Neuordnung und Änderungen in den Berufen

 NEUORDNUNGEN U. ÄNDERUNGEN IN DEN BERUFEN
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Richtlinien zur Durchführung des Schülerpraktikums in der Sekundarstufe I (bis einschließlich 10. Klasse) und in der gymnasialen Oberstufe (ab 11. Klasse)

  1. Nach § 5 Abs.2 des Jugendarbeitsschutzgesetzes - JArbSchG - vom 12. April 1976 (BGB1. I. S. 965) in der z.Z. gültigen Fassung gilt das Verbot der Beschäftigung von Kindern nicht für die Beschäftigung von Kindern im Rahmen des Betriebspraktikums während der Vollzeitschulpflicht.
    Kind ist, wer noch nicht 15 Jahre alt ist, Jugendlicher, wer 15, aber noch nicht 18 Jahre alt ist. Jugendliche, die der Vollzeitschulpflicht unterliegen, gelten als Kinder.
    Für die übrigen unter 18 Jahre alten Schülerinnen und Schüler (Jugendliche) sind alle Vorschriften des JArbSchG wie bei einem berufstätigen Jugendlichen anzuwenden.
  2. Auf die Beschäftigung im Rahmen des Betriebspraktikums während der Vollzeitschulpflicht finden § 7 Satz 1 Nr. 2 und §§ 9 bis 46 JArbSchG entsprechende Anwendung.
    Im Wesentlichen ist folgendes zu beachten:
2.1 Art der TätigkeitSchülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I dürfen nur mit leichten und für sie geeigneten Tätigkeiten beschäftigt werden.
2.2 Höchstzulässige tägliche Arbeitszeit(Zeit vom Beginn bis zum Ende der Beschäftigung, ohne Ruhepausen)
7 Stunden (Jugendliche: 8 Stunden).
2.3 Höchstzulässige wöchentliche Arbeitszeit(montags bis einschließlich sonntags)
35 Stunden (Jugendliche 40 Stunden).
Sofern neben dem Betriebspraktikum Schulunterricht (z.B. Erfahrungsaustausch) stattfindet, ist die Unterrichtszeit einschließlich der Schulpausen auf die Arbeitszeit anzurechnen.
2.4 RuhepausenRuhepausen müssen im Voraus feststehen;
30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als 4,5 Stunden bis zu 6 Stunden,
60 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 Stunden.
Als Ruhepause gilt nur eine Arbeitsunterbrechung von mindestens 15 Minuten.
Länger als 4,5 Stunden hintereinander dürfen die Schülerinnen und Schüler nicht ohne Ruhepause
beschäftigt werden.
2.5 Zulässige Schichtzeit(tägliche Arbeitszeit unter Hinzurechnung der Ruhepausen): 10 Stunden
Ausnahmen: Im Gaststättengewerbe, in der Landwirtschaft, in der Tierhaltung,
auf Bau- und Montagestellen: 11 Stunden
2.6 Tägliche FreizeitMindestens 12 Stunden nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit.
2.7 Nachtruhe20.00 - 06.00 Uhr.
Ausnahmen: Schülerinnen und Schüler über 16 Jahre dürfen beschäftigt werden
    im Gaststätten- und Schaustellergewerbe bis 22.00 Uhr
    in mehrschichtigen Betrieben bis 23.00 Uhr
    in der Landwirtschaft ab 05.00 Uhr oder bis 21.00 Uhr
    in Bäckereien und Konditoreien ab 05.00 Uhr
    Schülerinnen und Schüler über 17 Jahre in Bäckereien ab 04.00 Uhr
2.8 Beschäftigungsdauer pro Woche5 Tage
2.9 SamstagsruheSamstagsarbeit ist verboten.
Ausnahmen bei Freistellung an einem anderen Arbeitstag derselben Woche u.a. bei der Beschäftigung in Krankenanstalten, Pflegeheimen, Verkaufsstellen, Bäckereien, im Friseurhandwerk, Verkehrswesen, in der Landwirtschaft, im Gaststättengewerbe, Reparaturwerkstätten für Kraftfahrzeuge.
2.10 SonntagsruheSonntagsruheSonntagsarbeit ist verboten.
Ausnahmen bei Freistellung an einem anderen Arbeitstag derselben Woche, u.a. bei der Beschäftigung in Krankenanstalten, Pflegeheimen, im Gaststättengewerbe.
Mindestens zwei Sonntage im Monat müssen beschäftigungsfrei bleiben.
2.11 FeiertagsruheAn gesetzlichen Feiertagen dürfen Schülerinnen und Schüler nicht beschäftigt werden.
Ausnahmen wie unter 2.10.
2.12 Verbotene ArbeitenArbeiten, die die physische oder psychische Leistungsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern übersteigen, z.B.
    Heben, Tragen und Bewegen schwerer Lasten
    Arbeiten, bei denen dauerndes Stehen erforderlich ist
    Arbeiten mit erzwungener Körperhaltung
    Arbeiten mit einem hohen Maß an Verantwortung
 
Arbeiten, bei denen Schülerinnen und Schüler sittlichen Gefahren ausgesetzt sind.
Arbeiten, bei denen Schülerinnen und Schüler schädlichen Einwirkungen beim absichtlichen Umgang mit den besonders gefährlichen biologischen Arbeitsstoffen der Gruppen 3 und 4 im Sinne der Richtlinie 90/679 EWG (Stoffe, die ein schwere Krankheit beim Menschen hervorrufen können) ausgesetzt sind.
Akkordarbeit und tempoabhängige Arbeiten.
2.13 Eingeschränkte ArbeitenMit folgenden Arbeiten dürfen Schülerinnen und Schüler beschäftigt werden, soweit
    sie zur Erreichung des Praktikumszieles erforderlich sind
    der Schutz durch die Aufsicht eines Fachkundigen gewährleistet ist
    der Luftgrenzwert bei gefährlichen Stoffen (Gefahrstoffe i. S. des Chemiekaliengesetzes) unterschritten wird
 
und
      
    in Betrieben, für die ein Betriebsarzt oder Fachkraft für Arbeitssicherheit verpflichtet ist, eine betriebsärztliche oder sicherheitstechnische Betreuung sichergestellt ist:
 
Arbeiten, die mit Unfallgefahren verbunden sind, von denen anzunehmen ist, dass Schülerinnen und Schüler sie wegen mangelnden Sicherheitsbewusstseins oder mangelnder Erfahrung nicht erkennen oder nicht abwenden können (z.B. Arbeiten in gefährlichen Arbeitssituationen);
Arbeiten bei denen die Gesundheit von Schülerinnen und Schülern durch außergewöhnliche Hitze oder starke Nässe gefährdet wird;
Arbeiten, bei denen Schülerinnen und Schülern schädliche Einwirkung von Lärm, Erschütterung, Strahlen, Gefahrstoffen i. S. des Chemiekaliengesetzes oder von biologischen Arbeitsstoffen i. S. der Richtlinie 90/679 EWG ausgesetzt sind.
 
