Eckpunkte des Modellversuchs*

Am Modellversuch nehmen alle allgemeinbildenden Schulen mit einer Sekundarstufe I im Landkreis Neunkirchen teil. Dies betrifft ca. 1.000 Schüler in den Abgangsklassen an knapp 20 Schulen.

Im Rahmen von Förderkonferenzen an den Schulen, an denen Lehrer/-innen und Mitarbeiter/-innen der Jugendberufsagentur (JBA) Neunkirchen teilnehmen, werden im zweiten Schulhalbjahr der Vorabgangsklasse (i.d.R. 8. Klasse der Sekundarstufe I) Schüler/-innen mit Handlungsbedarfen identifiziert, um ihnen ein Hilfsangebot für den Übergang Schule - Beruf zu unterbreiten.

Um dem Ziel "Keiner soll verloren gehen" Rechnung zu tragen, werden die Abschlusserwartungen und Anschlussvorstellungen der Schüler erhoben, durch die Schulsekretariate erfasst und im Rahmen von Förderkonferenzen regelmäßig besprochen und dokumentiert.

Um den Anforderungen des Datenschutzes angemessen Rechnung zu tragen, kommt den Lehrkräften der teilnehmenden Schulen bei dem Modellversuch die Aufgabe zu, eine Erklärung zur Weitergabe der Schülerdaten durch die Schulsekretariate an die Netzwerkstelle beim Landkreis Neunkirchen (und ggf. direkt an die JBA, wenn sich schon während der Schulzeit ein Unterstützungsbedarf abzeichnet) einzuholen.

Die Daten der Schüler, die die Schule verlassen, werden zum Schuljahresende durch die Schulsekretariate an die Netzwerkstelle beim Landkreis Neunkirchen weitergeleitet. In der Netzwerkstelle werden die Daten aller Schulen koordiniert. Zur Vermeidung von datenschutzrechtlichen Problemen erfolgt die Abfrage über eine einheitliche und pseudonymisierende Verschlüsselung.

In der Netzwerkstelle erfolgt eine elektronische "Verbleibsprüfung" mit Hilfe der pseudonymisierten Schüler/-innen-Daten, d.h. ein Abgleich mit den Daten der aufnehmenden, weiterführenden allgemeinbildenden und beruflichen Schulen, den Kammern sowie ggf. weiteren berufsbildenden Einrichtungen, z.B. im Bereich der Gesundheits- und Pflegeberufe.

Danach kontaktiert die Netzwerkstelle diejenigen Jugendlichen, deren Verbleib unklar ist. Die Kontaktdaten der jungen Menschen ohne Anschluss bzw. derjenigen, deren Verbleib weiterhin ungeklärt ist, werden an die JBA weitergegeben, die ihnen Unterstützung anbietet.



* in Anlehnung an: Zukunftsbündnis Fachkräfte Saar (ZFS) (Hg.) (2014): Aktionsprogramm berufliche Ausbildung und Übergang von der Schule in den Beruf. Verabschiedet am 10. November 2014. S. 2-6


 


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