Hintergrund

Jugendhilfe und Schule sind mit jeweils eigenen Zielsetzungen an der Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen beteiligt.

Aufgrund veränderter gesellschaftlicher und familiärer Lebensbedingungen nehmen sowohl Jugendhilfe als auch Schule einen zunehmend wichtigeren Platz in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ein. Denn durch die Ausweitung der täglich in der Schule verbrachten Zeit, wird diese  neben der Familie und den Peer - Groups für Minderjährige in zunehmenden Maße als Lebenswelt wichtig, in der es nicht nur um die Vermittlung von Wissen, sondern auch um den Erwerb von sozialen Kompetenzen geht.

Auch vor dem Hintergrund der zu beobachtenden Bedeutungsabnahme von familiären Strukturen und unterstützenden Milieus im sozialen Nahraum, wird man sich künftig am Lebens- und Lernort Schule weit intensiver als bisher außerunterrichtlichen und außerschulischen Erziehungsfragen stellen müssen.

Um dem Bedarf einer umfassenderen Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen gerecht zu werden, ist eine engere Kooperation von Jugendhilfe und Schule unerlässlich. Aus diesem Grund initiierte die Landesregierung in Kooperation mit den Landkreisen und dem Stadtverband Saarbrücken 2003 das Modellprojekt „Schoolworker“. 

Zu Beginn wurden Schoolworker zunächst an den Schulen des Sekundarbereichs I eingesetzt.  2007 erfolgte nach personeller Aufstockung die Einbeziehung der  Förderschulen Lernen. In einem weiteren Ausbauschritt wurde das Projekt zum Schuljahr 2009/2010 auf die Grundschulen ausgeweitet.

Aktuell sind im Landkreis Neunkirchen 12 Schoolworker an 34 Schulen im Einsatz: an 21 Grundschulen, 7 Gemeinschaftsschulen, 4 Gymnasien und 2 Förderschulen.

 

Aufgaben der Schoolworker

  • Vernetzung von Jugendhilfe und Schule
  • Regelmäßige Präsenztage an den Schulen
  • Individuelle Beratung und Unterstützung für Schüler, Eltern und Lehrer
  • Bedarfsorientierte Vernetzung
  • Planung und Durchführung von Präventions- und Interventionsprojekten
  • Mitwirkung bei einer sozialpädagogisch orientierten Schulentwicklung