Gefahrstoffe sind Stoffe, die u.a. folgende Eigenschaften besitzen:
 
    explosionsgefährlich
    hochentzündlich
    gesundheitsschädlich
    ätzend
    reizend
    sehr giftig
    giftig
    krebserzeugend
    fortpflanzungsgefährdend
    erbgutverändernd
 
Biologische Arbeitsstoffe sind Mikroorganismen, die Infektionen, Allergien oder toxische Wirkungen hervorrufen können.
2.14 Beurteilung der ArbeitsbedingungenVor Beginn der Beschäftigung und bei wesentlicher Änderung der Arbeitsbedingungen hat der Arbeitgeber die Schülerinnen und Schüler zu beurteilen.
2.15 UnterweisungVor Beginn der Beschäftigung ist eine Unterweisung erforderlich über Unfall- und Gesundheitsgefahren, denen Schülerinnen und Schüler bei der Beschäftigung ausgesetzt sind, sowie über die Einrichtungen und Maßnahmen zur Abwendung dieser Gefahren.
2.16 AufsichtEine ausreichende Aufsicht durch fachkundige erwachsene Personen ist sicherzustellen.
Soweit Beschäftigten aufgrund der geltenden Unfallverhütungsvorschriften für bestimmte Tätigkeiten persönliche Schutzausrüstungen (z.B. Kopf-, Augen-, Gehörschutz, Sicherheitsschuhe) zur Verfügung gestellt werden müssen, dürfen Schülerinnen und Schüler mit solchen Arbeiten nur beschäftigt werden, wenn sie die vorgeschriebenen Schutzausrüstungen benutzen.
2.17 DatenschutzSchülerinnen und Schüler sind auf die Schweigepflicht hinzuweisen, wenn sie während des Betriebspraktikums Zugang zu Daten haben, die unter das Datenschutzgesetz fallen.

ERLASS ZUR DURCHFÜHRUNG DES KULTURELLEN PRAKTIKUMS AN SCHULEN

Vom 1. Juni 2001
Az.:E2 - 19.5.1

 

1. Geltungsbereich
Dieser Erlass gilt für die allgemein bildenden Schulen und -soweit es um die Durchführung eines Kulturtages nach Nummer 3.1. geht- auch für die beruflichen Vollzeitschulen.
2.Aufgaben des Kulturellen Praktikums
Das Kulturelle Praktikum hat die Aufgabe, Schülerinnen und Schülern Einblicke in die professionell und ehrenamtlich geführten kulturellen Einrichtungen, insbesondere im Bereich des Theaters, der Instrumental- und Chormusik und der Museen für Bildende Kunst und Geschichte, zu verschaffen und die Bedeutung von kultureller Betätigung für die eigene Persönlichkeitsentwicklung und die gesellschaftliche Integration bewusst zu machen.
3.Praktikumsteile, Gestaltungsmöglichkeiten, Teilnehmerkreis
Das Kulturelle Praktikum gliedert sich in einen verpflichtenden und in einen freiwilligen Teil.
3.1Verpflichtender Teil
In jedem Schuljahr ist einer der insgesamt vier Wandertage in allen Klassen als Kulturtag zum Besuch einer kulturellen Einrichtung (z.B. Museum, Bibliothek, Kulturwanderweg, historisch und landesgeschichtlich interessante Orte) oder einer kulturellen Veranstaltung (Theater, Konzert, Kino) zu nutzen. Während der Grundschulzeit soll jede Klasse mindestens einmal eine Bibliothek besuchen. Das Theaterpädagogische Zentrum, der Saarländische Museumsverband, die Landeszentrale für Politische Bildung, der Saarwaldverein sowie das Staatliche Büchereiamt geben in regelmäßigen Abständen im Bildungsserver Empfehlungen für die Gestaltung des Kulturtages.
3.2Freiwilliger Teil
3.2.1Im Rahmen des Betriebspraktikums ab Klassenstufe 8 soll verstärkt darauf hingearbeitet werden, auch die Möglichkeit eines Betriebspraktikums in professionellen kulturellen Einrichtungen (Bibliotheken, Theater, Museen, Musikschulen, Kunstschulen, Einrichtungen des Film- und Medienbereichs sowie des professionellen Kulturmarketings) zu nutzen. Von diesen werden entsprechende Praktikumsplätze bereitgestellt.
3.2.2Ab der Klassenstufe 8 können alle Schülerinnen und Schüler in ehrenamtlich oder professionell geführten kulturellen Einrichtungen bzw. Vereinen individuell und außerhalb der Unterrichtszeit hospitieren. Eine Hospitation soll sich in der Regel über einen Zeitraum von mindestens sechs Stunden erstrecken. Im Benehmen mit den Kulturämtern der jeweiligen Schulträger werden die dafür in Frage kommenden Einrichtungen ermittelt.
3.2.3In Kooperation von Schule und Verein sollen kulturelle Projekte in den Klassenstufen 1 bis 12/13 gemeinsam jahrgangsübergreifend vorbereitet und durchgeführt werden. Hierzu bedarf es einer Vereinbarung zwischen den Kooperationspartnern.
4.Grenzüberschreitende Ziele
Der Besuch von Einrichtungen im angrenzenden Département Moselle, im Großherzogtum Luxemburg und in Rheinland-Pfalz ist im Zusammenhang mit dem Kulturellen Praktikum anzustreben.
5.Versicherungsschutz
5.1Für die Dauer eines jeden Teils des Kulturellen Praktikums unterliegen die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler wie beim Besuch des Unterrichts - also auf dem Weg zur und von der Einrichtung sowie in der Einrichtung - der gesetzlichen Unfallversicherung, d.h. es besteht Versicherungsschutz im Hinblick auf einen etwaigen Körperschaden, den der Schüler oder die Schülerin während des Praktikums erleidet. Im Schadensfall gilt das für Schulunfälle vorgesehene Verfahren.
5.2Die gesetzliche Unfallversicherung umfasst keine Haftpflichtversicherung für Schäden, die von Schülerinnen oder Schülern während des Kulturellen Praktikums der Einrichtung oder Dritten zugefügt werden. Daher ist vom Schulträger auch für das Kulturelle Praktikum eine Haftpflichtversicherung abzuschließen.
6.Unterrichtliche Vor- und Nachbereitung
6.1Durch eine inhaltliche Auseinandersetzung mit landesspezifischen kulturhistorischen Themen wird insbesondere im Deutsch-, Geschichts-, Musik- und Kunstunterricht -im Grundschulbereich im Deutsch- und Sachunterricht- auf das Kulturelle Praktikum vorbereitet. Nach Abschluss eines jeden Teils des Praktikums werden die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler im Unterricht ausgewertet.
6.2Der Besuch von kulturellen Einrichtungen im Rahmen sonstiger schulischer Veranstaltungen wie Unterrichtsgänge, Exkursionen oder Lehrfahrten bleibt wichtig und ersetzt nicht das Kulturelle Praktikum.
7.Organisatorische Vorbereitung und Durchführung des Kulturellen Praktikums
7.1Die Gesamtkonferenz legt die Grundsätze für die Durchführung des Kulturellen Praktikums nach Nummer 3.2 fest.
7.2Praktikumsleiter/Praktikumsleiterin für eine kulturelle Veranstaltung im Sinne von Nummer 3.2 ist in der Regel der/die jeweilige Vorsitzende der Fachkonferenz Musik, Bildende Kunst oder musisch-kulturelle Bildung und im Grundschulbereich der jeweilige Klassenleiter/die jeweilige Klassenleiterin. Er/Sie erstellt für die jeweilige Klasse/Klassenstufe der Schule eine Rahmenplanung und holt die Zustimmung der Schulleitung ein (Voraussetzung für die Kontaktaufnahme mit den in Frage kommenden Einrichtungen). Diese stellt sicher, dass die allgemeine Aufsicht der Schule über die Veranstaltung gewährleistet bleibt.
7.3Der Praktikumsleiter/Die Praktikumsleiterin informiert die Erziehungs-berechtigten in einer Elternversammlung über Ziele, Inhalte, Form und zeitlichen Ablauf des Praktikums und über versicherungsrechtliche Fragen.
7.4Die betreuenden Lehrkräfte weisen die Schülerinnen und Schüler für das kulturelle Betriebspraktikum und für die individuelle Hospitation (ab Klassenstufe 8), möglichst unter Berücksichtigung individueller Wünsche, den betreffenden Einrichtungen bzw. Vereinen zu.
7.5Der Besuch einer kulturellen Einrichtung im Rahmen der Hospitation und die Mitwirkung an einem Projekt in Kooperation von Schule und Verein wird mittels Zertifikat als besondere schulische Aktivität im Praktikumsheft nachgewiesen und im Verhaltenszeugnis vermerkt.

