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Architektenwettbewerb zur Neugestaltung der Gemeinschaftsschule Neunkirchen Stadtmitte



Foto: Jasmin Alt

Im Rahmen einer Feierstunde wurden die Preisträger des Architektenwettbewerbs ausgezeichnet. Neben fünf Preisträgern wurden drei Ankäufe getätigt.

„Mit diesem Architektenwettbewerb gingen wir neue Wege. Es geht zum einen darum für die Schülerinnen und Schüler einen  pädagogisch optimalen Lernraum zu schaffen  und zum anderen ein Konzept, das sich städtebaulich in die Innenstadt einfügt. Daher war es wichtig, verschiedene Expertenmeinungen zu erhalten, um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen. Der Architektenwettbewerb ist eine große Chance für den Landkreis Neunkirchen als Schulträger. Daher bin sehr froh, dass der Kreistag dem Architektenwettbewerb unterstützt“, so Landrat Sören Meng.

„Der Architektenwettbewerb war europaweit ausgeschrieben, sodass alle Architekturbüros in Europa die Möglichkeit hatten an dem Wettbewerb teilzunehmen. Das ist etwas Besonderes, denn normalerweise ist die Teilnehmerzahl beschränkt“, erläutert der Leiter der Bauabteilung des Kreises Thorsten Mischo das Verfahren.

19 Architektenbüros aus dem In-und Ausland hatten sich daraufhin  beworben. Bereits im Februar folgte eine Ortsbegehung mit dem Kolloquium. Über die eingegangenen Bewerbungen beriet ein Preisgericht, das aus Landrat Sören Meng, Vertretern des Kreistages, der Verwaltung sowie externen Fachleuten und  Architekten  bestand. Den Vorsitz hatte Prof. Andrea Wandel inne. „Das Preisgericht erhielt durch die diversen Vorschläge eine große Bandbreite ganz unterschiedlicher Arbeiten präsentiert, die neue Erkenntnisse erbrachten und für die Orientierung sehr zielreich waren. Den Entscheidungen sind alle gefolgt, es gab großen Konsenz, die Ergebnisse sind gut“, erläutert die Vorsitzende des Prof. Andrea Wandel die Juryarbeit.

Gewonnen hat ein Architekturbüro aus Luxemburg, das die städteräumliche Situation als Herausforderung sah: „Bei der Einreichung der Pläne war die kompakte Stadtraumsituation spannend. Auch das hohe Raumprogramm war auf dieser Fläche nicht einfach zu vereinen.“, so der Preissieger Philipp Reinhard vom Architektenbuero in Luxemburg.

Den Ablauf des Wettbewerbsverfahren lobten auch die beiden zweiten Preissieger: „Wir haben uns den Ort angeschaut, waren hier, haben uns inspirieren lassen“ so Ben Michel von PVMA aus Aachen. Er und sein Kollege waren für die Preisverleihung aus Aachen angereist. „Solche Wettbewerbe sind für junge Büros wichtig. Für uns ist es immer schwer in Verfahren einbezogen zu werden, da die Referenzen fehlen. Die Möglichkeit haben wir dankend angenommen“, so Justus Poth der Agentur Troi.

Nun geht das Verfahren weiter. Im Raum steht eine Investition von knapp 20 Millionen Euro - geplante Fertigstellung soll 2025 sein. „Der nächste Schritt ist das VGV-Verfahren. Wir werden Verhandlungen mit den Preisträgern aufnehmen. Vor der Vergabe eines so großen Planungsauftrages müssen wir sicherstellen, dass derjenige, der den Planungsauftrag bekommt   in der Lage sein wird, tatsächlich das Gebäude in die Tat umzusetzen: Von der Genehmigungsplanung  der Werkplanung bis hin zur Bauleitung und allem was dazu gehört. Elementar wird auch die Finanzierung dieses Großprojektes sein“, so Landrat Sören Meng.

Da aufgrund der Hygienemaßnahmen keine öffentliche Preisverleihung möglich war, entschloss sich der Landrat einen Dokumentationsfilm zu realisieren. Neben diesem Film ist auch die aufwendig gestaltete Broschüre unter www.landkreis-neunkirchen.de abrufbar.

 

Link zur Broschüre: hier

Link zum Film: hier

 

Hintergrund:
Der Landkreis Neunkirchen möchte die räumliche Situation an der Gemeinschaftsschule Neunkirchen Stadtmitte verbessern. „Seit 2017 beschäftigt sich der Landkreis Neunkirchen mit der Sanierung oder einem Neubau der Schule. Nach vielen Beratungsgesprächen hatte sich der Bau- und Schulausschuss dazu entschlossen einen Architektenwettbewerb auszuloben, um auszuloten was an diesem begrenzten Standort sinnvoll ist.




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