Das Modellprojekt „Islam im Saarland- saarländischer Islam!?“ schaut auf zwei erfolgreiche Projekttage zurück



Podiumsdiskussion im Rahmen der Veranstaltung "Islam, oh Gott? - Neue Wege im professionellen Umgang mit muslimischen Lebenswelten in Jugendhilfe und Bildung"

Über 60 Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Neunkirchen Stadtmitte nahmen an den Projekttagen des „Demokratie leben! –Projekts“ „Islam im Saarland– Saarländischer Islam!? (isaar)“ teil. An zwei Tagen (09/10.09.2019) zeichneten die Schülerinnen und Schüler Comics, malten Porträts, erarbeiteten eine Tanzchoreografie und drehten ein Video zum Thema „VielfältigesNeunkirchen“. Dabei setzten die 9. Klassen der GemS Neunkirchen Stadtmitte mit ihren Botschaften ein deutliches Zeichen für Toleranz und gegen Diskriminierung. So ging es in den Comics darum, dass es nicht in Ordnung ist, wenn Menschen aufgrund von Hautfarbe oder Religionszugehörigkeit schlechter behandelt werden als andere. In dem entstandenen Video, den Bildern und der Tanzperformance machten sie sich für einen positiven Umgang mit Vielfalt stark.

Die Ergebnisse, der in Kooperation mit dem Landkreis Neunkirchen umgesetzten Projekttage, begeisterten nicht nur die Veranstalterinnen, sondern auch die über 50 Fachbesucherinnen und Besucher der am 10.09. stattgefundenen Veranstaltung „Islam – Oh Gott? – Neue Wege im professionellen Umgang mit muslimischen Lebenswelten in Jugendhilfe und Bildung.“ Nach einem Vortrag von Sindyan Qasem zu „Reflexiven pädagogischen Handeln angesichts rassistischer Islamdiskurse“, diskutierten der Landrat Sören Meng, Peter Klesen (Leiter der Fachabteilung Kinder- Jugend-, Familie des Diakonisches Werk), Rajka Habel (ehrenamtliche Geschäftsführerin von „Die jungen Denker“), Nina Reinhard (kommissarische Leiterin des Sozialpädagogischen Bereiches der FGTGS Folsterhöhe), Sindyan Qasem und der Schulleiter der GemS Neunkrichen Stadtmitte, Michael Klepper, darüber, was Schule und Jugendhilfe tun können, um für alle Kinder und Jugendlichen gleiche Teilhabechance zu ermöglichen.

 

Hintergrund: Das von „Demokratie leben!“ geförderte Modellprojekt „Islam im Saarland – Saarländischer Islam“ (isaar) setzt sich mit Stereotypen und Vorurteilen gegenüber als Musliminnen und Muslime wahrgenommenen Menschen auseinander. Es setzt sich für Anerkennung und Teilhabe von Musliminnen und Muslimen ein.

Trägerin des Projektes „Islam im Saarland- saarländischer Islam!? (isaar)“ ist die fitt gGmbH, Institut für Technologietransfer an der htwsaar. Geschäftsführerin ist Mirjam Schwan. Verantwortlich für die Durchführung ist die Forschungs- und Transferstelle Gesellschaftliche Integration und Migration GIM der sozialwissenschaftlichen Fakultät, geleitet von Prof. Dr. Dieter Filsinger und Dipl.-Päd. Wolfgang Vogt. Wissenschaftliche Begleitung: Prof. Dr. Ulrike Zöller, Department Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit. Projektleitung und Ihre erste Ansprechpartnerin:
Karin Meißner (meissner@gim-htw.de,
0681-5867-492).