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17.09.2021: Helden des Alltags

17.09.2021: Helden des Alltags

Zahlreiche Hilfskräfte aus den Städten und Gemeinden waren der Einladung in die Alte Werkstatt nach Landsweiler-Reden gefolgt Foto: Lauritz Meng
Drei Personen erhielten den Verdienstorden des Landkreises Neunkirchen für besondere Verdienste: Georg Leist (DRK), Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack und Wolfgang Walzer (THW).
Richtfest des Globus-Marktes in Neunkirchen
 

Diesen Blog möchte ich den zahlreichen Mitgliedern unserer Hilfsorganisationen im Landkreis widmen. Das sind die Menschen, die seit über einem Jahr gemeinsam gegen die Pandemie kämpfen, einen wertvollen Beitrag leisten und auch bei dem verheerenden Hochwasser in Rheinland-Pfalz vor Ort waren. Ihnen zu Ehren veranstaltete der Landkreis Neunkirchen am vergangenen Dienstag ein großes Fest in der alten Werkstatt am Erlebnisort Reden. Dank der Sparkasse Neunkirchen konnten wir dieses Fest ausrichten. Neben Vertreterinnen und Vertretern des Kreistages konnte ich Oberbürgermeister Jörg Aumann, Bürgermeister Markus Fuchs, Bürgermeister Holger Schäfer und Bürgermeister Dr. Andreas Feld begrüßen.

Hier einige Teile aus meiner Rede:

„Mit diesem Fest wollen wir Ihnen offiziell DANKE sagen. Danke, für das großartige Engagement in den vergangenen Monaten. Was hier geleistet wurde, was Sie alle geleistet haben, da versagen selbst meine Worte – denn Sie alle sind in der Krise über sich hinausgewachsen und die Zeit ist, trotz der Impfungen, noch nicht zu Ende.

Allerdings wollten wir den heutigen Abend veranstalten – halten wir alle kurz inne und machen uns bewusst, was hier bewegt wurde.

Unglaubliche Monate liegen hinter uns. Seit März 2020 ist nichts mehr so, wie wir es kannten. Corona hat unsere Gesellschaft vor eine Kraftprobe gestellt. Und wir alle, Politik und Gesellschaft, waren mittendrin.

Wir alle erinnern uns noch an die Bilder aus China, als wir Menschen mit Masken sahen. Das wirkte alles so unwirklich. Masken kannte man aus dem medizinischen Bereich, aber im Alltag – das wirkte wie aus einem fremden Film. Heute sind gerade die Masken alltäglich geworden. Wir freuen uns jetzt wieder, wenn wir sie ablegen können, wenn es die Hygienekonzepte zulassen.

Hätten wir uns vor 1 ½ Jahren so eine Freude vorstellen können. Oder zu Beginn der Pandemie – die Sache mit dem Toilettenpapier. Von heute auf morgen war nichts mehr zu bekommen, in der Mittagspause wurde getuschelt: „Ich habe zwei Rollen übrig, willst Du welche?“

Soweit die recht oberflächliche Sicht der Dinge. Die Wahrheit war deutlich ernster. Keiner wusste, wie sich die Pandemie bei uns ausbreiten würde. Wir sahen verstörende Bilder aus Italien, sterbende Menschen, Kinder, die um ihre Eltern weinten. Kommt es soweit bei uns auch? Was können wir tun, für unsere Gesundheit und die Sicherheit unserer Gesellschaft?

Wir rückten alle näher zusammen, natürlich nur sprichwörtlich, denn Nähe bedeutete Gefahr. Wir bauten ein Notkrankenhaus, denn die Gefahr, dass unsere Krankenhäuser bald Kapazitätsengpässe bekämen, lag nah. Krisenstäbe tagten fast rund um die Uhr. Ob auf Landesebene, ob auch Ebene der Kreise, der Kommunen – wir saßen in einem Boot, unsere Motivation lag auf der Hand. Wir packen das, für uns und unsere Mitmenschen.

Zuerst starteten wir mit dem Aufbau der Testkapazitäten. Hier konnten wir auf die Expertise des DRK bauen, das hier Pionierarbeit leistete.

Parallel wurde der operativ-taktische Stab ins Leben gerufen. Unter der Leitung von Michael Sieslack und Einheiten von Bundeswehr, Feuerwehr, THW, DLRG, Notfallseelsorge wurde das Versorgungszentrum gebaut. Hier packten alle mit an. Jeder hatte seinen Platz – es wurden Betten besorgt, Baumaßnahmen aus dem Boden gestampft, Böden gelegt, die Infrastruktur auf den Weg gebracht – es war zum „Bauklötzestaunen“, was hier geleistet wurde.

Nach einem entspannten Sommer gingen die Infektionszahlen wieder nach oben und ein neues Wort, das wir vorher nicht kannten, machte die Runde. Inzidenzen – wurden zum „Lockdownmacher“. Eine schwierige Situation für alle – Einzelhandel, Gastgewerbe, Schulen und Kultur mussten wieder pausieren, mit dramatischen wirtschaftlichen Folgen, die dank staatlicher Hilfe abgemildert werden konnten. Die Drähte zwischen Landkreis und Sozialministerium glühten, ein Impfstoff war in Sicht, also stellten wir die Infrastruktur für ein Impfzentrum der drei Landkreise im ehemaligen Max-Bahr-Baumarkt her. Ende des Jahres 2020 wurden die ersten Bürgerinnen und Bürger geimpft.

Wo stehen wir über ein halbes Jahr später? Unsere Impfquoten sind gut, könnten noch besser sein. Daher werben wir für die Impfungen, sind an Schulen, sind auf öffentlichen Plätzen unterwegs (über 1400), um möglichst viele zu erreichen.

Denn nur die Impfung rettet Leben und bringt die alte Normalität wieder. Corona hat uns alle verändert, wir haben erlebt, wie schnell unser Alltag eingeschränkt werden kann, aber auch was Freiheit bedeutet. Das wird uns auch in Zukunft prägen.

Als wären die Erfahrungen nicht schon genug, erteilte uns Mitte Juli eine weitere Katastrophe. Die Starkregenfälle richteten in Rheinland-Pfalz, unweit von uns, und in Nordrhein-Westfalen unvorstellbares Leid an. Innerhalb weniger Tage ging durch unseren Kreis eine Welle der Solidarität. Mitglieder der Feuerwehren, des DRK, DLRG, THW und zahlreiche Bürgerinitiativen sammelten Spenden und halfen und helfen noch immer vor Ort. Die Helferinnen und Helfer, die aus dem Landkreis Neunkirchen im Einsatz waren, sind heute da. Auch Ihnen wollen wir heute DANKE sagen. Manche von Ihnen sind aktuell sogar noch vor Ort im Einsatz. Was Sie alle geleistet haben, hat größte Anerkennung verdient. Gleichzeitig sind die jüngsten Geschehnisse ein Anlass unseren Katastrophenschutz zu hinterfragen. Vergangene Woche stellte Alexander Koch unsere Bemühungen und Pläne im Kreistag vor. Hand in Hand mit den Kommunen im Landkreis werden wir auch hier verstärkt tätig werden.“

Als äußeres Zeichen der Dankbarkeit zeichnete ich den Leiter des operativ-taktischen Stabes Michael Sieslack, Wolfgang Walzer vom THW und Georg Leist vom DRK mit der Verdienstmedaille des Landkreises Neunkirchen aus. Von Anfang an waren sie an unserer Seite und unterstützen bis heute in vorbildlicher Art und Weise den operativ-taktischen Stab. Sie sind für mich Stellvertreter für die großartige Leistung der Hilfsdienste im Landkreis Neunkirchen.

Natürlich möchte ich jetzt kurz auf die restliche Woche eingehen.

Am Montagmorgen war ich gemeinsam mit unserem Kreiskämmerer und dem Leiter der Bauverwaltung beim Innenministerium zu Gast, um die Pläne für unsere neue Gemeinschaftsschule Stadtmitte in Neunkirchen vorzustellen. Hier sind wir auf finanzielle Hilfen angewiesen, daher war der Termin sehr wichtig. Am Nachmittag fand eine Ausschusssitzung des TKN-Werksausschusses statt. Hier ging es um den Jahresabschluss für das Jahr 2020 und aktuelle touristische Aktivitäten unserer Tourismus- und Kulturzentrale. Werkleiter Christian Rau konnte einiges berichten. Morgen und übermorgen findet im Freizeitzentrum Finkenrech unsere beliebte Veranstaltung „Herbst auf Finkenrech“ statt. Es gab im Vorfeld Tickets zu erwerben, die mittlerweile ausverkauft sind. Das Ganze ist dem Hygienekonzept geschuldet, da wir als Veranstalter optimale Bedingungen anbieten wollen.

Am Dienstag fand eine verwaltungsinterne Besprechung zum Thema Katastrophenschutz statt. Hier wollen wir ein Katastrophenschutzlager bauen, um wichtige Materialien optimal und zentral günstig gelegen zu lagern. Am Nachmittag tagte der Stiftungsrat der Förderstiftung Walter Bernstein, dem ich angehöre. Hier konnte der Vorsitzende Roman Uwer die vielfältigen Aktivitäten dieses Jahres Revue passieren lassen. Es ist gelungen, das besondere Werk des Schiffweiler Künstlers Walter Bernstein in die Öffentlichkeit zu transportieren. Ein sichtbares Zeichen ist das großformatige Wandporträt Bernsteins, das von Hendrik Beikirch in der Ortsmitte Schiffweilers gestaltet wurde.

Am Abend fand dann das soeben erwähnte Helferfest statt.

Am Mittwoch bereitete ich mit dem Geschäftsführer unserer Wasserversorgung Thomas Wagner die in der kommenden Woche stattfindenden Gremiensitzungen vor. Danach hatte ich eine schöne Verpflichtung. Mein Mitarbeiter Edgar Kuhn feierte sein 50-jähriges Dienstjubiläum. So etwas kommt äußerst selten vor. Ich nutze die Gelegenheit einiges aus der Vergangenheit unserer Kreisverwaltung zu erfahren. Neben seinem beruflichen Engagement war Edgar Kuhn viele Jahre lang Ortsvorsteher von Humes und ist seit vielen Jahren im Ehrenamt Kreisjägermeister. Nochmals vielen Dank für dieses großartige Engagement! Am Nachmittag tauschte ich mich mit den Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleitern des Dezernates II aus. Unter der Leitung von Dezernentin Alexandra Wagner arbeiten hier das Personalamt, das Umweltamt, das Bauamt, die Schulverwaltung, das Rechtsamt sowie die Kreisvolkshochschule zusammen.

Gestern Morgen fanden verwaltungsinterne Termine statt. Unter anderem ging es auch um Haushaltsberatungen, die in Kürze stattfinden werden. Am Nachmittag hatte ich die traurige Aufgabe für eine langjährige Mitarbeiterin des DRK Kreisverbandes (dessen Vorsitzender ich bin) eine Trauerrede zu halten.

Der heutige Morgen stand im Zeichen der Vorstandssitzung unseres Landkreistages. Zuvor tauschte ich mich mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern zur aktuellen Corona-Lage aus. Heute Mittag fand das Richtfest des neuen Globusmarktes in Neunkirchen statt. Es ist unglaublich, was in innerhalb kurzer Zeit auf der ehemaligen Brache des Neunkirchen Eisenwerkes in unmittelbarer Nähe unseres Kreisjugendamtes entstanden ist. Im kommenden Frühjahr wird Globus seine Pforten öffnen. Ich freue mich sehr, dass es der Kreisstadt Neunkirchen gelungen ist, diese Ansiedlung zu realisieren.

Ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


10.09.2021: Umfangreiche Arbeitswoche

10.09.2021: Umfangreiche Arbeitswoche

Eröffnung der neuen Kleiderkammer des DRK Kreisverbandes
Eröffnung der Sport- und Markthalle in Ottweiler
Richtfest für die Kita St. Augustinus in Wiesbach
 

Diese Woche hatte es terminmäßig in sich. Deshalb werde ich in diesem Block erneut viele Themen ansprechen.

Los ging es am Montag mit dem Jour-Fixe unserer Tourismus- und Kulturzentrale. Unter anderem war natürlich ein Thema die Planung des „Herbstes auf Finkenrech“, der am Wochenende (18/19. September) starten wird. Hier werden erstmals, um die Besucherströme zu lenken und um ein Corona-gerechtes Angebot bieten zu können, im Vorfeld Tickets verkauft. Die Resonanz darauf ist sehr groß.

Im Anschluss war ich in den Räumlichkeiten des Landkreistages zu Gast, um mich persönlich von dem scheidenden Geschäftsführer Martin Luckas zu verabschieden. Er leitete 28 Jahre die Geschicke des Landkreistages. Wieder zurück in Ottweiler tauschte ich mich intensiv mit unserem Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack und dem Stabsstellenleiter Katastrophenschutz Alexander Koch rund um das Thema „Bedarf unserer Wehren“ aus. Danach stand noch ein interner Termin mit der Leiterin unseres Personalamtes Alexandra Wagner zur aktuellen Personalsituation auf meiner dienstlichen Agenda.

Am Dienstagmorgen tauschte ich mich mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern des Landkreises Neunkirchen zu aktuellen Themen rund um den Finanzausgleich aus. Anschließend ging es für mich nach Saarbrücken ins Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie zu Staatssekretär Stefan Kolling. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Jörg Aumann erhielten wir die Nachricht, dass sich die Betreiber des ehemaligen städtischen Krankenhauses Diakonie umorientieren wollen und ein Interessenbekundungsverfahren beabsichtigen. Ich bedaure dies sehr, denn nach der Schließung des Marien Krankenhauses Ottweiler und der geplanten Schließung der Rehaklinik Illingen muss die medizinische Versorgung im Landkreis Neunkirchen weiterhin sichergestellt sein. Ich hoffe, es werden in dieser Hinsicht in der nächsten Zeit gute Gespräche geführt werden.

Bereits gestern wurde dieses Thema in der Saarbrücker Zeitung aufgegriffen, daher erwähne ich das Thema auch in meinem Blog. Um die Mittagszeit tauschte ich mich mit der Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot, der Sozialministerin Monika Bachmann und meiner Kollegin und meinen Kollegen sowie den jeweiligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesundheitsämter zur Quarantäneregelung bei betroffenen Schulklassen aus. Hier ist es wichtig, dass wir saarlandweit einheitlich reagieren und effektive Maßnahmen umsetzen. Mein Arbeitstag endete mit der Präsidiumssitzung des Kreisverbandes des Roten Kreuzes, dessen Vorsitzender ich bin.

Der Mittwochmorgen stand im Zeichen interner Termine und Rücksprachen. Als Landrat und Vorsitzender des DRK Kreisverbandes eröffnete ich die neue Kleiderkammer des DRK Kreisverbandes.   Der schmucke Second-Hand-Shop soll Menschen mit geringem Einkommen niedrigschwellige Hilfe bieten. Alle Kleidungsstücke sind in gutem Zustand, so dass der DRK-Kleiderladen wie eine kleine Boutique wirkt. Doch bis der Laden optisch in diesem Zustand war, bedurfte es großer Anstrengungen. DRK Präsidiumsmitglied Fabio Jochum leistete über 350 Stunden ehrenamtlich, um den Umbau Stück für Stück zu realisieren. Finanzielle Unterstützung gab es auch von der Sparkasse Neunkirchen.

Am Nachmittag tauschte ich mich mit unserer Sozialdezernentin Julia Schild und der Leiterin des Kreisjugendamtes Karoline Brase zu aktuellen Themenfeldern der Jugendhilfe aus. Anschließend fand ein Austausch mit der Haseler Mühle statt, die von der Neuen Arbeit Saar betrieben wird. Die Haseler Mühle ist eine wichtige Institution, da dort Menschen mit psychischen Erkrankungen beschäftigt werden. Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, dass die Haseler Mühle weiterhin im Landkreis Neunkirchen ihre Arbeit leisten kann. Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die offizielle Eröffnung der Sport- und Markthalle Ottweiler dar. Einige Jahre war aufgrund baulicher Mängel diese wichtige Einrichtung in Ottweiler geschlossen. Dank Mittel des Innenministers und EU-Mittel im Bereich der Wirtschaftsministerin konnte eine Grundsanierung der Halle realisiert werden. In der Festrede würdigte Innenminister Klaus Bouillon die Bemühungen der Stadt Ottweiler und besichtigte mit Freude die neuen, attraktiven Räumlichkeiten. Auch Bürgermeister Holger Schäfer freute sich, dass dieses wichtige Baukapitel endlich geschlossen werden konnte und die Vereine wieder Trainingsmöglichkeiten haben.

Gestern Morgen konnte ich einem Mitarbeiter zu seinem 25-jährigen Dienstjubiläum gratulieren. Anschließend tauschte ich mich mit dem Team unseres Bauamtes unter der Leitung von Thorsten Mischo zu aktuellen Bauprojekten aus. Danach tagte der Aufsichtsrat der VSE, allerdings digital. Am Nachmittag besuchte ich das Richtfest für die Kita St. Augustinus in Wiesbach. Hier wird bis nächstes Jahr ein Ersatzneubau, in der 4 Gruppen untergebracht werden, entstehen. Bis es zu diesem Schritt kam, dauerte es einige Jahre. Neben Bürgermeister Dr. Andreas Feld war auch seine Vorgängerin Birgit Müller-Closset bei diesem Termin dabei, die sich über viele Jahre für diesen Neubau stark gemacht hat. Ich wünsche den Bauarbeiten weiterhin einen guten Verlauf. Der Landkreis hat, wie die Gemeinde Eppelborn, einen Beitrag von rund 450.000 € zum Neubau geleistet. Im Anschluss tagte in Neunkirchen der Kreistag. Im öffentlichen Teil der Tagesordnung stand der Bericht des Katastrophenschutzbeauftragten Alexander Koch auf der Agenda. Der Landkreis ist als Untere Katastrophenschutzbehörde für die Feststellung des Katastrophenfalles zuständig. Diese Arbeit ist immens wichtig, was die derzeitigen dramatischen Ereignisse gerade unterstreichen. Natürlich ist hier die Frage erlaubt, wie wir aufgestellt sind. Größere Schadenslagen haben wir in der Vergangenheit gemeinsam gemeistert. Glücklicherweise wurde der Katastrophenfall im Landkreis noch nicht ausgerufen, allerdings haben wir beispielsweise beim Dirminger Hochwasser 2016 und dem Hochwasser in Eppelborn 2018 die Koordination der Flächenlagen durch unser Kreislagezentrum sichergestellt. Im Katastrophenschutz sind Partner die Feuerwehr, THW und die Hilfsorganisationen DRK, Malteser, DLRG, die Polizei und Bundeswehr sowie die Gemeinden und Unternehmen aus der Privatwirtschaft. Katastrophenschutz ist mir sehr wichtig. Aus diesem Grund haben wir bereits 2020 vor der Corona-Pandemie eine erste Fortbildung mit unserem Verwaltungsstab durchgeführt. Ein Jahr später folgte die aufbauende Fortbildung. Katastrophenschutz wird meiner Meinung nach weiterhin an Bedeutung gewinnen und wird sich in den nächsten Haushalten bemerkbar machen, denn es fehlt dem Landkreis Neunkirchen noch an wichtiger Infrastruktur, die wir Stück für Stück realisieren wollen. Ein weiteres Thema waren Lüftungsgeräte für die weiterführenden Schulen. Hier ist die flächendeckende Beschaffung von Geräten nicht vorgesehen, das habe ich, wie meine Kollegin und Kollegen Landräte bereits mehrfach thematisiert. Auch gibt es für solche Investitionen keinerlei Finanzierungshilfen. Der Kreistag stellte einen Antrag, in dem wir für Klassen, in denen eine Belüftung nicht möglich ist, einige Geräte zur Sicherheit zur Verfügung stellen. Darüber hinaus gab es weitere Anfragen der Parteien unter anderem zu Quarantänemaßnahmen und zur Neueinführung des KFZ-Wunsch-Kennzeichens OTW.

Heute Morgen, nach der wöchentlich stattfindenden Besprechung mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern, tagte der Zweckverband Personennahverkehr Saarland mit einer umfangreichen Tagesordnung in Neunkirchen. Als Zweckverbandsvorsitzender leitete ich die Sitzung. In einem der Tagespunkte ging es um ein erstes Fazit bezüglich der Tarifreform, die am 01. Juli 2021 startete. Bisher ist die Resonanz sehr gut. Sie macht den ÖPNV auch finanziell attraktiver für die Nutzerinnen und Nutzer. Anschließend fanden noch mehrere verwaltungsinterne Meetings statt. Am Nachmittag nahm ich an der Verleihung der Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland an Herrn Martin Jacob im Wirtschaftsministerium teil.. Hier wurde großes unternehmerisches Engagement durch die Ministerin Anke Rehlinger gewürdigt.

 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat Sören Meng


03.09.2021: Neustart für die Schulen

03.09.2021: Neustart für die Schulen

Übergabe der Urkunden an die Anwärter
Besichtigung von Dörrenbäcr pflanzen&estalten in Stennweiler
Sitzung Landkreistag
 

Die erste Schulwoche im neuen Schuljahr geht zu Ende. Aus Sicht des Schulträgers für die weiterführenden Schulen danke ich den Schulgemeinschaften und meinem Team der Kreisverwaltung für die gute Vorbereitung des Schulstartes. Ob Digitalisierung, Sanierung, Hygienevorbereitungen und Raumkonzeptionen – es hat gut geklappt.

Spektakulär startete der Schulbetrieb an der Dependance der Gemeinschaftsschule Stadtmitte Neunkirchen in Wiebelskirchen. Wegen des Neubaus der Lutherschule wurde der Schulbetrieb komplett nach Wiebelskirchen verlagert. Um zusätzliche Raumkapazitäten zu schaffen, wurden Klassenraumcontainer gemietet. Leider konnten sie erst in dieser Woche geliefert werden. Aufgrund der Lieferung gab es im gesamten Umfeld der Schule Straßensperrungen, damit die Container mit einem riesigen Kran an Ort und Stelle gehoben werden konnten. In den nächsten Tagen wird die Einrichtung der Container vorgenommen. Diese neuen Räumlichkeiten werden bis 2025 benötigt. Wobei sich Container eher negativ anhört, in Wahrheit sind diese modernen Module gut ausgestattet und energetisch vorbereitet. Ich danke an dieser Stelle dem Team der Gemeinschaftsschule Neunkirchen für Ihre Geduld und Ihre aktive Mithilfe, um für einen reibungslosen Schulstart unter besonderen Bedingungen zu sorgen.

Meine Woche war gewohnt abwechslungsreich. Nach internen Gesprächen widmete ich mich am Montagnachmittag dem öffentlichen Personennahverkehr. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer des ZPS Achim Jesel und dem Team der Finanzverwaltung Olaf Niesen und Matthias Schmidt bereitete ich die in der kommenden Woche stattfindende Gremiensitzung vor. Die Tarifreform ist in vollem Gange und ist mit einem guten ÖPNV Angebot gestartet. Die Zukunftsaufgabe der sogenannten Aufgabenträger wird es sein, den ÖPNV bedarfsgerecht und nutzerorientiert weiterzuentwickeln. Der erste Schritt ist mit der Tarifreform getan, denn das Angebot ist finanziell deutlich attraktiver geworden. Am Abend nahm ich an der Fraktionssitzung der SPD Kreistagsfraktion teil.

Am Dienstagmorgen war ich für Besprechungen in Saarbrücken, am Nachmittag wurde das neue Ottweiler Jugendzentrum im historischen Bahnhof eröffnet. Mit zahlreichen Fördergeldern ist es der Stadt Ottweiler gelungen, den maroden Bahnhof gänzlich zu sanieren. Neben der öffentlichen Bücherei und einer Polizeistation ist jetzt auch der Jugendtreff, der vom diakonischen Werk betrieben wird, hier zu finden. Als Schüler kannte ich den Bahnhof viele Jahre und erlebte noch Zeiten, in denen er innen und außen sehr belebt war. Umso trauriger empfand ich den Zustand der vergangenen Jahre, auch weil sich die Bahn hier offensichtlich aus der Verantwortung mehr und mehr herauszog. Umso schöner ist es, das schmucke historische Gebäude in neuem Zustand zu sehen. In meiner kleinen Rede würdigte ich das Engagement der Stadt und stellte den hohen Wert der Jugendarbeit im Landkreis Neunkirchen heraus. Mit dem Diakonischen Werk haben wir einen verlässlichen Kooperationspartner. Das pädagogische Team des Treffs und einige Jugendliche hatten ein kleines Rahmenprogramm vorbereitet, das uns alle begeisterte.

Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die Verwaltungsratssitzung der Sparkasse Neunkirchen dar. Hier galt es eine umfangreiche Tagesordnung abzuarbeiten. Gleichzeitig hatte ich die schöne Aufgabe über zwei Projekte des Landkreises in Kooperation unserer Sparkasse zu berichten. Die Aktion für Vereine, die der Kreistag initiierte, kam hervorragend an und es konnten zahlreiche Privatspenden, neben der finanziellen Ausstattung durch den Kreis und der Sparkasse akquiriert werden. Auch die Aktion für Flutopfer, die ich spontan ins Leben rief, fand große Resonanz. Bisher sind über 106.000 € an Spenden eingegangen, die weitergeleitet werden und zu 100 % ankommen. Danke an dieser Stelle dem Team unserer Sparkasse und den vielen Spenderinnen und Spendern.

Am Mittwoch tagte der Innovationsring des Landkreistages, in dem wir uns über die Weiterentwicklung unserer Kreisverwaltungen auf Landesebene austauschten. Hier standen Themen wie Kommunikation, Kundenorientierung und Digitalisierung im Vordergrund. Am Nachmittag fand die Vorbesprechung der Aufsichtsratssitzung der VSE statt. Im Anschluss tagte der Sparkassenzweckverband, der den Haushaltsabschluss 2020 feststellte. Gestern Morgen hatte ich die schöne Aufgabe zwei Beamtenanwärtern die Ernennungsurkunde zu übergeben. Beide Kollegen haben bereits ihre Ausbildung bei der Kreisverwaltung mit Erfolg abgeschlossen und hatten sich dazu entschlossen, ein Beamtenstudium zu beginnen. Dieses startet am 1. Oktober. Schon jetzt wünsche ich den Anwärtern viel Erfolg.

Am Nachmittag besuchte ich die Firma Dörrenbächer Pflanzen & Gestalten in Merchweiler und war überrascht von dem großen Angebot, das das engagierte Team vorhält. Mir ist der Kontakt zur Wirtschaft sehr wichtig, deshalb hatte ich mich auch sehr über die Einladung der Merchweiler Firma gefreut.

Danach tagte der Kreisausschuss in Neunkirchen. Gleichzeitig wurden im nicht-öffentlichen Teil Beschlüsse vorberaten, die in der kommenden Woche im Kreistag beschlossen werden sollen. Der heutige Tag stand ganz im Zeichen des Landkreistages und der Verabschiedung des langjährigen Geschäftsführers Martin Luckas. Schwerpunkt dieser Sondersitzung war das Impulsreferat des scheidenden Geschäftsführers. Er hatte es unter die Überschrift „Wer sind wir, wo kommen wir her und wo gehen wir hin? -  Persönliche Anmerkungen nach fast 30 Jahren Landkreistag Saarland“ gestellt. An dieser Stelle danke ich Martin Luckas für sein großartiges Engagement sehr. Er hatte für die Belange des Landkreises Neunkirchen immer ein offenes Ohr. Seiner Nachfolgerin Frau Schwarz wünsche ich einen guten Start.

Morgen Nachmittag werde ich das Gartenfest der Firma Transporte Thorsten Jung in Neunkirchen eröffnen. Mit diesem Fest will das Team einen aktiven Beitrag für die Opfer der Flutkatastrophe leisten. Gerne übernehme ich hier die Eröffnung des Festes.

Historisch wird es am Sonntag in Mainzweiler zugehen, denn dort wird mit einem Römerfest die neue, „alte Römerstraße – via romana“, die dank großem, ehrenamtlichen Engagement entstanden ist, eingeweiht.  Sicherlich ist sie eine weitere touristische Attraktion im Landkreis Neunkirchen.

Ich wünsche uns allen ein schönes, sonnenreiches Septemberwochenende.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat Sören Meng


27.08.2021: Letzte Ferienwoche

27.08.2021: Letzte Ferienwoche

Besuch des Ingenieurbüros SBU von Thomas Wollscheidt in Merchweiler
Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft schloss eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit im Bereich des Wissens- und Technologietransfers mit der FITT - Institut für Technologietransfer an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes gemeinnützige GmbH, vertreten durch die Geschäftsführerin Miriam Schwan
Ehrung der diesjährigen Meister/-innen aus dem Landkreis Neunkirchen
Besprechung des Landrates mit den Bürgermeistern

Die letzte Ferienwoche neigt sich dem Ende zu. Der Landkreis hatte als Schulträger in den Ferien alle Hände voll zu tun, damit die Schulen in seiner Trägerschaft am Montag beginnen können. Es gab zahlreiche Baumaßnahmen, über die ich an dieser Stelle schon berichtet habe. Nun hat die Gemeinschaftsschule Stadtmitte, auch als Lutherschule bekannt, ihren Standort verlassen und ist für eine Übergangszeit bis zum Ende der Baumaßnahmen 2025 nach Wiebelskirchen gezogen. Dies ist für alle Beteiligten ein Kraftakt. Schulraumcontainer helfen uns zusätzlich, den benötigten Raum für die Schülerinnen und Schüler zur Verfügung zu stellen. Danke an dieser Stelle meiner Verwaltung und natürlich der ganzen Schulgemeinschaft für die tolle Zusammenarbeit. Wir alle können uns auf eine moderne Schule im Herzen Neunkirchens freuen. Die Abbrucharbeiten der alten Schule sollen im Spätherbst beginnen. Auch haben wir für unsere Kreisschulen und die Schulen der Städte und Gemeinden (Grundschulen) über 4000 iPads konfiguriert. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle dem neuen Team unserer Schul-IT unter der Leitung von Dominik Papa. Auch dies war in Kooperation mit der EDV eine Mammutaufgabe, der wir uns gestellt haben.

 

Doch jetzt zurück zu meiner Arbeitswoche. Der Montag begann mit dem verwaltungsinternen Jour-Fixe und zahlreichen Rücksprachen. Auch ein Austausch mit der Sozialdezernentin und dem Gesundheitsamt stand auf der dienstlichen Agenda. Mit Sorge betrachten wir die kontinuierliche Steigerung der Infektionszahlen. Bereits im letzten Block habe ich fürs Impfen geworben. Wir werden in den kommenden Wochen auch ein Impfangebot an unseren Berufsbildenden Schulen schaffen. Erst vergangene Woche hat die STIKO eine Impfung an jüngeren Menschen befürwortet und empfohlen. Aufgrund der steigenden Zahlen müssen wir unser Team der Kontaktnachverfolgung erneut verstärken. Hier danke ich ganz herzlich den Verantwortlichen der Kreisstadt Neunkirchen für ihre Soforthilfe. Sie werden uns vier erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Unterstützung bis Ende des Jahres zur Verfügung stellen. Nochmals herzlichen Dank für diese interkommunale Hilfe.

 

Am Dienstag fand eine Besprechung via Video mit allen Führungskräften der Kreisverwaltung statt. Unter anderem ging es um das schon in der Pandemie praktizierte „Mobile Arbeiten“ und um die Einführung unserer E-Akte. Hier sind wir auf einem guten Weg.

 

Am Mittwoch ging es unter anderem in zahlreichen Gesprächen um die weitere Vorgehensweise rund um die Corona-Pandemie. Das Impfzentrum, das wir gemeinsam mit den Landkreisen St. Wendel und Saar-Pfalz betreiben, wird Ende September offiziell schließen. Allerdings wird das Zentrum als solches noch bis Ende März 2022 bereitgehalten. Nach September wird verstärkt auf mobile Impfteams gesetzt, die unter anderem auch mit dem Impfbus unterwegs sind, aber auch Impfungen an stark frequentierten Orten sind möglich. Wichtig ist es für uns, ein niedrigschwelliges Angebot bereit zu halten, um möglichst viele Menschen zu impfen.

Gestern tauschte ich mich mit dem Abteilungsleiter unseres Bauamtes, Thorsten Mischo, und mit dem Abteilungsleiter unseres Schulamtes, Gerhard Kessler, zu zahlreichen Themen aus. Wie eben bereits ausgeführt, konnten viele Arbeiten in den Sommerferien abgeschlossen werden. Darüber hinaus ist erste Priorität derzeit die Digitalisierung unserer Schulen. Hier sind wir ein großes Stück vorangekommen, aber werden noch eine Zeit lang damit beschäftigt sein. Ziel muss es sein, unsere Schülerinnen und Schüler optimal auf die Zukunft vorzubereiten.                                                                                                                 


Danach besichtigte ich die Firma SBU Ingenieure GmbH, die seit Mai ihren Sitz in Merchweiler hat. Dieses innovative Unternehmen ist deutschlandweit in zahlreichen Bereichen aktiv. Durch Vermittlung unserer Wirtschaftsförderungsgesellschaft WFG konnte diese Firma, die sich ständig vergrößert, hier angesiedelt werden. Wie mir der Geschäftsführer Thomas Wollscheid verriet, fühlen er und sein Team sich im Landkreis sehr wohl und schätzen die gute Infrastruktur.

 

Um die wirtschaftliche Ausrichtung unseres Landkreises ging es auch in einem Termin im Historischen Sitzungssaal am Donnerstagmittag. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft schloss eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit im Bereich des Wissens- und Technologietransfers mit der FITT - Institut für Technologietransfer an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes gemeinnützige GmbH, vertreten durch die Geschäftsführerin Miriam Schwan, ab. Unsere Wirtschaftsförderungsgesellschaft unterstützt Unternehmen und Existenzgründerinnen und Existenzgründer ganzheitlich mit Beratungsangeboten zu allen wirtschaftsrelevanten Fragen sowie der Anbahnung von Innovationsprojekten. Hier soll künftig eine stärkere Vernetzung des Wissens- und Technologietransfers zwischen Unternehmen und Wissenschaft sowie gegenseitige Unterstützung und Vernetzung umgesetzt werden. Mit der Firma inomat GmbH fand bereits jetzt ein erster Austausch statt. Vernetzungen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft halte ich für sehr wichtig, denn daraus kann Großes entstehen. Daher freute ich mich sehr, dass dieser Termin stattfinden konnte.                                                                                                                                                       Der Abschluss meines Arbeitstages stellte eine Feierstunde für die neuen Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeister aus dem Landkreis Neunkirchen dar. Zum ersten Mal würdigte der Landkreis Neunkirchen gemeinsam mit dem Oberbürgermeister, der Bürgermeisterin und den Bürgermeistern die neu gekürten Jungmeisterinnen und Jungmeister der Handwerkskammer. Sie stehen stellvertretend für viele engagierte Handwerksunternehmen im Landkreis Neunkirchen. In meiner Rede würdigte ich das Handwerk und gratulierte den neuen Meisterinnen und Meistern für ihre erworbene Qualifikation. Ich zitiere:

„Die heutigen Absolventen der Meisterschule sind gleichzeitig Repräsentanten des Handwerkes und ein lebender Beweis dafür, dass es sich lohnt, sich in den Betrieben und darüber hinaus zu engagieren und seinen Beruf zu leben. Hinter Ihnen liegt sicherlich eine schweißtreibende, anstrengende Zeit, die natürlich auch Einschränkungen des Privatlebens mit sich brachte.                                                                                                                                   Die neuen Inhalte der beruflichen Weiterentwicklung und Qualifikation sind ein Gewinn für alle. Für die Meisterin und den Meister selbst, für die Unternehmen und natürlich auch für die Kundinnen und Kunden, die in ihrem Unternehmen des Vertrauens noch mehr Expertise vorfinden. Alle haben mit ihrem Meisterbrief gleichzeitig auch ein Stück Freiheit und Unabhängigkeit in ihrem Beruf gewonnen. Ich bin überzeugt, dass der Meisterbrief immer noch einer der sichersten Wertpapiere in diesen bewegenden Zeiten ist, er ist die Eintrittskarte in ein freies und damit auch selbstbestimmtes Berufsleben.                             Wir alle können froh sein, dass wir, bei aller Globalisierung, lokale Player in unserem Landkreis haben. Sie sorgen für Arbeitsplätze und sorgen für die notwendige Infrastruktur in vielen Bereichen. Und wie fragil eine Infrastruktur sein kann, erlebten wir vor wenigen Wochen durch die Folgen dieser entsetzlichen Flutkatastrophe, fast in unmittelbarer Nachbarschaft.           

 

Deshalb wollen wir mit dieser Veranstaltung danke sagen, den Meisterinnen und Meistern, den Betrieben, der Kammer, die eine starke Gemeinschaft darstellen. Das gibt Sicherheit und gleichzeitig Zukunft.    In diesem Sinne den 23 neuen Jungenmeisterinnen und Jungmeistern des Jahrgangs 2021 herzlichen Glückwunsch und alles Gute für ihre Zukunft.   Ich schließe mit dem Slogan der erfolgreichen Kampagne: Hände hoch fürs Handwerk, es lohnt sich!“

Am heutigen Morgen fand die Besprechung des Oberbürgermeisters, der Bürgermeisterin und den Bürgermeistern zur aktuellen Corona-Lage statt. Leider steigen die Infektionszahlen erneut unaufhörlich und ich hoffe, dass viele, die noch nicht geimpft sind, vom Impfangebot Gebrauch machen.                                                                                                                                 

Am Mittag tagte der ÖPNV-Beirat des Saarlandes, an dem ich in meiner Funktion als ZPS Verbandsvorsteher teilnahm. 

 Heute Nachmittag wurde der langjährige Geschäftsführer des Rettungszweckverbandes Bernhard Roth in einer kleinen Feierstunde verabschiedet.Wenn dieser Block erscheint, werde ich mich gleich auf den Weg nach Neunkirchen machen, wo die Premiere des schönen Musicals zu Ehren der AWO-Gründerin Marie Juchacz „Meine Herren und Damen: Marie!“ stattfindet. Vor zwei Jahren wurde es uraufgeführt, aufgrund der Pandemie konnte es im letzten Jahr nicht wiederholt werden. Ich freue mich sehr auf einen glanzvollen Abend im Zeichen des Musicals und der Arbeiterwohlfahrt.

Morgen wird die Fair Play Tour, allerdings in kleiner Besetzung, im Landkreis Neunkirchen Station machen.  Die Fair Play Tour, eine Fahrradtour, gibt es seit über 20 Jahren in der Großregion. Junge Menschen aus Rheinland-Pfalz, Saarland, Belgien, Luxemburg und Frankreich beteiligen sich jedes Jahr an der Solidaritätstour. Die Fair Play Tour versteht sich als Jugendprojekt, das für ein grenzüberschreitendes Miteinander und Fair Play in unserer Gesellschaft eintritt. Normalerweise fahren dabei jährlich Schülerinnen und Schüler in einer einwöchigen Fahrradtour etwa 900 Kilometer durch die Großregion und sammeln dabei Spendengelder für Schulbauprojekte in Burundi und Ruanda. Die aktuelle Spendenaktion ist für die Flutopfer und läuft unter dem Namen „Help for Helmut and others“ und wurde durch ein im Saarland und der Eifel befindliches Netzwerk von Teilnehmern und Freunden der Fair Play Tour ins Leben gerufen. Durch die aktuelle Flutkatastrophe haben Helmut und seine Frau fast ihr ganzes Haus verloren. Die Teilnehmer möchten mit der Aktion neben dem Spendensammeln den Betroffenen der Flutkatastrophe auch neuen Mut machen.                                                        


Die Tour setzt ein Zeichen für Fairness, grenzüberschreitende Zusammenarbeit und offene Grenzen.

Gemeinsam mit Oberbürgermeister Jörg Aumann werde ich die Radfahrerinnen und Radfahrer begrüßen und sie ein Stück zur nächsten Etappe mit dem Rad begleiten.  

 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

ich wünsche Ihnen allen ein erholsames und schönes Wochenende.

Bleiben Sie gesund!

 

Ihr Landrat Sören Meng


20.08.2021: Impfen und Inzidenzen

20.08.2021: Impfen und Inzidenzen

Begrüßung der neuen Azubis in der Kreisverwaltung
Sommertour der Wirtschaftsministerin im Landkreis Neunkirchen - hier bei Saarwork in Neunkirchen
Mit Anke Relinger und Akteuren aus der Tourismusbranche auf der Bergehalde in Landsweiler-Reden
Gemeinsamer Besuch mit dem Wirtschaftsförderer Klaus Häusler bei PTS Maschinenbau in Eppelborn
Besuch des ASB in Illlingen
Neuer Partner der Regionalmarke - der Philippshof in Merchweiler

Nach erholsamen Wochen bin ich wieder an meinen Arbeitsplatz ins Landratsamt zurückgekehrt. Daher war es nicht verwunderlich, dass es diese Woche besonders viel zu tun gab. Der Montag stand ganz im Zeichen der Büroarbeit und der Sichtung der unzähligen E-Mails. Glücklicherweise hatte mein Team alles bereits sehr gut aufgearbeitet, sodass mir der Einstieg leicht viel. Auch besuchte ich das Team unserer Schul-IT, das zurzeit die iPads für die Schulen konfiguriert und ausliefert. An dieser Stelle meinem Team des Schulamtes und der Schul-IT ein großes Kompliment für die tolle Arbeit. Wir alle wissen, wie wichtig die Digitalisierung an unseren Schulen ist. Unser Team leistet hier einen zukunftsorientierten Beitrag zum Unterricht von heute und morgen. Am Nachmittag nahm ich an der Vorstandssitzung und Generalversammlung des Demenzvereines im Landkreis Neunkirchen, dessen Gründungsmitglied ich bin, teil. Seit einem Jahr hat die frühere Sozialdezernentin des Kreises Birgit Mohns-Welsch den Vorsitz inne. Der Verein hat die Aufgabe, den Informationsstand und das Problembewusstsein bezüglich demenzieller Erkrankungen gegenüber den direkt oder indirekt Betroffenen in der Öffentlichkeit, in Fachkreisen sowie bei den politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsträgern zu vermehren. So formuliert es die Satzung. Seit Gründung des Vereins im Jahre 2004 hat sich hier viel getan und der Verein ist ein hervorragender Netzwerker. Dieses Netzwerk soll weiterhin ausgebaut werden. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die unmittelbare Beratung von Betroffenen und ihren Angehörigen. Hier darf keiner ohne Hilfe bleiben. Weitere Infos unter: www.demenzverein-neunkirchen.de

 

Am Dienstagmorgen tauschte ich mich mit der Jugend- und Auszubildendenvertretung des Landkreises aus und begrüßte die neuen Azubis der Kreisverwaltung. Im Anschluss besuchte ich eine Sitzung des Deutschen Roten Kreuzes auf Landesebene, wo ich aus erster Hand über den Einsatz der Helferinnen und Helfer im Ahrtal informiert wurde. An dieser Stelle allen Hilfskräften, die sich seit Wochen engagieren, herzlichen Dank. Um die Mittagszeit stellte ich unserer Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger das Freizeitzentrum Finkenrech vor. Die Ministerin zeigte sich sehr beeindruckt vom umfangreichen Angebot unseres Umweltzentrums. Gerade die Schaugärten fanden großes Interesse. Im Anschluss ging es zur Werkstatt für behinderte Menschen DPS Saarwork nach Neunkirchen. Diese Firma fördert Menschen bezüglich der Entwicklung ihrer Persönlichkeit, die wegen Art oder Schwere ihrer Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden können. Hier werden Menschen qualifiziert und finden Beschäftigungsmöglichkeiten, die Bandbreite von Saar Work ist enorm. Für weitere Infos verweise ich auf die Internetseite: www.saarwork.de

Von dort aus fand ein Austausch mit der Geschäftsführerin der Tourismuszentrale Saar Birgit Grauvogel, dem Leiter unserer Tourismus- und Kulturzentrale Christian Rau, Bürgermeister Markus Fuchs und dem Abteilungsleiter für Wirtschafts- und Strukturpolitik Dr. Anselm Römer statt. Die Ministerin wollte sich aus erster Hand über die künftige Vermarktung des Erlebnisortes Reden informieren. Sie zeigte sich erfreut über die derzeitige Entwicklung bezüglich der Verkehrsanbindung an die Alm. Auch sie ist überzeugt, dass der touristische Wert des Standortes Reden noch lange nicht ausgeschöpft ist. Natürlich warb ich als Landrat um Mittel aus dem Budget Tourismus.

Der Abschluss des Besuchs der Ministerin im Landkreis Neunkirchen stellte eine interessante Besichtigung des Biolandhofes Wackenberger Hof der Familie Dörr in Eppelborn dar. Familie Dörr setzt auf nachhaltigen, umweltverträglichen Anbau von Lebensmitteln. Neben frischem Gemüse kann man dort auch Eier erwerben. Ich besuchte den Hof bereits vor einigen Jahren und war erstaunt, was sich seitdem alles wieder getan hat und mit welchem Engagement die Landwirte ihre Passion begleiten.

 

Am Mittwoch gratulierte ich einem langjährigen Mitarbeiter der Kreisverwaltung zu seinem 40. Dienstjubiläum. Danach tauschte ich mich mit dem neuen Geschäftsführer unserer Wasserversorgung Ostsaar Thomas Wagner über aktuelle Herausforderungen seines Unternehmens aus. Auch Termine bezüglich der Weiterentwicklung der Musikschule Neunkirchen mit dem Geschäftsführer der Kulturgesellschaft Markus Müller und der Gleichstellungsbeauftragten der Kreisverwaltung Heike Neurohr-Kleer fanden statt. Der Abschluss des Arbeitstages bestand in Filmaufnahmen und einem Interview zum Bernstein Jahr 2021. Wie schon mehrfach berichtet, wäre der Schiffweiler Künstler Walter Bernstein in diesem Jahr 120 Jahre alt geworden. Er starb vor 40 Jahren und hat viele beeindruckende Werke hinterlassen. Die Walter Bernstein Stiftung, deren Stiftungsrat ich angehöre, hat sich zur Aufgabe gemacht, die Kunst Bernsteins nicht vergessen zu lassen und nachfolgenden Generationen einen Zugang zu ermöglichen. Als sichtbares Zeichen in diesem Jahr schuf der Künstler Hendrik Beikirch ein großformatiges Porträt des Künstlers Bernstein auf einem Giebel in der Ortsmitte Schiffweilers.

 

Gestern Morgen besuchte ich im Rahmen meiner Sommertour die Firma PTS Maschinenbau GmbH zwischen Illingen und Eppelborn. Diese Firma entstand, so der Firmenleiter und Gründer Michael Barrois, 2007 in der heimischen Garage, ehe dann 2019 die modernen, großzügigen Räumlichkeiten bezogen werden konnten. Sein Unternehmen umfasst die Bereiche Maschinenbau, Metalle und Instandsetzung. Hierzu gehört unter anderem die Fertigung von Einzelteilen, Klein- oder Großserien sowie die Fertigung komplexer Baugruppen. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Klaus Häusler informierte ich mich über neueste Projekte des erfolgreichen, regionalen Unternehmens.

Im Anschluss ging es nach Illingen, wo ich das Projekt der „Engagierten Stadt“ des ASB besuchte. Mit dem Netzwerk koordiniert der ASB Illingen das bürgerschaftliche Engagement in der Gemeinde. Die Partner sind unter anderem Vereine, Kirchengemeinden, Schulen, der Landkreis und die Kommune selbst. Der ASB ist eine anerkannte Koordinierungsstelle für soziales Engagement mit vielen Partnern. Leider ging auch die Coronakrise nicht spurlos an den Aktivitäten vorbei. Gerade die persönlichen Treffen konnten nicht stattfinden. Erst seit kurzer Zeit sind wieder kleinere Veranstaltungen möglich. Der Vorsitzende des ASB Michael Menges und die Projektleiterin Anke Thomé stellten mir das vielfältige, sozialorientierte Projekt eingehend vor. Herzlichen Dank allen, die sich hier für unsere Gesellschaft engagieren. Am Nachmittag hatte ich einen traurigen Termin. Der Ehrenvorsitzende der Neunkircher Lebenshilfe und engagierte Pädagoge Norbert Puhl wurde beerdigt. Noch kürzlich konnte er seinen 80. Geburtstag feiern. Viele Angebote für Menschen mit Behinderungen gingen auf die Initiative von Norbert Puhl zurück. Er sorgte dafür, dass Menschen mit Behinderungen eine größere Lobby im Laufe der Jahrzehnte bekamen. Als ehemaliges Vorstandsmitglied der Lebenshilfe arbeitete ich eng mit ihm zusammen. Sein Lebenswerk wird unvergessen bleiben.

 

Heute Morgen fand der Austausch mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern der Städte und Gemeinden statt. Hauptthema waren die steigenden Zahlen der Coronainfektionen. Mit Sorge betrachte ich die derzeitige Entwicklung, da die Inzidenz bereits wieder Richtung 50 tendiert. Hauptgrund ist die immer noch große Zahl der ungeimpften Menschen. Ich werde nicht müde, um für die Impfungen zu werben. Durch eine Impfung schützt man sich und andere. Seit dieser Woche empfiehlt auch die ständige Impfkommision eine Impfung von Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren. Generell sind die Impfungen freiwillig, allerdings tragen sie wesentlich dazu bei, dass an eine Normalisierung unseres Lebens wieder zu denken ist. Wer sich impfen lässt, verhält sich solidarisch. Dies ist meine Meinung und dazu stehe ich.

Neben weiteren internen Terminen fand heute Mittag die Besichtigung des Phillippshofes in Merchweiler als Partner unserer Regionalmarke statt. Dieser Hof verfügt auch über eine Milchtankstelle, an der man rund um die Uhr Milch beziehen kann. Heute Abend bin ich bei unserem Kreisbeigeordneten Klaus-Dieter Woll zu Gast, der seinen 60. Geburtstag feiert.

 

Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende, bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat Sören Meng


23.07.2021:

23.07.2021:

Vertragsunterzeichnung Haus des Jugendrechts
Zahlreiche Einsatzkräfte aus dem Landkreis Neunkirchen sind im Hochwassergebiet im Einsatz
Auf Finkenrech wird ein Themenwanderweg für Kinder rund um Bienen entstehen
Zum Ende des Monats wird die die Unterstützung der Bundeswehr in der Kontaktnachverfolgung beendet

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

was haben wir für Zeiten. Kürzlich las ich aus meinen ersten Aufzeichnungen als Landrat und dachte mir, wie übersichtlich 2016 alles begonnen hatte. Fünf Jahre später sind wir in den wilden Zwanzigern angekommen. Was ich so locker formuliere, meine ich leider nicht so. Seit 2020 ist die Welt nicht mehr dieselbe. Corona hat uns immer noch alle im Griff, auch wenn sich die Situation entschärft hat. Allerdings steigen auch im Landkreis Neunkirchen seit Tagen die Zahlen. Glücklicherweise ist das Impfangebot gut. Leider stelle ich fest, dass einige Bürgerinnen und Bürger sich nicht impfen lassen. Ich persönlich habe hierfür keinerlei Verständnis. Nur eine Impfung hilft, uns aus dieser belastenden Situation zu befreien. Für mich ist der Gang zum Impfzentrum oder zum Arzt ein Akt der Solidarität, der Menschenleben rettet. Ich habe mich heute Morgen mit dem Leiter unseres Gesundheitsamtes unterhalten und erfahren, dass es gerade die Reiserückkehrer sind, die das Infektionsgeschehen bestimmen. Deshalb, liebe Bürgerinnen und Bürger, seien Sie umsichtig, achten Sie auf die Hygiene- und Abstandsregeln - sie sind nach wie vor wichtig, denn wir alle wollen keine vierte Welle.

Corona hätte sicherlich schon gereicht, seit vergangener Woche hat ein schweres Unwetter Teile Deutschlands verwüstet. Ich habe mit einigen Einsatzhelferinnen und Einsatzhelfern gesprochen, sie reden von kriegsähnlichen Zuständen, von Zerstörungen kaum vorstellbaren Ausmaßes. Es wird Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte dauern, bis diese Schäden beseitigt sind. Ich meine an dieser Stelle die äußeren Schäden. Die Menschen, die alles verloren haben, werden diese Tage niemals vergessen. Meine Gedanken sind auch bei den Menschen, die Angehörige, Freunde und Bekannte verloren haben. Hier fehlen mir die Worte, diese Situation zu beschreiben. Umso schöner ist es zu erfahren, wie viele Menschen solidarisch mit den Opfern sind. In Windeseile wurden erhebliche Spenden gesammelt, wurde vor Ort vieles bewegt, wird sich gekümmert. Auch Einheiten aus dem Landkreis Neunkirchen sind nonstop im Einsatz, um zu helfen. Am Dienstag verabschiedete ich eine Delegation der Feuerwehr, gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Andreas Feld, ins Krisengebiet. Hier wird jede Hilfe gebraucht, damit man die Situation in den Griff bekommt. Auch Einheiten des Deutschen Roten Kreuzes, des THWs, der DLRG und weiteren Hilfsorganisationen tun ihr Bestes, ihren Beitrag zu leisten. Danke allen für ihr großes Engagement.Die Frage, die man sich stellen muss, ist, wie es bei uns im Landkreis um dem Katastrophenschutz bestellt ist. Der Landkreis selbst ist untere Katastrophenschutzbehörde. Mit dem Stabsstellenleiter Alexander Koch bin ich nonstop im Gespräch. Auch vor der Schadenslage haben wir schon einiges auf den Weg gebracht. Das wird allerdings nicht reichen, hier bin ich zuversichtlich, mit Unterstützung der Politik in der nächsten Zeit den Katastrophenschutz im Landkreis weiter auszubauen, wohlwissend, dass eine Katastrophe, wie wir sie gerade in Rheinland-Pfalz erleben, selbst bei bester Ausstattung nicht zu beherrschen wäre. Allerdings müssen wir unsere Alarmsysteme und Kommunikationswege für die Zukunft neu überdenken.

 

Am Montag fand ein Gespräch mit der Gemeinde Schiffweiler, der Tourismus- und Kulturzentrale und mir zur Weiterentwicklung des Erlebnisortes Reden statt. Hier wollen wir in Kürze einen gemeinsamen Zweckverband gründen, um den Aufgaben der Zukunft gewachsen zu sein und das touristische Potenzial des Standortes auszubauen. Das Land hat Investitionsmittel zugesagt, auch Gemeinde und Landkreis werden sich hier finanziell deutlich engagieren.Am Nachmittag unterzeichnete ich einen Vertrag zum Haus des Jugendrechts mit dem Staatssekretär der Justiz Roland Theis und dem zuständigen Träger Diakonisches Werk; Pfarrer Udo Blank und dem Institut für präventives Handeln. Ziel beim virtuellen „Haus des Jugendrechts“ ist es, Polizei, Staatsanwaltschaft, Jugendamt und weitere Träger von Hilfsangeboten für junge Menschen „unter einem Dach“ zusammenzuführen, um straffällig gewordene Jugendliche und Heranwachsende effizienter und nachhaltiger betreuen zu können. Ein solches Modellprojekt für das Saarland nahm im Mai 2016 in Saarlouis seinen Betrieb auf. Der dortige Erfolg soll nun in Neunkirchen fortgeschrieben werden. Das Haus des Jugendrechts bietet für straffällige Jugendliche und Heranwachsende im Landkreis Neunkirchen eine echte Chance auf schnellere und effektivere Reaktionen mit dem Ziel der Verringerung und Prävention von Jugenddelinquenz. Mir ist es besonders wichtig, keinen Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus den Augen zu verlieren und eine Perspektive bieten zu können.Danach ging es zum Freizeitzentrum Finkenrech, wo ich gemeinsam mit Minister Reinhold Jost und Bürgermeister Dr. Andreas Feld die Planungen für den neuen Freizeitweg Bienenweide vorstellte. Gleichzeitig übergab mir der Minister einen Bienenfutterautomaten. Die alten, ausgedienten Kaugummiautomaten wurden zu Bienenfutterautomaten umfunktioniert. Denn die Wildbienen brauchen dringend Hilfe. Die Hälfte aller Wildbienenarten in Deutschland ist vom Aussterben bedroht, weil es immer weniger Blumen und Blüten gibt. Eine tolle Aktion, die mich als Hobbyimker besonders freut.

 

Nach der Verabschiedung der Hilfskräfte ins Krisengebiet am Dienstagmorgen um 6:00 Uhr, ging es für mich zu einer ganztägigen Fortbildungsveranstaltung für die Verwaltungsräte der Sparkasse Neunkirchen. Um den Anforderungen im Verwaltungsrat gewachsen zu sein, sind solche vorgeschriebenen Schulungen immens wichtig.

 

Einen Tag später fand nach dem verwaltungsinternen Jour fixe ein Workshop zum Kommunalen Finanzausgleich in Saarbrücken statt, zu dem der Landkreistag des Saarlandes eingeladen hatte. Dem schloss sich eine Besprechung mit den Vertretern der Gesundheitsämter der Kreise an.

 

Gestern Morgen beschäftigte ich mich mit den Herausforderungen im IT-Bereich unserer Kreisverwaltung. Derzeit sorgen Haker-Angriffe für Schlagzeilen. Glücklicherweise blieb bisher unserer Verwaltung verschont davon, aber wir wissen alle, dass die digitale Bedrohung für unsere Daten latent gegeben ist. Umso wichtiger ist es, die EDV und die IT Ausrichtung entsprechend auf dem neuesten Stand zu haben. Dies kostet Geld und ist natürlich nur mit einer guten Personalausstattung umsetzbar. Am Nachmittag fanden weitere verwaltungsinterne Gespräche statt, wo es unter anderem um die Schulausstattung und Sozialprojekte ging.

 

Heute Morgen gab es, wie gewohnt, den wöchentlichen Austausch mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern der Gemeinden. Neben Corona war natürlich auch die Flutkatastrophe ein Thema. Auch die Bürgermeister berichteten mir über vielfältige Hilfsaktionen, über die wir uns alle freuen. Am Nachmittag traf ich mich mit Oberst Reibold, einigen Soldatinnen und Soldaten und Vertretern unseres Gesundheitsamtes, um den Einsatz der Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten in den vergangenen Monaten zu würdigen. Sie stehen uns ab 1. August zur Kontaktnachverfolgung nicht mehr zur Verfügung, weil sie sich anderen Aufgaben widmen müssen. Herzlichen Dank für das großartige, beispielhafte Engagement. 

 

Dies ist für die nächsten drei Wochen mein letzter Blog. Ich verabschiede mich in meinen Urlaub und werde in dieser Zeit von der ersten Kreisbeigeordneten Daniela Feld und dem Kreisbeigeordneten Karlheinz Müller vertreten. Ich wünsche Ihnen allen eine gute, erholsame Sommerzeit.

Bis demnächst!

Ihr Landrat Sören Meng 


16.07.2021: Die Sommerferien nahen

16.07.2021: Die Sommerferien nahen

Spendenaktion der Maximilian-Kolbe-Schule
Urkundenübergabe durch Landrat Sören Meng
Landrat Sören Meng würdigt die Sieger der Picobellokampagne
Der EVS prämierte die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5c der Mühlbachschule Schiffweiler mit einer original picobello-Bank
Landrat Sören Meng und Stabsstellenleiter Katastrophenschutz Alexander Koch besichtigen den Rückbau des Versorgungszentrums
 

Bisher wird der Sommer 2021 wohl in die Geschichte eingehen. Kühle Temperaturen, Dauerregen, Überschwemmungen und Schäden machen derzeit den Sommer aus. Glücklicherweise ist der Landkreis Neunkirchen bisher glimpflich davongekommen, aber mit Sorge schaue ich in andere Bundesländer.

 

Es sind unglaubliche Bilder, die wir von der Katastrophe in unseren Nachbarbundesländern zu sehen bekommen. Eine furchtbare Situation, die fassungslos macht. Auch aus unserem Landkreis sind Einsatzkräfte vor Ort. Meine Gedanken sind bei den Opfern der Katastrophe und den vielen Menschen, die betroffen sind. Ich danke allen Hilfskräften, die zur Zeit vor Ort sind und dabei helfen, die Lage in den Griff zu bekommen.

 

Es ist jetzt schwierig den Übergang zu einem anderen Thema hinzubekommen…

 

Die Schülerinnen und Schüler freuen sich jetzt auf die unterrichtsfreie Zeit. Die glücklicherweise niedrigen Inzidenzen lassen derzeit wieder einige Termine zu. Daher war meine Woche erneut sehr ereignisreich. Am Montag fand eine Besprechung rund um den Erlebnisort Reden statt. Der Gemeinderat Schiffweiler hat durch seinen Beschluss den Weg freigemacht, eine barrierefreie Anbindung an die Halde mit Pkw möglich zu machen. Derzeit läuft das Verfahren, in dem natürlich auch die Umweltverträglichkeit geprüft wird. Durch diese Erschließung wird auch eine Neuausrichtung der Gastronomie möglich sein. Aus meiner Sicht ist die Gastronomie eine Grundlage für die Weiterentwicklung. Parallel läuft die touristische Ausrichtung. Gemeinsam mit Gemeinde und Land wollen wir mit einem Zweckverband neue, gemeinsame Wege gehen. Das Land hat finanzielle Mittel zugesagt, den Zweckverband bestreiten dann Landkreis und Gemeinde Schiffweiler gemeinsam. Hier liegt noch ein großes Stück Arbeit vor uns, aber die Teams der Verwaltungen arbeiten bereits jetzt sehr gut und vertrauensvoll miteinander. Ich gehe davon aus, dass sich der Kreistag nach den Sommerferien mit der Gründung des Zweckverbandes befassen kann.

 

Im Anschluss fand der Jour-fixe mit der Tourismus- und Kulturzentrale statt. Auch hier können endlich wieder mehr Aktivitäten angeboten werden. Die Resonanz auf die Veranstaltungen und Aktivitäten ist sehr groß. Bald wird auch eine Konzertveranstaltung auf der Redener Halde stattfinden. Hier sind wir Kooperationspartner. Um Tourismus ging es auch am Nachmittag, denn im Wirtschaftsministerium tagte unter dem Vorsitz unserer Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger der Aufsichtsrat der Tourismuszentrale Saarland, dessen beratendes Mitglied ich bin. Hier erfuhren wir einiges über die Saarlandstrategie und die saarlandweiten Bemühungen in Sachen Tourismus. Längst ist der Tourismus zu einem ernstzunehmenden Wirtschaftsfaktor geworden, wobei natürlich die Pandemie große Umsatzeinbußen zur Folge hatte. Wir alle hoffen, dass sich das Hotel- und Gaststättengewerbe wieder erholen wird. Die angebotenen staatlichen Hilfen wurden vielerorts in Anspruch genommen und haben wohl schlimmste Härten abgefedert. Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die Aufsichtsratssitzung und anschließende Gesellschafterversammlung unserer Wirtschaftsförderungsgesellschaft dar. Der Geschäftsführer der WFG Klaus Häusler hatte viel zu berichten und leistete mit seinem kleinen Team in den letzten Monaten sehr viel. Gerade in der Krise betrachteten die Unternehmen unsere WFG als Partner, der als kostenfreier Berater stets zur Seite steht. Auch auf die erfolgreiche Kampagne „Hände hoch für‘s Handwerk“, die jetzt fortgeführt wird, wies der Geschäftsführer hin. Ein weiterer Tagesordnungspunkt war der Jahresabschluss für das Jahr 2020.

 

Am Dienstagmorgen tagten die Führungskräfte der Kreisverwaltung per Video. Diese Form der Zusammenarbeit hat sich in den letzten Monaten bewährt und wird auch von mir fortgeführt werden. Dank moderner Technik können wir sehr zeitnah miteinander kommunizieren. Die Kreisverwaltung verfügt über viele Dienstgebäude, daher ist diese Form der Zusammenkunft effizient. Natürlich wird es auch weiterhin Präsenztermine geben.

 

Im Anschluss besuchte ich als Schirmherr die Spendenaktion der Maximilian-Kolbe-Schule. Unglaubliche 39.063 € wurden in diesem Jahr durch die Schülerinnen und Schüler für bemerkenswerte Hilfsprojekte gesammelt. Neben der Arbeit des Ronald McDonald Hauses in Homburg zum Wohle krebskranker Kinder und ihren Familien, werden auch zwei Projekte in Afrika unterstützt. Es war für mich erneut eine sehr bewegende Veranstaltung, denn wir erfuhren aus erster Hand, wie konkret und unmittelbar das Geld Verwendung findet. Gleichzeitig war es die letzte Spendenaktion für den scheidenden Schulleiter Walter Meiser. Auch an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank für das großartige Engagement. Schon jetzt steht fest, dass die karitativen Projekte fortgeführt werden. Danke der ganzen Schulgemeinschaft!

 

Am Nachmittag berief ich engagierte Mitglieder der Feuerwehr und ein Mitglied des THW‘s in den operativ taktischen Stab im Bereich des Katastrophenschutzes. Gleichzeitig wurden weitere Funktionen im Bereich der Kreisfeuerwehr besetzt. Ich nahm diese Urkundenübergabe zum Anlass, mich bei allen für das großartige Engagement zu bedanken. Auch der anwesende Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack berichtete über die aktuellen Herausforderungen unserer Wehren, auch im Bereich des Katastrophenschutzes.

 

Am Mittwoch war ich in der Gemeinschaftsschule in Schiffweiler zu Gast. Gemeinsam mit dem neuen Geschäftsführer des EVS Stefan Kunz, der zuvor langjähriger Geschäftsführer unserer Wasserversorgung Ostsaar war, und dem Schiffweiler Bürgermeister Markus Fuchs ehrten wir die Gewinner der Picobellokampagne 2021. Der EVS hat die unfreiwillige Corona-Pause genutzt, um zu zeigen, dass hinter der Kampagne weit mehr steckt als eine reine Müllsammelaktion. Dazu wurde sie inhaltlich erweitert, um das sogenannte Picobello Workbook, einen Ideenwettbewerb sowie fortlaufende Informationen zum Themenkreis „Abfallvermeidung, Mülltrennung und wilder Müll“. Hier reichten sechs Schülerinnen und Schüler der Mühlbachschule Schiffweiler ihren Beitrag zum Thema „wilder Müll“ ein. Dieser bestand aus sieben Plakaten sowie einem plastischen Müllmonster. Als Gewinner des Wettbewerbes bekamen sie eine massive Holzbank sowie eine Urkunde überreicht. Diese Aktion zeigt, dass jeder in seinem Bereich etwas dafür tun kann, dass unsere Welt ein klein wenig besser wird. Danke der Schule für das Engagement.

 

Danach tagte online der verwaltungsinterne Krisenstab. Am Nachmittag fanden mehrere Termine, die auch die Verwaltung betrafen, statt. Unter anderem ging es um die weitere Ausrichtung unserer Bürgerstiftung und die Aktivitäten unserer Kreisvolkshochschule.

 

Gestern Morgen besuchte ich mit dem Stabstellenleiter Katastrophenschutz Alexander Koch unser Versorgungszentrum, das derzeit abgebaut wird. Glücklicherweise haben wir diese wichtige Einrichtung nicht gebraucht. Sie wäre dann zum Zuge gekommen, wenn Krankenhauskapazitäten nicht ausgereicht hätten. Ich danke an dieser Stelle allen, die beim Aufbau dieses Zentrums beteiligt waren. Danke meiner Verwaltung, dem taktisch operativen Stab, der Bundeswehr, dem THW, der Feuerwehr und weiteren Hilfsdiensten. Wir werden die Materialien für die Zukunft lagern, sodass wir im Bedarfsfall schnell auf eine Lage reagieren können.

 

In Saarbrücken nahm ich an der Überreichung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Hans Grauss aus Illingen teil. Herzlichen Dank für das großartige, beispielhafte Engagement.

 

In Neunkirchen fand erstmals wieder in Präsenz unsere Kreistagssitzung statt.

Im öffentlichen Teil ging es um die Verlängerung der Kooperation des Kreisjugendamtes mit dem diakonischen Werk. Bei diesem Projekt geht es um die sogenannte Schulabwesenheit und Maßnahmen, um den sogenannten Schulschwänzen entgegenzuwirken. Ebenfalls wurde eine Kooperationsvereinbarung zum Haus des Jugendrechts abgeschlossen. Durch eine frühzeitigere und intensivere Zusammenarbeit von Partnern, die bereits im Bereich der Jugenddelinquenz tätig sind, soll nun auch im Rahmen gemeinsamer Fallkonferenzen auf eine Optimierung der Abläufe hingearbeitet werden. Im Vorfeld dieser Vereinbarung fand ein intensiver Austausch unseres Kreisjugendamtes mit dem Ministerium der Justiz, der Diakonie sowie dem Landesinstitut für präventives Handeln statt. Auch tauschte ich mich hierzu mit dem Justizstaatssekretär Roland Theis aus, der mit seinem Team dieses Projekt sehr unterstützt.

 

Darüber hinaus ging es um Themen wie Schulsozialarbeit, Elternbeiträge im Bereich Kindertagespflege und eine Vereinbarung zur Umsetzung des bundesweiten Aktionsprogrammes: „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche an den Schulen“. Im nichtöffentlichen Teil standen Berichte und Personalangelegenheiten auf der Agenda.

 

Heute Morgen tauschte ich mich mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern zur aktuellen Corona-Lage aus. Im Anschluss fand ein Gespräch mit den Verantwortlichen des Jobcenters statt. Den Rest des Arbeitstages verbrachte ich mit Büroarbeit und Unterschriften.

 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, das Wochenende soll wettermäßig freundlicher werden. Nutzen Sie das gute Wetter und genießen Sie den sonnigen Teil des Sommers.

 

Bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat Sören Meng


09.07.2021: Abschied einer Schule

09.07.2021: Abschied einer Schule

Zum ersten Mal fand die Tour mit dem Oldtimerbus der Firma Becker Touristik rund um die Regionalmarke statt
Das Mitglied des Bundestages Christian Petry besuchte die Gemeinschaftsschule Stadtmitte
Offiziellen Verabschiedung des Gebäudes der Lutherschule Neunkirchen
Übergabe des Trinkwaserspenders am Gymnasium Ottweiler mit dem neuen Geschäftsführer der Wasserversorgung Ostsaar, Thomas Wagner und dem Schulleiter Mark Hubertus

Diese Woche war gewohnt abwechslungsreich und wurde für mich von einem Schulgebäude dominiert. Die ehrwürdige Lutherschule, unsere Gemeinschaftsschule Stadtmitte, die seit 1955 in Betrieb ist, wurde am vergangenen Mittwoch offiziell verabschiedet. Allerdings muss sie noch bis zu den Sommerferien ihren Dienst tun. In den achtziger Jahren übernahmen wir die Realschule Neunkirchen, die zuvor in der heutigen Ganztagsgemeinschaftsschule Haspelstraße untergebracht war und ihre neue Heimat in der Lutherstraße fand. So wurde die Lutherschule unsere Schule. Unter dem Schulleiter Dieter Schön wurde die Gemeinschaftsschule auf zwei Standorte Neunkirchen und Wiebelskirchen verteilt, nach einigen Jahren hier am Standort Neunkirchen konzentriert. Wir haben in den vergangenen Jahren immer wieder die Schule saniert und bessere Raumbedingungen geschaffen, aber, wie das so mit alten Gebäuden ist, es ist und bleibt ein Flickenteppich. Daher bin ich froh, dass der Kreistag meinem Vorschlag folgte und trotz schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen den Weg für eine Neuorientierung der Schule frei machte. Vor genau einem Jahr wurde der Architektenpreis vergeben. Bis 2025 soll der Neubau fertig sein. Danke an dieser Stelle auch der Kreisstadt Neunkirchen für die bisherigen guten Verhandlungen, denn wir sind zur Realisierung des Siegerentwurfes darauf angewiesen, von der Stadt Flächen zu erwerben. Das neue Gebäude, eine offene Großschule, die vernünftig und wirtschaftlich geplant ist und zugleich eine moderne Raumkonzeption besitzt, wird den Schulstandort Neunkirchen deutlich aufwerten. Auch städtebaulich wird sie ein Highlight werden. An dieser Stelle herzlichen Dank meinem Team, unserem Kreisbaumeister Thorsten Mischo und Herrn Nicola Fries. Danke aber auch an die Schulgemeinschaft, denn das Ganze kann nur gelingen, wenn die Schule mitzieht und bereit ist, Unbequemlichkeiten, die mit dem Umzug an den Standort Wiebelskirchen verbunden sind, in Kauf zu nehmen. Da die Räumlichkeiten dort nicht ausreichen, werden wir Schulraumcontainer anmieten.

Am Montag war ich nicht im Dienst.

Der Dienstag begann mit einem schönen Termin, denn zum ersten Mal fand die Tour mit dem Oldtimerbus der Firma Becker Touristik rund um unsere Regionalmarke statt. Einen ganzen Tag hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gelegenheit die Produkte und ihre Herstellung unserer Regionalmarke life zu erleben. Los ging es mit einem Besuch des Bäckereimuseums von Roland Schäfer. Am Mittwochabend wurde im Aktuellen Bericht ein kleiner Film des Filmemachers Alexander M. Groß darüber vorgestellt. Anschauen lohnt sich auf jedem Fall. Im Anschluss besuchte das Mitglied des Bundestages Christian Petry die Gemeinschaftsschule Stadtmitte, um sich die Situation der Schule genauer anzusehen. Ich hatte die saarländischen Bundestagsabgeordneten angeschrieben und um Unterstützung für Fördermöglichkeiten gebeten. Neben Christian Petry meldeten sich auch Nadine Schön und Markus Uhl zurück und boten ihre Unterstützung an. Auch am Nachmittag ging es um den aktuellen Stand der geplanten Baumaßnahme und um unsere Gemeinschaftsschule Stadtmitte. Mein Team unter der Leitung von Thorsten Mischo widmet sich zur Zeit intensiv diesem Großbauvorhaben. Seit 1984 hat der Landkreis keine Schule in Gänze neu gebaut. Dies ist auch für uns eine große Herausforderung, neben all den zahlreichen Bau- und Sanierungsmaßnahmen.

Am Mittwochmorgen fanden verwaltungsinterne Gespräche statt. Danach führte ich Bewerbungsgespräche, da wir eine Abteilungsleitungsstelle im Bereich Rechnungsprüfungsamt zu besetzen haben. Danach ging es zur offiziellen Verabschiedung der Lutherschule, über die ich bereits ausführlich berichtet habe. Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die Sitzung der Kreisvolkshochschule dar. Leider ist die Aktivität unserer KVHS durch die Pandemie stark in Mitleidenschaft gezogen worden und viele Fortbildungsangebote konnten nicht stattfinden. Allerdings hat die KVHS unter der Leitung von Sarah Falkenrich ein Online-Angebot aufgebaut, dies wird auch nach der Pandemie in Kooperation mit anderen Volkshochschulen Bestand haben. Wir hoffen, dass das neue Programm wie geplant durchgeführt werden kann.

Gersten Morgen tagten die Gremien der Industrie Kultur Saarland, dessen Gesellschafter der Landkreis ist. Hier ging es unter anderem auch um die Weiterentwicklung des Erlebnisortes Reden. Da diese Sitzung nicht öffentlich ist, kann ich hier weiterhin keine Angaben machen. Allerdings bin ich sehr zuversichtlich, dass sich der Standort in den nächsten Jahren gut entwickeln wird. Am Nachmittag besuchte ich mit dem neuen Geschäftsführer der Wasserversorgung Ostsaar, Thomas Wagner, das Gymnasium Ottweiler, wo ein Trinkwasserspender übergeben wurde. Vor einigen Jahren hatte ich einen Vorstoß gewagt und angeregt, nach und nach unsere Schulen mit solchen Spendern auszustatten. Trinkwasser ist das bestkontrollierte Lebensmittel, das es gibt. Die Qualität ist hervorragend. Deshalb steht dem Genuss nichts entgegen. Herzlichen Dank der WVO für diese Spende. Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die Sitzung des Kreisausschusses dar.

Heute Morgen fand, wie gewohnt, die Besprechung zur aktuellen Corona-Lage mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern statt. Danach gab es ein Gespräch rund um ein aufzubauendes Energieeffizienznetzwerk. Hier wollen wir interkommunal kooperieren.   Am Nachmittag fand in Saarbrücken die Überreichung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Monika Weis statt. Ich kenne Frau Weis seit vielen Jahren, ihr Einsatz für Kinder und Familien, die an Krebs erkrankt sind, ist beispielhaft. Über viele Jahre hat sie sich ehrenamtlich sehr engagiert und viel, viel Geld für Erkrankte und ihre Familien gesammelt. Für mich ist Frau Weis ein echtes Vorbild, die ihren Dienst uneigennützig der Gemeinschaft zur Verfügung stellt. Wenn dieser Block erscheint, befinde ich mich am Gymnasium am Krebsberg, wo die diesjährigen Abiturzeugnisse überreicht werden. Ich freue mich sehr, dass diese Veranstaltung stattfinden und ich mit einer Rede zum Gelingen beitragen kann.

Morgenfrüh hätte eigentlich eine Wanderung zu Ehren Walter Bernsteins in Bildstock am Rechtsschutzsaal stattgefunden. Diese wurde allerdings aufgrund der Wetterlage abgesagt. Morgen Nachmittag wird in Spiesen-Elversberg ein neues Feuerwehrauto seiner Bestimmung übergeben. Auch hier bin ich gerne selbst Vorort, denn unsere Wehren leisten hervorragende Arbeit und sind auf eine gute Ausstattung angewiesen. Am Abend besuche ich eine Veranstaltung im Impfzentrum.

Liebe Blogleserinnen, liebe Blogleser,

ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende

 

Ihr Landrat Sören Meng


02.07.2021: Woche in Gedenken an Landrat a.D. Dr. Rudolf Hinsberger

02.07.2021: Woche in Gedenken an Landrat a.D. Dr. Rudolf Hinsberger

Pressegespräch mit dem SZ Redakteur Michael Beer (r.) und Bauamtsleiter Thorsten Mischo (l.)
Vertragsunterzeichnung der Linienbündel 1,2 und 3 zwischen dem Verbandsvorsitzendem des Zweckverbandes Personennahverkehr des Saarlandes Sören Meng (l.), Landrat Udo Recktenwald (2. v. l.) und der Bietergemeinschaft der Verkehrsunternehmen
Verabschiedung langjähriger Leiter der Maximilian-Kolbe-Schule Walter Meiser
Inhaber der Wern´s Mühle, Markus Keller (l.) empfängt den Künstler Hendrik Beikirch (2.v.l) zusammen mit dem Landrat Sören Meng (2.v.r) und dem Vorsitzender Stiftungsrat der Förderstiftung Walter Bernstein, Roman Uwer (r.)
Der Street Art Künstler Hendrik Beikirch zeigt sich sehr interessiert an unserer Region.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

 

wie schon im vergangenen Blog geschrieben, verstarb mein Amtsvorgänger Dr. Rudolf Hinsberger im Alter von 78 Jahren. Gestern wurde er zu Grabe getragen. In einer Rede würdigte ich seine Verdienste für den Landkreis Neunkirchen. 26 Jahre trug er Verantwortung für die Geschicke der Kreisverwaltung. An dieser Stelle möchte ich aus der Rede zitieren:

„Ich persönlich habe lange Jahre eng mit ihm zusammengearbeitet. Diese Zusammenarbeit und seine Unterstützung und Förderung beeinflussten mein Leben und meinen beruflichen Werdegang. Bis zuletzt waren wir verbunden, konnte ich auf seinen Rat bauen.

Als 1985 Dr. Rudolf Hinsberger vom damaligen Ministerpräsidenten Oskar Lafontaine zum Landrat ernannt wurde, steckte unser Landkreis in der größten Krise seiner Geschichte.

Ich zitiere den Journalisten Gerd Meiser:  „Das Neunkirchen (und damit auch die Region) Anfang der achtziger Jahre gleicht einem Schwerkranken, den die Ärzte fast aufgegeben haben… Neunkirchen heute, das ist Kampf ums Überleben.“

In dieser Zeit übernahm Dr. Hinsberger Verantwortung im Kreis, arbeitete eng mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern zusammen und prägte die Sozialpolitik maßgeblich mit.

Viele Arbeitsplätze gingen durch das Ende des Eisenwerks und einige Jahre später durch das Ende des Bergbaus im Kreis verloren. Das Phänomen der Langzeitarbeitslosigkeit ohne Perspektive war allgegenwärtig. Hier verstand es Landrat Hinsberger die sozialen und kirchlichen Träger mit ins Boot zu nehmen, Beschäftigungsprogramme für Betroffene wurden aufgelegt. Auch sorgte der Landrat dafür, dass der Landkreis selbst eine Beschäftigungsgesellschaft, die heutige AQA gründete.  So konnte der Kreis selbst langzeitarbeitslosen Menschen berufliche Perspektiven bieten.

Hier ging es dem Sozialdemokraten Rudolf Hinsberger immer um die Menschen, denn er wusste: Eine Beschäftigung stabilisiert Familien und ist für die Entwicklung von Kindern wichtig.

Auch eine Reform der Jugendhilfe mit dem Schwerpunkt Sozialraumorientierung wurde von ihm umgesetzt, was dem Landkreis bundesweit Beachtung bescherte.

Gleichzeitig entwarf er für den Landkreis ein neues Image – der Rosenkreis wurde geboren. Und das zu einer Zeit, in der der Tourismus in unserer Region kaum Beachtung fand.

Jahre später, 1999 gründete er die Tourismus- und Kulturzentrale, die gemeinsam mit den Städten und Gemeinden professionell die Vermarktung des touristischen Potentials übernahm. Gleichzeitig entwickelte er das Freizeitzentrum Finkenrech zu einem nachhaltigen, attraktiven Ort unserer Heimat. Und wenn ich an dieser Stelle den Tourismus erwähne, war es auch Dr. Rudolf Hinsberger, der in seinen letzten Amtsjahren den Startschuss für die Sommeralm gab, die sicherlich eine Schlüsselveranstaltung für die weitere Entwicklung des Standortes Reden war.

Dr. Hinsberger war ein Gestalter, ein Mensch mit klaren Vorstellungen, Prinzipien und Werten… Seine Gabe, Dinge zu analysieren und sein Pragmatismus prägten auch die Arbeit mit den kreisbeteiligten Gesellschaften, im Laufe der Jahrzehnte…

Eine Herzensangelegenheit war ihm auch eine lebendige Erinnerungskultur. In seiner Amtszeit wurde die Alex-Deutsch-Stiftung gegründet, die an das Wirken des Holocaustüberlebenden Alex Deutsch erinnert. Denn nur durch Zeitzeugenarbeit, da war sich der Pädagoge Hinsberger sicher, kann man jungen Menschen den dunklen Teil unserer Geschichte vor Augen führen.

Liebe Trauergemeinde, ich könnte noch vieles über den aktiven Landrat Dr. Rudolf Hinsberger berichten. So wurde in seiner Amtszeit das ehrwürdige Ottweiler Witwenpalais denkmalgerecht saniert und ein neues Landratsamt in Neunkirchen gebaut. Auch beim Bauen setzte er Akzente und legte auch darauf Wert, dass Kunst Einzug in die Gebäude hielt. Er hatte einen ausgeprägten künstlerischen Sinn und förderte nachhaltig die Kunstszene im Landkreis, auch mit Publikationen, die heute längst Standartwerke sind.

Wer ihn erlebte, wie er über Kunst und Kultur sprach, spürte viel Leidenschaft, die ansteckend war.

Neben seinen Verdiensten im Amt als Verantwortlicher der Kreisverwaltung, waren es auch die Momente der Geselligkeit, die ihn auszeichneten.

Er war ein Meister der Anekdoten, da konnten nach einer Sitzung noch einige unterhaltsame Stunden folgen.

Seit seinem zu frühen Tod, habe ich mit vielen Menschen, die ihm verbunden waren, geredet.  Ob seine Arbeit mit den Kollegen im Landkreistag, seine Arbeit in unterschiedlichen Gremien – alle erinnern sich an einen zugewandten, loyalen, sympathischen Menschen, den man gerne traf, der immer einen Rat parat hatte, der sich einsetzte. Sein jahrzehntelanges Wirken für unseren Landkreis zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger bleibt unvergessen, es ist gleichzeitig ein Denkmal für einen besonderen Menschen…“

 

Es war für die Familie sicherlich tröstlich zu erfahren, wie viele Menschen sich mit Dr. Hinsberger verbunden fühlten. Auch Ministerpräsident Tobias Hans war unter den Trauergästen.

 

Der Montag stand im Zeichen hausinterner Termine und Rücksprachen.

 

Am Dienstag fand ein Pressegespräch mit dem SZ Redakteur Michael Beer und Bauamtsleiter Thorsten Mischo statt. Dieses Gespräch hat schon Tradition, denn wir zeigen gerne die Baumaßnahmen auf, die im Rahmen der Sommerferien umgesetzt werden. Insgesamt werden rund 2,7 Millionen Euro in dieser Zeit verbaut. Größere Maßnahmen sind die energetische Fassadensanierung der Gemeinschaftsschule Spiesen-Elversberg, der Rückbau an der Gemeinschaftsschule Illingen sowie zahlreiche Maßnahmen rund um die Digitalisierung. Der erste Teil der Generalsanierung des TGBBZ Neunkirchen wird nach dem Ende der Sommerferien abgeschlossen sein und die Schülerinnen und Schüler der Berufsschule können sich auf moderne Unterrichtsräume freuen. Die ganze Schulgemeinschaft hatte in den letzten Jahren viele Unwegsamkeiten in Kauf genommen. Bauen im laufenden Schulbetrieb ist kein Vergnügen für alle Beteiligten, vielen Dank für die bisherige Geduld. Allerdings geht es jetzt mit einem weiteren Bauabschnitt weiter. Wir alle freuen uns auf das Endergebnis, das allerdings noch etwas dauern wird.

 

Am Nachmittag fand die 33. Verbandsversammlung des ZRF in Bexbach statt. Auch hier ging es um Investitionen rund um das Rettungswesen. Der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Verbandsmitglieder sind alle saarländischen Landkreise und der Regionalverband Saarbrücken. Zur Finanzierung des Rettungsdienstes verhandelt der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung mit den Krankenkassenverbänden in jedem Jahr die Leistungspreise.

 

Am Mittwoch fanden erneut interne Abstimmungsgespräche, unter anderem zum Personalbedarf der Kreisverwaltung statt. Mittlerweile hat unsere Verwaltung über 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Bedarf an Personal ist aufgrund gestiegener Aufgaben immer noch hoch. Allerdings ist es beim derzeitigen Arbeitsmarkt schwieriger geworden, geeignetes Personal zu finden. Dies ist eine Herausforderung für alle saarländischen Landkreise. Gerade die Digitalisierung in den Schulen macht einen erhöhten Personalbedarf notwendig. Am Nachmittag tagte der Aufsichtsrat der TNA Talsperren- und Grundwasser-Aufbereitungs- und Vertriebsgesellschaft, dessen Aufsichtsratsmitglied ich (als Verbandsvorsteher der WVO) bin.

Eine der wichtigsten Aufgaben der Talsperre in Nonnweiler ist die Trinkwasserversorgung. Hierfür stehen 7 Mio. m³ zur Verfügung.
1 Mio. m³ bezieht die Verbandsgemeinde Hermeskeil. Lieferverträge bestehen mit dem Wasserzweckverband im Landkreis Birkenfeld zur Versorgung der Verbandsgemeinde Birkenfeld mit 1 Mio. und den Stadtwerken Idar-Oberstein mit 2,5 Mio. m³.
Ein Vertrag über die Lieferung von 3,1 Mio. m³ Wasser wurde mit der Talsperren- und Grundwasser-Aufbereitungs- und Vertriebsgesellschaft mbH (TNA) zur Versorgung der Landkreise St. Wendel und Neunkirchen geschlossen. (Quelle: Website)

In der Sitzung wurde der Jahresabschluss 2020 festgestellt und die Geschäftsführung entlastet.

 

Gestern Morgen fand eine Besprechung mit der saarländischen Sozialministerin Monika Bachmann bezüglich der Impf-Strategie und der aktuellen Corona-Lage statt. Glücklicherweise hat sich die Situation in den letzten Wochen deutlich entspannt. Allerdings ist die Gefahr der Pandemie noch lange nicht gebannt. Es ist nach wie vor wichtig, sich an die Hygieneregeln zu halten. Als Kreisverwaltung sind wir gut aufgestellt, auch mit Unterstützung externer Kräfte, wie der Bundeswehr, um unseren Beitrag weiterhin in der Pandemiebekämpfung zu leisten. Derzeit laufen die Vorbereitungen zum Abbau des Versorgungszentrums, das wir glücklicherweise nicht brauchten.

 

Am Nachmittag fand die Beerdigung von Landrat a.D. Dr. Rudolf Hinsberger statt.

 

Heute Morgen tauschte ich mich mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern der Städte und Gemeinden zur aktuellen Corona-Lage aus. Diese Besprechung fand, wie gewohnt, per Video statt. Im Anschluss war ich dann im Nachbarlandkreis St Wendel zu Gast. Es trafen sich die Vertreter der beiden Aufgabenträger Landkreis St. Wendel und Zweckverband Personennahverkehr Saarland (ZPS) mit der Bietergemeinschaft der Verkehrsunternehmen Saar-Mobil (Püttlingen), Lay Reisen on Tour (Püttlingen) und Aloys Baron (Großrosseln), um den neuen Verkehrsvertrag für die Dauer von 10 Jahren mit Saar-Mobil zu besiegeln. Gemeinsam hatten der Landkreis St. Wendel und der ZPS eine europaweite Vergabe für 54 Buslinien für den gesamten Landkreis, unterteilt in die Linienbündel 1, 2 und 3, durchgeführt. Die Bietergemeinschaft der Unternehmen Saar-Mobil, Lay Reisen on Tour und Aloys Baron, hat hierbei das wirtschaftlichste Angebot eingereicht und den Zuschlag für alle drei Bündel erhalten. Die Bietergemeinschaft übernimmt die Verkehre im gesamten Landkreis St. Wendel ab 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2031. Ich, als Verbandsvorsteher, freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit Saar-Mobil, denn die Fahrgäste stehen bei uns im Mittelpunkt. Deshalb ist es wichtig, einen starken Partner an der Seite zu haben, der auch in unerwarteten und schwierigen Situationen, wie der Pandemie, die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger sicherstellt. Das hat Saar-Mobil gemeinsam mit seinen Partnern bewiesen. In diesem Zusammenhang freue ich mich auch, dass die Tarifreform ab dem gestrigen Tag in Kraft getreten ist und den ÖPNV im Saarland nachhaltig attraktiver macht. Ich hoffe, dass die neuen, günstigeren Angebote wahrgenommen werden.

 

Von Sankt Wendel ging es nach Wiebelskirchen, wo der langjährige Leiter der Maximilian-Kolbe-Schule Walter Meiser an seinem Geburtstag in den Ruhestand verabschiedet wurde. Ich kenne Walter Meiser seit vielen Jahren und schätze die Zusammenarbeit. Als katholische Privatschule hat die Maximilian-Kolbe-Schule seit über vier Jahrzehnten ihren festen Platz im Schulangebot des Landkreises. Walter Meiser hat es verstanden, auch die soziale Prägung der Schule nach vorne zu bringen. So führt beispielsweise die Schule alle zwei Jahre ihre Solidaritätsaktion unter dem Motto „Kinder helfen Kindern“ durch und unterstützt zahlreiche Sozialprojekte. Ich wünsche Walter Meiser für seine neue Lebensphase alles Gute, vor allem viel Gesundheit. Seine Nachfolge wird Patric Busch antreten, den ich auch schon einige Jahre kenne. Er ist zurzeit stellvertretender Schulleiter unseres Illtal-Gymnasiums. Am Nachmittag besuchte ich gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten Tobias Hans den neu gestalteten Bahnhof der Stadt Ottweiler. Ich freue mich sehr, dass der Ministerpräsident seine Sommertour erneut im Landkreis Neunkirchen startet und heute den ganzen Tag in der Region unterwegs ist.

 

Morgen früh wird das großflächige Kunstwerk des renommierten Künstlers Hendrik Beikirch im Gedenken an Walter Bernstein der Öffentlichkeit übergeben. Es zeigt überlebensgroß den Schiffweiler Künstler, der dieses Jahr 120 Jahre alt geworden wäre und dessen Werk immer noch allgegenwärtig ist. Herzlichen Dank der Walter Bernstein Stiftung und den Sponsoren, unter anderem unserer Sparkasse Neunkirchen, die dieses Kunstwerk ermöglichten. Bereits vor zwei Jahren hat Hendrik Beikirch ein beeindruckendes Werk in unserer Kreisstadt geschaffen. Als Landrat bin ich stolz darauf, dass wir jetzt auf zwei Werke des bekannten Street Art Künstlers verweisen können. Am Dienstagabend hatte ich die Gelegenheit mich intensiv mit Hendrik Beikirch auszutauschen. Er zeigte sich sehr interessiert an unserer Region und schätzt regelmäßige Besuche im Saarland.

 

Die Werke von ihm in unserer Region sollten Sie sich nicht entgehen lassen, liebe Blogleserinnen Blogleser.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende! Bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat Sören Meng


25.06.2021: Abwechslungsreiche Woche

25.06.2021: Abwechslungsreiche Woche

Aufgrund der niedrigen Inzidenzen nimmt das gesellschaftliche Leben wieder an Fahrt auf. Ich merke das an verstärkten Präsenzterminen, die ich, ehrlich gesagt, wieder genieße. Lange Monate permanenter Videokonferenzen liegen hinter uns. Am Montag gratulierte ich einer langjährigen Mitarbeiterin zu ihrem 40. Dienstjubiläum. Danach ging es für mich auf die größte Baustelle in der Region. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Jörg Aumann und seinem Vorgänger Jürgen Fried besuchte ich die Großbaustelle Globus Neunkirchen, die sich auf dem ehemaligen Eisenwerksgelände befindet. Vor wenigen Wochen fand dort die Grundsteinlegung statt, mittlerweile laufen die Hochbauarbeiten auf Hochtouren. Bis nächstes Jahr soll alles fertig sein. Die Bürgerinnen und Bürger können sich auf ein attraktives, regionales Angebot von Globus freuen. Die Ansiedlung von Globus ist ein Bekenntnis zu unserer Region. Daher bedanke ich mich bei allen Verantwortlichen, insbesondere bei Familie Bruch für die Investitionen. Ein herzliches Dankeschön geht auch an die Kreisstadt Neunkirchen für ihre Ansiedlungspolitik. Durch diese Ansiedlung wird der Dienstleistungsstandort Neunkirchen nachhaltig gestärkt und neue Arbeitsplätze entstehen. Am Nachmittag wurde mir ein interessantes Projekt vorgestellt. Das BlueFuture Project steht für den Aufbau einer nachhaltigen Wasserversorgung in afrikanischen Gemeinden. Es wird mit einem regionalen Wasserversorger kooperiert. Dieses Mineralwasser läuft unter einem speziellen Label, der Erlös kommt der nachhaltigen Wasserversorgung in Afrika zugute. Auch der Landkreis Neunkirchen wird hier einen Beitrag leisten und künftig dieses Mineralwasser ausschenken. Danach fand in Neunkirchen der Kreditausschuss der Sparkasse per Videokonferenz statt.

 

Am Dienstag tagten die Führungskräfte des Landkreises Neunkirchen erneut online. Hier ging es unter anderem um den aktuellen Stand in der Corona-Krise und die Auswirkungen für unsere Verwaltung. Zum 30. Juni läuft die Home Office Regelung aus, die Verpflichtung seitens des Arbeitgebers fällt weg. Noch werden wir natürlich weiterhin mobile Angebote individuell fördern, da sie sich zum Großteil in unserer Verwaltung bewährt haben. Am Nachmittag fand die Verwaltungsratssitzung mit Jahresabschluss unter Hygienebedingungen corona-gerecht statt. Der Verwaltungsrat stellte den Jahresabschluss 2020 fest. Trotz schwieriger Bedingungen konnte sich unsere Sparkasse Neunkirchen behaupten. In diesem Zusammenhang erinnere ich noch einmal an die Unterstützung seitens der Sparkasse im Rahmen der Kontaktnachverfolgung und des Infotelefons in Corona-Zeiten. Danke dem Vorstand und dem ganzen Team für die erfolgreiche Arbeit.

 

Am Mittwoch war der bekannte Künstler Martin Steinert bei mir zu Gast, der mir ein interessantes Kunstprojekt vorstellte. Der Künstler war bereits mehrfach mit Projekten im Wassergarten Reden vertreten. Er stellte mir eine Projektidee vor, die mich sofort begeisterte. Ich werde versuchen für dieses Projekt zu werben, um ein Sponsoring für das kommende Jahr zu realisieren. Dies würde das namhafte „Kumpel Projekt“, das bundesweit Aufmerksamkeit erlangte, inhaltlich hervorragend fortführen. Es entstand damals im Auftrag der RAG Stiftung zum Ende des Kohlebergbaus. Im Anschluss fand der Jour-Fixe mit unserer Tourismus- und Kulturzentrale statt. Am Dienstag startete übrigens wieder das Musik-Picknick im Freizeitzentrum Finkenrech und wurde gut wahrgenommen. Auch für die kommenden Monate wird das Team der TKN für viel Abwechslung und kulturelles Vergnügen sorgen. So ist auch eine Veranstaltungsreihe gemeinsam mit anderen Partnern am Erlebnisort Reden geplant. Der Vorverkauf hat bereits begonnen. Am Nachmittag tauschte ich mich mit einem Vertreter der RAG zu aktuellen Baumaßnahmen des Landkreises aus. Als ehemalige Bergbauregion sind wir auf die Unterstützung der RAG immer noch angewiesen. Einige Gebäude unseres Kreises haben in der Vergangenheit immer wieder Bergbauschäden aufgezeigt. Hier standen wir immer wieder mit der RAG wegen Regulierungsmaßnahmen in Kontakt.

 

Der Arbeitstag ging für mich mit einem Ausflug in die Natur zu Ende. Unser Regionalkoordinator der Regionalmarke Willi Walter hat die beiden Unternehmen Bäckerei Schaefer und Hühnerfreilandhaltung Spreitzer zusammengebracht. Die Regionalmarke im Landkreis Neunkirchen erhält stetig Zuwachs. Dabei kommen nicht nur immer mehr regionale Betriebe im Landkreis hinzu, es ergeben sich auch Kooperationen unter den Partnern.

 

Diese Kooperation zwischen der Bäckerei Schaefer und der Landwirtschaft Matthias Spreitzer ist sehr erfreulich - sie steht für regionale Nachhaltigkeit. Dabei wird die Bäckerei mit den Eiern des Wustweiler Hofes von Matthias Spreitzer versorgt, die übrigen Eierschalen wiederrum werden in der Backstube gesammelt und dem Hofbetrieb für das Düngen seiner Nutzflächen wieder zurückgegeben. Das Ziel der Regionalmarke ist es, regionale Produkte zu stärken und die Bekanntheit lokaler Erzeuger zu erhöhen. Regionalität und Nachhaltigkeit sollen hier gelebt werden. Weitere interessierte Betriebe, die sich an der Regionalmarke beteiligen wollen, sind willkommen.

 

Am Donnerstagmorgen tagte in Bexbach mit einer großen Tagesordnung der Aufsichtsrat des RDS. Die RettungsDienstlogistik und Service GmbH (RDS) ist eine Tochtergesellschaft des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Saar (90 % Beteiligung) und der 5 Beauftragten des saarländischen Rettungsdienstes (DRK, MHD, ASB, Landeshauptstadt Saarbrücken und Kreisstadt Neunkirchen) mit Sitz im Saarpfalz-Park in Bexbach. In der Mittagszeit fand eine Besprechung des Vorstandes des Sparkassenverbandes per Videokonferenz statt. Danach begrüßte ich den neuen Geschäftsführer unserer WVO Thomas Wagner, der ab 1. Juli die Nachfolge von Stefan Kunz antritt, zur Unterzeichnung seines Arbeitsvertrages. Thomas Wagner kennt sich bereits bestens mit der Wasserversorgung aus, da er schon seit zehn Jahren bei der WVO, zuletzt als Prokurist, beschäftigt ist. Ich freue mich auf die künftige Zusammenarbeit. Am Nachmittag besuchte ich die neugestaltete Mensa im Gymnasium Ottweiler. Rund 260.000 € kostete die Sanierung der Mensa in der denkmalgeschützten Schule. Als Caterer fungiert die Neue Arbeit Saar. Der Schulleiter Marc Hubertus berichtete mir, dass das Angebot der Mensa sehr attraktiv ist und gut angenommen wird. Als Schulträger ist es dem Landkreis wichtig, gutes und gesundes Schulessen anzubieten.

 

Heute Morgen fand der regelmäßige Jour-Fixe mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern zur aktuellen Corona-Lage statt. Im Anschluss ging es zur Bachschule Neunkirchen, wo eine Spendenübergabe stattfand. Hier übergab die Caritas-Stiftung 5000 Euro für ein interessantes Projekt, das die Medienkompetenz der Grundschüler stärken soll und damit auch den Übergang zur weiterführenden Schule erleichtert. Ich freute mich bei diesem Termin viele Akteure aus dem sozialen Bereich zu treffen, mit denen ich schon seit vielen Jahren verbunden bin. Unter anderem war der städtische Beigeordnete Thomas Hans und der Geschäftsführer der Caritas anwesend. Heute Mittag war ich dann bei Sozialministerin Monika Bachmann zu Gast, die eine Sozialmedaille an den Ottweiler Bürger Gerd Amman, dessen Wirken ich sehr schätze, überreichte.

 

Morgen früh werden wir in der Saarbrücker Zeitung mit einer Anzeige an meinen Vorgänger Landrat Dr. Rudolf Hinsberger erinnern, der in der vergangenen Woche im Alter von 78 Jahren verstarb. Wir nehmen Abschied von einem vorbildlichen Menschen und Gestalter, den seine soziale Verantwortung für die Bürgerinnen und Bürger auszeichnete.

 

Dr. Rudolf Hinsberger war von 1985 bis 2011 Landrat des Landkreises Neunkirchen, zuvor war er von 1974-1985 Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion.

 

Mit Weitblick und Engagement gestaltete er den Strukturwandel unserer Region mit und entwickelte die Kreisverwaltung sowie die kreisbeteiligten Gesellschaften weiter. Er förderte in besonderer Weise das Ehrenamt und setzte in den Bereichen Arbeitsmarktpolitik, Bildung, Kultur, Tourismus, Umwelt, und Wirtschaft eigene Akzente. Sein ruhiges, besonnenes und freundliches Wesen bleibt unvergessen. Mit seinem Tod ist unser Landkreis um eine bedeutende Persönlichkeit ärmer geworden. Ich war selbst über zehn Jahre enger Mitarbeiter von Landrat Dr. Hinsberger und leitete die Öffentlichkeitsarbeit. Bis zuletzt waren wir sehr verbunden und ich schätzte seinen Rat. In der kommenden Woche wird er beerdigt. In Gedanken bin ich bei seiner Familie.

 

Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


18.06.2021: Sonnenwoche im Zeichen Walter Bernsteins

18.06.2021: Sonnenwoche im Zeichen Walter Bernsteins

Thomas Wagner neuer Geschäftsführer der WVO- Landrat würdigt Verdienste von Stefan Kunz
Ausstellung an der Grundschule Schiffweiler zum JUbiläumsjahr Walter Bernstein
Zu Gast an der Anton-Hansen-Gemeinschaftsschule Ottweiler
Gemeinsam mit Nadine Schön besuchte Landrat Meng die GemS in Ottweiler

Diese Woche meinte es das Wetter besonders gut mit uns. Es herrschten überall hochsommerliche Temperaturen, nach denen wir uns lange gesehnt hatten. Meine Woche stand im Zeichen des 1981 verstorbenen Schiffweiler Malers Walter Bernstein. Hier besuchte ich gleich drei Veranstaltungen, natürlich pandemiegerecht.

Der Montag begann mit dem verwaltungsinternen Jour fixe. Anschließend besuchte ich die Walter Bernstein Grundschule, in der die Ergebnisse eines Malwettbewerbes zu bewundern waren. Die beteiligten Grundschulen und die Gemeinschaftsschule hatten die Aufgabe, Werke von Walter Bernstein künstlerisch nachzuempfinden und sich dabei mit dem Wirken des Künstlers auseinanderzusetzen. Ich muss an dieser Stelle den jungen Künstlerinnen und Künstlern ein großes Kompliment machen. Sie verstanden es, Bernsteins Werke neu zu interpretieren. Der Fleiß der Schülerinnen und Schüler wurde finanziell durch die Walter Bernstein Stiftung belohnt. Apropos Stiftung, am Nachmittag tauschte ich mich mit einem Vertreter einer Unternehmensstiftung aus dem Landkreis Neunkirchen aus, der in der Region Gutes tun will. Gemeinsam mit der Sozialdezernentin Julia Schild unterbreitete ich Vorschläge.

Am Dienstag besuchte ich mit der CDU Bundestagsabgeordneten Nadine Schön die Anton-Hansen-Gemeinschaftsschule Ottweiler. Frau Schön wollte sich vor Ort über das Programm“ Schulen stark machen“ informieren. Zur Anton-Hansen-Gemeinschaftsschule habe ich einen persönlichen Bezug, da ich dort von 1989 bis 1991 Schüler war. Daher freute ich mich sehr, dass ich in der Klasse 6 b einiges über den Landkreis Neunkirchen erzählen konnte und dass die Schülerinnen und Schüler mir viele Fragen (auch private) stellten. Danach standen verwaltungsinterne Termine auf meiner Agenda. Am Nachmittag fand eine kleine Veranstaltung zu Ehren von Walter Bernstein am sogenannten Bernsteingiebel in Schiffweiler statt. Der international tätige Künstler Hendrik Beikirch steht für Graffiti und Streetart der Superlative. Seine Bilder finden sich auf Fassaden und in Galerien quer über den Globus verteilt. Vor zwei Jahren schuf er in Neunkirchen ein großformatiges Porträt eines Hüttenarbeiters. In der kommenden Woche sollen die Arbeiten am Giebel beginnen. Zuvor hatte die Firma Schmidt-Soffel, wo Walter Bernstein vor über 100 Jahren seine Ausbildung als Maler absolvierte, den Giebel in Ordnung gebracht. Dies wurde nur durch das großartige Engagement der Gemeinde Schiffweiler möglich. Der Vorsitzende der Bernstein Stiftung Roman Uwer konnte auch den neuen Geschäftsführer der HWK Bernd Reis willkommen heißen. Dieser zeigte sich beeindruckt von der Schaffenskraft Walter Bernsteins. Er sei, so Reis, ein Vorbild für Künstler mit einem handwerklichen Hintergrund.

Am Mittwoch tagten die Gremien der Wasserversorgung Ost Saar. Die Sitzungen stellten personelle Weichen für die Zukunft des Zweckverbandes und der WVO GmbH. Der bisherige Geschäftsführer Stefan Kunz beginnt am 1. Juli seine Tätigkeit als neuer Geschäftsführer des Entsorgungsverbandes Saar. Als seinen Nachfolger bestimmten die Gremien nach einem Bewerbungsverfahren den bisherigen Prokuristen und kaufmännischen Leiter Thomas Wagner. In den Sitzungen würdigte ich das Engagement von Stefan Kunz in den vergangenen 22 Jahren. Ich zitiere:

„22 Jahre stand Stefan Kunz als Geschäftsführer des Zweckverbandes und der Wasserversorgung Ostsaar vor. Das bedeutet auch 264 Gremiensitzungen, bei denen Herr Kunz nie gefehlt hat. Diese Tatsache charakterisiert Herr Kunz aus meiner Erfahrung treffend:

Immer zupackend, gut informiert, fachlich sortiert, kompetent, zugewandt, eine gute Lösung im Blick und immer die Interessen der Mitglieder im Auge – so habe ich ihn in den über 5 Jahren unserer Zusammenarbeit kennengelernt…

Er hatte verschiedene Ämter bei Versorgungs- und Entsorgungsunternehmen inne, wie etwa auch die Tätigkeit als Prokurist der TNA, darüber hinaus ist er der Vorsitzende des Fachausschusses Wasser des deutschen Vereines des Gas- und Wasserfaches, was bundesweit als Kompetenznetzwerk für alle Fragen der Versorgung mit Erdgas und Trinkwasser gilt.  Als stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Energie- und Wasserwirtschaft des Saarlandes war und ist Stefan Kunz immer am Puls der Zeit und konnte dieses Know-How auch für die Arbeit hier vor Ort nutzen…

Und wenn ich den Fokus vor Ort lege, hat er, gemeinsam mit seinem Team in den vergangenen zwei Dekaden viel erreicht. Plakativ könnte ich formulieren: Er hat die WVO vom Wasserversorger zum modernen Dienstleistungsunternehmen weiterentwickelt.

