stemmen. Hier bräuchten wir, um ein vergleichbares Ticket einzuführen, starke Unterstützung seitens des Bundes. Doch auch hier sind die Mittel begrenzt. Ich hoffe, dass es gelingen wird, den ÖPNV in der nächsten Zeit weiterzuentwickeln und weiterhin attraktive Pakete für die Nutzerinnen und Nutzer zu schnüren. Mit der Tarifreform, die unsere Ministerpräsidentin Anke Rehlinger im letzten Jahr auf den Weg brachte, konnten wir den ÖPNV schon ein ordentliches Stück attraktiver machen.

Danach ging es nach Uchtelfangen, wo ich eine Förderschule besuchte. Im Rahmen der Digitalisierung investierten wir hier 150.000 €. Der Schulleiter Manfred Pflumm und die Schülerinnen und Schüler präsentierten mir die digitalisierte Schule und demonstrierten den Einsatz der Digitalisierung im Unterricht. Hier können gerade die Förderschulen von der neuen Technik sehr profitieren, da man noch individueller auf die jungen Menschen eingehen kann. Danke meinem Team der Schul-IT und der Bautechnik.

Von dort aus ging es nach Neunkirchen, wo offiziell die Abbrucharbeiten an der früheren Gemeinschaftsschule Stadtmitte, auch als Lutherschule bekannt, begannen. In den nächsten Monaten wird diese Schule komplett abgerissen, allerdings werden bereits beim Abriss die einzelnen Baustoffe getrennt, um sie sinnvoll zu recyceln. Aus diesem Grund dauert auch der Abriss etwas länger. Es war für mich ein sehr emotionaler Moment, da ich mit der Schule verbunden war. Neben mir waren auch die Neunkirchen Bürgermeisterin Lisa Hensler und der Schulleiter Michael Klepper anwesend. Bald kann an diesem Ort Neues entstehen. Die letzte neue Schule baute unser Landkreis vor genau 40 Jahren in Ottweiler. Es ist also auch für mich und meine Amtszeit ein besonderes, richtungsweisendes Projekt.

Am Nachmittag besprach ich mit unserem Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack Anliegen der Feuerwehren im Landkreis. Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die Werksausschusssitzung unserer Tourismus- und Kulturzentrale dar.

Der Dienstagmorgen stand ganz im Zeichen interner Rücksprachen und Telefonate. Derzeit gibt es zahlreiche Herausforderungen für unsere Kreisverwaltung, die parallel laufen.

Hierum ging es auch in der digitalen Besprechung mit den Führungskräften der Kreisverwaltung.

Am Nachmittag händigte ich zwei Anwärtern für den gehobenen Verwaltungsdienst ihre beamtenrechtliche Urkunde aus. Sie beginnen ihr Studium am 1. Oktober. Seit meinem Amtsantritt 2016 lege ich großen Wert auf die Ausbildung unserer Nachwuchskräfte. Daher bilden wir in hohem Maße aus. Leider hatten wir ursprünglich vier junge Menschen fürs Studium ausgewählt. Aufgrund des derzeitigen Fachkräftemangels (und der damit verbundenen Chancen für Bewerber) entschlossen sich letztendlich jedoch nur 2 Bewerber für unser Angebot. Danke an dieser Stelle auch an den Kreistag, der mich bei den verstärkten Bemühungen in Bezug auf die Ausbildung unterstützt.

Am Mittwoch fand eine interne Besprechung der Landräte mit unserer Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot zu verschiedenen Themen statt. Derzeit beschäftigen sich die Landkreise (in Absprache mit dem Ministerium) mit der Umsetzung der Wiedereinführung von G9 an den Gymnasien. Hier werden wir Landkreise als Träger der Schulen finanziell stärker gefordert. Daher sind wir auf finanzielle Unterstützung durch das Land angewiesen. Die entsprechenden Gespräche laufen bereits.

Im Anschluss befasste ich mich mit den Haushaltsansätzen zum Kreishaushalt 2023. Dabei hat das gesamte Kreisteam, insbesondere die Finanzverwaltung, alle Hände voll zu tun.

Gestern Morgen fanden die Gremiensitzungen unserer Wasserversorgung WVO statt. Hier ging es unter anderem um den Ausbau unserer Netze, die kontinuierlich ertüchtigt werden. Auch stand die Feststellung des Jahresabschlusses 2021 auf der Agenda.

Am Nachmittag stellte Harry Laufer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Transformationsmanagement Saar (GeTS), gemeinsam mit seinem Kollegen Mario Knaf das Projekt „TraSaar“ vor. Mit viel Engagement will das 16-köpfige Team in diesem Netzwerk ganzheitliche Konzepte für den Strukturwandel der Automobilbranche im Saarland auf den Weg bringen und den zukünftigen Veränderungen in diesem Sektor proaktiv begegnen. „TraSaar“ fungiert dabei als koordinierende Stelle zwischen Projektpartnern, Unternehmen und Mitarbeitern. Damit will das Netzwerk im Saarland Beschäftigung sichern und den Wirtschaftsstandort stärken. Der Landkreis wird diese Bemühungen gemeinsam mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft gerne begleiten.

Der Abschluss meines Arbeitstages stellten Haushaltvorberatungen für das Dezernat II (Schulen, Digitalisierung, Umwelt) dar.

Am heutigen Morgen besuchte ich die Straßenverkehrsbehörde und machte mir ein Bild der Situation. Leider haben sich die Wartezeiten wieder deutlich erhöht. Grund sind unter anderem hohes Zulassungsvorkommen und Ausfälle im Personalbereich. An dieser Stelle bitte ich die Bürgerinnen und Bürger um Nachsicht. Mein Team gibt alles, um die Wartezeiten möglichst gering zu halten. Wir hoffen, dass wir in wenigen Wochen wieder schneller Termine vergeben können.

Mit Sorge verfolge ich die Tatsache, dass die Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter oft mit unangenehmen Situationen konfrontiert werden. Manche Bürgerinnen und Bürger sind sehr aggressiv und ungerecht gegenüber meinem Team. Wir werden solch ein Verhalten nicht dulden, auch das möchte ich an dieser Stelle betonen.

Danach tagte der Vorstand des Landkreistages mit einer umfangreichen Tagesordnung. Unter anderem ging es um die Digitalisierung der Verwaltung, Ganztagsbetreuung im Grundschulalter, die Reform des Betreuungsrechts, Schulsozialarbeit und so weiter.

Hier wurde wieder deutlich, wie wichtig die Arbeit der Landkreise für die Gesellschaft ist, da viele Bereiche unmittelbar betroffen sind.

Am Nachmittag war ich in Saarbrücken zu Gast. Dort tagte der Armutsbeirat unter der Leitung von Sozialminister Magnus Jung. Es gibt berechtige Sorgen vor den kommenden Monaten, da durch die gestiegenen Energiekosten Menschen in große finanzielle Nöte kommen können. Hier müssen wir Unterstützungsangebote machen, auf allen Ebenen.

Am Abend besuche ich ein Konzert in meinem Heimatort Wiebelskirchen, das der Heimat-und Kulturverein veranstaltet. Morgen früh besuche ich eine Aktion der Fa. Palumbo, die Spenden für den Kinderschutzbund sammelt. Im Anschluss bin ich an der Förderschule Geistige Entwicklung Neunkirchen zu Gast, die ihren 50. Geburtstag feiert. Vergangene Woche war ich dort zu Gast und überzeugte mich vom Stand der Digitalisierung. Der ganzen Schulgemeinschaft gratuliere ich herzlich zu ihrem Jubiläum. Ich freue mich schon auf das Zirkusprojekt, das morgen vorgestellt wird. Danke allen Sponsoren, die dies ermöglicht haben.

Am Sonntagmorgen heißt es dann wieder „Wanderschuhe anziehen!“. Die Wahl fiel auf eine Teilstrecke des Brunnenpfades, welcher mit einigen Neuerungen glänzt, heißt es in einer Mitteilung des Landkreises. Die geführte Wanderung mit einer Länge von rund sieben Kilometern startet um 10 Uhr am Dorfbrunnenplatz in Hangard.

Der Weg selbst führt auf naturbelassenen Waldpfaden entlang gewundener Bachläufe und malerischer Auen. Die Wanderer passieren idyllische Kerbtäler und markante Steinformationen. Sie erleben großartige Höhenwege und spannende Schluchtenpfade. „An mehreren Aussichtspunkten warten außerdem gemütliche Sinnesbänke und herrliche Panoramablicke“, erklärt Nina Schmidt, Mitarbeiterin der Tourismus- und Kulturzentrale.

Erwandert wird am 25. September eine abgekürzte Variante des Brunnenpfades, sodass auch Interessierte mit niedriger bis mittlerer Kondition mitwandern können. Unterwegs werden die Teilnehmenden von fachkundigen Wanderführern begleitet, die viel Interessantes und Wissenswertes über den Weg und seine Umgebung zu berichten haben.

Zur Stärkung erwartet die Wanderer dank tatkräftiger Unterstützung der „Regionalmarke Neunkirchen“ ein Wander-Rucksack gefüllt mit regionalen Produkten. Zur Auswahl steht auch eine vegetarische Variante. Ich freue mich auf viele Begegnungen.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende. Genießen Sie die schönen Seiten des Herbstes.

Ihr Landrat Sören Meng

 


16.09.2022: Eine herbstliche Woche

16.09.2022: Eine herbstliche Woche

Die Biedersbergschule ist nun digitalisiert
Landrat Sören Meng und die Leiterin der KVHS Sarah Falkenrich begrüßen Jennifer Rück als neue Leiterin der VHS Merchweiler
Die Unterzeichnung des Geselslchaftervertrags zur Gründung des Klimaschutz-Netzwerkes im landkreis Neunkirchen
Landrat Sören Meng, Bürgermeister Bernd Huf und der Geschäftsführer der Lebenshilfe Neunkirchen Thomas Latz u.a. eröffnen den Norbert-Puhl-Wanderweg
Der Gedenkstein an der Alex-Deutsch-Brücke wurde durch Landrat Sören Meng und Oberbürgermeister Jörg Aumann offiziell eigneweiht
Die Aktion "Meine Helden" startete am Donnerstag
Landrat Sören Meng vor und auf der digitalen Tafel
Die Verantwortlichen des Klimaschutz-Netzwerkes vor dem Witwenpalais

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

diese Woche trug bereits viel Herbst in sich. Gekrönt wird das ganze am Samstag und Sonntag mit unserer beliebten Veranstaltung Herbst auf Finkenrech, die unser Team der Tourismus und Kulturzentrale des Landkreises organisiert hat.

Meine Woche war extrem terminreich. Würde ich alle Termine beschreiben, müsste ich zahlreiche Seiten füllen. Daher beschränke ich mich auf das Wesentliche.

Los ging meine Arbeitswoche mit Haushaltsvorbereitungen im Sozialdezernat. Im Vorfeld des Haushaltes müssen alle Abteilungen der Kreisverwaltung ihre Bedarfe für das kommende Haushaltsjahr benennen. Ausgabenerhöhungen müssen entsprechend begründet werden. Im zweiten Schritt wird dies von der Kämmerei auf Plausibilität geprüft und anschließend im Beisein der Dezernenten mit mir besprochen. Grundsatz ist neben der Pflichterfüllung unserer Aufgaben natürlich die Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit. Nach einer erneuten Prüfung lege ich dann den Haushaltsentwurf den Mitgliedern des Kreistages zur Beratung vor. Unsere Kämmerei unter der Leitung von Olaf Niesen hat zurzeit alle Hände voll zu tun, um den Haushaltsentwurf bis zum November zu finalisieren. Die Haushaltssitzung des Kreistages ist für Mitte Dezember geplant.

Danach ging es zur Sparkasse Neunkirchen, wo ich den Vertretern der Presse gemeinsam mit dem Team der Sparkasse unsere Spendenaktion für Vereine vorstellte. Bereits zum zweiten Mal leistet der Landkreis einen finanziellen Beitrag, um die Vereine zu unterstützen. Die Sparkasse unterstützt uns mit dem gleichen Betrag in Höhe von 50.000 € und stellt das innovative digitale Spendenportal zur Verfügung. Ich zitiere aus der Pressemitteilung:

Spendenaktion „Meine Helden“ für Vereine im Landkreis Neunkirchen

Landkreis und Sparkasse Neunkirchen stellen wieder 100.000 Euro bereit und rufen alle auf, gemeinsam zu helfen

Der Landkreis und die Sparkasse Neunkirchen unterstützen Vereine und ehrenamtliche Organisationen auch in diesem Jahr. Unter dem Motto „Wir stehen an Ihrer Seite“ starten sie eine besondere Aktion, zu der die Sparkasse und der Landkreis jeweils 50.000 Euro bereitstellen. Die Folgen der Corona-Pandemie und die hohe Inflation stellen die Vereine vor große Herausforderungen. Ganz egal, ob Geld für neues Mobiliar auf dem Vereinsgelände, für neue Sportgeräte oder für ein anderes Vorhaben benötigt wird. Die Teilnahme lohnt sich und ist einfach und transparent über die Online-Spendenplattform „Meine Helden“ möglich, die die Sparkasse bereits 2019 im Jahr ihres 150-jährigen Bestehens ins Leben gerufen hat. Gemeinnützigen Vereinen wird es hierdurch leichtgemacht, Spenden für ihre wichtige Arbeit zu sammeln. Ab dem 15. September 2022 können sich Vereine online unter www.meine-helden-sparkasse.de registrieren und ihre Projektidee bzw. ihren Bedarf einstellen. Somit haben Sie die Chance, eine Starthilfe von 300,00 Euro zu erhalten. Insgesamt wird hierfür ein Fördertopf in Höhe von 60.000 Euro bereitgestellt. Es lohnt sich also, möglichst schnell das Projekt zu veröffentlichen. Damit möglichst viele Vereine von der Aktion profitieren können, ist die maximale Fördersumme pro Projekt auf insgesamt 2.000 Euro begrenzt. Weitere Fördermittel des Landkreises und der Sparkasse werden im Laufe der Aktion, die bis Ende Januar 2023 läuft, im Rahmen von besonderen zeitlich befristeten Aktionen vergeben. Beteiligen können sich Vereine, die im Landkreis Neunkirchen ansässig und gemeinnützig sind. Voraussetzung ist eine Gemeinnützigkeitserklärung durch das Finanzamt bzw. die Möglichkeit, Spendenbescheinigungen auszustellen. Zusammen mehr erreichen! Landrat Sören Meng und die Mitglieder des Kreistages rufen zusammen mit der Sparkasse die Vereine auf, bei der Aktion mitzumachen „Machen Sie auf ihr Projekt aufmerksam und werben Sie dafür. So motivieren Sie andere für private Spenden. Diese können einfach über die Spendenplattform vorgenommen werden. Achten Sie auch auf aktuelle Informationen, die zum Beispiel über die Spendenplattform an die registrierten Vereine per Mail und auf der Internet bzw. Facebook-Seite von Sparkasse und Landkreis veröffentlicht werden. Es lohnt sich, denn es ist auch eine Verdopplungsaktion geplant, bei der an einzelnen Tagen private Spenden verdoppelt werden“, so Meng. Der Vorstand der Sparkasse Neunkirchen freut sich, gemeinsam mit dem Landkreis Neunkirchen einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Region zu leisten. „Bereits in den letzten Jahren haben wir mit unseren Spenden-Aktionen „Meine Helden“ vielen Vereinen helfen können. Hier waren letztes Jahr insgesamt 130.000 Euro zusammengekommen“, so der Vorstandsvorsitzende Markus Groß. Zusammen mit Jörg Welter ist er überzeugt, dass auch die aktuelle Aktion ein voller Erfolg wird und viele Vereine vor Ort profitieren können. „Für uns als Sparkasse ist dies eine schöne Gelegenheit, unsere Verbundenheit mit den Menschen in der Region zum Ausdruck zu bringen und Danke zu sagen für das vielfältige Engagement der Vereine, die unser Leben vor Ort bunter, liebenswerter und reicher machen“, erklärt Vorstandsmitglied Jörg Welter. „Jeder kann mit einer privaten Spende seinen Lieblingsverein unterstützen.

Helfen auch Sie mit, Gutes für unsere Heimat zu tun.“ Weitere Informationen: www.meine-helden-sparkasse.de

 

Von Neunkirchen ging es nach Spiesen-Elversberg, wo in der Ortsmitte von Spiesen eine neue moderne Kita errichtet wird. Der Landkreis wird diesen Neubau mit rund 2,6 Millionen € unterstützen. Gemeinsam mit Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot und Bürgermeister Bernd Huf hob ich die hohe Bedeutung der Maßnahme hervor. Leider gibt es im Landkreis Neunkirchen zu wenige Kinderbetreuungsplätze, daher bin ich sehr dankbar, dass die Städte und Gemeinden mit Hochdruck daran arbeiten, neue Plätze zu schaffen. Der Landkreis als Kreis Jugendhilfeträger unterstützt diese Bemühungen aktiv mit.

 

Von Spiesen-Elversberg fuhr ich nach Wiebelskirchen, wo wir offiziell den neuen Gedenkstein an der Alex-Deutsch-Brücke vorstellten. Es freut mich sehr, dass die kleine Feierstunde neben Grußworten von Oberbürgermeister Jörg Aumann und mir von Schülerinnen und Schülern der Alex Deutschschule Wellesweiler gestaltet wurde. Auch hier zitiere ich aus der Pressemeldung:

 

„Gedenkstein an Alex-Deutsch-Brücke in Wiebelskirchen offiziell eingeweiht

Anlässlich des 109. Geburtstages von Alex Deutsch (1913-2011) am 9. Februar wurde an der Alex-Deutsch-Brücke in Wiebelskirchen ein neuer Gedenkstein gesetzt. Die Pandemielage ließ zu dieser Zeit jedoch keine Feierlichkeiten zu. Nun wurde der Gedenkstein offiziell eingeweiht. Nach der Begrüßung durch den Landrat hielten Schüler der Klasse 8 b der Alex-Deutsch-Schule einen bewegenden Vortrag über das Leben Alex Deutschs, über das Leid, das ihm widerfuhr, aber auch über seine innere Stärke und sein Bedürfnis nach Frieden, das Antrieb seines späteren Wirkens wurde.

„Die Alex-Deutsch-Brücke ist ein Ort, der Menschen miteinander verbindet. Der neue Gedenkstein soll jeden, der die Brücke überquert, an ihren Namensgeber Alex Deutsch und sein großes Engagement für unsere Gesellschaft erinnern “, erläuterte Landrat Sören Meng im Beisein der Witwe von Alex Deutsch, Doris Deutsch. Die dreidimensionale Bronzetafel wurde von der Firma Natursteine Glöckner in Auftrag gegeben und von der Sparkasse Neunkirchen durch eine Spende an die Alex-Deutsch-Stiftung ermöglicht. Die Firma Glöckner arbeitete die Bronzetafel in den Stein ein und stellte den Gedenkstein unentgeltlich auf. „Dass die Gedenktafel bereits überarbeitet werden musste, da sie mit Hakenkreuzen beschmiert wurde, empfanden die Stiftungsmitglieder und ich als skandalös, es zeigt jedoch auch, wie wichtig die Arbeit an der Erinnerungskultur weiterhin ist. Die Firma Schöndorff aus Ottweiler hat zwar die Tafel wiederaufgearbeitet, es konnten jedoch nicht alle Kratzer entfernt werden. Daher verbleiben die Kratzer als Mahnung und als Zeichen der Verletzlichkeit unserer Gesellschaft“, so der Landrat.

Oberbürgermeister Jörg Aumann und der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Neunkirchen Markus Groß zeigten sich von der Gestaltung des Gedenksteins ihrerseits beeindruckt und stimmten dem Landrat zu. „Wir müssen weiterhin den Opfern der Shoah gedenken. Uns muss bewusst bleiben, dass Ausgrenzung, Hass, Hetze und Minderheitenverfolgung bereits im Keim bekämpft werden müssen, damit sie sich nicht in unserer Gesellschaft ausbreiten“, ergänzt Neunkirchens Oberbürgermeister Jörg Aumann.

Die Alex-Deutsch-Brücke wurde 2013 eingeweiht und erinnert an das Wirken von Alex Deutsch. Er überlebte den Holocaust und setzte sich viele Jahre für Frieden, Mitmenschlichkeit, Aussöhnung und Toleranz ein.  Infos: www.alex-deutsch-stiftung.de

 

Danach tagte das Kuratorium unsere Bürgerstiftung. Unsere Bürgerstiftung entstand im Rahmen des Projektes Landaufschwung und unterstützt Vereine und Institutionen in unserem Landkreis. Für das kommende Jahr sind neue Aktionen geplant. Immer wieder wenden sich Vereine an die Stiftung, die wir nach Beratung im Gremium, unterstützen können.

 

Den Abschluss des abwechslungsreichen Arbeitstages stellte der Spatenstich zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses Schiffweiler dar. Im Rahmen dieses Neubaus kann auch eine Garage für die Belange des Katastrophenschutzes realisiert werden. Der Kreistag hatte hierfür gestern den Weg freigemacht. Allerdings ist eine finanzielle Beteiligung des Kreises an eine zugesagte Bedarfszuweisung durch den Innenminister gekoppelt. Durch die Nähe an das geplante Katastrophenschutzlager in Ottweiler halte ich diese Beteiligung für eine pragmatische Lösung im Sinne des Katastrophenschutzes. Hier werden alle Wehren des Kreises gemeinsam mit THW und DRK künftig eine wichtige Rolle spielen. Derzeit hat der Landkreis ein Konzept zur Strukturierung des Katastrophenschutzes und einer Bedarfsplanung in Auftrag gegeben. Ich hoffe, dass ich die Ergebnisse Anfang des neuen Jahres vorstellen kann.

Am Dienstagmorgen tauschte ich mich mit dem Geschäftsführer unserer Wasserversorgung Thomas Wagner, Olaf Niesen (Kämmerei und Beteiligungsverwaltung) sowie den Wirtschaftsprüfern zum Jahresabschluss 2021 aus. Unsere WVO und der Zweckverband sind gut aufgestellt und für die Aufgaben von morgen gerüstet. Kontinuierliche Investitionen ins Leitungsnetz sind notwendig und vorgesehen. Auch hier blicken wir mit Sorge auf die steigenden Energiekosten.

 

Am Nachmittag unterzeichnete ich gemeinsam mit Bürgermeistern und Vertretern kommunaler Unternehmen den Gesellschaftsvertrag für das kommunale Klimaschutznetzwerk im Landkreis Neunkirchen.

 

Auf Einladung des Landrates Sören Meng kamen die Bürgermeister und Beigeordneten der teilnehmenden Kommunen sowie die Verantwortlichen von Seiten der Versorgungsbetriebe im Historischen Sitzungssaal des Landkreises Neunkirchen zusammen, um den Gesellschaftsvertrag über die Gründung des Kommunalen Klimaschutz-Netzwerkes im Landkreis Neunkirchen zu unterzeichnen.

Teilnehmer sind neben dem Landkreis Neunkirchen, den Städten Neunkirchen und Ottweiler und den Gemeinden Eppelborn, Schiffweiler und Spiesen-Elversberg auch der Zweckverband Gaswerk Illingen, die Wasserversorgung Ostsaar sowie die Kommunale Energie und Wasserversorgung AG.

Als Netzwerkmanager koordiniert, organisiert und berät die Arge Solar das Klimaschutz-Netzwerk im Landkreis Neunkirchen.

Die derzeitige Energiekrise, die hohen Strom- und Gaspreise, gepaart mit der finanziellen Situation vieler Kommunen und dem Bestreben in den nächsten Jahrzehnten Klimaneutralität zu erreichen, stellt sowohl den Landkreis als auch die einzelnen Kommunen und Versorgungsbetriebe vor große Herausforderungen. Kommunale Liegenschaften, hierzu zählen beispielsweise Schwimmbäder, Turnhallen, Schulen, Hallen, Rathäuser, müssen energetisch saniert und energieeffizient betrieben werden. Hierzu bedarf es großer finanzieller Kraftanstrengungen sowie eines hohen Maßes an Fachwissen und Sachverstand.

„Durch diese interkommunale Zusammenarbeit gelingt es uns Potentiale zu bündeln und Synergieeffekte zu nutzen. Auch können wir kollektiv auf den Erfahrungsschatz Einzelner zurückgreifen und im Verbund stärker agieren. Außerdem werden die Netzwerkteilnehmer durch die die Arge Solar in ihrem Bestreben unterstützt, möglichst hohe Förderquoten für ihre notwendigen Sanierungsmaßnahmen zu erhalten“, stimmen der Landrat und die Bürgermeister überein.

„Das Klimaschutznetzwerk wird mit 70 % durch die Nationale Klimaschutzinitiative gefördert. Die Förderung ist auf 3 Jahre ausgelegt. Die kurzen Wege im Landkreis Neunkirchen lassen aber darauf hoffen, dass auch nach der Förderperiode weiterhin eine wie auch immer geartete Zusammenarbeit der Kommunen und Versorgungsbetriebe im Kreis auf dem Gebiet des Klimaschutzes erfolgen wird, vor allem da aufgrund der hohen Energiepreise bereits das Wirtschaftlichkeitsgebot, dem auch die Kommunen und kommunalen Betriebe verpflichtet sind, dies erfordert“, erläutert die neue Klimaschutzmanagerin des Landkreises Neunkirchen, Christina Morlo-Martin.

„Gemeinsam werden wir ein erhebliches energetisches Einsparpotential realisieren. Nur selten sind die Begriffe Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit so unzertrennbar miteinander verknüpft. Gleichzeitig nehmen die Kommunen auf diese Weise ihre Vorbildfunktion wahr und gehen mit einem guten Beispiel voran“, so abschließend der Landrat.“

Danach nahm ich an der Kuratoriumssitzung der Stiftung der Lebenshilfe teil. Die Stiftung unterstützt die wichtigen Aufgaben der Lebenshilfe und fördert aktiv Maßnahmen für Menschen mit Behinderungen. Daher unterstütze ich sehr gerne ehrenamtlich diese Stiftung.

Am Mittwoch fand eine Besprechung rund um das Thema Klimaschutz und Energiesparmaßnahmen in unserer Kreisverwaltung und unseren Kreisschulen statt. Hier orientieren wir uns an den gesetzlichen Vorgaben und appellieren an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, gezielt energiebewusst vorzugehen. Jeder kann hier einen Beitrag leisten. Allerdings verfügt der Landkreis über zahlreiche Liegenschaften, die unterschiedlich beheizt werden. Hier spielt auch immer stets Alter des Gebäudes sowie das Alter der Heizungsanlage eine Rolle. Umso älter die Anlage, desto schwieriger ist es, sie entsprechend zu regeln. Aber meine Verwaltung arbeitet mit Hochdruck daran merkliche Einsparungen zu erzielen.

Um Energie ging es am Nachmittag in einer Besprechung mit Vertretern der FAMIS, einer Tochtergesellschaft der VSE. Hier ging es unter anderem um die Wärmeversorgung an einzelnen Standorten, an denen eine Neustrukturierung vorgesehen ist. Hier prüfen wir derzeit alle Möglichkeiten zur Energiegewinnung. Den Abschluss meines Arbeitstages stellte die Aufsichtsratssitzung der NVG in Neunkirchen dar.

Gestern Morgen lernte ich die neue Leiterin der Volkshochschule Merchweiler Jennifer Rück kennen. Gemeinsam mit der Leiterin unserer Kreisvolkshochschule Sarah Falkenrich möchte sie das Angebot in Merchweiler erweitern. Sie trat im Mai die Nachfolge von Erich Bick an, der viele Jahre lang nebenamtlicher Leiter war.

Danach besuchte ich die Schule für geistig behinderte Menschen am Biedersberg in Neunkirchen. In der Biedersbergschule stellte mir die Schulgemeinschaft die Ergebnisse der Digitalisierung anschaulich vor. Es war beeindruckend zu erleben, wie junge Menschen mit Behinderungen mit diesen neuen, digitalen Möglichkeiten im Schulunterricht umgehen. Gerade für Menschen, die Einschränkungen haben, bietet die neue Technik einen echten Mehrwert. Ziel ist es, jedem Schüler, jeder Schülerin optimale Bildungsvoraussetzungen zu ermöglichen. An dieser Stelle herzlichen Dank der Schulgemeinschaft unter der Leitung von Meike Duppé sowie dem Team der Bautechnik und unserer Schul IT.

In der Mittagszeit war ich zu Gast am CFK der Lebenshilfe in Spiesen-Elversberg. Hier wurde ein Wanderweg in Gedenken an den langjährigen Kreisvorsitzenden Norbert Puhl, der im vergangenen Jahr verstorben ist, eröffnet. In meinem kurzen Grußwort würdigte ich die Verdienste von Herrn Puhl für Menschen mit Behinderung. Er hat in seinem Leben viel erreicht und konnte wichtige Aufbauarbeit für die Lebenshilfe leisten. An der Eröffnung nahmen auch zwei seiner Söhne teil. Auch touristisch ist dieser neue Wanderweg eine zusätzliche Bereicherung und erinnert gleichzeitig an das Wirken eines besonderen und engagierten Menschen.

Am Nachmittag tagte der Kreistag in Neunkirchen. Neben den geplanten Investitionen am Feuerwehrgeräte in Schiffweiler stand auch die Schulentwicklungsplanung auf der Agenda. Hier trugen die zuständige Dezernentin und der Abteilungsleiter für den Bereich Schulen die Kernpunkte des Entwicklungsplanes vor. Der Entwicklungsplan ist von Seiten des Ministeriums gesetzlich vorgeschrieben und soll die Schullandschaft im Landkreis Neunkirchen dokumentieren. Gleichzeitig erhält er auch Aussagen über die künftige Ausrichtung. Unter anderem werden hier Investitionen aufgezeigt. Grundsätzlich sind alle Schulen im Landkreis Neunkirchen gut aufgestellt. Sie haben sich gut entwickelt. Auch konnten die Schülerzahlen gesteigert werden, was natürlich die Schulträger verpflichtet, ihre Schulen weiterhin auszubauen. Neben einer Anfrage der CDU Kreistagsfraktion zum Thema Klimaschutz ging ich auf die geplanten Energieeinsparungen für die kommenden Monate ein.

 

Heute Morgen tauschte ich mich mit den Bürgermeistern unserer Kommunen zur aktuellen Coronalage, aber auch zu den aktuellen Flüchtlingszahlen aus. Noch immer kommen viele Menschen in unseren Landkreis. Es gibt kaum noch Unterbringungsmöglichkeiten. Aus diesem Grund arbeiten wir mit Hochdruck an neuen Raumkapazitäten, die nicht von heute auf morgen realisiert werden können. Hier sind wir auch auf Unterstützung des Landes angewiesen. Im Anschluss standen verwaltungsinterne Termine auf meinem Kalender. Am Nachmittag besuchte ich den Festakt zum 50-jährigen Bestehen der Maximilian Kolbe Schule in Wiebelskirchen. In einer Talkrunde würdigte ich die gute Arbeit an dieser Schule, mit der auch der Landkreis kooperiert. Ebenfalls würdigte ich das soziale Engagement der Schülerinnen und Schüler in all den Jahren.

Morgen Nachmittag eröffne ich das Sommerfest der Firma Jung in Neunkirchen, das bereits zum dritten Mal stattfindet. Hier ist es Thorsten Jung gelungen, zahlreiche Künstler zu gewinnen, die die Gäste gut unterhalten werden. Der Erlös soll karitativen Zwecken zugutekommen. Am Sonntag eröffne ich offiziell die beliebte Veranstaltung Herbst auf Finkenrech und freue mich, viele Bürgerinnen und Bürger zu treffen. Am Abend werde ich gemeinsam mit der Neunkirchen Bürgermeisterin Lisa Hensler die Ausstellung der katholischen Kirche Wiebelskirchen „DU BIST WÜRDIG –königlich“ eröffnen. Hier geht es um die Königsfiguren von Diakon Ralf Knoblauch, der sich künstlerisch mit dem Thema WÜRDE beschäftigt. Hierzu leiste ich gerne meinen Beitrag. Die Vernissage wird um 18:00 Uhr eröffnet.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende, bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat Sören Meng


09.09.2022: Berliner Luft

09.09.2022: Berliner Luft

Landrat Sören Meng und die Leiterin der KVHS Sarah Falkenrich präsentieren den neuen Angebotskatalog
Landrat Sören Meng und der Beigeordnete Thomas Hans mit den Foodsave-Botschafterinnen
Landrat Sören Meng, der Geschäftsführer der Terrag Frank Becker und der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Klaus Häusler auf der Deponie Hermine
Landrat Sören Meng mit Astronaut Matthias Maurer
Die Delegation in Berlin
 

Zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie im März 2020 besuchte ich wieder unsere Bundeshauptstadt Berlin. Das war für mich ein besonderes Ereignis in dieser Woche. Noch vor wenigen Jahren hätte ich hier nicht von einem besonderen Ereignis geschrieben, aber die eingeschränkte Reisetätigkeit aufgrund der Pandemie lässt manches wieder neu erleben. Glücklicherweise sind mittlerweile Videokonferenzen fest etabliert. Dies schont Ressourcen und macht oftmals Sinn.

 

Doch zuerst zum Beginn der neuen Woche.  Am Montagmorgen fand mit einem Träger von Pflegeeinrichtungen ein Gespräch zu verschiedenen Themen statt. Gemeinsam mit der Sozialdezernentin Julia Schild tauschten wir uns aus und besprachen aktuelle Herausforderungen. Natürlich waren auch die Belastungen durch die Steigerung der Energiepreise Thema.

 

Im Anschluss fand die Vorbesprechung zur VSE-Aufsichtsratssitzung in digitaler Form statt. Der Aufsichtsrat tagte gestern Morgen.  Der Nachmittag stand dann im Zeichen des nächsten Kreishaushaltes. Gemeinsam mit dem Geschäftsführenden Beamten Volker Federkeil und unserem Kreiskämmerer Olaf Niesen berieten wir die weitere Vorgehensweise. Mittlerweile wurde der überwiegende Teil der Bedarfe der Fachabteilungen angezeigt. Im nächsten Schritt werden wir die einzelnen Bereiche und ihre Bedarfe im Detail besprechen. Dies ist in jedem Jahr eine sehr zeitaufwändige Sache. Allerdings wissen wir, dass viele Bedarfe, die angezeigt werden, auch Auswirkungen auf die Kreisumlage haben. Daher sind Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit wichtige Gebote.

 

Nach der internen Besprechung ging es für mich nach Neunkirchen, wo im Familien- und Nachbarschaftszentrum, kurz FNZ genannt, der erste Fairteiler-Standort vorgestellt wurde. Bei dieser Initiative (Foodsharing Neunkirchen) geht es darum, Lebensmittel anderen Menschen zur Verfügung zu stellen. Die Nachhaltigkeit hat hier höchste Priorität. Lebensmittel, die zu viel gekauft wurden oder vor einem Urlaub in den Müll wandern würden, sowie unverkaufte Ware aus Bäckereien, Cafés und Restaurants können hier abgegeben werden. Es gibt keine Zugangsbeschränkung oder Bedürftigkeitsprüfung. Die Initiative sieht sich nicht als Konkurrenz zu den Tafeln, da hierfür andere Voraussetzungen gelten. Herzlichen Dank den ehrenamtlichen Helfer:innnen für ihren Einsatz. 

Der "Fairteiler" ist im Café Ecknest im FNZ, Vogelstraße 2, 66538 Neunkirchen zu finden. (Öffnungszeiten: Montag - Donnerstag zwischen 08:00 Uhr - 16:30 Uhr und Freitag zwischen 08:00 Uhr - 15:00 Uhr)

 

 

Den Abschluss meines Arbeitstages stellte die Teilnahme an der SPD Kreistagsfraktionssitzung dar, in der die Sitzung des Kreisausschusses, die gestern stattfand, vorbereitet wurde. Der Kreisausschuss wurde vom Beigeordneten Klaus-Dieter Woll geleitet, da ich mich in Berlin befand.

 

Am Dienstagmorgen standen für mich der Tourismus und die Weiterentwicklung des Erlebnisortes Reden im Fokus. Der neue Zweckverband hat ein Tourismuskonzept in Auftrag gegeben, um eine Tourismusstrategie zu entwickeln. Die Agentur Erlebniskontor Hamburg befragte mich zu verschiedenen Themen rund um den Erlebnisort. Durch die Gründung des Zweckverbandes und die finanzielle Ausgestaltung seitens Land, Gemeinde Schiffweiler und Landkreis können wir diesen Standort weiterentwickeln. Auch die Arbeit des Standortmanagers Eric Schneider trägt bereits Früchte. Schon jetzt bin ich auf die Ergebnisse des Konzeptes gespannt.

 

Um die Mittagszeit besuchte ich die Firma Terrag, die ihren Sitz in Neunkirchen in unmittelbarer Nachbarschaft unseres Dienstgebäudes hat. Hier erbaute das Unternehmen ein sehr schönes, repräsentatives Bürogebäude, das auch ein Teil des Landesamtes für Straßenwesen beherbergt. Der Geschäftsführer Frank Becker stellte das Unternehmen vor. (Viele Infos: https://www.terrag.de/)

Gemeinsam mit dem Geschäftsführer unserer Wirtschaftsförderungsgesellschaft Klaus Häusler besichtigte ich die Deponie „Hermine“. Hier werden verschiedene Böden fach- und umweltgerecht deponiert. Die Firma Terrag beschäftigt rund 75 Mitarbeiter:innen.

Danach leitete ich in meiner Funktion als Vorsitzender des Verwaltungsrates unserer Sparkasse den Kreditausschuss und anschließend den Verwaltungsrat.

Am Mittwochmorgen ging es in aller Frühe zum Flughafen Saarbrücken, wo ich gemeinsam mit meinen Kollegen Udo Recktenwald, Theophil Gallo, dem Beigeordneten Friedbert Becker und der Geschäftsführerin des Landkreistages Susanne Schwarz an der 75. Jahrestagung des Deutschen Landkreistages im geschichtsträchtigen Schloss Neuhardenberg, etwa 1 1/2 Stunden von Berlin entfernt, teilnahm. Die Tagung stand unter dem Thema "Ohne Landkreise, keine gleichwertigen Lebensverhältnisse" - interessante Impulsvorträge gab es von Prof. Günter Henneke, Landrat Reinhard Sager, dem Ministerpräsidenten von Brandenburg Dr. Dietmar Woidke, dem Bundesverfassungsrichter Prof. Michael Huber, dem Präsidenten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes Helmut Schleweis und schließlich von Bundesminister Cem Özdemir. Der Minister formulierte die aktuellen Herausforderungen für Politik und Gesellschaft und hob die Rolle der Landkreise hervor. Gestern Morgen tagte der Aufsichtsrat der VSE, an dem ich aus Berlin online teilnahm. Am Abend nahm unsere Delegation am parlamentarischen Abend der saarländischen Landesregierung in der Landesvertretung Berlin teil. Zuvor hatte sich die Regierung im Kanzleramt mit Bundeskanzler Olaf Scholz ausgetauscht.

In der Saarlandvertretung lernt ich auch einen sehr prominenten Menschen kennen und hatte die Möglichkeit mich mit ihm auszutauschen. Unser Astronaut mit saarländischen Wurzeln Matthias Maurer war auch zu Gast und beantworte so viele Fragen rund um seine diesjährige Mission. Ein beeindruckender Mensch. Auf dem Empfang erreichte uns dann auch die traurige Nachricht, dass die Queen im Alter von 96 Jahren verstorben ist. Sie war für viele Menschen eine Konstante, bis zuletzt erfüllte sie ihre königliche Aufgabe mit unglaublicher Disziplin.

