Bundeshilfen für Unternehmen müssen weiter fließen MdB Christian Petry und Landrat Sören Meng besuchten zwei Unternehmen



Fotos: Jasmin Alt


Bundestagsabgeordneter Christian Petry und Landrat Sören Meng besuchten die Betriebe Heino Beck Veranstaltungstechnik in Neunkirchen und Becker Touristik in Spiesen-Elversberg

Noch immer ist die Coronakrise allgegenwärtig, die wirtschaftlichen Folgen sind für Unternehmen nicht absehbar. Christian Petry, Mitglied des Bundestages und Landrat Sören Meng besuchten zwei Firmen aus dem Landkreis, deren Branche die Krise besonders getroffen hat: hb Veranstaltungtechnik GmbH in Neunkirchen und Horst Becker Touristik Spiesen-Elversberg.

Die HB Geschäftsführer Heino Beck und Jens Spallek gingen auf die dramatische Situation ein. Rund 95 Prozent des Umsatzes sei eingebrochen, da seit Monaten keine Messen, Produktpräsentationen und Veranstaltungen stattfänden. Vor der Krise war das Unternehmen bundesweit unterwegs. „Vor 30 Jahren gründete ich das Unternehmen, dachte schon an die Unternehmensnachfolge. Die derzeitige Situation ist für die Firma existenzbedrohend“, so Heino Beck. Sein Kollege Jens Spallek ergänzt: „Noch ist kein Ende absehbar, wir gehen derzeit davon aus, dass wir erst Mitte 2021 mit einer Normalisierung der Situation rechnen können, die Mittel werden knapp.“ Christian Petry verwies auf die bereits bewilligten Fördermöglichkeiten seitens des Bundes und geht davon aus, dass die Förderperioden verlängert werden. „Die Zeiträume, die für die Berechnung der Hilfen die Grundlage bilden, sollten überdacht werden“, so Petry. Landrat Sören Meng zeigte sich besorgt, über die Zukunft der Unternehmen in der Veranstaltungsbranche: „Hier sind ganze Zweige auf null gesetzt. Feste finden nicht statt, kleine Unternehmen wie Getränkelieferanten, aber auch große Konzertveranstalter erleben eine Zäsur. Wichtig ist, dass die Bundeshilfen unbürokratisch zeitnah fließen“, so der Landrat.

Große Einbußen erlebt auch die Tourismusbranche. Beim Besuch bei Horst Becker Touristik, war auch Firmengründer Horst Becker vor Ort. Der Generationswechsel in der Unternehmensführung wurde vor einigen Jahren eingeleitet. Bis vor der Coronakrise war das Unternehmen im Wachstum, erst Anfang des Jahres wurde der Fuhrpark ergänzt, viele Busse stehen abgemeldet auf dem Hof. „So etwas hat unser Unternehmen, seit über 60 Jahren nicht erlebt. Einschnitte gab es damals nach der Schließung der Gruben, allerdings waren die Folgen nicht so schwerwiegend wie heute“, bemerkt Horst Becker.  Sein Sohn Patrick ergänzt: „Der Betrieb läuft nur langsam wieder an. Viele Kunden sind noch verunsichert und die notwendigen Hygienemaßnahmen bedingen, dass wir weniger Plätze in den Bussen belegen können.“ Aus Christian Petrys Sicht war die Demo der Branche in Berlin wichtig für die Wahrnehmung seitens der Politik. Hilfsangebote seien auf den Weg gebracht. „Wir dürfen keine Firma allein lassen, die Situation ist ernst, die Bundeshilfen müssen intensiviert werden“, so der Bundestagsabgeordnete.