 

 


Richtlinien zur Durchführung von Betriebspraktika für Schülerinnen und Schüler an Schulen der Sekundarstufe I

Vom 05. Juni 1996 (GMBl. Saar S. 114), inklusive der Änderungen vom 2. Juli 2001; Az.: R1/B - 3.6.2.0

 

1.Allgemeines
1.1Das Betriebpraktikum hat die Aufgabe, Schülerinnen und Schülern ab Klassenstufe 8 durch eigene Tätigkeit an Arbeitsplätzen sowie durch Betriebserkundungen, Beobachtungen und Gespräche einen Einblick in den Aufbau eines Betriebes, seinen wirtschaftlichen Zweck, die organisierte Zusammenarbeit der Betriebsangehörigen, die für ihre Tätigkeiten erforderlichen Ausbildungen, die sozialen Belange und die Verflechtung des Betriebes mit anderen Betrieben zu ermöglichen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen auf diese Weise im Unterricht erworbene Kenntnisse durch eigene Beobachtungen und Erfahrungen ergänzen. Das Betriebspraktikum soll damit zur Entwicklung des Verständnisses der Arbeits- und Wirtschaftswelt, betrieblicher Zusammenhänge sowie beruflicher Anforderungen beitragen, die Schülerinnen und Schüler bei ihrer Berufswahl unterstützen und ihnen den Übergang von der Schule in das Berufs- und Arbeitsleben erleichtern.
Das Betriebspraktikum dient weder der Eignungsfeststellung für einen bestimmten Beruf noch der Vermittlung eines Ausbildungs- bzw. Arbeitsverhältnisses.
1.2Das Betriebspraktikum ist eine schulische Veranstaltung im Rahmen des Bildungs-auftrages der einzelnen Schulformen. Für Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums kann ein Betriebspraktikum auf freiwilliger Basis angeboten werden; für Schülerinnen und Schüler der übrigen Schulformen der Sekundarstufe I ist die Teilnahme am Betriebspraktikum verpflichtend.
Durchführung und Gestaltung des Betriebspraktikums für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf sind auf die jeweiligen Belange abzustimmen.
Der Schulleiter bzw. die Schulleiterin kann einen Schüler/eine Schülerin auf Antrag der Erziehungsberechtigten von der Teilnahme am Betriebspraktikum befreien, wenn besondere Grüne dies rechtfertigen. Schülerinnen und Schüler, die am Betriebspraktikum nicht teilnehmen können, besuchen während dieser Zeit den Unterricht einer anderen Klasse. Schließt der Bildungsgang mit einer Abschlussprüfung ab, so ist das Betriebspraktikum vor Ende des dem Jahr der Abschlussprüfung vorangehenden Schuljahres durchzuführen.
1.3Das Betriebspraktikum stellt weder eine Ausbildungs- noch ein Beschäftigungs-verhältnis dar. Die Tätigkeiten im Rahmen des Betriebspraktikums sind gemäß § 5 Abs. 2 Nr. 2 Jugendarbeitsschutzgesetz vom Verbot der Kinderarbeit ausgenommen.
Bei der Durchführung des Betriebspraktikums sind die Vorschriften des Jugendarbeitsschutzgesetzes zu beachten. Schülerinnen und Schüler bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres dürfen nur mit leichten und für sie geeigneten Tätigkeiten entsprechend den geltenden besonderen Schutzbestimmungen für Jugendliche (§§ 7 Abs. 2 Nr. 2 und 9 bis 46 JarbSchG) beschäftigt werden. Mit den Zielen des Schülerbetriebspraktikums ist es nicht vereinbar, Schülerinnen und Schüler als Ersatz für andere Arbeitskräfte einzusetzen.
1.4Das Betriebspraktikum kann grundsätzlich in allen Bereichen der Industrie, des Handwerks, des Handels und Verkehrs, der Landwirtschaft, der Dienstleistungs- und Versorgungsbetriebe, der öffentlichen Verwaltung und der sozialen Einrichtungen - auch in nahegelegenen Betrieben im Département Moselle, Großherzogtum Luxemburg und in Rheinland-Pfalz - durchgeführt werden.
Es dürfen jedoch nur solche Betriebe gewählt werden, in denen die Schülerinnen und Schüler dem Sinne des Praktikums entsprechend beschäftigt werden können und in denen ihnen in einem für sie überschaubaren Bereich Einblicke in die Betriebspraxis ermöglicht werden.
Unzulässig sind Betriebspraktika in Einrichtungen, die eine besondere Gefährdung der Schülerinnen und Schüler - auch in sittlicher, psychologischer und rechtlicher Hinsicht - erwarten lassen, oder in denen eine ständige Betreuung durch die Schule (z. B. aufgrund der Entfernung) nicht gewährleistet werden kann.
1.5Das Betriebspraktikum wird als Blockpraktikum durchgeführt. Es umfasst im Regelfalle drei Wochen während der Unterrichtszeit. Das Betriebspraktikum kann auch in zwei Blöcke aufgeteilt werden. Es soll nicht unmittelbar vor bzw. nach den Ferien stattfinden.
1.6Für die Dauer des Betriebspraktikums unterliegen die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler wie beim Schulbesuch - also auf dem Weg zum und vom Betrieb sowie im Betrieb - der gesetzlichen Unfallversicherung, d. h. es besteht Versicherungsschutz im Hinblick auf einen etwaigen Körperschaden, den der Schüler bzw. die Schülerin während des Praktikums erleidet. Für Unfälle gilt das gleiche Verfahren wie bei Schulunfällen.
1.7Die gesetzliche Unfallversicherung umfasst keine Haftpflichtversicherung für Schäden, die von Schülerinnen bzw. Schülern während des Betriebspraktikums dem Betrieb oder Dritten zugefügt werden. Daher ist vom Schulträger vor Beginn des Betriebspraktikums für alle daran teilnehmenden Schülerinnen und Schüler eine Haftpflichtversicherung abzuschließen.
2.Unterrichtliche Vorbereitung
2.1Durch eine möglichst langfristige inhaltliche Behandlung der einzelnen Aspekte soll eine intensive Vorbereitung des Betriebspraktikums unter berufsorientierenden, wirtschaftlichen und sozialen Fragestellungen im Unterricht gewährleistet sein; Betriebspraktika im französischsprachigen Raum setzen zudem entsprechende fremdsprachliche Vorbereitungen voraus. Alle Fächer bzw. Lernbereiche sollen - gegebenenfalls im Rahmen einer projektorientierenden Phase - einen Beitrag dazu leisten, insbesondere das Fach Arbeitslehre bzw. die entsprechenden Lernbereiche im Wahlpflichtunterricht sowie die gesellschaftswissenschaftlichen und naturwissenschaftliche Fächer und die Fächer Deutsch und Mathematik.
Die Schülerinnen und Schüler sollen in die Lage versetzt werden, zu folgenden Aspekten exemplarisch Informationen, Beobachtungen und Erfahrungen festzuhalten und zu ordnen:
-  Zur Vorbereitung bzw. Ergänzung des Betriebspraktikums können auch Betriebs-erkundungen dienen; außerdem können außerschulische Institutionen bzw. Verbände, insbesondere die Berufsberatung der Arbeitsämter, wichtige Informationen und Hilfestellungen geben.
-  Wirtschaft: z. B. wirtschaftlicher Zweck und funktionaler Aufbau eines Betriebes, Betrieb im Wirtschaftsgefüge
-  Soziales: z. B. Personalstruktur eines Betriebes, betriebliche Funktionen und soziale Rollen, Betriebs- und Arbeitsordnung, gesetzliche Vorschriften zu Schutz und Mitbestimmung der Arbeitnehmer, Jugendarbeitsschutzgesetz, Interessenverbände und -gruppen 
2.2Zur Vorbereitung bzw. Ergänzung des Betriebspraktikums können auch Betriebs-erkundungen dienen; außerdem können außerschulische Institutionen bzw. Verbände, insbesondere die Berufsberatung der Arbeitsämter, wichtige Informationen und Hilfestellungen geben.
2.3Das Ergebnis der unterrichtlichen Vorbereitung des Betriebspraktikums ist ein Katalog von Fragen und Aufgaben, die den Schülerinnen und Schülern das Erschließen von Problemen der Arbeits- und Wirtschaftswelt erleichtern und die gleichzeitig als Grundlage für die Auswertung des Praktikums dienen.
3.Organisatorische Vorbereitung
3.1