Am heutigen Vormittag ging es zurück in den Landkreis Neunkirchen, wo ich zuerst an der ehemaligen Lutherschule Station machte. Hier wurde mit dem Abbruch begonnen, ein wichtiger Schritt, um mit dem Neubau zu starten.

Morgen Mittag besuche ich das Sommerfest der IG Metall Neunkirchen. Am Sonntagmorgen bin ich auch in meiner ehrenamtlichen Funktion als Kreisvorsitzender des DRK in Eppelborn zu Gast. Hier werden verdiente Mitglieder für ihren Einsatz im DRK während der Coronazeit und im Ahrtal offiziell gewürdigt. Auch verleihe ich erstmals Verdienstmedaillen des Kreisverbandes.

 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, eine spannende Woche geht zu Ende. Es warten viele Herausforderungen auf uns. Wie geht es mit den Gasvorräten weiter, was kostet die Energie in den nächsten Monaten, was bedeutet das für die Kreisfinanzen und die Haushalte der Kommunen? 

Ich bin zuversichtlich, dass wir auch diese Krise bewältigen können. Diese Woche stellte die Bundesregierung ein weiteres Maßnahmenpaket vor. Wie schon in den letzten Monaten heißt es wieder "auf Sicht zu fahren" und Lösungen herbeizuführen.

Ihnen allen ein schönes, erholsames Wochenende!

 

Ihr Landrat Sören Meng


02.09.2022: Letztes Ferienwochenende

02.09.2022: Letztes Ferienwochenende

Landrat Sören Meng mit Staatssekretärin Bettina Altesleben und dem Beigeordneten Thomas Hans bei der Eröffnung der RH Seniorenresidenz Haus Jonas
Landrat Sören Meng zu Gast im Café Segen
Landrat Sören Meng mit dem Enkel von Franz Schnei
So sieht ein Bus der Zukunft aus

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

geht es Ihnen auch so wie mir? Man ist wirklich überrascht, wie schnell die Zeit fliegt. Auch die Sommerferien gehen zu Ende, die Tage werden wieder dunkler, langsam wird es herbstlich. Allerdings zeigte sich in diesen Ferien unser Sommer von seiner schönsten, leider auch trockensten Seite. Aber für dieses Wochenende sind bereits erste Schauer gemeldet, sodass unsere Wiesen wieder grüner werden und der Boden das lang ersehnte Wasser bekommt.

Meine Woche war gewohnt abwechslungsreich. Am Montagmorgen ging es in einer internen Besprechung um unser IT-Notfall-Management. Hier geht es darum, unser Netzwerk sicherer zu machen und entsprechende Alarmpläne und Notfallpläne vorzuhalten. Die Daten sind unsere wichtigsten Güter, hier wird Datenschutz großgeschrieben. Auch durch die Einführung der sogenannten E-Akte bekommt diese Thematik weitere Priorität. Unser IT-Sicherheitsexperte Roland Lill hat gemeinsam mit dem IT-Team und den Führungskräften entsprechende Maßnahmen ergriffen.

Danach fanden weitere verwaltungsinterne Rücksprachen statt. Am Nachmittag besuchte ich die ergreifende Trauerfeier des bekannten saarländischen Künstlers Michael Marx in Saarbrücken. Er starb plötzlich am 1. August.  Michael Marx hat in der Kulturszene weit über den Landkreis Neunkirchen hinaus große Spuren hinterlassen. Sein Freund und Nachbar Thomas Reinhardt hat in der Saarbrücker Zeitung einen schönen Nachruf verfasst, den ich an dieser Stelle zitieren möchte:

„Er war mein Gitarrenlehrer. Hat mir auf der Akustischen Akkorde beigebracht. So haben wir uns kennengelernt. Schnell konnte ich ein paar Lieder begleiten – und schnell freundeten wir uns an. Damals lebte er noch in Saarbrücken auf dem Rodenhof, unweit seines geliebten Ludwigsparks, wo er als Jugendlicher bei den Malstattern kickte. Bis zuletzt hat er seinem FCS die Daumen gedrückt und selbst noch in einer Hobbytruppe jeden Sonntag Fußball gespielt – im Sommer wie im Winter.

Wir verstanden uns vom ersten Moment an prächtig. Luden ihn und seine Frau Martina zu uns nach Neunkirchen-Hangard ein, verbrachten ein paar genussreiche Stunden im Garten. „Das ist ja wie im Urlaub hier“, schwärmte Michael in seiner ehrlichen, offenherzigen Art. Und ein paar Jahre später wohnten sie selbst in Hangard, hatten ein benachbartes Grundstück erworben und sich ihr eigenes Haus gebaut.

Unsere gleichaltrigen Söhne gingen zusammen aufs Gymnasium, Janosch kam morgens durch den Garten zu uns und dann zogen sie los. Michael und ich spielten viele Jahre gemeinsam Volleyball beim TuS Wiebelskirchen, in unserer Truppe „Lecker Fischbrät“ war er, stets optimistisch und gelassen, ein Garant für gute Laune und Zusammenhalt. Außerdem gestalteten wir zusammen AV-Fotoschauen mit Livemusik, zuletzt „Irlands Wilder Westen“ und „Madeira“.

Michael Marx, am 31. Oktober 1955 in Saarbrücken geboren, studierte von 1978 bis 1982 an der Musikhochschule des Saarlandes klassische Gitarre und Gesang, arbeitete danach dort viele Jahre als Dozent, gab zusätzlich noch privat Unterricht. Musik war sein Leben. Nicht nur Broterwerb, sondern auch seine Leidenschaft.

Er gründete und spielte in mehreren Bands und Formationen, am bekanntesten war „Marx Rootschilt Tillermann“, gerne auch als „The Singin‘ Band“ bezeichnet. 1974 von Michael Marx und Gerdi Rootschilt gegründet, gewann das spätere Quintett (mit Hubi Tillermann, Amby Schillo und Robby Jost) 1991 die „Goldene Europa“ für die beste Nachwuchsband.

Mit seinem Schwager Helmut Eisel, einem ausgezeichneten Klarinettisten, und mit Stefan Engelmann (Bass) spielte Michael Marx bis zuletzt zusammen in dem hochkarätigen Klezmer-Trio Helmut Eisel & JEM. Sie tourten durch ganz Deutschland und veröffentlichten zehn CDs. Im Duo mit Nino Deda (Akkordeon, Klavier und Gesang) begeisterte Michael mit dem anspruchsvollen Programm „Bach-Balkan-Tango“. Auch zusammen mit dem saarländischen Liedermacher Rainer Rodin trat er auf. Jüngstes Projekt war SMS, das stimmgewaltige Gitarren- und Gesangs-Trio, bestehend aus Joe Smoke, Michael Marx und Herbert Schreiner (besser bekannt als Hubi Tillermann).

Nicht zuletzt ist der Wahl-Hangarder auch solo aufgetreten, hat vielfach gelobte CDs aufgenommen, zuletzt das Album „Leben“! Das vereint sein ganzes Können: Saitenkunst, von verspielt bis virtuos, eine große kompositorische Gabe, eine gereifte, ausdrucksstarke Stimme, witzig-hintergründige Texte. Und dieses Album ist jetzt tragischerweise zu seinem Vermächtnis geworden. Am 28. Juli spielte das Urgestein der saarländischen Musikszene mit Helmut Eisel beim Neunkircher City-Sommer am Hammergraben. Es war sein letztes Konzert. Seine Musik und seine launigen Moderationen werden uns fehlen.

Am Montag ist Michael Marx plötzlich und unerwartet verstorben. Er hinterlässt seine Frau Martina, die Söhne Janosch und David und drei Enkelkinder. Sie und seine vielen Freunde und Bekannte haben einen liebenswerten Mann verloren, eine Frohnatur voller Lebensfreude und Optimismus, einen großartigen Künstler – und einen ganz feinen Menschen.“

Am Dienstag fand der verwaltungsinterne Jour-Fixe statt. Danach tauschte ich mich mit meinen Kollegen Landräten zur Einrichtungsbezogenen Impfpflicht aus. Wie bekannt ist, halte ich in bestimmten Bereichen eine Impfpflicht für sinnvoll, um Menschen zu schützen. Allerdings wird sich hier zum Ende des Jahres die Rechtslage ändern und wir haben entsprechende Bescheide mit Auflagen wie Testung und Tragen der FFP2 Maske veranlasst, um die Menschen, die gepflegt werden, zu schützen.

Am Nachmittag traf ich mich mit dem Geschäftsführer der WVO, um über aktuelle Themen rund um die Wasserversorgung zu reden. Natürlich werden hier auch die Preissteigerungen im Energiesektor Thema. Im Anschluss fand eine Besprechung über ein gemeinsames Projekt des Landkreises und der Sparkasse Neunkirchen zur Vereinsförderung statt. Mehr werde ich demnächst verraten.

Der Mittwochmorgen stand im Zeichen der modernen Mobilität. In meiner Funktion als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender unserer NVG nahm ich an der Präsentation eines modernen Elektrobusses teil. Derzeit laufen die Planungen des Unternehmens, sukzessive alternative Antriebsformen einzusetzen. Eine Option ist die Elektromobilität. Bundesweit sind bereits Elektrobusse im Einsatz. Der Bus, der von der Firma Mercedes zur Verfügung gestellt wurde, hat eine derzeitige Reichweite von rund 200 km. Allerdings ist bereits die nächste Generation der Busse mit einer deutlich längeren Reichweite in greifbarer Nähe. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Jörg Aumann und weiteren Gremienmitgliedern konnte ich mich von dem Komfort eines Elektrobusses überzeugen. Durch die Elektromobilität gleitet der Bus sozusagen dahin, im Vergleich zu einem herkömmlichen Dieselmotor ist die Geräuschemission kaum wahrnehmbar. In der nächsten Aufsichtsratssitzung werden wir eingehend über unser künftiges Vorgehen beraten.

Danach tauschte ich mich mit dem Team unseres Sozialamtes, insbesondere der Grundsicherung aus. Schon seit Monaten leistet mein Team Großartiges. Durch die Vielzahl der Menschen, die aus der Ukraine geflüchtet sind, hat sich die Arbeitsmenge deutlich erhöht. Auch haben wir in diesem Bereich einige Vakanzen. Hier hoffe ich, schnellstmöglich Abhilfe zu schaffen, damit wir die Vielzahl der Anträge zeitnah bewältigen können. An dieser Stelle herzlichen Dank meinem engagierten Team und ihren Vorgesetzten.

Am Mittag besuchte ich das Café Segen in Schiffweiler. Die evangelische Kirchengemeinde Schiffweiler betreibt diese Einrichtung seit einigen Jahren. Sie richtet sich an Menschen, die an Demenz erkrankt sind und an deren Angehörige. Mehrfach pro Woche werden hier Menschen ehrenamtlich betreut. Dies schafft gerade den Angehörigen ein wenig Freiräume, da die Betreuung eines Menschen, der an Demenz erkrankt ist, sehr aufwendig ist. Herzlichen Dank für das großartige ehrenamtliche Engagement! Unterstützt wird das Café Segen auch durch den Landkreis sowie den Demenzverein.

Am Abend war ich gemeinsam mit der SPD-Fraktion am Krebsberggymnasium zu Gast. Das Schulleitungsteam stellte uns neueste Schulentwicklungen vor. Auch konnte man sich vor Ort über die derzeit laufenden Sanierungsmaßnahmen erkundigen. An dieser Stelle: Mein Team der Schul- und Bauverwaltung hat gemeinsam mit vielen Firmen in den letzten Wochen Herausragendes geleistet. Auch beim Thema Digitalisierung sind wir wieder ein gutes Stück weitergekommen. Leider sind nicht alle Arbeiten bis zu Schulbeginn fertig geworden, aber wir arbeiten weiterhin mit Hochdruck daran. Auch hier vielen Dank meinem engagierten Team!

Gestern Morgen war ich gemeinsam mit der Sozial-Staatssekretärin Bettina Altersleben und dem Beigeordneten der Kreisstadt Neunkirchen Thomas Hans zu Gast im neuen Neunkircher Pflegeheim Haus Jonas.

Hier hat die RH Seniorenresidenzen GmbH mit dem Sitz in Schifferstadt innerhalb kurzer Zeit ein neues Pflegeheim realisiert. Wo noch vor einigen Jahren Baumaterial gelagert wurde, ist jetzt ein ganz moderner, schön gestalteter Wohnkomplex für ältere Menschen entstanden. Hier gibt es rund 100 Pflegeplätze. Mittlerweile gibt es im Landkreis Neunkirchen 22 Pflegeheime. Aufgrund der demographischen Entwicklung und des hohen Pflegebedarfes freut es mich sehr, wenn neue Projekte verwirklicht werden. Danke aber auch den Pflegekräften, die Tag für Tag wichtige Arbeit leisten. Wir wissen alle, dass es einen erhöhten Bedarf an Pflegekräften gibt. Daher muss alles darangesetzt werden, dass die Konditionen für dieses Fachpersonal verbessert werden.

Mittags nahm ich an Vorstellungsgesprächen für unsere Kreisverwaltung teil. Am Nachmittag fand mit Vertretern der Städte und Gemeinden im Landkreis Neunkirchen eine Besprechung rund um das Thema Zuweisung von Asylbewerbern statt. Seit Januar sind rund 1670 Menschen in unserem Landkreis aufgenommen worden. Herzlichen Dank den Städten und Gemeinden sowie den Vermieterinnen und Vermietern für die Unterbringung der Menschen, die aus ihren Ländern geflohen sind. Allerdings wird auch der Wohnraum im Landkreis Neunkirchen immer knapper. Daher ist ein Austausch über die weitere Vorgehensweise mit den Städten und Gemeinden sehr wichtig.

Der Abschluss meines Arbeitstages stellte der Besuch der Ausstellung über das künstlerische Wirken von Franz Schneider, genannt Schnei, in der Galerie des Künstlerkreises Neunkirchen dar. Nächste Woche werden Arbeiten von ihm (der mit Picasso befreundet war und arbeitete) in der Rathausgalerie gezeigt. Auch werden Stolpersteine für Franz Schnei und seine Frau verlegt, die beide im Widerstand waren.

Der heutige Morgen stand ganz im Zeichen der Rücksprachen. Danach tauschte ich mich mit der Geschäftsführerin der Arbeitsagentur Madeleine Seidel zu verschiedenen Themen rund um den Arbeitsmarkt und unser gemeinsames Jobcenter aus.

Wenn dieser Blog erscheint, bin ich auf dem Weg in die Gebläsehalle Neunkirchen, wo das Musical zu Ehren des Stadtjubiläums stattfinden wird. Ich freue mich sehr auf einen Abend im Zeichen unserer Kreisstadt.

Ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


26.08.2022: Viele Herausforderungen

26.08.2022: Viele Herausforderungen

Landrat Sören Meng mit dem Geschäftsführer des Verbandes der Gartenbauvereine Saarland/Rheinland-Pfalz Roger Marti und dem leiter des Kreisumwltamtes Oliver Martin
v.l.n.r.: Landrat Sören Meng mit dem Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Sparkasse Neunkirchen Marko Becker, Schulbuchkoordinatorin Heidi Wilhelm und dem Leiter der Bau- und Schulverwaltung Gerhard Keßler vor den gepackten Schulbuchtaschen
Landrat Sören Meng mit Bürgermeister Markus Fuchs und dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Klaus Häusler beim Besuch der Bauunternehmung Maurer und Klinkner in Schiffweiler
Landrat Sören Meng mit den Anwärtern und Auszubildenden des Landkreises Neunkirchen auf Finkenrech

Dies ist mein erster Blog nach drei erholsamen Urlaubswochen, die ich mit meiner Familie verbrachte. Unterbrochen wurde mein Urlaub durch den schlimmen Brand zwischen Lautenbach und Breitenbach. Dort hatte sich aufgrund der großen Trockenheit eine riesige Wiesenfläche entzündet. Es drohten zahlreiche Häuser in Brand zu geraten. Nur das rechtzeitige Eintreffen der Rettungskräfte konnte ein Übergreifen des Feuers verhindern. Es war eine sehr dramatische Lage, die glücklicherweise gut ausging. Neben den Kräften der Feuerwehr, war das DRK, THW, Notfallseelsorge und die Polizei anwesend. Gemeinsam mit dem saarländischen Innenminister Reinhold Jost machte ich mir zusammen mit Bürgermeister Holger Schäfer ein Bild der Lage. Nochmals vielen Dank allen, die Schlimmstes verhindert haben.

Allerdings bleibt die Lage weiterhin angespannt. Daher kann ich nur nochmals appellieren, offenes Feuer zu vermeiden. Ein Funkenflug kann größte Schäden anrichten.

Der erste Tag nach meinem Urlaub war geprägt von viel Schreibtischarbeit. Am Morgen traf ich mich mit Vertretern der Globus Stiftung. Die Stiftung wird sich an einem Bildungsprojekt beteiligen. Mehr wird zu einem späteren Zeitpunkt verraten.

Am Nachmittag traf ich mich mit der Flüchtlingshilfe Mainzweiler, die mir ihre Arbeit vorstellte. Neben der persönlichen Betreuung Geflüchteter hält die Initiative auch eine Kleiderkammer in der ehemaligen Kirche vor. Dieses Angebot wird kreisweit angenommen und ist nicht wegzudenken. Herzlichen Dank allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihr großartiges Engagement. Aufgrund der aktuellen Flüchtlingszahlen, wird diese Initiative weiterhin gebraucht.

Am Abend hatte ich die ehrenvolle Aufgabe Schirmherr des Tags des Fisches, der rund um die „Werns Mühle“ in Fürth stattfand, zu sein. Die Inhaber des „Landhauses Werns Mühle“, Familie Keller, hatten diese besondere Veranstaltung initiiert. Die Veranstaltung war eine Kooperation der Slow Food Saar, des Fischereiverbands (Dr. Sebastian Hoffmann) und des Fischsommeliers Marc Rosengarten sowie der beiden Gastronomen. Neben interessanten Informationen rund um das Ökosystem Wasser durften die kulinarischen Genüsse nicht fehlen. Es war eine rundum gelungene Veranstaltung, die zugleich eine Werbung für die Genussregion Landkreis Neunkirchen war.

Am späten Abend wurde ich anschließend zu einem Einsatz gerufen. Er fand in meinem Heimatort Wiebelskirchen statt. Durch eine Explosion an der Kläranlage war das anliegende Gebäude in Brand geraten. Über 70 Einsatzkräfte waren vor Ort, sodass die Lage rechtzeitig im Griff war. Gemeinsam mit Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack, Bürgermeisterin Lisa Hensler und Ortsvorsteher Tobias Wolfanger machte ich mir ein Bild der Lage. Neben Einsatzkräften aus Neunkirchen war auch die Feuerwehr Ottweiler mit der Drehleiter und der ABC-Zug Illingen vor Ort. Auch das DRK unterstützte vor Ort. Der Einsatz dauerte bis in den frühen Morgen.

Am Dienstag konnte ich offiziell erneut eine sinnvolle Aktion vorstellen. An dieser Stelle zitiere ich die Pressemeldung:

„Schulbücher in Fairtrade-Stofftaschen für 7.000 Schülerinnen und Schüler im Landkreis

 

Am 05. September startet für die Schülerinnen und Schüler wieder der Schulalltag. Die Bücher zum neuen Schuljahr werden auch in diesem Jahr zum fünften Mal in Fairtrade-Stofftaschen ausgegeben. Insgesamt 8.000 Taschen werden vor Schulbeginn an allen weiterführenden Schulen im Landkreis Neunkirchen an die Kinder und Jugendlichen verteilt, die an der Schulbuchausleihe teilnehmen.

„Wir wollen damit ein Zeichen für Nachhaltigkeit und fairen Handel setzen. Dabei möchten wir gerade die jüngere Generation ansprechen, damit die Schülerinnen und Schüler sich mit dem Fairtrade-Thema näher befassen“, erklärt Landrat Sören Meng die Intention der Aktion und dankt der Sparkasse Neunkirchen, die das Projekt finanziell ermöglichte.

Bereits vor einigen Wochen begann die logistische Arbeit:

Die Bau- und Schulverwaltung des Kreises koordinierte die Bücherbestellung tausender Bücher für alle Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen im Landkreis. Schulbuchkoordinatoren an den jeweiligen Schulen setzten dann die logistische Arbeit um und packten in den Ferien tausende der zwischen 6 kg und fast 14 kg wiegenden Büchertaschen für jeden Schüler und jede Schülerin.“

 

Anschließend fand die Besprechung mit den Führungskräften der Kreisverwaltung in digitaler Form statt. Derzeit ist unsere Kreisverwaltung mit vielen Herausforderungen konfrontiert und gibt ihr Bestes. Sei es im Bereich des Kreissozialamtes, wo durch die vielen Geflüchteten die Fallzahlen stark anstiegen oder auch weiterhin im Gesundheitsamt, das rund um die Covid-19 Thematik immer noch viele zusätzliche Aufgaben zu erfüllen hat. Auch unsere Straßenverkehrsbehörde erlebte diese Woche einen großen Ansturm. Ich könnte an dieser Stelle alle Verwaltungsbereiche aufzählen, denn die Bandbreite ist riesig. Leider trifft uns auch der Fachkräftemangel oder besser gesagt die Konsequenz daraus. Neben offenen, unbesetzten Stellen sind auch viele Mitarbeiter bereit, sich außerhalb des Kreises zu bewerben, da auch dort Fachkräftemangel herrscht. So beobachte ich schon seit längerer Zeit einen Wettbewerb zwischen den öffentlichen Arbeitgebern. Ich kann dies nachvollziehen, denn auch die Kreisverwaltung profitiert von dieser Lage. Unterm Strich ist das Ganze mit Vakanzen und großer bürokratischer Arbeit verbunden. Gepaart mit krankheitsbedingten Ausfällen, haben wir in zahlreichen Verwaltungseinheiten ein extrem hohes Arbeitsaufkommen. Ich danke an dieser Stelle meinem engagierten Team, das seit langem über sich hinauswächst.

Am Nachmittag traf ich mich mit dem Geschäftsführer unserer Wirtschaft Förderungsgesellschaft Klaus Häusler, um über aktuelle Projekte und die Lage am Arbeitsmarkt zu sprechen. Leider ist der Arbeitsmarkt, wie schon im öffentlichen Sektor, gleichermaßen belastet. Viele Unternehmen suchen händeringend Mitarbeiter. Eine Lösung ist hierfür noch nicht in Sicht. Allerdings sollen Projekte wie beispielsweise die Aktion „Hände hoch fürs Handwerk“ Potenziale aufzeigen und jungen Menschen Zukunftsperspektiven generieren.

Danach stellte sich mir der neue Geschäftsführer des Verbandes der Gartenbauvereine Saarland/Rheinland-Pfalz Roger Marti vor. Roger Marti ist gelernter Landschaftsgärtner sowie diplomierter Gartenbautechniker und Nachfolger von Monika Lambert-Debong, mit der ich jahrelang gut zusammenarbeitete. Im Verband sind 360 Obst- und Gartenbauvereine mit insgesamt etwa           46 000 Mitgliedern organisiert. Hohe Priorität habe, so der Geschäftsführer, die fachliche Fortbildung der Mitglieder durch Seminare und Vorträge. Dazu zählen beispielsweise Lehrgänge zum Gartenfachwart oder Informationsveranstaltungen zum Thema Brennerei und Kelterei. Aber auch die Pflege der Streuobstwiesen liegt ihm am Herzen. Im kommenden Jahr wird der Verband 100 Jahre alt. Hier werden zahlreiche Veranstaltungen geplant. Der Abteilungsleiter unseres Umweltamtes Oliver Martin und ich sagten auch eine Aktion im Landkreis Neunkirchen zu. Mit unserem Freizeitzentrum Finkenrech und den zahlreichen öffentlichen Schaugärten leistet der Landkreis einen aktiven Beitrag zur Landschaftspflege.

Am Mittwochmorgen besichtigte ich gemeinsam mit dem Schiffweiler Bürgermeister Markus Fuchs und dem Geschäftsführer unserer Wirtschaftsförderungsgesellschaft Klaus Häusler die Bauunternehmung Maurer und Klinkner, die es seit 2007 gibt. Vor genau zehn Jahren wechselten sie ihren Standort in das neue Gewerbegebiet der Gemeinde Schiffweiler am Nusskopf.

Das Familienunternehmen hat sich auf Hochbau und die Errichtung von Außenanlagen spezialisiert. Es beschäftigt rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist saarlandweit tätig. Auch hier wurde erneut der Fachkräftemangel thematisiert. Das Unternehmen stellt seit Jahren Ausbildungsplätze zur Verfügung, doch in diesem Jahr wurden sie nicht nachgefragt. Mehr Infos zu diesem engagierten Unternehmen und den beiden Geschäftsführern Andreas Maurer und Andreas Klinkner gibt es auf der Homepage des Unternehmens:

www.maurerklinkner.de

 

Im Anschluss besuchte ich den Aktionstag unserer Jugend- und Ausbildungsvertretung, der im Freizeitzentrum Finkenrech stattfand. Hier erläuterte ich unseren Nachwuchskräften die Aufgaben unseres Landkreises und freute mich sehr, mit den jungen Menschen ins Gespräch zu kommen. Mir ist es sehr wichtig, junge Menschen optimal auszubilden, um ihnen damit gute Startmöglichkeiten im Berufsleben zu bieten. Danke auch den Verantwortlichen im Personalamt und auch unserer Jugend- und Ausbildungsvertretung für ihr Engagement.

Am Nachmittag tagte unsere verwaltungsinterne Expertenkommission zum Thema Energiesparen. Schon vor der Energiekrise trafen wir einige Maßnahmen rund um das Thema Klimaschutz. Durch die aktuelle Situation sind wir darauf angewiesen, in den kommenden Monaten mehr Energie einzusparen. Daher erarbeiten wir zurzeit entsprechende Leitfäden, damit unsere Verwaltung hier einen aktiven Beitrag leisten kann. Gestern Morgen besprach ich einige Themen mit unserer Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Heike Neurohr–Kleer. Anschließend tauschte ich mich mit der Geschäftsführerin unseres Jobcenters Katja Sauerbrey aus. Am Nachmittag fand eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung der VSE virtuell statt. Danach stand ein Austausch mit der stellvertretenden Leiterin unseres Kreissozialamtes Karoline Breit auf meiner Agenda. Über die Herausforderungen dieses Arbeitsgebietes habe ich eben kurz berichtet.

Heute Morgen fand die Besprechung mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern im Landkreis statt. Hier ging es neben der aktuellen Coronalage auch um die Flüchtlingssituation. Im Jahr 2022 wurden den Kommunen durch das Land rund 1630 Menschen zugewiesen. Für sie musste Wohnraum gefunden werden. Mittlerweile ist es schwierig Wohnungen zu finden, sodass einige Sammelunterkünfte bereits geschaffen wurden. Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Asylbewerber weiterhin zunehmen wird. Gemeinsam mit den Verantwortlichen in den Kommunen, aber auch mit denen des Landes, sind wir auf praktikable Lösungen angewiesen. Auch deshalb ist gerade dieser Austausch zwischen den Verantwortlichen sehr wichtig.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, eine intensive Arbeitswoche nach meinem Urlaub neigt sich dem Ende zu. Die Herausforderungen werden nicht weniger, aber mein Team und ich sind für die Bürgerinnen und Bürger da und tun unser Bestes.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende, bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat Sören Meng


29.07.2022: Blog Nummer 300

29.07.2022: Blog Nummer 300

Die Kinder des Camps stellten Landrat Sören MEng, Bürgermeister Patrick Weydmann und dem Ersten Beigeordneten Hans-Peter Metzinger viele Fragen
Der Spatenstich zum Neubau der Illinger Sporthalle
Landrat Sören Meng und Ministerpräsidentin Anke Rehlinger präsentieren den Rucksack der Regionalmarke auf Finkenrech
Die Natur erobert die Neunkircher Gemeinschaftsschule zurück.
Spendenfahrzeugübergabe vor der Neunkircher Sparkasse

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

ich kann es kaum glauben, Sie lesen bereits den 300. Blog. Hintergrund war mein Wahlkampf 2015, in dem ich oftmals gefragt worden bin, welche Aufgaben ein Landrat eigentlich hat. Aus diesem Grund war es auch ein Stück weit Wahlversprechen, meine Arbeit so transparent wie möglich zu machen. So entstand der Blog, der mit der Zeit immer weitergewachsen ist. Das Ganze wäre natürlich nicht möglich ohne mein verlässliches Team, das mich auch beim Blog unterstützt. Hier gibt es konstruktive Hinweise und natürlich einige Fotos, die den Blog lebendig werden lassen. Auch wenn ich schon länger im Amt bin, sind es insgesamt 300 Wochen, über die ich hier berichtet habe. Es ging unter anderem um Gremienarbeit, Sitzungen, inhaltliche Themen und natürlich auch um viel Gesellschaftliches. Rückblickend muss ich sagen, dass mir meine Tätigkeit als Landrat in diesem wunderschönen Kreis viel Freude bereitet. Ich danke Ihnen für Ihr Interesse an meiner Arbeit. Selbstverständlich werde ich meinen Blog weiterführen, allerdings wird er jetzt für drei Wochen pausieren, da ich mich in den Urlaub verabschiede. Ich freue mich sehr darauf, mit meiner Familie mehr Zeit zu verbringen, denn, das muss ich zugeben, meine Akkus sind mittlerweile etwas leerer geworden.

Diese Woche war für mich erneut sehr abwechslungsreich. Überraschenderweise war ich bereits am Sonntag viele Stunden im Dienst. Eine Senioreneinrichtung in Neunkirchen musste evakuiert werden, da die Methangaskonzentration extrem gestiegen war. Derzeit ist noch nicht absehbar, wann sie wieder einsatzbereit ist. Gemeinsam mit der Neunkircher Bürgermeisterin Lisa Hensler, dem Beigeordneten Thomas Hans und vielen Einsatzkräften aus Feuerwehr, THW und DRK war ich vor Ort. Danke auch dem Kreisbrandinspekteur und dem Landesbrandinspekteur für die tatkräftige Unterstützung. Bei diesem Einsatz wurde mir wieder bewusst, wie wichtig das ehrenamtliche Engagement unserer Einsatzkräfte ist. Sie leisten, wie bereits häufig erwähnt, einen sehr wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft, oftmals 24 Stunden an 7 Tagen.

Am Montag fanden zahlreiche interne Termine statt, unter anderem stand ich der Saarbrücker Zeitung gemeinsam mit unserem Kreisbaumeister Thorsten Mischo Rede und Antwort. Es ging um die Bauarbeiten, die in der Ferienzeit vollzogen werden. Derzeit werden insgesamt Baumaßnahmen im Wert von rund 21,1 Millionen Euro durchgeführt. Allein in diesem Jahr sollen davon rund 10 Millionen Euro verbaut werden. In den Ferien werden wir im Bereich Digitalisierung deutlich weiterkommen. An Schulstandorten wie der GGS Neunkirchen, der Gemeinschaftsschule Ottweiler und der Gemeinschaftsschule Eppelborn werden hier Maßnahmen durchgeführt. Derzeit wird der Abriss der Luther-Schule, wie die Gemeinschaftsschule Stadtmitte in Neunkirchen genannt wird, vorbereitet. Dieser Abriss soll im Herbst erfolgen. Am Nachmittag besuchte ich die Beerdigung von einem ehemaligen, langjährigen Mitarbeiter, der plötzlich und unerwartet im Alter von nur 39 Jahren verstorben ist. Meine Gedanken sind bei seiner Familie.

Am Dienstagmorgen stand Schreibtischarbeit auf meinem Programm. Unter anderem sichtete ich Bewerbungen. Im Anschluss tagten die Führungskräfte der Kreisverwaltung zu verschiedenen Themen. Schon seit Monaten führen wir diese Tagungen online durch. Dies hat sich bewährt. Am Nachmittag tagte der Bauausschuss der Sparkasse Neunkirchen, dessen Vorsitzender ich bin. Hier ging es um den Neubau der Sparkasse Neunkirchen in der Innenstadt. Über den Architektenwettbewerb habe ich an dieser Stelle schon berichtet. Derzeit laufen die Vorarbeiten, damit der Bau zügig beginnen kann. Allerdings muss das Baufeld noch hergerichtet werden, dies bedeutet, dass die bisherigen Gebäude abgerissen werden. Für die Kundinnen und Kunden, aber insbesondere auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse wird dieser Neubau ein Gewinn sein. Ich freue mich sehr, dass ich dieses Großprojekt mitbegleiten darf.

Am Abend war ich zu Gast beim Musik-Picknick im Freizeitzentrum Finkenrech. Es war bereits die dritte Veranstaltung dieser Art, die unsere Tourismus- und Kulturzentrale in der herrlichen Parkanlage organisiert hatte. Als besonderer Gast hatte sich die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger angekündigt. Sie war von der besonderen Atmosphäre sehr angetan. Auch präsentierte ich ihr einige kulinarischen Produkte unserer Regionalmarke, denn Heimat kann man schmecken. Neben der Ministerpräsidentin war auch der Eppelborner Bürgermeister Dr. Andreas Feld mit Familie und der Dirminger Ortsvorsteher zu Gast. Das nächste Picknick findet am 23. August um 18:30 Uhr statt. Es kostet keinen Eintritt, allerdings müssen natürlich die Picknickutensilien selbst mitgebracht werden.

Am Mittwochmorgen besuchte ich mit unserem Kreisbaumeister Thorsten Mischo die ehemalige Gemeinschaftsschule Stadtmitte und sah mir den derzeitigen Zustand an. Wir beide staunten nicht schlecht, dass mittlerweile bereits die Natur beginnt, sich die Schule zurückzuerobern. Zwischenzeitlich wurde die installierte Photovoltaikanlage abgebaut. Sie wird künftig ein Dienstgebäude des Landkreises mit Energie versorgen. Im Anschluss tauschte ich mich mit Vertretern des Sozialministeriums zu Themen rund um unser Impfzentrum im ehemaligen Neunkircher Kaufhof aus. Das Impfangebot kann dort derzeit ohne Termin wahrgenommen werden.

Am Nachmittag besuchte ich eine Kinderfreizeit in Illingen, die unsere Kreisvolkshochschule gemeinsam mit den Jugendbüros der Gemeinden Illingen und Merchweiler organisiert hatte. Der Workshop dauert eine ganze Woche und vermittelt den Kindern spielerisch kreatives Arbeiten. Mit dabei waren der Merchweiler Bürgermeister Patrick Weydmann sowie der Beigeordnete Hans-Peter Metzinger. Nachdem wir uns die unterschiedlichen Angebote angesehen hatten, wurden wir von den Kindern interviewt. Danke allen, auch unserem Jugendpfleger Markus Wittling, für die tolle Organisation. Danke auch dem Volkshochschulverband für die Finanzierung dieser Maßnahme.

Anschließend ging es zum Schulzentrum Illingen, wo uns eine besondere Veranstaltung bevorstand. Endlich konnten wir den Spatenstich für die neue Sporthalle vollziehen. Ich zitiere an dieser Stelle aus der Pressemeldung:

Jetzt erfolgte der offizielle Spatenstich für den Ersatzneubau der Drei-Feld-Sporthalle in Illingen. Die neue Halle entsteht in unmittelbarer Nähe der aufgrund von Bergschäden maroden alten Sporthalle, die bis zur Fertigstellung der Neuen weiterhin genutzt werden kann.

Der Einladung des Landrates folgten der saarländische Innenminister Reinhold Jost, Illingens Bürgermeister Dr. Armin König, Vertreter des Neunkircher Kreistags und des Illinger Gemeinderats, der Ortsvorsteher Wolfgang Scholl und Vertreter der am Bau beteiligten Firmen sowie der Illinger Hallensportvereine.

Die Kosten des Baus sind mit ca. 6,5 Millionen Euro veranschlagt. Die Halle wird dem Landkreis Neunkirchen als Schulsporthalle für das Illtalgymnasium und die Fortuin- Gemeinschaftsschule dienen.  Durch die Beteiligung der Gemeinde Illingen in Höhe von 400.000 € kann außerdem eine Tribüne für ca. 190 Zuschauer gebaut werden, womit die Halle auch für Sportvereine zu Trainings- und zu Wettkampfzwecken nutzbar wird.

„Endlich geht es los. Ich freue mich, dass den weiterführenden Illinger Schulen, aber auch den Illinger Hallensportvereinen bald eine moderne, zeitgemäße Sporthalle zur Verfügung steht und danke dem Innenminister sowie dem Bürgermeister für die konstruktive Zusammenarbeit und unserem Kreisbaumeister Thorsten Mischo und seinem Team für die Vorplanungen und Begleitung dieses Projektes“, so Landrat Sören Meng.

Der Minister für Inneres, Bauen und Sport Reinhold Jost bedankte sich ebenfalls für die gute Zusammenarbeit zwischen Landkreis, Ministerium und Gemeinde und betonte die Wichtigkeit des Schulsports: „Wir müssen es gerade jetzt wieder schaffen, Schüler für Sport zu begeistern. Viele Menschen, nicht nur junge, haben zur Coronazeit den Anschluss verloren. Diese gilt es wieder neu zu sportlicher Betätigung zu motivieren, denn Sport hält gesund, steigert das Wohlbefinden und fördert die Teambildung innerhalb einer Klasse. Vor diesem Hintergrund begrüße ich es sehr, dass wir den Bau der neuen Halle mit Fördermitteln unterstützen können“, so der Minister.“

Heute Morgen tauschte ich mich mit dem Schulleiter unseres Technisch-gewerblichen Berufsbildungszentrums Bernd Hussong aus. An seiner Schule finden umfangreiche Baumaßnahmen und eine Generalsanierung statt. Nächstes Jahr sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. Die Schülerinnen und Schüler können sich auf tolle sanierte Räumlichkeiten, die dem Anspruch einer guten beruflichen Bildung gerecht werden, freuen. Danach ging es für mich nach Neunkirchen, wo eine Fahrzeugübergabe des Sparvereins der Sparkasse stattfand. Dank dem Engagement der Sparkasse können jährlich zahlreiche Fahrzeuge karitativen Einrichtungen übergeben werden. Für mich ist es Ehrensache, hier dabei zu sein und auch den Vertretern der Einrichtungen für ihr Engagement zu danken. Am Nachmittag besuchte mich Oberst Matthias Reibold und der Verbindungsoffizier Martin Nunberger. Ich nutze die Gelegenheit, mich nochmals für die Unterstützung während der Pandemie zu bedanken. Auf unsere Bundeswehr war und ist Verlass. Ob bei der Kontaktnach-verfolgung im Gesundheitsamt oder auch Impfzentrum, hier wurde ein großer Beitrag für unsere Gesellschaft geleistet.

Im Anschluss traf ich mich mit Vertretern der Kreisstadt Neunkirchen und der Diakonie, um mich über die aktuelle Situation der zurzeit noch gesperrten Einrichtung zu informieren. Über die Methangasbelastung habe ich zum Beginn meines Blogs berichtet.

