Landrat verleiht Verdienstmedaille Auszeichnung für Seiji Kimoto, Willi A. Kurz und Ferdinand Selgrad



Foto: Jasmin Alt

Erstmals in seiner Amtszeit hat Landrat Sören Meng nun die Verdienstmedaille an drei Künstler aus der Region verliehen. Seit den 80er Jahren vergibt der Landrat des Landkreises Neunkirchen an Persönlichkeiten die Verdienstmedaille des Kreises. Die Preisverleihung im Rahmen einer Feierstunde im Landratsamt würdigte das Engagement der Preisträger Seiji Kimoto, Willi A. Kurz und Ferdinand Selgrad.

„Diese Medaille ist ein Ausdruck der Wertschätzung unseres Kreises für die Lebensleistung dieser drei Persönlichkeiten. Mit ihren Arbeiten waren und sind sie auch immer künstlerische Botschafter unserer Region“, würdigte Landrat Meng das Wirken der Künstler.

Dr. Annelie Scherschel-Freudenberger führte ins Werk der drei Persönlichkeiten ein. Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde durch Nino Deda am Flügel.

Seiji Kimoto wurde 1937 in Osaka (Japan) geboren und lebt heute in Neunkirchen. „Die Werke Kimotos konzentrieren sich auf die Werte und die Würde des Menschen. Sein plastisches Arbeiten bewegt sich zwischen Menschenbildern und Meditationsobjekten, zwischen figurativen und abstrakten Darstellung von menschlichem Leid. Dabei fließen japanische und westliche Einflüsse mit in sein Schaffen ein“, so Dr. Scherschel-Freudenberger. Kimotos Werke finden sich im öffentlichen Raum, Schulen und Gedenkstätten für NS-Opfer. Neben seinen Skulpturen gestaltet Seiji Kimoto Wandreliefs und kaligraphische Arbeiten auf Papier. Seine Werke sind national und international präsenter denn je. Zurzeit können seine Arbeiten in der Städtischen Galerie Neunkirchen besichtigt werden.

Willi A. Kurz wurde 1936 in Schiffweiler geboren und lebt in Neunkirchen. „Ab Ende der 50er Jahre schuf der Künstler zahlreiche Blei- und Betonglasfenster für Kirchen, öffentliche  und private Bauten. Grundmaxime seiner Arbeiten ist sein vollkommen der Bauaufgabe verpflichtetes künstlerisches Schaffen, das zu einem sehr vielfältigen Werk mit nur wenigen, immer wieder erkennbaren Element führt. Neben seinen Fenstern entstanden Wandgestaltungen u.a. in Mosaiktechnik und im Zuge des II. Vatikanischen Konzils Entwürfe von liturgischen Ausstattungen wie Altar, Ambo, Tabernakel und Sedilien“, erläuterte die Laudatorin. In vielen Städten und Gemeinden des Landkreises sind Mosaike und Kirchenfenster  des Künstlers zu sehen.

Ferdinand Selgrad wurde 1927 in Neunkirchen geboren und lebt heute in Spiesen-Elversberg. „Das Werk von Ferdinand Selgrad entstand Anfang der 50er Jahre und zeigt ein kontinuierliches einander Bedingen von Auftragswerk und freiem künstlerischen Schaffen. Zahlreiche Beton- und Bleiglasfenster in Kirchen, öffentlichen und privaten Gebäuden hat er sowohl als figürliche aber auch in seinen typischen abstrakten Formen gestaltet. Daneben sind von ihm auch Wandgestaltungen in Mosaiktechnik und Gestaltungen von liturgischen Altarraumausstattungen wie Altar, Ambo, Tabernakel und Sedilien im Zuge des II. Vatikanischen Konzils entstanden“, so die Kunsthistorikerin Dr. Scherschel-Freudenberger.

 

„Ob in Schulen, Kirchen oder öffentlichen Plätzen: Seiji Kimoto, Willi Kurz und Ferdinand Selgrad haben mit ihren Werken künstlerischen Einfluss auf die Menschen unserer Region genommen. Die diesjährige Verleihung ist ein öffentliches Zeichen der Wertschätzung für die Künstler und ein gesellschaftliches Bekenntnis zur Kunst“, so der Landrat.