Die Ankunft der Truppen Büchers in Ottweiler

Die Ankunft der Truppen Blüchers in Ottweiler am 9. Januar 1814 beendete endgültig die napoleonische Zeit und war der allmähliche Beginn der Kreisgründung im Jahre 1814, die dann mit der am 1. Juli 1816 vollzogenen Gründung des preußischen Kreises Ottweiler vollendet wurde.

Über General Gebhard Leberecht Fürst Blücher von Wahlstatt („Marschall Vorwärts“) in Ottweiler schreibt Schaffner:

Das letzte, zeitlich im Jahre 1905 wohl zuerst von Professor Kiederich geschaffene Bildstellt des „Marschalls Vorwärts Durchzug und Ansprache an die Bürger von Ottweiler auf dem Geviert des alten Schlosshofes“ dar. Es war der 9. Januar 1814, als die preußischen Truppen durch die alten Straßen der Kreisstadt zogen.

Blücher stand bekanntlich auch mit Rechtschreibung und Satzlehre der deutschen Sprache auf dem Kriegsfuß, aber seine Bravour und seine markanten Ansprachen ließen über derartige Kleinigkeiten hinwegsehen. Was er sprach, ließ er dann oft noch durch Flugblätter zur Auffrischung des Gehörten wiederholen.

Eine solche Szene stellt dieses wohl bekannteste Bild der ganzen Serie dar. Auch hier entzücken den Beschauer wieder die Farben und die fein herausgearbeiteten Figuren.

Besonders wertvoll für den Heimatfreund ist aber die alte, unverfälschte Szenerie des Schloss-Geviertes, die ja auch bei den Wiederherstellungsplänen des Schlosshof-Gesichtes eine wesentliche Rolle spielt. Der Überlieferung nach haben auch einzelne der dargestellten Personen – so der Schusterjunge im Vordergrund, der den Hund neckt – tatsächlich gelebt, und Professor Kiederich hat sich Bilder von ihnen als erwünschten Vorwurf dienen lassen.

Zur Erinnerung an Blücher (16.12.1742 – 12.9.1819) in Ottweiler ist am „Hesse Haus“ eine Plakette angebracht. Dass Blücher jedoch wirklich persönlich hier war, ist nicht erwiesen, soll er doch seinerzeit an einer Mittelohrentzündung laboriert und in St. Wendel geweilt haben. Aber warum soll hier nicht gelten, was beim Witwenpalais auch gilt: Manchmal führen eben auch Fehler zur Identität, und die künstlerische Freiheit ist allemal ein wertvolles Gut.