Kostenoptimierung und innovative Abläufe sind eindrucksvolle Beweise hierfür, darüber hinaus hat er „seine WVO“ zu einem attraktiven Arbeitgeber geformt, Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme implementiert. Auch baute er die Fachgruppe Abwassertechnik, die sich mit der Durchführung der Projektsteuerung im Kläranlagenbau und die Durchführung von Dienstleistungen der Abwasserentsorgung in der Gemeinde Eppelborn und der Stadt Ottweiler, befasst. Außerdem initiierte er zwei landesweite Benchmarking-Projekte der saarländischen Wasserversorger und begleitete sie als Projektleiter. Aber auch das wichtige Thema Grubenwasseranstieg für die saarländischen Versorger begleitete er federführend. Ebenso ist er Projektleiter des Projektes „Masterplan Wasserversorgung Saarland 2040“.“

Gestern Morgen fand, wie gewohnt, der Austausch mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern zur aktuellen Pandemielage statt. Hier gab es viel Gutes zu berichten, da auch im Landkreis die Infektionslage gut ist. Wir nutzen diesen Austausch auch, um über aktuelle Themen zu sprechen. Danach tagte der verwaltungsinterne Krisenstab. Nach wie vor ist die Lage, trotz der niedrigen Zahlen, vorhanden. Wir halten die Kontaktnachverfolgung aufrecht und werden weiterhin von der Bundeswehr und der Kreisstadt Neunkirchen unterstützt. Sollte es neue „Ausbrüche“ geben, sind wir in der Lage, sofort zu reagieren und die Kontaktnachverfolgung sicherzustellen. Am Nachmittag tauschte ich mich mit dem Regionalleiter Ost der Saarbrücker Zeitung Volker Fuchs zu aktuellen Themen aus. Im Anschluss ging es zur Sparkasse Neunkirchen, wo ich als Verwaltungsratsvorsitzender die Sitzung des Prüfungsausschusses leitete.

Heute Morgen tagte der Landkreistag Saarland. Hier fand die Hauptversammlung statt.

Gestern war mein Team damit beschäftigt, eine spontane Sonderimpfaktion außerhalb des Impfzentrums zu organisieren. Sie findet am kommenden Sonntag in der Seminarsporthalle Ottweiler statt.

Hier weitere Infos.

Ebenso kann man sich seit heute in unserem Impfzentrum montags bis samstags von 7 bis 17 Uhr bis Ende Juli mit AstraZeneca impfen lassen. Weitere Infos hier.

Ich hoffe, dass das Angebot gut angenommen wird. Am Sonntagmorgen bin ich auf einer Matinée zu Ehren Walter Bernsteins zu Gast und werde den Künstler aus Sicht des Landkreises würdigen. In den kommenden Wochen wird dann das große Walter-Bernstein-Porträt auf der Hauswand realisiert.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende in Zeiten der Fußballeuropameisterschaft. Genießen Sie den Frühsommer und auch die Lockerungen, über die wir uns alle freuen!

Ihr Landrat Sören Meng


11.06.2021: Eine Woche der Entspannung

11.06.2021: Eine Woche der Entspannung

Ausstellung zu Ehren Walter Bernsteins, der in diesem Jahr 120 Jahre alt geworden wäre, im historischen Rechtschutzsaal Bildstock
Besuch der Weinbruderschaft St. Vinzenz Heiligenwald- Bernd Färber überreichte Landrat Meng eine Flasche des regionalen Phönix Feinherb 2020
Besprechung mit allen Schulleiterinnen und Schulleitern der Kreisschulen in digitaler Form
Daniel W. Bittner ist neuer Partner der Regionalmarke
Die Sparkasse und der Landkreis starten vom 18. bis 20. Juni eine große Spendenverdopplungsaktion im Rahmen der aktuell laufenden Spendenaktion zum Wohle der Vereine im Kreis
Der Kreistag tagte online

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

diese Überschrift hat nichts mit Urlaub oder dergleichen zu tun. Sie beschreibt die momentane Lage der Pandemie, in der wir uns befinden. Auch im Landkreis Neunkirchen sind die Zahlen kontinuierlich nach unten gegangen, mittlerweile sind wir bei einem Niveau von unter 20 angelangt. Die Schulen haben wieder in den sogenannten Normalbetrieb umgestellt, es wird verstärkt getestet, um möglichst früh eine Infektion zu bemerken und entsprechend nachzuverfolgen. Dieses System hat sich meines Erachtens nach bewährt, wird ein Schnelltest positiv, beginnt das Procedere. Um festzustellen, ob tatsächlich eine Infektion vorliegt, muss ein sogenannter PCR Test gemacht werden. Ist dieser positiv, beginnt die Kontaktnachverfolgung. Aufgrund der niedrigen Infektionszahlen sind ab heute wieder deutliche Lockerungen spürbar, unser „altes“ Leben nimmt wieder an Fahrt auf.  Für mich war diese Woche wie gewohnt sehr abwechslungsreich. Los ging es am Montag mit dem verwaltungsinternen Jour fixe. Danach fanden die Vorstellungsgespräche für einen neuen Geschäftsführer unserer Wasserversorgung WVO statt. Der bisherige, langjährige Geschäftsführer Stefan Kunz beginnt am 1. Juli seine neue Tätigkeit als Geschäftsführer des EVS. Schon jetzt wünsche ich ihm an dieser Stelle alles erdenklich Gute und Danke für sein großes Engagement über zwei Jahrzehnte.

Am Abend fand eine Ausstellung zu Ehren Walter Bernsteins, der in diesem Jahr 120 Jahre alt geworden wäre, im historischen Rechtschutzsaal Bildstock statt. Gezeigt wurden Werke Bernsteins, die sich auch mit der Geschichte unseres Landkreises beschäftigten. Parallel wurden aktuelle Werke der Künstlerin Veronika Müller gezeigt, die die künstlerische Thematik Bernsteins in die Neuzeit überträgt. Es war für mich ein spannender Abend und ungewohnt zugleich. Unter Hygienevoraussetzungen konnte die Veranstaltung im kleinen Rahmen durchgeführt werden. In der kommenden Woche werden weitere Veranstaltungen im Zeichen Walter Bernsteins durchgeführt.

Am Dienstagmorgen fand der regelmäßige Austausch mit dem Staatssekretär Stephan Kolling via Videoschalte statt. Hier ging es um die aktuelle Corona-Lage und das weitere Vorgehen. Wir alle hoffen, dass genügend Impfstoff vorhanden sein wird, damit der größte Teil der Bevölkerung in den nächsten Monaten geimpft werden kann. Dann hätten wir die Pandemie überwunden.  Am Nachmittag tagte die Kommission „moderne effiziente Verwaltung“ per Video. Den Mitgliedern des Gremiums stellten wir den elektronischen Rechnungsworkflow, die E-Akte und die Digitalisierung der Schulen vor. Hier sind wir am Puls der Zeit. Ich bin zuversichtlich, dass wir in den nächsten Monaten in diesem Bereich einen großen Schritt weiterkommen. Danke meinem engagierten Team für die hervorragende Arbeit. Mir ist es wichtig, Schritt für Schritt die Arbeit unserer Kreisverwaltung gemeinsam mit dem Team weiterzuentwickeln. Wir sind hier auf einem guten Weg.

Am Mittwoch besuchte mich ein Vertreter der Weinbruderschaft St. Vinzenz Heiligenwald. Gemeinsam mit meinem Sohn half ich im vergangenen Jahr bei der Weinlese an der Redener Bergehalde - jetzt erhielt ich von Bernd Färber eine Flasche Phönix Feinherb 2020. Der kleine Weinberg wird ehrenamtlich bewirtschaftet. Herzlichen Dank allen Mitgliedern für ihr Engagement und ihren Einsatz für den Landkreis Neunkirchen. Ihr Weinberg trägt zur Einzigartigkeit unserer Bergehalde Reden bei.

Im Anschluss bereitete ich gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Wasserversorgung WVO, Stefan Kunz, die in der nächsten Woche stattfindenden Gremiensitzungen vor. Es wird die letzte Sitzung des scheidenden Geschäftsführers sein.

Am Nachmittag fand eine Besprechung mit allen Schulleiterinnen und Schulleitern der Kreisschulen in digitaler Form statt. Hier ging es in erster Linie um die Fortschritte bei der Digitalisierung. Auch ein Vertreter des Bildungsministeriums, der für die Digitalisierung verantwortlich ist, stand Rede und Antwort. Mir ist es wichtig, an allen Schulen sukzessive die Digitalisierung auszubauen. Was die Endgeräte betrifft, haben wir jetzt schon für die Schulen 4000 iPads beschafft. Auch rüsten wir unsere Schulen mit hochmodernen Beamern aus. Parallel läuft der grundlegende Ausbau. Dazu gehören die Möglichkeit von WLAN in allen Klassenräumen und die notwendige sichere Infrastruktur. Hier arbeiten das Team der Schulverwaltung, der Bauverwaltung und der EDV Hand in Hand.

Am Abend stellte ich im Stadtplanungsausschuss der Kreisstadt Neunkirchen gemeinsam mit Bauamtsleiter Thorsten Mischo die Planungen für unsere neue Schule in der Stadtmitte vor. Die sogenannte Lutherschule wird noch bis zu den Sommerferien in der Stadtmitte zu finden sein, dann beginnen die Abbrucharbeiten. In der Bauzeit, die bis 2025 dauern wird, wird die Schule an den Standort Wiebelskirchen verlagert. Daher gab der Kreistag grünes Licht zur Anmietung von sogenannten Klassencontainern. Später soll es nur noch ein Standort in Neunkirchen geben. Mit der Kreisstadt sind wir in enger Abstimmung wegen angrenzenden Grundstücken, die wir zur Realisierung unseres Projektes brauchen. Der Schulneubau ist mit rund 18 Millionen € veranschlagt.

Es ist ein Bekenntnis des Kreises zum Schulstandort Neunkirchen. Schon seit Jahren wird in der Gemeinschaftsschule hervorragende Arbeit geleistet, jetzt wollen wir optimale bauliche Voraussetzungen sicherstellen. Nach Fertigstellung der Schule ist Platz für 575 Schülerinnen und Schüler. Es wird ein Ganztags- und ein Halbtagsangebot geben.

Am Donnerstag tauschte ich mich mit dem Vorstand der Sparkasse Neunkirchen Markus Groß und Jörg Welter über die aktuelle Lage unserer Sparkasse aus. Auch erfuhr ich, dass unsere gemeinsame Spendenaktion zum Wohle der Vereine im Landkreis Neunkirchen hervorragend angenommen wird. Aktuell sind bereits 159 Projekte auf der Spendenplattform „meine-helden-sparkasse“ vertreten. Sie bekamen bereits eine Starthilfe von 300 €. Gleichzeitig gibt es die Möglichkeit der Privatspenden. Viele Vereine im Landkreis Neunkirchen benötigen angesichts der aktuellen Situation weiterhin dringend finanzielle Mittel. Ich freue mich, dass unsere Spendenaktion erfolgreich gestartet ist. Stand heute sind bereits insgesamt schon über 53.000 € zugunsten der Vereine zusammengekommen. Wir sehen hier noch weiteres Potenzial. Zum einen können sich gern noch weitere Vereine beteiligen, zum anderen können Menschen, die helfen möchten, interessante Projekte mit einer Spende aktiv unterstützen. Die Sparkasse und der Landkreis starten vom 18. bis 20. Juni eine große Spendenverdopplungsaktion. Sie stellen einen zusätzlichen Fördertopf in Höhe von 20.000 € zur Verfügung und verdoppeln alle Privatspenden bis 100 €, die in dem Zeitraum erfolgen. Das Spenden ist auf der Online-Spendenplattform einfach und bequem möglich. Am Nachmittag tagte zum dritten Mal in digitaler Form unser Kreistag. Hier gab es von Seiten der Verwaltung interessante Berichte. So informierten wir über den Stand der Digitalisierung an unseren Kreisschulen. Der Geschäftsführer unserer gemeinnützigen Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft AQA,  Stefan Gerber, stellte die Gesellschaft eingehend vor. Auch wurde der Frauenförderplan des Landkreises Neunkirchen behandelt. Zum Stichtag 30. Juni 2020 waren beim Landkreis 385 Frauen und 170 Männer beschäftigt. Davon arbeiten 197 Frauen und 17 Männer in Teilzeit. Der Frauenförderplan wurde von unserer Gleichstellungsbeauftragten Heike Neurohr-Kleer erarbeitet.

Die CDU- und SPD-Fraktion stellten eine umfangreiche Anfrage zur Lage des ÖPNV in Bezug auf die Corona-Krise. Zu dieser Anfrage war der Geschäftsführer unserer Neunkirchen Verkehrs AG, Pascal Koch, zugegen, der Ausführungen machte. So werden zurzeit 13 Verstärkerbusse eingesetzt, auch zu den Hygienemaßnahmen machte Herr Koch Angaben. Alle Busse sind mit Desinfektionsspendern ausgestattet. Zur Einhaltung der Maskenpflicht in den Bussen, wie auch an den Haltestellen, werden regelmäßig Kontrollen in Zusammenarbeit mit den örtlichen Ordnungsämtern und der Polizei durchgeführt. Darüber hinaus beschäftigte man sich mit der Anfrage über die Hygienemaßnahmen in den Kreisschulen. In unseren Schulen werden nur Klassenräume genutzt, die über Fensterflächen verfügen, damit ausreichend gelüftet werden kann. Grundlage hierfür ist der Muster-Hygieneplan des Bildungsministeriums. Im Auftrag des Ministeriums hat unsere Schulverwaltung rund 52.000 FFP2 Masken an alle Schulen verteilt. Neben der flächendeckenden Versorgung der weiterführenden Schulen mit Hygienematerial und Flächendesinfektionstüchern sowie der Organisation von verstärkten Hygienemaßnahmen, konnte über die Marienhausdienstleistung GmbH eine Spende von über 4000 Liter Händedesinfektionsmittel organisiert werden, die an alle Schulen im Landkreis Neunkirchen, auch an die Grundschulen, verteilt wurde. Die Schulverwaltung hat mit ihrem Personal an allen Schulstandorten beim Aufbau der Mini-Testzentren unterstützt. Insgesamt wurden 1000 Klassensäle im Landkreis Neunkirchen mit sogenannten  CO2- Messgeräten ausgestattet.

Am heutigen Morgen fand die Besprechung mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern im Landkreis zur aktuellen Corona-Lage statt. Danach ging es für mich nach Saarbrücken, wo der Vorstand des Landkreistages Saarland tagte. Zurück in Ottweiler fanden noch verwaltungsinterne Gespräche statt.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ich wünsche Ihnen ein erholsames Sonnenwochenende. Bei allen Lockerungen ist es weiterhin wichtig, sich an Abstands-und Hygieneregeln zu halten. Gemeinsam kommen wir da durch, bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat Sören Meng


04.06.2021: Der Sommer lässt grüßen

04.06.2021: Der Sommer lässt grüßen

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zur Schaffung zusätzlicher Betreuungsplätze in der Kita Humes
Werbeaktion für die Tarifreform im ÖPNV
Bus und Bahn sollen für Schüler/innen und Azubis deutlich günstiger werden
Der Kreisausschuss tagte online

Eine schöne, sonnige Woche neigt sich dem Ende zu. Nachdem der Mai nichts mit einem Wonnemonat zu tun hatte, begann der Juni frühsommerlich. Gutes Wetter hebt die Stimmung und auch die Corona-Lage entspannt sich deutlich. Ab heute kann man wieder den Einzelhandel ohne Corona-Schnelltest nutzen. Die Maskenpflicht und die Abstandsregeln bleiben davon unberührt. Auch darf man endlich wieder die Gastronomieangebote mit entsprechenden Vorgaben nutzen. Glücklicherweise können jetzt wieder die Kulturangebote wahrgenommen werden. Unsere Tourismus- und Kulturzentrale verbuchte in den letzten Tagen viele Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern, die den Landkreis touristischer erleben wollen. Der Landkreis Neunkirchen erfreut schon seit einigen Wochen mit sehr niedrigen Inzidenzwerten. Ich hoffe, dass sich die Lockerungen fortsetzen. Mit dem Einhalten der Regeln, regelmäßigen Tests und den Impfungen, ist die Chance sehr gut, dass wir die Pandemie in absehbarer Zeit hinter uns lassen können. Allerdings ist es noch keine Zeit zur Entwarnung, die Pandemie ist existent, nur unser Verhalten trägt dazu bei, dass wir die Lage im Griff behalten.

 

Meine Woche war trotz dem Feiertag terminreich. Nach einigen entspannten Urlaubstagen trat ich am Montag wieder meinen Dienst an. Nachdem ich mir ein Bild der aktuellen Corona-Lage gemacht hatte, traf ich mich in Eppelborn mit dem Bürgermeister Dr. Andreas Feld, um den Kooperationsvertrag zwischen Gemeinde und Kreis abzuschließen. In der Kita Humes wird der Landkreis eine weitere Gruppe einrichten, um zusätzliche Kapazitäten für Betreuungsplätze zu schaffen. Der Kreistag hatte diese Einrichtung sehr begrüßt. Es ist die erste Kooperation in dieser Richtung und sie trägt zur Familienfreundlichkeit unseres Kreises bei.  Allerdings sind wir auf weitere Betreuungsplätze angewiesen. Gemeinsam mit den Städten und Gemeinden im Landkreis arbeiten wir mit Hochdruck daran, das Betreuungsangebot im Landkreis zu verbessern.

Danach fand der regelmäßige Jour-Fixe im Impfzentrum in Sinnerthal, das wir gemeinsam mit den Kreisen St. Wendel und Saarpfalz betreiben, statt. Nach wie vor arbeitet das motivierte Team mit Unterstützung der Bundeswehr hervorragend. Täglich werden rund 1100 Bürgerinnen und Bürger geimpft, das ist eine sehr gute Quote. Hoffen wir, dass der Impfstoff, wie angekündigt, geliefert werden kann, damit wir zeitnah zur sogenannten Herdenimmunität kommen. Nur dann ist die Pandemie besiegt.

Anschließend fand eine Regionalkonferenz mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern im Kreis gemeinsam mit der Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot online statt. Hier ging es im Schwerpunkt um die Digitalisierung unserer Schulen und die Beschaffung der sogenannten Endgeräte für Schülerinnen und Schüler sowie für Lehrer. Diese werden über die Landkreise geordert und entsprechend zur Ausgabe vorbereitet. Im nächsten Schritt soll ein Verleih-System, wie die Schulbuchausleihe, im digitalen Bereich realisiert werden. Dies wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Bemühungen von Seiten des Kreises und des Landes werden von Neueinstellungen im IT-Bereich begleitet, um die Mammutaufgabe zu stemmen. Durch Bundes- und Landesgelder konnte in den vergangenen Monaten vieles bewegt werden. Auch der Landkreis Neunkirchen setzt eigene Investitionsmittel ein, um die Digitalisierung voranzutreiben.Am Dienstag stimmte ich mich mit Verantwortlichen der Kreisstadt Neunkirchen über den Neubau der Gemeinschaftsschule Neunkirchen Stadtmitte ab. In der kommenden Woche werde ich gemeinsam mit Kreisbaumeister Thorsten Mischo im Bauausschuss der Stadt das Projekt vorstellen. Die alte Bausubstanz der bisherigen Schule macht es erforderlich, dass wir neue Wege gehen. Der Architektenwettbewerb machte deutlich, wie vielfältig die baulichen Möglichkeiten in einem begrenzten Baufeld in der Stadtmitte Neunkirchen sind. Mit dem Neubau, der bis 2025 fertiggestellt werden soll, wird auch eine weitere städtebauliche Aufwertung der Kreisstadt verbunden sein. Nach den Sommerferien soll mit dem Abbruch der bisherigen Schule begonnen werden.

Danach nahm ich an einer Online-Beiratssitzung Armutsbekämpfung gemeinsam mit Ministerin Monika Bachmann als Vertreter der saarländischen Landkreise teil. Dieser Arbeitskreis setzt sich für die Belange bedürftiger Menschen im Saarland ein und versucht deren Lebensumfeld nachhaltig zu verbessern. In diesem Arbeitskreis sind vielfältige Akteure aus allen Lebensbereichen vertreten.

 

Am Mittwochmorgen traf ich mich mit Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger und dem Oberbürgermeister der Kreisstadt Neunkirchen Jörg Aumann am Technisch–Gewerblichen Berufsbildungszentrum. Hier machten wir auf die Tarifreform im ÖPNV aufmerksam. Ich nahm auch in meiner Funktion als Vorsitzender des Zweckverbandes Öffentlicher Personennahverkehr teil.Zitat aus der Pressemitteilung:„Die Tarifoffensive im saarländischen ÖPNV kommt zum 1. Juli und soll Bus und Bahn einfacher und für viele günstiger machen. Besonders profitieren davon Schülerinnen und Schüler und Azubis. „Die Tarifoffensive bedeutet eine finanzielle Entlastung für sehr viele Saarländerinnen und Saarländer. Ich werbe dafür, sich möglichst schnell um das neue Abo zu kümmern. Und um möglichst viele Arbeitgeber, die sich an den Kosten des Azubitickets beteiligen“, so die Ministerin. Schüler und Azubis sollten sich sehr bald für ein Abonnement entscheiden, um rechtzeitig von den neuen Tickets zu profitieren. Das saarlandweite schlauVV-Schüler-Abo kostet künftig 49 Euro im Monat, das schlauVV-Azubi-Abo schlägt mit 59 Euro zu Buche, allerdings kann der Monatspreis bis auf 29 Euro absinken, wenn sich der Arbeitgeber beteiligt.Auch Landrat Sören Meng und der Neunkircher Oberbürgermeister Jörg Aumann unterstützten die Werbeaktion für die neuen Tarife. Sie verdeutlichten damit das Engagement der Landkreise, Städte und Gemeinden für die Ziele der Tarifreform.„Das neue Abo-Angebot ist für Azubis und Schüler besonders attraktiv. Durch den zusätzlichen Support des Arbeitgebers profitieren die jungen Menschen beruflich und privat vom Angebot des ÖPNV“, so Sören Meng - Landrat und Verbandsvorsteher des ZPS (Zweckverband Personennahverkehr Saarland).Oberbürgermeister Jörg Aumann: „Der ÖPNV spielt eine wichtige Rolle für den Klimaschutz und ist Teil der Daseinsvorsorge. Die Menschen müssen auch ohne eigenes Auto mobil sein. Bereits heute bedient die Neunkircher Verkehrsgesellschaft mit 54 Linien rund 1600 Haltestellen…“

Im Anschluss fanden verwaltungsinterne Rücksprachen statt. Am Nachmittag tagte der Kreisausschuss, erneut online. Ich hoffe, dass wir demnächst wieder in Präsenz tagen können. Schwerpunkt der Sitzung stellten zahlreiche Neueinstellungen für unsere Kreisverwaltung dar.

 

Heute Morgen tauschte ich mich mit dem Umweltstaatssekretär Sebastian Thul zum Thema Verbraucherschutz für bedürftige Gruppen aus. Dieses Thema ist für mich als Sozialpolitiker von großer Wichtigkeit. Schon seit vielen Jahren bieten die Landkreise die Schuldnerberatung an, die sehr stark wahrgenommen wird. Es geht darum, Menschen in prekären Verhältnissen zu neuer Stabilität zu verhelfen.Auch fand die regelmäßige Besprechung mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern der Städte und Gemeinden zur aktuellen Corona-Lage statt. Als zusätzliches Thema wurde heute noch die Digitalisierung eingehend diskutiert.

 

Liebe Leserinnen und Leser, ich freue mich sehr, dass sich die Pandemie-Lage langsam entspannt und wir uns hoffentlich bald wieder intensiver anderen Themen widmen können. Ich wünsche Ihnen ein schönes, entspanntes Wochenende. 

 

Ihr Landrat Sören Meng


21.05.2021: Weiter in die richtige Richtung

21.05.2021: Weiter in die richtige Richtung

Der Hokus Pokus FidiBus von SR 3 Saarlandwelle zu Gast am Impfzentrum Ost Foto: Sozialministerium
Sozialministerin Monika Bachmann und Sören Meng waren vor Ort und bestaunten die kleine Showeinlage am Impfzentrum Foto: Sozialministerium
Baumpflanzaktion an der Maximilian-Kolbe-Schule Foto: Daniel W. Bittner
Landrat Meng und Oberst Reibold pflegen einen regelmäßigen Austausch

Bereits mein letzter Blog war pandemie-technisch deutlich positiver als in den vergangenen Wochen und Monaten. Vorgestern, am 19. Mai 2021, hatten wir seit 12. Oktober 2020 zum ersten Mal wieder eine Inzidenz unter 50. Das lässt aufatmen und hoffen, dass wir die schwierige Zeit in einigen Monaten hinter uns lassen können. Bis dorthin müssen wir weiterhin auf uns und unsere Mitmenschen achten und nicht leichtsinnig werden. Übernächste Woche werden die Schülerinnen und Schüler im Landkreis Neunkirchen wieder in ganzen Klassen unterrichtet. Das ist ein richtiger und wichtiger Schritt für die jungen Menschen, die unter der Pandemie besonders zu leiden haben. Monatelang hatten sie nur noch wenige und auch eingeschränkte soziale Kontakte. Auch die schulischen Leistungen entwickelten sich unterschiedlich. Wir können es uns nicht leisten, dass junge Menschen durch die Pandemie Zukunftschancen verlieren. Auch deshalb begrüße ich das Programm des Bundes, das junge Menschen, die Leistungsdefizite haben, individuell fördern wird.

 

Meine Arbeitswoche war gewohnt abwechslungsreich.Los ging es am Montag mit dem verwaltungsinternen Jour fixe. Danach war ich gleich zweimal in unserem Impfzentrum zu Gast. Zuerst besuchte der Unterhaltungsbus von SR 3 den Parkplatz, um die Besucherinnen und Besucher originell zu unterhalten. Michael Friemel und SR 3-Unterhaltungschef Eberhard Schilling zauberten, Joachim Weyand begeisterte als Scherer Erwin und Langhals und Dickkopp sorgten für den musikalischen Rahmen. Das war eine originelle Aktion, die nicht nur bei den Zuschauern gut ankam. Auch Ministerin Monika Bachmann und ich waren begeistert. Danke dem SR für die spontane Initiative!Am Nachmittag war ich dann noch einmal vor Ort, um gemeinsam mit meinem Kollegen aus dem Saarpfalz Kreis, Dr. Theophil Gallo, einem Vertreter des Landkreises St. Wendel und den Verantwortlichen des Impfzentrums, aktuelle Herausforderungen rund um das Impfgeschehen zu besprechen. Schon seit Wochen arbeiten unsere Teams dort an sechs Tagen die Woche und impfen täglich über 1100 Bürgerinnen und Bürger. Wir warten auf weitere Impfstofflieferungen und sind zuversichtlich, dass dieser Trend auch in den nächsten Wochen beibehalten werden kann.Danke dem motivierten Team und den Verantwortlichen für dieses großartige Engagement in dieser Krise!Danach traf ich mich mit Oberst Matthias Reibold, um über den weiteren Einsatz der Bundeswehr im Landkreis Neunkirchen zu beraten. Die Soldatinnen und Soldaten unterstützen uns seit vielen Monaten bei der Kontaktverfolgung, bei den Testungen sowie im Impfzentrum. Es freut mich sehr, dass ich die Zusage erhielt, dass wir weiterhin auf Unterstützung bauen können. 

 

Am Dienstag wurden in der Maximilian Kolbe Schule in Neunkirchen-Wiebelskirchen Jahrgangsbäume gepflanzt. Gemeinsam mit Staatssekretär Sebastian Thul nahm ich an dieser Veranstaltung teil. Schon seit Jahren führt die Schule Solidaritätsaktionen durch, bei denen bisher viel Geld für bedürftige Menschen gesammelt wurde. Ich werde daher in den nächsten Wochen noch einmal vor Ort sein.Baumpflanz-Aktionen sind schöne Zeichen für unsere Zukunft. Dies machte ich in meinem kurzen Grußwort deutlich. Bäume haben Wurzeln, die Widerstände aushalten, die durch trockene Zeiten kommen, die festhalten. Bäume können ein ganzes Leben begleiten, Bäume geben Erdung. Und Erdung ist in unserer schnelllebigen Zeit wichtiger denn je. Auch die Erfahrungen in der Schule sind wichtig, neben Inhalten, sind gerade die sozialen Verbindungen und Erfahrungen wichtiges Rüstzeug für die Zukunft. Wie wichtig das Begegnen ist, erleben wir in diesen beschwerlichen Corona-Zeiten, in denen wir uns nach Gemeinschaft sehnen.Danach tauschte ich mich mit der Sozialministerin Monika Bachmann über die künftige Corona-Impf- Strategie für Kinder und Jugendliche aus. Derzeit berät die ständige Impfkommission des RKI über die Zulassung von Impfstoffen zur Verimpfung an Kindern und Jugendlichen. Diese Beratungen gilt es abzuwarten.Anschließend fand eine interne Besprechung mit unserem Rechnungsprüfungsamt bezüglich der aktuellen Prüfaufträge statt. Dann tauschte ich mich mit dem Schulleiter der Gemeinschaftsschule Neunkirchen Stadtmitte, Herrn Klepper, aus. Nur noch wenige Wochen wird die Schule in ihren bisherigen Räumlichkeiten in Neunkirchen untergebracht sein. Noch diesen Sommer werden die Abrissarbeiten an der Lutherschule beginnen. Bis 2025 wird dort eine neue Schule gebaut. Ich hatte an dieser Stelle schon oft darüber berichtet. In dieser Zeit wird der Schulstandort nach Wiebelskirchen an die Freiherr von Stein Schule verlagert. Nach der Bauzeit soll dieser Standort verlassen werden und die Schule in Neunkirchen vor Ort sein. 

 

Am Mittwoch tagte der Aufsichtsrat der FSN, der Fahrzeugservice Neunkirchen GmbH, dessen Aufsichtsratsvorsitzender ich bin. Diese Gesellschaft hat sich seit 2005 sehr gut entwickelt und übernimmt für zahlreiche Firmen die Werkstattleistungen. Mehr Infos zu dieser Gesellschaft gibt es unter: www.nvg-neunkirchen.de/index.php/wir-ueber-uns/fahrzeug-service-der-nvgMittags nahm ich an der Beiratssitzung zur Armutsbekämpfung unter Vorsitz unserer Sozialministerin Monika Bachmann teil. Wir tagten per Video. Unter anderem wurde der Beschluss gefasst, dass das Projekt „beitragsfreies Mittagessen“ für das komplette Jahr 2021 verlängert wurde. Somit müssen Eltern bedürftiger Kinder, die keinen Anspruch auf Leistungen aus dem BuT Paket haben, auch in diesem Jahr den“ 1 Euro Beitrag“ nicht zahlen. Hierfür stellt das Land rund 75.000 € aus dem Sonderfond zur Verfügung. Auch die saarländischen Landkreise werden sich mit dieser Thematik nochmals eingehend beschäftigen.Im Anschluss tauschte ich mich mit den Verantwortlichen unserer Schulverwaltung über den aktuellen Stand der Digitalisierung in unseren Kreisschulen aus. Hier sind wir auf einem sehr guten Weg, allerdings ist diese Mammutaufgabe kaum zu stemmen. Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, in den letzten Wochen, unsere Schul-IT weiter zu stärken. Gemeinsam mit den Schulen und den entsprechenden Medienkonzepten werden wir den Landkreis Neunkirchen zukunftsfähig weiterentwickeln, damit unsere Schülerinnen und Schüler optimale Lernvoraussetzungen vorfinden.

 

Gestern Morgen fand die Besprechung mit dem Sozialstaatssekretär Stefan Kolling zur aktuellen Corona-Lage statt. Auch landesweit befindet sich die Pandemie auf dem Rückzug. Der Staatssekretär informierte über die Impfstrategie und die Vorgehensweise in den kommenden Monaten.Danach tagte der verwaltungsinterne Krisenstab. Am Nachmittag nahm ich an einem Workshop zum Gigabit-Ausbau im Saarland, zudem die Staatskanzlei eingeladen hatte, teil. Für die Zukunft des Landes ist schnelles Internet eine wesentliche Grundlage, gerade in wirtschaftlicher Hinsicht. Schnelles Internet ist wichtig für den Standort, sei es für Unternehmen, Privathaushalte, aber auch für Schulen. Die Erfahrungen in der Pandemie haben uns gezeigt, wie wichtig schnelles Internet zur Aufrechterhaltung der Kommunikation ist. Daher begrüße ich diesen Ansatz des Landes.Heute Morgen fand die Besprechung mit dem Oberbürgermeister, der Bürgermeisterin, der Bürgermeister und der Beigeordneten wie gewohnt statt. Der Leiter unseres Gesundheitsamtes Oliver Schöne gab einen Überblick zur aktuellen Lage. Auch berichtete er über die neuen Teststationen im Landkreis Neunkirchen. Mit den erwarteten Öffnungen werden gleichzeitig auch die Tests wieder steigen, daher bin ich froh, dass wir im Landkreis Neunkirchen ein gutes Testangebot vorhalten. Auch berichtete der Leiter des Gesundheitsamtes über die Mutationen des Virus. Insgesamt gab es 1159 Mutationsfälle im Landkreis Neunkirchen (1103 x Englische Variante, 56 x Afrikanische Variante). Es bleibt abzuwarten, ob auch die Indische Variante Einzug halten wird.Über die Aufrechterhaltung des Versorgungszentrums ging es anschließend in einer Videoschalte mit dem Staatssekretär Stephan Kolling. Insgesamt halten drei Kreise noch ein Versorgungszentrum vor. Sollten sich die Zahlen weiterhin auf diesem Niveau bewegen, gehe ich davon aus, dass wir bald mit dem Rückbau beginnen können. Die Versorgungszentren wurden errichtet, um bei einer Überlastung des Gesundheitssystems, Behandlungsmöglichkeiten anbieten zu können. Glücklicherweise ist es bisher nicht dazu gekommen. Liebe Blogleserinnen und Blogleser, turbulente Wochen und Monate liegen hinter mir. Ich werde nächste Woche nicht im Dienst sein und werde in dieser Zeit von unserem Kreisbeigeordneten Klaus-Dieter Woll vertreten. Daher wird auch in der kommenden Woche der Blog pausieren.Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien schöne Pfingsten. Bleiben Sie gesund!Ihr Landrat Sören Meng



14.05.2021: Niedrigster Inzidenzwert seit zwei Monaten

14.05.2021: Niedrigster Inzidenzwert seit zwei Monaten

Der Bundestagsabgeordnete Christian Petry besuchte das Impfzentrum Ost
Auch das Gesundheitsamt schaute sich der Bundestagsabgeordnete gemeinsam mit Landrat Meng an
Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Klaus Häusler, dem Koordinator unserer Regionalmarke Willi Walter und der Tourismus- und Kulturzentrale, vertreten durch Lisa Grandke, zu Besuch bei der Firma Horst Becker Reisen
 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

wieder einmal geht eine Woche zu Ende. Dieses Mal schwingt bei meinem Blog viel Hoffnung mit, denn schon seit einigen Tagen liegt die Inzidenz im Landkreis Neunkirchen unter 100. 

Heute wurde der niedrigste Inzidenzwert seit zwei Monaten registriert.

Dies bedeutet, dass ab Sonntag wieder zahlreiche Beschränkungen verändert werden. Jetzt greift wieder das sogenannte „Saarland Modell“. Dies betrifft die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen, aber auch den Handel, Kultur und Freizeit sowie die Gastronomie. Für viele Aktivitäten ist ein negativer Corona-Schnelltest erforderlich. Testmöglichkeiten gibt es im Landkreis Neunkirchen mittlerweile sehr viele. Was genau ab Sonntag gilt, wird in separaten Posts veröffentlicht. Hoffen wir, dass diese Entwicklung anhalten wird. Allerdings sind immer noch die Abstands- und Hygienemaßnahmen wichtiger denn je. Parallel nehmen die Impfungen immer mehr Fahrt auf. Für mich war diese Woche relativ kurz, da ich Dienstag und Mittwoch nicht im Dienst war und wir alle am Donnerstag einen Feiertag hatten.

Am Montag besuchte das Mitglied des Bundestages Christian Petry das Gesundheitsamt Neunkirchen und im Anschluss unser gemeinsames Impfzentrum. Christian Petry war es wichtig, sich vor Ort zu informieren und sich mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auszutauschen. Im vergangenen Jahr war schon einmal ein Bundestagsabgeordneter, Markus Uhl, zu Gast in der Kreisverwaltung. Ich finde es sehr gut, dass sich die Abgeordneten vor Ort informieren und so manche Impulse für ihre Arbeit in Berlin mitnehmen können. Danke für dieses Interesse! Danach standen zahlreiche Rücksprachen auf meiner Agenda. 

Heute Morgen hatte ich viel Schreibtischarbeit auf dem Programm. Anschließend stellte ich gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Klaus Häusler, dem Koordinator unserer Regionalmarke Willi Walter, der Tourismus- und Kulturzentrale, vertreten durch Lisa Grandke, bei der Firma Horst Becker Reisen ein neues attraktives Angebot vor.

Mit einem Oldtimerbus aus dem Jahr 1975 geht es auf eine Rundreise durch unseren schönen Landkreis. Hier gibt es viel zu erfahren und man lernt wertvolle regionale Produkte und ihre Produzenten persönlich kennen. Natürlich kommt der Genuss bei dieser besonderen Veranstaltung nicht zu kurz. Habe ich Sie neugierig gemacht?

Mehr Infos erfahren Sie hier:

https://www.becker-touristik.de/Reisedetails/reiseinfo/regionales-mit-dem-oldtimer-im-landkreis-neunkirchen.1085.html

Die erste Tour ist für den 6. Juli geplant. Ich hoffe, dass „Corona bedingt“ die Veranstaltung starten kann. Sicherlich wäre auch ein Geschenkgutschein für diese Tour ein originelles Präsent für Jubiläen, Geburtstage und, und, und. Ich danke allen, die sich hier engagiert haben und eine attraktive Route präsentieren. Ich freue mich auf die ersten Rückmeldungen dieser außergewöhnlichen Regionaltour.

Am Anschluss daran tauschte ich mich mit dem Leiter unserer Kreispolizeibehörde Hartmut Seibert und dem Stabsstellenleiter Katastrophenschutz Alexander Koch zur aktuellen pandemischen Lage aus. Die Unterstützungsanträge für den Einsatz der Bundeswehr wurden erneut gestellt, da die Teams der Bundeswehr unsere Arbeit wirkungsvoll unterstützen. Danke für dieses Engagement über viele Monate hinweg. Am Montag hat Oberst Matthias Reibold seinen Besuch angekündigt. Mit ihm werde ich über den weiteren Einsatz der Einheiten sprechen.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ich wünsche Ihnen ein entspanntes, erholsames Wochenende. Bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat Sören Meng


07.05.2021: Die Zahlen sinken wieder

07.05.2021: Die Zahlen sinken wieder

Die neue Leiterin der VHS Spiesen-Elversberg Frau Davidshöfer besuchte Landrat Sören Meng mit der Leiterin der Kreisvolkshochschule Sarah Falkenrich
Das Testangebot im Landkreis wächst stetig weiter - seit dem 03.05. gibt es in Heiligenwald am Itzenplitzer Weiher ein Drive-in Testangebot. Landrat Sören Meng testete das neue Angebot mit Bürgermeister Markus Fuchs (l.) und dem Betreiber Eric Kleber (r.)

Zurzeit gibt es viele Dinge, über die man sich aufregen kann. Ich mache es mir jetzt einmal einfach und schimpfe ein wenig über das Wetter. Denn es war, ungewöhnlich für diese Jahreszeit, extrem unangenehm. Wenn die Wetterprognosen stimmen, können wir uns allerdings auf ein schönes Wochenende freuen. Soweit zum Wetter. Ansonsten war auch diese Arbeitswoche für mich wieder von Corona geprägt. Unser Impfzentrum läuft weiterhin auf Hochtouren, das Team impft jeden Tag über 1000 Bürgerinnen und Bürger. Parallel steigen die Testkapazitäten im Landkreis. So haben wir mittlerweile 35 Testzentren zugelassen, die im Auftrag des Gesundheitsamtes die sogenannten Bürgertests durchführen dürfen. Somit haben wir insgesamt 75 Testangebot im Landkreis. Diese Angebote werden gut angenommen. Die Nachfrage wird sicherlich steigen, wenn Lockerungen vollzogen werden können. Dies wird allerdings noch etwas dauern. Erfreulich ist, dass auch im Landkreis Neunkirchen die Zahlen langsam nach unten gehen. 

 

Am Montag fand der verwaltungsinterne Jour fixe statt, natürlich per Videokonferenz. Danach bestimmten Büroarbeiten meinen Arbeitstag. Am Nachmittag begrüßte ich die neue nebenamtliche Leiterin der Volkshochschule Spiesen-Elversberg Frau Davidshöfer, die mir, gemeinsam mit der Leiterin unserer KVHS Sarah Falkenrich, ihre Ideen für die Fortführung der VHS vorstellte. Ich wünsche der neuen Leiterin viel Erfolg und danke auch ihrer Vorgängerin sehr herzlich für ihre Arbeit und ihr Engagement. Unsere Volkshochschulen im Landkreis leisten hervorragende Arbeit. Lebenslanges Lernen trägt zur Chancengleichheit bei und ist für unsere Gesellschaft sehr wichtig. Natürlich beeinträchtigt die aktuelle Pandemie auch die Weiterbildungsangebote im Landkreis. So können zurzeit keine Präsenztermine stattfinden. Allerdings gibt es auch hier Onlineveranstaltungen, die verstärkt wahrgenommen werden. Ich hoffe, in der zweiten Jahreshälfte, können die Kurse wieder unter halbwegs normalen Bedingungen anlaufen. Mein Dank gilt allen, die sich in der Weiterbildung engagieren.Am Dienstag fand eine Videokonferenz zur Reform des horizontalen Finanzausgleichs statt. Im Auftrag des Landes soll künftig eine neue Berechnungsmethode Einzug halten. Hierüber beriet ich mich mit meiner Landratskollegin und den Landratskollegen. Es gibt dazu aus meiner Sicht noch reichlich Klärungsbedarf, denn der Landkreis Neunkirchen würde dabei deutlich an Einnahmen verlieren. 

 

Am Mittwochmorgen nahm ich an einer Präsenzsitzung des Aufsichtsrates der SNS (Saarländische Nahverkehrs-Service GmbH) teil. Dieser Verbund ermöglicht es Kunden des Öffentlichen Personennahverkehrs, mit einem einzigen Fahrschein jedes Nahverkehrsmittel des Saarlandes auf ihrer Fahrstrecke zu nutzen. Wir tagten im Landratsamt meines Saarlouiser Kollegen Patrik Lauer. Natürlich war die Teilnahme an der Sitzung nur mit einem gültigen, negativen Schnelltest möglich. Die Geschäftsführerin Elke Schmidt nahm die Sitzung zum Anlass, um über die am 1. Juli 2021 startende Tarifreform zu informieren.Die Pressemeldung, die einige Details ausführt finden Sie hier.

Am Mittwochnachmittag tagte der Krisenstab unserer Kreisverwaltung. Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die Aufsichtsratssitzung unserer Beschäftigungsgesellschaft des Landkreises AQA dar. Der Geschäftsführer Stefan Gerber berichtete über die Entwicklung der Gesellschaft. Unser Landkreis ist mit AQA gut aufgestellt und kann dadurch Menschen, die lange arbeitslos sind, neue Perspektiven bieten. Ob mit kurzfristigen oder auch längerfristigen Maßnahmen (über 5 Jahre) - es ist wichtig, dass Menschen ohne Arbeit in unserem Landkreis nicht ohne Hilfe bleiben. Unsere Beschäftigungsgesellschaft engagiert sich in zahlreichen Feldern, qualifiziert seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und leistet damit einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft.

Gestern Morgen fand ein Austausch mit den Verantwortlichen des Gesundheitsministeriums statt. Hier ging es unter anderem um den Impffortschritt und die Bewältigung der Pandemie.Mittags besuchte ich mit dem Schiffweiler Bürgermeister Markus Fuchs das neue Testzentrum Itzenplitz, das ein Drive-in Angebot vorhält. Hier kann man sich ohne vorherigen Termin testen lassen. Danke allen, die im Landkreis Neunkirchen mit ihren Testzentren für mehr Sicherheit sorgen.Danach tauschte ich mich mit dem Geschäftsführer unserer Wirtschaftsförderungsgesellschaft über die Situation in den Firmen im Landkreis aus. Auch in der Krise ist unsere WFG sehr gefragt und bietet eine gute Übersicht an Fördermöglichkeiten. Darüber hinaus läuft natürlich weiterhin das sogenannte Tagesgeschäft. Noch immer gibt es zahlreiche ansiedlungswillige Unternehmen, die sich um Gewerbeflächen in unserem Landkreis bemühen.

Heute Morgen fand wie gewohnt die Besprechung mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern des Landkreises zur aktuellen Lage statt. Im Anschluss tagte der Beirat der Sparkassen Akademie, dessen Mitglied ich bin. Danach tauschte ich mich mit den Dezernenten der Kreisverwaltung aus. Am Nachmittag war ich im Impfzentrum zu Gast, um verschiedene Themen zu besprechen.Liebe Leserinnen und Leser, eine sehr abwechslungsreiche Woche geht wieder zu Ende. Die Zeit, so kommt es mir vor, vergeht im Flug.

Ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende mit hoffentlich viel Sonne. Bleiben Sie gesund!Ihr Landrat Sören Meng


30.04.202: Die Zahlen steigen leider weiter

30.04.202: Die Zahlen steigen leider weiter

Die Selbsttest der Schüler/innen läuft in der Anton-Hansen-Schule in Ottweiler gut
Zu Gast am Illtalgymnasium - die Schule wurde mit iPads und Beamer ausgestattet - die Digitalisierung des Unterrichts läuft hier vorbildlich - eine Lehrperson ist rechts auf der Leinwand zugeschaltet
Mit Herrn Maurer besprach Landrat Sören Meng die Baupläne für den Neubau an der GemS Illingen
Die Kantine in der Alex-Deutsch-Schule wurde für den Ganztagsbetrieb der Schule in Betrieb genommen, sie wird von der Lebenshilfe bewirtet

Leider hat uns auch diese Woche die Corona-Krise fest im Griff. Grund hierfür sind die kontinuierlich steigenden Infektionszahlen. Auch in unserem Landkreis haben die Infektionszahlen die 150er Grenze überschritten. Dies bedeutet, dass es gerade im Einzelhandel zu weiteren Einschränkungen kommt, der Handel mit Artikeln des täglichen Bedarfs ist hiervon ausgenommen. Sollte die Zahl über 165 steigen, würden auch wieder die Kitas und Schulen schließen. Hoffen wir, dass sich die Lage etwas beruhigen wird.

Die gute Nachricht ist, dass die Impf-Kapazitäten ständig erweitert werden. Ich war am Montag im Impfzentrum zu Gast, um mich mit den Verantwortlichen auszutauschen. Täglich werden hier über 1000 Menschen geimpft. Herzlichen Dank der Leitung und dem engagierten Team für die tolle Arbeit. Mich und meine beiden Landratskollegen erreichen fast täglich Zuschriften von zufriedenen Bürgerinnen und Bürgern, die die Organisation und die Serviceorientiertheit des Impfteams loben.

Am Montagmorgen war ich in der Anton-Hansen-Gemeinschaftsschule Ottweiler zu Gast, um mir die Schülertestungen persönlich anzuschauen. Seit vorletzter Woche müssen sich die Schülerinnen und Schüler zweimal pro Woche testen lassen. Die Schulen haben dies sehr gut organisiert und auch die Schülerinnen und Schüler unterstützen das Ganze. Natürlich wurde auch ich getestet.

Am Dienstag war ich im Illtal-Gymnasium Illingen zu Gast, um mir, gemeinsam mit Dominik Papa, Sachgebietsleiter in der Schulverwaltung, den Stand der Digitalisierung vor Ort anzusehen. Dank Landes- und Bundeszuschüssen konnten wir alle unsere Schulen mit zahlreichen sogenannten Endgeräten ausstatten. In Illingen wurden zusätzlich Beamer installiert, die das Angebot abrunden. Auch erfuhr ich aus erster Hand, wie ein mediengestützter Unterricht abläuft. Ein Dankeschön geht an dieser Stelle an das Team der Schulverwaltung, an die Bautechnik und natürlich auch an die Akteure vor Ort für das gemeinsame Engagement rund um die Digitalisierung. Als nächster Schritt soll die Schulbuchausleihe durch eine Medienausleihe ersetzt werden. Bis es soweit ist, bedarf es noch zahlreichen Abstimmungen und natürlich auch finanzieller Unterstützung.                               Aber: Wir sind auf einem guten Weg!

Am Nachmittag besuchte ich mit meiner Amtsvorgängerin und heutigen Sparkassenpräsidentin Cornelia Hoffmann-Bethscheider und dem Vorstand der Sparkasse Neunkirchen Markus Groß ein innovatives Naturprojekt in Merchweiler (auch Illingen und Göttelborn sind angebunden).

Ich zitiere die Pressemeldung: „Das Beweidungsprojekt „Habichtsweiden“ am Schlammweiher Hahnwies ist ein besonderes und überregional bekanntes Naturschutzgroßprojekt des Zweckverbandes Landschaft der Industriekultur Nord (LIK-Nord) mit großer Strahlkraft. Hier mitten im Saarland in einem wunderschönen, wilden Stück Natur zwischen Merchweiler und Illingen wird Nachhaltigkeit und Naturschutz großgeschrieben und gelebt. Das ehemalige Steinkohleabbaugebiet ist heute im Rahmen des sogenannten Landschaftslabors „Vogelzug und wilde Weiden“ das Zuhause von vielen besonderen Bewohnern. Wasserbüffel, Taurus-Rinder und Exmoor-Ponys wurden angesiedelt und fühlen sich auf den großen Weiden, gesäumt von Wald und Hecken, Hügeln und kleinen Feuchtbiotopen pudelwohl. In dem weitläufigen Gebiet rund um den Hahnwiesweiher, einst Absinkweiher der Grube Göttelborn, leben unzählige Insekten sowie Reptilien und es ist der Lebensraum allerlei Vogelarten. Die Habichtsweiden sind somit ein echtes Naturparadies mit besonderer Flora und Fauna und sind bei Natur- und Wanderfreunden gleichermaßen beliebt. 

„Ein solches Großprojekt braucht natürlich viele Helfer und Förderer, ohne deren Unterstützung ein solches Projekt nicht möglich ist“, erklärte Ulli Heintz. Als Geschäftsführer des LIK-Nord und Projektleiter hatte er eingeladen, um zusammen mit Frau Dr. Julia Michely, Landesvorsitzende des NABU Saarland, vor Ort über das Projekt zu informieren und für Unterstützung zu danken. Einen wichtigen Beitrag leisteten dabei die Sparkassen-Finanzgruppe Saar und die Sparkasse Neunkirchen, die durch Verbandspräsidentin Cornelia Hoffmann-Bethscheider und den Vorstandsvorsitzenden Markus Groß vertreten waren. 

Einen besonderen Dank richtete Ulli Heintz auch an die Familie Rullof vom Habichtshof Merchweiler, die das Naturprojekt mit betreiben und sich dafür tatkräftig engagieren. 

Landrat Sören Meng unterstrich die große Bedeutung und Strahlkraft des Projektes des LIK-Nord für die ganze Region. „Das Projekt ist in vielerlei Hinsicht ein echter Gewinn für unsere Region: Es leistet einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz vor Ort und ist zugleich ein weiteres attraktives Highlight in unserem Landkreis, das zum Besuch einlädt und zeigt, wie schön unsere Heimat ist“. 

Bürgermeister Patrick Weydmann schloss sich dem Dank an und freute sich besonders, dass das Naturschutzprojekt bei den Menschen in Merchweiler und der Region auf so positive Resonanz stößt und sich als beliebtes Ziel für Naturentdeckungen, Ausflüge, Spaziergänge und Wanderungen etabliert. 

Cornelia Hoffmann-Bethscheider, Präsidentin des Sparkassenverbandes Saar, und Markus Groß, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Neunkirchen, freuten sich über die erfolgreiche Entwicklung des Beweidungsprojektes. Dank des Engagements der Sparkassenfinanzgruppe bzw. Sparkasse wurde der Ankauf der Tiere ermöglicht. Beide zeigten sich beeindruckt von der erfolgreichen Veränderung der einst industriell geprägten Landschaft zu grünen Flächen mit artgerecht gehaltenen, robusten Weidetieren und einer hohen Artenvielfalt. „Eine Welt, die für alle lebenswert ist: Dafür setzen sich die Sparkassenfinanzgruppe und die Sparkassen in ihrer Region vor Ort ein – heute und in Zukunft. Weil´s um mehr als Geld geht. Ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit sind für uns zentrale Leitlinien“, so Cornelia Hoffmann-Bethscheider. „Nachhaltigkeit ist für uns nicht nur ein Begriff oder ein Trend, sondern ein Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie. Wir freuen uns, dass wir als Sparkasse Neunkirchen Nachhaltigkeit fördern und ganz konkret erlebbar machen können. Daher unterstützen wir dieses spannende Naturschutzprojekt in unserem Landkreis Neunkirchen besonders gerne“, erklärte Markus Groß.

Weiter Informationen: www.lik-nord.de

Am Mittwoch gratulierte ich einer Mitarbeiterin zu ihrem 40-jährigen Dienstjubiläum. Im Anschluss tagte der landkreisinterne Krisenstab. Schon seit März 2020 tritt dieser Stab regelmäßig online zusammen und tauscht sich über die aktuelle Infektionslage aus. Ziel ist es, Herausforderungen, auch für die Kreisverwaltung, zu formulieren und umzusetzen.

Danach ging es für mich zu einem Kurzbesuch an die Alex-Deutsch-Schule nach Wellesweiler. Hier stellte mir die Schulleitung, gemeinsam mit unserem Bauamtsleiter Thorsten Mischo, die neugestaltete Aula, die zugleich eine Mensa ist, vor. Sie entstand im Rahmen der neuen Ganztagsgemeinschaftsschule, die sich am Standort Wellesweiler sehr gut entwickelt. Als Schulträger setzen wir die erforderlichen Raumkonzepte um. Betrieben wird die Mensa von der WZB Spiesen-Elversberg, die hier eine inklusive Einrichtung verwirklicht. Ich freute mich sehr, dass der Geschäftsführer der WZB und der Lebenshilfe Neunkirchen Thomas Latz auch vor Ort war.

Wieder zurück in Ottweiler nahm ich an einer Schulung zur Einführung der sogenannten E-Akte im Landkreis Neunkirchen teil. Auch unsere Kreisverwaltung wird in Kürze die E-Akte einführen und so einen wichtigen Schritt in die Zukunft wagen. Eine funktionierende E-Akte ist Grundlage für mobiles Arbeiten und Heimarbeit. Meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird es dann möglich sein, auf digitale Unterlagen jederzeit zuzugreifen und so Stück für Stück das papierlose Büro, Wirklichkeit werden zu lassen. Schon vor über einem Jahr wurde eine Projektgruppe gegründet, die innerhalb der Kreisverwaltung unter Federführung des Hauptamtes die richtigen Weichen zur schnellen Umsetzung stellt. Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die Sitzung des Aufsichtsrates der Neunkircher Verkehrs GmbH dar. Diese Aufsichtsratssitzung wurde vom Aufsichtsratsvorsitzenden Oberbürgermeister Jörg Aumann geleitet und tagte nichtöffentlich.Anschließend fand die Gesellschafterversammlung statt.

Am Donnerstagmorgen tagten die Gremien der VSE AG. Hier fanden Aufsichtsratssitzungen und die Hauptversammlung statt. Die VSE Aktiengesellschaft ist seit über 100 Jahren mit dem Saarland eng verwurzelt. An dem Unternehmen mit Sitz in Saarbrücken sind die E.ON, das Saarland, die Landkreise sowie die Städte und Gemeinden des Saarlandes beteiligt. 

Als führender Infrastruktur- und Energiedienstleister in der Region engagiert sich die VSE Aktiengesellschaft seit Jahren für die nachhaltige Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft zum Wohl der Umwelt und vor allem der nachkommenden Generationen. 

Dieser Prozess ist durch die Energiewende und Digitalisierung um vieles beschleunigt worden. Wir sind bereit diese Herausforderungen anzunehmen und zu meistern, unter anderem durch den Ausbau der erneuerbaren Energien. (Quelle: vse.de) 

Am Nachmittag stand ich Radio Neunkirchen Rede und Antwort. Im Interview ging es um die gemeinsame Hilfsaktion des Landkreises Neunkirchen und der Sparkasse. Hier hatte ich bereits in einem früheren Blog ausgiebig berichtet. Noch immer haben die Vereine, die Möglichkeit sich mit Projekten zu beteiligen und finanzielle Hilfen zu bekommen. Bereits jetzt ist diese Aktion sehr gut angelaufen und wird von den Vereinen wahrgenommen . Mehr Infos gibt es hier: www.meine-helden-sparkasse.de

Heute Morgen tauschte ich mich mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern zur aktuellen Lage aus. Danach gab es eine Gratulation eines Mitarbeiters zu seinem 25-jährigen Dienstjubiläum. Im Anschluss nahm ich an der 32. Verbandsversammlung des ZRF Saar teil. Der Rettungsdienst als öffentliche Aufgabe der Daseinsfürsorge und Gesundheitsvorsorge ist im Saarland eine den Landkreisen übertragene Aufgabe. Um diese Aufgabe landesweit einheitlich und homogen zu erfüllen, wurde im Jahr 1977 der Rettungszweckverband Saar (RZV) als Körperschaft des öffentlichen Rechts gegründet. Sein Sitz ist seit 2004 im Saarpfalz-Park in Bexbach. Im September 2009 wurde der Rettungszweckverband zum "Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung" (ZRF-Saar).

Verbandsmitglieder des ZRF sind die Landkreise Merzig-Wadern, Neunkirchen, Saarlouis, St.Wendel und der Saarpfalz-Kreis sowie der Regionalverband Saarbrücken. Der ZRF hat die Aufgabe, den Rettungsdienst nach den Vorschriften des Saarländischen Rettungsdienst­gesetzes (SRettG) und den aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Vorschriften durchzuführen. Er ist somit verantwortlich für die flächendeckende und bedarfsgerechte Versorgung der saarländischen Bevölkerung mit Notfallrettung und Krankentransporte. (Quelle: zrf-saar.de)

Liebe Leserinnen und Leser, leider bleibt die Situation angespannt. Machen wir, wie bisher, das Beste daraus. Ich hoffe, dass wir bald alle geimpft werden können, die Chancen hierfür sind gut. Ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende und einen schönen Feiertag.

Bleiben Sie gesund!


23.04.2021: Notbremse des Bundes tritt in Kraft

23.04.2021: Notbremse des Bundes tritt in Kraft

Neue Schilder innerhalb von Eppelborn weisen den Weg zum Fintenreich
Zu Besuch bei Familie Scherer und ihren Alpakas
Kreistagssitzung per Webex-Meeting
Die Schlüsselanhänger der Luca-App sind ab sofort erhältlich

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

schon seit über einem Jahr beschreibe ich Woche für Woche unsere herausfordernde Zeit. Bedingt durch die Corona-Pandemie sind gerade die Landkreise sehr gefordert. Diese Woche wurde die sogenannte Bundes-Notbremse im Kampf gegen Corona auf den Weg gebracht. Daher müssen sich die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Neunkirchen und darüber hinaus ab dem Wochenende auf neue Corona-Beschränkungen einstellen. Bei Kreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 wird die Notbremse ab Samstag greifen. Für den Landkreis Neunkirchen gilt, dass sich ab morgen ein Haushalt nur mit maximal einer weiteren Person treffen darf. Ausgangsbeschränkungen gelten von 22:00 bis 05:00 Uhr, Sport alleine ist bis 24:00 Uhr erlaubt. Der Einzelhandel des erweiterten täglichen Bedarfs, dazu gehören Supermärkte, darf nur eine begrenzte Kundenanzahl je nach Größe des Geschäfts aufnehmen. Natürlich gilt dort weiterhin die Maskenpflicht. Der übrige Einzelhandel darf nur noch mit Terminvergabe öffnen, ein negativer Test muss vorgelegt werden. Die Gastronomie wird wieder geschlossen, allerdings sind wie bisher Abholung und Lieferdienst möglich. Die Schulen bleiben weiterhin bei Wechselunterricht geöffnet, sollte die Inzidenz über 165 steigen, würde flächendeckendes „Homeschooling“ gelten.Gleichzeitig bleiben natürlich alle Abstands- und Hygieneregeln. Hoffen wir, dass sich diese Maßnahmen positiv auf unsere Inzidenzzahlen auswirken. Glücklicherweise ist seit einigen Tagen die Inzidenz im Landkreis Neunkirchen leicht rückläufig.Auch das Impfangebot wird kontinuierlich erweitert.Meine Arbeitswoche war gewohnt terminreich und durch Videokonferenzen geprägt. Am Montagmorgen besuchte ich mit dem Leiter unserer Kreispolizeibehörde Hartmut Seibert das neue Testzentrum in Wiebelskirchen, das vom Deutschen Roten Kreuz betreut wird. In den letzten Tagen wurden zahlreiche neue Testzentren eingerichtet. Sie benötigen eine Erlaubnis von unserem Gesundheitsamt. Erst durch diese Erlaubnis haben die Anbieter die Möglichkeit, mit der Kassenärztlichen Vereinigung abzurechnen. Danke allen, die sich in diesem Feld engagieren und damit zur Infektionssicherheit beitragen.Im Anschluss tagte der Verfassung- und Europaausschuss des Deutschen Landkreistages, dessen Mitglied ich bin. Hier vertrete ich die saarländischen Landkreise. Ursprünglich war es geplant, dass dieser Ausschuss in Kassel stattgefunden hätte. Aufgrund der Pandemie tagten wir online zu vielerlei Themen: So wurden beispielsweise die Erwartungen an die künftige Bundesregierung von Seiten der Landkreise formuliert. Als Schlagworte nenne ich die Förderung gleichwertiger Lebensverhältnisse und die strukturelle Stärkung unserer Landkreise, mit eingeschlossen ist hier natürlich die finanzielle Ausgestaltung der Kommunen und der Gemeindeverbände. Aber auch die Bekämpfung der Corona-Pandemie nahm in der Sitzung einen großen Raum ein. Auch mit der Rolle des Katastrophenschutzes beschäftigten wir uns. Gerade die aktuelle Krise zeigt, wie wichtig es ist, im Katastrophenfall optimal vorbereitet zu sein. Deshalb erwarten wir von Bundesseite eine breitere Unterstützung. Hier konnten wir in den letzten Monaten viele Erfahrungen sammeln, die uns für künftige Krisen hoffentlich stärken lässt. Am Nachmittag nahm ich einen abwechslungsreichen Termin in Mainzweiler wahr. Gemeinsam mit dem Regionalkoordinator unserer Regionalmarke Willi Walter besuchte ich den Alpakahof der Familie Scherer. Ich freute mich sehr, den neuen Partnerbetrieb unserer Regionalmarke persönlich kennenzulernen. Schon jetzt hat eine Vernetzung zwischen einzelnen Partnern stattgefunden. So produziert Familie Scherer in Kooperation mit dem Seifenland Spiesen- Elversberg eine Alpakaseife. In dieser Seife wird das besondere Fell der Alpakas verarbeitet. Am Dienstag fand eine Besprechung mit dem Geschäftsführer unserer Neunkirchen Verkehrs AG Pascal Koch statt. Hier ging es um die Vorbereitung der anstehenden Gremiensitzungen in der kommenden Woche. Dieser Besprechung schloss sich eine Online-Sitzung der Diakonie Stiftung an. Als neues Mitglied war dies die erste Sitzung in diesem Gremium. Das Diakonische Werk an der Saar hat in langer Tradition vielfältige Formen sozialer Arbeit entwickelt und vorangetrieben. In über 100 Einrichtungen im ganzen Saarland bietet die Diakonie Menschen Hilfe und Beratung in allen persönlichen Notlagen an. Gefährdete und benachteiligte Familien, Kinder und Jugendliche, Menschen mit Behinderungen, sozial Benachteiligte, alte und pflegebedürftige Menschen sowie ihre Angehörigen werden betreut, begleitet, unterstützt und ausgebildet. Diese wertvolle Arbeit gilt es auch für die Zukunft zu sichern. Mit dem Stiftungserlös sollen Projekte angestoßen und Einrichtungen unterstützt werden, die Menschen in den unterschiedlichsten Lebenslagen nachhaltig Hilfe geben.Im Anschluss stellte mir das Team unserer Leitstelle „älter werden“ im Beisein der Sozialdezernentin Julia Schild den Entwurf der neuen Website vor. Gerade die Angebote im Bereich der ambulanten und stationären Hilfen im Landkreis Neunkirchen verändern sich kontinuierlich. Bisher legten wir hier zahlreiche Broschüren auf. Künftig soll es ein aktuelles Onlineangebot geben.Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die Online-Sitzung des Kreisjugendhilfeausschusses dar. Im öffentlichen Teil ging es um die Weiterführung des Schülerhilfeprojektes „Ship“. Dieses Projekt ist eine Kooperation zwischen ASB, dem Kreisjugendamt, dem Ministerium für Bildung sowie der Gemeinschaftsschule Neunkirchen Stadtmitte. Die sozialpädagogischen Fachkräfte realisieren dabei Arbeitsansätze, Handlungsformen, Aktivitäten und Zielbestimmungen der Jugendhilfe am Ort und im Umfeld der Schule. Darüber hinaus beinhaltet „Ship“ die Bausteine Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Freizeitangebote am Nachmittag im Rahmen der Freiwilligen Ganztagsschule.Aufgrund vielfältiger gesellschaftlicher, beruflicher und familiärer Veränderungen kommt erzieherischen Aufgaben in der Schule eine immer größere Bedeutung zu. Auch wurde ein Zuschuss zum Straffälligenprojekt „Tat und Rat“ für das Jahr 2021 beschlossen.Am Mittwochmorgen bereitete ich gemeinsam mit dem Geschäftsführer unserer Beschäftigungsgesellschaft AQA, Stefan Gerber, die anstehenden Gremiensitzungen vor. Danach ging es nach Eppelborn, wo ich mit Bürgermeister Dr. Andreas Feld und Vertretern unserer Tourismus -und Kulturzentrale einen neuen Wanderweg, der gleichzeitig die Anbindung zum Freizeitzentrum Finkenrech ist, vorstellte.Aus der Pressemeldung:„Gemeinsam haben die Gemeinde Eppelborn und die Tourismus- u. Kulturzentrale des Landkreises Neunkirchen (TKN) eine 5 km lange ausgeschilderte Zuwegung vom Bahnhof Eppelborn zum Freizeitzentrum Finkenrech eingerichtet. So können nun Besucher, die nachhaltig mit dem ÖPNV anreisen, das Freizeitzentrum mit einer Wanderung durch die Wälder rund um Eppelborn und Dirmingen erreichen.„Als touristisches Leuchtturmprojekt unserer Gemeinde erweist sich das Freizeitzentrum Finkenrech als Besuchermagnet, der bei Tagestouristen, aber auch bei unseren Bürgerinnen und Bürgern, gleichermaßen beliebt ist. Dabei nimmt die nachhaltige Erreichbarkeit von Ausflugszielen einen immer bedeutender werdenden Stellenwert ein. Hierzu trägt die neu ausgeschilderte Zuwegung vom Bahnhof Eppelborn zum Freizeitzentrum in Dirmingen zweifellos einen wichtigen Teil bei“, erklärt Dr. Andreas Feld, Bürgermeister der Gemeinde Eppelborn. „Gerade zu Corona-Zeiten bewegen sich viele Menschen in der Natur und nutzen das breite Angebot an Wanderwegen in der Region. Mit der neuen Wanderanbindung haben wir zwischen dem Bahnhof Eppelborn und dem beliebten Freizeitzentrum Finkenrech einen Lückenschluss in unserem Wanderwegenetz geschaffen.“, freut sich Landrat Sören Meng.Entlang der auf breiten Waldwegen verlaufenden Strecke weisen kleine Schilder und Pfeilwegweiser mit Entfernungsangaben die beiden Richtungen aus. Aufgrund der exponentiellen Höhenlage des Freizeitzentrums Finkenrech steigt die Wanderstrecke auf gesamter Länge von Eppelborn aus kontinuierlich an. In entgegengesetzter Richtung ist die Strecke durch den Wald dafür stetig leicht abfallend. Die Zuwegung ist neben Wanderern auch für Radfahrer geeignet. Wer mit dem E-Bike unterwegs ist, kann danach bequem an der Ladestation hinter dem Hotel-Restaurant kostenfrei seinen Akku aufladen. Auch Abstellmöglichkeiten für Fahrräder sind vorhanden. Das Freizeitzentrum Finkenrech lädt besonders im Frühjahr mit seinen weitläufigen Themengärten, zwei Spielplätzen, dem Barfußpfad und der Gastronomie zum Entdecken und Entspannen ein. Das gesamte Gelände ist unter Einhaltung der Corona-Abstands- und Hygieneregelungen jederzeit kostenfrei zugänglich. Kostenlose Broschüren zu den Wanderwegen in der Region Neunkirchen und zum Freizeitzentrum Finkenrech mit allen Veranstaltungsterminen sind erhältlich in der Tourismus- u. Kulturzentrale des Landkreises Neunkirchen, Am Bergwerk Reden 10, 66578 Schiffweiler, Tel.: 06821-97292-0, info@region-neunkirchen.de.“Am Nachmittag tagte der Krisenstab unserer Kreisverwaltung.Gestern Morgen überreichte ich zwei Mitarbeitern unserer Kreisverwaltung ihre Urkunde zum 40-jährigen Dienstjubiläum. Danach tauschte ich mich im Kreis der Landräte mit dem Gesundheitsministerium zur aktuellen Lage aus. Anschließend fand eine Vorbesprechung des Aufsichtsrates der VSE AG als Videokonferenz statt. Am Nachmittag tagte der Kreistag des Landkreises Neunkirchen zum zweiten Mal in seiner Geschichte online. Im öffentlichen Teil wurde die Satzungsänderung des Zweckverbandes eGo-Saar beschlossen. Der Verband arbeitet interkommunal im Bereich der Digitalisierung. Diese Zusammenarbeit soll in den nächsten Jahren intensiviert werden. Aus diesem Grund war die Satzungsänderung notwendig. Auch ging es um die Finanzierung der Arbeitsmarktprojekte des Landkreises Neunkirchen bei der kreiseigenen Beschäftigungsgesellschaft. Circa 120 Mitarbeiter werden hier beschäftigt, mit rund 740.000€ unterstützt der Landkreis diese Arbeit. Die Vereinbarung mit der Gemeinde Eppelborn zur Finanzierung einer kreiseigenen Kita-Gruppe im Ortsteil Humes wurde durch den Kreistag finalisiert. Die Gemeinde Eppelborn baut eine neue Kita, eine Gruppe wird durch den Landkreis belegt. Dadurch kann der Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz im Landkreis besser erfüllt werden. Ich freue mich sehr, dass wir diese Vereinbarung schließen konnten. Ein Dankeschön geht an den Bürgermeister Dr. Andreas Feld für die gute Zusammenarbeit. Informiert wurde der Kreistag über die geplante Tarifreform im Bereich des ÖPNV, die am 1. Juli 2021 starten soll. Ich habe an dieser Stelle bereits oft darüber berichtet. Mit einem weiteren Tagesordnungspunkt informierte sich der Kreistag über den Verkehrsentwicklungsplan Saarland, den kürzlich die zuständige Ministerin Anke Rehlinger vorstellte. Den Abschluss des öffentlichen Teils stellten Resolutionen zu unterschiedlichen Themen dar.Heute Morgen besprach ich mich mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern zum Thema Corona. Dieser Jour fixe findet seit Wochen regelmäßig statt und dient dem intensiven Austausch. Der Leiter des Kreisgesundheitsamtes Oliver Schöne gab einen Überblick über die pandemische Lage. Der restliche Arbeitstag bestand in Büroarbeit und zahlreichen Rücksprachen.Liebe Leserinnen und Leser, die Zeiten werden irgendwie nicht ruhiger. Dafür wird dieses Wochenende das Wetter besser und sie können die Kraft des Frühlings genießen. In diesem Sinne:  Bleiben Sie gesund und genießen Sie den Augenblick. 

 

Ihr Landrat Sören Meng


16.04.2021: Fordernde Zeiten

16.04.2021: Fordernde Zeiten

In Dirmingen wurden neue Krippenplätze durch die Gemeinde geschaffen - Familienministerin Monika Bachmann besuchte den Standort
Landrat Meng spricht bei der Grundsteinlegung zum Globus Markt in Neunkirchen Foto: Tobias Ebelshäuser/Marmorfilm
Diese Woche startete die gemeinsame Spendenaktion von Landkreis und Sparkasse zugunsten der Vereine im Landkreis
 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

 ich würde an dieser Stelle gerne etwas Anderes schreiben. Schon seit über einem Jahr schreibe ich Woche für Woche über Covid-19 und die Auswirkungen. Leider bestimmte auch diese Woche dieses Thema meine Arbeit. Die Zahlen haben sich leider weiter negativ entwickelt, aufgrund der Mutationen steigen die Infektionszahlen weiterhin. Die Öffnungen, die wir alle so herbeisehnen, rücken immer mehr in die Ferne. Seit dieser Woche stand die „Corona-Ampel“ auf gelb, das heißt: Im Einzelhandel galt die Testpflicht! Dies ist natürlich für die Bürgerinnen und Bürger mit großem Aufwand verbunden. Allerdings haben wir gemeinsam mit den Städten und Gemeinden, Hilfsorganisationen und privaten Dienstleistern mittlerweile ein gutes Test-Netz im gesamten Landkreis aufgebaut. Nutzen Sie dieses Angebot, um sich und andere zu schützen! Ursprünglich war die Öffnung aller Schulen im Landkreis für kommende Woche vorgesehen. Aufgrund der Infektionslage landesweit wird dies allerdings nicht der Fall sein und die Kinder werden wie bisher im Wechsel unterrichtet. Aufgrund der derzeitigen Lage begrüße ich dieses Vorgehen, denn wir müssen alles dafür tun, um Kontakte weiterhin weitestgehend zu vermeiden. Das fällt, gerade im Frühling bei schönerem Wetter, sehr schwer. Aber wir müssen uns noch in Geduld üben, denn das einzige wirksame Mittel ist nun mal die Impfung. Hier wiederum bin ich zuversichtlich, dass wir alle in absehbarer Zeit einen Impftermin bekommen und so hoffnungsvoll in die kommenden Monate sehen können.Apropos Impfen, am Montag fand ein Gespräch mit den Verantwortlichen im Impfzentrum und meinen beiden Landratskollegen statt. Unser Impfzentrum hat mittlerweile eine Kapazität von 120, das heißt, 20% mehr Menschen, als ursprünglich geplant, werden derzeit vom engagierten Team unseres Impfzentrums versorgt. Dies ist mit einem immensen, persönlichen Engagement und einem großem Organisationsaufwand verbunden. Deshalb herzlichen Dank für diese herausragende Leistung zum Wohle unserer Gesellschaft. Thema im Impfzentrum war auch der Umgang mit dem Sonderkontingent für Hilfskräfte im Landkreis Neunkirchen. Aufgrund der Diskussion und den Bestimmungen rund um den Impfstoff „AstraZeneca“, wird von der Sonderimpfung Abstand genommen. Ich hoffe allerdings, dass die engagierten Mitglieder in den Hilfsorganisationen sehr zeitnah ihre Impfungen bekommen werden.Ansonsten war meine Woche natürlich wieder geprägt von zahlreichen Videokonferenzen, aber auch Rücksprachen zu verschiedenen Themen. So fand am Montag ein Gespräch mit den Verantwortlichen der Anton-Hansen-Gemeinschaftsschule Ottweiler statt, in dem es unter anderem um Digitalisierung und die inhaltliche Ausrichtung der Schule ging. Erfreulicherweise haben sich die Schülerzahlen an dieser Schule positiv entwickelt. Dies liegt sicherlich auch an den beiden Schwerpunkten Gesundheit und Berufswahlorientierung, die das Team der Anton-Hansen-Gemeinschaftsschule sehr gut den Schülerinnen und Schülern vermitteln kann. 

 

Am Dienstag tagte zum ersten Mal in der Geschichte des Landkreises der Personalrat gemeinsam mit mir online. Hier wurden zahlreiche Themen besprochen und auch die Pandemie nahm hier größeren Raum ein. Ich nutzte die Gelegenheit, um mich beim Personalrat für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den letzten Wochen und Monaten zu bedanken. Am Nachmittag tauschte ich mich mit dem IT-Sicherheitsbeauftragten Roland Lill und unserem Geschäftsführenden Beamten Volker Federkeil rund um das Thema IT-Sicherheit aus. Diese spielt gerade in einer Zeit, in der wir viel online unterwegs sind, eine große Rolle. Unsere EDV-Abteilung hat hier eine große Verantwortung, damit Verwaltungsprozesse sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung sicher abgebildet werden können. Deshalb ist das Thema IT-Sicherheit von großer Bedeutung.

 

Am Mittwoch tauschte ich mit Professor Dr. Ingo Vernaleken zur Versorgung von psychisch kranken Menschen im Landkreis Neunkirchen aus. Professor Dr. Vernaleken und sein Team helfen den Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis bei der Bewältigung von depressiven Erkrankungen, Angsterkrankungen, Suchterkrankungen, Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis und gerontopsychiatrische Erkrankungen. Das Fliedner-Krankenhaus bietet eine vollstationäre und teilstationäre Versorgung an. Darüber hinaus gibt es eine integrative Tagesstätte für Menschen mit psychischer Erkrankung.

 

Wichtig sind auch die positiven Dinge in dieser Zeit, so konnte ich am Donnerstagmorgen gemeinsam mit der Saarländischen Sozialministerin Monika Bachmann, dem Bürgermeister der Gemeinde Eppelborn Dr. Andreas Feld, dem Landtagsabgeordneten Albin Theobald sowie dem Dirminger Ortsvorsteher Frank Klein die neue, alte Kita Dirmingen in Augenschein nehmen. 2017 wurde der damalige katholische Kindergarten außer Betrieb gesetzt, weil ein neuer Kindergarten realisiert worden ist. Dr. Andreas Feld hatte die Idee, da Kitaplätze gebraucht werden, den alten Kindergarten, allerdings in kommunaler Trägerschaft zu aktivieren. In Kooperation mit Land und Kreis realisierte die Gemeinde Eppelborn in kurzer Zeit die Sanierungsarbeiten und der Kindergarten, in dem zwei Krippen-Gruppen untergebracht sind, erstrahlt in neuem Glanz. Herzlichen Dank dem Bürgermeister und allen Beteiligten für den reibungslosen Ablauf. Kinder sind unsere Zukunft und deshalb sind alle Investitionen hier richtig. Am Nachmittag  tagte erneut online unser Kreisausschuss. Im „Öffentlichen Teil“ ging es um einen Zuschuss an die GSG des Arbeiter-Samariter-Bundes zur Beschäftigung von 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Projekte „Frauen aktiv Illingen“ und die „Möbelbörse Heiligenwald“. Neben dem Landkreis finanzieren hier auch das Jobcenter und das Land. Im Rahmen der Projekte werden gebrauchte Kleider und Haushaltsgegenstände bzw. Möbel an Bedürftige und Geringverdiener im Landkreis Neunkirchen zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden insbesondere im Bereich Schreinerei und Verkauf qualifiziert. Einen weiteren Zuschuss gab es für das Projekt „Wertstoffentsorgungshof Illingen“. Im Rahmen des Teilhaberchancengesetzes im „Nichtöffentlichen Teil“ gab es zahlreiche Personalvorlagen, auch wurden Tagesordnungspunkte für die in der kommenden Woche stattfindende Kreistagsitzung vorberaten.

 

Heute Morgen fand die Sitzung des Vorstandes des Saarländischen Landkreistages, an der in meiner Vertretung die Erste Kreisbeigeordnete Daniela Feld teilnahm, statt. Zeitgleich war ich bei der Grundsteinlegung der Neuansiedlung von Globus in Neunkirchen anwesend. Diese Ansiedlung hatte ich noch in meiner Neunkircher Zeit als Beigeordneter mitbegleitet. Ich freue mich sehr, dass sich das Unternehmen Globus zum Landkreis Neunkirchen bekennt und dass Globus dadurch hier neue Arbeitsplätze schaffen wird. Darüber hinaus wird die Brache im Hüttenpark einer neuen Aufgabe zugeführt. Im Unternehmen Globus spielt „Regionalität“ eine große Rolle, deshalb werden auch kleinere, lokale Betriebe von der Ansiedlung sicherlich profitieren.


Liebe Blogleserinnen und Blogleser,die derzeitigen Zeiten sind für alle sehr fordernd, aber ich bin zuversichtlich, dass wir die Pandemie bald hinter uns lassen können und Stück für Stück wieder mehr Alltag zurück-bekommen. Ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende.Passen Sie auf sich und Ihre Mitmenschen auf.


Ihr Landrat Sören Meng


09.04.2021: Zeit nach Ostern

09.04.2021: Zeit nach Ostern

Interne Gesprächsrunde zum Thema Dokumentenmanagementsystem in der Kreisverwaltung
Landrat Sören Meng gab dem SR heute ein Interview zur aktuellen Lage im Landkreis - Themen waren die Kontaktnachverfolgung sowie die Luca App

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

 

nach einigen erholsamen Tagen bin ich seit gestern wieder offiziell im Dienst. Aufgrund der Lage war ich allerdings nur „STANDBYE“ zu Hause und nahm an einigen Besprechungen online teil.  So fand am Dienstag eine Besprechung mit dem Ministerpräsidenten und den Landräten statt. Es ging um die geplanten Lockerungen rund um die Modellregion Saarland, denen ich, aufgrund der Infektionslage im Landkreis kritisch gegenüberstehe. Hier hatte ich mich letzte Woche zu Wort gemeldet: 

"Die aktuell hohen Neuinfektionen sind auf verstärktes Auftreten des Mutationsvirus und damit betroffene Großfamilien zurückzuführen. Beengter, stark besiedelter Wohnraum trägt leider zur Verbreitung bei. Daher sollten regionale Lockerungen nur mit größter Vorsicht von statten gehen. Ich kann viele Bürger verstehen, wir wollen unser altes Leben zurück, allerdings zeichnen die steigenden Zahlen ein anderes Bild. Daher ist es wichtig, weiterhin an der Impf- und Teststrategie festzuhalten. Halten wir Abstand, tragen Masken, dokumentieren unsere Kontakte mit der „luca-App“, dann sind wir auf einem guten Weg!"

 

Ein wesentlicher Schlüssel für eine deutliche Änderung der derzeitigen Lage können nur verstärkte Impfungen sein. Hier sind laut Gesundheitsministerium in den nächsten Wochen mehr Impfstoffe für unser Impfzentrum und für die Hausärzte angekündigt. Schon jetzt hat das Team unseres gemeinsamen Zentrums die Kapazität auf 120 Prozent erhöht, auch am Ostersonntag wurde eine Sonderschicht eingelegt. Gestern einigten wir uns darauf, dass wir 14000 zusätzliche Impfdosen an unsere Hilfsdienste in den Kreisen und dem Regionalverband verimpfen können. Das ist ein wichtiges Zeichen, denn die aktuelle Krise zeigt uns, dass wir uns auf die vielen ehrenamtlichen Menschen verlassen können. Da ist es für mich selbstverständlich, dass sie einen Impfschutz brauchen. Aufgrund der zusätzlichen Dosen mit Astrazeneca, können sie auf Wunsch früher geimpft werden. Das Ganze wird über das Ministerium mit unserer Unterstützung koordiniert und soll zeitnah beginnen. Mehr Infos habe ich zurzeit noch nicht.

 

Nicht um das Thema Corona sondern um die Digitalisierung unserer Kreisverwaltung mittels eines Dokumentenmanagementsystems ging es in einer internen Besprechung mit Mitarbeitern des Hauptamtes. Ich freue mich auf diese Prozessumstellung in unserer Verwaltung und ich bin mir sicher, sie wird einen großen Mehrwert bieten. Solch eine Umstellung in einer großen Verwaltungseinheit geht natürlich nur sukzessive. Ich möchte jedoch in meinem Bereich des Büros des Landrates beispielhaft voran gehen. Danke an das Team des Hauptamtes für die dynamische Begleitung dieses wichtigen Themas der Zukunft!

 


Heute Morgen fand eine Besprechung mit den Kreisbürgermeistern statt. Auch hier waren Vertreter des Gesundheitsamtes und die zuständige Dezernentin Julia Schild, sowie der Leiter der Stabsstelle Alexander Koch im Chat, um ein aktuelles Lagebild zu geben. Die Zahlen im Landkreis sind leicht rückläufig, allerdings sind die Mutationszahlen weiter bedenklich.Das Infektionsrisiko des ursprünglichen Virus des letzten Jahres war gegenüber den heutigen Mutationen (englische und afrikanische) viel geringer. Beide auftretenden Mutationen sind hochansteckend. So stellen wir fest, dass im Falle einer Ansteckung eines Familienmitgliedes, das Virus in der Regel auf alle Familienmitglieder übergeht. Daher ist immer noch äußerste Vorsicht geboten.Ich will keine Ängste schüren, aber die Wahrheit ist, dass wir immer noch extrem aufpassen müssen, wenn wir uns begegnen. Deshalb müssen wir weiterhin Abstand halten und Maske tragen. Erst wenn viele Menschen geimpft sind, ist die Gefahr gebannt. Das wird wohl im Laufe des Sommers der Fall sein, wenn es genügend Impfdosen gibt.Passen wir also weiterhin auf und nutzen Hilfsmittel, wie die „luca-App“ zur Kontaktnachverfolgung.Heute Nachmittag stand ich noch dem Saarländischen Rundfunk zur „Corona-Situation“ im Landkreis Rede und Antwort.

 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser – viele Menschen engagieren sich für unsere Gesundheit.  Die Teams in den Testzentren, im Impfzentrum, in den Verwaltungen sorgen dafür, dass „der Laden läuft“. Der Einzelhandel stellt die Versorgung sicher, viele Menschen, jeder an seinem Platz, geben ihr Bestes.Das sollten wir, bei aller Kritik an der derzeitigen Lage, nicht vergessen. Wir sind umsorgt – und das ist ein gutes Gefühl.

 

Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende, bleiben Sie gesund!

 

Ihr Landrat Sören Meng 


26.03.2021 Erste Woche im Frühling

26.03.2021 Erste Woche im Frühling

Vorstellung des neuen Partners der Regionalmarke-das Stellwerk 13
Landrat Sören Meng traf sich mit den Verantwortlichen der SR 3 SommerAlm um das diesjährige Event leider abzusagen
Vorstellung der luca-App im Saarpark-Center
Ernennung von Walter Bernstein zum Ehrenbürger
 
 

Es ist auf der einen Seite eine kuriose Situation. Wir alle nehmen die Schönheit des Frühlings mit allen Sinnen wahr, auf der anderen Seite erleben wir dieses Corona-Szenario. Das kommt mir manchmal surreal vor, aber wir sind mittendrin. Frühling ist für mich immer die Zeit der Hoffnung, die Zeit, die Zukunft schafft, die wachsen lässt. Mit diesem Optimismus sollten wir in die kommenden Monate gehen. Die Corona-Lage bleibt angespannt, im Landkreis Neunkirchen sind die Zahlen wieder über die 100er Inzidenz gestiegen. Das liegt in erster Linie an den Mutationen, die zunehmen und die deutlich ansteckender sind. Beengter, stark besiedelter Wohnraum trägt leider zur Verbreitung bei. Das bereitet mir Sorge. Auf der anderen Seite nehmen die Impfungen zu. Auch die Möglichkeit zu Testungen wird weiter ausgebaut.

Unser Ministerpräsident Tobias Hans hat gestern eine Öffnungshoffnung nach Ostern beschrieben. In Kombination mit Testungen und natürlich dem Einhalten der Hygiene- und Abstandsregeln, könnten wir uns wieder Richtung Normalität entwickeln. Ich kann viele Bürger verstehen, wir wollen unser altes Leben zurück, allerdings zeichnen die steigenden Zahlen ein anderes Bild. Daher müssen wir weiter sehr achtsam sein, denn die Mutationen sind gefährlich.

Doch zurück zu meiner Woche: Sie war sehr terminreich und wurde geprägt von unzähligen Videokonferenzen. Los ging es mit dem verwaltungsinternen Jour fixe und zahlreichen Online-Rücksprachen. Am Nachmittag war ich gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Andreas Feld, dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Klaus Häusler und dem Regionalbeauftragten unserer Regionalmarke Willi Walter in Eppelborn in der Lokalität „Stellwerk 13“, die natürlich zurzeit geschlossen ist. Julian Schommer stellte uns sein selbstgebautes Bier mit dem Namen „Eppels“ vor. Herr Schommer wird mit seinem Produkt Partner unserer Regionalmarke, das Bier gibt es bereits zu kaufen. Hier der passende Link:  https://www.stellwerk13.de/eppels/

Ich freue mich sehr, dass unsere Regionalmarke so gut angenommen wird. Klaus Häusler und Willi Walter gestalten zurzeit im Landkreis leerstehende Ladenlokale, um auf die Produktvielfalt unserer Regionalmarke hinzuweisen – eine tolle Initiative!

Am Dienstag fand die Besprechung mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern zu aktuellen Themen statt. Im Anschluss war ich am Erlebnisort Reden. Oben auf dem Gelände informierte ich, gemeinsam mit Michael Friemel und Marcel Lutz-Binder, darüber, dass auch 2021 aufgrund der Lage keine „Sommeralm“ stattfinden wird. Wir haben es uns mit dieser Entscheidung nicht leicht gemacht, aber die Pandemie lässt eine solche Veranstaltung nicht zu. Allerdings wollen wir dann im nächsten Jahr so richtig durchstarten. Wenn es wieder möglich ist, wird unsere Tourismus- und Kulturzentrale dafür sorgen, dass es trotzdem ein Programm auf der Halde geben wird. Wie das aussehen wird, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Drücken wir die Daumen!

Am Nachmittag fanden Vorstellungsgespräche für Anwärter für den gehobenen Verwaltungsdienst statt. Hier ist es mir immer sehr wichtig, dass ich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zukunft, gemeinsam mit den Vertretern des Kreistages einstelle.

Am Mittwoch tauschte ich mich mit der Bürgermeisterin Lisa Hensler zu aktuellen Investitionen im Bereich der Kitas aus. Die Kreisstadt hat in den letzten Jahren verstärkt investiert. Der Landkreis trägt einen Teil der Investitions- und Personalkosten. Apropos Kitas: Gemeinsam mit der Gemeinde Eppelborn beabsichtigen wir eine zusätzliche Kita Gruppe am geplanten Kindergarten in Humes einzurichten, um dem hohen Bedarf an Kitaplätzen gerecht zu werden. Mit dieser Thematik werden sich zeitnah die Kreisgremien beschäftigen.

Im Anschluss fand eine Besprechung der Landräte rund um das Thema „Medienausleihe- Digitalisierung in der Schule“ statt. Das Thema beschäftigt uns alle seit geraumer Zeit und hat gerade im Zeitalter des „Homeschoolings“ deutlich an Fahrt aufgenommen. Ich habe an dieser Stelle schon oft über unsere Investitionen in diesem Bereich berichtet. Am Nachmittag stellte ich gemeinsam mit Oberbürgermeister Jörg Aumann, Bürgermeisterin Lisa Hensler, WFG-Geschäftsführer Klaus Häusler und der Saarpark-Center Managerin Nicole Keller die „luca-App“ vor.

Die Kreisverwaltung verfügt ab sofort über das Zertifikat für die „luca“-App. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Optimierung unserer Arbeit in der Kontaktnachverfolgung. Wenn in den nächsten Wochen Maßnahmen gelockert und weitere Öffnungsschritte vereinbart werden, ist es wichtig, das Infektionsgeschehen und die Kontaktnachverfolgung weiterhin sicherzustellen. Wir sorgen vor, um zu gegebener Zeit gerüstet zu sein. Das setzt voraus, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger sowie das Gewerbe und der Handel „luca“ nutzen. Die App dient dazu, Kontakte und Verweildauern zu dokumentieren, etwa in Geschäften, Gastronomiebetrieben, Friseursalons, Kirchen oder im privaten Bereich. Der Landkreis Neunkirchen ist der erste saarländische Landkreis, der die „Luca-App“ nutzt. Die App lebt von einer breitflächigen Nutzung in der Bevölkerung, hierbei ist es nun wichtig, dass man sich mit der App auseinander setzt. Für ältere Personen ohne Smartphone wird es entsprechende Schlüsselanhänger geben. Wir haben ausreichend Schlüsselanhänger bestellt und werden diese kostenlos zur Verfügung stellen. Aufgrund der großen bundesweiten Resonanz gibt es derzeit Wartezeiten bei der Lieferung. Sobald die Anhänger im Landkreis Neunkirchen angekommen sind, können sie in allen Rathäusern im Landkreis Neunkirchen abgeholt werden. „luca“ ist Teil einer Gesamtstrategie. Hierzu gehören viele Bausteine wie die Maskenpflicht, Hygienekonzepte sowie unsere Impf- und Teststrategie. Für den Fall, dass es trotzdem zu Infektionen kommt, kann die App die Nachverfolgung von Kontakten deutlich erleichtern. Mecklenburg-Vorpommern hat als erstes deutsches Bundesland die Lizenz für die Nutzung der „luca-App“ gekauft, in Rheinland-Pfalz ist aktuell ebenfalls eine landesweite Nutzung auf dem Wege. Es wäre wichtig, wenn wir dies auch im Saarland schaffen würden.

Gestern Morgen übergab ich einer Mitarbeiterin ihre Urkunde zur Lebenszeitverbeamtung. Im Anschluss tagten die Gremien unserer Wasserversorgung Ost Saar. Danach stand ich dem Saarländischen Rundfunk rund um die „luca App“ Rede und Antwort, weitere Interviews schlossen sich an.

Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die Leitung des TKN Werksausschusses dar. Christian Rau konnte über vielfältige Maßnahmen berichten. Die TKN hat trotz der Corona-Pandemie viele Aktivitäten mit Partnerbetrieben und Gastronomen in den sozialen Medien platziert. Auch für dieses Jahr wird es einige Aktionen geben. Inwieweit alles wie geplant durchgeführt werden kann, ist noch offen. Ich würde natürlich an dieser Stelle berichten.

Heute Morgen hatte ich einen Termin, fast wie vor der Corona-Zeit. Der saarländische Maler Walter Bernstein, der in Schiffweiler lebte und arbeitete, starb vor 40 Jahren. Er wurde heute postum zum Ehrenbürger der Gemeinde bestimmt. Darüber hinaus stellte die Förderstiftung die geplanten Aktivitäten für 2021 vor. Ursprünglich war ein großer Festakt geplant, pandemiegerecht fand die Verleihung in kleinem Rahmen statt. In meinem Redebeitrag würdigte ich das Schaffen des außerordentlichen Künstlers, der in unserem Kreis viele Spuren hinterlassen hat.

„Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden.“

Dieses Zitat des Philosophen Jean Paul passt gut zum heutigen Anlass.

Vor 40 Jahren verließ ein für den Landkreis bedeutender Künstler diese Welt –  sein Vermächtnis lebt weiter.

„Kunst lehrt Sehen und Verstehen“, heißt es in einem Sprichwort und Walter Bernstein verstand es in den Jahrzehnten seines unermüdlichen Schaffens, seine Region zu porträtieren – dies allerdings nicht nur im plakativen Sinn, er ließ die Menschen, die die Arbeit geprägt haben, zu Kunstwerken werden.

Heute, in der Zeit von Instagram und Facebook, ist es etwas Normales, Alltagssituationen darzustellen. Mit seiner Kunst war Walter Bernstein schon vor Jahrzehnten ein Influencer, lange bevor es diesen Begriff gab.

Das macht ihn aus meiner Sicht zu etwas Besonderem. Er wird als Mensch beschrieben, dem andere Menschen gerne begegneten. Wie wichtig die persönliche Begegnung für uns Menschen ist, erleben wir seit über einem Jahr, da das Begegnen eingeschränkt ist.

Diese Begegnungen lösten in dem Künstler etwas aus, sie förderten die Kreativität. Ich selbst besitze einige Werke von ihm. Für eine kleine Zeichnung, die kurz vor seinem Tod entstand, nahm er sich die Inspiration aus dem Fernsehen – das zeigt allerdings, wie wichtig er auf Impulse von außen setzte.

Unvergessen machen ihn seine Industriebilder und Menschenporträts, aber auch seine Landschaften zeigen seine einmalige Handschrift.

2021 ist das „Bernstein-Jahr“. Tolle Ideen, Kooperationen sind entstanden, um überregional an das Werk zu erinnern und gleichzeitig seine Kunst in den Mittelpunkt zu rücken.

Herzlichen Dank dem Motor der Bewegung Roman Uwer, der andere begeistern kann und nicht locker lässt, wenn es um Walter Bernstein geht. Danke auch an die zahlreichen Sponsoren, die uns dieses besondere Jahr mit ermöglichen.

Walter Bernstein hat es verdient.

Denn wie Dr. Jürgen Ecker in seinem durch den Landkreis und die Sparkasse realisierten Buch über Walter Bernstein befindet: „Walter Bernstein interessierte sich nicht nur für Industrie- und Landschaftsentwürfe, sondern vor allem für Lebensentwürfe. Mit seinem Blick auf den Menschen und auf Menschenbilder war er ein Interpret der Nöte und Notwendigkeiten“

Und für diesen Blick, den wir alle bewahren wollen, sind wir dankbar.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, mit diesen Zeilen verabschiede ich mich für einige Tage und werde am kommenden Freitag keinen Blog veröffentlichen. Mich vertritt die erste Kreisbeigeordnete Daniela Feld. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein erholsames Osterfest. Bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat Sören Meng

 


19.03.2021: Aufbruch am Erlebnisort

19.03.2021: Aufbruch am Erlebnisort

Vertragsunterzeichnung zur Zusammenarbeit unserer WFG mit der SIKB
Landrat Sören Meng ehrt die Siergerin des diesjährigen Vorlesewettbewerb Karolina
Unterzeichnung des Letter of Intend für den Standort Reden
Offizier Kay Denne übergab heute wieder die Leitung an Oberstleutnant Roland Diehl
Besuch des 1. Unverpackt-Laden in Eppelborn - der Eppelkisschd
 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,


diesen Blog möchte ich mit einem positiven Thema beginnen. Mit einem Termin, der gestern stattfand. Bis es zu diesem Termin kam, bedurfte es intensiver Abstimmung zwischen der Gemeinde Schiffweiler, dem Landkreis, der IKS und dem Saarland.

Land, Kreis und Gemeinde gaben eine Absichtserklärung zur Zukunft des touristischen Standortes und zum gemeinsamen Standortmanagement. Der Erlebnisort Reden hat sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt. Dieses touristische Potential soll durch ein gemeinsames Standortmanagement besser genutzt werden. Wir, als Akteure vor Ort, wollen gemeinsam die Attraktivität steigern, um einer der touristischen Leuchttürme des Saarlandes zu werden. Ich danke dem Land, der IKS und der Gemeinde für das konstruktive Miteinander in den vergangenen Monaten.

In aller Kürze der Hintergrund der Unterzeichnung:

Der Erlebnisort Reden mit dem denkmalgeschützten Ensemble des früheren Bergwerks, der Bergehalde und den Wassergärten bildet ein einzigartiges Ambiente für Events und touristische Einrichtungen und zieht jedes Jahr über 200.000 Besucher*innen an. Die touristische Weiterentwicklung des Standortes soll zukünftig auf kommunaler Ebene durch den Landkreis und die Gemeinde Schiffweiler erfolgen. Das Land wird Entwicklungen des Erlebnisortes weiterhin finanziell unterstützen. Dazu haben das Land, die IndustrieKultur Saar (IKS), der Landkreis Neunkirchen und die Gemeinde Schiffweiler gestern eine gemeinsame Absichtserklärung („Letter of Intent“) unterzeichnet und damit die Einrichtung eines Standortmanagements vereinbart.

Um das große Potential des Standortes auszuschöpfen, ist eine Steuerung durch ein professionelles Standortmanagement erforderlich. Träger des Standortmanagements wird eine kommunale Gesellschaft sein. Kernaufgabe des Standortmanagements ist es, ein nachhaltiges Tourismuskonzept zu erarbeiten und umzusetzen. Die IKS und die kommunale Seite werden dazu vertraglich den Zugriff des Standortmanagements auf die aktuell in der Verfügungsgewalt der IKS stehenden Grundstücke sowie auf Pachtflächen und Flächen und Gebäude im Eigentum des Landkreises regeln.

Das Gesamtbudget wird für 2021 auf 225.000 Euro und in den Folgejahren der Laufzeit auf jährlich 450.000 Euro festgelegt. Landkreis und Gemeinde beteiligen sich in 2021 mit je 75.000 Euro, das Land steuert 50.000 Euro bei, die IKS beteiligt sich ebenfalls mit 25.000 Euro. In den Folgejahren bis einschließlich 2025 verdoppeln sich die Beträge jeweils. Zum November 2023 soll eine Erfolgs-Evaluation des Standortmanagements durch die Kooperationspartner erfolgen.

Noch kurz zur aktuellen Lage rund um den Erlebnisort: Ich werde oft auf die Zuwegung zur Halde angesprochen. Derzeit läuft ein Bebauungsplanverfahren der Gemeinde Schiffweiler, das noch einige Zeit, vermutlich bis in den Herbst, dauern wird. Es ist geplant, die vorhandene Straße auf der halben Rückseite für den Autoverkehr begrenzt frei zu geben. Diese soll auf der einen Seite die Barrierefreiheit sicherstellen, auf der anderen Seite der Gastronomie auf der Alm ein wirtschaftliches Auskommen an sogenannten schlechten Tagen (in erster Linie witterungsbedingt) ermöglichen. Das Ganze ist ein laufender Prozess, der hoffentlich zu einem guten, zufriedenstellenden Ergebnis für alle Seiten führen wird. Ziel ist es, die bisherigen Nutzer durch Autoverkehr nicht zu gefährden. Daher sollen die bestehenden Wege entsprechend ausgebaut werden.

Natürlich muss sich auch in diesem Blog wieder die aktuelle Corona-Lage ansprechen. Leider gehen auch im Landkreis Neunkirchen die Infektionszahlen wieder nach oben. Das beunruhigt mich sehr, gerade weil ich weiß, dass viele Bürgerinnen und Bürger kein Verständnis mehr für die Einschränkungen haben und sich weitere Lockerungen wünschen. Inwieweit das vertretbar ist, kann ich, ehrlich gesagt, nicht mehr einschätzen. Wir haben in den vergangenen Tagen die Testkapazitäten gemeinsam mit Land und Gemeinden erhöht. Ein Schlag in der Strategie war die Tatsache, dass der Impfstoff Astranzeneca kurzfristig aus dem Verkehr gezogen wurde. Glücklicherweise mussten im Impfzentrum keine Termine abgesagt werden und es wurde mit einem alternativen Impfstoff geimpft. Mittlerweile hat sich die Lage wieder verändert und ab der kommenden Woche soll Astrazeneca wieder verabreicht werden. Ich begrüße dies ausdrücklich, wir müssen jede Chance nutzen, eine Impfung zu bekommen und mögliche Nebenwirkungen abzuwägen. Nur so können wir die Pandemie überwinden. Weitere Impfstoffe werden derzeit auch angekündigt, hoffen wir, dass sie bald verfügbar sind.

Am Montag war ich gemeinsamen mit meinen Kollegen im Impfzentrum, um mir ein Bild der Lage zu machen. Die Abläufe im Impfzentrum sind sehr gut strukturiert, allerdings macht mir Sorge, dass sich im Außenbereich des Zentrums Schlangen bilden. Dies ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass viele Menschen, die geimpft werden sollen und einen Termin haben, zu früh am Impfzentrum ankommen und sich deshalb Schlangen bilden.

Deshalb meine Bitte: Kommen Sie nicht zu früh zum Impfzentrum!

Blau und weiß - die SIKB und die Wirtschaftsförderung mit dem Start-Up-Center verbinden weitaus mehr als nur die Farben im Logo.

Am Montag unterzeichneten Doris Woll, die Vorstandsvorsitzende der Saarländischen Investitionskreditbank und ich einen Kooperationsvertag, der nicht nur die schon seit Jahren bestehende enge Zusammenarbeit, sondern auch die Weiterführung und den Ausbau dieser Kooperation dokumentiert. Der Geschäftsführer der WFG Klaus Häusler und die Verantwortliche des Start-UP-Centers Carolin Stauner stellten den Vertretern der SIKB das innovative Startup Center vor.

Wichtig ist die Botschaft, die ich mit diesem Termin verbinde:

Nicht nur in Krisenzeiten können sich die Unternehmen im Landkreis auf das Know-how der Wirtschaft Förderungsgesellschaft und der saarländischen Investitionskreditbank verlassen.

Am Dienstagmorgen fand eine Besprechung zur aktuellen Lage mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern der Gemeinden statt. Danach tagte der verwaltungsinterne Krisenstab. Neben weiteren internen Terminen leitete ich als Vorsitzender des Verwaltungsrates der Sparkasse Neunkirchen die Sitzung des Prüfungsausschusses, die nicht öffentlich tagte. Am Mittwoch übernahm ich als Verbandsvorsteher die Leitung der ZPS Verbandsversammlung, in der es unter anderem um die anstehende Tarifreform für den öffentlichen Personennahverkehr ging. Diese soll ab 1. Juli 2021 starten. Ich habe schon mehrfach an dieser Stelle darüber berichtet. Am Nachmittag konnte ich die erste Siegerin des landkreisweiten Lesewettbewerbes in meinem Büro begrüßen. Karolina Balcytis vom Gymnasium Ottweiler ist diesjährige Siegerin und wird unseren Landkreis beim saarländischen Landesentscheid würdig vertreten.

Am Abend fand eine Informationsveranstaltung für die Entscheidungsträger in den Parlamenten der Landkreise St. Wendel, Saarpfalz und Neunkirchen mit der Wirtschafts- und Verkehrsministerin Anke Rehlinger statt, natürlich per Video. Hier stellte die Ministerin die Tarifreform vor und erläuterte einzelne Inhalte. Die Landkreise als Aufgabenträger haben in diesem Prozess auch eine wesentliche Rolle. Wir, als Landkreis,  sind verpflichtet, den ÖPNV im Landkreis genau zu durchleuchten und ihn gegebenenfalls weiterzuentwickeln. Dies liest sich sicherlich sehr allgemein, allerdings wird das ein komplexer Prozess sein, dem wir uns stellen werden.