Heute Morgen stand viel Schreibtischarbeit auf dem Plan, denn bevor ich in Urlaub gehe, müssen viele Unterschriften geleistet werden. Auch habe ich immer ein gutes Gefühl, wenn ich meine Agenda, die ich mir vorgenommen habe, abgearbeitet habe. Wenn dieser Blog erscheint, werde ich in Lederhosen unsere Sommeralm 2022 mit einem Almauftrieb eröffnen. Im Anschluss werde ich die bisherige Rosenkönigin Bianca Schäfer verabschieden, ihre Nachfolgerin wird die jetzige Prinzessin Kristina Kuhn sein. Ich bedanke mich an dieser Stelle ganz herzlich bei unserer Rosenkönigin Bianca, die mit Charme und Tatkraft dieses Amt ausfüllte. Morgen wird auf der Redner Alm ein Programm für Kinder stattfinden, am Abend gibt es, wie gewohnt, tolle Musik. Auch am Sonntag werde ich vor Ort sein, denn dort wird der erste Regionalmarkt mit Partnern unserer Regionalmarke eröffnet. In den zehn Tagen der Alm, gibt es für alle viel zu erleben. Wie bisher erheben wir keinen Eintritt und freuen uns, viele Gäste zu begrüßen.

 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

mit diesen Zeilen verabschiede ich mich in meinen Urlaub. In der ersten Woche vertritt mich die Erste Kreisbeigeordnete Daniela Feld, in der zweiten und dritten Woche übernimmt der Kreisbeigeordnete Klaus-Dieter Woll.

Ich wünsche Ihnen allen eine gute Zeit, bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat Sören Meng

 

 

 

 


22.07.2022: Endlich Sommerferien

22.07.2022: Endlich Sommerferien

Landrat Sören Meng startete mit Schulleiter Frank Prianon, dem Schulelternsprecher Karsten Becker und der Ortsvorsteherin Petra Riedel einen Lauf.
Landrat Sören Meng mit den ehrenamtlichen Helfern des DRK, die den Benefizlauf begleiteten.
Das Maislabyrinth von oben.
Landrat Sören Meng (rechts) eröffnet mit der Ersten Kreisbeigeordneten Daniela Feld(links), dem Dirminger Ortsvorsteher Frank Klein (2.v.r.), dem Leiter des Kreisumweltamtes Oliver Martin (mitte) und Nina Schmidt von der TKN das Maislabyrinth
Landrat Sören Meng mit Olympiasiegerin Heike Drechsler
Landrat Sören Meng mit Olympiasiegerin Heike Drechsler, dem Präsidenten des LSVS Heinz König und den Grundschülern, die stolz ihre Sportabzeichenurkunden präsentierten.
Landrat Sören Meng mit Ministerpräsidentin Anke Rehlinger, der stellvertretenden Landtagspräsidentin Christina Baltes und Landwirt Matthias Spreitzer beim Kartoffelsammeln.
Nach der Feldarbeit wartete ein leckeres Mittagessen. Danke an Familie Spreitzer.

 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

 

die letzten Wochen machten deutlich, dass der Sommer allgegenwärtig ist. Extrem hohe Temperaturen ließen uns in den letzten Tagen schwitzen. Umso schöner ist es, dass für die Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrer jetzt die Sommerferien beginnen. Mit der kommenden Woche beginnt auch für mich meine letzte Arbeitswoche, bevor ich mich in den Urlaub verabschiede. Auch ich freue mich auf meine Auszeit.

Diese Woche war gut gefüllt mit Terminen unterschiedlichster Art.

Am Montagmorgen standen verwaltungsinterne Termine in meinem Kalender, danach ging es dann nach Saarbrücken, wo der Aufsichtsrat der Tourismus Zentrale Saarland tagte. Hier gab uns die Geschäftsführerin Birgit Grauvogel einen touristischen Überblick. Zum ersten Mal wurde diese Sitzung vom neuen Wirtschaftsminister, dem früheren Staatssekretär Jürgen Barke, geleitet. Zuvor hatte dieses Amt unsere Ministerpräsidentin Anke Rehlinger inne. Von Saarbrücken aus fuhr ich sofort nach Neunkirchen, dort tagte der Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis Neunkirchen. Der Geschäftsführer Klaus Häusler gab einen Überblick über die wirtschaftliche Lage im Landkreis Neunkirchen. Was die Arbeitsplätze angeht, gibt es derzeit rund 40.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Diese Zahl ist glücklicherweise konstant. Darüber hinaus befinden sich 3000 Betriebe im Landkreis Neunkirchen, die auf der Suche nach Fachkräften sind. Allgemein lässt sich feststellen, dass der Fachkräftemangel im Landkreis Neunkirchen allgegenwärtig ist. Wir merken dies auch bei unseren Ausschreibungen für die Kreisverwaltung.

Am Dienstag fand eine ganztägige Schulung des Verwaltungsrates der Sparkasse Neunkirchen statt. Hierzu sind die Verwaltungsratsmitglieder verpflichtet, denn die Sachkunde muss regelmäßig nachgewiesen werden. Es ging um die aktuelle weltwirtschaftliche Lage und deren Auswirkungen auf den Finanzmarkt.

Auch nahm ich an einer Besprechung mit der Staatssekretärin des Sozialministeriums zur aktuellen Corona-Lage teil. Leider sind die Inzidenzen immer noch sehr hoch, ständig erkranken Menschen an Covid-19. Dank der Impfungen ist der Verlauf relativ mild, aber auch die Behandlungszahlen in den Krankenhäusern steigen wieder. Es ist eine verzwickte Situation. Auf der einen Seite finden überall wieder Feste und kulturelle Veranstaltungen statt. Wir freuen uns über dieses Angebot und nehmen es gerne an. Dabei geraten die Hygieneregeln, die den Ausbruch von Corona vermindern sollen, ins Hintertreffen.  Jeder verfolgt hier seine eigene Strategie. Ich trage wieder mehr Maske, gerade beim Einkauf, und teste mich regelmäßig, denn meine WarnApp schlägt fast täglich an.

Am Mittwoch konnte ich zwei Auszubildenden zu ihrer erfolgreichen Prüfung zum Verwaltungsfachangestellten gratulieren. Wir haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits übernommen. Herzlichen Glückwunsch zu dieser erfolgreichen Prüfung und weiterhin alles Gute im Team der Kreisverwaltung!

Danach ging es für mich zur Sportanlage der Stadt Ottweiler, wo eine große Aktion rund um das Deutsche Sportabzeichen stattfand. Gemeinsam mit Innenminister Reinhold Jost und vielen weiteren Gästen zeichnete ich Schülerinnen und Schüler mit dem Sportabzeichen aus. Dabei lernte ich auch die zweifache Olympiasiegerin Heike Drechsler kennen, die die Veranstaltung tatkräftig unterstützte. Es war ein toller Termin im Zeichen des Sports. Vielen Dank für die gute Organisation. Danke auch dem Beigeordneten der Stadt Ottweiler Herrn Jochum für die Bereitstellung der attraktiven Sportanlage!

Von dort aus ging es zum Landwirt Matthias Spreitzer, der Besuch von unserer Ministerpräsidentin Anke Rehlinger erhielt. Die Ministerpräsidentin wollte sich aus erster Hand über die Anliegen der Landwirte informieren.  Matthias Spreitzer ist mit seinem Unternehmen schon seit einiger Zeit Mitglied unserer Regionalmarke. Er ist Landwirt aus Leidenschaft und baut sein Aktionsfeld weiterhin aus. Neben Eiern und Fleisch gibt es auch Gemüse aus eigenem Anbau. Es ist beeindruckend zu erleben, wie Herr Spreitzer, unterstützt von seiner Familie, seinen Berufstraum lebt.

Wir alle wissen, gerade durch die Krise, wie wichtig regionale Lebensmittel für unsere Gesellschaft sind. Deshalb brauchen wir solche Menschen wie Matthias Spreitzer, die sich hier einbringen und ihren Beitrag leisten.

Gestern Morgen besuchte ich einen Benefizlauf der Max von der Grün Schule in Merchweiler. Ein Vater eines Schülers ist schwer erkrankt und ist auf Hilfe angewiesen. Daher beschloss die Schulgemeinschaft einen Spendenlauf zu initiieren. Viele Schülerinnen und Schüler waren am Start, um ihren solidarischen Beitrag zu leisten. Auch eine Lehrermannschaft gab ihr Bestes. Ich finde solche Aktionen bemerkenswert. Sie zeugen von Solidarität und Mitmenschlichkeit. Danke allen, die diese Aktion finanziell unterstützen und so aktiv einer Familie helfen.

Mittags besuchte ich das Freizeitzentrum Finkenrech, um das Maislabyrinth offiziell zu eröffnen. Es ist bereits die zehnte Aktion dieser Art. Herzlichen Dank dem Team des Umweltamtes unter der Leitung von Oliver Martin und unserer Tourismus- und Kulturzentrale unter der Leitung von Christian Rau für die Vorbereitung. Auf die Kinder wartet ein spannendes Labyrinth mit einem Rätsel, bei dem tolle Preise winken. Von oben betrachtet, erkennt man als Form des Labyrinths eine Biene, die wichtiger denn je für unser Ökosystem geworden ist. Danke den Schülerinnen und Schülern aus Landsweiler, die mich bei der Eröffnung unterstützten. Mit dabei war auch die Erste Kreisbeigeordnete Daniela Feld und der Dirminger Ortsvorsteher Frank Klein.

Am Nachmittag trat der Kreistag des Landkreises Neunkirchen zu seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause zusammen. Im öffentlichen Teil ging es um eine Vereinbarung mit der Stadt Neunkirchen und einem Träger zur Schaffung neuer Kinderbetreuungsplätze in der Kreisstadt. Da Betreuungsplätze dringend gebraucht werden, hat sich der Landkreis entschlossen, sich wie bei der Kita in Eppelborn das Recht zu sichern, bei Bedarf in jeweils einer Gruppe entsprechende Plätze zu belegen. Dafür wird sich der Landkreis bei diesen beiden Gruppen in etwas höherem Maße an den Kosten beteiligen. Darüber hinaus ging es um die Weiterführung der Schulsozialarbeit an der „Wingertschule-Förderschule soziale Entwicklung- im gebundenen Ganztag“. Die Sozialarbeit hat sich bewährt und ist wichtig für die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler. Des Weiteren wurde eine Vereinbarung zur Überlassung von mobilen Endgeräten zwischen dem Landkreis Neunkirchen und dem Bistum Trier geschlossen. Diese Entscheidung wurde zur Unterstützung und Ausstattung der Schulen der kirchlichen und privaten Schulträger auf den Weg gebracht. Ich begrüße dies sehr, denn mir ist es wichtig, dass alle Schulen im Landkreis Neunkirchen über das entsprechende Know-how und die entsprechende Ausstattung verfügen. Auch stellte sich die neue Klimaschutzmanagerin Christina Morlo-Martin den Mitgliedern des Kreistages vor. Hierzu passend war eine Anfrage der CDU Kreistagsfraktion, die sich auf die aktuelle energiepolitische Situation aus Sicht des Landkreises bezog.

Heute Morgen besuchte ich die Erhebungsstelle Zensus und tauschte mich mit dem Leiter Frank Backes aus. Derzeit finden immer noch die persönlichen Erhebungen statt, diese müssen ausgewertet und entsprechend dokumentiert werden. Das Ganze ist mit einem sehr hohen bürokratischen Aufwand verbunden. Natürlich spielt hier der Datenschutz eine wesentliche Rolle. Aus diesem Grund ist die Zensus-Erhebungsstelle in einem anderen Gebäude untergebracht. Herzlichen Dank meinem engagierten Team, das diese Herausforderung meistert.

Heute Nachmittag tagte der Sparkassenzweckverband, der personelle Weichenstellungen im Vorstand der Sparkasse vornahm. Wenn dieser Blog erscheint, bin ich bei der Dorffesteröffnung von Stennweiler. Dieses beliebte Dorffest wird zum 40. Mal gefeiert. Auch deshalb freue ich mich sehr, dabei sein zu dürfen.

Morgen besuche ich die traditionelle Dorfkirmes des Heimat-und Verkehrsvereines Hüttigweiler. Anschließend geht es für mich in meinen Heimatort Wiebelskirchen, wo der Kaninchenzuchtverein nach einer Corona-Pause wieder seine Aktivitäten präsentiert. Ich habe für diese Zuchtschau die Schirmherrschaft übernommen.

Heute Nachmittag habe ich bei Facebook per Video allen schöne Sommerferien gewünscht. Mit diesem möchte ich auch diesen Blog abschließen:

Endlich beginnen die Sommerferien. Der Sommer zeigt sich derzeit von seiner schönsten und heißesten Seite – da tut die Ferienzeit richtig gut.  Der Sommer 2022 – er ist schon jetzt etwas Besonderes, denn in diesem Jahr finden endlich wieder viele Veranstaltungen statt, die gut angenommen werden. Sich wieder begegnen können, gemeinsam Kunst und Kultur zu genießen, hat uns allen gefehlt.

Nächste Woche startet auch endlich wieder unsere SR 3 Sommeralm am Erlebnisort Reden. 10 Tage gibt es dort ein tolles Programm für die ganze Familie zu erleben. Ich freue mich, viele von ihnen wieder persönlich zu treffen.

Als Schulträger werden wir die Zeit nutzen, um Arbeiten an unseren Schulen durchzuführen. Hier werden wir im Bereich der Digitalisierung ein großes Stück weiterkommen.

Damit schaffen wir Zukunft und gute Lernvoraussetzungen.

Ihnen allen eine herrliche Urlaubszeit, bleiben Sie gesund, nehmen Sie die Corona-Hygieneregeln weiterhin ernst und genießen Sie den Sommer 2022!

Ihnen ein schönes Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


15.07.2022: Tropische Hitzewoche

15.07.2022: Tropische Hitzewoche

Landrat Sören Meng mit den zuständigen Mitarbeitern der Kreispolizeibehörde und den Neubürgern bei der Urkundenübergabe im historischen Sitzungssaal
Die Konditorei Conrad ist neue Partnerin der Regionalmarke
Die Neunkircher Notfallseelsorge erhält einen Spende
 

Der Hochsommer hat uns voll im Griff. Ungewohnt hohe Temperaturen lassen uns derzeit schwitzen. Dies wirkt sich natürlich auch auf meine Termine aus, die oft sehr schweißtreibend sind. Sorgen bereitet mir die derzeitige hohe Inzidenz. Längst hat auch der Landkreis Neunkirchen die tausender Inzidenz wieder erreicht. Zurzeit sind über 2300 Menschen im Landkreis Neunkirchen mit dem Corona Virus infiziert, im Laufe der Pandemie gab es rund 200 Todesfälle. Auch unsere Verwaltung ist immer wieder von Coronafällen betroffen. Zwar sind die Verläufe dank der Impfung sehr milde, dennoch fallen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Zeit lang aus. Hoffen wir, dass sich das Infektionsgeschehen wieder beruhigt und es nicht weitere Mutationen gibt.

Kontaktvermeidung ist oftmals nicht mehr möglich, auch gibt es wieder viele Feste, die besucht werden. Ich kann das gut verstehen und mache auch von dem Angebot Gebrauch. Allerdings sollten Sie sich testen, wenn sie Symptome haben. Auch das Abstandsgebot und die Händehygiene sollte man im Hinterkopf behalten.

Der Montagmorgen begann mit verwaltungsinternen Rücksprachen. Im Anschluss fand der Jour-Fixe mit dem Werkleiter unserer Tourismus- und Kulturzentrale Christian Rau statt. Hier laufen die Vorbereitungen für unsere Sommer-Alm auf Hochtouren. Am Mittwochmorgen war ich gemeinsam mit Bürgermeister Markus Fuchs vor Ort und schaute mir die restaurierte Almhütte vom „AlmEbi“ an. Hier hatte der Bauhof der Gemeinde Schiffweiler und eine Klasse des Technisch Gewerblichen Berufsbildungszentrums in Neunkirchen tolle Arbeit geleistet. Hierfür auch an dieser Stelle herzlichen Dank!

Ist der „AlmEbi“, alias Eberhard Schilling, offiziell in Rente, kann man immer noch die schön gestaltete Hütte besichtigen. Auch werden aus dieser Hütte die beiden SR Moderatoren Marcel Lutz-Binder und Michael Friemel täglich ihr Alm-Radio senden.

Am Nachmittag fanden Auswahlgespräche zur Besetzung einer Sachbearbeitung für das Amt für Öffentlichkeitsarbeit und damit mein engstes Umfeld statt.

Die bisherige Leiterin Jasmin Alt hatte heute ihren letzten Arbeitstag und wird ab Montag die Umweltministerin Petra Berg in Saarbrücken unterstützen. Jasmin Alt hat unter anderem auch diesen Blog mitentwickelt und immer begleitet. Ihr wünsche ich an dieser Stelle viel Erfolg und Freude in Saarbrücken, danke für die tolle Zusammenarbeit in all den Jahren!

Am Dienstag fand ein Gespräch mit dem IT-Sicherheitsbeauftragten unserer Kreisverwaltung Roland Lill und dem Geschäftsführenden Beamten Volker Federkeil in meinem Büro statt. Hier ging es um die IT-Sicherheitsinfrastruktur und aktuelle Maßnahmen, um unsere IT weiterzuentwickeln.

Mein Team der EDV unter der Leitung von Matthias Günther leistet sehr gute Arbeit. Mit rund 650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Kreisverwaltung auf eine gute IT-Infrastruktur angewiesen. Der EDV-Abteilung geht die Arbeit nicht aus.

Im Anschluss besuchte mich eine Delegation der Arbeitsgruppe Hospiz-und Palliativnetzwerk im Landkreis Neunkirchen. Hier ging es unter anderem um die palliative Versorgung im Kreis. Ich bin froh und dankbar, dass wir neben ambulanten Angeboten auch ein Hospiz in Neunkirchen haben. Grund des Gespräches war die stärkere Vernetzung in diesem Bereich und die damit verbundene Öffentlichkeitsarbeit. Jeder Mensch, der am Ende seines Lebens palliative Hilfe benötigt, muss diese auch niedrigschwellig erhalten. Daher ist es wichtig, auch dieses Thema in die Öffentlichkeit zu bringen, denn es gehört zum Leben dazu.

Am Nachmittag tagte der Stiftungsrat der Walter Bernstein Stiftung. Hier konnte der Vorsitzende Roman Uwer auf zahlreiche Aktivitäten im Jubiläumsjahr 2021 verweisen und gab einen Ausblick auf die kommende Zeit. Es ist uns gelungen, den Menschen und das Werk Walter Bernstein ins Zentrum der Öffentlichkeit zu rücken. Dies sollten wir beibehalten, denn sein Werk hat es verdient. Auch sind die neuen Dokumentarfilme über Walter Bernstein und die Aktivitäten im Jubiläumsjahr, geschaffen von Dr. Matthias Schillhab, online abrufbar. Hier ist der Link:

https://youtu.be/KCFGv5z0x84  (Walter Bernstein in Berlin – eine spannende Reise in die Vergangenheit)

https://youtu.be/zeQXwOPy2Ng (Aktivitäten im Bernstein-Jahr 2021)

 

Am Abend spendete ich beim DRK Ortsverein Hirzweiler-Hüttigweiler Blut.

Blutkonserven sind derzeit rar. Bedingt durch die Einschränkungen während der Corona-Pandemie sind die Blutspenden zurückgegangen. Gleichzeitig habe sich der Bedarf an Blutkonserven erhöht, meldet schon seit Monaten die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Sie spricht von einem „dramatischen Rückgang“ und ruft zur dringenden Blut- und Plasmaspende auf. Diesem Appell schließe ich mich gerne an. Blutspenden retten Leben. Ein kleiner, schmerzloser „Pieks“ und schon kann gespendet werden. Zuvor wird man eingehend medizinisch untersucht, Fragen werden beantwortet. Ich spende schon seit Jahren. Auch als ehrenamtlicher Kreisvorsitzender des DRK in unserem Landkreis weiß ich, wie dringend Blutspenden gebraucht werden. Hier kann jeder gesunde Mensch einen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Danke dem ehrenamtlichen Team unter der Leitung von Fabio Jochum, das die Aktion gut organisierte!

Wie schon erwähnt besuchte ich am Mittwochmorgen die Alm. Danach begrüßte ich die Teilnehmer des ersten Netzwerktreffens für das Energieeffizienz Netzwerk im Landkreis Neunkirchen unter der Leitung der Arge-Solar und unserer neuen Klimaschutzmanagerin Christina Morlo-Martin. Ich freue mich sehr, dass diesem Netzwerk viele Gemeinden und Städte unseres Kreises angehören. Es geht zum einen darum durch Netzwerk-Arbeit effizient und nachhaltig zusammenzuarbeiten, um letztendlich Ressourcen zu schonen und zum anderen um gemeinsam Aktionen und Maßnahmen zu planen, die unseren Kreis energieeffizienter machen.

Im Historischen Sitzungssaal in Ottweiler konnte ich nach über zwei Jahren wieder zahlreiche Neubürgerinnen und Neubürger einbürgern. 21 neue Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, darunter insgesamt 5 Kinder, konnte ich ihre Einbürgerungsurkunde überreichen. Auch ging ich in meinem Grußwort auf unsere Verfassung, unser Grundgesetz, ein. Das Grundgesetz ist eines der wichtigsten Bücher in unserem Land. Diese bemerkenswerte Verfassung entstand noch in den Trümmern einer Diktatur und ist die Grundlage für ein friedliches Zusammenleben, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Sozialstaatlichkeit und Gleichberechtigung in Deutschland.

Am Nachmittag tauschte ich mich mit den Schulleitungen unserer Gymnasien zur Neueinführung von G9 aus. Diese Einführung, die ich inhaltlich begrüße, hat für uns als Träger Konsequenzen. Wir brauchen neue Raumkapazitäten. In dem Gespräch ging es unter anderem um den derzeitigen Raumbedarf und unsere künftigen Planungen.

Die Verbandsversammlung des Erlebnisortes Reden war der letzte offizielle Termin an diesem Tag. Unser Zweckverbandsgeschäftsführer Eric Schneider berichtete von aktuellen Projekten und wagte bereits ein Blick in die Zukunft. Mittlerweile hat er mit allen Partnern am Standort intensive Gespräche geführt. Auch die Ausschreibung eines Entwicklungskonzeptes wurde auf den Weg gebracht. Ich freue mich sehr, dass es uns gemeinsam mit der Gemeinde Schiffweiler und dem Land gelungen ist, diesen Zweckverband zu gründen und finanziell auszustatten. Ich bin sehr zuversichtlich, dass diese neue Einheit Früchte tragen wird und damit unseren Erlebnisort Reden nach vorne bringt.

Am Donnerstagmorgen besuchte ich mit dem Vorstand der Sparkasse Neunkirchen Jörg Welter die Notfallseelsorge im Landkreis Neunkirchen und informierte mich über diese wichtige Arbeit. Wenn der Notarzt geht und die Besatzung des Rettungswagens ihre Sachen packt, bleiben manchmal Menschen alleine zurück. Sie sind mit dem plötzlichen Ableben der Partner oder der Familienangehörigen überfordert und es dauert ab und zu Stunden bis Verwandte ankommen und – selbst ja betroffen – die schockierten Augenzeugen seelisch stützen können. In solchen und ähnlichen Fällen wird die „Einsatzgruppe Neunkirchen“ der Notfallseelsorge & Krisenintervention Saarland e.V. zur Unterstützung gerufen. Hier lautet die Devise: „Niemand soll alleine das Leid durchstehen müssen“. Mit ehrenamtlichem Einsatz der Gruppe sind jedoch erhebliche Kosten verbunden, die der Verein und die Ehrenamtlichen nicht aus eigenen Mitteln selbst stemmen können, z.B. für Fahrtkosten oder die Ausstattung mit persönlicher Schutzausrichtung.

Um diese wichtige Arbeit und das ehrenamtliche Engagement der Einsatzgruppe zu unterstützen, leistete die Sparkasse Neunkirchen gemeinsam mit dem Sparverein eine Spende in Höhe von 2.000 Euro. Der symbolische Spendenscheck überreichte Jörg Welter, Vorstand der Sparkasse Neunkirchen, in der Christuskirche Neunkirchen an Vertreter der Einsatzgruppe Neunkirchen: Diakon (in Rente) Jenni Oswald (Katholische Kirchengemeinde St. Marien Neunkirchen), Pfarrer Bertram Weber (Ev. Kirchengemeinde Neunkirchen, Vorsitzender des Trägervereins Notfallseelsorge & Krisenintervention Saarland e.V.) und Dr. phil. Robert Kolatzek (Sprecher der Kreisgruppe Neunkirchen) freuten sich sehr über die große Unterstützung durch die Sparkasse. Jörg Welter dankte den Vertretern des Vereins stellvertretend für alle in der Notfallseelsorge und Krisenintervention engagierten Menschen: „Ehrenamt ist der Leim der Gesellschaft. An diesem Satz ist viel Wahres dran, was sich gerade in der heutigen Zeit zeigt. Die Psychosoziale Notfallversorgung im Landkreis Neunkirchen ist ein gutes Beispiel für die so wichtige Funktion des Ehrenamtes, das oft im Stillen geleistet wird und für Menschen in Not immens wichtig ist“.

Auch ich würdigte die Arbeit dieser Gruppe, die auch im Katastrophenschutz wichtige Arbeit leistet. Die Psychosoziale Notfallversorgung in der Akuthilfe durch Notfallseelsorge und Krisenintervention ist sehr wichtig und auch Teil der Katastrophenhilfe.  Während die Einsatzkräfte Erfahrung im Umgang mit Extremsituationen und Notfällen erlangt haben, werden Betroffene in den meisten Fällen völlig unvorbereitet aus ihrem täglichen Leben gerissen. Sie reagieren auf unterschiedlichste Arten und es kann sehr leicht zu einer lang anhaltenden psychischen Belastung kommen. Daher sind der Einsatz und die Hilfe durch kompetenten Menschen vor Ort eine riesige Hilfe, die unsere Anerkennung und Respekt verdient. Danke unserer Sparkasse für die Unterstützung.

Danach war ich bei der schönen Aktion „Brot und Wein“ der Bäckerinnung des Saarlandes auf dem Sturmplatz zu Gast. Ziel ist es, die regionale Wertschöpfung und deren Bedeutung zu betonen. Hierzu leistet das Bäckerhandwerk einen wichtigen Beitrag. Dank der Unterstützung der Sparkasse Neunkirchen durfte ich die Gewinner eines Gewinnspieles rund um das Bäckereihandwerk bekannt geben.

Von dort aus ging es zum Spatenstich für die neue Firma „Poolomio“ in Spiesen Elversberg. Hier investiert Familie Hartz rund 6 Million € in das neue Firmengebäude. In der international tätigen Firma arbeiten rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Geschäftsführer freuten sich über die Ansiedlung im Landkreis Neunkirchen und lobten die Ansiedlungsbedingungen. Bei der Veranstaltung waren neben dem Bürgermeister Bernd Huf auch der Wirtschaftsförderungsgeschäftsführer Klaus Häusler anwesend. Er hatte sich um Fördermittel für die Firma gekümmert und diese auf den Weg gebracht. Im Landkreis Neunkirchen gibt es rund 3000 Unternehmen, 250 davon in Spiesen-Elversberg. Ich freue mich sehr darüber, dass es gelungen ist, eine gute zukunftsträchtige Firma anzusiedeln. Ich wünsche dem Bauvorhaben weiterhin alles Gute!

www.poolomio.de

Am Nachmittag tagte der Kreisausschuss mit einer umfangreichen Tagesordnung. Heute Morgen begann mein Arbeitstag bereits um 8:00 Uhr in Saarbrücken, wo eine Besprechung mit der Umweltministerin Petra Berg rund um das Thema ÖPNV stattfand. Hier waren alle Aufgabenträger vor Ort, um die aktuellen Herausforderungen zu besprechen.

Danach besuchte ich als neuen Partner unserer Regionalmarke die Bäckerei Conrad in Münchwies. Anschließend ging es zum Sommerfest des Adoptions- und Pflegekinderdienstes, das in Welschbach stattfand. Hier leistet unser Jugendamt wichtige Arbeit. Das Sommerfest dient zur Vernetzung zwischen den Pflegeeltern.

Von dort aus ging es zur Einweihung des neuen Kindergartens nach Stennweiler. Hier ist eine moderne Einrichtung in der Gemeinde Schiffweiler entstanden. Gemeinsam mit der Ministerin Christine Streichert-Clivot, dem Bürgermeister Markus Fuchs würdigte ich das große Bauvorhaben.

Wenn dieser Blog erscheint, bin ich auf dem Sommerfest der Eppelborner Firma Krämer-IT. Sie feiert ihr 30-jähriges Jubiläum. Die Firma Krämer IT ist Saarland weit ein Begriff und ist auch Partner unseres Kreises. Herzlichen Glückwunsch dem Geschäftsführer und Gründer Michael Krämer und seinem Team!

Am Samstag bin ich auf der Abiturfeier des Illtal-Gymnasiums zu Gast und werde auch dort eine Rede halten. Am Sonntagmorgen besuche ich eine Veranstaltung der SPD Ottweiler.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, Sie merken, mein Terminkalender ist voll wie nie. Ich genieße die Veranstaltungen, freue mich aber auch ehrlich gesagt schon auf meinen Urlaub, der in wenigen Wochen stattfindet. Bis dahin bin ich noch in unserer Region präsent.

Ihnen ein schönes Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng

 


08.07.2022: Siegerehrung und Bergmannstage

08.07.2022: Siegerehrung und Bergmannstage

Abschließendes Gruppenfoto hinter der Sinnesbank, die jedes teilnehmende Dorf erhält.
Hangard wird zum Sieger gekürt. Die Prämie beträgt 1500 €.
Dirmingen erhält den 2. Platz und somit auch 1000 €.
Steinbach darf sich als drittplatziertes Dorf über 500 € freuen und erhält den mit 300 € dotierten Nachhaltigkeitspreis.

 

 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

die Zeit, so hat man den Eindruck, fliegt. Es kann auch an den zahlreichen Begegnungen liegen, die seit Wochen wieder möglich sind. Zwar sind die Inzidenzen auch im Landkreis Neunkirchen sehr hoch, dennoch laden die Vereine wieder zu ihren Festen ein – und das ist gut so.

Meine Woche war geprägt von unterschiedlichen Begegnungen. Montag und Dienstag machte mir leider meine Gesundheit einen Strich durch die Rechnung, da mir eine Erkältung zu schaffen machte. So blieb ich zu Hause und konnte von zu Hause arbeiten – nur halt ohne Begegnungen.

Am Mittwoch tauschte ich mich mit dem Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack und seinem Stellvertreter Wehrführer Sascha Catarius zu verschiedenen Themen aus. Natürlich wurde auch der Katastrophenschutz besprochen. Aber auch die Beschaffung von Feuerwehrautos und sonstigen Equipement stand auf der Tagesordnung. Leider steigen auch in diesem Bereich die Preise unaufhörlich. Grundsätzlich ist im Landkreis Neunkirchen eine hohe Brandlast zu beklagen. Gerade im Raum Neunkirchen gibt es viele Einsätze, was unsere Wehren stark fordert. Gleichzeitig fehlt es an Nachwuchs, daher ist es mir wichtig auch unsere Jugendwehren zu fördern, denn sie sind die Einsatzkräfte von Morgen.

Danach ging es nach Saarbrücken. Für seine vielfältigen Verdienste wurde Rüdiger Zakrzewski mit dem Bundesverdienstkreuz durch Innenminister Reinhold Jost ausgezeichnet.

Ich kenne und schätze Rüdiger seit Jahrzehnten. Egal in welcher Funktion „uff de Zacke is Verloss“ - so lautet eine geflügelte Redewendung.

Neben seinem großen gewerkschaftlichen und politischem Engagement engagiert sich Rüdiger Zakrzewski seit Jahren für die Erinnerungskultur in Bezug auf den Bergbau.

Ob Sanierung des Pumpenhauses Itzenplitz oder der attraktive Premiumwandweg Pingenpfad, Rüdiger versteht es als Netzwerker Dinge voranzubringen.

Ein echtes Vorbild für gesellschaftliches Engagement.

Das Ende meines Arbeitstages stellte die Leitung des Kreisjugendhilfeausschusses dar. Hier ging es unter anderem auch um die gute Jugendarbeit in Spiesen-Elversberg und Merchweiler, die uns die Verantwortlichen präsentierten. Der Jugendhilfeausschuss (JHA) ist in Deutschland, neben der Verwaltung des Jugendamtes, Bestandteil der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe. Es handelt sich um ein kommunales Verfassungsorgan.[1] Ihm gehören Mitglieder der Vertretungskörperschaft des öffentlichen Trägers an (Kreistag) beziehungsweise von dieser gewählte Frauen und Männer, die in der Jugendhilfe erfahren sind und Vertreter, die von den anerkannten Freien Trägern der Jugendhilfe und der Jugendverbände vorgeschlagen werden. (Definition: Wikipedia)

Gestern morgen tagte in Bexbach die Verbandsversammlung des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Saar. Hier ging es unter anderem um den Haushalt für das laufende Jahr und neue innovative Ansätze im Bereich der Rettungsdienste. Diesem Gremium gehören unter anderem alle Landkreise und das Land an. Am Nachmittag standen zahlreiche Rücksprachen und Büroarbeit auf meiner Agenda, bis es dann nach Hangard zur Siegerehrung des Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ ging.

In meinem Grußwort würdigte ich die Bemühungen der vier Dörfer, die in diesem Jahr teilgenommen haben. Ich zitiere aus meiner Rede:

Hier geht es viel um Zukunft, engagierte Dorfgemeinschaften, die Herausforderungen annehmen, die versuchen der Demografie entgegenwirken, die Plätze zur Begegnung schaffen, die sich kümmern, die sich einbringen, und die sich überlegen, wie sie etwas bewegen können. Ihr Dorf ist die Lebenswelt, ist Dreh- und Angelpunkt - ist ein starkes Stück Heimat. Als Landrat lernte ich die Dörfer aus einer neuen Perspektive kennen, nicht wie sonst an einem Dorffest, an einem Weihnachtsmarkt.

Wir durften ins Innere des Dorfes eindringen, Errungenschaften bewundern und Herausforderungen aufnehmen.  

 

Noch einen Aspekt möchte ich aufgreifen:

 

Wir erleben zur Zeit bewegende Zeiten - Corona hat unsere Welt und die Gesellschaft verändert, die aktuelle politische Lage, der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Folgen durch Energieverknappung, Preissteigerungen, Inflation - da braucht man Erdung.

 

Und Heimat ist Erdung - hier kennen wir unsere Partner, hier kennen wir Produzenten, hier können wir etwas zur regionalen Wertschöpfung beitragen. Die Krisen haben gezeigt, Globalisierung hat Grenzen, wir müssen uns auf unsere Stärken besinnen, der Gemeinsinn, die Solidarität hilft in Krisen - auch deshalb ist Heimat so wichtig. Ich freue mich auf den nächsten Wettbewerb der entweder 2024 oder erst 2025 stattfinden wird und hoffe, auch dann wieder einige Dörfer für die Teilnahme am Wettbewerb begeistern zu können.

Dann bekommt Heimat erneut ein Gesicht!“

Im Namen der Jury, die aus Mitgliedern des Kreistages und der Verwaltung bestand, bedankte ich mich bei allen Teilnehmern. Mit dem 1. Platz wurde Hangard, mit Platz 2 Dirmingen und dem 3. Platz Steinbach ausgezeichnet. Gleichzeitig bekam Steinbach auch den Nachhaltigkeitspreis verliehen. Neben den Preisträgern nahm auch Welschbach teil. Alle Teilnehmer bekamen als Überraschung eine Sinnesbank unserer Beschäftigungsgesellschaft AQA überreicht.

 

 

 

 

 

Heute Morgen fand nach über zwei Jahren wieder eine Personalversammlung statt. Hier stand ich natürlich als Landrat und Chef der Verwaltung Rede und Antwort.

Ich nahm die Versammlung zum Anlass meinem Team zu danken.

Corona hat uns verändert - das wissen wir. Persönlich und auch unser Arbeitsumfeld. Wir fragen uns zurecht, wo die zwei Jahre hingegangen sind. Krisenstäbe, unser Gesundheitsamt im Dauereinsatz, 7 Tage die Woche, ständig neue Regelungen, die wir umsetzen mussten, Kontaktnachverfolgung, Unterstützung durch die Bundeswehr und externe Mitarbeiter.

Ich bin dankbar, dass Sie alle mit mir mitgezogen haben: Wir waren auch in der Krise für die Menschen da und haben unseren Auftrag erfüllt. Wir haben gearbeitet, von zu Hause, vom Büro aus, mit Maske, mit Trennwänden, mit Kontaktvermeidung - das hat uns geprägt, das bleibt…. Und wenn ich schon bei Zahlen bin, dann möchte ich etwas zur Größe unserer Kreisverwaltung sagen. Als ich vor 7 Jahren meinen Dienst als Landrat antrat, hatten wir insgesamt rund 470 Vollzeitstellen, heute sind es rund 610.

Unsere Aufgaben wachsen ständig – hierzu brauchen wir viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Daher setze ich schon seit meinem Amtsantritt auf die Ausbildung. Ob bei der Ausbildung zu Verwaltungsfachangestellten oder auch dem Studium für den gehobenen Verwaltungsdienst, in der EDV oder dem Handwerk – wir setzen verstärkt auf Ausbildung… Abschließend danke ich Ihnen allen für das gute Miteinander in schwierigen, bewegten Zeiten. Danke auch dem Personalrat für das vertrauensvolle Arbeiten. Dass es manchmal im Getriebe knarzt, liegt in der Natur der Sache. Unterm Strich wollen wir aber alle das Gleiche: Unsere Verwaltung und sein Team auf Kurs zu halten.“

Heute Abend besuche ich die 40. Bergmannstage in Heiligenwald. Von dort aus geht es dann nach Wiebelskirchen, wo ich als „Einheimischer“ das Dorffest eröffnen werde.

Morgen bin ich in Hirzweiler zu Gast. Dort habe ich die Schirmherrschaft für die Festlichkeiten anlässlich des 50. Jubiläums der Partnerschaft zwischen Hirzweiler und Walschbronn inne.

Danach geht es wieder nach Wiebelskirchen, wo ich Standdienst habe  - auch das muss sein.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende, bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat Sören Meng

 


01.07.2022: Neue Energien

01.07.2022: Neue Energien

Tag des Wasserstoffs in Neunkirchen
Der Countdown läuft: Noch in diesem Monat startet die Sommeralm.
Die Werns Mühle ist neuer Partner der Regionalmarke
 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

eine terminreiche Woche neigt sich dem Ende zu und auch am Wochenende bin ich in unserem schönen Landkreis unterwegs.

Los ging meine Woche am Montag mit einer Veranstaltung, die sehr viel Zukunft in sich trug. Es ging um das Thema Wasserstoff. Im Rahmen der Woche des Wasserstoffs beteiligte sich auch der Landkreis Neunkirchen gemeinsam mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft und anderen Partnern an dieser Woche und lud interessierte Unternehmen aus dem Landkreis Neunkirchen zu einer Informationsveranstaltung in das Dienstgebäude in Neunkirchen ein. So gab es dort informative Kurzvorträge zum Thema Wasserstoff zu erleben, auch das Thema „Wasserstoff und dessen Nutzung als Energieträger“ wurde dort behandelt. Der Betriebsleiter der Saarbahn Torsten Burghardt stellte das Mobilitätskonzept vor und setzt statt auf die klassische e-Mobilität auf Wasserstoff. Interessant war auch der Vortrag vom Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik, der die vielfältigen Möglichkeiten der Wasserstoffnutzung in der Automobilindustrie behandelte. Der Tag des Wasserstoffs hat uns dessen Potentiale als Energieträger und seine mögliche Rolle in einem künftigen Energiemix vergegenwärtigt. Die derzeitige geopolitische Lage führt erstmals seit der Ölkrise wieder zu einer Energieknappheit in Deutschland und macht uns bewusst, wie abhängig wir von Energieimporten sind. Um diese Abhängigkeit zu minimieren und perspektivisch den Ausstieg aus den fossilen Energieträgern zu bewerkstelligen, bedarf es solcher innovativen Ansätze. Abschließend durfte ich noch eine Runde mit einem „Wasserstoff-Auto“ drehen, ein tolles Erlebnis.

Um die Raumplanung und um unsere Kreisverwaltung ging es in einer internen Besprechung am Nachmittag. Die Mitgliederzahl unserer Kreisverwaltung ist aufgrund steigender Aufgaben in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen, daher benötigen wir dringend neue Dienstgebäude. Zwar werden die sogenannten neuen Arbeitsformen Ressourcen schonen, allerdings brauchen wir derzeit zusätzliche Arbeitsplätze. Hierum ging es in der Besprechung.

Der Abschluss meines Arbeitstages stellte ein Austausch mit Verantwortlichen der AOK dar. Wir wurden dabei über vielfältige Möglichkeiten des beruflichen Gesundheitsmanagements informiert.

Am Dienstag fand eine Besprechung bezüglich Wärmelieferungen und den Auswirkungen der aktuellen Energiesituation auf unsere Kreisverwaltung statt. Auch wir rechnen mit deutlichen Erhöhungen der Energiepreise, wobei wir uns aufgrund langjähriger Bindungen an Wärmelieferanten auf bestehende Verträge berufen können. Dies federt Preissteigerungen halbwegs ab. Danach tauschte ich mich mit den Führungskräften unserer Kreisverwaltung zu unterschiedlichen Themen aus. Am Nachmittag war ich im Sozialministerium in Saarbrücken zu Gast, wo ich mich mit unserem Gesundheitsminister Dr. Magnus Jung zu verschiedenen Themen rund um die Gesundheitsversorgung im Landkreis Neunkirchen austauschte. Online nahm ich im Anschluss an der Sitzung des Beirates der Armutskonferenz teil. Dem schloss sich der ÖPNV-Ausschuss des Landkreises Neunkirchen an, wo wir verschiedene Themen rund um den öffentlichen Personennahverkehr behandelten. Auch war eine Vertreterin der Neunkircher Verkehrs GmbH vor Ort, die uns über aktuelle Themen informierte.

 

Der Mittwoch fiel für mich als Arbeitstag aus. Ein grippaler Infekt zwang mich zu Hause zu bleiben.

 

Gestern Morgen besprach ich mit der Leiterin unserer Kreisvolkshochschule Sarah Falkenrich verschiedene Themen in Bezug auf die Erwachsenenbildung. Im Anschluss tagten die Gremien unserer WVO. Los ging es mit der Sitzung des Zweckverbandes Wasserversorgung, dem schloss sich die Aufsichtsratssitzung und anschließend die Gesellschafterversammlung an. Im öffentlichen Teil ging es unter anderem um die Vorabinformation des Jahresabschlusses 2021. Auch gab der Geschäftsführer unserer WVO Thomas Wagner einen Überblick über die Wasservorräte im Landkreis Neunkirchen. Hier ist unserer Region gut aufgestellt, von Wasserknappheit sind wir glücklicherweise nicht bedroht.

Am Nachmittag fand eine Sitzung des Kreditausschusses unserer Sparkasse Neunkirchen statt, dem sich dann die Sitzung des Verwaltungsrates, dessen Vorsitzender ich bin, anschloss. Hier galt es eine große Tagesordnung zu bestreiten. Unter anderem ging es um die wirtschaftliche Entwicklung unserer Sparkasse und die Feststellung des Jahresabschlusses 2021, an der auch die Präsidentin des Sparkassenverbandes, meine Vorgängerin im Amt, Cornelia Hoffmann-Bethscheider teilnahm.

Heute Morgen fand eine Besprechung mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern zur aktuellen Corona-Lage statt. Im Anschluss stellte ich gemeinsam mit dem Werkleiter der Tourismus- und Kulturzentrale Christian Rau der Saarbrücker Zeitung das Programm unserer Sommeralm, die in wenigen Wochen starten wird, vor. Danach konnte ich gemeinsam mit dem Regionalmarkenkoordinator Willi Walter die Wern‘s Mühle als neuen Kooperationspartner unserer Regionalmarke präsentieren.

Morgen tagt die Kreissynode des Kirchenkreises Saar-Ost in Ottweiler, hier werde ich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch im Namen des Landkreises begrüßen.

Am Nachmittag bin ich bei der Kreisjugendfeuerwehr zu Gast.

Kulinarisch wird es am Sonntag mit dem ersten „Käsekuchenwettbewerb“ des Landkreises Neunkirchen in Steinbach. Der rührige Ortsvorsteher Fabian Scheidhauer hat mit seinem Team ein tolles Programm für sein Dorffest zusammengestellt. Ich darf in der Jury des „Käsekuchenwettbewerbes“ teilnehmen. Da ich gerne Käsekuchen essen, ist das für mich ein besonders schöner Termin.

Der Abschluss wird voraussichtlich ein Besuch auf der Geburtstagsfeier im Lurcat-Museum in Eppelborn sein. Dieses besondere Museum gibt es bereits seit 20 Jahren. Es ist ein kulturelles Kleinod. Hier lohnt sich ein Besuch immer. Das Ganze wird ehrenamtlich getragen.

 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

 

ich wünsche Ihnen ein schönes sonniges Wochenende.

Bleiben Sie gesund!

 

Ihr Landrat Sören Meng


24.06.2022:Schwierige Zeiten

24.06.2022:Schwierige Zeiten

Im Cinetower-Neunkirchen wurden zwei Kurzfilme über Walter Bernstein uraufgeführt
Präsentation der Neunkircher Pizza
Die Neunkircher Pizza- eine Pizza mit regionalen Zutaten
Am Donnerstag tagte der Kreistag

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

wenn ich diese Zeilen schreibe, bin ich in Gedanken in meinem Nachbarlandkreis Saarlouis, wo eine schlechte Nachricht am Mittwoch die Runde machte. Nach monatelangem Ringen hat sich FORD für den spanischen Standort Valencia entschieden. Die neuen E-Modelle werden nicht in Saarlouis gebaut, obwohl hier unsere Landesregierung große Zugeständnisse machte. Die 6000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wissen noch nicht, wie es nach 2025 weitergehen wird, auch der Konzern hat sich noch nicht geäußert. Diese ganzen Ereignisse weckten bei mir Erinnerungen an das Ende des Eisenwerkes Anfang der achtziger Jahre. Ich hoffe, dass es gelingt, den Menschen neue berufliche Perspektiven zu bieten.

Der Montagmorgen begann für mich in Saarbrücken, wo die Sitzungen des Verbandsvorstandes und die Verbandsversammlung des Sparkassenverbandes Saar stattfanden. Am Nachmittag tagte am Kaufmännischen Berufsbildungszentrum der Schulausschuss in nicht-öffentlicher Sitzung. Er beriet unter anderem Punkte der gestrigen Kreistagssitzung vor. Beispielsweise ging es um die Steigerung der Baukosten für laufende Projekte. Die derzeitige Lage beunruhigt uns sehr, da die bisherigen Kalkulationen einer Prüfung nicht mehr standhalten. Mein Team der Bauabteilung arbeitet mit Hochdruck daran, belastbare Zahlen zu präsentieren. Denn bei allen Preissteigerungen ist es uns wichtig, dass wir die Projekte fortsetzen. Die Schulgemeinschaften sind auf gute Rahmenbedingungen angewiesen. Noch in diesem Jahr beginnen die Bauarbeiten für die neue Turnhalle in Illingen und auch der Abriss der Gemeinschaftsschule Stadtmitte steht bevor. Ich danke an dieser Stelle dem Dezernat II.

Der Montagabend endete mit einer besonderen Veranstaltung im Cinetower-Neunkirchen. Hier wurden zwei Kurzfilme über Walter Bernstein uraufgeführt. Ein Film beschäftigte sich mit den Jubiläumsfeierlichkeiten des vergangenen Jahres, ein anderer mit Walter Bernsteins Zeit in Berlin. Hier ist es Roman Uwer gelungen, mit Zeitzeugen, die Walter Bernstein noch kannten, in Kontakt zu treten. Auch Informationen über seine erste verstorbene Frau gab es. Herausgekommen ist ein spannender Dokumentarfilm, gedreht von Dr. Matthias Schilhab. In Kürze wird dieser Kurzfilm unter YouTube abrufbar sein.

Am Dienstagmorgen nahm ich Beförderungen vor. Danach war ich in Spiesen-Elversberg in der Villa Bellini zu Gast. Dort wurde die „Regionalmarken-Pizza“ offiziell vorgestellt. Einige der Zutaten stammen von Mitgliedern unserer Regionalmarke. Ab nächster Woche kann die „Neunkircher Pizza“ dann in der Villa Bellini bestellt werden. So schmeckt Regionalität….

Mittags tagte der Prüfungsausschuss der Sparkasse Neunkirchen, dessen Vorsitz ich innehabe. Hier ging es unter anderem um den Jahresabschluss der Sparkasse für das Jahr 2021, der nächste Woche im Verwaltungsrat beraten wird. Danach nahm ich an einer Informationsveranstaltung zur Gründung eines „Eine Welt Ladens“ teil. Ich würde mich sehr freuen, wenn es gelänge, fair gehandelte Waren auch im Landkreis Neunkirchen an zentraler Stelle beziehen zu können. Ich werde die Bemühungen aktiv unterstützen und auch unsere Steuerungsgruppe FAIRTRADE wieder aktivieren.

Am Mittwoch tauschte ich mich mit dem Geschäftsführer der WVO Thomas Wagner aus und bereitete die anstehenden Gremiensitzungen vor. Mit dabei ist auch immer unser Kreiskämmerer Olaf Niesen, der auch für Beteiligungen zuständig ist. Am Nachmittag fanden zahlreiche interne Rücksprachen und Schreibtischarbeit statt. Auch tagte der Beirat unserer Kreisvolkshochschule und beriet das kommende Programm. Die Leiterin unserer Kreisvolkshochschule Sarah Falkenrich hat mit ihrem Team und vielen Dozentinnen und Dozenten ein ansprechendes Programm für die zweite Jahreshälfte 2022 zusammengestellt. Enthalten sind auch Online-Angebote, denn wir wissen alle nicht, wie sich die Pandemie weiter entwickeln wird. An dieser Stelle äußere ich einige Bedenken, wenn ich mir die Zahlen vor Augen führe. Trotz Sommer schnellen die Infektionszahlen in die Höhe. Man könnte glatt von einer neuen Welle sprechen. Hoffen wir alle, dass die Verläufe weiterhin so mild bleiben. Allerdings ist auffallend, auch in der Kreisverwaltung, dass die Zahl der ausfallenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zunimmt. Daher überlege ich derzeit, ob ich nicht wieder Schutzmaßnahmen einführen soll, um die Dienstbereitschaft dauerhaft zu gewährleisten.

Gestern Morgen fand die 30. Aufsichtsratssitzung der Rettungs- Dienstlogistik und Service GmbH im Saarpfalz Kreis im Sitzungssaal des Rettungsdienstzentrums statt. Hier ging es um den Jahresabschluss 2021 und die geplanten Investitionen in den nächsten Jahren. Der Rettungsdienst ist ein Gemeinschaftsprojekt vieler Partner. Ziel ist es, die Menschen im Saarland optimal zu versorgen.

Am Nachmittag tagte der Kreistag des Landkreises Neunkirchen. Im öffentlichen Teil ging es unter anderem um die Verwendung der Mittel aus der Feuerschutzsteuer 2021, dem Stand der Baumaßnahmen und der derzeitigen Kostenentwicklung, dem Beteiligungsbericht 2020 und um einen gemeinsamen Antrag der SPD-Fraktion und CDU-Fraktion zum Fortbestand der Mühlbachschule in Schiffweiler. Hier bekräftigte der Kreistag den Standort der Mühlbachschule in Schiffweiler. Unsere Verwaltung ist aufgefordert, mit den Planungen für einen Erweiterungsbau zu beginnen. Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung und auch den finanziellen Rahmenbedingungen wird sich eine Realisierung eines solchen Bauvorhabens noch hinziehen, aber ich werde zeitnah den Gremien eine Planung vorstellen.

Am heutigen Morgen tagte der Landkreistag des Saarlandes im Saarbrücker Schloss. Hier musste eine umfangreiche Tagesordnung bestritten werden. Anschließend besuchte ich die Verabschiedung des langjährigen Geschäftsführers der Diakonie, Pfarrer Udo Blank, und würdigte in meinem Grußwort seine zahlreichen Verdienste.

Hier einige Gedanken:

„Abschiede sind immer etwas Besonderes. Sie lassen Revue passieren, Ereignisse ins Gedächtnis rufen, bewerten und sie sind ein untrügliches Zeichen dafür, dass ein Veränderungsprozess beginnt.

Und jetzt mal ehrlich, lieber Pfarrer Blank – haben wir jetzt nicht schon genug Veränderung in diesen Zeiten – müssen Sie das jetzt auch noch machen, in Ruhestand gehen? 

Hätte ich eine Mail geschrieben, wäre hinter diesem Satz ein „Petzauge“ gewesen – nein alles gut, das haben Sie so geplant, das haben Sie verdient.

Wir erleben allerdings auf der ganzen Welt eine Zeitenwende.

Ein Wort, das mittlerweile geflügelt geworden ist. In der Energie, bei den Arbeitsplätzen, aktuell gerade Ford, in der pandemischen Lage und das Allerschlimmste – im Frieden.

Zeitwende überall -  Global, national, zwischenmenschlich.

Das macht etwas Angst, das bringt Schockstarre mit sich, die Frage nach dem „Warum“ wächst.  Und Ihre persönliche Zeitenwende haben Sie jetzt eingeleitet.

Meine Damen und Herren, geht es Ihnen nicht auch so?

Sein 60. Geburtstag war gefühlt erst gestern, damals dachten sicherlich viele, das dauert noch – und außerdem:  Wird er überhaupt jemals in Rente gehen, bei einem Beruf, der Berufung ist?

 

Jetzt beginnt also für Sie die persönliche Zeitenwende.

Mehr Zeit für die Familie, mehr Zeit für Hobbys, Leidenschaften – die Bandbreite ist groß.

Jetzt müssen Sie ein paar Sätze von mir ertragen, die Sie normalerweise nicht so schätzen. Aber Hand aufs Herz: Keine Lobhudelei, alles wahr und ernst gemeint!

Aus Sicht der saarländischen Landräte und des Regionalverbandsdirektors sind und waren Sie für uns als Landkreistag immer ein wichtiger Ansprechpartner, ein soziales Gewissen, ein Experte durch und durch.

Sie waren Ansprechpartner sowohl als Vorsitzender der Diakonie Rheinland Westfalen Lippe e.V. als auch alle 2 Jahre als Verantwortlicher in der Federführung für die Verbandsarbeit der LIGA Saar. Und in diese Zeit fiel dann die Hochzeit von Corona – mehr brauche ich hier nicht zu sagen. In all diesen Jahren hat es Sie ausgezeichnet, dass Sie ein Mensch mit breitem Fachwissen und viel gesundem Menschenverstand und Verhandlungsgeschick sind. Denn Sie sind ein Mensch, der nicht nur mit den Ohren und dem Verstand zuhört, sondern hört auch mit dem Herzen. Multiprofessionell, empathisch, strukturiert sozusagen!

Daher, auch im Namen des Landkreistages, danke für die gute Zusammenarbeit zum Wohle der Menschen, die auf unsere Hilfe dringend angewiesen sind. Es macht uns stark, dass wir im Mangel und in der Not oft gemeinschaftlich hoch motiviert unterwegs sind.

Wie gerne würde ich jetzt weiterreden:  Über unsere Zeit im Entscheidungsgremium des Bundesprojektes Landaufschwung, das dem Landkreis Neunkirchen innovative Projekte bescherte, über unsere Zeit, in der ich als Vertreter der Stadt Neunkirchen Trägerverhandlungen führen durfte, über die wichtigen Einrichtungen und über die unverzichtbare Jugendarbeit im Landkreis Neunkirchen und, und, und.  Und nicht zuletzt, dass das Diakonische Werk seinen Sitz in meinem Heimatort Wiebelskirchen hat und Sie als Ottweiler Bürger natürlich auch dem Landkreis Neunkirchen angehören.

Lieber Herr Pfarrer Blank, bleiben Sie, wie Sie sind – offen, immer geradeaus, verbindlich. Kommen Sie etwas zur Ruhe, bleiben Sie gesund, genießen Sie Ihre Familie und bauen Sie Ihr ehrenamtliches Engagement weiter aus. Wir brauchen Sie!“

 

Morgen wird nach zwei Jahren Pause das Neunkirchen Stadtfest eröffnet. Ich werde es am Sonntag besuchen und freue mich, vielen Menschen zu begegnen.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

ich wünsche Ihnen ein erholsames, schönes und sonniges Wochenende.

Bleiben Sie gesund und genießen Sie Ihr Leben!

 

 

Ihr Landrat Sören Meng


17.06.2022: Hochsommerliche Temperaturen und viele Termine

17.06.2022: Hochsommerliche Temperaturen und viele Termine

Das Impfzentrum Ost ist seit Montag an einem neuen Standort in der Neunkircher Innenstadt - Gesundheitsminister Dr. Magnus Jung war gekommen
Der neue Standort ist im ehem. Kaufhofgebäude
Tag der Kohle in Wiebelskirchen
Tag der Kohle in Wiebelskirchen
 

Mit hochsommerlichen Temperaturen können wir alle ins Wochenende starten. Diese Woche war für mich, wie gewohnt, sehr abwechslungsreich und punktete mit vielen Terminen. Die Vereine und Institutionen sind froh, dass es derzeit pandemiebedingt keine Einschränkungen gibt und führen daher viele Veranstaltungen durch. Zwei Jahre fast handlungsfreier Zeit waren sehr lang. Ich spüre förmlich, wie sich die Menschen wieder freuen, sich begegnen zu können. Gelegenheit hierzu gibt es auch für mich an diesem Wochenende, doch dazu später mehr. Mit Sorge betrachte ich allerdings die steigenden Zahlen und Inzidenzen. Auch wissen wir, dass sich das Virus erneut mutiert hat. Dies ist nichts Ungewöhnliches, aber wir müssen abwarten, wie sich die Lage verändern wird und entsprechend flexibel reagieren. Mir geht es hier nicht um Panikmache, dennoch müssen wir weiterhin wachsam sein. Aus diesem Grund bin ich dankbar, dass wir gemeinsam mit dem Land und dem Bund die Entscheidung getroffen haben, weiterhin ein Impfzentrum vorzuhalten.

Dies war auch mein erster Termin in der neuen Woche. Gemeinsam mit dem Sozialminister Magnus Jung, dem Neunkircher Oberbürgermeister Jörg Aumann, meinem Kollegen Theophil Gallo und Vertretern des Landkreises Sankt Wendel besuchten wir das neue Impfzentrum im ehemaligen Kaufhof Neunkirchen in der Innenstadt unserer Kreisstadt. Wir erhoffen uns durch die zentrale Lage einen guten Zuspruch für Impfwillige. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für den Umzug in die neuen Räumlichkeiten. Ein besonderer Dank geht an meinen Mitarbeiter und Leiter der Stabsstelle Katastrophenschutz Alexander Koch sowie an unseren Bauamtsleiter Thorsten Mischo für die ausgezeichnete und schnelle Planung. Ebenso vielen Dank der Kreisstadt Neunkirchen für die gute Kooperation. Jetzt sind wir für den Herbst, sollte es nötig sein, gut aufgestellt.

Hier noch die Kurz-Pressemeldung zu diesem Thema:

Impfzentrum Ost ab heute an neuem Standort im alten Kaufhof-Gebäude Neunkirchen

 

Der neue Standort bietet durch seine zentrale Lage eine gute Erreichbarkeit und zeichnet sich darüber hinaus durch flexible Ausbaumöglichkeiten bei steigender Impfnachfrage aus. Der Zugang erfolgt über das Saarpark-Center-Gebäude.

Gesundheitsminister Dr. Magnus Jung betont beim gemeinsamen Besichtigungstermin des neuen Standorts mit den Landräten Sören Meng und Theophil Gallo sowie Oberbürgermeister Jörg Aumann: „Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre müssen wir damit rechnen, dass durch höhere Fallzahlen und neue Impfempfehlungen im Herbst oder Winter auch die Impfnachfrage deutlich steigen wird. Der neue Standort des Impfzentrums Neunkirchen bietet uns die Möglichkeit, bei Bedarf modular flexibel auszubauen und ist für viele Bürger:innen mit dem ÖPNV deutlich besser zu erreichen."

Übrigens: Das Parken bleibt für die zu impfenden Personen weiter kostenfrei. Am Check-Out-Schalter erhält man einen Parkschein zur Ausfahrt aus dem Parkhaus des Saarpark-Centers.

 

Wieder zurück in Ottweiler fand der verwaltungsinterne Jour-Fixe statt. Dem schloss sich der Jour-Fixe mit dem Leiter unserer Tourismus- und Kulturzentrale Christian Rau an. Am Nachmittag tagte die Jury unseres Wettbewerbes: „Unser Dorf hat Zukunft“.

Sie setzte sich aus Vertretern des Kreistages und der Verwaltung zusammen.

Hangard ging als Sieger hervor und darf sich über das Preisgeld von 1500 € freuen. Das Kopf-an-Kopfrennen um Platz zwei entschied Dirmingen für sich und erhält 1000 €. Steinbach erreichte den 3. Platz, der mit 500 € dotiert ist. Zusätzlich wird Steinbach auch der Nachhaltigkeitspreis verliehen. „Der Dorfwettbewerb hat gezeigt, dass im Landkreis Neunkirchen noch etliche Dörfer existieren, in denen eine intakte Dorfgemeinschaft die Zukunftsfähigkeit des Dorfes gewährleistet. Ich gratuliere Hangard zum Sieg. Zahlreiche Faktoren haben die Jury überzeugt. Gewinner sind für mich jedoch alle Dörfer im Kreis, in denen ehrenamtliches Engagement und Gemeinschaftsgefühl hochgehalten wird.

Traditionell richtet das Siegerdorf die feierliche Preisverleihung aus. Die offizielle Siegerehrung findet am 07. Juli in Hangard statt. Hangard hat sich als Kreissieger auch für den Landesentscheid qualifiziert.

 

Dieser Wettbewerb war für mich und alle Beteiligten eine ganz besondere Erfahrung. Ich lernte „meinen Kreis“ von einer besonderen Seite kennen und erfuhr viel über die vier Dorfgemeinschaften. Allen nochmals herzlichen Dank für Ihre Teilnahme!

 

Am Dienstagmorgen fand eine Vorstandssitzung des saarländischen Schulmuseums, dessen Vorsitzender der Ottweiler Bürgermeister Holger Schäfer ist, statt. Hier ging es unter anderem um die weitere Ausrichtung des beliebten Museums.

Im Anschluss tauschte ich mich mit der neuen Klimaschutzmanagerin des Landkreises Christina Morlo-Martin aus.

Sie ist seit 1. Juni in meinem Team und wird zahlreiche Aktivitäten rund um das Thema Klimaschutz begleiten. Auch wird sie aktiv Netzwerkarbeit innerhalb des Landkreises betreiben. Danach gab es eine Besprechung mit dem Direktor des Caritasverbandes Herrn Groß zu verschiedenen Themen. Es ging um eine trägerübergreifende Kampagne zur Werbung für Pflegeberufe. Diese Kampagne unterstütze ich gerne, denn Pflegekräfte werden dringend gebraucht. Auch geht es um die Wertschätzung für das Personal.

Die Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler, die sich im Prozess der Berufsorientierung befinden.

 

Der Hintergrund ist bekannt: In den letzten Jahren ist der Pflegebedarf in Deutschland durch die demografische Entwicklung stark gestiegen und wird auch in Zukunft sehr viel Raum einnehmen. Dadurch leben zunehmend immer mehr ältere Menschen in unserer Gesellschaft, die natürlich auch in ihrem Alltag und auch in anderen Bereichen Hilfe benötigen, sowie fachlich adäquat versorgt werden möchten. Allerdings ist dies mit der derzeitigen Anzahl an Pflegekräften kaum möglich. Die zurzeit herrschenden Umstände zerren an deren Kräften, begünstigen stark körperliche und seelische Schäden und langfristig womöglich auch den Ausstieg aus dem Pflegeberuf. Um den Standard, die Bedeutung und Vielfältigkeit der Gesundheitsfachberufe sowie die Versorgung unserer älteren Bevölkerung zu veranschaulichen, möchten wir gemeinsam mit Ihnen, unserer Gesellschaft zeigen, wie wertvoll Gesundheitsfachberufe sind. Auch bei potentiellem Nachwuchs soll das Interesse geweckt und die Vorteile bzgl. der Ausbildung aufgezeigt werden. Denn die professionelle Pflege besteht nicht nur aus „füttern“ und „waschen“, sondern ist eine Vereinbarung von wissenschaftlicher Evidenz und aktuellem Wissen mit den Bedürfnissen und Ressourcen der Patient:Innen. Das bedeutet auch, dass man selbständig, im eigenen Team, aber auch mit anderen Berufsgruppen (interdisziplinär) Entscheidungen trifft und zusammenarbeitet. Die Generierung neuer Pflegekräfte, kann der erste Schritt zur Verbesserung und Entlastung der derzeitigen Situation sein. Zusätzlich kann der Beruf dadurch langfristig attraktiver und freundlicher gestaltet werden. Wir möchten gemeinsam etwas erschaffen und uns für die Pflege einsetzen! Wir möchten den Ausstieg aus dem Beruf vermeiden, möglichen Nachwuchs generieren und weg von der alten Darstellung, hin zu einem modernen und vor allem innovativen Bild der Pflege!

Angehende Schulabsolventen sollen • über die Berufsbilder, vielfältigen Tätigkeitsfelder und wissenschaftliche Aspekte informiert werden • Rahmenbedingungen der Ausbildung und der Arbeit vorgestellt, • Verdienst- und Karrieremöglichkeiten (Leitungs- und Fachkarriere) aufgezeigt, bekommen • und so gezeigt werden, dass der Pflegeberuf geeignet ist, vielfältige, an ein Berufsbild gestellte Ansprüche zu erfüllen. • Letztendlich soll der Berufsweg „Pflege“ als attraktive Alternative in die Berufswegplanung einbezogen werden

 

(Quelle: Initiative)

 

Im Anschluss tauschte ich mich mit dem Team unserer Schul-IT aus. Danach war ich in diesem Dienstgebäude unterwegs und nutzte den Termin zu Rücksprachen mit unserer EDV, der Unteren Bauaufsichtsbehörde und dem Gutachterausschuss. Ich freue mich immer, wenn ich Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern persönlich begegnen kann.

 

Am Mittwoch nahm ich als Schirmherr der Kreisverkehrswacht Neunkirchen an einer schönen Veranstaltung gemeinsam mit Oberbürgermeister Jörg Aumann teil. Nach zwei Jahren konnte endlich wieder die Veranstaltung „Kind und Verkehr“ stattfinden. Auf dem Schulgelände der Kreisverkehrswacht fanden zahlreiche Aktionen rund um das Thema Verkehrserziehung statt. Auch unsere Polizei war präsent und brachte sich ein. Die Kreisverkehrswacht Neunkirchen leistet einen wichtigen Beitrag zur Verkehrserziehung. Deshalb bin ich auch ein wenig stolz darauf, dass ich schon seit Jahren die Arbeit mit begleiten und unterstützen kann. Der gut ausgestattete Übungsplatz ist elementar wichtig für Schülerinnen und Schüler im Landkreis, denn er bietet Übungsmöglichkeiten im Verkehr unter realen Bedingungen und trägt daher nachhaltig zur Sicherheit im Straßenverkehr bei.

 

Im Anschluss leitete ich die Sitzung des Kommunalen Pflegeausschusses. Neben Vertretern des Kreistages waren auch Vertreter der Krankenkasse und Träger von Einrichtungen anwesend. Sabine Schmidt und Monique Wälder von der Leitstelle „Älter werden“ stellten neue Informationsangebote des Landkreises vor. Auch die Vorsitzende des Demenzvereines und frühere Sozialdezernentin Birgit Mohns-Welsch präsentierte die umfangreiche Arbeit des Demenzvereines im Landkreis Neunkirchen. Ein wesentliches Element der Sitzung war der gegenseitige Austausch. Auch hier wurde deutlich wie groß mittlerweile der Bedarf an qualifiziertem Pflegepersonal ist. Hier wird jede Hand gebraucht, denn der Bedarf ist immens. Ich nutze die Gelegenheit, mich bei allen für das großartige ehrenamtliche und berufliche Engagement zu bedanken.

 

Der Abschluss des Arbeitstages stellte die Aufsichtsratssitzung unserer Neunkircher Verkehrs GmbH dar. Die Sitzung leitete der Aufsichtsratsvorsitzende Oberbürgermeister Jörg Aumann, ich habe die Position des Stellvertreters inne.

In der nicht-öffentlichen Sitzung ging es unter anderem um alternative Antriebsformen und die Lage im ÖPNV. Hier leistet unsere NVG mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern tolle Arbeit im Zeichen der Mobilität.

 

Am gestrigen Feiertag war ich in meinem Heimatort Wiebelskirchen unterwegs. Zum ersten Mal präsentierten die Gewerkschaft IG BCE und der Heimat-und Kulturverein Wiebelskirchen den Tag der Kohle.

Der Bergbau prägte unsere Region über Jahrhunderte lang. In Wiebelskirchen schloss die Grube Kohlwald im Jahr 1966, das letzte Bergwerk im Landkreis Neunkirchen, die Grube Reden, wurde 1995 geschlossen. Geblieben sind zahlreiche Erinnerungen, Bauwerke und natürlich eine gewachsene Tradition. Daher halte ich solche Feste im Zeichen des Bergbaus für wichtig, denn sie sind ein Teil unserer Identität. Herzlichen Dank allen, die sich hier engagieren!

 

Am heutigen Morgen tauschte ich mich mit den Bürgermeistern unseres Landkreises zu verschiedenen Themen aus. Im Anschluss standen verwaltungsinterne Termine auf meiner dienstlichen Agenda.

 

Morgen früh findet die Tagung der Feuerwehrführungskräfte des Saarlandes im Landkreis Neunkirchen in der Illipse, Illingen statt. Da ist es für mich Ehrensache, die engagierten Mitglieder zu begrüßen.

Am Nachmittag besuche ich die Kuratoriumssitzung der Elterninitiative krebskranker Kinder im Saarland. Diese Initiative leistet seit Jahrzehnten für Kinder, die an Krebs erkranken und auf für ihre Angehörigen, wertvolle Arbeit.

Am Samstagabend bin ich dann zu Gast in Spiesen-Elversberg, wo der Billardclub BC 1921 seinen 100. Geburtstag feiert, genau genommen den 101. Geburtstag. Leider war aufgrund der Pandemie ein früherer Festkommers nicht möglich.

 

Am Sonntag kann endlich wieder der Triathlon Neunkirchen durchgeführt werden. Der Neunkircher Sportverband und viele Sponsoren ermöglichen dieses großartige Sportevent.

 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, sie merken, es ist viel los in unserem Kreis. Auch finden wieder zahlreiche Feste, wie beispielsweise das Landsweiler Dorffest, bei dem mich der Kreisbeigeordnete Klaus-Dieter Woll vertreten wird, statt.

 

Ich wünsche Ihnen ein herrliches, hochsommerliches Wochenende!

 

Ihr Landrat Sören Meng

 

 

 

 


10.06.2022: Von Zugvögeln am Erlebnisort Reden

10.06.2022: Von Zugvögeln am Erlebnisort Reden

Landrat Sören Meng empfängt die Ferienfreizeitgruppe im Landratsamt
Landrat Sören Meng mit dem Künstler Martin Steinert, Bürgermeister Markus Fuchs und den anderen Eröffnungsgästen vor der Skulptur im Wassergarten
Foto: Andreas Engel
Der letzte Bereisungstermin des Dorfwettbewerbs führte Landrat Sören MEng und die Jury nach Steinbach
 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

habe ich mit dieser Überschrift Ihr Interesse geweckt? Zugegebenermaßen fällt es mir immer schwerer eine Überschrift für meinen wöchentlichen Blog zu finden, immerhin steuere ich die Zahl 300 an. Diese Woche war für mich gewohnt abwechslungsreich und bunt zugleich. Den Pfingstmontag konnten wir alle gemeinsam genießen, mein Arbeitsalltag begann am Dienstag. Am Morgen war ich in den repräsentativen Räumlichkeiten des Regionalverbandes Saarbrücken zu Gast. Der saarländische Landkreistag hatte die Mitglieder des neu gewählten Landtages ins ehrwürdige Saarbrücker Schloss eingeladen, um den Abgeordneten die Aufgabe und Funktionen der Landkreise und des Regionalverbandes näherzubringen. Der Vorsitzende des Landkreistages Udo Recktenwald und sein Stellvertreter, mein Kollege Patrik Lauer hielten Kurzvorträge und stellten die vielen Aufgaben unserer Kreise auf den Punkt gebracht vor. Man könnte sagen: wir Landkreise sind von der Wiege bis zur Bahre für die Bürgerinnen und Bürger zuständig. Die Geschäftsführerin unseres Landkreistages Susanne Schwarz und ihr Team hatten die Vorstellung bestens organisiert. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Vertretern des Saarländischen Landtages.

Am Nachmittag tauschte ich mich mit dem Ottweiler Bürgermeister Holger Schäfer über das saarländische Schulmuseum aus, das in Ottweiler seinen Sitz hat. Der Bürgermeister hat hier den Stiftungsvorsitz, ich bin sein Stellvertreter. Gegründet wurde dieses schöne Museum vor rund 30 Jahren. Es zeigt anschaulich die Geschichte des Schulwesens im Saarland und ist beliebtes Ziel zahlreicher Gemeinschaftsausflüge. Mehr kann man im Internet erfahren unter:

https://schulmuseum-ottweiler.net/

Im Anschluss ging es zur letzten Bereisung im Rahmen des Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“. Hier zeigte uns der Steinbacher Ortsvorsteher Fabian Scheidhauer seinen Heimatort und führte uns an besondere Plätze. Auch dieser Besuch war ein Beispiel für die Lebendigkeit vieler Orte im Landkreis Neunkirchen. Auch in Steinbach gibt es eine lebendige Ortsgemeinschaft, die exzellent vernetzt ist und die gemeinsam vieles auf den Weg gebracht hat. Am kommenden Montag wird die Jury ihr Votum abgeben. Für mich sind alle Teilnehmer Gewinner, denn durch die Teilnahme wurde deutlich gemacht, wie viel sich für die Zukunft ihres Ortes engagiert wird. Für dieses Engagement sage ich an dieser Stelle gerne vielen Dank!

Zum Abschluss des Tages tagte das Präsidium des DRK Kreisverbandes Ottweiler, dessen Vorsitz ich innehabe. Ein langer Tag ging zu Ende…

Am Mittwochmorgen besuchte mich eine Kinderfreizeit, die von unserer Gleichstellungsbeauftragten Heike Neurohr Kleer organisiert wurde, im Landratsamt. Die Kinder zeigten sich beeindruckt von unserem historischen Sitzungssaal und hatten einige Fragen an mich vorbereitet. Ein schöner Termin, den ich sehr genoss.

Am Nachmittag stand neben Schreibtischarbeit eine Vorstellung einer Arbeitsgruppe des Dezernate zwei unter der Leitung von Dezernentin Alexandra Wagner an. Hier ging es unter anderem um die Themen Sicherheit und bauliche Projekte.

Der gestrige Tag hatte eine künstlerische Note. Am Erlebnisort Reden konnte ich gemeinsam mit Bürgermeister Markus Fuchs das neue Kunstwerk des international tätigen Künstlers Martin Steinert „Mobile“ in den Wassergärten präsentieren. Steinert begann vor etwa vierzig Jahren als Bildhauer und entdeckte dann vor etwa zehn Jahren den Werkstoff Holz für sein künstlerisches Schaffen. Seitdem baut er temporäre raumgreifende Installationen aus groben Holzlatten im öffentlichen Raum. Eine der ersten Skulpturen dieser Art entstand 2013 für den Wassergarten im Erlebnisort Reden. In den folgenden Jahren schuf er monumentale Skulpturen aus Holzlatten in internationalen Metropolen, darunter St. Petersburg, Berlin, Paris, Ramallah, Prag, Tirana oder Dakar. 2018, zum Ende des Steinkohle-Bergbaus in Deutschland, beauftragte ihn die RAG-Stiftung zeitgleich zwei Kunstinstallationen für die Zeche Zollverein in Essen und den Wassergarten am Erlebnisort Reden zu realisieren. Dabei entstand das Kunstprojekt „Kumpel“, seine zweite Installation im Wassergarten. Bei seiner aktuellen und damit dritten Skulptur „Mobile - in Bewegung“, die ab sofort über den Wasserbecken des Wassergartens zu bewundern ist, reihen sich zwölf vogelartige Objekte an einem Seil aneinander. Sie erinnern an eine Formation von Zugvögeln und symbolisieren den ewigen Fortlauf der Dinge und den ständigen Wechsel von Ende und Neubeginn.

„Die Symbolik des Kunstwerkes unterstreicht noch einmal den Wandel am Erlebnisort Reden vom Vorzeigebergwerk hin zu einem touristischen Leuchtturmprojekt, zu dem sich der Standort weiterentwickeln will,“ betont Standortmanager Eric Schneider.

Landrat Sören Meng freut sich, dass ein renommierter saarländischer Künstler wie Martin Steinert ein weiteres Kunstprojekt am Erlebnisort Reden erschaffen hat. „Wir freuen uns, dass bereits zum 3. Mal Martin Steinert mit seiner beeindruckenden Kunst im Landkreis Neunkirchen zu Gast ist. Kunstwerke wie diese verfügen über eine Strahlkraft weit über die regionalen Grenzen hinaus und verbinden Menschen miteinander,“ so Landrat Sören Meng.

Die Sparkasse Neunkirchen unterstützt das Projekt als Sponsorin im Rahmen ihres regionalen Engagements im Bereich Kunst & Kultur.

Interessenten haben die Möglichkeit die Skulptur im Wassergarten kostenfrei zu besuchen. Wer mehr erfahren möchte, was früher auf der „Grube“ passierte, was sich am Erlebnisort Reden verändert hat und was ihn heute zu einem außergewöhnlichen Freizeiterlebnis macht, dem werden die monatlich stattfindenden öffentlichen Führungen empfohlen. Jeweils sonntags, 11.00 Uhr, berichten fachkundige Gästeführer Wissenswertes und Interessantes über den Erlebnisort Reden. Die nächsten Führungen finden am 17.07., 21.08., 11.09. und 09.10.2022 statt.

Die Teilnahme an dem ca. 90minütigen Programm kostet 5,- Euro pro Person. Inhaber der Saarland Card nehmen kostenfrei teil. Eine Voranmeldung ist auf Grund der begrenzten Personenzahl erforderlich.