Die Gesamtkonferenz wählt für die Wahrnehmung der grundsätzlichen Angelegenheiten und der Koordination der Betriebspraktika an der Schule einen Praktikumsleiter/eine Praktikumsleiterin, sofern diese Aufgaben nicht einem Funktionsträger der Schule zugewiesen sind.

Die Gesamtkonferenz legt für jedes Schuljahr rechtzeitig einen Zeitrahmen für die Durchführung des Betriebspraktikums fest und benennt die verantwortlichen Lehrkräfte für die einzelnen Klassen (Praktikumsbetreuer/innen).
Die Praktikumsbetreuer sollen die zu betreuenden Schülerinnen und Schüler hinreichend aus dem Unterricht kennen.
3.2Die Praktikumsleiter benachbarter Schulen der Sekundarstufe stimmen im Interesse einer ausgewogenen Nutzung der Praktikumsplätze die Termine für das Betriebspraktikum ihrer Schule untereinander ab.
3.3Der Praktikumsleiter/die Praktikumsleiterin erstellt für die jeweilige Klasse bzw. Klassenstufe der Schule eine Rahmenplanung und holt die Zustimmung der Schulleitung zu dem geplanten Betriebspraktikum ein. Ohne diese Zustimmung kann keine Verbindung mit außerschulischen Stellen aufgenommen werden.
3.4Der Praktikumsleiter/die Praktikumsleiterin informiert gemeinsam mit den betreuenden Lehrkräften die Erziehungsberechtigten im Rahmen einer Elternversammlung rechtzeitig über Ziele, Inhalte, Form und zeitlichen Ablauf des Betriebspraktikums sowie über versicherungsrechtliche Fragen.
3.5Die Praktikumsleiter bzw. die betreuenden Lehrkräfte suchen die Betriebe auf, die für das Betriebspraktikum in Betracht kommen, und verständigen sich mit den für die Betreuung der Praktikanten verantwortlichen Betriebsangehörigen in einem Gespräch über Art, Durchführung, Dauer und pädagogische Zielsetzung des Betriebspraktikums. Dabei müssen sie sich davon überzeugen, dass der angestrebte Zweck des Betriebspraktikums in diesen Betrieben zu erreichen ist und für die notwendige Sicherheit der Schülerinnen und Schüler Sorge getragen wird.
3.6Die betreuenden Lehrkräfte weisen die Schülerinnen und Schüler den einzelnen Betrieben zu. Bei der Auswahl der Schülerinnen und Schüler für die einzelnen Betriebe sollen Neigung und Eignung sowie die Wünsche der Erziehungsberechtigten und der Schülerinnen und Schüler nach Möglichkeit berücksichtigt werden, soweit sie den grundsätzlichen Bedingungen des Betriebspraktikums nicht widersprechen.
3.7

Der Praktikumsleiter/die Praktikumsleiterin beantragt beim zuständigen Gesundheitsamt eine Belehrung gemäß § 43 Abs. 1 Nr. 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG) der Schülerinnen und Schüler, die das Betriebspraktikum in Betrieben des Lebensmittelbereiches ableisten. Nach der mündlichen und schriftlichen Belehrung über die in § 42 Abs. 1 IfSG genannten Tätigkeitsverbote erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Bescheinigung über die Belehrung, die sie im Betrieb abgeben. Die Bescheinigung gilt für die Dauer des Praktikums und ist gebührenfrei. 