Gestern Morgen bereitete ich mit dem Geschäftsführer unserer Wasserversorgung Stefan Kunz die in der nächsten Woche anstehenden Gremiensitzungen vor. Danach fand der wöchentliche Austausch mit den Verantwortlichen des Gesundheitsministeriums des Saarlandes statt. Nach der Unterzeichnung der Vereinbarung rund um den Erlebnisort Reden, über die ich zu Beginn berichtet habe, gab es am Nachmittag eine Unterredung mit dem Geschäftsführer der OBG Christian Seiwert.

Er stellte mir die Aktivitäten der OBG Stiftung, die soziale und kulturelle Aktionen unterstützt, vor. Arbeitsschwerpunkt der OBG Stiftung ist die Förderung von Jugendhilfe sowie von Erziehung und Bildung in den Regionen, in denen die Firmen der Unternehmensgruppe tätig sind. Hier gab es gemeinsam mit der Sozialdezernentin Julia Schild eine interessante Kommunikation. Heute Morgen tauschte ich mich mit Vertretern der Bundeswehr zur aktuellen Unterstützung aus. Oberleutnant der Reserve Kay Denne übergab nach einem Monat die Dienstgeschäfte wieder zurück an Oberstleutnant Roland Diehl, der schon seit einem Jahr eng mit uns zusammenarbeitet. Dank an dieser Stelle für die gute Unterstützung. Heute Nachmittag besuchte ich gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Andreas Feld und seiner Vorgängerin Birgit Müller-Closset einen bisher im Landkreis Neunkirchen einzigartigen Laden. Heute startet die „Eppelkischd“ ein sogenannter Unverpackt-Laden. Ziel ist es, unnötigen Verpackungsmüll zu vermeiden und damit ein nachhaltiges Einkaufsvergnügen zu garantieren. Ich wünsche Vanessa Geib-Schorr für die Zukunft viel Erfolg und viele zufriedenen Kunden.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende. Bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat Sören Meng


12.03.2021: Vom Impfen und Testen

12.03.2021: Vom Impfen und Testen

 

Wieder geht eine sehr themenintensive Woche zu Ende. Auch sie war zu fast 100 % von dem Geschehen von Covid-19 geprägt. Noch immer überschlagen sich Ereignisse:  E-Mails, Meetings oder kurzfristige Treffen. Es geht immer um dasselbe. Wie schaffen wir es, in den nächsten Wochen und Monaten möglichst viele Menschen zu impfen und dabei die Pandemie einzudämmen, dass sich die Mutationen nicht ausbreiten können. Seit dieser Woche ist das Testen in aller Munde. In allen Landkreisen wird in Kooperation mit dem Land und einem privaten Anbieter ein Testzentrum eingerichtet. Heute Mittag wurde das Testzentrum für den Landkreis Neunkirchen in der Kreisstadt Neunkirchen durch Staatssekretär Stephan Kolling, Oberbürgermeister Jörg Aumann, Betreiber Thilo Ziegler und mir eröffnet. Hier haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich einmal pro Woche kostenfrei testen zu lassen. Darüber hinaus bieten zahlreiche Ärzte und Apotheken ebenfalls einen Testservice an. In den nächsten Tagen wird es zusätzlich kreisweit weitere Möglichkeiten in den Gemeinden geben. In Illingen (Gemeinde in Kooperation DRK) und Merchweiler wurden Anfang der Woche bereits Testzentren eröffnet. Um die Kosten erstattet zu bekommen, muss für alle Betreiber eine offizielle Beauftragung durch das Gesundheitsamt des Landkreises vorliegen. Ausgenommen hiervon sind Ärzte und Apotheken, die vom Land beauftragt werden können. Am Montag war ich in Wemmetsweiler im Gasthaus Wachdersch zu Gast. Ich besuchte gemeinsam mit Bürgermeister Patrick Weydmann das privat organisierte Zentrum in Wemmetsweiler, das Niclas und Christoph Fries umgesetzt haben. Hier wurde auch ich getestet und freute mich über mein negatives Ergebnis. Wäre es positiv gewesen, hätte es einen weiteren Test im Testzentrum SB gegeben, auch wäre das Gesundheitsamt informiert worden. Eine flächendeckende Test- und Impfstrategie wird uns helfen, die Pandemie zu überwinden.Wo genau man sich testen kann, erfahren Sie auf unserer Website und auf der Website des Gesundheitsministeriums.

 

Im Anschluss besuchte ich dann mit meinen Landratskollegen Udo Recktenwald und Theophil Gallo unser gemeinsames Impfzentrum in Neunkirchen. Hier tauschten wir uns mit den Verantwortlichen Gunter Maier und Dr. Dirk Jesinghaus zu aktuellen Fragen rund um unser Impfzentrum aus. Momentan wird die Kapazität weiter erhöht, auch hat man kleinere bauliche Maßnahmen in Angriff genommen. Damit immer mehr unterschiedliche Impfstoffe verknüpft werden können, müssen auch die Aufbereitungskapazitäten erhöht werden, um beste Sicherheit zu garantieren. Darüber hinaus ging es auch um die Verwendung von übrig gebliebenen Impfstoffen, wenn beispielsweise Termine ausfallen. Hier gibt es eine Liste, die selbstverständlich nach den Landesrichtlinien priorisiert ist. Ich werde häufig auf dieses Thema angesprochen. Hier sind zwei Dinge wichtig. Es darf kein Impfstoff verloren gehen, aber es muss die Transparenz und die Impfpriorität gegeben sein.

 

Ich danke dem engagierten Team unseres Impfzentrums für die tolle Arbeit. Fast täglich kontaktieren mich Bürgerinnen und Bürger, um sich für den tollen, gut organisierten Ablauf zu bedanken. Diesen Dank gebe ich gerne weiter.

 

Am Dienstag fand eine Online-Besprechung mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern des Landkreises Neunkirchen zu den aktuellen Herausforderungen rund um die Corona-Pandemie statt. Über die Aufbauorganisation rund ums Testen habe ich ja gerade informiert. Zurzeit stehen wir alle wöchentlich im engen Kontakt (natürlich virtuell), um uns über das dynamische Geschehen auszutauschen. Hier dürfen keine Informationen verloren gehen.

 

Am Nachmittag gab es einen Termin im Freizeitzentrum Finkenrech. Gemeinsam mit Eppelborns Bürgermeister Dr. Andreas Feld, der ersten Vorsitzenden des Demenzvereins im Landkreis Neunkirchen Birgit Mohns-Welsch und der Leiterin unserer Leitstelle „älter werden“ Sabine Schmidt pflanzte ich als öffentliches Zeichen „Vergissmeinnicht“. Auch in diesem Jahr sollen unter dem Motto "Demenz geht uns alle an" im Rahmen einer Aktion des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie und unter Beteiligung der Landesfachstelle Demenz in den Kommunen „Vergissmeinnicht-Blumen“ öffentlichkeitswirksam eingepflanzt werden. Ziel ist eine breite Sensibilisierung der Bürgerschaft für das Thema und für die Belange von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen. Derzeit leben im Saarland über 23.000 Menschen mit Demenz, von denen immer noch 2/3 durch Angehörige in der Häuslichkeit versorgt werden. Das Thema Demenz geht uns alle an, jeder von uns kennt Menschen, die davon betroffen sind. Glücklicherweise gibt es auch im Landkreis Neunkirchen ein verlässliches Netz von Hilfsangeboten für Betroffene und ihre Angehörigen.

 

Am Mittwoch tauschte ich mich virtuell mit dem Konzernbevollmächtigten der Telekom Jürgen Lück über die digitale Infrastruktur und das Netz der Telekom aus. Hier ging es um eine verlässliche Breitbandversorgung im Landkreis Neunkirchen sowie die Versorgung mit Mobilfunk. Was den Mobilfunk im Landkreis Neunkirchen angeht, ist der Kreis zu fast 100% mit schnellem LTE versorgt. Die Telekom wird in nächster Zeit den 5G Ausbau weiter vorantreiben. Bereits jetzt sind 75 % der Bevölkerung in Deutschland mit 5G durch die Telekom ausgestattet. Eine gute Anbindung an schnelles Internet, sei es mit Breitband oder Funk, ist auch für die wirtschaftliche Zukunft unserer Region sehr wichtig. Mit einer solchen Versorgung sind wir ein sehr interessanter Standort für ansiedlungswillige Unternehmen. Gerade die aktuelle Krise hat uns gezeigt, wie abhängig wir mittlerweile von schnellem Internet sind und wie flexibel ortsungebunden agiert werden kann. Dies ist für die Firmen im Landkreis Neunkirchen wichtiger denn je.

 

Im Anschluss tagte der verwaltungsinterne Krisenstab zu unterschiedlichen Themen. Der Nachmittag stand dann im Zeichen der Personalgewinnung. Hier tauschte ich mich intensiv mit der zuständigen Dezernentin und Personalamtsleiterin Alexandra Wagner aus. Derzeit sind viele Stellen in unserer Kreisverwaltung vakant. Zahlreiche Ausschreibungen laufen bereits bzw. sind abgeschlossen. Wir arbeiten alle mit Hochdruck daran, unsere Verwaltung ausreichend zu personalisieren, um den Herausforderungen dauerhaft standhalten zu können. Am Donnerstag fand eine interne Landräte- Konferenz zu verschiedenen Themen statt.

 

Am Nachmittag tagte zum ersten Mal in der Geschichte unseres Landkreises der Kreistag digital. Unser Team des Hauptamtes hatte das Ganze sehr gut organisiert und die Sitzung verlief ohne Zwischenfälle. Deutlich über 2 Stunden dauerte die digitale Premiere. Unter anderem ging es um die Verwendung der Mittel aus der Feuerschutzsteuer, um die Weiterführung des Familienberatungszentrums Iltal, den Kooperationsvertrag zur Betreibung des Jugendtreffs Merchweiler und um die Beratung für den Jugendtreff in Uchtelfangen. Darüber hinaus stellte der Leiter unseres Kreissozialamtes Christoph Faber die Fortschreibung des grundsicherungsrelevanten Mietspiegels für den Landkreis Neunkirchen vor. CDU und SPD brachten eine Resolution zum Erhalt des wichtigen Integrationsbetriebes Haselermühle ein. Eine Resolution der Fraktionen die Grünen, die Linken und FDP zum Gesundheitsstandort Landkreis Neunkirchen wurde auf die nächste Sitzung vertagt, da sich die im Kreistag vertretenen Fraktionen noch intensiv darüber austauschen wollen. Eine umfangreiche Anfrage zur Digitalisierung stellten die Fraktionen der CDU und SPD. Hier konnte ich einiges berichten. So haben unsere Schulen in den vergangenen Wochen und Monaten rund 1500 iPads zur Nutzung bereitgestellt bekommen. Im Laufe dieser Woche wurden weitere 1000 iPads ausgeliefert, sodass unsere Schulen zurzeit rund 2500 iPads zur Verfügung haben. Auch steht unsere Schulverwaltung intensiv mit den Schulen in Verbindung, um diese digital weiter auszustatten. Hier geht es auch um infrastrukturelle Maßnahmen, die die Grundlage für alles sind. Auch die Frage der leistungsfähigen Anschlüsse unserer Kreisschulen an das Glasfasernetz war Thema. Wir haben in den vergangenen Monaten alle bestehenden Telekommunikationsnetze auf das mögliche Maximum der jeweiligen Geschwindigkeit hin überprüft und aufgestockt. Darüber hinaus konnten wir einige Schulstandorte bereits mit 1 GB Anschluss ausstatten. Da die Koordination dieser Anschlüsse landesweit läuft, kann unserer Verwaltung keine weiteren Auskünfte zum Ausbau machen. Allerdings ist zugesagt, dass bis Ende 2022 alle Schulen des Landkreises angeschlossen sein werden.

 

Heute Morgen fand ein Gespräch mit dem Leiter der SZ Lokalredaktion Volker Fuchs, Redakteur Michael Beer, Bürgermeister Markus Fuchs, dem TKN-Chef Christian Rau und mir in den Räumlichkeiten der Tourismus- und Kulturzentrale statt. Hintergrund war die bisherige Berichterstattung über den Standort und die kommunalen Interessen vor Ort. In der kommenden Woche findet ein Pressegespräch mit Vertretern der Landesregierung zur Weiterentwicklung des Erlebnisortes Reden und die weitere Vorgehensweise statt. Ich freue mich sehr darüber, dass sich derzeit viele Menschen zur Weiterentwicklung des Standortes einbringen und wir gemeinsam dafür sorgen werden, dass die touristische Attraktivität erhöht werden kann. Dies ist nie eine Leistung eines einzelnen, das kann nur gemeinsam gelingen.

 

Nach dem Besuch des Testzentrums, über den ich zu Beginn des Blogs berichtet habe, fand eine Besprechung zur Finanzierung der Großbaumaßnahme „Gemeinschaftsschule Stadtmitte, Neunkirchen“ statt. Bereits in diesem Sommer werden die Abbrucharbeiten beginnen, die Schule wird dann an den Standort Neunkirchen-Wiebelskirchen umziehen. Das Ganze wird eine große Kraftanstrengung sein, aber es ist ein wichtiger Schritt, um die Bildungslandschaft im Landkreis Neunkirchen weiter aufzuwerten und um diese Innenstadtschule fit für die Zukunft zu machen.

 

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende, bleiben Sie gesund und nutzen Sie die Testangebote im Landkreis Neunkirchen, damit wir alle gemeinsam gut durch die Krise kommen.

 

Ihr Landrat Sören Meng


05.03.2021: Woche im Zeichen der Lockerungen

IKS-Aufsichtsratssitzung
Der Krisenstab des Landkreises Neunkirchen hat sich diese Woche bereits zum zweiten Mal bei der Akademie für Bevölkerungsschutz und Katastrohenhilfe fortgebildet
Besprechung der (Ober)Bürgermeister sowie der Bürgermeisterin mit dem Landrat
Thema des Workshops war die Entwicklung von Krisenmanagementstrukturen, Referent war Ulf Krüger von der Akademie für Bevölkerungsschutz und Katastrohenhilfe (AKNZ) in Bad-Neuenahr. Die Akademie ist eine Einrichtung des dem Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Vor-Ort-Termin im Impfzentrum
Austausch zwischen den Landkreises und dem Gesundheitsministerium zur Teststragtegie und der Einrichtung von Teststationen
Die Landräte besprachen sich mit Dr. Jesinghaus (ärztlicher Leiter) und Gunter Meier (Verwaltungsleiter)

Wir erleben schon seit fast einem Jahr die unterschiedlichsten Momente im Zeichen von Corona. Leider liegt die Inzidenz im Landkreis Neunkirchen immer noch knapp unter 100. Dennoch ist zu verzeichnen, dass die Zahlen kontinuierlich nach unten gehen, wenn auch die sogenannten Mutationen steigen. Seit Montag sind die Friseure wieder bei der Arbeit und haben jede Menge zu tun. Auch haarmäßig hat Corona Spuren hinterlassen. Mir hat man das auch angesehen und ich habe mich gefreut, als ich am Dienstagabend den ersehnten Termin bekam. Gleichzeitig war das ein kleiner Hoffnungsschimmer in Richtung Normalität, nach der wir uns alle sehnen. Im nächsten Schritt werden die Schulen wieder öffnen. Los geht es mit den fünften und sechsten Klassen, ab 15. März soll flächendeckend beschult werden. Dem Testen wird hierbei  eine hohe Priorität eingeräumt. Gerade sind wir damit beschäftigt, ein Testzentrum im Landkreis Neunkirchen zu realisieren. Dezentral sind auch einige Gemeinden dabei, dies ebenso zu tun. So wird nächste Woche ein Testzentrum in Illingen seinen Dienst aufnehmen, auch in Merchweiler ist ein solches Testzentrum geplant. In den Schulen soll selbst getestet werden, im Moment sind die Verantwortlichen der Schulen mit der notwendigen Personalisierung beschäftigt. Leider gibt es noch keine sogenannten Selbsttests ohne die recht schwierigen Abstriche. Andere Länder haben diese bereits, daher bin ich zuversichtlich, dass sie sehr zeitnah verfügbar sein werden. Auch der Einzelhandel wird solche Tests anbieten. Ziel dieser Maßnahmen ist es, auf der einen Seite zu öffnen, auf der anderen Seite noch schneller zu impfen, damit der überwiegende Teil der Menschen noch in der ersten Jahreshälfte geimpft werden kann. Aktuell sieht es sehr gut mit unterschiedlichen Impfstoffen aus, hoffen wir, dass die vereinbarten Lieferketten eingehalten werden können. Es herrscht sehr viel Unzufriedenheit an der derzeitigen Situation. Manches kann ich nachvollziehen, allerdings muss ich an dieser Stelle auch etwas loswerden: Alle Verantwortlichen in der Politik, mir inklusive, sind seit über einem Jahr in einer Ausnahmesituation, haben keinen geregelten Alltag mehr, wenig Ruhezeiten. Wir alle geben unser Bestes, um die Situation für die Bürgerinnen und Bürger erträglich zu halten und Wege zu finden, die Corona-Zeit zu überwinden. Es fällt leicht einzelne Maßnahmen zu hinterfragen und zu kritisieren, allerdings muss man das große Ganze sehen. Wir haben bereits vieles erreicht, das Gesundheitssystem hat bis jetzt überlebt, alle Menschen, die Hilfe brauchten, haben sie auch bekommen. Das ist doch ein großer Erfolg, wie schnell sind die Bilder aus Italien oder der USA vergessen. Deshalb sollten wir uns alle noch in Geduld üben und wir sollten den Menschen dankbar sein, die täglich für uns sorgen. Denken wir nur an alle Hilfskräfte:  die Menschen, die in den Geschäften dafür sorgen, dass wir versorgt sind, die Menschen in den Krankenhäusern, die Ärzte und die Teams der Hausarztpraxen, die Menschen in den Impfzentren und diejenigen, die in den Gesundheitsämtern bei der Kontaktnachverfolgung beschäftigt sind , alle Soldatinnen und Soldaten, die uns unterstützen… diese Liste ließe sich noch lange erweitern.

 

Daher sollte jeder von uns seine Besonnenheit nicht verlieren. Es wird ein Leben nach Corona geben, das wollen wir alle gestalten.

 

Meine Arbeitswoche war geprägt von unzähligen Videokonferenzen. Los ging es am Montag mit dem verwaltungsinternen Jour fixe. Am Nachmittag hatte ich seit langer Zeit wieder einen Präsenztermin im historischen Sitzungssaal. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Klaus Häusler, seiner Mitarbeiterin und Projektleiterin Caroline Staune und dem Abteilungsleiter der Kontaktstelle für Wissens-und Technologietransfer der Universität Saarbrücken (KWT) Jens Krück unterschrieb ich eine Kooperationsvereinbarung in meiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis Neunkirchen. Von dieser Zusammenarbeit erhoffe ich uns neue Impulse beim Thema „Kunden- förderung“ für den Landkreis. Diese Kooperation ergänzt sinnvoll unser Startup Center und unterstreicht gleichzeitig den gründerfreundlichen Landkreis. Schon seit vielen Jahren besteht zwischen den beiden Institutionen ein reger Austausch, der weiter ausgebaut und vertieft werden soll. So wollen wir in schwierigen Zeiten für Gründer ein wichtiges Zeichen für Gründungswillige setzen. Auch hier ist die Vernetzung ein wichtiger Bestandteil gemeinsamen Wirkens. Am Dienstag tauschte ich mich mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern zu den Themen Digitalisierung und der aktuellen Corona-Lage aus. Danach folgten mehrere Videokonferenzen, unter anderem mit dem Sozial- und Gesundheitsministerium. Um das Thema ÖPNV im Saarland ging es am Mittwoch in einer Videoschalte. Hier stand, wie schon häufig im Blog thematisiert, die neue Tarifreform, die am 1. Juli 2021 starten soll, auf der Agenda. Am Nachmittag besprach ich mich mit Vertretern des Kreistages zu verschiedenen Themen. Am Donnerstagmorgen fand eine interne Landkreiskonferenz statt. Dem schloss sich ein Austausch mit dem Gesundheitsministerium an. Danach gab es eine virtuelle Besprechung aller Führungskräfte im Landkreis Neunkirchen. Auch hier stand das Thema Corona im Fokus. Ich nutzt die Gelegenheit, mich bei allen für das große Engagement in Krisenzeiten zu bedanken. Am Nachmittag fand der Workshop Entwicklung von Krisenmanagementstrukturen in Kooperation mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe statt. Anfang 2020 war ich gemeinsam mit dem Krisenstab des Landkreises Neunkirchen in der Akademie für Krisenmanagement in Bad Neuenahr zu Gast. Wir hätten uns damals nicht träumen lassen, dass nur kurze Zeit später unser Krisenmanagement in die Praxis umgesetzt werden würde. Unser Seminarleiter Ulf Krüger thematisierte im Workshop die zurückliegenden Monate und reflektierte unsere Arbeit. Ich halte es für sehr wichtig, dass wir uns kontinuierlich in diesem Bereich weiterqualifizieren. Die aktuelle Zeit ist hier ein klarer Beweis dafür, dass Strukturen, die auch gelernt werden müssen, elementar wichtig sind. Deshalb bin ich sehr froh, dass das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe die Seminare anbietet und uns begleitet. Heute Morgen tauschte ich mich im Kreise der Kollegen Landräte mit dem Gesundheitsministerium zur geplanten Teststrategie aus. Es ist geplant, dass das Land Testzentren in allen Landkreisen errichtet. Darüber hinaus wird es auch dezentrale Testzentren geben, die durch private Dienstleister oder auch Hilfsdienste angeboten werden. Die ersten Zentren werden in der kommenden Woche in Illingen und Merchweiler eröffnet. Ziel ist es, die Bürgerinnen und Bürger regelmäßig zu testen und damit Schritt für Schritt Lockerungen herbeizuführen. In Kombination der verstärkten Impfung ist dies sicherlich ein wirkungsvolles Szenario, dass die Lage, wenn die Bürgerinnen und Bürger bereit sind zu unterstützen, verbessern wird. Allerdings ist es weiterhin wichtig, Abstandsregeln und das Maskentragen sehr ernst zu nehmen.

 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, jede Woche gibt es Neuigkeiten. In diesem Blog habe ich über Lockerungen geschrieben. Hoffen wir alle, dass dieser Weg fortgeführt werden kann, und wir in absehbarer Zeit gesellschaftliches Leben erfahren und Angebote wahrnehmen können.

Ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng

 


26.02.2021: Woche im Zeichen der leichten Lockerungen

IKS-Aufsichtsratssitzung
Besprechung der (Ober)Bürgermeister sowie der Bürgermeisterin mit dem Landrat
Vor-Ort-Termin im Impfzentrum
Die Landräte besprachen sich mit Dr. Jesinghaus (ärztlicher Leiter) und Gunter Meier (Verwaltungsleiter)

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, diese Woche erlebten wir eine Woche im Zeichen des Frühlings. Angenehme Temperaturen zogen viele Menschen nach draußen und verstärkten den Wunsch der Lockerungen in Zeiten der Corona-Pandemie. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, allerdings sind die Zahlen im Landkreis Neunkirchen und darüber hinaus immer noch alarmierend. Aus diesem Grund verfasste ich auch eine Meldung an die Presse.

„Reines Öffnungskonzept reicht nicht aus - Landrat fordert Schutzkonzept zur Infektionsminimierung

Derzeit wird der Ruf nach Lockerungen der bestehenden Verordnung laut. Sinkende Inzidenzwerte lassen berechtigte Hoffnung aufkommen. Landrat Sören Meng spricht sich für ein Öffnungskonzept, verbunden mit einem Test- und Hygienekonzept aus. „Nach Wochen des Lockdowns hoffen wir auf Lockerungen. Ich kann den wirtschaftlichen Druck des Einzelhandels und der Gastronomie gut nachvollziehen. Die Branche und die Bürgerinnen und Bürger brauchen Planungsperspektiven.“

Landrat Sören Meng wirbt für ein umfassendes Schutz- und Hygienekonzept zur Eindämmung des Infektionsgeschehens:

„Ergänzend zu einem Öffnungskonzept halte ich es für notwendig ein Konzept zur Eindämmung des Infektionsgeschehens zu erarbeiten. Hier hat das RKI heute ein vierstufiges Strategiepapier veröffentlicht. Oberstes Ziel muss es sein, das Risiko einer Ansteckung an Orten, an denen Menschen aufeinander treffen, erheblich zu minimieren. Zu einer Öffnungsstrategie gehört für mich eine konsequente Begleitung und Überwachung der Hygienekonzepte“. Neben einem Schutzkonzept sei auch der Ausbau von Testkapazitäten ein wesentliches Element zur Infektionsminimierung. Hier begrüßt er, die Aktivitäten des Bundes und des Landes, Schnelltests möglich zu machen. Dadurch würde das Infektionsgeschehen beherrschbar bleiben, auch in Betracht der stärker werdenden Mutationen des Virus.“

Gestern verständigte sich die saarländische Landesregierung auf Lockerungen, die im ersten Schritt eine Gültigkeit von einer Woche haben. Neben Friseuren dürfen ab Montag auch sogenannte körpernahe Dienstleistungen wie Fuß-,  Nagel-,  oder Gesichtspflege unter Einhaltung von Hygienemaßnahmen durchgeführt werden. Auch Gärtnereien und Gartenmärkte dürfen ihre Außenbereiche öffnen und so ihre Saisonware verkaufen. Natürlich ist dies eingebettet in entsprechende Hygienepläne. Eine Woche später ist geplant, die weiterführenden Schulen schrittweise zu öffnen. Zusätzlich soll die Teststrategie intensiviert werden, d. h. auch in Einrichtungen wie Schulen wird getestet. Darüber hinaus soll es in absehbarer Zeit sogenannte  Selbsttests geben. Hoffen wir alle, dass sich das Infektionsgeschehen positiv entwickeln wird. Ich bin an dieser Stelle verhalten optimistisch, denn wie in der Vergangenheit, hängt es von uns ab, wie behutsam und besonnen wir mit den Lockerungen umgehen. Es gilt nach wie vor: Hygienemaßnahmen und die Kontaktvermeidung sind wirksame Mittel gegen Covid 19. Kombiniert mit Impfungen können wir die Pandemie besiegen. Allerdings ist der Weg bis dorthin noch länger.

Der Montag begann mit dem verwaltungsinternen Jour fixe, der natürlich per Video stattfand. Hier waren auch Hygienemaßnahmen für unsere Verwaltung Thema. Wir sind gut aufgestellt und haben in den vergangenen Wochen und Monaten, auch was das Thema Home Office angeht, einiges erreicht und Arbeitsplätze sicherer gemacht. Danach besprach ich mich mit Bürgermeister Markus Fuchs, dem TKN-Werkleiter Christian Rau und dem Kämmerer Olaf Niesen bezüglich der möglichen Zusammenarbeit und dem Standortmanagement am Erlebnisort Reden. Wir sind auf einem guten Weg in absehbarer Zeit unsere Zusammenarbeit zu manifestieren. Am Nachmittag tauschte ich mich mit meiner Kollegin und meinen Kollegen Landräten und dem Gesundheitsstaatssekretär Stephan Kolling zu der Situation unserer Impfzentren aus. Durch die verstärkte Verfügbarkeit von Impfstoffen, können wir glücklicherweise die Kapazität in unseren Impfzentren hochfahren. Dies bedeutet, dass wir vermehrt auf medizinisches Personal angewiesen sind, das wir gerade akquirieren. So werden wir sicherlich der Nachfrage gerecht. Im Anschluss hatte ich einen Präsenztermin in Hüttigweiler. Der Partyservice Strauß wird neuer Partner unserer Regionalmarke. Michael Strauß stellte uns seinen Betrieb vor. Ihm und seinem Team ist es wichtig, regionale Produkte in hoher Qualität ohne künstliche Zusatzstoffe wie beispielsweise Glutamat anzubieten. Auch eine Produktlinie ist geplant. Daher freue ich mich sehr, dass die Firma Strauß neues Mitglied unserer Regionalmarke ist und von dem Projektverantwortlichen Willi Walter betreut wird. Auch der Ortsvorsteher von Hüttigweiler Guido Jost nahm an dem Termin teil. Am Abend fand eine Fraktionssitzung der SPD Kreistagsfraktion statt, zu der ich online zugeschaltet war.

Der Dienstag begann mit einem intensiven Austausch zu den Corona-Maßnahmen mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern im Landkreis. Der Leiter unseres Gesundheitsamtes Oliver Schöne gab viele Informationen zur Lage. So konnte er unter anderem berichten, dass die Kontaktnachverfolgung im Landkreis Neunkirchen sehr gut läuft und man auch mit den Senioren- und Behinderteneinrichtungen im Landkreis gut kooperiere. Dies habe sich gerade bei den größeren Pandemielagen in zwei Einrichtungen bewährt. Im Anschluss nahm ich an der Verbandsversammlung des Rettungszweckverbandes Saarland in Oberbexbach teil. Der Rettungsdienst als öffentliche Aufgabe der Daseinsfürsorge und Gesundheitsvorsorge ist im Saarland eine den Landkreisen übertragene Aufgabe. Um diese Aufgabe landesweit einheitlich und homogen zu erfüllen, wurde im Jahr 1977 der Rettungszweckverband Saar (RZV) als Körperschaft des öffentlichen Rechts gegründet. Sein Sitz ist seit 2004 im Saarpfalz-Park in Bexbach.

Im September 2009 wurde der Rettungszweckverband zum "Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung" (ZRF-Saar). Verbandsmitglieder des ZRF sind die Landkreise Merzig-Wadern, Neunkirchen, Saarlouis, St.Wendel und der Saarpfalz-Kreis sowie der Regionalverband Saarbrücken. Der ZRF hat die Aufgabe, den Rettungsdienst nach den Vorschriften des Saarländischen Rettungsdienst­Gesetzes (SRettG) und den aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Vorschriften durchzuführen. Er ist somit verantwortlich für die flächendeckende und bedarfsgerechte Versorgung der saarländischen Bevölkerung mit Notfallrettung und Krankentransport. Am Nachmittag tagte der Aufsichtsrat der IKS, der sich auch mit der Weiterentwicklung des Erlebnisortes Reden beschäftigte. Da diese Sitzung nicht öffentlich war, kann ich an dieser Stelle keine weiteren Ausführungen machen.

Am Mittwoch gab es ein Online-Meeting  des verwaltungsinternen Krisenstabes. Am Nachmittag fanden die Vorstellungsgespräche für künftige Auszubildende im Bereich Verwaltung statt. In Form einer innovativen Videokonferenz sprach ich zur Jahresauftaktveranstaltung der Sparkasse Neunkirchen ein Grußwort und stand einem Moderator Rede und Antwort. Ich nahm die Gelegenheit zum Anlass, mich bei unserer Sparkasse für ihr großes Engagement für die Gesellschaft zu bedanken. Neben ihrem Kerngeschäft unterstützt uns ein Team der Sparkasse bei unserer Corona Hotline und dies schon seit einigen Monaten. Auch die von der Sparkasse initiierte Spendenplattform für Vereine und Verbände war ein voller Erfolg. Herzlichen Dank dem Vorstand und dem engagierten Sparkassen- Team.

Am Donnerstagmorgen war ich mit meinen Kollegen Udo Recktenwald und Theophil Gallo in unserem gemeinsamen Impfzentrum, um uns über die Abläufe zu informieren. Die Leiter des Zentrums Gunter Maier und Dr. Dirk Jesinghaus besprachen mit uns die weitere Vorgehensweise für den Aufbau des Impfzentrums. Die Immobilie, die uns die Metro AG vermietet hat, bietet glücklicherweise noch zahlreiche Möglichkeiten, unser Angebot auszubauen.

Danke auch dem Team des Impfzentrums für das großartige Engagement für unsere Gesellschaft. Apropos impfen… Heute fragte die Saarbrücker Zeitung in einem Beitrag nach, welche Politiker im Saarland bereits geimpft sind und ob auch die Landräte dazugehören. Nein, denn alle halten sich an die Vorgaben und werden dann geimpft, wenn es der Impf-Plan vorsieht. Daher empfand ich diese Anfrage als etwas populistisch.

Um die Mittagszeit tagte der Aufsichtsrat der VSE in nichtöffentlicher Sitzung. Dieser Sitzung schloss sich ein Meeting mit Gesundheitsstaatssekretär Stephan Kolling an. Am Nachmittag fand zum ersten Mal in der Geschichte des Landkreises Neunkirchen die Kreisausschusssitzung in digitaler Form statt. Das Team des Hauptamtes hatte die Sitzung gut vorbereitet und der Verlauf klappte reibungslos. Unter anderem ging es in der Sitzung um die Umstrukturierung und Finanzierung der Suchthilfe, die Fortführung des Sprachunterrichts für Jugendliche mit Migrationshintergrund, Zuschüsse für Beschäftigungsmaßnahmen und zahlreiche Personalentscheidungen.

Der heutige Morgen stand im Zeichen vieler Rücksprachen. Am Nachmittag fand eine Besprechung mit Bildungsstaatssekretär Jan Benedyczuk und Bürgermeister Markus Fuchs statt. In den nächsten Tagen werden wir einen gemeinsamen “Letter of Intent“  veröffentlichen, der die Kooperation rund um den Erlebnisort Reden näher beschreiben wird.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, auch diese Woche hatte es inhaltlich in sich. Hoffen wir alle, dass sich die geplanten Lockerungen gut auswirken und die Lage allmählich entspannter wird. Bleiben Sie alle gesund und genießen Sie das kommende Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


19.02.2021: Positive Impulse in dieser Zeit

Videokonferenz mit Staatssekretär Stephan Kolling
Mit Oberst Matthias Reibhold steht Landrat Meng in regelmäßigem Austausch

Zum Ende dieser Woche geht es mit großen Schritten Richtung Frühling. Für das Wochenende wurden angenehme Temperaturen gemeldet und manch einer wird sicherlich den eingemotteten Grill startklar machen, um die Terrasse für dieses Jahr einzuweihen. Diese Temperaturen tun uns gut, nach den langen Monaten in den Häusern. Wir haben alle gemeinsam in den vergangenen Wochen und Monaten viel erlebt, mit der zweiten Welle sind viele Einschränkungen immer noch verbunden. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir das Schlimmste überstanden haben und jetzt voller Optimismus Richtung Frühjahr blicken können. Die Inzidenzwerte im Landkreis Neunkirchen waren die ganze Zeit sehr hoch, was einzelnen Ausbrüchen in Pflegeheimen geschuldet war. Jetzt sinken im Landkreis Neunkirchen die Zahlen stetig, ein gutes Zeichen. Mit einer neuen Teststrategie und mehr verfügbarem Impfstoff werden wir hoffentlich das Virus merklich in den Griff bekommen. Schulen sollen geöffnet werden, auch für den Einzelhandel erhoffe ich mir ein Öffnungsszenario. Hier gab es in den vergangenen Wochen nachvollziehbare Diskussionen. Warum darf ein Discounter ohne große Abstände ein Vollsortiment verkaufen und ein Blumenhändler, der Abstände sicherstellen könnte, nicht. So etwas führt zu großer Unzufriedenheit und zu Unverständnis. Auch hier hoffe ich, dass es zeitnah spürbare Lösungen gibt. Ähnlich wünsche ich mir das auch für die Veranstaltungswirtschaft und für die Kultur. Ich möchte allerdings an dieser Stelle nicht falsch verstanden werden. Ich stehe nach wie vor hinter den Verordnungen, denn sie sollen Kontaktvermeidung sicherstellen, damit das Gesundheitssystem nicht kollabiert. Nur weil wir uns alle daran gehalten haben, ist dies nicht passiert und wir mussten unser Versorgungszentrum nicht öffnen.

Aber jetzt zu meiner Arbeitswoche: Am Rosenmontag hatten die Dienstgebäude geschlossen. Ausnahme war hier unser Kreisgesundheitsamt, das sieben Tage die Woche, schon seit vielen Monaten, tolle Arbeit leistet. Danke meinem engagierten Team und den zahlreichen Helferinnen und Helfern der Bundeswehr, der Sparkasse und der Kreisstadt Neunkirchen. Ich machte mir selbst ein Bild der Lage und besuchte unser Gesundheitsamt, um mit den Verantwortlichen und mit den Mitarbeitern zu reden. Durch die Einführung des neuen Programmes „SORMAS“ wird Schulungsaufwand auf mein Team zukommen. Die Landesregierung hat uns aktive Unterstützung bei der Einführung des Programmes, das Infektionsgeschehen besser beleuchten soll, zugesichert.

Am Dienstag tauschte ich mich mit dem Werksleiter unserer Tourismus- und Kulturzentrale Christian Rau zu geplanten Aktivitäten in diesem Jahr aus. Die derzeitige Situation macht eine verlässliche Planung unmöglich. Aber wir werden auch in diesem Jahr, egal wie, Attraktionen für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis und darüber hinaus anbieten. Mein Team der TKN plant mit Einsatz. Ich werde zeitnah auch in diesem Blog darüber berichten. Im Anschluss traf ich mich mit Oberst Matthias Reibold, um den künftigen Einsatz der Bundeswehr zu besprechen. Erfreulicherweise stehen uns die Soldatinnen und Soldaten noch weiterhin zur Verfügung. Sie testen zur  Zeit in den Pflegeeinrichtungen und unterstützen seit Monaten in der Kontaktnachverfolgung. An dieser Stelle herzlichen Dank für die gute Kooperation. Hier vor Ort stehen wir mit den beiden Verbindungsoffizieren Roland Diehl und Martin Nunberger in engem Austausch und koordinieren den Einsatz.

Auch tagte der verwaltungsinterne Krisenstab, um die anstehenden Herausforderungen für unsere Kreisverwaltung zu besprechen. Um die Corona- Lage und um das Thema Digitalisierung ging es in einer gemeinsamen Besprechung mit dem Oberbürgermeister, der Bürgermeisterin und den Bürgermeistern. Gerade was die Digitalisierung angeht lastet viel Arbeit auf unseren Schultern. Derzeit werden mit großem Aufwand digitale Endgeräte wie iPads besorgt, um diese zeitnah den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus arbeiten wir kontinuierlich an der Digitalisierung unserer Schulen. Ich möchte an dieser Stelle aber nicht verschweigen, dass wir parallel auch das entsprechende Personal einstellen müssen, um diese Herausforderungen zu meistern. Allerdings ist der Arbeitsmarkt, gerade im Bereich der EDV ausgedünnt, da bundesweit ein hoher Bedarf an Fachkräften besteht.

Am Mittwoch ging es in einem Gespräch mit Vertretern des Landes um die Weiterentwicklung des Erlebnisortes Reden. Nach der gemeinsamen Sitzung des Kreistages und des Gemeinderates Schiffweiler im September vergangenen Jahres ist Bewegung in die Sache gekommen. Derzeit läuft eine Planungsänderung, die die Nutzung einer Straße möglich machen soll. Darüber hinaus haben sich Land, Gemeinde und Kreis bereiterklärt, ein gemeinsames Standortmanagement zu finanzieren. Jetzt geht es darum, wie wir gemeinsam dieses Projekt anpacken. Anschließend fand ein Meeting zur Vorbereitung der anstehenden VSE Aufsichtsratssitzung statt. Ich brauche an dieser Stelle wohl nicht zu erwähnen, dass alle Meetings per Video stattfinden. Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die Teilnahme an einer Online-Fraktionssitzung der SPD-Fraktion im Kreistag dar. In der kommenden Woche findet erstmals in der Geschichte des Landkreises Neunkirchen eine digitale Kreisausschusssitzung statt. Danke meinem Team des Hauptamtes für die gute Vorbereitung.

 

Gestern Morgen fand wie gewohnt ein Austausch mit dem Gesundheitsstaatssekretär Kolling, Vertretern der Städte und Kreise sowie den Verantwortlichen der Ministerien und weiteren Akteuren rund um die Pandemie statt. Hier erfuhren wir unter anderem, dass es schrittweise immer mehr Impfstoff geben wird. Dies stärkt meine Zuversicht in der Mitte des Jahres ein großes Stück weiter zu sein.

 

Heute Morgen beschäftigte ich mich mit der Personalgewinnung innerhalb der Kreisverwaltung. Im Anschluss tauschte ich mich mit meinen Mitarbeiterinnen und  Mitarbeitern zum Thema Digitalisierung aus. Danach fand eine virtuelle Sitzung der Führungskräfte der Kreisverwaltung statt, in der ich auf die aktuelle Situation und die Auswirkungen für die Mitarbeiterinnen und  Mitarbeiter einging.

Die Zeiten, in denen wir uns befinden, bleiben fordernd. Wir alle können weiterhin unseren Beitrag dafür leisten, dass sich dieses gefährliche Virus nicht verbreitet. Halten wir Abstand, tragen wir Masken und geben damit auf uns und unsere Mitmenschen Acht. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein schönes, sonniges Wochenende im Zeichen des Frühlings.

Ihr Landrat Sören Meng!


12.02.2021: Der Lockdown wird fortgesetzt

Präsenzsitzung des Landkreistages mit Abstand

Auch diese Woche stand wieder im Fokus von Corona. Bis in den März soll der Lockdown fortgesetzt werden, was den immer noch zu hohen Inzidenzen und der Mutation des Virus geschuldet ist. Das Ganze ist für unsere Gesellschaft eine Belastungsprobe, wirtschaftlich und emotional. Aber wenn wir dauerhaft möglichst infektionssicher leben wollen, müssen die Infektionen geringer werden. Ich könnte an dieser Stelle auf Vieles eingehen. Leider ist die Lage im Landkreis, gegenüber dem Bundesschnitt, immer noch sehr angespannt. Glücklicherweise gehen auch bei uns die Inzidenzen zurück, allerdings werden die kommenden Wochen entscheidend sein, wie sich die Lage hier entwickeln wird. Dank mehr verfügbarem Impfstoff können in der nächsten Zeit mehr Menschen in unserem Impfzentrum geimpft werden. Dies ist ein elementarer Baustein für den weiteren Verlauf der Pandemie. Danke dem engagierten Team des Impfzentrums. 

In dieser Woche war ich drei Tage nicht im Dienst, ich wurde von der Ersten Kreisbeigeordneten Daniela Feld vertreten, die auch an der Verbandsversammlung des ZPS teilnahm. Hier ging es unter anderem um die Tarifreform im ÖPNV, die am 01. Juli 2021 in Kraft treten wird. Darüber habe ich im vergangenen Blog ausführlich berichtet. Am Montag stimmte ich mich mit einem Vertreter der Kreisstadt Neunkirchen über die Planungen bezüglich des Neubaus der Gemeinschaftsschule Stadtmitte aus. Unter Umständen sind auch Grundstücke im Besitz der Stadt betroffen, daher sind wir derzeit in Verhandlungen. Heute Morgen fand die Vorstandssitzung des saarländischen Landkreistages statt. Es standen zahlreiche Punkte auf der Agenda. Unter anderem ging es um digitale Bildung, den Pakt für den öffentlichen Gesundheitsdienst und einige Themen, die der aktuellen Situation geschuldet sind.

Am Nachmittag fand eine Besprechung mit dem Ministerpräsidenten und der stellvertretenden Ministerpräsidentin statt. Inhalt war die gemeinsame Vorgehensweise in der Bekämpfung gegen Corona. Die saarländischen Landkreise haben hier eine wichtige Rolle. Sie sind die wesentlichen Akteure, natürlich in enger Kooperation mit der Landesebene. Daher war der Austausch heute wichtig.

 

Derzeit befinden wir uns in der Hochphase der Fastnacht. Eigentlich - aber dieses Jahr ist alles anders.

Fastnacht begleitet mich bereits mein Leben lang. Ich selbst war über 3 Jahrzehnte leidenschaftlicher Akteur, ich habe getanzt, gesungen, Büttenreden gehalten, als Präsident moderiert. Daher weiß ich aus erster Hand, was die Vereine leisten. Da ist so viel Leidenschaft, da ist so viel Jugendarbeit, da ist so viel ehrenamtliches Engagement dabei.

 

Was oft so leicht auf der Bühne wirkt, ist mit großem Engagement verbunden. Wochen- und monatelang wird für die Auftritte geprobt, um das Publikum zu begeistern.

 

Die Pandemie lässt Veranstaltungen nicht zu. Aber die Narren verzagen nicht, sie treffen sich virtuell, rufen zu originellen Aktionen auf, kümmern sich um ihre Mitglieder. Gestern, am „ Fetten Donnerstag“,  gab es zahlreiche digitale Veranstaltungen, die der Fastnacht alle Ehre machten.

Danke allen, die sich hier engagieren. Danke allen Närrinnen und Narren für die Pflege des Kulturgutes, auch in Krisenzeiten.

 

Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende. Bleiben Sie gesund!

 

Ihr Landrat Sören Meng


05.02.2021: Hoher Inzidenzwert im Landkreis

Übergabe der Schutzausstattung an die Bundeswehr, die seit dieser Woche bei den Schnelltests in Alten- und Pflegeheimen unterstützt
Maskenpackaktion - Rund 380.000 Masken wurden für den Versand an Hilfsbedürftige gepackt

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

Woche für Woche berichte ich an dieser Stelle über meinen Arbeitsalltag als Landrat des schönen Landkreises Neunkirchen. Seit fast einem Jahr dominiert in meinen Berichten die Corona-Pandemie. Und immer wieder hoffe ich aufs Neue, dass ich Ihnen weniger darüber berichten könnte. Leider hat sich die Lage im Vergleich zur vergangenen Woche weiter verschärft.

Der Inzidenzwert im Landkreis Neunkirchen ist aktuell saarlandweit am höchsten. Rund die Hälfte der Infektionsfälle verzeichnet unser Gesundheitsamt in Einrichtungen. Akut betroffen sind derzeit das Haus Hubwald in Eppelborn-Habach, die Reha Klinik in Illingen, das Diakonie Klinikum Neunkirchen sowie das AWO Seniorenzentrum in Elversberg. Für alle Einrichtungen wurden unverzüglich Aufnahme- sowie Besucherstopps verfügt.

Unser Gesundheitsamt steht mit allen Einrichtungen in Kontakt. Hygienekonzepte, Testungen und das weitere Vorgehen wurden gemeinsam abgestimmt. Ich hoffe, dass sich das Infektionsgeschehen in den nächsten Tagen entspannt, auch hoffe ich auf einen milden Verlauf der Infektionen.

Leider sind wir knapp unter der 200er Marke angelangt. Ab einem Inzidenzwert von 200 an drei aufeinanderfolgenden Tagen ergeben sich gemäß § 13 der saarländischen Corona-Verordnung Sonderreglungen. Allerdings muss beachtet werden, dass es Ausnahmen bei lokalisierten und klar eingrenzbaren Infektionsgeschehen gibt. Hierüber entscheidet letztendlich das Gesundheitsministerium.

Ab sofort werden wir von zusätzlichem Personal der Bundeswehr bei den sogenannten Schnelltests in Einrichtungen unterstützt, die Zahl der Impfungen in unserem Zentrum steigt weiter.

Halten wir uns alle an die Hygienemaßnahmen, wahren Abstand und tragen medizinische Masken. Die Lage bleibt ernst.

Neben dem großen Thema Corona war meine Arbeitswoche geprägt von zahllosen Videobesprechungen. Am Montag und Dienstag fanden Gremien-Sitzungen unserer Sparkasse statt. Am Montag tagte der Kreditausschuss, am Dienstag trat der Verwaltungsrat der Sparkasse, dessen Vorsitzender ich bin, zusammen. Natürlich hat die aktuelle Lage auch Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung unserer Sparkasse. Glücklicherweise wurde hier in der Vergangenheit immer mit Augenmaß und einer hohen Verantwortung agiert, sodass Verluste noch kompensiert werden können. Auch in der Krise können sich die Kundinnen und Kunden auf ihr regionales Kreditinstitut verlassen. Die Sparkasse unterstützt die Arbeit unseres Gesundheitsamtes schon seit Monaten mit kompetenten Mitarbeiterinnen der Direktfiliale, die uns im Bereich Corona-Hotline zur Seite stehen. Auch erfahren wir von einem Team der Kreisstadt Neunkirchen bereits seit Monaten bei der Kontaktverfolgung Unterstützung.

In dieser Woche fand eine Besprechung mit allen Führungskräften unserer Kreisverwaltung statt. Hier ging es unter anderem um das Thema Home Office und das infektionssichere Arbeiten. Wir haben in den vergangenen Monaten viele Vorkehrungen getroffen, damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gut durch die Krise kommen können. An dieser Stelle bedanke ich mich herzlich für das großartige Engagement der Kreisverwaltung. Und wenn ich von Engagement rede, dann kommt mir natürlich die „Schutzmasken-Verteilaktion“  dieser Woche in den Sinn.

Nach der aktuellen Corona-Verordnung  besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske beim Einkaufen und in Bus und Bahn. Die Masken vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz werden Personen mit geringem Einkommen zur Verfügung gestellt. Zu den Empfängern gehören Leistungsberechtigte nach dem SGB II, SGB XII, dem Asylbewerberleistungs- und dem Wohngeldgesetz. Die medizinischen Gesichtsmasken, auch OP-Masken genannt, wurden in nur zwei Tagen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung und einem Einsatzteam des Technischen Hilfswerkes (THW) der Ortsvereine Illingen, Neunkirchen und Spiesen-Elversberg verpackt. Allen anspruchsberechtigten Menschen ab dem sechsten Lebensjahr werden zurzeit je 20 Masken per Post zugestellt. Insgesamt konnten rund 380 000 Masken verschickt werden. Uns war es wichtig, dass wir hier Menschen mit geringem Einkommen unterstützen können. In Rekordzeit wurde auch diese Herausforderung pragmatisch gemeistert.

Am Mittwoch stellte unsere Wirtschafts- und Verkehrsministerin Anke Rehlinger intern die Eckpunkte der neuen Tarifkampagne für den öffentlichen Personennahverkehr vor. Wie ich schon bereits in mehreren Blogs erwähnt habe, wird es zum 1. Juli 2021 eine Tarifreform geben, die den öffentlichen Personennahverkehr deutlich attraktiver machen wird. Günstigere Preise und ein breiteres Angebot sollen mehr Menschen dafür begeistern, den ÖPNV zu nutzen. Vorgeschaltet wird eine umfangreiche Informationskampagne, die jetzt intern vorgestellt wurde. Als Vorsitzender der Aufgabenträger ZPS begrüße ich diese Bemühungen sehr. Als Anteilseigner (gemeinsam mit  der Stadt Neunkirchen) habe ich natürlich auch unser eigenes Verkehrsunternehmen NVG im Blick.

Gestern tagte in Neunkirchen der Beirat unserer Kreisvolkshochschule. Einstimmig wurde das neue Programm beschlossen. Die Leiterin Sarah Falkenrich und ihr Team haben viele Angebote digital aufbereitet, da Präsenztermine leider nicht möglich sind. Wir hoffen alle, dass bei einer sich entspannenden Lage verschiedene Angebote wahrgenommen werden können.

Ebenfalls nahm ich die Gelegenheit wahr, das zusätzliche Personal, das von der Bundeswehr für die Schnelltests in den Seniorenheimen gestellt wurde, willkommen zu heißen. Nach einer Schulung werden sie in den nächsten Tagen ihre Arbeit aufnehmen und ihren Beitrag zur Infektionssicherheit in den Einrichtungen leisten. Auch hierfür herzlichen Dank.

Der heutige Morgen stand ganz im Zeichen der internen Rücksprachen und Videokonferenzen. Eine besonders gute Nachricht gab es für mich in dieser Woche: innerhalb kurzer Zeit wurde der vor Weihnachten beschlossene Haushalt für das Jahr 2021 vom Landesverwaltungsamt genehmigt. So können wir endlich damit beginnen, Investitionen zu tätigen und personelle Weichen zu stellen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende. Bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat Sören Meng


29.01.2021: Fordernde handlungsintensive Zeiten

Generalmajor Andreas Hannemann (links) machte sich vor Ort ein Bild der Lage
Landrat Sören Meng und der Kreisverbindungsoffizier Roland Diehl haben Generalmajor Andreas Hannemann (mitte) den Einsatz der Bundeswehr im Landkreis Neunkirchen vorgestellt
Vorstellung des neuen Bernstein-Banners im Jubiläumsjahr

„Der Kern der Freude liegt im Handeln.“ Dieses Zitat des Schweizer Autors Carl Hilty hat mich diese Woche begleitet. Das neue Jahr verläuft arbeitsmäßig für unsere Kreisverwaltung genauso wie 2020. Immer wieder gibt es neue Regelungen, die wir umsetzen müssen, um unser Möglichstes für die Bürgerinnen und Bürger zu tun. Diese Woche geht für mich mit eher gemischten Gefühlen zu Ende. Auf der einen Seite sinken die Inzidenzwerte, auf der anderen Seite ist die Mutation des Virus auch bei uns angekommen. Keiner weiß, wie sich die Lage entwickeln wird. Was wir wissen, ist, dass die Schutz- und Hygieneregeln wichtiger denn je sind. Die Maskenregeln wurden verschärft. In Geschäften und dem ÖPNV müssen sogenannte medizinische Masken getragen werden. Hier unterscheidet man zwischen den eher leichten OP Masken und den massiveren FFP2-Masken. Die letzteren genannten bieten einen umfangreicheren Schutz, sind aber in der Handhabung schwieriger und sollten sehr bewusst getragen werden. Auch an Pausenzeiten soll beim Tragen dieser Masken gedacht werden. Aufgrund von täglichen Videokonferenzen war ich wie bereits in den vergangenen Monaten in erster Linie in meinem Büro anzutreffen. Am Montag fanden neben Rücksprachen und WebEx-Konferenzen die Vorstellungsgespräche für den künftigen Leiter unserer Straßenverkehrsbehörde statt. Aufgrund der Hygienebestimmungen sind solche Termine für unsere Kreisverwaltung mit zusätzlichem Aufwand verbunden. Mir ist es wichtig, dass wir auch in dieser Zeit unsere Stellen besetzen können. Darum bin ich auch dem Kreistag sehr dankbar, dass er uns bei diesem Ansinnen unterstützt. Am Dienstag konnte ich in unserem Landkreis hohen militärischen Besuch empfangen. Der Generalmajor der Bundeswehr Andreas Hannemann wollte sich vor Ort ein Bild der Lage machen und besuchte die Soldatinnen und Soldaten bei der Kontaktnachverfolgung im Landkreis Neunkirchen. Ich nahm den Besuch zum Anlass, um mich bei der Bundeswehr für ihren Einsatz zu bedanken. Seit Monaten erfahren wir große Hilfe. Über die Kreisverbindungsoffiziere und den engen Draht zu dem Kommandeur des Landeskommando, Oberst Matthias Reibold, erfuhren wir schnelle, zielorientierte Unterstützung. Das Team der Bundeswehr arbeitet Hand in Hand mit dem Team unseres Kreisgesundheitsamtes und sehr engagiert zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger. Auch im Impfzentrum werden wir unterstützt.  Am Nachmittag tauschte ich mich mit unserem Personalrat zu aktuellen Themen aus. Natürlich war ein Thema Home Office. Aufgrund der neuen Vorgaben des Bundes sollen auch die öffentlichen Arbeitgeber Home Office-Lösungen anbieten. Dies wurde von uns in der Vergangenheit bereits praktiziert, denn es ist wichtig, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung möglichst kontaktarm arbeiten können. Allerdings ist es nicht in allen Verwaltungsbereichen möglich, aber bisher haben wir immer individuelle Lösungen gefunden. Die Bürgerinnen und Bürger, das haben wir in der Vergangenheit unter Beweis gestellt, können sich auf die Bereitschaft ihrer Kreisverwaltung und die Erreichbarkeit verlassen. Am Mittwoch stellte ich gemeinsam mit dem Bürgermeister der Gemeinde Schiffweiler und weiteren Vertretern die Eckpunkte des „Bernstein Jahres 2021“ vor. Der Schiffweiler Maler Walter Bernstein wäre in diesem Jahr 120 Jahre alt geworden, er verstarb vor 40 Jahren im Alter von 80 Jahren. Die Bernstein Stiftung unter der engagierten Leitung von Roman Uwer hat ein attraktives Veranstaltungsprogramm rund um das vielfältige Wirken Bernsteins organisiert. So wird beispielsweise der renommierte Street-Art-Künstler Hendrik Beikirch eine Giebelwand in Schiffweiler gestalten. Vor zwei Jahren schuf er in der Kreisstadt Neunkirchen ein beeindruckendes Gemälde eines Hüttenarbeiters. Ich freue mich sehr, dass in diesem Jahr Walter Bernstein in dieser Form gewürdigt wird. Er war ein überregional wirkender Künstler, der sich intensiv mit dem täglichen Leben der Menschen in unserem Landkreis auseinandersetzte. Seine Kunst dokumentiert eindrucksvoll die Rolle unserer Region als einstiger Kohle- und Stahlstandort.

Walter Bernstein ist ein wichtiger Botschafter des Kreises, der für die industrielle Vergangenheit und auch für das historische Gewissen unserer Region steht.

Am Abend nahm ich an der zentralen Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus, die dieses Jahr erstmals online aus dem Landtag übertragen wurde, teil. Sie entstand in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung und der saarländischen Psychiatrie Stiftung Merzig, dessen Kuratoriumsmitglied ich bin. In der Rede von Frau Professor Dr. Maike Rotzoll ging es um die Patientenmorde im Nationalsozialismus und ihre Opfer. Auch Einzelschicksale wurden eindrucksvoll geschildert. Durch die sogenannte Euthanasie wurden in der dunkelsten Zeit deutscher Geschichte viele Menschen systematisch ermordet. Hinter jedem Namen steht ein Schicksal. Ich halte solche Veranstaltungen für sehr wichtig, denn sie machen bewusst, wie wachsam man unsere Demokratie verteidigen muss, damit sich Geschichte nicht mehr wiederholen kann.

Gestern fand eine Besprechung mit Gesundheitsstaatssekretär Stephan Kolling statt, bei der die aktuelle Lage eingehend erörtert wurde. Natürlich ging es auch um Themen wie Impfstoffe und Impfstrategien sowie Berichte aus den einzelnen Kreisen. Im Saarland läuft sowohl das Impfen, als auch die Organisation in den Impfzentren sehr gut. Täglich erreichen mich Mails zufriedener Bürger, die den Ablauf im Impfzentrum Ost loben. Das größte Problem ist die derzeitige Menge an Impfstoff, die uns zur Verfügung steht. Zwar konnte die Zahl der Geimpften weiter gesteigert werden, aber es wird noch dauern, bis unser Zentrum unter voller Auslastung läuft. Hierauf haben wir keinen Einfluss und müssen um Geduld bitten.

Am Nachmittag bereitete ich mit dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Neunkirchen Markus Groß die anstehende Verwaltungsratssitzung vor. Auch auf die Arbeit unserer Sparkasse hat die Pandemie große Auswirkungen. Allerdings wurde rechtzeitig reagiert und entsprechende Weichen gestellt.  Auch in der Krise können sich die Kunden auf die Sparkasse verlassen.

Mein heutiger Morgen stand im Zeichen der Mobilität. Als ZPS-Verstandsvorsteher nahm ich am ÖPNV-Beirat, in dem auch Unternehmen vertreten sind, teil. Unter anderem ging es um die aktuelle Entwicklung in der saarländischen Nahverkehrspolitik. Das Ganze gestaltet sich schwierig, da die Pandemie auch den ÖPNV im Griff hat. Durch ausfallende Schülerverkehre und ein verändertes Kundenverhalten gibt es hohe Einnahmeausfälle, die zum Teil durch das Land kompensiert werden. Mit Spannung erwarte ich die Tarifreform, die zum 1. Juli 2021 starten soll. Unsere Verkehrsministerin Anke Rehlinger wird in Kürze die Reform umfassend vorstellen.

Anschließend nahm ich an einer Sitzung der Rettungs-Dienstlogistik und Service GmbH , kurz RDS, teil.  Der Rest des Tages gehörte der „klassischen Büroarbeit“, die natürlich auch in der Coronazeit anfällt.

Derzeit bereitet mein Team der Verwaltung das Versenden von medizinischen Masken für bedürftige Bürgerinnen und Bürger vor. Dies soll in der kommenden Woche erfolgen und ist mit einem hohen organisatorischen Aufwand verbunden.
Aber auch diese Herausforderung wird mein engagiertes Team schaffen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende!

Bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat Sören Meng


22.01.2021: Themenreiche Winterwoche

Teilnahme an der Sitzung des Sozialausschusses des Landtages per Videokonferenz
Der THW Landesbeauftragte Marcus Hatsche besuchte das Impfzentrum Ost
Seit Jahresbeginn wird der Notarzt am Standort Ottweiler von der Uniklinik Homburg gestellt.Gestern wurde am Standort die Leitung übergeben

Auch diese Woche war sehr abwechslungsreich und geprägt von Themen, die auch einmal weniger mit der Corona-Pandemie zu tun hatten. Schon seit vielen Monaten bin ich täglich in sogenannten Videokonferenzen. Die Art und Weise, wie hier kommuniziert wird, hat sich im Laufe der Zeit deutlich verändert. Gab es anfangs noch Menschen, die dem Medium eher unsicher gegenüberstanden, laufen jetzt diese Meetings sehr geordnet ab. Natürlich gibt es auch noch, wenn auch sehr selten, Präsenztermine und Rücksprachen. Täglich tausche ich mich mit dem Stabsstellenleiter für den Katastrophenschutz im Landkreis Neunkirchen Alexander Koch aus. Er ist auch eng vernetzt mit unserem Impfzentrum. Hier konnten in dieser Woche mehr Impfungen vorgenommen werden. Zwar erreichte uns auch die Nachricht, dass es in nächster Zeit etwas weniger Impfdosen von einem Impfstoff, der geordert wurde, geben soll, aber weitere Impfstoffe werden in kurzer Zeit eintreffen, sodass die Arbeit im Impfzentrum ungehindert weitergehen kann. Dies wurde auch in einer Besprechung mit dem Sozial- und Gesundheitsministerium bestätigt. Darüber hinaus werde ich weitere Kräfte der Bundeswehr anfordern, damit in den Senioreneinrichtungen im Landkreis Neunkirchen mehr getestet werden kann. Dies werden auch die anderen Landkreise tun. Ziel ist es, dass die Menschen, die in Einrichtungen leben, geschützt sind. Leider starben, auch im Landkreis Neunkirchen, in den letzten Monaten zahlreiche Menschen, die an dem Virus erkrankten. Hier erhoffen wir uns mit einer verstärkten Teststrategie deutlich mehr Sicherheit.

Auch fand in dieser Woche die Besprechung der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten statt. Ab Montag gilt auch im Saarland eine neue Verordnung, der bisherige Lockdown wird noch bis 15. Februar verlängert. Als wesentliche Änderung ist festzuhalten, dass medizinische Masken im ÖPNV und in den Geschäften sowie weiteren Bereichen zu tragen sind. Ich werde immer wieder angesprochen, ob die Maßnahmen noch verhältnismäßig sind. Sie schränken unseren Alltag stark ein, haben erhebliche Folgen für die Wirtschaft und fallen uns allen zunehmend schwerer. Allerdings haben wir alle vernommen, wie sich die Zahlen der letzten Zeit nach oben entwickelt haben und wie viele Tote es mittlerweile zu beklagen gibt. Ich hatte gestern die Möglichkeit mit Ärzten zu reden. Sie berichten mir von einer steigenden Anzahl an Patienten mit Covid-19 auf der Intensivstation. Das Gefährliche an der Krankheit ist, dass sich der Verlauf nicht prognostizieren lässt. Auch werden die Patienten, unabhängig von einer möglichen Mutation des Virus, immer jünger. Ich schreibe das nicht, um Panik zu verbreiten. Mir geht es darum, darauf hinzuweisen, dass die Maßnahmen nach wie vor sinnvoll und absolut notwendig sind, wenn wir optimal medizinisch versorgt werden wollen. Durch die Impfungen sehen wir alle „Licht am Ende des Tunnels“ und ich bin zuversichtlich, dass wir uns schon in wenigen Monaten ein großes Stück „alten Alltag“ zurückerobern werden.

Mitte der Woche nahm ich per Video an der Sozialausschusssitzung des saarländischen Landtages gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Armin König teil. Hier war die geplante Schließung der Reha-Klinik Illingen Thema. Auch der Träger der Klinik nahm an der Beratung teil. Aus Sicht des Landkreises Neunkirchen schilderte ich die Betroffenheit der Bürgerinnen und Bürger. Ich habe darauf im letzten Blog schon hingewiesen. Es ist ein Verlust für die medizinische Versorgung im Landkreis Neunkirchen, da ich eine Reha-Einrichtung für sehr sinnvoll betrachte. Die Bürgerinnen und Bürger des Kreises konnten bisher wohnortnahe Hilfe erfahren. Auch bereitet mir die demographische Entwicklung Sorge, da in den nächsten Jahren der geriatrische Bedarf zunehmen wird. Dr. König und ich baten um Unterstützung, dass es am Standort Illingen weiterhin ein zukunftsgerichtetes, medizinisches Angebot geben wird.

In dieser Woche fand erneut ein Austausch mit dem Oberbürgermeister, der Kreisbürgermeisterin und den Kreisbürgermeistern zum Thema Digitalisierung statt. Aufgrund der hohen Bundesmittel kommen wir mit der Digitalisierung der Schulen ein großes Stück weiter, auch die Landesmittel unterstützen uns hier bei diesem Schritt. Allerdings ist die Digitalisierung ein Thema, das sich sehr komplex gestaltet. Neben erforderlichen baulichen Rahmenbedingungen muss auch die IT-Infrastruktur entsprechend aufgerüstet werden. Diesen Weg wollen wir gemeinsam gehen und Kooperationsmöglichkeiten ausloten.

Gestern fand die Sitzung des Kreisausschusses statt. In dieser Sitzung wurden wichtige Sozialmaßnahmen finanziell unterstützt. So wurde dem Diakonischen Werk ein Zuschuss für die Durchführung von Beschäftigungsmaßnahmen im Sozialkaufhaus Neunkirchen und bei der Möbelbörse Neunkirchen gewährt. Rund 30 langzeitarbeitslose Menschen sind dort eingesetzt.

Ebenso wurde die Weiterführung der Jugend-Beschäftigungsmaßnahme „ Neustart“ beschlossen, hier unterstützt der Landkreis mit 20.000 €.

Den gleichen Betrag bekam auch das Sozialkaufhaus Neunkirchen im Rahmen eines Betriebskostenzuschusses, gleiches galt auch für die Möbelbörse Heiligenwald. Der Arbeiter-Samariter-Bund mit seinem Projekt „Frauen aktiv Illingen“ erhielt eine Förderung von 21 000 €. Die Arbeit des Demenzvereines im Landkreis wurde mit 10 000 € unterstützt. Darüber hinaus wurde über die Verwendung der Mittel aus der Feuerschutzsteuer beraten. Hier war unser Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack vor Ort, um die Vorlage der Verwaltung nach Absprache mit den Wehrführern vorzustellen. Der Kreisausschuss folgte dem Vorschlag. Ich nahm die Anwesenheit von Michael Sieslack zum Anlass, um mich für das großartige Engagement unserer Wehren im Kreis zu bedanken.

Apropos Hilfsdienste im Landkreis : Anfang der Woche besuchte der neue THW-Landesbeauftragte für Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland Marcus Hantsche den Landkreis Neunkirchen und besichtigte das Impfzentrum. Gemeinsam mit meinem Mitarbeiter Alexander Koch stellte ich die Konzeption vor. Wie schon beim Aufbau des Versorgungszentrums unterstützte uns das THW beim Aufbau des Impfzentrums. Durch den Besuch hatte ich die Möglichkeit dem Landesbeauftragten das große Engagement seiner Ortsverbände vor Ort näherzubringen und mich nochmals zu bedanken.

Gestern Morgen stellten wir die neue Notarztversorgung am ehemaligen Marienhausklinikum Ottweiler vor. Nach der Schließung des Standortes war es mir wichtig, dass der Notarzt weiterhin vor Ort bleibt und die Bürgerinnen und Bürger sich auf schnelle Alarmierungszeiten verlassen können. Seit Jahresbeginn wird der Notarzt am Standort Ottweiler von der Uniklinik Homburg gestellt. Ein herzliches Dankeschön dem ZRF, Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Saar, für die Unterstützung.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, auch diese Woche waren die Themen, mit denen ich mich beschäftigen durfte, sehr vielseitig. Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende! Bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat Sören Meng


15.01.2021: Welch‘ eine Winterwoche!

Vor-Ort-Termin an der Kita in Humes - Foto: Carolin Merkel

Wettermäßig war diese Woche etwas Besonderes. Der Winter hatte schon am vergangenes Wochenende Einzug gehalten und verzauberte uns mit wunderschönen Landschaftsbildern. Man sah zahlreiche Kinder mit ihren Eltern auf Schlitten unterwegs, auch dieses Wochenende soll es so weitergehen. Das sind die kleinen, schönen Dinge, für die im Alltag oft wenig Zeit bleibt. Aber in dieser Zeit, in der wir uns, auch bedingt durch den Lockdown, überwiegend zu Hause aufhalten sollen, tut es gut. Und wenn ich natürlich wieder das Dauerthema Corona anspreche, bin ich sehr froh, dass der Inzidenzwert im Landkreis Neunkirchen in dieser Woche deutlich rückläufig war. Unser Impfzentrum kann seit dieser Woche mehr Menschen impfen, in nächster Zeit soll es eine größere Menge an Impfstoff geben, sodass unser Impfzentrum Stück für Stück mehr ausgelastet sein wird. Wir können in zwei Schichten bis 1000 Menschen am Tag impfen. Derzeit scheitert dies noch an der Verfügbarkeit des Impfstoffes. Froh bin ich darüber, dass das Sozial- und Gesundheitsministerium seit dieser Woche eine Warteliste für Impfwillige führt. Leider waren in den vergangenen Wochen die Hotlines überlastet, was zu großem Verdruss seitens der Bürgerinnen und Bürger führte.

Meine Arbeitswoche begann mit dem Jour fixe, welcher per Videokonferenz stattfand. Auch wir halten uns in der Verwaltung an das Gebot der Kontaktvermeidung. Am Nachmittag fand eine Besprechung mit dem Oberbürgermeister und den Kreisbürgermeistern zum Thema Digitalisierung der Schulen statt. Hier wollen wir zusammenarbeiten. Allerdings loten wir zur Zeit aus, welchen Unterstützungsbedarf es seitens der Kommunen gibt. In der kommenden Woche werden wir erneut tagen. Am Dienstag war ich vormittags in Saarbrücken, wo Vorstellungsgespräche für die Nachfolge des bisherigen Geschäftsführers des Landkreistages stattfanden. Hier können wir in Kürze der Verbandsversammlung einen Personalvorschlag machen.

Am Nachmittag tagte dann der verwaltungsinterne Krisenstab. Zurzeit gilt das Gebot des Home Office. Bereits im ersten Lockdown haben wir Möglichkeiten geschaffen, dass verstärkt von zu Hause aus gearbeitet werden kann. Da wir allerdings auch viele Einzelarbeitsplätze haben, wird nur, im Vergleich zur Größe unserer Verwaltung, sehr wenig die Möglichkeit des Home Office in Anspruch genommen.

Im Anschluss fand eine Videobesprechung mit den Geschäftsführern der CTS statt, die in Illingen die Reha-Klinik Sankt Hedwig betreiben. Ich stand mit ihnen in den vergangenen Jahren immer wieder in Verbindung. Beim letzten Gespräch 2019 diskutierten wir die Möglichkeiten zur Erweiterung des Reha-Standortes. Daher ging ich davon aus, dass es sich beim Gesprächstermin um diese Thematik handeln würde. Leider war das nicht der Fall. Mir wurde mitgeteilt, dass der Träger das Angebot in Illingen nach Weiskirchen verlagern wird. Für die Bürgerinnen und Bürger des Kreises bedeutet dies weitere Wege, um eine Rehabilitationsmaßnahme wahrzunehmen, auch das gute ambulante Angebot fällt weg.  Nach der Schließung des Marienhauskrankenhauses Ottweiler ist dies in kurzer Zeit ein weiterer herber Verlust für die Gesundheitsregion Neunkirchen, von den wirtschaftlichen Folgen ganz abgesehen. Die Menschen werden älter und sind verstärkt auf wohnortnahe medizinische Hilfe angewiesen. Im Landkreis Neunkirchen besteht aus meiner Sicht ein hoher Bedarf an geriatrischen Einrichtungen. Hierzu leistete die Illinger Fachklinik einen wichtigen Beitrag. Ich hoffe, es gelingt eine Nachfolgenutzung des Geländes, möglichst mit medizinischem Bezug, zu finden. Auch halte ich es für wichtig, eine Reha-Einrichtung in unserem Kreis zu wissen. Bereits jetzt ist jeder vierte Bürger im Landkreis über 60 Jahre. Diese Zahl zeigt deutlich, wie hoch der Bedarf an geriatrischen Einrichtungen ist.

Heute Morgen war ich in der Gemeinde Eppelborn zu Gast. Gemeinsam mit dem Bürgermeister Dr. Andreas Feld schaute ich mir den geplanten Standort des neuen Kindergartens Humes an. Die Gemeinde wird diesen Kindergarten bauen, Träger wird die Kita GmbH sein. Ich freue mich sehr, dass die Gemeinde derzeit alles daran setzt, mehr Kitaplätze zu schaffen. Landkreisweit ist der Bedarf an Kita-und Krippenplätzen sehr groß. Ein gutes Angebot an diesen Plätzen trägt wesentlich zur Attraktivität einer Kommune und eines Kreises bei.

Heute Nachmittag tauschte ich mich mit der Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger zur aktuellen Lage aus. Viele Unternehmen, gerade im Dienstleistungsbereich und der Veranstaltungsbranche, kämpfen derzeit ums Überleben. Sie brauchen verlässliche Hilfe, um durch die Krise zu kommen.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, eine arbeitsreiche Woche geht zu Ende. Mein Alltag ist geprägt von vielen Rücksprachen, die sich oft rund um Corona drehen. Denn diese besondere Situation erfordert ein hohes Maß an organisatorischen Maßnahmen. Ich danke an dieser Stelle allen, die die Hygiene-und Abstandsregeln ernst nehmen. Nur so können wir es erreichen, dass sich die Lage wieder normalisiert. Zurzeit ist diese Lage in weite Ferne gerückt, aber gemeinsam, davon bin ich fest überzeugt, werden wir es schaffen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende. Bleiben Sie und Ihre Lieben gesund!

Ihr Landrat Sören Meng


08.01.2021: Willkommen Neues Jahr 2021

Begehung mit Landtagsabgeordneten der SPD-Fraktion in unserem Impfzentrum

Das Jahr 2021 ist noch jung. Für mich geht die erste offizielle Arbeitswoche in diesem Jahr zu Ende. Wir alle sehen dem Jahr mit großer Spannung entgegen, war doch das vergangene Jahr 2020 ein Schicksalsjahr für uns alle. Allerdings kann ein neues Jahr die Perspektive verändern. Wir schauen auf das, was kommt. Erich Kästner stellte einmal schmunzelnd fest: „Wird‘s besser, wird‘s schlechter, seien wir ehrlich, Leben ist immer lebensgefährlich“. Oder wie es in einem Lied von Hannes Wader heißt: „Es scheint, was auf der Welt geschieht, bedrängt in dieser Zeit. Die Menschen mehr als je zuvor in der Vergangenheit. Wer weiß, was uns die Zukunft bringt, die niemand von uns kennt. Lasst, Freunde, uns an diesem Tag, vergessen, was uns trennt.“

Deshalb sollten wir alle dem neuen Jahr eine Chance geben und positiv in die Zukunft blicken. Denn es gibt Grund dazu: Noch im alten Jahr haben die Impfungen im Impfzentrum begonnen. Die Resonanz seitens der Bevölkerung ist sehr gut. Seit dem Impfstart am 28. Dezember wurden im Impfzentrum Ost 1.129 Personen gemäß der Priorisierungsliste geimpft. Das Impfzentrum Ost wird vom Landkreis Neunkirchen, dem Landkreis St. Wendel und dem Saarpfalz-Kreis betrieben. Hinzu kommen 558 Personen, die durch angegliederte Mobile Teams versorgt wurden. Das ist ein positives Zeichen, es geht voran in dieser schwierigen Pandemielage. Dennoch hoffen wir natürlich, dass bald mehr Impfstoff zur Verfügung steht. Und auch diese Hoffnung ist begründet. Das stellten gestern Ministerin Monika Bachmann und Staatssekretär Stephan Kolling in einer Videokonferenz dar. Schon ab der kommenden Woche kann die Impfmenge deutlich erhöht werden und dadurch unser Impfzentrum stärker ausgelastet werden. Auch werden in Kürze weitere Impfstoffe zugelassen werden. An dieser Stelle möchte ich dem engagierten Team des Impfzentrums Ost herzlich für den großen Einsatz danken. Mich erreichen viele positive Rückmeldungen der geimpften Bürgerinnen und Bürger. Ein Problem stellt derzeit die Terminvergabe dar. Auf der einen Seite erfahren die Menschen, dass in den Impfzentren gearbeitet wird, auf der anderen Seite gibt es viel zu wenige Termine, die über eine Hotline und ein digitales Vergabesystem zu bekommen sind. Da es zurzeit noch wenig Impfstoff gibt, ist die Nachfrage um ein Vielfaches höher, als die derzeitige Impfmenge. Darum bitte ich an dieser Stelle um Ihre Geduld. Wie bereits schon erwähnt, wird mit Hochdruck daran gearbeitet, mehr Menschen impfen zu können. Das ganze wird auf Bundesebene koordiniert und an die Länder weitergegeben. Jeder tut hier sein Bestes um die Situation zu normalisieren.

Leider sind die Infektionszahlen im Landkreis Neunkirchen alles andere als zufriedenstellend. Nachdem wir einige Zeit einen Inzidenzwert unter 100 hatten, wurde diese Woche der Wert deutlich überschritten. Auch Pflegeeinrichtungen sind betroffen. Dies ist bundesweit der Fall, daher wird es ab Montag einen noch härteren Lockdown geben. Ich brauche an dieser Stelle nicht zu betonen, dass dies auch mir nicht gefällt. Wie alle Bürgerinnen und Bürger spüre ich den Wunsch nach Normalität. Allerdings ist die Lage noch zu ernst, um eine Entwarnung zu geben. Daher halten wir uns alle an die Hygiene- und Abstandsregeln. Nur so können wir es erreichen, dass sich die Lage zeitnah ändern wird. Unsere Disziplin und eine verstärkte Impftätigkeit werden Wirkung zeigen und dann zu gegebener Zeit Lockerungen zulassen.

Diese Woche war geprägt von Videokonferenzen, Rücksprachen und natürlich Schreibtischarbeit.  Am Dienstag und Mittwoch war ich in Saarbrücken, wo ich im Kreise meiner Kollegin und meiner Kollegen an Vorstellungsgesprächen für eine neue Geschäftsführung des saarländischen Landkreistages teilnahm. Der langjährige, engagierte Geschäftsführer Martin Luckas wird noch in diesem Jahr in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Daher ist es wichtig, rechtzeitig die Nachfolge zu regeln. Gestern besuchte eine Gruppe von Landtagsabgeordneten der SPD-Fraktion unser Impfzentrum, um sich vor Ort über den Ablauf zu informieren. Am heutigen Morgen fand zur aktuellen Lage rund um Corona eine virtuelle Besprechung mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern der Gemeinden statt. An dieser Besprechung nahmen auch Vertreter des Gesundheitsamtes teil. Die kommunale Familie steht in Krisenzeiten besonders zusammen. Daher ist es mir wichtig, umfassend zu informieren und Dinge zu besprechen. Hier ist mir die Sicht der Städte und Gemeinden sehr wichtig…

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ein neues Jahr hat begonnen und bringt viel Arbeit mit sich. Schauen wir dem Verlauf dieses Jahres positiv entgegen. Für dieses Wochenende sind Schneefälle gemeldet. Nutzen Sie dieses schöne Wetter für Spaziergänge in der herrlichen Natur. Bleiben Sie gesund, bis nächste Woche!

Ihr Landrat Sören Meng


23.12.2020: Mein Jahresendblog in bewegten Zeiten

Letzter offizieller Termin in diesem Jahr:Testlauf im Impfzentrum - wir sind bereit für den Impfstart

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

dieses ist der letzte Blog im Jahr 2020. Auch dieses Jahr habe ich, nunmehr seit fünf Jahren, jede Woche mit Ausnahme meines Urlaubes über meinen Arbeitsalltag als Landrat berichtet. Zugegebenermaßen war diesen diesem Jahr etwas schwieriger, als sonst. Lebt mein Blog normalerweise von der großen Vielfalt der Themen, die ich bearbeiten darf, waren die Blogs in diesem Jahr geprägt von dem Geschehen rund um Covid 19. Nachdem die ersten zwei Monate noch „normal“ verliefen, geriet unsere Gesellschaft ab März in den Krisenmodus. In der ersten Zeit ging es in erster Linie um organisatorische Herausforderungen, die ich mit meinem Team der Kreisverwaltung meistern musste. Es fehlte an Hygienematerial, an Masken und Handreichungen. Wir alle konnten auf diese Herausforderungen nicht vorbereitet sein und dennoch zeigte sich eindrucksvoll, zu was eine solidarische Gesellschaft imstande sein kann. Das Zusammenspiel zwischen Bund, Land, Kreis und Kommune stimmte von Anfang an. Lösungsorientiert hieß das Zauberwort, das uns durch die ersten Wochen der Pandemie trug. Ich erlebte in dieser Zeit so viele Menschen, die im Haupt und im Ehrenamt über sich hinaus wuchsen, um ihren Beitrag für die Gesundheit in unserem Landkreis zu leisten. Das war eine Mammutaufgabe, die angenommen wurde. Gemeinsam mit vielen ehrenamtlich Tätigen in den Hilfsorganisationen bauten wir in der Seminarsporthalle ein Versorgungszentrum. Es wird noch immer aufrechterhalten, denn sollten die Zahlen weiterhin extrem nach oben gehen, bestünde die Gefahr, dass die Kapazitäten in den Krankenhäusern nicht mehr ausreichen würden. Dann müssten die Versorgungszentren geöffnet werden. Allerdings, darauf lege ich an dieser Stelle großen Wert, ist derzeit ein solches Szenario nicht absehbar.

 Nach dem ersten Lockdown und der Verbesserung der Infektionszahlen kehrte wieder ein kleines Stück Normalität ein. Die Gastronomie öffnete unter besonderen Bedingungen und auch Kultur war in einem bescheidenen Maß wieder möglich. Beispielsweise erwähne ich hier die Musikpicknicke und Freizeitzentrum Finkenrech und die Autokinoveranstaltungen rund um den Erlebnisort Reden. Leider nahmen viele mit Menschen die Gefahr durch Corona nicht ernst genug und so verbreitete sich das Virus erneut. Seit Oktober gehen die Zahlen wieder stark nach oben, das Wort Inzidenz, dass ich bis dato noch nicht kannte, ist längst ein geflügeltes Wort geworden und sagt viel über die Infektionslage im jeweiligen Landkreis aus. Mittlerweile haben wir gemeinsam mit den Landkreisen Sankt Wendel und Saarpfalz ein Impfzentrum im ehemaligen Praktiker Baumarkt in Neunkirchen-Sinnerthal aufgebaut. Ich gehe davon aus, dass dieses Zentrum zum Jahresbeginn startet.

Neben der Coronalage ging ein Großteil meiner Arbeit natürlich weiter. Sitzungen wurden per Video abgehalten, Absprachen per Telefon getroffen. Was anfangs noch fremd und ungewohnt war, ist mittlerweile tägliche Praxis. Auch dies ist eine Lehre aus dieser Zeit. Wir sollten alle unsere Gewohnheiten und Sitzungsrituale hinterfragen. Ist es wirklich sinnvoll, für eine halbe Stunde nach Saarbrücken zu fahren, wenn der gleiche Termin sich auch per Video umsetzen ließ? Ich hoffe, diese Gedanken werden wir uns erneut machen, wenn der Alltag wieder normal ist. Es wird viel über nachhaltiges Handeln geredet, auch ein ressourcenschonendes Terminmanagement würde hier einen wichtigen Beitrag leisten.

Was hat uns dieses Jahr gezeigt? Hier kommt mir der Begriff Demut in den Sinn.

Dieses alte Wort bedeutet, dass man sich selbst nicht so wichtig nehmen sollte und stattdessen etwas für die Gemeinschaft tut. Demut heißt auch dankbar zu sein, was andere für uns tun. So denke ich, während ich diese Zeilen schreibe, an Menschen, die ganz selbstverständlich haupt- und ehrenamtlich seit Monaten alles tun, um uns durch diese Zeiten zu bringen. Menschen, die ihre Unterstützung unserer Verwaltung anboten und einfach da waren, als man nicht damit rechnete.

 

Herbert Grönemeyer hat dies wunderbar formuliert:

„Sie sind die Helden dieser Zeiten, unsere Rückgrate, unser Stand,

trauen sich ihre Grenzen weit zu überschreiten, für Dich und mich, nehmen dieses Land in ihre Hand.

Sie arzten, pflegen, transportieren, kassieren, retten forschen, schützen ziehen,

sorgen für das Morgen, sind unser Lebenskoffein.“

 

Die Krise, so gibt uns Papst Franziskus auf den Weg, ist ein Alarmzeichen, das uns zum Nachdenken führt, wo die tieferen Wurzeln liegen, die uns Halt geben mitten im Sturm.

 

Jeder wird das Jahr in wenigen Tagen bilanzieren, beruflich und privat.

Der Landkreis hat auch 2020, trotz aller unvorhersehbaren Herausforderungen, einiges für seine Bürgerinnen und Bürgerinnen getan, sei es im gesundheitlichen und  sozialen Bereich, sei es als Schulträger mit der Digitalisierung seiner Schulen, mit richtungsweisenden Investitionen, die der Kreistag auf den Weg gebracht hat.

 

Das Ganze ist eine Gemeinschaftsleistung. Ich danke allen für die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit.

Trotz aller Herausforderungen wünsche ich eine kraftgebende Weihnachtszeit, verbunden mit der Hoffnung auf ein positiveres Jahr 2021. 

Bleiben Sie gesund! Bis bald!

Ihr Landrat Sören Meng


18.12.2020: Eine arbeitsreiche Woche geht zu Ende

Das zweite Kreisbuch ist erschienen
Das Impfzentrum Ost konnte diese Woche fertiggestellt werden - Ministerpräsident Tobias Hans und Gesundheitsministerin Monika Bachmann waren gekommen, um sich ein Bild zu machen
Haushaltssitzung des Kreistages in der Gebläsehalle Neunkirchen
Dank der Bürgerstiftung erhalten die Vereine im Landkreis 129 625 Euro

Was war das für eine Woche! Eine Woche mit vielen Herausforderungen und als „Krönung“ unsere Haushaltssitzung, in der der Kreistag mit kleineren Änderungen dem Haushaltsentwurf der Verwaltung mehrheitlich zustimmte.

Zum Wochenbeginn tauschte ich mich mit dem Oberbürgermeistern und Bürgermeistern  aus. Es ging natürlich auch um den Lock-Down, der seit Mittwoch gilt. Uns war es wichtig, dass wir die Bürgerinnen und Bürger auf den Ernst der Situation aufmerksam machen. So entschlossen wir uns einen gemeinsamen Appell zu formulieren, den wir im Internet veröffentlichten:

Hier finden Sie das Video.

Am Montag Morgen  fand eine Besprechung mit dem Werkleiter unser Tourismus- und Kulturzentrale Christian Rau statt. Trotz der schwierigen Umstände steht die Tourismuszentrale mit den Gastronomie und Beherbergungsbetrieben in engem Austausch und hat über Facebook bereits einige Aktionen umgesetzt, die hervorragend angenommen wurden. Darüber hinaus werden die Aktionen für 2021 geplant. Natürlich mit den entsprechenden Hygienevoraussetzungen. Allerdings sind wir sicher, dass wir nächstes Jahr wieder Veranstaltungen anbieten können. Im Anschluss tagte der Krisenstab unserer Kreisverwaltung. Danach stand mein Nachmittag im Zeichen des Kreishaushaltes, der wenige Tage später geschlossen wurde. Der Redakteur der Saarbrücker Zeitung Michael Beer sprach mit unserem Kreiskämmerer Olaf Niesen und mir über die Herausforderungen des Haushaltes. Das Ergebnis unseres Gespräches lesen Sie hier.

 

Am Abend war ich in meiner Heimatskirchengemeinde Wiebelskirchen zu Gast. Da leider viele Gottesdienste nicht wie gewohnt durchgeführt werden können, hat sich die Kirchengemeinde dazu entschlossen, auch einen online Gottesdienst, der ab dem 24. Dezember abrufbar ist, zu produzieren. Ich werde in diesem Gottesdienst die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium vortragen. So ging der Arbeitstag für mich vorweihnachtlich zu Ende.

Am Dienstag feierte eine langjährige Mitarbeiterin wir 40-jähriges Dienstjubiläum, ansonsten bestimmte man Arbeitstag der Aufbau unseres Impfzentrums. Der Leiter der Stabsstelle Katastrophenschutzes Alexander Koch koordinierte gemeinsam mit unserem Bauamt die unterschiedlichen Arbeiten. Innerhalb von zwölf Tagen gelang es uns, die Infrastruktur in Neunkirchen Sinnerthal, im ehemaligen Praktikergebäude, umzusetzen. Die Nachbarkreise Sankt Wendel und Saarpfalz kümmerten sich um die Personalisierung. Am Abend fand per Video der Kreisfeuerwehrausschuss statt. Ich nutzte hier die Gelegenheit, um mich für das große Engagement unserer Hilfskräfte zu bedanken. Auch in der Stabsarbeit ist unsere Feuerwehr unverzichtbar. Am Mittwoch fand ein Gespräch rund um das neue Standortmanagement Reden statt. Wir befinden uns im Abstimmungsgespräch mit dem Land und der Gemeinde Schiffweiler. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir hier in der ersten Jahreshälfte 2021, was Entwicklung des Standortes angeht, große Schritte nach vorne nehmen können. Am Nachmittag wurde das neue Impfzentrum vorgestellt. Im Beisein von Ministerpräsident Tobias Hans,  Gesundheitsministerin Monika Bachmann, meinen Landratskollegen Udo Recktenwald und Theophil Gallo sowie dem Oberbürgermeister Jörg Aumann fand die Begehung im ehemaligen Praktiker-Mark in Neunkirchen-Sinnerthal statt.

Aus dem Artikel des Saarbrücker Zeitung (16.12.2020):

Neunkirchen Das Saarland steht mit drei stationären Impfzentren und acht mobilen Teams für die Zulassung des Corona-Impfstoffes bereit. Verstärkung gibt es zudem von der Bundeswehr, die in Lebach ein eigenes Impfzentrum errichten will.

Heimwerker waren hier schon länger nicht mehr einkaufen, doch gewerkelt wurde an diesem Ort in den letzten zwei Wochen auf Hochtouren: In zwölf Arbeitstagen hat sich der frühere Baumarkt an der Redener Straße in Neunkirchen in das „Impfzentrum Saarland-Ost“ verwandelt. Registrierplätze, Impfkabinen und Wartebereiche sind eingerichtet, Schilder und Pfeile weisen den Besuchern den Weg. Schon bald sollen die Bewohner aus den drei Landkreisen Neunkirchen, St. Wendel und Saar-Pfalz-Kreis hier gegen das Covid 19-Virus geimpft werden können.

Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) zeigte sich nach einer Besichtigung mit Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) und den drei Landräten am Mittwochnachmittag beeindruckt: „Es hat sehr viel Vertrauen geschafft, mir das anzuschauen“, gab er zu. Da man in den nächsten Tagen damit rechne, dass die Zulassung des Impfstoffes auf europäischer Ebene erfolge, habe man keine Zeit mehr verlieren wollen.

Für die drei Landkreise sei klar gewesen, so Landrat Sören Meng (SPD, Neunkirchen), dass man die Kräfte für den Aufbau eines solchen Impfzentrums bündeln wollte. Dafür hätten Ehrenamt und Hauptamt Hand in Hand zusammengearbeitet, oft rund um die Uhr. 19 Firmen aus der Region seien am Werk gewesen, unterstützt von THW, DRK und Feuerwehr. „Das Gemeinwesen funktioniert in unserem Land, das gibt ein gutes Gefühl, dass wir den Rest auch noch schaffen werden“, bilanzierte Meng. Sein Kollege Udo Recktenwald (CDU, St. Wendel) bezeichnete das Impfzentrum als „profunden Beleg für die funktionierende interkommunale Zusammenarbeit, auch zwischen Land und kommunaler Ebene.“ Den Dank des Landes an die Landkreise gab er zurück.

Auch die personelle Ausstattung scheint gesichert: Erst gestern hatte Recktenwald nach eigener Aussage 21 Arbeitsverträge für Mitarbeiter mit EDV-Kenntnissen ausgehändigt, die sich um die administrativen Aufgaben kümmern. Auch der Großteil für das medizinische Personal und den Sanitätsdienst stehe bereit, so Landrat Theophil Gallo (SPD, Saar-Pfalz-Kreis). Sehr dankbar sei er dem Roten Kreuz St. Ingbert, das Sanitätspersonal auf sehr unpragmatische Weise bereitstelle.

Nach Auskunft von Alexander Koch, Leiter der Stabsstelle Katastrophenschutz beim Landkreis Neunkirchen, sollen in dem Impfzentrum Saarland-Ost künftig 1000 Menschen pro Tag geimpft werden – 84 pro Stunde in insgesamt 18 Kabinen. „Jetzt gilt es nur noch, den Menschen zu sagen: Wartet ab, die Ständige Impfkommission gibt uns das Signal“, betonte Gesundheitsministerin Monika Bachmann. Laut Hans würden nach der Empfehlung der STIKO zunächst die besonders gefährdeten Gruppierungen geimpft – nicht unbedingt die, die in der Lage seien, selbst in ein Impfzentrum zu kommen, sondern beispielsweise Bewohner in Pflegeheimen. Für sie stünden zusätzlich zu vier stationären Impfzentren mindestens acht mobile Teams zur Verfügung. An die Bürger appellierte er, nicht auf eigene Faust ins Impfzentrum zu kommen, sondern abzuwarten, bis man eine entsprechende Einladung erhalten habe. Erleichtert und erfreut zeigte sich der Ministerpräsident darüber, dass die Bundeswehr am Mittwoch mitgeteilt hat, ein eigenes Impfzentrum in Lebach hochzufahren und sich bei der Bekämpfung der Pandemie nun ähnlich einbringe wie beim Testen: „Das entlastet natürlich auch noch einmal sehr die bestehenden Strukturen.“

Gestern Morgen fand eine Videoschalte zum ÖPNV statt. Durch den neuen Lockdown brauchen beispielsweise die Schulverstärkerbusse nicht zu fahren. Allerdings ist es wichtig, dass die Fahrpläne weiterhin Gültigkeit besitzen. Dies wird der Fall sein, denn die Nutzer verlassen sich darauf.

Um unsere Impfzentren ging es im Anschluss im Gespräch mit Staatsekretär Stephan Kolling. Drei Impfzentren sind derzeit eingerichtet, die Bundeswehr plant noch ein weiteres Zentrum im Nordsaarland eingerichtet werden. In der Gesprächsrunde ging es in erster Linie um organisatorische Fragen. Am Nachmittag tagte in der Gebläsehalle der Kreistag. Wir brachten den Haushalt auf den Weg. Ich verzichtete auf eine Rede, sondern skizierte die Herausforderungen in aller Kürze. Die Kreistagsfraktionen verzichteten auf ihre Haushaltsreden und reichten sie schriftlich ein.

Hier meine Ausführungen zum Nachlesen:

Sehr geehrte Mitglieder des Kreistages, meine Damen und Herren,

das Jahr 2020 wird keiner von uns vergessen. Vor einem Jahr, bei der Haushaltssitzung, hätte keiner von uns geahnt, dass nur wenige Wochen später die Welt auf dem Kopf stehen würde.

Dass Dinge, die bisher selbstverständlich waren, wie beispielsweise das Händeschütteln, innerhalb weniger Wochen  - fast schon zur Utopie würden.

Kontaktvermeidung, Abstands- und Hygieneregeln werden unser Leben noch eine Zeit lang bestimmen, allerdings werden wir in kurzer Zeit die Arbeit im gemeinsamen Impfzentrum aufnehmen.

Das ist für mich der Lichtstrahl am Horizont, den wir alle brauchen.

Ich hätte mir nicht träumen lassen, dass es in der wichtigsten Sitzung des Kreistages in einem Jahr keine Haushaltsreden von den Fraktionen gäbe. Allerdings liegen sie schriftlich vor und ich bitte Sie sie so zu lesen, als seien sie heute mit großem Nachdruck vorgetragen worden.

Was für die Fraktionen gilt, gilt natürlich auch für den Landrat. Ich folge dem Gelehrten Demokrit, der uns auf den Weg gab: “Die Wahrheit sollst du sagen und dabei nicht viele Worte machen.“

Die Verwaltung legt Ihnen einen Haushalt vor, der realistisch geplant wurde und auch in weiten Teilen sicherlich dem Anspruch, den die Bürgerinnen und Bürger gegenüber unserer Verwaltung haben, gerecht wird.

Neben den Beratungen in den Gremien, fand auch eine Vorberatung mit den Kreisbürgermeistern und den Kämmerern der Kommunen statt.

Danke unserem Kreiskämmerer Olaf Niesen und seinem Team für gute Arbeit in bewegten Zeiten! Miteinschließen möchte ich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Teams Kreisverwaltung, sie sind auch in Krisenzeiten über sich hinausgewachsen, waren flexibel, tatkräftig und lösungsorientiert – da kann ich als Verwaltungschef zu Recht stolz auf meine Mannschaft sein.

Doch nun zu den Fakten:

Unser vorgelegter Haushalt hat ein Gesamtetat von 178,9 Millionen Euro. Damit liegt das Volumen 5,0 Millionen Euro über dem diesjährigen Etat in Höhe von 173,9 Millionen Euro.  Dennoch sinkt die Kreisumlage für die Kommunen um 3,9 Millionen Euro von 77,37 Millionen Euro auf  73,47 Millionen Euro. Damit haben wir saarlandweit den tiefsten Kreisumlagesatz.

 

Die größten Positionen im Haushalt sind mit knapp 80 Prozent die Aufwendungen im Sozialbereich und der Jugendhilfe. Rund 82,20 Millionen (2020: 77,21 Millionen Euro) für die Sozialen Hilfen und rund 55,27 (2020: 54,77 Millionen Euro) im Bereich der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe.

Letztes Jahr hatten wir bereits ein historisch hohes Maß an Investitionen in unsere Schulen und Kitas. 2021 legen wir noch einmal nach. Rund 10 Millionen Euro fließen in unsere Schulen und Sporteinrichtungen. Mit rund 2,9 Millionen Euro unterstützen wir die Kommunen und Kirchen  bei der Schaffung neuer Kitaplätze, unter anderem beim Neubau von drei Kindertagesstätten. Insgesamt sind Investitionsmaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von rund 13,3 Millionen Euro  (2020: 12,2 Millionen Euro) geplant. Als größte Investitionen nenne ich den Neubau unserer Gemeinschaftsschule Stadtmitte mit einem Volumen von rund 20 Millionen €, auch kann endlich mit dem Ersatzbau der Sporthalle Illingen (inklusive Tribüne) begonnen werden.

Eine große Herausforderung ist die Digitalisierung der Schulen, wie wichtig sie ist, erleben wir auch in Zeiten eines Lockdown, wenn unsere Kinder von zu Hause auf Lerninhalte zugreifen sollen. Hier machen wir als Träger unsere Hausaufgaben und investieren neben den Bundesmitteln auch eigene Gelder. Danke an dieser Stelle an die Arbeitsgruppe meiner Verwaltung, die mit viel Sachverstand diese Mammutaufgabe auf den Weg bringt.  – Flexibilität ist zur Zeit sehr wichtig, daher hat die Verwaltung im Bereich Digitalisierung noch heute einen Antrag eingebracht.

Im saarlandweiten Vergleich haben wir mit 45,52 Prozent den niedrigsten Umlagesatz. Durch die erhöhte Beteiligung des Bundes an den Kosten der Unterkunft um rund 7 Millionen Euro und den Zuweisungen des Landes im Rahmen des kommunalen Schutzschirmes in Folge der Covid-19-Pandemie in Höhe von 1,4 Millionen Euro können wir die Kreisumlage in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge senken.

Gerne würde ich noch auf viele wichtige Dinge eingehen, aber ich fasse mich kurz.

So gäbe es über die Reform des ÖPNV im Jahr 2021, unsere Bestrebungen im Klimaschutz und der Regionalentwicklung, den gemeinsamen Anstrengung um den Erlebnisort Reden, der Entwicklung des Tourismus und der Wirtschaft einiges zu sagen. Nicht zu vergessen die Einführungen der E-Akte in unsere Verwaltung, ein Meilenstein der Zukunft. Der vorgelegte Haushalt 2021 enthält viele Lösungsansätze und ist geprägt von der sozialen Verantwortung für die Menschen in unserem Kreis. Ich bitte Sie dem vorgelegten Haushalt zuzustimmen. Herzlichen Dank!

Der Haushalt wurde mehrheitlich beschlossen, die CDU/SPD Fraktionen brachten Änderungsanträge ein. So wurde ein Programm für Vereine in der Corona-Zeit aufgelegt, auch stellte der Kreistag weitere Mittel für die Digitalisierung zur Verfügung.

Heute Morgen war ich kurz bei der Sparkasse Neunkirchen zu Gast. Die Sparkasse hatte gemeinsam mit der Bürgerstiftung im Landkreis Neunkirchen einen Spendenplattform aufgelegt. Jörg Welter, Mitglied des Vorstandes überbrachte mir die gute Nachricht. 129 625 Euro kommen den Vereinen im Landkreis zu Gute. Neben den Einlagen der Stiftung und der Sparkasse gab es auch noch Spenden zahlreicher Bürgerinnen und Bürger – ein schönes Zeichen der Verbundenheit.

Rund um die Digitalisierung ging es in einer intensiven Tagung mit der Bildungsministerin. Hier sind die Landkreise und Kommunen als Träger der Schulen gefordert die entsprechende Infrastruktur zu schaffen. Wir sind auf einem guten Weg, allerdings kosten die Maßnahmen viel Geld und viele personelle Ressourcen. Auch die interkommunale Zusammenarbeit in diesem Bereich war Thema.

Der Abschluss meines Arbeitstages war der  Austausch mit Ministerpräsident Tobias Hans und meiner Kollegin und meinen Kollegen. Noch immer sind die Inzidenzen im Saarland sehr hoch. Wir hoffen alle, dass sich die Mitbürgerinnen und Mitbürger an die Beschränkungen halten, denn unser Gesundheitssystem darf nicht kollabieren. Wenn wir vernünftig bleiben, die Regeln einhalten, dann werden wir diese Krise überstehen. Dann greifen die Vorsichtsmaßnahmen und die Impfmaßnahmen ineinander.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und einen schönen 4. Advent.

Ihr Landrat Sören Meng


11.12.2020: Leider keine Entspannung der Lage

Begehung im Impfzentrum mit Oberbürgermeister Jörg Aumann
Auch Oberst Matthias Reibold machte sich ein Bild vom Impfzentrum

Der 3. Advent steht vor der Tür. Die Zeit fliegt. Ich sehe mit Spannung der Haushaltswoche entgegen, nächsten Donnerstag wird der Haushalt 2021 beschlossen. Auf der anderen Seite hält uns Corona weiter in Schach. Die Infektionszahlen sind auf Rekordniveau, auch im Landkreis Neunkirchen. Das macht mich sehr betroffen, denn keiner von uns weiß, wie sich die Zahlen weiter entwickeln werden.

Wir alle müssen uns schützen, Abstände einhalten, Hygieneregeln beachten.  Zwar ist eine Impfung in Sicht, doch bis viele Menschen, auch in unserem Kreis geimpft sind, wird es noch Wochen und Monate dauern. Zur Zeit wird über einen erneuten Lockdown diskutiert. Bleiben die Zahlen weiterhin auf diesem Niveau, haben wir keine andere Wahl.

Zur Zeit arbeiten wir mit Hochdruck daran, das gemeinsame Impfzentrum (NK, WND und Saarpfalzkreis) bis Mitte des Monats fertigzustellen, damit wir sofort loslegen können, wenn der Impfstoff verfügbar ist.

Dennoch ist es mir ein Anliegen erneut auf die angespannte Lage aufmerksam zu machen. Ziel der kommenden Zeit ist es, dass unser gutes Gesundheitssystem zu jeder Zeit die Herausforderungen rund um Covid 19 schafft, dass es genügend Intensivbetten und Pflegekräfte gibt (die schon seit Monaten im Dauereinsatz sind). Noch ist es so.

Daher liegt es letztendlich an uns, wie sich die Lage in den nächsten Wochen weiterentwickeln wird. Bleiben wir alle vernünftig! Leisten wir unseren Beitrag für unsere Gesundheit und die Gesundheit unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Am Montag fanden zahlreiche Termine statt, viele wurden per Telefon und per Video bestritten. So fand die Aufsichtsratssitzung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft statt, in der wir uns mit den Planungen für 2021 befassten. Das Team um Geschäftsführer Klaus Häusler leistet gute Arbeit. Auch zur Zeit ist das Knowhow der WFG sehr gefragt, denn auch viele Infos zu Bundeshilfen für Betriebe im Landkreis werden gegeben.

Am Dienstagmorgen war der Saarländische Rundfunk im Impfzentrum vor Ort. Die Journalistin zeigte sich sehr beeindruckt von dem komplexen Aufbau des Zentrums. In der kommenden Woche sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Es ist für mich eine herausragende Leistung, was hier innerhalb weniger Tage entstanden ist. Hier arbeitet Haupt-  und Ehrenamt Hand in Hand zusammen. Herzlicher Dank gebührt meinem Team der Kreisverwaltung, dass sich hier beim Aufbau der Infrastruktur sehr einsetzt. Ebenso leistet der operativ taktische Stab unter Leitung von Michael Sieslack tolle Arbeit. Die anderen beiden Kreise St. Wendel und Saarpfalz kümmern sich um das notwendige Personal. Zurzeit ist es noch offen, wann der Impfstoff bereitstehen wird. Allerdings ist es wichtig, dass das im Zentrum schnellstmöglich eingerichtet ist. Am Nachmittag tagte der Ausschuss der Industriekultur Saar in nicht-öffentlicher Sitzung. Daher kann ich an dieser Stelle nicht mehr darüber berichten. Allerdings ist mir in diesem Gremium die Weiterentwicklung des Erlebnisortes Reden sehr wichtig. Am Mittwochmorgen besuchte ich die Käserei  Hirztaler in Hirzweiler. Sie ist von Anfang an Mitglied unserer Regionalmarke. Petra Fries und ihr Team leben Regionalität. Als äußeres Zeichen der Verbundenheit zur Marke händigte ich ihr gemeinsam mit dem Regionalkoordinator Willi Walter ein Schild der Regionalmarke aus. Am Nachmittag war ich mit Oberbürgermeister Jörg Aumann im künftigen Impfzentrum zu Gast. Da die Kreisstadt Neunkirchen eine eigene untere Bauaufsichtsbehörde hat, war es mir wichtig, dem OB und dem zuständigen Abteilungsleiter unsere Planungen vorzustellen. Am Abend tagte die SPD Kreistagsfraktion.

Gestern Morgen tagten die unterschiedlichen Gremien unserer Wasserversorgung Ost Saar. Auch hier wurden die Planungen für 2021 besprochen. Unsere WVO hat in den letzten Jahren kontinuierlich in ihr Leitungsnetz investiert. Wasser ist ein hohes Gut und unser wertvollstes Lebensmittel. Daher wird es auch im kommenden Jahr  verstärkte Investitionen in die Infrastruktur geben. Am Nachmittag besuchte Oberst Matthias Reibold das Impfzentrum. Auch die Bundeswehr wird uns beim Betreiben des Zentrums unterstützen. Seit zwei Tagen ist das Technische Hilfswerk damit beschäftigt einen abwaschbaren Boden im Zentrum zu verlegen. Anfang der Woche werden dann die Messebauer beginnen die Impfkabinen aufzubauen.