 

Am Nachmittag stellten sich Repräsentanten eines neuen Heimbetreibers im Landkreis bei mir vor. Es handelt sich hier um die RH Seniorenresidenzen GmbH, die in Kürze in Neunkirchen ein Pflegeheim eröffnen wird. Mitten in der Stadt werden drei Wohnbereiche mit insgesamt 90 Pflegeplätzen, verteilt auf 78 Einzel und sechs Doppelzimmer zu finden sein. Ansprechpartnerin ist die Einrichtungsleiterin Sandra Harz, die aus Neunkirchen stammt. Wie der Geschäftsführer Manfred Jahren und Sandra Harz ausführten, soll das neue Haus ein offenes Haus für alle werden. Hier wird das öffentliche Café seinen Beitrag leisten. Aufgrund der demographischen Entwicklung im Landkreis freue ich mich über den Zuwachs an Pflegeplätzen. Im September soll die Einrichtung eröffnet werden, ich werde mir sie natürlich vor Ort ansehen.

Nach Monaten fand endlich die Sitzung des Kreisausschusses wieder im historischen Sitzungssaal in Ottweiler statt. Im öffentlichen Teil wurde die Entwicklung der Energiekosten für die Gebäude im Landkreis Neunkirchen dargestellt. Aufgrund der aktuellen Lage rechnen wir mit deutlichen Mehrausgaben. Aus diesem Grund war es mir wichtig, rechtzeitig die Mandatsträgerinnen Mandatsträger zu informieren. Wir gehen derzeit von einem Preisanstieg unserer Energiekosten von mindestens 4 % aus. In der nicht-öffentlichen Sitzung wurden zahlreiche Personalmaßnahmen beraten. Heute Morgen fand eine Besprechung mit Vertretern des Dezernats II statt. Im Anschluss war Schreibtischarbeit angesagt. Morgen Nachmittag bin ich in Dirmingen zu Gast, wo der rührige Sportverein SV Dirmingen seinen 100. Geburtstag feiert. Natürlich werde ich dort persönlich gratulieren und dem aktiven Verein für das großartige Engagement danken.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ich wünsche Ihnen ein schönes, sonniges Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


03.06.2022: Von schönen Orten und Almfeeling

03.06.2022: Von schönen Orten und Almfeeling

Landrat Sören Meng mit Graffitti-Künstler Adrian, Schulleiter Bernd Hussong und den beteiligten Schüler:innen, Lehrerinnen und der Respekt Coachin
Siegerehrung des Schreibwettbewerbes „Zukunft grenzenlos“ der Maximilian-Kolbe-Schule
„Unser Dorf hat Zukunft“ Begehung der Jury in Hangard
Unterzeichnung des Bauantrags für den Neubau unserer Schule in Neunkirchen
Vorstellung des Programms der SR 3 SommerAlm 2022 gemeinsam mit den Almmoderatoren Michael Friemel und Marcel Lutz-Binder
„Unser Dorf hat Zukunft“ Begehung der Jury in Dirmingen
Präsentation der Werbekampagne im Saarpfalz Kreis „mit uns in jede Ecke des Kreises“
 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

diese Überschrift lässt erahnen, wie abwechslungsreich und schön die Woche vor Pfingsten war. Ich genieße zurzeit die aktuelle Lage und das Erwachen der alten Normalität. Ich möchte an dieser Stelle kein Spielverderber sein und unnötig mahnen. Allerdings bin ich froh, dass wir das Impfzentrum zurzeit von Sinnerthal nach Neunkirchen in das alte Kaufhofgebäude verlegen, um weiterhin Impfungen anzubieten. Keiner weiß, wie sich das Virus in den nächsten Monaten entwickeln wird. Daher ist es wichtig, dass wir eine Möglichkeit zu einer großflächigen Impfung für die Landkreise Sankt Wendel, Saarpfalz und Neunkirchen vorhalten. Ich danke ganz herzlich der Kreisstadt Neunkirchen, meinen beiden Landratskollegen, dem Team des Impfungszentrums und stellvertretend für meine aktiven Mitarbeiter dem Stabsstellenleiter Katastrophenschutz Alexander Koch für das großartige Engagement. Nur so können wir erneut diese Mammutaufgabe stemmen.

Doch nun zu meiner Woche:

Am Montagmorgen hatte ich die schöne Aufgabe: Einem Mitarbeiter seine Beförderungsurkunde zu überreichen. Ich nutze diese Gelegenheit immer, um mich über die detaillierten Aufgaben zu informieren. Das Aufgabenspektrum unserer Kreisverwaltung ist sehr breit gefächert, jeder leistet an seinem Platz eine wichtige Arbeit.

Im Anschluss besprach ich mit dem Bürgermeister der Gemeinde Schiffweiler Markus Fuchs, dem Standortmanager Eric Schneider und Mitarbeitern der Kreisverwaltung die anstehende Gremiensitzung der Verbandsversammlung unseres Zweckverbandes Erlebnisort Reden.

Am Nachmittag ging es in einer Präsentation, an der ich gemeinsam mit dem Bauamt und der Finanzverwaltung teilnahm, um Alternativen bei der Finanzierung von Gebäuden. Der Landkreis baut schon seit einigen Jahren in erhöhtem Maße. Deshalb ist es sinnvoll, bevor wir weitere Großprojekte beginnen, sich über vielerlei Möglichkeiten zu informieren und dann auch die Gremien einzubinden. Daher war diese Fortbildung für mich sehr hilfreich. An dieser Stelle der Sparkasse Neunkirchen herzlichen Dank für die gute Kooperation.

Am Dienstagmorgen fand die Führungskräfte-Besprechung innerhalb der Kreisverwaltung statt. Auch hier ging es um vielerlei Themen, die zurzeit unsere Verwaltung und ihre Führungskräfte beschäftigen. Wir freuen uns sehr, dass wir unsere Häuser wieder für die Bürgerinnen und Bürger öffnen konnten, gleichzeitig allerdings die Terminvergabe ermöglichen. Dies macht unsere Arbeit noch effektiver.

Danach war ich am S BBZ zu Gast. Ich zitiere aus einer Pressemitteilung:

 

„Grundsanierung des S BBZ- Brandschutz und Kunst

Die Sanierungsmaßnahmen am sozialpflegerischen Berufsbildungszentrum in Neunkirchen schreiten voran. Aus Brandschutzgründen musste hierbei auch eine Fluchttreppe errichtet werden, die von einer Betonwand gestützt wird. Diese langweilig-graue Wand wurde nun durch Graffiti-Art in bunten Farben künstlerisch gestaltet. Das mehrere Quadratmeter große Werk ist ein gemeinsames Projekt von Schülern und dem Trierer Graffiti-Künstler Adrian, der die Projektgestaltung und Umsetzung mit seiner Erfahrung und seinem Know-How begleitete. Es zeigt eine dunkle und eine weiße Hand, die zu einer Kugel vereint sind, auf der die Kontinente abgebildet sind. Im Hintergrund befinden sich Blumen und Tauben, die offenbar von menschlichen Händen in den Himmel entlassen werden.

„Dieses beeindruckende Graffiti-Kunstwerk ist ein Appell an jeden Betrachter, die Welt durch Zusammenhalt, Offenheit und Toleranz ein kleines Stück friedlicher und menschlicher zu machen“, zeigte sich Landrat Sören Meng begeistert und dankte Gerüstbau Thiel aus St. Wendel, die das Gerüst kostenlos zur Verfügung stellte, den Schülern der Metallabteilung, die das Gerüst aufbauten, der Respekt Coachin Melanie Franz von der Diakonie Saar, die am TGS BBZ hervorragende Arbeit leistet und das Projekt unterstützte sowie dem Ministerium für Bildung und Kultur für die Finanzierung der künstlerischen Beratung im Rahmen des Projektes „Schulen stark machen“.

Der Entstehungsprozess des Kunstwerks wurde von einer Schüler-AG mit der Kamera begleitet und wird in Kürze auf der Homepage der Schule sowie auf Youtube zu sehen sein.

Im Rahmen der ca. 1 Million Euro umfassenden Grundsanierung des sozialpflegerischen Berufsbildungszentrums werden die Unterrichtsräume modernisiert und digitalisiert. Außerdem wurden bisher bereits die Parkplätze neu angelegt, sodass ein abgetrennter Pausenbereich entstanden ist, kostenlose Wasserspender im Untergeschoss des S BBZ aufgestellt und die Toilettenanlage modernisiert. „Da der Bedarf vorhanden war, hatten wir uns gemeinsam mit der Schulleitung erstmals entschlossen, auch eine Toilette für nicht-binäre Menschen einzuplanen. Ich danke meinem Team von der Bautechnik für die guten Konzepte zur Sanierung des S BBZ “, so abschließend der Landrat.“

Am Nachmittag tagte der Kooperationsausschuss unseres Pflegestützpunktes, an dem Vertreter der Krankenkassen, des Sozialministeriums und der Kreisverwaltung teilnahmen. Der Pflegestützpunkt ist eine örtliche Anlaufstelle für Pflegebedürftige bzw. deren Angehörige. Wer vor der Gründung der Pflegestützpunkte, vor mehr als 10 Jahren, Fragen bezüglich der Pflege eines Angehörigen hatte, war in der Regel darauf angewiesen, mit vielen verschiedenen Stellen zu kommunizieren: mit der Kranken- und Pflegekasse, der Altenhilfe, dem Mobilen Sozialen Dienst oder auch dem Sozialamt. Die Einrichtung von Pflegestützpunkten sorgt dafür, dass Angehörige alle nötigen Informationen aus einer Hand bekommen. Diese Arbeit des Teams unseres Pflegestützpunktes ist unverzichtbar, auch hinsichtlich der demographischen Entwicklung im Landkreis Neunkirchen.

https://www.psp-saar.net/beratung-vor-ort/pflegestuetzpunkt-im-landkreis-neunkirchen.html

Danach tagte im Dienstgebäude in Neunkirchen die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Erlebnisort Reden. Diese setzt sich aus Mitgliedern des Gemeinderates Schiffweiler und Mitgliedern des Kreistages Neunkirchen zusammen. Bürgermeister Markus Fuchs als mein Stellvertreter und ich als Verbandsvorsteher sind ebenfalls stimmberechtigt. Die Verbandsversammlung vergab eine Geschäftsordnung, die künftig unsere Arbeit noch effizienter machen wird. Unser Standortmanager Eric Schneider berichtete dem Gremium über zahlreiche Aktionen und seine Gespräche mit allen Partnern rund um den Erlebnisort Reden. Als wesentlichen Meilenstein der künftigen Arbeit brachte die Versammlung die Ausschreibung eines Standortkonzeptes auf den Weg. Dies ist wichtig, um die Potenziale, die der Erlebnisort bietet, noch besser nutzen und damit steuern zu können. Das Konzept soll die Richtschnur der kommenden Jahre werden. Auf die Ergebnisse, die in der zweiten Jahreshälfte erwartet werden, bin ich sehr gespannt. Auch hoffe ich, dass die Zuwegung zur Alm zeitnah begonnen werden kann. Hier stand bisher noch eine Expertise im Rahmen des Bebauungsverfahrens des Umweltministeriums aus. Die barrierefreie Erschließung ist ein wesentlicher Schritt zur Weiterentwicklung und bietet dem Gelände zusätzliches Potenzial.

Am Mittwochmorgen leitete ich in Vertretung von Landrat Patrik Lauer die Aufsichtsratssitzung der SNS, der saarländischen Nahverkehr Service GmbH. Diese Sitzung fand an einem Tag statt, an dem der ÖPNV bundesweit an erster Stelle stand. Mit diesem Tag begann die Möglichkeit mit dem 9-Euro- Ticket bundesweit unterwegs zu sein. Die Geschäftsführerin der SNS berichtete über erste Erkenntnisse bezüglich der Tarifreform, die mit einer Attraktivierung des ÖPNVs einhergeht. Mehr kann ich an dieser Stelle nicht berichten, da die Sitzung nichtöffentlich war.

Im Anschluss waren Schülerinnen und Schüler der Maximilian-Kolbe-Schule Wiebelskirchen bei mir zu Gast. Sie stellten im Historischen Sitzungssaal die Ergebnisse ihres Schreibwettbewerbes „Zukunft grenzenlos“ vor. Dabei stellten sie sich die Frage, wie unsere Zukunft im Jahr 2051 aussieht. Herausgekommen sind hervorragende, beeindruckende Texte der jungen Menschen, die sie mir vortrugen. Als besonderes Highlight gab der Schulleiter Patric Busch auf unserem schönen Flügel eine spontane musikalische Einlage. Ich gratuliere an dieser Stelle den Schülerinnen und Schülern zu ihrer Auszeichnung und ihrem Mut, eigene Texte zu veröffentlichen.

Am Nachmittag fand eine Besprechung zur aktuellen Corona-Lage mit der Staatssekretärin im Sozialministerium, Bettina Altersleben, statt. Diese wurde, wie gewohnt digital durchgeführt. Hier berichtete ich über den Stand des Umzuges unseres Impfzentrums.

Danach durfte ich eine historische Unterschrift leisten. Der Bauantrag für den Neubau unserer Schule in Neunkirchen musste unterschrieben werden. Im Jahr 2025 soll die neue moderne Schule fertig werden. Die anwesenden Architekten und der Leiter unserer Bauverwaltung Thorsten Mischo stellten mir das Bauwerk vor. Erstmals dabei war auch unsere neue Klimamanagerin Frau Morlo-Martin, die an diesem Tag ihren ersten Arbeitstag hatte.

Der Rest meines Tages stand ganz im Zeichen der Dorfentwicklung. Dieses Mal war unsere Jury beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ in Hangard zu Gast. Hier hatte die Dorfgemeinschaft einiges auf den Weg gebracht. Begrüßt wurden wir vom Beigeordneten der Kreisstadt Neunkirchen Thomas Hans. Wir erfuhren viel über die Entwicklung von Hangard und dem bürgerschaftlichen Engagement. Abschließend gab es sogar noch etwas Musik.

Am Donnerstag fand die Aufsichtsratssitzung der FSN in den Räumen der Neunkircher Verkehrs-GmbH statt. Diese Gesellschaft ist eine Werkstattgesellschaft der Neunkirchen Verkehrs GmbH und der Saarpfalz Bus GmbH mit privaten Omnibusunternehmen. Hier werden Kräfte gebündelt, die Gesellschafter erhalten hervorragenden Service aus einer Hand.

https://www.nvg-neunkirchen.de/wir-ueber-uns/fahrzeug-service-der-nvg

Am Mittag war ich auf der Sommeralm in Reden zu Gast. Hier stellte ich gemeinsam mit den Almmoderatoren Michael Friemel und Marcel Lutz-Binder sowie dem SR3-Unterhaltungschef Eberhard Schilling und dem TKN-Leiter Christian Rau das Programm unserer Sommeralm 2022 vor. Nach zwei Jahren Pause wird es dieses Jahr wieder soweit sein. Vom 29. Juli 2022 bis zum 07. August 2022 wird am Erlebnisort Reden wieder viel los sein. Wir alle freuen uns darauf, den Bürgerinnen und Bürgern ein attraktives Programm zu präsentieren. Dieses Jahr gibt es erstmals einen Markt unserer Regionalmarke, ein Aktivprogramm und natürlich viele Aktionen für Jung und Alt. Lassen Sie sich überraschen und freuen Sie sich auf die Almgaudi 2022.

Um bereits etwas Lust auf die Veranstaltung zu machen, wurde ein Video gedreht, das bald veröffentlicht wird. Von dort aus ging es nach Dirmingen, wo eine weitere Bereisung der Jury stattfand. Begrüßt wurden wir von Eppelborns Bürgermeister Dr. Andreas Feld und dem Ortsvorsteher Frank Klein. Gemeinsam bewanderten wir markante Orte in Dirmingen und erfuhren viel über das Dorfgeschehen und das Entwicklungspotential des Ortes. Mit vielen Eindrücken und einem leckeren Eis in der Ortsmitte ging diese Begehung zu Ende. Wir als Jury werden es mit unserer Beurteilung nicht leicht haben. Bis jetzt erlebten wir drei lebendige Orte in unserem Landkreis. Nächste Woche werden wir in Steinbach zu Gast sein. Ich freue mich bereits darauf.

Diese Aktion macht mir große Freude, denn wir erfahren vieles über die Themen Dorfentwicklung und ehrenamtliches Engagement. Auch wird erneut bewusst, wie schön unsere Heimat ist. Danke allen, die sich hier engagieren!

Heute Morgen fand, wie gewohnt, die Besprechung mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern zu aktuellen Lage statt. Danach ging es nach Homburg, wo ich gemeinsam mit der Ministerin Petra Berg und meinem Kollegen Landrat Dr. Gallo den Start einer Werbekampagne im Saarpfalz Kreis „mit uns in jede Ecke des Kreises“ begleitete. Ich tat das in meiner Funktion als Verbandsvorsteher des ZPS. Ziel dieser Kampagne soll die Vorstellung des guten Nahverkehrsangebotes sein. Fast jeder Ort im Saarpfalz Kreis ist mit dem ÖPNV stündlich erreichbar, am Wochenende sind es 2 Stunden, berichtete Landrat Theophil Gallo. Die neue Kampagne soll das gute Angebot „in die Welt tragen“ und Lust auf den ÖPNV machen. Die Tarifreform im vergangenen Jahr war hier ein wichtiger Schritt, durch das 9 Euro Ticket genießt der ÖPNV zur Zeit große Beachtung. Dies sollte man nutzen.

Heute Abend bin ich auf der Diplomierungsfeier der Fachhochschule für Verwaltung, die in Neunkirchen stattfindet. Da ist es für mich „Ehrensache“ mit dabei zu sein. Allen Absolventinnen und Absolventen herzlichen Glückwunsch und alles Gute für die Zukunft. Auch Absolventinnen und Absolventen unserer Kreisverwaltung erhalten dort ihr Diplom.

Morgen bin ich Eppelborn zu Gast, wo die große Pfingstkirmes eröffnet wird. Der engagierte Ortsvorsteher Berthold Schmitt (auch Kirmesvater genannt) hat mit den Schausstellern eine tolle Veranstaltung organisiert, parallel findet auch in meinem Heimatort die Pfingstkirmes statt.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, das Leben hat wieder Fahrt aufgenommen. Die Menschen genießen es sich zu treffen und gemeinsam Kunst, Kultur und Sport zu erleben. Das hat uns allen sehr gefehlt.  Wir haben vieles nachzuholen. Auch an diesem Pfingstwochenende ist im Landkreis Neunkirchen jede Menge los.

Vier Tage lang wird hier auf der Alm mit prominenten Persönlichkeiten getanzt und gefeiert. Hier laufen die finalen Aufbauarbeiten auf Hochtouren. Darüber hinaus gibt es auch traditionelle Veranstaltungen in unseren Städten und Gemeinden wie Pfingstkirmessen, Feste und Wanderungen.

Genießen Sie dieses gesellige Miteinander, das uns in den vergangenen zwei Jahren oftmals gefehlt hat.

Ich wünsche Ihnen ein schönes verlängertes Pfingstwochenende!

Pfingsten ist ein christliches Fest und steht für den Geburtstag der Kirche.

In diesem Sinne, feiern Sie Pfingsten und das Leben!

Ihr Landrat Sören Meng

 


27.05.2022: Von Welschbach bis München

27.05.2022: Von Welschbach bis München

Die Jury im Welschbacher Rosengarten
Zu Gast im beeindruckenden Münchner Rathaus

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

dieser Blog wird relativ kurzgehalten sein, da ich an zwei Tagen außerhalb unseres schönen Landkreises verweilte. Dienstag und Mittwoch besuchte ich die Verwaltungsratssitzung der KGSt, die in München stattfand. Doch dazu später mehr.

Der Montag war gewohnt abwechslungsreich und begann mit dem verwaltungsinternen Jour-Fixe. Anschließend tauschte ich mich mit dem Vorstand der Sparkasse Neunkirchen zu aktuellen Themen aus, dies ist mir als Verwaltungsratsvorsitzender sehr wichtig. Dem schloss sich ein Jour-Fixe des Dezernates II an. Hier ging es in erster Linie um bauliche Themen, denn das Team der Bau- und Schulverwaltung ist derzeit mit vielen Projekten betraut. Bald beginnen die Arbeiten an der neuen Sporthalle in Illingen. Auch die Arbeiten für den Neubau der Gemeinschaftsschule Neunkirchen laufen auf Hochtouren. Darüber hinaus gibt es sowohl an den Schulgebäuden als auch an anderen Liegenschaften unseres Landkreises immer wieder kleinere Arbeiten, die gesteuert werden müssen. Mir ist es wichtig, dass wir neben den großen Baumaßnahmen auch kleinere, berechtigte Wünsche der Schulen, aber auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berücksichtigen können. Hierfür hat auch unser Kreistag Verständnis und hat entsprechende Mittel im Haushalt veranschlagt.

In Sachen Regionalmarke war ich gemeinsam mit dem Regionalmarkenkoordinator Willi Walter in Furpach beim neuen Besitzer des Gutshofes zu Gast. Er stellte mir seine interessanten Planungen vor, in denen auch die Regionalmarke ihren Platz hat. Doch dazu demnächst mehr.

Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die erste Bereisung im Rahmen des Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ in Welschbach dar. Der Welschbacher Ortsvorsteher, zugleich Mitglied des Bundestages, Christian Petry führte die Jury an prägnante Plätze seines Dorfes und stellte uns auch verschiedene Dorfentwicklungskonzepte vor. Abschließend besuchten wir die Sitzung des Ortsrates.

Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ist dreistufig aufgebaut: Es erfolgt ein Kreis-, ein Landes- und ein Bundesentscheid. Ziel ist es, ehrenamtliches, bürgerliches Engagement auszuzeichnen, das den Herausforderungen des ländlichen Raumes aktiv entgegentritt. 

Prämiert wird das Dorf, das sich am besten für die Zukunft gewappnet hat. Entscheidend ist auch, welche Entwicklung das Dorf in den letzten Jahren genommen hat und in welcher Weise die Einwohner hierzu beigetragen haben. Zu diesem Zweck erfolgt eine ganzheitliche Betrachtung der Dorfentwicklung. Dies umfasst die Mitarbeit der Einwohner an der Umgestaltung, das Zusammenwirken mit anderen Ortsteilen und die interkommunale Kooperation. Die unterschiedliche Ausgangsbasis und demographische Entwicklung der einzelnen Dörfer wird ebenfalls berücksichtigt.

Der Sieger des Kreiswettbewerbes bekommt ein Preisgeld in Höhe von 1500 €, qualifiziert sich für den Landesentscheid und richtet die Siegerehrung aus. Der Zweitplatzierte erhält einen Betrag von 1000 € während sich der Drittplatzierte noch über 500 € freuen darf.

Außerdem wird auf Kreisebene  erstmals ein mit 300 € dotierter Nachhaltigkeitspreis ausgelobt.

In der nächsten Woche sind wir in Hangard und Dirmingen zu Gast, ich bin schon auf die Präsentationen gespannt.

Dienstag und Mittwoch war ich, wie bereits erwähnt, in München zu Gast. Hier tagte der Verwaltungsrat der KGSt, dessen Mitglied ich seit einigen Monaten bin. Die KGSt ist die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement.

Dem Verwaltungsrat gehören zahlreiche Mitglieder aus Spitzenpositionen der Verwaltungen an. Daher war es auch nicht verwunderlich, dass auf unserer Tagesordnung viele kommunale Themen standen. Dank der KGSt profitieren die Mitgliedsverwaltungen von reichlich Know-how dieser starken Gemeinschaft. Im letzten Jahr fand das KGSt-Forum in Bonn statt, an dem auch Führungskräfte meiner Kreisverwaltung teilnahmen. Man braucht in vielen Bereichen das Rad nicht zweimal zu erfinden. Hier tut ein Austausch auf Augenhöhe gut, um Herausforderungen gemeinsam zu meistern. Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich gezielt über die vielfältigen Aufgaben auf der Homepage informieren. www.kgst.de. Die Tagung fand im imposanten Rathaus der Stadt München statt. Natürlich gehörte auch eine Besichtigung des Gebäudes dazu. Hier beeindruckte mich die alte juristische Bibliothek und natürlich der bekannte Balkon, auf dem sich regelmäßig die Spieler des FC Bayern München versammeln, um sich feiern zu lassen. Mit vielen Eindrücken ging es am Mittwochnachmittag zurück in den Landkreis Neunkirchen.

Gestern war bekanntlich Christi Himmelfahrt. Diesen Feiertag verbrachte ich im Kreise meiner Familie.

Heute Morgen standen zahlreiche Rücksprachen und Schreibtischarbeit auf dem Programm. Obwohl ich zwischendurch immer wieder E-Mails bearbeitete, gab es heute zahlreiche Mappen zu sichten und Unterschriften zu leisten. Heute Abend freue ich mich auf die Eröffnung des Ottweiler Altstadtfestes, das endlich wieder stattfinden kann.

Morgen bin ich Furpach zu Gast, denn dort wird der Löschbezirk 75 Jahre alt. Hier ist es mir ein Anliegen, den Mitgliedern der Feuerwehr für das großartige, vorbildliche Engagement zu danken.

Ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende!

 

Ihr Landrat Sören Meng


20.05.2022: Hochsommer im Mai

20.05.2022: Hochsommer im Mai

Landrat Sören Meng (Mitte) mit Rapper Ben Salomo (1.v.r.), Jörn Didas vom Adolf-Bender-Zentrum (1.v.l.), Rafael Groß vom Illtal-Gymnasium (2.v.l.) und Tobias Geibel-Emden von der Fortuin-Gemeinschaftsschule Illingen (2.v.r.) kurz vor Veranstaltungsbeginn

Es ist kaum zu glauben, diese Woche wurden auch im Landkreis Neunkirchen hochsommerliche Temperaturen erreicht. Auf der anderen Seite wurde für heute noch Starkregen angekündigt. Wir hoffen, dass dieser Kelch an uns vorübergeht. Jeder von uns denkt bei dieser Begrifflichkeit an die Ereignisse im Bliestal oder auch im Landkreis Neunkirchen, in Eppelborn und in Dirmingen.

Meine Woche war gewohnt abwechslungsreich. Der Montag begann mit einer Veranstaltung in Illingen. Auf Einladung der Schulgemeinschaften der Fortuin-Gemeinschaftsschule und des Illtalgymnasiums war der israelischstämmige Rapper Ben Salomo, bürgerlich Jonathan Kalmanovich, mit seinem Programm „#ClapFOrCrap“ zu einer der letzten Veranstaltungen in der Illinger Sporthalle zu Gast. Bekannt wurde er durch seine Hip-Hop-Musik, aber vor allem durch seine Show „Rap am Mittwoch“. Bereits in frühen Jahren wurde er im privaten Umfeld mit Antisemitismus konfrontiert und erkannte später, dass dieser sowie die Diskriminierung anderer Minderheiten im Genre Gangsterrap ein strukturelles Problem darstellt. Mit seinem Programm hat sich Ben Salomo daher zum Ziel gesetzt, gegen Ismen wie Antisemitismus, Sexismus etc. und Phobien wie Homophobie und Xenophobie usw. anzukämpfen. Gezielt sucht er daher den Dialog mit Jugendlichen. Er erzählt von seinen eigenen Erfahrungen, von seiner jüdischen Identität, wobei er häufig die Erfahrung macht, dass er der erste Jude ist, den die Schüler bewusst als solchen wahrnehmen und kennenlernen. Durch die persönliche Begegnung versucht er etwaige Vorurteile und Ressentiments abzubauen. Das von der Friedrich-Naumann-Stiftung finanzierte und organisierte Programm „#ClapFOrCrap“ ist eine tolle Aktion. Der Kampf gegen Rassismus, gegen Antisemitismus, gegen jede Form der Ausgrenzung und zum Erhalt unserer demokratischen Werte ist gerade in der heutigen Zeit von großer Bedeutung. Leider ist der Antisemitismus auch in Deutschland wieder lauter und sichtbarer geworden. Dass die Fortuin-Gemeinschaftsschule und das Illtalgymnasium auf dem Feld der Demokratiebildung und Erinnerungsarbeit eine Kooperation anstreben, hat daher für mich Symbolkraft. Ich danke den Schulgemeinschaften der beiden Schulen, den Schulleitern sowie dem beteiligen Lehrpersonal, aber auch den Mitarbeitern der Friedrich-Naumann-Stiftung und des Adolf-Bender-Zentrums für ihr Engagement!

 

Am Nachmittag fanden verwaltungsinterne Termine statt. So übergab ich einem langjährigen Mitarbeiter unserer Kreisverwaltung seine beamtenrechtlich relevante Urkunde zum Ruhestand. Im Anschluss führte ich mit einem Mitarbeiter ein Bewertungsgespräch im Rahmen der leistungsorientierten Bezahlung. Auch gab es zahlreiche Rücksprachen.

Der Montag war übrigens der zweite Tag beim diesjährigen Stadtradeln, an dem ich teilnehme. Da war es Ehrensache, dass ich an diesem Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit kam. Zugegeben, die Fahrtstrecke zwischen meinem Wohnort und dem Arbeitsort ist sehr überschaubar und gut zu bewältigen.

 

Am Dienstag war ich neben verwaltungsinternen Terminen in erster Linie im Landkreis unterwegs. In meiner Funktion als Landrat und als Kreisvorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes besuchte ich eine tolle Aktion. Der internationale Fackellauf nach Solferino mit dem „Licht der Hoffnung“ führte erstmals durch unseren Landkreis Neunkirchen. Er wurde am 16. Februar am Sitz des DRK-Generalsekretariats in Berlin gestartet und wird als „Licht der Hoffnung“ vom Roten Kreuz durch die gesamte Bundesrepublik getragen. Es wird Ende Juni Italien erreichen, um dort an der „Fiaccolata“, der internationalen Gedenkveranstaltung zum Ursprung der Rotkreuzidee, teilzunehmen. Im Saarland ist die Fackel vom 13. bis zum 20. Mai unterwegs.

Auf seinem Weg durch den DRK-Kreisverband Neunkirchen besuchte das „Licht der Hoffnung“ interessante und markante Punkte im Landkreis Neunkirchen.

Wer sich für den Reiseweg der Fackel interessiert, der kann ihn jetzt schon im Internet-Reisetagebuch unter https://www.drk.de/das-drk/fiaccolata2022/ mitverfolgen.

Mit dieser Aktion sollten möglichst viele Menschen erreicht und für das grenzüberschreitende Gemeinschaftsgefühl des Roten Kreuzes begeistert werden.

Der DRK-Kreisverband sendet mit der Beteiligung an dieser Aktion ein Zeichen der Hoffnung in schwierigen Zeiten. Auch als Vorsitzender unseres DRK-Kreisverbandes danke ich allen, die durch ihre Anwesenheit ein Zeichen gesetzt haben. Danke den Aktiven des Deutschen Roten Kreuzes und den anwesenden Ortsvorstehern und Bürgermeistern.

 

Am Abend nahm ich auf Einladung der SPD Gemeinderatsfraktion Schiffweiler an ihrer Fraktionssitzung teil, um den Sachstand rund um die Mühlbachschule Schiffweiler zu erläutern. Gemeinsam mit dem Schulleiter Herrn Brück stand ich Rede und Antwort. Im letzten Blog habe ich über die grundlegende Thematik ausführlich berichtet.

 

Am Mittwoch tagte die Verbandsversammlung des Zweckverbandes öffentlicher Personennahverkehr wieder in Präsenz in Neunkirchen. Ich wurde erneut zum Zweckverbandsvorsitzenden dieses Gremiums gewählt. Darüber hinaus ging es im öffentlichen Teil um eine Kooperationsvereinbarung im Linienbündel Saarpfalz Kreis Süd, über einen Mustervertrag zur Weiterleitung von Fördermitteln durch den ZPS und die Beschaffung neuer Bordrechner im Saar VV. Des Weiteren berichtete der Geschäftsführer Achim Jesel über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2021. In dieses Jahr fiel auch die Tarifreform, die am 1. Juli vergangenen Jahres startete. Als Zwischenfazit kann man ziehen, dass die Tarifreform den ÖPNV attraktiver macht. Abschließend lässt sich das Ganze allerdings noch nicht bewerten, da uns die Corona-Pandemie und ihre damit verbundenen Einschränkungen einen Strich durch die Rechnung machte. Allerdings ist es das Ziel der Aufgabenträger, auch in Zukunft mit Unterstützung des Landes den ÖPNV so zu gestalten, dass er günstiger und bequemer als das Autofahren wird.

Am Nachmittag besuchte ich einen Aktionstag auf dem Stummplatz Neunkirchen, den unsere Gleichstellungsbeauftragte Heike Neurohr-Kleer mit zahlreichen Trägern und Institutionen organisiert hatte. Neu in das Bündnis wurde die Familienkasse des Saarlandes eingeladen. Beim Aktionstag ging es darum, möglichst viele Menschen auf die unterschiedlichen Aktionen und Angebote im Landkreis Neunkirchen rund um die Familie aufmerksam zu machen. Herzlichen Dank allen für das große Engagement!

 

Gestern Morgen tagte der Rettungszweckverband zu aktuellen Themen in seiner Verbandsversammlung. Im Anschluss nahm ich an Vorstellungsgesprächen teil. Um die Versorgung mit Kindergarten- und Krippenplätzen ging es in einem Abstimmungstermin, an dem auch Oberbürgermeister Jörg Aumann und Bürgermeisterin Lisa Hensler teilnahmen. In unserer Kreisstadt gibt es ein großes Angebot an Kindertageseinrichtungen, die größtenteils von der Stadt als Träger betrieben werden. Wir sprachen über die Möglichkeiten der Angebotsausweitung, da kreisweit leider nicht genügend freie Plätze vorhanden sind. Hier sind wir mit allen Trägern im Gespräch, um das Angebot im Landkreis Neunkirchen zu verbessern.

Heute Morgen fand, wie gewohnt, der Austausch mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern im Kreis zu aktuellen Themen statt. Natürlich wurde auch die Corona-Lage erörtert. Hier können wir feststellen, dass seit einigen Wochen die Zahlen weiter nach unten gehen. Parallel laufen die Arbeiten für den Umzug des Impfzentrums in den ehemaligen Kaufhof Neunkirchen. Dieser Umzug soll abschließend im Juni erfolgen.

 

Anschließend übergab ich einer Mitarbeiterin eine beamtenrechtliche Urkunde. Danach standen zahlreiche Rückfragen und Telefonate auf meiner Agenda. Ursprünglich wollte ich heute mit meinem Führungsteam eine kleine Wanderung unternehmen. Aufgrund der schwierigen Wetterlage und der Prognosen haben wir aus Sicherheitsgründen darauf verzichtet. Aber: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.“

 

Am Sonntag werde ich ein Konzert in Wellesweiler besuchen, zu dem der bekannte Musiker Nino Deda eingeladen hat. Der Musiker und Komponist hat Werke des Kabarettisten Hanns-Dieter Hüsch vertont. Die Uraufführung findet in der Paul-Gerhardt-Kirche statt.

 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

 

ich wünsche Ihnen ein schönes, hoffentlich sturmfreies Wochenende!

 

Ihr Landrat Sören Meng


13.05.2022: Sonnigere Zeiten

13.05.2022: Sonnigere Zeiten

Landrat Sören Meng, Amelie Fries, Anna Scheller und Chiara Nalbone präsentieren die von der Projektgruppe des KBBZ Neunkirchen designten Blöcke, Mäppchen und Stifte
Landrat Sören Meng beteiligt sich jährlich aktiv am Stadtradeln

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

vielleicht wundern Sie sich über diese Überschrift. Ich habe sie bewusst gewählt, da sie die aktuelle Wetterlage gut beschreibt und uns die Witterung derzeit sicherlich auch emotional guttut.

Natürlich sind die Inzidenzen, wenn auch langsam fallend, immer noch zu hoch. Natürlich belastet uns die Lage in der Ukraine weiterhin sehr. Aber es ist wichtig, bei all den Unsicherheiten und Spannungen, sich Auszeiten zu nehmen, die uns neue Kraft geben. Hier können ein paar sonnige Abendstunden Wunder bewirken und Akkus wieder aufladen. Daher an dieser Stelle, genießen Sie das Wetter!

Der Montag begann mit dem verwaltungsinternen Jour-Fixe, in dem die aktuellen Herausforderungen besprochen wurden. Diesem schloss sich ein Austausch mit dem Leiter unserer Tourismus- und Kulturzentrale Christian Rau an. Derzeit laufen bereits die Planungen für die Sommeralm 2022, die vom 29.07.2022 bis 07.08.2022 stattfinden wird. Ich freue mich sehr, dass nach zwei Jahren Zwangspause diese beliebte Veranstaltung wieder starten kann. Auch dieses Jahr wird es wieder heißen: „Morgens geht‘s rauf und abends runter. Sommeralm 2022!!!“

Der Saarländische Rundfunk wird für ein tolles Programm sorgen, mein Team der Tourismus- und Kulturzentrale wird für einen gelungenen organisatorischen Ablauf alles geben. Danke allen Unterstützern und Sponsoren dieses Events!

Am Nachmittag fand eine Besprechung bezüglich einer interkommunalen Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Gemeinden und dem Landkreis statt. Hier geht es darum, gemeinsam Konzepte zu entwickeln, damit auch unsere Region von öffentlichen Fördergeldern profitieren kann. Dieser Austausch wird fortgeführt.

Der Abschluss meines Arbeitstages stellte eine Gedenk- bzw. Mahnveranstaltung, organisiert durch das Neunkircher Forum für Freiheit, Demokratie und Antifaschismus, dar. 77 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ist es wichtiger denn je, sich für Frieden einzusetzen. Die Veranstaltung fand am Mahnmal für Zwangsarbeiter, gestaltet von Seiji Kimoto, statt. Die zentrale Rede hielt der langjährige DGB-Vorsitzende und ehemalige Landtagsabgeordnete Eugen Roth, der auf eindringliche Art und Weise die aktuelle Lage bewertete.

 Auch ich leistete einen Beitrag, den ich an dieser Stelle wiedergebe:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

ich gebe zu, dass ich heute sehr bewegt bin. Zum einen ist es der Anlass dieser Mahnwache, die wohl in den letzten Jahren noch nie diese Aktualität hatte und an Tiefe noch zugenommen hat.

Zum anderen stehen wir heute vor dem beeindruckenden Mahnmal für die Zwangsarbeiter von Seiji Kimoto, ein bedeutender Künstler, von dem wir am vergangenen Freitag Abschied nehmen mussten.

Seiji Kimoto schaffte es mit seiner Kunst, dass wir in einen stummen Dialog eintreten und so diesen wertvollen Beitrag zur Erinnerungskultur auf besondere Weise aufnehmen. Wir, die zurückbleiben, haben die Verpflichtung uns weiterhin für die Werte, die Seiji Kimoto wichtig waren, zu engagieren.

Die Ehrlichkeit im Denken und Tun, die Menschlichkeit. Den Widerstand gegen Macht und Ohnmacht.

 

Und wie schnell Macht und Ohnmacht die Oberhand gewinnen können, erleben wir seit dem 24. Februar 2022. Es herrscht wieder Krieg in Europa – wir erleben seit Wochen eine Ausnahmesituation.

Ein Diktator hat erneut einen Krieg angezettelt. Russland und die Ukraine, die beiden Staaten, die am 8. Mai 1945 gemeinsam die Nazis in Deutschland besiegten, kämpfen nun gegeneinander.

 

Schon jetzt gibt es auf beiden Seiten viele Opfer.

 

Die Verbrechen der russischen Streitkräfte um Putin sind groß, ein Ende ist noch nicht in Sicht. Wir alle sind fassungslos und traurig. 77 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges erleben wir eine Zeitenwende. Über Jahrzehnte war der 8. Mai ein Tag der Hoffnung. Wer den Zweiten Weltkrieg überlebte, durfte die Hoffnung haben, dass der europäische Kontinent aus der Geschichte lernt, dass niemand mehr auf Krieg als Mittel der Politik setzt. Wir alle sind erschüttert und aufgewühlt von dem brutalen, völkerrechtswidrigen Angriffskrieg, den eine atomare Großmacht nun seit mehr als zwei Monaten gegen ein souveränes, demokratisches Land in Europa führt.

 

Wir hoffen alle, dass es zu einem diplomatischen Ende des Krieges kommen wird. Auch wir fühlen uns bedroht, denn wir spüren, wie nah der Krieg sein kann und wie dankbar wir sein können, dass in unserem Land Frieden herrscht.

 

Ich bin kein Außenpolitiker und auch froh darüber, denn es ist schwer einzuschätzen, was richtig und falsch ist. Deutschland liefert Waffen an die Ukraine, damit sie sich verteidigen kann. Alles in Absprache mit der Nato, eine belastende Situation für alle, die Verantwortung tragen.

 

Dieser 8. Mai 2022 wird uns in Erinnerung bleiben. Er ist ein Tag der Hoffnung auf Vernunft. Ein Tag der Hoffnung auf Abrüstung in Worten und Taten. Ein Tag der Hoffnung auf Frieden. Ein Tag der Hoffnung, dass die Demokratie das letzte Wort hat.

 

Unsere Gedanken sind bei den vielen Opfern des Krieges. Danke dem Forum für Freiheit, Demokratie und Antifaschismus und allen, die heute durch ihre Anwesenheit ein Zeichen der Solidarität und des Friedens setzen.“

 

Am Dienstag überreichte ich Mitarbeitern der Kreisverwaltung beamtenrechtliche Urkunden. Anschließend fand ein Austausch mit dem Team unserer Leitstelle „Älter werden“ statt. Sabine Schmidt und ihr Team beraten ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen zu vielerlei Themen. Auch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit gehört hierzu.

Eine neugestaltete Homepage zeigt das große Spektrum dieses Bereiches unserer Kreisverwaltung auf: https://www.aelterwerden-landkreisneunkirchen.de/

 

Am Nachmittag wurde in der Gemeinschaftsschule Ottweiler die neue Schulleiterin Katja Strauß eingeführt. Gemeinsam mit der zuständigen Schulrätin Frau Bleyer gratulierte ich Frau Strauß zu diesem Amt und würdigte ihr bisheriges Engagement als Konrektorin.

Die Anton-Hansen-Gemeinschaftsschule hat sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt und ihr eigenes Profil als „gesunde Schule“ hervorgebracht. Auch das Thema Berufsorientierung wird hier intensiv gelebt. Für mich ist ein Besuch an dieser Schule immer etwas Besonderes, denn hier erwarb ich meinen mittleren Bildungsabschluss. In meiner Biografie spielt diese Schule eine wichtige Rolle.

Infos zur Schule gibt es unter:  https://anton-hansen-schule.de/

 

Danach besuchte ich gemeinsam mit der SPD Kreistagsfraktion die Mühlbachschule Schiffweiler. Diese Gemeinschaftsschule wird sehr gut nachgefragt. Allerdings benötigt die Gemeinde Schiffweiler, als Eigentümerin eines Teils der Immobilie, zusätzliche Klassenräume. Ab dem übernächsten Schuljahr muss ein Teil der Schule verlagert werden. Jetzt geht es darum in den kommenden Kreishaushalten bauliche Möglichkeiten abzubilden. Auch die CDU Kreistagsfraktion war hier schon persönlich vor Ort. Ich bin zuversichtlich, dass wir ein tragfähiges Konzept für die Schule entwickeln können. Fakt ist: Der Schulstandort ist nicht gefährdet! Danke der Schulgemeinschaft für die gute Arbeit!

 

Am Abend besuchte ich die letzte Ortsratssitzung des scheidenden Ortsvorstehers von Wiebelskirchen, Hangard, Münchwies Rolf Altpeter. Ich bin persönlich seit Jahrzehnten mit Rolf sehr verbunden. 15 Jahre lang hatte er das wichtige Amt des Ortsvorstehers inne. Die Ortsvorsteher im Landkreis Neunkirchen leisten eine wichtige Arbeit. Sie haben direkten Zugang zu den Bürgerinnen und Bürgern und sind damit ein wichtiges Sprachrohr. Mich freut es sehr, dass viele Vertreter der Gesellschaft an der Sitzung des Ortsrates teilnahmen. Herzlichen Dank, lieber Rolf Altpeter, für Dein großartiges Engagement. Auch künftig wird der scheidende Ortsvorsteher ehrenamtlich aktiv sein! Alles Gute, lieber Rolf!

 

Am Mittwoch beriet ich mit dem Institut für Zukunftsenergie und Stoffstromsysteme einen Projektantrag zu einem aktuellen Projekt, das gemeinsam mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft und dem Saar-Lor-Lux Umweltzentrum realisiert werden soll. Im ersten Schritt geht es darum, eine aussagekräftige Projektskizze zu fertigen. Danach ist Daumendrücken angesagt. Weitere Projektmittel würden unserer Region sehr gut tun.

 

Am Nachmittag war ich zu Gast im Prähistorium „Gondwana“ am Erlebnisort Reden. Der Betreiber Matthias Michael Kuhl stellte dem neuen Standortmanager Eric Schneider, dem Leiter unserer Tourismuszentrale Christian Rau und mir Neuigkeiten rund um das touristische Highlight im Landkreis vor. Das Prähistorium ist eine wichtige Attraktion am Erlebnisort. Ein Besuch lohnt sich immer!

 

Gestern fanden überwiegend verwaltungsinterne Termine statt. Zu einem Austausch traf ich mich mit dem neuen Vorstand der VSE AG Dr. Stephan Tenge. Er wollte sich vor Ort über die Herausforderungen unserer Region informieren. Natürlich kam auch die aktuelle Lage im Energiesektor zur Sprache. Am Nachmittag besprach ich mit dem Geschäftsführer der Kreisverkehrswacht Neunkirchen Hans-Jürgen Maurer aktuelle Projekte dieser wichtigen Einrichtung. Schon seit einigen Jahren bin ich Schirmherr unserer Kreisverkehrswacht. Hier möchte ich mich in diesem Jahr besonders einbringen. Gemeinsam überlegten wir uns einige Projekte, die wir noch dieses Jahr starten wollen. Es geht darum, gerade junge Menschen für Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren und Präventionsangebote aufzuzeigen. Hier leistet unsere Kreisverkehrswacht mit ihrer eigenen Jugendverkehrsschule einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit.

 

Danach besuchte ich gemeinsam mit dem Stabsstellensleiter Katastrophenschutz Alexander Koch die Räumlichkeiten des ehemaligen Kaufhofes Neunkirchen. Hier wird ab dem nächsten Monat im ersten Obergeschoss das Impfzentrum untergebracht sein. Bis dorthin gibt es noch viel zu tun, aber wir sind zuversichtlich, dass wir den Zeitplan einhalten können. Danke an dieser Stelle der Kreisstadt Neunkirchen und dem Sozialministerium für die gute Kooperation.

 

Heute Morgen fand, wie gewohnt, ein Gespräch mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern zur aktuellen Lage statt. Neben den Herausforderungen rund um Corona waren auch die Flüchtlingslager Thema. Auch in den Landkreis Neunkirchen kommen vermehrt Menschen aus der Ukraine und Syrien. Hier arbeiten die Städte und Gemeinden eng mit unserer Kreispolizeibehörde zusammen. Allerdings ist eine ständige Abstimmung wichtig. Hier geht es um Wohnraum, aber auch um die Versorgung mit Sozialleistungen. Herzlichen Dank allen, die sich engagieren.

 

Ein besonderer Besuch erwartete mich vom Kaufmännischen Berufsbildungszentrum. Drei Schülerinnen stellten mir ihre Junior Firma vor. Ihre Geschäftsidee kann man mit exklusivem Bürobedarf umschreiben. Die Projektgruppe NSPIRE erreichte mit ihrem Projekt auf Landesebene einen zweiten Platz. Ich beglückwünschte die Vertreterinnen der Gruppe für ihr unternehmerisches Interesse und ihr Engagement.

 

Heute Abend bin ich in unserer Kreisstadt bei der beliebten Veranstaltung „Weinlounge““ zu Gast. Am Sonntag um 9:30 Uhr werde ich nach zwei Jahren Pause wieder eine Landratswanderung durchführen. Treffpunkt ist der Parkplatz am Fischweiher zwischen Wiebelskirchen und Ottweiler. Gemeinsam werden wir den Premiumwanderweg „Schauinslandweg“ beschreiten. Für die Wegzehrung wird ein Partner unserer Regionalmarke sorgen. Ich freue mich schon auf viele Begegnungen.

 

Ich wünsche Ihnen ein schönes, sonniges Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


06.05.2022: Verfassungs- und Europaausschuss zu Gast in Neunkirchen

06.05.2022: Verfassungs- und Europaausschuss zu Gast in Neunkirchen

Der Verfassungs- und Europaausschuss zu Gast in Neunkirchen
Landrat Söeren Meng mit dem Zensusverantwortlichen Frank Backes und dem Erhebungsbeauftragten Sven Kleer
 

Liebe Blogleserinnen, liebe Blogleser,

erneut geht heute eine abwechslungsreiche Woche zu Ende.

Meine Arbeitswoche begann mit dem Verfassungs- und Europaausschuss, dessen Mitglied ich bin. Dieser fand auf meine Einladung hin im Landkreis Neunkirchen statt. Der Verfassungs- und Europaausschuss setzt sich aus Landrätinnen und Landräten aus dem gesamten Bundesgebiet zusammen und ist einer der Ausschüsse des Deutschen Landkreistages. Die 170. Sitzung dieses Gremiums hatte „Katastrophenschutz, Asyl und Integration“ zum Thema. Ich schätze den Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bundesländern sehr. Die nächste Sitzung wird im Herbst in Gotha stattfinden. Nach der Sitzung stand eine Mühlenführung mit anschließendem Essen an der „Werns Mühle“ auf dem Programm. Willi Wern stellte uns diese besondere Mühle vor und alle waren sehr begeistert, dass diese historische Mühle noch vollkommen intakt ist. Sie ist ein echtes Kleinod. Anschließend gab der Sparkassenvorstand Jörg Welter den Gästen einen Überblick über aktuelle Herausforderungen der Sparkasse und stellte das innovative SmartLAB der Sparkasse Neunkirchen vor. Auch dieser Vortrag beeindruckte die Besucherinnen und Besucher. Abgerundet wurde dieser Tag von einem hervorragenden Essen. Die Familie Keller kredenzte uns allerlei Köstlichkeiten, die vornehmlich mit Produkten der Regionalmarke zubereitet wurden. Nach der Abreise der Delegation am Dienstag fand ein Meeting der Führungskräfte des Landkreises statt. Dieser Austausch ist mir sehr wichtig, unter anderem ging es noch um die Auswirkungen der Pandemie. So haben wir mittlerweile unsere Häuser wieder dauerhaft geöffnet, wobei sinnvollerweise die Terminvergabe immer noch bevorzugt wird. Dank der Terminvergabe können wir unsere Bürgerinnen und Bürger noch besser und intensiver betreuen. Eine traurige Pflicht hatte ich am Nachmittag, da ein Mitarbeiter des Jobcenters beerdigt wurde. Es fehlen die Worte, wenn ein Mensch viel zu früh, plötzlich und unerwartet von uns gehen muss. Meine Gedanken sind bei der Familie.

Am Mittwochmorgen fand die Vorbesprechung zur Sitzung der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Personennahverkehr statt. Die eigentliche Sitzung ist für den 18. Mai geplant. Neben allen Reformen, die es in letzter Zeit im ÖPNV gab, war auch das „Neun-Euro-Ticket“, das unsere Bundesregierung auf den Weg gebracht hat, ein Thema, denn die Umsetzung muss exakt geplant sein. Im vergangenen Jahr wurde die Tarifreform in Kraft gesetzt, die unseren ÖPNV attraktiver macht. Leider funkt uns immer wieder Corona dazwischen, sodass wir noch kein abschließendes Fazit dieser Reform ziehen können. Generell ist festzustellen, dass es im öffentlichen Personennahverkehr viel Bewegung gibt. Hier sind wir als Aufgabenträger besonders gefordert, denn im nächsten Schritt sollen wir dafür sorgen, den ÖPNV noch attraktiver zu machen und als Alternative zum Individualverkehr zu etablieren. Hier müssen Angebote diskutiert bzw. erweitert werden. Dies alles ist in Zeiten knapper Kassen eine echte Herausforderung, aber wir werden uns dieser stellen. Anschließend hatte ich einen Termin rund um die Digitalisierung am Gymnasium am Steinwald. Hier hat das Team unseres Bauamtes und unserer Schul-IT gute Arbeit geleistet. Nachdem das Gymnasium am Steinwald sein Medienkonzept eingereicht hatte, konnten die Arbeiten beginnen. Die Infrastruktur wurde erneuert und die digitale Ausstattung auf den neusten Stand gebracht. Das Gymnasium am Steinwald ist nun als dritte Schule im Kreis voll digitalisiert. Bis alle Schulen voll digitalisiert sind, liegt folglich noch einige Arbeit vor uns, aber mein Team ist im Zeitplan. Herzlichen Dank allen, die sich darum kümmern. Mir und dem Kreistag ist es wichtig, unsere Schulen optimal für die Zukunft vorzubereiten. Am Nachmittag fanden verwaltungsinterne Termine statt, anschließend tagte der Aufsichtsrat unserer Beschäftigungsgesellschaft AQA. Hier gab uns der Geschäftsführer Stefan Gerber einen Überblick über die aktuellen Maßnahmen. In der nichtöffentlichen Sitzung wurde unter anderem der Jahresbericht 2021 und der Wirtschaftsplan für dieses Jahr behandelt. Unsere Beschäftigungsgesellschaft AQA ist mit ihren Produkten Bestandteil unserer Regionalmarke. Sie stellte ihr Können beim Frühling auf Finkenrech vor wenigen Wochen unter Beweis. Der schöne Aktionsstand wurde von unserer Beschäftigungsgesellschaft gebaut. Darüber hinaus werden die Produkte, die in dem Upcycling-Center entstanden sind, gut nachgefragt und auch überregional vermarktet. Sozialpolitisch, das habe ich an dieser Stelle schon oft ausgeführt, sind Beschäftigungsprojekte wichtig für eine funktionierende Gesellschaft. Arbeit gibt Bestätigung und sichert einen Platz in einer Gesellschaft. Darum ist es wichtig, Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht am regulären Arbeitsmarkt teilnehmen können, zu fördern und zu beschäftigen. Hier leistet unsere Beschäftigungsgesellschaft AQA einen wichtigen Beitrag. Danke an dieser Stelle dem ganzen Team.

Gestern Morgen stellte ich mit dem Vorstand der Sparkasse Neunkirchen, Markus Groß und Jörg Welter, die Pläne für den Neubau der Hauptstelle in Neunkirchen vor. Dort, wo vor vielen Jahren der bekannte Wiener Wald war, soll in den nächsten Jahren eine moderne, innovative Hauptstelle unserer Sparkasse entstehen. Dank einer anspruchsvollen Architektur wird sie auch städtebaulich Akzente setzen. Ich freue mich sehr, als Verwaltungsratsvorsitzender dieses Projekt intensiv mit zu begleiten. In der vergangenen Woche tagte bereits der Bauausschuss. Dieser Neubau ist gleichermaßen ein Bekenntnis zur Regionalität unserer Sparkasse und eine Verpflichtung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Am Nachmittag tagte der Kreistag. Im öffentlichen Teil wurde die Information über die Genehmigung des Kreishaushaltes 2022 mitgeteilt. Endlich können unsere Investitionen beginnen. Darüber hinaus ging es um zahlreiche Arbeitsmarktprojekte, die der Landkreis Neunkirchen mit verschiedenen Trägern durchführt. So wurden Projekte im Bereich der Beschäftigungsgesellschaft AQA, der Arbeitslosenselbsthilfe, des Arbeiter-Samariter-Bundes und der Neuen Arbeit Saar auf den Weg gebracht. Die Sozialdezernentin Julia Schild berichtete über die Förderung, Bezuschussung und die Unterstützung von arbeitsrechtlichen Maßnahmen der einzelnen Träger im Landkreis Neunkirchen. Hier leistet der Landkreis für Menschen aus dem sogenannten zweiten Arbeitsmarkt wichtige Arbeit und bietet zahlreiche Beschäftigungsverhältnisse an. Anschließend stellte sich der neue Standortmanager Eric Schneider dem Kreistag vor. Ich habe bereits mehrfach über die Gründung des Zweckverbandes zwischen der Gemeinde Schiffweiler und des Landkreises Neunkirchen berichtet. Mit Unterstützung des Landes soll Eric Schneider unseren Standort nach vorne bringen. Diese Sitzung konnte ich nicht bis zum Ende leiten, daher wurde ich vom Kreisbeigeordneten Klaus-Dieter Woll vertreten werden. Als Vertreter des Landkreistages nahm ich zu diesem Zeitpunkt an der Generalversammlung des Städte- und Gemeindetages teil und überbrachte den Teilnehmern meine Grußworte. Zuvor ging unsere neue Ministerpräsidentin Anke Rehlinger auf die Herausforderungen für die Kommunale Familie ein. Ich nutzte die Mitgliederversammlung, um mich für das gute Miteinander zwischen den Städten, Gemeinden und den Landkreisen zu bedanken. Wir sitzen alle in einem Boot und haben für die Bürgerinnen und Bürger, wichtige Aufgaben zu meistern. Außerdem nahm ich Stellung zu aktuellen Themen wie G 9, der Herabsenkung der Kita-Beiträge, dem Ausbau der Erneuerbaren Energien und natürlich auch dem ÖPNV. Gleichzeitig dankte ich dem scheidenden Stellvertretenden Präsidenten des SSGT Hermann-Josef Schmidt für die gute Arbeit in den vergangenen Jahren.

Heute Morgen fand, wie gewohnt, der Austausch mit dem Oberbürgermeister, der Bürgermeisterin und den Bürgermeistern zur aktuellen Lage statt. Anschließend erledigte ich hausinterne Termine. Am Nachmittag wurde der bekannte Künstler Seiji Kimoto beerdigt. Ich habe im letzten Blog bereits darauf verwiesen, was er geleistet hat. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Seine unverkennbaren Werke werden sein Vermächtnis sein. Unsere Aufgabe ist es daher, dieses Vermächtnis zu verwalten und die Erinnerungskultur zu pflegen. Wenn ich von Erinnerungskultur schreibe, kommt mir das Lebenswerk des Holocaust-Überlebenden Alex Deutsch in den Sinn. Die Alex-Deutsch-Stiftung hat in Gedenken an Alex Deutsch kürzlich an der Alex-Deutsch-Brücke in Neunkirchen-Wiebelskirchen eine Gedenktafel enthüllt. Leider wurde diese Tafel bereits mehrfach beschädigt. Mir fehlen hier die Worte, ich kann diese blinde Zerstörungswut nicht nachvollziehen. Ich hoffe, dass die Vernunft siegen wird und man diesen besonderen Ort in Ruhe lässt.

 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat

Sören Meng


29.04.2022: Neue Regierung, neue Herausforderungen

29.04.2022: Neue Regierung, neue Herausforderungen

Landrat Sören Meng, der in dieser Woche verstorbene Bildhauer Seiji Kimoto und Doris Deutsch präsentieren den von Seiji Kimoto entworfenen Alex-Deutsch-Preis

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

nach ein paar erholsamen Tagen kehrte ich am Montag wieder ins Landratsamt zurück. Am Samstag zuvor eröffnete ich im Freizeitzentrum Finkenrech die schöne Veranstaltung „Frühling auf Finkenrech“, die hervorragend angenommen wurde. In diesem Jahr konnte erstmals ein großer Stand mit einem guten Angebot für unsere Regionalmarke werben. Gefertigt hat diesen Stand unsere Beschäftigungsgesellschaft AQA.

Meine Arbeitswoche war sehr abwechslungsreich. Los ging es am Montagmorgen mit einem besonderen Termin, der Vereidigung der Ministerpräsidentin im saarländischen Landtag. Als Gast durfte ich hier gemeinsam mit meinen Kollegen Theophil Gallo und Patrik Lauer dabei sein. Gleichzeitig war dies die konstituierende Sitzung des neuen Landtages. In dieser Sitzung wurde Heike Becker als Landtagspräsidentin vereidigt. Am Dienstag wurden die neuen Ministerinnen und Minister in ihr Amt durch den Landtag eingeführt. Ich wünsche der neuen Landesregierung viel Kraft, die zahlreichen Herausforderungen zu meistern. Ich freue mich auf die kommende Zusammenarbeit. Gleichzeitig danke ich der früheren Landesregierung für die konstruktive Zusammenarbeit. Am Mittag fand in digitaler Form die Vorbesprechung zur VSE Aufsichtsratssitzung statt. Im Anschluss tagte zum ersten Mal die Sitzung des Bauausschusses der Sparkasse Neunkirchen. Wie schon in einem vorherigen Blog berichtet, wird unsere Sparkasse ihr großes Dienstgebäude inmitten der Kreisstadt Neunkirchen neu bauen. Im Vorfeld wurde ein Architektenwettbewerb ausgelobt, dessen Sieger ermittelt wurde. Der Bauausschuss, den ich leite, wird das Bauvorhaben intensiv begleiten. In der kommenden Woche wird das Vorhaben der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Am Abend nahm ich an der Fraktionssitzung der SPD Kreistagsfraktion teil.

Am Dienstagmorgen fand eine Besprechung mit dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft und Vertretern des Saar-Lor-Lux Umweltzentrums statt. Hier ging es unter anderem um aktuelle Förderprogramme, an denen sich Landkreise beteiligen können. Das letzte Förderprogramm, von dem der Landkreis in großem Maße profitierte, war das Programm „Landaufschwung“. Da wir immer noch eine strukturschwache Region mit besonderen Herausforderungen sind, bin ich immer auf der Suche nach Fördermöglichkeiten. Im Anschluss fand ein Austausch mit unserem Kreisbaumeister Thorsten Mischo zu verschiedenen Projekten statt. Derzeit werden im Landkreis Neunkirchen zahlreiche Bauvorhaben realisiert. Die Lage in diesem Segment ist bekanntlich nicht rosig. Es herrscht Fachkräftemangel und auch eine Verknappung an Baumaterialien. Zusätzlich wird das Ganze erschwert durch eine deutliche Verteuerung der Baustoffe. Auf der anderen Seite brauchen wir dringend diese Baumaßnahmen, um unseren Aufgaben, beispielsweise im Bildungsbereich, gerecht zu werden. Daher sind hier eine Steuerung und ein regelmäßiger Austausch sehr wichtig. Danach ging es im Gespräch mit dem Leiter unserer Stabsstelle Katastrophenschutz Alexander Koch um die aktuelle Lage und die Planungen hinsichtlich eines Katastrophenschutzlagers, mit denen bereits begonnen wurde. Am Nachmittag übergab ich dem Reinemacheteam unserer Kreisverwaltung geänderte Arbeitsverträge. Durch eine Neubewertung der Stellen konnten wir für alle eine Lohnerhöhung erwirken. Ich danke an dieser Stelle meinem Team, das gerade in der Pandemie zusätzliche Arbeit leisten musste. Gleichzeitig danke ich dem Personalrat und dem Team des Personalamtes für die Unterstützung. Anschließend tagte der Werksausschuss der Tourismus- und Kulturzentrale. Hier stellte Werkleiter Christian Rau die aktuellen touristischen Planungen für dieses Jahr vor. Auf die Großveranstaltung „Frühling auf Finkenrech“ bin ich bereits eingegangen, eine weitere Großveranstaltung wird sicherlich die „SR 3 Sommeralm“ sein, die dieses Jahr wieder stattfinden wird. Ich persönlich freue mich auf die erste Landratswanderung seit über zwei Jahren, die am 15. Mai stattfinden wird. Hier werden wir gemeinsam den „ Schauinslandweg“ erwandern. Dieser Weg ist ein sehr beliebter Premiumwanderweg, den wir gemeinsam mit der Kreisstadt Neunkirchen betreiben. Der Abschluss meines Arbeitstages stellte eine Veranstaltung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft und der Handwerkskammer dar. Hier ging es um das wichtige Thema „Unternehmensnachfolge“. Handwerk hat goldenen Boden und ist gefragt wie nie. Leider ist hier ein Fachkräftemangel zu verzeichnen. Leider suchen zahlreiche Unternehmer, auch im Landkreis Neunkirchen, nach geeigneten Nachfolgern, um Ihr Unternehmen in jüngere Hände zu geben. Diese Veranstaltung sollte Impulse geben, wie eine Generationenübergabe vonstattengehen kann. Über die Veranstaltung berichtete die Saarbrücker Zeitung:  Mehr dazu lesen Sie >>hier<<

Am Mittwochmorgen standen verwaltungsinterne Termine und Rücksprachen auf meiner Agenda. In der Mittagszeit tagte die Diakonie-Stiftung, dessen Mitglied ich bin. Hier wurde eine neue Kampagne der Diakonie vorgestellt. Sie soll auf die Wichtigkeit der Beschäftigungsmaßnahmen hinweisen. Beispielsweise gibt es in unserer Kreisstadt ein Sozialkaufhaus, das nicht mehr wegzudenken ist. Auf der einen Seite können Bürger günstig Waren einkaufen, auf der anderen Seite werden dort langzeitarbeitslose Menschen beschäftigt und qualifiziert. Für diese und andere Projekte zeigen sich Träger, wie die Diakonie, verantwortlich. Daher unterstütze ich gerne die Arbeit der Diakonie-Stiftung.

Um Tourismus ging es dann bei einem schönen Termin in Eppelborn-Habach. Gemeinsam mit dem Team der TKN und dem Bürgermeister Dr. Andreas Feld konnte ich Familie Rech zur ersten 5-Sterne-Ferienwohnung des Landkreises gratulieren.

Gestern Morgen fand ein Jour-Fixe im Bereich Bauen mit der zuständigen Dezernentin und ihrem Team statt. Auch hier ging es um Projekte und Anliegen rund um unsere zahlreichen Baumaßnahmen. Mitte des Jahres soll mit dem Neubau der Sporthalle Illingen begonnen werden. Derzeit läuft eine große Sanierungsmaßnahme am kaufmännischen Berufsbildungszentrum Neunkirchen, auch die große Maßnahme am Technisch-gewerblichen Berufsbildungszentrum ist noch nicht abgeschlossen. Im Anschluss tagten der Aufsichtsrat der VSE und die Hauptversammlung. Aufgrund des Ukraine-Krieges ist die Verfügbarkeit von Gas zu einem großen Thema geworden, das natürlich auch die in der Energiewirtschaft tätigen Unternehmen sehr beschäftigt. Daher ist es für mich unerlässlich, die Bemühungen um den Ausbau der regenerativen Energien zu beschleunigen. Dies ist umweltfreundlich und macht uns unabhängig. Am Nachmittag tauschte ich mich mit Vertretern der Lebenshilfe Neunkirchen zu verschiedenen Themen aus. Die Lebenshilfe im Landkreis leistet eine wichtige Arbeit für Menschen mit Behinderungen. Unsere Kreisverwaltung und Lebenshilfe arbeiten vertrauensvoll zusammen. Der Geschäftsführer der Lebenshilfe Thomas Latz stellte mir verschiedene Projekte vor. Die Lebenshilfe ist mir bestens bekannt, da ich dort einige Jahre selbst im Vorstand und im Aufsichtsrat war. Heute unterstütze ich ehrenamtlich die Arbeit der Lebenshilfe-Stiftung. Zum Abschluss des Tages tagte in Neunkirchen unser Kreisausschuss und beriet zahlreiche Beschlussvorlagen, die auch in der kommenden Woche im Kreistag beschlossen werden sollen. Es galt eine umfangreiche Tagesordnung abzuarbeiten. So ging es im öffentlichen Teil um die Gewährung von Zuschüsse für Beschäftigungsmaßnahmen der neuen Arbeit Saar und der Familien und Nachbarschaften Neunkirchen. Der Kreisausschuss gab entsprechende Mittel frei, damit diese wichtigen Projekte durch den Landkreis weiter gefördert werden können.

Am heutigen Morgen fand, wie gewohnt, die Besprechung mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern zur aktuellen Lage statt. Danach ging es für mich nach Saarbrücken, wo eine Sitzung des Akademieausschusses der Sparkasse stattfand. In diesem Ausschuss geht es um Bildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der saarländischen Sparkassen. Hier bin ich als Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse Neunkirchen entsandtes Mitglied und vertrete die Landkreise. Zurück in Ottweiler gab es weitere interne Termine.

Wenn dieser Blog erscheint, bin ich auf dem Weg nach Bildstock. Dort wird heute Abend ein besonderes Buch vorgestellt, dass der Schaumberg Verlag initiiert hat. Der Titel „100 Texte für den Frieden“ spricht für sich.

„Zu einem ganz außergewöhnlichen Buchprojekt haben Matthias Schäfer, Katja Bohlander-Sahner und Tom Störmer im März 2022 angeregt. Als Folge des Überfalls von Russland auf die Ukraine und dem damit verbundenen Leid für die Zivilbevölkerung, haben die drei Autoren, Künstler, Politiker, Freunde, Nachbarn und Bekannte dazu aufgerufen, sich ihren Frust von der Seele zu schreiben. Dabei sind 100 Texte für den Frieden binnen kürzester Zeit zusammengekommen. Diese Texte haben wir in einem Buch zusammengefasst, dessen Erlös komplett den Kindern in der Ukraine zukommt. Wir freuen uns für die Kinder über jedes verkaufte Exemplar. Unterstützen Sie uns dabei, kaufen sie Bücher für sich, für ihre Freunde, verschenken sie diese … Tragen Sie unsere Idee in die Welt, damit wir möglichst viel Geld zusammenbekommen. DANKE FÜR IHRE UNTERSTÜTZUNG! Das Buch ist ab 28. April lieferbar.“ (Zitat Website)

Auch ich habe mich mit einem Beitrag an diesem besonderen Projekt beteiligt. Meine Geschichte hat einen persönlichen Bezug, mehr verrate ich an dieser Stelle nicht.

Morgen Nachmittag besuche ich das 30-jährige Jubiläum der Kindertagesstätte Villa Winzig in Neunkirchen. Seit drei Jahrzehnten schon wird hier hervorragende pädagogische Arbeit geleistet. Der Landkreis Neunkirchen hat diese Einrichtung sehr unterstützt, gerade beim Neubau, der kürzlich abgeschlossen wurde.

An dieser Stelle möchte ich noch ein Ereignis erwähnen, das mich in dieser Woche sehr traurig gemacht hat. Der international bekannte Künstler Seiji Kimoto ist im Alter von fast 85 Jahren gestorben. Seiji Kimoto war ein international tätiger Künstler, der im Landkreis Neunkirchen lebte und arbeitete. Seine Werke konzentrierten sich auf die Werte und die Würde des Menschen. In unserer Region zeugen die Mahnmale für die Zwangsarbeiter im zweiten Weltkrieg (am Neunkirchen Wasserturm und in Sinnerthal) von seiner Schaffenskraft. Auch erinnert an sein künstlerisches Werk eine Skulptur, die im Rahmen des Alex-Deutsch-Preises verliehen wird. 2019 wurde an der österreichisch-slowenischen Grenze eine Gedenkinstallation „Unvergessen-Ungebrochen“ eingeweiht. Für seine Verdienste wurde Seiji Kimoto im Jahr 2017 die Verdienstmedaille des Landkreises Neunkirchen verliehen. Sein mahnendes Werk und sein künstlerisches Engagement für Frieden und Völkerverständigung werden Seiji Kimoto unsterblich machen. Ich war mit ihm und seiner Frau persönlich sehr verbunden und erinnere mich an zahlreiche persönlichen Begegnungen, die immer freundschaftlich geprägt waren. Seiji war ein besonderer Mensch, den man nie vergessen wird. Mein Mitgefühl gilt seiner Familie.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ich wünsche Ihnen schönes und erholsames Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


08.04.2022: Ostern in Sicht

08.04.2022: Ostern in Sicht

Landrat Sören Meng heißt Sarah Polanz als neues Mitglied der Regionalmarke willkommen
Landrat Sören Meng und Projektleiterin Ute Knerr präsentieren die Auszeichnung "Familienfreundliches Unternehmen"

 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

dies ist der letzte Blog vor meinem Urlaub. Der nächste Blog erscheint wieder am 29. April. Ich freue mich schon sehr auf meine Auszeit, die Mitte nächster Woche beginnt. Wenn ich meinen Blick Richtung Ostern richte, wünsche ich mir, wie Sie sicherlich auch, nur eines: Frieden.

Die Bilder, die wir aus der Ukraine sehen, sind mehr als verstörend. Es ist einfach unglaublich, zu was Menschen fähig sind und wie viel Leid und Elend in den letzten Wochen, nur wenige 1000 km von uns entfernt, geschehen sind. Noch ist keine Entspannung in Sicht, wir alle hoffen auf eine diplomatische Lösung. Der Krieg zeigt seine hässlichste Fratze, Gewalt triumphiert, es ist schrecklich.

Mittlerweile sind viele Menschen auch in den Landkreis Neunkirchen geflohen und werden hier gut aufgenommen. Es ist beeindruckend, wie groß die Hilfsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger ist. Wohnraum wurde und wird zur Verfügung gestellt, zahlreiche Hilfsaktionen laufen, alle politischen Verantwortlichen geben ihr Bestes, um die Menschen willkommen zu heißen.

Nur sollten wir nicht vergessen, dass es nicht nur Menschen aus der Ukraine sind, die zu uns flüchten. Es kommen immer noch Menschen aus Afghanistan und Syrien zu uns. Auch sie suchen Zuflucht, auch sie brauchen Wohnraum. Menschen sind Menschen, alle brauchen die gleiche Sicherheit und sind froh, dass sie endlich in einem sicheren Land angekommen sind, in dem Freiheit nicht nur ein Wort ist.

Meine Arbeitswoche war gewohnt abwechslungsreich. Am Montag fand eine verwaltungsinterne Besprechung rund um das Thema „Umsatzsteuer in der öffentlichen Verwaltung“ statt. Ab nächstem Jahr müssen wir für verschiedene Dienstleistungen Umsatzsteuer entrichten. Hier fand ein von unserer Finanzverwaltung organisierter Austausch statt. Für uns als Verwaltung bedeutet diese Umsatzsteuerpflicht ein deutlicher Mehraufwand. Aber er muss vollzogen werden.

Im Anschluss fand ein Pressegespräch mit dem SZ Redakteur Michael Beer rund um das Thema „Flüchtlinge“ statt. Hier der Artikel, der mittlerweile erschienen ist:

Of­fe­ne Ar­me für Flücht­lin­ge im Kreis

 

Wie vie­le Men­schen aus der Ukrai­ne sich der­zeit in den sie­ben Kreis­kom­mu­nen auf­hal­ten, ist nicht ge­nau zu be­zif­fern. Aber ein Dach über dem Kopf ist bis­lang für al­le da. Neun­kir­chen ar­bei­tet an wei­te­ren Mög­lich­kei­ten.

An der pol­nisch-ukrai­ni­schen Gren­ze: Men­schen flie­hen vor dem Krieg. Die Auf­nah­me stammt aus den ers­ten Ta­gen, als Hel­fer aus Hei­li­gen­wald zum ers­ten Mal mit Hilfs­gü­tern un­ter­wegs wa­ren.

fo­to: Krys­ti­an Te­mi

Von Mi­cha­el Beer

 

OTT­WEI­LER | Die jüngs­ten Bil­der aus der Ukrai­ne, ins­be­son­de­re aus der Kie­w­er Vor­stadt But­scha, sind er­schüt­ternd und ent­setz­lich. Mil­lio­nen Men­schen, grö­ß­ten­teils Frau­en und Kin­der (männ­li­che Ukrai­ner im kampf­fä­hi­gen Al­ter dür­fen das Land nicht ver­las­sen), sind auf der Flucht vor dem Krieg, mit dem Russ­land sei­nen Nach­barn seit En­de Fe­bru­ar über­zieht. Der Kreis Neun­kir­chen hat in den ver­gan­ge­nen Wo­chen vie­le Flüch­ten­de auf­ge­nom­men. Wie vie­le es ge­nau sind, ist schwer zu sa­gen. Of­fi­zi­ell re­gis­triert sind ak­tu­ell 72 Men­schen, er­läu­tert Hart­mut Sei­bert, Lei­ter der Kreis­po­li­zei­be­hör­de. Of­fi­zi­ell hei­ßt in die­sem Zu­sam­men­hang: Men­schen, die über die Auf­nah­me­stel­le in Le­bach an­ge­kom­men sind. Da­ne­ben sind vie­le Flücht­lin­ge mit pri­va­ten In­itia­ti­ven ins Land ein­ge­reist (sie­he In­fo zu Hilfs­fahr­ten aus Hei­li­gen­wald). Des­halb rech­net Sei­bert mit ak­tu­ell 450 bis 500 Ukrai­ne­rin­nen und Ukrai­nern, die sich im Kreis Neun­kir­chen auf­hal­ten. Ent­schei­dend sei im Mo­ment, den Leu­ten ein Dach über dem Kopf zu bie­ten, er­klärt er. Die Bü­ro­kra­tie ha­be man fürs Ers­te be­wusst in den Hin­ter­grund ge­drängt. 28 ukrai­ni­sche Kin­der be­su­chen der­zeit Schu­len im Kreis.

Die Stadt Neun­kir­chen hat be­reits über 150 Men­schen auf­ge­nom­men. Tho­mas Hans, Bei­ge­ord­ne­ter im Neun­kir­cher Rat­haus: „Un­se­re ers­te Prio­ri­tät ist es, die Men­schen mit Wohn­raum zu ver­sor­gen.“ Es mel­den sich Neun­kir­che­rin­nen und Neun­kir­cher, die Zim­mer oder Woh­nun­gen be­reit­stel­len kön­nen. Rund 120 Men­schen sei­en pri­vat un­ter­ge­bracht. Die Woh­nun­gen wer­den von Ver­wal­tungs­mit­ar­bei­tern auf ih­re Eig­nung hin an­ge­schaut, er­klärt Ger­trud Ba­ckes, Lei­te­rin des Am­tes so­zia­le Diens­te. Oft feh­le es an nichts, aber es ge­be auch Aus­nah­men. Dar­über hin­aus bringt die Stadt Hil­fe­su­chen­de über­gangs­wei­se im Ro­bin­son­dorf un­ter. Im Neun­kir­cher Schaum­berg­ring, er­läu­tert Tho­mas Hans, wer­den der­zeit Blocks en­er­ge­tisch sa­niert. Es gibt für die um­fang­rei­chen Ar­bei­ten Aus­weich­woh­nun­gen vor Ort. Da­von wer­den der­zeit wie­der ei­ni­ge frei, weil die Mie­ter in ih­re Woh­nun­gen zu­rück­keh­ren. So ent­ste­he Platz für Flücht­lin­ge aus der Ukrai­ne. Auf der Su­che nach wei­te­ren Un­ter­brin­gungs­mög­lich­kei­ten möch­te die Stadt das ehe­ma­li­ge Al­ten­heim Karl-Fer­di­nand-Haus der Kreuz­nacher Dia­ko­nie an­mie­ten. Hans: „Wir er­war­ten in den nächs­ten Ta­gen ei­nen Ent­wurf für ei­nen Miet­ver­trag.“ So könn­ten wei­te­re 60 Men­schen ei­nen Platz fin­den. Turn­hal­len wä­ren die letz­te Op­ti­on, sagt der Bei­ge­ord­ne­te. In Saar­brü­cken ha­be sich die Ver­wal­tung aber schon an­ge­schaut, wie das um­zu­set­zen wä­re.

