Grundprinzipien & Arbeitsweise

 

  • Alle Schüler/-innen und ihre Erziehungsberechtigten können sich bei schulbezogenen Fragen und Problemen zur Beratung an den Schulpsychologischen Dienst Neunkirchen wenden, wenn das Kind eine öffentliche Schule des Landkreises Neunkirchen besucht. Lehrer/-innen können wir in berufsbezogenen Fragen beraten, wenn sie an einer öffentlichen Schule des Landkreises Neunkirchen unterrichten. 
  • Die Anmeldung zur Beratung ist freiwillig: Niemand kann zur Beratung gezwungen werden und niemand darf daran gehindert werden, wenn sie/er eine Beratung in Anspruch nehmen will.
  • Die Beratung ist als Dienstleistung des Landkreises Neunkirchen für die Ratsuchenden kostenfrei.
  • Wir unterliegen der Schweigepflicht. Bei der Beratung von Schülern/-innen bzw. ihren Familien wird nur dann Kontakt zu Schulen und Lehrern/-innen aufgenommen, wenn wir gemeinsam in der Beratung festgestellt haben, dass dies sinnvoll ist, und wenn Sie uns schriftlich von der Schweigepflicht entbinden.
  • Schulpsychologische Arbeit ist immer Kooperationsarbeit. Weder das Kind alleine, noch wir alleine, noch die Eltern alleine, noch die Schule alleine (und natürlich auch nicht andere Einrichtungen, wie z.B. Therapiezentren alleine) können das Problem lösen. Es ist notwendig, dass alle Beteiligten an „einem Strang ziehen“ und dass vereinbarte Maßnahmen umgesetzt werden. Dies kann auch für Eltern und Lehrer/-innen bedeuten, dass sie ihr Erziehungsverhalten dem Kind gegenüber verändern müssen. Wenn Sie Ihr Kind bei uns anmelden, setzen wir Ihre Bereitschaft dazu voraus.

  • Wir arbeiten in den meisten Fällen nicht-direktiv. Das bedeutet, dass wir Ihnen im Regelfall keine „Rezepte“ oder „Musterlösungen“ vorgeben können. Einfache „Ratschläge“ kann es nicht geben, weil jedes Kind, jede Familie, jeder Lehrer/jede Lehrerin, jede Schule, jedes Elternteil... einzigartig ist. Wir werden daher viel ausprobieren müssen, um herauszufinden, welche Interventionen Ihnen helfen. Dies erfordert auch von Ihnen Kreativität und die Bereitschaft, Dinge anzugehen und auszutesten.

  • Wir sind neutral: Wir stehen nicht "auf der Seite der Schule" oder "auf der Seite der Eltern". Bei getrennten Eltern stellen wir uns auch nicht auf die Seite eines der Elternteile. Wir versuchen, das Problem unabhängig und kritisch von allen Seiten zu betrachten. Dabei versuchen wir aber, möglicherweise bestehende "Machtungleichheiten" oder auch Schwächen auszugleichen. Nur für einen ergreifen wir immer Partei: für das Kind.