Danach tagte in Neunkirchen der Kreisausschuss. Im öffentlichen Teil beschloss der Kreisausschuss ein Seniorenprojekt „aktiv statt einsam „ fortzuführen, auch erfolgte die Freigabe von Haushaltsmitteln im Sozialbereich, so unter anderem die Zuschüsse an Organisationen, Vereine Verbände und Einrichtungen, die ehrenamtlich wichtige Sozialarbeit im Landkreis leisten. Auch um zusätzliche Beschäftigungsmaßnahmen im Rahmen des Paragrafen 16 I ging es in einem Tagesordnungspunkt. Im nicht-öffentlichen Teil ging es um den Erlass der Haushaltssatzung um Personalangelegenheiten und um Belange im Bereich des ÖPNVs.

Der heutige Morgen stand ganz im Zeichen des Landkreistages, der unter besonderen Hygienebedingungen tagte. Auch hier galt es eine große Tagesordnung abzuarbeiten. Natürlich war waren auch die Auswirkungen der Coronapandemie Gesprächsthema. Danach fanden per Videokonferenz weitere Sitzungen statt, unter anderem mit dem Gesundheitsministerium.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, die Zeiten sind bewegend wie lange nicht mehr.

Da bleibt leider für mich wenig Zeit zum Innehalten. Wir alle dürfen nicht den Mut verlieren, müssen uns schützen, um optimistisch in wenigen Tagen in der neues Jahr zu starten. Versuchen wir aus allem das Beste zu machen und auch die Vorweihnachtszeit von ihrer schönen Seite zu sehen.

Ihnen ein schönes Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng

 


04.12.2020: Abwechslungsreiche Adventswoche

Mit der "Reichsgräfin" aka. Brigitte Meister drehte Landrat Sören Meng einen Beitrag über das Witwenpalais für den SR
Dreh mit dem SR im Impfzentrum
Gemeinsam mit Alexander KOch bespricht Landrat Meng den Aufbau des Impfzentrums
SR Interview zum Standort Reden
Der neue Schulleiter des Steinwaldgymnasiums Roger Gräber zu Besuch bei Landrat Sören Meng
Interne Besprechung zur potentiellen Gewinnung von Fördergeldern

Der Advent ist bekanntlich eine Zeit der Stille, der Besinnung. Leider wissen wir, dass dies oft nicht der Fall ist. Das war auch vor Corona so, denn am Ende eines Jahres bündeln sich die Sitzungen und häufen sich die Termine. Für mich ist diese Zeit immer sehr fordernd, da wir noch in diesem Jahr den Haushalt 2021 dem Kreistag zur Entscheidung vorlegen wollen. Das wird  auch dieses Jahr klappen, da mein Team, rund um den Kreiskämmerer Olaf Niesen gute Arbeit geleistet hat. Auch in punkto Corona war diese Woche erneut sehr abwechslungsreich. Seit einigen Tagen können wir einen Rückgang der Infektionen verzeichnen. Auch der sieben Tage Inzidenzwert ist glücklicherweise wieder unter 100. Allerdings kann von einer Entspannung der Lage noch nicht die Rede sein. Aber ich habe den Eindruck, dass sich die meisten Bürgerinnen und Bürger an die Hygieneregeln und die Verordnungen halten. Wir müssen da durch, sage ich ganz plakativ. Und das geht nur, wenn wir weiterhin diszipliniert unser Leben und das unserer Mitmenschen gestalten. Auch ich vermisse im Weihnachtsmärkte und Weihnachtsfeiern. Das gehört einfach dazu und ist eine willkommene Abwechslung am Ende eines Jahres. Dieses Jahr geht das leider nicht, aber unsere Disziplin kann helfen, dass wir uns im nächsten Jahr wieder traditionell begegnen können. Meine Arbeitswoche war geprägt von den Haushaltsvorbereitungen und Abstimmungen rund um die Einrichtung des Impfzentrums für die Landkreise Sankt Wendel, Saarpfalz und Neunkirchen.

 

Der Montag begann für mich sehr ungewohnt, denn der saarländische Rundfunk drehte einen historischen Beitrag im Landratsamt. Im sogenannten historischen Witwenpalais wurde ich zur Historie unseres Kreises befragt. Gemeinsam mit „der Reichsgräfin“, der Mitarbeiterin der Kreisverwaltung Brigitte Meister, die diese Rolle schon seit einem Vierteljahrhundert verkörpert, stand ich Rede und Antwort. Das Witwenpalais ist seit 1889 im Besitz des Landkreises und beherbergt seit dieser Zeit das Landratsamt. Erbaut wurde es von dem bekannten Baumeister Friedrich Stengel und war vermutlich 1759 bezugsfertig. In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts wurde der heutige historische Sitzungssaal ausgebaut, in dem immer noch Sitzungen des Kreistages und der Gremien stattfinden. Der Beitrag im SR wird erst im kommenden Jahr ausgestrahlt. Dieser Dreh war eine willkommene Abwechslung in dieser Zeit. Am Nachmittag tagte der Krisenstab, der sich mit der aktuellen Lage beschäftigte. Danach fand in Neunkirchen die Sitzung des Bau- und Schulausschusses statt. Hier ging es um größere Baumaßnahmen an unseren 20 Kreisschulen und natürlich auch um das Thema Digitalisierung. Hier haben wir, trotz schwieriger Rahmenbedingungen, in diesem Jahr viel erreicht. Die Planungen für die Ausstattung unserer Schulen stehen, wir haben bereits mit den Arbeiten begonnen. Mir ist es wichtig dass alle Schülerinnen und Schüler unabhängig vom Geldbeutel der Eltern optimal auf die digitale Welt vorbereitet werden. Um dies zu gewährleisten, ist eine gute Ausstattung unserer Schulen notwendig.

 

Am Dienstag war der saarländische Rundfunk im im Impfzentrum zu Gast. Gemeinsam mit Alexander Koch stellte ich das gemeinsame im Zentrum vor. Der Beitrag wurde am Donnerstag ausgestrahlt, den Link habe ich hier beigefügt. Am Nachmittag tagte der Werksausschuss unserer Tourismus und Kultur zentrale. Hier stellte der Werksleiter Christian Rau die umfangreichen Aktionen in diesem schwierigen Jahr vor. Im Moment läuft eine schöne Aktion zu Weihnachten, in Kooperation mit den Gastronomen der Region. Auch für 2021 laufen die Planungen auf Hochtouren. Hier ist unsere TKN sehr flexibel und wird auch mit Einschränkungen und Hygieneregeln ein ansprechendes Programm auflegen. Aufgrund der Reisebeschränkungen waren viele Bürgerinnen und Bürger in ihrer Heimat unterwegs und lernten die attraktiven Ziele und Wanderwege schätzen. Dies wird bleiben vom  Schicksalsjahr 2020.

 

Am Mittwoch traf ich mich mit dem Geschäftsführer unserer Wasserversorgung Stefan Kunz, um den der nächsten Woche stattfindenden Gremiensitzungen vorzubereiten. Anschließend war Oberst Matthias Reibold bei mir zu Gast, um weitere Maßnahmen rund um Corona zu besprechen. So habe ich gebeten, dass uns die Bundeswehr auch beim Betrieb des Impfszentrums unterstützen wird. Derzeit bereite ich das Unterstützungsgesuch vor. Auch bei der Kontakt nach Verfolgung ist das Team der Bundeswehr unverzichtbar geworden. Ich kann an dieser Stelle feststellen, dass wir die Organisation unseres Kreisgesundheitsamtes, auch dank externer Hilfe und Einsatz vieler Mitarbeiterinnen und  Mitarbeitern weiter optimiert haben, um sehr zeitnah und damit effektiv die Verfolgung der Infektionsketten sicherzustellen. Am Nachmittag bereitete ich mit dem Geschäftsführer unserer Wirtschaftförderungsgesellschaft Klaus Häusler die anstehende Gremiensitzung vor. Eine Vielzahl der Sitzungen werden derzeit digital durchgeführt.

 

Gestern tauschte ich mich mit dem Gesundheitsstaatssekretär Stephan Kolling und meinen Amtskollegen in einer Videokonferenz aus. Auch hier war das Thema die Einrichtung der Impfszentren und die Maßnahmen im Kampf gegen Corona. Im Anschluss tagte der Aufsichtsrat der VSE AG zu zahlreichen Themen. Am Nachmittag habe ich ein Interview zu Entwicklung des Standortes Reden. Hier sind wir in sehr guten Gesprächen mit dem Land und der Gemeinde, um im kommenden Jahr ein Standortmanagement zu realisieren. Neunkirchen tagte der Natur und Umweltausschuss, der die Maßnahmen für den kommenden Haushalt im Detail vorstellte. Unser Team um den Abteilungsleiter Oliver Martin leistet hier hervorragende Arbeit. Als Schulträger und als Besitzer vieler Immobilien und Parkanlagen, ist unser Gärtnerteam nonstop auf Tour, um die Anlagen zu pflegen und um die Verkehrssicherungspflicht sicherzustellen.

 

Heute Morgen stellte sich bei mir der neue Leiter des Gymnasiums am Steinwald Roger Gräber vor. Mir ist der Kontakt zu den Schulleitungen immer sehr wichtig. In unserem Gespräch ging es natürlich auch um den Ausbau der Digitalisierung. Hier sind entsprechende Maßnahmen für das Steinwaldgymnasium in den kommenden Sommerferien geplant. Im Anschluss fand eine interne  Besprechung zum Thema Regionalentwicklung statt. Hier gab Gunter Maier einen Überblick über Projekte, die das Potenzial haben, weiter verfolgt zu werden. Leider gibt derzeit wenig öffentliche Gelder, um dies sicherzustellen. Daher konnten wir derzeit alle Möglichkeiten, um an Fördergelder zu kommen. Am Nachmittag fanden Gremiensitzungen unserer Sparkasse Neunkirchen statt. Zuerst tagte der Kreditausschuss, anschließend das Gremium Verwaltungsrat. Auch diese wichtigen Sitzungen fanden digital statt. Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ich wünsche Ihnen ein schönes zweites Adventswochenende. Bleiben Sie gesund und genießen Sie ein wenig die Zeit der Lichter, die landauf landab bewundert werden können.

Ihr Landrat Sören Meng


27.11.2020: Eine bewegte Woche

Die Landräte Sören Meng (Mitte), Dr. Theophil Gallo (3.v.r.) und Udo Rechtenwald (2.v.r.) haben sich mit dem Eigentümer des ehemaligen Praktiker-Baumarktes der Metro Properties GmbH & Co. KG vertreten durch Jochen Fischer (l.) Dieter Hülstrunk (r.) und Francesca Messina die derzeit leerstehende Immobilie angeschaut.
Die Landräte besprechen das weitere Vorgehen zur Einrichtung des Impfzentrums
Besprechung mit den Bürgermeistern zum Haushalt 2021

Auch in dieser Woche bestimmte Corona das Tagesgeschehen. Die Woche begann mit einer Ortsbegehung. Die Landkreise Sankt Wendel, Saarpfalz und Neunkirchen werden gemeinsam im Gebäude des ehemaligen Praktiker Baumarktes ein Impfzentrum einrichten. An dieser Stelle zitiere ich aus unserer gemeinsamen Presseerklärung: „Der ehemalige Baumarkt bietet mit rund 10.000 qm und mehreren Eingängen optimale Grundlage, um ein Impfzentrum auszubauen“, begründet Landrat Sören Meng die Eignung des Gebäudes. „Zudem ist die Lage mit der Anbindung an die B 41 und der unmittelbar in der Nähe befindlichen Autobahn verkehrsgünstig gelegen, auch mit dem ÖPNV ist das Zentrum gut erreichbar. Das ist wichtig für die Bürgerinnen und Bürger, die aus unserem Landkreis oder dem Saarpfalz-Kreis kommen“, so der St. Wendler Landrat Udo Recktenwald. „Die Größe der Immobilie sowie ihre Infrastruktur mit Parkplätzen und Lagerfläche sind optimale Voraussetzungen, um rund 1.000 Impfungen täglich durchführen zu können“, ergänzt der Landrat des Saarpfalz-Kreises Dr. Theophil Gallo. „Natürlich haben wir sofort gehandelt, als uns die Anfrage des Landkreises erreichte. Das Team von METRO PROPERTIES freut sich, dass wir den Standort zur Verfügung stellen und so in der Pandemie die Landkreise Neunkirchen, St. Wendel und Saarpfalz-Kreis unterstützen können“, sagt Oliver Borg, Director Region Germany, METRO PROPERTIES.  Ab dem 15. Dezember soll das Impfzentrum in Absprache mit dem Gesundheitsministerium einsatzbereit sein.  Und unser Ziel ist es, bis Mitte Dezember einsatzbereit zu sein.  Allerdings steht noch kein Datum fest, wann der Impfstoff verfügbar ist.

Für das Impfzentrum gibt es ein Impfkonzept des Saarlandes, das genaue Kriterien vorgibt. Die Planungen in unseren Krisenstäben laufen seit  Tagen auf Hochtouren. Wir planen derzeit die komplette Infrastruktur mit Strom-, Wasser- und Internetversorgung, getrennten Ein- und Ausgänge, Wartebereiche und Impfkabinen.  Die drei Landkreise werden in enger Zusammenarbeit nun die entsprechende Infrastruktur herstellen.“

Am Montagnachmittag fand der Aufsichtsrat der RDS GmbH statt. Die RettungsDienstlogistik und Service GmbH (RDS) ist eine Tochtergesellschaft des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Saar (90 % Beteiligung) und der 5 Beauftragten des saarländischen Rettungsdienstes (DRK, MHD, ASB, Landeshauptstadt Saarbrücken und Kreisstadt Neunkirchen) mit Sitz im Saarpfalz-Park in Bexbach.

Im Anschluss stellten mir Roman Uwer und Christine Steimer von der Förderstiftung Walter Bernstein die geplanten Aktionen rund um den 120. Geburtstag des bekannten Malers im kommenden Jahr vor. Auch der Landkreis ist Mitglied der Stiftung und ist im Besitz vieler Werke des 1981 gestorbenen Künstlers aus Schiffweiler. Mein Vorgänger Dr. Rudolf Hinsberger gab vor zehn Jahren eine viel beachtete Chronik zum Werk Bernsteins heraus. Ich möchte an dieser Stelle nichts verraten, werde aber die Bemühungen der Stiftung gerne unterstützen.

Am Abend nahm ich an der Fraktionssitzung der SPD teil, die sich intensiv mit dem Kreishaushalt 2021 beschäftigte. Die CDU tagte im Anschluss. Unser Kreiskämmerer Olaf Niesen stand für Detailfragen Rede und Antwort. Der Haushalt bestimmte auch einen Tag die Sitzung des Jugendhilfeausschusses in Neunkirchen. Auch fanden an diesem Tag Gespräche zum Thema Regionalentwicklung und zu Regionalmarke statt. Wie gewohnt tagte der Krisenstab der Kreisverwaltung, auch fanden Gespräche mit dem Gesundheits- und Sozialministerium statt. Ein großes Thema war natürlich die Einrichtung des Impfzentrums. Ebenso tauschte ich mich mit dem operativ taktischen Stab unter der Leitung von Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack aus. Neben der Feuerwehr ist hier das DRK, das THW, die DLRG sowie die Bundeswehr vertreten. Dieses Team leistete bereits wertvolle Hilfe beim Aufbau des Versorgungszentrums.

Am Mittwoch tagte der Sparkassenbeirat der Saar LB, dessen Mitglied ich bin. Gestern fand eine Vorbesprechung zur Aufsichtsratssitzung der VSE AG in der kommenden Woche statt. Am Nachmittag tagte der Ausschuss für Gesundheit und Soziales, der über den Kreishaushalt 2021 beriet. Die Sozialdezernentin Julia Schild berichtete dem Ausschuss über die vielfältigen Coronamaßnahmen im Bereich des Gesundheitsamtes. Leider ist die Lage immer noch sehr angespannt. Die Infektionszahlen steigen weiter und es kann noch keine Entspannung festgestellt werden. Allerdings wird hier schon seit Wochen und Monaten hervorragende Arbeit geleistet. In dieser Woche war die Kritik eines Bürgermeisters aus dem Landkreis Neunkirchen zu lesen. Auch ich wurde, nachdem ein Amtskollege aus Sankt Wendel Stellung bezog, um eine Stellungnahme gebeten. Auszüge sind hier nachzulesen:

„Ich bedauere, dass in dieser herausfordernden Lage das Gesundheitsamt öffentlichkeitswirksam von Seiten eines Bürgermeisters kritisiert wird. Wie mein Amtskollege Udo Recktenwald treffend feststellte, mussten die Gesundheitsämter schrittweise verstärkt werden, was aufgrund schnell steigender Infektionszahlen nicht parallel möglich war. So gab es auch im Landkreis Neunkirchen  Verzögerungen und  Schwierigkeiten, was die Information und Nachverfolgung anging.  Den Ordnungsämtern der Städte und Gemeinden kommt bei der Kontrolle der Verordnung eine wichtige Rolle zu, um Infektionsherde zu vermeiden.  Als Illingen Amtshilfe anbot, haben wir sie angenommen. Nur setzten Datenschutz, unterschiedliche Programme und entsprechende Schulungen Grenzen, die nicht von heute auf morgen überwunden werden konnten. Mittlerweile unterstützt uns ein Illinger Team bei der Aktualisierung der Datenbestände bedarfsabhängig  bei der Nachverfolgung. Ein großes Team der Stadtverwaltung der Kreisstadt Neunkirchen ist in einem Dienstgebäude der Kreisverwaltung untergebracht, um uns zu unterstützen. Auch Mitarbeiter der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft, der NVG und der KEW unterstützen uns. Ein Team der Sparkasse Neunkirchen leistet Telefondienst, ebenso werden wir von der Bundeswehr unterstützt. Die Testungen werden durch DRK, THW und DLRG unterstützt. Rund 130 Personen sind derzeit in Sachen Corona im Einsatz Das Ganze ist ein hochkomplexes Konstrukt, das alle Landkreise bundesweit sehr fordert. Sich hier Teilbereiche herauszuziehen und populistisch Vorschläge zu machen, ohne dezidierte Hintergründe zu kennen, ist einfach und alles andere als hilfreich. Als Landrat bin ich auf einen konstruktiven Dialog mit den Bürgermeistern angewiesen. Dies klappt im Landkreis Neunkirchen gut, Probleme werden offen angesprochen, Lösungen gemeinsam erarbeitet, um diese schwierige Situation zu meistern;  Bürgermeister Armin König hätte in diesem Dialog sicherlich eine Plattform gehabt, die er leider nicht nutzte.  Hier jetzt nachzuhaken, hilft nicht wirklich weiter.“

Heute Morgen fand eine Besprechung zum Haushalt 2021 mit dem Oberbürgermeister der Kreisstadt und den Kreisbürgermeistern per Video statt. Mir ist es sehr wichtig, unseren Haushalt sehr transparent aufzustellen. Gleichzeitig ist es mir bewusst, dass die Kreisumlage die Kommunen finanziell stark belastet. Hier liegt der Fehler im System, denn es gibt schon seit vielen Jahren nur noch wenige finanziell gut ausgestattete Kommunen. Daher setzt sich der Landkreistag auf allen Ebenen schon seit vielen Jahren für eine Neuordnung der Finanzen der Landkreise ein.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, Abstand und Hygiene sind weiterhin die Gebote der Stunde. Wir müssen gemeinsam da durch. Die Tatsache, dass sich das Impfzentrum im Aufbau befindet, zeigt deutlich, dass wir Licht am Ende des Tunnels sehen. Und auch um Licht geht es in der jetzt beginnenden Adventszeit. Ich wünsche Ihnen alles Gute, ein schönes erstes Adventswochenende, bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat Sören Meng


20.11.2020: Licht in Sicht

Besichtigung der Walzwerke von Saarstahl in Neunkirchen
Präsentation des neuen Grundstückmarktberichts
Online-Veranstaltung zum horizontalen Finanzausgleich

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

Corona zieht sich wie ein roter Faden durch meine Blogs der vergangenen Monate. Ermahnungen, Hinweise und Berichte stelle ich hier immer vor. Jetzt kann ich etwas Positives vermelden. Derzeit bereiten die Landkreise mit dem Gesundheits- und Sozialministerium sogenannte Impfzentren vor. Derzeit wird von drei dezentralen Zentren ausgegangen. Wir werden dieses Zentrum gemeinsam mit den Landkreisen Saarpfalz und St.Wendel realisieren.  Als Standort ist die Kreisstadt vorgesehen, der genaue Standort befindet sich noch in der Abstimmung. Hier kann ich nächste Woche mehr berichten.Ansonsten war natürlich auch diese Woche durch die Pandemie geprägt.Es gab zahlreiche Videokonferenzen, auch tagte, wie gewohnt, unser Krisenstab.  Am Mittwoch fand eine Abstimmung mit den Kreisbürgermeistern statt – der Austausch ist immer sehr konstruktiv. Was die Arbeit im Gesundheitsamt angeht, kann ich eine gute Rückmeldung geben. Wir haben aufpersonalisiert, externe Unterstützer haben mittlerweile Routine – und so wird das ganze Prozedere effizienter und schneller. Denn, wie wir alle wissen, ist eine zeitnahe  Kontaktnachverfolgung ein wirksames Mittel gegen die weitere Ausbreitung von Corona.Nächste Woche soll es auch möglicherweise eine neue Verordnung geben. Leider sind die Zahlen, auch im Landkreis Neunkirchen immer noch zu hoch. Viele Menschen geben ihr Bestes und beherzigen unsere Empfehlungen. Dennoch, um gut durch den Winter zu kommen, sind aus meiner Sicht, die getroffenen Maßnahmen immer noch wichtig. Ziel muss es sein, möglichst gesund in die Impfphase zu gelangen, die allerdings auch einige Monate dauern wird.Trotz der verschiedenen neuen Impfstoffe ist die flächendeckende Impfung eine Mammutaufgabe für alle Beteiligten.

 

Am Dienstag besuchte ich gemeinsam mit Oberbürgermeister Jörg Aumann und dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Klaus Häusler, die Fa. Saarstahl. Saarstahl gehört zu den fünf größten Arbeitgebern in unserem Landkreis. Ich bin stolz auf das Werk und die Arbeitsplätze auf höchstem technischem Niveau. Saarstahl hat sich durch sein kontinuierliches millionenschweres Invest immer zu unserer Region bekannt. Die Walzstraße zu besichtigen war sehr interessant.Auch stellte mir der Leiter unseres Gutachterausschusses Peter Dewes den aktualisierten Grundstücksmarktbericht vor. Alle zwei Jahre wird dieser von unserem Gutachterausschuss erarbeitet und stellt anschaulich die Kostenentwicklung im Bereich des Grundstücksmarktes in unserem Kreis dar. Am Nachmittag nahm ich gemeinsam mit dem Kreiskämmerer Olaf Niesen an einer Online-Veranstaltung zum Thema horizontaler Finanzausgleich teil. Ziel dieses Ausgleichs sollte eine gerechte Verteilung sogenannter Schlüsselzuweisungen für von den Verwaltungen erbrachten Leistungen sein. Hier befinden wir uns mit dem Land in Abstimmung. Die neuen Regelungen sollten ab 2022 gelten.

 

Am Mittwoch nahm ich an der Verbandsversammlung des Rettungszweckverbandes teil. Der Rettungsdienst als öffentliche Aufgabe der Daseinsfürsorge und Gesundheitsvorsorge ist im Saarland eine den Landkreisen übertragene Aufgabe. Um diese Aufgabe landesweit einheitlich und homogen zu erfüllen, wurde im Jahr 1977 der Rettungszweckverband Saar (RZV) als Körperschaft des öffentlichen Rechts gegründet. Sein Sitz ist seit 2004 im Saarpfalz-Park in Bexbach. Im September 2009 wurde der Rettungszweckverband zum "Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung" (ZRF-Saar). Verbandsmitglieder des ZRF sind die Landkreise Merzig-Wadern, Neunkirchen, Saarlouis, St.Wendel und der Saarpfalz-Kreis sowie der Regionalverband Saarbrücken. Der ZRF hat die Aufgabe, den Rettungsdienst nach den Vorschriften des Saarländischen Rettungsdienstgesetzes (SRettG) und den aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Vorschriften durchzuführen. Er ist somit verantwortlich für die flächendeckende und bedarfsgerechte Versorgung der saarländischen Bevölkerung mit Notfallrettung und Krankentransport (Quelle:zrf-saar.de)

 

Am heutigen Morgen fand in Saarbrücken die Verbandsvorstandssitzung des Sparkassenverbandes Saar statt. Auch hier war natürlich die wirtschaftliche Entwicklung und die Auswirkungen der Coronakrisen auf die Sparkassen Thema. Auch in der Krise waren unsere Sparkassen für ihre Kunden da und unterstützten mit Krediten, auch in Kooperation mit der KFW.Hier vor Ort unterstützt uns derzeit die Sparkasse mit ihrer Direktfiliale bei der Info-Hotline unseres Gesundheitsamtes. Heute Mittag nahm ich an einer Videokonferenz im Vorfeld der Aufsichtsratssitzung des VSE AG teil.Liebe Blogleserinnen und Blogleser,die Zeiten bleiben recht unruhig und dennoch muss das Tagesgeschäft weiter gehen. In den nächsten Wochen wird in den Gremien der Kreishaushalt 2021 vorberaten, am 17. Dezember tritt dann der Kreistag zur Beschlussfassung zusammen. Es liegt noch viel Arbeit vor uns, aber auch dieses Jahr werden wir den Sitzungsmarathon erfolgreich bestreiten.Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende, lassen Sie die Seele baumeln und bleiben Sie gesund!

 

Ihr Landrat Sören Meng


13.11.2020: Sitzungen, Gespräche und mildes Herbstwetter

Digitaler Gesprächs-Zirkel mit dem Gastronomie- und Beherbergungsgewerbe - eine Initiative der WFG und TKN
Austausch mit Bundestagsmitglied Christian Petry zum Großbauvorhaben - dem Neubau der GemS Neunkirchen Stadtmitte
2.500 Ipads hat die Bau- und Schulverwaltung des Landkreises in dieser Woche an die Schulen im Landkreis verteilt
Sitzung des Kreistages in der Gebläsehalle - aufgrund der notwendigen Hygienevorgaben. Damit tagte das Gremium gestern zum zweiten Mal in der Historie außerhalb der Dienstgebäude des Landkreises, beides in diesem Jahr

Wenn auch die Temperaturen nicht darauf hindeuten, rückt das Ende des Jahres immer näher. Wir alle haben bereits jetzt eine besondere Sicht auf das Jahr 2020. Noch möchte ich kein Resümee ziehen, noch liegt viel vor uns. Einem Jahresrhythmus als Landrat wie ich Ihn gute vier Jahre erlebte, gab es 2020 nicht.

So ist auch diese Woche alles andere als gewohnt und gewöhnlich. Der Montag begann wie gewohnt mit der Sitzung des Krisenstabes. Dieser hatte auch in dieser Woche viel zu tun, denn die Infektionszahlen steigen weiter. Unser Gesundheitsamt und die vielen Menschen, die uns derzeit zur Seite stehen, geben ihr Möglichstes. Längst unterstützen andere Verwaltungsbereiche die Arbeit im Gesundheitsamt. Ziel ist es, bei steigenden Zahlen, die Kontaktverfolgung weitestgehend zu gewährleisten. Um ein ganz anderes Thema ging es am Nachmittag. Als Vorsitzender des Verwaltungsrates der Sparkasse bin ich, wie die anderen Verwaltungsratsmitglieder auch, dazu verpflichtet regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen im Bereich der Sparkasse zu besuchen, um meine Aufgabe als Verwaltungsratsvorsitzender im Sinne des Gesetzes zu erfüllen. Diese Onlineschulung beschäftigte sich intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit. So wurde beispielsweise die Nachhaltigkeit bei der Finanzberatung erläutert. Auch der Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken wurde thematisiert. Darüber hinaus gab es Praxisbeispiele in Sachen Nachhaltigkeitskodex und Nachhaltigkeitsberichterstattung. Dieses Thema passt, wie ich finde, sehr gut zu einem regionalen Kreditinstitut wie unsere Sparkasse. Sie ist nah an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger und begleitet ihr Geschäftsfeld nachhaltig seit über 150 Jahren. Das erlebe ich auch jetzt gerade in der Krise. Neben einem Unterstützungsfond für Vereine helfen uns derzeit einige Mitarbeiter in unserer Corona Hotline. Auch hierfür herzlichen Dank.

Am Dienstag informierte sich das Mitglied des Bundestages Christian Petry über unser großes Bauvorhaben in Neunkirchen. Hier wollen wir die Gemeinschaftsschule Stadtmitte, die derzeit noch auf zwei Standorte verteilt ist, neu bauen. Ich hatte an dieser Stelle bereits intensiv darüber berichtet und den Architektenwettbewerb in diesem Jahr vorgestellt. Rund 20 Millionen Euro soll das Projekt kosten, eine Riesensumme für unseren Kreis. Auch daher freute ich mich über das Interesse des Bundestagsabgeordneten, der sich in Berlin über Fördermöglichkeiten informieren will. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir von Bundesseite bei unserem Vorhaben Unterstützung bekämen.

Am Nachmittag war ich auf einer Präsenzveranstaltung in Saarbrücken. Die Landräte tagten gemeinsam mit der Sozialministerin Monika Bachmann und der Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot und weiteren Staatssekretären zu der aktuellen Lage. Ziel war ein gemeinsames Vorgehen in Sachen Schulen und Quarantäne. Ich zitiere aus der gemeinsamen Pressemitteilung:

„Die Quarantäne-Anordnungen der zuständigen Gesundheitsämter an saarländischen Schulen sollen künftig auf Grundlage einer landesweit einheitlichen Empfehlung getroffen werden. Bei einem Corona-Fall einer Indexperson mit Schulbezug stufen die Gesundheitsämter bisher in der Regel jeweils alle Schüler*innen einer Klasse oder eines Kurses samt den jeweiligen Lehrkräften als Kontaktpersonen ersten Grades ein und ordnen für sie Quarantäne an. Die  nun vereinbarte Empfehlung sieht vor, dass die Gesundheitsämter künftig grundsätzlich – nur noch für die direkten Kontaktpersonen der Kategorie I Quarantäne anordnen – also für die Gruppe, für die tatsächlich ein erhöhtes Infektionsrisiko angenommen werden muss. Alle anderen Personen würden dann als Kontaktpersonen der Kategorie II eingestuft.

 

Zwingende Voraussetzung dafür ist, dass im konkreten Fall alle geltenden Hygiene- und Infektionsschutzregelungen im schulischen Bereich eingehalten wurden. Darauf haben sich heute das Ministerium für Bildung und Kultur (MBK), das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familien (MSGFF) sowie die Landkreise und der Regionalverband als Träger der Gesundheitsämter in einem Spitzengespräch verständigt.“

Anschließend fand eine Onlinebesprechung mit den Bürgermeistern des Kreises statt. Wir tauschen uns zurzeit wöchentlich aus, da gerade die Ortspolizeibehörden in der Bekämpfung der Pandemie eine wichtige Rolle spielen und ich sie kontinuierlich mit neuen Informationen versorgen möchte. Danke an dieser Stelle den Städte und Gemeinden die auch in der Krise einen guten Job machen.

Am Mittwoch standen, wie die Tage zuvor viele interne Termine an. So ging es unter anderem um die Personalisierung unserer Kreisverwaltung. Anschließend fand eine Besprechung mit Bürgermeister Markus Fuchs und dem Werksleiter der Tourismus- und Kulturzentrale Christian Rau statt. Thema war die Weiterentwicklung des Erlebnisortes Reden.

Am Nachmittag tagte ein digitaler Gesprächs-Zirkel mit dem Gastronomie- und Beherbergungsgewerbe, zudem unsere Wirtschaftsförderungsgesellschaft eingeladen hatte. Trotz der von Bundes- und Landesregierung umfassenden Wirtschafts- und Finanzhilfen konnten die finanziellen Auswirkungen der Pandemie auf die Betriebe in der Gastronomie- und Beherbergungsbranche nicht ganz abgefedert werden. WFG-Geschäftsführer Klaus Häusler berichtete über zusätzliche Finanzhilfen. Auch die Geschäftsführerin der Tourismuszentrale Saarland Birgit Grauvogel stand Rede und Antwort. Einen Überblick über die derzeitigen Aktivitäten der Tourismus- und Kulturzentrale des Landkreises Neunkirchen gab Werkleiter Christian Rau.

Noch kurz ein Wort zum 11. November. Dieses Jahr war dieser Tag auch für die Närrinnen und Narren außergewöhnlich. Die Eröffnung fand digital statt. Der Verband saarländischer Karnevalsvereine richtete die bundesweite Eröffnung aus. Ich danke allen Karnevallisten für großes ehrenamtliches Engagement und die gute Jugendarbeit. Mit Kreativität und Leidenschaft wird auch dieser Session bestritten werden können. Ich grüßte die Narren im Landkreis mit einer Videobotschaft und einer kleinen Büttenrede.

Am Donnerstag fand eine Besprechung mit dem Sozialministerium unter der Leitung des Staatssekretärs Stephan Kolling statt. Inhalt war die aktuelle Corona Lage. Wie bereits erwähnt ist die Lage immer noch sehr angespannt. Zwar kann festgestellt werden dass die Inzidenzwerte zur Zeit eher stagnieren, allerdings immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Die Lage in den Krankenhäusern und Arztpraxen ist auch aufgrund der Grippewelle angespannt. Die Versorgung ist allerdings gewährleistet, das ist mir wichtig, an dieser Stelle festzustellen. Es wird sich zeigen, wie sich die nächsten Wochen entwickeln werden. Mit Sorge betrachte ich die Tatsache, dass gerade Seniorenheime immer stärker betroffen werden. In einem Heim in Eppelborn starben in dieser Woche vier Menschen an den Folgen von Corona. Auch beobachte ich die Situation in den Schulen. Wie in dieser Stelle schon so oft gesagt, ist es wichtig, dass wir uns alle an die Regeln halten. Nur so können wir etwas aktiv tun, um der Pandemie zu begegnen. Auch um eine mögliche Impf-Strategie ging es in dem Austausch. Hier werden wir Landkreise mit eingebunden. Unter Umständen könnte auch hierfür unser Versorgungszentrum genutzt werden. Sobald es hierzu neue Informationen gibt, werde ich sie mitteilen.  Am Abend tagte mit einer umfangreichen Tagesordnung unser Kreistag, zum ersten Mal, coronabedingt, in der Neuen Gebläsehalle Neunkirchen.  Eine Sitzung des Kreistages aufgrund von Corona an einem besonderen Ort. Die Kreisstadt Neunkirchen ließ uns in ihrer Gebläsehalle tagen. Hier konnten Abstände optimal eingehalten werden. Eine große Tagesordnung gab es zu bestreiten. So wurde das Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Landkreis vorgestellt und beraten. Hier wagte Klimaschutzmanagerin Lilli Metzker einen Blick in die Zukunft. Neben einer klimatechnischen Ertüchtigung von kreiseigenen Bestandsgebäuden geht auf ein interkommunales Energieeffizienz- und Klimaschutznetzwerk auf Kreisebene in Kooperation mit den Kreiskommunen an den Start.

Auch gab der Kreistag grünes Licht für die Beauftragung der Architektenleistungen für das neue Schulgebäude in der Neunkircher Stadtmitte. Rund 20 Millionen Euro wird der Landkreis bis 2025 investieren und damit den Schulstandort Neunkirchen weiter aufwerten. Darüber hinaus stand der Jahresabschluss 2019 der Tourismus- und Kulturzentrale auf der Agenda und wurde verabschiedet. Von Seiten der Kreistagsfraktionen gab es Anfragen zum Thema ÖPNV in der Coronakrise und auch zur aktuellen Situationen in den Kreisschulen. Ich gab am Ende des öffentlichen Teiles der Sitzung mit Unterstützung der Sozialdezernentin Julia Schild und dem Stabsstellenleiter Alexander Koch einen Überblick über die coronabedingten  Sofortmaßnahmen des Landkreises.

Abschließend ist an dieser Stelle festzustellen: Die Lage ist weiterhin sehr ernst. Die Zahlen gehen weiterhin nach oben. Daher ist es sinnvoll die Personalsituation im Gesundheitsamt weiterhin zu stärken. Unser Ziel muss es sein, gut durch die Krise zu kommen.

Leider erlebe ich im Moment zahlreiche Mitbürger, die sich in dieser Situation nicht zurechtfinden und eigene Wahrheiten formulieren. Ich kann auf der einen Seite die Verunsicherung nachvollziehen, allerdings möchte ich betonen, dass wir gemeinsam durch umsichtiges Handeln bis zu diesem Punkt gekommen sind. Aus meiner Sicht gibt es ein Licht am Ende des Tunnels. Verzagen wir nicht, informieren wir uns durch seriöse Quellen und schauen mit Zuversicht in das kommende Jahr.

Heute Morgen gab es zahlreiche interne Rücksprachen, ehe es dann in einem  Gespräch rund um das Thema Standortentwicklung Reden ging. Hier nahmen unter  anderem Staatssekretär Jan Jan Benedyczuk, Staatsekretär Sebastian Thul, IKS Geschäftsführer Valentin Holzer, Bürgermeister Markus Fuchs und Werkleiter Christian Rau teil. Nach der gemeinsamen Sitzung des Gemeinderates Schiffweiler und des Kreistages  Neunkirchen begannen die Gespräche für ein gemeinsames Standortmanagement am Erlebnisort. Mehr möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, die Zeiten sind für uns alle nicht einfach. Umso wichtiger ist es sich an den schönen Dingen des Lebens zu erfreuen. Für das kommende Wochenende ist erneut gutes Wetter gemeldet, dass glücklicherweise, so gar nicht zum November passt. Machen Sie das Beste daraus, gehen Sie spazieren und genießen Sie die reizvolle Herbstlandschaft.

Bis nächste Woche!

Ihr Landrat Sören Meng


06.11.2020: Die Herausforderungen nehmen zu

Auch in dieser Woche fanden wieder viele Videokonferenzen statt
Landrat Meng im Gespräch mit Oberst Matthias Reibold

Medial bestimmte diese Woche die Wahl des kommenden US Präsidenten und natürlich die Covid 19 Pandemie. Leider kann ich an dieser Stelle keine Entwarnung geben, auch ist keine Besserung in Sicht. Die Zahlen im Landkreis Neunkirchen und in den anderen Kreisen steigen weiter an. Dazu kommt die kühlere Jahreszeit, die offensichtlich die Verbreitung des Virus beschleunigen könnte. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich an die Vorgaben zu halten. Ab Montag werden alle Schülerinnen und Schüler dazu verpflichtet Mundnasenmasken zu tragen. Auch das ist eine Maßnahme, um die Ausbreitung in größerem Maße zu verhindern, denn mittlerweile sind einige Schulen, auch im Landkreis Neunkirchen betroffen. An dieser Stelle danke ich den engagierten Schulleitungen, der Kreisschulverwaltung und natürlich dem Gesundheitsamt für das besonnene Handeln. Sobald ein Fall an den  Schulen auftritt, unterstützen die Schulen aktiv die Arbeit unseres Gesundheitsamtes. Wie schon im vergangenen Blog berichtet, werden wir von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern außerhalb unserer Verwaltung unterstützt. Seit dieser Woche unterstützen uns auch Mitarbeiter der Sparkasse Neunkirchen bei unserem Infotelefon. Wir haben dieses Telefon 7 Tage die Woche geschaltet. Die Nummer lautet werktags 06824/ 906-1960 und am Wochenende 06824/906-8838. Viele Infos und Grafiken zum besseren Verständnis finden Sie hier.

Natürlich gab es auch in meiner Arbeitswoche Themen und Arbeitsbereiche außerhalb von Corona. So tagte am Montag der Aufsichtsrat der Tourismuszentrale Saarland, um über ein gemeinsames Vorgehen im Zeichen des Tourismus zu beraten. Es wurde uns eine neue, spannende Werbestrategie für unser Saarland vorgestellt, mehr darf ich nicht verraten. Natürlich hat gerade die Tourismusbranche unter Corona gelitten. Die Übernachtungszahlen sind stark eingebrochen. Auf der anderen Seite konnten wir feststellen, dass landesweit die Attraktionen und Wanderwege viel stärker genutzt worden sind. Ich glaube, das Jahr 2020 geht auch als ein Jahr in die Geschichte ein, in dem den Menschen wieder bewusst wurde, wie schön ihr unmittelbares Umfeld ist. Nach wie vor sind auch in unserer Region viele Menschen täglich unterwegs, um die touristische Seite des Landkreises zu genießen.

Am Dienstag tagten die Landräte mit Staatssekretär Stephan Kolling, der sich  aus erster Hand ein Bild der Lage machen wollte und Unterstützung anbot. Hier wurde auch deutlich, dass wir die Versorgungszentren in Bereitschaft halten sollten. Noch reichen die Krankenhauskapazitäten aus, aber die Versorgungszentren wurden geschaffen, um im Bedarfsfall schnell reagieren zu können. Aus diesem Grund habe ich diese Woche den operativ taktischen Stab wieder in Dienst gesetzt, um die Funktionalität des Versorgungszentrums zu überprüfen. Da es ja in die kalte Jahreszeit geht, ist es wichtig, dass im Außenbereich energetische Maßnahmen getroffen werden, damit bei einem Einsatz des Zentrums die Infrastruktur stimmt.  Um die Lage im Landkreis ging es in einer Videokonferenz mit dem Oberbürgermeister und den Bürgermeistern im Landkreis. Hier bedanke ich mich für die Unterstützung und tauschte mich zu aktuellen Themen aus. Mit ihren Ordnungsämtern überwachen die Städte und Gemeinden in Kooperation mit der Polizei die Einhaltung der Corona-Regeln. Dies ist eine sehr fordernde Tätigkeit und wichtig, um die Ausbreitung zu verringern. Auch was die Quarantäneanordnungen angeht, arbeiten wir eng mit den Kommunen zusammen. Leider ist unser Gesundheitsamt trotz personeller Unterstützung sehr belastet und es entstehen Rückstände. Hier möchte ich an dieser Stelle um Verständnis bitte. Alle Gesundheitsämter im Saarland arbeiten schon seit Monaten über der Belastungsgrenze.

 

Am Mittwoch tagte in einer Präsenzsitzung die saarländische Nahverkehrsservice GmbH, in deren Aufsichtsrat ich bin. Auch hier wurde deutlich wie sich durch Corona die Fahrgastzahlen nach unten verändert haben. In den Sommermonaten war wieder ein Anstieg zu verzeichnen, der allerdings jetzt deutlich gebremst wurde. An dieser Stelle den Verkehrsunternehmen im Saarland ein dickes Kompliment, für ihre Umsicht und für die Investitionen, die für die Sicherheit der Fahrgäste umgesetzt wurden. Mit Spannung blicken wir in das Jahr 2021 und auf die Tarifreform, die den ÖPNV im Saarland neu aufstellen wird.

 

Gestern Abend fand die Sitzung des Kreisausschusses statt. Hier wurden unter anderem die Zuschüsse für die Seniorenbegegnungsstätten vergeben, im nichtöffentlichen Teil wurde in erster Linie die in der nächsten Woche stattfindende Kreistagssitzung vorberaten.

Am heutigen Morgen tagte per Videokonferenz der Akademieausschuss der Sparkassen-Finanzgruppe Saar, dessen Mitglied ich bin. Die Akademie der Sparkassen-Finanzgruppe ist die gemeinsame Bildungsstätte und damit das Kompetenzcenter für Personalentwicklung der Sparkassen-Finanzgruppe Saar. Die Akademie versteht sich als kundenorientiertes Dienstleistungszentrum. Sie bietet den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der saarländischen Sparkassen, der SaarLB, LBS und SAARLAND Versicherungen das gesamte Spektrum zeitgemäßer Bildungs- und Personalentwicklungsmaßnahmen an. Aufgrund der aktuellen Situation werden Weiterbildungsangebote auch online durchgeführt.

Danach besuchte erneut der Kommandeur des Landeskommandos Saarland Oberst Matthias Reibold unseren Landkreis, um sich ein Bild der Lage zu machen. Mittlerweile sind 15 Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten in der Kontaktnachverfolgung aktiv und haben Räumlichkeiten in Ottweiler bezogen. Gemeinsam mit unserer Sozialdezernentin Julia Schild tauschte ich mich mit Oberst Reibold aus und danke der Bundeswehr für die verlässliche, engagierte Hilfe in dieser fordernden Zeit.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, die Zeiten sind nicht einfach. Täglich gibt es neue Informationen. Mit diesen Informationen müssen wir alle leben und umgehen. Wir dürfen uns nicht zu sehr auf die Coronakrise fokussieren. Natürlich ist es wichtig auf sich und seine Mitmenschen zu achten.

Allerdings sollten wir auch die schönen Dinge des Lebens nicht aus den Augen verlieren. Schöne Musik, ein ausgedehnter Spaziergang in der wunderschönen herbstlichen Natur, ein freundliches Telefonat, eine nette Begegnung, die eigene Familie und, und, und.

Solche Gedanken sind wichtig, damit wir positiv in die Zukunft blicken können. Gemeinsam werden wir durch die Krise kommen und nächstes Jahr wieder ein großes Maß an Normalität erleben werden.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende, bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat Sören Meng


30.10.2020: Leider keine Entspannung der Lage in Sicht

Besuch des Oberst Reibold im Neunkircher Gesundheitsamt
Landrat Sören Meng in einer Videokonferenz, die mittlerweile alltäglich für verschiedene Besprechungen genutzt wird
Landrat Sören Meng begrüßte das Personal der Stadt Neunkirchen zur Kontaktnachverfolungsschulung im Landratsamt

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

leider hat sich die Situation bezüglich Covid 19 weiterhin verschärft. Dies hat zur Folge, dass ab Montag eine neue Verordnung auf Bundesebene gilt, die unser Leben beeinträchtigen wird. Ich persönlich begrüße diese Maßnahmen und doch weiß ich, wie schwer es ist, beispielsweise für die betroffenen Unternehmen, die vier Wochen schließen müssen. Es wurden Bundeshilfen angekündigt, um die Betroffenen Betriebe, beispielsweise in der Gastronomie zu unterstützen. Es geht darum in den kommenden Wochen Kontakte möglichst einzuschränken, um ein schnelles Infektionsgeschehen zu verlangsamen. Ob dies funktioniert, ist noch offen. Nach zwei Wochen wollen sich die Länderchefs mit der Bundeskanzlerin erneut treffen, um weitere Maßnahmen zu beraten.

Wenn ich mich umhöre, erfahre ich für diese Entscheidungen viel Zustimmung, erfahre allerdings auch viel Kritik. Als jemand, der sich seit Anfang des Jahres intensiv mit gut COVID 19 auseinandersetzt, kann ich nur darauf hinweisen: wir haben keine Zeit mehr zu debattieren, es muss gehandelt werden, wenn wir die Gesundheit von uns und unseren Mitmenschen schützen wollen. Gehen die Zahlen weiterhin so hoch, kommt auch unser gutes Gesundheitssystem bald an seine Grenzen.

Deshalb an dieser Stelle: Schützen wir uns alle, halten wir Abstand und tragen Masken!

Sie können sich vorstellen, dass auch diese Woche von diesen Themen geprägt waren. Am Montag traf ich mich mit dem Oberst Matthias Reibold, der für das Landeskommando Saarland verantwortlich ist, um mit ihm das Gesundheitsamt zu besuchen. Derzeit unterstützen uns zahlreiche Soldaten und aufgrund meines weiteren Unterstützungsantrages wird die Zahl noch erhöht. Auch konnten wir die ersten Freiwilligen der Gemeinden für die Kontaktnachverfolgung schulen. Unter ihnen ist auch die Neunkircher Bürgermeisterin Lisa Hensler. Vielen Dank für die großartige Hilfe, die wir dringend brauchen. Allerdings ist auch diese Hilfe für unsere Verwaltung eine Herausforderung. Es wurden in Rekordzeit weitere ausgestattete Arbeitsplätze geschaffen, um zügig unser Gesundheitsamt zu unterstützen. Daher an dieser Stelle auch meinem Team herzlichen Dank für das großartige Engagement. Es wächst wieder einmal über sich hinaus.

Am Montagnachmittag besprach ich mit dem Team der Finanzverwaltung den Entwurf des Gesamthaushaltes für 2021, den der Kreistag noch in diesem Jahr auf den Weg bringen will. Herzlichen Dank Olaf Niesen und seinem Team für diese Arbeit. Im Anschluss tauschte ich mich mit den Führungskräften der Kreisverwaltung zu aktuellen Fragen rund um die Pandemie aus. Natürlich werden innerhalb der Verwaltung die Hygieneauflagen sehr ernst genommen und umgesetzt. Am Abend tagte die Verbandsversammlung des Sparkassenzweckverbandes. Neben vielen Telefonaten, Rücksprachen und Videokonferenzen fanden am Dienstag und Mittwoch Vorstellungsgespräche statt, an denen ich teilnahm. Es ist für uns alle eine schwierige Situation. Auf der einen Seite müssen wir unaufschiebbare Maßnahmen umsetzen, auf der anderen Seite muss natürlich unsere Kreisverwaltung weiterhin handlungsfähig bleiben. Diesen Spagat bekommen wir immer noch gut hin. Ansonsten war diese Woche geprägt von vielen Rücksprachen und Entscheidungen. Heute Morgen fand eine Besprechung via Video mit unserer Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot statt. Seit einer Woche sind die Schulen wieder geöffnet. Aus Schulträgersicht läuft es sehr gut, dass ist auch der Verdienst der Schulgemeinschaften, aber auch meiner Verwaltung. Wir stehen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite und unterstützen, wo es notwendig ist.

Auch fand diese Woche eine Besprechung mit dem Staatssekretär des Sozialministeriums Stephan Kolling statt. Hier ging es um die Verordnung, die am Montag in Kraft tritt. Wir haben vereinbart, dass das Land auf seiner Internetseite, die wir natürlich mit den Seiten der Landkreise verbunden haben, umfassend über die neue Rechtsverordnung berichtet.

Ebenfalls fand einen Austausch mit den Bürgermeister der Städte und Gemeinden statt. Wir sitzen alle im gleichen Boot und versuchen uns bestmöglich zu unterstützen. Vielen Dank für diese Solidarität und das Engagement. Die Ortspolizeibehörden sind mit dafür verantwortlich, dass die Vorgaben eingehalten werden, auch das ist eine große Herausforderung.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, die Situation ist alles andere als schön. Die Gesundheit ist unser größtes Gut, hierfür lohnt sich jede Anstrengung. Es ist schön zu erfahren, dass sich der überwiegende Teil der Bürgerinnen und Bürger an die Vorgaben hält. Auch das ist mir wichtig, dies an dieser Stelle zu betonen.

Bleiben wir also alle weiterhin wachsam und gesund.

Ihr Landrat Sören Meng


23.10.2020: Das Saarland als Krisengebiet

Gemeinsamer Besuch des Verstärkungsteams der Bundeswehr im Gesundheitsamt mit Major Uhlmann
Landrat Meng im Gespräch mit den Soldaten der Bundeswehr im Gesundheitsamt
Die Regionalwarenkiste ist fortan wieder bei der Firma Daum erhältlich

Seit dieser Woche sind alle Landkreise in einem hohen Maße mit Coronainfektionen belastet. Dies hat große Auswirkungen auf die Menschen und natürlich auch auf mein Team des Gesundheitsamtes. Zu Beginn der Woche war ich gemeinsam mit dem Verbindungsoffizier und dem zuständigen Major im Gesundheitsamt zu Gast, um mit den diensthabenden Bundeswehrsoldaten, die unsere Arbeit im Gesundheitsamt im Bereich der Kontaktverfolgung unterstützen, zu reden. Zurzeit sind fünf Soldaten sechs Tage die Woche im Einsatz. Ich bin sehr dankbar, dass diese Unterstützung so schnell und unbürokratisch erfolgt ist. Am kommenden Montag werde ich mich mit dem Kommandeur der Saarbrigade im Landratsamt treffen, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Unterstützung erfährt unser Gesundheitsamt auch durch andere Verwaltungsbereiche. Unser Ziel ist es sieben Tage die Woche präsent zu sein und entsprechend die nach Verfolgung durchführen zu können. Dies ist allerdings, bedingt durch die steigenden Infektionszahlen, immer schwieriger. Die Nachverfolgungsketten nehmen viel Zeit in Anspruch. Derzeit stehe ich im Austausch mit dem Gemeinden im Kreis, die zum Teil ihre Unterstützung zugesagt haben. In dieser Woche haben wir weitere Räumlichkeiten in der Kreisverwaltung vorbereitet, um von dort die Nachverfolgung zu veranlassen.

Seit Sonntag gilt die neue Rechtsverordnung des Landes, die unsere am Samstag in Kraft getretene Allgemeinverfügung ablöste. Sie regelt beispielsweise Veranstaltungen im öffentlichen und im privaten Bereich. Es geht hier in erster Linie um Kontaktvermeidung kommt denn wir müssen mit aller Kraft versuchen, explodierende Fallzahlen zu verhindern. Deshalb sollte jeder sein eigenes Verhalten hinterfragen. Dies gilt im privaten und dienstlichen Bereich. Wir müssen durch unser Verhalten uns selbst und unsere Mitmenschen schützen. Das geht am besten durch Tragen der Alltagsmaske, Händehygiene und dem Einhalten von Abständen.

Neben den täglichen Herausforderungen im Bereich des Gesundheitsamtes und der derzeitigen Pandemie stand die Aufstellung des Kreishaushaltes in dieser Woche auf meiner dienstlichen Agenda. Wie bereits in den vergangenen Jahren beabsichtigt der Kreistag in seiner letzten Sitzung im Dezember den Kreishaushalt 2021 zu verabschieden. Dies bedeutet für das Team meiner Verwaltung rechtzeitig die Zahlenwerke aus den unterschiedlichen Bereichen zusammenzustellen. Bei dieser Zusammenstellung sollen natürlich rechtliche Neuregelungen und realistische Bedarfsschätzungen berücksichtigt werden. So beriet ich mit meinem Team den Haushalt des Kreisjugendamtes, der Sozialverwaltung sowie der Bau und Schulverwaltung. Hier wurde mir erneut deutlich, wie viele Lebensbereiche durch die Arbeit unserer Kreisverwaltung berührt werden. Und die Arbeit wird nicht weniger. Dieser Leistungskatalog macht sich natürlich dann auch im Zahlenwerk sichtbar. Dabei muss auf der einen Seite der sozialen Verantwortung gerecht werden, aber auch das Gebot der Wirtschaftlichkeit muss berücksichtigt werden. Dies haben wir in den vergangenen Jahren immer beherzigt, diese Leistung, die immer eine Gemeinschaftsleistung ist, wird auch von den Kreis Kommunen und im Kreistag gewürdigt. Ich hoffe, dass es uns auch in diesem Jahr gelingen wird, denn letztendlich geht es bei allen Entscheidungen immer um das Wohl der Bürgerinnen und Bürger.

Gestern und heute hätte ein kleiner Landmarkt unserer Regionalmarke im Hofladen der Familie Leibbrock im Eschweilerhof stattfinden sollen. Unser Koordinator der Marke Willi Walter hatte gemeinsam mit den Partnerbetrieben und unsere Wirtschaftsförderungsgesellschaft einen schönen kleinen Markt organisiert. Leider fiel dieser Markt der Coronalage zum Opfer, denn die Durchführung aus unserer Sicht derzeit nicht vertretbar. Ich bedaure das sehr, bin aber zuversichtlich, dass wir diese Veranstaltung zu gegebener Zeit nachholen werden. Am Mittwoch traf ich mich mit dem Geschäftsführer der Wirtschaft Förderungsgesellschaft Klaus Häusler und Willi Walter beim Frischedienst Daum im Gewerbegebiet Klinkenthal in Schiffweiler. Leider konnte der Frischedienst die Regionalwarenkisten in den letzten Monaten nicht mehr vorrätig halten.

Ab jetzt und pünktlich vor Weihnachten können diese Kisten wieder bei der Firma Daum bestellt werden. Herzlichen Dank den Verantwortlichen Herrn Pöschel und Herrn Strauß von der Firma Daum für Ihre Unterstützung. Diese Kisten sind hervorragende Botschafter unserer Regionalmarke. Aus ganz unterschiedlichen Gründen können in  dieser Kiste nicht alle Partner vertreten sein, allerdings wird für die Regionalmarke als Ganzes mit diesen Kisten intensive Werbung gemacht.

Mehr Infos unter: www.wertvolles-neunkirchen.de

Warum engagiert sich der Landkreis eigentlich für diese Regionalmarke. Dank des Bundesprogrammes Landaufschwung konnten wir diese Marke einführen. Sie soll zur regionalen Wertschöpfung beitragen. Regionale Produkte erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Und das nicht etwa, weil Regionalität „hip“ oder „trendy“ ist. Die Kunden verlieren im Dschungel von Gütesiegeln und unspezifischen Herkunftsangaben immer häufiger den Durchblick oder sorgen sich wegen schädlicher Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt in Folge industrialisierter Massenware. So lernen die Menschen wieder Werte wie handwerkliche Wertarbeit, Leidenschaft und Sorgfalt mehr zu schätzen. Dabei nehmen kurze Transportwege, nachvollziehbare Herkunft, Saisonalität oder auch die Identifikation mit der eigenen Heimat eine immer größere Rolle ein.

(Quelle: Website Regionalmarke)

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, wir leben in bewegten Zeiten.

Wir sind dazu aufgerufen das Beste daraus zu machen. Die Coronakrise wird vorübergehen, lassen wir uns daher nicht entmutigen und genießen mit Abstand und Anstand unser Leben. Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende, bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat Sören Meng


16.10.2020: Urlaubsabbruch - Landkreis wird zum Risikogebiet

Zweimal musste diese Woche eine Allgemeinverfügung erlassen werden - Landrat Sören Meng und Dezernent und Jurist Dominik Hunsicker haben diese in Absprache mit den anderen Kreisen auf den Weg gebracht

Ich hatte es befürchtet. Corona zeigt erneut seine Krallen und hat unseren Landkreis im Griff.

Das war auch der Grund, warum ich nach nur einem Tag Urlaub wieder in den Dienst zurückgekehrt bin. Denn die Lage ist ernst, aber aus meiner Sicht noch beherrschbar, es liegt an uns allen, wie wir mit der neuen Situation umgehen.

Seit Dienstag sind wir Risikogebiet, da die Infektionsfälle in die Höhe geschnellt sind. Der Inzidenzwert beschreibt die Infektionszahl innerhalb von 7 Tagen auf 100 000 Einwohner gerechnet. Ab 35 wird es problematisch, wir haben heute 98,5 erreicht.

Glücklicherweise können wir den Bereich, wo die Infektionen entstanden sind, lokalisieren und entsprechend die Kontaktnachverfolgung darstellen. Wir haben unser Gesundheitsamt verstärkt, mit eigenem Personal aus anderen Verwaltungsbereichen und mit Personal der Bundeswehr. Das THW, die DLRG und das DRK unterstützen uns ebenfalls. Das Testzentrum in Reden wurde reaktiviert, allerdings können nur Menschen dort getestet werden, die auf Veranlassung des Gesundheitsamtes dort hingeschickt werden.

Wir geben unser Bestes, um für Ihre Gesundheit zu sorgen. Allerdings liegt es an Ihnen, wie sich die Situation weiter entwickelt:

Wenn Sie Abstand halten und die Hygiene beachten, bleiben Sie sicher. Vermeiden Sie größere Menschenansammlungen, wo der Abstand nicht gewährleistet ist, tragen Sie Ihre Alltagsmaske.

Die Allgemeinverfügung, die wir gemeinsam mit anderen Landkreisen erlassen haben regelt wichtige Dinge, die Ihr Leben beeinflussen, aber unumgänglich sind.

Private Feiern dürfen in öffentlichen Räumen nur bis maximal 10 Menschen stattfinden, zuhause ist die Zahl ebenfalls auf 10 und zwei Haushalten beschränkt, allerdings immer unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsbestimmungen.

Wenn Sie verreisen wollen, müssen Sie sich vor Reiseantritt erkundigen, welche örtlichen Bedingungen an dem Reisezielort gelten. Das kann von Bundesland zu Bundesland variieren. Hier erhoffe ich mir zeitnah bundesweit einheitliche Regelungen. Für Personen, die im Landkreis Neunkirchen Urlaub machen, gelten keinen besonderen Regelungen. Bei der Rückreise sind die geltenden Bestimmungen in der Heimatregion zu beachten.

Der Landkreis bleibt Risikogebiet, bis der Wert fünf Tage in Folge unterschritten wird. Im Laufe der kommenden Woche soll die neue Rechtsverordnung des Landes in Kraft treten, die die Regeln anpasst und für regionale Risikogebiete klare Regelungen trifft.

Unsere Allgemeinverfügung würde dann durch eine Rechtsverordnung des Landes ersetzt. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie unserer Verfügung, die wir auf der Homepage des Landkreises veröffentlicht haben.

Weiterhin erreichen uns oft Fragen wann man in Quarantäne muss. Hier gilt – lediglich die Kontaktperson 1 – also die Person die einen direkten Kontakt mit einer infizierten Person hatte. Familienangehörige sind also vorerst einmal als Kontaktperson 2 außen vor.

 

Ebenso eine häufige Frage ist, wann man als Kontaktperson 1 getestet wird. Hier erhalten Sie von unserem Gesundheitsamt eine genaue Anweisung zur Testung. Die dann je nach Auslastung im Gesundheitsamt in Neunkirchen oder im größeren Testzentrum in Reden stattfindet. Das Testergebnis liegt in der Regel am nächsten Tag vor.

Ich hoffe hiermit etwas Klarheit geschaffen zu haben. Mir ist bewusst, dass es schwierig ist bei den diversen Regelungen Überblick zu behalten. Daher hoffe ich, dass bald einheitlich Reglungen geschaffen werden.

Um es auf den Punkt zu bringen:

AHA + A + L
Abstand – Hygiene –Alltagsmaske- App- Lüften

 

Geben Sie auf sich und Ihre Mitmenschen Acht und bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat Sören Meng


09.10.2020: Auf in die Herbstferien

Gemeinsam mit Staatssekretär Sebastian Thul, Bürgermeister Dr. Andreas Feld und Regionalkoordinator Willi Walter besuchte Landrat Meng den Hofladen von Lukas Brill in Bubach
Das Waldklassenzimmer der Ganztagsgemeinschaftsschule Neunkirchen wurde mit den David Stiftungspreis der Sparkasse ausgezeichnet
In dieser Woche gab Landrat Meng der Saarbrücker Zeitung ein Interview zur aktuellen Pandemielage

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Die Zeit, so habe ich den Eindruck, rennt unaufhörlich, ein Ereignis jagt das andere. Das Jahr 2020 hat es wirklich in sich. Jetzt können sich Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer auf die bevorstehenden Herbstferien freuen. Glücklicherweise konnten die meisten zum Großteil wieder normalen Unterricht genießen. Zwar schränkten die Hygienevorgaben den Schulalltag ein, aber dem Engagement der Schulgemeinschaft ist es zu verdanken, dass der Schulbetrieb reibungslos verläuft.

Leider gehen die Infektionszahlen im Landkreis Neunkirchen nach oben. Ich weise in jedem Blog auf die Hygienevorgaben und Abstandsregelungen hin. Viele Menschen halten sich daran, viele allerdings nicht. Ich habe den Eindruck, man will die steigenden Zahlen nicht wahrhaben und verdrängt sie. Allerdings wissen wir alle, dass ich durch dieses Verhalten die Chance deutlich erhöht, selbst infiziert zu werden. Zu dieser ganzen Problematik habe ich Anfang der Woche der Saarbrücker Zeitung ein ausführliches Interview gegeben. Ich habe die Fragen und Antworten im Anschluss an den Blog veröffentlicht.

Doch nun zu meiner Arbeitswoche: Sie war geprägt durch viele Verpflichtungen und Sitzungen. Am Montag fand das verwaltungsinterne Jour fixe mit der anschließenden Vorbereitung der heutigen Sitzung des saarländischen Landkreistages statt. Nach zahlreichen internen Terminen tagte am Nachmittag der Kreisjugendhilfeausschuss. So wurden zahlreiche Zuschüsse zur Förderung der Jugendarbeit im Landkreis Neunkirchen vergeben. Der Landkreis gewährt freien Trägern der Jugendhilfe Zuschüsse gemäß den Richtlinien zur Förderung der Jugendarbeit. Vorberaten wird diese Vergabe durch die Mitglieder des Unterausschusses Jugendarbeit. Rund 56.000 € wurden als Betriebskosten Schulzuschuss an die unterschiedlichen Einrichtungen gegeben. Rund 20.000 € wurden als Zuschuss der Personalkosten für Fachpersonal Jugendarbeit gewährt. 12.000 € wurden zur Förderung der außerschulischen Jugendarbeit verausgabt. Jugendeinrichtungen im Landkreis Neunkirchen und ihre Träger leisten hervorragende Sozialarbeit. Daher fördert der Landkreis diese Einrichtungen schon seit vielen Jahren. Auch wurde der Verein Montessori als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt. Er betreibt in Eppelborn eine Grundschule und wird in Kürze eine Tageseinrichtung verwirklichen.

 

Am Dienstagmorgen gratulierte ich Mitarbeitern zum 25. und 40-jährigen Dienstjubiläum. Am Nachmittag fand die Verbandsversammlung des Zweckverbandes ego Saar statt. Diesem Zweckverband haben sich Landkreise und Gemeinde zusammengeschlossen, um im Bereich der EDV zu kooperieren. Gerade engagiert sich der Verband für den Anschluss aller Schulen in das schnelle Internet. Im Anschluss besuchte ich gemeinsam mit Staatssekretär Sebastian Thul und dem Eppelborner Bürgermeister Dr. Andreas Feld den Hofladen von Lukas Brill. Lukas Brill, der im Nebenerwerb auch Landwirtschaft betreibt, hat einen historischen Hofladen in einem alten Bauernhaus realisiert und bietet damit den Bürgerinnen und Bürgern von Bubach-Calmesweiler eine gute Versorgung mit Lebensmitteln. Herr Brill ist seit einiger Zeit auch Mitglied unserer Regionalmarke, weshalb er auch regionale Produkte aus der Region vertreibt und herstellt.

 

Am Mittwoch fand beim Innenministerium eine Besprechung zur Realisierung der Sporthalle Illingen statt. Der Landkreis wird in Illingen einen Ersatzneubau der bestehenden Sporthalle realisieren. Die bisherige Sporthalle ist aufgrund von bergbaubedingten Schäden nicht mehr zu sanieren. Jetzt geht es darum, ob sich die Gemeinde Illingen bereit erklärt, auf eigene Kosten eine Tribüne für die Illinger Vereine zu realisieren, da dies der Landkreis aus förderungsrechtlichen Gründen nicht tun darf. Ich hoffe es wird uns gelingen diese Investitionen zur Zufriedenheit aller und vor allen Dingen zur Zufriedenheit der Sportlerinnen und Sportler auf den Weg zu bringen.

Am Nachmittag tagte am Erlebnisort Reden zum 15. Mal die Fachgruppe Kinderhospizarbeit im Saarland. Hier nutzte ich die Gelegenheit mich bei den Haupt-und ehrenamtlichen Mitgliedern für ihr großes Engagement zu bedanken. Die Hospizarbeit hat glücklicherweise in den letzten Jahren eine immer größere Unterstützung gefunden und leistet für unsere Gesellschaft vorbildliche Arbeit. Sie unterstützt Betroffene und ihre Angehörigen auf ganz besondere, menschliche Weise. Allen die sich engagieren spreche ich meinen tief empfundenen Dank aus.

 

Gestern Morgen stellte die Ganztagsgemeinschaftsschule Neunkirchen dem Chef der Staatskanzlei Henrik Eitel, dem Staatssekretär Sebastian Thul, der Bürgermeisterin Lisa Hensler und meiner Vorgängerin im Amt und Sparkassenpräsidentin Cornelia Hoffmann-Bethscheider ihr Waldklassenzimmer vor. Der Landkreis hat dieses Projekt von Anfang an aktiv mit begleitet, ich war schon häufig vor Ort, um mir dieses besondere Projekt anzuschauen. Auch konnten wir mit Mitteln von Land(auf)Schwung diesen innovativen Bildungsansatz fördern. Mich freut es besonders, dass die Sparkassenpräsidentin die Schule mit dem Stiftungspreis David auszeichnete und damit das große Engagement würdigte. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön dem Schulleiter Clemens Wilhelm und seinem Team!

Danach besprach ich mit dem Geschäftsführer unserer Beschäftigungsgesellschaft AQA den Jahresabschluss 2019 und die aktuelle Lage in der Gesellschaft. Corona hatte auch große Auswirkungen auf das Geschäftsfeld. Eine ganze Zeit lang konnten Maßnahmen nicht durchgeführt werden. Glücklicherweise kann unsere Gesellschaft jetzt wieder zahlreiche Arbeitsgelegenheiten anbieten und damit Menschen im sogenannten zweiten Arbeitsmarkt aktiv begleiten und unterstützen. Am Nachmittag tagte die Trägerversammlung unseres Jobcenters. Hier gab die Geschäftsführerin interessante Details rund um den Arbeitsmarkt bekannt. Die Krise hat längst den Arbeitsmarkt erreicht und es ist derzeit noch nicht absehbar, wie sich die Arbeitslosenzahlen entwickeln werden. Aufgrund der Gewährung von Kurzarbeitergeld sind viele Unternehmen in der Lage Arbeitsplätze zu halten. Daher hoffe ich, dass sich der Arbeitsmarkt wieder erholt. Unser Jobcenter dass wir gemeinsam mit der Agentur für Arbeit betreiben leistet hier wichtige Arbeit. Am Abend nahm ich in meiner Funktion als Kreisvorsitzender des DRK an einer Präsidiumssitzung in St. Ingbert teil. Auch die Hilfsdienste hat Corona besonders betroffen und ihre Arbeit beeinflusst. So unterstützte uns das DRK bei der Durchführung der Testungen in Reden und bei der Einrichtung unseres Versorgungszentrums in der Seminarsporthalle.

 

Heute Morgen tagte der Vorstand des Landkreistages Saarland. Hier galt es eine große Tagesordnung abzuarbeiten. Wir Landkreise sind zurzeit besonders gefordert. Gerade wenn es um die Ausstattung unserer Gesundheitsämter geht. Hier hat der Bund ein umfangreiches Unterstützungsprogramm angekündigt, doch bis das greift, wird es noch eine Zeit lang dauern. Daher bin ich froh, dass der Landkreis ab kommender Woche Unterstützung durch die Bundeswehr bei der Kontaktnachverfolgung von infizierten Personen erfährt.

Liebe Leserinnen und Leser, ich werde in der kommenden Woche durch den Beigeordneten Karlheinz Müller vertreten, da ich mich eine Woche in den Urlaub verabschiede.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende, bleiben Sie vor allen Dingen gesund und schützen Sie sich.

Bis in zwei Wochen beim Freitagsblog!

Ihr Landrat Sören Meng

 

Hier wie versprochen das Interview mit der Saarbrücker Zeitung, das diese Woche erschien ist:

Wie zu befürchten stand, steigen die Infektionszahlen langsam wieder an. Was bedeutet das für den Krisenstab des Landkreises?

Unser Krisenstab tagt weiterhin regelmäßig, um über weitere Maßnahmen zu beraten. Verwaltungsintern unterstützen wir unser Gesundheitsamt personell. Auch von Bundesseite soll es personelle Unterstützung in Form zusätzlicher Stellen, die finanziell übernommen werden, geben. Dies wird allerdings noch dauern.

 

Die ersten Kitas und Schulen mussten schließen. Das bedeutet für das Kreis-Gesundheitsamt eine Menge Arbeit, um möglichst alle Kontaktpersonen eines Betroffenen zu erreichen. Die Bundeswehr als unterstützendes Instrument bei der Nachverfolgung ist im Gespräch. Wie sieht das in der Praxis aus?

Ein effizientes Mittel gegen Corona ist die Kontaktnachverfolgung. Dies ist mit einem hohen personellen Aufwand verbunden. Infektionsfälle in Bildungseinrichtungen mit einem großen Kontaktpersonenkreis stellen uns vor eine Herausforderung. Die Nachverfolgung und  die  damit verbundenen Testung größerer Personengruppen lässt unser Gesundheitsamt an seine personelle Kapazitätsgrenze stoßen. Derzeit können wir das noch gut handhaben, aber sobald größere oder mehrere Einrichtungen mit weit über 100 Kontaktpersonen betroffen wären, wird es schwierig. Hier will ich vorausschauend planen und gut aufgestellt sein. Daher habe ich wie auch im Regionalverband praktiziert, die Bundeswehr um Unterstützung gebeten. Hier stehe ich mit dem neuen Kommandeur des Saarkommandos Matthias Reibold und unserem Verbindungsoffizier Martin Nunberger in Abstimmung. Heute ging das Unterstützungsgesuch raus, auf Bundesebene wird dann entschieden, ob die Bundeswehr uns im Landkreis Neunkirchen personelle Hilfe gewähren kann.  Nach einer Schulung seitens des Gesundheitsamtes, könnte uns dann das Team der Bundeswehr bei der Kontaktnachverfolgung unterstützen. Die benötigte Infrastruktur können wir kurzfristig sicherstellen.

Wenn Regen und kalte Temperaturen wie in den vergangenen Tagen anhalten, wird es vermehrt zu Erkältungen kommen. Ist dann Kinderbetreuung und Unterricht noch vernünftig zu realisieren? Schlagen über dem Gesundheitsamt die Wellen zusammen, wenn Erkältungen, Grippe und Corona zusammenkommen?

Diese Befürchtung habe ich natürlich auch. Natürlich gehen wir alle derzeit sensibler mit Erkältungssymptomen um, um andere nicht zu gefährden. Mein Team des Gesundheitsamtes unter Leitung von Oliver Schöne leistet seit vielen Monaten, auch am Wochenende, sehr gute Arbeit. Doch die Belastung bleibt nicht ohne Folgen, daher müssen wir für Entlastung sorgen.

An dieser Stelle muss ich aber auch außerhalb der Verwaltung ein Lob an die Teams der Kitas und Schulen aussprechen. Tag für Tag wird hier hervorragende Arbeit geleistet, um die Hygienemaßnahmen einzuhalten.

Trotz steigender Zahlen sind die Corona-Stationen in den Krankenhäusern nicht stark belegt. Ist damit zu rechnen, dass sich das in den kommenden Wochen ändert?

Das kann ich nicht sagen, hoffen wir, dass es so bleibt. Bisher halten wir noch bis Ende des Jahres unser Versorgungszentrum in der Ottweiler Seminarsporthalle vor, das dann in Einsatz kommen würde, wenn die Kapazitäten der Krankenhäuser nicht mehr ausreichen würden. Wenn wir uns alle an die Hygienemaßnahmen halten, wird dies hoffentlich nicht der Fall sein.

 

Manche Menschen sind es leid, Masken zu tragen. Was sagen Sie denen?

Es geht bei den Hygieneregeln um unser aller Gesundheit. Die Maske schützt uns und andere. Auch ich würde mir wünschen, wir würden wieder „Vor-Coronazeiten“ erleben, aber solange kein Impfstoff vorhanden ist, besteht die Gefahr der Infektion. Gerade jetzt, in einer Zeit, in der wir uns wieder wetterbedingt drinnen aufhalten müssen, sind Abstands- und Hygieneregeln so wichtig. Regelmäßiges Lüften, Maskentragen, Abstand halten und Händehygiene  – wir alle können etwas für unsere Sicherheit tun. Leider erlebe ich bei manchen Menschen eine Sorglosigkeit, die ich in keinster Weise nachvollziehen kann. An dieser Stelle appelliere ich an die Vernunft. Covid 19 und die davon ausgehende Gefahr ist nach wie vor präsent. Geben wir ihm keine Chance!

Hatten Sie persönlich auch mit Coronaleugnern zu tun?

Ja leider, mich erreichen, gerade über Facebook irgendwelche Verschwörungstheorien von Menschen, denen ich das nie zugetraut hätte.  Man fragt sich, an was das liegt.

Die Pandemie hat große wirtschaftliche Folgen. Dies führt zu nachvollziehbaren Existenzängsten. Vielleicht wird man hier anfälliger für seltsame Theorien. Ich kenne aus meinem Umfeld Menschen, die an Corona erkrankt waren. Einige haben immer noch mit den Folgen zu kämpfen. Ich will mir nicht vorstellen, was gewesen wäre, wenn es keine Vorsichtsmaßnahmen gegeben hätte. Manchmal habe ich den Eindruck, einige Mitmenschen haben die dramatischen Bilder aus Italien, Spanien, Frankreich und anderen Ländern bereits vergessen.

 

 

 

 


02.10.2020: Auf in den Oktober

Landrat Sören Meng überreichte Franziska Pohl die Urkunde als Siegerin des Vorlesewettbewerb im Landkreis Neunkirchen
Landrat Sören Meng gratulierte Sebastian Schaefer zu seiner bestandenen Prüfung als Brotsomelier
Eröffnung des Mädchentreff Rosa in Neunkirchen
Eröffnung der Ausstellung der Regionalmarke in der Sparkasse Ottweiler

„Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren und auf den Fluren lass die Winde los.“ So beschreibt Rainer Maria Rilke den Herbst, der in dieser Woche mit großer Wucht Einzug gehalten hat. Für mich war diese Woche sehr fordernd und abwechslungsreich. Sitzungsmäßig hat sich meine Terminlage wieder wie vor der Coronazeit entwickelt. Dennoch hoffe ich, dass sich die ein oder andere Telefon oder Videokonferenz etablieren wird, denn das spart effektiv Ressourcen.

Der Montagmorgen war geprägt durch Rücksprachen und hausinterne Termine. Am Nachmittag gratulierte ich der Kreissiegerin beim Vorlesewettbewerb und wünschte ihr für den Landesentscheid viel Erfolg. Beim Regionalentscheid des 61. Vorlesewettbewerbes des Deutschen Buchhandels konnte Franziska Pohl der Klasse 6 des Krebsberggymnasiums die Jury überzeugen. Jährlich beteiligen sich bundesweit rund 7.000 Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen an den regionalen Entscheiden der Städte und Landkreise. Mit circa 600.000 Teilnehmern jährlich ist der 1959 ins Leben gerufene Vorlesewettbewerb der älteste und größte Schülerwettbewerb Deutschlands. Dieses Mal wurde allerdings nicht in größerer Runde vor der Jury gelesen, sondern die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler reichten Videos ein. Ich freue mich sehr darüber, dass dieser Wettbewerb jedes Jahr so viel Anklang findet, denn lesen bereichert unser Leben, schärft die Sinne und trägt entscheidend zur Medienkompetenz bei.

Am Abend leitete ich als Kreisvorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes die Präsidiumssitzung.

Am Dienstag tauschte ich mich mit unserer Klimaschutzmanagerin Lilli Metzker über aktuelle Themen rund um den Klimaschutz aus. Hier konnten wir in der Vergangenheit einiges bewegen und vor allen Dingen unsere Liegenschaften energieeffizienter ausrichten. Dies ist natürlich ein fortlaufender Prozess, gerade weil viele unserer Gebäude etliche Jahre alt sind. Danach tagte der Krisenstab. Leider nehmen die Infektionszahlen kontinuierlich zu. Aus diesem Grund verstärken wir unser Team der Kontaktnachverfolgung und personalisieren unser Gesundheitsamt auf.

In Sachen Regionalmarke besuchte ich den Bäckermeister Sebastian Schaefer, der eine Weiterbildung als Brotsommelier erfolgreich abgeschlossen hat. In seiner Abschlussarbeit beschäftigte er sich mit der nachhaltigen Verwendung von Brotresten. So werden die zum Teil genutzt, um Bier zu brauen. Diese Erkenntnis setzte er gemeinsam mit der Neunkirchen Brauerei Bach um. Die Bäckerei Schaefer versteht sich als Handwerksbäckerei, die ihre Backwaren nach alten Rezepten natürlich herstellt.

Am Nachmittag nahm ich an einer besonderen Veranstaltung in Saarlouis teil. Der Oberst Klaus-Peter Schirra, der das Landeskommando Saarland der Bundeswehr vier Jahre leitete trat in den Ruhestand. Ihm folgt Oberst Matthias Reibold nach. Mit Klaus-Peter Schirra verband mich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Nicht nur in Pandemiezeiten hat sich gezeigt, dass unsere Bundeswehr bereit ist auch innerhalb örtlicher Gefahrenlagen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. So sind in unserem operativen Corona Krisenstab Vertreter der Bundeswehr vertreten.

Am Abend tagte die SPD Kreistagsfraktion.

Am Mittwochmorgen nahm ich an der Personalversammlung des Jobcenters Neunkirchen teil. Um Kontakte zu vermeiden hatte sich der Personalrat entschlossen, diese Versammlung virtuell durchzuführen. So wurde ich per Video zugeschaltet und konnte mein Grußwort an die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jobcenters richten. Auch sie haben in den vergangenen Monaten gute, verlässliche Arbeit unter besonderen Bedingungen geleistet. Hierfür herzlichen Dank.

In einer Präsenzsitzung tagte die Verbandsversammlung des Rettungszweckverbandes in Bexbach. Hier stand unter anderem der Haushalt 2020 auf der Sitzungsagenda. Aber auch Organisatorisches und Informationen über die Arbeit der Rettungswache waren Inhalte der Tagesordnung.

Am Nachmittag besuchte ich gemeinsam mit dem Ottweiler Bürgermeister Holger Schäfer die Ausschusssitzung für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des saarländischen Landtages. Hier wurden wir in Sachen Ottweiler Krankenhaus angehört. Die Marienhaus GmbH wird Ende des Jahres das ehemalige Kreiskrankenhaus schließen und nach St Wendel verlagern. In Ottweiler soll ein ambulantes Zentrum entstehen. Auch ist geplant die Verwaltung der Marienhauskliniken in Ottweiler zu konzentrieren. In einem Statement machte ich deutlich, dass die Notfallversorgung und auch der Standort des Notarztes für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis von großer Wichtigkeit sind. Hier befinden wir uns mit dem Rettungszweckverband in enger Abstimmung.

Am Abend tauschten sich die Landräte mit unserem Ministerpräsidenten Tobias Hans aus. Der Ministerpräsident berichtete uns vom Austausch der anderen Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin. Entsprechend der Vorgaben, werden je nach Infektionszahlen die Verordnungen angepasst, um für höchstmögliche Sicherheit zu sorgen.

Gestern Morgen eröffnete ich ein neues Angebot für Mädchen in Neunkirchen. Auf Initiative unserer Gleichstellungsbeauftragten Heike Neurohr-Kleer wird in den nächsten Wochen unter der Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt ein Mädchentreff in der Wellesweilerstraße eröffnet. Es ist seit längerer Zeit bekannt, dass es für Mädchen keine spezifischen Angebote im Jugendbereich gibt. Der Bedarf ist allerdings gegeben. Hier gibt es fortan ein tolles Angebot inmitten der Kreistadt. Im Anschluss widmete ich mich der Büroarbeit, besprach mich mit unserer Personalchefin und bereitete mit dem Geschäftsführenden Beamten die Kreistagssitzung am Nachmittag vor. Am Mittag eröffnete ich mit dem Ottweiler Bürgermeister Holger Schäfer eine kleine Ausstellung in der Sparkasse. Der Regionalkoordinator Will Walter hat mit der Sparkasse die Produktpräsentation von zwei Partner der Regionalmarke organisiert. Tanja Dörr und Gabriele Leismann präsentieren hier tolle Beton-, Glas und Holzprodukte, die sie selbst gestaltet haben. Sie haben tolle Geschenkideen geschaffen, die zum Teil personalisiert oder auch mit dem Logo unserer Willkommensregion versehen sind. Die Ausstellung ist den kompletten Oktober zu sehen, vorbeischauen lohnt sich.

 

Am Nachmittag fand dann die Kreistagssitzung statt. Hier muss eine umfangreiche Tagesordnung bestritten werden. So ging es unter anderem um die Vorstellung der Zusammenfassung der Feuerwehrbedarfspläne des Landkreises Neunkirchen. Sie stellt den Ist-Zustand der Feuerwehren im Landkreis dar und soll aufzeigen welche Maßnahmen und Beschaffungen notwendig sind. So wurde uns empfohlen ein zentrales Lager im Bereich Katastrophenschutz vorzuhalten. Da diese Lager in den vergangenen Jahrzehnten abgebaut wurden, werden wir uns dieser Aufgabe annehmen, da die aktuellen Lagen gezeigt haben, dass es wichtig ist, Lager mit katastrophenschutzrelevanten Gütern, wie Betten, Wolldecken, Hygienematerial usw. vorzuhalten. Im Rahmen der Kreistagssitzung wurde die Geschäftsordnung für den Kreistag, den Kreisausschuss und die Kreistagsausschüsse modifiziert, um hier effizienter arbeiten zu können. Auch stellte der Kreistag den Jahresabschluss 2017 offiziell fest, nachdem er eingehend vom Rechnungsprüfungsamt geprüft wurde. Der Kreistag beschloss den Beitritt zum ÖPNV Pakt. Ich habe an dieser Stelle schon öfter darüber geschrieben. Mit dem Verkehrsentwicklungsplan für das Saarland und der Tarifoffensive 2021 werden im Saarland die Grundlagen für die Weiterentwicklung des ÖPNV gelegt. Das Ziel ist klar definiert. Zugangshemmnisse sollen abgebaut werden und damit das System ÖPNV attraktiver werden. Finanziell sieht dieser Pakt unter anderem vor, dass das Land sowohl die Kosten für die Aussetzung Etikett Preiserhöhung als auch die Kosten für die Tarifreform übernehmen wird. Diese Zusage gilt bis 2023. Im Gegenzug verpflichten sich alle Aufgabenträger, hier unser Landkreis, den ÖPNV vor Ort in seiner Struktur zu erhalten und bei Bedarf weiter auszubauen. Ich freue mich sehr, dass der Kreistag mich ermächtigt hat den Vertrag für einen modernen und bezahlbaren ÖPNV zu unterzeichnen. Hier hat die Landesregierung unter Federführung unserer Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger einen wichtigen Beitrag zur Mobilität im Saarland geleistet. Wir alle sind dazu aufgerufen für den attraktiveren, günstigeren ÖPNV zu werben. Die beiden Fraktionen SPD und CDU trugen eine Erklärung zur Weiterentwicklung des Erlebnisortes Reden vor. Durch ein gemeinsames Standortmanagement mit Land, Kreis und Gemeinde sollen Zukunft das Potenzial des Erlebnisortes stärker ausgeschöpft werden. Durch eine Barriere freie Erschließung sollen weitere Entwicklungsschritte beschleunigt werden. Darüber hinaus gab es eine Anfrage der Fraktion der Grünen zu Regionalmarke und eine Anfrage der CDU-Fraktion, die sich mit Angebote für Kinder und Jugendlichen in der Coronazeit beschäftigte. Darüber hinaus wurden zahlreiche Bauvergaben auf den Weg gebracht. Heute Morgen standen zahlreiche Besprechungen unter anderem mit dem Geschäftsführer unserer Wirtschaftsförderungsgesellschaft und dem Geschäftsführer unserer Wasserversorgung zu unterschiedlichen Themen an. Danach fand die Sitzung des Krisenstabes statt.

Morgen ist der Tag der Deutschen Einheit – Seit 30 Jahren sind unsere beiden deutschen Staaten wieder vereint. Es war eine friedliche Revolution, die schließlich am 9. November dafür sorgte, dass die DDR Geschichte war. Die Menschen gingen gegen das Unrechtsregime auf die Straße, erhoben ihre Stimme für die Freiheit und skandierten: Wir sind das Volk!

Junge Menschen können das gar nicht mehr erfassen, was das damals bedeutete. Für sie ist es selbstverständlich eine Städtetour nach Berlin zu unternehmen, Dresden zu erkunden, Weimar zu sehen. Ohne Grenzkontrollen, ohne Auflagen.

Viele von uns haben hier sicherlich eigene Erinnerung an die Zeit, in der es noch die DDR gab.

Ich hatte eine Brieffreundschaft mit einer Verwandten, die in der DDR lebte. Wir schickten uns Bücher und Briefe zu. Oftmals kamen die Briefe und Päckchen nicht an. Wir warteten vergeblich.

Auch erinnere ich mich an Städtepartnerschaften, die auch in unserem Landkreis gelebt wurden. Als Neunkircher Bürger denke ich an die Städtepartnerschaft mit Lübben, die immer noch gepflegt wird. Durch sie habe ich in den letzten drei Jahrzehnten persönlich erlebt, wie eng wir wieder zusammengewachsen sind, wie sich die schöne Stadt in Brandenburg entwickelt hat.

30 Jahre Deutsche Einheit – ein Tag zum Freuen, ein Tag, an dem wir froh sein können, in einer Demokratie zu leben.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


25.09.2020: Der Herbst ist da

Gemeinsame Sondersitzung des Kreistages mit dem Gemeinderat Schiffweiler
Der Premiumwanderweg Schauinsland feiert in diesem Jahr zehnjähriges Jubiläum - aufgrund der Pandemie können leider die beliebte Landratwanderungen nicht stattfinden, daher würdigt der Landrat diesen besonderen Wanderweg in einem Video - hierzu fanden heute die Dreharbeiten statt

Diese Woche hatte es in sich. Manchmal wünscht man sich, dass man mit bestimmten Dingen nicht Recht hat. Leider stellen wir alle fest, dass die Coronazahlen wieder hochgehen. Ich hatte an dieser Stelle oft darauf hingewiesen, dass die Gefahr droht. Nachdem kürzlich ein Kindergarten in Wellesweiler geschlossen werden musste, traf es in der vergangenen Woche die Kita Dirmingen und in dieser Woche die Grundschule Dirmingen. Dies bedeutete dass wir mit unserem Gesundheitsamt die Kinder für zwei Wochen in Quarantäne schicken mussten. Leider musste die ganzen Einrichtungen geschlossen werden, weil wir die Kontaktpersonen nicht eindeutig ermitteln konnten. Wir werden damit rechnen müssen, dass es in Kürze weitere Einrichtungen betreffen könnte. Daher ist es geboten sich unbedingt an Abstands und Hygieneregeln zu halten. Ich habe den Eindruck, viele Mitbürgerinnen und Mitbürger nehmen das Ganze auf eine leichte Schulter. Sie denken: „Die Zahlen sind unten, da besteht keine Gefahr, sich zu infizieren.“

Dies ist ein Trugschluss, denn wenn die Zahlen hochgehen, ist die Gefahr groß sich mit dem Virus anzustecken. Daher appelliere ich an Sie alle, auf sich Acht zu geben und auch ihre Mitmenschen darauf hinzuweisen, wie wichtig die einfachen Regeln sind. Dies noch einmal zu betonen, ist mir dieser Stelle besonders wichtig.

Die Woche begann mit dem verwaltungsinternen Jour fixe. Dem schloss sich die Sitzung unseres Krisenstabes an. Natürlich ging es hier um die aktuellen Infektionsfälle und darum, wie wir das Team unseres Gesundheitsamtes, das hervorragende Arbeit leistet, unterstützen können. Zurzeit wird leider im Internet einiges über die Arbeit des Gesundheitsamtes geschrieben. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind seit März diesen Jahres sieben Tage in der Woche, auch an Feiertagen im Einsatz. Natürlich arbeiten wir daran Verwaltungsabläufe effizienter zu gestalten. Gerade was die Kontaktnachverfolgung angeht, sind wir auch mit den anderen saarländischen Gesundheitsämtern in engem Austausch.

Am Nachmittag tagte zum zweiten Mal der Rechnungsprüfungsausschuss, um den Jahresabschluss 2017 zu beraten und damit mich und die Kämmerei zu entlasten. Herzlichen Dank an dieser Stelle den Mitgliedern des Ausschusses, meiner Finanzverwaltung und unserem Rechnungsprüfungsamt, das den Haushalt eingehend geprüft hat. Am Dienstag gratulierte ich einer Mitarbeiterin zu ihrem 25. Dienstjubiläum. Aus gegebenem Anlass tagte erneut im Anschluss der Krisenstab. Am Nachmittag tagte der Ausschuss für Angelegenheiten des ÖPNV. Hier ging es unter anderem um die Gemeinde verkehre, um Auswirkungen der Coronakrise auf den ÖPNV, Schulverstärkerfahrten und natürlich den Bericht der Neunkirchen Verkehrs AG, den der Geschäftsführer Pascal Koch vorstellte. Im nächsten Jahr soll es eine umfangreiche Tarifreform geben. Ich habe an dieser Stelle schon häufig darüber berichtet. Hier haben wir, die Landkreise als Aufgabenträger eine besondere Verpflichtung unser Angebot im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs zu erhalten und gegebenenfalls zu intensivieren.

 

Am Mittwoch händigte ich einer künftigen Anwärterin für den gehobenen Verwaltungsdienst ihre beamtenrechtliche Urkunde. Sie wird ihr Studium am 1. Oktober antreten. Mir ist es sehr wichtig, dass wir in jedem Jahr Auszubildende und Anwärter für unsere Kreisverwaltung einstellen, um auch in Zukunft auf gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu zählen. Hierbei unterstützt mich unser Kreistag, der dies auch so sieht. Am Nachmittag ging es um den Haushalt des Jahres 2021 und hier um die geplanten Investitionen im Baubereich. So soll im kommenden Jahr mit der intensiven Planung des Neubaus der Gemeinschaftsschule in Neunkirchen begonnen werden. Hier hatten wir vor wenigen Monaten einen Architektenwettbewerb durchgeführt. Am Abend fand in der Geschichte des Landkreises eine Premiere statt. An dieser Stelle möchte ich eine Pressemitteilung zitieren, die die Ereignisse gut wiedergibt.

Zum ersten Mal in der Geschichte tagten der Kreistag des Landkreises Neunkirchen und der Gemeinderat der Gemeinde Schiffweiler zusammen. Die Gremien hatten in der Vergangenheit immer wieder ein fundiertes Standortmanagement gefordert. Anfang des Jahres gaben das Land mit ihrer Gesellschaft IKS (Industriekultur Saar) und der Landkreis Neunkirchen eine Studie zum Standortmanagement in Auftrag, die von dem Hamburger Unternehmen Erlebniskontor vorgestellt wurde.

In einem Statement betonte der als Aufsichtsratsvorsitzender für die IKS zuständige Staatssekretär Jan Benedyczuk den Stellenwert des Erlebnisortes Reden: „Am Standort hat sich in den vergangenen Jahren vieles gut entwickelt. Ein gemeinsames Standortmanagement zwischen Land, Kreis und Gemeinde ist die Grundlage für die Weiterentwicklung des Standortes, gerade in touristischer Hinsicht und der Auftakt für eine engere Kooperation zwischen allen Beteiligten für gemeinsame Ziele.“ Die Projektleiterin des Unternehmens Erlebniskontor Silke Petzold skizierte in ihrem Vortrag die Ziele der Standortentwicklung. So könne Reden als Destination für Naherholung und Tourismus weiterentwickelt werden. Dies ginge allerdings nur, wenn es gelänge, das Frequenzaufkommen und die Verweildauer vor Ort zu erhöhen, um damit weitere wirtschaftliche Effekte zu generieren. Durch ein gemeinsames Standortmanagement aller Partner könne das Standortprofil und das derzeitige Nutzungskonzept weiterentwickelt werden. Dafür müsse nach Ansicht Silke Petzolds die Infrastruktur erhalten und optimiert werden. Auch die Kommunikation aller Akteure vor Ort werde künftig durch ein gemeinsames Standortmanagement verbessert. Landrat Sören Meng lobte die Vorgehensweise der Agentur: „Im Vorfeld wurde mit allen Akteuren am Standort gesprochen und ihre Sicht auf den Erlebnisort festgehalten. Ziel eines gemeinsamen Managements muss die Vermarktung des Standorts und damit der Tourismusregion Landkreis Neunkirchen sein. Dies gelingt erfolgreich, wenn wir gemeinsam agieren.“ Dies bekräftigte auch Schiffweilers Bürgermeister Markus Fuchs: „Der Standort hat sich gut entwickelt und ist weit über die Grenzen der Gemeinde bekannt. Eine Stärkung des Erlebnisortes durch eine Vermarktung aus einer Hand kommt letztendlich auch der regionalen Wertschöpfung zugute.“

Nach dem Vortrag und eingehender Erörterung befürworteten sowohl die Mitglieder des Kreistages, als auch die Mitglieder des Gemeinderates mehrheitlich, dass ihre politischen Vertreter Landrat Sören Meng und Bürgermeister Markus Fuchs mit dem Land Verhandlungen aufnehmen, um eine jeweilige Beteiligung auszuloten. Letztendlich werden dann kostenrelevante Beteiligungen erneut in den Gremien beraten und beschlossen. In einem weiteren Tagesordnungspunkt bekräftigte der Kreistag die Bestrebungen am Erlebnisort Reden eine barrierefreie Erschließung unter Einbeziehung der bisherigen Wegeführung zu realisieren. Zuständigkeitsweise beauftragte der Gemeinderat ein Planungsbüro, um unter Beibehaltung der bereits vorhandenen Wege eine Erschließung zu prüfen. Allerdings solle, so die Gemeinde Schiffweiler, eine zusätzliche Erschließung mit einer Haldenbahn weiterhin verfolgt werden.

Ich bin überzeugt, dass hier die Gremien einen wichtigen Schritt in die Weiterentwicklung unseres Erlebnisortes Reden auf den Weg gebracht haben. Ich werde mich weiterhin intensiv um dieses Thema kümmern, denn Reden hat für den Landkreis Neunkirchen, aber auch für das Saarland eine wichtige touristische Strahlkraft.

Gestern Morgen tagten die Gremien der WVO, die sich mit dem Jahresabschluss 2019 eingehend befassten. Unsere Wasserversorgung leistet hervorragende Arbeit. Wir alle wissen, wie wichtig das Lebensmittel Wasser für uns alle ist. Hier gelten höchste Hygienestandards, die ständig überwacht werden. Seit vielen Jahrzehnten ist hier unsere WVO für den Landkreis Neunkirchen und darüber hinaus ein wichtiger Dienstleister zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger.

Am Nachmittag tagte der Kreisausschuss, um unter anderem die in der nächsten Woche stattfindende Kreistagssitzung vorzubereiten. Im öffentlichen Teil ging es um die neue Förderschule emotionale Entwicklung, die wir im Auftrag des Landes realisierten. Hier wird der Bereich Naturwissenschaften für rund 34.000 € ausgestattet. Diese Maßnahme wird zu 100 % vom Ministerium für Bildung und Kultur gefördert. Im nicht-öffentlichen Teil wurden zahlreiche Vergaben und Personalangelegenheiten vorberaten.

Heute Morgen standen verwaltungsinterne Termine in meinem Kalender, ehe es dann auf den Premiumwanderweg Schauinsland ging, der in diesem Jahr zehn Jahre alt wird. Da leider Corona bedingt meine Landratswanderungen in diesem Jahr ausfallen, habe ich mich mit der Tourismus- und Kulturzentrale entschlossen, diesen Weg  mit einem Video zu würdigen und die Bürgerinnen und Bürger zum wandern zu begeistern. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Jörg Aumann und Bürgermeister Holger Schäfer stellen wir in dem Film den beliebten Wanderweg näher vor.

Heute Abend bin ich bei der Premiere des Neunkirchen Musicalprojektes in der Gebläsehalle zu Gast, das die Highlights der letzten Musicals in einer Revue unter Coronabedingungen präsentieren wird. Ich freue mich sehr darüber, dass es der Neunkirchen Kulturgesellschaft und der Kreisstadt Neunkirchen gelungen ist, auch in diesem Jahr diese Veranstaltung unter besonderen Bedingungen durchzuführen. Ich wünsche diesem ehrenamtlich getragenen Projekt viel Erfolg und viele begeisterte Zuschauerinnen und Zuschauer.

Am Samstag findet eine Wanderung gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Entsorgungsverbandes Saar Herrn Philippi und unserem Staatssekretärs Sebastian Thul in Neunkirchen statt. Themenschwerpunkt ist die Vermüllung unserer Natur. Die Netzwerke „Illingen engagiert gegen Müll“ unter der Leitung von  Arno Meyer und „Ottweiler räumt auf“ unter der Federführung von   Frau Glücklich haben hier eine besondere Wanderung mit einem Impulsvortrag vorbereitet. Diese ersten beiden Clean up Netzwerke engagieren sich gegen die Vermüllung unserer Natur.

 

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ich wünsche Ihnen ein schönes, entspanntes Wochenende. Bleiben Sie gesund.

 Ihr Landrat Sören Meng

 


18.09.2020: Der Hochsommer kehrte zurück

11. Verbandsversammlung des Zweckverbandes Personennahverkehr Saarland
Hauptversammlung des Landkreistages Saarland im VHS Zentrum Saarbrücken
Heute fand die Gedenkfeier für Manfred Klein statt

Diese Woche sorgte das Wetter für Überraschungen. Hatte man noch vor wenigen Tagen fest mit dem Einzug des Herbstes gerechnet, kam für kurze Zeit der Hochsommer über 30° zurück.

Der Montag begann mit zahlreichen internen Rücksprachen. Unter anderem ging es um die Personalsituation in unserer Kreisverwaltung. Derzeit laufen zahlreichen Bewerbungsverfahren, hier wurde ich auf den aktuellen Stand gebracht. Aktuell ausgeschriebene Stellen finden Sie übrigens immer auf unserer Homepage. Am Nachmittag tagte der Werksausschuss unserer Tourismus- und Kulturzentrale. Der Werksleiter Christian Rau berichtete über zahlreiche touristischen Maßnahmen, die auch in der Coronazeit stattfinden konnten. So wurden gerade die Social Media Kanäle unserer Tourismuszentrale genutzt, um auf das touristische Angebot des Landkreises aufmerksam zu machen. Gerade unsere Wanderwege erfreuten sich großer Beliebtheit, die Premiumwege waren zum Teil überlaufen. Auch gab es in dieser Zeit Aktionen mit regionalen Gastronomieunternehmen. Neue Wege beschritt man mit der Veranstaltung von Autokinos. Ein großer Erfolg waren die Musikpicknicks im Freizeitzentrum Finkenrech. Diese konnten unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen durchgeführt werden. Glücklicherweise kehrt wieder ein Stück Normalität ein. Mittlerweile wurde bereits wieder ein Kreistagskonzert in Ottweiler, allerdings mit begrenzten Sitzplätzen, durchgeführt. Was ich vermisse, sind meine Landratswanderungen, die ich in diesem Jahr zum ersten Mal seit meinem Amtsantritt 2016 nicht durchführen konnte. Es ist bei solchen Wanderungen kaum möglich, die Hygieneempfehlungen umzusetzen. Allerdings werde ich in wenigen Tagen ein besonderes Angebot rund ums Wandern realisieren. Ein beliebter Wanderweg feiert Jubiläum, hier habe ich mir etwas einfallen lassen.

Am Dienstag gratulierte ich einem langjährigen Mitarbeiter zu seinem 40. Dienstjubiläum. Anschließend tagte der Krisenstab der Kreisverwaltung. In meinem letzten Blog, hatte ich darüber berichtet, dass es in einer Kita im Landkreis zu Coronafällen kam. Glücklicherweise kann derzeit davon ausgegangen werden, dass sich keine größeren Zahlen an Infizierten bestätigt haben. Mein Team des Kreisgesundheitsamtes hatte alle Hände voll zu tun, die Nachverfolgung der Kontaktpersonen sicherzustellen. Auch wurden zahlreiche Testungen durchgeführt. Leider muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass die Zahlen im Landkreis Neunkirchen nach oben gehen. Das hatte ich leider erwartet, denn viele Menschen halten sich nicht an die Vorgaben und nehmen Corona auf die leichte Schulter. Bitte achten Sie auf sich und Ihre Mitmenschen, nur so hat das Virus wenig Chancen sich auszubreiten. Am Nachmittag fand eine Sitzung des Rechnungsprüfungsausschusses statt, die sich mit dem Jahresabschluss 2017 beschäftigte. Unser Kreiskämmerer Olaf Niesen stellte gemeinsam mit den Prüfern des Rechnungsprüfungsamtes das Jahresergebnis und den Abschluss vor. Die Mitglieder des Ausschusses nutzten die Gelegenheit, um Fragen rund um die Abschlussprüfung zu stellen. Auch ist hier die Belegprüfung möglich. Der zweite Teil der Prüfung findet am kommenden Montag statt.

 

Am Mittwoch bereitete ich gemeinsam mit dem Geschäftsführer unserer Wasserversorgung Stefan Kunz die anstehenden Gremiensitzungen vor. Auch war Jahresabschluss 2019 Thema unseres Termins. Danach war meine Kollegin aus dem Landkreis Merzig-Wadern mit Mitarbeitern bei uns zu Gast, um sich über die zentrale Vergabestelle zu informieren. Diese haben wir seit 2018 eingerichtet. So können wir die umfangreichen Ausschreibungsverfahren optimal bearbeiten und rechtssicher arbeiten. Meiner Kollegin konnte ich von unseren guten Erfahrungen berichten. Aus der Praxis berichteten der Kreiskämmerer sowie der Vergabemanager. Am Abend tagte der Aufsichtsrat der Neunkircher Verkehrs GmbH. Hier ging es unter anderem um die Folgen der Coronakrise für den öffentlichen Personennahverkehr. Ich hatte im vergangenen Blog über die neu eingerichteten Verstärkerbusse für Schülerinnen und Schüler berichtet.

 

Gestern tagte die elfte Verbandsversammlung unseres Zweckverbandes Personennahverkehr Saarland, dessen Verbandsvorsteher ich bin. Im öffentlichen Teil ging es um die Entwicklung einzelner Buslinien, grenzüberschreitenden Verkehren und die Vergabe von öffentlichen Dienstleistungsaufträgen zum Ausgleich Corona bedingter Schäden im ÖPNV. Hier bin ich der saarländischen Landesregierung für ihr tatkräftiges Handeln sehr dankbar, da sie neue finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt hat. Im nicht-öffentlichen Teil ging es unter anderem um die für das kommende Jahr geplante Tarifreform, über die ich an dieser Stelle schon oft berichtet habe. Aufgrund der Nichtöffentlichkeit kann ich hier keine weiteren Auskünfte geben. Der Nachmittag stand für zahlreiche Rücksprachen, Telefonaten und eine Telefonkonferenz zur Verfügung.

 

Heute Morgen fand die Hauptversammlung des Landkreistages Saarland im VHS Zentrum Saarbrücken statt. Ursprünglich hatten wir diese Veranstaltung im Landkreis Neunkirchen geplant, aber auch hier funkte Corona uns dazwischen. Schwerpunkt der Sitzungen war der Geschäftsbericht des Geschäftsführers Martin Lukas und der Haushalt im Stellenplan des Landkreistages Saarland.

Wenn dieser Blog erscheint, werde ich in Dirmingen sein. Der langjährige Ortsvorsteher Manfred Klein verstarb im Frühjahr dieses Jahres. Damals war keine größere Trauerfeier möglich. Allerdings sollte an das erfolgreiche Wirken des beliebten Ortsvorstehers erinnert werden. Auch ich wurde gebeten an Manfred „Manné“ Klein zu erinnern. Ich kannte ihn seit über 20 Jahren. Deshalb fiel mein Nachruf persönlich aus.

„Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen seiner Mitmenschen. „ So hat es einst Albert Schweitzer formuliert und dieses Sprichwort passt wie ich finde, sehr gut zu Manfred Klein, an den wir heute erinnern möchten.

Manné hätte sich sicherlich gefreut, dass diese Art des Gedenkens möglich gemacht wurde.

Deshalb Dir lieber Frank Klein und Deinem Team herzlichen Dank für die Organisation dieser besonderen Veranstaltung.

Ich möchte kurz erzählen, wie ich Manfred Klein vor rund 25 Jahren kennen gelernt habe. Ich war auf einem Konzert von Rastlos. Und hier fiel mir in diesem tollen Ensemble der große Mann mit dem freundlichen Gesicht und dieser ungeheuren Lebensfreude auf. Ich sehe ihn jetzt gerade vor mir, wie er beim Gassenhauer „Mir lääwe gehre an der Saar“ in die Höhe springt und dabei lachend das Taschentuch schwingt.

So lernte ich Manné als Künstler kennen, der es auch hier verstand seine Mitmenschen zu begeistern.

Natürlich traf ich ihn immer wieder bei SPD Veranstaltungen. Er, der beliebte und erfolgreiche Ortsvorsteher, über Parteigrenzen hinweg vernetzt und geschätzt, einer der anpackte, ein Mensch mit Herz.

Jahre später als Landrat lerne ich den Kommunalpolitiker Manfred Klein gut kennen. Er war für seinen Ortsteil und seine Gemeinde immer im Einsatz. Er war ein Macher durch und durch, der mit seinem Team tolle Feste auf die Beine stellte – da wurde sogar ein Weihnachtsmarkt zum Alleinstellungsmerkmal im Landkreis. Manné war immer mittendrin.

Auch die Entwicklung des Freizeitzentrum Finkenrech lag ihm am Herzen. Da konnte er auch mal härter in der Sache werden, seine Meinung vertreten - immer mit dem Ziel etwas zu bewegen:

Für die Menschen, für seine Gemeinde.

Manné war ein Macher, ein Mann der klaren Worte, ein durch und durch leidenschaftlicher Mensch.

Dann traf ihn diese furchtbare Krankheit.

Unser letztes Gespräch vergesse ich nicht. Er war sich seiner Situation vollkommen bewusst, er wusste, dass nicht mehr viel Zeit bleibt, und ich hatte den Eindruck, dass er um jeden Tag und jede Stunde feilschte. Er zählte mir die Feste auf, bei denen er gerne noch dabei wäre. Nach unserem Gespräch, zog ich innerlich den Hut. Manné war ein besonderer, großartiger Mensch, der auch am Ende seines Lebens eine beeindruckende Haltung bewahrte.

Liebe Familie Klein, sehr verehrte Damen und Herren, Manné hat viel für seine Mitmenschen erreicht, er hat Menschen berührt und zueinander gebracht, er war, wie man im Saarland sagt ein feiner Kerl. Ein Kommunalpolitiker durch und durch.

Sein Denkmal steht im Herzen vieler Menschen. Das wird bleiben. Glück auf Manné! Du fehlst uns!“

Ich möchte noch auf eine besondere Veranstaltung hinweisen. Am Sonntag findet im Landkreis der deutsche Waldtag mit Wanderungen statt. Nähere Infos finden Sie hier.

 

Ich wünsche Ihnen ein schönes, entspanntes Wochenende. Bleiben Sie gesund!

 

Ihr Landrat Sören Meng


11.09.2020: Von Verstärkerbussen bis zur Weinlese

Am Montag sind die Verstärkerbusse, die von Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger initiiert wurden, gestartet
Die Verstärkerbusse sollen Entlastung im Schülerverkehr schaffen und damit das Infektionsrisiko verringern
Spatenstich zum Erweiterungsbau der Kita Stennweiler
Vortrag beim Rotary-Club Eppelborn über die Aufgaben des Landkreises
Aktion Heimat shoppen in Eppelborn
Heimat Shoppen in Eppelborn
Weinlese an der Halde in Landsweiler-Reden

Diese Woche war wieder sehr ereignis- und abwechslungsreich. Außenstehende können sich oftmals nicht vorstellen, mit wie vielen Themen die Landkreise konfrontiert werden. Darüber sprach ich übrigens am vergangenen Mittwoch bei den Rotariern und stellte das umfangreiche Aufgabenspektrum der Kreise vor.

 

Der Montagmorgen begann für mich um 7:15 Uhr in Neunkirchen. Denn an diesem Tag kamen die ersten Reisebusse verstärkend im Schulverkehr zum Einsatz.  Durch die Kostenzusage der Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger konnte die NVG weitere Busse durch Subunternehmer beauftragen und so das gebündelte Schüleraufkommen in den Schulbussen entzerren. Die Neunkircher Verkehrs GmbH hatte schon seit Schulbeginn mit drei Bussen zusätzliche Kapazitäten geschaffen. Gemeinsam mit Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger, Oberbürgermeister Jörg Aumann, NVG-Geschäftsführer Pascal Koch und Fahrdienstleiterin Klaudija Plazibat nahmen wir am  Neunkircher Busdepot an der Fernstraße die ersten Fahrten in Augenschein. Hand in Hand mit dem Land können wir nun die Verstärkerbusse dort einsetzen, wo sie gebraucht werden. Die Kostenzusage des Landes hat hier nochmal Spielraum verschafft. Ich danke der Wirtschaftsministerin für diese finanzielle Unterstützung und der NVG GmbH für die zügige Umsetzung! Danach bereite ich im Kreis der Dezernenten anstehende Termine vor und tauschte mich zu aktuellen Themen und unserer Kreisverwaltung aus. Auch standen etliche Rücksprachetermine auf dem Terminkalender.

 

Am Dienstag traf ich mich mit dem Leiter der Regionalstelle THW Reiner Schaadt, um gemeinsam mit unserem Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack und dem Katastrophenschutzbeauftragten meiner Verwaltung Alexander Koch mehr über das neue THW Gesetz zu erfahren. Durch die Novellierung des Gesetzes können wir künftig intensiver mit den Einsatzkräften des THW operieren und bei Bedarf kostenneutral Einsätze abbilden. Bisher lief die Zusammenarbeit mit dem THW sehr gut und reibungslos. Ich erinnere an das große Engagement im Rahmen des Aufbaus unseres Versorgungszentrums in der Seminarsporthalle. Ich danke an dieser Stelle allen, die sich im THW Haupt und ehrenamtlich für unsere Gesellschaft engagieren.

Danach fand ein Gespräch gemeinsam mit unserer Sozialdezernentin Julia Schild und den Verantwortlichen des Integrationsbetriebes Haseler Mühle statt. Dieser Betrieb ist eine Tochtergesellschaft der neuen Arbeit Saar und bietet Menschen mit und ohne Behinderung einen dauerhaften und regulären Arbeitsplatz auf dem ersten Arbeitsmarkt. Der Betrieb leistet einen aktiven Beitrag zur heimischen Artenvielfalt, da er regional typische Ansaaten herstellt. Der Landkreis zählt schon seit längerer Zeit zu den zufriedenen Kunden des Integrationsbetriebes. Allerdings fehlen dem Unternehmen Mittel, um dauerhaft am Markt zu bleiben. Ich hoffe, dass eine Lösung gefunden wird, den Integrationsbetrieb in die Zukunft zu führen. Die Arbeit die Jürgen Michel und sein Team leistet ist herausragend und nachhaltig. In Zeiten, in denen immer mehr öffentliche Blumenwiesen, zur Förderung der Insekten angelegt werden, ist es wichtig regionales Saatgut vorhalten zu können. Am Nachmittag fand die Preisverleihung des Wettbewerbes Klasse Klima statt. Dieser Wettbewerb wurde von unserer Klimaschutzbeauftragten Lilli Metzker konzipiert und in den Schulen des Landkreises präsentiert. Sieben Schulen beteiligten sich mit interessanten Projekten. Leider kam hier Corona dazwischen und das Projekt nahm einen anderen Verlauf. Daher entschlossen wir uns das Preisgeld von 3500 € an alle Teilnehmer zu vergeben, um damit jedes Projekt zu würdigen. In der Preisverleihung, die Corona bedingt in einem sehr kleinen Rahmen stattfinden musste, stellten die Schulen alle Projekte detailreich vor. Herzlichen Dank allen, die sich hier engagiert haben und damit unsere Welt die Natur vor Ort ein klein wenig besser machen. Ich bin sicher, dass die Projekte fortgeführt werden. Daher ist jeder Euro gut angelegt.

Von Ottweiler ging es dann nach Stennweiler, wo der erste Spatenstich für die neue Kita Stennweiler gemeinsam mit Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot, Bürgermeister Markus Fuchs, der Ortsvorsteherin und MdL Christina Baltes sowie vielen weiteren Gästen vorgenommen wurde. Nach der Fertigstellung wird ein neungruppiger Kindergarten entstehen. Der Landkreis hat diese Maßnahme mit rund 2 Millionen Investitionsmitteln bezuschusst. Bisher bietet der Kindergarten Platz für 75 Kindergarten- und 20 Krippenkinder. Dank des Kreiszuschusses wird die Einrichtung in die Lage versetzt, weitere 33 Krippen- und 25 Kindergartenplätze anzubieten. In meinem Grußwort zitierte ich Dalai Lama, der gesagt hat: „Die Kinder von heute, sind die Gesellschaft von morgen.“ Den Bauarbeiten wünsche ich einen unfallfreien und zügigen Verlauf.

Am Abend feierte in Eppelborn die Paul Ludwig Stiftung ihr 20-jähriges Jubiläum. Zweck der im Jahre 2000 gegründeten Stiftung ist die Förderung von Kunst und Kultur. Insbesondere wird dies verwirklicht durch die Bewahrung und Pflege der Stiftung übertragenen Kunstgegenstände und Kulturgüter sowie deren Zugänglichmachung und Nutzbarmachung für die Allgemeinheit. Im Besonderen wird der Stiftungszweck erfüllt durch die Förderung der Kunst Jean Lurçats durch Sammlung von Kunstwerken Jean Lurçats und ihre Vermittlung im landesweiten und überregionalen Bewusstsein durch Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen, durch die Einordnung und Darstellung von Leben und Werk Jean Lurçats in den europäischen Kontext und durch Sammlung sowie Bearbeitung künstlerischer Positionen zum Werk von Jean Lurçats. Im Jean Lurçat-Museum in der ehemaligen Mädchenberufsschule in Eppelborn sind zahlreiche Werke ausgestellt.

Des Weiteren gehört zur Erfüllung des Stiftungszwecks die Bewahrung des Vermächtnisses und des Andenkens des 1998 verstorbenen Priesters und Kunstlehrers Paul Ludwig, der einige Jahre in Eppelborn als Vikar tätig war und der durch letztwillige Entscheidung die Grundlage für die Ausstattung der Stiftung geschaffen hat. (Quelle: Website Gemeinde Eppelborn). In meinem Grußwort würdigte ich das große Engagement der Stiftung zum Erhalt und Ausbau des Museums. Das Museum würdigt auf ganz besondere Art und Weise das großartige Schaffen des französischen Künstlers Jean Lurçat. Der Gründungsvater Pastor Matthias Marx stellte passend zum Jubiläum 20 außergewöhnliche Werke Lurçats vor. Vielleicht habe ich Ihnen beim Lesen dieser Zeilen etwas Lust gemacht, dieses außergewöhnliche Museum einmal zu besuchen. Sie werden es nicht bereuen.

 

Am Mittwoch traf ich mich mit Schulleitern einer Gemeinschaftsschule und eines Berufsbildungszentrums, um über künftige verstärkte Kooperation zu beraten. Am Nachmittag wurde mir die Studie zu einem möglichen Standortmanagement zum Erlebnisort Reden vorgestellt. Gemeinsam mit Bürgermeister Markus Fuchs, dem IKS Geschäftsführer Valentin Holzer und dem Tourismus Werkleiter Christian Rau besprachen wir anschließend die Ergebnisse. Die Studie soll in Kürze dem Kreistag und dem Gemeinderat der Gemeinde Schiffweiler in einer gemeinsamen Sitzung vorgestellt werden. Ein gemeinsames Standortmanagement ist sicherlich ein Schlüssel für eine Weiterentwicklung des Erlebnisortes.

Am Abend referierte ich beim Rotary Club Eppelborn-Illtal zum Thema: Der Landkreis, das unbekannte Wesen. In meinem Vortrag stellte ich die umfangreiche Aufgabenpalette unserer Landkreisverwaltung dar.

 

Gestern Morgen tagte der Aufsichtsrat der VSE AG, dessen Mitglied ich bin. Am Nachmittag standen interne Termine und ein Austausch mit dem Innenministerium auf meiner Agenda.

 

Heute Morgen fand der Auftakt für die schöne Aktion Heimat shoppen statt. Im ganzen Landkreis gibt es tolle Aktionen. Ziel ist es, den lokalen Handel zu stärken. Wer lokal kauft, stärkt die Wirtschaft vor Ort und trägt maßgeblich zur regionalen Wertschöpfung bei. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer unserer Wirtschaftsförderungsgesellschaft Klaus Häusler besuchte ich eine Aktion in Eppelborn. Von dort ging es dann zum Freizeitzentrum Finkenrech, wo wir den schönen Bauerngarten offiziell eröffneten. Dieser Garten konnte nur realisiert werden, da die proWIN Stiftung einen größeren finanziellen Beitrag leistete. Unser Leiter des Umweltamtes Oliver Martin und sein Team haben klasse Arbeit geleistet. Mir ist es wichtig, dass unser Freizeitzentrum Finkenrech mit seiner anspruchsvollen Gartenanlage Vorbildcharakter hat. So wollen wir mit dem Bauerngarten, dem Arzneipflanzengarten und auch der Streuobstwiesen den Bürgerinnen und Bürgern aufzeigen, wie man selbst zu Hause im Garten nachhaltig agieren kann. Wir wollen Dinge, die noch unsere Großeltern wussten, nicht in Vergessenheit geraten lassen. Deshalb ist es mir ein persönliches Anliegen das Wissen um den Anbau von Pflanzen wachzuhalten.

 

Morgen früh wird für mich eine Premiere stattfinden. Wussten Sie, dass auf der Halde der ehemaligen Grube Reden Wein angebaut wird? Eine Initiative von Ehrenamtlern sorgt schon seit Jahren dafür, dass hier Rebstöcke wachsen und gedeihen und man als Abschluss sogar einige Flaschen Wein keltern kann. Dieses Jahr darf ich bei der Weinlese helfen, was ich natürlich sehr gerne tue.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende. Wenn die Wetterprognosen stimmen, kehrt der Sommer wieder zurück. Halten Sie dennoch Abstand und halten Sie sich an die Hygieneregeln, denn diese Woche gab es Neuinfektionen. So musste unser Team des Gesundheitsamtes einen Kindergarten in Quarantäne schicken und zahlreiche Testungen vornehmen.

In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund und herzliche Grüße!

Ihr Landrat Sören Meng


04.09.2020: Auf in den September

Besprechung zur Fernprogrammierung der Meldeempfänger unserer Feuerwehren im Kreis. An dieser Besprechung nahmen die beiden Geschäftsführer des ZRF, unser Kreisbrandinspekteur und sein Stellvertreter sowie unser für den Katastrophenschutz zuständiger Mitarbeiter teil
Stolpersteinverlegung zu Ehren von Karl Löb

Wettermäßig erlebten wir eine Herbstwoche, die sich gegen Ende wieder gut entwickelte. Meine Arbeitswoche war gewohnt abwechslungsreich und hätte, was die Termine angeht, nicht unterschiedlicher sein können. Der Montag begann mit der Vorbereitung einer Gremiensitzung. Der Geschäftsführer des ZPS Achim Jesel war zu Gast, um mit mir die Tagesordnung vorzubereiten. Wie ich an dieser Stelle schon häufig erwähnt habe, beabsichtigt die saarländische Landesregierung im nächsten Jahr eine umfangreiche Tarifreform durchzuführen. Neben einer Optimierung ist diese Tarifreform auch finanziell eine Entlastung der Fahrgäste. Mit diesen Maßnahmen soll der ÖPNV im Saarland attraktiver gemacht werden. Die Landkreise als Aufgabenträger sollen hier ebenfalls einen inhaltlichen Beitrag leisten. So soll sichergestellt werden, dass in Zukunft das Angebot ausgebaut und damit nutzerfreundlicher wird. Finanziell möchte das Land die Kreise nicht zusätzlich belasten. Aufgrund der momentanen Situation hat sich die Tarifreform einige Monate nach hinten verschoben.

Im Anschluss übergab ich einer Beamtin ihre beamtenrechtliche Urkunde. Am Nachmittag stellte sich die Transferagentur vor. Die Transferagenturen bereiten im Rahmen ihrer Beratung bundesweit erfolgreiche Modelle und Konzepte für ein kommunales Bildungsmanagement auf und passen diese an die jeweilige Situation vor Ort an. Dank des Bundesprogrammes konnten wir vor einigen Jahren einen Bildungsmanager befristet einstellen, der beispielsweise eine virtuelle Bildungsplattform realisierte und damit den Bildungsstandort Neunkirchen transparent darstellte. Im Gespräch mit der Agentur ging es darum, auszuloten, welche Handlungsfelder in der Zukunft im Bereich Bildung erstrebenswert wären. Hier hat unsere Kreisvolkshochschule eine wichtige Lotsenfunktion. Aus diesem Grund nahm auch die Leiterin unserer KVHS Sarah Falkenrich an dem Gespräch teil.

Am Dienstagmorgen besuchte ich die Sitzung des Stiftungsrates der Lebenshilfe Neunkirchen, dessen Mitglied ich seit einigen Jahren bin. Die Stiftung der Lebenshilfe unterstützt Menschen mit Behinderungen finanziell und ermöglicht zusätzliche Angebote. Anschließend nahm ich in Saarbrücken an einer Vorbesprechung für den Aufsichtsrat der VSE teil. Am Nachmittag tagte am Erlebnisort Reden in der proWIN Akademie der Verwaltungsrat unserer Sparkasse, dessen Verwaltungsratsvorsitzender ich bin. Hier ging es um die strategische Ausrichtung, damit auch die Sparkasse in Zukunft ein verlässlicher Partner für viele Bürgerinnen und Bürger im Landkreis ist. An dieser Stelle freut es mich sehr zu verkünden, dass das Hilfsangebot der Sparkasse und unserer Stiftung für Bürger im Landkreis Neunkirchen für Vereine gut nachgefragt wird. Damit leisten wir einen aktiven Beitrag für wichtiges, ehrenamtliches Engagement.

 

Am Mittwoch tagte der Krisenstab der Kreisverwaltung. Anschließend ging es um die Fernprogrammierung der Meldeempfänger unserer Feuerwehren im Kreis, die durch den Rettungszweckverband sichergestellt wird. An dieser Besprechung nahmen die beiden Geschäftsführer des ZRF, unser Kreisbrandinspekteur und sein Stellvertreter sowie unser für den Katastrophenschutz zuständiger Mitarbeiter teil. Nachmittags tagte der Kreditausschuss der Sparkasse Neunkirchen, den ich leitete.

 

Gestern Morgen fand eine Besprechung zur Weiterentwicklung unseres Erlebnisortes Reden statt. Hier stehe ich mit den Verantwortlichen der IKS, des Landes und dem Bürgermeister der Gemeinde Schiffweiler Markus Fuchs in einem sehr konstruktiven Austausch. Ziel muss eine attraktive Wirkung des Standortes sein. Für mich ist Reden ein wichtiger touristischer Hotspot des Landes. Ende des Monats wird es eine Premiere geben. Der Gemeinderat der Gemeinde Schiffweiler und der Kreistag werden sich in einer gemeinsamen Sitzung mit der Zukunft des Erlebnisortes beschäftigen. Kernstück der Beratung wird ein geplantes Standort Management sein, in das sich sowohl Kreis, Kommune und Land einbringen wollen. Die definitive Weichenstellung muss allerdings durch die zuständigen Gremien erfolgen. Neben zahlreichen internen Terminen tagte am Nachmittag der Schul- und Bauausschuss in der Gemeinschaftsschule Spiesen-Elversberg. In der nicht-öffentlichen Sitzung ging es in erster Linie um die Digitalisierung der Schulen und die jeweiligen Förderprogramme. Zur Digitalisierung hatte sich der Kreistag in der vergangenen Woche mit einer Resolution positioniert. Unser Ziel muss es sein unsere Schulen für die Zukunft optimal auszustatten und den Schülerinnen und Schülern entsprechende Endgeräte zur Verfügung zu stellen. Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen, mir sind gleiche Bildungschancen sehr wichtig. Hier erfahre ich durch den Kreistag Unterstützung. Auch das Sofortprogramm des Bundes unterstützt uns bei diesem Anliegen. Allerdings ist die flächendeckende Digitalisierung und Ausstattung aller Schulen ein Projekt, das uns noch eine Zeit lang intensiv beschäftigen wird. An dieser Stelle meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung vielen Dank für das bisherige große Engagement in diesem Bereich.

Heute Morgen besuchte ich eine Stolpersteinverlegung in meinem Heimatort Wiebelskirchen. Die Arbeitsgruppe Stolpersteine Neunkirchen engagiert sich seit 2012. In Gedenken an Karl Löb wurde der Stein durch Schüler des Technisch-gewerblichen Berufsbildungszentrum Neunkirchen verlegt.  Karl Löb war der erste Ehemann von Doris Deutsch und war gemeinsam mit Alex Deutsch im Konzentrationslager der Nazis. Nur durch ihre Flucht konnten sie dem Tod entkommen, Löb starb bereits 60jährig an den Spätfolgen seiner Haft.

Ich danke dem Arbeitskreis für sein Engagement seit 2012 Einzelschicksale aufzugreifen und ihnen Stolpersteine zu widmen. Denn es sind diese Schicksale, über die meine Generation, die in Frieden leben darf, reden sollte. Es waren Menschen, wie Du und Ich - blinder Hass und Faschismus waren ihre Mörder. So etwas darf sich nicht mehr wiederholen. Jeder, in seinem Bereich, muss für Toleranz und Mitmenschlichkeit eintreten. Hass und braune Parolen dürfen keine Chancen haben. Um es mit dem Auschwitz-Überlebenden Max Mannheimer zu sagen:

"Ihr seid nicht verantwortlich, für das, was geschah. Aber, dass es nicht mehr geschieht - dafür schon." Auch in Illingen und Ottweiler erinnern Stolpersteine an Opfer des Nationalsozialismus. Der Künstler Gunter Demnig (der in diesem Jahr nicht persönlich vor Ort sein konnte) erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Inzwischen liegen STOLPERSTEINE in 1265 Kommunen Deutschlands und in einundzwanzig Ländern Europas.

Wieder zurück in Ottweiler standen Rücksprachetermine auf meinem Terminkalender. So ging es unter anderem um die Weiterentwicklung unserer Regionalmarke, arbeitsmarktpolitische Themen und die Schulentwicklung.

Morgen werde ich in Schiffweiler zu Gast sein. Im Mühlbachstadion findet ein Fußballspiel unter besonderen Hygienebedingungen statt. Um den Organisatoren persönlich zu danken, werde ich vor Ort sein.

Ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


28.08.2020: Terminreiche Sitzungswoche

Landrat Meng und die Leiterin der KVHS stellten diese Woche das neue Herbstprogramm vor, auch tagte der KVHS-Beirat am Montag
In der gestrigen Kreistagssitzung beschloss das Gremium die E-Akte in der Kreisverwaltung einzuführen
Landrat Sören Meng (2.v.l.) besichtigte gemeinsam mit dem Schulleiter des TGBBZ Bernd Hussong (r.), der stellvertretenden Schulleiterin der Gemeinschaftsschule Katja Strauß-Zeller (2.v.r.) und Gerhard Keßler den Schulstandort.

Es gibt Wochen, die könnten inhaltlich kaum verschiedener sein. So muss ich mich mit vielerlei Themen beschäftigen. Dies macht das Amt des Landrates aus, denn kein Tag, gleicht dem anderen.

Los ging es am Montag mit dem verwaltungsinternen Jour fixe. Hier berichtete ich meinem Team von der in der letzten Woche stattgefundenen Sitzung des Landkreistages. Eine Woche zuvor hatten wir diese Sitzung gemeinsam  vorbereitet. Nach Rücksprachen und internen Terminen tagte dann am Nachmittag der Kreisvolkshochschulbeirat. Längst hat unsere Kreisvolkshochschule ihren Dienst wieder aufgenommen. Auch in der Coronazeit boten wir Seminare und Kurse an. Sie wurden zum Teil online durchgeführt. Die Leiterin unserer Kreisvolkshochschule Sarah Falkenrich hatte mit ihrem Team schnell reagiert und gemeinsam mit den Kursleiterinnen und Kursleitern die Angebote modifiziert. Aufgrund der Beschränkungen und Hygienemaßnahmen wird es in diesem Semester kein Programmheft geben, allerdings sind die Inhalte online abrufbar. Derzeit sind wir dabei das Angebot unserer KVHS auf neue elektronische Beine zu stellen. Mit dem Haushalt 2020 gab der Kreistag grünes Licht für umfangreiche Investitionen in zukunftsfähige Software, mit der wir künftig arbeiten wollen. So wollen wir den Anspruch unserer Kreisvolkshochschule des lebenslangen Lernens noch stärker implementieren und erlebbar machen. Seien Sie gespannt, was unser Team in den nächsten Monaten auf den Weg bringen wird. Am Abend war ich bei der Sitzung der SPD Kreistagsfraktion zu Gast, die die Kreistagssitzung vorbereitete.

 

Am Dienstag fand die Verbandsversammlung des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung statt. Hier wurde der neue Geschäftsführer Timm Mathis vorgestellt, der die Nachfolge des langjährigen Geschäftsführers Bernhard Roth angetreten hat. Unter anderem ging es um die Situation der Rettungswagen, der Verwendung von Medizingeräten und der ZRF Verwaltungsstruktur. Der Rettungsdienst als öffentliche Aufgabe der Daseinsfürsorge und Gesundheitsvorsorge ist im Saarland eine den Landkreisen übertragene Aufgabe. Verbandsmitglieder des ZRF sind die Landkreise Merzig-Wadern, Neunkirchen, Saarlouis, St.Wendel und der Saarpfalz-Kreis sowie der Regionalverband Saarbrücken. Der ZRF hat die Aufgabe, den Rettungsdienst nach den Vorschriften des Saarländischen Rettungsdienstgesetzes (SRettG) und den aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Vorschriften durchzuführen. Er ist somit verantwortlich für die flächendeckende und bedarfsgerechte Versorgung der saarländischen Bevölkerung mit Notfallrettung und Krankentransport. Organe des ZRF sind die Verbandsversammlung und der Verbandsvorsteher (mein St. Wendler Kollege Landrat Udo Recktenwald).

Anschließend beschäftigte ich mich mit dem Zustand der Schulbusse in diesen Zeiten. Mich erreichen vermehrt Anfragen besorgter Eltern, die Beklagten, dass die Schulbusse teilweise zu voll sein und Hygienemaßnahmen nicht ausreichend befolgt werden könnten. Den Presseartikel, den wir an diesem Tag zu diesem Thema veranlasst haben und der die Thematik gut wiedergibt, finden Sie hier.

Am Nachmittag tauschte ich mich mit dem Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack und den Brandmeister Michael Schuh zu aktuellen Themen rund um die Feuerwehr aus. Hier ging es unter anderem um interkommunale Zusammenarbeit, die Schutzausrüstung und die Nachwuchsgewinnung. Auch die Verwendung der Feuerschutzsteuer war Thema. Mir ist dieser Austausch sehr wichtig, denn nicht nur in Krisenzeiten müssen wir alles dafür tun, dass unsere Einsatzkräfte für den Ernstfall ausreichend gewappnet sind. Deshalb an dieser Stelle: Danke allen, die sich hauptberuflich und ehrenamtlich für unser wohl Tag und Nacht engagieren. Sie sind die Stütze einer solidarischen Gesellschaft.

 

Am Mittwoch gratulierte ich einer Mitarbeiterin zu ihrem 25. Dienstjubiläum. Im Anschluss tagte der Krisenstab unserer Verwaltung, wie gewohnt, per Videokonferenz. Hier wurden aktuelle Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus besprochen. Unter anderem ging es auch um die personelle Ausstattung und Unterstützung unseres Gesundheitsamtes. Als Folgetermin stand der Austausch mit dem Werkleiter der Tourismus und Kulturzentrale an. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen ist es dem Team gelungen, sich weiterhin für den Tourismus in der Region zu engagieren. Gerade die zahlreichen Wanderwege wurden in den letzten Monaten intensiv genutzt. Derzeit sind wir dabei auch das Thema Radfahren stärker in den Fokus zu rücken. So sind verschiedene Mountainbikestrecken geplant. In der kommenden Woche soll erstmals wieder ein Kreishauskonzert in kleinem Rahmen stattfinden. Leider wird es in diesem Jahr aus bekannten Gründen keine Großveranstaltungen, wie den Herbst auf Finkenrech, mehr geben. Doch das kreative Team um Christian Rau hat sich noch einiges einfallen lassen, um den Fokus auf die Tourismusregion Neunkirchen zu lenken. Am Nachmittag tagte der Aufsichtsrat der TNA (TNA Talsperren- und Grundwasser-, Aufbereitungs- und Vertriebsgesellschaft mbH). Hier ist die WVO (Wasserversorgung Ostsaar), deren Aufsichtsratsvorsitzender ich bin, Mitgesellschafter. In dieser Sitzung wurden unter anderem der Jahresabschluss und der Wirtschaftsplan beschlossen. Diese Gesellschaft wurde gegründet, um die Wasserversorgung zu garantieren und zu organisieren.

 

Gestern Morgen händigte ich einer Beamtin ihre Beförderungsurkunde aus. Anschließend stand Austausch rund um das Thema Personalisierung der Landkreisverwaltung an. Am Nachmittag tagte der Kreistag des Landkreises Neunkirchen. Im öffentlichen Teil ging es um den Ortsverkehr der Gemeinde Illingen. Hier hat uns die Gemeinde Illingen mitgeteilt, dass der Kerpen Express Ende des Monats beendet wird. Als Aufgabenträger des ÖPNV muss hier der Landkreis zustimmen. Im Bereich der Tourismuszentrale wurde die Satzung des eigenen Betriebes geändert, im Bereich der KVHS wurde die Entgeltordnung angepasst. Darüber hinaus gab es eine Information der Verwaltung zum Sachstand des insektenfreundlichen Bewirtschaftungskreis kreiseigener Grünflächen. Hier hat das Team unseres Umweltamtes in den vergangenen Monaten viel geleistet und zahlreiche insektenfreundliche Beete und Blumenwiesen angelegt. Kürzlich besichtigte ich eine solche Wiese im Bereich des Dienstgebäudes in der Ottweiler Seminarstraße. Im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung stand die Beschaffung eines Dokumentenmanagementsystems einschließlich der elektronischen Akte auf der Agenda. Auch das wichtige Thema: Sofortausstattungsprogramm für mobile Endgeräte an Landkreis Schulen wurde eingehend behandelt. Zuvor gab es im öffentlichen Teil eine Anfrage und eine Stellungnahme der CDU und SPD Kreistagsfraktion.

 

Heute Morgen besuchte ich die Anton-Hansen Gemeinschaftsschule Ottweiler, an der zurzeit zehn Klassen des Berufsbildungszentrums Neunkirchen untergebracht sind. Hintergrund sind die Bauarbeiten am BBZ, die erst zum neuen Schuljahr 2021 abgeschlossen werden. Da in Ottweiler Raumkapazitäten vorhanden waren, konnten wir einige Klassen verlagern und so einen ordnungsgemäßen Betrieb als Schulträger garantieren. Am Nachmittag war ich beim Sozialministerium zu Gast. Hier ging es unter anderem um die Krankenhausversorgung im Landkreis Neunkirchen. Wenn dieser Blog erscheint bin ich Gast bei der Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Neunkirchen. Hier werde ich die Arbeit unserer Wehren im Kreis würdigen. Morgen Mittag besuche ich das Bouleturnier der katholischen Männergemeinschaft St. Josef – St. Johannes. Ich freue mich schon darauf, die Kugel rollen zu lassen und danke den Organisatoren für ihr Engagement.

 

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


21.08.2020: Schulbeginn und Sitzungswoche

Anlässlich des Schulstarts besuchte Sören Meng gemeinsam mit Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot die Gemeinschaftsschule Neunkirchen Stadtmitte
"Das Kutscherhaus-Klavier kommt zu Dir" war zu Gast im AWO-Seniorenheim Spiesen-Elversberg- Sören Meng sah sich das kleine Konzert mit den Bewohnerinnen und Bewohnern an
50 Jahre Metzgerei Maaß in Schiffweiler - Landrat und Bürgermeister kamen zum Gratulieren

Eine sehr arbeitsreiche Woche neigt sich dem Ende zu. Mit dem Ende der Sommerferien hat für viele Schülerinnen und Schüler der Schulalltag unter besonderen Voraussetzungen begonnen. Wie wir in den Medien verfolgen konnten, mussten bereits aufgrund von Coronainfektionen einige Klassen außerhalb unseres Landkreises in Quarantäne. Ich habe an dieser Stelle bereits häufig darauf hingewiesen:  Eine zweite Welle der Pandemie kann kommen-  es liegt an uns, wie wir mit den Hygienevorschriften umgehen. Daher an dieser Stelle den Akteuren der Schulen, den Verwaltungen und Dienstleistern herzlichen Dank für das Engagement hinsichtlich der Einhaltung der Hygienevorschriften – Lehrer, Hausmeister und Schulverwaltung waren bereits Tage zuvor in den Schulen aktiv um die Hygienepläne umzusetzen.

Der Montag begann für mich an der Gemeinschaftsschule Stadtmitte in Neunkirchen. Hier besuchte uns die saarländische Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot, um aus erster Hand zu erfahren, unter welchen Voraussetzungen die Schule ihren Dienst aufnahm. Im Anschluss fand ein Gespräch mit dem Illinger Bürgermeister Dr. Armin König, Vertretern der Neunkircher Verkehrs GmbH und meinen Mitarbeitern statt. Hintergrund war die ÖPNV Situation in Illingen, die wir als Aufgabenträger des ÖPNV aktiv begleiten. Am Abend fand die Mitgliederversammlung des Demenzvereines im Landkreis Neunkirchen, dessen Vorsitzender ich über vier Jahre war, statt. Ich übergab den Vorsitz an die frühere Sozialdezernentin des Kreises Birgit Mohns-Welsch, die unseren Demenzverein seit der Gründung begleitet. Bei ihr weiß ich den Verein in besten Händen. In meinem Rechenschaftsbericht ließ ich die vergangenen Jahre Revue passieren. Seit 2003 gibt es den Demenzverein im Landkreis Neunkirchen. Seitdem hat der Verein die Aufgabe, den Informationsstand und das Problembewusstsein bezüglich demenzieller Erkrankungen sowie das Verständnis und die Hilfsbereitschaft gegenüber den direkt oder indirekt Betroffenen in der Öffentlichkeit, in Fachkreisen sowie bei den politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsträgern zu vermehren. So lautet die Formulierung in der Satzung des Vereines. Wir alle wissen, dass sich das Bewusstsein in den letzten 17 Jahren deutlich verändert hat. Demenz ist keine Randerscheinung mehr, keine Krankheit, über die geschwiegen wird, sondern wir alle haben gelernt, der Krankheit Demenz zu begegnen. Und so freut es mich als Vorsitzender ganz besonders, dass wir als öffentliches Zeichen vor zwei Jahren unser Demenznetzwerk Landkreis Neunkirchen ins Leben rufen konnten. Rund 80 Kooperationspartner zählt diese starke Gemeinschaft. Dass bei der Unterzeichnung der Erklärung alle Bürgermeister anwesend waren, ist ein eindrucksvolles Zeichen der Wertschätzung gegenüber der Arbeit unseres Demenzvereines und seiner Aktivitäten. Im vergangenen Jahr konnte der Verein die Plattform für Beratungsangebote rund um das Thema Demenz als neues Angebot vorstellen. Sie präsentiert das Leistungsspektrum und die ehrenamtlichen Angebote rund um Demenz in unserer Region auf einen Blick. Wir haben ein gutes Angebot für erkrankte und ihre Angehörigen im Landkreis Neunkirchen. Das Team mit Frau Zumpf, Frau Nix und Herrn Schwarz leistet engagierte Arbeit und stellt das Gesicht unseres Vereines dar. Wir sind stolz, dass wir sowohl vom Land, als auch von den Krankenkassen anerkannt und gefördert werden. Ich erlaube mir ein Zwischenfazit zu ziehen. Unser Verein ist angekommen im Landkreis Neunkirchen. Er ist bekannt, seine Arbeit wird geschätzt und trägt schon seit langer Zeit Früchte. Er ist zu einem selbstverständlichen Netzwerk geworden und überzeugt durch seine Aktivitäten. Allerdings wissen wir, dass es immer weitergehen wird. Denn ein Verein ist immer unvollendet und besticht durch vielerlei Aktivitäten. Auch muss er sich immer an geänderte Rahmenbedingungen anpassen, ganz aktuell durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Ein Verein ist nur so stark, wie das Engagement seiner Mitglieder. Viele sind von Anfang an mit dabei und unterstützen unsere Arbeit mit einem hohen Maß an Fachlichkeit. Ich werde den Verein künftig als Beisitzer im Vorstand weiterhin begleiten und wünsche dem neuen Vorstand alles Gute zum Wohle der Menschen im Landkreis Neunkirchen.

 

Am Dienstag konnte ich einer langjährigen Mitarbeiterin zum 25-jährigen Dienstjubiläum gratulieren. Anschließend besprach ich mit Abteilungsleitern und Dezernenten die anstehende Sitzung des Vorstandes des Landkreistages Saar durch. Hier werden viele inhaltlichen Themen intensiv bearbeitet, daher ist mir der Austausch mit meiner Verwaltung im Vorfeld sehr wichtig. Am Nachmittag gab ich ein Interview zur Schulbuchausleihe dem City Radio Neunkirchen. Anschließend tauschte ich mich, gemeinsam mit der Kollegin und den Kollegen Landräten mit unserem Ministerpräsident Tobias Hans aus. Dies haben wir in den vergangenen Monaten häufig getan und wir schätzen den direkten Draht in die Staatskanzlei. Hauptthema war natürlich die Maßnahmen rund um COVID 19, die bekanntlich in einem hohen Maße auch von den Landkreisen umgesetzt und verantwortet werden.

 

Am Mittwoch standen zahlreiche hausinterne Rücksprachen und Termine auf dem Programm. Gegen Ende meines Arbeitstages besuchte ich in Spiesen- Elversberg ein besonderes Konzert, das coronabedingt im Außenbereich des Seniorenzentrums der Arbeiterwohlfahrt stattfand. Mit Unterstützung unserer Sparkasse Neunkirchen hatte der Kutscherhausverein Neunkirchen ein kleines Konzert mit tollen Künstlerinnen und Künstlern vorbereitet. Das Programm wurde begeistert angenommen, es war eine schöne Abwechslung für viele Seniorinnen und Senioren. Danke an dieser Stelle für die tolle Initiative.

 

Gestern Morgen besuchte ich ein besonderes Geburtstagskind die Metzgerei Maaß, Mitglied unserer Regionalmarke im Landkreis feierte ihr 50-jähriges Firmenjubiläum. Ich nahm dieses Jubiläum zum Anlass den beiden Geschäftsführern und dem Firmengründer für Ihr Engagement zu danken. Seit einem halben Jahrhundert steht die Metzgerei Maaß für solides, verlässliches Handwerk, ausgezeichnete Qualität und Regionalität. Herzlichen Glückwunsch! Im Anschluss ging es nach Saarbrücken wo im Saarbrücker Schloss das Gutachten zur Fortentwicklung des horizontalen kommunalen Finanzausgleichs vorgestellt wurde. Hier ging es darum die sogenannten Schlüsselzuweisungen auf Gemeinde und Kreisebene durch Experten untersuchen zu lassen, um eine Aussage darüber zu treffen wie transparent der kommunale Finanzausgleich im Saarland ist. Die Ergebnisse stellten eine Sonderforschungsgruppe der Hochschule Darmstadt und das finanzwissenschaftliche Forschungsinstitut an der Uni Köln vor. In Ottweiler leitete ich die Sitzung unseres Kreisausschusses. Im öffentlichen Teil wurde die weitere Bezuschussung der beiden Mehrgenerationenhäuser in Neunkirchen beschlossen. Der größte Teil der Finanzierung übernimmt der Bund, zusätzliche Mittel steuern die Kreisstadt und der Landkreis bei. Das Familien und Nachbarschaftszentrum Neunkirchen sowie die katholische Familienbildungsstätte Neunkirchen sind seit 2007 Teilnehmer am Bundesmodellprogramm Mehrgenerationenhäuser. Es gibt vielfältige Angebote für Familien, Kinder und Senioren. Darüber hinaus sind die Häuser Treffpunkt für verschiedene Selbsthilfegruppen und Vereine. Darüber hinaus beschloss der Kreisausschuss Vergaben im Baubereich und bereitete die in der nächsten Woche stattfindende Kreistagssitzung vor.

 

Der heutige Morgen stand ganz im Zeichen der Vorstandssitzung des Landkreistages. Hier ging es um digitale Bildung, Förderung der Jugendarbeit, soziale Themen und Maßnahmen rund um Covid 19.

Wenn dieser Blog erscheint, werde ich die Vernissage in der Arthouse Galerie Neunkirchen, die sich in den ehemaligen Räumen der Herz-Jesu-Kirche befindet, besuchen. Hier werden verschiedene Künstlerinnen und Künstler aus der Region ausstellen. Morgen Mittag bin ich in Hüttigweiler zu Gast. In diesem Illinger Ortsteil wird die sanierte Iltalhalle eingeweiht. Unsere untere Bauaufsichtsbehörde hat dieses Bauvorhaben intensiv mit begleitet. Ich freue mich sehr, dass  die Halle nach längerer Schließung wieder zur Verfügung steht.

Ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende.

Ihr Landrat Sören Meng


14.08.2020: Es geht wieder los

(v.l.n.r) Frank Prianon (Schulleiter), Landrat Sören Meng, Schulbuchkoordinator Herr Paul, Gerhard Keßler (Bau-und Schulverwaltung) und Marko Becker (Sparkasse Neunkirchen) besuchten die Schulbuchausleihe der Max-von-der-Grün-Schule am Standort Wemmetsweiler.
(v.l.n.r) Schulleiter Frank Prianon, Gerhard Keßler von der Bau-und Schulverwaltung und Landrat Sören Meng schauen sich die Wegweiser für den Schulstart an.
Landkreis Neunkirchen erhält Plakette für die erfolgreiche Realisierung von Projekten im Rahmen des Modellvorhabens Land(auf)Schwung.

Nach drei schönen, erholsamen Wochen im Kreise meiner Familie bin ich wieder am Arbeitsplatz im Landratsamt zurück. Ich danke an dieser Stelle herzlich den Beigeordneten Daniela Feld und Karlheinz Müller für ihre Vertretung.

Ein Schwerpunkt meiner Arbeit in dieser Woche waren die Planungen für den Schulbeginn in der kommenden Woche. Hier wird von meinem Team der Bau- und Schulverwaltung schon seit einigen Wochen viel geleistet. Aufgrund der Hygieneverordnungen mit dem Schulträger wird dem Landkreis, aber auch den Verantwortlichen in den Schulen viel abverlangt. Ziel soll und muss es sein, dass der Schulbetrieb wieder geordnet und vor allen Dingen infektionssicher starten kann. Hier sehe ich mit Sorge auf die derzeitigen Infektionszahlen. Es wird sich zeigen, inwiefern Urlaubsrückkehrer gesund zurückkommen. Die Zahlen im Landkreis Neunkirchen sind wie in den letzten Wochen sehr niedrig. Es gibt viele Tage, da gibt es keine Neuinfektion. Danke an dieser Stelle allen, die sich mit Abstand begegnen und so dazu beitragen, dass sich Covid 19 nicht zu schnell überträgt.

Derzeit gibt es eine große finanzielle Unterstützung durch den Bund, wenn es um Beschaffung der sogenannten mobilen Endgeräte, kurz gesagt iPads, geht. Hier haben wir in den letzten Tagen viele neue Beschaffungen in Absprache mit dem Bildungsministerium vorgenommen. Hintergrund ist Folgendes: Im Falle einer möglichen Schulschließung, wegen einigen Code 19-Fällen, muss sichergestellt werden, dass möglichst alle Schülerinnen und Schüler Zugang zu mobilen Endgeräten haben. Hierfür werden derzeit die Voraussetzungen geschaffen. Ich möchte an dieser Stelle auch dem Kreistag herzlich danken, der unseren Kurs aktiv begleitet.

In meiner ersten Arbeitswoche standen viele Rücksprachen auf dem Programm. Auch das verwaltungsinternen Jour fixe mit den Dezernenten fand statt. Hier tauschte ich mich intensiv zu aktuellen Themen der Kreisverwaltung aus. Auch fand eine Sitzung unseres Krisenstabes statt. In dieser Sitzung ging es unter anderem um die weitere Öffnung der Verwaltungsbereiche, immer im Einklang mit der Einhaltung der Hygienerichtlinien. Ich glaube, wir haben hier einen guten Weg gefunden. Manche Dinge, wie ein Terminsystem haben sich bewährt und werden wohl dauerhaft eingesetzt werden. Dies hat deutliche Vorteile für die Bürgerinnen und Bürger, aber auch für das Team der Verwaltung. Sollte es eine sogenannte zweite Infektionsquelle geben, ist meine Verwaltung gerüstet. Aus diesem Grund ist es mir sehr wichtig den Krisenstab kontinuierlich tagen zu lassen, um im Bedarfsfall unverzüglich die Arbeit aufzunehmen.

Am Donnerstag fand ein Termin an der Max-von-der-Grün-Schule in Merchweiler statt. Neben dem Schulleiter Frank Prianon und dem Leiter unserer Schulverwaltung Gerhard Keßler, war auch ein Vertreter der Sparkasse Neunkirchen, Marko Becker, anwesend. Die Bücher zum neuen Schuljahr werden in diesem Jahr zum dritten Mal in Fairtrade-Stofftaschen ausgegeben. Insgesamt 7.000 Taschen werden an allen weiterführenden Schulen im Landkreis Neunkirchen an die Kinder und Jugendlichen verteilt, die an der Schulbuchausleihe teilnehmen. Wir wollen damit ein Zeichen für Nachhaltigkeit und fairen Handel setzen. Dabei möchten wir gerade die jüngere Generation ansprechen, damit die Schülerinnen und Schüler sich mit dem Fairtrade-Thema näher befassen. Finanziell ermöglicht wird diese Aktion durch die Sparkasse Neunkirchen. Danke für dieses nachhaltige Sponsoring!

Darüber hinaus ging es in dieser Woche um die Weiterentwicklung des Erlebnisortes Reden, die Wasserversorgung im Landkreis Neunkirchen (hier sind wir auch in regenarmen Zeit hervorragend aufgestellt) und um Baumaßnahmen. Hier ein Beispiel: Da das technisch-gewerbliche Berufsbildungszentrum Neunkirchen aufgrund des guten Zuspruchs ein großen Raumbedarf hat, werden zehn Klassen in der Anton-Hansen-Gemeinschaftsschule für ein Jahr untergebracht werden. Dann sind wir in Neunkirchen mit den Umbau- und Sanierungsarbeiten soweit, dass ein Umzug in das modernisierte große Berufsbildungszentrum erfolgen kann.

Über einen Brief der Bundesministerin Julia Klöckner freute ich mich in dieser Woche besonders. Sie bedankte sich, dass unsere Region mit Herzblut, mit Engagement und mit Erfolg, Teil des Bundesprojektes Landaufschwung war. Wir waren eine von 13 Regionen die tolle, nachhaltige Projekte verwirklicht haben. Ob Sicherung der Daseinsvorsorge oder Stärkung der regionalen Wertschöpfung, wir haben in den für die Entwicklung unseres Landkreises wichtigen Themen Impulse gesetzt. Ich zitiere die Ministerin: „Ich freue mich zu sehen, dass das Modellvorhaben in ihrer Region viel bewegt hat, nicht nur durch die Realisierung von Projekten. Durch den engagierten Einsatz der mit Landaufschwung befassten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer Verwaltung und durch die Unterstützung der von Ihnen gewählten Entwicklungsagentur wurden Kompetenzen gewonnen, die auch bei zukünftigen Herausforderungen ihres Landkreises nützlich sein werden. Außerdem ist es ihnen gelungen, die Bürgerinnen und Bürger intensiv in die Regionalentwicklungsprozesse mit einzubeziehen.“ Dieses Lob gebe ich gerne weiter. Als sichtbares Zeichen wurde mir eine schöne Plakette zugeschickt, die künftig das Landratsamt zieren wird.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und danke Ihnen für Ihr Interesse an meiner Arbeit. Bis nächste Woche!

Ihr Landrat Sören Meng


17.07.2020: Ab in den Urlaub

Zu Besuch bei der Firma Kuhn & Möhrlein in Illingen
Unterzeichnung des Zuwendungsvertrages durch Ministerin Christina Streichelt-Clivot und Landrat Sören Meng
Besuch der Firma Sand& Stein in Neunkirchen

Es ist schon irgendwie ein komisches Gefühl: Wenn ich diese Zeilen schreibe, hätte gerade unsere Sommeralm begonnen. Zehn Tage hätten wir gemeinsam mit dem saarländischen Rundfunk den Erlebnisort Reden gerockt. Wie alle Großveranstaltungen, musste auch die Sommeralm aufgrund der wichtigen Hygienebestimmungen abgesagt werden. Dafür werden wir nächstes Jahr umso mehr feiern. Ich verabschiede mich mit diesem Blog in meinen Jahresurlaub und werde drei Wochen von unserer ersten Kreisbeigeordneten Daniela Feld und dem Kreisbeigeordneten Karlheinz Müller vertreten. Mir geht es, wie vielen von Ihnen: nach anstrengenden Wochen und Monaten freue ich mich darauf, Zeit mit meiner Familie zu verbringen und meine Akkus wieder aufzuladen. In unserer Region gibt es viel zu entdecken, auch wir werden viel regional unterwegs sein.

Am Montag fand das verwaltungsinterne Jour fixe statt. Hier wurden aktuelle Themen rund um unsere Kreisverwaltung im Dezernentenkreis besprochen. Anschließend ging es in einem Gespräch um die Sanierung unseres Technisch gewerblichen Berufsbildungszentrums, die in vollem Gange ist. Wir gehen davon aus, dass in den nächsten Monaten der erste Bauabschnitt abgeschlossen werden kann. Wie auch im privaten Bereich, hält eine alte Bausubstanz immer wieder kostenintensive Überraschungen bereit. Aber mein Team im Baubereich unter der Leitung des Kreisbaumeisters Thorsten Mischo behält einen kühlen Kopf. Am Nachmittag besuchte ich gemeinsam mit dem Geschäftsführer unserer Wirtschaftsförderungsgesellschaft Klaus Häusler die Firma Kuhn und Möhrlein in Illingen. Die Firma gibt es seit 1981 und  beschäftigt  140 Konstrukteure; Werkzeugmacher und Fräser in Illingen-Uchtelfangen. Die Firma verfügt über einen Engineering Bereich mit Ziehsimulation und einen Konstruktionsbereich. Die Palette der Werkzeuganfertigung beginnt bei Folgeverbundwerkzeugen, über Handumlege-, feedermechanisierte Werkzeuge bis hin zu Transferwerkzeugen, die bis zur Endabnahme beim Kunden hergestellt werden. Die Werkzeuggrößen beginnen bei ca. 1000 mm und enden bei 5000 mm.  Einer der Geschäftsführer, Christof Simmet führte uns durch sein Unternehmen. Wie viele andere Unternehmen in unserer Region ist Kuhn und Möhrlein auf die Automobilindustrie angewiesen. Hier ist man, hinsichtlich der  Förderung der Elektromobilität in Sorge, denn viele Werkzeugteile sind unmittelbar mit dem Verbrennungsmotor verbunden.

Am Dienstag tauschte ich mich mit dem Katastrophenschutzverantwortlichen unserer Verwaltung, Alexander Koch aus. Glücklicherweise sind die Infektionszahlen im Landkreis zurzeit im unteren einstelligen Bereich. Die Arbeit im Hintergrund läuft weiter. Die Abrechnung der Arbeiten zur Errichtung des Versorgungszentrums ist in vollem Gange, hier hat uns das Land die Kostenübernahme zugesagt, eine erste Erstattung ist bereits erfolgt. Das Versorgungszentrum in der Seminarsporthalle wird weiterhin vorgehalten, da keiner weiß, was eine mögliche 2. Infektionswelle für Auswirkungen auf unsere Region haben könnte. Allerdings haben wir einen Teil der Halle dem Vereinssport wieder zur Verfügung gestellt.

Im Rahmen meiner Sommertour besuchte ich die Firma ITN Antihaftbeschichtungen Industrietechnik Neunkirchen, die ihren Ursprung in Heinitz hatte und jetzt in der Neunkircher Bliesstraße zu finden ist. Zwei junge Unternehmer Kai-Uwe Sand und Thomas Stein führen ein nachhaltiges Unternehmen fort. Für den Gastro-, aber auch für den privaten Bereich beschichten sie alte Pfannen und Töpfe neu. Diese innovative Technik wirkt der Wegwerfgesellschaft entgegen und spart sogar noch Geld. Auch Grills und ähnliches lassen sich neu beschichten. Übrigens stellt das junge Unternehmen auch die original saarländische Lionerpfanne her, die auch über die Saarland-Marketing-Plattform vertrieben wird. Gemeinsam mit dem Regionalverantwortlichen unserer Regionalmarke Landkreis Neunkirchen Willi Walter freue ich mich, dass die Firma zu unseren Partnerbetrieben gehört.

Am Mittwoch war die saarländische Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot bei mir zu Gast.

Ich zitiere aus unserer Pressemeldung:

“Das Ministerium für Bildung und Kultur (MBK), die Landkreise und der Regionalverband bauen die Schulsozialarbeit an allgemeinbildenden Schulen im Saarland flächendeckend aus. Dafür stellen das Land, die Landkreise und der Regionalverband künftig zusammen rund 10 Millionen Euro jährlich bereit. Im Landkreis Neunkirchen werden ab dem 1. August rund 1,3 Millionen Euro pro Jahr für die Schulsozialarbeit an allgemeinbildenden Schulen zur Verfügung stehen, davon rund 757.000 Euro Landesmittel. Über das Programm „Schoolworker“ standen im Landkreis 2019 rund 336.000 Euro an Landesmitteln für die schulische Sozialarbeit zur Verfügung. Der Landkreis investierte Eigenmittel in Höhe von rund 404.000 Euro.  „Wir wollen, dass alle Schülerinnen und Schüler im Saarland Zugang zu den Angeboten der Schulsozialarbeit bekommen. Deshalb stocken wir die Landesmittel für die Schulsozialarbeit deutlich auf und stellen die Schulsozialarbeit an den allgemeinbildenden Schulen in einem solidarischen Schulterschluss zwischen Land, Landkreisen und Regionalverband auf neue Füße. Erstmals teilen sich Land, Landkreise und Regionalverband die Gesamtkosten. Wichtig ist, dass wir gemeinsam dafür sorgen, dass das Geld für die Schulsozialarbeit genau dorthin fließt, wo es gebraucht wird“, erklärt Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot. Landrat Sören Meng: „Ich freue mich sehr, dass wir gemeinsam die Schulsozialarbeit ausbauen. Sie stärkt Schülerinnen und Schüler, auch im Hinblick auf das ganzheitliche Lernen. Der neue Vertrag stellt eine Investition zum Wohle unserer Kinder dar und unterstützt den pädagogischen Auftrag. Die Verknüpfung von Jugendhilfe und Schule fördert die Schülerinnen und Schüler individuell.“

Am Nachmittag fand eine Besprechung mit unserem Kreisumweltamt, unserer Klimaschutzbeauftragten und der Leiterin der Kreisvolkshochschule statt. Nächstes Jahr wollen wir den Nachhaltigkeitsgedanken in den Fokus stellen und interessante Bildungsangebote machen. Auch die Themen  regionale Wertschöpfung und gute Lebensmittel werden aufgegriffen, mehr verrate ich an dieser Stelle noch nicht.

Apropos nachhaltig: Ich sah mir hinter einem Dienstgebäude in Ottweiler die Wildblumenwiese an, die das Team des Umweltamtes eingesät hatte. Das ist ein Paradies für Insekten. Es war auch der Wunsch des Kreistages, dass wir uns hier stärker engagieren. Auch mit  Schulen im Kreis sind in den letzten Monaten Umweltprojekte entstanden. In wenigen Tagen wird unsere Sparkasse hierzu auch eine Aktion präsentieren und Wildblumensamen verteilen. So kann jeder einen Beitrag zum insektenfreundlichen Landkreis Neunkirchen leisten.

Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die offizielle Übergabe der Schlauchwickler dar. Die Brüder Markus und Patrick Müller haben im Rahmen ihrer Existenzgründung im StartUp-Center unserer Wirtschaftsförderungsgesellschaft einen Schlauchwickler entwickelt, der die Arbeit unserer Wehren deutlich vereinfacht. Unsere Sparkasse ermöglichte mit einer großzügigen Spende, dass wir alle Löschbezirke im Landkreis mit den Schlauchwicklern ausstatten können. Bei der Übergabe waren zahlreiche Bürgermeister, der Kreisbrandinspekteur, Vertreter der Sparkasse  und Vertreter unserer Wehren vor Ort. Als Gag am Rande musste ich mir  mit Oberbürgermeister Jörg Aumann, Sparkassenvorstand Jörg Welter einen“ Schlauwicklerwettkampf“ liefern. Fortuna meinte es gut mit mir und der Schlauch wickelte sich in Rekordschnelle auf.  Ich nahm den Termin zum Anlass, um mich bei unseren Hilfskräften im Feuerwehrwesen für ihr großes Engagement zu bedanken. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die Übergabe eines Materialanhängers für die Arbeit der Kreisjugendwehr, auch diese Aktion wurde von der Sparkasse unterstützt.

Am Donnerstag war ich bei der SPD Landtagsfraktion zu Gast, wo es um verschiedene Themen ging.

Am Nachmittag fand ein Pressegespräch zu den Baumaßnahmen in den Sommerferien statt. Dieses Gespräch mit dem SZ-Redakteur Michael Beer hat schon Tradition. Gemeinsam mit Thorsten Mischo stellte ich die zahlreichen Baumaßnahmen vor. Auch der geplante Neubau der Gemeinschaftsschule Stadtmitte Neunkirchen und die weitere Vorgehensweise waren Thema.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

die Sommerzeit lässt uns durchatmen. Was waren das für Wochen und Monate im Zeichen von Corona. Derzeit sieht es, was die Infektionen angeht, sehr gut aus. Das konsequente Handeln der Politik und der Akzeptanz von uns allen, haben hier geholfen.

Das Leben hat wieder an Fahrt aufgenommen. Wir dürfen uns wieder begegnen. Es fühlt sich alles noch anders an und ja, es ist auch noch anders. Denn erst wenn ein Impfstoff vorhanden ist, kann Entwarnung gegeben werden. Bis dahin halten wir uns an die Hygieneregeln, jeder kann überall seinen Beitrag leisten.

Nur so schützen wir uns vor einer möglichen Neuinfektionswelle.

Deshalb an dieser Stelle: Wir können auf das Erreichte stolz sein, dürfen uns aber nicht darauf ausruhen. COVID 19 ist noch da. Bleiben wir vernünftig. Ich wünsche Ihnen einen erholsamen Sommer! Genießen Sie unsere Heimat, unseren Landkreis Neunkirchen!

Bleiben wir gesund! Bis bald, ich bin dann mal weg!

Ihr Landrat Sören Meng


10.07.2020: Ereignisreiche erste Sommerferienwoche

Ministerpräsident Tobias Hans zu Besuch im Kompetenzcenter der Sparkasse Neunkirchen- SmartLAB
Wirtschaftsförderer Klaus Häusler stellt dem Ministerpräsidenten das Start-Up-Center vor.
Austausch mit der Firma Heino Beck - der Betrieb ist von Kurzarbeit betroffen
Vor Ort bei der Firma Becker Bustouristik
Ein neuer Partner für die Regionalmarke- Honig aus dem Landkreis Neunkirchen
Übergabe der neuen Halde in Landsweiler-Reden

Eine terminreiche Woche geht für mich zu Ende. Auch meine Ferien sind in Reichweite, da ich übernächste Woche in Urlaub gehe. Mein Arbeitstag begann am Montag in Neunkirchen, wo unser Ministerpräsident Tobias Hans zuerst die innovative Sparkassen Geschäftsstelle im Saarpark Center besuchte. Das digitale Kompetenzcenter der Sparkasse, kurz SmartLab genannt, ist seit Ende 2019 am Start. Hier können Kunden ausprobieren, wie einfach Bankgeschäft heute und das Banking von morgen funktioniert. Vor dem Hintergrund des sich ändernden Kundenverhaltens und der zunehmenden Digitalisierung, erhielt der Standort der Sparkasse im Saarpark-Center eine neue Ausrichtung. Er ist zu einem „Multikanalen Showroom“ geworden. Angelehnt an ihren Markenkern „Wir machen es den Menschen einfach, ihr Leben besser zu gestalten“, stellt die Sparkasse ihren Kunden im „SmartLab“ Helfer zur Seite, die sie in die neue multikanale Welt begleiten. Die Projektverantwortliche Zekiye Günel, sowie das Vorstandsteam um Markus Groß und Jörg Welter stellten ihre Erfahrungen mit dem neuen Service vor. Zahlreiche Kunden nutzen das digitale Angebot ihrer Sparkasse, die neue Geschäftsstelle generiere aber auch viele Neukunden.

Im Anschluss besuchte der Ministerpräsident das Start-Up-Center des Landkreises in den Räumlichkeiten der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Das Startup Center wurde mit Mitteln aus dem Projekt Landaufschwung realisiert und wird jetzt durch das Wirtschaftsministerium des Saarlandes finanziell unterstützt. Der WFG Geschäftsführer Klaus Häusler und die projektverantwortliche Carolin Stauner hatten für den Ministerpräsidenten einiges vorbereitet.

Liveschaltungen u.a. ins T-Lab nach Berlin, ein Selbstversuch im "Schlauchwickeln" bei der Gebrüder Müller Feuerwehrtechnik... sogar ein spontanes Interview mit dem Team der UYP Movement fand statt. Es war ein schönes Zeichen von Tobias Hans, dass er seine Sommertour in seinem Heimatlandkreis startete und damit ein Zeichen der Verbundenheit setzte. Am Nachmittag tagte der Kooperationsausschuss unseres Pflegestützpunktes, in dem Krankenkassen des Sozialministeriums und des Landkreises vertreten sind. Der Pflegestützpunkt im Landkreis Neunkirchen gibt es seit zehn Jahren. Pflegestützpunkte wurden von den Kranken- und Pflegekassen eingerichtet und bieten Hilfesuchenden Beratung und Unterstützung. Wenn Hilfesuchende selbst pflegebedürftig sind oder pflegebedürftige Angehörige haben, erhalten sie im Pflegestützpunkt alle wichtigen Informationen, Antragsformulare und konkrete Hilfestellungen. In den Pflegestützpunkten finden sie auch die Pflegeberaterinnen und Pflegeberater der Pflegekassen. Wenn Pflegebedürftige oder ihre Angehörigen etwa eine Wohnung altersgerecht umbauen möchten, informieren sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegestützpunkte über mögliche Zuschüsse der Pflegekasse. Wenn ein geeignetes Pflegeheim gefunden werden soll, hat das Beratungspersonal den Überblick und kann helfen. Unser Pflegestützpunkt befindet sich in Neunkirchen.

Weitere Infos: https://www.psp-saar.net/beratung-vor-ort/pflegestuetzpunkt-im-landkreis-neunkirchen.html

Am Montagabend besuchte ich die Abiturfeier der Gemeinschaftsschulen Neunkirchen, Schiffweiler und Bexbach. In meinem Grußwort ging ich auf den Wert der Bildung ein, aber auch auf die besondere Situation in diesem Jahr. Hier einige Auszüge:

Dieses Jahr, das Jahr 2020 wird ein besonderer Meilenstein in Ihrem Lebenslauf darstellen. Ich würde es an Ihrer Stelle als das ABC-Jahr in Erinnerung behalten. ABC bedeutet heute Abend für mich: Abitur, Berufliche Orientierung und Corona.

Ein prägendes ABC Jahr für Sie auf vielen Ebenen:

Mit dem Abitur haben Sie etwas ganz besonderes in Ihrem Leben geschafft, es ist Ihr persönlicher Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft. Und das Beste: Sie haben es in der Hand, was Sie daraus machen. Es hat viel Arbeit, Mühe und Durchhaltevermögen gekostet in den letzten Jahren, dass Sie das Ende Ihrer Schullaufbahn mit dem höchsten Schulabschluss beenden können, den unser Bildungssystem vorsieht. Sie können stolz auf sich sein, denn damit stehen Ihn nun alle Türen offen:

Womit wir schon zu dem zweiten Buchstaben – dem B kämen

Nun geht es um die Berufliche Orientierung:

Ob Studium oder eine Ausbildung – es warten viele Chancen auf Sie. Was Ihre beruflichen Perspektiven und Wünsche angeht, kann ich Sie aus eigener Erfahrung dazu ermuntern, dass Sie eine Entscheidung treffen sollen, die zu Ihnen passt und ein Berufsbild, an dem Sie tatsächlich auch Interesse haben.

Um es mit „Apple-Gründer“ Steve Jobs zu sagen: „Am wichtigsten ist es, dass Du den Mut hast, Deinem Herzen und Deiner Intuition zu folgen. Alles andere ist nebensächlich.“

Bisher war Ihre persönliche Welt auf Vertrauen aufgebaut. Vertrauen Ihren Eltern gegenüber, dass sie Sie bei all ihren Schritten unterstützend begleitet haben. Vertrauen Ihrem Umfeld gegenüber, dass sie in all den Jahren bis zum heutigen Tag mitgetragen hat, auf dass sie sich verlassen können. Aber auch Vertrauen auf Ihre Schule, die Lehrerinnen und Lehrer, den Schulträger, dass die Rahmenbedingungen für Sie gut waren, damit Sie Ihr Abitur machen konnten.

Die diesjährigen Abiturprüfungen waren von besonderen Umständen geprägt, womit wir zu dem C-Wort kämen: Corona prägte nicht nur unseren Alltag, unser gesellschaftlichen Leben sondern auch Ihre Prüfungsvorbereitungen – der Begriff Homeschooling ist in aller Munde , Ihre Prüfungen wurden verschoben und dann unter Hygienevorschriften durchgeführt. Sie können stolz auf sich sein, dass Sie unter diesen erschwerten Rahmenbedingungen Ihr Grundvertrauen behielten, Souveränität zeigten und gemeinsam die Abiturprüfungen mit Erfolg bestritten. Corona verlangte uns allen in diesem Jahr viel ab, mein Dank gilt an dieser Stelle auch dem pädagogischen Team für die Flexibilität und Kreativität im Lernalltag.

Corona war und ist für uns alle eine Herausforderung und erschwerte Ihre Rahmenbedingungen für das Abitur. Daher ist das Abitur 2020 für mich nicht nur eine Allgemeine Hochschulreife sondern ein Zeugnis, dass Sie auch unter schwierigen Voraussetzungen Stand halten können.

Am Dienstag übergab ich einem langjährigen Mitarbeiter seine Urkunde zum Dienstjubiläum. Anschließend tagte der Krisenstab des Landkreises Neunkirchen. Glücklicherweise gibt es kaum noch Corona Infizierte im Landkreis Neunkirchen. Allerdings sollten uns die neuesten Entwicklungen hellhörig werden lassen. Sollten wir uns nicht an die Abstandsgebote und Hygieneregeln halten, könnte sich dies schnell ändern. Ich werde den Krisenstab weiterhin regelmäßig Tagen lassen, um im Bedarfsfall schnell handeln zu können. Am Nachmittag fand ein Gespräch mit Vertretern der Verbraucherzentrale statt. Derzeit prüfen wir, wie wir das tolle Angebot der Verbraucherzentrale mit unserem Angebot im Sozialbereich verknüpfen können. Im Gespräch, an dem auch der Oberbürgermeister der Kreisstadt Neunkirchen Jörg Aumann, die beiden Landtagsabgeordneten Heike Becker und Pia Döring sowie Vertreter der Verbraucherzentrale teilnahmen wurde deutlich, dass es für die Bürgerinnen und Bürger sinnvoll wäre, auch im Landkreis Neunkirchen einen Ansprechpartner der Verbraucherzentrale zu haben. Hier wird es in den nächsten Wochen weitere Gespräche geben.

Am Mittwoch besuchte ich mit dem Bundestagsabgeordneten Christian Petry zwei Betriebe im Landkreis Neunkirchen. Die Firma HB Sound in Neunkirchen gibt es schon seit drei Jahrzehnten und ist im Bereich Veranstaltungstechnik und Logistik bundesweit aktiv. Durch die Coronakrise ist der Betrieb in Kurzarbeit und es ist derzeit nicht absehbar, wann diese Branche wieder am Markt agieren kann. Dies hat natürlich für das Unternehmen dramatische Folgen. Hier ging Christian Petry auf die Fördermöglichkeiten des Bundes ein. Hier seien in den nächsten Wochen weitere Hilfsangebote für betroffene Firmen geplant. Im Anschluss ging es zur Firma Becker nach Spiesen-Elversberg. Seit über 60 Jahren gibt es das Traditionsunternehmen, das in der Tourismusbranche erfolgreich ist. Daher ist auch das Jahr 2020 für die Firma ein Jahr mit immensen Einbußen. Wir tauschten uns intensiv mit dem Firmengründer Horst Becker und seinem Sohn aus. Auch im touristischen Bereich wurden bereits Finanzhilfen veranlasst. Die Situation beider Traditionsfirmen macht mich sehr betroffen. Ich hoffe, dass sie mithilfe der Fördermöglichkeiten einen Weg aus der Krise finden. Ebenso war diese Woche die Situation des Kaufhofes Neunkirchen ein großes Thema. Daher gingen mit Unterstützung der Gewerkschaft die Beschäftigten gestern auf die Straße. Hier muss abgewartet werden, ob die Unternehmensführung ihre Entscheidung, den Neunkirchen Kaufhof zu schließen, noch einmal überdenken wird. Bisher schrieb nämlich der Neunkirchen Kaufhof schwarze Zahlen. Daher sind meine Gedanken an dieser Stelle bei den zahlreichen Beschäftigten.

Am Mittwochnachmittag besuchte ich mit dem Regionalverantwortlichen unserer Regionalmarke Willi Walter Michael Breit, der seit einigen Jahren eine größere Imkerei betreibt. Mit über 30 Bienenvölkern ist sein Hobby zu einer Berufung geworden. Neben dem Honig stellt er auch weitere Produkte rund um die Imkerei her und vermarktet diese. Ich bin sehr froh, dass sein Angebot jetzt Bestandteil unserer Regionalmarke ist.

Gestern eröffnete die Terrag in Neunkirchen ihr Geschäftsgebäude unweit unseres Jugendamtes in der Saarbrücker Straße in Neunkirchen. In meiner Rede würdigte ich das Bekenntnis der erfolgreichen Firma zur Kreisstadt und zu unserem Landkreis. Die Firma ist international tätig und ist eine Fachfirma rund um das Thema Entsorgung und Deponierung. Das Leistungsspektrum und konzentriert sich auf die Entsorgung und Behandlung von mineralischen und organischen Abfällen, der Abfalllogistik und den Rückbau von komplexen Gebäuden und Anlagen sowie die Planung, den Bau und den Betrieb von Deponien.

Am Nachmittag fand eine Begehung der neuen Halde Madenfelder Hof am Erlebnisort Reden statt. Diese Halde wurde von der RAG einige Jahre saniert, da sie vor Jahren in Brand geriet. Dies bedeutet einen hohen Aufwand und eine Umschichtung der Halde. Durch diese Umschichtung konnte die Wegführung verbessert werden. Gemeinsam mit Verantwortlichen der IKS, der RAG und dem Schiffweiler Bürgermeister Markus Fuchs nahm ich die Einweihung vor.

Heute Morgen standen interne Gespräche und Büroarbeit nach einer ereignisreichen Woche auf meiner dienstlichen Agenda. Auch fand eine Besprechung zur Entwicklung unserer Kreisvolkshochschule statt.

Ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende.

Ihr Landrat Sören Meng


03.07.2020: Auf in die Ferien

Landrat Sören Meng und Geschäftsführer Stefan Kunz sahen sich eine größere Baumaßnahme der WVO vor Ort an.
Der Landkreis Neunkirchen wünscht schöne Sommerferien!
Karrikatur: Claus Zewe
Preisverleihung des Architektenwettbwerbs zur Realisierung eines Neubaus an der GemS Neunkirchen Stadtmitte

Ab Montag beginnen im Saarland die Schulferien. In diesem Jahr war alles anders, dennoch hoffe ich, dass die Kinder und Jugendlichen die Unterrichtsfreizeit genießen können und dank der Lockerungen auch Möglichkeiten zur Feriengestaltung haben. Ich finde es beachtlich, dass vielen Trägern in kurzer Zeit gelungen ist, sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen und Corona konforme Angebote aufgelegt haben. Viele Familien werden die Zeit nutzen, um sich in ihrer Heimat genauer umzusehen, um zu erfahren, wie schön und abwechslungsreich die Region ist. Ich wünsche allen jetzt schon von Herzen eine gute, erholsame Zeit. Hoffen wir, dass die Schulen, wie geplant, nach den Ferien wieder in den Regelbetrieb wechseln können.

Meine Woche war sehr abwechslungs- und terminreich.

Am Montag ernannte ich eine neue Mitarbeiterin zur Beamtin, anschließend stand die Beförderung eines Beamten auf meiner Agenda. Am Mittag besuchte ich mit dem Verantwortlichen unserer Regionalmarke Willi Walter die Metzgerei Geiss in Wiebelskirchen. Die Metzgerei Geiss, die sich einen Namen mit ihren Wildspezialitäten gemacht hat, ist neues Mitglied unserer Regionalmarke. Daher war es mir wichtig, persönlich den neuen Akteur willkommen zu heißen. Ich bin überzeugt, dass vielen von uns die Coronakrise klargemacht hat, wie wichtig die regionale Wertschöpfung für uns alle ist. Auch aufgrund aktueller Vorkommnisse außerhalb des Saarlandes, müssen wir zu schätzen wissen, wie gut es ist, dass es regionale Erzeuger gibt, die uns mit Spitzenprodukten versorgen können. Am Nachmittag tagte der Kreditausschuss der Sparkasse Neunkirchen. Anschließend fand in Ottweiler die Aufsichtsratssitzung unsere Wirtschaftsförderungsgesellschaft statt. Die WFG mit ihrem Geschäftsführer Klaus Häusler hat in den letzten Monaten eng mit den Unternehmen im Landkreis zusammengearbeitet und ihnen immer wieder mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Unsere WFG ist gut vernetzt, hier war das Netzwerk gerade in den schwierigen Zeiten viel wert.

Am Dienstag fand die Vorstandssitzung des Naturparks Saar Hunsrück im Landratsamt Sankt Wendel bei meinem Kollegen Udo Rechtsanwalt statt. Der Landkreis Neunkirchen ist durch die Gemeinde Eppelborn ein kleiner Teil dieses Naturparks. Im Vorstand wurden aktuelle Themen behandelt  und Marketingaktionen auf den Weg gebracht. Im nächsten Termin im Landratsamt Ottweiler ging es um den Digitalpakt. Hier tauschte ich mich intensiv mit der zuständigen Dezernentin Alexandra Wagner und den Amtsleitern Gerhard Kessler und Thorsten Mischo aus. Es ist wichtig, dass die Digitalisierung der Schulen mit Bundesmitteln gefördert wird, allerdings werden diese Mittel bei weitem nicht ausreichen. Wir haben exemplarisch zwei Schulen vorgesehen, die wir zeitnah nach den entsprechenden digitalen Voraussetzungen ausstatten werden. Bereits bei der Planung wurde deutlich, dass eine ordentliche, zukunftsgerechte Digitalisierung mit einem hohen Kostenaufwand verbunden ist. Der Kreistag hat in der Vergangenheit zusätzliche Mittel bereitgestellt, denn es ist wichtig, dass wir den Schritt zur Digitalisierung konsequent und entschlossen angehen. Nur so können wir künftige Schülergenerationen optimal auf die Zukunft vorbereiten. Anschließend fuhr ich nach Neunkirchen, wo die Verwaltungsratssitzung der Sparkasse Neunkirchen, die ich als Verwaltungsratsvorsitzender leitete, stattfand. Kernstück dieser Sitzung war der Jahresabschluss 2019. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen konnte sich unsere Sparkasse Neunkirchen behaupten und schloss mit einem positiven Jahresergebnis ab. Auch bekamen die Mitglieder des Verwaltungsrates die neue Sparkassen Direktfiliale vorgestellt. Diese neue Online-Plattform ermöglicht die persönliche Beratung durch die Sparkasse Neunkirchen via Videoschaltung, natürlich unter höchsten Sicherheitsbedingungen, die für Bankgeschäfte wichtig sind.

Am Mittwoch händigte ich einem langjährigen Mitarbeiter seine Urkunde zum Dienstjubiläum aus. Anschließend war ich rund 3 Stunden mit dem Geschäftsführer unserer WVO Stefan Kunz unterwegs, um mir verschiedene Baustellen anzusehen. Seit fast 70 Jahren sorgen der Zweckverband Wasserversorgung und die Wasserversorgung Ostsaar, kurz WVO genannt, dafür, dass große Teile des Landkreises Neunkirchen und darüber hinaus zuverlässig mit Trinkwasser in hervorragender Qualität versorgt werden. Rund 100.000 Menschen können sich Tag für Tag auf den Service ihrer WVO verlassen. Das Leitungsnetz beträgt rund 850 Kilometer, was gleichzeitig bedeutet, dass kontinuierlich die Leitungen gewartet und erneuert werden. Beeindruckend war für mich der Bau einer Fernleitung. Die Fernleitung von rund 1.850 Metern über den Waldweg zwischen Münchwies (Kirchstraße) und Lautenbach wird derzeit mit einem Aufwand von 870. 000 Euro erneuert.  Parallel werden die Bürger mit der bisherigen Leitung weiterversorgt, die nach Abschluss der Bauarbeiten im Oktober stillgelegt wird. Auf der Homepage der WVO unter dem Menüpunkt Aktuelles sind alle Baustellen abrufbar. Transparenz ist uns sehr wichtig, auch deshalb, weil natürlich durch Baustellen auch immer kleinere Störungen des Verkehrs verbunden sind. Am Nachmittag besuchte mich der Vorsitzende der Bernstein Stiftung Roman Uwer, um mir den aktuellen Stand der Planungen zu den Feierlichkeiten anlässlich des 40. Todestages von Walter Bernstein im nächsten Jahr mitzuteilen. Man möchte dieses Jahr nutzen, um verstärkt auf das künstlerische Werk Bernsteins einzugehen und damit auch den Wert der Kunst Bernsteins für unsere Region zu unterstreichen. Anschließend tagte in Neunkirchen der Kreisjugendhilfeausschuss, den ich leitete.

Der gestrige Tag stand im Zeichen unserer Kreistagssitzung und der Preisverleihung des Architektenwettbewerbes. Anfang des Jahres wurde ein sogenannter offener Realisierungswettbewerb für den Umgang mit der baulichen Situation in der Gemeinschaftsschule Stadtmitte in Neunkirchen ausgelobt. Es ging darum, zu ergründen, ob eine Sanierung sinnvoll ist oder ob ein Neubau realisierbar wäre. Der Kreistag hatte die Kreisverwaltung bei diesem Ansinnen unterstützt und war mit zwei Vertretern im Preisgericht vertreten. Ziel des Wettbewerbes war es, dass die Fläche der Schule künftig den aktuellen Anforderungen entsprechen muss. Derzeit ist die Schule auf zwei Standorte verteilt, da die Raumkapazitäten in Neunkirchen nicht ausreichen. Dies bringt organisatorische Probleme mit sich und ist auch wirtschaftlich eine Belastung. Unter der Leitung von Frau Professorin Dr. Andrea Wandel wurden die Preisträger ermittelt. Es sind:

1.       Preis Architekenbuero s.a. , Luxemburg

2.       Preis pmva GmbH + Troi Architekten PartG mbB, Aachen

3.       Preis 4a Architekten, Stuttgart            

4.       Preis ARUS GmbH, Püttlinge

5.       Preis Kohlmayer Oberst Architekten, Stuttgart

         

Ankäufe:

-          Flosundk architektur, Saarbrücken

-          Planungsgesellschaft Jörg Kühn, Eppelborn

-          Frett + Bruncken, Köln

 

 

Es war eine sehr schöne Preisverleihung, die natürlich aufgrund der aktuellen Lage unter besonderen Hygienebedingungen durchgeführt werden musste. Aus diesem Grund verzichteten wir auf einen größeren Festakt und werden im Nachgang der Veranstaltung einen Dokumentationsfilm im Internet veröffentlichen. Auch eine erstellte Broschüre wird dann online abrufbar sein, sodass sich Interessierte umfangreich informieren können.

Nach der Verleihung tagte der Kreistag. Auch hier stellte Frau Prof. Wandel den Mitgliedern die Ergebnisse vor. Im öffentlichen Teil wurde ein neuer Kooperationsvertrag, in dem es um die Schulsozialarbeit an allgemeinbildenden Schulen im Saarland geht, verabschiedet, Zuschüsse für Schülerhilfsprojekte wurden auf den Weg gebracht, aber auch größere Vergaben für die Baumaßnahme am Technisch gewerblichen Berufsbildungszentrum Neunkirchen wurden geschlossen. Die Kooperation aus CDU und SPD brachte zwei Resolutionen ein. Diese Resolutionen wurden unter großer Mehrheit beschlossen. Die eine Resolution behandelte die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse, die andere Resolution beinhaltete eine Forderung den Landkreis Neunkirchen weiterhin als starken Gesundheitsstandort zu erhalten. Aufgrund der beschlossenen Schließung der Marienhausklinik in Ottweiler und der Änderungen am Diakonieklinikum Neunkirchen sind viele Bürgerinnen und Bürger verunsichert, was ihre gesundheitliche Versorgung angeht. Hier sind die Träger und das Land gefordert Antworten zu geben. Dies betrifft auch den Standort Lebach, der viele Bürger aus dem Illtal versorgt. In den vergangenen Wochen fanden gute Gespräche seitens der Träger und des Landes statt, zu denen auch ich eingeladen war.

Heute Morgen fanden verwaltungsinterne Termine statt. So tauschte ich mich mit unserem Personalrat zu aktuellen Themen der Kreisverwaltung aus. Am Nachmittag war ich zu Gast im Bildung Ministerium, wo es unter anderen um die Digitalisierung ging. Wenn dieser Blog erscheint, bin ich in Wiesbach zu Gast. Dort haben Investoren das alte Landheim Wiesbach gekauft und gänzlich umgestaltet. Ich habe an dieser Stelle schon öfter darüber berichtet und stand mit dem Investor Michael Krämer immer wieder im Austausch. Zu diesem imposanten Bauwerk gehört ein großzügiger Park, der leider in den letzten Jahren und der Zeit des Leerstandes verwildert war. Er wurde mit viel Aufwand wieder in einen guten Zustand gebracht und steht der Bevölkerung zur Verfügung. Aus diesem Grund war es mir ein Anliegen eine Bank, gefertigt von unserer Beschäftigungsgesellschaft AQA gemeinsam mit dem Bürgermeister Andreas Feld und dem Ortsvorsteher Stefan Löw zu übergeben. Ich finde es immer bemerkenswert, wenn sich private Investoren in der Region engagieren und gleichzeitig der Bevölkerung etwas Gutes tun. Ich hoffe, der schöne Park wird gut angenommen und zu einem Ort der Kommunikation werden.

Ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende im Zeichen der Sommerferien.

Ihr Landrat Sören Meng


26.06.2020 Sommerwoche

Vorstellung der patentierten Hygienespender für den ÖPNV
Gestern feierte Landrat Sören Meng seinen 46. Geburtstag
Seit heute ist das Gazometer in Neunkirchen Geschichte.

Eine sonnendurchflutete Woche neigt sich dem Ende zu. Das gute Wetter der letzten Tage überträgt sich auch auf unsere Stimmung. Immer wieder begegnen mir Menschen mit einem Lächeln auf ihren Lippen. Corona bedingt habe ich auch festgestellt, dass man trotz Maske erkennen kann, ob sich jemand freut oder nicht. Schauen Sie doch mal auf die Augen. Mit diesem unkonventionellen Einstieg beginne ich meinen Blog.

Der Montag stand im Fokus der Verbandsversammlung und des Verbandsvorstandes des Sparkassenverbandes Saar. Neben dem Jahresabschluss standen auch personelle Entscheidungen auf der Tagesordnung. So wurde die Amtszeit der bisherigen Präsidentin und meiner Vorgängerin im Amt Cornelia Hoffmann Bethscheider, um weitere sechs Jahre verlängert. Sie versteht es gemeinsam mit ihrem Team die Sparkassenfamilie auch in schwierigen Zeiten zusammen zu halten und wichtige Weichenstellungen inhaltlich aktiv zu begleiten. Am Abend war ich dann zu Gast bei der Neunkircher Verkehrs AG, dessen stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender ich bin. Hier erlebte ich gemeinsam mit unserem Ministerpräsidenten Tobias Hans und Oberbürgermeister Jörg Aumann quasi eine Weltpremiere. Die Neunkircher Verkehrs GmbH (NVG) stattet alle ihre Busse mit neu entwickelten Haltern für Desinfektionsmittel aus. Produziert wird der patentierte Halter von der Homburger Firma JUNO Metalltechnik, die das Produkt mit der Neunkircher Marketingfirma MEC entwickelt hat. Dass diese Innovation aus dem Landkreis Neunkirchen kommt, freut mich als Landrat, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der NVG und Verbandsvorsteher des Zweckverbandes  Personennahverkehr (ZPS) besonders. Hygienemaßnahmen wie diese sind gerade im viel frequentierten ÖPNV für uns alle besonders wichtig.

Am Dienstagmorgen fand die Kuratoriumssitzung der Stiftergemeinschaft der Sparkasse Neunkirchen statt. Diesem Kuratorium gehöre ich zusammen mit dem Oberbürgermeister von Neunkirchen und dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Markus Groß an. Unsere Sparkasse verwaltet zahlreiche Stiftungen, deren Verwaltung an viele Voraussetzungen und Vorgaben geknüpft ist. Die Stiftung Treuhand ist ein fester Partner der Stiftergemeinschaft. Unter anderem wird auch die Bürgerstiftung im Landkreis Neunkirchen, die durch das Projekt Landaufschwung ermöglicht wurde, Teil der Stiftergemeinschaft. Hier hat unsere Sparkasse eine besondere Rolle übernommen und engagiert sich in diesem Feld seit genau zehn Jahren. Im Anschluss traf ich mich mit unserem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Klaus Häusler, um die in der nächsten Woche stattfindende Gremiensitzung vorzubereiten. Danach standen verwaltungsinterne Termine auf meinem Programm.

Am Mittwoch tauschte ich mich mit der Verantwortlichen unserer Berufsjugendagentur Petra Jochum zu aktuellen Fördermaßnahmen aus. Diese Agentur befindet sich in den Räumlichkeiten der Arbeitsagentur Neunkirchen und ist seit Jahren ein wichtiger Begleiter für junge Menschen, die im beruflichen Bereich Unterstützung benötigen. Danach tagte der Aufsichtsrat der RDS GmbH, hier ging es um vielerlei Themen und den Jahresabschluss unseres Rettungszweckverbandes. Um eine besondere Auszeichnung ging es bei meinem Folgetermin. Unsere Ganztagsgemeinschaftsschule Neunkirchen erhielt durch den Staatssekretär des Umweltministeriums, Sebastian Thul eine Auszeichnung als nachhaltige Schule. Mit vielerlei Projekten engagiert sich die Schulgemeinschaft seit Jahren für nachhaltiges Handeln. Als faire Schule, die fair gehandelte Produkte im Schulalltag einsetzt oder auch mit dem ausgezeichneten Projekt „Wald trifft Schule“, ist unsere Neunkircher Schule über das Saarland hinaus ein Begriff. Danke allen, die sich hier engagieren, insbesondere dem engagierten Schulleiter Clemens Wilhelm.

Gestern tagte am Morgen die Jour fixe-Runde mit den Dezernenten. Hier ging es um viele Themen rund um unsere Kreisverwaltung. Natürlich war dort auch die Öffnung unserer Dienstgebäude Thema. Corona bedingt haben wir viele Maßnahmen getroffen, die sowohl unser Mitarbeiterteam schützen, als auch die Besucher. Natürlich wird unsere Kreisverwaltung in den nächsten Wochen weitere Lockerungen bezüglich des Publikumsverkehrs vornehmen. Doch nach wie vor gilt es, die Hygienemaßnahmen und Abstandsgebote ernst zu nehmen. Da ich an diesem Tag Geburtstag hatte, gehörte der Rest des Tages mir und meiner Familie.

Heute Morgen fand eine außerplanmäßige Vorstandssitzung des Landkreistages Saarland statt. Im Anschluss folgte ich einer Einladung unserer Sozialministerin Monika Bachmann zu einem Runden Tisch, wo es um die Krankenhauslandschaft im Saarland ging. Ich hatte mich in den vergangenen Wochen mehrfach zu Wort gemeldet, da die Krankenhauslandschaft durch die Schließung des Ottweiler Krankenhauses und den angekündigten Maßnahmen am Diakonieklinikum Neunkirchen in Bewegung ist. Hier muss sichergestellt werden, dass die Bürgerinnen und Bürger sich weiterhin auf ihr Gesundheitssystem vor Ort verlassen können. Aus diesem Grund zeigte ich Präsenz. Am Nachmittag tauschte ich mich mit dem Justizstaatssekretär Roland Theis, der zuständigen Dezernentin aus meinem Haus Julia Schild und unserer Jugendamtsleitung Karoline Brase über ein saarlandweites Projekt in Bezug auf die Arbeit mit straffälligen jungen Menschen aus. Wenn dieser Blog erscheint, wird ein historisches Ereignis wieder Geschichte sein. Der Neunkirchen Gasometer stand jahrzehntelang für die Neunkircher Eisenindustrie und war mit seinem markanten Schriftzug Neunkircher Stahl so etwas wie ein Wahrzeichen. Er wird nicht mehr gebraucht und wurde daher heute gesprengt. Im Vorfeld wurde viel über den Erhalt des Bauwerkes diskutiert. So ein Erhalt wäre mit immensen Folgekosten und Unterhaltungskosten verbunden. Die Hülle ist aus Stahl und muss ständig gewartet werden. Auch wären aus finanziellen Gründen Folgenutzungen wie beispielsweise an der Ruhr undenkbar gewesen. Was bleibt, ist die Erinnerung und viele Fotos mit diesem großen Bauwerk. An dieser Stelle baut derzeit Globus ein großes neues Warenhaus, dass die Einkaufsstadt Neunkirchen bereichern soll. Damit soll der Dienstleistungscharakter gestärkt werden. Gleichzeitig erfuhren wir, dass der jahrzehntelange Kaufhof Neunkirchen bald geschlossen wird. Die Stadt arbeitet mit Hochdruck daran, hier eine Folgelösung für den großen Leerstand zu finden. Der Onlinehandel und ein verändertes Kaufverhalten sind hier sicherlich Gründe für diese Veränderungen. Die Zeiten sind und bleiben dynamisch, was natürlich persönliche Folgen für die zahlreichen Beschäftigten des Kaufhofes hat. Ich hoffe, Sie finden alle einen Anschlussarbeitsplatz.

Ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames und sonniges Wochenende.

Ihr Landrat Sören Meng


19.06.2020: Vollgepackte Arbeitswoche

Diese Woche wurde die Corona-Warn-App vorgestellt, die helfen soll die Infektionsketten besser nachzuvollziehen
Aufsichtsratssitzung der NVG im Neunkirchen Rathaus

Diese Woche hatte es terminmäßig in sich. Die Themenfelder waren groß und an jedem Abend fanden Besprechungen statt. Man könnte meinen, die Normalität würde langsam wieder Einzug halten. Da ist sicherlich etwas dran, allerdings gelten immer noch viele Maßnahmen, die beachtet werden müssen. Noch immer sind unsere Dienstgebäude geschlossen und können erst nach Terminvereinbarung betreten werden. Ich danke an dieser Stelle den Bürgerinnen und Bürgern für ihre aktive Mithilfe und ihre Geduld, wenn ein Anliegen mal etwas länger dauert. Wir sind, unter Berücksichtigung des Arbeitsschutzes, bemüht unsere Kreisverwaltung schrittweise zu öffnen. Aktuelle Infektionsfälle in anderen Bundesländern zeigen, dass die Gefahr noch lange nicht gebannt ist. Diese Woche wurde auch die Corona-Warn-App, die die Bundesregierung beauftragt hatte, vorgestellt. Die App hilft festzustellen, ob wir in Kontakt mit einer infizierten Person geraten sind und daraus ein Ansteckungsrisiko entstehen kann. So können wir Infektionsketten schneller unterbrechen. So können wir alle einen Beitrag leisten, um uns und andere zu schützen.


Am Montag tauschte ich mich mit unserer Bildungsministerin zu unterschiedlichen Themen aus. Im Anschluss stand viel Organisatorisches auf dem Programm. Hier waren der geschäftsführende Beamte Volker Federkeil und die Dezernentin und Leiterin des Personalamtes  Alexandra Wagner meine Ansprechpartner. Am Nachmittag fand eine Videokonferenz mit unserem Ministerpräsidenten Tobias Hans und meiner Kollegin sowie den Kollegen Landräten statt. Seit Beginn der Krise tauschen wir uns mit dem Ministerpräsidenten regelmäßig aus. Er lobt immer wieder unsere Arbeit vor Ort und besonders die Arbeit unserer Gesundheitsämter. Er teilt mit uns die Meinung, dass die Gefahr noch lange nicht gebannt ist und es deshalb zwingend erforderlich ist, sich an die Hygienemaßnahmen zu halten. Auch hält er das Festhalten an den errichteten Versorgungszentren für wichtig. Ich kann an dieser Stelle die Anliegen der Vereine und Schule verstehen, die die Sporthalle gerne wieder nutzen würden. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, den derzeit nicht genutzten Teil der Seminarsporthalle für Vereine und Schulen freizugeben. Er kann unter Einhaltung der entsprechenden Maßnahmen genutzt werden. Danach fand die Sitzung der SPD-Fraktion, an der ich teilnahm, statt. 


Am Dienstag erfolgte eine Besprechung bezüglich des Erlebnisortes Reden, der auch in dieser Woche wieder für Schlagzeilen sorgte. Die IKS gab bekannt, dass das geplante neue Straßenprojekt nicht weiter verfolgt wird. Ziel muss allerdings weiter die barrierefreie Erschließung unserer Alm sein. Eine neue Almstraße ist vom Tisch, allerdings sollten alle Alternativen, wie beispielsweise die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur geprüft werden. Auch könnte ich mir eine Verknüpfung mit dem öffentlichen Personennahverkehr vorstellen, hier hat in der Vergangenheit auch unsere NVG einen Vorschlag erarbeitet. Der Kreistag hat vor einigen Monaten eine Resolution zur Weiterentwicklung des Standortes eingebracht. Ziel muss es sein, dass sich die positive Entwicklung des Standortes fortsetzt. Hier zählt für mich die Kombination zwischen Gastronomieangebot, Veranstaltungen und dem Naturerlebnis. Ich bleibe dabei: Reden hat viel Potential, das wir nutzen sollten. Hier sitzen Land, Kreis und Gemeinde in einem Boot. Derzeit läuft die Erstellung des Standortentwicklungskonzeptes. Schon vor dieser Erstellung hat sich der Landkreis zu einer stärkeren Unterstützung des Erlebnisortes bekannt, da unsere Tourismus- und Kulturzentrale über das entsprechende Knowhow verfügt.Wie gerade erwähnt,  erstellt eine Hamburger Agentur ein Standort Konzept für den Erlebnisort, dass die Voraussetzungen für einen Standortmanager sicherstellen soll. Im Zuge des Projektes wurden viele Akteure des Erlebnisortes befragt, um ein genaues Bild über die künftige Zielrichtung zu erreichen. Ich hob in dem Gespräch, das gemeinsam mit dem Werksleiter Christian Rau stattfand, die Bedeutung des Standortes für unsere Region hervor. Von einer positiven Entwicklung profitiert der gesamte Landkreis Neunkirchen, da der Tourismus die Wertschöpfung in unserem Kreis steigert und auch aus Marketingsicht die Aufenthaltsqualität im Landkreis Neunkirchen erhöht.Am Abend tagte das Präsidium des Deutschen Roten Kreuzes, dessen Kreisvorsitzender  ich seit einigen Monaten bin. Ich nahm diese Sitzung zum Anlass, mich beim Roten Kreuz für das große Engagement im Katastrophenschutzstab rund um die Einrichtung des Versorgungszentrums zu bedanken. Auch das Testzentrum in Reden wurde von einem Team des DRK betreut. Unsere Hilfsdienste  im Landkreis Neunkirchen sind immer für die Bürgerinnen und Bürger zur Stelle und bereichern immer wieder aufs Neue unsere Gesellschaft. Daher allen, die sich in unterschiedlichen Organisationen engagieren!

 

Am Mittwoch besuchte ich den Landtagsausschuss für Soziales und Gesundheit in Saarbrücken. Dort warb ich gemeinsam mit dem Neunkirchen Oberbürgermeister Jörg Aumann für den Gesundheitsstandort Landkreis Neunkirchen. Nachdem bekannt wurde, dass die Kreuznacher Diakonie daran denkt, Änderungen am ehemaligen städtischen Krankenhaus vorzunehmen, war es an der Zeit, hier deutlich Stellung zu beziehen. Derzeit gibt es unterschiedliche Vorstellungen, wie es mit dem Diakonieklinikum Neunkirchen weitergehen soll. Ein Neubau der Einrichtung und ein Anbau am bestehenden Standort Fliednerkrankenhaus sind unter anderem im Gespräch. Nachdem es mittlerweile wohl klar zu sein scheint, dass das Marienhaus Krankenhaus Ottweiler zum Jahresende schließen soll, werden die Neunkirchen Krankenhäuser umso mehr gebraucht. Es geht hier um die Versorgung unsere Bürgerinnen und Bürger. Gerade die derzeitige Situation rund um Corona, hat uns gezeigt, wie schnell sich die medizinische Versorgung und die Bedarfe ändern können. Daher ist es wichtig, dass wir über genügend Krankenhausplätze  im Landkreis Neunkirchen verfügen. Aufgrund bundesweiter Gesetze sind die Krankenhäuser auf Rentabilität ausgerichtet. Hier muss ein Umdenken einsetzen, denn die letzten Monate haben uns gezeigt, dass Gesundheit unser höchstes Gut ist. Allerdings müssen hier die grundsätzlichen Beschlüsse in Berlin gefasst werden.Am Nachmittag tagte in Neunkirchen der Prüfungsausschuss der Sparkasse Neunkirchen, den ich leitete. Am Abend ging es in einer Gesprächsrunde um die Weiterentwicklung des Erlebnisortes Reden. 

 


Gestern stellte sich die neue Leiterin der Agentur für Arbeit Madeleine Seidel vor. Sie trat vor einigen Wochen die Nachfolge von Jürgen Hassdenteufel an, der sich in den Ruhestand verabschiedete. Ihre Laufbahn begann  Frau Seidel 1988 im gehobenen Verwaltungsdienst bei der Bundesagentur für Arbeit (BA). Nachdem sie als Arbeitsvermittlerin im damaligen Arbeitsamt Saarlouis tätig war, absolvierte sie nebenberuflich ein Studium an der Universität des Saarlandes und war danach in unterschiedlichen Funktionen tätig, unter anderem in der Zentrale der BA in Nürnberg und in der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland. Seidel bringt langjährige Erfahrungen und umfangreiches Wissen aus der Praxis und der Führung von operativen Bereichen mit. Von 2007 bis 2013 trug Seidel nacheinander Verantwortung als Geschäftsführerin Operativ in den Arbeitsagenturen Saarlouis und Kaiserslautern-Pirmasens. Danach übernahm sie die Leitung der Agenturen für Arbeit Heilbronn und später Montabaur. Seit Januar 2017 bis zu ihrem Wechsel an die Spitze der Agentur für Arbeit Saarland war Seidel Geschäftsführerin Operativ der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland. (Quelle: Agentur für Arbeit). Ich tauschte mich mit Frau Seidel im Beisein unserer Sozialdezernentin Julia Schild über die Herausforderungen des derzeitigen Arbeitsmarktes aus. Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit betreiben wir schon seit Jahren das Jobcenter in Neunkirchen und Illingen. Beide Behörden arbeiten seit vielen Jahren vertrauensvoll auf Augenhöhe zusammen.Gestern Nachmittag tagte in Neunkirchen der Kreisausschuss. Im öffentlichen Teil stand die Freigabe von Haushaltsmitteln, beispielsweise im Feuerlöschwesen auf der Tagesordnung. Im nicht-öffentlichen Teil mussten zahlreiche Vergaben auf den Weg gebracht werden. Der Abend endete mit einer Besprechung in den Räumlichkeiten des Kreisverbandes des DRK in Ottweiler, wo es um die Ausbildung im Kreisverband ging. Das Deutsche Rote Kreuz ist unter anderem auch für die Durchführung der Erste-Hilfe-Kurse, die beispielsweise für die Führerscheinprüfung vorgeschrieben ist, bekannt.

 

Heute Morgen war ich im Ministerium für Bildung und Kultur in Saarbrücken zu Gast. Thema waren die möglichen Szenarien für die Öffnung des generellen Schulbetriebes nach den Sommerferien. Hier müssen auch vonseiten des Trägers verschiedene Maßnahmen getroffen werden, um die Hygiene sicherzustellen. Ich bin überzeugt, dass uns dies gelingen wird, denn die letzten Wochen zeigen, dass die Schulen gut arbeiten können. Am Nachmittag tagte dann zum ersten Mal in diesem Jahr der Aufsichtsrat unserer Neunkirchen Verkehrs AG, dessen stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender ich bin. Hier ging es unter anderem um die Planungen für das laufende Jahr. Hier hat uns die Coronakrise hohe Ausfälle beschert, die hoffentlich durch Zuschüsse kompensiert werden können. Der Bund hat bereits ein Hilfsprogramm angekündigt.Liebe Blogleserinnen und Blogleser, sie merken, meine Arbeitswoche war gut gefüllt. Umso mehr freue ich mich auf das Wochenende. Ich wünsche Ihnen alles Gute, bleiben Sie gesund!

 

Ihr Landrat Sören Meng


12.06.2020: Eine kurze Arbeitswoche

Landrat Sören Meng appelliert weiterhin sich an die Hygienevorgaben zu halten, um gemeinsam gegen das Covid-19 Virus zu kämpfen

Für mich war diese Woche sehr kurz, das lag daran, dass ich am Montag nur vormittags im Büro war und im Anschluss bis einschließlich Mittwoch eine Fortbildung besuchte. Gestern war Fronleichnam und den heutigen Brückentag nutzte ich für zahlreiche Telefonate, Rücksprachen und Büroarbeit. Ich komme nicht umhin, an dieser Stelle wieder etwas über Corona zu schreiben. Das Gute ist, dass die Lockerungen fortgesetzt werden. Schulen und Kitas werden in größerem Maße geöffnet, die Städte und Gemeinden sind dabei teilweise ihre Freibäder für die Öffnung vorzubereiten. Das Ganze ist in allen Bereichen mit einem großen organisatorischen Aufwand verbunden, denn die Hygieneregeln, die so wichtig sind, müssen eingehalten werden. Gerade was die Abstände angeht, bedeutet das eine detaillierte Planung, um das Infektionsrisiko zu vermindern. Die Zahlen im Landkreis Neunkirchen sind weiterhin rückläufig. Nach Tagen, an denen es keine neuen Fälle gab, gibt es ab und zu auch wieder neue Fälle. Dies sollte uns allerdings nicht in Sicherheit wiegen, denn ein Fall, der nicht erkannt wird und der sich nicht an Regeln hält, kann unser ganzes, jetzt erarbeitetes Sicherheitssystem gefährden.

Leider stelle ich immer mehr fest, dass es viele Bürger gibt, die die Abstandsregeln mehr und mehr vernachlässigen. Ich beobachte das gerade im Außenbereich einiger „Eckkneipen“. Diese Mitbürgerinnen und Mitbürger schätzen die Lage gänzlich falsch ein. Auch hier ist Zivilcourage gefragt, wenn ihnen der eine oder andere zu nah kommen sollte. Die Gefahr ist erst dann gebannt, wenn es einen Impfstoff gibt.

Am Montag fand ein Gespräch zwischen der Gemeinde Illingen und unserer unteren Bauaufsichtsbehörde statt. Hier ist es mir wichtig das, wenn es Redebedarf gibt, man sich schnell vernetzt, um Lösungen zu finden. Das war auch hier der Fall. Anschließend fand ein Gespräch mit der Tourismus und Kulturzentrale in meinem Büro statt. Ein Investor wollte sich über bestimmte Maßnahmen touristischen Bereich erkundigen und sprach bei mir vor. Gemeinsam zeigten wir Möglichkeiten auf, die den Landkreis Neunkirchen weiter touristisch aufwerten würden.

Heute Morgen ging es in einem Gespräch mit dem regional Verantwortlichen unser Regionalmarke Willi Walter um die weitere Vorgehensweise in diesem Projekt, das bis Ende des Jahres über die Bundesmittel Landaufschwung realisiert werden konnte. Herr Walter betreut weiterhin intensiv die Betriebe und bereitet derzeit eine neue Aktion vor. Ziel muss es sein unser Regionalmarke mit ihren engagierten Betrieben weiterhin zu positionieren und damit auch etwas für die regionale Wertschöpfung zu tun.

Es hat sich gerade in der Krise gezeigt, dass es wichtig ist, dass es vor Ort engagierte Unternehmen gibt, auf die wir uns verlassen können. Dies dürfen wir auch nach einer Krise nicht vergessen. Wir alle sollten unser Konsumverhalten hinsichtlich der Regionalität überprüfen, denn nicht unbedingt ist das vermeintlich günstigste Angebot auch das Beste.

In der heutigen Ausgabe hat die Saarbrücker Zeitung meine Stellungnahme zur aktuellen Lage hinsichtlich der Krankenhauslandschaft dargestellt. Meine Statement zu diesem wichtigen Thema finden Sie hier.

Ich wünsche Ihnen ein schönes, sonniges Wochenende. Genießen Sie es!

Ihr Landrat Sören Meng

 

 


05.06.2020: Coronahilfen von Seiten des Bundes

Einweihung der neuen E-Bike Ladestadion auf Finkenrech. Gesponsert wurde die Ladesäule von der VSE
Besuch des Mitglied des Bundestages Markus Uhl im Kreisgesundheitsamt

Hält man sich derzeit im sogenannten öffentlichen Raum auf, könnte man den Verdacht bekommen, dass Normalität eintritt. Aufgrund der zahlreichen Lockerungen in den vergangenen Wochen hat das Leben wieder Fahrt aufgenommen. Natürlich merke ich das dienstlich auch in besonderem Maße, denn seit kurzer Zeit finden auch wieder sogenannter Präsenzsitzungen statt. Eine große Meldung, die gestern durch die Medien ging, ist die Meldung über die umfangreichen finanziellen Hilfen von Seiten des Bundes. Ich hätte mit dieser Fülle an Maßnahmen nicht gerechnet, dass sie neben der Entlastung der Bürger auch die kommunale Seite berücksichtigen.

So wird beispielsweise die Mehrwertsteuer vorübergehend gesenkt, Eltern mit einem 300 € Bonus pro Kind entlastet, Sozialabgaben gewechselt. Das Paket, das die große Koalition in Berlin auf den Weg gebracht hat, enthält 57 Punkte. Es ist ein wichtiges Signal, um die Wirtschaft wieder in Gang zu bekommen und um die Bürger und die öffentlichen Haushalte zu entlasten.

Hoffen wir alle, dass es keine zweite Infektionswelle in größerem Maße geben wird. Die Zahlen im Landkreis Neunkirchen sind durchgehend rückläufig, wir haben Grund zum Aufatmen, allerdings keinen Grund sich nicht an die Hygienemaßnahmen zu halten. Ich werde nicht müde, dies immer und immer wieder zu betonen. Ab kommender Woche werden auch unter besonderen Bedingungen die Kitas flächendeckend öffnen. Es ist angestrebt, dass auch die Schulöffnungen weiter ausgedehnt werden. Das Ganze ist ein dynamischer Prozess, der viel Verantwortungsvermögen von allen Beteiligten verlangt.

Die Arbeitswoche begann für mich am Dienstag nach Pfingsten mit zahlreichen internen Rücksprachen und einer Aushändigung einer Ruhestand Versetzungsurkunde für eine langjährige Beamtin unserer Kreisverwaltung. Es ist für mich immer sehr interessant mich mit langjährigen Bediensteten auszutauschen. Unsere Verwaltung hat sich in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend geändert, auch durch die zunehmende Technisierung und heute Digitalisierung.

Auch fand eine Besprechung mit dem Verantwortlichen im Bereich Katastrophenschutz statt. Auch wenn einzelne Maßnahmen rund um Corona nicht mehr so im Fokus stehen, geht die Arbeit weiter. So ist die Beschaffung von Schutzmaterial, das natürlich auch lagerfähig ist, weiterhin wichtig. Auch das Versorgungszentrum wird weiterhin vorgehalten. Derzeit bereiten wir die Nutzung der angrenzenden Sporthalle für Vereine unter besonderen Voraussetzungen vor. Die große Halle wird noch Monate nicht zu nutzen sein, da ein Rückbau aus meiner Sicht derzeit nicht vertretbar wäre.

Am Dienstagnachmittag besuchte das Mitglied des Bundestages Markus Uhl unser Kreisgesundheitsamt, um sich aus erster Hand ein Bild der Situation vor Ort zu machen. Er kündigte Unterstützungsmaßnahmen Seiten des Bundes für die Landkreise und ihre Gesundheitsämter an. Er dankte bei seinem Besuch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des öffentlichen Gesundheitsdienstes für ihren Einsatz. Vor einigen Wochen besuchte das Mitglied des Bundestages Christian Petry unser mittlerweile geschlossenes Testzentrum in Landsweiler. An dieser Stelle von meiner Seite ein herzliches Dankeschön unseren Bundestagsabgeordneten für das Interesse an der Arbeit der Landkreise.

Am Mittwoch tagte der Krisenstab des Landkreises Neunkirchen in einer Videokonferenz. Hier ging es unter anderem um die zukünftige Ausrichtung unserer Arbeit im Hinblick der Hygieneauflagen in Zeiten von Corona. Im Anschluss war ich im Freizeitzentrum Finkenrech zu Gast, wo wir mit Vertretern der VSE/Energis die neue Ladestation für E Bikes einweihten. Ich freue mich sehr, dass auch der Eppelborner Bürgermeister Dr. Andreas Feld diesen Termin wahrnahm. Wir wollen unseren Landkreis für Radfahrer attraktiver machen. Natürlich ist die Topographie unseres Kreises nicht ohne, aber dank der E-Mobilität sind Steigungen heute kein Thema mehr. Als leidenschaftlicherE-Biker kann ich das bestätigen.

Gestern Morgen tagten am Vormittag die Gremien der WVO. Hier standen unter anderem viele Vergaben auf der Agenda. Am Nachmittag fanden Rücksprachen bezüglich der anstehenden Sitzung des saarländischen Landkreistages statt.

Heute war ich den überwiegenden Teil des Tages in der Landeshauptstadt Saarbrücken. Am Morgen tagte der Vorstand des saarländischen Landkreistages nach vielen Wochen. Unter anderem ging es um die Bewältigung Corona Virus Pandemie, der Umsetzung des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung, den Entwicklungen im Kommunalen Finanzausgleich, um Rahmenverträge im Bereich der Sozialgesetzgebung und um aktuelle Themenstellungen rund um die zahlreichen Aufgaben unserer Landkreise. Am Nachmittag ging es bei einer Besprechung um die digitale Ausstattung unserer Gesundheitsämter.

Sie merken, liebe Blogleserinnen und Blogleser, auch im Landratsblog kehrt wieder ein wenig Normalität ein. Allerdings vermisse ich die offiziellen Kontakte mit Bürgerinnen und Bürger, mit Vereinen und Institutionen. Vor der Pandemie waren viele Jubiläen und Begebenheiten sowie Feste, in meinem Terminkalender verankert. Dies ist leider alles hinfällig geworden. Allerdings versuchen wir, im Rahmen des Vertretbaren, wieder Veranstaltungen des Landkreises anzubieten. So planen wir derzeit ein Musikpicknick im Freizeitzentrum Finkenrech, mehr werde ich in den nächsten Wochen berichten.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende, bleiben Sie gesund.

Ihr Landrat Sören Meng


29.05.2020: Regelbedarf, Gastronomie und Stoffmasken

Die Jury des Architektenwettbewerbs bewertete die unterschiedlichen Bebauungsvorschläge
Gemeinsame Aktion zwischen Dehoga und Kreis zur Unterstützung der lokalen Gastronomen
Landrat Meng besuchte die Pfadfinderschaft Sankt Georg in Neunkirchen, um ihnen persönlich seinen Dank auszusprechen. Ein 15 köpfiges Team hat über 5.300 Masken selbst genäht und gespendet

Auch diese Woche war gewohnt abwechslungsreich und ist immer noch geprägt von Regelungen rund um Corona. Die Schulen haben ihre Angebote weiter ausgeweitet, immer mehr Klassen können zumindest tageweise wieder am Unterricht teilnehmen. Das verlangt allen Beteiligten viel ab. Es gibt einen großen Regelungsbedarf, Abstandsgebote und Hygienemaßnahmen, die wir als Schulträger mit begleiten. Heute Morgen tauschte ich mich mit dem Schulleiter der Ganztagsgemeinschaftsschule Neunkirchen Clemens Wilhelm aus, der mir berichtete, dass der Schulbetrieb sehr geordnet verläuft. Die ganze Schulgemeinschaft ist sensibilisiert und hält sich an die Vorgaben. Dies ist auch in Zukunft unbedingt notwendig, wenn wir eine zweite Welle verhindern wollen. Ich beobachte leider, dass nicht alle Menschen einsichtig sind. Ich möchte mich an dieser Stelle nicht über die abstrusen Verschwörungstheorien äußern, aber es erschreckt mich, wie manche Menschen die Maßnahmen, die aus meiner Sicht notwendig waren und zum Erfolg geführt haben, immer noch infrage stellen. Auch ich besuche wieder gastronomische Einrichtungen und finde es bewundernswert, wie gut sich die Teams auf die neue, herausfordernde Situation eingestellt haben. Leider beobachte ich auch Gäste, die das ganze auf die leichte Schulter nehmen, und Hygienemaßnahmen sogar belächeln. Das bringt verantwortungsbewusste Gastronomen in schwierige Situationen. Diese Eindrücke haben mich dazu veranlasst, den Gastronomen im Landkreis einen kleinen Service anzubieten. Der Deutsche Hotel und Gaststättenverband, besser bekannt als DEHOGA hat tolles Infomaterial im Internet veröffentlicht. Darunter sind auch Plakate, die die wichtigsten Hygienemaßnahmen auf den Punkt darstellen. Mit Erlaubnis der DEHOGA haben wir das Plakat regionalisiert und stellen es in guter Druckqualität der Gastronomie kostenfrei zur Verfügung. So erfahren die Gäste auf einen Blick, wie man sich sicher verhält und sich und andere nicht gefährdet. Die Präsidentin der DEHOGA Gudrun Pink freute sich über die Initiative: „Auch wenn die Gaststätten unter strengen Auflagen wieder bewirten und Hotels nach und nach Touristen beherbergen dürfen, ist die wirtschaftliche Situation der Betriebe weiterhin katastrophal. Wir müssen um unsere Gäste werben und zeigen, dass man, wenn man entsprechende Regeln einhält, weiterhin auf die Gastfreundschaft der Gastronomie setzen kann“, so die Präsidentin. Unter 06824/9061246 und unter info@landkreis-neunkirchen.de können die DIN A2 Plakate kostenfrei bestellt werden. Auch im Internet, auf unserer Website, ist das Plakat abrufbar. Die Aktion präsentierte ich gemeinsam mit der Dehoga-Präsidentin Gudrun Pink, mit Carsten Hör (Regionalpartner DEHOGA)und dem Wirte Ehepaar Brigitte und Hans Stolz vom Neunkircher Lokal „Zum Landsknecht“.

 

Am Dienstag fand für mich ein ganz besonderer Termin statt. Der Architektenwettbewerb für unser neues Schulzentrum am Standort der Gemeinschaftsschule Stadtmitte Neunkirchen wurde durchgeführt. Das Preisgericht unter der Leitung von Professorin  Andrea Wandel, weiteren Architekten, Vertretern des Kreistages und mir tagte den ganzen Tag, um sich intensiv mit den ausgearbeiteten Plänen zu befassen. Schlussendlich konnten verschiedene Preise vergeben werden. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, da im kommenden Monat eine offizielle Bekanntgabe der Ergebnisse geplant ist. Die Lösungen für den Standort sind sehr innovativ und werten architektonisch die Stadtmitte Neunkirchen auf. So könne der Landkreis mit einem möglichen Schulneubau auch städtebaulich einen Beitrag in der Kreisstadt leisten. In den kommenden Monaten werden die Planungen fortgesetzt. Voraussetzung für die Umsetzung ist die Finanzierung, bei der wir auf Zuschüsse angewiesen sind. Ich werde an dieser Stelle weiter berichten.

Herzlichen Dank dem Leiter des Bauamtes und seinem Team Thorsten Mischo für die aufwändigen Vorbereitungen. Ein Architektenwettbewerb durchzuführen ist für ein Landkreis etwas Besonderes. Der letzte Architektenwettbewerb wurde im Zuge des Neubaus des Dienstgebäudes sieben in Neunkirchen, der Zulassungsstelle und des Jugendamtes, im Jahr 2002 durchgeführt. Damals begleitete ich dieses Procedere als Leiter der Öffentlichkeitsarbeit.

 

Am Mittwoch fanden zahlreiche Besprechungen per Video und Telefon zu unterschiedlichsten Themen statt. Am Nachmittag besuchte ich gemeinsam mit der SPD-Kreistagsfraktion das Technisch-gewerbliche Berufsbildungszentrum, um über den Baufortschritt zu informieren. Es ist zurzeit die größte Baustelle in der Zuständigkeit des Kreises. Es wird noch eine Zeit dauern, bis wir die kern sanierte Schule wieder ihrer Bestimmung übergeben können. Danke allen, die dieses Projekt begleiten und möglich machen. Der Kreistag hat die Arbeiten und die Finanzierung konstruktiv unterstützt. Ein besonderes Dankeschön geht an die Schulgemeinschaft unter der Leitung von Schulleiter Bernd Hussong. Der Umbau ist mit vielen Einschränkungen des Schulbetriebes verbunden. Dies erfordert Geduld und Organisationstalent, danke für dieses Engagement.

 

Um Tourismusthemen ging es gestern in einem Gespräch zwischen dem Oberbürgermeister der Kreisstadt Neunkirchen Jörg Aumann und den Verantwortlichen unserer Tourismus und Kulturzentrale. Der Oberbürgermeister wollte sich aus erster Hand über verschiedene Themen rund um den Tourismus im Landkreis informieren. Die Kreisstadt mit ihren Einrichtungen und Aktivitäten ist wichtiger Bestandteil unseres Tourismuskonzeptes. Daher finde ich es wichtig, dass ein regelmäßiger Austausch stattfindet. Dieser Austausch findet seit vielen Jahren auf der Arbeitsebene mit den Vertretern der Gemeinden statt.

 

Heute Morgen bereitete ich gemeinsam mit dem Geschäftsführer unserer Wasserversorgung Ost-Saar GmbH Stefan Kunz die in der kommenden Woche anstehenden Gremiensitzungen vor. Soeben besuchte ich die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg in Neunkirchen. Sie haben für viele Bürgerinnen und Bürger und Institutionen in den letzten Wochen über 5000 Stoffmasken genäht. Ich nutzte den Besuch um mich herzlich für dieses großartige Engagement zu bedanken. Es hat sich wieder gezeigt, dass unsere Gesellschaft ohne ehrenamtliches Engagement nicht funktionieren könnte. Viele haben in der Coronakrise einen großen Beitrag für ihre Mitmenschen geleistet. Danke allen die dies getan haben und noch immer tun.

 

Ich wünsche Ihnen schöne, erholsame Pfingsten!

Ihr Landrat Sören Meng


22.05.2020: Sonnige Woche

Besichtung der SPD-Kreistagsfraktion im Versorgungszentrum

Seit dieser Woche gelten weitere Lockerungsmaßnahmen, die allgegenwärtig sind.

Nach zahlreichen Wochen ist es den gastronomischen Betrieben erlaubt wieder zu öffnen. Es müssen allerdings hygienische Maßnahmen, Abstandsregeln und Sitzplatzbeschränkungen eingehalten werden. Dennoch ist es gerade für diese Betriebe wichtig, dass sie öffnen können. Ich freue mich sehr, dass auch die Gastronomie im Freizeitzentrum Finkenrech wieder offen ist. Am 1. März fand noch eine Eröffnungsfeier anlässlich der Neueröffnung statt. Die folgende Woche war schon sehr vielversprechend, zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nahmen das attraktive gastronomische Angebot wahr. Dann kam Corona und die Gastronomie mit der angrenzenden Hotellerie stand still.

In der kommenden Woche werden unsere Schulen ihren Betrieb verstärkt aufnehmen. Bisher hat die Öffnung der Schulen unter bestimmten Bedingungen hervorragend geklappt. Alle haben sich an die Vorgaben gehalten, auch wir als Schulträger haben hierzu unseren Beitrag geleistet. Ich bin sehr zuversichtlich, dass auch die Ausweitung des Angebotes nächste Woche funktionieren wird. So wird Schritt für Schritt ein Stück mehr Normalität geschaffen.

Auch wenn ich es an dieser Stelle schon oft erwähnte. Bleiben wir weiterhin vorsichtig, halten wir Abstand und befolgen die wichtigen Hygienemaßnahmen! Nur dann können wir sicher sein, dass wir von einer zweiten Phase der Pandemie verschont bleiben.

Im Zuge der Schulöffnungen werde ich auch häufig auf die Öffnung der Sporthallen angesprochen. Ich kann hier das Anliegen der Vereine nachvollziehen, allerdings im Zuge des Infektionsschutzes müssen wir auch hier vorsichtig sein. Laut der gültigen Verordnung ist Mannschaftssport noch nicht möglich. Seien Sie versichert, dass, wenn es vertretbar ist, auch wir Sportstätten öffnen werden.

Geschlossen bleibt allerdings die große Halle in der Ottweiler Seminarstraße. Dort wurde unser Versorgungszentrum eingerichtet. Es gibt derzeit keine Anhaltspunkte dafür, dieses Zentrum vorschnell abzubauen. Der Aufbau hat viele Wochen intensiven Organisationaufwandes gekostet. So etwas kann ich künftig nicht von heute auf morgen stemmen. Hier haben viele Kräfte gut koordiniert miteinander gearbeitet. Aus meiner Sicht kann das Versorgungszentrum erst dann aufgelöst werden, wenn die Gefahr gebannt ist und es einen Impfstoff gibt. Deshalb bitte ich an dieser Stelle um Geduld, unserer Gesundheit zuliebe. Unsere Bau- und Schulverwaltung ist jedoch dabei eine alternative für den Schul- und Vereinssport in Ottweiler zu finden.

In dieser Woche fanden erneut zahlreiche Telefon- und Videokonferenzen statt. Am Dienstagnachmittag besuchte die SPD Kreistagsfraktion das Versorgungszentrum, um detailliert mehr über einen möglichen Einsatz zu erfahren. Am Mittwoch fand die Verbandsversammlung des Zweckverbandes eGo Saar statt. Dieser Zweckverband kümmert sich seit mehr als einem Jahrzehnt um die einheitliche Umsetzung von E-Goverment-Lösungen für die kommunalen Gebietskörperschaften. Alle saarländischen Städte, Gemeinden, Landkreise und kommunalen Spitzenverbände sind Mitglied dieses Verbandes. Der Zweckverband ist Ansprechpartner für Landesregierung bei gemeinsamen E-Goverment-Projekten und gewährleistet dadurch die Verwaltungsebenen übergreifende Zusammenarbeit im Saarland. Der Ego Saar bietet seinen Mitgliedern Basisinfrastrukturen, Netzdienste und Rechenleistungen zur nachhaltigen Verwaltungsmodernisierung an. Die Verbandsvorsitzende ist meine Kollegin Daniela Schlegel-Friedrich, Landrätin des Landkreises Merzig-Wadern, ihr Stellvertreter ist Sebastian Greiber, der Bürgermeister der Gemeinde Wadgassen.

Gerade die letzten Wochen und Monate haben uns vor Augen geführt, wie wichtig die technische Infrastruktur der saarländischen Verwaltungen ist. Grundsätzlich sind wir gut aufgestellt, aber es gibt noch Luft nach oben. Daher wird dem Zweckverband künftig eine noch größere Rolle zukommen, denn die Bedarfe sind groß. Das wurde auch bei den Wortbeiträgen im Rahmen der Versammlung deutlich. IT ist längst das Handwerkszeug der kommunalen Familie geworden.

Hier ein entsprechender Artikel der Saarbrücker Zeitung:

www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/landespolitik/saar-kommunen-wollen-ihre-it-gemeinsam-auf-vordermann-bringen_aid-51231507

 Gleiches gilt natürlich auch für die digitale Infrastruktur an unseren Schulen. Hier sind wir als Schulträger besonders gefordert und haben bereits viele Maßnahmen, auch dank des Digitalpaktes, ergriffen.

Am Feiertag Christi Himmelfahrt fand im Landkreis der Auftakt für eine besondere Veranstaltungsreihe statt. Noch bis Sonntag können am Erlebnisort Reden gute Musik und tolle Kinofilme in besonderer Atmosphäre erlebt werden. Unsere Tourismus- und Kulturzentrale hat gemeinsam mit Sponsoren ein besonderes Autokino Event organisiert. Nutzen Sie dieses besondere Angebot, es lohnt sich!

www.autokino-landsweiler.de

Am heutigen Freitag habe ich mir eine Auszeit gegönnt und genieße den sogenannten Brückentag. Das Wetter meint es diese Woche besonders gut mit uns. Das gibt ein gutes Gefühl und lässt Kraft tanken.

Ich wünsche Ihnen ein schönes, sonniges und vor allen Dingen erholsames Wochenende.

Ihr Landrat Sören Meng


15.05.2020 Abwechslungsreiche Arbeitswoche

Die Pandemie bestimmte wochenlang den Arbeitsalltag, mittlerweile kehrt langsam wieder Normalität ein - eine "neue" Normalität mit Maske und Sicherheitsabstand
Besichtigung des Versorgungszentrums mit der Neunkircher Bürgermeisterin Lisa Hensler und dem Beigeordneten Thomas Hans
Bei der Besichtigung des Versorgungszentrums stellten Landrat Sören Meng und Alexander Koch das Konzept vor
Kreistagssitzung mit Masken und Abstand

Die vergangenen Tage standen im Zeichen der relativen Normalität. Über Wochen hinweg habe ich hier über die Auswirkungen und den Umgang des Landkreises rund um die Verbreitung des Corona Virus geschrieben. Wir sind noch weit davon entfernt Entwarnung zu geben. Noch immer läuft unsere Verwaltung im sogenannten Sicherheitsmodus, d. h., dass man, wenn man Anliegen an unsere Verwaltung hat, über einen Termin Zugang erhält. Auch viele Gremiensitzungen finden per Videokonferenz oder Telefonkonferenz statt. In manchen Bereichen ist eine gewisse Routine im Umgang mit den täglichen Herausforderungen zu verzeichnen. Auch deshalb tagt der Krisenstab der Landkreisverwaltung nicht mehr täglich. Die teilweise Öffnung der Schulen verläuft störungsfrei, hier informiere ich mich regelmäßig bei meinem Team der Schulverwaltung. Die Landesregierung plant derzeit weitere Lockerungen, die wir natürlich als Schulträger umsetzen werden. Allerdings ist dies mit einem hohen Aufwand verbunden, da die Beschulung unter Abstandsgeboten und Hygienemaßnahmen vollzogen wird.

Am Montag war ich in unterschiedlichen Telefon- und Videokonferenzen vertreten. So stand am Morgen ein Austausch mit dem saarländischen Innenministerium und dem Landkreistag Saarland auf der Agenda. Im Anschluss fand die Beiratssitzung zur Armutsbekämpfung statt. Unter der Leitung unserer Sozialministerin Monika Bachmann wurde ein Armutsbericht mit Handlungsempfehlungen erarbeitet. Dieser soll in Kürze offiziell vorgestellt werden. Am Nachmittag fand die Vorstandssitzung der saarländischen Psychiatrie Stiftung, dessen Mitglied ich bin, statt. Derzeit planen wir eine Ausstellung in den Räumlichkeiten des saarländischen Landtags zum Thema Psychiatrie im Saarland. Auch die einzelnen Landkreise sollen mit Beiträgen vertreten sein. Derzeit sind wir dabei das Ausstellungskonzept zu bearbeiten, das ich dann meinen Kolleginnen und Kollegen vorstellen werde. Die saarländische Psychiatriestiftung wurde von Professor Wolfgang Werner gegründet, der selbst noch sehr aktiv ist. Der Abschluss meines Arbeitstages stellte den Besuch bei der SPD Kreistagsfraktion dar.

Am Dienstagmorgen fanden unterschiedliche Personalgespräche statt. Anschließend traf ich mich mit den Verantwortlichen unserer Tourismus-und Kulturzentrale zum Austausch. Derzeit haben Christian Rau und sein Team alle Hände voll zu tun das Autokino Event am Erlebnisort Reden vorzubereiten. Da aufgrund der gültigen Corona-Verordnung Konzerte und Ähnliches ausgeschlossen sind, stellen Autokino eine willkommene und sichere Abwechslung für die Bürgerinnen und Bürger dar. Gemeinsam mit zahlreichen Partnern wurde saarlandweit eine Veranstaltungsreihe konzipiert, die attraktive Kinofilme und ein zusätzliches Konzertprogramm vereinen. Es freut mich sehr, dass es gelungen ist, unsere beiden Kinos im Landkreis als Mitveranstalter zu gewinnen, da den Betreibern schon seit Monaten die Einnahmen fehlen. Natürlich werde ich mit meiner Familie auch das Angebot wahrnehmen. Ich freue mich schon darauf. Sollte ich sie jetzt neugierig gemacht haben, war dies beabsichtigt. Mehr Infos zu diesem Event gibt es unter: www.autokino-landsweiler.de

Am Nachmittag fand eine Besprechung mit dem Oberbürgermeister, der Bürgermeisterin und den Kreisbürgermeistern im Schlosstheater Ottweiler statt. Der Ottweiler Bürgermeister Holger Schäfer hatte uns den großen Saal zur Verfügung gestellt, da wir dort die Abstände und Hygienemaßnahmen perfekt einhalten konnten. Es gab viel zu besprechen. So ging es unter anderem um das Angebot an Kinderbetreuungsplätzen, Möglichkeiten in der kommunalen Zusammenarbeit und natürlich den Auswirkungen der Corona Krise. Es war schön für mich die Runde einmal wieder persönlich zu treffen, denn wir hatten in den letzten Wochen und Monaten immer nur miteinander telefoniert.

Am Mittwoch gab es jede Menge interne Besprechungen. In Form einer Telefonkonferenz bereitete ich die anstehende Verbandsversammlung des Zweckverbandes Personennahverkehr Saarland mit dem Geschäftsführer Achim Jesel und meinem Mitarbeiter Matthias Schmidt vor. Die Corona Krise stellt auch den ÖPNV vor große wirtschaftliche Herausforderungen. Noch vor wenigen Wochen hatte ich über die Reform des ÖPNV im Saarland geschrieben. Dies ist natürlich nicht auf Eis gelegt, wird allerdings zurzeit von anderen Herausforderungen dominiert. Am Freitag werden wir in der Verbandsversammlung über die nächsten Schritte beraten. Ebenso tagte unser Krisenstab. Hier besprachen wir aktuelle Herausforderungen wie die weitere Öffnung der Schulen, die Schließung des Testzentrums in Landsweiler-Reden und vieles mehr. Am Nachmittag tauschte ich mich mit unserer Gleichstellungsbeauftragten Heike Neurohr-Kleer aus. Trotz Coronakrise hat sie einige Projekte auf der Agenda.

Gestern Morgen besuchten die Neunkirchen Bürgermeisterin Lisa Hensler und der Beigeordnete Thomas Hans unser Versorgungszentrum. Sie zeigten sich von der Ausstattung und der Konzeption des Zentrums sehr beeindruckt. Wir hoffen alle, dass wir dieses Zentrum nicht brauchen. Auch in dieser Woche gingen die Zahlen zurück, was uns dazu veranlasst hat das Testzentrum in  Reden mit dem heutigen Tag zu schließen. Das Testzentrum in Saarbrücken sowie die Coronapraxen in den einzelnen Landkreisen, bei uns in Eppelborn, bleiben bestehen. Sollten die Infektionszahlen wieder nach oben schnellen, ist es kein Problem sehr zügig darauf zu reagieren, um dann gemeinsam mit der kassenärztlichen Vereinigung erneut ein Testzentrum einzurichten. Aus aktuellem Anlass an dieser Stelle noch ein Hinweis: ich habe immer wieder in öffentlichen Aufrufen sensibilisiert die Hygienemaßnahmen einzuhalten, um Ansteckungen zu verhindern. Seit gestern weiß ich, dass es einen aktuellen Corona Fall in einem Kindergarten im Landkreis gibt. Alle erforderlichen Maßnahmen wurden getroffen. Was dieser Fall allerdings zeigt ist die Tatsache, dass die Infektionszahlen bei einer Corona-Erkrankung sehr schnell steigen können. Keiner von uns sollte sich in Sicherheit wiegen, es liegt an uns, sich zu schützen und damit seinen Beitrag zu leisten, dass es keine weiteren Infektionen mehr gibt. Wir haben es in der Hand.

Neben weiteren Telefonkonferenzen zu unterschiedlichen Themen, unter anderem zur Regionalmarke, tagte gestern in einer Präsenzsitzung in Neunkirchen der Kreistag. Ich danke an dieser Stelle meinem Team des Hauptamtes, das dafür gesorgt hat, dass sie Sitzung coronakonform durchgeführt werden konnte. Es gab eine große Tagesordnung zu bestreiten. So ging es unter anderem um Zuschüsse im sozialen Bereich, der Verlängerung der Kooperationsvereinbarung zur Durchführung des Projektes „lückenlose Betreuung“, einem Zuschuss zum Projekt „Wiesel“, dass Kinder und Jugendliche aus suchtbelasteten Familien unterstützt sowie einem Zuschuss zum Straffälligenprojekt „Tat und Rat“. Darüber hinaus standen im öffentlichen Teil zahlreiche Vergaben im Baubereich an. An dieser Stelle ein dickes Lob an mein Team des Bauamtes, das in dieser Zeit kontinuierlich die Bauarbeiten begleitet und dafür sorgt, dass es keine wesentlichen Verzögerungen bisher gab. Wir haben dafür gesorgt, dass die Firmen, die oft auch aus unserer Region stammen, ihre Aufträge abarbeiten konnten und so von unserer Seite keine finanziellen Einbußen zu befürchten hatten. Die beiden Kreistagsfraktionen CDU und SPD stellten Anträge zu den Themen Digitalisierung der Gremienarbeit sowie eine Digitalisierung Offensive für Schülerinnen und Schüler, denn die vergangenen Wochen und Monate zeigten, wie wichtig die digitale Anbindung ist.

Heute Morgen findet in den Räumlichkeiten des Wirtschaftsministeriums unter Einhaltung der Hygieneauflagen die ZPS-Verbandsversammlung statt.

Liebe Leserinnen und Leser, Sie haben beim Lesen sicherlich gemerkt, dass der Alltag in meinem Landratsleben ein wenig zurückkommt, die Normalität allerdings noch weit entfernt ist. Wie gestern in einer Telefonkonferenz angekündigt, werden am 25. Mai die Schulen weiter geöffnet werden. Dies geht allerdings nur, wenn die hygienischen Maßnahmen wie vorgegeben umgesetzt werden können. Das bedeutet für uns als Schulträger, aber auch für das pädagogische Personal große Anstrengungen. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch das hinbekommen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Ihr Landrat Sören


08.05.2020: Scheinbarer Schritt in die Normalität

Pressekonferenz zur Vorstellung des Versorgungszentrums
Landrat Meng im Interview zur Fertigstellung des Versorgungszentrums
Schulleiter Mark Hubertus (m.) und sein Stellvertreter (l.) Tobias Wagner stellten Landrat Sören Meng die Hygienevorkehrungen der Schule vor.
Besuch des Bundesminister Spahn im Annaheim in Wiebelskirchen

Weitere Lockerungen in der Corona Krise wurden Anfang der Woche umgesetzt. Auch unsere Schulen haben ihren Dienst wieder aufgenommen. Der Fahrplan der öffentlichen Verkehrsmittel ist wieder im Normalbetrieb. Heute wurde beschlossen, dass ab dem 18. Mai wieder die Hotel- und Gastronomiebetriebe öffnen dürfen.

Auf den ersten Blick scheint sich alles wieder auf die Vor- Corona- Zeit zurückzudrehen. Das ist allerdings nicht der Fall. Noch immer sind große Teile der Schüler zu Hause, die Kitas werden auch noch nicht geöffnet. Dies stellt viele Eltern vor eine Herausforderung. Die Infektionszahlen im Landkreis Neunkirchen und darüber hinaus sind deutlich rückläufig. Das ist das Ergebnis konsequenten Handelns und auch unserer entschlossenen Landesregierung. Die vergangenen Wochen werden große wirtschaftliche Schäden hinterlassen, aber das Wohl und die Gesundheit der Menschen standen bei allen Entscheidungen an erster Stelle. Solche Entscheidungen hat es global seit Kriegsende vor 75 Jahren wohl nicht mehr gegeben. Wir können stolz sein, auf das, was sich hier in letzten Wochen organisatorisch ereignet hat. Und das wichtigste: die Bürgerinnen und Bürger haben sich an die Vorgaben halten, auch wenn es gravierende Einschnitte in das bisher individuell gelebte Leben waren. Daher sind die Lockerungen, die wir gerade erleben, notwendig. Allerdings warne ich vor einer Sorglosigkeit. Hygieneregeln, das Einhalten von Abständen und das Tragen von Masken beim Erledigen der Dinge des Lebens außerhalb der eigenen vier Wände, werden das Ausbreiten des Virus weiter minimieren. Erst, wenn ein Impfstoff gefunden wurde und wir alle geimpft sind, ist die schwierige Lage zu Ende. Vorher nicht.

 

Am Mittwoch stellte ich gemeinsam mit dem Land und dem Diakonischen Klinikum Neunkirchen das eingerichtete Versorgungszentrum in der Seminarsporthalle vor. Auch um öffentlich klarzustellen: es ist derzeit nicht davon auszugehen, dass wir das Versorgungszentrum in Betrieb setzen, da die Kapazitäten in den Krankenhäusern ausreichen. Nur ein leichtsinniges Verhalten der Bürgerinnen und Bürger könnte diesen Zustand verändern. Daher werden wir das Versorgungszentrum erst dann auflösen und zurückbauen, wenn die Gefahr grundsätzlich gebannt ist.

Hier noch einige Infos zum Versorgungszentrum:

Die Planungshoheit des Zentrums oblag dem Landkreis Neunkirchen in Zusammenarbeit mit dem Diakonie Klinikum Neunkirchen. In enger Abstimmung hatten die Kreisverwaltung und das Krankenhaus als medizinischer Träger ein Konzept erstellt. Der Kreis war zuständig für die Schaffung der infrastrukturellen Voraussetzungen und erhielt hier Unterstützung von Einheiten des Katastrophenschutzes.

Rund 80 Ehrenamtliche aus Feuerwehr, THW, DRK, Notfallseelsorge sowie Verbindungsoffiziere der Bundeswehr haben in fünf Wochen das Versorgungszentrum geplant und aufgebaut. Während das THW mit großem technischen Knowhow die Arbeiten vor Ort erledigte, haben die übrigen Hilfskräfte im operativ-taktischen Stab die Planung und Beschaffung des benötigten Materials übernommen. Von Pflegebetten, über Sichtschutzwänden, Nachttische bis hin zur Verlegung von Stromkabeln und hygienegerechter Auskleidung der Sporthallen musste an vieles gedacht werden.

„Das Versorgungszentrum in Ottweiler stellt eine präventive Maßnahme zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung dar. Sollten die Krankenhauskapazitäten im Laufe der Pandemie erschöpft sein, können wir mit dem Versorgungszentrum eine weitere medizinische Betreuung garantieren“, erläuterte beim Termin Bernd Schnabel vom Sozialministerium.

Sollte diese Notwendigkeit eintreten, könnten wir binnen fünf Wochen mit dem Versorgungszentrum in Betrieb gehen. Insbesondere die Einrichtung einer medizinischen Sauerstoffversorgung beansprucht Zeit. Die Pläne für diese zweite Phase hat unser Team vom taktisch-operativen Stab gemeinsam mit dem Diakonie Klinikum erarbeitet, entsprechende Angebote wurden eingeholt.

Es war uns wichtig, auch in den Rahmenbedingungen einer Sporthalle eine sichere und unter natürlich schwierigen Umständen, medizinisch adäquate Patientenversorgung zu planen. So war uns z. B. wichtig, die Halle für die zu erwartend überwiegend geriatrischen Patienten mit regulären Pflegebetten auszustatten, um ein Wundliegen zu verhindern und auch die Atemfunktion durch eine halbsitzende Lagerung zu unterstützen. Weiterhin haben wir auch Sitzmöglichkeiten vorgesehen, um mobileren Patienten auch etwas mehr Selbständigkeit und Normalität zu ermöglichen, andererseits aber auch adäquate Möglichkeiten einer Notfallversorgung. „Um die geplanten max. 120 Personen auch mit geringer Personaldecke sicher überwachen zu können, haben wir uns bewusst gegen den fixen Aufbau von Einzelkabinen entschieden und setzen stattdessen auf flexible, mobile Trennwände zur Wahrung der Privatsphäre unserer Patienten“ führte Leo Schwarzkopf, Geschäftsführer des Diakonie Klinikums Neunkirchen gGmbH aus.

Von der Abfallentsorgung im laufenden Betrieb, über die Lagerung von Arzneimitteln, bis hin zu Brandschutzmaßnahmen- das Konzept berücksichtigt alle Notwendigkeiten. „Insbesondere die Installation einer Brandmeldeanlage sowie die Vorarbeiten für eine Sauerstoffversorgung waren eine Herausforderung“, erläuterte Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack, der den operativ-taktischen Stab leitete.

„Die Kapazität des Versorgungszentrums Ottweiler liegt bei 120 Betten und kann im Bedarfsfall um 30 Bettkapazitäten erweitert werden“, so Alexander Koch, der die organisatorische Leitung von Seiten der Kreisverwaltung innehatte. Der Landkreis hat 120 Betten inklusive Matratzen und Bettlaken angeschafft und erhielt weitere Pflegebetten als Spende von Bürgerinnen und Bürgern. An dieser Stelle möchten wir uns  bei den Spendengebern bedanken. Daneben wurden die sanitären Anlagen um Dusch- sowie WC-Anlagen in Containerform ergänzt. Um die Containerlösung barrierefrei an das Sportzentrum zu integrieren, waren zuvor Aushubarbeiten erforderlich. Ebenso waren viele Kleinarbeiten im Bereich der Wegeführung erforderlich, um das Zentrum in einen „schwarz-weiß“ Bereich zu trennen. Hier konnte der Landkreis auf die Expertise seiner Baufachleute  setzen. Auch mussten Stromleitungen verlegt werden und Vorbereitungsarbeiten für eine mögliche Sauerstoffversorgung der Patienten getroffen werden. Ebenso wurden die beiden Sporthallen komplett mit Folie ausgekleidet, um die Hygienestandards während des Versorgungsbetriebes aber auch für die Zeit danach sicherzustellen. Da der Boden der Sporthalle erst kürzlich neu installiert wurde, wurde ein Schutzboden verlegt. 120 Betten mussten transportiert sowie aufgebaut werden. Sichtschutzwände mussten gebaut und installiert werden. „Diese aufwendigen Arbeiten wurden von rund 70 Helferinnen und Helfern des THW der Ortsverbände Illingen, Neunkirchen, Spiesen-Elversberg und Heusweiler ausgeführt. Unsere Hilfsorganisationen waren täglich im Einsatz und haben Beachtliches geleistet. Hier möchte ich meinen besonderen Dank aussprechen, ohne diese Unterstützung, wäre dies nicht möglich gewesen. Mein Dank gilt an dieser Stelle auch den saarländischen Unternehmen, die uns hier mit Materialspenden unterstützt haben. Die Einrichtung des Versorgungszentrums in der Phase 1 hat rund 218.000 Euro gekostet. In Phase 2 kämen weitere Kosten in Höhe von rund 480.000 Euro hinzu. Hier liegt eine Kostenzusage des Landes vor.

Ich erlebte in den vergangenen Tagen ein wenig mehr Alltag, als in den letzten Wochen. Am Montag und Donnerstag fanden die Vorstellungsgespräche für die Azubis und den Anwärter-(innen) für den gehobenen Verwaltungsdienst statt. Natürlich wurden alle Hygienemaßnahmen befolgt, die Bewerber saßen hinter einer Plexiglasscheibe, das Gespräch wurde per Video in einen größeren Raum übertragen. Mir war es wichtig, dass wir in den letzten Wochen unsere Vorstellungsgespräche konsequent durchgeführt haben, denn der Personalbedarf ist hoch und durch den im Dezember beschlossenen Stellenplan dokumentiert. Danke an dieser Stelle an die Mitglieder des Kreistages und meinem Team der Kreisverwaltung für die Unterstützung.

 

 

Am Dienstag fanden Aufsichtsratssitzungen der VSE statt. Dieser Sitzungsmarathon wurde per Videokonferenz durchgeführt – auch ein Novum in der VSE-Geschichte. Die VSE ist seit über 100 Jahren mit dem Saarland eng verwurzelt. An dem Unternehmen mit Sitz in Saarbrücken sind die innogy, das Saarland, Landkreise sowie Städte und Gemeinden beteiligt. Die VSE ist führender Infrastruktur- und Energiedienstleister, auch im Bereich nachhaltiger Entwicklung ist die VSE engagiert und unterstützt den Aufbau der erneuerbaren Energien.

Am Nachmittag tagte dann der Kreditausschuss der Sparkasse. Als Verwaltungsratsvorsitzender leite ich diese Sitzung, die ebenfalls per Telefon geführt wurde. Am Abend tauschte ich mich, gemeinsam mit der Kollegin/den Kollegen Landrätin/Landräten mit Ministerpräsident Tobias Hans aus. Wir erfuhren aus erster Hand die geplanten Maßnahmen zur Lockerung.

Ich möchte an dieser Stelle das besonnene Handeln unserer Landesregierung loben. Gemeinsam mit den Kreisen, den Städten und Gemeinden hat auch das Land die Maßnahmen transparent und mit großer Verantwortung vollzogen. Die sinkenden Infektionszahlen rechtfertigen die Lockerungen. Allerdings, das möchte ich an dieser Stelle betonen, ärgert es mich, wie leichtfertig manche Bürger die Ausgangsbeschränkungen bewerten. Es war sinnvoll, dass wir uns an die strengen Ausgangsbeschränkungen gehalten haben, denn so konnten wir unsere Gesundheit schützen. Jetzt ist die Lage eine andere, allerdings wäre es falsch, jetzt schon zur Normalität überzugehen. Wenn wir uns nicht schützen und leichtsinnig werden, drohen erneut Ausgangsbeschränkungen.

 

Am Mittwoch tauschte ich mich mit dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Klaus Häusler aus. Auch unsere WFG ist in der Krise ein gefragter und kompetenter Ansprechpartner. Es gibt von Seiten der Unternehmen viele Fragen zu den Unterstützungsprogrammen des Landes und des Bundes. Nicht wenigen Unternehmen wurde durch Corona ihre Grundlage entzogen. Da ist es besonders wichtig, dass sie unverzüglich beraten werden. Danke an dieser Stelle dem engagierten Team der WFG.

Nachmittags leitete ich als Aufsichtsratsvorsitzender die Sitzung unserer Beschäftigungsgesellschaft AQA. Der neue Geschäftsführer Stefan Gerber gab den Mitgliedern via Telefon einen Überblick über die aktuelle Lage der Gesellschaft. Leider dürfen aufgrund der Verordnungen bestimmte Maßnahmen nicht stattfinden, was natürlich finanzielle Mindereinnahmen für unsere Gesellschaft bedeuten. Neben dem monetären Aspekt ist es aber auch ein sozialer Verlust für die Maßnahmeteilnehmerinnen und Maßnahmeteilnehmer, denn die Maßnahmen strukturieren den Tag und stellen eine sinnvolle Beschäftigung dar. Ich hoffe, dass es auch in diesem Bereich Lockerungen geben wird. Andere Maßnahmen finden allerdings unter Einhaltung aller Hygieneregeln statt.

 

Heute Morgen tagte der Akademieausschuss des Sparkassenverbandes Saarland, dessen Mitglied ich bin, auch per Videokonferenz. Die Akademie der Sparkassen-Finanzgruppe ist die gemeinsame Bildungsstätte und damit das Kompetenzcenter für Personalentwicklung der Sparkassen-Finanzgruppe Saar. Die Akademie versteht sich als kundenorientiertes Dienstleistungszentrum. Sie bietet den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der saarländischen Sparkassen, der SaarLB, LBS und SAARLAND Versicherungen das gesamte Spektrum zeitgemäßer Bildungs- und Personalentwicklungsmaßnahmen an. Als Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse Neunkirchen, aber auch als Verantwortlicher der Kreisverwaltung interessieren mich die Themen dieses Ausschusses besonders.

Heute Nachmittag kamen der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gemeinsam mit Ministerpräsident Tobias Hans und Ministerin Monika Bachmann unseren Landkreis, um ein Pflegeheim zu besuchen. Das Annaheim in Wiebelskirchen kenne ich besonders gut, hier informierte sich der Minister über die Hygienemaßnahmen und die Erfahrungen des Personals und der Bewohner in der Krise. Aus Infektionsgründen fand der Besuch im Außenbereich statt, auch um die Bewohner/-innen nicht zu gefährden. Ich nahm den Termin gemeinsam mit Oberbürgermeister Jörg Aumann und dem Ortsvorsteher Rolf Altpeter wahr.

Noch ein paar Worte zu einem denkwürdigen Tag, dem 8. Mai, dem 75. Jahrestag des Kriegsende des zweiten Weltkrieges. Hier haben wir gemeinsam mit der Kreisstadt einen kleinen Filmbeitrag fürs Internet realisiert, vielen Dank, lieber Jörg Aumann für diese Initiative:

Heute jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa zum 75. Mal. Wir können dankbar sein, zu einer Generation zu gehören, die in Frieden leben kann. Die Zeitzeugen werden weniger und gerade deshalb es ist wichtig, sich immer wieder zu vergegenwärtigen, zu was Hass und Gewalt führen können. Das sollte uns heute auch wachsam werden lassen. Wann fangen Diskriminierung und Faschismus an? Wir alle haben in den letzten Wochen gelernt, wie fragil unsere Grundordnung ist und das wir dankbar sein können, in einem demokratisch geführten Land zu leben. 75 Jahre Kriegsende – die Gedanken sind bei den Millionen Toten, bei den Familien, die zerrissen wurden. Ich denke an den unvergessenen Alex Deutsch, der seine Familie verlor und der sich bis zu seinem Lebensende gegen Gewalt und Hass engagierte. Auch nach fast acht Jahrzehnten müssen wir wachsam sein, mit unseren Kindern reden und aus der Geschichte lernen. Ich möchte  Max Mannheimer, der den Holocaust überlebte, zitieren: „Ihr seid nicht schuld an dem, was war, aber verantwortlich dafür, dass es nicht mehr geschieht.“

 

Ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende!

Bleiben Sie gesund und halten Sie Abstand!

Ihr Landrat Sören Meng


30.04.2020 Der 200. Blog – Unglaublich!

Vorerst letzte Sitzung des operativ-taktischen Stabes- Landrat Meng bedankte sich bei den ehrenamtlichen Helfern
Abschied der Sozialdezernentin Birgit Mohns-Welsch, nach 34 Jahren im Amt - ihre Nachfolgerin wird Julia Schild
Der Landkreis unterstützte die kreiseigenen Schulen bei der Vorbereitung auf die teilweise Wiederöffnung ab Montag
Die Vorbereitungen für das Versorgungszentrum konnten in der ersten Planungsphase in dieser Woche abgeschlossen werden - in der kommenden Woche soll das Zentrum der Presse vorgestellt werden

Liebe Leserinnen und Leser,

einige von Ihnen lesen meinen Blog sehr regelmäßig. Das erfahre ich aus den Feedbacks, die ich bekomme. Besonders Interessierte könnten diesen Blog jetzt bereits zum 200. Mal lesen. Ich kann diese Zahl kaum glauben. Den 100. Blog veröffentlichte ich im März 2018. Hintergrund für diese Aktivität war damals mein Wahlkampf 2015, in welchem ich versprochen hatte, meine Arbeit im Falle der Wahl transparent zugänglich zu machen. Hierzu dient unter anderem mein Blog, denn er zeigt auf, mit welchen Themen ich mich und natürlich auch die zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung, Woche für Woche beschäftigen. Mittlerweile ist das Blogschreiben längst zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Ich glaube sogar, dass mir etwas fehlen würde, wenn ich ihn nicht mehr schreiben würde. Ich bin ein leidenschaftlicher Schreiber und liebe die Dokumentation, daher passt für mich diese Form der Darstellung.

Allerdings kann ich das alleine nicht leisten. Deshalb danke ich meinem Team für das beständige Korrekturlesen, Setzen und die dazugehörige Fotodokumentation. Noch ein kurzer Blick zurück, was beim 100. Blog relevant war: damals stellte sich bei mir die neue Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes, Anne Fennel vor. 18 Spendenschecks konnte ich als Kuratoriumsvorsitzender unserer Bürgerstiftung an Vereine und Verbände im Landkreis vergeben. Mein Amtsvorgänger Dr. Rudolf Hinsberger stellte mir in seiner Funktion als damaliger DRK Kreisvorsitzender die geplanten Aktivitäten zum 150. Jubiläum des Deutschen Roten Kreuzes vor. Im Bereich Tourismus planten wir damals einen neuen Premiumwanderweg, der heute als Pingenpfad immer wieder aufs Neue viele Menschen begeistert. Soweit dieser kleine Rückblick.

 

Der 200. Blog steht unter ganz anderen Zeichen. Noch immer dominiert die Corona-Krise unser Tagesgeschehen. Die Ausgangsbeschränkungen werden ab Montag weiterhin gelockert, ein Gerichtsurteil des saarländischen Verfassungsgerichtes hat erste Beschränkungen bereits jetzt aufgehoben. Das Votum des Verfassungsgerichtes ist deutlich ausgefallen, die strengen Ausgangsbeschränkungen der Landesregierung, die zu unserer Sicherheit erlassen wurden, sind passé. Begegnungen in Familien und das Verweilen im Freien mit  Sicherheitsabstand sind ab sofort wieder möglich.

Es ist für mich eine Gratwanderung, bei der es kein ganz richtig oder ganz falsch gibt. Die Kontaktbeschränkungen dienten mit Erfolg dazu, die Zahlen zu senken. Ich hoffe, die Bürgerinnen und Bürger gehen mit den Lockerungen verantwortungsvoll um. Keiner sollte sich schon in Sicherheit wiegen, auch mit Masken sind die Hygiene- und Abstandsgebote notwendig. Geben wir auf uns und unsere Mitmenschen Acht. Ziel muss es weiterhin sein, unser Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Eine abschließende Bewertung der Situation können wir ehrlicherweise erst dann geben, wenn der Impfstoff vorhanden ist. Was bis dorthin ist, kann keiner seriös einschätzen, das ist reine Spekulation. Meine Befürchtung ist derzeit, dass viele Menschen jetzt nicht mehr wissen, was sie dürfen und was nicht und daher leichtsinnig werden. Hier müssen alle Verantwortlichen verstärkt informieren. Die Lage ist immer noch ernst.

 

In dieser Woche verabschiedete ich fürs erste den operativ-taktischen Stab, der rund fünf Wochen hervorragend zusammenarbeitete. Unter der Leitung von Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack wurde das Versorgungszentrum an der Seminarsporthalle aufgebaut. Gerade das THW hatte in Kooperation mit unserer Bauverwaltung die letzten Tage viel Arbeit. Nachdem der Boden eingebaut wurde, konnten jetzt die Betten aufgestellt werden. In den nächsten Tagen werden noch kleinere Arbeiten durchgeführt. Dann steht das Grundkonzept unseres Versorgungszentrums. Ich hoffe, dass es nicht gebraucht wird. Sollten sich die Infektionszahlen wieder erhöhen, tritt der operativ-taktische Stab erneut zusammen, um die weitere Phase im Versorgungszentrum vorzubereiten. Dann wird auch der Träger des Versorgungszentrums, die Kreuznacher Diakonie, eine noch stärkere Rolle spielen, denn dann muss das gesamtmedizinische Konzept für dieses Behelfskrankenhaus umgesetzt werden. Nochmals an dieser Stelle allen beteiligten Hilfsdiensten und Mitgliedern des Stabes vielen Dank für dieses großartige, vorbildliche Engagement. Auf sie können wir uns immer verlassen.

 

Auch tagte in dieser Woche täglich unser Krisenstab innerhalb der Kreisverwaltung. Neben Themen rund um unser Gesundheitsamt, die Teilöffnung der Schulen und die entsprechenden Hygienemaßnahmen, bis hin zu organisatorischen Dingen gab es viel zu bereden. Wenn am Montag die Schulen wieder öffnen, haben wir von Trägerseite aus alles Erforderliche veranlasst. Gemeinsam mit dem Bildungsministerium wurde der Hygieneplan umgesetzt. Hier haben sich auch die einzelnen Schulen mit ihren Teams sehr engagiert, um einen guten Ablauf zu gewährleisten. Auch wird der öffentliche Personennahverkehr wieder planmäßig anlaufen. Herzlichen Dank dem Team unserer Neunkirchen Verkehrs AG, das auch in der Krise hervorragende Arbeit geleistet hat. Es wird allerdings sicherlich einige Tage dauern, bis ein relativer Alltag festzustellen ist. Es werden nur wenige Schüler beschult, Masken müssen getragen und Abstände eingehalten werden. Ich bin zuversichtlich, dass die Meisten mit dieser neuen Situation umgehen können. Wir werden sehen, wie sich die Infektionszahlen entwickeln. Erst dann kann darüber nachgedacht werden, ob weitere Lockerungen möglich sind. Ich weiß, Ihnen geht es wie mir. Wir sehnen uns die Vor-Coronazeit zurück und wissen doch, dass es bis dorthin noch eine längere Zeit dauern wird. Allerdings gibt es bereits jetzt viele Ideen, um unseren Alltag zu bereichern. So plant derzeit unsere Tourismus- und Kulturzentrale ein Autokino Event, das sicherlich Abwechslung bieten könnte. Allerdings gibt es hier noch rechtliche Rahmenbedingungen abzuklären. Daher habe ich mich an die saarländische Landesregierung gewandt, ihre Antwort lässt allerdings auf sich warten.

In aller Kürze noch einige Ereignisse aus meiner Arbeitswoche. Zum ersten Mal in ihrer über 150-jährigen Geschichte erlebte die Sparkasse Neunkirchen eine außergewöhnliche Gremiensitzung. Der Verwaltungsrat der Sparkasse tagte in einer Telekonferenz. Auch hier wurde sichergestellt, dass alle Informationen, wie gewohnt optimal aufbereitet, jedem Verwaltungsratsmitglied vorlagen, sodass die Sitzung erfolgreich verlief. Auch für unsere Sparkasse ist diese Zeit nicht leicht. Zum Einen steht sie ihren Firmenkunden bei und hilft, wenn es um die Bedienung von Krediten geht. Zum Anderen ist es natürlich auch für unsere Sparkasse schwer, ihre Geschäfte zu machen und damit ihren Auftrag zu erfüllen. Dank an alle Verantwortlichen und ihren Teams für die gute und verlässliche Arbeit.

Auch eine Präsenzsitzung fand wieder statt. Die Verbandsversammlung des Rettungszweckverbandes trat in einer Sitzung in Bexbach zusammen, um wichtige Beschlüsse rund um den Zweckverband zu fassen. Es war für mich irgendwie eine unwirkliche Situation, wieder Auge in Auge zu Tagen, wenn auch mit Masken und entsprechenden Abständen.

Erneut fand eine Besprechung mit den Kreisbürgermeistern telefonisch statt. Wir tagen zurzeit regelmäßig, um Transparenz herzustellen. An dieser Stelle ein dickes Lob an die Verwaltungschefs der Städte und Gemeinden und ihren Teams. Es war eine tolle Leistung, in welcher Rekordzeit sie die Masken, die die Landesregierung zur Verfügung stellte, an alle Bürgerinnen und Bürger verteilten. Danke auch den ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützern dieser Aktion sowie den Menschen, die weiterhin unentwegt Masken für ihre Mitmenschen nähen.

Heute verabschiedete ich eine langjährige Dezernentin unserer Kreisverwaltung. Birgit Mohns- Welsch leistete 34 Jahre lang hervorragende Arbeit als Sozialdezernentin. Sie begann unter Landrat Dr. Rudolf Hinsberger mitten im Strukturwandel ihre Arbeit. Sie meisterte mit ihren Teams den Um- und Ausbau des Sozialsystems. Sie war und ist auch innerhalb des Saarlandes eine feste, kompetente Größe rund um die Sozialpolitik. Ihr Wort hatte Gewicht und ist geprägt von einer hohen sozialen Verantwortung. Herzlichen Dank für diese tolle Arbeit, auch im Namen vieler Bürgerinnen und Bürger. Ihre Nachfolge tritt Julia Schild an. Ihr wünsche ich einen guten Start und bin sicher, dass das Sozialdezernat bei ihr in guten Händen ist.

Liebe Leserinnen und Leser, morgen ist der 1. Mai.

Wir werden ihn wohl anders verbringen als in den vergangenen Jahren. Aber wir sollten uns darauf besinnen, für was er steht. Er ist ein Tag der Arbeiterbewegung und wird in vielen Ländern gefeiert. Seinen Ursprung hatte er im 19. Jahrhundert in den USA, wo damals die Industriearbeiter zusammen traten, um mit den Gewerkschaften für bessere Arbeitsbedingungen zu streiken. Grund für die Wahl des Datums war die Tatsache, dass damals in Amerika jeweils zum 1. Mai die alten Arbeitsverträge ausliefen. Der 1. Mai wird in Deutschland auch als „Kampftag der Arbeiterklasse für den Achtstundentag“ bezeichnet. Der Achtstundentag ist glücklicherweise längst eine Tatsache, die alltäglich geworden ist.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Feiertag und ein erholsames, verlängertes Wochenende.

Ihr Landrat Sören Meng


24.04.2020 Spürbare Lockerungen und Maskenpflicht

Landrat Sören Meng und Bürgermeister Dr. Feld besichtigen die Coroa-Praxis im BigEppel in Eppelborn.
Heike Schweitzer zeigt Landrat Sören Meng den vorbereiteten Stoff für die Ausgabe an Bürgerinnen und Bürger.
Landrat Sören Meng stellt Vertretern des THW das Versorgungszentrum in der Seminarhalle vor.
Auch bei den seltenen persönlichen Terminen wird auf die Abstandsbeschränkungen geachtet.

Auch diese Woche war wieder geprägt von den Herausforderungen der Krise. Nachdem klar war, dass seit Montag einzelne Geschäfte wieder geöffnet haben, wurde in den Medien und den sozialen Netzwerken über weitere Lockerungen orakelt. Gerade die Tatsache, dass geplant ist die Schulen schrittweise ab Anfang Mai zu öffnen, ließ viele Spekulationen aufkommen. Ich kann dies persönlich gut nachvollziehen. Auch unser Sohn ist schon seit vielen Wochen zu Hause und würde sich freuen, die Schule wieder zu besuchen. Auch weiß ich, wie viele Eltern darauf warten ihre Kleinkinder in der Krippe und im Kindergarten betreuen zu lassen. Die Situation ist nach wie vor angespannt. Daher ist es wichtig, die Infektionsgeschwindigkeit so lange zu verlangsamen, bis ein wirksamer Impfstoff verfügbar ist. Das wird allerdings noch dauern. In der Zwischenzeit müssen wir dafür sorgen, durch das Einhalten von Schutzvorschriften und Distanz, dass wir uns nicht anstecken. Aus diesen Gründen wird es noch eine ganze Zeit lang dauern, bis unser Alltag wieder normal läuft und auch die Kitas und Schulen vollständig ihre Arbeit aufnehmen können. Ich kann dieser Stelle nichts Abschließendes feststellen, da die Lage nach wie vor sehr dynamisch ist und ich nicht ausschließen kann, dass es unter Umständen wieder zu einer Verschärfung der Maßnahmen kommen könnte. Dies hat auch der Ministerpräsident in einer Telefonkonferenz in dieser Woche betont. Nur wenn wir alle unseren Beitrag leisten, in dem wir uns an die Vorgaben halten, können wir die Lage entschärfen.

Wie schon in den vergangenen Wochen tagte täglich der Krisenstab unserer Kreisverwaltung. Auch der operativ taktische Stab arbeitet kontinuierlich. In dieser Woche besuchte ich eine Sitzung dieses Stabes, um mich über die Maßnahmen zur Erstellung des Versorgungszentrums in Kooperation mit der Kreuznacher Diakonie zu informieren. Ein großes Team des THW verlegte in der Sporthalle einen neuen Boden und realisierte weitere Einbauten. Auch die technische Weiterentwicklung der Seminarsporthalle wurde ein großes Stück fortgesetzt. Dies ist erforderlich, da der Betrieb des Versorgungszentrums mit einem hohen Aufwand und technischen Know-how verbunden ist. Von den Fortschritten des Versorgungszentrums überzeugten sich am Donnerstag Vertreter des Innenministeriums. Da das Ministerium die Investitionskosten übernehmen wird, stehen wir derzeit in enger Abstimmung. Auch der Träger des Versorgungszentrums, die Kreuznacher Diakonie, ist immer mit im Boot. Ich gehe davon aus, dass in der kommenden Woche die grundlegenden Arbeiten zum Betrieb eines solchen Zentrums abgeschlossen werden können. Wie an dieser Stelle schon öfter erwähnt, hoffe ich, dass es zum Betrieb dieses Zentrums nicht kommen wird. Denn das würde bedeuten, dass die Kapazitäten in den Krankenhäusern nicht mehr ausreichen würden und wir daher die Versorgungszentren in Betrieb nehmen müssten. Dennoch ist es wichtig, dass wir in aller Ruhe und Sorgfalt dieses Versorgungszentrums realisieren. Würden die Infektionszahlen stark steigen, bliebe wenig Zeit ein solches Großprojekt zu stemmen. Ich danke an dieser Stelle allen Verantwortlichen meiner Verwaltung, dem operativ taktischen Stab unter der Leitung von Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack und allen beteiligten Hilfsdiensten für das großartige, vorbildliche Engagement. Danke, dass wir uns auf euch verlassen können. Das konnten wir bereits vor der Krise, aber in besonderem Maße in dieser Zeit.

Vor wenigen Stunden war ich mit Verantwortlichen des technischen Hilfswerkes (THW) erneut im Versorgungszentrum. Auch hier war man von der geleisteten Arbeit beeindruckt. Neben den Hilfskräften sind auch einige Firmen zurzeit vor Ort, die technische Voraussetzungen sicherstellen. Gemeinsam mit den Verantwortlichen der Feuerwehr wurde das Konzept für eine vorgeschriebene Brandmeldeanlage gefertigt, die im Einsatzfall des Zentrums notwendig wäre.

Am Dienstag stellte mir der Eppelborner Bürgermeister Dr. Andreas Feld die einzige Coronapraxis im Landkreis Neunkirchen vor. Die Kassenärztliche Vereinigung wird im Saarland sieben ambulante Corona-Arzt-Praxen einrichten, eine davon im Landkreis Neunkirchen. In diesen Praxen werden Patienten mit Corona-Symptomen separat behandelt, um damit die Ansteckungsgefahr zu anderen Patienten zu verringern. Gedacht ist sie für leichtere Fälle, die ambulant versorgt werden können. In der Corona-Praxis unter Leitung von Dr. Mikael Lundström in Eppelborn werden dann auch Tests auf die Erkrankung vorgenommen.

Auch diese Woche war geprägt von vielen Abstimmungsterminen, meistens per Video oder telefonisch. Sowohl der Krisenstab als auch der operative Stab informieren mich täglich über ihre Arbeit. Ich möchte erneut allen herzlich danken, die zurzeit eine enorme Verantwortung Schultern und lebenswichtige Dinge umsetzen.

Am Ende der Woche war unsere Kreisverwaltung damit beschäftigt Stoffspenden, die uns das Umweltministerium zur Verfügung stellte, um Alltagsmasken herzustellen, an interessierte Bürgerinnen und Bürger zu verteilen. Unglaubliche 1.000m Stoff wurden derzeit schon abgeholt. Meine Mitarbeiterin Heike Schweitzer hatte alle Hände voll zu tun, dem großen Ansturm gerecht zu werden. Spontan meldeten sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um zu helfen, damit möglichst viele Bürger versorgt werden konnten. Dieses kleine Beispiel zeigt eindrucksvoll, wie sehr unsere Kreisverwaltung in dieser schwierigen Zeit zusammenrückt und sich unterstützt.

Ab nächsten Montag müssen beim Einkaufen und beim benutzen öffentlicher Verkehrsmittel Masken getragen werden. Dieser Schritt ist notwendig und sinnvoll, sollte allerdings uns nicht leichtsinnig werden lassen. Eine Maske, in Verbindung mit einer richtigen Hygiene und dem Abstandsgebot gibt einen optimalen Schutz. Eine Maske allein hilft hier wenig. Deshalb, passen wir alle weiterhin aufeinander auf und leisten Aufklärungsarbeit.

Ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames, sonniges Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


17.04.2020 Die Beschränkungen gehen weiter

Landrat Sören Meng besuchte am vergangenen Wochendende die Helfer des THW bei Ihrer Arbeit im Versorgungszentrum in Ottweiler.
Eine großzügige Spenden des Nähteams von Kerstin Gorny hat Landrat Sören Meng entgegen genommen

Die Beschränkungen gehen weiterNach erholsamen, ungewohnten Osterfeiertagen stand auch diese Arbeitswoche im Zeichen der Krise. Wir erleben zurzeit eine irgendwie unwirkliche Situation. Wir haben herrliches Wetter, alles blüht, eine Leichtigkeit umfängt uns und doch wissen wir, dass zurzeit nichts ist, wie wir es bisher gewohnt waren. Seit gestern wissen wir, dass die Ausgangsbeschränkungen noch bis 3. Mai Gültigkeit besitzen. Ab der nächsten Woche soll es für den Handel und auch für Einrichtungen wie Bibliotheken Lockerungen geben. Das finde ich sehr gut, wohl wissend, dass es viele Fragen auch von Seiten der Wirtschaft gibt. Was könnte weiterhin gelockert werden? Was ist möglicherweise vergleichbar? Wie lange wird diese Situation noch andauern?Wenn ich zu Beginn des Blogs von einer unwirklichen Situation geschrieben habe, sollten wir nicht dazu verleitet werden, die Situation leichtfertiger, als bisher, einzuschätzen. Denn: die Lage ist nach wie vor ernst. Noch immer steigen, auch im Landkreis Neunkirchen die Infektionszahlen kontinuierlich an.

 

Um bei einer möglichen Auslastung der Krankenhäuser handlungsfähig zu sein, arbeiten wir noch immer mit Hochdruck am Ausbau des Versorgungszentrums. Das zeigt, dass wir weiterhin alles dafür tun müssen, dass die Infektionszahlen nicht weiter steigen dürfen. Nur so können wir sicherstellen, dass die medizinische Versorgung, wie bisher optimal gewährleistet ist.Der ärztliche Direktor der Marienhausklinik Dr. Martin Bier, der auch Bürger unseres Landkreises ist, hat in einem viel zitierten persönlichen Post bei Facebook eindrücklich vor einer falschen Einschätzung der Lage gewarnt. Ich zitiere:„Was mich als Arzt erstaunt und fasziniert ist, dass wir es mit einem völlig neuen Krankheitsbild zu tun haben. Es ist nicht vergleichbar mit anderen Lungenentzündungen, egal ob bakteriell oder viral, es ist nicht vergleichbar mit dem Lungenversagen ARDS, es ist was komplett Neues. (…) Nein, es ist nicht nur eine Erkrankung der Alten und Vorerkrankten, auch junge, gesunde und fitte werden dahingerafft. Und auch die vielzitierten Todeszahlen von Cholera, Pest, Spanischer Grippe und sonstigem: Glaubt Ihr allen Ernstes, dass diese Zahlen besser sind, dass alle obduziert wurden und alle an Grippe statt mit Grippe gestorben sind? Geht nicht allen Verschwörungstheoretikern auf den Leim!“

 

Mit den Beschränkungen haben Bund und Land die richtigen Maßnahmen getroffen, um schrittweise die derzeitige Lage zu entspannen. Es ist weiterhin wichtig, die Abstandsregelungen und Schutzmaßnahmen dringend zu beachten, hier kann das Tragen von Mund-Nasenmasken zusätzlich unterstützen. Als Schulträger bereiten wir eine Teilöffnung nach dem 3. Mai vor. Hinsichtlich des Verbots von Großveranstaltungen ist auch unsere beliebte SR 3 SommerAlm betroffen. In diesem Jahr hätten wir gemeinsam mit dem SR ein tolles Programm präsentiert. Auch Veranstaltungen unserer Tourismus- und Kulturzentrale wie Frühling auf Finkenrech, Klingende Gärten oder meine Landratswanderung können leider nicht stattfinden. Gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium hatte man sich auch bereits letzte Woche dazu entschieden, den Kampagnenzeitraum für Stadtradeln zu verschieben. Das ist natürlich schade, allerdings habe ich Verständnis, dass es derzeit keine Großveranstaltungen geben kann, die Gesundheit ist ein hohes Gut, das nicht aufs Spiel gesetzt werden darf. Umso schöner werden wir dann im 2021 unsere Feste feiern und Veranstaltungen genießen. Die Lage bleibt angespannt, um sie zu meistern, müssen wir alle besonnen reagieren. Ein Blick in andere Länder zeigt, warum dies wichtig ist. Es muss immer wieder die Möglichkeit geben, bei einem schnelleren Verlauf der Infektionen die Beschränkungen zu verschärfen.

 

Auch in den nächsten Wochen gibt es einen erhöhten Regelungsbedarf. Es gibt viele Fragen aus der Gesellschaft und immer wieder neue Herausforderungen für Politik und Wirtschaft. Aber, wir haben aufgrund weitsichtiger Planungen, die richtigen Schritte beschlossen, damit die Krise beherrschbar bleibt. Das ist das wichtigste, um das es derzeit geht. Meine Arbeitswoche war geprägt von vielen Telefonkonferenzen zu unterschiedlichsten Themen. Sei es zu den geplanten Schulöffnungen, Herausforderungen im öffentlichen Personennahverkehr in Zeiten von Corona oder die tägliche Krisenstabsbesprechung. Gestern nahm ich seit längerer Zeit wieder einen persönlichen Termin, unter Einhaltung aller hygienischen Maßnahmen und Abstandsregeln war. Gemeinsam mit den saarländischen Landrätin/en und dem Regionalverbandsdirektor wurde über die Besetzung eines Geschäftsführers beraten. Es war für mich fast wieder eine neue Situation, in einem großen Raum, Dinge zu besprechen. Noch vor Wochen war das Alltag, den ich nicht mehr hinterfragte.

 

An diesem Wochenende wird es gutes Wetter geben. Nutzen Sie die Zeit, um ihre Seele baumeln zu lassen, sich etwas zu bewegen, um auf andere Gedanken zu kommen. Halten wir uns alle an die Hygiene- und Abstandsregeln und bleiben wir so gesund!

 

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

Ihr Landrat Sören Meng


09.04.2020 Viel zu tun vor Ostern

An der Seminarsporthalle in Ottweiler laufen weiterhin die Vorbereitungen für das Versorgungszentrum.
Landrat Sören Meng stellt dem Bundestagsabgeordneten Christian Petry das Testzentrum am Standort Reden vor.

Liebe Leserinnen und Leser,

ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Die Tage und Wochen fliegen und die Krise beschäftigt uns schon mehrere Wochen. Es ist unglaublich, wie viele Menschen  sich in dieser Zeit füreinander engagieren, um eine Ausbreitung möglichst einzudämmen. Herzlichen Dank!

Das Team des Gesundheitsamtes haben wir in den letzten Wochen deutlich verstärkt, Kolleginnen und Kollegen aus anderen Abteilungen und auch Lehrerinnen und Lehrer helfen uns bei der Kontaktverfolgung. Dies ist wichtig, um eine Verbreitung nachzuvollziehen und entsprechende weitere Maßnahmen  zu treffen.

Gestern traten unser Ministerpräsident Tobias Hans und die Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger vor die Presse, um eine erste Bilanz der Ausgangsbeschränkungen zu ziehen. Es ist gelungen, dass sich Covid 19 langsamer verbreitet. Dazu haben die konsequente Einhaltung der Maßnahmen und auch das große Verständnis der Bevölkerung sowie die Bereitschaft, die Schutzempfehlungen umzusetzen, geführt. Allerdings, darauf haben beide hingewiesen, ist es noch zu früh, Entwarnung zu geben. Daher müssen wir noch warten, wann mit Lockerungen zu rechnen ist. Nächste Woche soll es auch auf Bundesebene Beratungen geben.

Der Landkreis richtet zurzeit das Versorgungszentrum in der Seminarsporthalle ein. Mit dem Diakonie Klinikum haben wir einen kompetenten Träger gefunden, dessen Vorgaben wir operativ umsetzen. Unser operativer Stab mit der Leitung von Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack leistet hervorragende Organisationsarbeit. Er ist unter anderem mit der Beschaffung der notwendigen Infrastruktur für das Versorgungszentrum beschäftigt. Derzeit werden Betten und medizinisches Zubehör geordert. Da dies viele Kreise tun, ist der Markt sehr begrenzt. Herzlichen Dank all denen, die uns mit Sachspenden, wie Pflegebetten, unterstützt haben. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir im Laufe der nächsten zwei Wochen das Versorgungszentrum einsatzbereit haben. Allerdings: Es gibt derzeit noch keine Anzeichen dafür, dass wir das Versorgungszentrum in Betrieb setzen müssten. Unsere Krankenhäuser haben noch genügend Kapazitäten. Dennoch ist es wichtig, dass wir vorbereitet sind, denn ein solches Versorgungszentrum ist nicht innerhalb weniger Tage auf die Beine zu stellen.

Die ganze Woche tagte täglich der Krisenstab unserer Kreisverwaltung. Da auch wir die Distanzregeln strikt einhalten, tagte der Stab in einer Telefonkonferenz. Hier haben wir mittlerweile alle Übung und alles läuft zeitgerecht und zielgerichtet ab. Daneben fanden ebenfalls mit Video und Telefon, Besprechungen auf Landesebene, unter anderem mit Ministerpräsident Tobias Hans und meinen Kolleginnen und Kollegen statt. Auch tausche ich mich einmal die Woche mit den Bürgermeistern im Landkreis aus. Sie leisten mit ihren Verwaltungen hervorragende Arbeit, die Ortspolizeibehörden kontrollieren die Einhaltung der Regeln und können glücklicherweise nur wenige Verstöße feststellen.

Am Montag traf ich mich mit dem Bundestagsabgeordneten Christian Petry, der sich das Testzentrum am Standort Reden ansehen wollte. Der Testbetrieb läuft sehr geordnet und sicher. Ostern wird es geschlossen sein und nimmt am Dienstag seinen Dienst wieder auf.

Heute Nachmittag tagte der Kreistag in kleiner Besetzung. Die Ausschusssitzungen wurden nicht durchgeführt, allerdings brauchen wir das Votum des Kreistages für die Freigabe von Haushaltsmitteln, Vergaben und Personalentscheidungen. So ging es um zahlreiche Baumaßnahmen an den Kreisschulen, die trotz Krise weiterlaufen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön allen Mitgliedern des Kreistages für ihr Engagement und die Unterstützung der Kreisverwaltung.

Liebe Leserinnen  und Leser (ich zitiere aus meiner Videobotschaft), Ostern steht vor der Tür. Ein Fest, das auch für die Begegnung von Menschen, die einem nahe sind, steht. Dieses Jahr ist alles anders.

Schon seit einigen Wochen sind wir im Krisenmodus. Covid 19 hat unser Lebensalltag verändert. Um uns zu schützen gibt es Ausgangsbeschränkungen, wir müssen Abstand halten, um uns und andere nicht zu gefährden. Dennoch dürfen wir nicht den Mut verlieren und sollten mit Zuversicht nach vorne schauen.  Wir feiern Ostern in diesem Jahr ungewohnt und doch vielleicht bewusster. Wir Christen gedenken an den Feiertagen, dass Jesus damals das Leiden überwunden hat und auferstanden ist. Auferstanden, um seine Zuversicht, seinen unerschütterlichen Glauben, seine Menschlichkeit weiterzugeben. Und so möchte ich auf die aktuelle Situation überleiten. Es gibt genug Anlass zur Hoffnung, dass wir das Ganze gut überstehen, auch weil sich viele Mitmenschen, auch an den Feiertagen für uns engagieren.  Ich denke hier beispielsweise an mein Team des Gesundheitsamtes. Aber auch viele andere setzen sich Tag für Tag für uns ein, damit das Gemeinwesen weiter gut läuft. Wir sind gut versorgt, wir haben allen Grund zur Zuversicht.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein paar geruhsame Tage zum Kraft tanken. Wir haben es alle verdient. Freuen Sie sich an den kleinen Dingen, die unser Leben zu besonders machen. Die letzten Wochen haben uns klar gemacht, was überflüssig und was überlebenswichtig ist.

Alles Gute, bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat Sören Meng


03.04.2020 Corona und die Herausforderungen

Lagebesprechung mit Alexander Koch und Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack zur Einrichtung des Versorgungszentrums
Umzug des Testzentrums nach Landsweiler-Reden, seit Donnerstag werden hier Covid-19-Testungen durchgeführt
Zwischenzeitlich laufen an der Seminarsporthalle Ottweiler (ehem. Testzentrumsstandort) Vorbereitungen für das Versorgungszentrum
Foto: Theo Podtevin

Ich weiß, Ihnen geht es wie mir: man würde sich wünschen, der Spuk wäre vorbei und wir könnten unser Leben so leben, wie noch vor wenigen Wochen. Die Corona-Krise stellt uns alle auf die Probe und testet unsere Belastungsgrenzen. Auf der einen Seite trifft es den Menschen, auf der anderen Seite erleben wir, wie schwerwiegend die Folgen derzeit für unsere Wirtschaft sind.

Danke allen, die in Rekordzeit Programme entwickelt haben, um die schlimmsten finanziellen Folgen derzeit abzumildern. Auch unsere Wirtschaftsförderungsgesellschaft engagiert sich sehr stark für die Unternehmen, ist Vermittler und kompetenter Ratgeber.

Meine Arbeitswoche war erneut geprägt von vielen Terminen, die im Gegensatz zu früher, telefonisch in meinem Büro stattfanden. Die Telekonferenzen sind schon ein Stück Alltag geworden und man sehnt sich danach, wieder von Angesicht zu Angesicht real zu kommunizieren.

Das wird allerdings noch eine Zeit lang dauern, denn die Ausgangsbeschränkungen dauern mindestens noch bis zum 20. April. Das ist sinnvoll, denn nur so können wir das Ausbreiten des Virus einbremsen. Dennoch steigen bei uns kontinuierlich die Fallzahlen. Glücklicherweise immer noch moderat, das darf uns allerdings nicht in Sicherheit wägen lassen. Es hängt von jedem Einzelnen ab, wie er sich an die Beschränkungen hält. Ein Infizierter im öffentlichen Raum, ohne Abstand könnte viele Menschen mit dem Virus in Kontakt bringen. Daher seien wir alle wachsam, nicht überängstlich und halten uns an die Beschränkungen, dann werden wir diese Krise gesund überstehen.

Täglich tagt unser Krisenstab und leistet hervorragende Arbeit. Da wir in der Seminarsporthalle Ottweiler, die die ganze Zeit als Testzentrum genutzt wurde, einen Versorgungszentrum errichten wollen, musste das Testzentrum an den Standort Reden umziehen. Auch hier meinem Team herzlichen Dank, dass in Rekordzeit und großem Engagement den Umzug geräuschlos vollzog.

Das wir dies tun, hat einen besonderen Grund:
Im Rahmen der Coronapandemie müssen auch dafür Vorbereitungen getroffen werden, wenn die regulären Versorgungskapazitäten der Krankenhäuser, insbesondere im Bereich der Intensiv- und Beatmungsbetten, aber auch im Bereich der normalen stationären Betten stark überschritten werden.

Daher sind die Landkreise als untere Katastrophenschutzbehörden aufgefordert, sogenannte Versorgungszentren aufzubauen. Diese werden erst dann in Betrieb genommen, wenn die Krankenhäuser entsprechend überlastet wären.

Die Abstimmung erfolgt zwischen den Landkreises und dem Gesundheits- und Innenministerium. Nach einer Lagesondierung und in der Annahme, dass im Bedarfsfall auch wenige hauptberufliche Pflegekräfte vorhanden wären, ist die Hallensituation am besten geeignet, um die notwendige Versorgung sicherzustellen.

In einem ersten Schritt hatte der Landkreis die kreiseigenen Hallen begutachtet und auf die Eignung überprüft. Die Seminarsporthalle in Ottweiler erschien als besonders geeignet, da es hier zwei abgrenzbare Hallen und viele Funktionsräume gibt. Ebenso ist eine entsprechende Ausstattung an sanitären Anlagen vorhanden und es besteht die Möglichkeit, diese zu erweitern.

Die medizinische Trägerschaft übernimmt das Diakonie Klinikum, mit dem wir in einem sehr guten, konstruktiven Austausch stehen. Hier wird derzeit ein medizinisches Konzept für den Betrieb des Zentrums erarbeitet.

Für die infrastrukturelle Herrichtung ist der Landkreis zuständig. Hier laufen bereits die Vorbereitungsarbeiten durch die Abteilung Bautechnik, die Bau- und Schulverwaltung und das Umweltamt der Kreisverwaltung. So wurden im rückwärtigen Bereich Fundamentierungsarbeiten durchgeführt, um zusätzliche sanitäre Anlagen in Form von Dusch- und Toilettencontainern zu  installieren.

Seit Montag ist der operativ taktische Stab eingesetzt, der die Maßnahmen von Katastrophenschutzeinheiten koordiniert und als fachlicher Ansprechpartner der Kreisverwaltung zur Seite steht. Im operativ-taktischen Stab sind Vertreter der Feuerwehr, THW, DRK, PSNV und Bundeswehr eingesetzt.

Unter der Leitung von Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack werden derzeit die logistischen Voraussetzungen geschaffen, damit das Zentrum bei Bedarf schnell einsatzbereit ist. So wird derzeit gemeinsam mit dem Diakonie Klinikum an der Beschaffung von Pflegebetten gearbeitet. Generell appelliert der Landrat hier an mögliche Spendengaben der Bürger: „wer im privaten Haushalt über nicht mehr benötigte Pflegebetten, Toilettenstühle und sonstiger Pflegeausstattung verfügt und bereit ist diese zu spenden – würde uns enorm unterstützen“. Neben der Bettenlösung werden weitere Fragen wie beispielsweise die der Nahrungsversorgung der Patienten geklärt. Der operativ-taktische Stab leistet hier wichtige Unterstützungsarbeit in der aktuellen Lage. Ich halte den Aufbau des Versorgungszentrums für eine wichtige Maßnahme, die derzeit noch nicht in Anspruch genommen werden muss. Allerdings haben die letzten Wochen gezeigt, dass man auf alle Eventualitäten gut und vor allen Dingen rechtzeitig vorbereitet sein muss.

Wir arbeiten täglich an einem guten Hilfenetzwerk – vom Testzentrum, über die Einrichtung des Versorgungszentrums bis hin zur Arbeit unseres Gesundheitsamtes mit der Kontaktverfolgung. Es ist ein funktionierendes System, das täglich am Laufen gehalten werden muss, was alle Beteiligte täglich sehr fordert. Alexander Koch, der das Ganze von Seiten der Kreispolizeibehörde managt, kann glücklicherweise auf eine lange Erfahrung im THW zurückgreifen. Ihm ist die Stabsarbeit sehr geläufig. Oliver Schöne, der Leiter unseres Gesundheitsamtes, leistet mit seinem Team im Gesundheitsamt seit Wochen vorbildliche Arbeit. Kollegen aus unterschiedlichen Verwaltungsbereichen und der Tourismus- und Kulturzentrale sind vielfältig eingesetzt. Das Team der Kontaktverfolgung wird ständig erweitert, ab nächster Woche sind rund 30 Leute im Einsatz. Hier gilt es natürlich auch Büroräumlichkeiten herzurichten–  dies bringt IT-Arbeiten mit sich- hier sind das Hauptamt und die EDV-Abteilung involviert. Wir sind alle enger zusammengerückt, kurze Abstimmungswege und tägliche Rücksprachen funktionieren bestens. Ich bin stolz, dass alle Verwaltungsbereiche mitziehen und Großartiges leisten.  Wir sind ein großes Netzwerk innerhalb der Kreisverwaltung, in dem wir derzeit jedes „Rädchen“ brauchen.

Was mich diese Woche sehr freute, ist die Tatsache, dass es uns gelungen ist, Partner unserer Regionalmarke dazu zu gewinnen, um bei einer besonderen Osteraktion mitzumachen. Ziel dieser Aktion ist es, dass Bürgerinnen und Bürger regional ihr Ostergeschenk kaufen können und es dann sogar nach Hause geliefert bekommen. Herzlichen Dank dem Regionalkoordinator Willi Walter und Eike Zender für die Vorbereitung dieser Aktion.

Hier können Sie alles nachlesen.

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

wir erleben alle eine besondere Zeit. Aber wir können dankbar sein, dass wir in Deutschland leben, das über ein hervorragendes Gesundheitssystem verfügt. Auch brauchen wir uns über die Versorgung mit Lebensmitteln keinerlei Gedanken zu machen. Beim Blick auf andere Länder und deren Herausforderungen in der Corona-Krise, können wir auch ein wenig demütig werden. Denn: Es könnte alles viel schlimmer sein!

Mit dieser Gewissheit im Hinterkopf wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende. Das Wetter wird alles geben, genießen Sie diese sonnigen Augenblicke und freuen Sie sich, wie wertvoll es sein kann, gerade diese Augenblicke mit allen Sinnen wahrzunehmen.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat Sören Meng


27.03.2020 Woche im Zeichen der Ausgangssperre

Ortstermin mit Herrn Dr. Meiser (Stellv. Vorstand der Kassenartzlichen Vereinigung) zur Einrichtung des Covid19-Testzentrums
Am Dienstag ging das Covid-19 Testzentrum an den Start - innerhalb kürzester Zeit hatten Mitarbeiter der Kreisverwaltung eine Infrastruktur geschaffen, die für einen geordneten Ablauf sorgen
Telefonkonferenzen prägen derzeit den Büroalltag

Auch diese Woche war wieder außergewöhnlich. Wir alle stehen unter dem Druck der Corona-Krise und verfolgen nonstop die Berichterstattung in unzähligen Medien. Alles, was gestern noch alltäglich war, findet nicht mehr statt. Seit Samstag gilt im Saarland die sogenannte Ausgangssperre. Ich habe mich im Vorfeld dafür ausgesprochen und fand den Schritt unseres Ministerpräsidenten Tobias Hans und seiner Landesregierung konsequent und zielführend. Dennoch, im Landkreis Neunkirchen steigt die Zahl der Infizierten. Sie lässt sich nur eindämmen, wenn man tägliche Kontakte vermeidet. Hier gibt es notwendige Hygienetipps, die leicht zu befolgen sind.

Der Montag war geprägt von den Planungen für das Testzentrum, das gemeinsam mit der kassenärztlichen Vereinigung in der Seminarsporthalle Ottweiler realisiert wurde. Am Dienstag nahm es geordnet seinen Dienst auf. Unterstützt werden wir durch Kräfte des THW und des Deutschen Roten Kreuzes, Kreisverband Neunkirchen. Allen an dieser Stelle, herzlichen Dank. Mit eingeschlossen sind auch die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung, die in Rekordzeit alles Notwendige veranlasst haben, damit die Teststelle ihren Betrieb aufnehmen konnte. Bisher war die Inanspruchnahme sehr überschaubar, es bleibt abzuwarten, inwieweit die Hausärzte ihren Patienten Überweisungen zum Testen ausstellen. Das Testzentrum ist auch am Wochenende geöffnet. Wichtig ist an dieser Stelle, dass man eine Überweisung benötigt.

Lasse ich die Woche Revue passieren so fallen mir unzählige Telefonkonferenzen ein. Anfangs war das für mich sehr fremd und es fehlte die Routine. Mittlerweile tagt unser Krisenstab täglich telefonisch. Auch auf Landesebene finden zahlreiche Abstimmungsgespräche statt. Am Dienstag telefonierten die saarländischen Landräte gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Saarbrücken mit unserem Ministerpräsidenten. Er wollte aus erster Hand erfahren, wie sich die Lage in den Landkreisen darstellt. Wir bekamen ein großes Lob für unser Krisenmanagement. Gerade was die Beschaffung von Schutzausstattung angeht, wird das Land eine koordinierende Rolle übernehmen. Dies ist eine sehr sinnvolle, begrüßenswerte Unterstützung.

Aus meiner Sicht muss ich den Bürgerinnen und Bürgern ein großes Kompliment aussprechen. Fast alle halten sich an die Ausgangsbeschränkung und haben Verständnis dafür. Es ist für uns alle eine schwierige, ungewohnte Situation. Aber gemeinsam werden wir es schaffen, da bin ich mir absolut sicher. Was mir gut tut ist die Tatsache, dass sich viele Initiativen gegründet haben, die die Versorgung von älteren Menschen im Blick haben. Sie sind einfach da, sie kümmern sich und leisten so vorbildliches Engagement. Ich möchte an dieser Stelle allen Menschen danken, die sich derzeit für uns engagieren. Sei es in der Versorgung, in der Verwaltung, in der Organisation und, und, und-jeder leistet einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung. Wir haben gemeinsam die Organisation in dieser Woche auf neue Füße gestellt. Wir machen mobiles Arbeiten von zu Hause aus in verschiedenen Bereichen möglich und haben neue Arbeitszeitmodelle realisiert. Ziel ist die Kontaktvermeidung und damit die Funktionalität unserer Verwaltung, auch dann, wenn Infektionen zunehmen würden.

Derzeit beschäftigen wir uns mit dem Aufbau eines Versorgungszentrums. Dies ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, um im Bedarfsfall Menschen, die medizinische Hilfe benötigen und keinen schweren Verlauf der Infektion haben,  behandeln zu können. Um es hier klar zu stellen. Es gibt derzeit keinerlei Anlass für die konkrete Umsetzung. Die Zahlen im Landkreis Neunkirchen haben sich zwar auf rund 78 erhöht, dennoch sollten wir für alles vorbereitet sein. Eine gute, vorausschauende Vorbereitung soll die ärztliche Versorgung in allen möglichen Situationen sicherstellen und  Planungssicherheit geben. Diese Planungen sind Teil eines Konzeptes, das das Sozialministerium für eine gesicherte ärztliche Versorgung erarbeitet hat. Demnach werden zukünftig drei Covid 19 -Schwerpunktzentren und sieben Covid 19 Kliniken eingerichtet – der Unterschied liegt hier in der Schwere des Krankheitsbildes. Das Ottweiler Krankenhaus wird eines dieser 7 Covid-19 Kliniken sein, die stabile Covid-19 Patienten behandeln.  Auf eine flächendeckende Versorgung wurde hier geachtet.  So ist die Marienhausklinik Ottweiler aus den Landkreisen St. Wendel und Neunkirchen gut zu erreichen, die Transportwege für den Rettungsdienst sind kurz.   Bleibt zu hoffen, dass die Klinik nicht ausgelastet wird. Wichtig ist allerdings, dass wir vorbereitet sind, um die Menschen optimal medizinisch zu versorgen.

Wie bereits anfangs erwähnt, gibt es derzeit keinen richtigen Alltag mehr. Dennoch muss unsere Verwaltung funktionieren. So ernannte ich eine Mitarbeiterin zur Beamtin und händigte die wichtige Urkunde aus. In einer weiteren Telefonkonferenz ging es um unsere Regionalmarke. Gerade jetzt ist die regionale Versorgung wichtiger denn je. Unsere Partner der Regionalmarke bieten eine tolle Qualität und hervorragende Produkte. In der kommenden Woche plane ich ein besonderes Angebot vorzustellen. Der Koordinator vor Ort Willi Walter und Eike Zender haben sich wieder gute Gedanken gemacht, wie wir auch in Krisenzeiten die Regionalmarke ins Bewusstsein bringen können.

In den nächsten Tagen erscheint ein Interview, das der SZ-Redakteur Michael Beer mit mir führte, er wollte dem „Krisenmanager Landrat“ aufgrund der derzeitigen Lage geschuldete Fragen stellen.

Liebe Blogleserinnen und –leser,

eine anstrengende Arbeitswoche geht zu Ende. Das Wetter meint es gut mit uns. Nutzen Sie die Möglichkeit sich draußen aufzuhalten, vielleicht mit einem guten Buch. Das tut gut.

Bleiben Sie gesund! Bis nächste Woche!

Ihr Landrat Sören Meng


20.03.2020: Hoffnung, die trägt

Der Krisenstab des Landkreises
Der Krisenstab des Landkreises

Den vergangenen Blog habe ich mit Krisenzeiten überschrieben. Soll ich an dieser Stelle nur noch über die Herausforderungen in Sachen Covid-19 schreiben? Darüber schreiben, wie ich erlebe, wie viele Menschen sich ganz unterschiedlich zurzeit, weit über ihre Grenzen hinaus, für andere engagieren. Ich denke hier an mein unmittelbares Umfeld, die Mitglieder des Stabes, die fast wie eine Familie zusammengewachsen sind. Hier wird diskutiert, debattiert, mal leise, mal etwas lauter, aber immer zum Wohle der Menschen. Ich denke an Telefonkonferenzen, die mir anfangs fremd und mittlerweile vertraut geworden sind. Hier wird sich auf Landesebene intensiv ausgetauscht. Alle an einem Strang, es geht um die Sache, hier ist kein Platz und Raum für Geplänkel. Ich denke an den Dialog mit den Bürgermeistern im Landkreis. Hier und da schnell einmal eine WhatsApp, ein Gespräch, eine kurze Mail. Sie halten vor Ort in ihren Gemeinden das Leben zusammen. Ich denke aber auch an meinen großes Landkreisteam. Es wurde, wie ich auch, von den Ereignissen überrollt. Und ich erfahre tagtäglich, wie gut sie mit den neuen Gegebenheiten umgehen und sich, jeder mit seinen Stärken, einbringen.

Das gibt mir ein gutes Gefühl, dass Viele in dieser außergewöhnlichen Situation zusammenstehen. Darüber möchte ich zu Beginn schreiben. Alle Maßnahmen, die wir getroffen haben, haben nur ein Ziel: unsere Gesundheit. Am Mittwoch hielt unsere Bundeskanzlerin eine sehr emphatische, deutliche Rede. Auch unser Bundespräsident hat sich unmissverständlich geäußert.

Das Covid-19 Virus ist eine Krise. Eine Krise, die uns viel abverlangt, die aber auch unsere Gesellschaft hinterfragt. Was brauchen wir existenziell, wie können wir anderen Menschen helfen, was zählt überhaupt?

Covid-19 ist eine Zäsur. Die gute Nachricht: es wird weitergehen, wir werden das Virus besiegen, weil wir uns alle, jeder in seinem Bereich, an die Vorsichtsmaßnahmen halten werden. Und dieses Gefühl der Zuversicht, des Glaubens, wird uns durch die kommende Zeit tragen.

Unsere Kreisverwaltung mit seinem ganzen Team ist bereit, seinen Beitrag dazu zu leisten. Wir erfüllen weiterhin unseren wichtigen Auftrag zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger. Wir sind da, wenn Sie uns brauchen. Darauf können Sie sich verlassen – auch in der Krise!


13.03.2020 Krisenzeiten

Vorstellung des neuen Events "Haldengravel - Mit dem Bike durch den Saarkohlenwald"
Landrat Sören Meng bei der der Veranstaltung "Quer durch das Himalaya-Gebirge" mit Heinz Zimmer und Mönchen aus dem Himalaya
Landrat Sören Meng und Bürgermeister Dr. Andreas Feld bei der gemeinsamen Pflanzaktion „Vergiss-mein-nicht“ im Rahmen der Demenz-Woche
(v.l.n.r.) Thorsten Mischo, Lisa Grandke, Landrat Sören Meng und Christian Rau präsentieren bei der Pressekonferenz des Landkreises - hier wurden den Pressevertretern die Planungen für 2020 vorgestellt

In meinen vergangenen Blogs habe ich über die Stabarbeit und unseren Umgang mit dem Corona Virus geschrieben. Seit Montag ist es traurige Gewissheit, dass auch der Landkreis Neunkirchen davon betroffen ist. Die gute Nachricht ist, dass es nur einige sind, die infiziert wurden. Hier hat unser Kreisgesundheitsamt sehr schnell und umsichtig reagiert, sodass wir eine weitere Verbreitung eindämmen konnten. Dennoch beherrscht das Thema zurzeit unsere gesamte Bundesrepublik. Von Seiten der Kreisverwaltung stelle ich fest, dass es viele Bürgerinnen und Bürger gibt, die einen hohen Informationsbedarf haben. In Kooperation mit dem zuständigen Ministerium und dem Robert-Koch-Institut haben wir verschiedene Information zugänglich gemacht. Auch empfehlen wir eine verstärkte Hände Hygiene.

Was mich verwundert, ist die Reaktion verschiedener Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sogenannte Hamsterkäufe vornehmen. Dies ist absolut nicht gerechtfertigt.

Im Falle einer Infektion, würden wir der betroffenen Person anbieten, entsprechend Lebensmittel zu besorgen. Hier gibt es eine Kooperation mit dem Malteser Hilfsdienst sowie dem Deutschen Roten Kreuz. Allerdings wurde von diesem Angebot noch kein Gebrauch gemacht.

Der Verwaltungsstab des Landkreises Neunkirchen tritt zurzeit täglich zusammen, um die weiteren Schritte zu besprechen. Welche Veranstaltungen können durchgeführt werden? Was ist bedenklich? Welche Empfehlungen können wir den Bürgerinnen und Bürgern geben? Diese und viele andere Fragen werden von uns derzeit beantwortet. Bisher haben wir keine Veranstaltungen abgesagt. Auch sprechen wir lediglich Empfehlungen aus. Von Seiten des Landes gibt es die Aussage, dass man Veranstaltung über 1000 Personen möglichst absagen sollte. Der Umgang mit dieser besonderen Situation bestimmt im Moment fast 80 % meinen Tagesablauf. Am Montagmorgen fand das Jour fixe mit dem Team der Tourismus-und Kulturzentrale statt. Danach tagte der unser Verwaltungsstab zu Corona. Am Dienstagmorgen tauschte ich mich mit dem Arbeitskreis Gesundheit unserer Kreisverwaltung aus. Dieses Team engagiert sich schon seit fünf Jahren rund um das Thema betriebliche Gesundheit und hat hier ein tolles Angebot erarbeitet. Dies gilt auch für den Bereich Arbeitsschutz. Die präventiv ausgerichteten Angebote werden angenommen und sind auch ein wichtiger Faktor, wenn es um den Arbeitgeber Landkreis Neunkirchen geht. An dieser Stelle vielen Dank, den engagierten Kolleginnen und Kollegen. Im Anschluss tagte erneut der Verwaltungsstab in Sachen Corona. Am Abend fand eine sehr beeindruckende Veranstaltung in der Aula des Krebsberggymnasiums statt. Quer durch das Himalaya-Gebirge mit dem Fahrrad - was unglaublich klingt, haben die beiden Abenteurer Heinz Zimmer und Klaus Hessenauer geschafft. Mit einem beeindruckenden Vortrag haben sie auf ungewöhnliche Weise Menschen für die Himalaya-Region begeistert. Für die Benefiz-Tournee „Aus dem Herzen des Himalaya“ verließen die Mönche und Künstler ihre nordindische Heimat Ladakh, um mehr vom reichen, kulturellen Erbe und der Spiritualität dieser abgeschiedenen Region zu vermitteln. Dabei möchten sie für ihre Heimat werben und auch Spenden für eine neu zu bauende Schule nahe Leh, der Hauptstadt Ladakhs, sammeln. Noch bis Mitte Mai sind die Mönche in Deutschland unterwegs.

Am Mittwochmorgen tauschte ich mich mit einem Vereinsvertreter und dem Leiter der Bauverwaltung Thorsten Mischo über die weitere Entwicklung einer bestehenden Sportstätte aus. Im Anschluss traf ich mich mit dem Geschäftsführer des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Saar Bernhard Roth, um über aktuelle Herausforderungen in diesem Bereich zu reden. Dies halte ich auch deshalb für wichtig, weil aufgrund der landesweit angekündigten Klinikschließungen die Notfallversorgung für die Bürgerinnen und Bürger von elementarer Bedeutung ist. Hier leistet der Zweckverband wichtige Arbeit.

Am Nachmittag fanden zahlreiche Absprachen unsere Verwaltung betreffend statt. Hauptthema waren die Herausforderungen, verursacht durch die Vorsichtsmaßnahmen rund um Corona. Anschließend tagte zum letzten Mal im CFK Spiesen-Elversberg, das Entscheidungsgremium unseres Projektes Land(auf)schwung, das Ende letzten Jahres auslief. Derzeit laufen noch abschließende Maßnahmen. Wir ließen das Projekt Revue passieren, insgesamt flossen 2,7 Million € Bundesmittel in unserer Region. Das Entscheidungsgremium leistete hier tolle Arbeit und brachte seine ganze Expertise mit ein. Es gab die Freigabe zu zahlreichen innovativen und doch nachhaltigen Projekten. Hierfür den  Mitgliedern ein herzliches Dankeschön.

Gestern Morgen fanden aufgrund der aktuellen, angespannten Lage verwaltungsinterne Abstimmungsgespräche statt. Aus dem Kreis meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gibt es zurzeit verständlicherweise viele Rückfragen, wenn es um den Umgang mit dem Corona Virus geht. Hierzu gab es auch am Nachmittag eine umfangreiche Besprechung mit den Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleitern der Kreisverwaltung. Es ist wichtig, in dieser Situation besonnen zu bleiben, damit unsere Kreisverwaltung ihren wichtigen Dienst zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger leisten kann.

Zuvor fand eine Pressekonferenz im Freizeitzentrum Finkenrech zu aktuellen Themen statt. Der Werkleiter der TKN Christian Rau, der Leiter unserer Bauabteilung Thorsten Mischo und ich stellten die Planungen für dieses Jahr vor.

Danach beherrschte Corona die Geschehnisse, Schul- und Kitaschließungen folgten, Sitzungen gingen bis in den späten Abend hinein.

Heute Morgen fand auch ein Austausch mit den Kreisbürgermeistern statt.

Wir sind alle sehr gefordert, ab Montag sind alle Kitas und Schulen geschlossen, aus Sicherheitsgründen.

Aus Zeitgründen beendete ich jetzt diesen Blog. Behalten Sie Ruhe, informieren Sie sich in seriösen Medien und schauen Sie bei Bedarf auf unsere ständig aktualisierte Website:

www.landkreis-neunkirchen.de

Ihr Landrat Sören Meng


06.03.2020: Außergewöhnliche Woche im Zeichen der Gesundheit

Start der Berufsschultour der DGB in Neunkirchen
Redaktionsteamsitzung des Kreisbuches
Übergabe Zuwendungsbescheid für die Schulgarten der Alex-Deutsch-Schule
Austausch mit dem Leiter Didaktik am Zentrum für Bio Dokumentation des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz Kai Both
Vorstellung des Ausbildungsatlas
Sitzung des Kreistages

In dieser Woche dominierte ein wichtiges Thema die Medien und auch mein Tagesgeschehen. Das Corona Virus hat sich zu einem Dauerthema entwickelt. Das Team unseres Gesundheitsamtes hat gemeinsam mit dem Krisenstab alle Vorkehrungen getroffen, um bei einem Krankheitsfall schnellstens handeln zu können. Ich habe in meinem vergangenen Blog bereits darüber berichtet. Am Dienstagnachmittag wurde im Saarland ein erster Corona Fall bekannt. Das Gesundheits- und Sozialministerium nahm gemeinsam mit dem Betroffenen Saarpfalz Kreis umfangreich Stellung und stellte weitere Maßnahmen vor. Bisher sieht es so aus, dass der Patient keine weiteren Menschen infiziert hat. Auch aufgrund der aktuellen Geschehnisse war unser Krisenstab die Woche über immer wieder in Gesprächen, um im Bedarfsfall schnell handeln zu können.

Am Montagmorgen um 8 Uhr fand ein kurzer Termin in der Gebundenen Gemeinschaftsschule Neunkirchen statt. Das Waldprojekt, über das ich schon mehrfach berichtete und das von der Sparkasse Neunkirchen unterstützt wird, wurde von der Sparkassenorganisation mit einem Preis ausgezeichnet. Hierzu wurde ein kurzer Film gedreht, in dem ich aus Sicht des Schulträgers Stellung bezog. Danach ging es zum technisch-gewerblichen Berufsbildungszentrum, wo eine Veranstaltung des DGB gemeinsam mit der saarländischen Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot stattfand. In meinem Grußwort würdigte ich die duale Ausbildung und hob auch die Mitbestimmungsrechte der jungen Menschen hervor. Hier leistet der Deutsche Gewerkschaftsbund gute Arbeit. Wieder zurück in Ottweiler fand das verwaltungsinterne Jour fixe statt. Am Nachmittag standen unsere Regionalmarke und deren Weiterentwicklung auf meiner Agenda. Hier finden derzeit Gespräche statt, wie wir dieses tolle Projekt verstetigen können. Im Anschluss daran tagte das Redaktionsteam für das neue Kreisbuch, das in wenigen Monaten erscheinen wird. Der Besuch der SPD Fraktionssitzung rundete meinen Arbeitstag ab.

 

Am Dienstag erhielt der Landkreis einen Zuwendungsbescheid für das Schulgartenprojekt der Alex-Deutsch-Schule vom Umweltstaatssekretär Sebastian Thul. Anschließend sahen wir uns gemeinsam mit dem Wellesweiler Ortsvorsteher Dieter Steinmeier die noch brachliegende Fläche des künftigen Schulgartens unweit der Schule an. Dieses Projekt wird in Kooperation mit der Kreisstadt Neunkirchen durchgeführt, die uns das Gelände des ehemaligen Tennisplatzes zur Verfügung stellt. Danach fand in Saarbrücken die Aufsichtsratssitzung der VSE AG statt.

Am Nachmittag tagte der kommunale Pflegeausschuss. Hier gab es Berichte einer Vertreterin des Sozialministeriums und des Verantwortlichen unseres Pflegestützpunktes.

 

Am Mittwochmorgen fand eine Sitzung des Gesundheits- und Sozialausschusses des saarländischen Landtages statt. Unter anderem ging es um die Zukunft der Marienhausklinik Ottweiler. Von kommunaler Seite waren der Ottweiler Bürgermeister Holger Schäfer und ich anwesend. Von Seiten der Marienhaus GmbH standen Herr Dr. Scheidt und Herr Dr. Wolfram Rede und Antwort. Da im Saarländischen Rundfunk und der Saarbrücker Zeitung bereits einige Informationen gegeben wurden, kann ich mich auf die Essenz dieser Information berufen. Die Marienhausklinik Ottweiler soll zum 31.12.2021 geschlossen werden. Die 152 Betten sollen nach Sankt Wendel verlagert werden, ebenfalls sollen die über 300 Bediensteten nach Sankt Wendel übergeleitet werden. Die Marienhaus GmbH plant eine bauliche Erweiterung in Sankt Wendel, da der bauliche Zustand des ehemaligen Kreiskrankenhauses nicht mehr den heutigen Standards dauerhaft entsprechen würde. Dieses Haus wäre nicht wirtschaftlich zu führen. Bis zum 31. März wird die Marienhaus GmbH ein Zukunftskonzept vorlegen, in dem auch die Zukunft des ehemaligen Kreiskrankenhauses und die Folgenutzung definiert werden soll. Im Sozialausschuss gab ich folgende Stellungnahme ab: Ich kritisierte die Informationskultur der Marienhaus GmbH, da ich vor einigen Wochen mit einem Verantwortlichen gesprochen hatte, weil es bereits seit einigen Monaten Schließungsgerüchte gab. Mir wurde versichert, dass man zwar nicht sagen könnte, ob das Marienhaus Krankenhaus über längere Zeit Bestand habe, allerdings sei hier nichts in absehbarer Zeit geplant. Die Presseberichterstattung einige Zeit später sagte genau das Gegenteil aus. Ich hätte mir gewünscht, dass die kommunale Seite frühzeitig über entsprechende Planungen informiert worden wäre. Das Kreiskrankenhaus wurde 2007 an die Marienhaus GmbH verkauft, weil man damals annahm, dass auch der Standort Ottweiler langfristig gesichert wäre. Ich gehe davon aus, dass es noch Gespräche zwischen dem Land und dem Krankenhausträger geben wird, damit definitiv Klarheit herrscht.

Danach fanden verwaltungsinterne Rücksprachen statt. Der Leiter Didaktik am Zentrum für Bio Dokumentation des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz Kai Poth stellte mir das attraktive Zentrum für Bio Dokumentation vor. Diese Einrichtung ist am Erlebnisort Reden beheimatet und für jedermann zugänglich. Sie enthält viele Exponate. Hier präsentierte mir der Leiter verschiedene Ideen für den außerschulischen Lernort Reden vor. Mehr Infos gibt es hier.

 

Gestern Morgen traf ich mich mit dem Geschäftsführer des Zweckverbandes öffentlicher Personennahverkehr Achim Jesel, um die anstehende Gremiensitzung vorzubereiten. Kernstück der Sitzung wird die Weiterentwicklung des ÖPNVs im Saarland und die entsprechenden Vorschläge der Landesregierung sein.