Land­rat Sö­ren Meng trifft sich frei­tags mit den Ver­wal­tungs­chefs der sie­ben Kreis­kom­mu­nen. Die Tref­fen ha­ben sich vom Schwer­punkt Co­ro­na auf die Si­tua­ti­on der Flücht­lin­ge ver­la­gert. Wohn­raum wer­de wo­mög­lich knapp, sagt Meng. Die Kom­mu­nen sind in der Sa­che zu­stän­dig, aber der Kreis un­ter­stützt, wo er kann. Die Zu­sam­men­ar­beit funk­tio­nie­re ein­wand­frei. Alex­an­der Koch, für Ka­ta­stro­phen­schutz ver­ant­wort­lich: „Wir ha­ben be­reits Bet­ten, Bett­wä­sche und Koch­ge­schirr zur Ver­fü­gung ge­stellt.“ Wei­te­re 100 Bet­ten sei­en be­stellt.

Soll­ten sich die Mög­lich­kei­ten über den Woh­nungs­markt er­schöp­fen, müss­ten Flücht­lin­ge zu­min­dest über­gangs­wei­se auch in Turn­hal­len un­ter­kom­men. Der Kreis hat in Ott­wei­ler die Se­mi­nar­sport­hal­le. Sie war über die Co­ro­na-Pan­de­mie hin­weg lan­ge als mög­li­ches La­za­rett aus­ge­baut, falls Kran­ken­haus­bet­ten knapp ge­wor­den wä­ren. Die In­fra­struk­tur, dort Men­schen un­ter­zu­brin­gen, ist er­hal­ten ge­blie­ben.

Auf ein an­de­res Pro­blem macht Be­hör­den­lei­ter Sei­bert auf­merk­sam. Un­ter die Kriegs­flücht­lin­ge fal­len auch Men­schen mit dunk­ler Haut­far­be, die in der Ukrai­ne ge­lebt ha­ben. Pri­va­te Ver­mie­ter sei­en dar­über über­rascht und zu­wei­len nicht er­baut. Aber man müs­se sich klar­ma­chen, dass auch Men­schen, die nicht auf den ers­ten Blick als Ukrai­ner aus­ge­macht wür­den, vor Krieg und Leid in der Ukrai­ne flie­hen. Auch sie brau­chen Hil­fe und Un­ter­stüt­zung.

 

Ergänzend möchte ich allerdings noch eines feststellen. Derzeit laufen keine Planungen für großräumige Flüchtlingsunterkünfte. Es ist richtig, dass wir beispielsweise die Seminarsporthalle in Ottweiler bei Bedarf zu einer Unterkunft ertüchtigen könnten. Dies ist allerdings nicht geplant. Sollte sich allerdings die Zahl der Flüchtlinge in großem Maße nach oben entwickeln, würden wir diese Möglichkeit prüfen. Ich formuliere dies ganz bewusst, da ich weiß, dass sich Vereine, die zurzeit unsere Sporthallen nutzen, bereits Gedanken machen, ob die Nutzung für sie noch möglich ist. Der Nutzung steht derzeit nichts entgegen.

Am Nachmittag besuchte ich gemeinsam mit dem Geschäftsführer unserer Wirtschaftsförderungsgesellschaft Klaus Häusler und dem Koordinator unserer Regionalmarke Willi Walter die Firma Polanz in Neunkirchen. Schon seit Jahrzehnten werden hier u.a. hochwertige Schilder produziert. Auch für die Regionalmarke war Sarah Polanz schon tätig. Daher freue ich mich sehr, dass wir die Firma in unser Portfolio aufnehmen konnten.

Am Dienstag besuchte ich einen Austausch rund um das Thema „kommunales Bildungsmanagement“ in Kaiserslautern. Diese ganztägige Veranstaltung war sehr informativ, die Überschrift lautete: „Die Kommune am Steuer, Weichen stellen für gute Bildung“. Bereits in der Vergangenheit hatte der Landkreis Neunkirchen mit der Transferinitiative kommunales Bildungsmanagement eine erfolgreiche Kooperation. So konnten wir vor einigen Jahren einen Bildungskoordinator zur Dokumentation unserer Bildungslandschaft einstellen. Leider ist die Finanzierung dieser Stelle ausgelaufen, sodass wir den Mitarbeiter nicht mehr weiter beschäftigen konnten. Von dieser Arbeit profitiert unter anderem unsere Kreisvolkshochschule. Derzeit prüfen wir, ob wir uns an einem neuen Förderprogramm beteiligen können.

Interessant war auch der Vortrag von Dr. Kirsten Witte zum Thema „kommunale Bildungssteuerung, aber bitte Wirkung orientiert“. Frau Dr. Witte ist die Verantwortliche der Bertelsmann-Stiftung.

Am späten Nachmittag fand eine verwaltungsinterne Besprechung im Kreise der Führungskräfte unserer Kreisverwaltung zu verschiedenen Themen statt.

Am Mittwoch tagte der Beirat zur Armutsbekämpfung online. Sozialministerin Monika Bachmann leitete dieses Gremium zum letzten Mal. Unter ihrer Führung konnte in den letzten Jahren einiges für bedürftige Menschen erreicht werden. Der Beirat setzt sich aus Verwaltung, Kirchen, Institutionen und Trägern zusammen. Ich vertrete in diesem Gremium die saarländischen Landkreise. An dieser Stelle herzlichen Dank, liebe Frau Ministerin Bachmann für die hervorragende Zusammenarbeit!

Danach fand eine Übergabe des Zertifikates „familienfreundliches Unternehmen“ im historischen Sitzungssaal statt. Bereits zum dritten Mal wurde unser Landkreis mit diesem Siegel durch Saaris ausgezeichnet.

An dieser Stelle zitiere ich aus der Pressemitteilung:

Landkreis Neunkirchen zum dritten Mal als Familienfreundliches Unternehmen ausgezeichnet

Die saaris (saarland.innovation&standort e.V.) hat dem Landkreis Neunkirchen zum dritten Mal das Prädikat „Familienfreundliches Unternehmen“ verliehen.

Der Landkreis Neunkirchen hat in den letzten Jahren einer familienfreundlichen und lebensphasenorientierten Personalpolitik den Weg bereitet. Hierzu werden nach Bedarf neue Maßnahmen etabliert und bereits etablierte Maßnahmen in regelmäßigen Abständen neu evaluiert.

So wurden in den letzten Jahren flexible Arbeitszeit und flexible Teilzeitmodelle eingeführt, Ferienfreizeiten organisiert, ein Eltern-Kind-Zimmer eingerichtet, ein Kontakthalteprogramm ins Leben gerufen, alternierende häusliche Telearbeit ermöglicht, regelmäßig wiederkehrende Infoveranstaltungen zum Thema Beruf und Pflege angeboten und gezielt für eine Stärkung der Vaterrolle im familiären Kontext geworben.

„Ich freue mich, dass unser Engagement erneut gewürdigt wurde. Ohne eine hinreichende Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein zufriedenes und produktives Arbeiten in der heutigen Zeit nicht mehr möglich. Familienfreundlichkeit ist mittlerweile sogar ein wichtiges Kriterium bei der Arbeitsplatzwahl geworden. Ich selbst hatte vor Jahren Elternzeit in Anspruch genommen und kann diese Erfahrung nur jedem Vater empfehlen. Der Landkreis Neunkirchen hat durch den Ausbau des KITA-Angebotes und der Ganztagsschulen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für alle Einwohner des Landkreises deutlich verbessert. Ich danke der Gleichstellungsbeauftragten Heike Neurohr–Kleer für ihr unermüdliches Engagement und Ute Knerr, der Projektleiterin der „Servicestelle Arbeiten und Leben im Saarland“, für ihre Begleitung und Unterstützung während der letzten Jahre. Ich wünsche ihr alles Gute für ihren Ruhestand und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit ihrer Nachfolgerin Ursula Kunigham“, so Landrat Sören Meng.

 

Gestern Morgen fand eine Besprechung über ein neues Bundesförderprogramm „Zukunft Region“ unter anderem mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft statt. „Zukunft Region“ unterstützt die Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft und einer nachhaltigen Entwicklung. Mit dem Bundeswettbewerb hilft das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz strukturschwachen Regionen dabei, ihre eigenen Potenziale stärker zu nutzen. An diesem Programm würde ich unsere Region gerne beteiligen. Derzeit tauschen wir uns über die Inhalte aus. Unterstützt werden wir von Hans-Ulrich Thalhofer vom Saar-Lor-Lux-Umweltzentrum und von Mike Speck von IZES Institut des Saarlandes.

Danach standen zahlreiche verwaltungsinterne Termine und Rücksprachen auf meiner Agenda.

Heute Morgen tauschte ich mich, wie gewohnt, mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern der Kommunen zur aktuellen Corona-Situation und zur Lage in der Ukraine aus.

Gestern hatten wir die Zahl der 1100 Neuinfektionen überschritten. Allerdings lässt sich dies deutlich relativieren. Zahlreiche Fälle wurden verspätet rückwirkend bearbeitet. Grund hierfür ist die hohe Zahl an Fallmeldungen. Dies führt temporär zu sehr hohen Fallzahlen im Landkreis Neunkirchen, so z.B. gestern. Die Fallzahlen spiegeln jedoch nicht das tatsächliche tagesaktuelle Infektionsgeschehen wider. Wir haben glücklicherweise keine großen Ausbrüche und Hotspots. Nach wie vor sollten die Hygiene- und Abstandsregeln beachtet werden.

Im Anschluss tauschte ich mich mit der Leiterin unserer Kreisvolkshochschule Sarah Falkenrich zu aktuellen Themen aus. Unter anderem ging es um das oben genannte neue Förderprogramm „Bildungskommunen“. Wir wollen daran partizipieren und sind dabei, eine entsprechende Projektskizze zu fertigen. Diese Skizze muss bis Mitte des Jahres eingereicht sein. Auch über den Verlauf des aktuellen Semesters tauschten wir uns aus. Aufgrund der Corona-Lage sind die Bürgerinnen und Bürger eher zögerlich, was die Inanspruchnahme der vielfältigen Angebote angeht. Ich hoffe, dass unser nächstes Semester wieder besser läuft. Auch Onlineangebote werden derzeit kaum wahrgenommen. Dennoch nutze ich die Gelegenheit und danke dem Team der Kreisvolkshochschule und den zahlreichen Dozentinnen und Dozenten für Ihr Durchhaltevermögen und ihr Engagement. Es kommen auch in diesem Bereich wieder bessere Zeiten. Der Bedarf an lebenslangem Lernen ist da.

Morgen Abend bin ich in Dirmingen in der evangelischen Kirche zu Gast. Zahlreiche Musiker haben zu Gunsten der Menschen in der Ukraine eine CD präsentiert, die morgen vorgestellt wird. Ich finde dies ist ein sehr schönes Zeichen und freue mich, bei diesem Ereignis persönlich dabei sein zu können. Es gibt im gesamten Landkreis zahlreiche Initiativen für die Menschen der Ukraine. Danke allen für dieses große, vorbildliche Engagement!

 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein schönes Osterfest und ein paar Tage zum Seele baumeln lassen.

Bleiben Sie gesund. Bis bald.

Ihr Landrat Sören Meng

 


01.04.2022: Unsere Kreisstadt feiert Geburtstag

01.04.2022: Unsere Kreisstadt feiert Geburtstag

Eröffnung des neuen Globus Marktes in Neunkirchen
Präsentation der diesjährigen Tour unserer Regionalmarke mit Horst Becker Touristik
Gesprächsrunde bei der WFG mit dem Bundestagsabgeordneten Esra Limbacher, dem Landtagsmitglied Heike Becker und Unternehmer aus unserem Landkreis
Antrittsbesuch bei dem neuen Standortmanager Eric Schneider, der heute seine Arbeit aufnahm
Neuer Partner der Regionalmarke-Küstenstyle in Ottweiler
 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

 

wenn dieser Blog erscheint, bin ich in der Neunkircher Gebläsehalle, wo die Kreisstadt ihr 100-jähriges Stadtjubiläum feiert. Neunkirchen selbst ist deutlich älter, die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1281, die Stadtrechte wurden Neunkirchen allerdings erst 1922 verliehen. Als Landrat werde ich der Stadt und ihren Verantwortlichen offiziell gratulieren und ihnen natürlich meine persönliche Verbundenheit ausdrücken. Seit über 40 Jahren bin ich in Vereinen engagiert und habe Jahrzehnte lang politische Arbeit hier geleistet. Ich war im Ortsrat, war im Stadtrat und bestimmte als Beigeordneter sechs Jahre lang die Geschicke der Stadt mit.

Daher freue ich mich sehr, dass die Veranstaltung, wenn auch in kleinerem Rahmen, stattfinden kann.

 

Ansonsten war die Woche sehr ereignisreich. Als Kreiswahlleiter waren mein Team und ich am Sonntag gefordert. Mit einem überragenden Ergebnis ging die SPD als Siegerin der Landtagswahl hervor und bekam somit einen eindeutigen Regierungsauftrag. Dies ist Chance und Bürde zugleich, denn selten in der Geschichte des Saarlandes waren die Herausforderungen größer als jetzt. Corona ist noch allgegenwärtig, die Ukrainekrise ist in vollem Gange - keiner weiß, wie die langfristigen finanziellen Folgen für uns alle sind. Das Saarland ist bekanntermaßen ein finanzschwaches Land, die neue Regierung muss sicherlich viel Kraft aufwenden, um dennoch gestalten zu können.

Der Montagmorgen begann für mich bereits um 7:00 Uhr mit der Eröffnung des Neunkircher Globus. Hier wurde innerhalb kurzer Zeit ein beeindruckender, moderner Handelsmarkt geschaffen. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Jörg Aumann würdigte ich das Engagement der Globusverantwortlichen um Familie Bruch. 250 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze sind bereits entstanden. Auf der Brache des Hüttenareals steht nun ein attraktives Handelszentrum, das über die Grenzen Neunkirchens hinweg ausstrahlen wird. Dies ist eine Aufwertung unserer Region. Ich danke der Kreisstadt Neunkirchen und ihren Verantwortlichen für die Schaffung der guten Ansiedlungsvoraussetzungen. Danach standen verwaltungsinterne Termine auf meiner Agenda. Am Nachmittag fanden die Bewerbungsgespräche für die künftigen Auszubildenden unsere Kreisverwaltung statt. Mir ist es stets wichtig, diese Gespräche persönlich zu führen, schließlich werden diese jungen Menschen unsere Verwaltung in Zukunft mitgestalten.

Am Dienstag tagte die Verbandsversammlung des Rettungszweckverbandes Saar. Hier ging es unter anderem um Jahresabschlüsse und die aktuellen Herausforderungen für den Rettungsdienst. Der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Verbandsmitglieder sind alle saarländischen Landkreise und der Regionalverband Saarbrücken. Die praktische Durchführung des Rettungsdienstes ist den Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), Malteser Hilfsdienst (MHD) sowie den Feuerwehren der Landeshauptstadt Saarbrücken und der Stadt Neunkirchen übertragen. Alle Beauftragten zusammen betreiben 36 Rettungswachen mit insgesamt 120 Fahrzeugen des Regelrettungsdienstes. Die Integrierte Leitstelle Saarland (ILS) befindet sich auf dem Winterberg in Saarbrücken. (Quelle: Website)

 

Am Mittwoch fand eine verwaltungsinterne Besprechung rund um die Themen „Bauen und Schulen“ statt. Der Landkreis Neunkirchen investiert in seine Liegenschaften so viel wie noch nie in seiner Geschichte. Trotz der schwierigen Zeiten, in denen es immer wieder zu Engpässen bei der Materialbeschaffung kommt, laufen derzeit zahlreiche Baumaßnahmen parallel. Mein Team leistet hervorragende Arbeit. Zusätzlich bringen wir die Digitalisierung an unseren Schulen weiter voran und konnten dank zahlreicher Fördermittel hier bereits viel verwirklichen. Allerdings ist eine Steuerung sehr wichtig, damit die Maßnahmen geordnet vollzogen werden können. Aus diesem Grund tausche ich mich regelmäßig mit meinem Team aus. Auch wird in Kürze der Kreistag über den Stand der Arbeiten unterrichtet.

Anschließend besuchte ich gemeinsam mit dem Geschäftsführer unserer Wirtschaftsförderungsgesellschaft Klaus Häusler und dem Koordinator unserer Regionalmarke Willi Walter die Firma Becker Touristik in Spiesen-Elversberg. Auch dieses Jahr werden wir wieder Fahrten mit dem Oldtimerbus im Zeichen der Regionalmarke durchführen. Noch gibt es einige freie Plätze. Weitere Infos erhalten Sie hier:

https://www.becker-touristik.de/Reisedetails/reiseinfo/regionales-mit-dem-oldtimer-im-landkreis-neunkirchen.1085.html

 

Am Nachmittag fanden die Vorstellungsgespräche für die Anwärter im gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst statt.

 

Gestern Morgen tagten die Gremien unserer WVO. Los ging es mit der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Wasserversorgung. Dem schloss sich die Aufsichtsratssitzung der Wasserversorgung Ost Saar GmbH an. Im öffentlichen Teil berichtete der Geschäftsführer Thomas Wagner über den Start des Wasserquartiers im Versorgungsgebiet der WVO. Hier hatten wir in der vergangenen Woche eine schöne Veranstaltung, die die Bevölkerung für das Thema Trinkwasser sensibilisieren sollte. Trinkwasser, das Lebensmittel Nummer 1, ist gerade in unserer Region von hervorragender Qualität. Dies wollen wir im Zuge einer Werbekampagne im Rahmen des Wasserquartiers öffentlich zum Ausdruck bringen. Kraft Amtes bin ich Aufsichtsratsvorsitzender dieses Gremiums, zu meinem Stellvertreter wurde erneut der Eppelborner Bürgermeister Dr. Andreas Feld gewählt. Am Nachmittag fand der Kreiswahlausschuss zur Ermittlung und Feststellung des Wahlergebnisses der Wahl zum Landtag des Saarlandes am 27. März 2022 statt. Hier ging es darum, den ordnungsgemäßen Ablauf unserer Wahlen festzustellen. Insgesamt lagen dem Wahlvorstand 22 Wahlniederschriften der Gemeindewahlausschüsse vor. Abschließend wurde das Wahlergebnis offiziell bekannt gegeben. Damit ist die Wahl rechtskräftig.

 

Heute Morgen fand wie gewohnt die Besprechung mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern der Gemeinden zur aktuellen Corona-Lage und zur Lage in der Ukraine statt. Im Anschluss besuchte ich unsere Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Hier begrüßte ich den Bundestagsabgeordneten der SPD Esra Limbacher und die Landtagsabgeordnete Heike Becker, die sich über das breite Aufgabenfeld der WFG informierten und auch mit den Vertretern der Firmen den Dialog suchten. Herzlichen Dank an dieser Stelle für das entgegengebrachte Interesse. Danach besuchte ich gemeinsam mit dem Schiffweiler Bürgermeister Markus Fuchs den neuen Standortmanager Eric Schneider, der heute seinen ersten Arbeitstag hat. Er wird, da bin ich überzeugt, unseren Erlebnisort Reden aktiv mitgestalten und Potenziale entwickeln.

 

Im Anschluss war ich gemeinsam mit dem Koordinator unserer Regionalmarke bei der Ottweiler Firma „Strandguträuber“. Die Inhaberin Rebecca Ringdahl vertreibt in zwei Geschäften in der Ottweiler Wilhelm-Heinrich-Straße zum einen Stoffe, Wolle und Nähzubehör, zum anderen Baby- und Kinderbekleidung „made in Saarland“. Ich freue mich, dass das Interesse an unserer Regionalmarke weiter wächst. Regionale Wertschöpfung ist von großer Bedeutung und stärkt unsere Region.

 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

auch wenn das traumhafte Frühlingswetter der vergangenen Tage derzeit eine Pause einlegt, wünsche ich Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende.

 

Bleiben Sie gesund!

 

Ihr Landrat Sören Meng


25.03.2022:Sonniges Wetter und Landtagswahl

25.03.2022:Sonniges Wetter und Landtagswahl

Die Vorbereitungen zur Landtagswahl liefen auf Hochtouren- Landrat Sören Meng mit Hauptamtsleiter Kim Waluga
Landrat Sören Meng (mitte) mit dem Geschäftsführer der reha gmbh Thomas Vogelgesang (2. v. r.), dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Klaus Häusler (1. v.r.), dem Koordinator der Regionalmarke Willi Walter (2. v.l.) und Tanja Gailing (1. v.l.), der Betriebsleiterin des Standortes Neunkirchen vor der KreativCenter- Tagesförderstätte in Neunkirchen
Am 22.03.2022 war Weltwassertag
Mit Anke Rehlinger zu Gast bei proWin in Uchtelfangen
Aktion der Werner-Zimmer-Friedenskette in Ottweiler
Pflanzaktion zur saarländischen Demenzwoche

In dieser Woche erlebten wir herrliches Frühlingswetter, das uns allen sehr gut tat. Ungeachtet der schwierigen Ereignisse um uns herum, weckt das Erwachen der Natur große Hoffnung. Daher liebe ich persönlich den Frühling so sehr. Wenn ich von einer schwierigen Zeit schreibe, denke ich natürlich zu aller erst an die schlimme Lage in der Ukraine. Leider gibt es hier noch keine Entspannung zu beobachten. Zwar wird überall proklamiert, dass man an einer diplomatischen Lösung arbeite, aber leider zeichnen die ständigen Anschläge und damit auch die immer größer werdende Zahl an Opfern ein anderes Bild. Deshalb ist es nur allzu verständlich, dass sich viele Menschen auf den Weg aus der Ukraine machen und unter anderem auch im Landkreis Neunkirchen ankommen. Hier arbeiten die Städte und Gemeinden mit Hochdruck an Unterbringungsmöglichkeiten. Zahlreiche Menschen in unserer Region haben Wohnraum zur Verfügung gestellt. Der Landkreis unterstützt die Städte und Gemeinden bei den Bemühungen, wir stimmen uns ständig ab. Die Zuweisung der Flüchtlinge, die in Lebach registriert werden, erfolgt dann über die Landkreise. Allerdings kommen auch viele Menschen auf eigene Faust in unseren Landkreis. Darüber hinaus haben sich viele ehrenamtliche Initiativen gebildet, die ebenfalls Menschen aus der Ukraine zu uns bringen. Dieses Engagement bewundere ich, auf der anderen Seite bereitet uns dies aus organisatorischer Sicht Mühe, hier den Überblick zu behalten. Unser Kreissozialamt tut alles, um den Menschen, die auf öffentliche Hilfen angewiesen sind, diese auch schnellstmöglich zukommen zu lassen. Erschwert wird die Lage durch die aktuelle Corona-Situation. Wir erleben einen historischen Infektionsstand. Mit einer  Inzidenz jenseits der 1800er Marke steht unser Landkreis kurioserweise gegenüber anderen noch gut da, aber das ist natürlich kein Trost. In der Landkreisverwaltung gibt es zahlreiche Ausfälle, was auch unser Kreissozialamt betrifft und die zügige Bearbeitung der Anträge zusätzlich erschwert. Aber wir tun unser Bestes und bieten schnellstmögliche Hilfen an.

 

Meine Woche begann mit einer internen Besprechung rund um das Thema „Ukrainische Flüchtlinge“. Hier sind alle Verwaltungsbereiche gefragt, daher ist diese Abstimmung sehr wichtig. Im Anschluss stellte sich der neue ärztliche Direktor der Marienhausklink Dr. Konrad bei mir vor und wir sprachen auch über die Krankenhauslandschaft im Landkreis Neunkirchen. Nach der Schließung des Ottweiler Krankenhauses soll jetzt in diesen Räumlichkeiten ein ambulantes Zentrum entstehen. Voraussichtlich ab Mai sollen hier kleinere ambulante Operationen durchgeführt werden. Danach besuchte ich gemeinsam mit dem Geschäftsführer unserer Wirtschaftsförderungsgesellschaft Klaus Häusler und dem Koordinator unserer Regionalmarke Willi Walter die Reha GmbH in Neunkirchen. Ich kenne diese Firma seit Jahren. Sie leistet eine tolle Arbeit und beschäftigt Menschen mit Behinderungen. Diese wiederum produzieren hervorragende, schöne Produkte. Daher freue ich mich sehr, dass wir das Unternehmen in unsere Regionalmarke mit aufnehmen konnten. Der Abend stand im Zeichen der Weiterentwicklung unseres Erlebnisortes Reden, denn ich konnte gemeinsam mit Bürgermeister Markus Fuchs, dem Staatssekretär Jan Benedyczuk und dem Geschäftsführer der LEG Valentin Holzer den neuen Standortmanager Eric Schneider der Öffentlichkeit vorstellen. Ich zitiere aus einer Pressmeldung:

„Neuer Standortmanager für den Erlebnisort Reden

Im März 2021 wurde mit dem Letter of Intend eine gemeinsame Absichtserklärung zwischen dem Land, dem Landkreis und der Gemeinde geschlossen. Wesentlicher Inhalt in der Absichtserklärung war die Etablierung eines kommunalen Standortmanagements. Ein Jahr später hat der Standort nun einen neuen Standortmanager- Eric Schneider. Dieser ist gleichzeitig Geschäftsführer des im Dezember neu gegründeten Zweckverbands Erlebnisort Reden.

„Wir haben das Standortmanagement neu aufgestellt. Die Grundlage ist der Zweckverband, der gemeinsam vom Landkreis und Gemeinde neu gegründet wurde. Der neue Standortmanager ist im Zweckverband und damit kommunal und direkt vor Ort verankert. Die Steuerung liegt also in kommunaler Hand“, erläutert der Verbandsvorsteher Landrat Sören Meng.  Sein Stellvertreter im Zweckverband ist Bürgermeister Markus Fuchs. Das Land beteiligt sich weiterhin finanziell an der Weiterentwicklung des Standortes. Der Zweckverband hat einen Haushaltsplan mit einem Volumen von 450.000 Euro für 2022 – jeweils 150.000 Euro stammen von Kreis und Gemeinde, das Bildungsministerium, die IKS GmbH und das Finanzministerium steuern jeweils 50.000 Euro bei.

„Das Land wird die Entwicklungen des Erlebnisorts weiterhin finanziell unterstützen. Mit der Einrichtung eines Standortmanagements durch die kommunale Seite und einer fairen Finanzierungsregelung gehen wir konsequent den im letzten Jahr begonnenen Weg weiter“, so Bildungs- und Kulturstaatssekretär Jan Benedyczuk, der dem Aufsichtsrat der IKS vorsitzt.

Der Geschäftsführer der IKS, Valentin Holzer, begrüßt ebenfalls die Entwicklung am Erlebnisstandort Reden: „Nach der erfolgreichen Entwicklung der Standort-Infrastruktur war es wichtig, den Betrieb und die operative Weiterentwicklung des Tourismusstandorts in den Mittelpunkt zu stellen. Dies erfordert, dass die Politik, die Verwaltung und die Bürgerinnen und Bürger vor Ort Einfluss auf Entscheidungen haben. Nur so schafft man Akzeptanz. Es erfordert aber auch, dass der Erlebnisort ein Gesicht bekommt, welches Probleme erkennt und Lösungen findet. Daher freuen wir uns, dass der gemeinsam angestoßene Prozess der Schaffung eines Standortmanagements nach erfolgter Gründung des kommunalen Zweckverbandes heute in einer erfolgreichen Personalisierung mündet. Die IKS wird weiterhin gemeinsam und in enger Abstimmung mit allen Beteiligten ihren Beitrag dazu leisten.“

Kernaufgabe des neuen Standortmanagements wird es sein, ein nachhaltiges Tourismuskonzept zu erarbeiten und umzusetzen. Eric Schneider wird zukünftig diese Aufgabe übernehmen. Der 52- Jährige aus Riegelsberg kann auf Erfahrungen im Bereich Tourismus setzen und kennt den Standort aus seiner früheren Tätigkeit bei der TZS sowie bei Gondwana im Marketing und Vertrieb. Bis 2025 ist die Finanzierung des neuen Zweckverbandes und seinem Geschäftsführer durch Land, Landkreis und Gemeinde sichergestellt.

 „Die Weiterentwicklung des Standort Reden ist uns eine Herzensangelegenheit. Kommune, Kreis und Land leisten hier einen Beitrag für die Zukunft“, so Landrat Sören Meng.  „Wir wollen, als Akteure vor Ort, gemeinsam die Attraktivität steigern, um einer der touristischen Leuchttürme des Saarlandes zu werden“, formuliert der Bürgermeister und Stellvertretende Verbandsvorsteher Markus Fuchs das große Ziel. Eric Schneider wird diesen Prozess nun zukünftig federführend leiten. „Ich freue mich auf meine neuen Aufgaben, auf den Standort und die Kommunikation mit den Akteuren vor Ort. Mein Ziel ist es, den Standort so zu entwickeln, dass sich dessen Potenziale nicht nur vollends entfalten, sondern auch dauerhaft gestärkt werden“, formuliert der neue Standortmanager Eric Schneider seine Intention. Er wird seine neue Stelle als Geschäftsführer des Zweckverbandes zum 1. April antreten. Sein Arbeitsplatz wird räumlich bei der Tourismus- und Kulturzentrale des Landkreises am Standort Reden angesiedelt sein.“ 

Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam unseren Standort in der Region nach vorne bringen. Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die Fraktionssitzung der SPD Kreistagsfraktion dar, die online tagte.

 

Am Dienstagmorgen fand im Vorfeld der Landtagswahl ein Pressegespräch rund um die Wahlen statt. Bei der Landtagswahl fungiere ich als Kreiswahlleiter und bin für die Landkreise Neunkirchen, St. Wendel und Saarpfalz verantwortlich. Koordiniert wurde das Ganze vom Team unseres Hauptamtes unter der Leitung von Kim Waluga. Siebzehn Parteien sind auf der Kreisliste vertreten. Ich setze auf eine rege Wahlbeteiligung und  hoffe, dass viele Menschen von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen werden. Um die Mittagszeit besuchte ich mit der saarländischen Wirtschaftsministerin und stellvertretenden Ministerpräsidentin Anke Rehlinger die Firma proWin in Illingen. Der Geschäftsführer Sascha Winter präsentierte uns das innovative, expandierende Unternehmen und stellte uns das soziale Engagement der Familie Winter vor. Die proNature-Stiftung leistet in unserer Region seit Jahren wichtige Arbeit. Als Hobby-Imker freute ich mich sehr, dass proWin erneut zahlreiche professionelle Bienenwägen in Auftrag gegeben hat. Pro Wagen können sich fünf Bienenvölker optimal entwickeln. Außerdem wird proWin  durch den Bau eines zusätzlichen Gebäudes das Schulungsangebot am Erlebnisort Reden erweitern. Herzlichen Dank für das große unternehmerische Engagement. Am Nachmittag fand am Welt-Wasser-Tag eine besondere Veranstaltung unserer WVO am Hochbehälter in Eppelborn statt. Ganz bewusst hatte sich der Geschäftsführer unserer WVO Thomas Wagner diese eindrucksvolle Lokation ausgesucht. In meinem Grußwort würdigte ich die Leistung der kommunalen Wasserversorgung. Die WVO und die KEW Neunkirchen sorgen für einwandfreies, hervorragendes Trinkwasser in unserer Region. Auch macht es mich stolz, dass als erster Wasserversorger im Saarland die WVO in das Projekt „Wasser-Quartier“ aufgenommen wurde. Diese Aktion wird finanziell unterstützt durch die Sparkasse Neunkirchen. Hier war Direktor Patrick Rammo vor Ort und brachte zum Ausdruck, wie sehr der Sparkasse solche Projekte am Herzen liegen. Große Würdigung fand das Projekt ebenfalls durch den anwesenden Umwelt-Staatssekretär Sebastian Thul. Er hob die hohe Qualität unseres Trinkwassers hervor und warb um einen Ressourcen schonenden Umgang, da Wasser als Lebensmittel unverzichtbar ist. Daher ist es auch meine Meinung, dass Wasser immer in kommunaler Hand bleiben muss. Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht, sich auf eine solch hohe Reinheit verlassen zu können. Danke allen, die hier Tag für Tag dafür sorgen, dass wir unbesorgt Leitungswasser trinken können.

Am Mittwochmorgen bereitete ich gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Wasserversorgung Ostsaar Thomas Wagner die anstehenden Gremiensitzungen vor. Im Anschluss nahm ich an einer Online-Konferenz zum  Ukraine-Konflikt und dessen Auswirkungen auf unsere Schulen teil, der von unserer Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot geleitet wurde. Hier sind wir als Schulträger gefragt, Kindern und Jugendlichen Schulbildung zu ermöglichen. Am Nachmittag tauschte ich mit der Geschäftsführerin unseres Jobcenters Katja Sauerbrey zu verschiedenen Themen rund um unseren Arbeitsmarkt aus.

 

Gestern Morgen standen verwaltungsinterne Termine auf meiner Agenda. Mittags nahm ich an einer Videoschalte zur aktuellen Corona-Lage mit Gesundheits-Staatssekretär Stefan Kolling teil. Im Anschluss stellte ich im Historischen Sitzungssaal zusammen mit Umwelt-Staatssekretär Sebastian Thul ein Projekt vor, das mich sehr begeistert. Es ist eine Mundartkarte, die gemeinsam mit dem Verein für Landeskunde entwickelt wurde und unsere Region mit all ihren Besonderheiten vorstellt. Hierzu gehört auch unsere Muttersprache oder besser gesagt unser Dialekt. Ich hatte die Ehre meinen Heimatort Wiebelskirchen -natürlich im Dialekt- vorzustellen. Diese Karte ist im Internet abrufbar.

Am Nachmittag fand unsere Kreistagssitzung mit einer umfangreichen Tagesordnung statt. Nachdem der langjährige Kreisbeigeordnete Karl-Heinz Müller sein Amt niederlegte, wurde eine neue Kreisbeigeordnete gewählt. Neben der Ersten Kreisbeigeordneten Daniela Feld unterstützen mich künftig der Kreisbeigeordnete Klaus-Dieter Woll und die neue Kreisbeigeordnete Cornelia Anspach-Papa. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und danke Karl-Heinz Müller ganz herzlich für die hervorragende Arbeit in den vergangenen acht Jahren. Karl-Heinz Müller wird weiterhin dem Kreistag angehören. Am Abend nahm ich an einer Aktion im Zeichen der Ukraine-Krise in Ottweiler teil. Giacomo Santalucia führte eine Veranstaltung im Rahmen der Werner-Zimmer-Friedenskette durch. Hierbei sammelte das Deutsch-Italienische Bildungs- und Kulturinstitut Spenden für Flüchtlinge. Das Ganze wurde musikalisch durch Adriana Vita begleitet. Herzlichen Dank allen für ihr großes Engagement. Mit der Werner-Zimmer-Friedenskette wird an das soziale Engagement des bekannten saarländischen Journalisten Werner Zimmer erinnert.

 

Heute Morgen fand zur aktuellen Lage eine Besprechung mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern statt. Im Anschluss tauschte ich mich mit Vertretern unserer Verwaltung zum Thema Arbeitsschutz aus. Danach ging es ins Freizeitzentrum Finkenrech, wo unsere jährliche Pflanzaktion „Vergiss mein nicht“ stattfand. Diese Aktion soll auf Demenzkranke und deren Angehörige aufmerksam machen. Als öffentliches Zeichen pflanzten der Eppelborner Bürgermeister Dr. Andreas Feld und ich Vergissmeinnicht. Auch die Vorsitzende des Demenzvereins und früherer Sozialdezernentin Birgit Mohns-Welsch unterstützte die Aktion.

 

Wenn dieser Block erscheint, nehme ich an der Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Neunkirchen teil. Der Kreisfeuerwehrverband tagt in diesem Jahr in Welschbach. Ich werde diese Veranstaltung zum Anlass nehmen, mich bei allen Anwesenden  für deren  vorbildliches  gesellschaftliches Engagement zu bedanken.

 

Am Sonntag werde ich mit meinem Team im Landratsamt präsent sein, da ich als Kreiswahlleitung hier bestimmte Aufgaben übernehmen muss.

 

Ich wünsche Ihnen allen ein schönes, erholsames Wochenende. Genießen Sie das sonnige Wetter.

 

Und nochmal:

 

Bitte machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch!

 

Ihr Landrat Sören Meng


18.03.2022: Unruhige Zeiten

18.03.2022: Unruhige Zeiten

Landrat Sören Meng zu Besuch am sozialpflegerischen Berufsbildungszentrum
Landrat Sören Meng dankt den Soldaten für ihren Einsatz in der Kontaktnachverfolgung
Landrat Sören Meng beruft Sascha Cattarius zum neuen Kreisbrandmeister
Der Landrat zu Besuch an der digitalisierten Fortuin Gemeinschaftsschule in Illingen
 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

vergangene Woche pausierte mein Blog aufgrund meiner Corona-Infektion. Mich hatte es im wahrsten Sinne des Wortes umgehauen. Um einen Einblick zu geben, machte ich meine Erkrankung öffentlich, daher zitiere ich aus meinem Post von vergangener Woche:

Vergangenen Freitagabend bekam ich Fieber (hatte ich viele Jahre nicht mehr) und mir ging es schlecht. Samstagmorgen gesellte sich noch starkes Kopfweh dazu. Der Schnelltest reagierte positiv. 36 Stunden später bestätigte dies das PCR-Ergebnis. Fünf Tage konnte ich kaum aufstehen, hatte starke Halsschmerzen und immer leichtes Fieber, auch Kurzatmigkeit gesellte sich dazu.

Langsam geht es mir wieder besser.

Ich bin 47 Jahre, zweimal geimpft und geboostert, keine Vorerkrankungen.

Fazit: Ich bin dankbar, dass ich geimpft bin. Ich habe mit einigen Covid-Patienten der ersten Zeit gesprochen, die nicht ins Krankenhaus mussten (die sogenannten leichten Fälle). Ihre Symptome waren deutlich massiver als meine. Ich möchte mir schwere Verläufe gar nicht vorstellen, denn auch mein „grippaler, verhältnismäßig leichter Verlauf“ ist und war kein Zuckerschlecken.

Glauben Sie bitte nur Ärzten und Virologen und nicht irgendwelchen Experten sogenannter „Alternativseiten“ im Netz!

Passen Sie auf sich auf, lassen Sie sich impfen! Trotz aller Lockerungen: Noch nie waren die Infektionszahlen so hoch wie jetzt, bitte weiterhin Abstand halten und Hygieneregeln und das Tragen von Masken ernst nehmen…

So schützen Sie sich und andere.

Das Pflegepersonal in Kliniken und Einrichtungen, Rettungsdienst, die Teams der Impfzentren, die vielen Impfpraxen, die Gesundheitsämter, die Testzentren und, und, und, sind für uns da, Woche für Woche. Dafür vielen Dank!

Gemeinsam müssen wir da durch!“

 

Seit Montag bin ich wieder im Dienst, allerdings bin ich körperlich noch nicht fit. Ich brauche Ruhepausen und bin abends sehr erschöpft. Danke nochmal allen, die sich an mich gewandt haben und mir Genesungswünsche übermittelten.