Bei Verdacht einer ansteckungsfähiger Tuberkulose des Atmungsorgan ist dies im Rahmen der Belehrung gemäß § 43 Abs. 1 IfSG dem zuständigen Gesundheitsamt mitzuteilen. 
Im übrigen sind die "Hinweise für die Vorbereitung und Durchführung von Schülerbetriebspraktika in Betrieben des Lebensmittelgewerbes, in Gemeinschaftseinrichtungen, in Einrichtungen der Altenpflege, in Krankenhäusern und Praxen der Heil- und Gesundheitsberufe" zu beachten (s. Anlage) zu beachten.
3.8Der Praktikumsleiter/die Praktikumsleiterin und die betreuenden Lehrkräfte erstellen im Zusammenwirken mit der Schulleitung einen Plan für die Betreuung der Schülerinnen und Schüler in den Betrieben. Sie tragen auch dafür Sorge, dass die Betriebe vor Beginn des Praktikums über die zu erwartenden Praktikantinnen und Praktikanten informiert werden.
4.Durchführung
4.1Die für die Betreuung der Schülerinnen und Schüler zuständigen Lehrkräfte üben während des Betriebspraktikums die allgemeine Aufsicht aus; sie sind für die Dauer des Betriebspraktikums von anderen Unterrichtsverpflichtungen in angemessenem Umfang zu befreien. Sie besuchen die Praktikanten in ihren Betrieben regelmäßig; dabei überzeugen sie sich von dem ordnungsgemäßen Ablauf des Praktikums, insbesondere am Arbeitsplatz der Schülerinnen und Schüler sowie bei den für die Betreuung der Praktikanten verantwortlichen Betriebsangehörigen.
4.2Für alle zur Vorbereitung und Durchführung des Betriebspraktikums notwendigen Gänge und Fahrten ist den für die Betreuung der Schülerinnen und Schüler zuständigen Lehrkräften mit ihrer Beauftragung Dienstreise angeordnet; die Benutzung des privateigenen Kraftfahrzeuges ist entsprechend den Bestimmungen des Saarländischen Reisekostengesetzes grundsätzlich genehmigt.
4.3Die für die Betreuung zuständigen Lehrkräfte stehen den Schülerinnen und Schülern sowie den Erziehungsberechtigten und den für die Betreuung der Praktikanten verantwortlichen Betriebsangehörigen während des Betriebspraktikums zu bestimmten Zeiten für die Erörterung praktikumsbezogener Angelegenheiten zur Verfügung.
4.4Während des Betriebspraktikums unterliegen die Schülerinnen und Schüler der jeweiligen Betriebsordnung. Die für die Betreuung der Schülerinnen und Schüler verantwortlichen Betriebsangehörigen haben dafür Sorge zu tragen, dass die Schutzbestimmungen für Jugendliche und die Unfallverhütungsvorschriften genau beachtet und die Praktikanten über die Unfall- und Gesundheitsschäden belehrt werden, denen sie während des Aufenthaltes im Betrieb ausgesetzt sein können. Sie verständigen in besonderen Fällen der Beeinträchtigung des Praktikums die Schule unverzüglich.
4.5Die Schülerinnen und Schüler haben während des Betriebspraktikums die Weisungen der verantwortlichen Betriebsangehörigen zu befolgen sowie bei Erkrankung Schule und Betrieb unverzüglich zu benachrichtigen.
4.6Über die Beurlaubung von Schülerinnen und Schülern aus persönlichen Gründen während des Betriebspraktikums oder über den Ausschluss von der weiteren Teilnahme am Praktikum entscheidet die Schule; der Betrieb ist entsprechend zu informieren.
4.7Unfälle bzw. Schadensfälle während des Betriebspraktikums sind vom jeweiligen Betrieb der Schule unverzüglich zu melden; sie werden von der Schule registriert und entsprechend den für Schulunfälle üblichen Formen behandelt.
4.8Die Schülerinnen und Schüler führen während ihres Betriebspraktikums ein Berichtsheft, in dem sie ihre Erfahrungen und die Ergebnisse ihrer Beobachtungsaufträge gemäß Ziffer 2 für die Auswertung und Nachbereitung in der Schule in geeigneter Weise dokumentieren.
4.9Am Ende des Betriebspraktikums stellt der Betrieb eine Teilnahmebescheinigung aus, die der Schülerakte beigefügt wird. Die Teilnahme am Betriebspraktikum wird im Zeugnis vermerkt.
5.Auswertung
5.1Nach dem Betriebspraktikum werden die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler im Unterricht gemeinsam ausgewertet. Grundlage der Auswertung sind die Erfüllung der Aufträge, die entsprechend den Bestimmungen der Ziffern 2 und 4.8 dieser Richtlinien den Schülerinnen und Schülern gestellt worden waren, sowie ihre persönlichen Erfahrungen.
5.2Die gemeinsame Auswertung des Betriebspraktikums kann in Form eines Unterrichtsprojektes erfolgen. Daran können Vertreter der Praktikumsbetriebe sowie die in die Vorbereitung und Durchführung des Praktikums einbezogenen Institutionen beteiligt werden. Im Interesse des Datenschutzes müssen bei der Dokumentation der Ergebnisse die einschlägigen Bestimmungen beachtet werden.
5.3Den Praktikumsbetreuern /Praktikumsbetreuerinnen obliegt die Gesamtdokumentation der Ergebnisse des Betriebspraktikums an ihrer Schule sowie die Darlegung von Problemen und Fragestellungen, die für die zukünftige Durchführung von Betriebspraktika bedeutsam sind.

 

Diese Richtlinien treten am Tage nach ihrer Veröffentlichung in Kraft.
Gleichzeitig treten der Erlass betreffend die Durchführung von Betriebspraktika im Rahmen des Unterrichts an Hauptschulen vom 1. Juni 1972, GMBl. Saar S. 410, sowie der Erlass über die Durchführung des Schülerbetriebspraktikums an Realschulen vom 24. November 1987, GMBl. Saar S. 361 außer Kraft. 


Hinweise für die Vorbereitung und Durchführung von Schülerbetriebspraktika in Betrieben des Lebensmittelgewerbes, in Gemeinschaftseinrichtungen, in Einrichtungen der Altenpflege, in Krankenhäusern und Praxen der Heil- und Gesundheitsfachberufe

  • Die Schülerinnen und Schüler dürfen nicht an übertragbaren Krankheiten leiden. Eine Belehrung nach § 43 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz durch das zuständige Gesundheitsamt ist erforderlich, wenn sie ein Praktikum in unbestimmten Betrieben des Lebensmittelgewerbes durchführen und dabei mit Lebensmitteln unmittelbar in Berührung kommen. Dabei handelt es sich um 1. Fleisch, Geflügelfleisch und Erzeugnisse daraus. 2. Milch und Erzeugnisse auf Milchbasis 3. Fische, Krebse oder Weichtiere und Erzeugnisse daraus 4. Eierprodukte 5. Säuglings- und Kleinkindernahrung 6. Speiseeis und Speiseeishalberzeugnisse 7. Backwaren mit nicht durchgebackener oder durcherhitzter Füllung oder Auflage 8. Feinkost-, Rohkost- und Kartoffelsalate, Marinaden, Mayonnäsen, andere emulgierte Soßen, Nahrungshefen. Eine solche Belehrung ist auch erforderlich, wenn die Schülerinnen und Schüler in Küchen von Gaststätten, Kantinen, Krankenhäusern, Säuglings- und Kinderheimen oder von sonstigen Einrichtungen mit oder zur Gemeinschafsverpflegung eingesetzt werden (§ 42 Abs. 2 Infektionsschutzgesetz).
  • Auch für Praktika in Einrichtungen der Altenhilfe, in Krankenhäusern und in Praxen der Heil- und Gesundheitsfachberufe besteht keine allgemeine Regelung der ärztlichen Untersuchung. Über die Zulassung eines Praktikums in diesen Einrichtungen entscheidet die Einrichtung (ggf. mit ihrem betriebsärztlichen Dienst). Im Zweifel beraten die Gesundheitsämter.

    • Bei einer Beschäftigung in Krankenhäusern sollen die Praktikanten nicht mit Schwer-kranken oder Personen, die an ekelerregenden Krankheiten leiden, in Berührung kommen.
    • In Krankenhäusern sind Schülerbetriebspraktika insbesondere auf Wöchnerinnenstationen, Kinderstationen (ausgenommen Infektions- und Intensivabteilungen), kardiologischen Abteilungen, auf der reinen Seite von Sterilisations- und Desinfektionseinheiten, in sozialen Diensten, in Küchen, Werkstätten und in der Verwaltung zulässig. 
    • Eine Beschäftigung in Praxen der Heil- und Gesundheitsfachberufe ist in den Räumen für körperliche Untersuchungen zulässig, wenn der/die Patient/in zugestimmt hat. In Röntgenräumen sind die Bestimmungen der Röntgenverordnung zu beachten, insbesondere das Verbot, den Kontrollbereich zu betreten.
    • In Alten- und Pflegeheimen und angeschlossenen Einrichtungen mit Ausnahme von Schwerpflegebereichen können Schülerbetriebspraktika durchgeführt werden, wenn sichergestellt ist, dass die Schülerinnen und Schüler nicht zur direkten Körperpflege der Bewohner eingesetzt werden. In allen Fällen ist eine fachkundige Aufsicht sicherzustellen.
    • In Endoskopieeinheiten, Dialyseeinheiten, medizinischen und mikrobiologischen Laboratorien, Lungenfachpraxen, unreinen Seiten von Sterilisations- und Desinfektionseinheiten oder Tierställen mit infizierten Tieren sind Schülerbetriebspraktika nicht zulässig.

 

 


Bekanntmachung über die Zusammenarbeit von Schule, Berufsberatung und Studienberatung im Sekundarbereich II

 

 

Vom 23. November 1993; (GMBI. Saar 1993. S. 440)
Az.: B 1 ---- 6.8.3.2.0
0.2.2.0

 

 

 

Der nachstehende Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 20./21. Februar 1992 wird hiermit bekannt gegeben:
"Gemeinsame Empfehlung der Kultusministerkonferenz, der Bundesanstalt für Arbeit und der Hochschulrektorenkonferenz über die Zusammenarbeit von Schule, Berufsberatung und Studienberatung im Sekundarbereich II
Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 20./21. Februar 1992"

 

 

