Landkreis Neunkirchen - Ziel des Modellversuchs

Ziel des Modellversuchs*

Ziel der Partner im "Zukunftsbündnis Fachkräfte Saar" (ZFS) ist es, dass kein Jugendlicher zurück bleibt. Den Jugendlichen soll eine Chance auf eine berufliche Ausbildung ermöglicht werden. Gerade an der Schnittstelle Schule und Beruf brauchen junge Menschen Unterstützung. Oftmals drohen sie verloren zu gehen, ohne auf dem saarländischen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sicher Fuß fassen zu können.

Aus den Erfahrungen in Hamburg wissen wir, dass der Verbleib von ca. 30 % aller Jugendlichen aus den Schulabgangsklassen zunächst nicht bekannt ist. Dies bedeutet nicht, dass diese Jugendlichen nicht doch längerfristig auf den Ausbildungsmarkt finden, wohl aber, dass ihr Verbleib zu Beginn des auf das Schulende folgenden Berufsschuljahres zunächst ungeklärt ist.

Daher ist es sinnvoll, alle Schulabgänger so lange aktiv anzusprechen, bis sie eine betriebliche Ausbildung begonnen oder eine andere Anschlussperspektive haben. Hierzu sollen sich die allgemeinbildenden Schulen und die Jugendberufsagentur (JBA) bezüglich jedes Schülers austauschen, um so dessen optimale Beratung und weiteren Ausbildungsweg sicherzustellen. Nach dem Ende der allgemeinbildenden Schule ist insbesondere ein Datenabgleich mit den aufnehmenden Schulen sowie den Kammern erforderlich.

Hauptziel des Modellversuchs ist die Überprüfung des Verbleibs im Anschluss an den Besuch der allgemeinbildenden Schule und die dadurch möglich werdende Hilfestellung für diejenigen, die drohen "verloren zu gehen". Dabei wird der Anspruch "Keiner darf verloren gehen!" durch die "Verbleibprüfung" und die Datenweiterleitung an die JBA mittels einer Netzwerkstelle realisiert. Diese ermöglicht eine engere Verzahnung von allgemeinbildenden Schulen und JBA. So können junge Menschen am Übergang Schule und Beruf unterstützt werden, um einen lückenlosen Übergang in Ausbildung und Beruf sicherzustellen.



* in Anlehnung an: Zukunftsbündnis Fachkräfte Saar (ZFS) (Hg.) (2014): Aktionsprogramm berufliche Ausbildung und Übergang von der Schule in den Beruf. Verabschiedet am 10. November 2014. S. 2-6


 


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