Themenreiche Sitzung in besonderen Zeiten Auch die digitale Gremienarbeit stand im Fokus



Bereits zum zweiten Mal musste der Kreistag des Landkreises Neunkirchen unter Einhaltung besonderer Hygienevorschriften tagen. Mit Masken und Sicherheitsabstand konnte fast wie vor der Coronakrise getagt werden.

Landrat Sören Meng erläuterte zu Beginn der Sitzung die aktuelle Lage hinsichtlich der Pandemie – so berichtete er über die Fertigstellung des Versorgungszentrums und erläuterte weitere Maßnahmen, die die Kreisverwaltung für einen gesicherten Verwaltungsbetrieb veranlasste. „Wir alle sehnen uns nach Normalität. Rückläufige Infektionszahlen sollten nicht leichtsinnig werden lassen. Die aktuelle Schließung einer Kindertagesstätte im Landkreis zeigt, wie schnell die Infektionen wieder stärker nach oben gehen könnten“, so der Landrat. Nachdem die Schulen wieder gut gestartet wären, würde jetzt die nächste Stufe der Lockerungen im Schulbereich vorbereitet. Dies sei für den Landkreis als Schulträger, aber auch für die Schulgemeinschaften ein organisatorischer Kraftakt.

Die umfangreiche Tagesordnung war geprägt von Vergaben. So ging es unter anderem um Zuschüsse im sozialen Bereich, der Verlängerung der Kooperationsvereinbarung zur Durchführung des Projektes „lückenlose Betreuung“, einem Zuschuss zum Projekt „Wiesel“, dass Kinder und Jugendliche aus suchtbelasteten Familien unterstützt sowie einem Zuschuss zum Straffälligenprojekt „Tat und Rat“. Darüber hinaus standen zahlreiche Vergaben im Baubereich an. Hier wies der Landrat daraufhin, dass man die unterrichtsfreie Zeit genutzt habe, um auch in den Schulen Bauarbeiten, die ursprünglich in den Sommerferien vorgesehen waren, durchzuführen.  „Wir haben dafür gesorgt, dass die Firmen, die oft auch aus unserer Region stammen, ihre Aufträge abarbeiten konnten und so von unserer Seite keine finanziellen Einbußen zu befürchten hatten“, erläuterte Meng.

Des Weiteren stellten die beiden Kreistagsfraktionen CDU und SPD gemeinsam zwei Anträge. Hierbei ging es zum einen um die  Digitalisierung der kommunalen Gremienarbeit, wo bereits auf Landesebene eine Modifizierung des Kommunalselbstverwaltungsgesetzes angedacht ist. In dem zweiten Antrag ging es um die technische Ausstattung der Schülerinnen und Schüler.  Tenor war, dass auch Kinder und Jugendliche aus sozialschwachen Familien den Zugang zu digitalen Lernmöglichkeiten gegeben werden muss. Des Weiteren sollten die Schülerinnen und Schüler auch auf die Gefahren des Internets wie beispielsweise Cybermobbing sensibilisiert werden.  Beide Anträge wurden mehrheitlich beschlossen.