Bienen in Not

Landrätin fordert Engagement zur Erhaltung der Biodiversität

"Ökologische Standards in der Agrarpolitik können dazu beitragen, das massive Bienensterben, das überall - auch in unserer Region - wahrzunehmen ist, einzugrenzen.", so Landrätin Cornelia Hoffmann-Bethscheider zur aktuellen Diskussion um die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union. Eine vielfältige, verantwortungsbewusste Landwirtschaft könne einen maßgeblichen Beitrag zu Erhaltung der Biodiversität leisten und müsse auch entsprechende Förderung erfahren, fordert die Landrätin.

Denn die Bienen sind in Not. Krankheiten, Parasiten, Monokulturen und das nachlassende Interesse an der Imkerei bedrohen weltweit die Bestände. Eine leise Naturkatastrophe, denn die Folgen für die Natur und damit auch den Menschen sind immens, denn für das ökologische Gleichgewicht hätte es nach Ansicht von Experten fatale Folgen, wenn es nicht gelänge, die Bienenbestände zu halten und zu vermehren. Bienen haben durch die Bestäubung der Pflanzen Einfluss auf etwa zwei Drittel aller Nahrungsmittel. „Der Anteil der Bienen zur Erhaltung der Vielfältigkeit unserer Natur ist jedoch enorm“, so Cornelia Hoffmann-Bethscheider.

Die Landrätin hat das Thema Bienen in diesem Jahr in den Blickpunkt der Umwelt- und Bildungsarbeit des Landkreises Neunkirchen gerückt. Viele Veranstaltungen, Kurse und Vorträge sollen jung und alt motivieren, sich für die Bienen einzusetzen.

"So wichtig und richtig dieses bürgerschaftliche Engagement ist, es ist unerlässlich, dass die Politik in Saarbrücken, Berlin und Brüssel mit gesetzlichen Maßnahmen eingreift. Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik darf nicht durch zu viele Ausnahmeregelungen verwässert werden. Die Biene braucht eine starke Lobby", so die Landrätin abschließend.