In Neunkirchen in den Räumlichkeiten des Landesverbandes der Lebenshilfe stellte ich im Anschluss gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Klaus Häusler einen neuen Ausbildungsatlas vor, der in Kooperation mit dem BVB Verlag und zahlreichen Firmen entstanden ist. Der Ausbildungsatlas soll als Orientierungshilfe für die Schülerinnen und Schüler auf Ausbildungsplatzsuche sein. Die Broschüre, die auch im Internet abrufbar ist, enthält zahlreiche Berufs- und Firmenprofile und wirbt auch für unser Bildungsportal des Landkreises Neunkirchen. Ziel soll es sein, junge Menschen für Ausbildungsberufe zu begeistern und so die Zukunft unseres Wirtschaftsstandortes Landkreis Neunkirchen zu gestalten. Am Nachmittag fand die Sitzung des Kreistages statt. Im öffentlichen Teil berichtete der Leiter unseres Gesundheitsamtes Oliver Schöne  über den Status Quo des Corona Virus. Die beiden Kreistagsfraktionen CDU und SPD brachten zwei Resolutionen ein. In der einen Resolution ging es um die Weiterentwicklung des Standortes Reden, in einer weiteren Resolution wurde sich für die Erhaltung des Krankenhausstandortes Ottweiler stark gemacht. Darüber hinaus ging es im öffentlichen Teil um die Finanzierung von Arbeitsmarktprojekten unsere Beschäftigungsgesellschaft AQA, der Zustimmung zum neuen Rahmenvertrag zur Finanzierung der Pflegestützpunkte sowie eines Zuschusses zur Weiterführung des Projektes Wertstoffhof Illingen im Rahmen des Teilhabechancengesetzes. Abschließend beantworte ich die Anfrage der CDU Kreistagsfraktion aus der vorherigen Kreistagssitzung zum Thema Digitalpakt.

 

Heute Morgen fand ein Gespräch der Landräte mit dem Landesvorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei David Maaß zu verschiedenen Themen statt. Darauf folgte eine Klausurtagung zur Fortentwicklung des Soziallastenansatzes im Saarland.

Heute Morgen berichtete die Saarbrücker Zeitung über mein neues Ehrenamt als Kreisvorsitzender des DRK – das breite Leistungsspektrum unseres Kreisverbandes sowie die Herausforderungen  der Zukunft wurde gut dargestellt. Den Artikel finden Sie hier.

Morgen Abend werde ich zu Gast beim „Fest der Besten“ der Gemeinde Merchweiler sein. Bürgermeister Patrick Weydmann wird hier viele erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler öffentlich auszeichnen und damit auch den Vereinen ein attraktives Podium bieten. Wir alle wissen, Vereinsarbeit ist gelebte Sozialarbeit. Daher ist es wichtig, dieses Engagement immer wieder aufs Neue öffentlich zu würdigen.

 

Ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende.

Ihr Landrat Sören Meng


28.02.2020 Die Fastenzeit beginnt

Besprechung des Krisenstabes zur präventiven Vorbereitung auf den Coronavirus
Besuch des Lebenshilfe-Ladens in Ottweiler - 13.000 Euro konnten der Lebenshilfe überreicht werden

Nach herrlichen, entspannten Tagen mit meiner Familie im wunderschönen Montafon trat ich am Aschermittwoch meinen Dienst an. Er begann mit verschiedenen Rücksprachen im Bereich Personal. Danach tagte die Führungskräfterunde der Kreisverwaltung, um über aktuelle Herausforderungen unserer Verwaltung intensiv zu reden. Die Runde, bestehend aus Dezernenten, Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleitern und ihren Stellvertretern tritt mehrmals im Jahr regelmäßig und anlassbezogen zusammen. Dies ist deshalb so wichtig, da aufgrund unserer zahlreichen Dienstgebäude die Kommunikation oftmals etwas schwieriger ist. Allerdings ist es wegen Digitalisierung in den letzten Jahren deutlich leichter geworden, dennoch, ein persönliches Gespräch und ein Austausch kann aus meiner Sicht nichts ersetzen.

In den letzten Tagen wurde in den Medien über eine mögliche Schließung der Marienhausklinik Ottweiler spekuliert. Bereits vor Wochen tauschte ich mich mit dem Geschäftsführer der Klinik aus, der damals nicht von einer zeitnahen Schließung ausging. Heute gab es in der Saarbrücker Zeitung ein Statement der Marienhaus GmbH zu lesen, dass das Ende des Standortes Ottweiler ankündigt, ich hätte mir ein anderes Kommunikationsverhalten seitens des Krankenhausträgers gewünscht.

Am Mittwoch veröffentlichte ich folgendes Statement:
„2007 wurde das damalige Kreiskrankenhaus Ottweiler an die Marienhaus GmbH verkauft, um die wohnortnahe und zukunftssichere Versorgung im Krankenhaussektor zu gewährleisten und die beiden Standorte Ottweiler und Kohlhof in einem größeren Verbund langfristig zu erhalten. Auch  kleinere Krankenhäuser sind aus meiner Sicht von Bedeutung und dürfen nicht geschlossen werden, da bei einem künftig zu erwartenden Ärztemangel die medizinische Versorgung der Bevölkerung durch Haus- und Fachärzte wahrnehmbar abnehmen wird. Hinsichtlich der demografischen Entwicklung und der Altersstruktur im  Landkreis Neunkirchen ist zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger eine gute medizinische Versorgung wichtig. Bei allen Kostendiskussionen ist die medizinische Versorgung und das Vertrauen der Menschen auf eine wohnortnahe, gute stationäre medizinische Versorgung, etwas Elementares. Ich würde mir eine grundsätzliche, gesellschaftliche Debatte rund um die Gesundheitsversorgung wünschen, da der Kostendruck immer weiter wächst.“ Neue Erkenntnisse erhoffe ich mir von der Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales des saarländischen Landtages, zu der ich am nächsten Mittwoch eingeladen bin. Hier soll es ein Austausch mit den Verantwortlichen der Marienhausklinik geben. Neben der Bedeutung der wohnortnahen Klinik, liegen mir auch die zahlreichen Beschäftigten in Ottweiler am Herzen. Sie sollten umfassend informiert werden, was in Zukunft am Standort geplant ist.

Der Abschluss meines ersten Arbeitstages bildete eine Besprechung, in  der es um die mögliche Ausbreitung des Coronavirus ging. Um es an dieser Stelle klar zu formulieren: Diese Besprechung dient dazu im sogenannten Ernstfall schnell handeln zu können. Ein Verdacht gibt es derzeit nicht, allerdings halte ich es für wichtig, sich im Vorfeld mit Szenarien zu beschäftigen. Dies wurde mir auch durch meine Fortbildung an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz deutlich. Rund um die Thematik Coronavirus können Sie sich hier auf unserer Startseite informieren.

 

Gestern Morgen fanden interne Besprechungen statt. Danach tauschte ich mich mit dem Geschäftsführer unserer Wasserversorgung Ostsaar (WVO) Stefan Kuntz aus. Im Anschluss war ich bei der VSE in Saarbrücken, wo eine vorbereitende Sitzung zur anstehenden Aufsichtsratssitzung stattfand. Am Nachmittag tagte der Kreisausschuss. Im öffentlichen Teil standen neben der Annahmeniederschrift nur noch Anfragen und Mitteilungen, sowie Verschiedenes auf der Tagesordnung. Im nicht-öffentlichen Teil ging es im Rahmen der Vorbereitung der Kreistagssitzung unter anderem um Finanzierung von Arbeitsmarktprojekten, Zustimmung zu einem Rahmenvertrag und um zahlreiche Personalangelegenheiten, die laut Geschäftsordnung zustimmungspflichtig sind.

Heute Morgen tauschte ich mich mit dem Team unseres Personalamtes zu verschiedenen Personalthemen aus. Dann fand gegenüber des Landratsamtes die Spendenübergabe „Basteln für die Lebenshilfe“ statt. Hildegard Marvan und ihr Team basteln schon seit vielen Jahren ehrenamtlich zugunsten der Lebenshilfe im Landkreis. Dieses Mal konnte, 13.000 Euro, ein besonders großer Betrag, zum Wohle der Menschen mit Behinderungen übergeben werden. Das freut mich als Landrat, aber auch als Vorstandsmitglied der Lebenshilfe besonders. Herzlichen Dank für dieses vorbildliche Engagement. Am Nachmittag fand eine Besprechung zur Entwicklung des Erlebnisortes Reden statt.

Am Sonntagmorgen bin ich im Freizeitzentrum Finkenrech, um das neu vermietete Landhotel des Kreises offiziell zu eröffnen. Auch der Eppelborner Bürgermeister Dr. Andreas Feld wird vor Ort sein, denn auch für seine Gemeinde ist unser Freizeitzentrum eine wichtige Attraktion. Ich wünsche den neuen Pächtern viel Erfolg und viele zufriedene Gäste.

Ihnen allen ein schönes, gemütliches Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


21.02.2020: Kurzer Fastnachtsblog

Vernissage der Ausstellung von Carolus Horn „Wenn aus Wolken Spiegeleier werden“ in der Marienhausklinik Ottweiler

Foto: Astrid Oertel
Besprechung zum Thema Digitalisierung unserer Schulen
Besichtigung der Baustelle am Jägermeisterpfad
Einbürgerung im Landratsamt

Dieser Blog fällt einmal recht kurz aus. Wenn er erscheint, befinde ich mich in Urlaub. Beginnen möchte ich mit dem Blog nicht am Montag, sondern am Sonntagabend. Da eröffnete ich eine besondere Ausstellung im Marienkrankenhaus Ottweiler. Hierzu hatten der Demenzverein im Landkreis Neunkirchen und die Leitstelle „Älter werden“ eingeladen. Noch bis Ende März ist in der Marienhausklinik Ottweiler die Ausstellung von Carolus Horn „Wenn aus Wolken Spiegeleier werden“ zu sehen. Carolus Horn war einer der bekanntesten Designer im Nachkriegsdeutschland. Er gestaltete unvergessene Werbekampagnen des deutschen Wirtschaftswunders wie beispielsweise für Esso („Es gibt viel zu tun. Packen wir’s an“) oder Opel („Nur Fliegen ist schöner.“). Mit 60 Jahren erkrankte er an Alzheimer. Die Ausstellung dokumentiert, wie sich die Krankheit in seine Werke einschlich, Farb- und Formsprache über sieben Jahre veränderte und schließlich zum Zerfall der Gestaltungskraft führte. Bereits 2004 präsentierten wir diese Ausstellung im damaligen Kreiskrankenhaus. Ich war zu dieser Zeit für die Öffentlichkeitsarbeit des Landkreises verantwortlich und erinnere mich noch gut an die Ausstellungseröffnung. Die beeindruckenden Werke von Carolus Horn unter Beeinflussung der Krankheit haben mich nachhaltig beeindruckt. Es sind Werke, die auf der einen Seite betroffen, auf der anderen Seite aber auch hoffnungsvoll stimmen. Sie zeigen, wie kreativ man auch nach der Diagnose Demenz sein kann. Demenz geht uns alle an. Wir werden eine Gesellschaft, die glücklicherweise älter wird. Leider wird damit auch die Chance an Demenz zu erkranken größer. Sicherlich kennt jeder von uns einen Menschen, der betroffen ist. Unser aller Ziel muss es sein, Möglichkeiten der Teilhabe demenziell erkrankter Menschen am gesellschaftlichen Leben zu schaffen. Wir sind hier auf gutem Weg: Vor zwei Jahren wurde das Kooperationsnetzwerk zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen dementiell erkrankter Menschen im Landkreis Neunkirchen gegründet. 80 Partner wollen die Verbesserung von Versorgungsstrukturen nachhaltig begleiten und  eine Interessenvertretung für Betroffene sein. Gleichzeitig ist unser Demenzverein und dessen Geschäftsstelle auch offizielle Demenzberatungsstelle. An dieser Stelle danke ich Volker Schwarz, Petra Nix und Felicitas Zumpf für ihre engagierte Arbeit. Ein Dankeschön geht auch an die Sozialdezernentin des Landkreises Neunkirchen Birgit Mohns Welsch, die sich dienstlich und ehrenamtlich für die Ziele unseres Demenzvereines stark macht. Wichtig ist für uns,  dass  Betroffene und Angehörige umfangreiche Hilfen erhalten. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe dafür zu sorgen, dass sich Menschen in einer besonderen Lebenssituation nicht alleine fühlen, sondern darauf bauen können, dass es Menschen gibt, die für sie da sind. Daher ist es für mich wohltuend festzustellen, dass unser Demenznetzwerk wächst und alle Mitglieder wertvolle Arbeit zum Wohle unserer Gesellschaft leisten. Einen beeindruckenden Vortrag erlebten die Gäste bei Dr. Jörg Eberling. Er entführte in die, durch Demenz ausgelöste „Traumwelt“ und machte deutlich, wie Erkrankte ihre Situation selbst wahrnehmen. Anhand der Werke von Carolus Horn zeigte er auf, wie sich die Denkweise und seine Kunst veränderten. Gingen zu Beginn Perspektive und Konturen mehr und mehr verloren, änderte sich im Verlauf der Krankheit auch die Farbgebung und Farbwahrnehmung. Mit Blick auf die Ausstellung und darüber hinaus, betonte Dr. Eberling abschließend: „Denken Sie sich in die Welt des Demenzpatienten hinein. Und versuchen Sie nicht die Fehler zu sehen, sondern die Dinge, die bleiben.“ 

Der Montagmorgen begann mit internen Terminen. Mit der verwaltungsinternen Arbeitsgruppe zum Thema Digitalisierung unserer Schulen traf ich mich, um über den neuesten Planungsstand informiert zu werden. Im Rahmen des Digitalpaktes werden wir in den nächsten Jahren viel Geld in die Digitalisierung unserer Schulen stecken. Derzeit werden die Medienkonzepte der Schulen eingereicht, die dann gemeinsam besprochen werden. Schließlich erfolgt eine Abstimmung mit dem Land, damit die Maßnahmen auch richtlinienkonform sind. Im ersten Schritt werden wir sogenannte Standards herstellen. Allerdings ist es durch das Projekt auch möglich sogenannte Endgeräte, wie iPads zu beschaffen. Mir ist es wichtig, dass wir die Schulen mit dieser Maßnahme eng begleiten, damit ein gutes Ergebnis erreicht werden kann. Dieser Besprechung schloss sich das Jour fixe an. Hier besprachen wir die kommenden Gremiensitzungen und aktuelle Herausforderungen für die Verwaltung. Am Nachmittag war ich mit dem Leiter unserer Bauabteilung Thorsten Mischo unterwegs, um mir die Großbaustelle TGBBZ anzusehen. Hier hat sich seit dem vergangenen Besuch viel getan. Derzeit wird die Außenfassade hergestellt. Im Innern wurden die meisten Räume entkernt und werden für die Aufgaben der Zukunft vorbereitet. Diese Arbeiten sollen spätestens im kommenden Jahr abgeschlossen werden, damit die Schule für den zweiten Bauabschnitt in die neuen Räume umziehen kann. Aufgrund der Größe der Schule ist es erforderlich, dass die Maßnahme in mehreren Abschnitten erfolgt, damit der Unterricht weiterhin möglichst störungsfrei stattfinden kann. Auch sah ich mir die neue Förderschule, die wir im Auftrag des Landes realisierten, näher an. Hier wird derzeit das Lernzentrum fertiggestellt.

 

Am Dienstag fanden verschiedene Rücksprachen statt. Im Anschluss händigte ich 13 Bürgerinnen und Bürgern ihre Einbürgerungsurkunden aus. Diese Veranstaltung fand wie gewohnt im historischen Sitzungssaal des Landratsamtes statt. Ich nahm die Aushändigung zum Anlass, um auf die große Bedeutung unseres Grundgesetzes und seiner Artikel hinzuweisen. Wir alle können stolz sein, solch eine Verfassung zu haben, die seit über 70 Jahren Gültigkeit hat und die durch den Wunsch nach Frieden geprägt ist. Dies ist gerade in heutiger Zeit besonders wichtig herauszuheben. Auch am Mittwoch fanden verschiedene hausinterne Besprechungen statt. Unter anderem ging es um die Weiterentwicklung des Erlebnisortes Reden. Hier tauschte ich mich mit dem Leiter unserer Tourismus-und Kulturzentrale Christian Rau und dem Geschäftsführer der IKS Valentin Holzer intensiv aus. Künftig wollen wir im Bereich des Standortmanagements zusammenarbeiten. Aus diesem Grund wurde auch von Seiten der IKS ein Konzept beauftragt, das den Umfang des möglichen Managements aufzeigen soll. Dies werden wir natürlich auch den Gremien vorstellen.

 

Seit gestern befinde ich mich in Urlaub und werde am Aschermittwoch wieder meinen Dienst aufnehmen. Damit entgehe ich wieder einmal einer Verhaftung durch die Narren. Ich gelobe allerdings Besserung, nächstes Jahr werde ich an den tollen Tagen wieder präsent sein. Ich wünsche Ihnen schöne, stimmungsvolle Fastnachtstage und den Umzügen im ganzen Landkreis einen tollen, reibungslosen und sturmfreien Verlauf.Ich grüße Sie alle mit einem herzlichen Alleh Hopp! 

Ihr Landrat Sören Meng


14.02.2020: Stürmische Woche

Landrat Meng närrisch unterwegs - auf der Kappensitzung in Merchweiler stieg er vergangenes Wochenende in die Bütt
Vom Kreislagezentrum aus wurden die Einsätze der Hilfskräfte während dem Sturm Sabine koordiniert
Großer Narrenempfang im Landratsamt

Für mich begann meine Arbeitswoche bereits in der Nacht zwischen Sonntag auf Montag. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor dem Sturmtief Sabine, das für Sonntag und Montag angekündigt war. Wir richteten das Kreislagezentrum am Sonntagabend ein. Unser Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack und sein Stellvertreter Michael Schuh waren gemeinsam mit Alexander Koch von unserer Kreispolizeibehörde vor Ort, um das Lagezentrum vorzubereiten. Gegen Mitternacht trafen weitere Mitglieder des Stabes ein. Ich war auch vor Ort, um mir ein Bild der Lage zu machen. Glücklicherweise hielten sich die Schäden im Landkreis Neunkirchen in Grenzen. Allerdings rückten unsere Wehren rund 80 Mal aus. Am frühen Morgen stellte das Kreislagezentrum seinen Dienst ein. Herzlichen Dank an dieser Stelle allen Hilfskräften, die in dieser Nacht aktiv waren und uns vor schlimmeren Schäden bewahrten.

Am Montagmorgen tauschte ich mich mit dem Bürgermeister der Gemeinde Eppelborn Dr. Andreas Feld zu verschiedenen Themen aus. Auch die touristische Ausrichtung der Gemeinde war Thema. Unser Freizeitzentrum Finkenrech liegt innerhalb der Gemeinde Eppelborn und soll in Zukunft verstärkt mit der Gemeinde vernetzt werden. Auch wollen wir über weitere Wanderwege rund um unser Freizeitzentrum beraten. Anschließend fanden verwaltungsinterne Termine statt. Am Nachmittag tauschte ich mich mit dem Geschäftsführer der IKS Valentin Holzer und dem Werkleiter unserer Tourismus und Kulturzentrale Christian Rau aus. Es ging um die Weiterentwicklung des Zukunftsstandortes Reden. Hier gibt es von Seiten der IKS interessante Vorschläge, die die Attraktivität des Standortes nachhaltig verbessern. Auch loten wir derzeit eine Kooperation in Sachen Standortmarketing aus.

 

Am Dienstag standen zahlreiche verwaltungsinterne Termine auf meiner Agenda. So ging es beispielsweise um eine neue Dienstvereinbarung in Sachen Heimarbeit. Einer langjährigen Mitarbeiterin händigte ich anlässlich ihres 40-jährigen Dienstjubiläums eine Urkunde aus. Der Nachmittag stand im Zeichen der Fastnacht. Bereits zum zweiten Mal lud ich alle Karnevalsvereine der Region zu mir ins Landratsamt ein. Claus Zewe hat wieder einen originellen Pin entworfen, der gemeinsam mit unserer Sparkasse Neunkirchen in Auftrag gegeben wurde. Im Landkreis Neunkirchen gibt es 35 Karnevalsvereine. Jede der Vereine hatte Vertreter und Prinzenpaar geschickt. Die Karnevalsvereine stehen für mich für Tradition, Heimat, Brauchtumspflege und vor allen Dingen für eine tolle Jugendarbeit. Daher möchte ich mit diesem Empfang ein Zeichen der Dankbarkeit setzen. Die Karnevalsvereine pflegen das Kulturgut Fastnacht und bereichern damit unsere Gesellschaft. Ich freute mich sehr, dass der Präsident des VSK Hans-Werner Strauss persönlich vor Ort war. Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen, auch eine kleine Büttenrede zu halten, in der ich auch aktuelle Themen einfließen dies. Hier einige Zeilen:

„Liebe Närrinnen und Narren,

Danke will ich heute saahn,

de Faasebootse mit Elan, die jedes Johr um diese Zeit

verbreite Frohsinn, Heiterkeit,

die de Alltag uns versieße,

Pointe in de Saal rinnschieße,

es ganze Johr viel schaffe, denke,

für uns die Gräte sich verenke,

Witze suche, Lieder schreiwe,

um uns scheen die Zeit verdreiwe.

Uns dobei immer wedder zeie,

wie ma sich kann am Lääwe freie.

De Ganze Landkreis schunkelt mit,

Ihr Narre sinn ein echter Hit,

für mich is ääns doch sonnenklar,

Mir sinn die Hochburg von de Saar!

Ihr Faasenachter, Ihr sinn topp.

Dodruff ein lautes Alleh Hopp!

 

In unserem Land geht’s derzeit rund,

was geht dort ab, wer treibts dort bunt.

Es Greta hat mit vielem recht,

doch umgesetzt werds eher schlecht.

De Diesel, er wird jetzt verdammt,

mir fahre Strom, das klingt charmant,

das is so leis, das is so scheen,

doch schwupp die wupp duhn mir dann stehn.

Wer denkt an die Autoarwedsplätz in unserer Region,

woher kommt üwwerhaupt der benötigte Strom?

Der Ökowahnsinn werd zum Flopp,

der Faasenacht ein Alleh Hopp!

 

Viel Johr war unser AKK,

die närrisch Putzfraa von de Saar,

dann wollt sie e nei Baustell hann,

un hat beim Bund schnell aangefang.

Dort konnt sie plotze wie verrickt,

un trotzdem war ma nie beglickt,

die konnt grad mache, was sie wollt,

die Bildzeitung hat nur geschmollt.

Jetzt langts ihr, mir verstehn ihr Flemm,

am Scheenschde is es doch Dehemm!

Do hat ma Erdung ohne Knopp,

mir siehn uns wedder, alleh Hopp!“

 

An dieser Stelle allen Vereinen, die da waren und natürlich meinem Team herzlichen Dank. Ein besonderes Dankeschön geht an das Prinzenpaar des Jahres Carina I. und Nicolas I., vom Neunkircher-Karnevals-Ausschuss, die für eine vortreffliche musikalische Umrahmung sorgten und tolle Stimmung verbreiteten.

 

Am Mittwochmorgen fand ein Gespräch in Sachen Brandschutz und weiteren Maßnahmen mit den Verantwortlichen unserer Kreispolizeibehörde statt. Im Anschluss stellten sich neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Kreisverwaltung bei mir vor. Am Nachmittag fand der Jahresauftakt der Sparkasse Neunkirchen statt. Als Verwaltungsratsvorsitzender was es mir wichtig einige persönliche Worte an das Team unserer Sparkasse zu richten. Hier nutzte ich die Gelegenheit mich für das vorbildliche Engagement für unsere Region und seine Menschen zu bedanken. Ohne das Sponsoring der Sparkasse könnten viele Vereine und Institutionen ihre größtenteils ehrenamtliche Arbeit nicht in diesem Umfang durchführen.

 

Gestern Morgen fand ein erstes Gespräch mit der künftigen Dezernentin des Sozialdezernates statt. Sie wird Ende April ihren Dienst aufnehmen. Im Anschluss traf ich mich mit unserem Personalrat, um aktuelle Themen zu besprechen. Von Digitalisierung bis Heimarbeit reichte die Bandbreite. Am Nachmittag stand dann Schreibtischarbeit an. Gestern veröffentlichte die IKS ihre Überlegungen zum Erlebnisort Reden. In einer kurzen Pressemeldung nahm ich hierzu Stellung und begrüßte das Vorgehen. Die Pressemitteilung finden Sie hier.

 

Am heutigen Morgen fand das Jour Fixe mit unserem Personalamt statt. Im Anschluss gab es einige Rücksprachen und Büroarbeit.

 

Morgen werde ich einen neuen Hofladen in Eppelborn-Bubach besuchen.

Der Landwirt Lukas Brill ist seit September Partner unserer Regionalmarke .Herr Brill ist Gemüsebauer und verkauft seine Erzeugnisse nur an den Endverbraucher.In Eppelborn-Bubach Illtalstrasse 68 hat er seinen Hofladen. Neben diesem Hofladen hält er auch einen Automaten vor, an dem man sich rund um die Uhr mit regionalen Lebensmitteln eindecken kann. Morgen stellt er erstmals einen historischen Tante-Emma-Laden aus dem Jahr 1910 vor, den er in sein Hofladen integriert hat. Ich freue mich sehr das neue Angebot von Herrn Brill zu bewundern.

 

Am Sonntagnachmittag um 17 Uhr eröffne ich der Marienhausklinik Ottweiler eine besondere Ausstellung, die sich mit dem Thema Demenz und Kunst auseinandersetzt. Eine Ausstellung erinnert an das Wirken des einstigen Werbegrafikers Carolus Horn, der in den fünfzigern und sechziger Jahren bekannte Werbekampagnen hervorbrachte. Er erkrankte Anfang der achtziger Jahre an Demenz, widmete sich allerdings bis kurz vor seinem Tod weiterhin der Kunst. Anhand der Bilder kann man erkennen wie die Krankheit Demenz sich auf sein Werk auswirkte. Die Firma Novartis hat diese Ausstellung unserem Demenzverein im Landkreis Neunkirchen leihweise zur Verfügung gestellt.

 

Ich wünsche Ihnen ein schönes, hoffentlich nicht allzu verregnetes Wochenende!

 

Ihr Landrat Sören Meng


07.02.2020: Themen, Themen, Themen…

Landrat Sören Meng besichtigte mit Michael Krämer das Landheim Wiesbach
Kolloquium zum Archtiktenwettbewerb zur Erweiterung/Neubau der Gemeinschaftsschule Neunkirchen Stadtmitte

Mein Amt bringt es mit sich, dass ich mich mit vielen Themen auseinandersetzen darf. Dies war auch diese Woche wieder der Fall. Los ging es mit dem verwaltungsinternen Jour fixe, indem aktuelle Themen unsere Kreisverwaltung betreffend, besprochen wurden. Danach traf ich mich mit dem Geschäftsführer der Eppelborner Firma Krämer IT Michael Krämer, um mich mit ihm auszutauschen. Kürzlich veranstaltete er gemeinsam mit der Gemeinde Eppelborn und dem Bildungsministerium eine Messe rund um das Thema Digitalisierung. Hier ist Michael Krämer ein gefragter und kompetenter Ansprechpartner. Er und sein Team betreuen auch einige Schulen im Landkreis Neunkirchen im Bereich IT.

Gemeinsam mit ihm besichtigte ich das alte Landheim Wiesbach. Vor rund drei Jahren erläuterte mir Michael Krämer die Pläne, die er und Manfred Komenda mit dem Objekt hatten. Mittlerweile sind aus den Visionen Wirklichkeit geworden. Zahlreiche barrierefreie Wohnungen wurden geschaffen, der ehemalige Kindergarten wurde in Büroräume umgestaltet und das Haupthaus, eine ehemalige Villa, wird bis Mitte des Jahres in eine moderne Praxis verwandelt. Insgesamt beträgt die Gebäudenutzfläche rund 3000 m² und verteilt sich auf mehrere Gebäude. Auch eine Sporthalle gehört zu dem Ensemble. In Zukunft soll auch der ehemalige Park des Gebäudekomplexes für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Mit der Weiterentwicklung und Sanierung des alten Landheimes wurde ein geschichtsträchtiger Leerstand beseitigt, der gleichzeitig das medizinische Angebot der Gemeinde bereichern wird. Für mich ist dies ein beispielhaftes Projekt, auch hinsichtlich der Regionalentwicklung. Am Montagnachmittag fand eine vorbereitende Besprechung zur anstehenden Vorstandssitzung des Landkreistages mit den Dezernenten statt.

 

Am Dienstagmorgen standen zahlreiche Rücksprache Termine auf meiner Agenda. Anschließend fuhr ich nach Blieskastel, wo eine notarielle Beurkundung eines Erbbaurechtsvertrages zwischen dem saarländischen Schwesternverband und dem Landkreis Neunkirchen stattfand. Hintergrund ist eine Neubaumaßnahme in Neunkirchen. Der saarländische Schwesternverband beabsichtigt ihre Schule, auf dem Gelände des Landkreises Neunkirchen, deutlich zu erweitern. Mit dem Neubau wird der Schulstandort Neunkirchen nachhaltig gestärkt. Danach tagte der Sparkassenzweckverband.

 

Am Mittwochmorgen fand im Neunkirchen Landratsamt eine Informationsveranstaltung unseres Bauamtes statt. Im Rahmen des Architektenwettbewerbes für die Sanierung bzw. für den Neubau unserer Gemeinschaftsschule Stadtmitte Neunkirchen hatten die Architekturbüros die Möglichkeit sich intensiv mit dem Bauvorhaben auseinanderzusetzen und den derzeitigen Standort und die Gebäude der Schule zu besichtigen. Gleichzeitig war auch das Fachpreisgericht anwesend, um die Fragen der Architekten zu beantworten. Bis Ende April werden uns die Entwürfe vorliegen. Dann wird entschieden, wer das Großprojekt endgültig planen darf. Ich bin jetzt schon gespannt darauf, welche Pläne und Modelle uns eingereicht werden. Wieder zurück in Ottweiler beantwortete ich zahlreiche Fragen zu einem Forschungsprojekt, das sich mit unserem Modellvorhaben Land(auf)Schwung intensiv auseinandersetzte. In diesem Projekt wird das Vorhaben wissenschaftlich begleitet. Unter anderem ging es in den Fragen um die Themen Daseinsvorsorge und regionale Wertschöpfung. Auch hatte ich die Möglichkeit, die zahlreichen Projekte Revue passieren zu lassen. Das Ganze wurde vom Thünen Institut für ländliche Räume, Braunschweig durchgeführt. Mein Arbeitstag endete mit der Verwaltungsratssitzung der Sparkasse Neunkirchen, die sich mit vielerlei Themen rund um unsere Sparkasse beschäftigte.

 

Gestern Morgen besprach ich mit der Regionalentwicklungsagentur des Projektes Land(auf)schwung einige Themen aus der Sondersitzung Regionalentwicklung, die Ende vergangenen Jahres stattfand. Ziel war es die Verstetigung des Regionalmanagements aufzuzeigen. Gemeinsam mit dem Kreistag setzten wir uns intensiv in der Sondersitzung mit dem Zukunftspotenzial unserer Region auseinander. Dank des Projektes Land(auf)schwung hatten wir die Möglichkeit, unterschiedlichste Projekte aus den Bereichen Daseinsvorsorge und Wertschätzung auszuprobieren. Einige der Projekte konnten bereits verstetigt werden. Jetzt geht es darum zu ergründen, wie wir die Ergebnisse des Workshops künftig nutzen werden. Ich werde im Laufe des ersten Halbjahres 2020 die Ergebnisse im Kreistag erneut thematisieren. Danach fanden interne Gespräche in meinem Büro statt. Am Nachmittag übergab ich einem langjährigen Mitarbeiter die Urkunde anlässlich seines 40. Dienstjubiläums.

 

Der heutige Morgen stand ganz im Zeichen des saarländischen Landkreistages. Im Vorstand, der im Saarbrücker Schloss tagt, gab es viel zu beraten. Anschließend stand Schreibtischarbeit auf meinem Plan.

Morgen Abend bin ich zu Gast bei der Kappensitzung des Ki-Ka-Ju Merchweiler. Hier werde ich noch einmal in die närrische Bütt gehen. Ich freue mich schon darauf.

Ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


31.01.2020: Eine Woche im Zeichen der Sicherheit

Fortbildung des Katastrophen-Krisenstabs in Bad-Neuenahr
Landrat Meng verabschiedete Schulleiterin Frau Weiskircher-Hemmer an ihrem letzten Arbeitstag

Diese Woche war für mich alles andere, als gewöhnlich. Von Montag bis Mittwoch beschäftigte ich mich intensiv mit dem Risiko- und Krisenmanagement für untere Katastrophenschutzbehörden. Der Katastrophenschutz ist Teil der allgemeinen Gefahrenabwehr. Er obliegt den Ländern. Für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort sind die Kreise verantwortlich. Sie sind als sogenannte untere Katastrophenschutzbehörden für den Schutz bei größeren Unglücksfällen oder Katastrophen verantwortlich. Grundsätzlich handelt es sich bei einer Katastrophe um ein schweres Unglück mit potenziell verheerenden Folgen für Menschen und Umwelt. Eine Katastrophe im Sinne des „Gesetzes über Brandschutz, Technische Hilfe und den Katastrophenschutz im Saarland“ meint damit eine so große Gefahr oder Not oder einen so schweren Unglücksfall, dass Hilfe und Schutz nur dann wirksam gewährleistet werden können, wenn die dazu berufenen Behörden, Dienststellen und Hilfsorganisationen unter einheitlicher Leitung zusammenarbeiten. Dabei wird zwischen technischen Katastrophen (z. B. Explosionen, Brände, Freiwerden von Gefahrenstoffen) und Naturkatastrophen (z. B. Hochwasser, Sturm oder gar Erdbeben) unterschieden. Alle Maßnahmen, die in einer solchen Notfallsituation getroffen werden und dem Schutz von Leben, Gesundheit und Umwelt dienen, nennt man Katastrophenschutz.  Mit dem Verwaltungsstab, den Vertretern der Feuerwehr, der Polizei, der Bundeswehr und dem Energieunternehmen probten wir an diesen Tagen an der Akademie für Krisenmanagement und Gefahrenabwehr in Bad Neuenahr-Ahrweiler einen möglichen Ernstfall. Die Lage wurde uns von der Akademieleitung vorgegeben und wir mussten entsprechend reagieren, um notwendige Maßnahmen zu veranlassen. In der Lage gingen wir von einem flächenmäßigen Stromausfall, gebündelt mit einer extrem schwierigen Wetterlage und zweistelligen Minusgraden aus. Der Krisenstab arbeitete sehr gut zusammen, wir erfüllten die Erwartungen der Seminarleitung. Bereits vor zwei Jahren hatten wir uns intensiv mit dem Katastrophenschutz beschäftigt und eine Inhouse-Veranstaltung durchgeführt. Jetzt wurden die Inhalte wieder vertieft. Im nächsten Schritt wird unser Stab regelmäßig zusammentreffen, sodass wir im Falle eines Falles, der hoffentlich nie eintreten wird, gerüstet sind. An dieser Stelle verweise ich auf die Informationsseite unseres Landkreises, auf der unter anderem auch nützliche Links zusammengetragen wurden, um bereits im Vorfeld genau zu wissen, ob man auch als Bürger für eine möglicherweise schwierige Situation gewappnet wäre. Unter anderem geht es auch um eine minimale Vorratshaltung, die im Katastrophenfall sehr nützlich wäre. Die Infos finden Sie hier.


Mit vielen interessanten Eindrücken ging es wieder zurück in den Landkreis Neunkirchen, wo der Alltag wartete. Am Mittwochnachmittag war ich dann damit beschäftigt, zahlreiche Unterschriften zu tätigen und mich auf die Termine der kommenden Tage vorzubereiten.

 

Gestern Morgen war ich bei der Geschäftsstelle der ZPS in Saarbrücken zu Gast. In meiner Funktion als Zweckverbandsvorsitzender des Öffentlichen Personennahverkehrs tauschte ich mich mit dem Geschäftsführer Achim Jesel zu aktuellen Herausforderungen im ÖPNV aus. Um eine unabhängige Wohnberatung für das Saarland ging es in einem Folgetermin des Ministeriums für Soziales. Anschließend war ich im Innenministerium zu Gast, wo es um Möglichkeiten einer bestimmten Finanzierung ging. Apropos Finanzierung: Das Landesverwaltungsamt hat unserem Haushalt 2020 zugestimmt. Dies freut mich sehr, denn wir können deutlich früher als sonst, beginnen, den Haushalt zu vollziehen und dringende Maßnahmen zu veranlassen. Das ist gerade in punkto Bauprojekten sehr wichtig. Am Nachmittag fand dann die erste Sitzung unseres Kreistages im neuen Jahr statt. Im öffentlichen Teil ging es um die Fortführung der Illinger Gemeindebuslinie „Kerpenexpress“. Desweiteren beriet der Kreistag über die neue Bezeichnung der Gewerbeschule, der Sozialpflegeschule und der Handelsschule Neunkirchen. Der Kreistag stimmt der Umbenennung in Berufsfachschule der Fachrichtung Technik bzw. der Fachrichtung Gesundheit und Soziales und der Umbenennung der Handelsschule in Berufsfachschule der Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung zu. Darüber hinaus gab es einige Vergaben, denen der Kreistag zustimmen musste. Die CDU Kreistagsfraktion hatte eine größerer Anfrage zum Thema Digitalisierung vorbereitet. Durch das Bundesprogramm werden wir in der Lage sein, unsere Schulen für die Zukunft fit zu machen und den Großteil der notwendigen IT Ausstattung umzusetzen. Ein Schwerpunkt ist natürlich die digitale Infrastruktur und ein Anschluss an das Glasfasernetz. Dieser Anschluss wird von der Landesebene und dem Zweckverband ego Saar koordiniert. Derzeit sind alle Schulen aufgerufen individuelle Medienkonzepte zu erstellen, die ersten wurden bereits abgegeben, müsen jedoch noch modifiziert werden. Innerhalb der Verwaltung haben wir eine Arbeitsgruppe gegründet, die gemeinsam mit den Schulen die nächsten Schritte abstimmen wird. Die Anfrage handelte auch von der Datensicherheit. Auch an dieser Stelle sind wir mit unserer EDV-Abteilung gut aufgestellt. Für die Kreisverwaltung kann ich sagen, dass unser internes IT-Netz sicher ist und kontinuierlich dafür gesorgt wird, dass wir vor sogenannten Hackerangriffen geschützt sind. Allerdings ist das Thema Datensicherheit auch im Kontext der Digitalisierung an Schulen von großer Bedeutung. Ich bin sicher, dass ich über dieses Thema noch häufig in meinem Blog schreiben werde, denn der Digitalpakt und seine Umsetzung  fordern den Landkreis und seine Schulen. Auch die Gemeinden, die Schulträger der Grundschulen sind, arbeiten mit Hochdruck an diesem Thema.

 

Heute Morgen besprach ich mit dem Geschäftsführer unserer Wirtschaftsförderungsgesellschaft Klaus Häusler aktuelle Themenfelder. Es ist schön und wichtig, dass unser Startup-Center, das im Rahmen von Land(auf)Schwung entstand, weitergeführt wird. Auch sind wir derzeit dabei, über einen innovatives Tool zu beraten, das der Landkreis in Gänze besser vermarkten könnte. Doch dazu bald mehr. Im Anschluss hatte ich eine Besprechung mit dem Team unserer Personalverwaltung. Derzeit laufen zahlreiche Ausschreibungen, da wir einen erhöhten Personalbedarf haben. Dies hat mit der Aufgabenmehrung, dem Fachkräftemangel, aber auch mit der demographischen Entwicklung innerhalb des Landkreisteams zu tun. Danach war ich bei der scheidenden Schulleiterin des Steinwaldgymnasiums Karin Weiskircher-Hemmer zu Gast, die ab morgen ihren Ruhestand beginnt. Da ich an ihrer offiziellen Verabschiedung nicht anwesend sein konnte, wollte ich es nicht versäumen, mich für die Zusammenarbeit in den letzten Jahren zu bedanken. Sie hat ihre Schule für die Zukunft gut vorbereitet. Am Abend bin ich in närrischer Sache unterwegs, der KKW Wellesweiler hat mich zu seinem Ordensempfang eingeladen.

 

Morgen Abend bin ich bei meinem Heimatverein, dem KUV Wiebelskirchen, wo ich Jahrzehnte selbst in der Bütt stand, zu Gast. Zuvor besuche ich die Festivitäten anlässlich des 40-jährigen Bestehens der kirchlichen Sozialstation Merchweiler-Schiffweiler. Ich werde meinen Besuch zum Anlass nehmen, mich für das großartige Engagement zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger zu bedanken. Auf ihre Sozialstation können sich die Bürger in Merchweiler und Schiffweiler verlassen. Danke auch den zahlreichen Pflegekräften, die täglich Herausragendes leisten.

Ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng

 


24.01.2020 Ein Füllhorn voller Themen

Ausstellungsmesse "Digitalpakt Schule" im Big Eppel in Eppelborn
Landrat Sören Meng und die neue Leiterin der KVHS Sarah Falkenrich präsentieren die neue Programmbroschüre

Auch diese Woche war geprägt von unterschiedlichen Terminen. Wenn man mich ab und zu fragt, was an meine Tätigkeit so besonders ist, antworte ich gerne: „Es ist die Vielfalt!“

Mein Arbeitstag begann am Montag mit dem verwaltungsinternen Jour fixe. Dem schlossen sich zahlreiche interne Rücksprachen an. Am Nachmittag tagte das Redaktionsteam unseres Kreisbuches, das noch in der ersten Jahreshälfte erscheinen wird. Von dort aus ging es nach Saarbrücken, wo ich mich bei dem Staatssekretär im Bildungsministerium zu verschiedenen Themen austauschte.

Am Dienstagmorgen besuchte ich eine besondere Messe, die erstmals in der Gemeinde Eppelborn stattfand. Der neue Bürgermeister der Gemeinde Dr. Andreas Feld, das Bildungsministerium und der Geschäftsführer der Eppelborner Firma IT Krämer, Michael Krämer hatten eine interessante Messe organisiert. Hintergrund ist die Umsetzung des Digitalpakts Schule, bei dem auch der Landkreis als Schulträger der weiterführenden Schulen gefordert ist. Zurzeit sind alle Schulen dabei, ihre individuellen Medienkonzepte aufzustellen. Danach werden wir gemeinsam mit dem Bildungsministerium und der betreffenden Schule die nächsten Arbeitsschritte besprechen. Ziel soll es sein, dass es an unseren Schulen eine gute, sichere und anwenderfreundliche IT Ausstattung gibt, die die Schülerinnen und Schüler optimal für die Zukunft vorbereitet.

Am Nachmittag hatte ich eine traurige Pflicht zu erfüllen. Ich nahm an der Beerdigung eines Mitarbeiters teil. Am Abend tagte die SPD Kreistagsfraktion, an deren Sitzung ich teilnahm.

Am Mittwochmorgen standen verwaltungsinterne Termine auf der Agenda. So hatte ich unter anderem ein Mitarbeitergespräch im Rahmen der leistungsorientierten Bezahlung. Am Nachmittag tagte in Saarbrücken der Aufsichtsrat der IKS, der sich auch mit der Zukunft unseres Erlebnisortes Reden befasste. Dieser Aufsichtsrat tagt nicht öffentlich, sodass ich hier keine Details verraten darf. Allerdings ist die Weiterentwicklung von Reden, erklärtes Ziel aller Akteure in diesem Gremium. Am Abend tauschte ich mich mit dem Vorstand der Sparkasse Neunkirchen zu aktuellen Themen rund um unsere Sparkasse aus. Als Verwaltungsratsvorsitzender ist mir dieser Austausch wichtig, denn es geht darum, auch in Zeiten schwieriger Rahmenbedingungen für Banken, die Interessen der Kunden und der zahlreichen Beschäftigten der Sparkasse zu verfolgen. Hier ist unsere Sparkasse Neunkirchen gut aufgestellt und möchte dies auch in Zukunft sein.

Gestern Morgen tagte der Beirat der Armutsbekämpfung in Saarbrücken. Hier nahm ich als Vertreter des Landkreistages teil. Demnächst wird der Aktionsplan zur Armutsbekämpfung offiziell vorgestellt. Ziel ist es, die Lebensbedingungen von bedürftigen Menschen besser zu gestalten. Aus diesem Grund liegt mir die Arbeit in diesem wichtigen Gremium sehr am Herzen. Geleitet wird dieser Beirat von unserer saarländischen Sozialministerin Monika Bachmann. Am Nachmittag fand das regelmäßige Jour fixe mit dem Team unserer Tourismus und Kulturzentrale in meinem Büro statt. Im Anschluss stellte ich gemeinsam mit der neuen Leiterin unserer Kreisvolkshochschule Sarah Falkenrich das neue Programm vor. Sobald der neue Haushalt genehmigt ist, werden wir die technische Infrastruktur unserer Kreisvolkshochschule deutlich verbessern und auch kundenorientierter machen. Danach tagte unser Kreisausschuss. Die Tagesordnung war sehr umfangreich. Unter anderem ging es im öffentlichen Teil um die Fortführung des Projektes: „Aktiv statt einsam“. Dieses Projekt läuft seit 2017 und wurde in Kooperation mit dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie durchgeführt. Dabei sollten bis zu acht ehrenamtliche Seniorenlotsen und eine hauptamtliche Kraft für Senioren im Landkreis als Ansprechpartner in den einzelnen Gemeinden eingesetzt werden. Zurzeit gibt es drei Seniorenlotsen, die Ansprechpartner der Seniorinnen und Senioren sind. Wir bemühen uns weiterhin ehrenamtliche Lotsen zu finden. Ziel ist es in allen Gemeinden freiwillige Ansprechpartner zu haben, die Unterstützungsleistungen anbieten können. Mittlerweile stemmen wir dieses Projekt mit eigenen Mitteln. Gerade im Hinblick auf die demographische Entwicklung ist die Fortführung des Projektes wichtig. Auch standen Zuschüsse für Beschäftigungsmaßnahmen beispielsweise im Sozialkaufhaus Neunkirchen und bei der Möbelbörse Neunkirchen auf der Tagesordnung aber auch ein Zuschuss für die Jugend Beschäftigungsmaßnahmen Neustart wurde durch den Kreisausschuss freigegeben. Weitere Zuschüsse gab es für Projekte in Illingen und Neunkirchen. Darüber hinaus standen Vergaben für unsere Schulen auf der Agenda.

Heute Morgen war ich im Gesundheitsamt zu Gast, wo ich mich mit Mitarbeitern zu verschiedenen Themen austauschte. Am Nachmittag fanden Vorstellungsgespräche statt. Wenn dieser Blog erscheint, bin ich im historischen Kuppelsaal des Rathauses Wemmetsweiler. Hier habe ich die Schirmherrschaft des Neujahrsempfangs der saarländischen Jugendfeuerwehr übernommen. Morgen werde ich die deutsche Meisterschaft im Betriebssport besuchen, die ihr Turnier in Wellesweiler durchführt. Herzlichen Dank an dieser Stelle die Organisatoren um Paul Georg.

Ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


17.01.2020: Von Bayern in den schönen Landkreis Neunkirchen

Impressionen vom Tegernsee
Landrat Sören Meng interviewte Stefan Kuntz für das neue Kreisbuch

Diese Woche begann für mich außerhalb unseres schönen Landkreises Neunkirchen. In Rottach-Egern fand das 43. Landräte Seminar des Landkreistages Rheinland-Pfalz in Kooperation mit dem Landkreistag Saarland und dem bayerischen Landkreistag statt. Drei Tage hatte ich die Möglichkeit mich intensiv mit landkreisrelevanten Themen zu beschäftigen. Natürlich kam auch der kollegiale Austausch nicht zu kurz. Diese Tagung ist nicht öffentlich allerdings möchte ich in gebotener Kürze ein paar Themenfelder aufgreifen. Die aktuellen Themen aus der Arbeit des Landkreistages stellte Professor Dr. Hans-Günter Henneke vor.  Interessant waren die Ausführungen meines bayerischen Kollegen zu aktuellen Themen aus der Arbeit des Innovationsringes des bayerischen Landkreistages. Hier werden Herausforderungen an die Landkreise gemeinsam angepackt. Dies praktizieren wir im Saarland durch den saarländischen Landkreistag ähnlich. Darüber hinaus ging es in einem anderen Vortrag um Kreisentwicklungskonzepte als Instrumente der Regionalentwicklung. Auch mein saarländischer Kollege Landrat Udo Recktenwald stellte die Chancen einer strukturierten Regionalentwicklung vor. Hier verwiesen wir beide auf das gute Projekt Land(auf)Schwung, das leider zu Ende gegangen ist. Natürlich standen auch soziale Themen auf der Agenda. So referierte Heinz Müller vom Institut für sozialpädagogische Forschung, der auch den Landkreis Neunkirchen betreut, über neueste Entwicklungen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe und stellte Befunde aus der integrierten Berichterstattung der teilnehmenden Landkreise vor. Auch die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung war Thema. Hier stellte beispielsweise der Vorstandsvorsitzende der GVV Kommunalversicherung Wolfgang Schwarte aktuelle Schadensfälle vor, die sich mit sogenannten Cyberangriffen beschäftigten. In dieser Woche wurde der Landkreis Saarlouis von einem solchen Angriff tangiert und ist jetzt gezwungen, die notwendigen Schritte zu veranlassen. Es ist bereits jetzt klar, dass der betroffenen Schule ein größerer Schaden entstand.  Alle Landkreise sind hier in Alarmstellung, denn mit der Digitalisierung, die sinnvoll und notwendig ist, gibt es im Bereich der Datensicherheit immer wieder neue Herausforderungen. Wie das jüngste Beispiel des Nachbarkreises eindrucksvoll zeigt, kann es Jeden treffen. Daher bin ich froh, dass meine Verwaltung an dieser Stelle gute Arbeit leistet und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen getroffen hat. Allerdings gibt es hierfür keine 100 %ige Garantie. Wie schon in den vergangenen Jahren gab es auch wichtige Informationen aus der Sparkassen Finanzgruppe, an der alle Landkreise wesentlich beteiligt sind. Nach drei intensiven Tagen ging es für mich am Mittwochnachmittag wieder zurück in unseren schönen Landkreis.

 

Gestern hatte ich alle Hände voll zu tun, denn durch meine Abwesenheit gab es zahlreiche Rücksprachen. Gemeinsam mit dem Leiter unserer Unteren Bauaufsichtsbehörde und dem zuständigen Dezernenten fand eine Besprechung mit Verantwortlichen des Arbeiter Samariterbundes statt. Es ist geplant, wie bereits im Nachbarlandkreis, ein Seniorendorf zu errichten.  Im vergangenen Jahr war ich im Seniorendorf Kirkel zu Gast und bin begeistert vom Konzept dieser Einrichtung. Ich würde mich freuen, wenn es uns gelänge, auch im Landkreis Neunkirchen solch ein Projekt umzusetzen, denn dort können ältere Menschen bis ins hohe Alter selbstbestimmt in „den eigenen vier Wänden“ leben. Als Hintergrund einige Infos, die ich von der Website des ASB übernommen habe:

„Das Seniorendorf mit einem attraktiven Wohn- und Betreuungsangebot prägt  die Ortsmitte von Kirkel-Neuhäusel direkt unter der Burg. Der zweigeschossige Neubau verfügt über Wohnen in komfortablen, barrierefreien 2- und 3-Zimmer-Mietwohnungen mit Service-Dienstleistungsangeboten. Die Mietwohnungen sind auf die Bedürfnisse von Menschen mit und ohne Handicap zugeschnitten. Die Basisversorgung beinhaltet einen wöchentlichen Reinigungsdienst, einen Hausmeisterservice und soziale Betreuungs-Angebote. Die Hausbewohner haben darüber hinaus die Möglichkeit, zusätzliche Leistungen zu wählen: Je nach Bedarf können ein Mahlzeitendienst oder Hausnotruf gebucht werden. Die hausinterne Tagespflege ist ein weiterer Service mit 15 Pflegeplätzen. Daneben können die Hausbewohner je nach Gesundheitszustand Leistungen zur Pflege und sozialen Betreuung über den ambulanten ASB Pflegedienst Saar abrufen. So soll verhindert werden, dass jemand bei steigendem Unterstützungsbedarf früher als nötig in ein Pflegeheim umziehen muss.“

Gestern Nachmittag war ich bei einem richtungsweisenden Termin in Sachen ÖPNV. In einem Gespräch mit den saarländischen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern und den Landräten bot die Verkehrsministerin Anke Rehlinger einen Pakt für modernen und bezahlbaren ÖPNV an. Als Vorsitzender des ZPS beschäftigen wir uns schon seit geraumer Zeit mit einer Reform im Bereich ÖPNV. Hintergrund ist die Tatsache, dass die Nutzerzahlen in den vergangenen Jahren kontinuierlich nach unten gegangen sind. Auf der anderen Seite wissen wir aber, dass es die demografische Entwicklung erforderlich macht, Mobilität zu garantieren. Denn aus meiner Sicht ist Mobilität ein Grundbedürfnis. Die Ministerin führte aus, dass das Land und die Kommunen gemeinsam Verantwortung für den saarländischen ÖPNV tragen. Ziel muss es sein, den Nahverkehr günstiger und transparenter zu gestalten. Die Ministerin bot uns an, die Kosten für bereits ausgesetzte Preissteigerungen im Saar VV landesseitig vollumfänglich zu übernehmen. Zudem bot sie an, die geplante Tarifoffensive ab 2021 vollständig mit Landesmitteln zu finanzieren, was insgesamt eine millionenschwere Entlastung für die Aufgabenträger, sprich die kommunale Seite, darstellt. Im Gegenzug sollen die Landkreise und Kommunen sich verpflichten, das Angebot im kommunalen Nahverkehr aufrecht zu erhalten und weiterzuentwickeln. In einer Presseerklärung brachte ich zum Ausdruck, wie wichtig diese Initiative unserer Ministerin für den ÖPNV im Land ist. Wobei ich davon überzeugt bin, dass der ÖPNV vielerorts besser als sein Ruf ist. Er leidet leider unter der fehlenden Transparenz. Deshalb ist es wichtig, die Angebote besser zu vermarkten und durch saarlandweite Flatrates für Schuler, Berufstätige, Senioren und Menschen, die auf Sozialleistungen angewiesen sind, günstiger und damit attraktiver zu machen. Unterm Strich spart die neue Tarifoffensive den bisherigen Nutzern einiges an Geld und entlastet so die privaten Haushalte merklich. Diese Initiative geht in die richtige Richtung und ist zugleich die Grundlage für eine Novellierung des Angebotes. Dies wird nicht von heute auf morgen gehen, sie wird allerdings dazu beitragen, dass das Angebot des ÖPNV besser wahrgenommen und hoffentlich auch angenommen wird. Ein besser genutzter ÖPNV ist gleichzeitig ein nachhaltiger Beitrag zum Klimaschutz. Als ZPS Vorsitzender werde ich diesen Prozess weiterhin aktiv begleiten.

Der Abschluss meines gestrigen Arbeitstages war der Besuch beim Neujahrsempfang der Kreisstadt Neunkirchen. Der neue Oberbürgermeister Jörg Aumann stellte seine Visionen für das Jahr 2020 vor und warb um Unterstützung. Zugleich ließ er die vergangenen Jahre Revue passieren und ging auf den erfolgreichen „Neunkirchen Weg“ ein. Für mich ist dieser Empfang immer wieder etwas Besonderes, dann als ehemaliger Beigeordneter freue ich mich, wenn ich frühere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Menschen aus meinem Lebensumfeld treffe.

 

 

Heute Morgen tauschte ich mich intensiv mit unserer Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Heike Neurohr-Kleer aus. Sie stellte mir das Jahresprogramm für 2020 vor. Schon seit Jahren kooperiert sie mit den Gleichstellungsbeauftragten des Saarlandes in einigen Bereichen und bietet darüber hinaus auch immer wieder eigene Veranstaltungen und Aktionen an. Im Anschluss hatte ich prominenten Besuch, denn der frühere Spieler der Nationalmannschaft Stefan Kuntz kam ins Landratsamt. Ich hatte ihn eingeladen, um für unser neues Kreisbuch, das in der ersten Jahreshälfte 2020 erscheinen wird, ein Interview mit ihm zu führen. In diesem Interview geht es neben seiner beachtlichen, sportlichen Karriere, um seinen Bezug zu unserer Heimat. Stefan Kuntz ist mit seiner Familie immer noch im Landkreis Neunkirchen zu Hause und legt großen Wert auf die Verbundenheit zur Region. Er ist somit ein ganz besonderer Botschafter, auch für den Landkreis Neunkirchen. Wenn dieser Blog erscheint, bin ich auf dem Weg zum Neujahrsempfang der Stadt Ottweiler. Auch hier freue ich mich, viele Bekannte zu treffen.

Noch ein Satz zu einem Ereignis dieser Woche, über das landesweit gesprochen wurde. Es berührt mich als jahrzehntelang aktiver Karnevalist besonders. Das gleichgeschlechtliche Prinzenpaar aus Kleinblittersdorf wurde nicht zum Prinzenfrühstück der Prinzenpaare eingeladen, da die überalterten Statuten des VSK immer noch von Prinz und Prinzessin ausgehen. Diese Regelung berücksichtigt die Lebenswirklichkeit absolut nicht mehr. Deshalb muss der VSK reagieren, denn diese Regelung diskriminiert gleichgeschlechtliche Paare. Für mich steht die Fastnacht für Toleranz, Kreativität und vor allen Dingen Solidarität aller Menschen untereinander. In vielen Vereinen engagieren sich Ehrenamtliche, um unsere Welt humorvoller und damit menschlicher zu machen. Deshalb passt dieser Vorgang nicht in die heutige Zeit. Ich freue mich in wenigen Wochen wieder die Karnevalsvereine des Landkreises im historischen Sitzungssaal zu empfangen, auch um ihnen für großes gesellschaftliches Engagement und die exzellente Jugendarbeit zu danken.

 

Ich wünsche Ihnen allen ein schönes Wochenende.

Ihr Landrat Sören Meng

 

 

 

 

 


10.01.2020: Ein gutes neues Jahr 2020!

Austausch über aktuelle Themen mit dem neuen Bürgermeister der Gemeinde Spiesen-Elversberg Bernd Huf
Der neue Direktor des Landesinstitutes für präventives Handeln des Saarlandes Dr. Eric Planta stellte sich bei Landrat Sören Meng vor
Das erste verwaltungsinterne Jour Fixe für 2020
Der langjährige Geschäftsführer der AQA Anton Jacob (Mitte) ist zum 31.12. in den Ruhestand getreten - Stefan Gerber (links) wird fortan die Geschäftsführung übernehmen

Das neue Jahr ist bereits einige Tage alt. Ich möchte es nicht versäumen, Ihnen ein gutes, glückliches, erfolgreiches und vor allen Dingen gesundes neues Jahr 2020 zu wünschen.

Mögen alle Ihre guten Vorsätze in Erfüllung gehen. Ich verbrachte zwischen den Jahren einige geruhsame Tage im Kreise meiner Familie. Jetzt heißt es wieder anpacken für unsere Region, unseren Landkreis Neunkirchen. Die Aufgabenvielfalt ist enorm, deshalb werde ich Sie auch in diesem Jahr weiterhin mit meinem Blog jede Woche informieren.

Mein fünftes Jahr als Landrat dieses schönen Kreises hat begonnen. Einiges, was ich mir vorgenommen hatte, habe ich schon umgesetzt. Einiges liegt noch vor uns. Das Ganze kann nur gelingen, wenn man als Team zusammenarbeitet. Hier bin ich froh, dass ich eine tatkräftige Landkreisverwaltung hinter mir habe. Auch hoffe ich, dass die gute, konstruktive Arbeit in unserem Kreistag im Jahre 2020 ebenso weitergeht. Dann trägt unser gemeinsames Engagement Früchte, natürlich zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger, den wir verpflichtet sind.

Am Sonntag hatte ich meinen ersten Termin für dieses Jahr. Ich besuchte den Neujahrsempfang der Gemeinde Spiesen-Elversberg, der dieses Jahr zum ersten Mal im CFK in Spiesen stattfand. Aufgrund größerer Baumängel  ist die größte Halle der Gemeinde, die Glück-auf-Halle derzeit gesperrt. Der neue Bürgermeister der Gemeinde Bernd Huf skizzierte in seiner Neujahrsansprache die vielfältigen Herausforderungen, die es in seiner Gemeinde gibt. Er wünscht sich für das neue Jahr einen Masterplan, den es dann abzuarbeiten gilt.

Am Montag war ich in den Dienstgebäuden unserer Kreisverwaltung unterwegs, um meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein gutes neues Jahr zu wünschen und mich gleichzeitig über aktuelle Aufgaben zu informieren. So werden wir in Kürze im Bereich des Kreisjugendamtes eine Servicetheke einrichten. Hier können Anliegen von Bürgerinnen und Bürger effizienter beantwortet bzw. bearbeitet werden. Auch den Servicebereich unserer Straßenverkehrsbehörde werden wir in diesem Jahr umgestalten. Am Nachmittag stand dann reichlich Schreibtischarbeit auf dem Programm. Neben der Sichtung der Post, gab es auch eine Reihe von Telefonaten und Rücksprachen.

Am Dienstag war ich aus privaten Gründen nicht im Dienst.

Der Mittwochmorgen stand dann wieder im Zeichen der Neujahrswünsche. Dieses Mal war ich in Ottweiler unterwegs. Ich nutze diese Runden auch immer, um mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen und aus erster Hand zu erfahren, was sie bewegt, bzw. wie wir gemeinsam unsere Kreisverwaltung weiter entwickeln können. Am Nachmittag tauschte ich mich mit unserer Sozialdezernentin Birgit Mohns-Welsch zu Themen rund um den Sozialbereich aus. Seit Jahresbeginn sind wir für die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes mitverantwortlich und sind bemüht, die Anträge der Bürgerinnen und Bürger zügig abzuarbeiten.

Gestern Morgen hatte ich die schöne Aufgabe einem langjährigen Mitarbeiter zu seinem 40. Dienstjubiläum zu gratulieren. Anschließend besuchte mich im Rahmen seines Antrittsbesuches der neue Bürgermeister von Spiesen-Elversberg Bernd Huf, um mit mir und einigen Mitarbeitern der Verwaltung aktuelle Themen, die die Gemeinde betreffen, zu besprechen.Im Anschluss stellte sich mir der neue Direktor des Landesinstitutes für präventives Handeln des Saarlandes Dr. Eric Planta vor. Der Landkreis arbeitete mit dem Institut im Rahmen unseres Projektes Land(auf)Schwung zusammen. Hier entwickelten wir gemeinsam die Vitalregion Neunkirchen. Mit Ende des Jahres 2019 wurde das Projekt offiziell beendet, Teilinhalte werden allerdings durch unser Kreisgesundheitsamt weitergeführt. Das Landesinstitut bietet ein breit gefächertes Angebot rund um das Thema Prävention und richtet sich an Schulen, Kindergärten und natürlich auch öffentliche Verwaltungen. Gestern Nachmittag fanden verwaltungsinterne Gespräche statt.

Heute Morgen gratulierte ich einen Mitarbeiter zu seinem 25-jährigen Dienstjubiläum. Im Anschluss fand das verwaltungsinterne Jour Fixe zum ersten Mal für 2020 statt. Danach war ich bei unserer Beschäftigungsgesellschaft AQA zu Gast, dessen Geschäftsführer Ende des Jahres 2019  in den wohlverdienten Ruhestand ging. Ich dankte Anton Jacob für sein langjähriges Engagement und wünsche seinem Nachfolger Stefan Gerber alles Gute und viel Erfolg zum Wohle unserer gemeinsamen Gesellschaft. Unsere AQA leistet hervorragende Arbeit und bietet Menschen, die lange Jahre arbeitslos waren, neue berufliche Perspektiven. Wir arbeiten eng mit dem Jobcenter zusammen und waren Projektpartner des Upcycling-Centers im Rahmen von Land(auf)Schwung. Dieses Projekt wird übrigens weitergeführt und soll bundesweit zum Einsatz kommen. Wir fungieren hier sozusagen als Musterbetrieb. Heute Nachmittag war ich im Wirtschaftsministerium zu einem Gespräch zu Gast.

Nachher werde ich den Neujahrsempfang in Heiligenwald  besuchen und dort über die Herausforderungen des Landkreises in diesem Jahr sprechen.

Morgen Abend bin ich in Eppelborn zu Gast, wo neben dem Neujahrsempfang auch die offiziellen Feierlichkeiten zum Amtsantritt des neuen Bürgermeisters Dr. Andreas Feld stattfinden werden.

Am Sonntagnachmittag mache ich mich auf den Weg zum Tegernsee, wo die alljährliche Jahrestagung der Landräte aus Rheinland-Pfalz, Bayern und dem Saarland stattfindet. Hier werden wieder bis Mittwoch viele Themen, die die Landkreise betreffen, eingehend erörtert.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Ihr Landrat Sören Meng


20.12.2019: Weihnachten ist fast da

Landrat Sören Meng händige Beamtinnen und Beamten der Kreisverwaltung ihre Ernennungs- bzw. Beförderungsurkunden aus
Übergabe der Spendenfahrzeuge der Sparkasse Neunkirchen
Landrat Sören Meng gratulierte den beiden Gewinnern George Byrd und Ward Hanna zu ihrem Erfolg. Gemeinsam mit Schulleiter Clemens Wilhelm waren sie zu Gast im Landratsamt.

Haushaltsrede von Landrat Sören Meng

Eine anstrengende, terminreiche Woche liegt hinter mir. Jetzt heißt es auch für mich, mich auf Weihnachten einzulassen und ein paar schöne, freie Tage gemeinsam mit meiner Familie zu verbringen. Doch zuerst, wie gewohnt, mein Wochenrückblick:

Am Montagmorgen händigte ich Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Beförderungsurkunden aus. Mit dabei waren auch die drei Anwärter des gehobenen Dienstes, die mit Erfolg ihre Studienzeit abgeschlossen haben. Sie werden jetzt in ein Beamtenverhältnis auf Probe übernommen. Danach ging es nach Neunkirchen, wo die alljährliche Übergabe von Fahrzeugen des Sparvereines an karitative Vereine erfolgte. Am Nachmittag erläuterte mir der IT Sicherheitsbeauftragte des Landkreises Neunkirchen Roland Lill den Sachstand rund um die IT Sicherheit in unserer Kreisverwaltung. Hier tagt eine Arbeitsgruppe regelmäßig, um die IT Sicherheit zu verbessern. Im Zeitalter der Digitalisierung hat die Sicherheit oberste Priorität. Am Abend war ich bei der SPD Kreistagsfraktion zu Gast, die die anstehende Jahresabschlusssitzung vorbereitet.

Am Dienstagmorgen war ich bereits um 8 Uhr gemeinsam mit Bürgermeister Armin König im Innenministerium zu Gast, um dort ein interkommunales Projekt vorzustellen. Wieder zurück in Ottweiler sprach ich mit dem Regionalkoordinator unserer Regionalmarke Willi Walter die nächsten Schritte rund um unsere Marke. Sie wird hervorragend angenommen. Mittlerweile sind 20 Betriebe Mitglied der Marke geworden, es gibt bereits weitere Anfragen Teil unserer Regionalmarke zu werden. Auch die Regionalkisten werden gerade vor Weihnachten gut nachgefragt. Ich stelle immer wieder fest, dass viele Bürgerinnen und Bürger Wert auf regionale Produkte legen, die letztendlich der lokalen Wertschöpfung zugutekommen. Am Nachmittag fanden interne Gespräche statt.

 

Am Mittwochmorgen konnte ich zwei Schülern der Ganztagsgemeinschaftsschule Neunkirchen zu einem großen Erfolg gratulieren. George Byrd und Ward Hanna haben den Song Contests "Dein Song für EINE WELT!" gewonnen. Damit ist ihr  Song „Molotov zum Blumenstrauß“ der neue EINE WELT-Song. Sie konnten sich gegen 500 musikalische Beiträge von über 2.500 Kindern und Jugendlichen aus ganz Deutschland in einem mehrstufigen Auswahlverfahren durchsetzen. Es macht mich stolz, dass zwei Schüler aus unserem Landkreis bei einem bundesweiten Song-Contest überzeugen konnten. Das Werk der beiden ist nicht nur musikalisch am Puls der Zeit, sondern transportiert auch wichtige gesellschaftliche Herausforderungen. Dass der neue EINE WELT-Song aus dem Landkreis Neunkirchen kommt, spricht für unsere guten Bildungseinrichtungen

Danach fand das letzte interne Verwaltungs-Jour fixe dieses Jahres statt. Neben aktuellen Themen nutzte ich die Gelegenheit, die vergangenen, arbeitsreichen Monate zu reflektieren und einen Blick ins neue Jahr zu wagen. Hier wird ein großes Thema die E-Akte und die Umsetzung unserer Digitalisierungsstrategie sein. Am Nachmittag bereitete ich mich auf die Haushaltssitzung vor. Hier ist es eine jahrzehntelange Tradition, dass der Landrat als erster Redner den Kreishaushalt vorstellt und eigene Schwerpunkte benennt.

 

Gestern Morgen tauschte ich mich mit dem Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Jürgen Haßdenteufel und der Geschäftsführerin unseres Jobcenter Katja Sauerbrey sowie unsere Sozialdezernentin Birgit Mohns-Welsch aus. Seit Jahren besteht eine sehr erfolgreiche Kooperation der beiden Organisationen im Bereich des Jobcenters. In unserem Gespräch ging es unter anderem um die Planungen für das Jahr 2020. Danach ging es in einem verwaltungsinternen Gespräch um die Umsetzung des Digitalpaktes an unseren Kreisschulen. Derzeit erstellen alle Schulen ihre Medienkonzepte, die Grundlage für die weitere Vorgehensweise sind.

Der gestrige Nachmittag stand ganz im Zeichen unserer Haushaltssitzung. Diese Sitzung findet im ehrwürdigen historischen Sitzungssaal im Landratsamt statt. Obwohl es dort recht beengt ist, ist es mir wichtig, diese besondere Sitzung, wie schon seit über einem Jahrhundert im historischen Witwenpalais durchzuführen. Alle Fraktionen hielten zu Beginn ihre Haushaltsreden und machten ihre Schwerpunkte deutlich. Anschließend wurde der Haushalt einstimmig beschlossen.

 

Am heutigen Morgen war ich in der Kreisverwaltung unterwegs, um möglichst vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine schöne Weihnachtszeit zu wünschen. Aufgrund der Größe unserer Verwaltung, reichen hier wenige Stunden nicht aus, daher werde ich wohl auch Neujahrswünsche übermitteln. Dies ist mein letzter Blog in diesem Jahr. Es sind jetzt schon vier Jahre, in denen ich Landrat unseres schönen Kreises Neunkirchen bin. Es ist eine anspruchsvolle Tätigkeit, die mir viel Freude macht. Gemeinsam mit einem tollen Team der Kreisverwaltung, engagierten Mitgliedern des Kreistages können wir die Zukunft unserer Region aktiv mitgestalten.

Ich wünsche Ihnen und ihren Familien eine schöne, besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start in ein glückliches, erfolgreiches und gesundes neues Jahr 2020.

Zum Schluss möchte ich aus einem Gedicht von Theodor Storm zitieren:

„Vom Himmel bis in die tiefsten Klüfte

ein milder Stern herniederlacht,

vom Tannenwalde steigen dürfte

und hauchen durch die Winterlüfte,

und kerzenhelle wird die Nacht.“

 

Ihr Sören Meng


13.12.2019: Weihnachten naht in großen Schritten

Besprechung mit dem Kreisbrandinspekteur und den Wehrführern im Landkreis Neunkirchen
Einbürgerung im Historischen Sitzungssaal
Jubilarehrung von Mitarbeitern der Kreisverwaltung
Abschlussveranstaltung zum 150-jährigen Jubiläum der Sparkasse
Foto: Marko Becker
200.000 € spendete die Sparkasse Neunkirchen im Jubiläumsjahr an Vereine und Projekte
Foto: Marko Becker
Am kommenden Donnerstag wird der Kreistag über den Haushaltsentwurf 2020 entscheiden

Weihnachten naht in großen Schritten, das merkte ich auch in dieser Woche. Zur Zeit finden überall Weihnachtsfeiern statt, auf der anderen Seite sind die Verwaltungen damit beschäftigt, möglichst viele Dinge, die man sich für das laufende Jahr vorgenommen hatte, noch zum Ende zu bringen. Diese Betriebsamkeit ist zurzeit besonders ausgeprägt in unserer Kreisverwaltung, denn wir arbeiten der letzten Kreistagssitzung entgegen, an der der Haushalt für das kommende Jahr 2020 beschlossen werden soll.

 

Am Montagmorgen tauschte ich mich mit meinen Mitarbeitern der Kreispolizeibehörde, die für den Katastrophenschutz verantwortlich sind, über die Brandschutzbedarfspläne der Kommunen aus. Hier haben wir als Landkreis eine koordinierende Funktion. Im Anschluss fand dann das regelmäßige Jourfixe mit dem Werkleiter der Tourismus und Kulturzentrale des Landkreises Christian Rau und seiner Stellvertreterin Lisa Grandke statt. Wir besprachen die geplanten Veranstaltungen für 2020 und tauschten uns über die Neuverpachtung des Landhotels Finkenrech aus. Im Frühjahr 2020 wird die Gastronomie wieder geöffnet sein. Danach ging es zum Flughafen Saarbrücken, in dessen Räumlichkeiten die Aufsichtsratssitzung der IKS stattfand. Hier war auch die Weiterentwicklung des Erlebnisortes Reden ein Thema. Da diese Sitzung nicht öffentlich ist, kann ich hier nicht mehr dazu sagen. Von Saarbrücken aus ging es wieder nach Ottweiler wo der Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderungsgesellschaft tagte. Im Anschluss ging es nach Illingen wo eine Besprechung mit dem Landesbrandinspekteur, unserem Kreisbrandinspekteur und den Wehrführern der Gemeinden stattfand. Leider sind die Einsätze im Landkreis Neunkirchen in den letzten Jahren deutlich angestiegen und einzelne Wehren haben mit einer großen Brandlast zu kämpfen. Daher ist es wichtig, dass die Feuerwehren im Landkreis gut ausgestattet sind. Aus diesem Grund wurden in diesem Jahr mit Mitteln der Feuerschutzsteuer und Finanzmitteln der Gemeinden zwei neue Drehleitern beschafft. Auch wird in Kürze die neue Software MP Feuer an den Start gehen. Ich nutzte die Gelegenheit mich auch im Namen der Bürgerinnen und Bürger des Landkreises für die großartige, ehrenamtliche Hilfe zu bedanken.

 

Am Dienstagmorgen fanden die Einbürgerungen im historischen Sitzungssaal statt. Neben den Einbürgerungsurkunden erhielten die Bürgerinnen und Bürger auch das Grundgesetz. In diesem Zusammenhang ging ich auf den hohen Wert unserer Verfassung ein.

Am Nachmittag hatte ich die schöne Gelegenheit langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Ihre Treue zum Landkreis Neunkirchen zu gratulieren. Im Historischen Sitzungssaal fand die diesjährige Jubilarehrung statt. Jubiläen müssen begangen werden - und das ist mir persönlich auch immer sehr wichtig, denn solche Zeitabstände geben immer auch Gelegenheit, Rückschau zu halten. Und wenn ich selbst, Rückschau halte, muss ich sagen, dass in meinen über 20 Jahren in der Verwaltung sich vieles getan hat. Früher sah sich die Verwaltung noch nicht überall als Dienstleister. Auf der anderen Seite hatten viele Bürgerinnen und Bürger aber auch noch mehr Respekt vor der Verwaltung und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, als es heute festzustellen ist. Es ist – wie so oft – ein Nehmen und Geben. Doch muss ich sagen, dass sich gerade unsere Verwaltung – und das habe ich jetzt in den vier Jahren festgestellt – am Puls der Zeit befindet. Wir sind traditionell aufgestellt, sind allerdings technisch auf der Höhe der Zeit. 

 

Am Mittwoch tagten die Gremien unserer Wasserversorgung WVO mit einer umfangreichen Tagesordnung. Neben dem Wirtschaftsplan für das Jahr 2020 standen auch zahlreiche Vergaben auf der Agenda. Unsere WVO investiert kontinuierlich in ihr Versorgungsnetz, denn Trinkwasser ist ein hohes Gut. Seit über 60 Jahren versorgt unsere Gesellschaft über 100.000 Menschen mit bestem Trinkwasser. Das Kernversorgungsgebiet der WVO liegt im Bereich des Landkreises Neunkirchen. Einige Kommunen der angrenzenden Landkreise werden zudem mitversorgt bzw. beliefert.

Der Bereich der Endversorgung bis zum Kunden umfasst die Stadt Ottweiler und die Gemeinden Eppelborn und Illingen sowie die Neunkircher Stadtteile Hangard und Münchwies und die Schiffweiler Ortsteile Heiligenwald und Stennweiler. Hinzu kommen noch der Marpinger Ortsteil Berschweiler und die Lebacher Stadtteile Aschbach, Thalexweiler, Steinbach und Dörsdorf.

Weiterhin werden von der WVO als Vorlieferant die Gemeinde Merchweiler, die Schiffweiler Ortsteile Schiffweiler und Landsweiler-Reden, die Bexbacher Ortsteile Höchen und Frankenholz, der Waldmohrer Ortsteil Breitenbach sowie ein Teil des Heusweiler Ortsteils Eiweiler beliefert.

Im Anschluss war ich bei der Sparkasse Neunkirchen zu Gast. Dort fand die Abschlussveranstaltung zum 150-jährigen Jubiläum der Sparkasse statt. Man hatte auf große Jubiläumsfeierlichkeiten verzichtet und stattdessen in allen Städten und Gemeinden des Landkreises zugunsten der örtlichen Vereine Veranstaltungen durchgeführt. Die Vereine waren dazu aufgerufen, eigene Projekte ins Internet auf eine, von der Sparkasse geschaffene Plattform zu stellen. Die Resonanz darauf war riesig. Schlussendlich konnten über 200.000 € von der Sparkasse Neunkirchen an tolle Projekte weitergegeben werden. Ich nahm die Gelegenheit zum Anlass, um mich bei der Sparkasse Neunkirchen für ihr Engagement zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis zu bedanken.

Zurück in Ottweiler leitete ich die konstituierende Sitzung des Kreisvolkshochschulbeirates. Hier stellte sich auch die neue Leiterin unserer Kreisvolkshochschule Sarah Falkenrich dem Gremium vor. Auf der Tagesordnung stand unter anderem die Verabschiedung des neuen KVHS-Programmes, das demnächst startet. Auch 2020 gibt es wieder eine Vielzahl interessanter Fortbildungsangebote für Jung und Alt.

 

Gestern Morgen stellte ich dem Vertreter der Saarbrücker Zeitung gemeinsam mit unserem Kreiskämmerer Olaf Niesen den Entwurf des Haushaltsplanes 2020 vor. Wie schon in den vergangenen Jahren wird die Saarbrücker Zeitung die Beschlussfassung medial begleiten. Von Ottweiler aus ging es nach Saarbrücken, wo die Aufsichtsratssitzung der VSE stattfand. Am Nachmittag fanden verwaltungsinterne Gespräche statt.

 

Heute Morgen tagte der Vorstand des Landkreistages Saarland. Auch hier gab es wieder eine prallgefüllte Tagesordnung. Danach würdigte ich den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Neunkirchen Markus Groß, der heute 60 Jahre alt wird. Markus Groß ist seit über 40 Jahren bei der Sparkasse tätig. Seine berufliche Karriere ist beispielhaft. Er begann bei der Sparkasse Neunkirchen als Auszubildender und ist seit 2011 der Vorstandsvorsitzende. Er ist im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben des Landkreises Neunkirchen eine geschätzte Persönlichkeit und begleitet vielfältige Mandate in der Sparkassen Finanzgruppe. Auch engagiert er sich im Landkreis Neunkirchen ehrenamtlich. Am Nachmittag war ich dann beim Annaheim in Wiebelskirchen zu Gast. Seit mehr als zehn Jahren besuche ich die Seniorinnen und Senioren, um sie an einem Nachmittag mit Gedichten und Liedern zu unterhalten. Am Sonntag bin ich bei der Wirtegemeinschaft Heiligenwald vor Ort. Schon seit Jahren führen sie eine Kinderwunschzettel Aktion durch. Die Wirte haben in diesem Jahr über 400 Geschenke für bedürftige Kinder gesammelt. Diese Geschenke werden am Sonntag verteilt. Dies ist ein schönes Zeichen der Mitmenschlichkeit und tut gerade in der Vorweihnachtszeit sehr gut. 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein schönes Wochenende und einen gemütlichen dritten Advent. 

Ihr Landrat Sören Meng


06.12.2019 Die Zeit läuft in großen Schritten...

Impression des St. Barbaratages in Heiligenwald
Anlässlich des St. Barbaratages

Los ging meine Arbeitswoche mit dem verwaltungsinternen Jourfix. Dort war natürlich die anstehende Haushaltssitzung und die Vorbereitungen hierfür ein großes Thema. Im Anschluss fanden verwaltungsinterne Gespräche statt. Am Nachmittag tagte dann in nicht-öffentlicher Sitzung der Werksausschuss unserer Tourismus und Kulturzentrale des Landkreises.

 

Am Dienstagmorgen bereitete ich mit dem Geschäftsführer unserer Wasserversorgung Stefan Kuntz die anstehenden Gremiensitzungen vor. Dann ging es nach Saarbrücken wo eine Vorbesprechung zum Aufsichtsrat der VSE stattfand. Danach war ich bei meiner früheren Wirkungsstätte, dem Rathaus Neunkirchen bei Oberbürgermeister Jörg Aumann zu Gast. Hier unterschrieben wir einen Gestattungsvertrag. Unsere neue Ganztagsgemeinschaftsschule, die Alex Deutsch Schule, wird im kommenden Jahr ein Schulgartenprojekt durchführen. Hierfür stellt uns die Kreisstadt Neunkirchen die ehemalige Tennisfläche unweit der Schule zur Verfügung. Hier möchte die Schulgemeinschaft ein Schulgarten anlegen. Ich freue mich sehr darüber, dass die Schule ein solches Projekt durchführen wird. Solche Projekte tragen dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler nachhaltig handeln und somit ihre Sichtweise auf die Natur möglicherweise ändern. Am Nachmittag tagte der Kreisjugendhilfeausschuss in Neunkirchen. Auch hier wurde der Haushaltsentwurf 2020 intensiv vorberaten.

 

Am Mittwochmorgen händigte ich einem langjährigen Mitarbeiter die Urkunde zur Ruhestandsversetzung aus. Danach ging es nach Völklingen, wo die Aufsichtsratssitzung des saarländischen Verkehrsverbundes stattfand. Die SNS GmbH versteht sich als Plattform für die unterschiedlichen Interessen der einzelnen Verbundmitglieder. Sie übernimmt das Management des Verbundtarifes und dient als Schnittstelle zwischen Kunden, Verkehrsunternehmen und den politischen Gebietskörperschaften. Ich bin dort im Aufsichtsrat als Vertreter der Neunkircher Verkehrs AG. In der konstituierenden Sitzung wurde ich zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt, den Vorsitz hat mein Kollege Patrik Lauer inne. Ich möchte Ihnen an dieser Stelle ein paar interessante Zahlen vorstellen: Die Unternehmen im Saar VV fahren pro Jahr rund 39,7 Millionen km. 2018 wurden über 70 Millionen Fahrgäste gezählt. Rund 600 Fahrzeuge sorgen dafür, dass Saarländerrinnen und Saarländer mit dem ÖPNV unterwegs sein können.

Im Anschluss ging es für mich nach Heiligenwald, wo der Bergmannsverein Heiligenwald eine Feier zum Barbara Tag 2019 veranstaltete. In meinem Grußwort würdigte ich die Arbeit des rührigen Vereines. Der Bergmannsverein Heiligenwald steht für Tradition, steht für die Geschichte unserer Region. Um die Zukunft möglich machen zu können, muss man wissen, wo man herkommt. Kürzlich beim Ehrenamtsfest wurde ich gefragt, warum so viele Menschen im Landkreis Neunkirchen ehrenamtlich für andere Menschen aktiv sind. Ich habe geantwortet: Weil es in unserer Tradition verwurzelt ist. Gerade unter Tage war man aufeinander angewiesen. Das gegenseitige Acht geben aufeinander war überlebenswichtig. Man hat sich gegenseitig geholfen und diese Solidarität ist bis zum heutigen Tage geblieben. Der Bergbau, Kohle und Stahl haben unsere Region unsere Landschaft über Jahrhunderte geprägt. Zahlreiche Relikte aus der Zeit erinnern daran. Die Grube Reden ist fast 25 Jahre geschlossen, die Erinnerung dauert an. Noch gibt es zahlreiche Zeitzeugen, die die Geschichte festhalten und weiter erzählen können. Meine Generation hat die Aufgabe dies zu dokumentieren, auch mit dem Erhalt der Bauten des Bergbaus. Dem Bergmannsverein Heiligenwald danke ich ganz herzlich für das große, ehrenamtlich geleistete Engagement. Der Verein spricht nicht nur über Traditionen, er lebt sie. Damit macht der Verein unsere Heimat erfahrbar, denn wir wissen: Heimat ist nicht nur Ort, Heimat ist viel Gefühl. Am Nachmittag fanden hausinterne Termine zu den Themen Heimarbeit und Regionalmarketing statt. Anschließend tagte die nicht-öffentliche Sitzung der Ausschuss für Natur und Umwelt, um den Haushalt 2020 vorzubereiten. Hier ging es unter anderem um die Förderung der Landwirtschaft, Förderung des Gartenbaus, um die Streuobstkoordinierungsstelle, die insektenfreundliche Bewirtschaftungskreis eigener Grünflächen und natürlich den anstehenden Investitionen.

 

Gestern fand die gemeinsame Besprechung der Bürgermeister im Landkreis statt. Hauptthema war der Haushaltsentwurf 2020. Er sieht eine mäßige Steigerung der Kreisumlage vor. Allerdings gab es einige Punkte, die wir den Kommunenvertretern im Detail erläuterten. Am Mittag fand ein Treffen mit Wohlfahrtsverbänden aus dem Bereich Neunkirchen statt. Als Schulträger der weiterführenden Schulen arbeiten wir sehr intensiv auch mit der Kreisstadt Neunkirchen, die für die Grundschulen verantwortlich ist, zusammen. Wir sehen den Sozialraum Neunkirchen als Ganzes und wollen gemeinsam unterstützende Hilfen anbieten. Dies haben wir bereits in der Vergangenheit bewiesen. Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die Sitzung des Kreisausschusses dar. Im öffentlichen Teil gab es Vergaben für unsere Kreisschulen. Im nicht-öffentlichen Teil wurde der Erlass der Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2020 beraten. Auch zahlreiche soziale Themen und der ÖPNV standen auf der Agenda.

 

Am heutigen Morgen gab es eine Besprechung zum Thema der Organisation der Archive im Landkreis Neunkirchen. Hier ist die Kreisstadt Neunkirchen mit ihrem Stadtarchiv ein Vorreiter. Seit Jahrzehnten werden hier schon wichtige Dokumente aus unserer Region gesammelt und archiviert. Es wäre wichtig, dass überall mit Archivalien entsprechend umgegangen werden könnte. Auch hier ist das Wort Vernetzung ein Zauberwort. Einen kleinen Beitrag zur Archivierung leistet der Landkreis Neunkirchen mit Herausgabe seines Kreisbuches. Hier wird es im Frühjahr 2020 eine Neuauflage geben. Initiiert wurde der Termin von Friedrich Denen vom Verein für Landeskunde. Danach fanden verwaltungsinterne Termine statt. Unter anderem ging es um die Vorbereitung der in der übernächsten Woche stattfindenden Sitzung des Landkreistages. Hier tauschte ich mich mit den Dezernenten und dem geschäftsführenden Beamten aus. Der Nachmittag stand dann im Zeichen der Sparkasse Neunkirchen. Nach dem Kreditausschuss fand die Jahresabschlusssitzung des Verwaltungsrates statt. Wenn dieser Blog erscheint, wird sie noch im Gange sein.

 

Morgen werde ich wieder in der Region unterwegs sein, um Weihnachtsmärkte zu besuchen. Unter anderem findet auch in Hirzweiler ein sehr beschaulicher, gemütlicher Weihnachtsmarkt statt. Am Nachmittag besuche ich eine Spendenaktion in Merchweiler.

Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen, besinnlichen zweiten Advent.

Ihr Landrat Sören Meng


29.11.2019 Vorbereitungswoche im Zeichen des Haushaltes

Voll bestzter BigEppel beim Ehrenamts-und Dankeschönfest für ehrenamtlich Tätige im Saarland
Drei ehrenamtlich Tätige wurden durch Ministerpräsiden Tobias Hans mit der Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet
Bäckerei Ziegler präsentiert die "Grubenschnitte"
Im Schlemmerlädchen Neunkirchen wurde der Kaninchenrollbraten vorgestellt
Landrat Sören Meng gratulierte Alwin Bäuerle zum 100. Geburtstag
Die Bastelgruppe der Lebenshilfe verkaufte beim großen Adventsbasar viele selbstgemachte Geschenke

Diese Woche war für mich gewohnt abwechslungsreich. Los ging es mit internen Gesprächen. Dem folgte ein Austausch mit dem Geschäftsführer unserer Wirtschaftsförderungsgesellschaft Klaus Häusler, wo es unter anderem darum ging, wie wir die regionale Wertschöpfung in Kombination mit regionalen Produkten stärken können. Und dies alles im Zeichen der Digitalisierung. Hier haben wir einige tolle Ideen, die wir im nächsten Jahr öffentlich machen wollen. Mehr verrate ich an dieser Stelle noch nicht. Am Nachmittag tagte der Gesundheit- und Sozialausschuss, der sich zugleich mit dem Haushalt 2020 beschäftigte. Hier stellten der Leiter unseres Kreissozialamtes Christoph Faber und sein Team die prognostizierten Haushaltszahlen für das kommende Haushaltsjahr vor. Auch das nächste Haushaltsjahr wird geprägt von einer hohen sozialen Verantwortung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis sein. Danach tagten die beiden Fraktionen CDU und SPD, um sich mit dem Haushalt des kommenden Jahres zu beschäftigen.

Am Dienstagmorgen fand eine Telefonkonferenz zu verschiedenen Themen rund um den saarländischen Sparkassenverband statt. Im Anschluss ging es in einem Gespräch mit dem Leiter des ADFC Kreisverband Axel Birtel und Lisa Grandke von der Tourismus- und Kulturzentrale um das Thema „Radfahren im Landkreis Neunkirchen“. Dank der E-Mobilität ist Radfahren auch im Landkreis Neunkirchen problemlos möglich. Hier kann man unterscheiden zwischen Radfahren in touristischer Hinsicht und das sogenannte Alltagsradeln. Dieses stellt für mich kein Widerspruch dar und wir müssen versuchen, beide Aktionsfelder miteinander zu verbinden. Auch im nächsten Jahr werde ich mich bei der Aktion Stadtradeln aktiv beteiligen und auch von Seiten des Landkreises wieder eine öffentliche Aktion durchführen. Auch hierfür gibt es bereits interessante Ideen. Um die Weiterentwicklung unseres Projektes Land(auf)Schwung ging es in einem Gespräch mit dem Stabsstellenleiter Thomas Thiel. Nachdem sich der Kreistag intensiv mit dem Thema Regionalentwicklung beschäftigt hat, ist es nun Aufgabe der Kreisverwaltung Ideen zu entwickeln, wie wir auch 2020 nach Ablauf der Förderperiode von Land(auf)Schwung das Thema Regionalentwicklung weiter vorantreiben können. Dies wird allerdings nicht ohne Kreismittel gehen. Apropos regional: Am Nachmittag war ich bei der Bäckerei Ziegler zu Gast, die eine leckere Grubenschnitte präsentierte. Dieser schmackhafte dunkle Kuchen ist nicht nur eine Augenweide, sondern schmeckt auch ganz hervorragend. Die Bäckerei Ziegler ist neuer Projektpartner unserer Regionalmarke. Danach ging es zum Schlemmerlädchen in Neunkirchen, das am ehemaligen Schlachthof untergebracht ist. Hier wurde mir ein extra für die Regionalmarke produzierter Kaninchenrollbraten präsentiert. Auch das Schlemmerlädchen ist neuer Kooperationspartner unserer Regionalmarke. Apropos Regionalmarke, wenn Sie wissen wollen wer hier alles dabei ist, schauen Sie im Internet unter www.wertvolles-neunkirchen.de Hier erfahren Sie vieles über hochwertige regionale Produkte. Am Abend fand in Eppelborn im BigEppel das große Ehrenamts- und Dankeschönfest für ehrenamtlich Tätige im Saarland statt. Hier war der Landkreis Neunkirchen Ausrichter. Der Leiter der Ehrenamtsbörse Dr. Matthias Schilhab organisierte mit vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung ein tolles Fest. Auch viele Ehrenamtler aus dem Landkreis Neunkirchen waren vor Ort und ließen sich durch das Programm begeistern. Wir konnten regionale Künstler wie Petra Williams oder den Kabarettisten Thomas Kuhn engagieren. Beeindruckend war auch die Vorführung der Kunstradfahrer des RV Schwalbe Eppelborn. Höhepunkt war die Verleihung der Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland durch Ministerpräsident Tobias Hans an drei Persönlichkeiten des Ehrenamtes. Im nächsten Jahr wird dann erneut der Ehrenamtspreis des Landkreises Neunkirchen vergeben.

 

Am Mittwochmorgen war ich zu Gast bei unserer Tourismus- und Kulturzentrale des Landkreises Neunkirchen am Standort Reden, um die anstehende Gremiensitzung vorzubereiten. Anschließend besuchte ich die Eröffnung des neuen Fabrikverkaufs Lorenz Snack World in Neunkirchen an der Westspange. Am Nachmittag standen dann interne Termine auf meiner dienstlichen Agenda.

 

Gestern Morgen war ich im Bildungsministerium zu Gast, wo es um Themen rund um die Bildung ging. Danach gratulierte ich Alwin Bäuerle zu seinem 100. Geburtstag. Den Neunkircher Alwin Bäuerle kenne ich seit vielen Jahren und hatte ihn bei seinem 95. Geburtstag (damals noch als Beigeordneter der Kreisstadt Neunkirchen) versprochen, auch am 100. Geburtstag dabei zu sein. Dieses Versprechen löste ich natürlich ein. Danach fand ein Pressegespräch mit der Vertreterin der Saarbrücker Zeitung, Claudia Emmerich und dem Leiter unserer Tourismus- und Kulturzentrale Christian Rau statt. Hier ging es um einen Rückblick auf 2019 und ein Ausblick auf die touristischen Attraktionen 2020. In nichtöffentlicher Sitzung tagte im Anschluss der Bau- und Schulausschuss, um die Investitionen für den neuen Haushalt zu beraten. Natürlich wird hier auch die Digitalisierung eine große Rolle spielen und sich auch im Haushaltsplan 2020 darstellen. Danach ging es nach Neunkirchen. Dort wurde ich als neuer DRK Kreisvorsitzender gewählt. Hier trete ich die Nachfolge von meinem Amtsvorgänger Dr. Rudolf Hinsberger an, der dieses Ehrenamt Jahrzehnte innehatte. Sein Engagement war beispielhaft, er führte das DRK durch schwierige Zeiten und kann heute den Kreisverband geordnet übergeben. Das DRK ist für die Menschen in der Region da, es sorgt für Sicherheit und stellt ein zuverlässiges Instrument im Orchester der Hilfsdienste dar.

 

Am heutigen Morgen tagte der Vorstand des Sparkassenverbandes. Anschließend besuchte ich in Ottweiler in der Marienhausklinik den großen Adventsbasar der Bastelgruppe der Lebenshilfe. Seit vielen Jahren basteln Frau Marwan und ihr Team das ganze Jahr über für die Lebenshilfe. Der Erlös kommt zu 100 Prozent den Menschen mit Behinderungen zugute. Sollte ich Sie jetzt neugierig gemacht haben, können Sie auch im Lebenshilfe-Laden in der Wilhelm-Heinrich-Straße, gegenüber dem Landratsamtes selbstgebastelte Geschenke kaufen. Sie machen damit sich und anderen Menschen eine Freude.

Heute Nachmittag stand „Schreibtischarbeit“ an. Unter anderem erledige ich zurzeit schon meine Weihnachtspost, denn am Sonntag ist bereits der erste Advent. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Adventszeit. Überall im Kreis finden bereits Weihnachtsmärkte statt. Unterstützen Sie mit Ihrem Besuch das Ehrenamt. Ich wünsche Ihnen einen schönen ersten Advent!

Ihr Landrat Sören Meng


22.11.2019: Themenreiche Woche

Impression Musicale 2019
Baumpflanzaktion an der Gemeinschaftsschule in Spiesen-Elversberg
Die Preisträger des 2. Alex-Deutsch-Preises 2019 – Hans-Joachim Hoffmann (2.v.l.) und die AG Geschichte des Sarpfalz-Gymnasium Homburg (Bildmitte) mit Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (l.), Prof. Dr. Roland Rixecker (2.v.r.) und Landrat Sören Meng (3.v.r.)
Landrat Sören Meng zu Besuch in dem Merchweiler Geschäft "Mamis-Liebling", das nachhaltige Kleidungs- und Windelangebote für Babys bietet

Diese Woche hatte es themenmäßig in sich. Die Themensprünge hätten nicht größer sein können. Los ging es am Montagmorgen mit einem Gespräch mit Franziska Theobald, die mit der Beratungsstelle für Menschen mit Beeinträchtigung bei der Lebenshilfe Landesverband Saarland angegliedert ist. Ihr Themenschwerpunkt ist die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung. Jede Beratung ist kostenlos. Ratsuchende sind hier Menschen mit Beeinträchtigungen, Angehörige, Betreuer, Fachkräfte oder auch Mitarbeiter einer Institution. Frau Theobald stellte unserer Sozialdezernentin Birgit Mohns-Welsch und mir diese Teilhabeberatung vor. Nähere Infos gibt es im Internet unter: www.lebenshilfe-saarland.de

Im Anschluss fand das verwaltungsinterne Jourfixe statt. Am Nachmittag war ich zu Gast beim Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Klaus Häusler, wo wir die anstehenden Gremiensitzungen vorbereiteten. Der Abschluss meines Arbeitstages stellte der Besuch in der Sitzung der SPD-Kreistagsfraktion dar.

 

 

Am Dienstagmorgen standen in erster Linie verwaltungsinterne Termine und Rücksprachen auf dem dienstlichen Programm. Am Nachmittag tagte das Redaktionsteam unseres Kreisbuches. Im Frühjahr 2020 wird es eine neue Auflage geben. Die erste Ausgabe stellten wir vor 2 Jahren vor und jetzt darf man gespannt sein, wie groß die Themenvielfalt der neuen Ausgabe wird. Mir ist es wichtig, dass Geschehnisse, aber auch Historisches dauerhaft dokumentiert wird. Danach ging es für mich nach Illingen, wo im Illtal Gymnasium die Eröffnung der legendären Impression Musicale stattfand. Diese Veranstaltungsreihe gibt es seit 42 Jahren und läuft bis am kommenden Sonntag. Traditionsgemäß beginnt die Impression Musicale mit dem Klassikabend. Hier erlebte ich beeindruckende Künstlerinnen und Künstler, die ihr Können ohne Gage zur Verfügung stellten. Der Erlös der Impression Musicale kommt zu Hundertprozent einer guten Sache zu Gute. So konnte im vergangenen Jahr eine Spendensumme von über 40.000 Euro an ein Projekt im Kongo übergeben werden. Mit diesem Geld wurde eine Schule gebaut. Darüber hinaus hat das Illtal Gymnasium noch einen weiteren Grund zu feiern, denn die Schule ist bereits seit 30 Jahren Unesco-Projektschule, als erste Unesco-Projektschule des Saarlandes. Um dieses Jubiläum entsprechend zu würdigen, haben Schülerinnen und Schüler der Klassen 11 und 12 im Grundkurs Politik eine App programmiert, die die vergangenen Jahre als Unseco-Projektschule Revue passieren lassen. Diese App durften der Illinger Bürgermeister Dr. Armin König und ich vor Beginn der Impression Musicale ausprobieren. Die Fragen waren ganz schön kniffelig. Mehr Informationen gibt es auf der Internetseite des Illtal Gymnasiums.

http://www.illtal-gymnasium.de/

 

 

Um den Digitalpakt ging es am Mittwochmorgen in einem Gespräch mit den Verantwortlichen der Gemeinschaftsschule Spiesen-Elversberg. Anschließend durfte ich gemeinsam mit Staatssekretär Sebastian Thul, dem Bürgermeister Bernd Huf und vielen weiteren Gästen eine Baumpflanzaktion zu Ehren des 40-jährigen Geburtstages der Albert-Schweitzer-Gemeinschaftsschule durchführen. Ein anschließendes Fest der Begegnung mit Programmpunkten, die von den Schülerinnen und Schülern gestaltet wurden und auch musikalische Einlagen der Lehrerinnen und Lehrer enthielt, wurde diese besondere Aktion abgerundet.

Am Nachmittag besuchte ich die Stadtratssitzung in unserer Kreisstadt. Dies hatte einen besonderen Grund, denn die Verwaltungsspitze von Neunkirchen ist ab 1. Januar komplett. Mit großer Mehrheit wählte der Neunkircher Stadtrat Lisa Kühn zur Bürgermeisterin, zum neuen 2. Beigeordneten wurde Thomas Hans gewählt. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit, da ich beide Persönlichkeiten schon viele Jahre kenne. Auch freut es mich, dass die Kreisstadt die längere Zeit vakante Stelle des Beigeordneten besetzt hat. Als ehemaliger Beigeordneter weiß ich, wie groß die Aufgabenvielfalt ist. Der neuen Verwaltungsspitze unter der Führung des Oberbürgermeisters Jörg Aumann wünsche ich viel Kraft und Erfolg.

Am Abend fand die Verleihung des 2. Alex-Deutsch-Preises statt. Der Historische Sitzungssaal war bis auf den letzten Platz gefüllt und man war gespannt, wer in diesem Jahr den Preis in Empfang nehmen konnte. Unsere Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot würdigte die Arbeit von Alex-Deutsch und brachte zum Ausdruck, wie wichtig es ist, dass sich gerade junge Menschen in Schulen mit unserer Geschichte und den Lehren auseinandersetzen. Die Festrede hielt der Antisemitismusbeauftragte der Landesregierung Prof. Dr. Roland Rixecker. In einer bewegenden Rede ging er auf aktuelle Geschehnisse ein und betonte wie wichtig das Engagement aller ist, wenn es darum geht unsere Demokratie dauerhaft lebendig zu halten. Auch würdigte er die Arbeit der Alex-Deutsch-Stiftung und die wichtige Aufgabe der Zeitzeugenarbeit.

2017 wurde der erste Alex-Deutsch-Preis vergeben. Horst Bernard und die Schulgemeinschaft der Gemeinschaftsschule Sonnenhügel waren die ersten Preisträger. Der Alex-Deutsch-Preis soll für eine aktive Erinnerungskultur stehen und vorbildliches Engagement zur Stärkung einer toleranten, offenen und solidarischen Zivilgesellschaft würdigen. Und hier geht es auch immer um die Würde des einzelnen Menschen. Wir konnten in diesem Jahr den 70. Geburtstag unserer Verfassung, unseres Grundgesetzes feiern. Um diese Verfassung beneiden uns viele Menschen in anderen Ländern, denn sie ist durch den Wunsch nach Frieden geprägt. Der Artikel über die Menschenwürde steht nicht zufällig am Anfang unserer Verfassung, ihre Unantastbarkeit ist ihre wichtigste Aussage. Die Würde des Menschen ist die strahlende Idee der Aufklärung, sie kann den Hass und die Dummheit lösen. Oder wie es der Schriftsteller und Jurist Ferdinand von Schirach beschreibt: „Sie ist lebensfreundlich, weil sie von unserer Endlichkeit weiß und erst durch sie, werden wir in einem tiefen, wahren Sinn zu Menschen. Die Würde ist zerbrechlich und wir müssen sie schützen.“ Und gerade deshalb ist es wichtig, dass wir erklären, wie wichtig das friedliche Miteinander zwischen den Menschen ist. Wir sollen reden, über das, was in unserer Geschichte passierte, mit welchem Wahn vor 80 Jahren der zweite Weltkrieg begonnen hat. Um es mit Erich Kästner zu sagen: „Die Vergangenheit muss reden und wir müssen zuhören. Vorher werden wir und sie keine Ruhe finden.“ Als Generation des Friedens müssen wir sicherstellen, dass wir weiterhin in einer friedlichen und toleranten Gesellschaft leben können. Und das sage ich bewusst in einer Zeit, in der Parteien, die mit Ausgrenzung werben, wieder verstärkt Zuspruch finden.

 

 

Um die Preisträger auch in meinem Blog zu würdigen, zitiere ich aus meiner Rede:

„Wir wollen heute den Ottweiler Bürger Hans-Joachim Hoffmann auszeichnen. Ich lernte Herrn Hoffmann vor Jahren kennen, als er im Auftrag des damaligen Landrates Dr. Hinsberger Mitautor des Buches „Lebenswege jüdischer Mitbürger im Landkreis Neunkirchen“ war. Schon damals beeindruckte mich das hohe Fachwissen des Pädagogen und seine Engagement, mit dem er sich für eine Erinnerungskultur stark machte. Auch freut es mich sehr, dass Herr Hoffmann dem Redaktionsteam unseres Kreisbuches angehört.

Es ist an dieser Stelle schwer, mich auf wenige Verdienste Hans-Joachim Hoffmanns zu beschränken. Seit fast zwei Jahrzehnten erforscht er die Geschichte der jüdischen Gemeinde Ottweiler und trägt mit Publikationen und Vorträgen (auch in Kooperation mit unserer Kreisvolkshochschule) dazu bei, dass die Erinnerung nicht verloren geht. Um die schlimmen Geschehnisse der Nazizeit begreifbar zu machen, ist es meiner Meinung nach wichtig, Schicksale einzelner Menschen aufzuzeigen. Herr Hoffmann stellte  hier die Chronik der Familien Levy und Coblenz exemplarisch in den Fokus seiner Forschungen.

Um der Erinnerungsarbeit eine Kontinuität zu verleihen, bietet Herr Hoffmann regelmäßige Führungen über den jüdischen Friedhof an. Diese begann er gemeinsam mit Klaus Burr im März 2013 beim „Tag des offenen Denkmals“ mit dem Thema „Jenseits des Guten und Schönen – unbequeme Denkmäler“. Die Recherchen zu der jüdischen Gemeinde Ottweiler rief auch in Erinnerung, dass die Stadt Ottweiler als erste Stadt des Saargebietes Ehrenbürgerschaften an Hindenburg, Hitler, Göring und Spaniol verliehen hatte. Da diese nie symbolisch aufgehoben worden waren, schlug Herr Hoffmann die symbolische Aberkennung der verliehenen Ehrenbürgerschaften vor, auch um der von ihm ebenfalls angeregten Umsetzung der „Aktion Stolpersteine“ Glaubwürdigkeit zu verleihen.  Hier erarbeitete er zu allen Menschen, denen ein Stolperstein gewidmet ist, eine Biografie, die er in seinem Werk „Seid vorsichtig mit der Obrigkeit- Beitrag zur Erinnerungskultur und Lokalgeschichte Ottweilers“ 2016 in einem Buch münden ließ.