Leider sind auch zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung erkrankt – die Symptomatik ist ähnlich wie bei mir. Auch hier haben die Prophezeiungen der Experten wieder zugetroffen und Mitte März sind die Zahlen hoch wie nie. Gleichzeitig wird der Wunsch nach Lockerungen laut. Ich kann das einerseits verstehen, auf der anderen Seite ist auch mit einem leichten Verlauf nicht zu spaßen. Glücklicherweise sind die Kliniken nicht überlastet – ein wichtiger Indikator für die pandemische Lage. Wie sich die Lage in den nächsten Wochen entwickeln wird, kann ich nicht einschätzen. Allerdings werde ich nicht müde zu appellieren: Tragen Sie Maske, testen Sie sich immer wieder, halten Sie Abstände ein. Noch ist die Pandemie nicht zu Ende.

Als wäre die Pandemie nicht schon genug, beschäftigt uns als Kreisverwaltung die Lage in der Ukraine. Mittlerweile kommen geflüchtete Menschen auch in den Landkreis Neunkirchen und werden versorgt. Hier leisten die Kreiskommunen eine gute Arbeit, sie organisieren Wohnraum, zusätzlich bringen sich zahlreiche Privatinitiativen ein. Wir als Kreisverwaltung unterstützen, sei es mit Logistik und natürlich mit Sozialleistungen. Derzeit ist nicht absehbar, wie sich die Lage weiter entwickeln wird.

Hoffen wir weiterhin auf eine längerfristig friedliche Lösung in der Ukraine. Die Bilder machen uns alle betroffen, der Frieden, so scheint es, ist noch fern. Unsere Gedanken sind bei den Opfern des Krieges und deren Familien. Mir fehlen hier die Worte – auch deshalb, da die Menschheit selbst 77 Jahre nach dem zweiten Weltkrieg scheinbar nichts gelernt hat.

Noch in aller gebotenen Kürze zu meiner Arbeitswoche:

Der Montag begann mit internen Abstimmungen und viel Schreibtischarbeit. 

Am Dienstag war ich in der Gemeinschaftsschule Illingen zu Gast und sah mir dort den Stand der Digitalisierungsmaßnahmen an. Hier hat mein Team in den letzten Monaten tolle Arbeit geleistet. Unsere Bauverwaltung setzte zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen um, das Team der Schul-IT war für die Konfiguration und die Vernetzung zuständig.

Die Klassensäle wurden mit insgesamt 5250 m EDV- und 1250 m Stromkabel neu verkabelt.

 Hierzu mussten 1100 m² Decken geöffnet werden, von denen 600 m² wiederhergestellt werden konnten und 500 m² samt Deckenplatten, Leuchten und Unterkonstruktion komplett erneuert werden mussten. Außerdem mussten neue Netzwerkdosen sowie zusätzliche Steckdosen gesetzt werden.

Über einen neuen Server samt 4 Netzwerkschränken, einem NAS-Datenspeicher, einer Firewall und 6 Akkus zur unterbrechungsfreien Stromversorgung des Servers und der Switche ist nun eine zukunftsfähige Netzwerkverbindung aller Klassenräume sichergestellt.

Zusätzlich zum modernisierten LAN-Netzwerk sorgen nun auch 25 Access Points für leistungsstarkes, flächendeckendes W-LAN im gesamten Schulgebäude.

Zeitgemäßes Lernen erfordert zeitgemäße digitale Infrastruktur. Mit den Gesamtinvestitionen in Höhe von 300 000 € aus dem Digitalpakt konnte der Landkreis Neunkirchen als Schulträger diese schaffen. Die Fortuin Gemeinschaftsschule verfügt jetzt über einen neuen, modernen Computerraum und eine digitale Tafel, die in jedem Saal verwendet werden kann. Außerdem wurden alle Klassenräume mit digitalen Präsentationsmedien wie Hochleistungslaserbeamer, AppleTV und Soundbar ausgestattet.  Ich danke Frau Ministerin Streichert-Clivot und ihrem Bildungsministerium, das dieses Projekt ebenfalls gefördert hat. Da von dieser Infrastrukturmaßnahme unabhängig bereits zuvor 250 Schüler- und 37 Lehrer-i-Pads im Rahmen unterschiedlicher Förderprogramme von Bund und Land an der Gemeinschaftsschule Illingen verteilt wurden, sehe ich die Fortuin Gemeinschaftsschule bestens gewappnet für die Herausforderungen des Zeitalters des digitalen Lernens.

Danke an dieser Stelle auch der Schulgemeinschaft unter Leitung von Burgard Maurer für die gute Zusammenarbeit. Ich freue mich, solche Besuche Stück für Stück weiterzuführen, denn sie stehen für den digitalen Fortschritt unserer Schulen.

Am Nachmittag leitete ich die Sitzung des Sparkassenprüfungsausschusses, dessen Vorsitzender ich bin. Wir tagten digital.

Am Mittwochvormittag fanden verwaltungsinterne Termine und Rücksprachen statt. Am Nachmittag tauschte ich mich mit SAARIS aus. „saaris - saarland.innovation&standort e. V.“ ist die Nachfolge-Dachmarke der früheren ZPT, der viele Jahre erfolgreich für die Unternehmen der Saarwirtschaft tätigen Zentrale für Produktivität und Technologie. Gegründet als eingetragener Verein, dem heute rund 25 Mitglieder angehören und dessen Spannbreite von den Gewerkschaften bis hin zu den Unternehmens-, Branchen- und Berufsverbänden, von den Hochschulen bis zu den verschiedenen Kammern, von der Landesregierung bis hin zur zentralen Wirtschaftsförderung des Landes reicht, finden heute unter dem Dach von saaris Partner und Projekte zusammen, die ansonsten unterschiedliche Wege gehen. Neben einem umfangreichen Dienstleistungsangebot, das sich an saarländische Unternehmen aller Branchen und Betriebsgrößen sowie Existenzgründer wendet, gehören zum neuen Leistungsangebot auch Maßnahmen zur Stärkung der Arbeitgeber-Attraktivität und zur Stärkung der Standortqualität. (Quelle: Website)

Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Klaus Häusler und dem SAARIS-Geschäftsführer Stefan Schweitzer und seinen Mitarbeiterinnen besprachen wir aktuelle Herausforderungen. Ziel ist es, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für unser Saarland zu gewinnen und ihnen die Zukunftschancen näher zu bringen. Leider ist auch in unserer Region der Fachkräftemangel allgegenwärtig. Daher ist es wichtig, Kräfte zu bündeln und gemeinsam für unsere Regionen zu werben. Unser Meeting fand digital statt.

Gestern Morgen tagte der Aufsichtsrat der VSE, dessen Mitglied ich bin. Dieses Gremium tagt nichtöffentlich, so dass ich nicht darüber berichten kann.

Auch verabschiedete ich gestern einige Bundeswehrsoldaten, die in der Kontaktnachverfolgung eingesetzt waren und sich wieder anderen Aufgaben widmen müssen. Ich danke allen Soldatinnen und Soldaten für die große Unterstützung in den letzten beiden Jahren. Ob bei der Kontaktnachverfolgung im Gesundheitsamt oder im Impfzentrum – wir konnten uns auf sie verlassen. Herzlichen Dank, sehr geehrter Herr Oberst Reibold und ihrem Team!

Am Nachmittag tagte der Kreisausschuss online mit einer umfangreichen Tagesordnung. Im nichtöffentlichen Teil wurden Themen behandelt, die auch nächste Woche Einzug in die Sitzung des Kreistages halten. Im öffentlichen Teil des Kreisausschusses ging es unter anderem um zahlreiche soziale Maßnahmen. So wurde über einen Zuschuss an das diakonische Werk zur Weiterführung des Sozialkaufhauses beraten und entschieden. Seit Bestehen fördert der Landkreis diese wichtige soziale Einrichtung. Neben dem Angebot des Sozialkaufhauses steht auch immer die Qualifizierung der dort beschäftigten Menschen im Vordergrund. Angegliedert an das Sozialkaufhaus ist auch eine Möbel- sowie eine Kleiderbörse. Auch wurden Zuschüsse für Projekte wie Mobi Saar Neunkirchen und der Beratungsstelle Stromsparcheck gewährt.

Im Anschluss wurde im Historischen Sitzungssaal Sascha Cattarius zum neuen Kreisbrandmeister des Landkreises Neunkirchen ernannt. Zuvor erfolgte eine Anhörung des Kreisbrandinspekteurs, der Wehrführer im Kreis sowie des Kreisfeuerwehrverbandes.

Herzlichen Glückwunsch und gutes Gelingen im neuen Amt. Gleichzeitig bedanken wir uns bei dem bisherigen Kreisbrandmeister Michael Schuh für sein besonderes Engagement.

Die Landesbrandinspekteure Timo Meyer und Horst Malter vom Kreisfeuerwehrverband waren gekommen, um dem neuen Kreisbrandmeister zu gratulieren.

Ich bedanke mich bei den Vertretern unserer Wehren auch im Namen der Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Neunkirchen für das großartige Engagement und freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Kreisbrandmeister.

 

Heute Morgen fand die gewohnte Besprechung mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern im Landkreis Neunkirchen statt. Neben der aktuellen, dramatischen Corona- Lage waren auch die Menschen, die aus der Ukraine zu uns flüchten, großes Thema. Auf unterschiedlichen Wegen gelangen die Menschen in unseren Landkreis. Zum Teil über Lebach, offiziell, allerdings gibt es überall im Landkreis Akteure, die auf Eigeninitiative Menschen aus der Ukraine aufnehmen. Für die Kommunen bedeutet das, dass sie ausreichend Wohnraum vorhalten müssen. Wir als Sozialbehörde sind ebenfalls eingebunden, denn die Menschen müssen finanzielle Grundlagen haben. Das Ganze ist für alle Beteiligten nicht einfach, da es noch an belastbaren Strukturen fehlt. Dank an dieser Stelle allen, die hier einen Beitrag leisten. Den Privatinitiativen rate ich an, sich rechtzeitig mit den Kommunen in Verbindung zu setzen, um Grundsätzliches zu klären. Ziel muss eine gut organisierte Willkommensstruktur sein. Danach fand eine Besprechung mit der Schulleitung der Förderschule für geistige Entwicklung statt. Die Schule wurde vergangenes Jahr 50 Jahre alt, dieses Jahr sollen die Feierlichkeiten stattfinden. Die Schulleiterin Meike Duppé berichtete mir von den Planungen und bat auch den Träger Landkreis Neunkirchen um Unterstützung. Dieser Bitte komme ich gerne nach, denn seit vielen Jahrzehnten leistet die Schule wichtige Inklusionsarbeit.

Im Anschluss war ich kurz im sozialpflegerischen Berufsbildungszentrum zu Gast, um der Schule zu einem besonderen Projekt zu gratulieren. Der Entsorgungsverband Saar zeichnete die Schule für ihre nachhaltige Tätigkeit aus. Als einzige berufsbildende Schule im Saarland gibt es eine Aktionsgruppe aus Schülerinnen und Schülern, die sich intensiv um die Sauberkeit in ihrer Schule und Mülltrennung kümmern. Ich würdigte dieses Engagement und dankte auch den Verantwortlichen um Schulleiter Bernd Hussong.

 

Wenn dieser Blog erscheint, bin ich auf dem Stummplatz in Neunkirchen. Zum ersten Mal besucht Olaf Scholz in seiner Funktion als Bundeskanzler unseren Landkreis. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Jörg Aumann werde ich ihn in der Kreisstadt willkommen heißen. Zudem trägt er sich in das goldene Buch unseres Landkreises ein.

 

Auch morgen wird ein bekannter Politiker unseren Landkreis besuchen. Der Vorsitzende der SPD Bundestagsfraktion Rolf Mützenich besucht im Rahmen des Landtagswahlkampfes das CFK (Centrum für Freizeit und Kommunikation der Lebenshilfe Neunkirchen) in Spiesen-Elversberg.

 

 

 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

 

ich wünsche Ihnen schönes, sonniges Märzwochenende.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat Sören Meng


04.03.2022: Sehnsucht nach Frieden

04.03.2022: Sehnsucht nach Frieden

Julia Voltmer und ihre Deutschlehrerin Dagmar Wiltz zu Besuch im Landratsamt. Landrat Sören Meng gratuliert der Siegerin und überreicht ihr die Urkunde sowie das Buchpräsent
Foto: Jasmin Alt
Besprechung mit dem Oberbürgermeister, der Bürgermeisterin und den Bürgermeistern zur Ukraine-Krise und der Flüchtlingssituation
Scheckübergabe mit dem Rotary-Club Eppelborn vertreten durch Dr. Ingrid Marder-Groß
 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, diese Überschrift bringt das auf den Punkt, was uns seit über einer Woche ständig beschäftigt. Quasi vor unserer Haustür tobt ein Krieg, der bereits jetzt viele Opfer gefordert hat. Ein russischer Diktator ist außer Rand und Band und möchte die Welt einschüchtern. Rund um die Uhr erreichen uns Bilder aus der Ukraine, die fassungslos machen. Bilder voller Verwüstung… Viele Menschen haben sich bereits auf den Weg gemacht, ihr Land zu verlassen, um in Sicherheit zu gelangen. Hoffen wir alle, dass der Einfluss der anderen Staaten ausreichen wird, den Aggressor zu stoppen. 77 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges müssen wir wieder bangen. Ich hätte mir dies vor wenigen Wochen nicht vorstellen können.

Aufgrund der aktuellen Lage bestimmte der Krieg auch meine Arbeitswoche. Daher möchte ich zuerst aus einer Pressemeldung zitieren:

Landrat Sören Meng richtet Planungsstab Ukraine-Hilfe ein

Seit Tagen sind tausende Ukrainerinnen und Ukrainer auf der Flucht vor Krieg und Terror – unter anderem auch nach Deutschland. „Die Hilfsbereitschaft in unserem Landkreis ist groß. Mich erreichten bereits viele Anfragen. Ich bin stolz über diese große Solidarität in unserem Landkreis“, so Landrat Sören Meng. Wichtig sei jedoch, diese Hilfsangebote effektiv zu steuern, Zuständigkeiten festzulegen, um Doppelstrukturen zu vermeiden. Zur besseren Koordination beabsichtigt der Landrat daher einen „Planungsstab Ukraine Hilfe“ einzurichten. In diesem Planungsstab sollen die zuständigen Stellen des Landkreises sowie der Städte und Gemeinden vertreten sein. „Wir müssen uns strukturell vorbereiten und vor der Lage sein“, so Meng.

Es wurde bereits ein gemeinsames Spendenkonto der saarländischen Landkreise im Saarpfalz-Kreis eingerichtet. Der Saarpfalz-Kreis hat dies in Kooperation mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft e.V. und Spohns Haus umgesetzt. „Mein Landratskollege, Dr. Theophil Gallo, hat als Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Saar e. V. langjährige und gute Verbindungen. Er steht im ständigen Kontakt mit den polnischen Landräten, deren Landkreise alle unmittelbar an die Ukraine angrenzen, sowie dem Landrat von Lemberg in der Ukraine.“ Dadurch sei sichergestellt, dass die Mittel alle zielgerichtet vor Ort ankämen. Schnelle, unbürokratische Hilfe, so Sören Meng, brauche klare und bewährte Strukturen, so, wie sie hier vorliegen würden.

Für alle, die diese Hilfen unterstützen möchten, ist das Spendenkonto bei der Kreissparkasse Saarpfalz, DE24 5945 0010 1030 6152 88, BIC: SALADE51HOM, Empfänger: SPK-KooperationDPG-SpohnsHaus, eingerichtet.

Spendenbescheinigungen können auf Wunsch vom Fachbereich Finanzen des Saarpfalz-Kreises ausgestellt werden. Hierzu wird die Adresse des Spenders benötigt. Auskunft ausschließlich zur Spendenbescheinigung erteilt der Fachbereich Finanzen im Saarpfalz-Kreis unter Tel. (06841) 104-8299 oder per E-Mail: finanzhilfe_ukr@saarpfalz-kreis.de.“

 

Am Dienstag tagte der Beirat zur Armutsbekämpfung online. Hier bin ich der Vertreter des saarländischen Landkreistages. Die Überwindung von Armut ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Armut hat viele Gesichter und viele Ursachen. Dahinter stecken Schicksale, Lebenslagen und Lebenschancen. Wir alle wissen: Armut grenzt aus. Hier sind wir alle gefordert, für Chancen und Teilhabegerechtigkeit zu sorgen. Einberufen wird die Konferenz von Sozialministerin Monika Bachmann. Aufgrund unserer Aufgaben im Sozialbereich, sind die Landkreise, aber natürlich auch die Kirchen und Sozialträger wichtige Vertreter in diesem Gremium. Ziel soll es sein, die Lebenschancen von armen Menschen zu verbessern und ihnen Gehör zu verschaffen.

 

Am Mittwoch tauschte ich mich mit Mitarbeitern des Jugendamtes rund um die Jugendpflege aus. Anschließend ging es in einem Gespräch um das wichtige Thema Notfallseelsorge. Die Notfallseelsorge ist fester Bestandteil des Katastrophen-schutzes, daher ist es uns ein Anliegen, diese zu fördern. Der Landesvorsitzende der Notfallseelsorge Pfarrer Bertram Weber und Diakon Oswald Jenni berichteten mir und dem Leiter Katastrophenschutz Alexander Koch von ihrer Arbeit. Aufgrund der aktuellen Lage in der Ukraine fand im Anschluss eine Besprechung mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern der Gemeinden statt. Wie bereits 2015 werden die geflüchteten Menschen über einen Schlüssel durch unsere Kreispolizeibehörde an die Gemeinden weitergeleitet. Die Gemeinden haben bereits um Wohnraum geworben. Da zurzeit nicht absehbar ist, wie viele Menschen[HT1]  in Deutschland Zuflucht suchen werden, sind wir derzeit auch dabei zu prüfen, ob möglicherweise größere Wohneinheiten angemietet werden. Ziel muss es sein, dass sich die Menschen bei uns sicher und geborgen fühlen. Zentral wird der Zuzug über die Landesaufnahmestelle in Lebach koordiniert. Dort werden die Menschen registriert und erhalten weitere wichtige organisatorische Hinweise. Die Anteilnahme aus der Bevölkerung ist sehr groß. Viele wollen helfen, allerdings werden zurzeit keine Sachspenden benötigt. Wenn man helfen möchte, sind Geldspenden willkommen. Das Konto habe ich oben genannt.

 

Am Nachmittag hatte ich die schöne Aufgabe der Siegerin auf Landkreisebene beim Vorlesewettbewerb zu gratulieren. Julia Voltmer wird unseren Landkreis beim saarländischen Landesentscheid würdig vertreten. Besonders erwähnen möchte ich, dass der Wettbewerb coronabedingt unter erschwerten Bedingungen durchgeführt wurde. So wurden auch in diesem Jahr bereits zum dritten Mal Videos eingereicht, auf denen die Schüler ihre Lesefähigkeiten unter Beweis stellten. Diese digitale Hürde war sicherlich eine besondere Herausforderung. Alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler erhalten per Post ihre Urkunde. Mit circa 600.000 Teilnehmern pro Jahr ist der 1959 ins Leben gerufene Vorlesewettbewerb der älteste und größte Schülerwettbewerb Deutschlands. Aufgrund der umfassenden Einschränkungen, die mit der angespannten Coronalage einhergingen, und der teilweisen Schließung der Schulen, fand der diesjährige Kreisentscheid digital statt. Die Schulsieger waren aufgerufen, aus einem selbstgewählten Buch eine Videoaufzeichnung von 3 Minuten Dauer auf eine Plattform hochzuladen. Anhand der eingesandten Videos traf die Jury, bestehend aus Sarah Falkenrich (Leiterin der Kreisvolkshochschule), Ruth Rousselange (Friedrich-Boedecker Kreis), Anke Birk (Bücherei König) und Gabriele Essler (Stadtbücherei Neunkirchen) ihre Entscheidung. Einstimmig wurde Julia Voltmer zur Siegerin gewählt, deren Lesung aus Anna Ruhes Buch Duft-Apotheke Band I – Ein Geheimnis liegt in der Luft die Jury vollends überzeugte. Besonders stolz auf Julias Leistung ist neben ihrer Familie auch ihre Deutschlehrerin Frau Wiltz, die bereits die letztjährige Kreissiegerin unterrichtete. Für den Landesentscheid muss Julia nun erneut ein Video einreichen, denn auch dieser Wettbewerb findet digital statt.

Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die Sitzung unseres Rechnungsprüfungsausschusses dar. Zur Behandlung des Jahresabschlusses wurde ein Vorsitzender gewählt werden, der auch die Sitzung leitete. In diesem Jahr war dies Joachim Löhrhoff von der SPD Kreistagsfraktion. Das Team des Rechnungsprüfungsamts unter der Leitung von Claudia Schäfer stellte den Ausschussmitgliedern die Prüfung anschaulich dar.

Gestern Morgen beschäftigte ich mich zuerst mit der Digitalisierung unserer Kreisverwaltung und nahm an einer Schulung zur E-Akte teil. Im Anschluss tauschte ich mich mit der Dezernatsleiterin Alexandra Wagner zu aktuellen Themen aus. Eines dieser Themen war auch die Digitalisierung unserer Schulen. Unsere Kreisverwaltung arbeitet mit Hochdruck daran, die Medienkonzepte umzusetzen und auch die Schülerinnen und Schüler mit Endgeräten zu versorgen. Ich habe an dieser Stelle bereits mehrfach darüber berichtet. Der Nachmittag stand im Zeichen unserer Sparkasse Neunkirchen, die einen Neubau in der Neunkircher Innenstadt plant. Hier fand ein Architektenwettbewerb statt. Gestern tagte das Gremium und bekam zwei sehr interessante Entwürfe vorgestellt. Seien Sie auf das Ergebnis gespannt!

Heute Morgen fand wie gewohnt ein Austausch mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern zur aktuellen Coronalage statt. Corona, so hat man den Eindruck, spielt zurzeit eine sehr untergeordnete Rolle. Dennoch sind gerade im Landkreis Neunkirchen die Infektionszahlen sehr hoch. Auch macht uns Sorge, dass eine weitere Variante der Omikron-Infektion die Runde macht. Zwar sind die Verläufe relativ mild, allerdings kommt es zu vermehrten krankheitsbedingten Ausfällen in Verwaltungen und Unternehmen. Ich werde nicht müde, immer wieder für das impfen zu werben. Seit dieser Woche gibt es einen neuen Impfstoff, der den bisherigen klassischen Impfstoffen sehr ähnelt. Es gab in der Vergangenheit immer wieder Menschen, die auf diesen Impfstoff verwiesen, da sie mit den bisherigen Impfstoffen nicht einverstanden waren. Deshalb: Machen Sie von dem Impfangebot Gebrauch und schützen Sie sich und ihre Mitmenschen!

Natürlich war auch die aktuelle Krise in der Ukraine ein großes Thema. Hier arbeiten wir Hand in Hand mit den Kommunen zusammen und unterstützen, wenn Hilfe gebraucht wird. Wir haben Hotlines eingerichtet, damit unsere Kreisverwaltung auch am Wochenende erreichbar ist und wir reagieren können.

Anschließend fand eine Besprechung mit der Leiterin unserer Kreisvolkshochschule statt. Hier ging es um zahlreiche Bildungsthemen und um interessante Projekte rund um das lebenslange Lernen. Heute Nachmittag durfte ich eine Spende der Rotarier Eppelborn für unsere Bürgerstiftung entgegennehmen. Herzlichen Dank für die großzügige Spende und damit für die Unterstützung der Vereine im Landkreis Neunkirchen. Ich wünsche Ihnen ein erholsames, sonniges Wochenende in schwierigen Zeiten.

 

Ihr Landrat Sören Meng

 


25.02.2022: Schwierige Zeiten

25.02.2022: Schwierige Zeiten

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, schon seit zwei Jahren berichte ich an dieser Stelle über schwierige Zeiten. Die Pandemie und deren Auswirkungen beschäftigen uns seit langem. Auch hier ist derzeit noch kein wirkliches Ende in Sicht, denn die Infektionszahlen sind im Landkreis Neunkirchen immer noch sehr hoch. 

 

Hoffen wir alle, dass die Virologen und Mediziner Recht behalten und dieser Spuk in absehbarer Zeit wieder deutlich abflacht. Ob es nach der Pandemie ein Zurück zu unserem alten, gewohnten Leben gibt, kann man derzeit noch nicht sagen. Es ist nicht auszuschließen, dass wir immer wieder mit Mutationen umzugehen haben. Dies ist allerdings kein Grund zu verzagen, denn wir alle haben die Pandemie bisher gemeinsam gut bewältigt.

 

Seit gestern ist allerdings ein anderes Thema in den Fokus gerückt. Seit gestern herrscht Krieg in der Ukraine. Das, was sich in den letzten Wochen angedeutet hat, ist grausame Realität geworden. Nach Jahrzehnten des Friedens in Europa, sind wieder Waffen allgegenwärtig. Hoffen wir, dass eine diplomatische Lösung gefunden wird, das Schlimmste abzuwenden.

 

Meine Gedanken sind bei der bei den Bürgerinnen und Bürgern der Ukraine.

 

Dieser Blog fällt relativ kurz aus, was der Tatsache geschuldet ist, dass ich Montag und Dienstag nicht im Dienst war und von der ersten Kreisbeigeordneten Daniela Feld vertreten wurde. Am Mittwochmorgen setzte ich mich intensiv mit dem künftigen IT-Konzept unserer Kreisverwaltung auseinander. Gemeinsam mit dem Leiter unserer EDV Herrn Günder und dem geschäftsführenden Beamten Herrn Federkeil besprachen wir die nächsten Schritte. Eine moderne, zukunftsgerichtete IT ist die Grundlage einer modernen Verwaltung. Gerade in Zeiten, in denen das papierlose Büro Wirklichkeit wird und auch verstärkt mobiles Arbeiten angeboten wird, ist eine funktionierende und sichere IT elementar wichtig. Hier werden wir in den nächsten Monaten einiges auf den Weg bringen und natürlich hierbei die Gremien einbinden. Das Ganze ist mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden, der sich allerdings langfristig rechnen wird.

 

Danach tagte der Krisenstab unserer Kreisverwaltung zur aktuellen Coronalage. Im Anschluss fanden verwaltungsinterne Termine statt.

 

Gestern Morgen beschäftige ich mich mit den Sportstätten des Landkreises, die sich in unserer Zuständigkeit befinden. Als Schulträger sind wir bemüht, ein gutes Angebot vorzuhalten. Auch sind zahlreiche Vereine im Landkreis auf unsere Räumlichkeiten angewiesen. In diesem Jahr beginnen die Bauarbeiten für die neue Sporthalle in Illingen. Gemeinsam mit der Gemeinde werden wir eine neue, attraktive Sporthalle für den Schulsport, aber auch für die Vereine schaffen. Solche Investitionen sind Investitionen in Jugendarbeit und damit für die Zukunft. Danke an dieser Stelle meinem Team der Kreisverwaltung, das mich bei meinen Vorhaben unterstützt.

 

Am Nachmittag besprach ich mit dem Vorstand der Sparkasse Neunkirchen die aktuelle Lage auf dem Finanzmarkt und tauschte mich über verschiedene Strategien aus. Derzeit beschäftigt uns der Neubau der Sparkasse Neunkirchen, der auch die Innenstadt unserer Kreisstadt Neunkirchen aufwerten wird. Hierzu fand bereits ein Architektenwettbewerb statt. Seien Sie gespannt, wie das Projekt letztendlich aussehen wird.

 

Heute Morgen stand der Austausch mit dem Oberbürgermeister und Bürgermeistern zur aktuellen Coronalage an. Dieses Online-Meeting führen wir bereits seit vielen Monaten durch. Natürlich besteht auch Gelegenheit, sich in dieser Runde über andere wichtige Themen auszutauschen. Ich schätze diesen Austausch sehr, da er maßgeblich zur Transparenz zwischen Kommunen und dem Kreis beiträgt.

 

Im Anschluss ging es in einem Gespräch um die weitere Ausrichtung im Katastrophenschutz. Danach tauschte ich mich mit der Leiterin unseres Rechnungsprüfungsamtes Frau Schäfer zu Prüfungsschwerpunkten aus. Die Aufgabe des Rechnungsprüfungsamtes besteht in erster Linie in der Haushalts- und Finanzkontrolle des Landkreises. Durch seine sowohl nachgehenden als auch arbeitsbegleitenden Prüfungen soll sichergestellt werden, dass die Verwendung der öffentlichen Mittel ordnungsgemäß, wirtschaftlich und sparsam erfolgt. Rechtlich ist das Rechnungsprüfungsamt unmittelbar dem Kreistag unterstellt und nur diesem verantwortlich. Bei der sachlichen Beurteilung der Prüfungsvorgänge ist es unabhängig und insoweit an Weisungen nicht gebunden.

 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, die Zeiten sind nicht einfach. Gäbe es sie in diesem Jahr, so wäre jetzt die Hochzeit der Fasnacht. Sie wissen, wie ich diesem Brauchtum verbunden bin. Daher wandte ich mich diese Woche an die Bürgerinnen und Bürger und an die Karnevalsvereine.

 

Wenn ich mir jetzt die aktuelle Situation vor Augen führe, kommt mir ein Ausspruch in den Sinn, den vor einigen Jahren der Präsident des Neunkirchen Karnevalsausschusses Karl Albert zitierte: Es hat den Narren stark gemacht, wenn er unter Tränen lacht!

 

In diesem Sinne allen Freunden des Karnevals weiterhin Durchhaltevermögen! Ich bin sicher, dass wir nächstes Jahr wieder gemeinsam feiern können. Zum Abschluss des Blogs zitiere ich mein Gedicht, das ich den Karnevalisten gewidmet habe. Herzlichen Dank Claus Zewe für die schöne närrische Zeichnung!

 

Hau endlich ab,  Du Pandemie, 

Es reicht schon lang, un froe net wie, 

Du hollschd de Odem, machschd uns krank, 

wers üwwerstann hat, saat nur Dank, 

Vereine, Feschde, viel Kultur, sie leide schlimm an äner Tour,

seit zwää Johr, was is das verzwackt,  regierschd du uns mit Deinem Takt,

 

 

Inzidenze, Quarantäne, komm verschwinn, ich würd mich schäme, 

Es gebbt e Mittel gäje Dich, mit dem, do loschd Du uns im Stich:

denn Impfunge kannschd Du net leide,  denn nur dorch die suchschd Du das Weite, 

Hau endlich ab, Du Pandemie  dann duhn mir feiere, wie noch nie!

 

Alles Gute!

 

Ihr Landrat Sören Meng

 

 

 

 

 

 


18.02.2022: Stürmische Zeiten

18.02.2022: Stürmische Zeiten

Der Stabsstellenleiter Katastrophenschutz Alexander Koch erläutert dem Landrat die aktuelle Unwetterlage

 

 

Liebe Blogleserinnen, liebe Blogleser,

wir erleben seit über zwei Jahren pandemiebedingt stürmische Zeiten.

Wenn dieser Blog erscheint, werde ich im Kreislagezentrum vor Ort sein. Der Grund hierfür ist die derzeitige Wetterlage. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Unwettern mit schweren Sturmböen und einzelnen orkanartigen Böen. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, in Absprache mit dem Stabsstellenleiter Katastrophenschutz und unserem Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack, unser Kreislagezentrum zu aktivieren. Dies könnte erforderlich werden, wenn das Einsatzaufkommen der Feuerwehren im Landkreis derart groß ist, dass eine zentrale Einsatzsteuerung auf Kreisebene sinnvoll wäre. So kann der Landkreis auch außerhalb eines Katastrophenfalles durch die Bereitstellung des Kreislagezentrums unterstützen. Dies haben wir in der Vergangenheit bei den Starkregenereignissen vor einigen Jahren in einzelnen Gemeinden bereits mit Erfolg praktiziert. Hoffen wir, dass sich die Lage entspannt und wir unser Kreislagezentrum nicht in Kraft setzen müssen. Wir sind für alle Fälle gerüstet. Danke allen, die sich engagieren und für unsere Sicherheit sorgen!

Was die pandemische Lage angeht, gingen auch diese Woche die Infektionszahlen deutlich nach oben. Von einer Entspannung der Lage im Landkreis Neunkirchen kann aus unserer Sicht keine Rede sein. Dennoch wird auf Landes- und Bundesebene darüber geredet, ob Vorsichtsmaßnahmen reduziert werden können. Aus meiner Sicht muss dies in unmittelbarem Zusammenhang mit der Hospitalisierungsrate stehen. Sollte diese weiterhin relativ gering sein und unser Gesundheitssystem nicht überlastet werden, begrüße ich diese Maßnahmen. Genaueres wird man, aus meiner Sicht, erst in wenigen Wochen sagen können. Ich hoffe an dieser Stelle, dass wir alle in einen entspannten Frühling starten können.

Der Montag begann für mich mit verwaltungsinternen Terminen. Unter anderem fand das Vierteljahresgespräch mit unserem Personalrat statt. Hier ging es natürlich auch um die Auswirkungen der Pandemie auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Bürgerinnen und Bürger können und konnten sich auf das Team der Kreisverwaltung verlassen. Als Arbeitgeber haben wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mobiles Arbeiten und Home-Office ermöglicht. Auch nach der Pandemie werden wir sicherlich solche Möglichkeiten anbieten. Allerdings muss hierfür ein für beiden Seiten verlässlicher rechtlicher Rahmen geschaffen werden.

Am Dienstag tauschte ich mich mit unserem Kreisbrandinspekteur, Michael Sieslack, und dem Stabsstellenleiter Katastrophenschutz, Alexander Koch, zu allgemeinen Themen rund um die Feuerwehren im Landkreis, aber auch über den Katastrophenschutz aus. Hier sind wir auf einem guten Weg, den wir alle gemeinsam gestalten werden. Ziel muss es sein, im Falle einer Katastrophe, gut gerüstet zu sein. Bereits jetzt sind die Hilfsdienste im Landkreis Neunkirchen untereinander sehr gut und wertschätzend vernetzt. Dies ist eine solide Grundlage für alle weiteren Schritte.

Am Nachmittag tagte der Kreditausschuss der Sparkasse Neunkirchen, den ich als Verwaltungsratsvorsitzender leitete. Im Anschluss fand die Verwaltungsratssitzung statt. Aufgrund der Lage wurde auf eine Präsenzveranstaltung verzichtet und die beiden Sitzungen wurden online durchgeführt. Glücklicherweise haben wir alle mittlerweile mit diesem Format viel Übung, sodass die Sitzungen reibungslos verlaufen. Dennoch hoffe ich, dass wir uns bald wieder persönlich begegnen können, denn es sind auch die Gespräche am Rande, die eine Sitzung rund machen.

Am Mittwoch tagte die Verbandsversammlung des Rettungszweckverbandes Saar ebenfalls digital. Hier gab es zahlreiche Themen rund um den Rettungsdienst zu besprechen und Rahmenbedingungen festzulegen. Zur Erläuterung:

„Der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Verbandsmitglieder sind alle saarländischen Landkreise und der Regionalverband Saarbrücken. Der Verband steht unter der Fachaufsicht des Ministeriums für Inneres und Sport, welches sich in rettungsdienstlichen Fragestellungen von einem „Fachbeirat Rettungsdienst“ beraten lassen kann.

Verbandsvorsteher ist der Landrat des Landkreises St. Wendel, Udo Recktenwald. Stellvertretender Verbandsvorsteher ist der Landrat des Saarpfalz-Kreises, Dr. Theophil Gallo. Die laufenden Geschäfte sind dem Geschäftsführer Timm Mathis übertragen. Für das medizinische Qualitätsmanagement ist der Ärztliche Leiter Rettungsdienst, Dr. Thomas Schlechtriemen, zuständig.

Die praktische Durchführung des Rettungsdienstes ist den Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), Malteser Hilfsdienst (MHD) sowie den Feuerwehren der Landeshauptstadt Saarbrücken und der Stadt Neunkirchen übertragen. Alle Beauftragten zusammen betreiben 36 Rettungswachen mit insgesamt 120 Fahrzeugen des Regelrettungsdienstes.“ Quelle: Website

Am Nachmittag hatte ich eine traurige Verpflichtung. Der langjährige frühere Neunkircher Bürgermeister Ewald Groß verstarb im Alter von 94 Jahren und wurde beigesetzt. Mit Herrn Groß war ich jahrzehntelang verbunden. Er war ein Mensch, den man gerne traf und der sich bis ins hohe Alter für andere Menschen in vielfacher Hinsicht engagierte. Der Christdemokrat setzte sich im sozialen sowie im kulturellen Bereich ein. So hat er sich beispielsweise um den Maler Walter Bernstein große Verdienste erworben, da er sich bereits vor Jahrzehnten für seine Kunst und deren Erhalt aktiv einsetzte. Ewald Groß war für mich ein Vorbild, denn er war immer nah am Menschen, immer aufmerksam und zugewandt. Für seine vielfältigen Verdienste wurde er 2018 mit dem Verdienstkreuz am Bande von Ministerpräsident Tobias Hans ausgezeichnet. Sein Wirken wird unvergessen bleiben, meine Gedanken sind bei seiner Familie.

Gestern Morgen war ich gemeinsam mit meinem Mitarbeiter bei der Kreisstadt Neunkirchen in Funktion der Versammlungsbehörde zu Gast. Hier wurden, im Vorfeld einer Veranstaltung, die Rahmenbedingungen abgeklärt. Auch hier ist unser Landkreis Neunkirchen mit seiner Verwaltung Dienstleister für die Kommunen im Kreis.

Am Nachmittag fand eine Besprechung mit dem Bildungsministerium und einigen Schulleiterinnen und Schulleitern zu verschiedenen Themen statt. Hier war unser Rat als Träger der weiterführenden Schulen gefragt. Im Anschluss tagte der Kreisvolkshochschulbeirat, ebenfalls digital. Hier wurde über eine neue Leiterin für die VHS Merchweiler beraten. Dazu wird der Kreistag ein abschließendes Votum geben. Auch stellte die Leiterin unserer Kreisvolkshochschule, Sarah Falkenrich, das neue KVHS Programm vor. Wir hoffen, dass es die Pandemie zulässt, dass möglichst viele Angebote wahrgenommen werden können.

Der heutige Morgen begann, wie gewohnt, mit dem Austausch mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern zur aktuellen Corona-Lage. Natürlich war auch die derzeitige Witterung und die Warnungen des Wetterdienstes Thema. Im Anschluss fand zum ersten Mal digital die Sitzung des Landkreistages statt. Hier stand eine umfangreiche Tagesordnung auf der Agenda. Unter anderem ging es um die Finanzierung der Frauenhäuser im Saarland, Belange der Sozialhilfe, der Reform des Kommunalen Finanzausgleichs und um Benennungen für die Gremien des Deutschen Landkreistages.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ich wünsche uns allen ein erholsames Wochenende ohne Sturmschäden. Gäbe es keine Pandemie, hätten jetzt die kommunalen Wahllisten das Sagen.

Leider sind Veranstaltungen in gewohnter Form auch dieses Jahr nicht möglich. Auch ich musste schweren Herzens auf den Empfang für die Karnevalsvereine im Landkreis Neunkirchen verzichten.

Ich werde mich hierzu Anfang der kommenden Woche äußern. Mehr möchte ich jetzt noch nicht verraten, allerdings ist uns etwas „Klohres“ eingefallen.

Ich danke den Karnevalisten für ihre Kreativität in dieser schweren Zeit und für den Mut, neue Veranstaltungsformen, die pandemiegerecht sind, durchzuführen.

In diesem Sinne herzliche Grüße!

Ihr Landrat Sören Meng

 

 

 

 

 

 


11.02.2022: Weiterhin hohe Infektionszahlen