0. Vorbemerkung
Im Bewusstsein ihrer gemeinsamen Verantwortung für die Maßnahmen, die beim Übergang der Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen im Sekundarbereich II zu Studium und Beruf erforderlich sind, und auf der Grundlage der geltenden Regelungen und Vereinbarungen auf diesem Gebiet (Anlage) vereinbaren die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland, die Bundesanstalt für Arbeit und die Hochschulrektorenkonferenz die folgende "Gemeinsame Empfehlung".
1.Ausgangslage
1.1Die Situation der Schülerinnen und Schüler im Sekundarbereich II hat sich in den letzten Jahren im Hinblick auf die Gegebenheiten von Bildung und Ausbildung und die sich anschließenden beruflichen Perspektiven und Möglichkeiten verändert.
In der gymnasialen Oberstufe können Schülerinnen und Schüler im Rahmen bestimmter Vorgaben durch ihre Fächerwahl eigene Schwerpunkte setzen.
Das berufliche Ausbildungssystem ist zugleich mit verbesserten qualitativen Angeboten differenzierter geworden.
Der Ausbau der Hochschulen und der Strukturwandel des Arbeitsmarktes sind weitere Merkmale dieser Veränderungen.
Auf dem Arbeitsmarkt sind vor allem die qualifizierten Berufe betroffen. An die Berufsausübung werden weitgehend erhöhte Anforderungen gestellt. Dazu entstehen neue berufliche Tätigkeitsfelder. In vielen Berufen ist die Praxis durch neue Technologien im Wandel begriffen.
Das Übergangsverhalten der Schüler und Hochschulabsolventen tendiert generell nach höherwertigen Berufsabschlüssen und einer Ausweitung der Bildungs- bzw. Ausbildungsphase, insbesondere durch ein Studium.
Die Vollendung des Europäischen Binnenmarktes und die Wiederherstellung der Einheit Deutschlands tragen dazu bei, berufliche Entscheidungsspielräume zu erweitern.
1.2Berufswahl und Berufswegplanung vollziehen sich in einem längeren Prozess. Nicht zuletzt im Hinblick auf eine notwendige Verkürzung der Ausbildungszeiten muss alles getan werden, um Orientierungsschwierigkeiten und Informationsdefizite bei den Schülerinnen und Schülern bereits im Vorfeld von Entscheidungen durch qualifizierte Gesprächspartner und objektive Informationsangebote aufzufangen.
1.3Die bestehenden Aufgaben verlangen ein enges Zusammenspiel der auf diesem Gebiet erbrachten Dienstleistungen und das Zusammenwirken ihrer Träger als Partner.
Die "Gemeinsame Empfehlung" hat in diesem Sinne zum Ziel,
-  die spezifischen Leistungen der beratend tätigen Einrichtungen zu verdeutlichen,
-  die Verknüpfung der Angebote zur Orientierung und Beratung zu fördern und damit,
-  die Nutzung der verschiedenen Beratungsangebote zu verbessern.
2.Die Aufgaben von Schule, Berufsberatung und Studienberatung in Fragen der Studien- und Berufswahl
Ausgehend von ihrem jeweiligen Auftrag machen Schule, Berufsberatung und Studienberatung in Fragen der Studien- und Berufwahl im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten ein weitreichendes differenziertes Beratungs- und Orientierungsangebot.
2.1Schule
Die Schule berät Schülerinnen und Schüler und deren Eltern in allen Fragen der Schullaufbahn. Sie informiert und berät über schulische Abschlussqualifikationen, über Fächerwahlmöglichkeiten und Schwerpunktbildungen.
Im Rahmen der individuellen Beratung informiert die einzelne Schule auch über schulische Bildungsangebote im eigenen Einzugsbereich und in der Region und berät bei einem ggf. erforderlichen Schullaufbahnwechsel.
Die Schule vermittelt im Rahmen ihres Unterrichtsauftrages sowohl im Sekundarbereich I als auch im Sekundarbereich II grundlegende Kenntnisse über die Wirtschafts- und Arbeitswelt. Diese sind zugleich Grundlagen und Teil der Berufsorientierung. Die Schule vermittelt auch die für eine Studien- oder Berufswahl notwendigen allgemeinen Fähigkeiten und Fertigkeiten und bereitet die Schülerinnen und Schüler darauf vor, eigenverantwortlich und sachkundig ihre Entscheidungen zu treffen. Die Inhalte der Hinführung zur Berufs- und Arbeitswelt können Gegenstand des Zusammenwirkens mehrerer Fächer, Bestandteil einzelner Fächer des Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlbereichs oder eines eigenständigen Faches (hauptsächlich im Sekundarbereich I) sein. Die Schule gibt ferner im Wege besonderer Maßnahmen allgemeine Orientierungshilfen bei der Studien- und Berufswahl. Dabei geht es vor allem um Maßnahmen zur Betriebserkundung, um Betriebspraktika und berufs- und studienkundliche Veranstaltungen, die im Rahmen der Schule vor- und nachbereitet werden. Auch Projekttage, Studientage und Arbeitsgemeinschaften können für entsprechende Orientierungs- und Informationszwecke genutzt werden. Zur Erreichung dieser Ziele sind Kontakte der Schulen zu regionalen Einrichtungen der Wirtschaft hilfreich.
2.2Berufsberatung
Die Berufsberatung bietet Schülerinnen und Schülern im Sekundarbereich II ein System von Informationen und Hilfen zur Berufswahl an:
In Schulbesprechungen und/oder durch Beteiligung am Unterricht werden grundlegende Kenntnisse über die Berufswahl vermittelt und Anregungen gegeben, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen.
Berufskundliche Vortragsveranstaltungen bei der Berufsberatung vermitteln Informationen sowohl über Berufe, die einen Hochschulabschluss voraussetzen, als auch Berufe mit schulischer und betrieblicher Ausbildung sowie insbesondere Ausbildungsgänge für Abiturienten.
Zur Vorbereitung der Berufswahl stellt die Berufsberatung eine Reihe von zentralen und regionalen Schriften zur Verfügung.
Die Berufsberatung bietet regelmäßige offene Sprechstunden in den Schulen sowie in den Arbeitsämtern an.
In Gruppenberatungen können Jugendliche mit gleichen oder ähnlichen Interessen und Fragen gemeinsam mit der Berufsberaterin oder dem Berufsberater Lösungen und Antworten erarbeiten.
Terminierte Einzelgespräche mit einer Berufsberaterin oder einem Berufsberater sollen Ratsuchenden helfen, eine verantwortliche Entscheidung zur Berufswahl zu treffen.
Zu den Angeboten der Berufsberatung gehören ferner:
-  Vermittlung von Ausbildungsstellen und Nachweis schulischer Berufsausbildung,
-  Vermittlung von Praktikantenstellen für Vorpraktika,
-  finanzielle Förderung der Ausbildung
Inhaltlich gehen es bei der Berufsberatung vor allem um folgendes:
-  Fragen der schulischen Bildung, soweit sie für die Berufswahl und die berufliche Entwicklung von Bedeutung sind,
-  Voraussetzungen für die Berufswahl,
- Eignungsfragen, allgemeine Probleme der Berufswahl,
-  Bildungs- bzw. Ausbildungswege,
-  Berufe mit Hochschulabschluss und Berufe mit schulischer und betrieblicher Ausbildung sowie besondere Ausbildungswege.
2.3Studienberatung
Die Studienberatung der Hochschule erstreckt sich auf folgende Leistungen:
-  generelles Angebot der Beratung und Information zur Studienwahl, Durchführung und Vermittlung von Orientierungshilfen,
-  Überblick über Hochschulen und Hochschularten, Studienmöglichkeiten in Deutschland und allgemeine Informationen über das Studium im Ausland,
-  Information über Studiengänge, -inhalte und -schwerpunkte, Praktika vor und während des Studiums, Studiendauer und Zulassungsverfahren,
-  Informationsbegegnungen von Vertretern der Hochschulen mit Vertretern der zur Hochschulreife führenden Schulen des Einzugsbereichs,
-  Informationsveranstaltungen der allgemeinen Studienberatung sowie der Fachstudienberatung der Hochschulen für Fachlehrer und Kursteilnehmer der Oberstufe,
-  Veranstaltungen der Studienberatung der Hochschulen und der Beratungslehrer/Oberstufenberater der Schulen des Einzugsbereichs zur gegenseitigen Information und zur Weiterentwicklung ihres Beratungskonzeptes,
-  Versorgung der Schulen des Einzugsbereichs mit Informationsmaterialien über das Studienangebot an Hochschulen,
-  Durchführung von Informations- und Beratungsveranstaltungen der Hochschulen in Schulen ihres Einzugsbereiches (Vortragsreihen, Mitwirkung bei studienkundlichen Projekten, bei Elternabenden, Klassen- und Schulveranstaltungen),
3.Die Zusammenarbeit der Partner
3.1Schule, Berufsberatung und Studienberatung arbeiten bei der Studien- und Berufswahl eng zusammen, um ihre Angebote so zu koordinieren und zu verknüpfen, dass sie sich für die Zielgruppen zu einer möglichst hohen Wirksamkeit ergänzen.
3.2Zu diesem Zweck werden die Partner dieser Empfehlung auf den jeweiligen Ebenen
- Planungen rechtzeitig abstimmen,
-  relevante Informationen austauschen und
- Möglichkeiten zur Verbesserung der Zusammenarbeit nutzen.
3.3Im einzelnen werden für die Kooperationspartner folgende Schwerpunkte der Zusammenarbeit gesehen:
3.3.1Schule und Berufsberatung
-  Schule und Berufsberatung nutzen Möglichkeiten und Formen einer kooperativen Berufswahlvorbereitung.
-  Die Inanspruchnahme der Selbstinformationseinrichtungen (BIZ, BIZ-mobil) wird von Schule und Berufsberatung gefördert.
-  Lehrer und Berufsberater führen in Einzelfällen gemeinsame Gespräche mit Schülerinnen und Schülern, wenn die Erziehungsberechtigten und Schüler dem nicht widersprochen haben.
-  Lehrer und Berufsberater nehmen gegenseitig an Veranstaltungen teil, soweit gemeinsam berührende Themen behandelt werden.
-  Schule und Berufsberatung unterstützen sich gegenseitig bei der Herausgabe von Schriften, die der Vorbereitung der Berufswahl dienen.
3.3.2Schule und Studienberatung
-  Schule und Hochschule stimmen sich wegen der Versorgung mit Informationsmaterialien zur Studienwahl und der Nutzung dieser Materialien ab.
-  Die Hochschulen bieten den Schulen Informationsveranstaltungen in der Schule oder in der Hochschule an.
-  Die Schule ermöglicht den Schülern und Schülerinnen die Teilnahme an Informationsveranstaltungen der Hochschule. Mehrtägige Veranstaltungen sollen während unterrichtsfreier Zeiten angeboten werden.
-  Schule und Hochschule nutzen die regionalen Möglichkeiten einer kooperativen Studienwahlvorbereitung. Dazu halten Schule und Hochschule auf verschiedenen Ebenen Kontakt miteinander.
-  Die Hochschule ermöglicht Schülerinnen und Schülern nach vorheriger Abstimmung die punktuelle Teilnahme an einzelnen Hochschulveranstaltungen.
3.3.3 Schule, Berufsberatung und Studienberatung
-  Studienberatung und Berufsberatung sprechen ihre Aktivitäten und Angebote an den Schulen ab bzw. informieren sich gegenseitig.
-  Studienberatung und Berufsberatung führen, soweit dies erforderlich erscheint, in Zusammenarbeit mit den Schulen gemeinsame Veranstaltungen zur Studien- und Berufswahl durch.
-  Studienberatung und Berufsberatung versorgen sich gegenseitig mit der Schule zur Verfügung gestelltem Informationsmaterial.
4.Zur Umsetzung der Empfehlung
Die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland, die Bundesanstalt für Arbeit und die Hochschulrektorenkonferenz werden
-  diese Empfehlung in ihrem Zuständigkeitsbereich verbreiten,
-  die Folgerungen aus der Empfehlung für die geltenden Vereinbarungen/Absprachen auf regionaler und örtlicher Ebene prüfen,
-  die Umsetzung der Empfehlung zum Gegenstand eines regelmäßigen Informations- und Erfahrungsaustauschs machen.

 

 


Anlage

  • Arbeitsförderungsgesetz §§ 25-32
  • Hochschulrahmengesetz § 14
  • Rahmenvereinbarung über die Zusammenarbeit von Schule und Berufsberatung
    (Beschluss der KMK vom 5. Februar 1971 = Beschluss-Nr. 889)
  • Übereinkommen zwischen der Bundesanstalt für Arbeit und der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland über die Zusammenarbeit von Schule und Berufsberatung vom 12. Februar 1971
  • Beratung in Schule und Hochschule
    (Beschluss der KMK vom 14. September 1973 = Beschluss-Nr. 889.1)
  • Zur Studienberatung
    (Empfehlung des 119. Plenums der Westdeutschen Rektorenkonferenz, Bonn-Bad Godesberg, 28./29. Juni 1976)
  • Verkürzung der Studienzeiten
    (Beschluss der KMK über vorrangige Maßnahmen zur Verkürzung der Studienzeiten - 239. Plenarsitzung am 23./24. Juni 1988 in Wiesbaden -).
  • Empfehlungen zur Arbeit in der gymnasialen Oberstufe gemäß Vereinbarung zur Neugestaltung der gymnasialen Oberstufe in der Sekundarstufe II - Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 7. Juli 1972 i. d. F. vom 11. April 1988
    (Beschluss der KMK vom 2. Dezember 1977 i. d. F. vom 19. Dezember 1988 = Beschluss-Nr. 177)
  • Veröffentlichung "Studien- und Berufswahl" (letzter Stand: 1991/1992), herausgegeben von der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung und der Bundesanstalt für Arbeit."

Erlass über die Durchführung der fachpraktischen Ausbildung in der Klassenstufe 11 der Fachoberschule

 

- Auszug -
(Vom 4. Juli 2003 - veröffentlicht im GMBl.Saar vom 23.07.2003 auf S. 290 )
Quelle:  GMBl. Saar  S. 290  Nr. 7/2003   verkündet am 23. Juli 2003  
Rechtsstand:  01. Juli 2003  
FachPrFSErl Abschnitt (Titel, Fassung, Einleitung)
Erlass über die Durchführung der fachpraktischen Ausbildung in der Klassenstufe 11 der Fachoberschule
Vom 4. Juli 2003 (GMBl. Saar S. 290)
Nach § 4 Abs. 1 Satz 2 und § 8 Abs. 1 der Verordnung - Schulordnung - über die Ausbildung an Fachoberschulen im Saarland vom 24. Juni 1986 (Amtsbl. S. 605), zuletzt geändert durch die Verordnung vom 4. Juli 2003 (Amtsbl. S. 1910), umfasst der Bildungsgang der Fachoberschule in der Klassenstufe 11 neben allgemeinem und fachtheoretischem Unterricht eine einjährige fachpraktische Ausbildung. Über die Durchführung der fachpraktischen Ausbildung werden nach § 13 der vorgenannten Verordnung folgende ergänzende Regelungen getroffen:
 
Abschnitt 1 FachPrFSErl

 

 

  1. Die Stellung des Teilnehmers/der Teilnehmerin am Bildungsgang der Fachoberschule in der Klassenstufe 11 ist gekennzeichnet durch die duale Beziehung der beiden Lernorte Schule und Praxiseinrichtung. Es besteht demnach zugleich ein Schulverhältnis und ein vertraglich begründetes Praktikantenverhältnis mit der Folge, dass der Fachoberschüler/die Fachoberschülerin im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung Angehöriger/Angehörige der Praxiseinrichtung ist (Betriebszugehörigkeit).
  2. Fachoberschule und Praxiseinrichtung informieren sich gegenseitig über Leistungsstand und Ausbildungsfortschritt.
  3. Auf Grund der Betriebszugehörigkeit besteht die Verpflichtung, die Ordnungsvorschriften der Praxiseinrichtung zu beachten und einzuhalten. Ordnungsverstöße des Praktikanten/der Praktikantin können entsprechende Maßnahmen der Praxiseinrichtung zur Folge haben.
  4. Im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung unterliegt der Praktikant/die Praktikantin als Angehöriger/Angehörige der Praxiseinrichtung dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung nach den Bestimmungen des Siebten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VII). Zuständiger Unfallversicherungsträger ist der Unfallversicherungsträger der Praxiseinrichtung. Ihr obliegt die Erstattung einer entsprechenden Unfallanzeige.
  5. Während der fachpraktischen Ausbildung, die sich grundsätzlich über ein ganzes Jahr erstreckt und durch die Schulferien nicht unterbrochen wird, steht dem Praktikanten/der Praktikantin ein Urlaub von in der Regel sechs Wochen zu. Der Urlaub soll in der Zeit der Schulferien gewährt werden. (Landkreis Neunkirchen entspricht §48 BAT 26 Tage)  
  6. Die fachpraktische Ausbildung ist wesentlicher Bestandteil des Bildungsganges der Fachoberschule in der Klassenstufe 11. Ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Praktikantenverhältnis erfordert daher die unverzügliche Begründung eines Anschlusspraktikums, um den Bildungsgang der Fachoberschule fortsetzen zu können.
  7. Bei der Vermittlung von Praktikantenstellen sind die Berufsberatungen der Arbeitsämter sowie gegebenenfalls die zuständigen Kammern behilflich.
  8. Die maßgebenden Ausbildungsinhalte der fachpraktischen Ausbildung für die einzelnen Fachbereiche und Fachrichtungen der Fachoberschule werden - soweit erforderlich - durch Ausbildungspläne des Ministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft festgelegt.

 

Abschnitt 2 FachPrFSErl

 

In-Kraft-Treten, Außer-Kraft-Treten

Dieser Erlass tritt mit Wirkung vom 1. Juli 2003 in Kraft.

Zugleich treten die

  • Richtlinien des Ministers für Kultus, Unterricht und Volksbildung über das Fachpraktikum von Fachoberschülern vom 2. Juli 1969 (GMBl. Saar S. 424), zuletzt geändert durch den Erlass vom 9. Juli 1973 (GMBl. Saar S. 418),

sowie die

  • Richtlinien des Ministers für Kultus, Unterricht und Volksbildung betreffend das Fachpraktikum von Fachoberschülern der Fachrichtung Sozialwesen vom 1. September 1970 (GMBl. Saar 1971, S. 161)

außer Kraft.
Eine für das Schuljahr 2002/2003 noch nicht abgeschlossene fachpraktische Ausbildung wird nach den bisherigen Bestimmungen fortgeführt und beendet.


Praktikumvertrag für Fachoberschüler (Muster der IHK)