 

Ich möchte aus einem Schreiben von Klaus Burr zitieren, der Herrn Hoffmann für diesen Preis vorgeschlagen hat: „Herr Hoffmann hat sich in den letzten Jahren ausgiebig und zeitintensiv mit der Ausarbeitung der Geschichte der Ottweiler jüdischen Gemeinde beschäftigt. Ergänzt wurden seine Arbeiten durch Beiträge zu der Zeit des Nationalsozialismus. Herr Hoffmann verfolgt mit seinen Vorträgen/Publikationen stets zwei Ziele: Er wollte und will zeigen, dass sich für die Ausgrenzung einzelner Bevölkerungsgruppen  - sei es aus religiösen oder politischen Gründen – keine Rechtfertigungen finden lassen, leisteten doch die Ausgegrenzten in ihrem Leben einen Beitrag zu dem politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben in ihrer Umgebung

Eines seiner wichtigsten Ziele war und ist es, die Erinnerung an die NS-Zeit wachzuhalten, denn nur durch Verdrängung der Ereignisse, die die NS-Diktatur ermöglichten, wird es möglich, dass Deutschland heute ein Problem mit Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit hat.““

 

Der weitere Preis verlieh ich an die Arbeitsgemeinschaft Geschichte des Saarpfalz-Gymnasiums: „Die AG Geschichte des Saarpfalz-Gymnasiums Homburg hat sich in ganz besonderer Weise um diesen Preis verdient gemacht. Hier habe ich besonders große Mühe mich auf das Wesentliche zu beschränken. Die Bewerbung, die die Stiftung erreicht hat, war von besonderem Umfang - 51 Ausgaben des Homburger Stadtmagazins „es heftche“ und sieben Bücher waren beigefügt. Und dies war nun ein Auszug aus den letzten sechs Jahren der Arbeit der AG Geschichte. Es lässt jedoch erahnen, mit welchem Herzblut und Engagement die Schülerinnen und Schüler sich über Generationen gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus einsetzt.

In diesem Jahr feiern sie 20 – jähriges Bestehen, daher ist es ein besonderer Anlass, dass in diesem Jubiläumsjahr die vorbildliche Arbeit gewürdigt wird. 20 Jahre – in dieser Zeit kommen und gehen viele Schüler – kontinuierlich begleitet und mit Herzblut gefüllt, hat Eberhard Jung diese Arbeitsgemeinschaft. Lieber Herr Jung, Sie leisten hier mehr als einen Bildungsauftrag, Sie leisten einen echten Mehrwert für die Zeitzeugenarbeit unserer Region und für unsere Gesellschaft. Die AG Geschichte ist längst zu einem echtem Vorzeigeprojekt der Erinnerungskultur geworden. Die persönliche Beziehung zu Alex und Doris Deutsch ist hier hervorzuheben.  Zu Lebzeiten von Alex Deutsch fanden zahlreiche gemeinsame Treffen und Veranstaltungen mit dem Gymnasium statt – man pflegte bis zuletzt ein freundschaftliches Verhältnis. Es gab kaum ein Monat, in dem keine Begegnung stattfand – viele Ausstellungen und Diskussionsrunden hat die Schulgemeinschaft mit Alex Deutsch veranstaltet. Die Schulgemeinschaft arrangierte eine besondere Begegnung  mit Gerti und Buddy Elias, dem letzten Überlebenden der Familie von Anne Frank. Auf Initiative der AG wurden erstmals im Saarland Anne-Frank-Rosen gepflanzt. Im Verlauf des 20-jährigen Bestehens hat die AG Geschichte einen besonderen Bezug zu Alex Deutsch, Anne Frank, Buddy Elias, aber auch zu Homburger Pionieren der Demokratie, Philipp Jakob Siebenpfeiffer und Johann Georg August Wirth, bekommen. Seit dem Tod von Alex Deutsch arbeitet seine Witwe Doris weiterhin eng mit der Schule zusammen. Im Laufe der Jahrzehnte haben die Schülerinnen und Schüler in unzähligen Texten diese Begegnungen gewürdigt, sieben Bücher herausgegeben, in denen Aspekte aus dem Leben von Alex Deutsch thematisiert wurden. Auch eine Alex Deutsch Briefmarke wurde initiiert. Hier alles zu erwähnen, wurden den zeitlichen Rahmen des heutigen Abends sprengen – einen kleinen Eindruck können Sie sich nachher im Nebenraum verschaffen, in dem die Schülerinnen und Schüler einen kleinen Ausschnitt ihrer Arbeit darstellen und Bücher zum Kauf anbieten.

Zwei Jahrzehnte haben sich die Schülerinnen und Schüler der AG Geschichte mit dem Leben und Wirken von Alex und Doris Deutsch auseinandergesetzt, sogar kunstvolle Porträts sind entstanden.

Dieses Engagement der Arbeitsgemeinschaft - Das ist nicht nur ausgezeichnete Zeitzeugenarbeit, das ist gelebte Erinnerungskultur!““

 

An dieser Stelle möchte ich auch dem Kuratorium der Stiftung, stellvertretend nenne ich hier Doris Deutsch, die sich mit großem Engagement engagiert, für die tolle Arbeit im Sinne von Alex Deutsch. Auch danke ich dem Musikensemble der Alex-Deutsch-Schule Wellesweiler für die hervorragende musikalische Umrahmung an diesem Abend.

 

 

 

 

 

Gestern Morgen fand die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Personennahverkehr Saarland, dessen Verbandsvorsteher ich bin, statt. Im öffentlichen Teil ging es um die Entwicklung der Regiobuslinien, sowie um öffentlich-rechtliche Vereinbarungen und sowie eines ÖPNV-Branchenindexes. Am Nachmittag tagte dann der Aufsichtsrat der Neunkircher Verkehrs AG.

 

 

Am Morgen besuchte ich ein originelles und nachhaltiges Geschäft in Merchweiler. Mareike Popki ist Inhaberin des Geschäftes „Mamis Liebling“ und entwickelte ein Konzept, das durch nützliche Alltags Gegenstände und Kinderartikel rund um die Stoffwindel Verschwendung vermeiden und nachhaltige Erziehung von Kindern fördern sollte. Frau Popki stelle mir ihr innovatives Projekt vor. Am Nachmittag war ich mit Vertretern der Verwaltung zu Gast in der Gemeinschaftsschule Stadtmitte Neunkirchen. Diese Schule wollen wir in den nächsten Jahren baulich auf den neusten Stand bringen. Hier war es mir wichtig, der Schulgemeinschaft und insbesondere dem Lehrerkollegium die bisherigen Pläne und Vorstellungen, sowie die Vorgehensweise zu erläutern.

Später um 20 Uhr findet das letzte Kreishauskonzert in diesem Jahr statt. Dieter Kuhn hat über viele Jahre hinweg ehrenamtlich ein ansprechendes Programm aufgestellt. Gemeinsam mit der Tourismus- und Kulturzentrale des Landkreises ist es auch ihm gelungen diese anspruchsvolle Musikreihe mit Leben zu erfüllen. Ab dem kommenden Jahr steht Herr Kuhn nicht mehr zur Verfügung und wir stellen die Konzertreihe auf neue Beine. So ist es mir wichtig, auch regionale Künstler zu fördern und auch der Nachwuchsmusik ein Podium zu geben. Das Programm der Kreishauskonzerte 2020 wird in den nächsten Tagen veröffentlicht. Ich danke an dieser Stelle ganz herzlich Dieter Kuhn für sein geleistetes Engagement zum Wohle der Kultur im Landkreis Neunkirchen.

 

Morgen Mittag werde ich den Startschuss für die 23. ADAC Rallye in Neunkirchen geben. Im Anschluss nehme ich an der Jahresabschlussveranstaltung des Saarwaldverein teil, die in diesem Jahr im Katholischen Pfarrheim in Ottweiler stattfindet.

 

Ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende.

 

Ihr Landrat

Sören Meng


15.11.2019: Von der „Faasenacht“ bis zum kleinen Prinzen

Im Austausch mit den Beauftragten der Jugendwehren im Landkreis
Sören Meng mit den neu gewählten Jugendsprechern
Im Rahmen der Sitzungs der Bürgerstiftung übergab Volker Fistler den Erlös seiner Verabschiedungsfeier der Stiftung
Frank Höhler Geschäftsführer der vlexx GmbH zu Besuch bei Herrn Meng
Lamdrat Sören Meng mit der Klasse 5 b der Gemeinschaftsschule Neunkirchen Stadtmitte
Im Rahmen des bundesweiten Vorlesetages las der Landrat den Schülerinnen und Schüler aus dem Buch "Der kleine Prinz" vor

Gewohnt abwechslungsreich war auch diese Arbeitswoche. Los ging es am Montag mit internen Rückspracheterminen, anschließend machte ich mich auf den Weg nach Saarbrücken, wo eine gemeinsame Besprechung der Landräte mit den zuständigen Kreisbrandinspektoren sowie Vertretern des Landkreistages stattfand. Im Bereich unserer Wehren wollen wir in Zukunft stärker kooperieren. Hier bietet die moderne Technik zahlreiche Möglichkeiten einer interkommunalen Zusammenarbeit, die wir nutzen wollen. Der Abend stand dann im Zeichen des 11. 11. In Wiebelskirchen fand die Karnevalssessionseröffnung der Neunkircher Karnevalsvereine statt. Als langjähriger, aktiver Karnevalist, weiß ich, wie groß das Engagement der Narren im Landkreis ist. Die Karnevalsvereine leisten eine großartige Jugendarbeit und das vor allen Dingen ehrenamtlich. Daher war es mir ein Anliegen in diesem Jahr bei der Eröffnung dabei zu sein. Auch das neue Prinzenpaar wurde gekürt. Mit Carina Schneider stellt unsere Kreisverwaltung erstmals die Neunkircher Karnevalsprinzessin. Ich wünsche an dieser Stelle allen Närrinnen und Narren eine gute Vorbereitungszeit und eine tolle Session. Auch 2020 wird wieder ein Empfang für die Narren im Landkreis stattfinden. Die Premiere in diesem Jahr kam sehr gut an und soll das große Engagement der Vereine offiziell würdigen.

 

Am Dienstagmorgen war ich bei der dritten Jugenddemokratiekonferenz im Neunkircher Landratsamt zu Gast. Seit 2015 engagiert sich unser Landkreis im Rahmen des Projektes „Demokratie leben“ für eine lebendige Demokratie im Landkreis. Aktuelle Wahlergebnisse zeigen immer mehr, wie wichtig dieses Projekt ist und dass unsere Demokratie keine Selbstverständlichkeit darstellt. Gemeinsam einstehen für ein solidarisches Miteinander, für unsere Grundwerte und gegen die Diskriminierung einzelner Gruppen ist wichtiger denn je. Ich erinnerte in meinem Grußwort an die Geschehnisse des 9. November. Mit diesem Datum sind schreckliche Ereignisse wie die Geschehnisse um Reichpogromnacht 1938 verbunden. Der 9. November 1989 steht hingegen für eine friedliche Revolution und für das Ende des Unrechtsstaates DDR. Diese Demokratiekonferenz fand im Rahmen unseres Projektes „Demokratie leben“ statt. Kürzlich hat der Kreistag dieses Projekt erneut verlängert. Am Nachmittag war ich dann zu Gast im Bildungsministerium, wo ich mich mit dem neuen Staatsekretär Jan Benedyczuk über verschiedene Themen austauschte. Mit dem neuen Aufsichtsratsvorsitzenden der IKS werde ich auch, wenn es um die Zukunft des Erlebnisortes Reden geht, eng kooperieren. Am Abend tagten die Beauftragten der Kreisjugendfeuerwehren im Landratsamt. Ich hatte diese ehrenamtlich tätige Gruppe eingeladen, um mich mit ihnen intensiv auszutauschen. Jugendfeuerwehren im Landkreis leisten eine wichtige Arbeit, denn sie sorgen dafür, dass sich junge Menschen für die Arbeit und die Ziele der Feuerwehr interessieren. Sie legen somit die Grundlage für die Wehren der Zukunft.

 

Am Mittwochmorgen fand die Verbandsversammlung des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Saar statt. Hier wurden viele wichtige Themen behandelt. Diesem Verband gehören alle Kreise sowie die Landeshauptstadt Saarbrücken an. Am Nachmittag besprach ich mich mit Vertretern unserer Kreispolizeibehörde in punkto Katastrophenschutz. Derzeit sind wir dabei den bestehenden Katastrophenschutzplan zu reformieren. Dieses Thema liegt mir sehr am Herzen, denn die Landkreise haben hier als Katastrophenschutzbehörden wichtige Aufgaben. Daher ist es wichtig im Ernstfall gut organisiert zu sein. In den vergangenen Jahren haben verschiedene kleinere Schadenslagen gezeigt, wie schnell etwas passieren kann und wie wichtig es dann ist, gut vorbereitet zu sein. Danach fand die konstituierende Sitzung des Stiftungsrates Stiftung für Bürger im Landkreis Neunkirchen statt. Diese Stiftung wurde durch unser Projekt Land (auf) Schwung gegründet und soll Vereine und ihre Projekte dauerhaft finanziell unterstützen. Uns ist es gelungen dieses sinnvolle Projekt zu verstetigen, damit auch in Zukunft unsere Bürgerinnen und Bürger von dieser Stiftung profitieren können. Unser Ziel muss es sein, auch künftig Stiftungsgelder zu akquirieren, die wir dann wieder in der Region verausgaben können.

 

Gestern Morgen besprach ich mit der Sozialdezernentin aktuelle Themen und Herausforderungen in ihrem Dezernat. Auch ging es um das Thema „Ausbau unserer Kindertageseinrichtungen“, wo wir derzeit mit den Trägern im Gespräch sind, um weitere, dringend benötige Plätze anzubieten. Danach ging es nach Neunkirchen, wo ich als Aufsichtsratsvorsitzender der FSN die Sitzung leitete. Die FahrzeugService Neunkirchen GmbH (FSN GmbH) ist die im Jahr 2005 gegründete Werkstattgesellschaft der Neunkircher Verkehrs GmbH und der Saar-Pfalz-Bus GmbH, gemeinsam mit den privaten Omnibusunternehmen Hermann Zarth GmbH, Wadern(bis 2019), und Dieter Schmidt GmbH, Marpingen. Die Gesellschaft hat ihre Arbeit in den Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und ist derzeit Dienstleister für mehrere Unternehmen der Region.  Am Nachmittag gratulierte ich einem langjährigen Mitarbeiter zu seinem 40jährigen Dienstjubiläum. Im Anschluss fand die Sitzung des Kreisausschusses im Historischen Sitzungssaal statt. Im öffentlichen Teil wurde unter anderem die Freigabe von Haushaltsmitteln im Sozialbereich beschlossen. So leistet unser Landkreis Zuschüsse an Organisationen, Verbände, Vereine und Einrichtungen, insgesamt sind das über 170 000 Euro. Mit diesen Mitteln unterstützen wir diese wichtige Arbeit im Sozialbereich. Es handelt sich um Unterstützungsleistungen, die beispielsweise Projekten mit Menschen mit Behinderungen, der Hilfsdienste im Katastrophenschutz, Selbsthilfegruppen, der Ausländerbetreuung, der Suchtprävention oder auch der wichtigen Arbeit der Verbraucherzentrale zu Gute kommen.

 

Heute Morgen stellte sich der Geschäftsführer der Firma vlexx Frank Höhler bei mir vor. Wir besprachen einige Themen des öffentlichen Personennahverkehrs an. Unser aller Ziel sollte es sein, den öffentlichen Personennahverkehr der Zukunft so attraktiv wie möglich zu gestalten. Und dann haben wir die mögliche Gewissheit, dass sich die Nutzerzahlen erhöhen.

Das Schienenunternehmen vlexx erweitert sein Angebot im Saarland und übernimmt vier weitere Linien von der Deutschen Bahn. Neben Dieselfahrzeugen setzt das Unternehmen auch auf die Elektromobilität. Die Züge sind flächendeckend mit Klimaanlagen und frei zugänglichem WLAN ausgestattet. Durch die Übernahme der neuen Linien werden im Saarland rund 90 Mitarbeiter neu eingestellt. Auch sprach ich mit Herrn Höhler über die Themen Regionalentwicklung und Tourismus. Hier möchte das Unternehmen aktiv einen Beitrag leisten. So soll in den Zügen eine digitale Freizeitplattform mit regionalen Angeboten umgesetzt werden.Im Anschluss ging es zur Gemeinschaftsschule Stadtmitte wo ich im Rahmen des bundesweiten Vorlesetages aus dem bekannten Werk „Der kleine Prinz“ vorlas. Bundesweit findet dieser Tag statt und soll junge Menschen für das Lesen begeistern. Ich halte diese Aktion für sehr wichtig, da Lesen die Grundlage für Medienkompetenz ist. Von dort aus ging es nach Saarbrücken, wo eine Veranstaltung unserer Sozialministerin Monika Bachmann zum Thema hausärztliche Versorgung in der Kommune stattfand. Dieses Thema ist gerade für den ländlichen Raum wichtiger denn je. Eine älterwerdende Bevölkerung ist auf eine gute medizinische Versorgung angewiesen. Gerade eben war ich auf der Jubiläumsfeier „50 Jahre Maler Gleich“ zu Gast. Die Firma Gleich in Neunkirchen-Sinnerthal ist ein gutes Beispiel dafür, wie erfolgreich man im Handwerk sein kann. Seit zwei Generationen wird dieser Betrieb mit großem Erfolg geführt. Ich nahm meinen Besuch zum Anlass die Familie Gleich für ihr Engagement in den vergangenen Jahrzehnten zu danken und Ihnen für die Zukunft alles Gute zu wünschen. Noch eine persönliche Anmerkung: Die Firma Gleich kenne ich seit drei Jahrzehnten, 1989 machte ich dort ein Malerpraktikum, eine interessante, prägende Erfahrung.

 

Ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende. Bis nächsten Freitag!

 

Ihr Landrat Sören Meng


08.11.2019: Von Elektrizität bis zum Wohltätigkeitsverkauf

Eröffnung des Umpsannwerkes in Uchtelfangen
Vorstellung des neuen Kreiskalenders 2020
Landrat Meng überreichte Bescheide an 47 Altenbegnungsstätten im Kreis - der Landkreis unterstützt diese mit insgesamt 20.600 Euro
Landrat Sören Meng und Landrat Udo Recktenwald beim diesjährigen Hallenfußballturnier der Landkreise
Die Mannschaft des Landkreises Neunkirchen

Nur noch eine überschaubare Zahl von Wochen hat das Jahr 2019. Da ist es kein Wunder, dass sich zurzeit die Termine

häufen. Meine Arbeitswoche begann in Uchtelfangen, wo der neue Phasenschieber in der Umspannanlage eingeweiht wurde.

Der für das Saarland zuständige Übertragungsnetzbetreiber Amprion investierte am Standort rund 60 Millionen Euro, um die traditionsreiche Umspannanlage fit für die Zukunft zu machen. Mit dem neu errichteten rotierenden Phasenschieber wird die Spannung im Stromnetz erhöht, somit ist die Versorgungssicherheit für die Bürgerinnen und Bürger garantiert. Dies ist auch im Hinblick auf die erneuerbaren Energien wichtig, die nicht gleichmäßig Strom einspeisen. Ich freute mich sehr, diese Anlage gemeinsam mit unserer saarländischen Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger und den Bürgermeistern Dr. Armin König und Dr. Andreas Feld in Betrieb zu nehmen.

Danach ging es zur Sparkasse Neunkirchen, wo ich gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Markus Groß, Lisa Grandke von der Tourismus- und Kulturzentrale einen besonderen Kalender des Landkreises Neunkirchen vorstellte. Dieser Kalender zeigt unseren Landkreis von oben. Der Fotograf und Filmemacher Alexander M. Gross fuhr rund 1000 km durch unseren Landkreis und war mit seiner Drohne viele Stunden unterwegs. Die außergewöhnlichen Luftaufnahmen lassen unsere Heimat aus einer neuen Perspektive erleben. Der Kalender beinhaltet die Fotos aus allen sieben Kreiskommunen. Er ist ab sofort bei der Tourismus- und Kulturzentrale in Landsweiler-Reden, im Landratsamt Ottweiler und in der Sparkasse Neunkirchen, Geschäftsstelle Hammergraben für fünf Euro erhältlich. Der Verkaufserlös kommt der Stiftung für Bürger im Landkreis Neunkirchen zu Gute. Anschließend fand die konstituierende Sitzung des Verwaltungsrates der Sparkasse Neunkirchen statt. Hier konnte ich neue Mitglieder verpflichten. Eine interne Fortbildungsmaßnahme für den Verwaltungsrat schloss sich an. Bei dieser Fortbildung gab es unter anderem einen Überblick über die Bankenaufsicht und die bankenaufsichtlichen Regelungen in Deutschland und Europa. Auch wurden die Anforderungen an die Mitglieder von Aufsichtsorganen thematisiert.

 

 

Am Dienstagmorgen fanden verwaltungsinterne Termine statt. So ging es unter anderem um die Vorbereitung des Haushaltes unseres Kreisjugendamtes. Hier sind wir seit einigen Jahren dabei nach Empfehlung des ISM unsere Jugendhilfe zu reformieren. Ich habe an dieser Stelle schon häufig darüber berichtet. Es ist uns gelungen, trotz gesellschaftlichen Herausforderungen und deren Auswirkungen auf die Familien die Steigerung der Jugendhilfekosten in Grenzen zu halten. Allerdings muss ich bei aller Sparbemühungen darauf hinweisen, dass es unsere gesetzliche Aufgabe ist, junge Menschen und ihre Familien bei Bedarf entsprechend zu unterstützen. Am Nachmittag fand ein Gespräch mit der neuen Leiterin unserer Kreisvolkshochschule Sarah Falkenrich, dem langjährigen Leiter der Kreisvolkshochschule Hans-Jürgen Schäfer und der zuständigen Dezernentin Alexandra Wagner statt. Es ging um einen Rückblick der geleisteten Arbeit und einen Ausblick auf die Herausforderung unserer

Kreisvolkshochschule. In fast 32 Jahren ist es Hans-Jürgen Schäfer und seinem Team gelungen die Volkshochschule weiter auszubauen. Seine Nachfolgerin wird die erfolgreiche Arbeit fortsetzen und neue Akzente setzen, denn lebenslanges Lernen ist eine gesellschaftliche Aufgabe der sich der Landkreis engagiert stellen wird. Für das nächste Jahr sind hier einige Investitionen vorgesehen, die unsere KVHS auch im Hinblick der neuen Medien weiter entwickeln wird. Danach fand eine der außergewöhnlichsten Kreistagssitzung in der Kreisgeschichte statt. Die Mitglieder des Kreistages trafen sich zu einer Sondersitzung, um über das Thema regionale Entwicklung zu beraten. Hintergrund ist das Auslaufen des erfolgreichen Programmes „Land (auf) Schwung“ zum Ende des Jahres. Jetzt geht es darum zu überprüfen, in welchen Bereichen eine Verstetigung möglich ist. Alle Mitglieder des Kreistages arbeiteten in Arbeitsgruppen zusammen, um im Anschluss Lösungsmöglichkeiten für eine erfolgreiche Regionalentwicklung zu präsentieren. Ein wichtiges Ziel ist die Einrichtung einer Steuerung für die regionale Entwicklung. Dies geht nicht kostenneutral und sollte durch öffentliche Förderungen begleitet werden. Gerade im Hinblick der gleichwertigen Lebensverhältnisse wäre eine Bezuschussung seitens des Bundes notwendig. Wir werden uns in dieser Sache in den nächsten Wochen noch intensiv beraten.

 

 

Am Mittwochmorgen tausche ich mich mit unserem Kreiskämmerer Olaf Niesen und seinem Stellvertreter Matthias Schmidt zum Haushaltsentwurf 2020 aus. Mittlerweile haben mit den Abteilungen die entsprechenden Gespräche stattgefunden. Jetzt geht es darum den Kreisumlagebedarf entsprechend zu berechnen. Danach wird der Kreistag beteiligt und gleichzeitig die Gemeinden und Bürgermeister. Mir ist es wichtig unseren Haushaltsentwurf transparent zu besprechen Daher geben wir uns viel Mühe die Haushaltsvorbemerkungen so ausführlich wie möglich zu gestalten.

Anschließend fuhr ich nach Eppelborn, wo das Richtfest einer neuen Tagespflegeeinrichtung am ehemaligen alten Kino stattfand. Dank dieser Einrichtung werden wir die Tagespflegeplätze auf 172 erhöhen können. Insgesamt werden hier 15 neue Plätze errichtet, elf Plätze konnten wir als Landkreis bezuschussen. Gemeinsam mit der Sozialministerin Monika Bachmann, dem Bürgermeister Dr. Andreas Feld sowie dem Ortsvorsteher Berthold Schmitt würdigte ich diese Investitionen. Auch die Tatsache, dass sich die Einrichtung inmitten von Eppelborn befindet, finde ich sehr gut. Dies garantiert für die Menschen mehr Lebensqualität und kurze Wege. Neben der Tagespflegeeinrichtung gibt es auch ein inklusives, stationäres Angebot. Herzlichen Dank allen, die diese Einrichtung möglich machen. Den Bauarbeiten wünsche ich weiterhin einen guten Verlauf. Die Einweihung ist im Sommer 2020 vorgesehen.

 

Zurück in Ottweiler ging es um den öffentlichen Personennahverkehr. Hier besprach ich mit dem Geschäftsführer der ZPS Achim Jesel die demnächst stattfindende Gremiensitzung. Derzeit ist der ÖPNV in aller Munde. Ich habe an dieser Stelle schon oft darüber geschrieben. Ein besserer ÖPNV benötigt zusätzliche finanzielle Mittel. Ich bin sehr zuversichtlich, dass Landkreise und Kommunen hier neue Wege gehen werden, um den ÖPNV im Saarland attraktiver zu machen. Allerdings brauchen wir auch hier zusätzliche Mittel von Seiten des Bundes.

 

Danach konnte ich 35 Verbänden und Kirchengemeinden mit insgesamt 47 Altenbegegnungsstätten einen Förderbescheid übergeben. Insgesamt fördert der Landkreis diese Einrichtungen mit rund 20.600 €. Jeder Begegnungsstätte wird unabhängig der Öffnungszeiten einen Grundbetrag bewilligt. Insgesamt werden in den Begegnungsstätten ehrenamtlich über 6000 Stunden geleistet. Ich bedanke mich bei allen Verantwortlichen dieser Begegnungsstätten für das große, ehrenamtlich geleistete Engagement. Die Institutionen machen mit Ihrem Angebot unsere Gesellschaft reicher und sorgen dafür, dass Menschen nicht vereinsamen.

 

 

Heute Morgen ging es in einem Gespräch mit Eike Zender und Willi Walter um die weitere Entwicklung unserer Regionalmarke. Von dieser Regionalmarke habe ich hier schon oft geschrieben. Diese wird mittlerweile sehr gut angenommen und immer mehr regionale Erzeuger interessieren sich für dieses zukunftsweisende Projekt. Ich werde hierüber in den nächsten Blogs noch weiter berichten. Wir alle wissen, Weihnachten naht mit großen Schritten: Verschenken Sie doch einmal regionale Produkte!

 

Danach ging es um die Situation unserer Wehren im Kreis. Hier tauschte ich mich mit dem Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack und seinem Stellvertreter Michael Schuh aus.

Am Nachmittag war ich dann beim Fußballturnier der saarländischen Landkreise und des Regionalverbandes Saarbrücken in St. Wendel zu Gast. Hier unterstützte ich unsere Landkreismannschaft und hoffe, dass die wackeren Herren erfolgreich sein werden. Übrigens hatte auch mein Landratskollege Udo Recktenwald das Fußballtrikot an, ich blieb lieber „in der Fankurve“.

Der Abschluss des heutigen Tages wird die glanzvolle Verleihung des Günter Rohrbach Filmpreises in der neuen Gebläsehalle in Neunkirchen sein. Dieser Filmpreis ist jedes Jahr etwas ganz Besonderes und rückt unsere Kreisstadt, aber auch unsere Region in ein besonderes, ja cineastisches Licht.

 

Morgen werde ich an einer Übung unserer Einsatzkräfte im Landkreis Neunkirchen teilnehmen. Mehr kann und darf ich an dieser Stelle nicht verraten. Am Sonntagnachmittag verkaufe ich zu Gunsten bedürftiger Menschen im Café Resch in Eppelborn Spezialitäten. Das Team der Firma Resch wird eine riesige „Fair-Trade-Schokoladentafel“ präsentieren. Eine tolle Initiative, die höchste Anerkennung verdient!

 

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

 

Ihr

 

Sören Meng

Landrat

 

 


30.10.2019: Der Haushalt lässt grüßen

Landrat Sören Meng zu Besuch in der neuen Ganztagsklasse der Alex Deutsch Schule
MIt den Schülern unterhielt sich Herr Meng über die neuen Erfahrungen im Ganztagsbereich
Landrat Sören Meng gratulierte dem Eppelborner Ortsvorsteher Berthold Schmitt zum 70. Geburtstag
Impression des Weltspartag 2019
Landrat Meng zu Gast bei dem Aktionstag Werkstattgespräch der Firma Trapp in Spiesen-Elversberg

Obwohl diese Woche relativ kurz war, hatte ich eine Vielzahl von Terminen, denen ich mich intensiv widmen musste. Los ging es am Montag mit einem Besuch in der Alex-Deutsch-Schule in Wellesweiler. Die Alex-Deutsch-Schule ist seit diesem Schuljahr gebundene Ganztagsschule und wird künftig diese Schulform zweizügig beinhalten. Hier sprach ich mit Schülerinnen und Schülern und dem pädagogischen Personal über die bisherigen Erfahrungen. Die neue Schulform ist gut gestartet und hat bereits viele Projekte initiiert. Als Schulträger sind wir nun gefordert die räumlichen Voraussetzungen für die gebundene Ganztagsschule zu ermöglichen. Hier geht es um Differenzierungsräume und um eine neue Mensa. Dies alles war im Vorfeld bekannt, sodass wir hier in den Planungen sind. Der Nachmittag stand dann ganz im Zeichen der Haushaltszahlen 2020. Mit dem Team unseres Kreissozialamtes und der Kämmerei beriet ich mich über den Sozialhaushalt für das kommende Jahr. Natürlich haben wir bei jeder Haushaltsplanung auch immer mit Unbekannten zu rechnen. Neu im Portfolio des Landkreises wird die Ausführung des Bundesteilhabegesetzes sein, dessen Kosten wir allerdings vom Land erstattet bekommen. Im Anschluss an die Haushaltsvorberatungen tagte der Werksausschuss unserer Tourismus- und Kulturzentrale. Inhalt war in erster Linie unser Freizeitzentrum Finkenrech, da der Gastronomiebetrieb aufgrund des Pächterwechsels neu ausgeschrieben wurde. Nun fanden Vorstellungsgespräche statt, damit die Gastronomie auch im kommenden Jahr wieder geöffnet ist. Von dort aus ging es nach Eppelborn, wo der langjährige Beigeordnete und Ortsvorsteher von Eppelborn Berthold Schmitt, seinen 70. Geburtstag feierte. Ihm gratulierte ich im Namen von Rat und Verwaltung herzlich zu seinem runden Geburtstag.

 

Um das große Thema Inklusion ging es im Gespräch am Dienstagmorgen mit unserer Sozialdezernentin Birgit Mohns-Welsch und unserer Kreisbehindertenbeauftragten Petra Moser-Meyer. Wir besprachen verschiedene Baumaßnahmen und Planungen rund um das Thema Inklusion. Ein Thema das unsere Verwaltung beschäftigt, ist das Thema „Leichte Sprache“. Um den Klimaschutz ging es in der anschließenden Besprechung mit unserer Klimaschutzbeauftragten Lilli Metzker und dem Leiter unserer Bauverwaltung Thorsten Mischo. Wir sind gerade dabei das Klimaschutzkonzept abzuarbeiten und auch Impulse in diesem Bereich zu setzten. Hier kommt dem Energiemanagement natürlich eine große Rolle zu. So wollen wir auch bei späteren Investitionen darauf achten klimafreundlich unterwegs zu sein und dies auch in die Investitionen miteinfließen zu lassen. Interne Besprechungen schlossen an.

Gestern war ich zu Gast beim Team des allgemeinen Sozialen Dienstes unseres Kreisjugendamtes. Mit dem Team tausche ich mich regelmäßig aus, um über die wichtige Arbeit unseres Kreisjugendamtes mehr zu erfahren. Dies ist auch im Hinblick der Umsetzung des ism-Gutachtens wichtig, das wir mit dem kommenden Haushalt und den entsprechenden Neubesetzungen abschließend umgesetzt haben. Danach schaute ich kurz in meiner Funktion als Verwaltungsvorsitzender der Sparkasse Neunkirchen in der Geschäftsstelle Hammergraben vorbei, wo unsere Sparkasse zum Weltspartag viele Aktionen für Jung und Alt präsentierte. Im Anschluss tauschte ich mich mit dem neuen Oberbürgermeister der Kreisstadt Neunkirchen, Jörg Aumann zu verschiedenen Themen aus. Natürlich war auch der mögliche Neubau bzw. die Generalsanierung der Innenstadtschule (Gemeinschaftsschule Stadtmitte) Thema. Der Nachmittag stand dann wieder im Zeichen der Haushaltsberatung. So berieten wir den Haushalt unseres Personalamtes sowie den Haushalt des Dezernates II im Bereich Bau-, Schul- und Umweltamt vor. Gerade im Baubereich werden wir im kommenden Jahr verstärkt investieren. Unsere Bauverwaltung hat alle Hände voll zu tun, die Weichen zu stellen. Als Großprojekt ist im nächsten Jahr beispielsweise der Neubau der Sporthalle in Illingen vorgesehen.

 

Heute Morgen tauschte ich mich mit dem Geschäftsführer unserer Wasserversorgungsgesellschaft Stefan Kunz zu verschiedenen Themen aus.  Anschließend ging es zur Firma Elektro Trapp nach Spiesen-Elversberg, die zu einem Werkstattgespräch eingeladen hatten. Hier referierte ich über das Thema Schnittstellen und Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Verwaltung und Mittelstand. Wir verfolgen als Landkreis die Grundsatzphilosophie uns als wirtschaftsfreundliche und dienstleistungsorientierte Verwaltung zu verstehen. Zwar haben wir als Landkreis eine eher passive Rolle, da wir nicht für Unternehmensansiedlungen und für die Ausweisung von Gewerbegebieten zuständig sind, allerdings verstehen wir uns als Dienstleister und Netzwerker. Durch die Arbeit unserer Wirtschaftsförderungsgesellschaft sind wir sehr nahe an den Bedürfnissen von Unternehmen und unterstützen sie. Neben Beratungsangeboten sorgen wir auch dafür, dass wir etwas zur Fortbildung von Unternehmen beitragen. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang unser Mittelstandforum, das wir im kommenden Jahr bereits zum vierten Mal durchführen werden. Darüber hinaus sind wir Unterstützer der Kampagne „ Hände hoch für`s Handwerk“, weil gerade im Landkreis Neunkirchen das Handwerk goldenen Boden hat und hier für die Menschen viele Zukunftsperspektiven liegen.

 

Im Anschluss breitete ich in meinem Büro mit Vertretern unseres Projektes Land(auf)Schwung, die in der nächsten Woche stattfindende Sondersitzung des Kreistages vor. Hier geht es um das Thema Regionalmanagement und die Verstetigung unseres Projektes Land(auf)Schwung. Hier möchte ich gerade die neuen Mitglieder des Kreistages über das Potenzial dieses leider auslaufenden Projektes informieren. Regionale Entwicklung ist für unseren Landkreis von großer Bedeutung  und stärkt letztendlich die Wirtschaftskraft und die regionale Wertschöpfung. Danach tagte dann der Kreisjugendhilfeausschuss. In der  anschließenden Sitzung des Kreistages des Landkreises Neunkirchen ging es im öffentlichen Teil um die Fortführung des Bundesprogramms „Demokratie Leben“. Darüber hinaus gab es Anträge der SPD und CDU-Fraktion zu dem Thema Kindergarten- und Krippenplätzen sowie mobile Angebote unserer Kreisverwaltung. Darüber hinaus standen Vergaben auf der Agenda des Kreistages.

Wenn dieser Blog erscheint, bin ich wieder auf dem Rückweg nach Ottweiler. Hier findet  um 19 Uhr im historischen Sitzungssaal eine Veranstaltung für Unternehmen zum Thema „Best Practice- Wie Sie Facebook optimal einsetzen“ statt. Diese Veranstaltung präsentieren wir in Kooperation mit der Organisation des Bundesverbandes mittelständischer Wirtschaft (BVMW), der Saarbrücker Zeitung und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft.

Ich wünsche Ihnen ein schönes, langes und vor allen Dingen erholsames Wochenende und damit einen guten Start in den Monat November.

 

Ihr Landrat Sören Meng


25.10.2019: Vom Tourismus bis zum Landkreistag

11 neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern konnte Landrat Sören Meng die Einbürgerungsurkunden überreichen
Eröffnung des neuen, digitalen Kompetenzcenter der Sparkasse Neunkirchen - das „SmartLab“
Die Leistelle Älter werden des Landkreises lud zum Seniorenkino nach Illingen
Besichtigung des Aktivwohnpark in Neunkirchen-Kohlhof
Landrat Meng empfang eine Besuchsgruppe aus Costa Rica, die derzeit Gast der Stadt Ottweiler ist

Gewohnt abwechslungsreich war auch diese Woche. Los ging es mit einem Gespräch mit Bürgermeister Markus Fuchs und Christian Rau von unserer Tourismus- und Kulturzentrale, in dem es um das Thema Weiterentwicklung des Standortes Reden ging. Reden war in dieser Woche in Sachen Gondwana erneut in den Medien. Nach dem „Runden Tisch“ hat der Landkreis jetzt die Aufgabe, ein neues Entwicklungskonzept für den Standort auf den Weg zu bringen um dann die nächsten Entwicklungsschritte festzulegen. Das Ganze geht nur in enger Abstimmung mit der Gemeinde und dem Land.

 

Am Montagmorgen fanden die Einbürgerungsfeierlichkeiten im Historischen Sitzungssaal des Landratsamtes in Ottweiler statt. Ich konnte 11 Personen einbürgern und hob an dieser Stelle die große Bedeutung unserer Verfassung, unseres Grundgesetzes, hervor. Am Nachmittag ging es nochmals um das Thema Tourismus anlässlich der Aufsichtsratssitzung der Tourismuszentrale Saarland in Saarbrücken. Die Leitung dieser Sitzung hat unsere Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger inne. Längst ist der Tourismus zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor – auch im Landkreis Neunkirchen – geworden. Daher finde ich es gut, dass wir uns saarlandweit zusammengeschlossen haben um – neben regionalen Besonderheiten – die sogenannten touristischen Leuchttürme der jeweiligen Region gemeinsam zu vermarkten. Am Montagabend besuchte ich dann die Sitzung der SPD-Kreistagsfraktion.

 

Den Dienstag nutzte ich für verwaltungsinterne Termine und Rücksprachen. Auch besuchte ich die neugestaltete Geschäftsstelle der Sparkasse Neunkirchen im Saarpark-Center. Hier hat die Sparkasse Neunkirchen in ihrem 150 Jahr etwas Neues gewagt und stellt – neben der persönlichen Beratung – die neuen Medien in den Vordergrund. Ziel soll es sein, auch junge Menschen für die Sparkasse und ihre wichtigen Aufgaben für die Region zu begeistern. Am Nachmittag war ich dann im Union-Kino in Illingen zu Gast. Hier veranstaltete unsere Leitstelle Älter werden, im Rahmen der Feierlichkeiten zum Jahr der Demenz im Saarland, einen Kinonachmittag. 150 Bürgerinnen und Bürger waren anwesend um den Film „Das Leuchten der Erinnerung“ zu sehen. Bei meiner Begrüßung nutzte ich die Gelegenheit, auf das gute Angebot rund um das Thema Älter werden und Demenz hinzuweisen. Im vergangenen Jahr wurde das Demenznetzwerk im Landkreis Neunkirchen mit vielen Partnerinnen und Partnern gegründet. Auch soll im kommenden Jahr erneut ein Ausbildungskurs ehrenamtliche Demenzhelfer/innen an den Start gehen. Mir ist an dieser Stelle wichtig festzustellen, dass betroffene Bürgerinnen und Bürger sowie ihre Angehörigen mit der Diagnose Demenz nicht allein gelassen werden und sich auf vielfältige Unterstützungsangebote verlassen können.

 

In gleicher Sache besuchte ich am Mittwoch mit der Leiterin der Leitstelle Älter werden Ulrike Hoffmann den Aktivwohnpark in Neunkirchen-Kohlhof. Das Team des Aktiv-Wohnparkes Kohlhof hat hier eine moderne Wohnanlage in der ehemaligen Grundschule Kohlhof vor wenigen Jahren eröffnet. Hier wird den Mieterinnen und Mietern Servicewohnen angeboten. Ziel ist es, bis ins hohe Alter selbstbestimmt zu wohnen und bei Bedarf weitere Service- und/oder Betreuungsleistungen hinzubuchen zu können. Mit inkludiert ist eine 24 Stunden Erreichbarkeit, damit die Mieter jederzeit Hilfe bekommen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Freizeitaktivitäten. Im sog. „Kaffeeschwätzje“ können auch Menschen, die nicht in der Wohnanlage leben, das Angebot nutzen. Zurzeit sind weitere barrierefreie Wohnungen im Bau. Der Aktivwohnpark bietet besonderes betreutes Wohnen mit einem hohen Serviceangebot. Am Nachmittag tagte der örtliche Beirat des Jobcenters Neunkirchen. Hier ging es unter anderem um die Entwicklung des Arbeitsmarktes, die Planung der Eingliederungstitel und die Umsetzung des Teilhabe-Chancengesetzes mit Vorstellung der jeweiligen Einsatzfelder. Über die laufende Arbeit des Jobcenters berichtete die Geschäftsführerin Katja Sauerbrey. Am Abend fand dann eine Veranstaltung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft zum dem Thema Eigenkapitalausstattung von Unternehmen und mögliche Finanzierungsinstrumente zur Eigenkapitalstärkung in den schönen Räumlichkeiten der WFG statt. Ich finde es wichtig, dass unsere Wirtschaftsförderungsgesellschaft Unternehmen auch vielfältige Fortbildungsangebote ermöglicht.

 

 

Um einen geplanten Solarpark ging es gestern Morgen in einem Gespräch, an dem auch Vertreter der Unteren Bauaufsichtsbehörde teilnahmen. Solche Investitionen sind wichtig, um überhaupt die Energiewende möglich zu machen.  Im Anschluss begrüßte ich eine Gruppe aus Costa Rica, die ein gemeinsames Projekt mit der Stadt Ottweiler durchführt. Am Nachmittag tauschte ich mich mit Kolleginnen und Kollegen zum Thema anstehende Investitionen – auch im Hinblick auf den Haushalt 2020 – auf Verwaltungsebene aus. Der Abschluss meines Arbeitstages bildete die Sitzung des Kreisausschusses, in dem auch einige Punkte für die einer Woche stattfindende Kreistagssitzung vorberaten wurden. Im öffentlichen Teil ging es um Zuschüsse für allgemeine Maßnahmen der Altenhilfe und den Unterhalt von Altenbegegnungsstätten, den Zuschuss für das Diakonische Werk zur Weiterführung der Beschäftigungsmaßnahmen, die Menschen zum Thema Stromsparen berät und um die Freigabe von Haushaltsmitteln im Bereich Feuerlöschwesen. Darüber hinaus waren auch einige Vergaben auf den Weg zu bringen.

Danach besuchte ich die Eröffnung einer neuen Galerie im Landkreis Neunkirchen. Die Künstlerin Marianne Feld hat auf dem Gelände der ehemaligen Schlossbrauerei Neunkirchen im angrenzenden Bürogebäude eine Galerie eröffnet. Die Grafik-Designerin Marianne Feld wurde in ihrem Studium vor allem von Oskar Holweck in der Grundlehre geprägt. Sie bemalt und besprüht mit Acrylfarbe Bleche aus Edelstahl oder schlichtem Schwarzblech.

Infos: www.Galerie58.de

 

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der Vorstandssitzung des Landkreistages, in der eine Vielzahl von Themen besprochen wurde. Soeben warteten dann einige Post- und Unterschriftsmappen im Büro auf mich.

Ab heute ist unsere Verwaltung besonders gefordert, denn endlich gibt es detaillierte Daten von seitens des Landes, damit die Landkreise Mittel im Rahmen des Digitalpakts abrufen können. Bis 2024 können insgesamt 67 Millionen Euro für die Schulen in Trägerschaft der Kommunen (Grundschulen) und der Kreise verausgabt werden. Mit diesem Geld können wir auf Kreisebene die Basisausstattung an den Schulen (bsp. Wlan, Infrastruktur…) realisieren. All unsere kreiseigenen Schule haben entsprechende Medienkonzepte vorgelegt, die wir jetzt abarbeiten werden.

Noch ein paar Sätze zur heutigen Presseberichterstattung in Sachen Gondwana: Es wäre schlecht für den Erlebnisort Reden, wenn diese Einrichtung nicht mehr existieren würde, da Gondwana viele Menschen an den Standort bringt. Derzeit bin ich zuversichtlich, da viel rund um Reden in Bewegung ist. Initiiert durch den von mir einberufenen Runden Tisch haben wir jetzt ein Entwicklungskonzept für den Standort auf den Weg gebracht, das die künftigen Arbeitsschwerpunkte definieren soll. Unterstützt werde ich durch die Gemeinde Schiffweiler und das Land. Auch der Kreistag hat sich für eine Weiterentwicklung ausgesprochen. Daher engagieren sich viele Akteure dafür, dass nicht „Schicht im Schacht“ ist.

Ich wünsche Ihnen allen ein schönes letztes Oktoberwochenende und denken Sie daran, dass in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Uhren wieder eine Stunde zurückgestellt werden.

 

Ihr Landrat

Sören Meng

 

 


18.10.2019 Der Herbst ist da

Besuch im Bergbaumuseum Bexbach
v.l.n.r.: Kreisbeigeortneter Klaus-Dieter Woll, Landrat Sören Meng, Museumsleiter Wolfgang Imsweiler
Landrat Sören Meng begrüßt die Teilnehmer zur Netzwerk-Sitzung "Bildung für alle im Saarland"
Präsentation des Kustkalenders der Lebenshilfe
30. Geburtstag des Saarpark-Centers Neunkirchen
Zoo-Projekt der Firma Vensys

Nach ein paar erholsamen Tagen startete ich am Montag wieder neu.

Den ganzen Montag fanden interne Termine zu unterschiedlichsten Themen statt. Unter anderem tauschte ich mich mit dem Team unserer Tourismus- und Kulturzentrale aus. Hier ging es um aktuelle touristische Projekte und darum, wie wir unseren Landkreis auch zukünftig touristisch aufwerten können. Derzeit liegt der Fokus u. a. auf dem Wandern und Radfahren – aber natürlich steht auch die Weiterentwicklung des Erlebnisortes Reden auf unserer Agenda ganz oben. Hier soll ein neues Entwicklungskonzept erstellt werden, das die Chancen für diesen Standort aufzeigen soll. Dieses Konzept – so wäre es mein Wunsch – könnte dann als Richtschnur des weiteren Handelns dienen. Darauf hatten wir uns auch beim „runden Tisch Erlebnis Reden“ vor einigen Wochen verständigt.

Um Tourismus und Tradition ging es dann am Nachmittag, als ich das Bergbaumuseum in Bexbach besuchte. Hier finden sich auch zahlreiche Ausstellungsstücke aus dem Landkreis Neunkirchen. Seit Jahrzehnten schaffen es die Verantwortlichen des Museums die Erinnerung an den Bergbau, der unsere Region jahrhundertelang prägte, wach zu halten. Obwohl ich das Museum bereits öfter besucht habe,  bin ich immer wieder sehr beeindruckt, denn man kann sich dort einen Bild davon machen, wie sich der Bergbau auf das Leben der Familie auswirkte. Das Bergbaumuseum Bexbach liegt einige Kilometer vom Landkreis Neunkirchen entfernt und gehört zum Saarpfalzkreis. Das Museum in Kombination mit den Relikten im Landkreis Neunkirchen ist wichtig für das Geschichtsbewusstsein künftiger Generationen. Eindrucksvoll war auch die „Einfahrt“ unter Tage im unteren Bereich des Museums, durch das mich der Leiter Wolfgang Imsweiler und sein Stellvertreter, unser Kreisbeigeordneter Klaus-Dieter Woll, führten. Dieses Museum wird durch den Saarpfalz-Kreis finanziell unterstützt und ehrenamtlich getragen. Ich kann an dieser Stelle nur jedem empfehlen, das Museum zu besuchen und damit wieder in unsere Geschichte einzutauchen.

Am Dienstag bereitete ich die kommende Aufsichtsratssitzung der Beschäftigungsgesellschaft AQA (Arbeit-Qualifizierung-Ausbildung) – gemeinsam mit dem Geschäftsführer Anton Jacob, seinem Nachfolger Stefan Gerber, dem Steuerberater sowie dem Leiter der Abt. Finanzen Olaf Niesen – vor. Unsere Beschäftigungsgesellschaft AQA ist derzeit in aller Munde, da es um die Weiterführung unseres Upcycling-Centers geht. Dieses Center wird jetzt ganz in die Hände der AQA übergeben, sodass wir die Produkte auch selbst vertreiben können. Das Interesse an den recycelten Produkten ist sehr groß. Durch das neue Arbeitsmarktprogramm 16 i können wir über 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der AQA eine längerfristige Beschäftigung bieten. Neben der Beschäftigung geht es auch immer um das Thema Qualifikation. Daher ist die AQA für unser Sozialwesen im Landkreis Neunkirchen unverzichtbar. Am Nachmittag tagte das Gremium der Walter-Bernstein-Stiftung, in der ich als Kuratoriumsmitglied tätig bin. Diese Förderstiftung hat sich vorgenommen ein Walter-Bernstein-Jahr auszurufen. Dieses soll im Jahr 2021 sein, denn Walter Bernstein wäre dann 120 Jahr alt geworden. Auch jährt sich sein Todestag im Jahr 2021 zum 40. Mal. Hier soll es ein umfangreiches Ausstellungsprogramm und viele Aktionen geben, um das beeindruckende künstlerische Vermächtnis Walter Bernsteins in Erinnerung zu rufen. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, da die Stiftung die Planungen noch offiziell vorstellen wird.

Am Mittwoch gratulierte ich einer Mitarbeiterin zu ihrem 25-jährigen Dienstjubiläum. Danach besuchte ich die 5. Sitzung des Netzwerkes „Bildung für alle im Saarland“, die in diesem Jahr im Landkreis Neunkirchen stattfand. Unser Bildungskoordinator Gunter Maier hatte diese Veranstaltung mitorganisiert. Hans-Joachim Müller von der Stiftung Bürgerengagement Saar und gleichzeitig Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft Pro Ehrenamt sowie Sabine Süß von der Netzwerkstiftung Bildung Berlin hatten eine interessante, spannende Tagung mit allerlei Bildungsthemen vorbereitet. Unter anderem ging es um eine Bedarfsanalyse, welche ehrenamtliches Engagement würdigt und für die Zukunft zu festigt. In meiner Begrüßung ging ich auf die Bildungsrolle des Landkreises Neunkirchen ein und verwies auf unser Bildungsportal, das im Rahmen des Projektes Land(auf)Schwung entstanden ist. Für mich ist Bildung, Teilhabe. Bildung kann nur gelingen, wenn sie lebenslanges Lernen beinhaltet. Hier leistet unsere Kreisvolkshochschule gute Arbeit – aber auch unsere Ehrenamtsbörse mit vielfältigen Angeboten trägt hierzu bei. Ich bin überzeugt, es war noch nie so wichtig wie heute, Medienkompetenz zu besitzen, um sicher und damit auch ein Stück weit geerdet durchs Leben zu kommen. Täglich konfrontieren uns auf allen Kanälen unterschiedlichste Medien, hier muss man sich zurechtfinden. Dem Landkreis kommt daher eine wichtige Funktion zu, um diese Medienkompetenz gemeinsam mit allen in der Bildung Tätigen zu ermöglichen.

Am Nachmittag fanden die Vorstellungsgespräche für die ab Januar 2020 vakante Jugendamtsleiterstelle statt. Der Abschluss meines Arbeitstages stellte die Präsentation des Kunstkalenders der Lebenshilfe dar. Erneut ist es der Lebenshilfe gelungen, einen sehr attraktiven, originellen Kunstkalender zu präsentieren. Besonders ist in diesem Jahr, dass neben den gemalten Bildern der zahlreichen Künstlerinnen und Künstler auch die Künstler/-innen selbst in den Fokus gerückt werden. Der Fotograf Patrick Neu hat die Künstlerinnen und Künstler besonders dargestellt und ihre Lebenswünsche künstlerisch aufgegriffen. Ich danke der Lebenshilfe für das großartige Engagement und hoffe, dass der schöne Kalender, der übrigens in den Geschäftsstellen der Sparkasse Neunkirchen erhältlich ist, gut angenommen wird.

Am Donnerstagmorgen standen verwaltungsinterne Termine an, ehe es dann zum 30. Geburtstag des Saarpark-Centers nach Neunkirchen ging. 30 Jahre Saarpark-Center, das ist eine Erfolgsgeschichte für die Kreisstadt, aber auch für unsere Region, für unseren Landkreis. Ich erlebte als Kind Neunkirchen noch als graue Stadt. Das Saarpark-Center war nach dem Niedergang von Kohle und Stahl ein sichtbares, erlebbares Zeichen des Aufbruchs und des Neubeginns. Sehr viele Menschen der Stadtverwaltung, wie die damaligen Oberbürgermeister Peter Neuber, Friedrich Decker und Bürgermeister Ewald Groß entwickelten neue Konzepte. Neunkirchen wurde praktisch neu definiert. So zog auch der Handel in die Stadt ein. Das ECE-Management hatte den Mut, kein Kaufhaus auf der grünen Wiese, wie es damals üblich war, sondern mitten in der Stadt, dort wo Jahrzehnte das Eisenwerk dominierte, zu bauen. 1987 erfolgte der Spatenstich, 2 Jahre später fand schon die Einweihung statt. Ich habe einige Zeilen des kürzlich verstorbenen einstigen Leiters der SZ Gerd Meiser gefunden, die er zur Eröffnung wählte: „Neunkirchens neues Antlitz beeindruckte die Besucher. Die Stadt hatte wieder Farbe im Gesicht. Ihr Blut zirkulierte wieder. Sie war auf dem Weg der Besserung. Neunkirchens neue Zukunft hatte begonnen.“ Vielen Dank den Verantwortlichen des Centers für das jahrzehntelange Engagement und die Motivation, das Center immer wieder neu zu erfinden und damit attraktiv zu erhalten.

Am Nachmittag fand ein Gespräch zu verschiedenen Themen mit unserer Unteren Bauaufsichtsbehörde statt, danach folgte ein Austausch mit dem Personalrat.

Heute Morgen besuchte ich eine besondere Aktion im Neunkircher Zoo. Im Rahmen des Ehrenamtes hatte sich die Neunkircher Firma Vensys bereit erklärt, ein Projekt im Neunkircher Zoo zu realisieren. Die Projektidee hierzu kam u. a. von unserem Leiter der Ehrenamtsbörse Dr. Matthias Schilhab, der den Kontakt zum Unternehmen herstellte. Danach ging es zur Einweihungsfeier des TOM-MUTTERS-HAUSE der Lebenshilfe in Spiesen-Elversberg. Hier würdigte ich das Engagement der Lebenshilfe und freute mich darüber, dass die Wohnbedingungen deutlich verbessert worden sind. Danach besuchte ich die Grundsteinlegung der Wohneinrichtung „Wohnen am Alten Weiher“ des Saarländischen Schwesternverbandes. Hier entstehen zahlreiche neue Wohnungen, um Menschen mit Einschränkungen optimal zu betreuen. Anschließend machte ich mich auf den Weg nach Limburg, wo ich an der Fahrt der SPD-Kreistagsfraktion teilnehme.

Am Sonntagmittag wird am Freizeitgelände Hiemes in Ottweiler-Steinbach die barrierefreie Toilettenanlage offiziell eingeweiht. Ich kenne dieses Freizeitgelände schon seit vielen Jahren. Hier wurde auf einer ehemaligen Müllkippe ein besonders attraktives Gelände für Familien geschaffen. Neben einem schönen Spielplatz gibt es die Möglichkeit zum Grillen und Krafttanken. Der Förderverein hatte sich lange darum bemüht, hier eine Toilettenanlage zu realisieren und diese auch barrierefrei auszubauen. Auch durch das Engagement zahlreicher Sponsoren ist dies nun gelungen. Dies zeigt wieder, wie wichtig das Ehrenamt für das Gemeinwohl und unsere Gesellschaft ist. Daher werde ich allen Verantwortlichen meinen Dank für das großartige, vorbildliche Engagement aussprechen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende

 

Ihr Sören Meng


04.10.2019 Auf in die Herbstferien!

Abschlussveranstaltung zum Projekt StartUp Center
Landrat Sören Meng bei seiner Rede zur Abschlussveranstaltung StartUp Center
Personalversammlung des Landkreises Neunkirchen

Mit diesem Block beginnen die Herbstferien auf die sich die Schülerinnen und Schüler so sehr freuen. Auch ich werde mich für eine Woche in den Urlaub verabschieden, wo ich durch die 1. Kreisbeigeordnete Daniela Feld vertreten werde.

Los ging es am Montag  mit verwaltungsinternen Terminen; unter anderem ging es um das große Thema Datenschutz in der Verwaltung. Durch die Datenschutzgrundverordnung haben wir in den letzten Jahren einiges umstrukturiert und unsere Verwaltung datensicherer gestaltet, allerdings ist das ein langwieriger Prozess. Aber wir sind mit unseren Datenschutzbeauftragten hier gut aufgestellt. Perspektivisch müssen wir darüber nachdenken, diesen Bereich noch auszuweiten.

Danach ging es nach Neunkirchen in die Räumlichkeiten der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, wo die Abschlussveranstaltung unseres Projektes StartUp Center stattfand. Dieses Projekt entstand durch unser Projekt Land(auf)Schwung und bietet jungen Gründerinnen und Gründern einen guten Einstieg in die Selbständigkeit. Ich habe an dieser Stelle häufig über dieses Projekt berichtet. Nach rund drei Jahren zog ich durchweg eine positive Bilanz. Zwar dauerte es etwas, bis unser StartUp Center etabliert war, mittlerweile aber sind alle Gründerbüros besetzt. Aus diesem Grund halte ich es für sehr wichtig, dass unsere Wirtschaftsförderungsgesellschaft weiterhin dieses StartUp Center aufrechterhält. Die Finanzierung ist noch bis Ende des Jahres gesichert, danach müssen wir überlegen, wie wir eine Finanzierung in dieser wichtigen Einrichtung sicherstellen. Entsprechende Gespräche laufen bereits. Die Wirtschaft ist das Rückgrat unseres Landkreises. Daher ist ein gut geführtes StartUp Center eine gute Zukunftsperspektive für unternehmerisches Handeln im Landkreis Neunkirchen. Durch das Knowhow unserer WFG und die optimalen Standortvoraussetzungen in der Innenstadt unserer Kreisstadt ist dieses StartUp Center etwas Besonderes. Ich danke an dieser Stelle allen, die sich hier engagiert haben und noch engagieren. Insbesondere bedanke ich mich bei unserem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Klaus Häusler und seinem engagierten Team. Dank aber auch an die Gründer und Paten, die tolle Arbeit geleistet haben. Die Saarbrücker Zeitung berichtete gestern über dieses Erfolgsprojekt:

https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/neunkirchen/startup-center-neunkirchen-besteht-seit-zwei-jahren-und-kaempft-um-die-zukunft_aid-46260779

Danach ging es in die neue Gebläsehalle, wo Oberbürgermeister Jürgen Fried verabschiedet und sein Nachfolger Jörg Aumann in sein Amt eingeführt wurde. Es war eine sehr feierliche Veranstaltung mit guten Reden und einem ansprechenden Kulturprogramm aus der Region. Als ehemaliger Beigeordneter kenne ich die Arbeit des bisherigen Oberbürgermeisters und seines Nachfolgers aus nächster Nähe. In den vergangenen zehn Jahren hat sich unsere Kreisstadt gut nach vorne entwickelt. Trotz aller Herausforderungen ist es gelungen, das Image der Kreisstadt und den Strukturwandel weiter voran zu treiben.

Leider musste ich am Dienstag erkältungsbedingt das Bett hüten.

Am Mittwoch fand die große Personalversammlung im CFK in Spiesen-Elversberg statt. Hier sprach ich als Verwaltungschef zu vielerlei Themen. Es ging unter anderem um die Digitalisierung der Verwaltung, den Fachkräftemangel, Heimarbeit, berufliche Weiterentwicklung, Dienstleistungscharakter der Verwaltung und und und… Es war ein schöner Rahmen, um verschiedene Themen detaillierter zu erörtern und auch im Anschluss die Geselligkeit zu pflegen.

Der gestrige Tag stand ganz im Zeichen der Deutschen Einheit. Man kann es kaum glauben, dass sich demnächst der 9. November mit dem Fall der Berliner Mauer schon zum dreißigsten Mal jährt. Ich kann mich noch gut erinnern, als ich damals als Schüler die ersten Fernsehbilder dieser beeindruckenden Nacht sah.

Auf der anderen Seite ist es aber immer noch ein längerer Weg, bis die Einheit Deutschlands vollends vollzogen ist. Noch immer gibt es Vorurteile zwischen den „neuen“ und „alten“ Bundesländern. Aber wir sind auch hier auf einem guten Weg. Die jüngere Generation erlebt die Einheit Deutschlands als Selbstverständlichkeit und das ist das, was zählt.

Heute Morgen fanden dann verwaltungsinterne Termine und Rücksprachen vor meinem Urlaub statt.

Ich wünsche Ihnen ein schönes, nicht zu verregnetes Wochenende und werde mich in zwei Wochen mit einem neuen Blog melden.

 

Herzliche Grüße

Ihr Landrat Sören Meng


27.09.2019 Von Kindergesundheit bis Wandern

Präsentation des neuen Kinderkochbuches
Aushändigung der Urkunden an die neuen Beamten bzw. Beamtenanwärterinnen beim Landkreis
Landrat Sören überreichte gemeinsam mit Simone Lofi-Theobald (r.) und Ulrike Hoffmann (4.v.l.) die Zertifikate an die Demenzhelferinnen
Das Projekt Upcycling-Center erhält eine weitere Förderung des Bundes und kann über Land(auf)Schwung hinaus fortgeführt werden
Richtfest des Neubaus der Terrag in Neunkirchen

Heute Abend blicke ich auf  eine sehr terminreiche Woche zurück. Sie war gespickt mit unterschiedlichsten Terminen und Gremiensitzungen, die jeweils gut vorbereitet werden mussten. Los ging es am Montag mit der Vitalkonferenz im Rahmen unseres Projektes Land(auf)Schwung, die im CFK in Spiesen-Elversberg stattfand. Hier hatte ich die schöne Aufgabe, ein neues Kinderkochbuch vorzustellen. Dieses Kochbuch erschien in Kooperation mit dem Arbeitskreis Kindergesundheit und dem Projekt Vitalregion, ermöglicht durch Land(auf)Schwung. Ziel dieses kleinen Büchleins – das an alle Kindergärten im Landkreis Neunkirchen verteilt wird – ist der spielerische Zugang zu gesunden und einfach zuzubereitenden Lebensmitteln. Hier werden Eltern und Kinder viele Ideen erhalten, wie sie das Frühstück und das Abendessen abwechslungsreicher, nachhaltiger und gesünder gestalten können. Ich danke allen die sich hier eingebracht haben für das große Engagement.

Weiter ging es mit dem verwaltungsinternen Jour fixe, in dem wir die kommenden Wochen vorbereiteten. Am Nachmittag hatte ich die schöne Aufgabe, den neuen Anwärterinnen und Anwärtern für den gehobenen Verwaltungsdienst im Landkreis Neunkirchen die Ernennungsurkunden zu überreichen. Auch konnte ich bei diesem Termin zwei neue Mitarbeiter der Kreispolizeibehörde begrüßen, die ebenfalls ihre beamtenrechtliche Urkunde ausgehändigt bekamen. Ich lege auf Ausbildung großen Wert und der Landkreis wird auch im kommenden Jahr jungen Menschen wieder berufliche Perspektiven bieten. Dies ist auch deshalb sinnvoll, weil natürlich auch unsere Verwaltung die demografische Entwicklung zu spüren bekommt und es bereits absehbar ist, das in den nächsten Jahren viele Kolleginnen und Kollegen ausscheiden werden. Danach tagte – zum vorletzten Mal – das Entscheidungsgremium um letzte Bewilligungsbescheide des Projektes Land(auf)Schwung auf den Weg zu bringen. Bis zum heutigen Tag wurden über 2,7 Mio. Euro im Landkreis Neunkirchen investiert. Zahlreiche Projekte, über die ich an dieser Stelle häufig geschrieben habe, konnten dank Land(auf)Schwung realisiert werden. Es zeigt, dass es Sinn macht, die regionale Entwicklung zu fördern, denn die Regionalentwicklung ist ein gutes Instrument, um vor Ort Projekte, die den Menschen zu Gute kommen, zu realisieren. Daher freute es mich sehr, dass ein Herzensprojekt von mir, die Regionalmarke, den Nachhaltigkeitspreis gewonnen hat. Die Saarbrücker Zeitung berichtete darüber überregional. Auch hier möchte ich den Verantwortlichen der Regionalmarke für ihr Engagement danken, aber auch den zahlreichen Betrieben im Landkreis Neunkirchen, die sich von dieser Idee anstecken ließen und sich mittlerweile hier mit einbringen. Ich kann auch sagen, dass unsere Regionalmarke-Kisten gut angenommen werden.

 

Am Dienstagmorgen fand dann die Sitzung der Verbandsversammlung des Rettungszweckverbandes Saar im Saarpfalzpark in Bexbach statt. Gleichzeitig war diese Versammlung die konstituierende Sitzung, in der natürlich auch Wahlen folgen mussten. Am Nachmittag ging es dann nach Illingen, wo 130 neue Kommissar-Anwärterinnen und  Kommissar-Anwärter durch Innenminister Klaus Bouillon vereidigt wurden. Es war eine sehr feierliche Veranstaltung. An dieser Stelle geht mein Dank an die Polizei, die gemeinsam mit den Hilfsdiensten im Landkreis Neunkirchen gute Arbeit für unsere Sicherheit leisten. Zurück in Ottweiler übergab ich an 5 ehrenamtlich Tätige die Zertifikate im Rahmen der Ausbildung für Demenzhelfer/innen. Diese Ausbildung findet - in Kooperation mit dem Caritasverband – seit 2011 statt. Rund 100 Stunden wird den Helferinnen und Helfern Wissen rund um die Krankheit Demenz vermittelt. Ich nahm diese Feierstunde zum Anlass, um mich für das große ehrenamtliche aber auch hauptamtliche Engagement zu bedanken. Mein Dank geht auch an Frau Lofi-Theobald vom Caritasverband, die diese Ausbildung von Anfang an intensiv mit begleitet und an Frau Ulrike Hoffmann, von unserer Leitstelle Älter werden, die sich hier ebenfalls stark einbringt. Rund um das Thema Demenz ist unser Landkreis gut aufgestellt, das belegt auch das gegründete Demenznetzwerk, das immer weiter wächst. Ziel muss es sein, an Demenz Erkrankte und ihre Angehörigen zu begleiten und zu stärken.

 

Am Mittwochmorgen fand im Historischen Sitzungssaal die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Personennahverkehr Saarland (ZPS) statt. Inhaltlich ging es natürlich um die Weiterentwicklung unseres ÖPNV und die entsprechende Finanzierung ging. ÖPNV ist zurzeit – natürlich auch aufgrund der aktuellen Demonstrationen – in aller Munde. Es ist geplant, den ÖPNV im Jahr 2021 zu reformieren. Bis es soweit ist müssen sich die jeweiligen Gremien intensiv mit der Finanzierung des ÖPNVs auseinandersetzen, denn dies wird nicht zum Null-Tarif gehen und auch die Aufgabenträger werden hier wohl einen nicht unerheblichen Teil leisten müssen. Hier sind wir mit dem Land seit längerem in Verhandlung und hoffen, dass wir gemeinsam einen finanzierbaren Weg finden, um den ÖPNV im Saarland nachhaltig zu verbessern.

Am Nachmittag ging es zur 14. Fachkonferenz der Kinderhospizarbeit, die im Verlesesaal der ehemaligen Grube Reden in Schiffweiler-Landsweiler/Reden stattfand. Schon in den letzten Jahren war ich bei den Fachkonferenzen des Kinderhospizdienstes Saar zu Gast. In meinem Grußwort würdigte ich die großartige Arbeit auf ehrenamtlicher und hauptamtlicher Ebene. Thema der Fachkonferenz war die Bildung und Erziehung beim schwerkranken Kind. Das ist natürlich ein Thema, bei dem es viele Fragen gibt. Daher bin ich dankbar, dass sich die Fachkonferenz immer wieder aufs Neue mit aktuellen Themen beschäftigt und so alle in der Hospizarbeit Tätigen eine wichtige Weiterbildungsmöglichkeit bietet. Von Schiffweiler aus ging es dann nach Neunkirchen ins Dienstgebäude, wo die konstituierende Sitzung des Kreisjugendhilfeausschusses stattfand. Danach besuchte ich eine besondere Lesung. Der bekannte Journalist und Autor Gerd Meiser verstarb überraschend im Juli diesen Jahres. Kurz vor seinem Tod vollendete er noch ein Buch mit dem Titel „Auf einen Schlag“. Dank des Schaumberg-Verlages konnte dieses Buch am Mittwochabend vorgestellt werden. Gerne erklärte ich mich bereit, in einem kurzen Grußwort das Wirken von Gerd Meiser zu würdigen. Gerd Meiser schrieb sein Leben lang. Beruflich, privat – er war ein begnadeter Beobachter, ein Netzwerker mit Hintergrundinfos, mit vertrauenswürdigen Informanten. Er war ein profunder Kenner der Neunkircher- und Landkreisszene – gerade in den turbulenten siebziger und achtziger Jahren. Ein Mann, der geschickt entlarvende Fragen stellen konnte. Ein Mensch, den das christliche Weltbild trug. Ein Mensch, der schlitzohrige Dinge auf den Punkt formulieren konnte, ohne zu verletzen, dabei aber auch oft schonungslos offen benannte. Auch bei unserem neuen Kreisbuch, das wir vor zwei Jahren veröffentlichten, wirkte er mit. Sein erschienener Beitrag über den Besuch Erich Honeckers ist für jeden Leser sicherlich eine Sternstunde der regionalen Geschichte. Wir haben Gerd Meiser viel zu verdanken. Was bleibt, sind seine beeindruckenden Texte und Bücher.

 

Gestern Morgen fanden die Gremiensitzungen der Wasserversorgung Ostsaar GmbH und des Zweckverbandes Wasserversorgung statt. Auch hier wurden zahlreiche Baumaßnahmen auf den Weg gebracht. Im Anschluss besuchte ich die Verabschiedung des Sparkassendirektors Volker Fistler, der im Rahmen unseres Projektes Land(auf)Schwung für die Bürgerstiftung verantwortlich war. Auch im Ruhestand wird Volker Fistler noch für unsere Bürgerstiftung ehrenamtlich tätig sein. Ich dankte ihm ganz herzlich für die geleistete Arbeit.

Am Nachmittag gab ich im Saarländischen Rundfunk ein Interview rund um das Thema Entwicklungsplanung unserer Kindertageseinrichtungen und die Investitionsvorhaben im Landkreis Neunkirchen. Danach tagte der Kreistag des Landkreises Neunkirchen. Im öffentlichen Teil ging es um den Jahresabschluss unserer Tourismus- und Kulturzentrale, die Änderung der Satzung des Kreisjugendamtes, Übernahme des Eigenanteils der Essenskosten von Kindern aus einkommens-schwachen Familien im Landkreis Neunkirchen, die keine Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket beziehen, die Verabschiedung einer landeseinheitlichen Satzung über Leistungen und Kostenbeiträge der Kindertagespflege im Landkreis Neunkirchen, die Behandlung gemeinsamer Anträge von SPD- und CDU-Kreistagsfraktionen – unter anderem  ein Antrag zur insektenfreundlicher Bewirtschaftung kreiseigener Grünflächen sowie ein Antrag zur Einführung eines kreisweiten KiTa-Planes. Auch eine Kooperationszusage an das Diakonische Werk zur Durchführung eines Modellprojektes zur Stärkung von Familien und ihrer Kinder wurde auf den Weg gebracht.

Danach ging es nach Eppelborn, wo die Verabschiedung der Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset und die Einführung des neuen Bürgermeisters Dr. Andreas Feld stattfand.

 

Heute Morgen fand in den Räumlichkeiten der Beschäftigungsgesellschaft AQA (Arbeit-Qualifizierung-Ausbildung) ein Pressetermin zur Übergabe des Förderbescheides Upcycling statt. Es ist gelungen, dass nach Projektende das wichtige Einzelprojekt Upcycling-Center weiterläuft. Hier wird die AQA mehr Verantwortung zeigen; aber auch der bisherige Projektpartner wird versuchen, die Gedanken dieses Upcycling-Projektes bundesweit zu platzieren. Im Anschluss fanden verwaltungsinterne Termine statt, ehe es dann zum Richtfest der Firma TERRAG ging, die in Nachbarschaft des Kreisjugendamtes ihren neuen Firmensitz baut. Am Nachmittag fand eine Informationsveranstaltung für die Kreisschulen, Schulleiter/innen, Hausmeister und Sekretärinnen rund um das Thema Schulbudget statt.

 

Am Sonntag heißt es dann wieder, auf zum Wandern. Dieses Mal geht es nach Illingen, wo am Sportplatz in Welschbach der Wanderweg „Nach der Schicht“ beginnt. Los geht es um 10 Uhr. Hoffentlich meint es Petrus gut mit uns, denn das Wetter in dieser Woche war alles andere als freundlich. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber die diesjährige Wanderung hat auch etwas mit unserer Regionalmarke „Wertvolles aus dem Landkreis Neunkirchen“ zu tun.

Ich wünsche Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende

Ihr Sören Meng


20.09.2019 Die ganze Bandbreite des „Landratsberufs“

Sitzung des Verfassungs-und Europa-Ausschusses
Landrat Sören Meng überreicht Schulleiter Clemens Wilhelm die Stele zum neuen Lernzentrum
Landrat Sören Meng begrüßt neuen Schulleiter der Gemeinschaftsschule Neunkirchen Stadtmitte, Michael Klepper
Einweihung des Waldprojektes der Ganztagsgemeinschaftsschule Neunkirchen

Auch diese Woche war wieder sehr abwechslungsreich. Allerdings begann ich sie nicht im historischen Landratsamt in Ottweiler sondern etwa 100 km weit entfernt von Berlin. Im idyllischen Landkreis Dahme Spreewald in Lübben tagte der Verfassungs- und Europa-Ausschuss des Deutschen Landkreistages. Lübben kenne ich schon sehr lange, da Lübben bereits zu DDR-Zeiten Partnerstadt unserer Kreisstadt war. Als Jugendlicher war ich bereits dort zu Gast. Daher war es für mich auch Ehrensache, vor Beginn der offiziellen Tagung noch kurz beim Lübbener Bürgermeister Lars Kolan vorbeizuschauen und ihm unser Landkreisbuch zu überreichen. Die 165. Sitzung des Verfassungs- und Europa-Ausschusses hatte eine umfangreiche Tagesordnung. So ging es unter anderem um gleichwertige Lebensverhältnisse, Katastrophenschutz, Asyl- und Aufenthaltsrecht, die Integration, Digitalisierung  und europäische Vergaberichtlinien.

 

Am Dienstagmittag machte ich mich dann wieder auf zurück in unseren Landkreis Neunkirchen. Hier angekommen konnte ich – gemeinsam mit dem saarländischen Bildungsminister Ulrich Commerçon und Bürgermeister Jörg Aumann – das neue Lernzentrum an unserer Ganztags-Gemeinschaftsschule einweihen. Diese Übergabe war übrigens der letzte offizielle Termin des Bildungsministers, der künftig Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion sein wird. Seine Nachfolge hat die bisherige Staatssekretärin Christine Streichert-Clivot inne. Die Nutzfläche unseres Lernzentrums beträgt 150 m², das Dach ist in den Schulhof  integriert; 400 m² können so in den Pausen zusätzlich genutzt werden. Das Ganze kostete rd. 1,5 Mio. Euro. Allerdings konnten mit dieser Investition auch zahlreiche bestehende bauliche Herausforderungen gelöst werden. Wir haben den Bedarf nach Differenzierungsräumen in Form eines Lernzentrums inmitten der Schule gedeckt. Dabei haben wir die Schulhoffläche aufgewertet, indem das Gebäude auf Ebene der Aula errichtet wurde. Wir haben die Notausgang-Situation entspannen können, indem wir verschiedene Geschosse mit zusätzlichen Rettungswegen ausgestattet haben. Auch haben wir das Schulgebäude jetzt barrierefrei erschlossen. Da Bauen im Bestand immer mit Störungen verbunden ist, danke ich an dieser Stelle ganz herzlich der Schulgemeinschaft, die nicht nur Planungen intensiv mit geprägt hat, sondern auch während der Bauphase großes Verständnis entgegengebracht hat.   Dank geht an den Schulleiter Clemens Wilhelm, an unser Bauamt unter der Leitung von Thorsten Mischo, an unser Umweltamt und seinen Abteilungsleiter Oliver Martin sowie unsere Schulverwaltung mit Gerhard Keßler an der Spitze.

 

Am Mittwochmorgen besuchte ich das Führungskräfteseminar und begrüßte die anwesenden Kolleginnen und Kollegen. Danach fand das Vorgespräch zu den anstehenden Gremiensitzungen von Wasserversorgung Ostsaar GmbH und des Zweckverbandes Wasserversorgung statt, in dem auch der Jahresabschluss 2018 Thema war. Danach folgten verwaltungsinterne Termine. Abends besuchte ich die Sitzung der SPD-Kreistagsfraktion.

 

Gestern Morgen tagte der Aufsichtsrat der VSE. Am Nachmittag tagte dann in neuer Besetzung der Kreisausschuss. Hier wurden im öffentlichen Teil zahlreiche Themen behandelt. Neben Vergaben im Baubereich wurde das wichtige Projekt Asylbegleiter des Caritasverbandes Schaumberg-Blies bis 2021 weiter verlängert. Ebenso das Projekt Sprungbrett des Caritasverbandes, das den Übergang vom Kindergarten zur Schule erleichtern soll. Dieses Projekt kenne ich noch sehr gut aus meiner Zeit als Beigeordneter der Kreisstadt. Es stärkt die Kinder in Neunkirchen in besonderem Maße.

 

Heute Morgen stellte sich der neue Schulleiter der Gemeinschaftsschule Neunkirchen-Stadtmitte Michael Klepper vor. Der Kontakt zu den Schulleiterinnen und Schulleitern ist mir immer sehr wichtig. Gerade die Gemeinschaftsschule Stadtmitte wird in den nächsten Jahren grundlegend saniert bzw. teilweise erneuert werden. Im Anschluss eröffnete ich den Infotag für Ältere und Menschen mit Behinderungen in der Neuen Gebläsehalle in Neunkirchen. Hier gibt es wieder viele Informationen rund ums Thema älter werden; eine Veranstaltung, die bereits eine lange Tradition hat und die seit vielen Jahren eine Kooperationsveranstaltung von Kreisstadt und Landkreis darstellt. Am Nachmittag stellten wir das Waldprojekt der Ganztags-Gemeinschaftsschule Neunkirchen vor. Dieses Waldprojekt verfolgt einen neuen Ansatz und soll jungen Menschen spielerisch viele Inhalte und Zusammenhänge von Umwelt und Natur näher bringen. Auch dank der Unterstützung von Saarforst, des Bildungsministeriums und durch unser Projekt Land(auf)Schwung konnte dieses Schulprojekt verwirklicht werden.

 

Die Saarbrücker Zeitung berichtete bereits in dieser Woche darüber (https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/neunkirchen/ganztagsgemeinschaftsschule-neunkirchen-startet-projekt-wald-macht-schule_aid-45878561?_niosc_r=rfpf&utm_source=pw&utm_medium=web&utm_campaign=login)

Gleich werde ich die neue Ausstellung der Kreisvolkshochschule mit dem Titel „Farbenfroh“ ieröffnen. Ellen Woll zeigt in der Alten Schule Mainzweiler eine Vielzahl ihrer Arbeiten. Diese Ausstellung werde ich gemeinsam mit dem Ortsvorsteher Achim Wagmann eröffnen.

 

Morgen findet der Tag des Handwerks in Neunkirchen mit einer Großveranstaltung statt. Diesen Tag werde ich gemeinsam mit der stellvertretenden Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin  Anke Rehlinger, dem Bürgermeister Jörg Aumann sowie Vertretern der Handwerkskammer eröffnen. Auch beginnt an diesem Tag unsere beliebte Veranstaltung „Herbst auf Finkenrech“. Ich werde am Sonntag vor Ort sein und die Veranstaltung offiziell gegen 11:30 Uhr eröffnen.

Beim Lesen werden Sie’s gemerkt haben: Diese Woche war sehr abwechslungsreich.

 

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

Ihr

Sören Meng


13.09.2019: Terminreiche Woche

Landrat Sören meng händigte 16 neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern die Einbürgerungsurkunde aus
Grundsteinlegung Wohnpark Katharina von Bora der Kreuznacher Diakonie
Podiumsdiskussion im Rahmen der Veranstaltung "Islam, oh Gott? - Neue Wege im professionellen Umgang mit muslimischen Lebenswelten in Jugendhilfe und Bildung"
Besprechung des Landkreises mit der Gemeinde Illingen -hier ist geplant, nächstes Jahr einen UNESCO-Aktionstag im Landkreis durchzuführen.
Kreisweit finden dieses Wochenende tolle Aktionen der regionalen Unternehmen im Rahmen von Heimat-Shoppen statt

Sehr terminreich war auch diese Arbeitswoche. Los ging es mit dem Jour fixe mit den Verantwortlichen unserer Tourismus- und Kulturzentrale. Hier laufen bereits die Planungen für das kommende Jahr auf Hochtouren. Auch 2020 wird es im Bereich Tourismus im Landkreis Neuerungen geben. So wird eine neue attraktive Mountain-Bike-Strecke im Landkreis fertiggestellt. Im Rahmen des Jour fixe hatte ich eine schöne Aufgabe, denn wir suchten die Motive für einen Kalender „Der Landkreis Neunkirchen von oben“ aus. Dank der Unterstützung der Sparkasse Neunkirchen konnte der bekannte Filmer Alexander M. Groß schöne Motive unseres Landkreises aus der Luft bannen. Dieser Kalender wird bald vorgestellt werden. Im Anschluss hatte ich die ehrenvolle Aufgabe, 14 neue Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Neunkirchen die jeweilige Einbürgerungsurkunde zu verleihen. Dies ist immer eine sehr würdige Veranstaltung in unserem historischen Sitzungssaal. Ich nutze die Gelegenheit darauf hinzuweisen, wie wichtig für eine Gesellschaft das Einbringen eigener Kulturen und Traditionen ist. Der Weg zur Einbürgerung war ein langer, oftmals beschwerlicher Prozess, den die Neubürgerinnen und Neubürger gerne auf sich genommen haben. Am Nachmittag fand dann das verwaltungsinterne Jour fixe statt. Dem schloss sich die Sitzung des Werksausschusses unserer Tourismus- und Kulturzentrale an. Hier konnte ich erstmals neue Mitglieder begrüßen. Daher stellte der Werkleiter Christian Rau die vielfältigen Aktivitäten der TKN den neuen Mitgliedern vor. Natürlich wurde im Rahmen dieser Sitzung auch der Erlebnisort Reden und seine Weiterentwicklung thematisiert.

 

Etwas weiter weg vom Landkreis ging es am Dienstag, wo in Thalfang im Hunsrück die Vorstandssitzung des Naturparkes Saar-Hunsrück stattfand. Hier ist der Landkreis Neunkirchen mit der Gemeinde Eppelborn seit vielen Jahren Mitglied. Ziel des Naturparks Saar-Hunsrück ist es, dass sich die dort lebenden Menschen mit ihrer Region identifizieren und im Einklang mit der Natur wirtschaften. Die Aktivitäten dieses Naturparks umfassen die Bereiche Natur und Landschaft, Erholung und Tourismus sowie Regionalvermarktung. Insgesamt sind zahlreiche Kommunen und Landkreise aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz Mitglied. Informationszentren in Hermeskeil, Weiskirchen, Haus Saargau Hunsrückhaus, Wildenburg und Cloef-Atrium sorgen dafür, dass die Ziele dieser sinnvollen Kooperation die Bürgerinnen und Bürger erreichen. Weitere Infos finden sie auch im Internet unter www.naturpark.org. Von Thalfang ging es im Anschluss nach Saarbrücken, wo eine Vorbesprechung zur Aufsichtsratssitzung der VSE stattfand. Von dort aus ging es nach Neunkirchen, wo ich gemeinsam mit dem Neunkircher Bürgermeister (und baldigem Oberbürgermeister) Jörg Aumann die Grundsteinlegung des Wohnparks Katharina von Bora der Kreuznacher Diakonie in der Kreisstadt vornahm. Dieser innovative Wohnpark richtet sich in erster Linie an Menschen die an Demenz erkrankt sind. Neben der stationären Versorgung gibt es ambulante und tagesstrukturierende Hilfen. Auch Servicewohnen ist dort angedacht. Ich würdigte das Engagement der Kreuznacher Diakonie und verwies auf die vielfältigen Aktivitäten des Landkreises in Bezug auf Menschen und ihre Angehörigen, die von Demenz betroffen sind. Hier wurde im vergangenen Jahr ein Demenznetzwerk realisiert, das sehr breit aufgestellt ist und gut angenommen wird. Ziel soll es sein, dass wir möglichst viele Informationen an Betroffene und ihre Angehörigen weitergeben können und sie unmittelbare Hilfe erhalten. Um eine ganz andere Thematik ging es bei einer Veranstaltung, die in unserem Dienstgebäude in Neunkirchen stattfand. Unter dem Motto „Islam - Oh Gott ? - Neue Wege im professionellen Umgang mit muslimischen Lebenswelten in Jugendhilfe und Bildung“ fand eine Veranstaltung mit anschließender Podiumsdiskussion statt. Dazu hatten neben der Gleichstellungsbeauftragten Heike Neurohr-Kleer, unserer Kreisjugendpfleger Markus Wittling sowie unsere Jugendberufsagentur KOMPASS und die Akteure des Projektes Demokratie leben  eingeladen. An den Projekttagen nahmen 62 Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Neunkirchen-Stadtmitte teil. Die Schülerinnen und Schüler waren mit großem Engagement dabei und stellten ihre Ergebnisse vor. So gab es neben Wortbeiträgen einen Tanzworkshop und einen Film-Clip, den ich in Kürze auf unserer Facebook-Seite veröffentlichen werde. In meinem Grußwort machte ich deutlich, wie wichtig es ist, dass Menschen sich auf Augenhöhe begegnen und Vorurteile in einer modernen, offenen Gesellschaft keinen Platz haben. Dies betrifft auch den Umgang mit Religion wie dem Islam. Hier gibt es leider oftmals Vorurteile. Es ist wichtig, dass gerade in den Schulen diesen Vorurteilen begegnet wird. Darüber hinaus brachte ich meine Sorge zum Ausdruck, wie verroht mittlerweile diese sogenannten sozialen Netzwerke mit dem Thema Integration umgehen. Hier sind ALLE aufgerufen, sich diesem Trend entgegenzustellen um den sog. Stammtischparolen Paroli zu bieten.

 

Mittwochmorgen begrüßte ich auf einer internen Fortbildung zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Anschluss ging es nach Neunkirchen, wo die Personal-versammlung des Jobcenters Neunkirchen stattfand. Diese Versammlung nahm ich zum Anlass, um mich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das große Engagement zu bedanken. Das Jobcenter ist eine gemeinsame Einrichtung der Agentur für Arbeit und des Landkreises. Die aktuelle Statistik belegt, wie erfolgreich unser Jobcenter gerade im Hinblick auf die Integration ist. Viele Menschen mit Migrationshintergrund, die vor wenigen Jahren nach Deutschland kamen, konnten erfolgreich vermittelt werden. Dies war nur möglich, weil das Jobcenter sich sehr schnell auf diese neue Situation vorbereitet hat und passgenaue Hilfen für Menschen aus fremden Ländern anbot. Im Anschluss ging es in meinem Büro in einer Besprechung um die Weiterentwicklung des Erlebnisortes Reden. Am Nachmittag tagte dann der Aufsichtsrat der Neunkircher Verkehrs GmbH. Der Aufsichtsratsvorsitz hat der Oberbürgermeister der Kreisstadt inne; ich fungiere als Stellvertreter. Natürlich war auch die Weiterentwicklung des ÖPNVs Thema der Sitzung.

 

Gestern Morgen konnte ich einer langjährigen Mitarbeiterin zu ihrem 40. Dienstjubiläum gratulieren. Im Anschluss fand eine gemeinsame Besprechung mit unserer Kreispolizeibehörde und der Straßenverkehrsbehörde sowie weiteren Vertretern von Institutionen in Illingen bei Bürgermeister Dr. Armin König statt. Hier ist geplant, nächstes Jahr einen UNESCO-Aktionstag im Landkreis durchzuführen. Federführend ist hier das Illtal-Gymnasium, aber auch weitere Schule werden sich beteiligen und mit der Veranstaltung ein umweltpolitisches Zeichen setzen.

Am Nachmittag tagte, mit einer umfangreichen Tagesordnung, der Bau- und Schul- ausschuss des Landkreises. Bei 20 Schulen und den Themen rund um die Digitalisierung gibt es derzeit viel Gesprächsbedarf. Auch werden in Kürze die Planungen für das neue Haushaltsjahr 2020 beginnen.

 

Der heutige Morgen und der Mittag standen ganz im Zeichen des Landkreistages, denn es fand die diesjährige Hauptversammlung im Hofgut Imsbach statt. Am Nachmittag besuchte ich die Aktion „Heimat shoppen“ in Neunkirchen.  Morgen werde ich die sogenannten Fire-Days besuchen, die im Landkreis Neunkirchen am Gegenortschacht stattfinden. Diese Messe rund um die Feuerwehr hat eine große Anzahl von Fachvorträgen auf ihrer Agenda. Im Anschluss werde ich das 30-jährige Firmenjubiläum der Firma ASMC GmbH im Gewerbegebiet Klinkenthal in Schiffweiler besuchen. ASMC bietet Bekleidung, Ausrüstung für Camping, Transport, Werkzeuge, Messer, Schießsport und vieles mehr an und ist bundesweit erfolgreich. Weitere Infos gibt es auch im Internet unter www.asmc.de.

Sonntagmittag werde ich die Familienmesse mit Kinderfest besuchen, die in diesem Jahr im KOMM rund um die Bachschule in Neunkirchen stattfindet. Hier wird es wieder viele Angebote für Familien geben. Bereits in den letzten Jahren wurde diese Veranstaltung – bei jeweiligem Wechsel in den verschiedenen Gemeinden – mit Erfolg angeboten. So hoffe ich auch, dass diese Veranstaltung in Neunkirchen großen Zuspruch findet. Die Wetteraussichten sind ebenfalls sehr gut.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende

Ihr Sören Meng


06.09.2019: Von der Gremienfahrt zur Wanderung

Der Aufsichtsrat der WVO GmbH besuchte die Wasserwerke in Trier
Besuch der Firma Delfin in Merchweiler

Die erste Septemberwoche war gewohnt abwechslungsreich. Am Montagmorgen hatte ich gemeinsam mit Prof. Dr. Günter Dörr, Projektleiterin Katrin Herbst und dem Geschäftsführer des Landesinstituts für präventives Handeln, Hans Schmidt, ein Gespräch mit Vertretern im Wirtschaftsministerium. Anlass war die mögliche Verstetigung unseres Land(auf)Schwung-Projektes Vitalregion. Dieses Projekt soll unter anderem die Akteure des sogenannten zweiten Gesundheitsmarktes im Landkreis miteinander vernetzen. Hier gibt es das Vitalportal und zahlreiche Veranstaltungen rund um das Thema Gesundheit und Prävention. So war auch am vergangenen Sonntag der 3. Vitaltag im Neunkircher Zoo - an dem sich das Projekt aktiv beteiligte – ein großer Erfolg. Uns geht es darum, auch in Zukunft möglichst viele Komponenten dieses Projektes anbieten zu können. Hierzu gibt es vom Landesinstitut für präventives Handeln aber auch von der Kreisverwaltung konkrete Vorschläge. Ich bin zuversichtlich, dass wir einiges von diesem Erfolgsprojekt in die Zukunft übertragen können. Am Nachmittag tagte dann der Sparkassenbeirat der SaarLB in Saarbrücken. Anschließend standen interne Verwaltungstermine auf dem Programm. 

Rund um das Thema Wasser drehte sich die Gremienfahrt des Aufsichtsrates unserer WVO GmbH am Dienstag. Hier ging es nach Trier, wo eine Besichtigung des Wasserwerkes Irsch der Stadtwerke Trier auf dem Programm stand und wir uns auch mit der Geschäftsführung der Gesellschaft rege austauschten. Rund 10 Mio. cbm Trinkwasser benötigen die Stadt Trier und die umliegenden Gemeinden jährlich. Um dauerhaft hochwertiges Wasser anbieten zu können wurde vor rund 60 Jahren eine Talsperre errichtet. Darüber hinaus sorgen 24 Brunnen im Kylltal für die notwendige Menge an Trinkwasser. Das Zweckverbandswasserwerk Kylltal gehört zu 75 % der Stadt Trier und zu 25 % der Verbandsgemeinde Schweich. 

Am Mittwochmorgen tauschte ich mich mit der Gleichstellungsbeauftragten Heike Neurohr-Kleer zu verschiedenen Themen aus. Kürzlich wurde unsere Verwaltung als familienfreundliches Unternehmen zertifiziert. Jetzt geht es darum, gemeinsam mit den Bediensteten die nächsten Schritte anzugehen und vor allen Dingen die Leistungen in der Belegschaft transparent zu machen. Im Anschluss besuchte ich zusammen mit dem Merchweiler Bürgermeister Patrick Weydmann und dem Geschäftsführer unserer Wirtschaftsförderungsgesellschaft Klaus Häusler die Firma Delfin in Merchweiler. Die Firma Delfin produziert seit einem viertel Jahrhundert Industriesauger und Absauglösungen und gehört zu den führenden Herstellern von Hochleistungsindustriesaugern und Absauganlagen. Seit wenigen Wochen ist die Firma im neuen Gewerbegebiet in Merchweiler zu finden. Der Geschäftsführer Vincenzo Grenci stellte uns sein Unternehmen vor. Die Produktionswerke befinden sich in Italien. Weltweit operiert die Firma in über 120 Ländern mit eigenen Niederlassungen und Fachhändlern sowie Geschäftspartnern. Mehr Infos gibt es unter www.delfinindustriesauger.de. Am Nachmittag tagte die Verbandsversammlung des Sparkassenzweckverbandes Neunkirchen. Sie setzt sich aus Vertretern der Kreisstadt Neunkirchen und des Landkreises Neunkirchen zusammen und wählte die künftigen Mitglieder des Verwaltungsrates der Sparkasse Neunkirchen.

Gestern fanden verwaltungsinterne Gespräche statt, ehe es dann am Mittag zum 90. Geburtstag des ehemaligen Landtagspräsidenten Albrecht Herold ging. Mit seinen 90 Jahren bringt sich der Jubilar noch immer aktiv in die Gesellschaft ein. Es ist immer eine Freude sich mit ihm auszutauschen. Danach besuchte ich die Gedenkveranstaltung anlässlich des 75. Jahrestages des Stauffenberg-Attentates. Die Gedenkveranstaltung fand im Geschwister-Scholl-Gymnasium Lebach statt. Eingeladen hatten hierzu das Landeskommando Saarland der Bundeswehr sowie der Landtagspräsident des Saarlandes. Im Rahmen dieser Gedenkstunde wurde eine Skulptur zur Erinnerung an die Frauen und Männer des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus auf dem Gelände des Lebacher Gymnasiums enthüllt. Danach ging es wieder nach Ottweiler, wo eine Besprechung mit den Vertretern der Kreistagsfraktionen rund um das Themenfeld Schulbudgets stattfand.Heute Morgen bereitete ich – gemeinsam mit dem Geschäftsführer Achim Jesel – die anstehende Sitzung der Verbandsversammlung unseres Zweckverbandes Personennahverkehr Saarland (ZPS) vor. Im Anschluss fanden dann verwaltungsinterne Termine statt. Am Nachmittag war ich ab 16 Uhr Gast der zentralen Eröffnungsveranstaltung des Tages des offenen Denkmals. Er fand in diesem Jahr im Zechensaal des ehemaligen Zechenhauses der Grube Reden in Schiffweiler statt. Der Tag des offenen Denkmals steht in diesem Jahr unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur.“ So erinnert dieser Tag an die Gründung des Bauhauses vor 100 Jahren und lädt ein, Umbrüche und das Moderne in historischen Bauten und Parks zu entdecken. Hierzu werden im Saarland unter Koordination des Landesdenkmalamtes und enger Zusammenarbeit mit den Kreisen, Kommunen sowie privaten Initiativen und Vereinen mehr als 30 Denkmäler präsentiert. Im Landkreis Neunkirchen sind dies die Stummsche Reithalle, die Neue Gebläsehalle, der Wasserturm, das Zechenhaus, die Pumpenanlage, die Grubenanlage Itzenplitz sowie der Betsaal für Bergleute in Heiligenwald, das historische Rathaus Wemmetsweiler und die historischen Keramikwandbilder in der Brauturmgalerie Illingen. Ich wünsche dem Tag des offenen Denkmals 2019 viele begeisterte Besucherinnen und Besucher.  

Morgen findet erneut der 24 Stunden Spendenlauf „Laufen fürs Leben“ zugunsten des Fördervereins für altersübergreifende Palliativmedizin e. V. an den Wassergärten in Landsweiler-Reden statt. Hier habe ich gerne die Schirmherrschaft übernommen, weil es wichtig ist, die Palliativmedizin aktiv zu unterstützen. Das Motto lautet: Lasst uns laufen und Spenden sammeln für eine bessere und individuellere Versorgung von schwerkranken Kindern und Erwachsenen, für eine bestmögliche Lebens-qualität, für Selbstbestimmung, für Würde und Freude am Leben bis zum Schluss – lasst uns laufen für das Leben. In diesem Sinne ist es mir eine Ehre, diesen Lauf am Samstag zu eröffnen. Am Sonntag findet die erste Wiebelskircher Wanderung statt, dessen Schirmherr ich bin. Ich freue mich schon, meine Heimat zu erwandern. Am Sonntagnachmittag wird der langjährige Bürgermeister der Gemeinde Spiesen-Elversberg Reiner Pirrung verabschiedet. Sein Nachfolger ist der künftige Bürgermeister Bernd Huf. Ich bedanke mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Reiner Pirrung für die gute, konstruktive und freundschaftliche Zusammenarbeit in all den Jahren. Seinem Nachfolger wünsche ich viel Kraft für dieses verantwortungsvolle Amt. 


Ich wünsche Ihnen allen ein schönes Wochenende

Ihr Sören Meng


30.08.2019: Bunte Wochenvielfalt

Kuratoriumssitzung der Alex-Deutsch-Stiftung
Vorstellung des Museumskataloges
Abschlussveranstaltung des Upcycling Zentrums

Gewohnt abwechslungsreich war auch diese Arbeitswoche. Los ging es mit dem verwaltungsinternen Jour fixe und den für die Kreisverwaltung relevanten Themen. Jetzt werden in Kürze auch die ersten Ausschuss-Sitzungen mit den neuen Mitgliedern des Kreistages stattfinden; diese Sitzungen werden bereits jetzt von der Verwaltung intensiv vorbereitet. Nach dem Jour fixe standen zahlreiche Rücksprachen auf meiner dienstlichen Agenda, ehe es dann nach Neunkirchen in die Alex-Deutsch-Schule ging, wo im Raum der Begegnung die Kuratoriumssitzung der Alex-Deutsch-Stiftung stattfand. Hier bin ich Kuratoriumsvorsitzender und leite die Stiftung, die im Gedenken von Alex Deutsch gegründet wurde. Zweck unserer Stiftung ist es, durch den Erhalt und die sogenannte öffentliche Zugänglichmachung  unter Verwendung der Dokumente und Materialien von Alex Deutsch die Bedeutung der Toleranz als Grundlage politischen und gesellschaftlichen Handelns und deren Zusammenhänge in das Bewusstsein des öffentlichen Lebens zu bringen. Es geht darum, für ein tolerantes Verhalten und ein Zusammenleben frei von Hass, Rassismus, Antisemitismus und Gewalt einzutreten. Dies wird durch das beeindruckende Lebenswerk von Alex Deutsch verstärkt. Als äußeres Zeichen wurde vor zwei Jahren zum ersten Mal der Alex-Deutsch-Preis vergeben. Das Kuratorium beriet über die Preisträger des Jahres 2019. Im November wird es dann wieder soweit sein und wir werden in einem sehr feierlichen Rahmen den zweiten Alex-Deutsch-Preis vergeben. Auf meine Einladung hin lernte eine bekannte Persönlichkeit unsere Stiftung und den Raum der Begegnung kennen. Der Beauftragte für jüdisches Leben im Saarland und gegen Antisemitismus, Herr Prof. Dr. Roland Rixecker, zeigte sich beeindruckt von unserer Stiftung. Er erklärte sich auch bereit, den zweiten Alex-Deutsch-Preis mit zu vergeben. Herr Prof. Dr. Rixecker ist zugleich Präsident des Verfassungsgerichtshofes des Saarlandes. Die Aufgabe des Beauftragten für jüdisches Leben im Saarland und gegen Antisemitismus besteht darin, ein Ansprechpartner für jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger, Gruppen und Organisationen auch im Blick über die Grenzen von Saar-Lor-Lux zu sein. Prof. Dr. Rixecker soll auf antisemitische Haltung und Äußerungen aufmerksam machen, sie bekämpfen und dazu beitragen, antisemitische Vorfälle und Straftaten einzudämmen. Hierzu kann er eine unabhängige Expertenkommission einrichten, die ihn unterstützt und berät. Er koordiniert die Maßnahmen der Landesregierung zur Bekämpfung des Antisemitismus. Ich habe mich sehr über seinen Besuch und sein Interesse an unserer Stiftung gefreut.

Am Dienstagmorgen besuchte ich das Museum von Wolfgang Herzog in Neunkirchen. Die Firma Maschinenbau Herzog wurde im Jahr 1929 durch Philipp Herzog gegründet. Philipp Herzog war der Großvater von Wolfram Herzog, der die historische Werkstatt für die Nachwelt erhält. Der beeindruckende Werkzeugmaschinenbestand umfasst rund 30 Großobjekte internationaler Herkunft, die bis zum Jahr 1870 zurückreichen. Auch befindet sich im Besitz von Wolfram Herzog das einzige unter Denkmalschutz im Saarland stehende Automobil, ein VW-T1-Pritschenwagen. Durch die Unterstützung von Saar-Toto konnte ein Museumskatalog realisiert werden. Thomas Störmer, der auch für unser Kreisbuch verantwortlich ist, hat das Layout des Kataloges gestaltet. Gemeinsam mit Bürgermeister Jörg Aumann stellte ich den Katalog der Öffentlichkeit vor. Mit dabei war auch Alexander M. Groß, der einen Beitrag für den aktuellen Bericht drehte, der noch am gleichen Abend ausgestrahlt wurde (https://www.sr-mediathek.de/index.php?seite=7&id=77611&startvid=8) Einen Eindruck dieses besonderen Museums kann man auch unter www.herzog-maschinenmuseum.de gewinnen.

Wieder zurück in Ottweiler ging es um ein wichtiges Programm für unsere Kreisschulen. Eine Vertreterin des Bildungsministeriums informierte uns grob über das geplante Förderprogramm rund um den Digitalpakt. Der Digitalpakt soll die Schulträger dabei unterstützen die Digitalisierung in den Schulen weiter voranzutreiben. Schon jetzt wissen wir, dass die Bundesmittel bei weitem nicht ausreichen werden und die Schulträger selbst tief in die Kasse greifen müssen. Dies ist hinsichtlich der finanziellen Lage der Kommunen natürlich mehr als schmerzhaft aber für eine zeitgemäße Ausstattung unserer Schulen unumgänglich. Im September soll es hierzu die abschließenden Regelungen geben. Am Abend tagte dann der Vorstand der Psychiatrie-Stiftung Merzig im Landratsamt in Ottweiler. Prof. Dr. Wolfgang Werner – der Gründer der Stiftung hat mich vor einem Jahr in dieses Gremium berufen. Daher freute ich mich, dass die Gremienmitglieder dieses Mal im Landkreis Neunkirchen tagten.

Am Mittwoch fanden in erster Linie verwaltungsinterne Gespräche und Rücksprachen statt. Unter anderem ging es auch um die Erarbeitung unseres Klimaschutzkonzeptes für den Landkreis Neunkirchen. Hier tauschte ich mich intensiv mit unserer Klimaschutzmanagerin Lilli Metzker aus. In den nächsten Monaten sind hier einige Aktionen geplant u. a. der Schulwettbewerb „Klasse Klima“, der bereits ausgelobt wurde. Klimaschutz geht uns alle an und da bin ich sehr zuversichtlich, dass wir hier als Landkreis eine Vorreiterrolle einnehmen können.

Gestern Morgen fand das Abschlusstreffen unseres Upcycling-Zentrums Neunkirchen in den Räumlichkeiten unserer Beschäftigungsgesellschaft AQA gGmbH statt. Das Projekt Upcycling entstand durch das Bundesprojekt Land(auf)Schwung und hat bundesweit große Resonanz erfahren. Auch dieses Projekt wird in diesem Jahr auslaufen, kann aber durch ein Folgeprojekt weitergeführt werden. Das Know-how, das in den vergangenen drei Jahren erworben wurde, geht durch unsere Beschäftigungsgesellschaft AQA nicht verloren. Im Gegenteil, die AQA kann auf einem Pool von tollen Produkten aufbauen und kann mit Menschen, die lange Zeit arbeitslos waren, neue Produkte herstellen. Ich nutzte die Gelegenheit, mich beim Projektträger IfaS, aber auch bei den Verantwortlichen unserer Beschäftigungsgesellschaft AQA für das große Engagement zu bedanken. Ein großes Dankeschön geht aber auch an die Wertstoff-Stifter-Firmen, die beispielsweise Altholz und andere Materialien zur Verfügung stellen, damit Neues aus ihnen entstehen kann. Das Ganze ist ein wirklich durch und durch nachhaltiges Projekt, auf das ich auch ein wenig stolz bin.

Am Nachmittag war ich auf einer Beerdigung eines langjährigen Mitarbeiters der Kreisverwaltung und des Jobcenters.

Heute Morgen war ich Referent beim fünften Branchentag Nahverkehr der Arbeitskammer des Saarlandes. Als Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Personennahverkehr Saarland sprach ich über die Hemmnisse und Treiber des Nahverkehrs im ländlichen Raum. ÖPNV gehört für mein Verständnis zu den Grundfesten unseres gesellschaftlichen Lebens, denn Mobilität ist ein Grundbedürfnis, wer mobil ist, der kann in der Gesellschaft aktiv teilhaben. Auch deshalb halte ich die angekündigten Reformen im ÖPNV für eine große Chance in diesen Bereich. Wir alle wissen, dass der ländliche Raum unter dem demografischen Wandel leidet. Bis 2030, so eine Studie des Demografie Netzwerkes Saar wird die saarländische Bevölkerung um rd. 100.000 Menschen zurückgehen. Die Auswirkungen werden alle Lebensbereiche treffen, natürlich auch die Mobilität. Auf der anderen Seite stellen wir fest, dass die Quote von Menschen mit eigene