Mit Fair-Streit-Training zur gewaltfreien Konfliktlösung



Trainerin Angelika Beyer (links) und Klassenlehrerin Frau Gutmann bei einer Veranschaulichung von Grenzüberschreitung

An der Bachschule in Neunkirchen wurde ein Projekt zum Erlernen von Grundregeln des fairen Streitens durchgeführt mit dem Ziel, Konflikte ohne Gewalt zu lösen und zur Stärkung des demokratischen Miteinanders.

Streit gibt es überall. Im Fair-Streit-Projekt, das im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie“ des Landkreises Neunkirchen im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wurde, erarbeiteten die Kinder der zweiten und dritten Klassen der Bachschule in Neunkirchen zusammen mit ihren Klassenlehrerinnen und der Trainerin Angelika Beyer Grundregeln für eine faire Streitkultur. Die Schüler und Schülerinnen lernten dabei, dass Streiten notwendig ist, aber ohne körperliche und verbale Gewalt ablaufen kann und soll, damit beide Parteien gut damit leben können. Sie trainierten, beim Streiten Blickkontakt zu halten, sich mit einem „STOPP“ oder „NEIN“ einerseits ihrer eigenen Grenzen bewusst und andererseits für die Grenzen der anderen sensibilisiert zu werden und sich die Hand zu reichen. An einer Schule mit über vierzig Nationalitäten sind dies wesentliche Basiselemente zur kulturübergreifenden fairen Konfliktlösung.

Angelika Beyer führt das „Fair-Streit-Training“ seit über 3 Jahren mit unterschiedlichen Gruppen durch und bietet auch Workshops für Familien an. Sie hat die Kinder im Klassenverband und auf dem Schulhof beobachtet, um bewusst Alternativen für ihre Streitigkeiten zu finden und umzusetzen. Durch ihr gezieltes Streittraining werden den Kindern auf spielerische Weise die Grundregeln des fairen Streitens beigebracht.