Landrat weist Vorwürfe des Ottweiler Bürgermeisters zurück



Mit Unverständnis reagiert der Neunkircher Landrat Sören Meng auf die Aussagen des Ottweiler Bürgermeisters, der Antrag der Stadt Ottweiler wäre vier Jahre unbearbeitet geblieben. Dies sei schlichtweg falsch. 2013 habe der Kreistag bereits zum ersten Mal den Antrag abgelehnt, dies wurde der Stadtverwaltung schriftlich mitgeteilt. Des Weiteren bestand ein schriftliches Votum aller kreisangehörigen Kommunen, welche sich ausdrücklich gegen eine Wiedereinführung des Altkennzeichens ausgesprochen haben.

„Ich verstehe die Haltung einiger Ottweiler Bürgerinnen und Bürger. Sicherlich hätte die Wiedereinführung einen nostalgischen Charme, jedoch agiere ich als Landrat von sieben kreisangehörigen Kommunen und repräsentiere den Landkreis in Gänze. Im Sinne von touristischen und marketingmäßigen Aspekten hat die Positionierung als Landkreis Neunkirchen Priorität. Auch die übrigen kreisangehörigen Ober-/Bürgermeister sowie die Bürgermeisterin haben sich gegen die Wiedereinführung ausgesprochen. Die Kreisstadt ist Neunkirchen, wir werben touristisch als Willkommensregion Neunkirchen und auch ein Autokennzeichen repräsentiert eine Region – hier Ottweiler eine Sonderstellung zuzuweisen, widerspricht unseren Bemühungen der letzten Jahre und ist den anderen Kreiskommunen gegenüber nicht vertretbar. Zumal es nicht nachvollziehbar wäre, wenn der flächenmäßig zweitkleinste Kreis Deutschlands zwei KFZ-Kennzeichenhätte“, findet Landrat Sören Meng klare Worte.