Auf in die Fastenzeit

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

die Fastnachtstage liegen bereits hinter uns. Ich erlebte in dieser Session tolle Darbietungen, ehrenamtliches Engagement und exzellente Jugendarbeit. Jetzt gönne ich den Närrinnen und Narren von Herzen eine Verschnaufpause, bevor wieder die Vorbereitungen für die kommende Session starten. Nach der Fastnacht ist vor der Fastnacht!

Jetzt hat die Fastenzeit begonnen. Ich persönlich mag diese Zeit, da sie dazu animiert und zulässt, innezuhalt. Die Fastenzeit hat ihre Wurzeln im Christentum und ist seit jeher eine Zeit der Vorbereitung auf Ostern, das wichtigste Fest im christlichen Kalender, das die Auferstehung Jesu Christi feiert. Die Fastenzeit dauert 40 Tage. Die Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch und endet am Karsamstag, dem Tag vor Ostersonntag.

Meine Arbeitswoche begann am Aschermittwoch. Am Vormittag tauschte ich mich mit Vertreterinnen des Vereins Donum Vitae aus. Die ehrenamtliche Vorsitzende ist die Landtagsabgeordnete aus unserem Landkreis Sandra Johann. Schwerpunkt des Vereins ist die Schwangerschaftskonfliktberatung sowie zahlreiche Angebote für Frauen. Auch wurde die Migrationsarbeit in den letzten Jahren ausgebaut. Eine Beratungsstelle gibt es auch im Landkreis Neunkirchen. Mehr Infos unter:

 https://donum-vitae-saarland.de

Am Nachmittag fand eine Besprechung mit dem Sozialdezernenten der Kreisstadt Neunkirchen Thomas Hans und Gertrud Backes vom Amt für Soziale Dienste statt. Dabei ging es unter anderem um eine geplante Landesförderung in der Kreisstadt. Hier arbeiten wir Hand in Hand, um den Bürgerinnen und Bürgern, die Hilfe benötigen, passgenaue Hilfen anzubieten.

Darüber hinaus fanden interne Rücksprachen in meinem Büro statt.

Gestern Morgen tauschte ich mich mit der Leiterin unserer Kreisvolkshochschule Sarah Falkenrich und den Mitarbeiterinnen des neu eingerichteten Bildungsbüros zu verschiedenen Themen aus. Seit dem Jahr 2023 ist der Landkreis Neunkirchen als erster Landkreis im Saarland „Bildungskommune“. Über das Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wird sukzessive im Landkreis Neunkirchen ein datenbasiertes kommunales Bildungsmanagement etabliert. Das zu diesem Zweck eingerichtete Bildungsbüro versteht sich als zentrale Anlaufstelle für alle handelnden Personen der Bildungskette.

Bildungskommune zu sein bedeutet, Bildungslandschaften aktiv zu gestalten. Durch die Beteiligung verschiedenster Akteure und Bildungsträger sowie auf Grundlage statistischer Daten lassen sich Entwicklungsprozesse anregen, die auf die Bedürfnisse aller im Landkreis Neunkirchen lebender Bürgerinnen und Bürger eingehen. Das Herzstück des datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements, das Bildungsmonitoring, macht es möglich, frühzeitig Unterstützungsbedarfe und Entwicklungen zu erkennen, um gezielte Strukturanpassungen in die Wege zu leiten. Auf diese Weise ist es möglich, Entscheidungshilfen herauszuarbeiten, bessere Planbarkeiten für Maßnahmen und Projekte zu schaffen und eine bedarfsgerechte Aufstellung der Bildungsangebote im Landkreis Neunkirchen zu gewährleisten. Dabei können Doppelstrukturen vermieden und soziale Ungleichheiten im Zugang zu Bildungsangeboten abgebaut werden. Dieses Projekt ist hochinteressant, und es gibt noch viel zu tun!

Am Morgen besuchte mich ein Team des Aktuellen Berichtes. Es ist diese Woche bekannt geworden, dass die Kassenärztliche Vereinigung ab dem kommenden Jahr die Bereitschaftspraxis in Neunkirchen schließen wird. Hier wollte ich Stellung beziehen.

Es ist nicht hinnehmbar, dass der Landkreis Neunkirchen der einzige Kreis im Saarland ist, der über keine einzige Bereitschaftsdienstpraxis verfügt. Auch die Tatsache, dass unsere Gesellschaft immer älter wird, sollte die KV berücksichtigen. Gerade ältere Menschen ohne eigenes Auto müssen im Bedarfsfall schnell zum Bereitschaftsdienst gelangen. Auch sprechen die Zahlen für sich, im benachbarten Rheinland-Pfalz gibt rund 9 Bereitschaftsdienstpraxen pro eine Million Einwohner, im Saarland wären es künftig nur noch 6 Bereitschaftsdienstpraxen. Darüber hinaus fand ich die bisherige zentrale Lage der Bereitschaftspraxis im Diakonie-Klinikum günstig. Menschen, die stationäre Hilfe benötigten, konnten sofort versorgt werden.

Erfreulich ist die Tatsache, dass die Kinder- und Jugendärztliche Bereitschaftspraxis in Neunkirchen nicht von den Schließungsplänen betroffen ist.

Ich hoffe, dass die Kassenärztliche Vereinigung ihre Entscheidung überdenkt, ich stehe mit Verantwortlichen der KV in Kontakt, auch wird die KV in der nächsten Kreistagssitzung zur medizinische Versorgung im Landkreis Neunkirchen Stellung beziehen. Ich verstehe, dass Veränderungen im Gesundheitswesen aufgrund des Personalmangels notwendig sind, bin aber besorgt darüber, dass diese Entscheidung ohne ausreichende Rücksprache mit den Bürgern und den relevanten Interessengruppen getroffen wurde. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass solche Entscheidungen transparent sind und die Bedürfnisse unserer Gemeinschaft angemessen berücksichtigen.

Mittags besuchte ich die Baustelle der neuen Kita in Spiesen. Bürgermeister Bernd Huf und sein Rathausteam haben hier ein besonderes Projekt verwirklicht. Unterhalb eines Einkaufsmarktes wird die neue Kita mit innovativer Ausrichtung zu finden sein. Damit wurde auch städtebaulich der Bereich aufgewertet. Insgesamt sollen rund 160 Kinder, aufgeteilt in 5 Kindergarten- und 3 Krippengruppen, im Ersatzneubau für den Katholischen Kindergarten St. Ludwig Platz finden. Besonders schön finde ich auch die Idee, die Dachfläche als Dachgarten mit intensiver Begrünung zu nutzen. Aktuell sind viele Gewerke gleichzeitig auf der Baustelle beschäftigt, der Bau liegt gut in der Zeit. Hier wird ressourcen- und umweltschonend gearbeitet, Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz werden umgesetzt. Der komplette Rohbau des 8,5 Millionen teuren Bauprojektes wurde bereits 2023 fertiggestellt. Der Landkreis bezuschusst den Bau mit 2,6 Millionen Euro.

Der Bau dieser Kita ist mehr als nur ein Gebäude - es ist eine Investition in die Zukunft und wird gleichzeitig den Ortskern nachhaltig aufwerten. Ich freue mich, dass wir durch den Einsatz der Gemeinde mit finanzieller Unterstützung des Landkreises damit einen großen Schritt weiter kommen, was die dringend benötigten Kita-Plätze angeht!

Am Abend nahm ich eine Einladung der SPD Ottweiler zum Heringsessen an. So hatte ich die Gelegenheit, über neueste Projekte des Landkreises zu berichten.

Heute Morgen fanden verwaltungsinterne Termine statt. Ein Termin beschäftigte sich mit der IT des Landkreises. Hier leisten der zuständige Abteilungsleiter Matthias Günder und sein Team gute Arbeit. Allerdings gibt es immer wieder neue Herausforderungen in diesem Bereich. Neue Anwendungen bedürfen gleichzeitig auch immer eine neue Sicherheitsinfrastruktur. Daher ist es mir wichtig, dass ich mich hier persönlich informiere.

Heute Abend bin ich beim Heringsessen der SPD Spiesen zu Gast. Auch an dieser Stelle soll ich Themen rund um Landkreis beleuchten.

Morgen früh besuche ich das Bundesoffene Garde Tanzturnier, dass der KUV Blau-Gelb Wiebelskirchen ausrichten wird. Dem Gardetanzsport wird hier in besonderem Maße Rechnung getragen. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Jörg Aumann habe ich hierbei die Schirmherrschaft übernommen. Danke allen für das große ehrenamtliche Engagement, um ein solches Sportereignis durchzuführen.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,
ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende!

Bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat Sören Meng