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Entstehung und Entwicklung der jüdischen Gemeinde Ottweiler

Nummer: 1111
Termine insgesamt: 1
Erster Termin: Do. 30.09.2021 18:30-20:00 Uhr
Ort: Hist. Sitzungssaal
Dozent/in: Hans-Joachim Hoffmann
Fachbereich: Politik/Gesellschaft/Umwelt
Entgelt: 5 €
Bemerkungen:
Seit Ende des 18. Jahrhunderts lassen sich in Ottweiler BürgerInnen jüdischen Glaubens nachweisen. Aber erst nach der Eroberung unserer Region durch Napoleon kam es in Zuge der Versteigerung der sog. Nationalgüter ab 1803 zur Entstehung der jüdischen Gemeinde in Ottweiler. nach den Befreiungskriegen entwickelte sich die jüdische Gemeinde unter preußischer Herrschaft. Es entstanden die jüdische Elementarschule, die jüdische Synagoge sowie der jüdische Friedhof. Die Akzeptanz der jüdischen Bevölkerung in Ottweiler stand während des 19. Jahrhunderts sowie zu Beginn des 20. Jahrhunderts außer Frage, engagierten sie sich doch sowohl im politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben Ottweilers. Dies änderte sich erst mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933: In Ahnung kommender Verfolgung emigrierten Familien, die zurückbleibenden hofften auf eine vorübergehende, kurzzeitige Beeinträchtigung ihres Lebens, mussten jedoch nach der Rückgliederung des Saargebietes im März 1935 ihre Fehleinschätzung erkennen. Mit der Aktion Bürckel/Wagner am 22.10.1940, der Deportation der jüdischen Bevölkerung des Saargebietes, aus Rheinland-Pfalz und Baden in das Lager Gurs und von dort in die Vernichtungslager des Ostens, endete die Geschichte der jüdischen Gemeinde endgültig.
Entstehung, Entwicklung und Zerschlagung der jüdischen Gemeinde Ottweiler skizziert der Referent unter Einbezug der Biographien wichtiger Vertreter des Judentums für die Gestaltung des lokalen Lebens. Der Vortrag versteht sich sowohl als Einführung als auch als Ergänzung zu den angebotenen Führungen über den jüdischen Friedhof in Ottweiler.
 

Ansprechpartner zu dem überörtlichen Programm: